Christus am Kreuz – verlassen von Gott?

Von Felizitas Küble

Vom Berliner Theologen Detlev Fleischhhammel stammt die “steile” Aussage: Der einzige Mensch, der je wirklich von Gott verlassen gewesen ist, war Jesus Christus am Kreuz.

Bei der katholischen Gründerin der Fokolar-Bewegung, Chiara Lubich, war die Verehrung des “verlassenen Jesus” sogar eine der beiden “Säulen” ihrer speziellen Spiritualität (die zweite Säule war der ökumenische Einheitsgedanke). 

Die Gründerin dieser “geistlichen Gemeinschaft” sprach von Christus fast immer als von dem “verlassenen Jesus” oder “verlassenen Gekreuzigten”.

Über diese besondere Frömmigkeitsform gibt es ausführliche Literatur, zB. das Buch “Jesu Gottverlassenheit als Heilsereignis in der Spiritualität Chiara Lubichs.”

Frau Lubich starb am 14. März im hohen Alter von 87 Jahren in Rocca di Papa bei Rom; im selben Jahr feierte ihre Bewegung das 50-jährige Bestehen.

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Wie steht es nun wirklich mit der “Verlassenheit” Christi in seiner Todesnot?

War unser Erlöser tatsächlich von seinem himmlischen Vater gleichsam im Stich gelassen, von IHM getrennt?

Es wäre ein Kurzschluß, dies zu schlußfolgern, zumal unser Heiland GOTT und MENSCH zugleich  ist – und seine göttliche Natur kann gar nicht “gottverlassen” sein.

Jesu Ausruf am Kreuz stammt aus Psalm 22

Das Rätsel dieses Rufes Jesu löst sich, wenn wir bedenken, daß Christus hier den 22. Psalm aus dem Alten Testamentes sprach, einen sogenannten “Klagepsalm”, der mit den Worten beginnt: “Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?” 

Doch diese leidvolle Stimmung weicht in diesem Gebet zunehmend einem großen Gottvertrauen, ja tiefster Dankbarkeit gegenüber dem himmlischen Vater. 

Im ersten Teil dieses eindringlichen Gebetes werden Nöte, Bedrängnisse und bittere Verfolgung beklagt. Doch schon bald dringt immer stärker der Lobpreis Gottes durch, begleitet von vertrauensvollen Bitten.

Im zweiten Teil steht der Dank im Mittelpunkt; gerühmt werden Gottes große Heilstaten, die er an Israel und den Völkern gewirkt hat bzw. noch vollbringen wird, wie es der Psalmist  im letzten Vers freudig ausruft; das erinnert uns an Christi weiteres Wort am Kreuz: “Es ist vollbracht.”  -  Dies entspricht inhaltlich dem Schlußsatz von Psalm 22. (In der Septuaginta  -  der griechischen Übersetzung des AT -  ist es der Psalm 21, weil dort eine andere Zählung gilt.)

Die vermeintliche “Gottverlassenheit” ist also nur der Einstieg, der dann in Lob und Dank, in Vertrauen und Zuversicht einmündet.

Dieses Gebet ist ein “messianischer Psalm”

Es handelt sich bei diesem Gebet zudem um einen “messianischen Psalm”, der im Hinblick auf das Heilswirken Christi zu verstehen ist. Somit hat der Gekreuzigte durch seine Anrufung die messianische, auf IHN bezogene Bedeutung dieses Psalms bestätigt.

So heißt es dort in Vers 8 und 9: “Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf: Er klage es dem HERRN, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.” 

In Vers 17 ist davon die Rede, daß “die Rotte der Bösen mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben”.

Die Vers 18 und 19 lauten: “Ich kann alle meine Knochen zählen; sie aber schauen zu und sehen auf mich herab. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand”.

Es ist daher theologisch mißverständlich bis irreführend, von einer “Gottverlassenheit” Jesu zu sprechen oder dies sogar durch spezielle Verehrungsformen in den Mittelpunkt einer neuen “Spiritualität” zu rücken, wie dies durch die Gründerin der Fokolar-Bewegung geschah.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MiT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Laßt uns hinzutreten zum Thron der Gnade!

Heutige Karfreitagslesung der kath. Kirche: Hebr 4,14-16.5,7-9:

Brüder! Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, laßt uns an dem Bekenntnis festhalten.  media-358103-2

Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat.

Laßt uns also voll Zuversicht hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.

Als ER auf Erden lebte, hat ER mit lautem Rufen und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und ER ist erhört und aus seiner Angst befreit worden. 

Obwohl ER der Sohn war, hat ER durch Leiden den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist ER für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden

 


KARFREITAG: Erfüllung des messianischen Psalms vom “leidenden Gottesknecht”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jesaja 53,1 -10:

ER wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war ER verachtet; wir schätzten ihn nicht.

Aber ER hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt. kleines-rituale

Doch ER wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt.

Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der HERR lud auf ihn die Schuld von uns allen. ER wurde misshandelt und niedergedrückt, aber ER tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch ER seinen Mund nicht auf.

Durch Verhaftung und Gericht wurde ER dahingerafft, doch wen kümmerte sein Geschick? ER wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen.

Bei den Ruchlosen gab man ihm sein Grab, bei den Verbrechern seine Ruhestätte, obwohl ER kein Unrecht getan hat und kein trügerisches Wort in seinem Munde war.

Doch der HERR fand Gefallen an seinem zerschlagenen Knecht, ER rettete den, der sein Leben als Sühneopfer hingab. ER wird Nachkommen sehen und lange leben. Der Plan des HERRN wird durch ihn gelingen.

Nachdem ER so vieles ertrug, erblickt ER das Licht. ER sättigt sich an Erkenntnis. Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; ER lädt ihre Schuld auf sich.


Bereits im antiken Persien gab es Schutzgesetze für ungeborene Kinder

Laut einer Studie der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Shiraz-Universität im Iran gab es bereits im alten Persien strenge Gesetze gegen Abtreibung. Zudem wurden schwangere Mütter und ungeborene Kinder staatlich geschützt.

Die Studie trägt den Titel “Untersuchung antiker Abtreibungsgesetze – Das Persische, Griechische und Römische Reich im Vergleich” und setzt sich mit dem Thema Abtreibung in verschiedenen Kulturen auseinander. Baby (2)

Demnach wurde im Neupersischen Reich der Sassaniden (224 – 651 n. Chr.) ein ungeborenes Baby als lebender Mensch angesehen, gleichwertig wie jeder andere Mensch nach der Geburt. 

Abtreibung wurde als “Durchtrennung der Lebenswurzel und des wichtigsten Segen Gottes” angesehen und als schweres Vergehen verurteilt bzw. einem Mord gleichgesetzt. Ärzte und Priesterschaft verurteilte die Tat gleichermassen. Auf Abtreibung stand die Todesstrafe für den Vater, die Mutter und die durchführende Person.

Um das Kind im Mutterleib und die Schwangere zu schützen, gab es gesetzlich vorgeschrieben eine Person, die sich um Mutter und Kind kümmern sollte. Zusätzlich waren der Vater des Kindes und die Familie der Schwangeren verpflichtet, sich um das Wohlergehen von Mutter und Kind zu sorgen.

Wenn der Vater oder die Familie zum Zeitpunkt der Geburt verhindert waren, war laut Gesetz der Nachbar verpflichtet, bei der Entbindung zu helfen.

Schon zur Zeit des Achämidenreiches (550 – 330 v. Chr.) gab es spezielle Gesetze zum Wohl von Mutter und Neugeborenen. So wurde die neue Familie beispielsweise fünf Monate lang mit Lebensmitteln vom Staat versorgt.

Quelle: http://www.jesus.ch/n.php?nid=253188 / Autor: Miriam Hinrichs


München: Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen für Milan Horáček

Menschenrechtler, Antikommunist, Verfechter der Deutschen Einheit

Den Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen erhält dieses Jahr der aus dem Kreis Mährisch Schönberg stammende Milan Horáček (siehe Foto), Menschenrechtler, ehem. Mitglied des Europäischen Parlamentes und des Deutschen Bundestages von Bündnis 90/Die Grünen. 14_ST_Horacek

Die nach Kaiser Karl IV., zugleich deutscher und böhmischer König, benannte Auszeichnung wird am Pfingstsamstag beim Sudetendeutschen Tag in Augsburg durch den Sprecher der Volksgruppe, den Europa-Abgeordneten Bernd Posselt, überreicht und zwar „für Verdienste um eine gerechte Völkerordnung in Mitteleuropa“.

Die feierliche Preisverleihung wird im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des 65. Sudetendeutschen Tages am Pfingstsamstag, den 7. Juni, um 10.30 Uhr in Augsburg in Anwesenheit von Vertretern aus Politik und Gesellschaft stattfinden.

In einer Erklärung würdigte Posselt als oberster politischer Repräsentant der Sudetendeutschen den designierten Karlspreisträger:

„Horáček sprengte von Jugend an alle Kategorien. Als Tscheche mit sudetendeutschen und slowakischen Wurzeln im nordmährischen Groß Ullersdorf geboren, legte er sich schon früh mit der kommunistischen Staatsgewalt an.

In die Bundesrepublik Deutschland geflohen und dort als Aussiedler anerkannt, vergaß er niemals, dass Deutschland und Europa nicht am Eisernen Vorhang endeten. 14_ST_Festabzeichen

Der Jungstar der Frankfurter alternativen Szene war dort einer der wenigen leidenschaftlichen Antikommunisten, der Mitbegründer der Grünen gleichzeitig ein unerschrockener Verfechter der Wiedervereinigung.

Als Menschenrechtler hatte er nicht die geringste Scheu, auch die Vertreibung offen als das anzusprechen, was sie ist, nämlich eine elementare Menschenrechtsverletzung.

Sein Wirken als Bundestagsabgeordneter, Aktivist, Publizist, führender Mitarbeiter der Heinrich- Böll-Stiftung und Europaparlamentarier machte diesen paneuropäischen Grünen zum Hoffnungsträger für viele geschundene Menschen, die in Gefängnissen und Gulags schmorten oder immer noch schmoren, zum engagierten Ansprechpartner für alle Entrechteten.

Überall, wo es im deutsch-tschechischen und sudetendeutsch-tschechischen Dialog Fortschritte gab oder gibt, war Milan Horáček als Vermittler und Tabubrecher, gegen nationalistische Scheuklappen kämpfend, mittendrin.

In dieser Funktion und als erfreulicher Mensch mit viel Humor und Lebensfreude wird er im komplizierten Beziehungsgeflecht der Völker und Volksgruppen im Herzen Europas mehr denn je gebraucht“.

Quelle (Text/Fotos): http://www.sudeten.de


“Du hast mich erlöst, du treuer Gott”

Heutige liturgische Karfreitags-Lesung der kath. Kirche:

Psalm 31 (30),2.6.12-13.15-16.17.25:

HERR, ich suche Zuflucht bei dir.
Laß mich doch niemals scheitern;
rette mich in deiner Gerechtigkeit!
In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.

Zum Spott geworden bin ich all meinen Feinden,
ein Hohn den Nachbarn, ein Schrecken den Freunden;
wer mich auf der Straße sieht, der flieht vor mir.
Ich bin dem Gedächtnis entschwunden wie ein Toter,
bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß.

Ich aber, HERR, vertraue dir,
ich sage: «Du bist mein Gott.»
In deiner Hand liegt mein Geschick;
entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger!

Laß dein Angesicht leuchten über deinem Knecht,
hilf mir in deiner Güte!
Euer Herz sei stark und unverzagt,
ihr alle, die ihr wartet auf den HERRN.


Biotechnologie contra Gottes Schöpfung

Von Dr. med. Edith Breburda

Die Schöpfer der modernen Biotechnologien sind der Meinung, der Menschheit einen besseren Dienst zu erweisen als Gottvater selber, schreibt der Bioethiker William E. May im Vorwort des Buches “Promises of New Biotechnologies”.

Beim Propheten Jesaja 65,18 heißt es:Dr. Breburda

“Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln / über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel / und aus seinen Einwohnern Freude.” 

Der Mensch kann gar nichts neu erschaffen, er kann nur die bereits von Gott erschaffene Materie manipulieren.

Technischer Fortschritt erhebt von jeher den Anspruch, unser Leben angenehmer zu machen. So formulieren es auch die Wissenschaftler Peter Diamandis und Steven Kotler in einem Interview am 7.1.2013: “Der technische Fortschritt bietet uns die Möglichkeit, den Lebensstandard jedes Menschen auf der Erde deutlich zu verbessern.”

In 100 Jahren soll alles besser und schöner werden, hören wir immer wieder aus dem Mund von Forschern.

Der Grundstein dazu sei zweifelsfrei die moderne Biotechnologie. Es wird behauptet, nur durch sie könne man die gesamte Menschheit ernähren, die Menschen 100 Jahre alt werden lassen und sie von allen Krankheiten und Leiden erlösen. Die biogenetische Forschung bietet enorme Möglichkeiten bezüglich genetischer Manipulation von Pflanzen, Tieren und Menschen.

Trotz allem kann sie uns  –   unverantwortlich und skrupellos eingesetzt  -  auch zerstören, wenn fundamentale ethische Normen mißachtet werden.

Prinz Charles warnt vor genmanipulierten Pflanzen

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat im “Daily Telegraph” vor der durch genmanipulierte Lebensmittel verursachten größten Umweltkatastrophe aller Zeiten gewarnt. Mit dem Anbau genetisch veränderter Pflanzen sei ein gigantisches Experiment mit der Natur und der gesamten Menschheit gestartet worden, das schon jetzt z.B. in Nordindien und Westaustralien den Wasserhaushalt stark gefährdet.biomedcinprogrammet_65

Die Behörden in Indien hatten z.B. die neuen Biotechnologien ohne Zögern in ihr Land gelassen. Sie bekamen im Gegenzug Devisen. Dadurch erhofften sie sich Hilfe für ihre ökonomische Revolution. Städte wie Mumbai und Delhi boomten. Das Land der Kleinbauern fiel jedoch zurück ins Mittelalter.

In den letzten Jahren wurde die Fläche, auf welcher gentechnisch manipulierte Saaten angebaut wurden, verdoppelt. Viele Farmer meinen, sie haben einen zu hohen Preis gezahlt bei ihrem Versuch, der Armut zu entrinnen.

Indien: Bauern schlittern ins Fiasko

Es wird berichtet, dass sich monatlich tausende Bauern das Leben nehmen wegen der Krise, in der sie stecken.

Einfache Bauern vergiften sich mit den teuren Pflanzenschutzmitteln, die sie eigentlich auf ihre genmanipulierten Pflanzen aufbringen sollten. Viele hatten sich Geld geliehen, um GM-Saatgut zu kaufen.

Baumwollfeld

Baumwollfeld

Man spricht von einem genmanipulierten Genozid. Vielen Bauern wurden hohe Pflanzenerträge vorhergesagt, wenn sie ihre boden- und klimaangepassten Pflanzensorten gegen genmanipuliertes Saatgut eintauschen. Die Versprechungen, das schnelle Geld zu verdienen, wurde vielen Bauern in Indien zum Verhängnis. Als die Ernte zum Misserfolg wurde, hatten sie tiefe Schulden und wussten keinen anderen Ausweg als Selbstmord.

Exzessive Bewässerung und Düngung haben Millionen Hektar Agrarland unbrauchbar gemacht. Der Wasserbedarf in China, Indien, Zentral- und Südostasien steigt dramatisch. Im Nahen Osten wird der Wasserbedarf aus fossilen Grundwasserspeichern gedeckt. Das Wasser ist mit natürlicher Radioaktivität belastet und könnte schon bald zur Neige gehen.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit mehr als 200 Millionen Menschen, vor allem in Ländern Afrikas und Asiens, durch Schadstoffe in der Umwelt gefährdet sind. Ein Fünftel aller Todesfälle in Drittländern werden durch Umweltgifte verursacht. Auf Java gefährden Schwermetalle und Pestizide bis zu fünf Millionen Menschen.

Der französische Forscher Séralini kam 2014 in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Pestizide viel giftiger seien, als von den Herstellern deklariert wird. Man vermutet, dass vermehrter Kontakt zu Pestiziden, dem Farmer ausgesetzt sind, zu einer geringeren Spermienzahl und Unfruchtbarkeit führen. 

Der Genmais und seine fatalen Folgen

Trotzdem argumentieren die großen Agrarkonzerne der USA, dass die wachsende Bevölkerung ohne Gentechnik nicht ernährt werden kann. Bei Gentechniksaatgut, das Pestizide einsparen sollte, bleibt jedoch wegen inzwischen aufgetretener Resistenzen der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden weiterhin hoch.

Als Dünger für den Genmais werden Unmengen an Stickstoff und Phosphat gebraucht. Leguminosen, die den Stickstoff der Luft nutzen können, werden nicht mehr als Zwischenfrüchte angepflanzt. Der Boden kann die unverbrauchten Nitrate jedoch nicht binden. Sie wandern ins Grundwasser.

Durch Bodenerosion landen die von Bodenteilchen gebundenen Phosphate im Mississippi und fließen in den Golf von Mexiko. Dort wird das Algenwachstum gefördert. Abgestorbene Algen reichern sich an und verbrauchen Sauerstoff zu ihrem Abbau durch Bakterien.

Entwicklung von umweltgefährlichen “Todeszonen”

Infolge einer geringen Sauerstoffsättigung entsteht eine sogenannte “dead zone” (Todeszone). Wir verzeichnen steigende Temperaturen der Ozeane; niedrige Sauerstoffgehalte, Umweltverschmutzung z.B. durch Plastikmaterial, Versauerung der Meere durch CO2. Die im Wasser zunehmende Kohlensäure macht es Algen, Muscheln und Krustentieren schwerer, ihre Kalkskelette aufzubauen.

Auch in den Großen US-Süßwasser-Seen haben sich Todeszonen entwickelt. Wie im Golf von Mexico sterben auch dort die Fische. Nicht einmal die kleinsten Wasserinsekten haben genug Sauerstoff. 40 Prozent des wichtigsten Süsswasser-Reservoirs der USA sind betroffen.

Eine kritische Untersuchung der Grünen im EU-Parlament kam zu dem Ergebnis, dass die Gentechnik der Landwirtschaft keine ökonomischen Vorteile bringt. Die Ernteerträge der in den USA praktizierten Gentechnik-Anbaumethoden sind nicht höher als in der normalen Landwirtschaft, wie sie in West-Europa angewandt wird.

Wie sehen die Errungenschaften der genetischen Manipulationen in der Tierzucht aus?

Viel Tierquälerei ist mit dieser ineffizienten Technik verbunden. Allein für das erste Klonschaf Dolly wurden unzählige Eizellen verbraucht und Leihmuttertiere gequält.

Zuletzt sind geklonte Jungtiere oft recht schwächlich und sterben kurz nach der Geburt. Und trotzdem übernimmt man reproduktionsmedizinische Techniken aus der Tiermedizin.

Probleme der künstlichen Befruchtung

Die Wissenschaftler stehen schon lange unter dem Druck, gesunde Babys im Labor mit Hilfe der In-Vitro-Befruchtung zu erzeugen, die keine Erbkrankheiten haben. In-Vitro-Fertilisation bewirkt allerdings Leihmütter-Schwangerschaften, tiefgefrorene Embryos, Donorkinder mit unzähligen Halbgeschwistern, Stammzellforschung und Pränatal-Diagnostik (PID).

Künstlich befruchtete Embryos werden vor und nach der Implantation qualitätsgeprüft, um ganz sicher zu sein. Aber was, wenn man dabei feststellt, dass eine genetische Unvereinbarkeit zwischen der Schwangeren und dem Embryo besteht und man damit nicht mehr Mutter, sondern nur Leihmutter ist?

So wie es bei einer vertauschten Implantation am 4. Dezember 2013 in der Fruchtbarkeitsklinik des Sandro-Pertini-Krankenhauses in Rom passierte.

Man will doch bestimmen, wann und wo man schwanger wird. Sonst gäbe es nicht Bewegungen wie die Single Mothers By Choice. Eine Gesellschaft, die 1981 von der Psychotherapeutin Jane Mattes in den USA gegründet wurde, um Frauen zu helfen, auch ohne Mann ein Kind zu bekommen.

Unbeachtet des wachsenden Unmutes der In-Vitro-Kinder, die ein Recht darauf haben, wer ihr Vater ist und unbeachtet der Skandalmeldungen, dass damit ein Mann theoretisch und auch schon praktisch mehrere hundert Nachkommen haben kann.

Vielleicht gibt uns die brandneue Studie Traces of Trauma in Sperm RNA aus Nature Neuroscience vom 13. April 2014 zu denken, die herausfand, dass traumatische Erlebnisse über die microRNAs der Spermien weitervererbt werden können.

Über extreme und stressreiche Erlebnisse, die ein Samenspender hatte, steht nichts in den einschlägigen Spenderkatalogen, die man legal oder auch illegal sichtet, wenn man einen Samenspender für sein Kind sucht  -  und so hat man am Ende eventuell ein Wunschkind mit Verhaltensauffälligkeiten. Es handelt sich hierbei um molekulare Vererbungsprozesse des männlichen Wesens.

Johanita H. Williams beschreibt in ihrem Buch “Psychology of Woman” die Frauen, die am engsten mit der Schöpfung verbunden sind. Ihr Zyklus steht in einer Beziehung zu den Umlaufstadien des Mondes, schreibt sie.

Biomedizinischer Fortschritt ermöglicht der Frau, ihre sogenannte reproduktive Freiheit auszuleben und so die Sexualität von der Fortpflanzung zu entkoppeln. Sigmund Freud sagte: “Die Abkehr von der reproduktiven Funktion ist das gemeinsame Merkmal aller Perversion”.

Die biomedizinischen “Schöpfer”, die eigentlich nicht viel anderes tun als die Gegebenheiten der Natur in ihrem Interesse zu manipulieren, sind so gesehen das krasse Gegenstück zum göttlichen Schöpfer.

Siehe hierzu die Neuerscheinung von Dr. Edith Breburda: “Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst?”
ISBN-10: 0615926657    -  ISBN-13: 978-0615926650   -  Kindle ebook, ASIN: B00GPW1CR2
Unsere Buchbesprechung hierzu: http://charismatismus.wordpress.com/2014/03/08/unser-buch-tip-globale-chemisierung-von-dr-med-edith-breburda/
 
Ediths Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/

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