Die endgültige Offenbarung des Höchsten: “Zuletzt hat ER gesprochen durch seinen Sohn”

Brief an die Hebräer 1,1-5:

Viele Male und auf vielerlei Weise
hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;
zuletzt aber hat ER zu uns gesprochen durch den Sohn,
den ER zum Erben des Alls eingesetzt und durch den ER auch die Welt erschaffen hat;
 
ER ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens;
ER trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Erlösung von den Sünden bewirkt
und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;
ER ist um so viel erhabener als die Engel,
wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.

 


Gottes Sohn ist Mensch geworden und hat unter uns gewohnt

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PROLOG des Johannes-Evangeliums 1,1-18:

Im Anfang war das Wort
und das Wort war bei Gott
und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden,
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
 
In ihm war das Leben  - 
und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis,
und die Finsternis hat es nicht erfaßt.
 
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war;
sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht,
damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
 
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden,
aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
 
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht,
Kinder Gottes zu werden,
allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches,
nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
 
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt,
und wir haben seine Herrlichkeit gesehen,
die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit.
 
Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief:
Dieser war es, über den ich gesagt habe:
Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben,
die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
 
Niemand hat Gott je gesehen.
Der Eingeborene, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht,
er hat Kunde gebracht.

Friedrich Schiller in “Maria Stuart” über den Papstsegen vor vielen Jahrhunderten

“Als ich den Papst drauf sah in seiner Pracht, das Hochamt halten und die Völker segnen…”

Am heutigen Weihnachtsfest spendete Papst Benedikt als Oberhaupt von über einer Milliarde Katholiken seinen feierlichen Segen “urbi et orbi” (der Stadt und dem Erdkreis) im Namen des dreieinigen Gottes.

In den Dramen des Dichterfürsten Friedrich Schiller stehen oftmals katholische Helden im Mittelpunkt, obwohl Schiller selber zeitlebens evangelisch war.

Auch in “Maria Stuart”, einem seiner reifsten Theaterstücke, ist eine katholische Königin in ihrer Tragik und in ihrer Glaubensstärke das Zentrum des Dramas.

Bereits im ersten Teil berichtet der tatendurstige Konvertit Mortimer, wie er den Weg zur katholischen Kirche gefunden hat. Doch geben wir hierzu Schiller selbst das Wort und lassen Mortimer sprechen:

Mortimer:

Ich zählte zwanzig Jahre, Königin,
in strengen Pflichten war ich aufgewachsen,
in finsterem Haß des Papsttums aufgesäugt,
als mich die unbezwingliche Begierde
hinaustrieb auf das feste Land. Ich ließ
der Puritaner dumpfe Predigtstuben,
die Heimat hinter mir; in schnellem Lauf
durchzog ich Frankreich, das gepriesene
Italien mit heißem Wunsche suchend.

Es war die Zeit des großen Kirchenfests,
von Pilgerscharen wimmelten die Wege,
bekränzt war jedes Gottesbild; es war,
als ob die Menschheit auf der Wandrung wäre,
wallfahrend nach dem Himmelreich. – Mich selbst
ergriff der Strom der glaubensvollen Menge
und riß mich in das Weichbild Roms  –
wie ward mir, Königin!

Als mir der Säulen Pracht und Siegesbogen
entgegenstieg, des Kolosseums Herrlichkeit
den Staunenden umfing, ein hoher Bildnergeist
in seine heitre Wunderwelt mich schloß!

Ich hatte nie der Künste Macht gefühlt:
Es haßt die Kirche, die mich auferzog,
der Sinne Reiz; kein Abbild duldet sie,
allein das körperlose Wort verehrend.

Wie wurde mir, als ich ins Innere nun
der Kirchen trat und die Musik der Himmel
herunterstieg und der Gestalten Fülle
verschwenderisch aus Wand und Decke quoll,

Das Herrlichste und Höchste, gegenwärtig,
vor den entzückten Sinnen sich bewegte;
als ich sie selbst nun sah, die Göttlichen,
den Gruß des Engels, die Geburt des HERRN,
die Heil’ge Mutter, die herabgestiegene
Dreifaltigkeit, die leuchtende Verklärung.

Als ich den Papst drauf sah in seiner Pracht
das Hochamt halten und die Völker segnen.
O, was ist Goldes, was Juwelen Schein,
womit der Erde Könige sich schmücken!
Nur er ist mit dem Göttlichen umgeben.
Ein wahrhaft Reich der Himmel ist sein Haus,
denn nicht von dieser Welt sind diese Formen.


Regensburg: Pontifikalamt im Dom zum Hochfest der Geburt Christi

Im vollbesetzten Dom St. Peter feierte Weihbischof Reinhard Pappenberger mit den Gläubigen das Pontifikalamt zum Hochfest der Geburt des HERRN.

Die Regensburger Domspatzen gestalteten unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner die Meßfeier musikalisch. Domorganist Prof. Josef Stoiber spielte die Orgel.

In seiner Predigt nahm der Weihbischof Bezug auf die Krippe der Kathedrale am Ursula-Altar:  Weihnachtsfeiertag 25 Predigt WB Pappenberger

„Da stimmt etwas nicht, mag sich mancher angesichts der Krippe in der Kathedrale denken. Haben sie die Hirten vergessen? Seit Weihnachten 2008 sind im Baldachin des Ursula-Altares die spätbarocken Figuren der Heiligen Familie und der höfisch eleganten Könige aufgestellt. Ursprünglich für das Damenstift Obermünster geschaffen, waren diese Krippenfiguren nach der Säkularisation im Besitz des Bischöflichen Knabenseminars, und kamen schließlich nach der Restaurierung aus dem Diözesan-Museum in den Hohen Dom.

Das Fehlen der Hirten mag uns nachdenklich machen für das Anstößige, das in der Weihnachtsbotschaft liegt:

Da ist ja der Hirte! In der Krippe liegt er, von dem der Prophet Micha voraussagte, aus Betlehem werde hervorgehen, der Israel weiden soll.

Im Bild des Guten Hirten wird die Kirche das Geheimnis des Menschgewordenen deuten: Den Sohn Gottes leidet es nicht im Himmel; er kann den Menschen in seiner Not nicht stehen lassen. Er steht selber auf, verlässt die Herrlichkeit,  um das verlorene Schaf zu finden. Er lädt es auf die Schulter, „er trägt unser Menschsein, er trägt uns  –  er ist der wahre Hirt, der für uns sein Leben gibt“ (Benedikt XVI.).

Von Geburt an gehört er nicht dem Bereich dessen zu, was in der Welt wichtig und mächtig tut. Zur Krippe kommen heißt, wie die Könige weggehen von dem, was alle angeblich denken und wollen, bedeutet ins Licht der Wahrheit über unser Leben treten, hilft im Menschsein stimmig zu sein.  Weihnachtsfeiertag 25 Krippe

Die Macht des Christkinds besteht darin, unser zu Machtspielen neigendes Herz zu „wandeln“ und uns in seiner Nachfolge zu „Hirten“, zu „Behütern füreinander“ zu machen. Das ist eine verantwortungsvolle „königliche“ Aufgabe für uns alle.

Wer vor das Kind in der Krippe tritt, wird herausgefordert. Sein Königtum heißt Hirtesein. Er liebt uns bis zum Äußersten und zeigt uns auf, was wir alle sein können mit Gottes Hilfe: Hirte sein. Behüter für Andere sein.

So hat auch unser künftiger Bischof, Prof. Dr. Rudolf Voderholzer in seiner ersten Begegnung im Regensburger Dom gebetet:

„Gott, du unser Hirte von Ewigkeit her,in deiner Treue zu uns Menschen führst du die Kirche in Liebe und teilst in ihr Dienste und Ämter zu. Hilf mir,als guter Hirte im Auftrag Christi deine Herde zu leiten.“ 

Wir alle wollen ihm dabei helfen, diesen Worten Taten folgen zu lassen“, so der Weihbischof.

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Der Lobgesang des Priesters Zacharias: Das BENEDICTUS-Gebet

Der Lobgesang des alttestamentlichen Priesters Zacharias (Lk 1,68-79) beginnt mit den Worten “Gepriesen sei der HERR”  – daher entstand der Name “Benedictus” ( = Gepriesen) für dieses erhabene Gebet, das die Heilsgeschichte des Ewigen ebenso knapp wie wunderbar zusammenfaßt.

Das Benedictus ist ins amtliche liturgische Morgengebet (Laudes) der Kirche eingegangen. So beginnt für die kath. Kirche der Tag mit den Worten des Vaters von Johannes dem Täufer: “Gepriesen sei der HERR”:

Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels!
Denn ER hat sein Volk heimgesucht und ihm Erlösung bereitet.   weihnachten-maria-jesuskind
ER hat uns ein Horn des Heils aufgerichtet
im Hause Davids, seines Knechtes,
wie ER verkündet hat von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten,
um uns Rettung zu schaffen vor unseren Feinden 
und aus der Hand derer, die uns hassen.
 
Barmherzigkeit zu üben an unseren Vätern 
und seines heiligen Bundes zu gedenken, des Eides,
den ER unserem Vater Abraham geschworen hat,
uns zu verleihen, daß wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde,
ohne Furcht ihm dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit
all unsere Tage.
 
Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten genannt werden;
denn du wirst dem HERRN vorangehen, zu bereiten seine Wege,
um seinem Volk die Erkenntnis des Heiles zu schenken
in der Vergebung seiner Sünden,
durch das innige Erbarmen unseres Gottes,
mit dem ER uns besuchen wird als Aufgang aus der Höhe,
zu leuchten denen, die in Finsternis und in Todesschatten sitzen  - 
und unsere Füße zu lenken auf den Weg des Friedens.


Regensburg: 2000 Gläubige feiern mit Weihbischof Reinhard Pappenberger die Christmette im Dom St. Peter

Rund 2000 Gläubige sind in der Nacht des 24. Dezembers 2012 in den Hohen Dom zu Regensburg gekommen, um mit Weihbischof Reinhard Pappenberger in der traditionellen Christmette die Geburt Christi zu feiern.

Christbäume mit Kerzenschein und Strohsternen schmückten den Altarraum festlich. Die Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner sangen u.a. die Missa brevis „Cantate Domino“ sowie „Machet die Tore weit“. Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber spielte an der Orgel.   Christmette Dom 2012

Nach der feierlichen Pontifikalmesse verweilte das Kirchenvolk  noch auf dem Domplatz, um sich gegenseitig gesegnete Weihnachten zu wünschen.

In seiner Predigt bezog sich der Weihbischof auf die Darstellung der Geburt Christi in der Sailerkapelle des Regensburger Doms:

„Seit zweitausend Jahren sprechen Generationen von Christen „Betlehem“ mit tiefer Ergriffenheit und großer Freude aus. Wie die Hirten und die Könige sind auch wir in dieser Christnacht gekommen, um uns vor dem Kind in der Krippe einzufinden. Staunend und anbetend stehen wir vor dem Wunder, das geschehen ist: Das ewige Wort, Gott von Gott, Licht vom Licht, ist Mensch geworden!

Die daraufhin in der Heiligen Nacht von Engeln besungene Freude ist nicht Vergangenheit. Sie erfüllt auch unsere Gegenwart und Zukunft.

„Da ist ja immer Weihnachten!“  -  Mit dieser Feststellung hat drüben in der Sailerkapelle ein Kind bei einer Begegnung mit unserem Bischof em. Gerhard Ludwig die Anwesenden überrascht. Ja, der Dom ist eine Weihnachtskirche.

Dort, wo der erste Altar der gotischen Kathedrale geweiht wurde, befindet sich über dem Tabernakel eine Darstellung der Geburt des Herrn. Der Regensburger Hans Kranzberger hat es 1838 gemalt. Das Weihnachtsbild und der Tabernakel erinnern jeden, der in den Dom kommt: Christ, der Retter ist da!

Jeden Tag  im Jahr sind Besucherströme fasziniert von der Schönheit der jahrhundertealten Bischofskirche mit ihren Kunstwerken. Dieses Angerührtwerden durch Edles und Kostbares ist etwas wichtiges, gerade für unsere Zeit. Aber es ist nicht das eigentliche Ziel des Ganzen.

Wir sollen uns durch die Botschaft dieses Raumes, ob verkündet, gesungen, gemalt oder in Stein gemeißelt dahin führen lassen, zu sehen und zu begreifen: Hier ist Betl-hehem, d.h. „Haus des Brotes“. Wenn wir Eucharistie feiern, Christus empfangen, sind wir in Betlehem –  in dieser Weihnacht und immer.“

Quelle (Text/Foto):
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2 / 93047 Regensburg

Fon: 0941/597-1061    Fax: 0941/597-1063
Email: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


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