kreuz.net-Debatte: Ist sogar die sozialistische Zeitung “Jungle World” fairer als die linke Mainstreampresse?

Kirchensprecher Matthias Kopp: “Wir sind bereits länger dran!”

In der sogenannten “Qualitätspresse”, wozu sich auch “Spiegel” und “Süddeutsche Zeitung” gerne rechnen lassen, geht es mittlerweile vielfach unsachlicher und unfairer zu als zB. in einer ultralinken Zeitung wie der “Jungle World”, die bereits am 1. November 2012 ein Kurz-Interview mit Matthias Kopp, dem Sprecher der deutschen Bischofskonferenz, veröffentlicht hat.

Die sozialistische Tageszeitung gab ihm so die Chance, auf öffentliche Vorwürfe zu reagieren bzw. einige Stühle geradezurücken.

Dabei ging es um die kirchliche Position hinsichtlich des anonymen Schmuddelportals “kreuz.net”, das derzeit offline ist.

Redakteur Markus Ströhlein  stellte dem kath. Pressesprecher u.a. folgende Frage: 

“Unternimmt die katholische Kirche nun eigene Schritte, um zur Klärung der Vorwürfe beizutragen und die Betreiber von kreuz.net zu ermitteln?

Kopps Antwort:  “Lange vor der Kampagne und dem Spiegel sind wir bereits tätig geworden. Es ist nicht so, dass wir erst tätig werden, weil sich eine Kampagne entwickelt hat. Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich bereits 2009 in aller Deutlichkeit von kreuz.net distanziert. Im Frühjahr dieses Jahres sind juristische Maßnahmen eingeleitet worden. Das heißt: Wir sind bereits länger dran, als allgemein in der Öffentlichkeit von außen dargestellt wird.”

Tatsächlich hat sich die deutsche Bischofskonferenz bereits Anfang Februar 2009 klar gegen “kreuz.net” geäußert -  siehe hier: http://www.kath.net/detail.php?id=22072

Zu einem Zeitpunkt wohlgemerkt, als dieses Thema in den   –  diesbezüglich jetzt so arrogant auftretenden  –  Mainstream-Medien kaum eine Rolle spielte, übrigens auch nicht im Fernsehen.

Ein Redakteur des öffentlich-rechtlichen TVs (Abteilung Politmagazine) hatte   n a c h  der Distanzierung der Bischofskonferenz von Kreuz.net im Frühjahr 2009 Kontakt mit mir aufgenommen und plante eine kritische Sendung über “kreuz.net”, wozu ich ihm etliche Infos und Belege lieferte, vor allem hinsichtlich judenfeindlicher Engleisungen dieser Webseite.

Einige Zeit später schrieb der Journalist mir allerdings eher kleinlaut, die Sendeleitung wünsche nun doch keine Reportage hierzu – mit der Begründung, solch ein Bericht würde das bislang unbedeutende kreuz.net  erst recht bekanntmachen und so indirekt aufwerten…

Da sich die Deutsche Bischofskonferenz also Anfang Februar 2009 deutlich gegen “kreuz.net” aussprach, stellt sich nun die Frage:

Wo waren denn in der Zeit  d a v o r   (also etwa im Jahre 2007 oder 2008)  die kritischen Artikel von “Spiegel” und “Süddeutscher Zeitung” gegen das Radauportal kreuz.net?  –  Das hätten wir doch gerne gewußt!

Die heutige Falschbehauptung der “Süddeutschen Zeitung”

Am heutigen Sonntag (9.12.) behauptet die “Süddeutsche Zeitung(-online) in ihrem jüngsten Anti-kreuz.net-Artikel in bezug auf den Zeitpunkt Januar 2009 großspurig Folgendes:

kreuz.net stand damals längst im Visier der Medien.”

Dies ist völlig unzutreffend. Die SZ möge bittschön anhand ihres eigenen Archivs  beweisen: Welcher Artikel darf es denn in den Jahren vor 2009 gewesen sein? Warum verlinkt das linke Kampagnenblatt nicht zu einem einzigen Eigen-Beleg? Weil es ihn nicht gibt?

Wo sind die damaligen Anti-kreuznet-Beiträge der sonstigen Jagdgesellschaft?  –  Wie lauteten die Schlagzeilen des jetzt so vollmundigen “Spiegel” denn seinerzeit?   –  Schweigen im Blätterwalde!

Zurück zum Interview der Zeitung “Jungle World” mit Kirchensprecher Kopp.

Eine weitere Frage der sozialistischen Zeitung bezieht sich auf die gemeinsame  Stoppt-kreuz.net-Aktion des “schwulen Theologen”  Dr. David Berger und des pornografischen Gmünder-Verlags; sie  lautet: 

“Die Kampagne »Stoppt kreuz.net« hat der Bischofskonferenz eine Zusammenarbeit angeboten, um die Verantwortlichen von kreuz.net zu ermitteln. Weshalb sind Sie bislang nicht auf dieses Angebot eingegangen?”

Kopps Antwort:  “Die Kampagne hat bisher nur einen Offenen Brief geschrieben. Auf Offene Briefe reagieren wir grundsätzlich nicht. Wir sind bereits tätig  –  und zwar längst vor der Kampagne.”

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

(Beleg für die Interview-Zitate siehe hier: http://jungle-world.com/artikel/2012/44/46518.html Beleg für das SZ-Zitat, vgl. Schlußpassagen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/kreuznet-offline-kardinal-lehmann-bedankt-sich-bei-schwulen-1.1545687-2


“Es gibt keinen vernünftigen Grund für eine Energiewende”

Offener Brief von Dr. Hans Penner an Bundesminister Peter Altmaier

Sehr geehrter Herr Altmaier,

Ihre öffentlichen Verlautbarungen belegen, daß Sie von atmosphärenphysikalischen Vorgängen überhaupt keine Ahnung haben. Offensichtlich umgibt sich Frau Merkel gerne mit Dilettanten, weil diese leicht lenkbar sind. Es gibt keinen vernünftigen Grund für eine Energiewende.

Licht ist eine elektromagnetische Strahlung. Je nach Wellenlänge entsteht ein unterschiedlicher Farbeindruck. Rotlicht hat eine größere Wellenlänge als violettes Licht. Eine noch kürzere Wellenlänge als das violette Licht hat das Ultraviolett, das nicht mehr sichtbar ist. Eine noch größere Wellenlänge als das Rotlicht hat das unsichtbare Infrarot-Licht (IR). pc_pi

Die IR-Strahlung wärmt. Das spüren wir, wenn wir vor einem warmen Ofen stehen oder vor einem elektrischen Heizofen, die beide IR abstrahlen.

Auch der Erdboden strahlt IR ab. Diese IR-Wärmestrahlung geht bei wolkenlosem Himmel teilweise direkt in den Weltraum. Ein Teil dieser IR-Abstrahlung wird jedoch vom Kohlendioxid (CO2) der Luft verschluckt (“absorbiert”). Die Luft enthält nur sehr wenig CO2, etwa 0,4 Promille. Obwohl die Luft nur sehr wenig CO2 enthält, wird praktisch alles IR der Erdoberflächenabstrahlung verschluckt, das überhaupt absorbiert werden kann.

Wenn also die Luft noch mehr CO2 enthält, kann auch nicht mehr IR-Abstrahlung absorbiert werden, weil ja schon alles absorbiert wird. Man kann sich ein Zimmer vorstellen, in das die Sonne scheint. Wenn man den Rolladen herunterläßt, wird die gesamte Sonnenstrahlung, die auf das Fenster fällt, verschluckt. Im Zimmer ist es dunkel. Wenn man jetzt im Zimmer noch einen Vorhang vor den heruntergelassenen Rolladen hängt, wird es nicht noch dunkler, weil es schon ganz dunkel ist.

Dadurch, daß das CO2 der Luft einen Teil der IR-Abstrahlung der Erdoberfläche absorbiert, nimmt die Luft Energie auf. Die Atmosphäre ist dadurch wärmer als eine Atmosphäre, die kein CO2 enthält. Das nennt man den “Treibhauseffekt”.

Jetzt muß ich eine kleine Korrektur anbringen. Ein winziger Teil der vom CO2 der Luft absorbierbaren IR-Abstrahlung des Erdbodens wird nämlich doch durchgelassen. Das ist so wie wenn der Rolladen ein paar Spalten geöffnet hat. Um diese Spalten dreht sich der ganze Klima-Klamauk.

Wenn man den CO2-Gehalt der Luft von jetzt 0,4 Promille auf 0,8 Promille verdoppeln würde, würde die Globaltemperatur um einen winzigen Betrag steigen, nämlich um weniger als 1°C. Die Steigerung der Globaltemperatur infolge einer Verdoppelung der CO2-Konzentration der Luft nennen die Wissenschaftler “Klimasensitivität des CO2“.

Wann verdoppelt sich denn nun der CO2-Gehalt der Atmosphäre? Um eine Verdoppelung zu erreichen, müßte man sämtliche Kohle-, Erdöl- und Erdgasvorräte verbrennen, was vielleicht in 200 oder 300 Jahren der Fall sein wird.

Wenn also Frau Merkel die Erhöhung der Globaltemperatur auf 2°C begrenzen will, dann ist das totaler Blödsinn. Auch wenn die Menschheit noch so böse ist, würde sie niemals eine Erhöhung der Globaltemperatur um mehr als ein halbes Grad Celsius schaffen.

Übrigens hat Professor Richard Lindzen, ein bekannter Spezialist der Klimaphysik, in einem Vortrag vor dem Britischen Unterhaus am 22.02.2012 erläutert, daß die Wissenschaftler weltweit darin übereinstimmen, daß die Klimasensitivität des CO2 weniger als 1°C beträgt (Reconsidering the Climate Change Act Global Warming: How to approach the science. A pdf of these slides is available on request to rlindzen@mit.edu).

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

Grafik: PI-News


Heilung durch “positives Denken” erweist sich als Illusion

Ständiger Drang nach Glück und Erfolg überfordert den Menschen

Vor einem verbissenen Streben nach Optimismus und Selbstoptimierung warnt der Arzt und Psychologe Arnold Retzer (Heidelberg). Er ist Verfasser des Buches „Miese Stimmung“, einer Streitschrift gegen positives Denken, die im S.-Fischer-Verlag erschienen ist.  064205_Retzer_Miese Stimmung_RME_fin.indd

Er beschreibt darin eine paradoxe Situation in der Gesellschaft. Auf der einen Seite werde überall für positive Stimmung geworben: So heiße es, die Bedingungen für Glück, Wohlbefinden und Chancen zur Selbstverwirklichung seien noch nie so gut gewesen. „Yes, we can!“ faßt Retzer diesen euphorischen Zeitgeist mit einem Spruch von US-Präsident Obama zusammen.

Auf der anderen Seite würden jedoch Niedergeschlagenheit, Depression und Burn-Out (inneres Ausgebranntsein) um sich greifen. Acht Millionen Erwachsene in Deutschland würden an behandlungsbedürftigen psychischen Störungen leiden.

Wie hängen beide Entwicklungen zusammen?

Retzers Erklärung: Der ständige Drang nach Erfolg, Spaß und Selbstverwirklichung überfordere den Menschen. Die Folgen seien über kurz oder lang miese Stimmung, Depression und Erschöpfung. Eine Gesellschaft, die nur das Positive sehen wolle, versuche, Ängste, Irrtum und Versagen zu verdrängen oder mit Hirndoping auszuschalten.

Der Psychologe spricht von einer Angstbekämpfungsgesellschaft: „Drogen, Medikamente und Doping sollen helfen, die Angst zu bekämpfen, um sich fit zu machen für Freizeit und Job.“  – Die Deutschen kauften pro Jahr etwa eine Milliarde Tagesdosen depressionshemmender und angstlösender Medikamente.

Laut Retzer hat Angst ein schlechtes Ansehen, ist aber kein Übel. Sie sei ein normaler menschlicher Zustand wie Freude, Wut und Trauer. „Ohne die Angst wären wir genauso schutzlos wie ohne den Schmerz“, so der Autor.

Scharfe Kritik übt er auch an der Vorstellung, sich durch Optimismus von Krankheiten heilen zu können: „Dass man den Krebs mit positivem Denken niederringen könne, ist ein gefährlicher Irrglaube.“

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: www.idea.de


9. Dezember: weltumspanneder Gedenktag mit Kerzenleuchten für verstorbene Kinder

Mit einem weltumspannenden Kerzenleuchten sowie mit Gottesdiensten und Andachten gedenken am 9. Dezember Eltern ihrer verstorbenen Kinder. Weltweit ist der zweite Sonntag im Dezember der Gedenktag für Kinder, die aufgrund von Krankheit, Unfall, Früh- oder Totgeburt gestorben sind.  prolifeusa

Wie der Pressesprecher der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Matthias Oelke, auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte, richten sich die Angebote der Kirchengemeinden auch an Eltern, die eine Abtreibung verarbeiten wollten. Die Gemeinden seien frei, eigene Akzente zu setzen, so Oelke.

In Sachsen finden u.a. in Dresden, Leipzig und Chemnitz Andachten statt, in der Nordkirche in Rostock, Greifswald und Schwerin. In der mitteldeutschen Kirche sind Eltern etwa in Magdeburg, Wernigerode oder Gera zu Gedenkgottesdiensten eingeladen. Auch die Autobahnkirche Hohenwahrsleben beteiligt sich am Gedenktag.

„Manche Frau hat ihr Kind nie in den Armen halten dürfen, weil es schon vor der Geburt im Mutterleib gestorben ist. Andere mussten die Nachricht eines Unfalltodes von Tochter oder Sohn erleben”, erklärt Pfarrer Peter Herrfurth. Meist dauere es Jahre, ehe diese Eltern ihr Schicksal annehmen könnten.

Die Trauer bleibe, auch wenn sie sich im Lauf der Zeit verändere. Zu oft würden Eltern in ihrer Not allein gelassen. Kaum einer traue sich, offen mit ihnen über ihr totes Kind zu sprechen. Der Gedenktag gebe den Betroffenen eine Gelegenheit bewussten Gedenkens in der Vorweihnachtszeit abseits vom Trubel der Weihnachtsmärkte. „Erinnern ist wichtig, um den Verlust durchleben zu können”, so Herrfurth. 

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Die Idee des so genannten „Worldwide Candle Lightning“ (Weltumspannendes Kerzenleuchten) stammt aus den USA, wo 1996 eine Vereinigung verwaister Eltern und ihrer Angehörigen diese Initiative ins Leben rief.

Das Prinzip besteht im rituellen Anzünden einer Kerze für das verstorbene Kind um 19 Uhr. Diese Kerze wird von außen sichtbar an einem Fenster platziert. Durch die stündliche Verschiebung in den unterschiedlichen Zeitzonen ergibt sich bildlich eine Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die ganze Erde wandert.

Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und sie nie vergessen werden.

Im deutschsprachigen Raum wurde der Gedenktag erstmals 1999 begangen und erfährt seitdem immer mehr Zuspruch. Nach Angaben des „Bundesverbandes für verwaiste Eltern in Deutschland“  sterben allein hierzulande jedes Jahr 20.000 Kinder.

Quelle: http://www.idea.de


10. Dezember: Tag der Menschenrechte – IGFM kritisiert Start einer Rakete in Nordkorea am 10.12.2012

Appell der IGFM: “Menschenrechte nicht auf dem Altar diplomatischer Zurückhaltung opfern“

Während die Erinnerung an die unfassbaren Grausamkeiten in den Lagern der Nationalsozialisten vorbildlich wach gehalten werde, ignoriere die deutsche Außenpolitik das aktuelle hunderttausendfache Elend von Lagerhäftlingen in Nordkorea.

Die kommunistische Diktatur mit ihrem grotesken Führerkult werde außenpolitisch nur wahrgenommen, wenn sie ausgerechnet für den Tag der Menschenrechte den Test einer Interkontinental-Rakete vorbereite. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Mit dieser Kritik forderte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf einer Pressekonferenz in Berlin von der Bundesregierung, ihre diplomatische Zurückhaltung insbesondere gegenüber Rot-China, Nordkoreas Schutzmacht, aufzugeben.

„Der Schlüssel für eine Lösung der Probleme in Nordkorea liegt in Peking“, betont die IGFM.

Doch China wird erst handeln, wenn Europa die Komplizenschaft Pekings an den Menschenrechtsverbrechen Nordkoreas offen anspricht. Bis dahin würden weiter Menschen auf dem Altar der diplomatischen Zurückhaltung geopfert, kritisiert die IGFM weiter.

China beteilige sich sogar aktiv daran, die Zahl der Lagerhäftlinge in der stalinistischen Einparteiendiktatur noch zu erhöhen. Die völlig gescheiterte Planwirtschaft Nordkoreas verursachte in den 90er Jahren den Hungertod von zwei bis drei Millionen Menschen.

Seither sind mehrere hunderttausend Nordkoreaner aus ihrer Heimat nach Rot-China geflohen. Obwohl das demokratische Südkorea bereit ist, sämtliche Flüchtlinge aufzunehmen, schieben die chinesischen Behörden alle aufgegriffenen Flüchtlinge nach Nordkorea zurück  – nach Aussage von nordkoreanischen Überläufern direkt in ein Lagersystem, in dem geradezu unvorstellbare Zustände herrschen.

Im kommunistischen Nordkorea sind nach Angaben der IGFM sechs sehr große Hauptlager bekannt, daneben etwa 200 kleinere Nebenlager und andere Strafeinrichtungen. Die Zahl der Häftlinge ist unbekannt, die Schätzungen schwanken zwischen 150.000 und 250.000 Menschen, die aus nichtigen Gründen – oder völlig ohne Grund – ein Sklavendasein fristen.

Wie die IGFM unterstreicht, zeigen Satellitenaufnahmen, dass die Lager in den vergangenen Jahren weiter gewachsen sind. Dennoch leugnet Nordkorea ihre Existenz. 
Weitere Infos zum Steinzeit-Kommunismus in Nord-Korea:
http://www.igfm.de/Nordkorea-Demokratische-Volksrepublik-Korea.443.0.html


Der Täufer JOHANNES und die Jungfrau MARIA: adventliche Gestalten auf CHRISTUS hin

Predigt-Impuls zum 2. Adventssonntag

Von Prälat Dr. Peter von Steinitz*

Liturgisch ist diese Zeit im Kirchenjahr geprägt durch die beiden großen adventlichen Gestalten Maria und Johannes der Täufer.

Zunächst begegnet uns an diesem 2. Adventssonntag Johannes, wie er, der seine Kindheit und Jugend in der Wüste verbracht hat, dem zum Jordan strömenden Volk mehrere Bußpredigten hält, die sich gewaschen haben.

Moderne Wellness-Christen könnten sich über seine Wortwahl nur entrüsten. „Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entgehen könnt?“ (Lk 3,7)    imm010_8A

Vom Gericht war schon am vorigen Sonntag die Rede. Es hilft alles nichts: die Frohbotschaft wäre unvollständig, wenn man die gewaltige endzeitliche Macht des Erlösers und den Ernst des Weltgerichts ausklammern wollte.

Gottes Liebe will uns nicht umschmusen, sondern retten!

Wenn nun Johannes der Täufer solche Töne anschlägt, dann ist das keineswegs eine „Drohbotschaft“, sondern, wie alles, was von Gott kommt, Zeichen seiner großen Liebe zu uns. Seiner Liebe, die uns nicht umschmusen, sondern uns retten will.

Auf welche Zuhörer trifft diese Botschaft heute?

Versuchen wir einen kleinen historischen Rückblick. Die Älteren erinnern sich: nach dem 2. Weltkrieg war nach 12 Jahren offiziell verordneter Gottlosigkeit der Hunger nach Gott ziemlich groß. Die Kirchen waren voll. Bußprediger wie Pater Leppich fanden großen Zulauf. 

Dann kam der Wohlstand. Viele sagten sich: Muss man das alles so ernst nehmen?

Nächste Phase: ein gewisser Gotteshass repräsentiert durch einige Organe der veröffentlichten Meinung, die sich mit regelrecht missionarischem Eifer darum bemühten, die Menschen von Gott zu entwöhnen. Natürlich hat sich die Mehrheit nicht zum Atheismus bekehren lassen. Denn konsequenter Atheismus kann ganz schön anstrengend sein. Eigentlich ist ein Atheist, der sein Auffassungen wirklich ernst nimmt, ein tiefgläubiger Mensch: Er glaubt ja fest daran, dass es Gott nicht gibt.

Ende des 20. Jahrhunderts entfaltet sich mit Macht ein lockerer Agnostizismus, das heißt die Auffassung, dass man über Gott nichts sagen kann. Kann sein, dass es ihn gibt oder auch nicht. Brauchen tun wir ihn eigentlich nicht. Wir warten einfach ab. Nicht besonders originell, die Religion wird einem gleichgültig.

Verbissener Atheismus und Papsthaß nehmen zu

In den letzten Jahren jedoch feiert ein oft verbissener Atheismus mehr oder weniger fröhliche Urständ. Zunächst gerät das Bodenpersonal ins Visier. Man greift den Papst an und verhöhnt ihn. (…) Dann aber geht es gegen Gott selbst.

Die „Zeit“ titelt in ihrer neuesten Ausgabe „Wo Gott nichts zu suchen hat“ und bringt Michelangelos Bild der Erschaffung des Menschen mit einer abweisenden Hand Adams gegenüber Gott. Das Bild ist entlarvend: Der Mensch weiß sich als Geschöpf Gottes, will aber nichts mehr von ihm wissen.

Dann aber: Im gleichen Regal im Supermarkt steht eine Zeitschrift mit dem großen Foto eines Mannes mit der Bildunterschrift „Der Erlöser“. Bevor man erleichtert aufatmet, stellt man fest, es ist die Sportzeitschrift „11 Freunde“, und der Erlöser ist ein prominenter Fußballspieler.

Fazit: Sind wir ein Volk von Gottlosen geworden, die Gott ablehnen und mit den Begriffen der Religion ihren Schabernack treiben? Sicher nicht!

Wir haben nur eine subtile Meinungsdiktatur von einigen Cliquen, die ihre abgedrehte (so nennt man das heute) Weltanschauung der Allgemeinheit überstülpen wollen. Die suggestive Macht der Medien erreicht tatsächlich manches. Dennoch ist an christlicher Grundsubstanz in unserem Volk noch viel vorhanden. Aber es fehlt das, was man anderenorts „innere Führung“ nennt.

Religionsunterricht und vielfach auch die Sonntagspredigten sprechen von vielen guten Dingen, blenden aber das Wichtigste aus. Es ist da die Rede von sozialem Engagement, von Toleranz, auch von der Barmherzigkeit Gottes. Aber oft erfahren die Menschen nicht, warum Gott eigentlich barmherzig sein soll, wo ich doch schon alles richtig mache. (…)

Am Vortag des 2. Adventssonntags, am 8. Dezember, feiert die Kirche das Hochfest der „Ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“, kurz „Unbefleckte Empfängnis“. Da Maria ohne Sünde ist, auch ohne Erbsünde, ist für sie die Demut ein ganz natürlicher Zustand. Bitten wir sie, die unser aller Mutter ist, um diese so wichtige und zugleich oft verkannte Tugend.

Der wahrhaft große Mensch ist tatsächlich der demütige Mensch. Wir sehen es deutlich an Jesus Christus, dem gewaltigen Weltenrichter, der sich uns Menschen als einfaches Kind in der Krippe zeigt.

Wenn wir also in diesen adventlichen Tagen unseren Blick auf Johannes und Maria richten, wird es uns relativ leicht fallen, „den alten Menschen abzulegen und den neuen Menschen anzuziehen“ (vgl. Eph 4,22 ff).

*Msgr. Dr. Peter von Steinitz war bis 1980 als Architekt tätig; 1984 zum Priester geweiht, war er von 1987 bis 2007 Pfarrer an St. Pantaleon in Köln; seit 2007 ist er Seelsorger in Münster.

Quelle und vollständiger Sonntags-Impuls hier bei ZENIT:  http://www.zenit.org/article-26101?l=german


Kirchlicher NEWSTICKER – die Glosse zum Sonntag

Wien: Der Vizesprecher der Ungehorsams-Initiative der österreichischen Priester sprach sich für ein hartes und entschlossenes Vorgehen gegen Mitarbeiter von kreuznet aus. Man verlange von allen Priestern und kirchlichen Mitarbeitern absoluten Gehorsam, wenn es darum gehe, solch unchristliches Verhalten auszulöschen. Dass die Kirche kreuznet so lange habe bestehen lassen, zeige zudem, dass es richtig sei, ihr gegenüber ungehorsam zu sein. foto 31.5.2010a - Kopie

Berlin: Frau Dr. Erdfrau-Witzelstein, Sprecherin der Gemeinschaft für eine Gleiche Kirche, forderte die Einführung eines Anti-Kreuznet-Eides für alle Katholiken. Jeder, besonders aber soutanierte Priester, stände im Verdacht, Mitarbeiter, Sympathisant, Leser oder jemand zu sein, der einfach mal von kreuznet gehört, ohne danach die Muttergöttin um Vergebung angerufen zu haben. Ein entsprechender Eid sei daher dringend geboten. Geschworen solle der Eid, um ganz sicher zu gehen, auf das christliche Zentralreferenzwerk “ICH und Jesus. Wie Ich Jesus erklärt habe, was er zu wollen gehabt hätte” von Wilhelmine Küsselbecker.

Rom/Frankfurt: Wie die FIZ (Freie Intelligente Zeitung) berichtete, schafft der Vatikan in letzter Zeit Raubkatzenbabys in größerem Stil an, wie ein Foto des Papstes mit einem kleinen Löwen beweise. Die Zeitung vermutet, man wolle die Katzen später dazu einsetzen, freidenkende Katholiken in eine Löwengrube zu werfen.

Berlin/New York: Studien der CO2-Bilanz der deutschen Bischöfe schrecken die Organisation “Green-Christians” auf. Die Vorsitzende der Organisation Terribila McFilth bezeichnete es als Katastrophe, dass die deutschen Bischöfe es immer noch nicht eingesehen hätten, dass es nicht darauf ankomme, was sie predigen oder ob sie Jesus-Christus authentisch verkündigen, sondern wieviel CO2 ihe Karossen ausstoßen. Sie lobte jedoch die evangelischen Bischöfe, die es wenigstens versuchten. Die katholischen Hirten jedoch seien durch ihre Dienstwagen endgültig diskreditiert. Ausgenommen von der Kritik sei jedoch Bischof Pfundmann aus Österreich. Er weise eine außerordentlich gute CO2-Bilanz aus. Grund: Er fährt mit der Barockkutsche.

Quelle: Samstäglicher Newsticker


Die Heilsgeschichte des Ewigen bezeugt: “Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von GOTT”

Die heutige Bibellesung der kath. Kirche  für den 2. Adventssonntag zitiert aus dem Buch Baruch 5,1-9 im Alten Testament, worin Gottes Treue, seine Gerechtigkeit, Herrlichkeit und Gnade gepriesen wird:

Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends und bekleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott dir für immer verleiht.
Leg den Mantel der göttlichen Gerechtigkeit an; setz dir die Krone der Herrlichkeit des Ewigen aufs Haupt!
Denn Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen.  
Gott gibt dir für immer den Namen: Friede der Gerechtigkeit und Herrlichkeit der Gottesfurcht.
Steh auf, Jerusalem, und steig auf die Höhe! Schau nach Osten und sieh deine Kinder: Vom Untergang der Sonne bis zum Aufgang hat das Wort des Heiligen sie gesammelt. Sie freuen sich, dass Gott an sie gedacht hat.
Denn zu Fuß zogen sie fort von dir, weggetrieben von Feinden; Gott aber bringt sie heim zu dir, ehrenvoll getragen wie in einer königlichen Sänfte.
Denn Gott hat befohlen: Senken sollen sich alle hohen Berge und die ewigen Hügel und heben sollen sich die Täler zu ebenem Land, so dass Israel unter der Herrlichkeit Gottes sicher dahinziehen kann.
Wälder und duftende Bäume aller Art spenden Israel Schatten auf Gottes Geheiß.
Denn Gott führt Israel heim in Freude, im Licht seiner Herrlichkeit; Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von ihm.


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