Faktenstarker Roman der Wissenschaftlerin Edith Breburda über Biotechnologie

Von Klemens Hogen-Ostlender

Schon mit ihrem Buch „Verheißungen der neuesten Biotechnologien“ hatte Edith Breburda (siehe Foto) auf die Gefahren angesichts der Möglichkeiten heutiger Wissenschaft hingewiesen. Dr. Breburda

Jetzt hat die ehemals an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätige Medizinerin, die heute in den USA tätig ist, ein neues Werk vorgelegt:

„Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst?“ behandelt erneut das Thema Biotechnologie, diesmal aber in Romanform.

Der Inhalt des in deutscher Sprache erschienenen Werkes ist allerdings keine Fiktion, sondern geradezu faktenlastig. Eingebettet in die Rahmenhandlung um einen Professor namens McClone und dessen Assistenten wird der Leser in die grüne, rote und weiße Gentechnik eingeführt.

Grüne Gentechnik wird in erster Linie in der Landwirtschaft und im Lebensmittelbereich eingesetzt und beschäftigt sich mit der Züchtung neuer Pflanzenarten, die zum Beispiel besonders resistent gegen Schädlingsbefall sind.

Rote Gentechnik findet in der Medizin ihre Anwendung, um neue diagnostische und therapeutische Verfahren zu entwickeln und neue Medikamente herzustellen.

Weiße Gentechnik wird in der Industrie zur Herstellung von Mikroorganismen, Enzymen und Chemikalien benutzt, um die Produktqualität zu steigern. GC vernichten wir uns

Beispiel Giftmais: Jahrelang pflanzte der hessische Bauer Gottfried Glöckner gentechnisch veränderten Mais an. Als seine Milchkühe missgebildete Kälber zur Welt brachten und eine nach der anderen starb, ließ er Untersuchungen anstellen. Im Darm der Tiere befand sich ein Gift, das die Maispflanze produziert, um den Darm von Mais-Schädlingen zu perforieren, damit die Insekten sterben.

Beispiel Bisphenol-A: Eine chemische Verbindung, die zum Beispiel als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt wird. Bisphenol-A findet sich mittlerweile in jedem dritten Kosmetikprodukt, in Farben, Zahnpasta, Reinigungsmitteln, Klebstoffen und Textilien.

Die Chemikalie ruft im menschlichen Organismus die gleiche Wirkung hervor wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Eine Langzeitstudie in den USA bewies, dass gerade geringe Dosen von Hormonanaloga schwere Schäden wie Neigung zur Fettsucht, Hyperaktivität und Störungen der Gehirnentwickung ungeborener Kinder hervorrufen können.

Beispiel Stiftungsprofessuren: Edith Breburda geißelt in ihrem Buch auch das Sponsoring von Lehrstühlen durch Firmen in Zeiten leerer öffentlicher Kassen. Sie führt das Beispiel eines bekannten Kaffeerösters an, der im Jahre 2006 Wissenschaftler von vier Universitäten dafür bezahlte, zu erforschen, ob Kaffee als Gesundheitsmittel gegen Adipositas, Krebs und Diabetes angepriesen werden kann. Am Ende kam genau das gewünschte Ergebnis heraus. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

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Buch-Daten: Edith Breburda. Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst? Scivias Verlag, Madison, Wisconsin. ISBN 9780615926650, 254 Seiten, 15,79 Euro.

Erstveröffentlichung dieser Rezension im “Gießener Anzeiger” vom 28.6.2014

TIP: Dieses Breburda-Buch kann bei uns bestellt werden  – wir liefern portofrei: Tel. 0251-616768  / Mail: felizitas.kueble@web.de


Sachbuch entlarvt “neue Zugänge” zu Gott als alte Methoden der Verführung

Von Andreas Späth

Buch-Daten: Thorsten Brenscheidt. „Spürst du Gott schon oder liest du noch die Bibel? – Neue Trends unter Evangelikalen. Lichtzeichen-Verlag 2014, 334 Seiten, 9,95 Euro, ISBN 978-3-869541-53-2

Seit einiger Zeit gibt es eine Reihe regelrechter Stars in der christlichen Szene, deren Bücher rasenden Absatz finden, deren Veranstaltungen bestens besucht sind. Ihre Verkündigung wird viel gelobt. Aber  –  ist diese Verkündigung biblisch fundiert? 548153

Dieser Frage ist der Autor, dessen Buchtitel an den Werbeslogan einer bekannten Möbelkette erinnert, akribisch nachgegangen.

Er vergleicht Aussagen von Joyce Meyer, Max Lucado und Anselm Grün – um nur einige zu nennen, mit den Aussagen der Heiligen Schrift.

Weiter noch, Brenscheidt vergleicht die Stellung dieser Autoren zur Hl. Schrift. Mit erschütternder Klarheit legt er die alten Schwärmereien bei den neuen „Stars“ der christlichen Szene frei und entlarvt neue Zugänge zu Gott als alte Methode der Verführung.

Mit Luther stellt er fest: „Diejenigen, welche Offenbarungen und Träume im Munde führen und suchen, sind Gottes Verächter, da sie mit seinem Wort nicht zufrieden sind. Ich erwarte in geistlichen Dingen weder eine Offenbarung, noch Träume; ich habe das klare Wort; deshalb mahnt Paulus (Gal. 1,8), man solle sich daran hängen, auch wenn ein Engel vom Himmel anders lehrte.“

Diese anderen Lehren klingen indes so menschenfreundlich, verständnisvoll und kommen unseren Bedürfnissen so sehr entgegen.

„Das Leben genießen“ wird als Schwerpunkt christlicher Existenz verkauft. Was dazu wohl die Geschwister in der Verfolgung zu sagen hätten?

Bei Joyce Meyer dreht sich z.B. vieles um das ‚Selbst‘: „Selbstliebe, Selbstfürsorge, Selbstbewusstsein, Selbstverwirklichung“  –  von Selbstverleugnung und Kreuzesnachfolge liest man da wenig. 0018

Ebenso deckt Brennscheidt die Parallelen mancher „christlicher“ Autoren zur Esoterik auf und belegt mit zahlreichen Zitaten, wie versucht wird, aus Gott mitunter eine Art „Wunschautomat“ zu machen.

Leider muss man nach der Lektüre des Buches feststellen, dass offenbar auf nicht wenige Christen zutrifft, wovon Paulus mahnend und warnend im 2. Timotheusbrief (4,3ff.) schrieb:

„Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.“

Und er nennt auch gleich das notwendige Antidot: „Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.“

Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit, dem eine weite Verbreitung zu wünschen ist.
 
Unser Autor Andreas Späth ist Leiter der evangelikalen “Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis” (KSBB) in Bayern, Postfach 1131 in 91502 Ansbach, Tel.:09871-444-956, Fax: 09871-444-954, E-Mail: ksbb-bayern@gmx.net

Dieses fundierte und lesenswerte Buch kann hier direkt bestellt werden: http://lichtzeichen-shop.com/Neuheiten/Spuerst-du-Gott-schon-oder-liest-du-noch-die-Bibel.html

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Zeitschrift “Diakrisis” (Nr. 5/2014), herausgegeben von der Internationalen Konferenz bekennender Gemeinschaften

 

 


Der Historiker Ulrich Nersinger über den kleinsten Staat der Welt

Der deutsche Historiker und Journalist Ulrich Nersinger hat ein neues Buch über den kleinsten Staat der Welt vorgelegt: „Der unbekannte Vatikan“ heißt es.

Dem Autor wurde die Ehre zuteil, sein Werk dem Papst persönlich überreichen zu dürfen. Am vergangenen Mittwoch war es nach der Generalaudienz soweit. „Wird gelesen!“, antwortete der Papst auf Deutsch. 1_0_809751

Gudrun Sailer von Radio Vatikan führte danach ein Interview mit ihm – hieraus folgen einige Auszüge:

„Es tauchen ja immer wieder Fragen zum Vatikan auf, aber oft sind die Antworten nicht befriedigend, weil sie mit Fachwörtern versehen sind, die man nicht kennt. Das Buch will versuchen, den Vatikan verständlich darzulegen.“

In 13 Kapiteln geht Ulrich Nersinger dem Innenleben des Vatikanstaates nach. Er schreibt über die historischen Anfänge, das Petrusgrab, über den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhles, die Kardinäle, die Liturgien und Zeremonien der Päpste, das Audienzwesen bis hin zur Feuerwehr, der Schweizergarde und den vatikanischen Münzen und Briefmarken.

Als Historiker ist dem aus Eschweiler bei Aachen stammenden Nersinger besonders an den Längsschnitten durch die Zeit gelegen, wie er sagt: „Die Geschichte ist der Lehrmeister, der uns nahebringt, was die Substanz dieser Dinge ist. Das wird heute zu wenig gesehen – man muss einen Blick zurückwerfen und bekommt dann die Antworten für die Zukunft.“  

So manche Geste und Entscheidung von Papst Franziskus erstaunt den Historiker schon deshalb nicht, weil er Ähnliches aus der Geschichte bereits kennt.

Dass Franziskus darauf verzichtet hat, im Apostolischen Palast zu leben, und stattdessen im vatikanischen Gästehaus Santa Marta dauerhaft Quartier bezogen hat, ist sogar eine vergleichsweise unbedeutende Meldeangelegenheit, bedenkt man, wo überall Päpste in den vergangenen 2000 Jahren schon residierten.

„In den ersten Jahrhunderten war die Residenz, die Wohnung des Papstes, beim Lateran, bei der Bischofskirche der Päpste. Dann war sie für die sogenannte Babylonische Gefangenschaft in Avignon in Südfrankreich, und auch danach ist man zwar in den Vatikan gezogen, hat aber dennoch manchmal außerhalb gewohnt, in Viterbo und anderen Städten rings um Rom herum.

Auch als der Hauptwohnsitz der Vatikan war: Man hat im Sommer etwa im Quirinalspalast (in Rom) gewohnt, manche Päpste haben auch im Palazzo Venezia ihre Residenz gehabt. Andere haben kleine Residenzen im Vatikan selbst vorgezogen, die berühmte Casina Pius IV. in den Vatikanischen Gärten etwa. Leo XIII. hat sich einen kleinen Turm erbauen lassen in den Gärten. Und Castelgandolfo war die Sommerresidenz der Päpste, die manche bevorzugt haben, manche aber auch nicht.”

Ulrich Nersinger ist bereits mit mehreren Büchern über den Vatikan hervorgetreten, die sich alle durch breite Kenntnis und solide historische Recherche auch in entlegenen Quellen auszeichnen. Darüber, dass er sein neuestes Werk Franziskus persönlich überreichen durfte, freute er sich besonders.

„Ich fand es sehr schön, dass er dann ganz plötzlich ins Deutsche wechselte. Ich habe ihm das Buch versucht, auf Italienisch zu erklären, dann hat er selber gesagt, ah, der unbekannte Vatikan. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass in dem Buch auch die neuen Initiativen, die er setzen möchte, enthalten sind, und dann kam er darauf, dass er hoffe, das könne auch realisiert werden!”

Buchdaten: Ulrich Nersinger: Der unbekannte Vatikan. Media Maria Verlag, 272 Seiten, Preis 17,95 Euro. – Bestellen online hier: http://www.media-maria.de/product_info.php?products_id=4060

Quelle für Text und 1. Foto: http://de.radiovaticana.va/news/2014/06/28/unser_buchtipp:_ulrich_nersinger,_der_unbekannte_vatikan/ted-809751

BUCH-Empfehlung: “Die Löwen kommen” von Vladimir Palko

Buch-Daten: Vladimir Palko. Die Löwen kommen. Warum Europa und Amerika auf eine neue Tyrannei zusteuern. 2014 als Übersetzung aus dem Slowakischen im fe-Medienverlag (Kißlegg) erschienen. 504 Seiten, nur 12,80 €. dieloewenkommen

Der Autor Vladimir Palko, geboren 1957, studierte Mathematik an der Comenius-Universität in Bratislava; er war viele Jahre Abgeordneter der Christdemokratischen Bewegung im Slowakischen Nationalrat.

Von 2002 bis 2oo6 war er Innenminister der Slowakischen Republik. Zur Zeit arbeitet er als Dozent für Mathematik an der Paneuropäischen Hochschule in Bratislava. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Die Metapher „Die Löwen kommen“ erinnert zunächst an die Christenverfolgungen in der Endphase des Römischen Reiches, als die Auslieferung von Christen an die Löwen nicht nur zu ihrer Vernichtung, sondern auch zur Ergötzung des Volkes in der Arena dienen sollte.

In seinen ausführlichen Erinnerungen zeigt der Verfasser auf, daß Feinde des Christentums sich heute gleichsam wie geistige Raubtiere an jene heranmachen und sie zu verderben versuchen, die an gesellschaftlich wichtigen Positionen deutlich christliche Werte vertreten.

Mächtige linksliberale Meinungsmacher beherrschen Schlüsselstellen in den Medien (Fernsehen, Radio, Presseagenturen und Redaktionen).

Zerstörung geistiger Werte durch die 68er Revolte

Als wacher Christ nimmt Vladimir Palko wahr, wie nach dem Zerfall des Bolschewismus dessen Art der Christenverfolgung  -  mit Ausnahme von Nordkorea  -  in christenfeindlichen Regionen zwar kaum noch vorkommt, daß aber eine seit den 1960-iger Jahren sich über die Lande ergießende Kulturrevolution in großen Teilen Amerikas und Europas erfolgreicher zu sein scheint, was die Zerstörung geistiger Werte und des christlichen Selbstbewußtseins betrifft, als einst der Kommunismus.

In acht Kapitel zeigt der Autor Ursachen, Entwicklungen und konkrete Folgen unserer heutigen Kultur- und Gesellschaftskrise auf.

Im siebenten Kapitel stellt er den Aufstieg und den dann schleichenden Zerfall der slowakischen Christdemokratie dar; sie spiegeln das wieder, was sich in ähnlicher Form mehr oder weniger auch in christdemokratischen Parteien anderer europäischen Länder zeigt.

Fazit: der versuchte Spagat zwischen Grundsatztreue und in Grenzen notwendiger Anpassung an soziologische Entwicklungen gelang nicht.

So verwundert es auch nicht, daß viele maßgebende christdemokratische Politiker vor die Wahl gestellt, teilzuhaben an parlamentarischer Macht oder um christlicher Ideale willen in die Opposition zu gehen, ersteres wählten.

Aus der Erkenntnis: eine Politik nach dem Evangelium ist nicht mehrheitsfähig, entschieden sich die meisten  -  um ‚Schlimmeres’ zu verhindern – Kompromisse, oftmals auch ‚faule’ Kompromisse einzugehen.

Die Folgen der Kulturrevolution brachten und bringen es mit sich, daß über 2000-jährige moralische und soziologische Grundverständnisse mehr und mehr verblaßten.

Mißbrauch der Freiheit durch Bindungslosigkeit

Die 68er Kulturrevolution versprach den Menschen  -  hier an Friedrich Nietzsche anknüpfend -  “endlich” die Freiheit; was ist das für eine Freiheit, die den Menschen, als “einsamen Zigeuner am Rande des Universums” (Jacques Monod) erfrieren lässt? 

Vladimir Palko aber resigniert nicht. Er ruft uns mit Papst Johannes Paul II. zu: „Fürchtet euch nicht!“

Allein die Wahrheit hilft zur wirklichen Freiheit. Man kann auf lange Sicht die Wesenszüge des Menschen und jene Eigenschaften, die seine Würde bezeichnen, nicht unterdrücken. So ist es z.B., so der Autor, “auf Dauer nicht möglich, das menschliche Leben wie etwas Materielles zu manipulieren“.

Die Zehn Gebote  -  Ratschläge, die Vladimir Palko uns am Schluß seines lesenswerten Buches mitgibt  – gilt es, in unser konkretes Leben umzusetzen; vor der Zukunft brauchen wir uns dann nicht zu fürchten. Aber eines bleibt als Auftrag: es gilt zu kämpfen.

Bestellen können Sie das lesenswerte Buch gerne bei uns oder direkt hier online: http://www.fe-medien.de/die-loewen-kommen

Der Autor dieser Rezension war als Gymnasiallehrer für Philosophie und Religion tätig und ist unserer Redaktion bekannt.

 


Michael Hesemanns Buch über Fatima

1. Teil der Rezension von Felizitas Küble

Das 330 Seiten starke Sachbuch von Michael Hesemann mit dem Titel “Das Fatima-Geheimnis” und einem Vorwort von Kardinal Joachim Meisner erschien merkwürdigerweise im esoterischen Kopp-Verlag.

Vielleicht bestehen inhaltliche Überschneidungen zwischen Verlag und Autor wegen der früheren UFO-Schriften Hesemanns (wobei er sich noch im Jahre 2008 öffentlich zu UFO-Überzeugungen bekannte).

Offenbar wurde sein etwas reißerisch aufgemachtes Fatima-Buch nicht schlecht verkauft, denn im Dezember 2009 erreichte es bereits die vierte Auflage.

Der Untertitel deutet an, daß darin außer Fatima auch weitere Privatoffenbarungen thematisiert werden: “Marienerscheinungen, der Papst und die Zukunft der Menschheit.”

Auf S. 89 erklärt der Historiker, sein Buch solle “untersuchen, was damals in Fatima tatsächlich geschah, “sine ira et studio” (ohne Zorn und Eifer) und ohne Wertung.”

Zweifellos ein hoher Anspruch, dem der Autor nur zum Teil gerecht wurde. Mag das Buch auch ohne Zorn geschrieben sein, so doch nicht ohne Eifer – und schon gar nicht “ohne Wertung”.

Allerdings muß man dem Verfasser zugutehalten, daß er sein Thema stellenweise immerhin differenzierter beleuchtet, als dies sonst in der Fatima-Publizistik üblich ist.

Der “Eifer” Hesemann nimmt mitunter pathetische Formen an, die das Ereignis Fatima überstark dramatisieren, etwa wenn er davon ausgeht, daß die dortigen Erscheinungen “letztendlich Weltgeschichte machen sollten” (S. 26) oder wenn er vom Erscheinungsjahr 1917 schreibt, es sei für die drei Seherkinder das Schicksalsjahr geworden “und durch sie das Schicksalsjahr der Menschheit” (S. 31). Warum nun gleich der “Menschheit”?

Ähnlich heißt es auf S. 13: “Durch Fatima war das große Wunder des 20. Jahrhunderts, die friedliche Öffnung des Eisernen Vorhangs, das Ende des Kalten Krieges, der Fall des atheistischen Kommunimus, erst möglich.” (S. 13) -  Auch wenn, wie der Autor meint, Papst Johannes Paul II. hiervon überzeugt war, so hätte man für diese recht steile These, daß Fatima den Untergang des Kommunismus “erst möglich” gemacht habe, doch gerne eine einleuchtende Begründung gelesen.

Ebenfalls auf S. 13 schreibt Hesemann zu Fatima: “Keiner himmlischen Manifestation der Neuzeit fühlten sich die Päpste seit Pius XII. so eng verbunden”.  – Diese Behauptung trifft ersichtlich allein auf Johannes Paul II. zu, keineswegs aber allgemein auf “die Päpste seit Pius XII.”.

Es scheint, als ob der Verfasser die Bedeutung des von ihm gewählten Buch-Themas mit solch überzogenen Äußerungen bekräftigen wolle.

Wesentlicher Unterschied zur göttlichen Offenbarung

Auffallend ist, daß er den Ausdruck “Privatoffenbarung” vermeidet und lieber von “Offenbarung” oder “Marienoffenbarung” schreibt. Sein einführender Grundsatzartikel trägt sogar den pauschalen Titel “Die Offenbarung” (S. 10).P1020947

Die kath. Kirche ordnet aber auch die von ihr anerkannten Erscheinungen als “Privatoffenbarung” ein, um sie dadurch klar von der göttlichen Offenbarung (auch “öffentliche” Offenbarung genannt) abzugrenzen. 

Diese “Offenbarung Gottes” ist uns durch die Hl. Schrift und die apostolische Überlieferung bezeugt; sie gehört daher zum verbindlichen Glaubensgut der Kirche, nicht jedoch Privatoffenbarungen, zumal sich diese von der “öffentlichen Offenbarung” nicht nur graduell, sondern wesentlich unterscheiden.

(Näheres dazu siehe hier: http://charismatismus.wordpress.com/2013/10/29/was-bedeutet-die-kirchliche-approbation-einer-privatoffenbarung-genau/)

In puncto Bibelexegese bietet Hesemann mitunter eine eher oberflächliche Schmalspur-Theologie, garniert mit phantasievollen Legenden aus apokryphen “Evangelien” (z.B. S. 14 und 15), die bekanntlich nicht zum biblischen Kanon zählen.

So verengt er die bekannten Abschnitte aus der Johannes-Apokalypse (Offb. 12,1 ff) über das “große Zeichen am Himmel” und über die “Frau, mit der Sonne bekleidet…” auf seine verkürzte Marien-Deutung: “Johannes wußte, dass diese Frau Maria war.”

Die SONNENFRAU ist vor allem die KIRCHE

Selbst unter betont marianischen Theologen   -  erinnert sei zB. an die mariologischen Schriften des Kardinals und Professors Dr. Leo Scheffczyk   –   ist es unbestritten, daß die primäre, die wesentliche Bedeutung des “großen Zeichens” sich auf die Kirche bezieht  -  genauer: auf das Gottesvolk des Alten und des Neuen Bundes. bildma1

Die selige Jungfrau ist als Mutter des HERRN und als personifizierte Brücke vom Alten zum Neuen Bund natürlich das edelste Glied des Gottesvolkes, die höchstrangige Tochter der Kirche. Insofern bezieht sich die sekundäre, nachrangige Deutung dieser Bibelstelle tatsächlich auf die Gottesmutter.

Der hl. Kirchenvater und bedeutende Bibelexeget Hippolyt von Rom schrieb am Ende des 2. Jahrhunderts in seiner Schrift “De Antichriste” (Kapitel 61):

“Mit der Frau, die von der Sonne bekleidet ist, meint Johannes  ohne Zweifel die Kirche. Denn sie ist angetan mit dem Logos (Christus), dem vom Vater gezeugten, der heller leuchtet als die Sonne.”

Auch der “Hirte des Hermas” (verfaßt von Hermas von Rom um 145 n. Chr.), eine der wichtigsten frühchristlichen Schriften, bezieht das “große Zeichen” auf die Kirche  – und die “12 Sterne” deutet er auf die 12 Apostel (wie bei den Kirchenlehrern üblich).

Der bekannte mittelalterliche Mönch Rupert von Deutz erläutert ebenfalls: “Die sonnenumkleidete Frau ist das Symbol der Kirche, deren bester Teil die selige Jungfrau Maria ist, durch die glückselige Frucht ihres eigenen Leibes.”

Daß Hesemann diese primäre Kirchen-Auslegung betr. der “Sonnenfrau” völlig unerwähnt läßt und stattdessen munter mit apokryphen Legenden fortfährt, erlaubt einige Zweifel an seinem mariologischen Kenntnisstand.

Dort, wo es darauf ankäme, Mariens biblisch bezeugte Vorrangstellung angemessen zu betonen, läßt es der Autor hingegen an Sorgfalt fehlen:

So benennt er auf S. 16 den Gruß des Engels wie folgt: “Sei gegrüßt, Begnadete, der Herr ist mir Dir.”  -  Doch was heißt schon “Begnadete”? -  Begnadet sind alle Christen, alle Getauften! 

Ave Maria: “Sei gegrüßt, du Gnadenvolle!”3068

Mag dieser flache Ausdruck so auch in der ökumenischen Einheitsübersetzung zu lesen sein, so haben orthodoxe und sogar evangelische Bibelausgaben an dieser Stelle das Wort “Hochbegnadete” verwendet.

In bewährten katholischen Übersetzungen (z.B. in jener von P. Konstantin Rösch oder der Keppler-Bibel) wird zu Recht meist das Wort “Gnadenvolle” verwendet, zuweilen auch “Gnadenreiche”.

Papst Benedikt zitiert Lk 1,28 (griechischer Urtext: Chaîre kecharitomene) ebenfalls mit “Freue dich, du Gnadenvolle”, z.B. bei seiner Generalaudienz am 19.12.2012 und in seinen Büchern.

Wenn sich Hesemann mit weiteren Erscheinungen befaßt, die er teils im Schnelltempo durchläuft, führt dies manchmal zu mißverständlichen Darstellungen.

So schreibt er betreff La Salette von der “großen apokalyptischen Botschaft” (S. 18), welche die beiden Hirtenkinder Melanie und Maximin  empfangen haben wollten. Dies klingt deshalb irreführend, weil jene “apokalyptische” Botschaft (das sog. “Große Geheimnis”), mit dem Melanie erst Jahrzehnte später herausrückte, kirchlich abgelehnt wurde  -  lediglich die bereits 1846 verkündeten Worte Mariens fanden die Zustimmung des zuständigen Bischofs.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster

Bestellmöglichkeit, Kurz-Rezensionen und Titelbild-Quelle bei Amazon: http://www.amazon.de/Fatima-Geheimnis-Marienerscheinungen-Papst-Zukunft-Menschheit/dp/3930219441


Buchvorstellung: Neuauflage eines bewährten Lebensrechts-Klassikers

Fundiertes Sachbuch  “Abtreibung – ein neues Menschenrecht?”

Gibt es ein Recht auf Abtreibung? Die Vorsitzenden der Christdemokraten für das Leben (CDL), der Juristen-Vereinigung Lebensrecht (JVL) und der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) haben gemeinsam ein Buch herausgegeben, das sich gegen den Versuch stemmt, Abtreibung als ein Menschenrecht zu deklarieren.
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Die überarbeitete und aktualisierte Neuauflage kann beim Beltheimer SINUS-Verlag (http://www.sinus-verlag.de/contents/de/d4.html#p1) oder über den Buchandel bestellt werden. 
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Kommen Menschenwürde und das Recht auf Leben Kindern schon vor ihrer Geburt zu?
Internationale Organisationen propagieren ein “Menschenrecht auf Abtreibung”. Von UNO und EU gefördert, bieten sie die Tötung Ungeborener weltweit an, angeblich im Interesse der “reproduktiven Gesundheit” der Frauen und ihres Selbstbestimmungsrechts.
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Die in diesem Buch gesammelten Beiträge setzen sich aus der unterschiedlichen Perspektive sachkundiger Autoren mit dieser Propaganda und Praxis kritisch auseinander. Sie zeigen ihre verhängnisvollen Folgen für die Frauen, die Familien wie für die Gesellschaft auf und beleuchten die Rolle der Ärzteschaft sowie der Medien.
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Mit Beiträgen von: 
Rainer Beckmann, Bernward Büchner, Maria Grundberger, Dr. med. Claudia Kaminski, Sophia Kuby, Dr. med. Peter Liese, Alexandra M. Linder, Mechthild Löhr, Martin Lohmann, Prof. Dr. med. Giovanni Maio, Univ.-Prof. Dr. iur. Katharina Pabel, Prof. Dr. Manfred Spieker.
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Buchdaten: Abtreibung – ein neues Menschenrecht?   –  Büchner/Kaminski/Löhr (Hrsg.),
SINUS-Verlag, 262 Seiten, Paperback, 14,80 € (inkl. MwSt), ISBN 978-3-88289-812-5
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Quelle: Christdemokraten für das Leben, CDL

 


BUCH-Tip: “An den Grenzen der Naturwissenschaft” von Adolf Povel

Erweitere Fassung: “Die trinitare Schöpfung

„Es gibt die Evolution, was soll da noch Gott?“  -  Diese und ähnliche Phrasen geistern auch heute noch im Spektrum der Meinungen.

Da ist es wohltuend, dass es unter vielen anderen bedeutenden Naturwissenschaftlern Adolf Povel (siehe Foto) gibt, der in seinem Werk „An den Grenzen der Naturwissenschaft“ mit derart plakativen, unsinnigen Aussagen  gründlich aufräumt.  Bild in Originalgröße anzeigen

Adolf Povel studierte Betriebs- und Volkswirtschaft in Köln und war zuerst als Bankdirektor einer Großbank und dann als Bankier in einer Privatbank tätig. Durch Verkauf der Privatbank konnte er sich seinen geisteswissenschaftlichen Neigungen widmen. Er studierte Naturwissenschaften, Philosophie und Theologie. djI1MDk5

Begünstigt durch seine finanzielle Unabhängigkeit baute er die „Stiftung Forum für Bildung und Politik“ auf. An den von dieser Stiftung initiierten Seminaren nahmen rund  60.000 junge Menschen teil.

Als begleitendes Sprachrohr dieser Stiftung brachte Herr Povel die Zeitschrift „Grundlagen“ heraus. Nach segensreicher 15-jähriger Tätigkeit musste er aus gesundheitlichen Gründen dieses Engagement beenden. – Das vorliegende Buch kann als eine geistige Fortsetzung seines außerordentlichen Wirkens betrachtet werden.

Fünf Kapitel strukturieren diese Arbeit: Das Universum – Der Mikrokosmos – Die Zeit – Das Leben – Die trinitare Struktur der Schöpfung.

P. Donat Kestel schrieb am 15. Juli 1997 eine vorzügliche Einführung zu diesem Werk.

Es überschreitet den Sinn einer Rezension, die Fülle hervorragender Denkansätze und treffender Formulierungen aneinander zu reihen, es sei aber erlaubt, einige Muster der gekonnten Formulierungen verkürzt wiederzugeben: 511E4FRYD0L__SX385_

S.93: Schöpfung und Evolution sind keine Gegensätze, sondern beinhalten eine fortwährende Schöpfung (creatio continua). Was abgelehnt wird, ist der Evolutionismus als Ideologie, die alles Werden dem reinen Zufall und dem „Kampf ums Dasein“ zuschreibt.

S. 138/139: Die Entstehung neuer Arten beruht nicht auf Mutation (zufällige Veränderung eines Gens), sondern auf einer Folge von Additionsreaktionen an der wachsenden DNS-Kette, die zwangsläufig keine Selektion zulässt.

FOTO: Der Titel “Die trinitare Schöpfung” ist eine erheblich erweiterte Ausgabe des hier rezensierten Buches

Unabhängig von allen weltanschaulichen Vorgaben zeigt der Verfasser, dass ein Evolutionismus, von Darwin eingeleitet und von Epigonen fortgeführt, den drei obersten Denkprinzipien: Kontradiktionsprinzip, Satz vom zureichenden Grunde und Kausalitätsprinzip nicht genügen kann.

Inspiriert von Bernhard Philberths Werk „Der Dreieine“ verdeutlicht Povel,aus seinen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erkenntnissen, dass Dreidimensionalität, Komplementarität und Fundamentalität die Dreieinheit des Seins kennzeichnen: „Es liegt nahe, in ihnen die Spuren des unaufklärbaren Geheimnisses des trinitaren Schöpfergottes zu erkennen.“

Sehr hilfreich bei der Lektüre erweist sich das umfangreiche Glossarium der physikalischen, chemischen und biologischen Begriffe.

Das Literaturverzeichnis  -  beginnend mit Atkins, P. W.  (Moleküle Spektrum V.) und endend mit Wust, P. (Ungewissheit und Wagnis) -  umfasst 76 Titel.

Buch-Daten: Adolf Povel. An den Grenzen der Naturwissenschaft. Gerhard-Hess-Verlag. 13,40 Euro. ISBN 3-87336-253-8

HINWEIS: Dieses Buch ist im Verlag vergriffen, kann aber bei uns zum Sonderpreis von 7,90 € statt 13,40 € bestellt werden (wir liefern portofrei): Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Dieselben Bestelldaten gelten für das erweiterte Povel-Buch DIE TRINITARE SCHÖPFUNG, das 26 Euro kostet (Hardcover statt Paperback-Umschlag) – und das wir ebenfalls portofrei ausliefern.

Der Rezensent lehrte Philosophie und Religion an staatlichen Gymnasien und ist unserer Redaktion persönlich bekannt.


Fundiertes Buch in spannender Dialogform

Besprechung zu: “Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst?” von Edith Breburda

Die Autorin Dr. med. vet. Edith Breburda, in München geboren, studierte Medizin, Tiermedizin, Agrarwissenschaften sowie Psychologie in München, Berlin und Gießen. 1996 promovierte sie mit „summa cum laude“ in Veterinärmedizin. 2001 ging sie für Forschungsarbeiten an die University of Wisconsin in Madison / USA. GC vernichten wir uns

Ihr wissenschaftliches Anliegen, einem aufgeschlossenem Publikum die Gefahren und Fehlentwicklungen der Gentechnik aufzuzeigen, kleidet sie in eine lockere Rahmengeschichte, die ihr ermöglicht, Probleme und Alternativen in spannender Dialogform darzulegen.

Vier Hauptteile zeugen von wissenschaftlicher Breite:
Erster Teil: Klonen oder nicht Klonen (mit drei Unterabschnitten)
Zweiter Teil: Biotechnologie missachtet Naturgesetze (neun Kapitel)
Dritter Teil: WE DID IT (drei Unterabschnitte)
Vierter Teil: Risiken und Nebenwirkungen (zwei Unterabschnitte)

Auf Seite 231 finden wir eine prägnante Zusammenfassung des wissenschaftlichen Teils, auf Seite 233 folgt ein biographischer Aufriss. Die wissenschaftliche Qualität dieser Arbeit spiegelt sich auch darin, dass die Autorin zu ihren Darlegungen 267 Literaturhinweise anfügt.

Das große persönliche Engagement der Autorin (siehe Foto) können drei Textabschnitte verdeutlichen: Dr. Breburda

S. 148: „Ich denke mir oft, wir zerstören uns am Ende selbst. Dass überhaupt Menschen (ohne wissenschaftliche Hilfe) geboren werden, noch dazu gesunde, ist ein Wunder.”

S. 164: „Wenn es um Studien geht, von denen man Aussagen über die langfristige …Auswirkung von Gentechnik – Kultursorten erwartet, sieht es international ganz düster aus. Langzeitstudien wie die von Seralini sind weltweit die Ausnahme“.

S. 185: „Die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung befragte Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren nach ihrer Verhütungsmethode. 53 Prozent von ihnen nehmen die Pille, 37 Prozent verlassen sich auf Kondome und zehn Prozent haben eine Spirale. Keiner kennt die Natürliche Familienplanung. Hierbei gibt es keine Nebenwirkungen. Man muss nur seinen Körper beobachten. Sie ist so sicher wie die Pille. Das Einzige, was man fordert, ist die Enthaltsamkeit während der fruchtbaren Tage.“ (Die Autorin zitiert hier: Van Ackeren J. – “Verhütung: Thermometer statt Pille” aus dem “Spiegel” vom 18.8.2o13)

In Syntax und Wortwahl zeigt sich, dass die Autorin bereits seit Jahrzehnten in der englischen Sprachwelt arbeitet. Die kleinen Mängel in der deutschen Wiedergabe beeinträchtigen den fachwissenschaftlichen Rang dieser Arbeit nicht.

DIESES BUCH mit über 250 Seiten kann für 17,80 € portofrei bei uns bestellt werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Der Verfasser dieser Rezension lehrte Philosophie und Religion an Gymnasien; er ist unserer Redaktion persönlich bekannt

 


Kunstverlag veröffentlicht Buch zum Katholikentag über das Bistum Regensburg

Rechtzeitig zum Katholikentag in Regensburg stellte der Verlag Schnell & Steiner sein neues Buch “Domspatzen, Bischofshof und Heiligengräber – zweit Jahrtausende Christentum in Regensburg” vor und übergab ein Exemplar an Bischof Rudolf Voderholzer.

Er habe das Buch in Manuskriptform schon fast durchgelesen, stellte der Bischof im Ordinariat anlässlich der Buchvorstellung fest. 01 buch

Ganz besonders interessant habe er die Beiträge über die Katholikentage in Regensburg gefunden. Das Buch verknüpfe auf „wunderbare Weise“ Orte und Personen aus der Geschichte. Es sei daher ganz bewusst als Gastgeschenk für besondere Gäste ausgewählt worden, sagte der Bischof.

Er dankte dem Verlag Schnell & Steiner und vor allem Geschäftsführer Dr. Albrecht Weiland dafür, dass er sich so engagiert der Aufgabe angenommen habe, ein Buch über Regensburg anlässlich des Katholikentages herauszubringen.

Den Herausgebern Professor em. Dr. Karl Hausberger und Professor Dr. Klaus Unterburger wie auch dem Autorenteam (insgesamt elf katholische und evangelische Autoren) zollte der Bischof seinen Respekt für die interessanten Beiträge. 8188_121

“Aus ihnen scheint nicht nur die Vielfalt, sondern auch die kulturschaffende und sinnstiftende Kraft der Regensburger christlichen Tradition auf. So mag der Band dabei helfen, Regensburg während des Katholikentages und auch danach für viele interessierte Leser auf eine neue Weise zum Sprechen zu bringen”, schreibt der Bischof im Vorwort des neuen Buches.  

Das Buch ist im Verlag Schnell&Steiner erschienen. Herausgeber sind Professor Dr. Klaus Unterburger und Professor em. Dr. Karl Hausberger. Das Buch umfasst 280 Seiten, 70 Farb- und 27 Schwarzweißbilder und kostet 16,95 €.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliche Pressestelle Regensburg


Buch-TIP: Dr. Edith Breburdas profunde Neuerscheinung zu bioethischen Themen

In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift “Theologisches” (Nr. 5-6/2014) wurde folgende Buchbesprechung von Felizitas Küble unter dem Titel “Kenntnisreiches und sittlich einwandfreies Sachbuch zu gentechnischen und bioethischen Themen” veröffentlicht:

BUCH-Daten: Globale Chemisierung. Vernichten wir uns selbst? – Dr. Edith Breburda. Neuerscheinung vom 28.2.2014, Taschenbuch: 254 Seiten, Preis 15,79 €, Scivias-Verlag, ISBN-10: 0615926657 / ISBN-13: 978-0615926650 GC vernichten wir uns

Diese Neuerscheinung zu allen denkbaren Fragen der Gentechnik, Biotechnologie und Bioethik fasziniert in dreifacher Weise:

1. Die deutsch-amerikanische Autorin Dr. Edith Breburda (siehe Foto) ist Veterinärmedizinerin und kommt vom Fach; sie hat bereits mit ihrem ersten, im Christina-Verlag erschienenen Sachbuch („Verheißungen der neuesten Biotechnologien“) gezeigt, daß ihr die gesamte diesbezügliche Themenpalette geläufig ist. In diesem Werk wird sie diesem Anspruch noch gründlicher gerecht.

2. Das Buch ist sehr geschickt in Romanform geschrieben: es wirkt teils wie ein Thriller, so daß es nicht nur sprachlich gut verständlich rüberkommt, sondern wegen der wechselnden Dialoge und interessanten Geschehnisse auch lebendig und anschaulich wirkt.

3. Die Verfasserin vertritt in allen relevanten Aspekten uneingeschränkt die sittliche Lehre der katholischen Kirche, auch bei heißen Eisen wie Abtreibung, Nidationshemmung bzw. „Pille danach“, künstliche Befruchtung, Euthanasie, Klonen etc. Dr. Breburda

Dieses grundsolide und präzise Sach-Buch der katholischen Bioethikerin besitzt den einzigartigen Vorteil, daß es aktuelle Herausforderungen der Gentechnik (an Mensch, Tier und Pflanzen) ebenso gehaltvoll wie unkompliziert darstellt.

So wird der Leser in komplexe Fachthemen der industriellen Biotechnologie (Weiße Gentechnik), der medizinischen Biotechnologie (Rote Gentechnik) und der Pflanzenbiotechnologie (Grüne bzw. Agro-Gentechnik) eingeführt und erhält einen fundierten Überblick über die wesentlichen Gesichtspunkte.

Gentechnik und neue Biotechnologien greifen immer mehr in unser Leben ein. Das Buch setzt sich durchweg kritisch, aber ohne jeden Fanatismus mit den vielfältigen Herausforderungen auseinander, die differenziert und präzise dargestellt werden.

Anhand plastischer Beispiele verdeutlicht die Verfassering die medizinischen, sozialen, ökologischen und moralischen Gefahren einer zum Teil irreversiblen Technologie.

Das Buch umfaßt ein sehr weites Spektrum. Behandelt werden die Schädigung der Umwelt, der Verlust an natürlichen Ressourcen, ökologischen Systemen und der Artenvielfalt, Eingriffe in die Landwirtschaft, genveränderte Pflanzen und Tiere, Bioethanolproduktion und weltweite Nahrungsnot. Umweltbelastung durch Plastikmüll, Chemikalien, Antibiotika, Hormone, Östrogen, Testosteron, Schimmelpilze, Insektizide, Bienenverluste, Herbizide, Nitrate, Phosphate, Versauerung der Meere durch CO2 und ihre Folgen.

Es geht sodann um Eingriffe in das Erbgut der Menschen, IVF bzw. künstliche Befruchtung, Klonen, Stammzellen, Besamung von Tieren, Eizellenspenden, Feminisierung, Kontrazeptiva, Alzheimer, Prionen, Chronic Wasting Disease, TSE etc.

Die ethischen und gesundheitlichen Probleme und Grenzen werden ausführlich erläutert.

Es bringt nichts, später zu sagen „Wir hätten es wissen müssen“, wenn wir heute die Gelegenheit nicht nutzen, uns mit Hilfe dieses kenntnisreichen Buches umfassend zu informieren. Es ist eine hochaktuelle Lektüre zu den bioethischen Herausforderungen heute und morgen.

DIESES BUCH mit über 250 Seiten kann für 17,80 € portofrei bei uns bestellt werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


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