Kinderpsychiater Winterhoff schlägt Alarm: Jugendliche werden immer arbeitsunfähiger

Von Birgit Kelle (Leiterin von “Frau 2000plus”)

Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff geht hart ins Gericht mit deutschen Kindern: Birgit Kelle neu

„Kinder, die auf uns zukommen, sind lustorientiert. Sie haben keine Frustrationstoleranz, keine Gewissensinstanz oder Arbeitshaltung.“ 

Man kann sagen, seine Analyse bestätigt das, was Arbeitgeber mit Auszubildenden täglich erleben.

Tragisch ist: Die Ursachen werden nicht wirklich erforscht. Sie liegen natürlich in der Erziehung, also bei den Eltern.

Winterhoff sagt: Die Eltern ruhen zu wenig in sich selbst, sind selbst Getriebene, rastlos.

Er bezieht auch kritisch Stellung zum Thema Ritalin, ein Mittel, das heute flächendeckend bei Kindern eingesetzt wird und eigentlich unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

Leider kümmert sich die Politik zu wenig um die Ursachen und behandelt nur Symptome – und diese in meinen Augen auch noch falsch. Die Frage ist doch: Wenn immer mehr Eltern Schwierigkeiten bei der Erziehung haben, wie gehen wir vor?

Nehmen wir die Erziehung aus der Hand der Eltern  –  so wie es derzeit gemacht wird  –  oder sollten wir nicht vielmehr die Eltern stärken?

Das erwähnte Interview mit Winterhoff finden Sie hier:
http://www.nachrichten.at/ratgeber/familie/Psychiater-Winterhoff-Jugend-ist-arbeitsunfaehig;art124,95692

Quelle: www.frau2000plus.net

 


Wird Schokolade schon bald zur Mangelware?

Fast zwölf Kilogramm Schokolade essen die Deutschen im Jahr. Wie die Zeitschrift P.M.-MAGAZIN (Ausgabe 1/2013) berichtet, könnte sich das bald ändern, denn der süße Luxus wird knapp, die Kakao-Erträge gehen ständig zurück.

“In 20 Jahren ist Schokolade wie Kaviar”, sagen Experten. “Sie ist dann so selten und teuer, dass der Durchschnittsbürger sich keine mehr wird leisten können.”   0022

Die Internationale Kakao-Organisation ICCO in London hat bereits für diesen Herbst die internationale Branche zu einer Konferenz gerufen: 2020 könnten schon 100 000 Tonnen Kakaobohnen fehlen.

Laut ICCO sanken in der letzten Saison die Ernten um acht Prozent, für 2012 fehlen geschätzte 71.000 Tonnen. Schuld an der Ebbe sind auch Schädlinge. Pilze wie der Hexenbesen oder die Kakaomotte vernichten in Brasilien und Ostasien ganze Jahreserträge.

Vor allem aber durch das soziale Elend in den Anbauländern wird der Schokoladenhahn zugedreht. Die afrikanischen Staaten Elfenbeinküste und Ghana liefern fast drei Viertel der Weltvorräte – Länder, die sich den Anbau eigentlich gar nicht leisten können. Weil es an allem mangelt, werden die Ernten schmaler und schmaler.

Quelle:  P.M.-Magazin


SZ-Chefjournalist Prantl übt sich vor Weihnachten in dreister Stillosigkeit

Passend bzw. natürlich unpassend zur Adventszeit hat sich die vielgepriesene „Edelfeder“ der „Süddeutschen Zeitung“ eher unedel über die Gottesmutter und bibelgläubige Christen ausgelassen.

In der jüngsten, am Donnerstag (13.12.) erschienenen Beilage «Christ & Welt» der Wochenzeitung „Die Zeit“ äußert sich der 59-Jährige diesmal auch zu frommen Themen.

Dabei erklärt Prantl, einstiger Stipendiat des katholischen Cusanuswerks, zunächst durchaus einleuchtend: „Der Glaube wird einem von den Eltern wie ein Mantel um die Schultern gelegt.“

Das Mitglied in der Chefredaktion der SZ präsentiert sich als kritisch, aber nicht unbedingt als ungläubig und gibt zu bedenken: „Ich mag am Sonntag mit meiner alten Mutter die alten Kirchenlieder singen.“  

Foto: Dr. F. Pelz

Foto: Dr. F. Pelz

Mag diese Bemerkung auch etwas herablassend klingen, so sind seine ebenso respektlosen Aussagen über die Mutter des HERRN noch von ganz anderem Kaliber:

Obgleich der Journalist sicher recht hat, wenn er festhält, daß der Glaube keineswegs vom Denken entbindet, so ist das gewiß kein Grund, stillos bis flegelhaft über die Madonna und christliche Glaubensgeheimnisse zu schwadronieren:

Wer etwa meine, so Prantl, die Jungfrauengeburt sei „eine Unterabteilung der Sexualkunde und in Marias Vagina zu veri- oder falsifizieren, der ist borniert oder aufklärungsverblödet“.

Hinter dem biblischen „Bild“ verberge sich vielmehr ein „emanzipatorischer Begriff“, läßt uns die süddeutsche „Edelfeder“ wissen und verkündet eine erstaunliche Weisheit: „Der Begriff besagt, dass etwas Neues zur Welt kommt, das nicht patriarchaler Macht entspringt.“

Vielleicht hat der Langzeit-Redakteur der SZ immer schon den Unterschied zwischen Soziologie, Gynäkologie und Theologie nicht ganz verstanden?

Wenn er das Wunder der Jungfrauengeburt nicht akzeptiert, so ist das seine agnostische Angelegenheit, doch unterlasse er es zukünftig nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern allezeit, gläubige Christen als „aufklärungsverblödet“ zu beschimpfen und sich in höchst unpassender Weise zur Jungfräulichkeit der Gottesmutter auszulassen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 

 

 

 

 


Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag am 1.1.2013

PAPST BENEDIKT XVI.

BOTSCHAFT zur FEIER des WELTFRIEDENSTAGES

1. JANUAR 2013

SELIG, DIE FRIEDEN STIFTEN

1. JEDES NEUE JAHR bringt die Erwartung einer besseren Welt mit sich. In dieser Perspektive bitte ich Gott, den Vater der Menschheit, uns Eintracht und Frieden zu gewähren, damit für alle das Streben nach einem glücklichen, gedeihlichen Leben Erfüllung finden könne.

Fünfzig Jahre nach dem Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils, das eine Stärkung der Sendung der Kirche in der Welt ermöglicht hat, ist es ermutigend festzustellen, daß die Christen als Volk Gottes, das in Gemeinschaft mit Gott lebt und unter den Menschen unterwegs ist, sich in der Geschichte engagieren, indem sie Freude und Hoffnung, Trauer und Angst teilen, das Heil Christi verkünden und den Frieden für alle fördern. 75743_14122011

Unsere Zeit, die durch die Globalisierung mit ihren positiven wie negativen Aspekten und durch weiter andauernde blutige Konflikte und drohende Kriege gekennzeichnet ist, erfordert in der Tat einen erneuten und einhelligen Einsatz in dem Bemühen um das Gemeinwohl wie um die Entwicklung aller Menschen und des ganzen Menschen.

Alarmierend sind die Spannungen und Konfliktherde, deren Ursache in der zunehmenden Ungleichheit zwischen Reichen und Armen wie in der Dominanz einer egoistischen und individualistischen Mentalität liegen, die sich auch in einem ungeregelten Finanzkapitalismus ausdrückt.

Außer den verschiedenen Formen von Terrorismus und internationaler Kriminalität sind für den Frieden jene Fundamentalismen und Fanatismen gefährlich, die das wahre Wesen der Religion verzerren, die ja berufen ist, die Gemeinschaft und die Versöhnung unter den Menschen zu fördern.

Und doch bezeugen die vielfältigen Werke des Friedens, an denen die Welt reich ist, die angeborene Berufung der Menschheit zum Frieden. Jedem Menschen ist der Wunsch nach Frieden wesenseigen und deckt sich in gewisser Weise mit dem Wunsch nach einem erfüllten, glücklichen und gut verwirklichten Leben.

Mit anderen Worten, der Wunsch nach Frieden entspricht einem grundlegenden moralischen Prinzip, d. h. dem Recht auf eine ganzheitliche, soziale, gemeinschaftliche Entwicklung mit den dazu gehörenden Pflichten, und das ist Teil des Planes Gottes für den Menschen. Der Mensch ist geschaffen für den Frieden, der ein Geschenk Gottes ist.

All das hat mich angeregt, für diese Botschaft von den Worten Jesu Christi auszugehen: »Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden« (Mt 5,9).

Die Seligpreisungen

2. Die von Jesus verkündeten Seligpreisungen (vgl. Mt 5,3-12; Lk 6,20-23) sind Verheißungen. In der biblischen Überlieferung stellen die Seligpreisungen nämlich ein literarisches Genus dar, das immer eine gute Nachricht, d. h. ein Evangelium enthält, das in einer Verheißung gipfelt.

Die Seligpreisungen sind also nicht nur moralische Empfehlungen, deren Befolgung zu gegebener Zeit  –  die gewöhnlich im anderen Leben liegt  –  eine Belohnung bzw. eine Situation zukünftigen Glücks vorsieht. RadioVatikan

Die Seligkeit besteht vielmehr in der Erfüllung einer Verheißung, die an alle gerichtet ist, die sich von den Erfordernissen der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Liebe leiten lassen. Die auf Gott und seine Verheißungen vertrauen, erscheinen in den Augen der Welt häufig einfältig und realitätsfern.

Nun, Jesus verkündet ihnen, daß sie nicht erst im anderen, sondern bereits in diesem Leben entdecken werden, daß sie Kinder Gottes sind und daß Gott ihnen gegenüber von jeher und für immer solidarisch ist. Sie werden verstehen, daß sie nicht allein sind, weil er auf der Seite derer steht, die sich für die Wahrheit, die Gerechtigkeit und die Liebe einsetzen.

Jesus offenbart die Liebe des Vaters; er zögert nicht, sich selbst hinzugeben und als Opfer darzubringen. Wenn man Jesus Christus, den Gottmenschen, aufnimmt, erfährt man die Freude an einem unermeßlichen Geschenk: die Teilhabe am Leben Gottes selbst, das heißt das Leben der Gnade, Unterpfand eines vollkommen glücklichen Lebens.

Jesus Christus schenkt uns im besonderen den wahren Frieden, der aus der vertrauensvollen Begegnung des Menschen mit Gott hervorgeht.

Die Seligpreisung Jesu besagt, daß der Friede messianisches Geschenk und zugleich Ergebnis menschlichen Bemühens ist. Tatsächlich setzt der Friede einen auf die Transzendenz hin offenen Humanismus voraus. Er ist Frucht der wechselseitigen Gabe, einer gegenseitigen Bereicherung, dank dem Geschenk, das von Gott ausgeht und ermöglicht, mit den anderen und für die anderen zu leben.

Die Ethik des Friedens ist eine Ethik der Gemeinschaft und des Teilens. Es ist also unerläßlich, daß die verschiedenen heutigen Kulturen Anthropologien und Ethiken überwinden, die auf rein subjektivistischen und pragmatischen theoretisch-praktischen Annahmen beruhen.

Dadurch werden die Beziehungen des Zusammenlebens nach Kriterien der Macht oder des Profits ausgerichtet, die Mittel werden zum Zweck und umgekehrt, und die Kultur wie auch die Erziehung haben allein die Instrumente, die Technik und die Effizienz im Auge.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Eine Voraussetzung für den Frieden ist die Entkräftung der Diktatur des Relativismus und der These einer völlig autonomen Moral, welche die Anerkennung eines von Gott in das Gewissen eines jeden Menschen eingeschriebenen, unabdingbaren natürlichen Sittengesetzes verhindert.

Der Friede ist der Aufbau des Zusammenlebens unter rationalen und moralischen Gesichtspunkten auf einem Fundament, dessen Maßstab nicht vom Menschen, sondern von Gott geschaffen ist. »Der Herr gebe Kraft seinem Volk. Der Herr segne sein Volk mit Frieden«, sagt Psalm 29 (vgl. V. 11).

Der Friede: Gabe Gottes und Frucht menschlichen Bemühens

3. Der Friede betrifft die Person in ihrer Ganzheit und impliziert die Einbeziehung des ganzen Menschen. Er ist Friede mit Gott, wenn man gemäß seinem Willen lebt. Er ist innerer Friede mit sich selbst, er ist äußerer Friede mit dem Nächsten und mit der gesamten Schöpfung.

Wie der selige Johannes XXIII. in seiner Enzyklika Pacem in terris schrieb, deren Veröffentlichung sich in einigen Monaten zum fünfzigsten Mal jährt, bedingt der Friede hauptsächlich den Aufbau eines auf Wahrheit, Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit gegründeten Zusammenlebens.

Die Leugnung dessen, was die wahre Natur des Menschen ausmacht  –  in seinen wesentlichen Dimensionen, in der ihm innewohnenden Fähigkeit, das Wahre und das Gute, letztlich Gott selbst zu erkennen  –  gefährdet den Aufbau des Friedens.

Ohne die Wahrheit über den Menschen, die vom Schöpfer in sein Herz eingeschrieben ist, werden die Freiheit und die Liebe herabgewürdigt, und die Gerechtigkeit verliert die Basis für ihre praktische Anwendung.

Um authentische Friedensstifter zu werden, ist zweierlei grundlegend: die Beachtung der transzendenten Dimension und das ständige Gespräch mit Gott, dem barmherzigen Vater, durch das man die Erlösung erfleht, die sein eingeborener Sohn uns erworben hat.

So kann der Mensch jenen Keim der Trübung und der Verneinung des Friedens besiegen, der die Sünde in all ihren Formen ist: Egoismus und Gewalt, Habgier, Machtstreben und Herrschsucht, Intoleranz, Haß und ungerechte Strukturen.

Die Verwirklichung des Friedens hängt vor allem davon ab anzuerkennen, daß in Gott alle eine einzige Menschheitsfamilie bilden. Wie die Enzyklika Pacem in terris lehrte, ist diese durch zwischenmenschliche Beziehungen und durch Institutionen gegliedert, die von einem gemeinschaftlichen „Wir“ getragen und belebt werden, das eine innere und äußere Sittenordnung einschließt, in der ehrlich  –  gemäß der Wahrheit und der Gerechtigkeit  –  die wechselseitigen Rechte und Pflichten anerkannt werden.

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Der Friede ist eine Ordnung, die belebt und ergänzt wird von der Liebe, so daß man die Nöte und Erfordernisse der anderen wie eigene empfindet, die anderen teilhaben läßt an den eigenen Gütern und die Gemeinschaft der geistigen Werte in der Welt eine immer weitere Verbreitung findet.

Der Friede ist eine in Freiheit verwirklichte Ordnung, und zwar in einer Weise, die der Würde der Menschen angemessen ist, die aufgrund ihrer rationalen Natur die Verantwortung für ihr Tun übernehmen.

Der Friede ist kein Traum, keine Utopie: Er ist möglich. Unsere Augen müssen mehr in die Tiefe schauen, unter die Oberfläche des äußeren Anscheins, um eine positive Wirklichkeit zu erblicken, die in den Herzen existiert. Denn jeder Mensch ist nach dem Bild Gottes erschaffen und dazu berufen, zu wachsen, indem er zum Aufbau einer neuen Welt beiträgt.

Gott selber ist ja durch die Inkarnation seines Sohnes und durch die durch ihn erwirkte Erlösung in die Geschichte eingetreten, indem er eine neue Schöpfung erstehen ließ und einen neuen Bund zwischen Gott und den Menschen schloß (vgl. Jer 31,31-34) und uns so die Möglichkeit gegeben hat, »ein neues Herz« und »einen neuen Geist« (Ez 36,26) zu haben.

Eben deshalb ist die Kirche überzeugt, daß die Dringlichkeit besteht, Jesus Christus, den ersten und hauptsächlichen Urheber der ganzheitlichen Entwicklung der Völker und auch des Friedens, neu zu verkünden. Jesus ist nämlich unser Friede, unsere Gerechtigkeit, unsere Versöhnung (vgl. Eph 2,14; 2 Kor 5,18). Friedensstifter im Sinne der Seligpreisung Jesu ist derjenige, der das Wohl des anderen sucht, das umfassende Wohl von Seele und Leib, heute und morgen.

Aus dieser Lehre kann man entnehmen, daß jeder Mensch und jede Gemeinschaft – religiösen wie zivilen Charakters, im Erziehungswesen wie in der Kultur – berufen ist, den Frieden zu bewirken.

Der Friede ist hauptsächlich die Verwirklichung des Gemeinwohls der verschiedenen Gesellschaften, auf primärer, mittlerer, nationaler, internationaler Ebene und weltweit. Genau deshalb kann man annehmen, daß die Wege zur Verwirklichung des Gemeinwohls auch die Wege sind, die beschritten werden müssen, um zum Frieden zu gelangen.

Friedensstifter sind jene, die das Leben in seiner Ganzheit lieben, verteidigen und fördern

4. Ein Weg zur Verwirklichung des Gemeinwohls und des Friedens ist vor allem die Achtung vor dem menschlichen Leben, unter seinen vielfältigen Aspekten gesehen, von seiner Empfängnis an, in seiner Entwicklung und bis zu seinem natürlichen Ende.

Wahre Friedensstifter sind also diejenigen, die das menschliche Leben in all seinen Dimensionen  –  der persönlichen, gemeinschaftlichen und der transzendenten  –  lieben, verteidigen und fördern. Das Leben in Fülle ist der Gipfel des Friedens. Wer den Frieden will, kann keine Angriffe und Verbrechen gegen das Leben dulden.  Foto: M. Löhr

Wer den Wert des menschlichen Lebens nicht ausreichend würdigt und folglich zum Beispiel die Liberalisierung der Abtreibung unterstützt, macht sich vielleicht nicht klar, daß auf diese Weise die Verfolgung eines illusorischen Friedens vorgeschlagen wird.

Die Flucht vor der Verantwortung, die den Menschen entwürdigt, und noch mehr die Tötung eines wehrlosen, unschuldigen Wesens, können niemals Glück oder Frieden schaffen.

Wie kann man denn meinen, den Frieden, die ganzheitliche Entwicklung der Völker oder selbst den Umweltschutz zu verwirklichen, ohne daß das Recht der Schwächsten auf Leben  –  angefangen bei den Ungeborenen  –  geschützt wird?

Jede dem Leben zugefügte Verletzung, besonders an dessen Beginn, verursacht unweigerlich irreparable Schäden für die Entwicklung, den Frieden und die Umwelt.

Es ist auch nicht recht, auf raffinierte Weise Scheinrechte oder willkürliche Freiheiten zu kodifizieren, die auf einer beschränkten und relativistischen Sicht des Menschen sowie auf dem geschickten Gebrauch von doppeldeutigen, auf die Begünstigung eines angeblichen Rechts auf Abtreibung und Euthanasie abzielenden Begriffen beruhen, letztlich aber das Grundrecht auf Leben bedrohen.

Auch die natürliche Struktur der Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau muß anerkannt und gefördert werden gegenüber den Versuchen, sie rechtlich gleichzustellen mit radikal anderen Formen der Verbindung, die in Wirklichkeit die Ehe beschädigen und zu ihrer Destabilisierung beitragen, indem sie ihren besonderen Charakter und ihre unersetzliche gesellschaftliche Rolle verdunkeln. 

Gemälde: Evita Gründler

Gemälde: Evita Gründler

Diese Grundsätze sind keine Glaubenswahrheiten, noch sind sie nur eine Ableitung aus dem Recht auf Religionsfreiheit. Sie sind in die menschliche Natur selbst eingeschrieben, mit der Vernunft erkennbar und so der gesamten Menschheit gemeinsam.

Der Einsatz der Kirche zu ihrer Förderung hat also keinen konfessionellen Charakter, sondern ist an alle Menschen gerichtet, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit.

Solch ein Einsatz ist um so nötiger, je mehr diese Grundsätze geleugnet oder falsch verstanden werden, denn das stellt eine Beleidigung der Wahrheit des Menschen dar, eine schwere Verletzung der Gerechtigkeit und des Friedens.

Darum ist es auch ein wichtiger Beitrag zum Frieden, wenn die Rechtsordnungen und die Rechtsprechung die Möglichkeit anerkennen, vom Recht auf Einwand aus Gewissensgründen gegenüber Gesetzen und Regierungsmaßnahmen Gebrauch zu machen, die – wie Abtreibung und Euthanasie – die Menschenwürde gefährden.

Zu den auch für das friedliche Leben der Völker fundamentalen Menschenrechten gehört das   Recht der einzelnen und der Gemeinschaften auf Religionsfreiheit.

In diesem geschichtlichen Moment wird es immer wichtiger, daß dieses Recht nicht nur in negativer Deutung als Freiheit von – zum Beispiel von Verpflichtungen und Zwängen in bezug auf die Freiheit, die eigene Religion zu wählen – gefördert wird, sondern auch in positiver Deutung in ihren verschiedenen Ausdrucksformen als Freiheit zu: zum Beispiel die eigene Religion zu bezeugen, ihre Lehre zu verkünden und mitzuteilen; Aktivitäten auf dem Gebiet der Erziehung, der Wohltätigkeit und der Betreuung auszuüben, die es erlauben, die religiösen Vorschriften anzuwenden; als soziale Einrichtungen zu existieren und zu handeln, die entsprechend den ihnen eigenen lehrmäßigen Grundsätzen und institutionellen Zielen strukturiert sind.

Leider nehmen auch in Ländern alter christlicher Tradition Zwischenfälle von religiöser Intoleranz zu, speziell gegen das Christentum und gegen die, welche einfach Identitätszeichen der eigenen Religion tragen.

QUELLE und FORTSETZUNG der päpstlichen FRIEDENS-BOTSCHAFT siehe hier: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/peace/documents/hf_ben-xvi_mes_20121208_xlvi-world-day-peace_ge.html


Der Mythos um den Maya-Kalender treibt weltweit skurrile Sumpfblüten

Ist die Erde schon bald dem Untergang geweiht?  – Jeder zehnte Erdenbürger glaubt laut einer Umfrage des internationalen Marktforschungsinstituts Ispos, daß die Welt am 21. Dezember untergeht.

Esoteriker und Verschwörungstheoretiker berufen sich auf einen Kalender der Maya-Indianer in Mittelamerika. Doch dieser sagt keineswegs das Ende voraus, sondern lediglich den Übergang in ein neues Zeitalter.   683259main_chandra08312012_full

Trotzdem treiben die Spekulationen um den Maya-Kalender seltsamste Blüten. So hat der Chinese Lu Zhenghai umgerechnet mehr als 122.000 Euro investiert, um eine Art „Arche Noah“ zu bauen, die ihn und seine Familie vor dem Untergang retten soll.

Noch mehr, nämlich 180.000 Euro, gab sein Landsmann Yang Zongfu aus. Er baut gelbe Kugelgehäuse, die drei Personen zwei Wochen lang vor Feuer und Strahlung schützen soll.  -  Ein anderer Chinese, Liu Qiyuan, konstruiert ebenfalls Rettungskugeln aus Fiberglas und Stahl, die bis zu 14 Personen aufnehmen können.

US-Regierung erklärt: Die Welt geht nicht unter…

Aber nicht nur in China grassiert die Endzeitangst, sondern etwa auch in den Vereinigten Staaten. Weil sie mit E-Mails ängstlicher Bürger überhäuft werden, geben die Weltraumbehörde NASA und die US-Regierung Entwarnung.

„Die Welt wird nicht am 21. Dezember oder irgendeinem anderen Datum im Jahr 2012 zu Ende gehen“, versichert die Regierung. Es könne auch keine Rede davon sein, daß ein Komet oder Planet unvorhergesehen mit der Erde kollidiere.

Der Astronom des Vatikan, José Funes, hat ebenfalls jeglichen Spekulationen über einen Weltuntergang am 21. Dezember eine Abfuhr erteilt.

Gleichwohl strömen zahlreiche Menschen an Zufluchtsorte wie etwa den Berg Bugarach in Südfrankreich nahe der Pyrenäen. Dort soll es eine Startbahn für Außerirdische geben, die eine begrenzte Zahl von Erdenbürger mitnehmen können. Wegen des erwarteten Ansturms will der Bürgermeister des 180 Einwohner zählenden Dorfs, Jean-Pierre Delord, den Zugang zum Berg sperren lassen.

Auch in dem türkischen Dorf Sirince bei Izmir mit 600 Einwohnern sind alle 400 Hotelbetten ausgebucht. Laut Esoterikern ist in dem Ort eine besondere Bündelung positiver Energien festzustellen. Angeblich soll dort die Jungfrau Maria in den Himmel aufgestiegen sein.

Die türkische Religionsbehörde Diyanet mahnt, „solchen bedeutungslosen, gefälschten und irrgläubigen Weltuntergangszenarien“ keine Bedeutung beizumessen. Gleichwohl will das Internet-Reiseportal Skyscanner bei Buchungen von Einweg-Flügen mit Ziel Sirince einen Anstieg um 30 Prozent und bei Bugarach um 41 Prozent festgestellt haben.

Im westafrikanischen Ghana wirbt der selbsternannte Prophet Peter Anamoah für ein Bergdorf etwa 800 Kilometer nördlich der Hauptstadt Accra als Zufluchtsort.

Was steckt hinter der Aufregung?

Wie der Ethnologe (Völkerkundler) Lars Frühsorge im Materialdienst der EZW (Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) schreibt, prophezeie der Maya-Kalender gar keinen Weltuntergang:

In der Blütezeit ihrer Kultur von etwa 250 bis 900 nach Christus entwickelten die heidnischen Maya eine Reihe von Kalendern ihrer “Gottheiten” bzw Götzen. In der sog. „Langen Zählung“ entspricht der 21. Dezember 2012 dem Beginn einer neuen Periode (in der Zählung der Maya: 13.0.0.0.0).

Dieses Datum bezeichne zugleich den Tag aus einer früheren Zeitrechnung, an dem die Welt erschaffen worden sein soll. Laut Frühsorge vermischen viele heutige Bücher und Filme Maya-Vorstellungen mit Bibelpassagen, fernöstlichen Lehren, Nostradamus und Verschwörungstheorien.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA www.idea.de

Siehe hierzu: INTERVIEW mit dem kath. ARZT und Theologen Dr. Manfred LÜTZhttp://www.tagesschau.de/inland/interviewluetz100.html


David Berger & Co: Merkwürdiges und Widersprüchliches aus dem antikatholischen Kampagnenlager

Vom Mißbrauch berechtigter Kritik an “kreuz.net” für kirchenfeindliche Zwecke

Bekanntlich hat der  -  wie er sich selber nennt  - “schwule Theologe” Dr. David Berger gemeinsam mit dem Leiter des Porno-Verlags Gmünder eine Kampagne “Stoppt kreuz.net” ins Leben gerufen, wobei die  -  an sich berechtigte   -  Kritik an diesem unseriösen Radauportal für kirchenfeindliche Zwecke vereinnahmt wird.

Um sich wirksam gegen die   -  inzwischen abgeschaltete   -  Internetplattform “kreuz.net” einzusetzen, bedarf es keiner wildwütigen Attacken gegen Papst und Kirche, zumal es sich ohnehin nicht um eine kirchliche Webseite handelt  -  und sich die Deutsche Bischofskonferenz bereits im Februar 2009 deutlich von “kreuz.net” distanziert hat.

Dennoch versucht Buchautor Berger seit Wochen, vor allem Papst Benedikt im Rahmen seiner Anti-kreuz.net-Aktion wüst zu verunglimpfen (wir berichteten hierüber mehrfach im CF).  75743_14122011

In letzter Zeit haben sich Kampagnen-Wortführer Berger und seine Mitstreiter allerdings mehrfach in Widersprüche und Ungereimtheiten verwickelt.


Davon seien hier einige Beispiele aufgelistet:

Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck übergab seine eigenen Recherchen und Unterlagen zu kreuz.net unlängst dem Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen.

Dagegen ist sicher nichts einzuwenden. Allerdings sei daran erinnert, daß die Bundespartei der Grünen noch Mitte Oktober dieses Jahres nichts weniger als die Abschaffung des Verfassungsschutzes gefordert hat.

Wie reimt sich dies nun mit Becks Dokumenten-Übergabe an den Präsidenten eben jener doch angeblich überflüssigen Institution?

Auch bei Dr. Bergers Vorgehensweise zeigt sich Merkwürdiges, etwa in folgender Hinsicht:

Im Artikel “Die Jagd nach den Machern von kreuz.net” aus der linken Illustrieren “Stern” heißt es über Pfr. Hendrick Jolie wörtlich:

“Aus der Auflistung seiner Mails der vergangenen zwölf  Monate sei ersichtlich, dass Jolie zwei bis drei Mal wöchentlich an kreuz.net schrieb, sagt
David Berger, der die Kampagne “Stoppt kreuz.net” leitet, zu stern.de”

(Beleg-Link: http://www.stern.de/politik/deutschland/pseudo-christliche-hetzseite-die-jagd-nach-den-machern-von-kreuznet-1927534.html)

Hier stellt sich zunächst die Frage, auf welchem Wege Dr. Berger denn die Auflistung des Mailverkehrs von Pfr. Jolie in Erfahrung bringen konnte.

Außerdem wird auf der Aktionsseite “Stoppt kreuz.net” unter dem Titel „Kampagne STOPPT KREUZ.NET übergibt bisherige Resultate der Staatsanwaltschaft” Folgendes in eigener Sache festgehalten:

“Entgegen anders lautender Pressemeldungen und in Absprache mit der Staatsanwaltschaft, wurden die in dem übergebenen Material enthaltenen Namen nicht bekannt gegeben, um die weiteren Ermittlungsarbeiten nicht zu behindern.”

(Beleg-Link:  http://www.stopptkreuznet.de/)

Seltsam, daß hier einerseits die Diskretion so betont wird,  gleichzeitig aber gegenüber der Illustrierten “Stern” aus dem Nähkästchen geplaudert wurde

Was die Beiträge von Pfr. Jolie auf “kreuz.net” betrifft, so wurde dort keine einzige extreme oder gar strafbare Aussage entdeckt. Dies rechtfertigt freilich nicht die Leichtfertigkeit des Geistlichen, sich überhaupt auf dieser Radauseite zu Wort zu melden, mögen seine Texte auch in keiner Weise rechtswidrig sein.

Doch hierfür hat sich der Priester bereits klar entschuldigt. Dies hindert freilich Dr. Berger nicht daran, Pfr. Jolie weiter zu attackieren, weil dieser auf einer “rechtsextremen Webseite” publiziert habe.

Da sich der homosexuelle Theologe in seinem Jagdeifer so gerne als unnachgiebiger Ankläger und “Scharfrichter” in einer Person betätigt, sei ihm dringend empfohlen, vor seiner eigenen Haustür zu kehren, läßt er sich doch von linksradikalen Gruppen zu Vorträgen einladen und hält Reden in deren Kreisen, zB. beim “VVN-BdA”, der in Verfassungsschutzberichten seit Jahrzehnten als linksetreme Vereinigung eingestuft wird. 

Zudem ging Berger mit verfassungsfeindlichen Organisationen wie der “Antifaschistischen Aktion” sowie der Linkspartei ein Bündnis ein, als er im vorigen September gegen den Papstbesuch in Berlin demonstrierte und dort als einer der beiden Hauptredner auftrat.  (Beleg siehe hier:  Bündnis gegen Papst )

In einem heute (15.12.) veröffentlichten Interview mit der “Aachener Zeitung” führt Berger das Abschalten von “kreuz.net” zunächst auf den öffentlichen Druck zurück, auf die Medienwirkung, die seine Aktion bewirkt habe. 

Doch im Verlaufe des Gesprächs kann er seine bekannte Lust an Verschwörungstheorien nicht zügeln und verteilt unfaire Seitenhiebe gegen Pfarrer Dr. Guido Rodheudt, einen Sprecher des “Netzwerks katholischer Priester”.  Dabei widerspricht er in ein und demselben Interview seiner ersten Äußerung vom Etappensieg der von ihm geleiteten Kampagne “Stoppt kreuz.net”:

Auf den Hinweis der Zeitung, daß die Staatsanwaltschaft keineswegs gegen Pfarrer Rodheudt von Herzogenrath ermittelt, antwortet Berger betr. kreuz.net: 

“Interessant ist, dass die Homepage nur wenige Stunden nach dem Ende der von Rodheudt organisierten Liturgischen Tagung in Herzogenrath offline gegangen ist. Ich bin davon überzeugt, dass dort über kreuz.net gesprochen und das Signal an die Verantwortlichen gesendet wurde, dass sie den Bogen überspannt haben.”

Abgesehen davon, daß es sich hierbei um eine wilde, unbegründete Behauptung bzw. völlig beweisfreie Unterstellung und damit um Rufmord handelt, würde die jüngste Darstellung Dr. Bergers bedeuten, daß es durchaus nicht der zuvor von ihm erwähnte “öffentliche Druck” gewesen wäre, der zum Abstellen von “kreuz.net” führte, sondern gleichsam ein “Wink” mittels einer liturgischen Tagung in der Pfarrgemeinde Herzogenrath…

Eine unsinnige, geradezu kuriose These, die aber einmal mehr die Unglaubwürdigkeit der Bergerschen Taktik aufzeigt, der sich in seinem ungebremsten Jagdeifer in immer neue Widersprüche verrennt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


EU: Brüssels vergeblicher Protest gegen Heiligendarstellung auf einer slowakischen Euro-Münze

Stellungnahme von Pater Bernd Hagenkord SJ (Leiter des deutschsprachigen Radio Vatikan):

Die Slowakei will eine neue Euromünze einführen. Die eine Seite ist ja immer festgelegt, die zweite Seite den Ländern der Euro-Zone überlassen. Also entschied man sich für ein nationales Motiv und wollte in Prägung gehen, man hatte aber nicht mit Brüssel gerechnet.  

Andere Länder haben es einfach: Monarchien prägen das Gesicht ihres Souveräns, der Vatikan macht es ebenso. Republiken hingegen müssen kreativer sein. Kultur und Geschichte machen sich da ganz gut. Originalentwurf-für-die-slowakische-Zwei-Euro-Münze-mit-Heiligenscheinen-und-kleinen-Kreuzen

Also dachte sich die Slowakei, dass Cyril und Methodius geeignet wären, die Zwei-Euro-Münze zu zieren. Schließlich haben diese Beiden mit ihrer Bibelübersetzung ins Altslawische den Grundstein für eine gesellschaftliche Identität gelegt, ihr Missionseinsatz steht stellvertretend für die Christianisierung.

Und sie sollten so dargestellt werden wie seit Jahrhunderten: Mit Kreuzen auf der Stola und Heiligenscheinen. Aber wie gesagt, man hatte nicht mit der EU-Kommission gerechnet.

Religiöse Symbole seien unerwünscht, hieß es. Griechenland und Frankreich seien dagegen und legten ein Veto ein.

Man forderte religiöse Neutralität ein. Die Slowakei bzw. ihre Zentralbank hielt aber an den Entwürfen fest und erst seit gestern steht fest, dass sie sich auch durchsetzen, die beiden von Christen als Heilige verehrten dürfen mit Heiligenschein und Kreuz dargestellt werden  – auch auf einer Zwei-Euro-Münze. (…)

Deutschland hat ebenfalls Dinge, die mit Glauben zu tun haben, auf die Euro-Münzen gesetzt, den (katholischen) Kölner Dom etwa und die (evangelische) Kirche Sankt Michaelis in Hamburg. Kein Protest. Warum?  – Weil sie als Kulturdenkmäler gelesen werden können. Genau so wie das Brandenburger Tor, das seine Funktion ja auch nicht mehr erfüllt, aber irgendwie zur Identität Berlins gehört.

Der Heiligenschein aber verweist auf etwas, was über die allgemein akzeptable Kultur und abstrakte Werte hinausgeht.(…) Die Slowakei hat sich durchgesetzt. Aber insgesamt wächst der Druck durch die sog.  ‚religiöse Neutralität’. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass es diese gar nicht gibt.

Auch das Abhängen von Kreuzen und die Vorgabe, nichts Religiöses dürfe sichtbar sein, ist ein Statement und auf keinen Fall neutral. Es ist die klare Aussage, dass der Glaube in der Gesellschaft nichts mehr zu suchen habe…Das ist nicht neutral.

Die Euro-Münze wollte vielleicht gar kein religiöses Symbol sein, sondern einfach nur die beiden Mitbegründer einer nationalen Identität so darstellen, wie sie immer schon dargestellt wurden. Dass Brüssel daraus einen Religionsstreit hat machen müssen, spricht Bände.

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Text hier: http://blog.radiovatikan.de/der-schein-der-heiligen/


Plädoyer für eine faire und tolerante Diskussionskultur in Deutschland

Von Birgit Kelle (Leiterin von “Frau 2000plus”)

Am 3. Dezember 2012 war ich zu Gast in der ARD-Sendung Hart aber Fair bei Frank Plasberg, um zum Thema “Adoptionsrecht für homosexuelle Partnerschaften?” meine Meinung kundzutun.   Birgit Kelle neu

Den Sendeverlauf können Sie selbst beurteilen; Sie finden die Sendung in der ARD-Mediathek unter folgendem Link: http://www.ardmediathek.de/das-erste/hart-aber-fair/20-59-uhr-papa-papa-kind-homo-ehe-ohne-grenzen-die?documentId=12665814

Erschreckend waren die Reaktionen, die im Anschluss der Sendung bei mir eintrafen. Nun muss man damit rechnen, dass Reaktionen nicht ausbleiben, wenn man zu einem derartig heiklen Thema öffentlich Stellung nimmt.

Insgesamt kamen über 700 Zuschriften und manche warten noch auf eine Beantwortung. Etwa 90 Prozent aller Briefe waren positiv, der Rest in einem Ton, der kaum zitierfähig ist und in einer Art und Weise, die teilweise ein echtes Armutszeugnis für die Gesprächskultur in Deutschland darstellt.

Hier ein paar Ausschnitte: „Nazitussi… ich wünsch Ihnen die Hölle auf Erden…gehen Sie zurück ins 16., 17., 18. Jahrhundert, nach Rumänien…ich wünsch Ihnen schwule Kinder…bei Frauen wie Ihnen müssen Männer ja schwul werden…Ihre Kinder, ihr Mann tun mir leid… Sie sind eine Schande für die Gesellschaft…Ich fand Sie so scheiße, dass mir der ganze Körper wehtat…für den Auftritt kommen Sie in die Hölle…der sollte man die Kinder wegnehmen…der gehört eine über den Kopf geklöppelt…das Bedürfnis, Birgit Kelle eine zu scheuern…”

Traurigen Höhepunkt bildete ein Redakteur des WDR, der mich auf Twitter als Hexe bezeichnete, die man verbrennen müsste. Zahlreiche Medien haben darüber berichtet. Inzwischen haben er und ich uns in einem persönlichen Gespräch ausgetauscht und zu einer zwischenmenschlichen Ebene gefunden, auf der man sich respektvoll begegnen kann.

Es ist schade und auch bedenklich, dass es bei manchen Themen offensichtlich kaum mehr möglich ist, einen sachlichen Diskurs zu führen, der doch nötig wäre. Gerne würde ich in unserem Land wieder dahin kommen, wie Voltaire es ausdrückte: „Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass Sie sie äußern können.“


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