Rezension von Werner Olles über die katholische Zeitschrift “Theologisches”

Unter dem Titel “Dialog mit der Welt” erschien in der Wochenzeitung “Junge Freiheit” vom 18. Juli 2014 (Nr. 30/2014) folgende Besprechung von Werner Olles über die katholische Zeitschrift “Theologisches”:

Es sind die ethischen Prinzipien, die einen katholischen Journalismus grundlegend von der Sensationsmentalität und politisch-kulturellen Korrektheit der üblichen “Qualitätsmedien” unterscheiden.  Theologisches

Manfred Hauke, Herausgeber der von Wilhelm Schamonie begründeten und inzwischen im 44. Jahrgang erscheinenden katholischen Monatsschrift “Theologisches” beschreibt im Editorial des diesjährigen Sommerheftes (Juli/August 2014), wie wichtig dabei “eine Kultur der Begegnung und die Achtung vor der Wahrheit” sind.

Dabei erzwinge engagierter katholischer Journalismus geradezu die Nowendigkeit, sich mit der Funktionsweise der neuesten Medien auszukennen, “um einen erfolgreichen Dialog mit der  Welt aufzunehmen und für diese Welt zum Wegweiser zu werden”, wie Robert Necek, Fachmann für Medien und soziale Kommmunikationi sowie Pressesprecher des Erzbistums Krakau, in seinem Beitrag betont.

Als Beispiel bringt Necek die einschlägigen Äußerungen von Papst Franziskus ein, der anläßtlich des fünfzigsten Jahrestages des Dekretes über die sozialen Kommunikatonsmitel, “inter mirifica”, hervorhob, daß das Medienmilieu zu einer Entwicklung “für eine glückliche, mit der menschlichen Gemeinschaft verbundene Zukunft” oder aber auch “zu einer allmählichen Desorientierung und einer tragischen Zukunft voller Spaltungen und Mißverständnisse” beitragen könne. 

In diesem Sinne sei das Konzilsdekret “Inter mirificia” ein immer noch aktuelles Dokument, das zum Nachdenken anrege.

Ihre “Eindrücke vom Katholikentag in Regensburg” schildert Felizitas Küble in dem gleichnamigen Beitrag. Nachdem si012_9e als 17-jährige Schülerin ersten ihren Katholikentag 1978 in Freiburg erlebte, mit riesigen Teilnehmermassen und einer glaubensfrohen Stimmung, wurde ab Anfang der 1980er Jahre aus dem “beschwingten Kirchenfestival” zunehmend ein “Tummelplatz reformkatholischer Initiativen und linkslastiger Protestgruppen”.

FOTO: Infostand des theologisch konservativen Christoferuswerks auf dem diesjährigen Katholikentag in Regensburg

Der auch in den Medien vorherrschende rot-grüne Trend färbte auf Programm und Gestaltung des Katholikentages ab, konservative und romtreue Gruppierungen erhielten trotz mehrfacher Anmeldung keinen Infostand, während ultralinken Gruppen eindeutig bevorzugt wurden.

Auf dem 99. Deutschen Katholikentag Ende Mai dieses Jahres bekamen glaubenskonservative Persönlichkeiten und besonders Sprcher und Initiativen aus der Lebensrechtsbewegung endlich deutlich mehr Gewicht und waren bei öffentlchen Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und auf der sogenannten “Katholikentagsmeile” gut vertreten.

Zwar folgten wütende und plemisierende Kommentare von betont linker Seite, die Autorin versteht die Empörung des Gegners jedoch als Kompliment und kommt bei aller Detailkritik zu dem Schluß, daß es sich um den “vergleichsweise besten Katholikentag der letzten Jahrzehnte” handelte.

Beiträge unter anderem über den “Kreuzestod Jesu unter medizinischen Gesichtspunkten”, “Erlösung im Zeitalter der Autonomie” und “Irrwege des Genderismus” vervollständigen das wie immer lesenswerte Heft.

Kontakt: Verlag nova & vetera, Estermannstr. 71 in 53117 Bonn
http://www.theologisches.net

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Mosab H. Yousef, selbst ein “Sohn der Hamas”, warnt vor radikalem Islam in Gaza

Hamas trägt die Schuld an dem gegenwärtigen Krieg im Gazastreifen. Das hat Mosab Hassan Yousef (siehe Foto), der Sohn des Hamas-Mitgründers Scheich Hassan Yousef, in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CNN erklärt.  140731_Yousef

Außerdem sei es das erklärte Ziel dieser radikal-islamischen Organisation, die Bevölkerung im Gazastreifen, insbesondere die Kinder, zu Geiseln ihrer totalitären Ideologie zu machen.

Aus seiner Sicht gibt es nur einen Weg, das Leben sowohl der palästinensischen wie der israelischen Zivilisten zu schützen: die komplette Zerschlagung der Hamas-Organisation und ihrer Infrastruktur.

Die Militäraktion der israelischen Streitkräfte billigt Mosab H. Yousef ausdrücklich, weil sie ohne Alternative sei: Es gehe darum, zukünftige Kriege zu vermeiden und die Menschen in Gaza von der Terrorherrschaft der Hamas zu befreien.

Der in Ramallah geborene Yousef saß einst im israelischen Gefängnis, weil er als junger Mann an der gewaltsamen “Intifada” gegen Israel teilnahm; später bewegte er sich als Assisent seines Vaters in den höchsten Rangstufen der Hamas und der Fatah von Arafat. Später gab es einen Sinneswandel wegen der von ihm selbst beobachteten Brutalität der Hamas: er wurde ein TOP-Agent der Israelis.

Nachdem der “grüne Prinz” (so sein Deckname in Israel) mit Hamas gebrochen hatte, konvertierte er zum Christentum, was im Islam ohnehin als Abfall und Verrat gilt, erst recht bei der Hamas.

Der Ex-Häftling hatte Zugang zu palästinensischen Terroristen, Drahtziehern und Selbstmordattentätern; er verhinderte Dutzende Anschläge, indem er die Israelis vorzeitig informierte. Heute lebt der 36-Jährige in den USA, wo er Asyl erhielt.395223_m

Er wurde oft gefragt, warum er einer Organisation, die ihn großzog, den Rücken kehrte. Für Yousef und andere Aussteiger war die Entscheidung einfach:

„Die Hamas kümmert sich nicht um das Leben eines Palästinensers, es schert sich nicht um das Leben eines Israeli oder Amerikaners. Die Hamas-Mitglieder interessieren sich nicht einmal für ihr eigenes Leben. Sie wollen für ihre Ideologie sterben. Doch wie kann man in so einer Gesellschaft leben?“, beantwortet Yousef die Frage.

BILD: Yousef veröffentlichte vor vier Jahren sein Buch SOHN DER HAMAS.

Dennoch sei es kein einfacher Beschluß gewesen. Yousef erinnert daran, daß er mit einem Ausstieg aus der Hamas gleichzeitig alles verloren hat, zB. seine Heimat, die Familie, zahlreiche Freunde…

Desinformation kleiner Kinder durch Hamas-Propaganda

Viele in seinem Volk würden niemals die Wahrheit erkennen, weil sie schon in jungen Jahren indoktriniert werden:

„In den Moscheen erzählte die Hamas: Wenn wir kein unschuldiges Blut für die Ideologie vergießen, werden wir nicht in der Lage sein, einen islamischen Staat zu errichten. Als wir fünf Jahre alt waren, fing unsere Vorbereitung an“, erzählt Yousef. „Und heute, wenn ich die Kinder von Gaza anschaue, weiß ich, dass sie keine Chance haben.“ 120714022411-b1-

In dem TV-Interview wurde der “Sohn der Hamas” gefragt, ob Israel oder ein anderes Volk mit solchen Gruppen wie der Hamas zusammenleben kann. Seine Antwort: „Die Hamas sucht keine Koexistenz. Ihr einziges Ziel ist die Eroberung“ – und die kenne keine Grenzen. Der christliche Araber erläutert:

„Die Zerstörung Israels ist nicht das Endziel der Hamas. Die Hamas will ein islamisches Kalifat aufbauen. Einen islamischen Staat, erbaut auf den Trümmern jeder anderen Zivilisation.“

Quellen: http://www.israelheute.com / http://www.jesus.ch / Haloam / CF

WEITERE INFOS hier: http://charismatismus.wordpress.com/2012/06/23/10364/


Starke Frauen in Lateinamerika: Christinnen, die sich für Arme und Entrechtete einsetzen

Buchbesprechung von Lucia Tentrop

War es nur Zufall, dass mir ausgerechnet gegen Ende der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ein Buch in die Hand kam, in dem 12 voneinander unabhängige Autorinnen und Autoren aus dem deutschen Sprachraum die Lebensgeschichten von  12 starken Frauen in Lateinamerika vorstellen?  tentrop1

Stellvertretend für viele andere Frauen, die in den Ländern dieses Kontinents ihr Leben für die Menschenrechte einsetzen oder verloren haben, werden 12 Frauen namentlich genannt. „Es sind Lebensgeschichten von Wut und Verzweiflung, von  Mut und hartnäckigem Gottvertrauen, von Gewalt und Mord, aber auch … von Träumen, die wahr werden.“

Seit Jahrzehnten gaben bzw. geben ungewöhnliche Frauen den Ärmsten in Lateinamerika erfolgreich Hilfe zur Selbsthilfe:  Sie gründen Bildungsstätten, Gewerkschaften für Hausmädchen, Produktionsbetriebe für Frauen,  solidarische Gemeinschaften. Oft leben sie als Arme mit den  Armen zusammen. Sie teilen mit ihnen das Leben, unter Umständen aber auch deren Schicksal:   

„Der Tod des Waldes ist das Ende unseres Lebens“ stand auf dem T-Shirt der 2005 auf offener Straße erschossenen Dorothy Stang.

Die aus Ohio stammende brasilianische Ordensschwester hatte sich angesichts der Abholzung des Regenwaldes und des Elends gnadenlos vertriebener oder ermordeter Kleinbauern Brasiliens beharrlich für eine Agrarreform eingesetzt  und war so den Mächtigen als “Unruhestifterin“ lästig geworden –  zumal sie in Armut mit den Armen lebte und als Christin verehrt  und geliebt  wurde.

„Stang war alles andere  als eine Heilige“,  verkündete der Präsident  der Holz- und Agrar-Lobby,  „sondern hat uns zwanzig Jahre lang nur Probleme gemacht.  Sie ist für ihren Tod selbst verantwortlich…“  –  Andere „Unruhestifter“  lässt der Staatsterrorismus mit oder ohne Verhaftung  „verschwinden“. Das erregt weniger Aufsehen. Mit_Leidenschaft_leben_01

Von der aus Spanien stammenden peruanischen Rechtsanwältin Pilar Coll Torrendes, die sich u.a. um den „verschwundenen“   Präsidenten der Menschenrechtskommission bemühte, wird immerhin berichtet, dass  ihr 1998 der nationale Menschenrechtspreis in Peru verliehen wurde…..

Von der ursprünglich französischen Schwester Alice Cathy Domon in Argentinien aber wird angenommen, dass man sie wie viele Andere „abgelegt“,  d.h. nach Verhören und Folterungen aus dem Flugzeug über dem Meer abgeworfen hatte.  Sie lebte mit den Armen in deren Elendsvierteln, arbeitete als Putzfrau und Haushälterin, um den Leidenden in solidarischem Mit-Sein beizustehen.

Sie stand auch der politisch bedeutsamen Gruppe der „Madres“ nahe,  Mütter, deren Angehörige „verschwunden“ waren…..

Ich habe mich lautstark über jedes deutsche Tor gefreut und ab Halbfinale sogar dafür gebetet. Nun ist die WM vorbei. Die großen Stadien in Brasilien sind leer. Die Armen dieser Welt haben uns reich beschenkt: Wir hatten tolle gemeinschaftliche Abende.  Nicht nur die FIFA, sondern unzählige Gaststätten, Firmen und Medien auf der ganzen Welt haben gute Geschäfte gemacht.

Was bleibt der Welt von dem großartigen Event erhalten?  –  Hatten die Spiele einen Ausblick, der über sie selbst hinausweist?

Ich sehe innerlich immer wieder die Szenen, in denen die siegreichen Spieler der deutschen Mannschaft, statt sich in protzigen Siegerposen zu gefallen, die lateinamerikanischen Verlierer spontan umarmten. Erst im Nachhinein werden mir diese Umarmungen der Gegensätze, der Gewinner und Verlierer, der reichen und der armen Welt, als Anstoß des Fußballs in eine andere Ebene bewusst.

Die ganze Welt war dabei. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, diese TV-Bilder für uns weiterleben zu lassen, sie zu vergrößern und medial aufzubereiten, damit sie in unserer Seele wirken und sich der  Welt als Botschaft der Hoffnung zu erkennen geben?

Das Buch „Mit Leidenschaft leben und glauben – 12 starke Frauen Lateinamerikas“ wurde von 3 Theologen im Verlag Peter Hammer herausgegeben:  Annegret Langenhorst, Johannes Meier und Susanne Reick; ISBN 978-3-7795-0285-2

Unsere Autorin ist Musikwissenschaftlerin und Religionslehrerin, geboren in Westfalen, heute in Berlin lebend
 
Kontaktdaten: Lucia Tentrop, Wundtstraße 40-44 in 14057 Berlin                                                  
http://www.Lucia-Tentrop.de

Faktenstarker Roman der Wissenschaftlerin Edith Breburda über Biotechnologie

Von Klemens Hogen-Ostlender

Schon mit ihrem Buch „Verheißungen der neuesten Biotechnologien“ hatte Edith Breburda (siehe Foto) auf die Gefahren angesichts der Möglichkeiten heutiger Wissenschaft hingewiesen. Dr. Breburda

Jetzt hat die ehemals an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätige Medizinerin, die heute in den USA tätig ist, ein neues Werk vorgelegt:

„Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst?“ behandelt erneut das Thema Biotechnologie, diesmal aber in Romanform.

Der Inhalt des in deutscher Sprache erschienenen Werkes ist allerdings keine Fiktion, sondern geradezu faktenlastig. Eingebettet in die Rahmenhandlung um einen Professor namens McClone und dessen Assistenten wird der Leser in die grüne, rote und weiße Gentechnik eingeführt.

Grüne Gentechnik wird in erster Linie in der Landwirtschaft und im Lebensmittelbereich eingesetzt und beschäftigt sich mit der Züchtung neuer Pflanzenarten, die zum Beispiel besonders resistent gegen Schädlingsbefall sind.

Rote Gentechnik findet in der Medizin ihre Anwendung, um neue diagnostische und therapeutische Verfahren zu entwickeln und neue Medikamente herzustellen.

Weiße Gentechnik wird in der Industrie zur Herstellung von Mikroorganismen, Enzymen und Chemikalien benutzt, um die Produktqualität zu steigern. GC vernichten wir uns

Beispiel Giftmais: Jahrelang pflanzte der hessische Bauer Gottfried Glöckner gentechnisch veränderten Mais an. Als seine Milchkühe missgebildete Kälber zur Welt brachten und eine nach der anderen starb, ließ er Untersuchungen anstellen. Im Darm der Tiere befand sich ein Gift, das die Maispflanze produziert, um den Darm von Mais-Schädlingen zu perforieren, damit die Insekten sterben.

Beispiel Bisphenol-A: Eine chemische Verbindung, die zum Beispiel als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt wird. Bisphenol-A findet sich mittlerweile in jedem dritten Kosmetikprodukt, in Farben, Zahnpasta, Reinigungsmitteln, Klebstoffen und Textilien.

Die Chemikalie ruft im menschlichen Organismus die gleiche Wirkung hervor wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Eine Langzeitstudie in den USA bewies, dass gerade geringe Dosen von Hormonanaloga schwere Schäden wie Neigung zur Fettsucht, Hyperaktivität und Störungen der Gehirnentwickung ungeborener Kinder hervorrufen können.

Beispiel Stiftungsprofessuren: Edith Breburda geißelt in ihrem Buch auch das Sponsoring von Lehrstühlen durch Firmen in Zeiten leerer öffentlicher Kassen. Sie führt das Beispiel eines bekannten Kaffeerösters an, der im Jahre 2006 Wissenschaftler von vier Universitäten dafür bezahlte, zu erforschen, ob Kaffee als Gesundheitsmittel gegen Adipositas, Krebs und Diabetes angepriesen werden kann. Am Ende kam genau das gewünschte Ergebnis heraus. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

*
Buch-Daten: Edith Breburda. Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst? Scivias Verlag, Madison, Wisconsin. ISBN 9780615926650, 254 Seiten, 15,79 Euro.

Erstveröffentlichung dieser Rezension im “Gießener Anzeiger” vom 28.6.2014

TIP: Dieses Breburda-Buch kann bei uns bestellt werden  – wir liefern portofrei: Tel. 0251-616768  / Mail: felizitas.kueble@web.de


Sachbuch entlarvt “neue Zugänge” zu Gott als alte Methoden der Verführung

Von Andreas Späth

Buch-Daten: Thorsten Brenscheidt. „Spürst du Gott schon oder liest du noch die Bibel? – Neue Trends unter Evangelikalen. Lichtzeichen-Verlag 2014, 334 Seiten, 9,95 Euro, ISBN 978-3-869541-53-2

Seit einiger Zeit gibt es eine Reihe regelrechter Stars in der christlichen Szene, deren Bücher rasenden Absatz finden, deren Veranstaltungen bestens besucht sind. Ihre Verkündigung wird viel gelobt. Aber  –  ist diese Verkündigung biblisch fundiert? 548153

Dieser Frage ist der Autor, dessen Buchtitel an den Werbeslogan einer bekannten Möbelkette erinnert, akribisch nachgegangen.

Er vergleicht Aussagen von Joyce Meyer, Max Lucado und Anselm Grün – um nur einige zu nennen, mit den Aussagen der Heiligen Schrift.

Weiter noch, Brenscheidt vergleicht die Stellung dieser Autoren zur Hl. Schrift. Mit erschütternder Klarheit legt er die alten Schwärmereien bei den neuen „Stars“ der christlichen Szene frei und entlarvt neue Zugänge zu Gott als alte Methode der Verführung.

Mit Luther stellt er fest: „Diejenigen, welche Offenbarungen und Träume im Munde führen und suchen, sind Gottes Verächter, da sie mit seinem Wort nicht zufrieden sind. Ich erwarte in geistlichen Dingen weder eine Offenbarung, noch Träume; ich habe das klare Wort; deshalb mahnt Paulus (Gal. 1,8), man solle sich daran hängen, auch wenn ein Engel vom Himmel anders lehrte.“

Diese anderen Lehren klingen indes so menschenfreundlich, verständnisvoll und kommen unseren Bedürfnissen so sehr entgegen.

„Das Leben genießen“ wird als Schwerpunkt christlicher Existenz verkauft. Was dazu wohl die Geschwister in der Verfolgung zu sagen hätten?

Bei Joyce Meyer dreht sich z.B. vieles um das ‚Selbst‘: „Selbstliebe, Selbstfürsorge, Selbstbewusstsein, Selbstverwirklichung“  –  von Selbstverleugnung und Kreuzesnachfolge liest man da wenig. 0018

Ebenso deckt Brennscheidt die Parallelen mancher „christlicher“ Autoren zur Esoterik auf und belegt mit zahlreichen Zitaten, wie versucht wird, aus Gott mitunter eine Art „Wunschautomat“ zu machen.

Leider muss man nach der Lektüre des Buches feststellen, dass offenbar auf nicht wenige Christen zutrifft, wovon Paulus mahnend und warnend im 2. Timotheusbrief (4,3ff.) schrieb:

„Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.“

Und er nennt auch gleich das notwendige Antidot: „Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.“

Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit, dem eine weite Verbreitung zu wünschen ist.
 
Unser Autor Andreas Späth ist Leiter der evangelikalen “Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis” (KSBB) in Bayern, Postfach 1131 in 91502 Ansbach, Tel.:09871-444-956, Fax: 09871-444-954, E-Mail: ksbb-bayern@gmx.net

Dieses fundierte und lesenswerte Buch kann hier direkt bestellt werden: http://lichtzeichen-shop.com/Neuheiten/Spuerst-du-Gott-schon-oder-liest-du-noch-die-Bibel.html

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Zeitschrift “Diakrisis” (Nr. 5/2014), herausgegeben von der Internationalen Konferenz bekennender Gemeinschaften

 

 


Der Historiker Ulrich Nersinger über den kleinsten Staat der Welt

Der deutsche Historiker und Journalist Ulrich Nersinger hat ein neues Buch über den kleinsten Staat der Welt vorgelegt: „Der unbekannte Vatikan“ heißt es.

Dem Autor wurde die Ehre zuteil, sein Werk dem Papst persönlich überreichen zu dürfen. Am vergangenen Mittwoch war es nach der Generalaudienz soweit. „Wird gelesen!“, antwortete der Papst auf Deutsch. 1_0_809751

Gudrun Sailer von Radio Vatikan führte danach ein Interview mit ihm – hieraus folgen einige Auszüge:

„Es tauchen ja immer wieder Fragen zum Vatikan auf, aber oft sind die Antworten nicht befriedigend, weil sie mit Fachwörtern versehen sind, die man nicht kennt. Das Buch will versuchen, den Vatikan verständlich darzulegen.“

In 13 Kapiteln geht Ulrich Nersinger dem Innenleben des Vatikanstaates nach. Er schreibt über die historischen Anfänge, das Petrusgrab, über den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhles, die Kardinäle, die Liturgien und Zeremonien der Päpste, das Audienzwesen bis hin zur Feuerwehr, der Schweizergarde und den vatikanischen Münzen und Briefmarken.

Als Historiker ist dem aus Eschweiler bei Aachen stammenden Nersinger besonders an den Längsschnitten durch die Zeit gelegen, wie er sagt: „Die Geschichte ist der Lehrmeister, der uns nahebringt, was die Substanz dieser Dinge ist. Das wird heute zu wenig gesehen – man muss einen Blick zurückwerfen und bekommt dann die Antworten für die Zukunft.“  

So manche Geste und Entscheidung von Papst Franziskus erstaunt den Historiker schon deshalb nicht, weil er Ähnliches aus der Geschichte bereits kennt.

Dass Franziskus darauf verzichtet hat, im Apostolischen Palast zu leben, und stattdessen im vatikanischen Gästehaus Santa Marta dauerhaft Quartier bezogen hat, ist sogar eine vergleichsweise unbedeutende Meldeangelegenheit, bedenkt man, wo überall Päpste in den vergangenen 2000 Jahren schon residierten.

„In den ersten Jahrhunderten war die Residenz, die Wohnung des Papstes, beim Lateran, bei der Bischofskirche der Päpste. Dann war sie für die sogenannte Babylonische Gefangenschaft in Avignon in Südfrankreich, und auch danach ist man zwar in den Vatikan gezogen, hat aber dennoch manchmal außerhalb gewohnt, in Viterbo und anderen Städten rings um Rom herum.

Auch als der Hauptwohnsitz der Vatikan war: Man hat im Sommer etwa im Quirinalspalast (in Rom) gewohnt, manche Päpste haben auch im Palazzo Venezia ihre Residenz gehabt. Andere haben kleine Residenzen im Vatikan selbst vorgezogen, die berühmte Casina Pius IV. in den Vatikanischen Gärten etwa. Leo XIII. hat sich einen kleinen Turm erbauen lassen in den Gärten. Und Castelgandolfo war die Sommerresidenz der Päpste, die manche bevorzugt haben, manche aber auch nicht.”

Ulrich Nersinger ist bereits mit mehreren Büchern über den Vatikan hervorgetreten, die sich alle durch breite Kenntnis und solide historische Recherche auch in entlegenen Quellen auszeichnen. Darüber, dass er sein neuestes Werk Franziskus persönlich überreichen durfte, freute er sich besonders.

„Ich fand es sehr schön, dass er dann ganz plötzlich ins Deutsche wechselte. Ich habe ihm das Buch versucht, auf Italienisch zu erklären, dann hat er selber gesagt, ah, der unbekannte Vatikan. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass in dem Buch auch die neuen Initiativen, die er setzen möchte, enthalten sind, und dann kam er darauf, dass er hoffe, das könne auch realisiert werden!”

Buchdaten: Ulrich Nersinger: Der unbekannte Vatikan. Media Maria Verlag, 272 Seiten, Preis 17,95 Euro. – Bestellen online hier: http://www.media-maria.de/product_info.php?products_id=4060

Quelle für Text und 1. Foto: http://de.radiovaticana.va/news/2014/06/28/unser_buchtipp:_ulrich_nersinger,_der_unbekannte_vatikan/ted-809751

BUCH-Empfehlung: “Die Löwen kommen” von Vladimir Palko

Buch-Daten: Vladimir Palko. Die Löwen kommen. Warum Europa und Amerika auf eine neue Tyrannei zusteuern. 2014 als Übersetzung aus dem Slowakischen im fe-Medienverlag (Kißlegg) erschienen. 504 Seiten, nur 12,80 €. dieloewenkommen

Der Autor Vladimir Palko, geboren 1957, studierte Mathematik an der Comenius-Universität in Bratislava; er war viele Jahre Abgeordneter der Christdemokratischen Bewegung im Slowakischen Nationalrat.

Von 2002 bis 2oo6 war er Innenminister der Slowakischen Republik. Zur Zeit arbeitet er als Dozent für Mathematik an der Paneuropäischen Hochschule in Bratislava. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Die Metapher „Die Löwen kommen“ erinnert zunächst an die Christenverfolgungen in der Endphase des Römischen Reiches, als die Auslieferung von Christen an die Löwen nicht nur zu ihrer Vernichtung, sondern auch zur Ergötzung des Volkes in der Arena dienen sollte.

In seinen ausführlichen Erinnerungen zeigt der Verfasser auf, daß Feinde des Christentums sich heute gleichsam wie geistige Raubtiere an jene heranmachen und sie zu verderben versuchen, die an gesellschaftlich wichtigen Positionen deutlich christliche Werte vertreten.

Mächtige linksliberale Meinungsmacher beherrschen Schlüsselstellen in den Medien (Fernsehen, Radio, Presseagenturen und Redaktionen).

Zerstörung geistiger Werte durch die 68er Revolte

Als wacher Christ nimmt Vladimir Palko wahr, wie nach dem Zerfall des Bolschewismus dessen Art der Christenverfolgung  –  mit Ausnahme von Nordkorea  –  in christenfeindlichen Regionen zwar kaum noch vorkommt, daß aber eine seit den 1960-iger Jahren sich über die Lande ergießende Kulturrevolution in großen Teilen Amerikas und Europas erfolgreicher zu sein scheint, was die Zerstörung geistiger Werte und des christlichen Selbstbewußtseins betrifft, als einst der Kommunismus.

In acht Kapitel zeigt der Autor Ursachen, Entwicklungen und konkrete Folgen unserer heutigen Kultur- und Gesellschaftskrise auf.

Im siebenten Kapitel stellt er den Aufstieg und den dann schleichenden Zerfall der slowakischen Christdemokratie dar; sie spiegeln das wieder, was sich in ähnlicher Form mehr oder weniger auch in christdemokratischen Parteien anderer europäischen Länder zeigt.

Fazit: der versuchte Spagat zwischen Grundsatztreue und in Grenzen notwendiger Anpassung an soziologische Entwicklungen gelang nicht.

So verwundert es auch nicht, daß viele maßgebende christdemokratische Politiker vor die Wahl gestellt, teilzuhaben an parlamentarischer Macht oder um christlicher Ideale willen in die Opposition zu gehen, ersteres wählten.

Aus der Erkenntnis: eine Politik nach dem Evangelium ist nicht mehrheitsfähig, entschieden sich die meisten  –  um ‚Schlimmeres’ zu verhindern – Kompromisse, oftmals auch ‚faule’ Kompromisse einzugehen.

Die Folgen der Kulturrevolution brachten und bringen es mit sich, daß über 2000-jährige moralische und soziologische Grundverständnisse mehr und mehr verblaßten.

Mißbrauch der Freiheit durch Bindungslosigkeit

Die 68er Kulturrevolution versprach den Menschen  –  hier an Friedrich Nietzsche anknüpfend –  “endlich” die Freiheit; was ist das für eine Freiheit, die den Menschen, als “einsamen Zigeuner am Rande des Universums” (Jacques Monod) erfrieren lässt? 

Vladimir Palko aber resigniert nicht. Er ruft uns mit Papst Johannes Paul II. zu: „Fürchtet euch nicht!“

Allein die Wahrheit hilft zur wirklichen Freiheit. Man kann auf lange Sicht die Wesenszüge des Menschen und jene Eigenschaften, die seine Würde bezeichnen, nicht unterdrücken. So ist es z.B., so der Autor, “auf Dauer nicht möglich, das menschliche Leben wie etwas Materielles zu manipulieren“.

Die Zehn Gebote  –  Ratschläge, die Vladimir Palko uns am Schluß seines lesenswerten Buches mitgibt  – gilt es, in unser konkretes Leben umzusetzen; vor der Zukunft brauchen wir uns dann nicht zu fürchten. Aber eines bleibt als Auftrag: es gilt zu kämpfen.

Bestellen können Sie das lesenswerte Buch gerne bei uns oder direkt hier online: http://www.fe-medien.de/die-loewen-kommen

Der Autor dieser Rezension war als Gymnasiallehrer für Philosophie und Religion tätig und ist unserer Redaktion bekannt.

 


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