BITT-Gebet zum NEUEN JAHR von Lothar Zenetti

Behüte, HERR, die ich dir anbefehle,
die mir verbunden sind und mir verwandt.
Erhalte sie gesund an Leib und Seele
und führe sie an deiner guten Hand.

Sie alle, die mir ihr Vertrauen schenken
und die mir soviel Gutes schon getan.
In Liebe will ich dankbar an sie denken,
o Herr, nimm dich in Güte ihrer an.

Um manchen Menschen mache ich mir Sorgen
und möchte helfen, doch ich kann es nicht.
Ich wünsche nur, er wär’ bei dir geborgen
und fände aus dem Dunkel in dein Licht.

Du ließest mir so viele schon begegnen,
so lang ich lebe, seit ich denken kann.
Ich bitte dich, du wollest alle segnen,
sei mir und ihnen immer zugetan.

Lothar Zenetti


Ein Kirchenlied zum Neuen Jahr: “Streck aus, o Gott, die milde Hand…”

 
1. Das alte Jahr vergangen ist, wir danken dir, Herr Jesus Christ,
ach, nimm sie an, die kurze Zeit, schenk uns dafür die Ewigkeit
 
2. Vernichte, was vom Bösen war, des Guten Frucht mach offenbar;
befrei´ die armen Seelen all, hol sie zu deiner Heilgen Zahl
 
3. Im neuen Jahr, nach deiner Treu uns wieder Hilf und Rat verleih,
daß alles, was wir fangen an, durch deine Gnad´ sei recht getan.
 
4. Streck aus, o Gott, die milde Hand auf unser liebes Vaterland,
und segne gnädig Land und Leut´, halt fern all Not und schwere Zeit.
 
5. Behüte uns im ganzen Jahr, vor allem Schaden uns bewahr;
gib jedem, HERR, den besten Teil und allen einst das ewge Heil!
 
6. Gelobt sei und gebenedeit die heiligste Dreifaltigkeit,
Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, von nun an bis in Ewigkeit!

Bamberger Kirchenlied nach Heinrich Bone

 


Ausstellung in Marburg über den Einfluß der Märchen auf die Alltagskultur

Die Ausstellung „Echt hessisch? Land  – Leben –  Märchen“ im Marburger Landgrafenschloß dokumentiert deutsche Alltagskultur mit Hilfe der Grimmschen Märchen.

So läßt zum Beispiel die berühmte Zwergenfrage “Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?” auf einen Wandel in der Tischkultur hin zum eigenen Teller und weg vom gemeinschaftlichen Topf in der Mitte des Tisches schließen.

Die Ausstellung ist bis zum 31.12.2014 zu sehen.   PICT0433

Die Brüder Grimm betonten den hessischen Ursprung der Märchen und deren Herkunft aus dem einfachen Volk; ingesamt gesehen ist der Ursprung dieser Märchen europäisch. 

„Wie nebenbei geben die Märchen Auskunft über das Leben und den Alltag im 19. Jahrhundert sowie die damaligen Wert- und Moralvorstellungen”, erklärt Prof. Dr. Harm-Peer Zimmermann vom Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich .

„Die Ausstellung ist daher eine Entdeckungsreise durch die Welt der Märchen und durch die Lebenswirklichkeit der hessischen Landbevölkerung im 19. Jahrhundert,“ sagt Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte.

Insgesamt 156 Märchen umfassen die beiden Bände der Erst-Ausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ von 1812 und 1815. Viele von ihnen ließen sich die Brüder Grimm von jungen, gebildeten Damen am Teetisch erzählen. Manches entnahmen sie aber auch alten Schriften, die sie in Archiven und Bibliotheken in ganz Deutschland fanden.

In den späteren Ausgaben wurden Texte durch andere ersetzt und es kamen weitere Märchen hinzu. Die Ausgabe letzter Hand enthielt 211 Erzählungen. Nicht alle der gesammelten Texte gelangten auch zur Veröffentlichung.

Eine Entdeckungsreise für die Sinne in fünf Bereichen solle die Ausstellung werden und zähle daher zu den „7 Streichen“ des Grimm-Themenjahres der Stadt, erläuterte Karin Stichnothe-Botschafter vom Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg.

Die Ausstellung wird zu den üblichen Museums-Öffnungszeiten zu sehen sein:  Dienstag bis Sonntag von 10  –  16 Uhr;  Sommeröffnungszeiten 1. Apr. bis  31. Okt.: 10  – 18 Uhr).

Eintritt: 4 €  /  3 € (erm.), Familienkarte: 6 €
 
Weitere Infos:
http://www.uni-marburg.de/uni-museum
Nähere Informationen zur Ausstellung
 

Annette von Droste-Hülshoff: “Ich bitte nicht um Glück der Erden”

Ich bitte nicht um Glück der Erden;
nur um ein Leuchten nun und dann:
daß sichtbar deine Hände werden,
ich deine Liebe ahnen kann.
Nur in des Lebens Kümmernissen
um der Ergebung Gnadengruß -
dann wirst du schon am besten wissen,
wieviel ich tragen kann und muß.

Annette von Droste-Hülshoff (Deutschlands größte Dichterin)


GEBET zum Neuen Jahr: Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte

 
HERR,
ich bitte nicht um Wunder und Visionen, sondern um Kraft für den Alltag.
Mach’ mich erfinderisch, damit ich mich im täglichen Vielerlei nicht verliere…
 
Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, daß im Leben nicht alles glatt gehen kann,
daß Schw ierigkeiten und Niederlagen, Mißerfolge und Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.
 
Schick mir im rechten Augenblick jemand,
der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen…
 
Gib mir nicht das, was ich wünsche, sondern das, was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

Antoine de Saint-Exupéry


Mellrichstadt: 30 Wildschweine umringten ein Auto, wobei zwei Insassen angenervt die Polizei riefen…

Ein eher ungewöhnlicher Notruf hat in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag die Polizei im unterfränkischen Mellrichstadt erreicht: Ein 21-jähriger Autofahrer und sein 16-jähriger Beifahrer waren in ihrem festgefahrenen PKW von Wildschweinen umzingelt worden.

Die jungen Männer hatten zuvor versucht, sich die Tiere näher anzuschauen. Dieses Manöver mißlang jedoch und ihr PKW blieb auf dem matschigen Untergrund im Wald stecken.

Jetzt wendete sich das Blatt und die beiden Tierfreunde wurden zu Objekten der Schwarzkittel-Neugier: etwa 30 Tiere versammelten sich friedlich, aber furchteinflößend rund um das Auto. Nachdem sich die Rotte auch durch Hupen nicht vertreiben ließ, riefen die jungen Männer entnervt per Handy die Polizei zur Hilfe.

Die Ordnungshüter waren rasch zur Stelle und die durchaus nicht zu unterschätzenden Wildschweine ließen die beiden Tierfreunde schließlich unversehrt in den Streifenwagen umsteigen. Um die Tiere nicht weiter zu behelligen, erfolgte die Bergung des PKW dann zu einem späteren Zeitpunkt.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Die Demut des Allerhöchsten in Christus

Der Hl. Augustinus (354 – 430 n. Chr.) war Bischof von Hippo (Nordafrika) und ein großer Kirchenlehrer. In einer seiner Predigten befaßte er sich mit der “Demut” bzw. Herablassung des Ewigen, der in seinem Sohn die menschliche Natur angenommen hat und seinen Geschöpfen dadurch eine noch höhere Würde verlieh,  als dies schon bei ihrer Erschaffung geschah:

“Und wir schauten seine Herrlichkeit“

Christus sollte in unserem Fleisch erscheinen: kein anderer, weder ein Engel noch sonst ein Gesandter; Christus selber sollte kommen, um uns zu retten (Jes 35,4)…

ER sollte in sterblichem  Fleisch geboren werden: ein kleines Kind, das in eine Krippe gelegt wurde, in Windel gewickelt und gestillt wurde, das mit den Jahren heranwachsen und schließlich grausam sterben sollte. Das alles sind Zeugnisse tiefer Demut.

Wer gibt uns diese Beispiele von Demut?  –  Der Allerhöchste selbst.

Worin besteht seine Größe?

Die Antwort findest du nicht auf der Erde, steige hinauf, über die Sterne hinaus. Wenn du bei den Thronen und Herrschaften, Mächten und Gewalten (Kol 1,16) angekommen bist, wirst du sie sagen hören: „Steige höher hinauf, wir selber sind Geschöpfe“; denn „alles ist durch IHN geworden“ (Joh 1,3).

Erhebe dich also über alle Geschöpfe, über alles, was gebildet worden ist, über alles, was sein Dasein empfangen hat, über alles körperliche oder unkörperliche Sein, das dem Wandel unterworfen ist, kurz : über alles.

Dein Blick reicht noch nicht so weit; du mußt dich im Glauben dorthin aufschwingen, er muß dich bis zum Schöpfer führen…


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