Altes und originelles Advents-Brauchtum in Niederbayern und der Oberpfalz

Überall in den Häusern werden in der Adventszeit die Kerzen am Adventskranz angezündet. Vier Kerzen steckt man auf diesen Kranz, der uralte Symbole benutzt:

Den Kreis als Symbol der Hoffnung und des Lebenskreises, frisches Grün als Symbol der Fruchtbarkeit mitten im Winter und die ursprüngliche Kerzenfarbe Rot als Symbol für das Blut Christi. Paradeisl

An jedem Adventsonntag wird eine weitere Kerze entzündet, bis an Weihnachten mit der Geburt Christi das „Licht der Welt“ die Erde erhellt.

Paradeisl: Vorgänger des Adventskranzes

Bevor im ausgehenden 19. Jahrhundert Adventskranz und Christbaum in bayerische Bürger- und Bauernstuben eingezogen sind, war das Paradeisl der Schmuck der Vorweihnachtszeit.

Es besteht aus vier rotbackigen Äpfeln, von denen drei mit drei Holzstäbchen zu einem Dreieck zusammengesteckt werden. Dann baut man auf diesem Sockel mit weiteren drei Hölzern eine Pyramide, die von dem vierten Apfel gekrönt wird.

Die Hölzchen können mit Goldpapier umwickelt und mit grünen Zweigen wie Buchsbaum oder Tannengrün geschmückt werden. Schließlich wird in jeden Apfel eine Kerze gesteckt, und an jedem Sonntag im Advent kann eine Kerze angezündet werden.

Ein Strohhalm für jede gute Tat

Weil es wohl zu allen Zeiten schwierig war, kleinen Kindern den Advent zu erklären, als Zeit der Besinnung und Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, haben wohl Mütter vor zweihundert Jahren einen schönen Brauch ersonnen: Einen Strohhalm für jede gute Tat.

Dazu wurde schon im Advent  –  und nicht erst  -  wie heute üblic h -  am Heiligen Abend  –  eine Krippe aufgestellt. Manchmal war es auch nur die Futterkrippe, in der das Jesuskind später liegen sollte, die man vom Dachboden in die Stube holte, wo es im Herrgottswinkel oder an einem anderen „besonderen“ Platz aufgestellt wurde.

Hier stand nun die leere Futterkrippe und wartete auf die Strohhalme, die an Weihnachten das Jesuskind weich betten sollten. Nun gab es während der ganzen Adventszeit für jede gute Tat  -  und für jeden Tag, an dem das Kind besonders brav gewesen war  -  einen Strohhalm. Und je mehr gute Taten und brave Tage, desto weicher lag das Jesuskind.

Die Volkskundlerin Dorothea Steinbacher berichtet von einer älteren Bäuerin, die das „Strohhalmstecken“ noch aus ihrer Kindheit kennt. Für jedes gebetete Vaterunser habe die Mutter damals zu ihren vier Kinder gesagt, gäbe es einen Strohhalm für die Krippe, erzählte ihr die Frau: „Wir Dirndl haben wie die Wilden für das Christkindl Vaterunser gebetet, aber die Buben haben nur alle paar Tag einem einen Strohhalm „erbetet”.

Brauchtum zur hl. Luzia

Der Luzientag am 13. Dezember galt bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders im Jahr 1582 als Tag der Wintersonnenwende. Dieser Tag, der die bedrohliche winterliche Dunkelheit in die Hoffnung auf Licht umkehren sollte, wurde vermutlich schon in heidnischer Zeit von den Menschen gefeiert. Luzia

Die katholische Kirche legte dann den Tag der heiligen Luzia, der „Lichtbringerin“(vom lateinischen lux = das Licht) auf dieses Datum.

Der Legende nach starb Luzia um das Jahr 305 einen grausamen Märtyrertod. Um der aufgezwungenen Hochzeit mit einem heidnischen Jüngling zu entgehen, habe sie sich selbst beide Augen ausgerissen und sei ihm so entstellt gegenübergetreten, wie die Legende erzählt. Deshalb wird Luzia auch als Patronin der Augenkranken und Blinden verehrt.

In Italien, Spanien und Frankreich beten die Mütter zu Luzia um gute Augen für ihre Kinder. Vor allem in den nordischen Ländern begeht man am 13. Dezember das große Luziafest – mit der weiß gekleideten Luzienbraut, die eine Kerzenkrone trägt.

Die „schiache Luz“ im Bayerischen Wald

Im Bayerischen Wald fürchteten die Menschen früher die „schiache Luz“, eine Schreckensgestallt, die die dunklen Seiten dieses alten Mittwintertages verkörpert. Immer auf der Suche nach unartigen Kindern oder faulen Mägden, soll sie in der Nacht zum 13. Dezember ihr Unwesen treiben.

So wundert es nicht, dass die Frauen und Mädchen am Vorabend des Luzientages möglichst daheim blieben und betend Haus uns Stall ausräucherten.

Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein gab es den Brauch des Luzienumgangs in Sattelbogen bei Cham.

Dort zogen am Vorabend des 13. Dezember junge Mädchen in Gruppen durch die Straßen. Mit Kopftuch und Masken betraten sie schweigend die Häuser und wetzten in den Stuben ihre Sicheln. Dann verließen sie das Haus wieder und zurück blieben nicht nur zutiefst verschreckte Kinder.

In einigen Gegenden, vor allem im Dreieck Österreich, Bayern, Böhmen, findet man die heilige Luzia bis vor etwa 200 Jahren auch als Begleiterin des Nikolaus. Während der Nikolaus die Buben beschenkte, brachte sie den Mädchen die Geschenke.

In Österreich kam das weiß gekleidete „Lutscher“ mit Kerze, Kreuz und Kochlöffel in die Häuser. Fand sie dort Schmutz vor, schlug sie mit dem Kochlöffel um sich, war es aber ordentlich, verteilte sie Geschenke.

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Ältester Kreuzwallfahrtsort Norddeutschlands: Pilgerfahrt nach Kranenburg am 21. September

In Kranenburg am Niederrhein existiert bereits seit Beginn des 14. Jahrhundert eine besondere Verehrung des heiligen Kreuzes, das dort auch als “wundertätiges Kreuz” (siehe Foto) bezeichnet wird.  kreuz1

In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erlebte die Wallfahrt zum Kruzifix nach Kranenburg einen ersten Höhepunkt, so daß dort eine große Kirche errichtet wurde.

Nachdem die Pilgerströme im Laufe der Zeit teilweise nachließen, mitunter auch aus Gründen politischer Unterdrückung des Wallfahrtswesens, erlebte die Kreuzverehrung im 19. Jahrhundert einen neuen Aufschwung.

Auch die Jubiläumsfeiern von 1908 zogen viele Gläubige aus nah und fern an. Im Jahre 2008 konnte die Kranenburger Pfarrei St. Peter und Paul das 700-jährige Jubiläum der Kreuzwallfahrt begehen. schuetzenwallfahrt

Eine feierliche Kreuzprozession findet jährlich am ersten Sonntag nach Kreuzerhöhung (14.9.) statt.

11. Kreuzwallfahrt am 21. September 2013

Geistliche Gemeinschaften, darunter die “Marianische Gebetsgruppe Krefeld”, wollen in diesem Jahr wieder von Krefeld aus die Initiative ergreifen und nach Kranenburg pilgern, um dort  besonders für die Rettung der ungeborenen Kinder und die Erhaltung christlicher Glaubenswerte in Deutschland und Europa beten.

Die Kreuzwallfahrt in Kranenburg beginnt am Samstag,  den 21. September, um 15 Uhr mit Kreuzweg und Rosenkranz, um 17,30 Uhr wird eine hl. Messe mit Kreuz-Segen gefeiert; um 18,30 Uhr folgt eine Herz-Jesu-Andacht mit sakramentalem Segen.

Wallfahrtsleiter in Kranenburg ist Pfarrer Christoph Scholten.

Kontakt:  Joachim Pache
Geistliche Gemeinschaften im Bistum Aachen
47839 Krefeld-Hüls, Von-Harff-Straße 34
Tel. 02151-730592
eMail: joachim.pache@t-online.de
 

Fotos: http://www.kranenburg.de


München: Vortrag über böhmischen Marienwallfahrtsort Pribram am 24. Juni

Veranstaltung im Sudetendeutschen Haus in München, Hochstraße 8

Montag, 24. Juni 2013, 19 Uhr
Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, München           2013_06_24_Pribram

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Samerski über
berühmte Wallfahrtstätten in Böhmen: Pribram

Die Gründung des Marienwallfahrtsortes geht auf das Mittelalter und eine Marienstatue des Prager Bischofs Ernst von Pardubitz zurück. Erst in der Barockzeit wurde der Hügel mit einer prächtigen Kirchenanlage und dem gedeckten Zugang ausgestattet und zieht bis heute ungebrochen Pilger und Hilfesuchende aus nah und fern an.

Die Anlage und die dortige Wallfahrt ist ein typisches Beispiel der böhmischen Marien-Religiosität, die zwar immer wieder Höhen und Tiefen kennt, nicht aber ihren Charme und ihre Volkstümlichkeit eingebüßt hat.

Veranstalter: Ackermann-Gemeinde und Heimatpflegerin der Sudetendeutschen


Sudetendeutsche Vertreter überreichten Bischof Rudolf Voderholzer eine “Krumauer Madonna”

Der Regensburger Bischof ist Mitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Zu einem Antrittsbesuch bei Bischof Rudolf Voderholzer ist am gestrigen Dienstagnachmittag der Vorstand der Bezirksgruppe Niederbayern-Oberpfalz der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) nach Regensburg gekommen. borMedia1859901

Die drei Vertreter überreichten dem Regensburger Bischof eine Nachbildung der Krumauer Madonna. Vorsitzender Max Strecker sprach in diesem Zusammenhang von „landsmannschaftlicher Verbundenheit“.

Mit Freude, Ehre und Genugtuunghätten die Sudetendeutschen die Ernennung von Dr. Voderholzer zum Bischof von Regensburg aufgenommen.

Angesichts des Geschenks erklärte der Bischof, die Marienverehrung sei eine schöne Verbindung des gemeinsamen Kulturraums. Beiderseits drücke sich darin die Liebe zur Kirche aus.

Weitere Themen des Gedankenaustauschs waren der Amtsverzicht Papst Benedikt XVI. sowie künftige Aktivitäten der Sudetendeutschen Landsmannschaft, der Bischof Voderholzer als Mitglied angehört.  borMedia1859801

Seinerseits überreichte der Bischof den Band „Er führte mich hinaus ins Weite. Pater Victricius Berndt OFMCap (1915–2003). Lebensbild eines sudetendeutschen Priesters. Aufzeichnungen. Predigten. Erinnerungen“, den er 2006 zusammen mit Ernst Kögler herausgegeben hat.

Der vorbildliche Kapuzinerpater Victricius stammte aus dem Sudetenland und hatte als Religionslehrer und darüber hinaus maßgeblichen Einfluß auf die geistliche Entwicklung des Regensburger Oberhirten.

Erst am vergangenen Donnerstag hatte Bischof Voderholzer in Vilsbiburg am Grab des Kapuzinerpaters Victricius Weiß um dessen baldige Seligsprechung gebetet. Dessen Namen trug Victricius Berndt, sein Religionslehrer.

Quelle (Text/Fotos): Pressestelle des Bistums Regensburg


Bischof Rudolf Voderholzer beteiligte sich an der 184. Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting

Das feierliche Pontifikalamt mit Bischof Rudolf Voderholzer in der „Zeltbasilika“ von Altötting war am Samstagmittag der Höhepunkt der diesjährigen 184. Regensburger Fußwallfahrt.Fußwallfahrt nach Altötting Bischof Voderholzer Gottesdienst im Zelt

Der pilgernde Oberhirte rief tausende Gläubigen in seiner Predigt dazu auf, Brücken zu bauen statt Mauern zu errichten. Er lud dazu ein, die Vorbereitungen zum Katholikentag 2014 im Gebet und tatkräftig zu unterstützen.

Das überfüllte Zelt sowie die vielen Menschen auf der Wiese antworteten mit begeistertem Beifall und mit Dankbarkeit gegenüber Gott – auch für die Verbundenheit in der großen Gemeinschaft der Kirche.

Derzeit wird die St.-Anna-Basilika, in der die Gottesdienste sonst stattgefunden haben, umfassend renoviert. Das Zelt, in dem der Gottesdienst gefeiert wurde, ist benachbart im Garten des Kapuzinerklosters.

In seiner Predigt dort ging der Bischof auch auf das Motto der Regensburger Fußwallfahrt ein: „Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt…“

MARIA verbindet Himmel und Erde

So sei Maria an der Brücke zwischen Himmel und Erde besonders beteiligt. Ihr für Gottes Wort und Wille offenes Ohr habe diesen Brückenschlag  – die Menschwerdung Christi  – erst ermöglicht.

Mit den Gästen aus Böhmen, die den Katholikentag besuchen werden, sei man nicht zuletzt über den Brückenheiligen Johannes Nepomuk verbunden. Angesichts des bevorstehenden Pfingstfestes sagte Bischof Voderholzer, das Brückenbauen könnten die Christen aber nur leisten, wenn sie sich für die Kraft des Heiligen Geistes öffnen, der ihnen in Taufe und Firmung gegeben ist. Fußwallfahrt nach Altötting Bischof Voderholzer Vorbeter

Pilgerpfarrer Hannes Lorenz hob hervor, dass der Bischof ein ganzes Stück der Wallfahrt mitgegangen ist (siehe Foto), wofür die Gläubigen mit einem langanhaltenden Applaus dankten.

Bereits am Donnerstagfrüh waren tausende Teilnehmer von Regensburg aus auf die 111 Kilometer lange Strecke gestartet. Nach Schätzungen von Pilgerführer Bernhard Meiler waren es rund 8500 Gläubige, die am Samstagvormittag eine Stunde lang auf dem Altöttinger Kapellplatz vor der schwarzen Madonna vorbeizogen.

Die Zahl entspreche der Teilnehmerzahl der vorangegangenen Jahre, so Meiler. Viele unter ihnen hatten Tränen in den Augen, als sie erschöpft ihr Ziel erreichten. Bischof Rudolf Voderholzer war in den frühen Morgenstunden in Wald bei Massing zu den Pilgern gestoßen und hatte eine Strecke mit den Gläubigen gebetet und zu ihnen gesprochen.

Er drückte am Lautsprecher seine Freude über den unübersehbar großen Zug aus. Selten könne man den Satz Benedikt XVI.“Wer glaubt, ist nie allein”, so anschaulich erleben wie bei einer Wallfahrt, sagte der Bischof.

Anschließend dankte Bischof Voderholzer in der vollbesetzten Zeltbasilika auch den Teilnehmern der 178. Riedenburger Fußwallfahrt, die ebenfalls am Samstag, aber noch vor den Teilnehmern der Regensburger Fußwallfahrt in Altötting angekommen waren und zuvor Gottesdienst feierten.  

Freude herrschte in diesem Jahr über die Tatsache, dass es während der Wallfahrten wiederum keine gravierenden Zwischenfälle gab. Am Nachmittag nahmen viele Pilger den Sonderzug, der sie nach Hause führte. Zudem waren eigens Busse bereitgestellt worden, um die große Zahl an Gläubigen aufzunehmen. Allerdings prägten die zahlreichen Wallfahrer aus dem Bistum Regensburg noch stundenlang den Kapellplatz, zumal bei passendem Pilgerwetter.

Quelle (Text/Fotos): Presseamt des Bistums Regensburg


184. Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting vom 16. bis 19. Mai: Bischof Voderholzer sagte Teilnahme zu. – 10.000 Pilger werden erwartet

Pilgerführer Bernhard Meiler und Pilgerpfarrer Hannes Lorenz haben Bischof Voderholzer zur Teilnahme an der diesjährigen 184. Regensburger Fußwallfahrt eingeladen (siehe Foto: von links nach rechts).

Die Wallfahrt findet vom Donnerstag, 16. Mai, bis Samstag, 19. Mai 2013, statt. Der Bischof nahm die Einladung an und wird in diesem Jahr ein Stück des Weges mit den Fußpilgern mitgehen. borMedia1840101

Die beiden Verantwortlichen der traditionsreichen Fußwallfahrt von Regensburg nach Altötting stellten während des Gesprächs wichtige Details der Großveranstaltung vor, wobei sich herausstellte, dass der Bischof bereits gut informiert war.

Er erinnerte daran, dass er selbst zwölf Jahre lang mit den Gläubigen von Pförring aus an der Sternwallfahrt der Legion Mariens nach Altötting teilgenommen hatte.

Die Teilnehmer dieser Wallfahrt erreichen Altötting jeweils zwei Tage später als die Regensburger. Von Pförring aus hat der Weg eine Länge von 120 Kilometern.

Bei der Regensburger Fußwallfahrt werden in diesem Jahr erneut knapp 10.000 Teilnehmer erwartet, die auf dem Kapellplatz anlangen. Bis zu 20 Priester werden unter den Pilgern sein, bei denen an bestimmten Orten gebeichtet werden kann.

Der große Pilgergottesdienst am Pfingstsamstag in Altötting wird mit Bischof Rudolf in diesem Jahr nicht in der großen Basilika St. Anna gefeiert werden, da sie noch bis ins kommende Jahr renoviert wird. Allerdings wird der Gottesdienst im „Kirchenzelt“ im benachbarten Garten der Kapuziner zelebriert werden.

Die 184. Regensburger Diözesan-Fußwallfahrt „Zu unserer Lieben Frau von Altötting“ steht in diesem Jahr unter dem geistlichen Motto „Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt…“.


Volksfrömmigkeit: Papst ermutigt Traditions-Bruderschaften zu Christustreue und Missionsgeist

Wenn man in diesen Tagen durch Rom läuft, fallen einem an allen Ecken und Enden gleichförmig und mitunter etwas altertümlich gekleidete Gruppen auf, die historische und sakrale Stätten besuchen. Im Rahmen des Jahres des Glaubens hat der Vatikan auch an die Bruderschaften gedacht.

Dies sind meist von Laien getragene Zusammenschlüsse von Gläubigen, die eine wichtige Rolle für die Bewahrung kultureller und kirchlicher Traditionen an ihrem Ursprungsort spielen und an diesem Wochenende zu einer eigenen Pilgerfahrt in der Ewigen Stadt unterwegs sind.

Der Höhepunkt des Programms der 50.000 Bruderschafts-Katholiken war die gemeinsame Meßfeier am heutigen Sonntagvormittag mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz.

Mit den Begriffen „Evangelientreue, Kirchlichkeit, Missionsstreben“ charakterisierte der Papst die Bruderschaften und appellierte in seiner Predigt an sie: „Geht entschlossen den Weg der Heiligkeit; gebt euch nicht mit einem mittelmäßigen christlichen Leben zufrieden. Eure Zugehörigkeit sei für euch ein Ansporn, Jesus Christus mehr zu lieben.“ 

Quelle: Radio Vatikan


1. Mai: Große Wallfahrt zum Bogenberg in Niederbayern: “Maria in der Hoffnung”

Mehrere tausend Wallfahrer werden am 1. Mai 2013 auf den „Heiligen Berg Niederbayerns“ ziehen, um gemeinsam den Schutz der Gottesmutter zu erbitten. Vom Stadtplatz in Bogen pilgern die Gläubigen zum Bogenberg. Dort erwartet sie ein festliches Vorprogramm, bevor die Pilger zusammen mit allen bayerischen Bischöfen ein Pontifikalamt unter freiem Himmel feiern.   

Foto: Wolfgang Bouillon

Foto: Wolfgang Bouillon

Im Anschluss wird Bischof Rudolf Voderzolzer die Weihe an der Gottesmutter vor dem Gnadenbild in der Wallfahrtskirche erneuern. Die musikalische Gestaltung tragen rund 300 Mitglieder aus Kirchenchören des Dekanats Bogenberg-Pondorf, sowie der Kammerchor des St. Michael-Gymnasiums, Metten.

Vor zwei Jahren starteten die Bischöfe in Bayern eine Gebetsinitiative, die 2017 zum 100. Jubiläum der Erhebung der Gottesmutter zur Schutzfrau Bayerns ihr Ziel findet. Bis dahin sollen jedes Jahr die Gläubigen im Freistaat zusammen kommen, um gemeinsam den Schutz der Gottesmutter zu erbitten.

2011 pilgerten die bayerischen Pilger nach Altötting, 2012 nach Vierzehnheiligen. Heuer ist das Bistum Regensburg Gastgeber: „Kommen Sie auf unseren altehrwürdigen Bogenberg zum dortigen Marienwallfahrtsort. Ehren wir Maria, die Patrona Bavariae. Bitten wir sie alle um die Fürsprache für die vielen Belange von Kirche und Welt“, so Bischof Voderholzer in seiner Einladung.

Das außergewöhnliche mittelalterliche Gnadenbild einer schwangeren Gottesmutter hat der diesjährigen Wallfahrt auch den Leitsatz „Mit Maria voll Hoffnung leben“ gegeben.

Die Wallfahrt zum Bogenberg findet ihren Ausgangspunkt am Stadtplatz in Bogen um 14.30 Uhr. Ältere und kranke Menschen gelangen mit Shuttlebussen auf den Bogenberg. Der Malteser Hilfsdienst stellt Spezialtransporter für Menschen mit Behinderung bereit.

Mit Eintreffen der Prozession beginnt ab 15.15 Uhr ein Vorprogramm auf der „Festwiese“ mit Texten zur Geschichte des Bogenbergs, der Wallfahrt und des Gnadenbildes sowie Liedern und Gebeten. In der Wallfahrtskirche kann das Bußsakrament empfangen werden.

Um 16 Uhr beginnt der feierliche Pontifikalgottesdienst mit allen bayerischen Bischöfen und den Pilgern. Danach folgt die Erneuerung der Weihe an die Gottesmutter vor dem Gnadenbild in der Wallfahrtskirche durch Bischof Vorderholzer.

Foto: Wolfgang Bouillon

Foto: Wolfgang Bouillon

Ab 18 Uhr werden kostenlose Pendelbusse zu den Ausgangspunkten bereitgestellt. An mehreren Stationen wird auf dem Bogenberg für das leibliche Wohl der Pilger gesorgt.

Für Hörgeschädigte wird während des Festgottesdienstes eine Induktionsschleife installiert. An ausgezeichneten Stationen können dazu Kopfhörer ausgeliehen werden. Eine zusätzliche Ausstattung sanitärer Anlagen ist vorhanden.

Auf der Donau zum Bogenberg

Für die Wallfahrt und den Gottesdienst erhält jeder Pilger ein Pilgerheft und einen Pilgerschal. Gruppen können das Pilgerpaket vorbestellen. Alle anderen Gläubigen erhalten Heft und Schal vor Ort an den Ausgabestellen an den Parkplätzen, auf dem Stadtplatz in Bogen und auf dem Bogenberg.

In den jeweiligen Heimatpfarreien kann erfragt werden, ob eine organisierte Busanreise zum Wallfahrtsort angeboten wird.

Eine Besonderheit stellt die Anreise per Schiff dar:Von Straubing fährt die „Kristallprinzessin“ (ab 12.15 Uhr), von Deggendorf die „MS Sissi“(ab 12 Uhr) auf der blauen Donau zum Anlegeplatz unterhalb des Wallfahrtsberges. Für die Rückfahrt werden Busse eingesetzt.

Weitere Infos sowie zum Pilgerpaket und zur Buchung der Schifffahrten gibt das Bischöfliche Seelsorgeamt. E-Mail: seelsorgeamt@bistum-regensburg.de Telefon 0941 / 597-1601.

Die Geschichte des Wallfahrtsortes

Im Jahr 1104 begann laut der Legende die Wallfahrt zum Bogenberg. Das berühmte Gnadenbild soll damals die Donau flussaufwärts geschwommen sein und gelangte bis zum „Frauenstein“ am Fuß des Berges. Graf Aswin von Bogen, so erzählt die Geschichte, soll die Figur sodann auf den Gipfel gebracht und in der Schlosskapelle zur Verehrung aufgestellt haben. Eine romanische Steinmadonna, die heute in der Wallfahrtskirche zu bewundern ist, zeugt vom frühen Beginn der Pilgertradition im Mittelalter.

Die Wallfahrt erlangte schnell einen hohen Bekanntheitsgrad: In einer Urkunde des Papstes Honorius III. von 1223 wird der Bogenberg als „Berg der heiligen Maria“ genannt. Im Jahr 1295 entstand ein neuer Kirchenbau, das heutige Gotteshaus wurde 1463 gebaut. Zur Pflege der Wallfahrt baute das Kloster Oberaltaich neben der Kirche eine Konstante für Mönche. Daraus entstand später das Priorat Bogenberg. 1803 wurde das Kloster Oberaltaich aufgehoben, das barocke Prioratsgebäude findet bis heute seine Nutzung als Pfarrhaus.

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Vorschläge zum deutschen Kulturerbe für die UNESCO-Liste alsbald möglich

Organisationen können ihre Initiativen bei den Bundesländern einreichen

Am gestrigen Mittwoch hat der deutsche Botschafter bei der UNESCO in Paris die Urkunde zur Ratifizierung des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes hinterlegt.

Damit tritt das Übereinkommen in Deutschland in drei Monaten in Kraft. Dazu erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, in einer Pressemitteilung: 

Mit der Hinterlegung der Ratifizierungsurkunde in Paris gilt die UNESCO-Konvention zum immateriellen Kulturerbes auch in Deutschland. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt diesen lange überfälligen Schritt. Damit kann auch Deutschland als 152. Unterzeichnerstaat seine Kulturtraditionen für die internationale Liste anmelden.   DSC00969

Dadurch wird unserer vielfältigen Heimat-, Volks- und Alltagskultur endlich mehr Anerkennung zuteil. Bedingt durch die deutsche Geschichte sind in unserem Land unverfängliche Kulturtraditionen leider ignoriert oder tabuisiert worden.

Das UNESCO-Übereinkommen bietet uns nun die Chance zu einem neuen, weniger voreingenommenen Blick auf unser kulturelles Erbe. Unsere kulturelle und nationale Selbstvergewisserung wird dadurch in bedeutender Weise bereichert werden.

Die UNESCO hat als immaterielles Kulturerbe mündliche Traditionen und Ausdrucksformen einschließlich der Sprache, darstellende Künste, gesellschaftliche Bräuche und Feste, Wissen und Bräuche in Bezug auf die Natur und das Universum sowie traditionelle Handwerkstechniken definiert.

Die CDU/CSU-Fraktion ist sehr gespannt, welche Vorschläge aus der Gesellschaft für die UNESCO-Liste kommen werden. Von der Tradition der Volksmärchen, des Jahrmarktes, des Brotes, des Orgelbaus bis zum Mundart-Theater ist vieles denkbar. Wichtig ist uns, dass Vorschläge in einem Prozess ,von unten nach oben‘ entwickelt werden.

Vereine, Verbände und Organisationen können ihre Initiativen bei den Ländern einreichen. Ein Expertenkomitee trifft die Auswahlentscheidung, die anschließend auf nationaler Ebene zusammengeführt werden.“

Foto: Klaus Küble


Frohes Brauchtum: OSTER-Witze und OSTER-Märlein fürs OSTER-Lachen

Um die Auferstehungsfreude auszudrücken, gab es vor allem in katholischen Gebieten den alten Brauch des Osterlachens, wobei die Kanzel fast zur Bühne wurde, weil der Pfarrer seine Schäflein zu Beginn der Predigt durch Witze oder lustige Verse zum Schmunzeln oder gar zum Lachen brachte  – gleichsam eine “Theologie mit Augenzwinkern”.a (1)

Der Zusammenhang mit Ostern war klar: Christus ist auferstanden, dem Teufel ist dabei das Lachen vergangen, den Gläubigen aber umso weniger. Für den Himmel verspricht Christus jedenfalls: „Ihr werdet lachen!“ (Lukas 6,21)

Diese kirchliche Gewohnheit entstand im späten Mittelalter; besonders in Bayern war das “Ostergelächter” bis ins 19. Jahrhundert hinein weit verbreitet. Mitunter erzählte der Pfarrer auch ein paar drollige Geschichten oder Anekdoten, die dann als “Ostermärlein” bezeichnet wurden.

Allerdings wurde in einigen Regionen dabei wohl etwas übertrieben, so daß das Osterlachen in einem derben Klamauk ausartete. Daher wurde der Brauch zeitweise von den zuständigen Kirchenoberen verboten.

Heute werden mancherorts passende Witze oder heitere Geschichten beim Ostereier-Essen im Pfarrheim erzählt. In einigen Gemeinden trifft sich das Kirchenvolk nach der Osternachtsfeier zum gemütlichen Beisammensein mit dem Pfarrer.

Wir wollen nun dem alten Brauch die Ehre und ein paar Osterwitze zum Besten geben:

„Würden die Christen erlöster aussehen, dann würden auch mehr Menschen an die Erlösung glauben“, sagte einst Nietzsche. Ein Seminarleiter erklärte den angehenden Geistlichen: „Wenn Ihr vom Himmel predigt, lasst Euer Gesicht strahlen. Wenn Ihr von der Hölle predigt, genügt Euer normales Aussehen.“ 

Der feste Freund der großen Schwester wurde Ostern zum Mittagessen eingeladen. Nach dem Essen sagt er brav: “Mein großes Kompliment. So gut habe ich lange nicht mehr gegessen!”  - Da meint der kleine Bruder etwas brummig: “Wir auch nicht…”

Ein Rollstuhlfahrer, ein Vietnamese, eine Frau aus der ehem. „DDR“ und ein Schwuler unternehmen einen Osterspaziergang, einen sog. „Emmausgang“. Die vier Wanderer kommen in ein Gasthaus und der Wirt meint: „Ihr seid ja eine interessant gemischte Gruppe. Wer seid Ihr denn?“  -  Darauf antworteten sie gemeinsam: „Wir sind die Bundesregierung.“  DSC_0172-2-2-2

Am Samstagabend sitzt Mutti noch spät in der Küche und färbt die Ostereier für das Fest heimlich hinter geschlossener Tür. Die dreijährige Tochter liegt im Bett und schläft. Plötzlich wird sie wach, steht auf und sieht die Mutter beim Eierfärben. “Was machst Du denn da?” fragt sie ganz überrascht. “Ach weißt Du, der Osterhase hat doch so viel Arbeit jedes Jahr und ich wollte ihm einfach dabei helfen.”  -  Die Tochter schluchzt und sagt nur “Arme Mutti.” –   Am nächsten Tag gehen sie zusammen in ein großes Kaufhaus. Sie stehen auf der Rolltreppe; durch die Regale sieht die Dreijährige einen großen Osterhasen im Gras liegend mit einer Möhre in der Pfote. Das Kind ruft empört: “Schau Mutti, dieser faule Sack! Der liegt da im Gras und Du kannst für ihn arbeiten!”

Zwei Hennen stehen vor einem Schaufenster und betrachten die bunten Oster-Eierbecher. Da sagt die eine erstaunt: “sagenhaft, tolle Kinderwagen haben die hier!”

Einem 60-jährigen Mann erscheint im Traum ein Engel und sagt zu ihm: „Du hast einen Wunsch frei. Gott will dir eine neue Oster-Erfahrung schenken. Aber überlege gut, was Du Dir wünscht. Gott erhört Gebete, aber oft ganz anders, als wir denken.“ –  Der Mann überlegt und sagt dann nicht gerade sehr christlich: „Ich möchte eine 30 Jahre jüngere Frau.“  - Als er am nächsten Morgen aufwacht, war er 90.

Die Religionslehrerin fragt: „Na, wer war denn Ostern in der Kirche  –  und wie hat es Euch gefallen?“  -  Darauf Fritz: „Oh, stinklangweilig, der Pfarrer hat so lange gepredigt.“  -  Theo: „Die eintönige Musik ist echt nicht so mein Ding.“  – Dann meldet sich Julia begeistert zu Wort: „Ich fand es ganz toll. Die Leute haben ständig gesungen: Hallo Julia, Hallo Julia, Hallo Julia.“   Wasser-008-2-4-2

Auf dem Hühnerhof ist Hochbetrieb. Ostern steht vor der Tür. In einer kleinen Arbeitspause kommen zwei Hennen ins Gespräch. Sagt die eine Henne: “Nanu, Sie legen ja kugelrunde Eier!”  - Meint die andere Henne: “Ja, das ist ein Spezialauftrag vom Golfklub.”

Stefan kauft alle paar Tage in der Apotheke Schlankheitsmittel. Eines Tages fragt ihn der Apotheker: “Ist das alles für Deine Mutter?”  -  “Nein, für meine Kaninchen. Mein Vater hat gesagt, wenn sie fett genug sind, werden sie zu Ostern geschlachtet…”

Internationales Managerseminar: 30 Teilnehmer treffen sich um Ostern herum zu einem Wissenstest. “Das geht ganz einfach”, erklärt der Seminarleiter, “ich nenne ein Zitat und Sie sagen mir, wer es wo und wann geschrieben hat.”   -  Der Manager beginnt mit dem bekannten Gedicht “Osterspaziergang” von Goethe: “Also los: “Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…”  -  Eisiges Schweigen, bis sich ein Japaner meldet: “Johann Wolfgang von Goethe, Faust,  Osterspaziergang, 1806.”   -  Alle murmeln anerkennend, der Seminarleiter nennt das nächste Zitat: “Der Mond ist aufgegangen, die goldenen Sternlein prangen…”  –   Wie aus der Pistole geschossen kommt die Antwort vom Japaner: “Matthias Claudius, Abendlied, 1782.”   -  Die anderen Teilnehmer sehen betreten zu Boden, als der Tagungsleiter wieder loslegt: “Festgemauert in der Erden…”  – “Schiller”, strahlt der Japaner, “das Gedicht von der Glocke, 1799.”   -  In der ersten Reihe murmelt einer der Manager: “Scheiß Japaner!”   – Wieder ertönt die Stimme des Japaners: “Max Grundig, CEBIT, 1982!”

Wer einen weiteren Osterwitz kennt, möge ihn bitte mitteilen -  danke!

FOTOS: Dr. Bernd F. Pelz


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