Der hl. Abt Guerric von Igny über unsere Erwartung des Heils und des Heilands

Der Hl. Guerric von Igny lebte im Hochmittelalter (um 1080 – 1157) und war ein Zisterzienserabt; hier folgen Auszüge aus einer biblisch geprägten Adventspredigt des Heiligen:

„Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge“ (AT, Hohelied 2,8)

„Siehe da, der König kommt. Laufen wir unserem Retter entgegen“, so heißt es in der Adventsliturgie.

Salomo hat es auf den Punkt gebracht: „Kühles Wasser für eine durstige Kehle ist eine gute Nachricht aus fernem Land“ (Spr 25,25).   media-374638-2

Ja, ein guter Bote ist, wer das Kommen des HERRN ankündigt, die Versöhnung dieser Welt und das Glück der zukünftigen.

„Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten!“ (Jes 52,7).

Solche Boten sind erfrischendes Wasser und heilsamer Trank für die Seele, die nach Gott dürstet. Wer das Kommen des HERRN ankündigt oder seine anderen Mysterien, der gibt uns tatsächlich  zu trinken, „er lässt uns Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils“ (Jes 12,3).

Deshalb, so scheint es mir, antwortet die Seele dem, der diese Nachricht bringt, mit den Worten der Elisabeth, weil sie ja vom gleichen Geist erfüllt war:  „Wer bin ich, dass mein HERR zu mir kommt? Denn im Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, erzitterte mein Geist voll Freude in meinem Herzen, voll Sehnsucht nach der Begegnung mit seinem HERRN.“

Liebe Brüder, wir müssen dem HERRN wirklich jauchzenden Geistes entgegengehen: „Mein Retter und mein Gott! (Ps 43,5)

Christus, du hast uns das Heil gebracht nicht nur durch Worte des Friedens, sondern durch den Friedenskuß zu Weihnachten:  weil du nämlich als Mensch eins geworden bist mit uns; du rettest uns durch deinen Tod am Kreuz.

Unser Geist möge also vor Freude jubeln, seinem Retter entgegeneilen, der von weit herkommt – und ihn mit den Worten begrüßen: „Ach, HERR, bring doch Hilfe! Ach, HERR, gib doch Gelingen! Gesegnet sei, der da kommt im Namen des HERRN“ (Ps 118,25-26).


Passauer Bischof Schraml begrüßt Betreuungsgeld, findet es aber “zu gering”

Der Passauer Oberhirte Wilhelm Schraml hat sich grundsätzlich positiv zu dem neu eingeführten Betreuungsgeld geäußert. Er erklärte aber auch: „Meines Erachtens ist es noch zu gering“, so Schraml gegenüber der „Passauer Neuen Presse“ am gestrigen Samstag  –  womit der Bischof angesichts der offensichtlich niedrigen Summe (100/150 €) zweifellos recht hat.

Bei der Familie gehe es nicht um irgendetwas, so Schraml, sondern um das Fundament von Staat, Gesellschaft und Kirche. Familienpolitisch müsse noch viel mehr geschehen, zeigte sich Schraml überzeugt. Der Staat habe finanziell die Tür weiter zugunsten der Familie zu öffnen.

Quelle: Radio Vatikan


Der hl. Beda über zwei prophetische Mütter: die Madonna und ihre Kusine Elisabeth

Der Hl. Beda lebte im Frühmittelalter (um 673 – 735),  er war Mönch und Kirchenlehrer. Über den Lobgesang der Gottesmutter, das im Lukas-Evangelium bezeugte Magnificat, das Maria bei der Begegnung mit ihrer Kusine Elisabeth anstimmte, schrieb der hl. Beda folgende Betrachtung:

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Maria sprach:Meine Seele preist die Größe des HERRN und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter“.

Sie sagt damit: Der HERR hat mir eine so große, unerhörte Gnade erwiesen, daß sie in keiner Sprache Ausdruck finden kann; allein die Liebe  –  und auch sie nur im Herzensgrund  – kann sie erfassen. Deshalb will ich mit der ganzen Kraft meiner Seele durch Lobpreis danken…

Der HERR hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.  – Nur sie, an der Gott Großes getan hat, kann IHN in rechter Weise erheben und uns dazu einladen, ihren Willen und Wunsch zu teilen und mit dem Psalmisten zu beten: „Verherrlicht mit mir den HERRN, lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen“ (Ps 34,4).

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen.“   –  Trefflich  ist es, Israel den “Knecht des HERRN” zu nennen, Israel, das der Herr erhoben hat und es rettet, weil es gehorsam und demütig ist.

So spricht Hosea: „Als Israel noch ein Kind war, habe ich ihn geliebt“ (3,1; vgl. 11,4). Wer sich nicht demütigen will, kann offensichtlich nicht gerettet werden: “Wer aber klein wie ein Kind sein kann, der ist im Himmelreich der Größte“ (Mt 18,4).

ER denkt an sein Erbarmen, das ER unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.“

Es handelt sich hier nicht um leibliche Nachkommen Abrahams, sondern um seine geistlichen Nachkommen, um Menschen, die den Spuren seines Glaubens folgen.

Das Kommen des HERRN ist Abraham und seinem Stamm auf ewig verheißen, den Söhnen der Verheißung, die der hl. Paulus meint, wenn er sagt: „Wenn ihr also zu Christus gehört, dann seid ihr Abrahams Nachkommen, Erben kraft der Verheißung“ (Gal 3,29).

Schließlich ist es auch ein glücklicher Umstand, daß die Geburt des HERRN und jene des Johannes durch ihre Mütter prophetisch angekündigt worden ist.

Durch das Versagen einer einzigen Frau war einst das Leben zugrunde gerichtet worden, es sollte aber der Welt durch zwei Frauen zurückgegeben werden, die im Lobpreis Gottes miteinander wetteifern.


Stimmungsvolle Waldweihnacht einer Volkstanzgruppe in Oberschwaben

stdIn der idyllischen Ortschaft Bergatreute im Voralpenland (siehe Foto oben), die zur oberschwäbischen Barockstraße gehört, wird das bewährte Brauchtum im Kirchenjahr noch gerne lebendig erhalten, wofür sich zahlreiche Vereine, aber auch  einzelne bodenständige Bürger mit großem Interesse einsetzen.  1951

Seit Jahrzehnten ist in dieser Gemeinde eine Volkstanzgruppe im Rahmen des Schwäbischen Albvereins aktiv, die weit über die oberschwäbische Region hinaus auftritt und viele Menschen wieder neu für den wunderschönen und soliden Volkstanz begeistert.  21 phoca_thumb_l_111218062_b_kblestadel-ach

Die von Klaus Küble  – einem  Handwerksmeister und vierfachen Familienvater  –  geleitete Gruppe, zu der außerdem eine eigene Kindertanzgruppe zählt,  präsentiert  ihre eindrucksvollen und traditionsreichen Tanzauftritte häufig in großen Hallen oder auf den Freiplätzen schmucker Städte (siehe Fotos).

Zudem veranstaltet der Bergatreuter Volkstanz stets vor dem Christfest eine romantisch anmutende  Waldweihnacht, auch am heutigen späten Nachmittag, am vierten Adventsonntag5, wozu dann jährlich alle interessierten Bürger eingeladen sind. phoca_thumb_m_111218065_b_weihnachtsbaum

Diese Waldweihnacht beginnt um 17 Uhr, wobei jung und alt sich gemeinsam mit Laternen ins “Achtal” begeben, einer etwas tiefer gelegenen Waldlandschaft mit Hügeln, Wiesen, Bächlein und einem frommen “Bildstöckl”, das den hl. Erzengel Raphael darstellt; er gilt seit jeher (bereits im Alten Testament) als Schutzpatron der Reisenden.

Im Achtal angekommen, versammelt sich die weihnachtlich gestimmte “Frohschar” um einen großen, hell erleuchteten Christbaum, wobei die Volkstänzer der Zusammenkunft einen würdigen Rahmen und Ablauf verleiht (siehe Fotos).phoca_thumb_l_111218078_b_beim%20feuer phoca_thumb_l_111218068_b_weihnachtslieder

 

 

 

 

 

 

Die Teilnehmer singen Advents- und Weihnachtslieder, lauschen feierlichen Gedichten, zudem spielen einige Musikanten (siehe Foto)   –  und manchmal gibts auch eine Tanzaufführung, diesmal sogar einen stimmungsvollen Fackeltanz.

Die winterliche Waldweihnacht endet mit dem “gemütlichen Beisammensein” bei Gebäck und Glühwein bzw. Punsch für die Kinder in einer Holzhütte neben dem Christbaum.  phoca_thumb_l_111218064_b_kblestadel-ach

Also insgesamt eine sagenhaft gute Idee und Ausführung, die noch möglichst viele Nachahmer in Gruppen und Vereinen, aber auch in Pfarrgemeinden finden sollte!

Weitere Fotos und Infos: http://www.albverein-bergatreute.de/index.php?option=com_phocagallery&view=category&id=23:ww&Itemid=26


Aktueller Newsticker – die Satire am Sonntag

Hamburg: Die Gemeinschaft für Toleranz und Friedlichkeit zeigt sich vom aktuellen globalen Trend des Christentums alarmiert. Man sei in großer Sorge über die weltweite Ausbreitung des Christentums. Leider seien nicht alle Gebiete der Erde so fortschrittlich wie Europa, wo die Mehrheit gelernt habe, daß ein Leben ohne Gott viel besser sei. Geradezu dramatisch sei der Verfall in die Religiösität in asiatischen Ländern. Wenn in Ländern wie China weiterhin so viele Menschen Christen würden, verkomme der Staat noch zu einem Hort von Intoleranz und Unfreiheit. imm012_10A

Brüssel/Warschau: Die EU-Kommission für Toleranz, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Antidiskriminierung und Menschenwürde forderte die polnische Justiz auf, den Rechtsstreit gegen den Skandal-Musiker Adam Darski zu beenden und den Mann in Ruhe zu lassen. Zugleich sprach sie sich für die Verbreitung des Videos der Tat aus, denn damit könne Europa der ganzen Welt zeigen, wie Weltoffenheit, Liberalität und Toleranz funktioniere.

Brüssel: Die EU-Kommission für Toleranz, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Antidiskriminierung und Menschenwürde sprach sich für ein Verbot des Anti-Mohammed-Films aus. Ein solcher Film verletzte die religiösen Gefühle der Muslime und würde absichtlich eine Religion herabsetzen, womit ihre Unterdrückung und Haß gegen diese vorbereitet werde. Durch sein Verbot könne Europa der ganzen Welt zeigen, wie Weltoffenheit, Liberalität und Toleranz funktioniere.

New York: Gegen eine mögliche Seligsprechung Papst Pauls VI. regt sich Widerspruch. Die Human Sex Association erklärte in Richtung Rom, man möchte nachdrücklich darauf bestehen, Paul VI. nicht selig zu sprechen. Wer sich gegen [künstliche] Verhütung wende könne kein Menschenfreund sein, da nur so die Überbevölkerung verhindert, die Aids-Krankheit geheilt und die Menschenwürde gewahrt werden könne. Menschenfreundlichkeit im genannten Sinne sei aber das Zentralmerkmal von Seligkeit und deswegen könne man mit Sicherheit sagen, Paul VI. sei nicht selig.

Berlin: Die Gemeinschaft für eine Gleiche Kirche lobte Bundesfamilienministerin Schröder für ihren mutigen Einsatz für die Gleichberechtigung der Geschlechter auch in der Sphäre Gottes. Endlich habe mal ein_e Minister_in den Mumm bewiesen und klar gesagt, was Sache ist: Gott ist kein Mann.  –  Leider nehme aber Schröder weiterhin auf dunkelkatholische CSUler Rücksicht und habe Gott nur als Es bezeichnet. Das sei natürlich Unsinn, wo doch jeder weiß, daß Gott eigentlich eine Sie ist.

Quelle: Samstäglicher Newsticker

Maria ist die “Mutter unseres HERRN” – und deshalb “Gottesmutter”

Die meisten evangelischen Christen vermeiden den Ehrentitel “Gottesmutter” für die seligste Jungfrau Maria. Oft begründen sie dies damit, daß dieser Ausdruck in der Heiligen Schrift nicht zu finden sei. Doch dies trifft keineswegs zu. 

Abgesehen davon hat Martin Luther den Begriff “Gottesmutter” für die Madonna zeitlebens entschieden verteidigt. Es ist also durchaus “unlutherisch”, ihn bewußt zu vermeiden oder gar abzulehnen.

Da Christus der menschgewordene GOTT selbst ist, der göttliche Erlöser, die zweite Person der heiligsten Dreieinigkeit, ist seine Mutter logischerweise Gottesmutter. Advocata

Maria ist selbstverständlich nicht die Mutter der göttlichen Dreifaltigkeit, die ewig ist und keiner Mutter bedarf, sondern sie ist vielmehr ein Geschöpf des Höchsten   –  und wurde doch als sein edelstes Geschöpf zur Mutter des Heilands auserwählt.

Daher würdigt Elisabeth (die Mutter von Johannes dem  Täufer)  die Madonna als die “Mutter meines HERRN”.

Da der Ausdruck “HERR” (Kyrios) in der Heiligen Schrift allein für GOTT vorkommt, bedeutet dies nichts anderes als “Gottesmutter”. Dieser kirchliche Ehrentitel für Maria ist also eindeutig biblisch belegt.

Betrachten wir nun den entspechenden Abschnitt im Lukas-Evangelium 1,39-45, der am heutigen vierten Advent-Sonntag in den katholischen Gottesdiensten vorgelesen wurde:

Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg
und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.
Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme:
Gesegnet bist du unter den Frauen –  und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, daß die Mutter meines HERRN zu mir kommt?
In jenem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte,
hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der HERR ihr sagen ließ.
 
                                                                                                                                                                                                                                                               Foto: Paul Badde

ER wird ihr Hirte sein in der Kraft des HERRN

Messianische Prophetie des Alten Testamentes, Buch Micha 5,1-4:

Aber du, Betlehem-Efrata, so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Sein Ursprung liegt in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen.   bethlehem-stall-geburt-christi
Darum gibt der HERR sie preis, bis die Gebärende einen Sohn geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder heimkehren zu den Söhnen Israels.
Er wird auftreten und ihr Hirte sein in der Kraft des HERRN, im hohen Namen Gottes. Sie werden in Sicherheit leben; denn nun reicht seine Macht bis an die Grenzen der Erde.  Und er wird der Friede sein.


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