Steinzeitkommunismus in Nordkorea: Keine Verbesserungen für Christen in Sicht

Knapp ein Jahr nach dem Amtsantritt des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-Un hat sich die Lage der verfolgten Christen im Land nicht verbessert. Dies berichtet die christliche Hilfsorganisation „Open Doors“ in einer Pressemitteilung vom heutigen Donnerstag.

Der Verein kritisiert, daß der neue “Führer” Kim zwar einige Reformen eingeleitet, aber keine grundlegende Änderungen des totalitären Regimes erwirkt habe.

Der Nachfolger von Kim Jong-Il erlaube es Frauen zwar, z.B. in der Öffentlichkeit Hosen zu tragen. Jedoch gehe es dem Herrscher in erster Linie um die Sicherung seines Regimes, heißt es in der Mitteilung.

Christen, die Flüchtlingen helfen, würden ausspioniert und überwacht. Außerdem würden Gläubige weiterhin systematisch gefoltert und dazu gezwungen, Gleichgesinnte zu verraten, schreibt „Open Doors“. 


Margot Käßmann und Luthers Exkommunikation – die Ex-Bischöfin glänzt durch Unwissenheit

Verständigung ist keine Einbahnstraße!

Derzeit liest man allenthalben, daß die evangelische Ex-Bischöfin Margot Käßmann von der katholischen Kirche “erwartet”, daß bis zum Reformations-Jubiläumsjahr 2017 die Exkommunikation Martin Luthers aufgehoben wird.

Zur Bekräftigung fügte die prominente Protestantin am vergangenen Montag gegenüber dem “Mannheimer Morgen” hinzu: “Das fordern ja auch Katholiken wie etwa Hans Küng”.

Und wenn ein   -  von der katholischen Kirche zudem seit langem amtsenthobener   -  Theologe wie Küng etwas verlangt, dann kann das wohl nur klug und richtig sein?

Umgekehrt wird freilich ein Schuh draus: Eine Rücknahme der Exkommunikation ist nicht einmal logisch möglich, geschweige theo-logisch sinnvoll. Das gilt nicht allein für Luther, sondern grundsätzlich für alle Verstorbenen, die zu Lebzeiten exkommuniziert waren.

Wieso? Weshalb? Warum?

Ganz einfach: Wenn die Kirche ein Mitglied exkommuniziert, dann hat das nichts mit einer “Verfluchung”  zu tun, damit ist auch keine “Verdammung” fürs Jenseits ausgesprochen, sondern der Betreffende wird vielmehr aus der “Communio” -  der kirchlichen Sakramentengemeinschaft  – ausgeschlossen.

Er darf also nicht mehr an den Sakramenten teilnehmen und z.B. keine kirchlichen Ehrenämter bekleiden. (Er darf aber selbstverständlich an Gottesdiensten, Andachten und hl. Messen teilnehmen, aber nicht zum Tisch des Herrn gehen.)

Die Mitgliedschaft in der irdischen Kirche endet mit dem Tod

Foto: Petrusbruderschaft

Foto: Petrusbruderschaft

Nun hört die Mitgliedschaft in der irdischen, der sog. “streitenden” Kirche mit dem Tod bekanntlich auf. Also kann die Kirche  nach dem Tod niemanden exkommunizieren  – und daher logischerweise auch keine Exkommunikation aufheben, somit auch nicht Luthers Exkommunikation.

Die kirchliche “Jurisdiktion” (also die Ausübung des Hirtenamtes und diverser Vollmachten) ist nämlich auf die irdischen “Schäflein” beschränkt.

Für das Jenseits verfügt die Kirche  -  wie sie selber lehrt  -  nicht über “kirchenrechtliche” bzw sakramentale Befugnisse. Auch die Gebete der Gläubigen, hl. Messen und Ablässe für Verstorbene können daher “nur” fürbitthalber wirksam werden, denn das “Reich der Toten” liegt in Gottes Hand, es liegt buchstäblich “jenseits” der “Schlüsselgewalt” der irdischen Kirche.

Also: Die katholische Kirche  k a n  n  die Exkommunikation für Luther nicht aufheben und nicht “widerrufen”, selbst wenn sie es wollte.

Abgesehen davon würde ein solcher Vorgang wohl an den nach wie vor bestehenden Lehr-Unterschieden zwischen der katholischen Kirche und den protestantischen Konfessionen nichts ändern.

Bevor “Luther-Botschafterin” Käßmann, Küng und Konsorten also ihre umwerfenden “Forderungen” stellen, sollten sie sich erst einmal schlau machen,  was eine Exkommunikation überhaupt bedeutet, nämlich den Ausschluß aus der kirchlichen Sakramentengemeinschaft.

Man darf jedenfalls davon ausgehen, daß Luther wohl kaum aus dem Jenseits zurückkehrt, um wieder in den Genuß der kirchlichen “Communio” zu gelangen bzw die katholischen Sakramente zu empfangen…

Ein gewisses Mindestmaß an kirchenrechtlicher und ecclesiologischer Sachkenntnis sollte man von der theologischen Prominenz eigentlich erwarten können.  -  Aber offenbar hält sich die Luther-Botschafterin für unglaublich gebildet, zumal in “ökumenischer” Hinsicht:

Als katholische Blogger der damaligen Landesbischöfin im Jahre 2005 einen katholischen Katechismus zuschickten, da sie sich zuvor ignorant zum Thema “Ablaß” geäußert hatte und die katholische Lehrauffassung dazu falsch darstellte, gab es folgende Reaktion aus ihrem Büro:

Durch Ute Neveling-Wienkamp ließ Margot Käßmann am 7. September 2005 ausrichten:

“Sie können davon ausgehen, dass Frau Dr. Dr. h.c. Käßmann sich in ökumenischen Fragen gut auskennt und Ihrer Nachhilfe an dieser Stelle nicht bedarf. Aus diesem Grunde erhalten Sie den Katechismus, wie Sie sehen, zurück. Sie werden dafür sicherlich eine andere Verwendung finden.”

Abgesehen davon:

Wenn die evangelische Seite ihre “Forderungen” an die katholische Kirche stellt, dann kann das auch mal umgekehrt laufen:

Es wäre sicherlich sinnvoll, wenn sich evangelische Kirchenvertreter beispielsweise von Luthers zahlreichen anti-katholischen Tiraden distanzieren, von seinen Schimpf-Attacken gegen die heilige Messe oder auch von seiner Schrift “Wider das Papsttum zu Rom, vom Teufel gestiftet” und weiteren unfreundlichen Pamphleten dieser Art bzw. Unart.

Verständigung und ökumenischer Dialog sind eben durchaus keine Einbahnstraße!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

DIESER ARTIKEL wurde auch in der medienkritischen und faktenstarken JOURNALISTENWATCH veröffentlicht: http://journalistenwatch.com/cms/2012/12/29/margot-kasmann-und-luthers-exkommunikation-die-ex-bischofin-glanzt-durch-unwissenheit/


Über 100.000 Christen wurden 2012 weltweit wegen ihres Glaubens ermordet

2012 war ein schreckliches Jahr für viele Christen: 105.000 Gläubige wurden wegen ihres Glaubens ermordet.

Dies sagt der italienische Jurist und Soziologie-Professor Massimo Introvigne (siehe Foto), im Interview mit Radio Vatikan. Der OSZE-Beobachter für Religionsfreiheit erklärt:  1_0_650880

„Den besten Überblick über die aktuelle Statistik der Christenverfolgungen hat wahrscheinlich das von David Barret in den USA gegründete Zentrum. Demnach wurden auch im Jahr 2012 wieder sehr viele Christen wegen ihres Glaubens getötet – um genau zu sein 105.000. Das heißt: Alle fünf Minuten stirbt ein Christ. Das ist wirklich extrem erschreckend.”

Es gebe sehr viele Teile der Welt, in denen Christen gefährdet seien. Ganz besonders gelte dies für folgende Regionen:

„Brenzlig wird es für Christen in all den Ländern, in denen der islamische Fundamentalismus sehr präsent ist, wie in Nigeria, Somalia, Mali, Pakistan und bestimmten Teilen Ägyptens.

Auch in Ländern, die stark kommunistisch geprägt sind  -  wie Nordkorea –  oder Ländern mit sehr starken Traditionen ist es für Christen schwierig. Dort werden Christen als Verräter der Landestraditionen oder des Staates angesehen.

Zum Teil ist es in diesen Ländern für Christen schon zu einem Risiko geworden, in die Kirche zu gehen  -  zum Beispiel in Nigeria. Dort wurden erst kürzlich wieder Kinder beim Besuch des Katechismus ermordet.”

Auch in Pakistan, wo das Blasphemiegesetz für sehr viele Festnahmen und auch Todesurteile gegen Christen sorgen, ist die Lage der Gläubigen sehr kritisch. Hinzu kommen Lynchmorde aufgebrachter Massen:

„Wir dürfen die Exekutionen und die Lynchjustiz nicht vergessen. Manchmal ist es die aufgebrachte Menge selbst, die von irgendeinem Prediger aufgehetzt, den Angeklagten ermordet, noch bevor er verurteilt wurde. In Pakistan gibt es leider sehr viele solcher Fälle.“

Doch woher kommt dieser Haß auf die Christen?   -  Hierzu erklärt Professor Introvigne:

„Einerseits gibt es die blutige Christenverfolgung, wo Menschen qualvoll ermordet werden. Sie kommt von speziellen Ideologien, zum Beispiel aus dem radikalen islamischen Fundamentalismus. Dann gibt es aggressive Formen von Ethno-Nationalismen oder Überbleibsel aus der alten kommunistischen Ideologie.“

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


ZDF-Sendung zu Weihnachten bestand aus “geradezu albernen Vermutungen”

Von Dr. Christoph Heger

Beschwerdebrief an das ZDF

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

Ihre Sendung „Das Geheimnis der Geburt Jesu“ war leider eine ärgerliche wissenschaftliche Dünnbrett-Bohrerei  –  ausgerechnet am 25.12.2012.

1. Die Mutter Jesu keine Jungfrau? Von wegen Übersetzungsfehler – das hebräische Wort `almah in Jes 7,14 hat im gesamten AT nie eine andere Bedeutung als “junges Mädchen vor der ersten Begegnung mit dem Mann”, also genau das, was mit “Jungfrau” bezeichnet wird. Die (jüdischen) Übersetzer des AT ins Griechische (in die sog. Septuaginta) haben das völlig richtig mit dem griechischen Wort für “Jungfrau”, nämlich “parthénos”, übersetzt. Das bestätigt auch widerwillig der spätere jüdische Talmud, der Jesus eine uneheliche Geburt bescheinigt.  6a40d593df - Kopie

2. Die Behauptung, Maria habe weitere Kinder geboren, weil im Evangelium von Brüdern und Schwestern Jesu gesprochen wird, ist ein alter Hut, schon aus der Antike bekannt  –  wie auch die Gegenargumente: daß es im Aramäischen kein Wort für „Vetter“ usw. gibt, daß Jesus am Kreuz seine Mutter dem Apostel Johannes anvertraut usw.

3. Jesus sei nicht in Bethlehem geboren? Merkwürdigerweise wird in der antiken (jüdischen und heidnischen) antichristlichen Polemik die Geburt Jesu in Bethlehem nicht bezweifelt. Die Umstände (Jesu nicht bezweifelte davidische Herkunft und damit Bezug zu Bethlehem) sprechen klar dafür.

4. Bethlehemitischer Kindermord eine Erfindung, weil bei Flavius Josephus nicht erwähnt? Lächerlich! Ein solches argumentum e silentio gilt in anderen Zusammenhängen als strafbare Volksverhetzung.

Dieselbe Redaktion, die sich nicht genug tun kann in der Erklärung der historischen Unglaubwürdigkeit der Evangelien, ergeht sich in teils geradezu albernen Vermutungen über den historischen Ablauf usw.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Heger

Dr. Christoph Heger
Kielsberg 43
51491 Overath

 


Die “Süddeutsche Zeitung” agitiert mit der Fundi-Keule gegen katholische Konservative

Die als linkslastig seit Jahrzehnten bekannte “Süddeutsche Zeitung” veröffentlichte am gestrigen Mittwochabend (26.12.) in ihrer online-Ausgabe wieder einen typisch faktenschwachen Rundumschlag.

Unter dem Titel “Folgen der kreuz.net-Abschaltung   –   Die Fundamentalisten-Meute zieht weiter” werden reihenweise lächerliche Anschuldigungen und unbewiesene Unterstellungen dargeboten:

Rudolf Neumaier schreibt in dieser Tageszeitung aus München gleich eingangs: “Das Internetportal kreuz.net ist Geschichte”  -  schön wäre es, doch woher will der Journalist das wissen? Verfügt er über höhere Erleuchtungen oder gar hellseherische Talente?

Selbst der kirchenfeindlich geprägte Wortführer der Anti-kreuz.net-Kampagne, Dr. David Berger, äußerte mehrfach in Interviews, er halte es für wahrscheinlich, daß die Hintermänner des anonymen Schmuddelportals sich in einem anderen Gewand bzw. Webtitel neu präsentieren werden.

Gloria-TV und kath.net im Visier der SZ-Gesinnungsjäger

Sodann kommt der SZ-Autor gleich zur Sache mit seiner Verunglimpfung katholischer Konservativer:Diesmal werden die privat von Katholiken betriebenen Webseiten “kath.net” und “Gloria-TV” attackiert.  Man muß sicherlich nicht allem zustimmen, was in den beiden Internetpräsenzen veröffentlicht wird, doch vom Radauportal “kreuz.net” sind sie gleichwohl um Lichtjahre entfernt.

Dennoch poltert die SZ munter drauflos: “Homophobe Hetzer haben längst andere Plattformen gefunden: Weil Webmaster keine klaren Grenzen setzen und die Kirche wieder nur zusieht, rütteln Extremisten weiter an den Normen.”

Nun wüßte man gerne, welche fürchterlich “homophoben” und “extremistischen” Hetz-Artikel denn auf den beiden attackierten Nachrichtenseiten bislang erschienen sind? Haben wir da vielleicht etwas Schlimmes übersehen?

Glatte Fehlanzeige: Der Herr Verfasser kann schlicht keinen einzigen Artikel vorweisen. Er präsentiert stattdessen für kath.net und Gloria-TV jeweils einen Leserkommentar (!)  als “Beleg” -  vermutlich hat er lange danach suchen müssen.

Neumaier zeigt sich empört und schreibt: “Und auf kath.net, einem Portal, das sich betont seriös gibt, finden Katholiken mit solchen Meinungen Platz: “Die Homo-Gesetzgebung in Europa schadet zuerst den Homosexuellen selbst, weil sie sie in ihrer Verirrung noch einzementiert.”

Nicht auszudenken, daß solch eine schröckliche Lesermeinung bei kath.net das Licht der online-Welt erblicken durfte!

Sogar eine fromme Grußformel erregt den Argwohn der SZ

Betreff Gloria-TV macht sich der Autor gar noch lächerlicher: 

“Ihre Klientel, die in den täglichen Nachrichten mit dem Traditionalisten-Gruß “Laudetur Iesus Christus” empfangen wird, hält sich für sehr katholisch, und von kirchlicher Seite gibt es dagegen noch keinen Widerspruch.”

Wogegen sollte denn die “kirchliche Seite” protestieren? Etwa gegen den sogenannten “Traditionalisten-Gruß”, der keiner ist und der  lautet: “Laudetor Iesus Christus” (= Gelobt sei Jesus Christus).

Dies ist ein seit Jahrhunderten bekannter katholischer Gruß, wie man sogar in “Wikipedia” nachlesen kann (“Gruß unter katholischen Christen”). Zudem handelt es sich seit jeher um den Wahlspruch von Radio Vatikan.   -  Was soll nun an diesem Gruß “traditionalistisch” sein?  Die Lösung dieses Rätsels verrät uns die SZ leider nicht.

Nach dieser mehr als dünnen Faktenlage gibt sich der SZ-Redakteur freilich umso rabiater: “Der katholische Spuk geht weiter, und die Kirche schaut wieder zu, wie Extremisten an den Normen rütteln.”

An welchen “Normen”  -  denen der “political correctness” bzw. jenen der “Süddeutschen Zeitung”? 

Gelten diese nicht näher definierten “Normen” linker Gesinnungspolizisten jetzt als neues Superdogma von Zeitgeistes Gnaden bzw. Ungnaden?!  – Wer daran “rüttelt”, betreibt also “katholischen Spuk”?    – Sieht so etwa die vielgepriesene Toleranz aus, der gern zitierte “herrschaftsfreie Diskurs”?

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
DIESER ARTIKEL wurde zudem veröffentlicht in den beiden medienkritischenWebseiten SÜDWATCH und JOURNALISTENWATCH:  http://www.suedwatch.de/blog/?p=9800
http://journalistenwatch.com/cms/2012/12/28/die-suddeutsche-zeitung-agitiert-mit-der-fundi-keule-gegen-katholische-konservative/
Zudem in Gloria-TV: http://de.gloria.tv/?media=377442

 


Erzbischof Müller über sein Elternhaus, sein Studium und sein Hineinwachsen in den Glauben der Kirche

In der vatikanischen Wochenzeitung “Osservatore Romano” (Nr. 30/2012) wurde ein ausführliches Interview mit Erzbischof Gerhard Ludwig Müller  -  dem früheren Oberhirten von Regensburg  -  veröffentlicht. Dem Chef der römischen Glaubenskongregation wurde dabei auch die folgende Frage gestellt:

“Man hat viel über Sie als neuen Präfekten geschrieben, jedoch viel interessanter ist Ihre Selbstbeschreibung. Möchten Sie uns etwas über sich erzählen, über Ihre Familie, Ihre Studien, die Wahl zum Priesteramt, Ihre Erfahrungen als Gelehrter und Theologieprofessor, als Bischof?”

Hier die Antwort des Glaubenspräfekten: 

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg

 

“Mein Vater war fast vierzig Jahre lang einfacher Arbeiter in der OPEL-Firma in Rüsselsheim. In der Nähe wohnten wir, in Mainz-Finthen, einem kleinen Ort, der von den Römern gegründet worden ist. Dort gibt es heute noch Reste eines römischen Aquädukts.

Insofern ist unsere Grundprägung römisch. Man ist sich in Mainz dessen noch sehr bewußt  -  und wir sind stolz darauf. Es hat uns geprägt, mitten in Deutschland einen romanischen Horizont zu haben. Wenn man katholisch ist, verbindet sich das ja automatisch.

Meine Mutter war Hausfrau. Ich bin meinen Eltern dankbar, daß sie uns Kinder ganz normal menschlich erzogen haben, ohne Übertreibungen in diese oder jene Richtung.

So wuchsen wir in den katholischen Glauben und in die Glaubenspraxis hinein, in die richtige Mischung von Freiheit und Bindung mit klaren Grundsätzen. Da stimme ich bis zum heutigen Tag voll mit meinen Eltern überein.

Dann folgte das Theologiestudium. Dabei habe ich mir eine vertiefte Dimension des Glaubens zu eigen gemacht. Für meine Entscheidung zum Priestertum war wichtig, daß ich immer wieder Priestern begegnet bin, die ein vorbildliches geistliches Leben mit einem intellektuellen Anspruch führten.

Insofern gab es für mich nie einen Gegensatz zwischen Priestersein und Studium. Ich war immer davon überzeugt, daß der katholische Glaube den höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt und wir uns nicht zu verstecken haben. Die Kirche hat viele große Gestalten in der Geistesgeschichte vorzuweisen.

Deshalb können wir uns ganz zuversichtlich den großen Herausforderungen der Naturwissenschaft, der Geschichte, der Soziologie, der Politik stellen. Der Glaube ist geprägt durch die größte geistige Weite.

Er ist ein personales Verhältnis zu Gott, der alle Schätze der Weisheit in sich trägt. Deshalb ist unsere endliche Vernunft immer dynamisiert auf den unendlichen Gott hin. Deshalb können wir immer dazulernen, immer tiefer den Reichtum der Offenbarung verstehen, können sie nie ausschöpfen.

Als Bischof habe ich gegenüber den Seminaristen oft betont, daß die Identität einer priesterlichen Berufung die Begegnung mit authentischen Priestern braucht. Der Glaube beginnt bei den personalen Begegnungen, angefangen bei den Eltern, Priestern, Seelsorgern, Freunden  –  in der Pfarrei, der Diözese, in der großen Familie der Weltkirche.

Er braucht nie die intellektuelle Auseinandersetzung zu scheuen, wir haben keinen blinden Glauben, aber der Glaube darf auch nicht rationalistisch verkürzt werden.

Ich wünsche jedem ähnliche Erfahrungen, wie ich sie machen durfte: daß man sich einfach ganz problemlos mit dem katholischen Glauben identifiziert, ihn praktiziert. Das ist wunderbar.”

Quelle (Text/Foto) und vollständiges Interview hier: http://www.bistum-regensburg.de/download/borMedia1675405.PDF


“Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns”

Aus der heutigen liturgischen Lesung der Kirche: Psalm 97 (96),1-2.5-6.11 f.:

Der HERR ist König. Die Erde frohlocke!
Freuen sollen sich die vielen Inseln.
Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel,
Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns.
Berge schmelzen wie Wachs vor dem HERRN,
vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt.
 
Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel,
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.
Ein Licht erstrahlt den Gerechten
und Freude den Menschen mit redlichem Herzen.
Ihr Gerechten, freut euch am HERRN
und lobt seinen heiligen Namen!


“Was wir mit unseren eigenen Augen gesehen haben, das verkünden wir euch!”

Erster Johannesbrief 1,1-4:

Was von Anfang an war, was wir gehört haben,
was wir mit unseren Augen gesehen,
was wir geschaut und was unsere Hände angefaßt haben,  media-80458-2
das verkünden wir: das Wort des Lebens.
 
Denn das Leben wurde offenbart;
wir haben gesehen und bezeugen euch das ewige Leben,
das beim Vater war und uns offenbart wurde.
 
Was wir gesehen und gehört haben,
das verkünden wir auch euch,
damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt.
Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater
und mit seinem Sohn Jesus Christus.
 
Wir schreiben dies, damit unsere Freude vollkommen ist.

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