Erneute Stimmungsmache der “Süddeutschen Zeitung” gegen die Lukasschule in München

Eine von der SZ verunglimpfte Erklärung wurde von Jörg Birnbacher und zahlreichen hochrangigen Persönlichkeiten unterzeichnet

Tina Baier kann es offenbar nicht lassen: Die SZ-Autorin veröffentlichte erneut einen diffamierenden und manipulierenden Artikel in der heutigen Samstags-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ (3.11.2012) gegen die fromm-evangelische Lukas-Schule, wobei besonders unfair mit Jörg Birnbacher, dem Leiter des Lukas-Gymnasiums, verfahren wird.

Bereits im Untertitel der SZ wird dem Rektor „Stimmungsmache gegen Homosexuelle“ vorgehalten. In Wirklichkeit ist es Tina Baier, die wahrheitswidrige Stimmungsmache betreibt  –  und erneut gegen die Lukasschule und Jörg Birnbacher agitiert.

Die Beschuldigung gegen den Leiter des Lukas-Gymnasiums wird damit begründet, daß „Birnbacher vor einigen Jahren auf der Internet-Plattform kreuz.net Stimmung gegen Homosexuelle gemacht hat.“

Sodann wird darauf verwiesen, daß die Deutsche Bischofskonferenz sich „gerade wieder von kreuz.net distanziert“ habe, „weil dort gegen Juden, Schwule und Kirchenreformer gehetzt wird“.

Tatsächlich handelt es sich bei “kreuz.net” um ein unseriöses und anonymes Radauportal, das vor allem durch Judenfeindlichkeit und eine völlig unterirdische Gossensprache negativ auffällt.

Allerdings betreibt die „Süddeutsche“ in diesem Artikel eine denkbar hinterhältige Hetze gegen Rektor Birnbacher und die Lukas-Schule, weil mehrfach nicht berücksichtigt wird, daß die Webseite “kreuz.net” selbstverständlich öffentlich verbreitete Pressemitteilungen und Aufrufe übernimmt, ohne daß sich Autoren und Unterzeichner dagegen wehren können, zumal das unsägliche Internet-Portal anonym ist.

Selbstverständlich weiß die angeblich so intensiv „recherchierende“ SZ-Mitarbeiterin hierüber Bescheid, weil dieser journalistische Sachverhalt auch ohne langwierige Recherche klar ersichtlich auf der Hand liegt.

Gleichwohl heißt es in Baiers dreistem Artikel mit verleumderischer Zielstrebung:

„Nach Recherchen der SZ hat Birnbacher im Jahr 2009 eine auf kreuz.net veröffentlichte Erklärung „gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“ unterzeichnet. In dem kreuz.net-Beitrag (…) geht es um „Homo-Ideologen“, die „Menschen, die von widernatürlichen Versuchungen geplagt werden, den Weg zu Therapie und Heilung verbauen“ wollen.“

Hierbei wird suggestiv der wahrheitswidrige Eindruck vorgetäuscht, als habe Jörg Birnbacher  – der damals überdies weder Lehrer noch Rektor der Lukasschule war -  eine auf kreuz.net zurückgehende Erklärung unterzeichnet. 

Pausenhof der Lukas-Schule

In Wirklichkeit handelt es sich um eine Pressemitteilung der „Initiative für Freiheit und Selbstbestimmung“, die mit Kreuz.net rein gar nichts zu tun hat.

Im Text dieser Erklärung findet sich zudem kein einziges Wort von „widernatürlichen Versuchungen“; vielmehr handelt es sich hierbei um eine Kommentierung von Kreuz.net.

Folglich steht fest:

1. Die SZ wählte als Titel für ihren erneuten Rundumschlag gegen die Lukas-Schule mit Anführungszeichen das Zitat: „Von widernatürlichen Versuchungen geplagt“.

Im Untertitel ist vom „Leiter des Lukas-Gymnasiums die Rede“, der „Stimmungsmache gegen Homosexuelle“ betreibe.

Somit entsteht bereits im Ober- und Untertitel durch heimtückisch-raffinierte Manipulation der irreführende Eindruck, als sei dieses Zitat (“widernatürliche Versuchungen“) auf den Schulleiter des Lukas-Gymnasiums zurückzuführen.

2. Diese falsche Unterstellung wird sodann im Artikel noch verstärkt, obwohl Birnbacher jene Äußerung nie getätigt oder unterzeichnet hat.

Stattdessen unterschrieb er  - damals noch Lehrer an einem staatlichen Gymnasium  -  eine engagierte, aber völlig sachorientierte Stellungnahme der „Initiative für Freiheit und Selbstbestimmung“, die in ihrer Erklärung auf das grundgesetzlich garantierte Versammlungsrecht sowie auf die Rede-  und Forschungsfreiheit in Deutschland hinweist, die durch Aktionen der hessischen Grünen und diverser homosexueller Verbände tatsächlich mit Füßen getreten wurde.

Dieser Appell für Meinungs- und Versammlungsfreiheit beginnt mit den Worten:

“Erneut versuchen Vertreter der Lesben- und Schwulenverbände zusammen mit Bündnis 90/ Die Grünen, die Rede-, Wissenschafts- und Therapiefreiheit zu beschränken.

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) attackiert in einem Offenen Brief vom 26. März 2009 an den Oberbürgermeister der Stadt Marburg und die Universitätsleitung den „6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“, der vom 20. bis 24. Mai 2009 in Marburg stattfinden wird.“

Sodann wendet sich Erklärung dagegen, daß seitens grüner und homosexueller Kreise massiver Druck auf die Veranstalter ausgeübt wird mit dem Ziel, jene Persönlichkeiten, die sich kritisch zur praktizierten Homosexualität geäußert haben, nicht auf dem Kongreß sprechen zu lassen.

Die Initiative schreibt dazu:

„Solche Aktionen stellen einen Angriff auf fundamentale Freiheitsrechte dar, die in der Verfassung garantiert sind. Wieder wird versucht, die Freiheit der Versammlung, der Rede, des wissenschaftlichen Diskurses und der Wahl der Therapie zu beschneiden.“

Sodann wird schon unter Punkt 1 festgehalten:

„Niemand bestreitet die Würde von Menschen mit homosexueller Orientierung und ihre persönliche Freiheit, eine homosexuelle Lebensweise zu praktizieren.“

Sieht so etwa „Stimmungsmache gegen Homosexuelle“ aus, wie die SZ behauptet?  – Natürlich unterschlägt deren Autorin Baier diese Passagen komplett, um das von ihr gelieferte Zerrbild nicht zu beeinträchtigen.

Die Stellungnahme fährt fort: „Es gibt aber Menschen, die unter ihrer sexuellen Orientierung leiden und therapeutische Hilfe suchen.“  –  Daher sollen „therapeutische Angebote für Menschen“, die diese freiwillig anstreben, „nicht unterdrückt“ werden.

Vielmehr sei es, so heißt es in dem Aufruf weiter, „eine Missachtung der Wissenschaftsfreiheit und der Meinungsfreiheit“, wenn sogar „die wissenschaftliche Information und Auseinandersetzung“ hierüber unmöglich gemacht werden solle.  „Dies darf in einem freiheitlichen Staat nicht hingenommen werden!“, so die Schlußfolgerung des Appells vom 19. April 2009.

Freilich wurde diese Erklärung nicht allein von Jörg Birnbacher unterzeichnet, sondern von zahlreichen hochrangigen Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, so daß sich der heutige Rektor der Lukas-Schule in bester Gesellschaft befindet.

Bernhard Meuser

Zu jenen, die diesen Aufruf unterschrieben haben, gehören beispielsweise der Salzburger Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun, der renommierte Staats- und Verfassungsrechtler Prof. Dr. Martin Kriele sowie der katholische Verlagsleiter Bernhard Meuser (siehe Foto).

Mit dabei ist auch der Papstberater und bekannte Philosoph Prof. Dr. Robert Spaemann, der CSU-Parlamentarier Norbert Geis, die Chefin der CDL (Christdemokraten für das Leben), Mechthild Löhr  -  und der Schweizer Domherr und bischöfliche Medienbeauftragte Christoph Casetti (Bistum Chur).

Unterzeichner dieses   -  von der SZ als „Stimmungsmache gegen Homosexuelle“ diskreditierten  –   Aufrufs sind überdies der evangelische Theologe Philip Kiril Prinz von Preußen sowie die katholischen Religionsphilosophinnen Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und Prof. Dr. Edith Düsing, außerdem Prof. Dr. Hubert Gindert, der Vorsitzende des Forums Deutscher Katholiken.

Auch Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit, unterzeichnete diese Erklärung, die Rektor Jörg Birnbacher angekreidet wird   -  zudem weitere bedeutende Persönlichkeiten aus Kirche, Wissenschaft, Kultur und Politik.

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

Der hier kritisierte SZ-Artikel ist   -  mit veränderten Überschriften, aber sonst inhaltsgleich   -  inzwischen online zu lesen: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/stimmungsmache-gegen-homosexuelle-gymnasiumsleiter-soll-auf-kreuznet-publiziert-haben-1.1513300

 
 


Die Gräber der Verstorbenen stellen Fragen, die uns der Glaube an Gott beantwortet

Papst Benedikt hat am heutigen Samstag im Rahmen einer feierlichen hl. Messe im Petersdom der Kardinäle gedacht, die im Laufe dieses Jahres verstorben sind.

In seiner Predigt ging er nochmals auf das Band zwischen Lebenden und Toten ein, das in den vergangenen Tagen während der Feierlichkeiten von Allerseelen und Allerheiligen verstärkt worden sei.


Gleichzeitig erinnerte er daran, dass es paradoxerweise der Tod sei, der eben das bewahre, was das irdische Leben nicht halten könne:

„Wie unsere Verstorbenen gelebt haben, was sie geliebt, gefürchtet und gehofft haben, das entdecken wir in der Tat auf einzigartige Weise aus ihren Gräbern, die gleichsam als Spiegel ihrer Existenz und ihrer Welt dienen: Diese rufen uns an und fordern uns auf, einen Dialog wieder aufzunehmen, der durch den Tod in eine Krise geraten ist.

So stellen die Orte des Begräbnisses eine Art von Versammlung dar, in der die Lebenden die ihnen nahe stehenden Toten treffen und mit ihnen die Bande einer Gemeinschaft wieder erstarken lassen, die der Tod nicht hat trennen können.“

Insbesondere die Katakomben Roms strömten den Hauch der Ewigkeit aus, in die man mit dem Übertreten der Schwelle eintauchen könne.

Die existentiellen Fragen, die mit dem Tod verbunden sind, seien so wie in antiker Zeit auch heute noch gültig.

Genau wie im christlichen Altertum sucht auch der moderne Mensch nach einem Hoffnungsschimmer, der dem Tod das Leben entgegensetze. Die Antwort der Christen auf diese letzten Fragen sei:

„Wir antworten mit dem Glauben auf Gott, mit einem Blick solider Hoffnung, die auf dem Tod und der Auferstehung Christi beruht. (…) Der Glaube sagt uns, dass die wahre Unsterblichkeit, auf die wir hoffen,  kein abstraktes Konzept ist, sondern eine Beziehung der vollen Gemeinschaft mit dem lebenden Gott: Es bedeutet, in seinen Händen, in seiner Liebe aufgehoben zu sein und eins zu werden mit all den Brüdern und Schwestern, die er geschaffen und erlöst hat, ja, mit der ganzen Schöpfung.“

Quelle (Foto / Text): Radio Vatikan


Regensburger Domspatzen nehmen 46 junge Sänger in den Chor auf

Bereits zum dritten Mal wurden die neuen Knabenstimmen des Regensburger Domchors in einem besonderen Gottesdienst in die Schar der Regensburger Domspatzen aufgenommen.

Im Rahmen des Ehemaligentreffens fand am Samstag im Dom St. Peter eine Wort-Gottes-Feierstatt, in deren Rahmen die Aufnahme vorgenommen wurde.

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Zelebrant war Diözesanadministrator Dr. Wilhelm Gegenfurtner, der zugleich Vorsitzender des Stiftungsrates der Regenburger Domspatzen ist.

Insgesamt 46 Jungen in den Klassen 5a und 5b sind in diesem Schuljahr 2012/13 neu bei den Regensburger Domspatzen und gehören gegenwärtig den beiden Nachwuchschören an, die von Kathrin Giehl oder Karl-Heinz Liebl geleitet werden  -  oder sie besuchen die hausinterne Chor-Vorschule unter Leitung von Vroni Bertsch.

19 Jungen besuchen das Musikgymnasium als Internatsschüler und 26 als Tagesschüler. Ein Schüler hat den Status eines Stadtschülers.

Die Internatsschüler kommen aus ganz Bayern bzw. darüber hinaus, u.a. aus Frankfurt am Main, Trausnitz, Dingolfing, Bad Neustadt, Weiden oder Tutzing.

Die Tagesschüler leben bei ihren Eltern in Regensburg und Umgebung  -  und sie verbringen den Schultag mit Unterricht, Freizeit, Hausaufgabenbetreuung und Chorstunden im Gebäude an der Reichsstraße.

In seiner Predigt bezog sich Prälat Gegenfurtner auf die Tageslesung aus dem Buch Jesaia („Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein…“).

Diese Zeilen erinneren an einen Brauch, der noch heute in Israel praktiziert wird: dabei schreiben Menschen den Namen eines Freundes in die eigene Hand, um zu zeigen, dass dieser Freund bei ihnen ist und sie ihn in der eigenen Hand behüten. Dies, so der Dompropst, sei ein einzigartiges Sinnbild, was man alles mit den Händen tun könne: Andere beschützen und gut behandeln  -  oder auch zerdrücken.

Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg

An die jungen Domspatzen gerichtet betonte Dr. Gegenfurtner: „Bei Euch kommt es nun darauf an, dass ihr gut aufgehoben seid. Dass ihr aufeinander aufpasst, dass einer den anderen hält. Ihr gehört zusammen. Mit der Aufnahme in den Domspatzenchor gehört ihr nun zu einer wichtigen Gemeinschaft, die ihr pflegen sollt. Mit Kraft und Mut müsst ihr Euch daransetzen, dass sich der andere geborgen fühlt. Im Chor ist es wie beim Fußball: Nur die geschlossene Mannschaft kann ein Spiel gewinnen!“

Im Anschluss riefen die Chorleiter jeden einzelnen Sänger auf und Domkapellmeister Roland Büchner, Dompropst Dr. Gegenfurtner und Internatsdirektor Domvikar Rainer Schinko überreichten den jungen Sängern ihren persönlichen „Stimmband“, in welchem sich das jeweils aktuelle Notenmaterial befindet.

Eine Knabenstimme aus dem Konzertchor führte dann den neuen Sänger zu seinem Platz in der Liturgie, nämlich vor den silbernen Hochaltar des Domes.

Die Feier wurde gestaltet mit Gesängen von Knut Nystedt, Felix Mendelsssohn Bartholdy, Gregor Aichinger und Maurice Duruflé.

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg


CDL wählte Bundesvorstand und wächst weiter

Mechthild Löhr, Odila Carbanje, Hubert Hüppe und Sophia Kuby wurden im Amt bestätigt

Zur Neuwahl des Bundesvorstandes trafen sich die Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL) am Samstag vergangener Woche in Mainz.

Mechthild Löhr, die seit nunmehr zehn Jahren den Bundesvorstand führt, blickte in ihrem Rechenschaftsbericht auf die beiden vergangenen Amtsjahre zurück. „Die letzten zwei Jahre waren besonders herausfordernd“, so Löhr (siehe Foto).

Denn gerade in diesem Zeitraum erfolgte eine scharfe Auseinandersetzung über die Zulassung der PID, die Kritik eines neuen Trisomie-21-Selektionstests und die Diskussionen über Organspenden und die Förderung der Beihilfe zum Suizid.

So sei auch der Aktionsbogen der CDL über die gesamte Breite des Lebens  –  vom Anfang bis zum Ende  –  gespannt.

„Mit unseren frühzeitig veröffentlichten Positionen auch zur Neuregelung der Organspende und vor allem unserem Vorschlag zu einem generellen Verbot der Beihilfe zum Suizid waren wir auf diese Diskussionen gut vorbereitet“, hielt Löhr fest. Der weitere Mitgliederzuwachs sei zudem erfreulich.

Die anwesenden Mitglieder honorierten die Arbeit ihres Bundesvorstandes und bestätigten Mechthild Löhr einstimmig im Amt.

Als stellvertretende Vorsitzende steht Mechthild Löhr auch in den nächsten zwei Jahren Odila Carbanje, die Landesvorsitzende der mitgliederstarken CDL Nordrhein-Westfalen, zur Seite (siehe Foto). 

Außerdem der   -  gerade wieder für die CDU in den Bundestag eingezogene  -  Abgeordnete und Behindertenbeauftragte der Bundesregierung,  Hubert Hüppe,  sowie Sophia Kuby, die Geschäftsführerin von „European Dignity Watch“ in Brüssel  -  auch sie wurden zu Stellvertretern gewählt.

Der bisherige Schatzmeister Jürgen Boyxen, CDU-Vorsitzender im Kreisverband Viersen, wurde wiedergewählt. Neu besetzt wurde das Amt der Schriftführerin mit Hildegard Bosch. Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist künftig Susanne Bajog zuständig.

Hauptredner des Tages war der Gynäkologe Dr. Michael Kiworr. Er untersuchte in seinem Vortrag die Folgen der Abtreibung für die Frau.

Besonderes Augenmerk richtete Kiworr hierbei auf das sog. Post-Abortion-Syndrom, das die psychischen Auswirkungen der Abtreibungen (wie Depressionen und Alpträume) beschreibt.

“Die Traumatisierung, die meisten Frauen tatsächlich bei der Abtreibung erleben, wird öffentlich schlicht verleugnet“, stellte Kiworr fest.

Als Konsequenz daraus erhielten die Betroffenen keine ursachengerechte Hilfe. Experten gehen davon aus, daß ca. 80 Prozent der Frauen, die eine Abtreibung hinter sich haben, an psychischen Spätfolgen leiden.

Dr. Kiworr forderte, daß in den Beratungsgesprächen auch beim Arzt verpflichtend über diese psychischen Auswirkungen aufgeklärt wird. „Wer die Gesundheit und das Wohl von Frauen tatsächlich und auch langfristig im Blick hat, schützt Frauen vor Abtreibungen und deren Folgen“, erklärte der Mediziner und Buchautor am Ende seines Vortrages.

In ihrem Schlußwort unterstrich CDL-Bundesvorsitzende Mechthild Löhr, daß es die Hauptaufgabe der Lebensrechtler sei, über wichtige Wahrheiten und Fakten, die verschwiegen werden, zu informieren und so um den Wert jedes menschlichen Leben zu kämpfen.

Quelle: CDL (PM)


Zentralrats-Chef Dieter Graumann würdigt verbesserte Beziehungen zwischen Juden und katholischer Kirche

Gestern war Gedenktag Allerseelen, an dem die katholische Kirche besonders der Verstorbenen gedenkt und für sie betet. In den ‚Trauermonat November’ fällt auch der Gedenktag für die Opfer des Holocaust am Freitag in einer Woche.

Das Kölner Domradio hat darüber mit Dieter Graumann, dem Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, gesprochen. Graumann selbst hat den Holocaust nicht miterlebt, aber seine Eltern.

Auch die zweite Generation sei noch stark von dem Völkermord an den Juden, der ‚Shoah’ geprägt, erläutert Graumann:

Foto: Konrad Ruprecht

„Ich bin ja mit Shoah-Geschichten aufgewachsen so wie andere Kinder mit Grimms Märchen, nur  -  meine waren wahr und ohne Happy End, ich kannte sie genau. Und deshalb haben wir immer gespürt: Wir müssen versuchen, den Eltern irgendwie zu ersetzen, was sie verloren haben. Das war schon schwierig für uns Kinder, so aufzuwachsen. Auf der anderen Seite kannten wir es nicht anders, und darum haben wir uns in die Rolle hineingefügt – aber es war schon eine schwierige Rolle.“

Graumann hofft, daß sich das in Zukunft ändert:

„Das ist ja ein großes Anliegen von mir, dass wir die Shoah als Juden bestimmt nie vergessen, ganz sicher nicht, aber dass wir uns davon nicht heute noch gefangennehmen lassen, sondern dass wir sagen: Wir dürfen nicht nur in der Vergangenheit und in unseren Katastrophen leben, sondern ganz im Gegenteil. Wir müssen die Zukunft, die uns jetzt hier in Deutschland zuwächst, auch aktiv und kreativ gestalten mit einem Stück Leidenschaft und Begeisterung. Genau das will ich tun!“


„Wir Juden waren zufriedener mit dem Papstbesuch als die Protestanten“

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland äußerte sich in dem Gespräch auch zum Verhältnis von katholischer Kirche und Judentum. Hier habe sich in jüngerer Zeit viel getan.

Es gäbe zwar Differenzen wegen Pius XII. und “Piusbrüdern”, gleichwohl seien die Beziehungen insgesamt gut:

Alles zusammen ist es doch erheblich besser geworden  -  und bei unserer Begegnung mit dem Papst im letzten Jahr habe ich festgestellt, dass wir eine ganz neue Nähe und Freundschaft entwickelt haben.

Ich muss sogar sagen: Wir Juden waren mit unserer Begegnung mit dem Papst viel mehr zufrieden als die Protestanten mit ihrer Begegnung mit dem Papst! Und das kann man auch nicht jeden Tag behaupten.“

Quelle (Text / Foto 2): Radio Vatikan


Der Papst betete an Allerseelen für seine Amtsvorgänger

Liebende Verbundenheit überdauert den Tod

Es war der bedeutende Abt Odilo von Cluny, der den kirchlichen Gedenktag Allerseelen im Jahr 998 einführte: als Gedächtnistag aller verstorbenen Gläubigen.

Dieser Gedenktag breitete sich unter dem Einfluß der Reformbewegung von Cluny aus und wurde auch in Rom ab dem 14. Jahrhundert gefeiert. Im Vatikan ist Allerseelen ein arbeitsfreier Feiertag. 

Der Papst besucht jedes Jahr am Abend von Allerseelen die Gräber seiner Amtsvorgänger in den Vatikanischen Grotten des Petersdoms. Der Pontifex betet in den Gewölben unterhalb der Basilika traditionsgemäß  für die an dieser Stätte beigesetzten Päpste sowie für alle Verstorbenen, die im Frieden Gottes heimgegangen sind.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Daß Christen für ihre Verstorbenen beten und die Eucharistie feiern, ist schon seit dem 2. Jahrhundert allgemein bezeugt. Vor allem die römischen Katakomben und auch die Ausgrabungen rund um das Petrusgrab unter dem Vatikanhügel belegen dies deutlich.

Der Besuch auf dem Friedhof, das fürbittende Gebet, das Schmücken der Gräber und die Kerzen sind Zeichen für den Glauben an das ewige Leben.

Die christliche Verbundenheit mit den Verstorbenen kommt in dem Wunsch zum Ausdruck, daß die Toten das ewige Leben bei Gott erlangen und in ihm die ewige Freude und den himmlischen Frieden finden, den Christus schenkt.

Quelle: Radio Vatikan


Norbert Blüm warnt vor einer weiteren Auflösung und Verstaatlichung der Familie

“Familie nicht unter die Knute des Erwerbslebens stellen”

“Von wegen Vereinbarkeit” lautet der Titel von Norbert Blüms jüngster Kritik an den familienfeindlichen Entwicklungen,  die der frühere Bundesarbeitsminister in der Wochenzeitung DIE ZEIT unter die Lupe nimmt. Der CDU-Politiker warnt darin vor einer fortschreitenden Auflösung der Familie. 

Mit jenen gängigen Vorstellungen, die Familie und Beruf vereinbar machen sollen, werde die Familie unter die “Knute des Erwerbslebens” gestellt, so Blüm. 

Die Konsequenzen sind massiv. Die vollständige Integration in das Erwerbsleben und Anpassungen an die Forderungen der Arbeitswelt, eine zunehmende Zahl von Fernbeziehungen sowie die Fremderziehung der Kinder in Kinderhorten und Ganztagsschulen führt Blüm als Beleg dafür an, daß sich die Familie immer weiter auflöse und der Verlust der Familienwelt immer weiter fortschreite. Gemeinsam sei dann nur noch die Schlafenszeit.

Blüm warnt vor dieser “Verwirtschaftung der Familie” und ihren Folgen, dem Verlust ihrer Eigenständigkeit, und tritt dafür ein, die Ehe und Familie auch gegen den Zeitgeist zu verteidigen. Doch dafür, so Blüm, “müssen wir uns Gedanken machen, wie wir eine gute Gesellschaft gestalten wollen, in der ein gelungenes Leben möglich ist”. Hierin sieht  der frühere Arbeitsminister gerade auch eine Forderung an die CDU.

Bereits in seiner Streitschrift “Freiheit”, die Norbert Blüm Anfang 2012 in der ZEIT veröffentlichte, legte er pointiert dar, daß die Familie durch die Entwicklungen der Gegenwart bedroht ist und warnte vor einer Enteignung der Kindheit und der Verstaatlichung der Familie.

Quellen: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.ch / Die Zeit / Medrum


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