Zahl der Organspender hierzulande deutlich gesunken

Die Organspende-Bereitschaft in Deutschland geht massiv zurück, wie die dts-Nachrichtenagentur meldet. Während es in ganz Deutschland normalerweise mehr als 100 Organspenden pro Monat gibt, ist die Zahl im Oktober auf weniger als 60 gesunken, wie NDR-Info berichtet.

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) sieht inzwischen einen klaren Zusammenhang mit den Transplantations-Skandalen in München, Göttingen und Regensburg.

Der medizinische Vorstand der DSO, Günter Kirste, sagte dem Radiosender, daß das Vertrauen in das System erschüttert sei.

Die massiven “Unregelmäßigkeiten” dürften jedoch nicht der einzige Grund für die rückläufige Zahl der Organspender sein – sie sind wohl eher der äußere Anlaß. 

Auch die Tatsache, daß zunehmend kritisch über die “Hirntod”-Definition debattiert wird, spielt sicher eine große Rolle, zumal die skeptische Diskussion mittlerweile auch in Mainstream-Medien Eingang gefunden hat, zB. vorigen Sonntag in der FAS (Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)   – wir berichteten in unserem CF darüber.


95 Jahre Balfour-Deklaration – ein Meilenstein zur Entstehung Israels

Heute vor 95 Jahren wurde die Balfour-Deklaration verfaßt, die zum ersten Mal von einer jüdischen Heimstätte in Palästina spricht.

Während des Ersten Weltkrieges hatte sich die britische Politik schrittweise der Idee einer jüdischen Heimstätte in Palästina/Eretz Israel angenähert.

Nach Diskussionen in der britischen Regierung und Konsultationen mit Führern der zionistischen Bewegung fiel die Entscheidung in Form eines Briefes von Außenminister Arthur James Lord Balfour an Lord Rothschild, den Ehrenpräsidenten der Zionistischen Weltorganisation.

Lord Balfour und die Deklaration

Die Bemühungen um ein solches Dokument hatte Haim Weizman angeführt, der spätere erste Präsident des Staates Israel.

Der Brief, der später als „Balfour-Deklaration“ bekannt wurde, stellt die erste politische Anerkennung der zionistischen Ziele durch eine Großmacht dar.

Er ist auf den 2. November 1917 datiert und liest sich im Wortlaut wie folgt:

Verehrter Lord Rothschild,

ich bin sehr erfreut, Ihnen im Namen der Regierung Seiner Majestät die folgende Erklärung der Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen übermitteln zu können, die dem Kabinett vorgelegt und gebilligt worden ist:

Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.

Ihr ergebener Arthur Balfour

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


“Berliner Kreis” von Abgeordneten aus CDU und CSU will christlich-konservatives Profil schärfen

Um die nächsten Wahlen zu gewinnen, muß die CDU ihr konservatives  Profil schärfen. Das fordern konservative Unionspolitiker, die sich im „Berliner Kreis“ zusammengeschlossen haben.

Der Gesprächskreis stellte am heutigen Freitag, den 2. November 2012, in Berlin seine inhaltlichen Positionen vor.

Dem vom hessischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Christean Wagner initiierten Kreis gehören etwa 40 Bundes- und Landespolitiker an, darunter die Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach und Erika Steinbach (Präsidentin des Bundes der Vertriebenen) sowie der Vorsitzende der sächsischen CDU-Landtagsfraktion, Steffen Flath.

Im Positionspapier des Kreises heißt es, der deutsche Staat gründe auf der  christlich-abendländischen Kulturtradition, der Liebe zum eigenen Land,  der Unantastbarkeit der Menschenwürde sowie auf Ehe und Familie als Grundlage der Gesellschaft. 

Foto: CDL, M. Löhr

Das Papier bekennt sich zu einem „christlichen Wertefundament“ sowie zur „Sozialen Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards“. Sie sei fest verwurzelt in der katholischen  Soziallehre und der evangelischen Sozialethik.  Der Kreis plädiert u.a. für die Einführung des Betreuungsgeldes. Familienpolitik müsse sich wieder stärker auf die in der Familie erbrachten Leistungen konzentrieren, heißt es in dem Papier. Auch einer Weiterentwicklung des Ehegattensplittings zu einem Familiensplitting stehe man offen gegenüber. Zudem setze man sich für den Schutz des menschlichen Lebens „in allen Lebensphasen“ ein.

Quelle: www.idea.de


Ägypten: Entführung und Zwangsheirat eines christlichen Mädchens ist ein Fall von vielen

Allein im Jahr 2011 gab es 75 Fälle von Entführungen Minderjähriger

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, sorgt in der ägyptischen Hafenstadt Marsa Matruh der Fall der entführten 14-jährigen Koptin Sarah Ishaq Malek für Aufruhr.

Das Mädchen wurde am 30. September zum letzten Mal gesehen und hat nach Angaben der radikal-islamischen Salafistischen Front angeblich aus freien Stücken einen Muslim geheiratet.

Die IGFM kritisiert, daß dem Fall von den ägyptischen Behörden zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, obwohl Sarah Ishaq auch nach ägyptischem Recht noch nicht heiratsfähig ist.

Der IGFM liegt eine Geburtsurkunde vor, die belegt, daß das Mädchen minderjährig ist und erst am 1. August 1998 geboren wurde. In der vergangenen Woche setzten sich zahlreiche ägyptische NGOs sowie der Nationale Frauenrat (NCW) für eine genauere Untersuchung des Falls und eine Rückführung des Mädchens zu seiner Familie ein.

Wie die IGFM erläutert, wurde Sarah Ishaq am 30. Oktober 2012 vor ihrem Schulgebäude zum letzten Mal gesehen. Nachdem ihr Vater der örtlichen Polizei Bericht erstattet hatte, bekam er einen anonymen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, daß er seine Tochter niemals wieder sehen würde.

Die Familie erhielt daraufhin Informationen, daß ihre Tochter angeblich einen 27-jährigen Muslim mit dem Namen Mahmoud Gawwad geheiratet hätte.

Salafisten und örtliche Behörden leugnen Entführung der Minderjährigen

Die radikal-islamische Organisation Salafistische Front, die erst kürzlich eine eigenen Partei mit dem Namen al-Scha’ab („Das Volk“) gegründet hat, leugnet, daß Sarah Ishaq entführt wurde.

“Das Mädchen ist zum Islam konvertiert und hat aus freiem Willen einen Muslim geheiratet. Wir lehnen daher alle Versuche von Menschenrechtsorganisationen, der Zivilgesellschaft und dem Nationalen Frauenrat ab, sie zu ihrer Familie zurückzuschicken“, behauptet Khalid al-Masri in einem offiziellen Statement der Salafistischen Front am 29. Oktobe 2012.

Nach Angaben von Generalmajor Amin Azz al-Din, dem Sicherheitsdirektor der Provinz Matruh, hatte Sarah Ishaq Differenzen mit ihrer Familie, die Suche nach ihr werde selbstverständlich fortgesetzt.  

Vermehrte Entführung und Zwangs-Islamisierung koptischer Mädchen seit dem Sturz Mubaraks

Die IGFM kritisiert das mangelnde Engagement der ägyptischen Behörden, den Fall aufzuklären.

„Durch das nachlässige Handeln der Polizei- und Sicherheitskräfte wird der Fall verschleppt, obwohl die Gesetzeslage eindeutig ist“, so die in Frankfurt am Main ansässige Menschenrechtsgesellschaft.

Seit dem Sturz Mubaraks erreichen die IGFM vermehrt Klagen bezüglich der Entführung und Zwangsislamisierung koptischer Mädchen. Die ägyptische NGO “Vereinigung für Opfer von Verschleppung und Entführung” registrierte im vergangenen Jahr 75 Fälle von Entführungen koptischer Minderjähriger.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-AEgypten.575.0.html


Ernüchternde Bilanz der Familienpolitik von Schwarz-Gelb

Von Birgit Kelle (Vorsitzende von “Frau 2000plus”)  

Wo sind die großen aktuellen Themen, das Alleinstellungsmerkmal der CDU-Familienpolitik?

Egal ob Krippenplätze, U3-Ausbau, Erhöhung des Frauenerwerbsanteils, Frauenquote, Gleichstellung unehelicher Kinder und jetzt ganz neu Gleichstellung der sogenannten Homoehe – nichts davon ist eine ureigene CDU-Idee.

Nicht einmal das Betreuungsgeld, das nur von der Schwesterpartei CSU vorangetrieben wird. Alles haben wir als Forderung schon von anderer Seite gehört.

Es gibt keinen großen Plan, kein erkennbares Konzept – man reagiert nur und will sich nicht nachsagen lassen, man sei nicht mit der Zeit gegangen; hätte keine Antworten auf die geänderten gesellschaftlichen Verhältnisse, die steigende Zahl von Scheidungen, unehelich geborene Kinder, Patchwork-, Regenbogen- und Sonstwie-Familien.

Leider hat man dabei das eigene Leitbild aus den Augen verloren. Die Mehrheit, die nach wie vor einfach heiratet und Kinder bekommt, zusammen bleibt und das Ganze  –  Gott behüte  –  womöglich noch mit kirchlichem Segen.

Den ganzen Beitrag finden Sie hier: http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5311-reform-der-familienpolitik–2


Vatikan: Am Samstag wird am Hauptaltar im Petersdom erneut eine hl. Messe im alten Ritus gefeiert

Im Petersdom soll am Samstag, den 3. November, an einem Hauptaltar eine hl. Messe im außerordentlichen Ritus (überlieferte Liturgie) gefeiert werden  – es wäre dies das zweite Mal seit ihrer Wiederzulassung durch Papst Benedikt.

Als Zelebrant für das Pontifikalamt am römischen Kathedra-Altar ist Kardinal Llovera, der Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation, angekündigt. 

Es wäre das erste Mal nach der Veröffentlichung des päpstlichen Pro-alte-Messe-Erlasses Summorum Pontificum im Juli 2007, daß ein Präfekt der Gottesdienstkongregation im Petersdom eine “alte Messe” zelebriert. 

Foto: Dr. Bernd F. Pelz 

Im Mai 2011 hat der deutsche Kurienkardinal Walter Brandmüller erstmals an einem Hauptaltar des Petersdomes eine hl. Messe im klassischen Ritus gefeiert.

In den Seitenkapellen der päpstlichen Basilika werden bereits seit längerem regelmäßig hl. Messen in der überlieferten lateinischen Form gehalten.

Quelle: Radio Vatikan


Südafrika / Lesotho: Glaubensfrohe katholische Kirche feiert ihr 150-jähriges Bestehen

Lesothos lebendige Kirche sendet Missionare in alle Welt aus


“Wie das katholische Erbe wachhalten?”  –  Diese Frage beschäftigt die katholische Kirche in der afrikanischen Enklave Lesotho, in der vor genau 150 Jahren die ersten katholischen Missionare ankamen, im Jubiläumsjahr besonders.

Heute leben in dem autonomen Binnenstaat, der innerhalb der Republik Südafrika liegt, neunzig Prozent Christen. Davon sind siebzig Prozent römisch-katholisch.Die verbleibenden zehn Prozent der Bevölkerung sind Muslime, Hindus oder hängen anderen Religionen an. Religionsfreiheit wird in Lesotho hochgehalten; sie wurde im April 1993 in der Verfassung verankert.

Es war im Jahr 1862, vor 150 Jahren, als sich der französische Missionar Joseph Gerard in der Stadt Roma niederließ und den katholische Glauben verkündete. Seine Arbeit führten später einige kanadische Geistliche fort.

Im Jubiläumsjahr wolle man in die Vergangenheit schauen, aber auch Ideen für die Zukunft entwickeln, erzählt der Erzbischof von Maseru und Präsident der nationalen Bischofskonferenz, Gerard Tlali Lerotholi (OMI), im Interview mit Radio Vatikan:

„Dieses Jahr ist für uns eine Gelegenheit zur Freude darüber, was Gott für uns getan hat… Das Jubiläumsjahr fällt mit der Synode zur Neuevangelisierung und dem Jahr des Glaubens zusammen. Auch Lesothos Kirche will deshalb den Glauben erneuern. Wir verstehen uns als eine Kirche der Sendung: Wie haben zum Beispiel Missionare nach Kanada, Frankreich, Haiti, nach Namibia und Botswana ausgeschickt.“

In nahezu allen Städten und Dörfern in Lesotho stehen heute große Missionarskirchen, selbst in ländlichen Gegenden ist die Kirche stark präsent. Viele Elemente der lesothischen Kultur sind im kirchlichen Leben sichtbar; so werden in die Gottesdienste traditionelle Musik und Kleidung integriert und die Lieder zum Beispiel in der Hauptamtssprache Sesotho und auf Englisch gesungen.

Bis heute ist die Kirche in Lesotho, das Papst Johannes Paul II. 1988 besuchte, vor allem in der Bildung und im sozialen Feld aktiv. Die erste katholische Universität in Südafrika sei in Lesotho begründet worden, sagt Erzbischof Lerotholi. 

Was die Vitalität des Glaubenslebens betrifft, könnten Europas Kirchen von Afrika etwas lernen, ebenso von Asien und Lateinamerika. Dem Erzbischof stehen die Eindrücke von der kürzlichen römischen Bischofssynode noch lebhaft vor Augen, wo auch Vertreter dieser Kontinente zusammenkamen. Er meint, daß es um den Glauben in der Weltkirche insgesamt nicht schlecht bestellt ist  –  beim Blick auf die säkularen westlichen Länder und ihre Probleme bei der Glaubensvermittlung entstehe da oft ein falscher Eindruck, erklärt er.

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


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