Eine wachsame Stimme gegen den “Warnungs”-Sumpf wünscht weitere Aufklärung
Veröffentlicht: 2. April 2013 Einsortiert unter: Botschaften WARNUNG (Kritik), Kennzeichen der FALSCHMYSTIK | Tags: Achterbahn der Gefühle, anonyme Seherin, Bibel, Endzeitschwärmerei, Falschmystik, Kirche, Lehramt, Medjugorje, Panik, Warnungs-Botschaften 7 Kommentare »“Es ist gar entsetzlich, was sich hier abspielt”
Heute erreichte mich ein eindringliches Schreiben, das man schon fast als Verzweiflungsruf ansehen kann. Ich kenne den Namen der Autorin, doch er tut nichts zur Sache, um die es nachfolgend geht; lassen wir zunächst diese wache, im guten Sinne kritische Katholikin zu Wort kommen, die uns in knappen Worten schildert, was im Leserforum der “Warnungs”-Botschaften abgeht:
“Bitte nehmen Sie sich doch nochmals der Wahnwitzigkeit der dubiosen Warnungs-Botschaften an. Es ist gar entsetzlich, was sich hier abspielt. Was die Leser-Zuschriften bei “TheWarnung.net” betrifft, lässt sich Zusammenfassend folgendes feststellen:
Es wird hier nicht mehr gebetet, sondern verurteilt. Statt für Papst Franziskus beten hier manche Gläubige stur für Benedikt weiter. Die Medien seien der Garant für ein adäquates Urteil, was die Vertrauenswürdigkeit unseres Papstes anbelangt (ein Leser schreibt, die Medien berichten gut über Franziskus, aus diesem Grund sei er im Bunde mit dem Antichristen).
Es ist gar abscheulich, was sich hier abspielt. “Betet für Eure Feinde” – nicht mal dieser Aufforderung würden die Warnungs-Anhänger nachkommen, wenn es so wäre, dass Franziskus im Bunde mit dem Antichristen sei. Schreibt man selbst solche Hinweise fürs Gebet, werden diese zwar vielleicht gelesen, aber es wird munter weiter fantasiert. 
Diese Bewegung ist derart fürchterlich. Satan leistet hier ja wohl volle Arbeit. Das prophezeite Schisma wird von Warnungs-Anhängern selbst herbeigeführt. Es wird aufgefordert, der Kirchenobrigkeit gegenüber ungehorsam zu sein.
Ich bitte Sie inständig: Schreiben Sie darüber, was sich unter Warnungs-Gläubigen abspielt.
Ich kenne selbst in meinem Bekanntenkreis eine große Anzahl Christen, die felsenfest an diese fürchterlichen Botschaften glauben. Wissen Sie, was das Schlimmste an der ganzen Sache ist: Es sind fast ausschließlich treue Kirchgänger und Rosenkranzbeter, die dieser Irrlehre aufsitzen. Sonntagschristen tangieren die Botschaften eher weniger.
Ich selbst fühle mich schon langsam als Einzelkämpfer. Wenn ich nicht wüsste, dass es dennoch viele Christen gibt, die diese Irrlehre enttarnen, ich würde am Verstand der Katholiken zweifeln.”
SOWEIT unsere fast schon entnervte Briefschreiberin.
Am besten halten wir dazu grundsätzlich ein paar Punkte fest:
1. Die Kirche hat noch nie in ihrer zweitausendjährigen Geschichte eine “Privatoffenbarung” ernst genommen, geschweige anerkannt, die von einer “anonymen” Seherin ausgeht – wie jener Urheberin der “Warnungs”-Prophetie.
Wie sollte das kirchliche Hirtenamt denn die Persönlichkeit einer Visionärin untersuchen, ihren Umfeld, ihren religiösen Hintergrund und-so-weiter, wenn sie nicht einmal weiß, um welche Person es geht?
Zudem hätte es früher Gelächter ohne Ende auch in frommen Kreisen ausgelöst, wenn Leute irgendwelche “Botschaften” von “verborgenen” Sehern herumgereicht hätten. Selbst das erscheinungsbewegte Lager hätte gelangweilt abgewinkt.
Daß in den letzten drei Jahren dieser offensichtlich und noch dazu anonyme Unfug erfolgreiche Kreise ziehen kann, beweist einmal mehr, daß die Hemmschwelle für baren Unsinn im frommen Mäntelchen immer niedriger ausfällt.
2. Ihre Beobachtung, daß gerade religiös ernste Kirchgänger der “Warnung” auf den Leim gehen, kann ich nur bestätigen. Dies ist freilich typisch für die Botschaftszene allgemein, denn die Verführung durch Falsch-Mystik ist keine Versuchung für Modernisten oder laue Sonntagschristen, sondern gerade für das fromme Spektrum.
Konservative bis traditionalistische Gläubige kann der “Kellergeist” nicht etwa durch moderne Irrlehren inhaltlich zu Fall bringen, sondern nur durch religiöse Täuschungen - also vor allem durch die schwarmgeistige oder erscheinungsbewegte Schiene. 
Dabei müssen diverse Falschpropheten nicht unbedingt direkt von Finsternismächten beeinflußt oder umsessen sein, denn die verhängnisvolle Wirkung kommt auch dann zustande, wenn ein “Visionär” sich psychopathologisch in religiösen Wahnvorstellungen verfängt oder “Botschaften” in betrügerischer Absicht erfindet.
Das Ergebnis führt so oder so zur spirituellen Verwirrung, zu Spaltung unter Gläubigen, zur Distanzierung von der Kirche, zur wachsenden Offenheit für Täuschungen von “unten”. Schon Paulus warnte seinerzeit die urchristlichen Gemeinden davor, daß der Satan als “Engel des Lichtes” erscheinen kann. Natürlich, denn würde er seine “Visitenkarte” vorzeigen, wäre ihm ja kein Erfolg im frommen Lager beschieden.
3. Dabei arbeitet die Falschmystik bzw. der Botschaftszirkus stark mit Plus-Minus-Emotionen, mit einer aufregenden Achterbahn der Gefühle:
Sowohl das Bedürfnis nach großartiger Zukunftsperspektive wird befriedigt, sei es durch die charismatische Vorstellung von einer weltweiten Erweckung, einer Art kommenden Paradies auf Erden oder universalem christlichen Friedensreich bzw. “Zweites Pfingsten” und-soweiter - o d e r durch die Panik-Grusel-Version von demnächst eintreffenden Katastrophen, dem jetzigen Papst als “Falschen Propheten” des Antichristen (obwohl derselbe doch noch gar nicht präsent ist). Es gibt eine merkwürdige “Lust am Gruseln”, die durch solche Panikbotschaften bedient wird.
4. Zum Thema Papst: Das Petrusamt ist wichtiger als die Person des Papstes, das hat paradoxerweise gerade Benedikt verdeutlicht, auch als er um des Amtes willen zurücktrat, also seine Person zurücknahm, damit das Amt nicht etwa Schaden leide durch seine gesundheitliche Hinfälligkeit. Immerhin hatte er schon im Jahre 2005 einen Herzinfarkt mit Blutvergiftung - so etwas bleibt nicht in den Kleidern hängen.
Als katholische Christen benötigen wir freilich keinen naiven Personenkult, das Amt des Papstes ist uns vor allem wichtig. Von daher war es auch richtig, daß die Gläubigen auf dem Petersplatz am 13. März begeistert gejubelt haben, als weißer Rauch aufstieg: damit war klar, daß ein neues Oberhaupt gewählt war, wenngleich das Kirchenvolk noch nicht wußte, wer es war.
Der von manchen Journalisten und Theologen als “verfrüht” bezeichnete Beifall war in Wirklichkeit kernkatholisch und zeigte genau diesen Respekt vor dem Amt, vor der Sendung des Papstes - noch vor der Klarheit über die Person. Schwärmerischer Personenkult um den Papst ist nicht nötig, ist auch gar nicht angebracht, aber noch viel weniger jene Dauerstänkerei und unseriöse Gerüchteküche, wie sie in einem Teil des Tradi-Lagers derzeit abgeht (zB. vielfach auch im Leserforum von Gloria-TV) - ganz zu schweigen von den irrsinnigen Falschprophetien der “Warnung” über Franziskus als Helfershelfer des Antichristen etc.
5. Das Grundprinzip der Falschmystik ist vor allem die unterschwellige Verdrängung: Die Heilige Schrift spielt kaum eine Rolle (allenfalls noch die Apokalypse, die jedoch meist falsch verstanden wird). Die Bibel wird letztlich durch Botschaften ersetzt, der Katholische Katechismus bzw. die Lehr der Kirche durch Privatoffenbarungen.
Nicht mehr die Zehn Gebote Gottes und die Fünf Kirchengebote stehen im Vordergrund sittlichen Strebens, sondern eine überzogene Askese (zB. in Medjugorje das zweimalige Fasten am Mittwoch und Freitag bei Wasser und Brot) und eine Art Leistungsfrömmigkeit der Gebete unter dem Vorwand, nur so könnten viele Seelen gerettet werden.
Lassen wir uns nicht irreführen, verfallen wir nicht auf irrgeistige “Botschaften”, bleiben wir vielmehr der e i n e n Botschaft Gottes treu, wie sie in der Heiligen Schrift und der Lehre unserer Kirche aufleuchtet und treu überliefert ist: Darin liegt das Heil unserer Seele und die Rettung der Welt.
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
“Kath.net” warnt vor den Botschaften “Die Warnung” und verkauft sie zugleich per “Kath.shop” in sieben Bänden
Veröffentlicht: 21. Februar 2013 Einsortiert unter: Botschaften WARNUNG (Kritik), Kennzeichen der FALSCHMYSTIK | Tags: Antichrist, Die Warnung, Johannes Graf, kath.net, kath.shop, Papst, Verborgene Seherin 26 Kommentare »Seit fast zwei Jahren kursieren Visionen einer “verborgenen Seherin”
Am 15. Februar dieses Jahres veröffentlichte die private katholische Nachrichtenseite “Kath.net” eine klare Abrechnungmit jenen irrgeistigen Privatoffenbarungen, die unter dem Titel “Die Warnung” seit fast zwei Jahren die erscheinungsbewegte Kreise in Erregung, zum Teil gar in Endzeit- und Alarmstimmung versetzen.
Der begrüßenswerte Beitrag von Johannes Graf hindert das charismatisch geprägte “Kath.net” gleichwohl nicht daran, genau jene absonderlichen Botschaften “Die Warnung” gleichsam in seiner Nebenabteilung, dem Internetbuchhandel “Kath.shop” zu vertreiben - und dies geschäftstüchtig in sieben Bänden, ergänzt um einen Extrateil jener Kreuzzugsgebete”, die ebenfalls aus den Warnungs-Visionen stammen, die eine anonyme Seherin angeblich seit Jahr und Tag von Jesus und Maria erhält – und vor deren Unsinns-”Prophetien” wir von Anfang an gewarnt haben. 
Wir haben mit der Veröffentlichung dieses Artikels zunächst eine Woche zugewartet, um zu sehen, ob diese Botschafts-Bände aus dem Vertrieb verschwinden, nachdem auf “Kath.net” ausführlich davor gewarnt wurde, zumal dieser kritische Artikel sich dort derzeit auf Platz 1 der meistkommentierten Beiträge befindet, also offenbar großes Interesse unter den Kathnet-Lesern hervorrief.
Doch allem Anschein nach nimmt “Kath.net” auch weiterhin Defizite in puncto eigener Konsequenz und Glaubwürdigkeit in Kauf, damit das Verkaufsgeschäft mit den Botschaftsbänden weiter floriert.
Nun zum erwähnten Verriß mit dem Titel: “Absurde ‚Warnung’ vor dem nächsten Papst”. – Der Text beginnt mit den Worten:
“Die Botschaften der ‚Warnung’ fordern dazu auf, den Nachfolger Benedikts XVI. nicht anzuerkennen. Dieser sei ‚falscher Prophet’ und mit dem Antichrist im Bunde. Ein Kommentar über diese und andere nicht ernst zu nehmende Botschaften von Johannes Graf.”
Geradzu drollig erscheint der nächste Satz:
“Seit März 2011 kursieren im Internet und mittlerweile auch in Buchform angebliche Privatoffenbarungen einer anonymen Seherin, die sich „Verborgene Prophetin“ nennt.”
Die “Buchform” gibt es nicht erst “mittlerweile”, sondern schon seit über eineinhalb Jahren, noch dazu direkt vertrieben von der eigenen Nebenabteilung!
Über diese “Privatoffenbarung” heißt es weiter: “Die Botschaften handeln meist von einer sogenannten „Warnung“, einem Moment, in dem alle Menschen durch einen gnadenhaften Akt Gottes den Heilszustand ihrer Seele sehen können. Dieses Ereignis soll in naher Zukunft stattfinden.”
Das “Ereignis” wurde in Wirklichkeit für spätestens Dezember 2012 angekündigt, weil bis dahin bereits die “Trübsalszeit” stattfinden solle, die nach der “Warnung” eintreffe.
Die “Warnung” behauptet: Papst-Nachfolger ist ein Betrüger
Nun schreibt der Autor, der bevorstehende Amtsverzicht des Papstes sei ein aktueller Anlaß, sich erneut zu diesen Visionen zu äußern:
“In den Botschaften der Warnung wird behauptet, Papst Benedikt XVI. sei der letzte „echte“ Papst, sein Nachfolger aber ein Betrüger, der mit dem Antichrist im Bunde sein werde. Die Botschaften fordern zum Schisma auf, sobald der Nachfolger Benedikts XVI. feststeht.”
Wahrlich herbe Kost für fromme Seelen, wobei dieser Aspekt im CHRISTLICHEN FORUM bereits seit Monaten von zahlreichen Kommentaren kritisch beleuchtet wird.
Sodann nimmt der Verfasser auch jene Prophezeiung aus der “Warnung” auseinander, wonach dunkle Kräfte im Vatikan “planen, den Heiligen Stellvertreter Christi, Papst Benedikt XVI. durch einen „Diktator der Lügen“ zu ersetzen. Er wird im Bunde mit dem Antichristen und seiner Gruppe eine neue Kirche erschaffen, um die Welt in die Irre zu führen.“ (Botschaft vom 18. Januar 2012)”
Wie man sieht, wurde diese absonderliche “Mitteilung” bereits vor über einem Jahr von der “verborgenen Seherin” zum Besten bzw. Schlechten gegeben, was “Kath.net” allerdings nicht hindert, diesen offensichtlichen Unfug weiter per Kath.shop zu verbreiten.
Zudem stellt Johannes Graf fest, was aufmerksame Leserkommentare hier im CHRISTLICHEN FORUM bereits vorher erkannten:
“Die Umstände des Rücktritts Benedikts XVI. stimmen nicht mit den Botschaften der „Warnung“ überein. Dort wird behauptet, Benedikt XVI. würde „vom Heiligen Stuhl in Rom vertrieben werden.“ (11. Februar 2012). Ebenso wird vorausgesagt: „Er wird zerdrückt werden, als Haupt Meiner Kirche, und ihm wird keine Gnade gezeigt werden. Der Widerstand wird schnell zunehmen, wobei er für nicht mehr zuständig erklärt werden wird.“ (13. November 2012)”
In Wirklichkeit betonte der Papst mehrfach die Freiwilligkeit seiner Entscheidung zum Amtsverzicht – einmal abgesehen davon, daß er einen Rücktritt im Seewald-Buch “Licht der Welt” indirekt ankündigte für den Fall, daß er gesundheitlich nicht mehr in der Lage sei, das Petrusamt angemessen auszuführen.
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
Nachträglicher HINWEIS: Wie uns ein Leser am heutigen 10. März mitteilte, hat “kath.shop” die Botschaftsbände “Die Warnung” inzwischen aus seinem Sortiment genommen - späte Einsicht, aber immerhin!
Der Botschaftszirkus “Die Warnung” hat sich endgültig als Unfug erwiesen
Veröffentlicht: 29. Dezember 2012 Einsortiert unter: Botschaften WARNUNG (Kritik) | Tags: Die Warnung, Garabandal, Irland, Kathshop, Panik, Seelenschau, Strafgericht, Verborgene Seherin 13 Kommentare »Die für “Dezember 2012″ angekündigten Endzeit-Plagen und “Strafgerichte” blieben aus
Kurz nach dem Starten dieses Web-Magazins im Juni 2011 haben wir mit unserer Kritik an den Irrsinns-Botschaften namens “Die Warnung” begonnen und dabei über ein dutzend Artikel veröffentlicht, einige davon aus der sachkundigen Feder des Konvertiten Volker Jordan.
Auch Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg warnte vor der “Warnung”, ebenso Sektenbeauftragte der EZW und-so-weiter.
Doch die eingefleischten Fans der “verborgenen Seherin” aus Irland, von der jene “Offenbarungen” ausgehen, ließen sich weder davon abschrecken, daß die Visionärin bis zum heutigen Tage anonym bleibt - noch von jenen Falschprognosen, die sich immer deutlicher herauskristallisierten.
Was mich aber am meisten überraschte, war das ungewöhnlich hohe, völlig aus dem Rahmen fallende Interesse an unseren Artikeln zum Thema “Die Warnung”.
Ich hatte diese “Visionen” wegen ihrer offensichtlichen Blödsinnigkeit für eine Eintagsfliege gehalten - und staunte nicht schlecht, welch eine riesige und dauerhafte Resonanz diese selbsternannte Seherin namens “Maria von der göttlichen Barmherzigkeit” hervorzurufen vermochte.
Bei einem unserer Anti-“Warnungs”-Beiträge von 2011 gibt es sogar weit über tausend Leserkommentare (nämlich sage und schreibe: 1135!), wobei es schon seit ca 14 Monaten sehr kontrovers mit Pro und Contra zur Sache geht - siehe hier: http://charismatismus.wordpress.com/2011/10/08/falsche-ankundigung-in-der-pseudo-botschaft-die-warnung/
Dieser warnende Beitrag vor der “Warnung” befand sich zudem seit seinem Erscheinen fast immer – wie derzeit auch! – auf Platz 1 oder 2 unserer TOP-Artikel (Rubrik siehe Startseite) – eine herausragende Sonderstellung, die kein anderer unserer hier veröffentlichten, ca 3400 Artikel erreichte. Auch dies belegt das enorme Interesse an diesem “heißen Eisen”.
Erfreut war ich aber darüber, daß es neben vielen Befürwortern auch eine erstaunlich hohe Zahl von Leserkommentaren gab und gibt, die sich skeptisch bis ablehnend äußern. Manche Schreiber waren anfangs noch leichtgläubig, wie sie selber einräumten, wurden dann aber zunehmend kritischer.
Jeder hat das Recht, etwas dazuzulernen, denn Irren ist menschlich, aber am Irrtum hartnäckig festhalten - das grenzt wohl an Verblendung. 
Die erwähnten “Botschaften” machten zuerst als “Große Warnung” die Runde; die gläubige Schar berief sich gerne auf Garabandal (einen kirchlich nicht anerkannten Marienerscheinungsort), wobei die sog. “Warnung” als eine weltweite, vielfach schockierende “Seelenschau” für alle Erdenbewohner zu verstehen sei und gleichsam als Auftakt zu göttlichen Strafgerichten erfolgen werde.
Eben dies verkündete jene “neue verborgene Seherin in Europa”, die vorgibt, seit November 2010 “göttliche Offenbarungen” zu erhalten.
Am 1. März 2011 startete sodann eine irrgeistige, ständig Panikstimmung erzeugende Webseite unter dem Namen “Die Warnung – Zweites Kommen” (thewarningsecondcoming.com). Gemeint war mit diesem Titel das angeblich kurz bevorstehende Zweite Kommen Christi, wobei die Warnungs-Botschaften sich wohl als eine Art “Hinführung” zu dieser Wiederkunft verstanden.
Die Buchbände mit den gesammelten Erleuchtungen der “verborgenen Seherin” wurden und werden von “Kathshop” vertrieben, einem Neben(erwerbs)zweig von “Kath.net”, einer erscheinungsbewegten privaten Nachrichtenwebseite von Katholiken aus Linz.
In den “Botschaften” wurde zum Beispiel angekündigt, daß “spätestens” im Dezember 2012 jene göttlichen Strafgerichte bzw. Endzeitplagen hereinbrechen werden, von denen in der biblischen Apokalypse die Rede sei.
Soweit kurzgefaßt dieser falschprophetische Unfug, der sich selbst für die letzten Leichtgläubigen mit Ablauf dieses Jahres erledigt haben dürfte.
Das Ganze ist leider keine knuffige Spielerei, sondern schadet massiv dem Ansehen der wirklichen Frömmigkeit, weil nicht alle Zeitgenossen zwischen echter Religion und scheinfrommen Spinnereien fein säuberlich unterscheiden. Dadurch kann der “echte” Glaube in den Augen von Unsicheren, Skeptikern, Agnostikern usw. in Mißkredit geraten und wird der Lächerlichkeit preisgegeben. Verantwortlich hierfür ist das erscheinungssüchtige Spektrum mit seiner Wundersucht.
In unserem ersten Anti-Warnungs-Artikel vom 10.6.2011 schrieben wir abschließend: “Halten wir uns an den Rat des Apostels Petrus: “Seid nüchtern und wachsam!” (1 Petr 5, 8)”
Diese biblische Nüchternheit ist und bleibt unsere Leitlinie, verkündet vom ersten Papst Petrus!
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
PS: Daß sich die weltliche Webseite “Skeptiker” über den abergläubischen Warnungs-Unsinn amüsiert, ist wohl auch klar: http://blog.gwup.net/2012/12/29/die-warnung-auch-keine-apokalypse-mehr-in-2012/
Weihbischof Andreas Laun warnt vor den absurden Botschaften “Die Warnung”
Veröffentlicht: 4. Juli 2012 Einsortiert unter: Botschaften WARNUNG (Kritik) | Tags: "Große Warnung", Weihbischof Laun 31 Kommentare »In einem Teil des erscheinungsbewegten Lagers dürfte die heutige Nachricht wie ein Blitz einschlagen:
Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg hat sich nun öffentlich gegen die seit Jahren verbreiteten Botschaften namens “Die Warnung” gestellt und diese unzweideutig zurückgewiesen.
Diese kirchlich nicht anerkannten Privatoffenbarungen gehen auf eine “verborgene Seherin” aus Irland zurück, die sich himmlischer Visionen rühmt, dabei aber anonym agiert und als “Maria von der göttlichen Barmherzigkeit” firmiert.
Die Klartext-Stellungnahme Launs wurde von der katholischen Monatszeitschrift “Kirche heute” veröffentlicht.
Unter dem Titel “Warnung vor der Warnung” verbreitet das erscheinungsgläubige Nachrichtenportal “Kath.net” diese geharnischte bischöfliche Erklärung heute ebenfalls.
Dies ist freilich nicht ohne Brisanz, denn Bücher mit den gesammelten Botschaften der “Warnung” werden seit langem vom Internetbuchhandel “Kath.shop” verbreitet, einer Nebenabteilung von “Kath.net”.
Eben dies haben wir im CHRISTLICHEN FORUM mehrfach beanstandet - bereits im Vorjahr.
Doch unsere wohlbegründete Sachkritik, auch die Bemühungen engagierter und bodenständiger Katholiken, stießen bei “Kath.shop” bislang auf taube Ohren.
Weihbischof Laun stellt in seiner Stellungnahme fest, daß “manches” aus den Warnungs-Botschaften “nicht der Lehre der Kirche entspricht”:
“Dass „Gott Vater“ mit den „Hierarchien des Himmels“ die Schlacht von Armageddon schlagen werde, schmeckt nach „Herr der Ringe“ und nicht nach einer Privat-Offenbarung, die die Kirche anerkennen wird!
Abstrus ist die Mitteilung Jesu, dass er jetzt mehr, sogar doppelt so schwer leide als im Laufe seiner Passion – derselbe Jesus, von dem die Kirche lehrt, dass er „zur Rechten des Vaters“ sitzt?
Lächerlich ist die Botschaft, die „Vorbereitungen“ für das 2. Kommen Jesu seien „in vollem Gange – als ob es sich um einen Feldzug oder eine große Reise handeln würde, die Jesus erst „vorbereiten“ müsste!
Zudem gibt es eine Reihe von „No-na“ Botschaften wie etwa: Wer treu ist, kommt in den Himmel! Oder dass wir einen freien Willen haben, dass Gott uns auch in schweren Zeiten liebt, dass die Kirche niemals „untergehen“ wird und anderes dieser Art! Lauter „Botschaften“, die ein Katholik längst weiß!”
Außerdem beanstandet Weihbischof Laun die “Angstmache” in den Warnungs-Botschaften. Auch das Stichwort “Panikmache” ist einer unserer Kritikpunkte seit langem.
Zuletzt versichert der prominente Kritiker: “Wenn ich wollte, solche „Offenbarungen“ könnte ich jeden Tag auch erfinden!”
Realsatire: Seherin Anne verteidigt Botschaften “Die Warnung” im Auftrag des Himmels
Veröffentlicht: 10. Juni 2012 Einsortiert unter: Anne-Botschaften, Botschaften WARNUNG (Kritik), Kennzeichen der FALSCHMYSTIK 19 Kommentare »Visionärin “Anne” attackiert Pfarrer Buschor (KT-V) und beschimpft den Papst als “Antichristen”
Seit vielen Jahren verbreitet eine ältere Dame namens “Anne” aus Göttingen, die gerne abwechselnd in Trance oder Ekstase gerät, mit Vorliebe öffentlich in Wallfahrtsstätten, ihre kuriosen Botschaften und Erleuchtungen. Sie bezeichnet sich in der ihr eigenen Bescheidenheit als “williges, demütiges und gehorsames Werkzeug Christi und der Gottesmutter”.
Dies allein würde sich zu berichten nicht lohnen, weshalb wir diese hysterisch anmutende “Seherin” bislang durchaus links liegengelassen haben.
Doch jetzt ist offenbar ihre Stunde gekommen, der anonymen Visionärin “Maria von der göttlichen Barmherzigkeit” und ihren Botschaften namens DIE WARNUNG hilfreich beizuspringen, noch dazu – eigenen Angaben zufolge – gar im Auftrag des Allerhöchsten selbst.
Also Grund genug für eine kleine Glosse über diesen ebenso denkwürdigen wie kämpferischen Schulterschluß zwischen zwei Visionärinnen, nämlich “Maria” (Mary) und “Anne”.
Die jüngste “Anne”-Offenbarung des Himmels ist auf ihrer Webseite (anne-botschaften.de) veröffentlicht – es handelt sich um jene geharnischte Stellungnahme, die “Gott-Vater” selbst am Festtag der hl. Dreifaltigkeit, also am 3. Juni 2012, geoffenbart haben soll:
“…Glaubt ihr, Mein geliebter Klerus, dass ihr die Gottheit verleugnen könnt? Glaubt ihr, dass ihr Meine Boten verachten dürft und dass diese Botschaften, die Ich in die Welt hinaus sende, denn Ich habe Meine Botin Mary mit Meiner Hand geführt, nicht der Wahrheit entsprechen? Es sind Meine Worte, die sie in der “Warnung” aufgeschrieben hat.”
Nun erfahren wir also, daß der “Allmächtige” selbst seine “verborgene Begnadete” aus Irland feierlich bestätigt. Herz, was will Du mehr?!
Doch damit nicht genug, denn nebem dem Zuckerbrot für “Mary” gibt es auch eine Peitsche, diesmal trifft sie Pfarrer Buschor vom katholischen Sender K-TV, der sich offenbar – man faßt es kaum! – “erdreistet” hatte, die Warnungs-Botschaften zu kritisieren. Welch Freveltat! Da versteht “Gott-Vater” aber keinen Spaß mehr:
“Und Du, Mein geliebter Priestersohn eines großen Katholischen Senders, gibst in die Welt hinein, dass man diese Botschaften zerreißen oder sogar verbrennen soll! Welch große Überheblichkeit von dir. Warum bist du so stolz? Habe ich dir nicht genug Talente verliehen, die du in deinem Sender anwenden kannst, der ausgestrahlt wird in viele Länder. (…)
Glaubst du, Mein geliebter Priestersohn, der du so viele Boshaftigkeiten ausgesprochen hast, dass diese Botschaften, obwohl täglich über 6.000 Personen sich für diese Botschaften interessieren und sie im Internet anklicken, vom Bösen sein können, und dass man diese Weissagungen und Botschaften verbrennen sollte, ohne sie je gelesen zu haben? (…)
Genauso boshaft hast du Meine Botin Anne, die Ich erwählt habe und die Meine Worte, die Worte des Himmlischen Vaters, wiederholt und für die ganze Welt ins Internet gibt, ebenfalls in dieser Weise verurteilt und diese Worte gebraucht: Man könne diese Botschaften zerreißen oder sogar verbrennen.
Ich habe dir daraufhin einen herzensguten Brief geschrieben. Durch Meine Botin wurde er zu dir gesandt und du hast diese Chance nicht beachtet. Im Gegenteil, ein Sakrileg nach dem anderen hast du begangen, denn es sind Sünden gegen den Heiligen Geist, die schwer wiegen. (…) Glaubst du, dass Ich wegen dir heute an diesem Meinem großen Fest der Dreieinigkeit unsägliche Qualen erleiden muss? Mein Blut tropft erneut zur Erde, weil Ich es nicht ertragen kann, wie man Meine Boten so bösartig verachtet und verleugnet und dies noch der ganzen Welt kundtut.”
Oho, starker Tobak also, doch nun schaltet sich der angebliche “Christus” ein und setzt noch einen drauf:
“Mein geliebter Priestersohn, immer noch habe Ich Sehnsucht nach deinem Herzen. Und was schenkst du Meinem heiligsten Herzen heute an diesem großen Fest? Verachtung und Verspottung! Du hast Mich erneut mit Geißelhieben geschlagen. Glaubst du, dass das ungestraft bleiben kann? Nein! Das ist nicht möglich. Ich habe diese Geißelhiebe durch dich erhalten, und Meine Wunden wurden größer und größer und Mein Blut rann zur Erde.
Erneut muss Ich heute diese Geißelhiebe erleiden in Meiner kleinen geliebten Botin, die Meine Passionsblume und Leidensblume geworden ist, die sich bereit erklärt, Mir ihren Willen zu übereignen und sich als Spielball für Mich hinzugeben. Heute kann Ich sie leiden lassen, morgen kann Ich sie erlösen von ihren Leiden, so wie es Mein Wunsch ist.”
Die “himmlische” Drohkulisse geht in dieser Art bzw Unart noch einige Abschnitte weiter, dann “gelingt” der Übergang zur Beschimpfung des Papstes als “Antichristen“:
Hierbei erklärt “Gott-Vater”, daß “seine Boten” es sind, die “alles einsetzen, um die Welt zu retten, um Sühneseelen zu sein und Sühne zu leisten für den gesamten Klerus, für den Episkopat und für die Kurie mit dem Obersten Hirten, der auch diese Mahlgemeinschaft noch heute an einem Mahltisch hält und dies nicht bereut, obwohl er genau weiß, was die Wahrheit bedeutet und was der wahre Glauben ist. Doch er bekennt sich nicht zur katholischen Kirche. Ja, er ist zum Häretiker und zum Antichristen geworden.”
Also: Weil der Papst nicht die überlieferte Messe feiert, sondern “auch diese Mahlgemeinschaft an einem Mahltisch hält”, ist er zum “Häretiker und Antichristen” geworden.
Ein weiteres Beispiel dafür, wohin die Wege und Irrwege so mancher “Visionen” und “begnadeten Sühneseelen” enden: im irr-religiösen Wahn und in der Abkehr von der Kirche des HERRN.
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
Irischer Geistlicher warnt vor irrgeistigen Botschaften der “Warnung”
Veröffentlicht: 8. Juni 2012 Einsortiert unter: Botschaften WARNUNG (Kritik), Kennzeichen der FALSCHMYSTIK | Tags: anonyme Seherin, Irland, Warnung 14 Kommentare »Die irisch-katholische Monatszeitung Alive (=Lebendig) befaßte sich in ihrem Newsletter im März dieses Jahres auf Seite 10 kritisch mit den kuriosen Botschaften “Die Warnungen”.
Das Catholic Monthly Newspaper ist mit seiner hohen Auflage von 380.000 Ex. in Irland weit verbreitet.
Da die nach wie vor anonym agierende “Seherin” der “Warnung” eigenen Angaben zufolge in Irland lebt, dürfte ihr diese viel beachtete Kritik aus dem eigenen Stammland kaum entgangen sein.
Ihre bisweilen geradezu verbissenen Seitenhiebe gegen Skeptiker sind evtl. auf ihre Verärgerung über solche wirksame Widerlegungen zurückzuführen, mit denen die katholische Kirche ihre Gläubigen vor irrgeistigen Visionen und “Privatoffenbarungen” warnt und zu Nüchternheit und Vorsicht ermahnt.
Der irische Geistliche Fr. Owen Gorman kommentiert in dem erwähnten Artikel beispielhaft drei “Warnungs”-Botschaften der sog. “verborgenen Seherin”, die sich reichlich verstiegen selbst als Maria Devine Mercy ( = Maria von der göttlichen Barmherzigkeit) bezeichnet; ihre Botschafts-Bände werden in Deutschland und Österreich von “kath.shop” vertrieben, einer Untergliederung der Nachrichtenwebseite “kath.net”.
Zurück zur Kritik von Fr. Owen Gorman; er schreibt im “Newsletter” 3/2012, daß er eine “Anzahl von Irrlehren” im Schrifttum der “Seherin” erkannt habe. Er nennt dafür drei Beispiele, darunter die “Botschaft” vom 20. Mai 2011:
“Viele Menschen glauben, dass Meine Wiederkunft anzeigt, dass das Ende der Welt gekommen ist. Das ist nicht der Fall; denn stattdessen wird es die Endzeit bedeuten, wenn Satan und seine Anhänger, die unsägliches Elend in der Welt schaffen, für tausend Jahren von der Erde verbannt werden.”
Der irische Geistliche reagiert auf diese irrige “Offenbarung” genauso wie dieses CHRISTLICHES FORUM: auch wie verwiesen darauf, daß es keine zweifache Wiederkunft Christi gibt (erst bei der “Warnung” und dann nochmal am Ende der Zeiten), sondern eine einzige, nämlich Christi Kommen in Herrlichkeit als Start für das Jüngste Gericht.
Fr. Gorman erklärt ebenfalls, daß diese “Botschaft” der kirchlichen Lehre widerspricht, die nämlich besagt, daß die Wiederkunft Christi tatsächlich das Ende der Welt einläutet. Außerdem, so der Autor, wird der göttlich erschaffene ”neue Himmel und die neue Erde” nicht nur für 1000 Jahre frei sein von Satans Macht, sondern für immer.
Sodann eine weitere Botschaft der anonymen Visionärin, diesmal vom 8. Mai 2011:
“Sogar Meine Passion, das Kreuz und die Grausamkeiten, die bei Meiner Kreuzigung vom Menschen begangen wurden, wurden der Welt nicht in der Art offenbart, wie es sein sollte.”
Hierzu schreibt der Geistliche:
“Die Offenbarung der Passion Jesu sind in den vier Evangelien, die von Gott inspiriert sind, zu finden. Zu behaupten, dass die Ereignisse um die Kreuzigung Jesu nicht offenbart wurden, wie sie waren, macht die biblische Offenbarung verächtlich. Es impliziert, dass die Evangelien unvollkommen sind. Aber das kann nicht sein, denn Gott selbst ist Urheber der Schrift, die seinen Geist und Willen manifestiert.”
In der „Botschaft“ vom 31. Januar 2012 heißt es ähnlich absonderlich:
“Ich gewähre ihnen diesen vollkommenen Ablass, um es ihnen zu ermöglichen, dass sie Meine Fackel des Feuers tragen, damit sie die Bekehrung ausbreiten können. Sie müssen folgendes Gebet an sieben aufeinander folgenden Tagen sprechen, und ihnen wird das Geschenk der totalen Absolution und die Kraft des Heiligen Geistes gegeben werden.”
Hierauf antwortet der irische Kritiker sehr treffend:
“Privatoffenbarungen” enthalten oft Versprechungen und spezielle Belohnungen für treue Anhänger. Aber es gibt hier zwei große Probleme:
1. Jesus erteilt keine vollkommenen Ablässe. Er hat die Abgabe von Ablässen an die kirchliche Autorität delegiert; sie entscheidet, für welche frommen Übungen ein vollkommener Ablass gewährt wird – und wie die Bedingungen dafür aussehen.
2. Völlige Absolution der Sünden gibt es nur durch das Sakrament der Buße, nicht durch Rezitation eines besonderen Gebetes über eine 7-Tage-Frist, so verdienstvoll das Gebet auch sein mag.”
Der Geistliche schließt seine Abhandlung mit den Worten:
“Diese kleine Auswahl an „Botschaften“ verdeutlicht, dass die “Warnungs”-Webseite ernste Irrlehren enthält und kein zuverlässiger Leitfaden für den katholischen Glauben ist.”
Quelle für die Zitate aus dem “Newsletter” (siehe Archiv dort: 3/2012): http://www.alive.ie/
Falschmystik: “Die Warnung” und die fremden Religionen
Veröffentlicht: 20. März 2012 Einsortiert unter: Botschaften WARNUNG (Kritik), CHRISTLICHES FORUM (über uns) | Tags: Botschaft "Die Warnung" Schreibe einen Kommentar »Vor etwa einem Jahr am 6.4.2011, erging die 58. Botschaft aus den Visionen “Die Warnung” mit folgendem Inhalt:
“Urteilt niemals über andere Religionen, Glaubensbekenntnisse oder sexuelle Ausrichtungen. Keiner von euch ist würdig, andere zu richten. Vergesst diese Lektion nicht – keiner von euch ist würdig, andere zu richten oder zu bewerten. Niemand hat die Macht oder göttliches Wissen, andere moralisch zu bewerten.”
Zunächst werden hier einfachste Gesetze der Logik nicht beachtet, weil zwischen Person und Sache nicht unterschieden wird. Es ist ein grundlegender Unterschied, ob man andere SACHVERHALTE oder andere PERSONEN be”urteilt”.
Erinnern wir uns an den Grundsatz des hl. Augustinus: “Hasse den Irrtum, aber liebe den Irrenden.”
Um den Irrtum zu hassen, müssen wir ihn “bewerten” und selbstverständlich auch kritisch darüber “urteilen”. Auch in den Zehn Geboten wird “gerichtet” und sehr deutlich “bewertet” – und noch stärker geschieht dies etwa in den sog. biblischen “Lasterkatalogen” – siehe etwa die Paulusbriefe des Neuen Testaments.
Zudem darf man sich wundern, daß in dieser kuriosen “Botschaft” ausdrücklich davor gewarnt wird, über “sexuelle Ausrichtungen” zu “urteilen”.
Es gibt nur eine einzige gottgewollte “sexuelle Ausrichtung”, nämlich die Anziehung zwischen Mann und Frau. Soll diese klare Glaubenstatsache nun hinter einem hohlen Toleranzgeschwafel verschleiert werden?
Aber nicht “nur” die logischen, auch die theo-logischen Grundregeln bleiben in dieser irrgeistigen “Privatoffenbarung” schlicht unbeachtet:
Es war immer Aufgabe der Kirche, zu bewerten, zu be-urteilen und zu “richten”. Dafür gibt es in unserer Kirche das Lehr- und Hirtenamt des Papstes, der Bischöfe und der Priester.
Daß die Kirche den absoluten Wahrheitsanspruch Christi vertreten muß, versteht sich am Rande, denn Christus selbst ist “der Weg, die Wahrheit und das Leben”.
Folglich können fremde Religionen, da sie allesamt diesen Anspruch besteiten, nicht von Gott sein; daher muß die Kirche – und in ihrem Gefolge auch die Gläubigen – sehr wohl vor dem Irrtum warnen, sich also auch von nichtchristlichen Religionen klar abgrenzen, denn Wahrheit und Irrtum vertragen sich nicht.
Zwei Wochen später (22.4.2011, die 71.Botschaft) schärft der Visions-”Jesus” von “Die Warnung” in ähnlicher Weise folgendes ein:
“Verteidigt eure Rechte, Christen zu sein. Obwohl Ich von eurer Seite Toleranz erwarte, wo ihr die Ansichten anderer Religionen respektieren müsst…” – “Seid offen für andere Religionen und behandelt eure Brüder und Schwestern in gleicher Weise.”
Hier wird erneut nicht zwischen Person und Sache unterschieden, also nicht zwischen anderen Religionen und dem Verhalten auf rein menschlicher Ebene. Unsere rechtverstandene christliche Toleranz gilt niemals dem Irrtum, wohl aber den Irrenden.
Als Christen sollten wir also keineswegs “die Ansichten anderer Religionen respektieren” – oder warum sollten wir dem Irrtum ernsthaft Achtung und Respekt erweisen?
Wir respektieren als überzeugte Christen zwar die ANHÄNGER, aber nicht die ANSICHTEN fremder, nichtchristlicher Religionen – und wir sind auch keineswegs “offen” für diese, sondern grenzen uns unmißverständlich davon ab.
In der 99. Botschaft vom 30.5.2011 verkündet der visionäre “Jesus” ebenfalls merkwürdige Inhalte:
“Christen und Angehörige anderer Religionen, sprecht in der Stille und sagt Gott, wie reumütig ihr seid, wie sehr ihr eure Verfehlungen bedauert und bittet Ihn, euch eure Sünden zu verzeihen.”
Anscheinend ist es nicht mehr nötig, sich zum Christentum zu bekehren, sich taufen zu lassen, geschweige zu beichten. Das erübrigt sich alles, denn auch “Angehörige anderer Religionen” können sich durchaus ohne Bekenntnis und Umkehr zu Christus direkt per “Gebet” in einen Gnadenstand versetzten lassen, der zum Heil führt. Somit würde sich die christliche Mission künftig erübrigen, was aber dem zeitlos gültigen Missionsbefehl Christi widerspräche.
Zu welchem “Gott” freilich etwa ein “Buddhist” beten soll, der an keinerlei persönliche “Gottheit” glaubt – oder ein Hinduist mit seiner Vielgötterlehre - das steht ohnehin in den Sternen.
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
Maya-Kalender 2012: Der “Weltuntergang” nützt Film, Tourismus, Industrie etc
Veröffentlicht: 7. Dezember 2011 Einsortiert unter: Botschaften WARNUNG (Kritik), ESOTERIK & Okkultismus, WELTuntergang / ENDzeit Schreibe einen Kommentar »Neben Privatoffenbarungen durch diverse „Seher“, die für 2011 und 2012 ein Eingreifen des Himmels voraussagten (zB. durch die Botschaft „DieWarnung“: Seelenschau, Endzeit-Plagen), gibt es auch noch den „sagenhaften“ (sagenumwobenen), geheimnisvollen “Kalender” der einstigen heidnischen Maya-Kultur in Mexiko, der angeblich mit dem 21. Dezember 2012 enden soll.
Wie steht es nun mit dem Weltuntergang anno 2012? - Es wird nichts draus werden, doch die Kassen klingeln: auch in der Filmindustrie hat man sich dieser Katastrophenstimmung angenommen, etwa mit dem Kinofilm „2012“ von Roland Emmerich. Dort naht das Ende der Erde durch Erdbeben, Vulkanausbrüche und Flutwellen.
Auch in Mexiko nutzt man die weitverbreitete Aufregung für die eigene Tourismuswerbung. Nachdem Mexikos Präsident Calderon bereits 2011 zum “Jahr des Tourismus” erklärte, hat die hierfür zuständige Ministerin angekündigt, der Welt jetzt “die Magie der Maya” nahezubringen. Bis zum 21. Dezember 2012, dem vermeintlichen Weltende, sollen ca 500 Ausstellungen an historischen Stätten die Besucher aus aller Welt mit der Mayakultur bekanntmachen.
Inzwischen bedient man sich auch in der Warenmittelproduktion ironisch dieser Panikmache, so zB. die Firma Unilever, die ein Deo namens “Final Edition 2012″ herausbringt und ironisch mit dem Weltuntergang wirbt:
Quellen: Infodienst http://www.jesus.ch und GWUP (Die Skeptiker)
Prophetie „Die Warnung“ sorgt für Heiterkeit, nicht nur bei “Skeptikern”
Veröffentlicht: 21. Oktober 2011 Einsortiert unter: Botschaften WARNUNG (Kritik), Kennzeichen der FALSCHMYSTIK 68 Kommentare »Kritik an Esoterik, Falschmystik und Weltuntergangs-Panik wird nicht allein in unserem christkatholischen Weblog geübt, sondern auch im weltlichen „Skeptiker“-Portal, das sich – ähnlich wie wir, aber mit eigenen Argumente - über die kuriosen „Offenbarungen“ einer anonymen Seherin amüsiert, deren Erleuchtungen seit längerem als “Große Warnung” oder einfach „Die Warnung“ kursieren und die ein göttliches Strafgericht noch in diesem Jahr ankündigen.
Es gibt mehrere Webseiten, die sich eifrig dem Verbreiten dieser abwegigen „Botschaften“ widmen, die der Bibel ebenso widersprechen wie jeder gesunden Vernunft. Wir haben hierüber in über einem halben Dutzend Beiträgen berichtet.
Der neueste „Einfall“ der „verborgenen Seherin“ ist folgende himmlische „Botschaft“, in welcher der libysche Diktator islamischen Glauben ernsthaft als „Mein Sohn“ bezeichnet wird, für den in Warnungs-Kreisen gebetet worden sei etc:
„Der Tod Meines Sohnes Muammar al-Gaddafi, für dessen Seele du und diejenigen in deiner Nähe die letzte Monaten gebetet habt, ist eine der ersten Prophezeiungen, welche der Welt die Echtheit dieser Botschaften beweisen werden. Dies ist Mein Zeichen für dich, Meine Tochter, um deinen Geist von den Zweifeln zu befreien, welche in deinem Kopf zurückgeblieben sind.”
Wenn demnach – siehe Schlußsatz - selbst bei dieser auserwählten, begnadeten und-so-weiter „Seherin“ Zweifel „im Kopf zurückgeblieben“ sind, dann dürfen wir dieselben für uns wohl erst recht in Anspruch nehmen.
Weitere Aufklärungen zur Gadaffi-Botschaft der anonymen Visionärin kann man bei den „Skeptikern“ nachlesen: http://blog.gwup.net/2011/10/21/die-rote-kuh-ist-da-jetzt-kommt-das-ende/
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


