SPD Mecklenburg-Vorpommern lädt Günter Grass als Festredner ein

Die SPD-Fraktion des Schweriner Landtages hat jetzt ausgerechnet Günter Grass dazu eingeladen, die Festrede anläßlich der Verleihung ihres diesjährigen Johannes-Stelling-Preises zu halten, den sie auch als “Anti-Extremismus-Preis” bezeichnet.

Der links orientierte Literaturnobelpreisträger stand der SPD bereits in den 60er Jahren – und in den folgenden Jahrzehnten – stets als Wahlhelfer zur Verfügung. 1974 trat er aus der katholischen Kirche aus, weil er ein “Recht auf Abtreibung” befürwortet.

Der mit 2000 Euro dotierte Preis wird von der mecklenburg-vorpommerschen SPD-Fraktion bereits zum siebten Mal an Personen vergeben, die sich “gegen rechtsextremistische Gewalt, Intoleranz und Diskriminierung” einsetzen.  (Einsatz gegen linksextremistische Gewalt ist aus SPD-Sicht offenbar nicht preiswürdig!)

In dem kontrovers diskutierten Text “Was gesagt werden muss” behauptete Grass unlängst, daß der Staat Israel  den Weltfrieden gefährde, womit sich der Schriftsteller als Vertreter eines rabiaten linken Antizionismus zu erkennen gab.


Was Najem Wali mit Günter Grass im Jemen erlebte

Der irakische Exilschriftsteller Najem Wali berichtet in der heutigen Ausgabe der linksalternativen Berliner “taz” ausführlich von seinen Erlebnissen mit Günter Grass, den er 2002 bei einer Reise in den Jemen begleitete.

Dabei machte Najem Wali eine Reihe von Erfahrungen mit dem Literatur-Nobelpreisträger, die ihn enttäuschten und irritierten  – vor allem im nachhinein.

Damals hatte Grass beispielsweise gegenüber einem jungen Mann auf dessen Frage hin energisch bestritten, er habe je irgendetwas mit Nazis zu tun gehabt. Vier Jahre später erst gab Grass zu, 1944 freiwillig in die Waffen-SS eingetreten zu sein.

Welch peinliches und ordinäres  Benehmen der  -  vor allem von linker Seite gern aufs Podest gehobene   -  Nobelpreisträger zum Besten bzw. Schlechten gab, kann man dem folgenden oberschrägen Vorgang entnehmen, von dem Najem Wali berichtet:

“Mich überkommt auch ein Schaudern, wenn ich an die empörte Reaktion eines jemenitischen Scheichs und seiner Anhänger denke, als ich ihnen Grass’ Bemerkungen zu seiner Novelle “Katz und Maus” übersetzte. Grass hatte mich ausdrücklich gebeten, seine Frage dem Scheich (…)zu übersetzen. Grass’ Frage lautete, ob der Scheich in den letzten Jahren trotz seines hohen Alters onaniert habe.

Grass wollte damit die moralische Heuchelei herausstellen, die darin bestehe, eine Sache anderen zu verbieten, aber sie selbst zu tun. Ganz besonders ging es ihm dabei um die Heuchelei der Kleriker.(…) Dem Scheich und seinen Begleitern missfiel diese Frage sichtlich, und sie erwiderten, es sei doch wohl nicht möglich, dass ein ehrenwerter älterer Herr, noch dazu Nobelpreisträger, derartige Ungeheuerlichkeiten von sich gebe! Daher müsse es sich wohl um einen der üblen Scherze von Najem Wali handeln, “dem irakischen Autor, der ja für seine Zotigkeiten und Tabubrüche bekannt ist”.

Am folgenden Tag verwünschten mich die jemenitischen Zeitungen, womit ich quasi für vogelfrei erklärt wurde. Ich begab mich zu Grass und bat ihn, er möge die Sache klarstellen. Da hieß es dann “Wie edelmütig von Grass, sich für seinen Freund einzusetzen!”  – Dessen ungeachtet blieb die offizielle Position: Grass, der “Freund der Araber”, konnte nicht eine solche Ungeheuerlichkeit gesagt haben!”

Hat er aber!

Quelle und vollständiger Text hier:
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2012%2F04%2F14%2Fa0248&cHash=ead515ac0f
 

Günter Grass und das Schweigen von links – auch in Israel

Gestern erschien in der eher linksorientierten israelischen Tageszeitung “Haaretz” ein Kommentar von Von Ari Shavit, worin dieser sich über das “Schweigen der Linken” zum Grass-”Gedicht” beklagt. Damit meint er ausdrücklich auch die jüdischen Linksorientierten und Friedensbewegten (z.B. Peace Now, Meretz-Partei) im eigenen Land.

Hier folgen einige Abschnitte aus dieser Selbstkritik:

“Günter Grass hat uns alle auf die Probe gestellt. Der merkwürdige Text, den er vor einer Woche in der “Süddeutschen Zeitung” veröffentlicht hat, enthält zwar keinen Antisemitismus der alten Schule und auch keine Goebbelssche Propaganda, doch liegen unter den peinlichen Zeilen drei Aussagen verborgen, die man näher betrachten sollte.
In der ihm eigenen Art sagt Günter Grass in etwa folgendes: Ich bin nicht bereit, weiterhin meinen Abscheu vor Israel wegen meiner Nazi-Vergangenheit zu unterdrücken; ich denke, dass eine Atommacht Israel den Weltfrieden gefährdet; die Tatsache, dass mein Volk 1942 die Juden ermordet hat, rechtfertigt nicht, dass Israel 2012 über Atomwaffen verfügt.
Mit den sensiblen Instinkten eines großen Schriftstellers hat Günter Grass auf radikale Art und Weise einer tiefsitzenden Auffassung Ausdruck verliehen, die sich heute in den dunklen Kellern des neuen Deutschlands, des neuen Europas und der neuen Linken ausbreitet.
Dieser Auffassung zufolge ist nicht der Iran, sondern Israel heute der Aggressor im Nahen Osten. Und nicht die radikalen Schiiten, sondern die radikalen Israelis sind die neuen Nazis…
Für Grass geht von amerikanischen, russischen, britischen, französischen, chinesischen, indischen und pakistanischen Atombomben keine Gefahr aus. Und auch eine iranische Atombombe stellt nicht wirklich eine Bedrohung dar. Was unsere Welt wirklich an den Rand der Zerstörung bringen könnte, sind (laut Grass) die Atomwaffen, die Israel zugeschrieben werden.
Die Fähigkeit der Juden, sich selbst zu verteidigen und damit ihre Vernichtung zu verhindern, raubt dem Moral-Guru aus Lübeck den Schlaf.
Grass stellt uns vor eine ernsthafte Herausforderung…Der Vorkämpfer der europäischen Linken versucht jetzt, Israel die Macht der Abschreckung abzusprechen, auf der seine Sicherheit beruht.
Binyamin Netanyahu und Avigdor Lieberman haben sehr gute Antworten auf Grass gegeben, doch niemand in der Welt hört ihnen zu. Innenminister Eli Yishai hat aggressiv auf Grass reagiert und damit Israel schweren politischen und moralischen Schaden zugefügt.
Doch wer überhaupt nicht reagiert hat, ist die zionistische Linke. Kein Schriftsteller hat in fließendem Englisch eine feurige Rede gehalten. Kein Intellektueller hat einen profunden Artikel in der “New York Times” geschrieben. Meretz und “Peace now” haben geschwiegen.
Die Moralisten sind schnell dabei, jeden verwirrten Rabbi aus der Siedlung Yitzhar zu verurteilen  –  aber angesichts der beängstigenden Worte eines Nobelpreisträgers haben sie geschwiegen. Während das offizielle Deutschland seinen obersten Schriftsteller lautstark verurteilt hat, blieb das aufgeklärte Israel stumm.
Im Moment sieht es so aus, als sei der Sturm vorüber. Doch das schwere moralische Scheitern Grass’ und die ausbleibende Reaktion seitens der zionistischen Linken verheißen nichts Gutes.
Sie zeigen auch, dass die leitenden Intellektuellen im Westen und in Israel nicht mehr fähig sind, zur Verteidigung des Staates Israel auszuziehen. Was Grass gesagt hat und was nicht gegen ihn gesagt wurde, zeigt, dass der Samen der Delegitimation langsam Früchte trägt.”
Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin

Bitburg 1985, Günter Grass und der Gipfel linker Heuchelei

1985 hieß der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl und die CDU regierte mit der FDP in einer Koalition. Beim Besuch des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan in Deutschland kam es auch zu einem Besuch auf dem Soldatenfriedhof Bitburg in der Eifel.

Weil dort sage und schreibe 43 Angehörige der Waffen-SS begraben lagen (die meisten davon wehrpflichtig und ca 18 Jahre alt), gab es schon im Vorfeld von linkslastiger Seite scharfe Attacken gegen den konservativen amerikanischen Präsidenten Reagan und gegen CDU-Kanzler Kohl.

Dabei wurde meist nicht berücksichtigt, daß in den letzten beiden Kriegsjahren viele Wehrmachtseinheiten pauschal und zwangsweise in die Waffen-SS überführt wurden. Zudem sollte man zwischen der eigentlichen, der “schwarzen” SS einerseits und der “feldgrauen” Waffen-SS andererseits durchaus unterscheiden. (Die schwarze SS war insgesamt noch weitaus schlimmer).

Günter Grass, der jahrzehntelang gefeierte Links-Literat und seit den 60er Jahren Wahlkampfhelfer der SPD, war selber in der Waffen-SS, allerdings freiwillig  – und er hat dies 60 Jahre lang verschwiegen.

Nun könnte man über derlei  “Jugendsünden” Gras wachsen lassen, wäre es nicht ausgerechnet GraSS gewesen, der damals in der “Bitburg-Affäre” auf das schärfste eingegriffen und Kanzler Kohl massiv attackiert hätte. Damals wußte man freilich noch nicht, daß der Ankläger selber hochgradig im Glashaus sitzt.

Am 10. Mai 1985 dokumentierte die Wochenzeitung “Die Zeit” eine krasse Rede von Grass unter dem Titel:  “Geschenkte Freiheit – Versagen, Schuld, vertane Chancen”.  – Wir zitieren einige vielsagende Abschnitte daraus:

“Ich weiß, daß bis in die Leitartikel dieser Tage Unschuldszeugnisse ausgestellt werden. Wir leisten uns gegenwärtig einen Bundeskanzler, dem die Unschuld, wenn nicht eingefleischt, so doch eingeboren ist.

Fix sind abermals die Persilscheine der Fünfzigerjahre zur Hand. Doch was sagen die wiederholten Beteuerungen, es habe die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes von Gaskammern, Massenvernichtungen, vom Völkermord nichts gewusst?

Diese Unwissenheit spricht nicht frei. Sie ist selbst verschuldet, zumal die besagte Mehrheit wohl wusste, dass es Konzentrationslager gab und wer alles in sie hineingehörte: zum Beispiel die Roten und die Juden natürlich. Diesem Wissen ist nachträglich nicht abzuhelfen. Kein selbstgefälliger Freispruch hebt dieses Wissen auf. Alle wussten, konnten wissen, hätten wissen müssen.”

Sodann heißt es dreist: “Als hätten wir nicht Bürde genug, erweist sich Kohl als zusätzliche Belastung der deutschen Geschichte; doch auch diesen Ballast haben wir uns verdient.”

Noch viel weniger haben die Deutschen des Herrn GraSS linke Doppelmoral verdient.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 


Doppelmoral läßt grüßen: Die SPD, Wolfgang Thierse und Günter Grass

Nachdem einige Sozialdemokraten laut darüber nachdachten, beim nächsten Bundestagswahlkampf auf die seit Jahrzehnten übliche Hilfe von Günter Grass zu verzichten, meldete sich Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse als Beschwichtiger zu Wort nach der Devise: Nun aber mal halblang!

Ausgerechnet Thierse, der beim sog. “Kampf gegen rechts” (oder was er dafür hält) gerne den Übereifrigen markiert, ist jetzt auf der weichen Welle, wenn es um den SPD-Lieblingsliteraten Grass geht.

Jedenfalls hält der SPD-Politiker einen vorzeitigen Ausschluß von Günter Grass aus dem Wahlkampf für überhaupt nicht angesagt: „Ich halte nichts davon, dass die SPD nun gewissermaßen wie der Staat Israel Günter Grass zur Persona non grata erklärt“, sagte er am heutigen Dienstag im Deutschlandfunk.

Zugleich warnte Thierse davor, Grass zum Antisemiten zu erklären: „Wenn man Günter Grass wegen dieser einseitigen kritischen Position zum Antisemiten macht, dann ist das fatal.“  -  Dadurch entstehe der Eindruck, „Deutsche höheren oder mittleren Alters könnten dem Antisemitismus niemals entrinnen“. Zudem werde das Vorurteil bestätigt, „dass Kritik an Israel ganz schnell des Antisemitismus verdächtig ist“.

Da verwechselt der  -  sonst in puncto Antisemitismus doch so hellhörige  – Sozialdemokrat aber einiges, nämlich Folgendes:

1.  Kritik, auch scharfe Sachkritik an Israel hat natürlich nichts mit Judenfeindlichkeit oder Israelhaß zu tun – das versteht sich am Rande.  Aber Grass hat nicht etwa “Kritik” geübt, sondern dem jüdischen Staat unterstellt, es wolle den Iran per atomarem Erstschlag auslöschen und sei ohnehin eine Gefahr für den Weltfrieden. “Kritik” sieht anders aus!

2. Was hat das hohe Alter von Grass damit zu tun, es könne der Eindruck entstehen, ältere oder mittlere Semester könnten “dem Antisemitismus niemals entrinnen”?  -  Als ob je ein Vernünftiger den Judenhaß in Altersklassen eingeteilt hätte.  – Herr Thierse braucht keine “Vorurteile” bekämpfen, die überhaupt nicht existieren.

3. Zudem ist der Vizepräsident des Bundestags besorgt darüber, daß Israelkritik “ganz schnell” als Antisemitismus verdächtigt wird. Abgesehen davon, daß fast das gesamte linke Lager von tief-rot bis grün seit Jahrzehnten von anti-israelischer Dauer-Allergie geprägt ist, äußert Thierse gerade jetzt seine Befürchtungen, wo es aktuell um den SPD-nahen Literaten Grass geht.

Wo bleiben denn seine feinfühligen  Differenzierungen und Bedenken, wenn Christlich- Konservative (man erinnere sich z.B. an den “Fall Hohmann” oder vorher an die “Causa Heitmann”) wegen vergleichsweise geringfügiger Kritik an Juden sofort in die rechtsradikale Schmuddelecke verfrachtet wurden und werden?!

Warum gibt sich Thierse nur dann so bedenkenträgerisch und rücksichtsvoll, wenn es um einen Alt-68er und sozialistischen Literaten geht, um jemanden wie Grass, der schon in den 60er Jahren die (Wahlkampf-)Trommel für die SPD rührte.

Felizitas Küble


Echt krass: Wenn Israelhaß grassiert – wie bei Günter Grass

Im christlichen Web-Magazin “Israel-Netz” wurde am 5.4.2012 ein Artikel unter dem Titel “Wenn Israelhass grassiert” veröffentlicht, der darauf hinweist, daß der linke Antizionismus nicht zu unterschätzen ist  -  wie der aktuelle Grassismus (Grass und sein Fanclub von rechts- bis linksaußen) wieder einmal dokumentiert.

Autor E. Prill schreibt unter anderem:

“Grass kritisiert nicht. Er stigmatisiert. Und das geht nicht. Nirgendwo in der Welt und in Deutschland schon gar nicht. Stammt nicht von hier die vernichtende Kurzformel “Juden sind unser Unglück”, die zur Massenvernichtung führte? “Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden”, lesen wir bei Grass. Heißt das: Israel ist die größte Gefahr für die Menschheit, gefährlicher als alle “Maulhelden” wie Hitler und Ahmadinedschad?”

Genau darauf läuft das irrgeistige “Gedicht” (das schon seiner Form und Struktur nach gar kein Gedicht  ist) unterm Strich hinaus: Früher hieß es: “Die Juden sind unser Unglück!” -  Heute heißt es eben: “Die Israelis sind unser Unglück”.

Das hat mit Sachkritik, auch harter Sachkritik  (die natürlich auch am jüdischen Staat geübt werden kann) nicht die Bohne zu tun; der Rundumschlag  von Günter Grass ist Hetze und Verleumdung  -  unter dem Deckmantel vermeintlicher Kunst (“Gedicht”), um sich schön (raffiniert) auf die Kunstfreiheit berufen zu können, falls es juristischen Ärger gibt.  Der Grass-Text ist aber kein Kunstwerk, sondern ein Machwerk.

Der Autor von “Israel-Netz” stellt zudem richtig fest:

“Der Antisemitismus heute kommt aus anderen Ecken: dem islamischen Dschihadismus unter der grünen Fahne Mohammeds und dem alt- und neulinken Judenhass unter der roten Fahne der Sozialisten, der nationalen und der realen. Das “Weltjudentum”, die “jüdische “Hochfinanz”, voran die “jüdischen Spekulanten” und schließlich die “Zionisten” sind Zielscheibe linker Reichenhasser, Kapitalismuskritiker und Gutmenschen. Die meist hinzufügen, wie Grass auch, dass sie “Israel verbunden” seien.”

Außerdem erfährt man hier, daß  Schriftsteller Günter Grass bereits vor 11 Jahren in einem “Spiegel”-Interview Folgendes zum Besten bzw Schlechten gab:

 “Israel muss nicht nur besetzte Gebiete räumen. Auch die Besitznahme palästinensischen Bodens und seine israelische Besiedlung ist eine kriminelle Handlung. Das muss nicht nur aufhören, sondern rückgängig gemacht werden. Sonst kehrt dort kein Frieden ein.”

Mit anderen Worten: Der Staat Israel muß “rückgängig gemacht” werden, er ist in sich eine “kriminelle Handlung”  – vielleicht verrät uns der Herr Literaturnobelpreisträger noch, ob Millionen von jüdischen Israelis ins Meer springen oder sich vielleicht in Luft auflösen sollen?! (Um nicht deutlicher zu werden!)

Zudem fragt man sich, wo denn die Stellungnahme von Angela Merkel zu den Entgleisungen von Grass bleibt? Scheut sie eine klare Position? Will sie sich nicht eindeutig vom Grassismus distanzieren?

Weniger zimperlich war die CDU-Chefin  freilich, als sie Papst Benedikt in der Causa Willamson öffentlich kritisierte. War es zudem nicht unsere Bundeskanzlerin, die das Sarrazin-Buch (ohne es gelesen zu haben!) als “wenig hilfreich” vom Tisch zu fegen gedachte?!  Hat es ihr jetzt plötzlich die Sprache verschlagen?

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Typisch grün: Volker Beck übt scharfe Kritik an Israel

In unserem vorigen Artikel befaßten wir uns mit dem Lob der Links-Partei für das israelfeindliche “Gedicht” von Günter Grass. Untertitel: “Wenn es um Israel geht: Rot und braun gesellt sich gern.”

Tatsächlich können sich Rechts- und Linksradikale (sonst untereinander verfeindet) ohne Weiteres inhaltlich die Hände reichen, wenn es gegen den jüdischen Staat geht:  Die Extreme berühren sich dann!

Aber wo rotbraune Gemeinsamkeit waltet, ist der grüne Zuspruch nicht weit.

Man erinnere sich an die Parteitage der Grünen in den 80er Jahren mit ihren zahlreichen Palästinenser-Tüchern  – wobei das grüne Völkchen sich die  israelfeindlichen Tiraden von  PLO-Chef Arafat auch gerne mal persönlich anhörte.

Inzwischen gibt sich die grüne Partei nach außen hin insoweit sicherlich gemäßigter. Doch der alte Geist bzw antizionistische Ungeist ist noch nicht ganz aus der Flasche, wie die jüngste Stellungnahme des grünen Politikers und Homosexuellen-Vertreters Volker Beck aufzeigt.

Wie der Berliner “Tagesspiegel” berichtet, kann der grüne  Fraktionsgeschäftsführer die  “Verärgerung” in Israel über Günter Grass zwar “gut verstehen” und er kritisierte dessen “Gedicht”.   Gleichwohl hat Beck  -  so der “Tagesspiegel”  -  die angeblich “harte Reaktion” Israels “scharf kritisiert”:

Volker Beck wörtlich gegenüber dem “Handelsblatt”:  „Ein Einreiseverbot für Grass halte ich für überzogen und falsch.” – Damit nicht genug, wirft er dem jüdischen Staat vor: ” Es passt zu der Linie der aktuellen israelischen Regierung und wie sie mit Kritik und Streit auch im eigenen Lande umgeht.“ Dies sei „unsouverän und demokratisch nicht klug“.

Man halte (sich) fest: Grass unterstellt Israel, den Iran per atomarem Erstschlag ausrotten zu wollen und diffamiert den jüdischen Staat als Gefahr für den Weltfrieden. Schlimmer gehts nimmer seit Hitlers unseligen Zeiten.

Dann ereifert sich der grüne Beck öffentlich über Israel wegen der  – wie ich finde  -  s a n f t e n  Maßnahme, Grass eine Einreiseverweigerung nach Israel zu erteilen. Sollen die Israelis vielleicht jemanden, der ihnen atomaren Weltenbrand unterstellt, auch ins eigene Land einladen  – möglichst mit Sänfte und rotem Teppich?!

Es paßt zu linksgrünen Israel-Allergikern, daß dieselbe Grundhaltung wie bei Beck (nur noch schärfer) auch bei den Organisatoren der “friedensbewegten” Ostermärsche herumgeistert: diese teilten erfreut mit, unter den Teilnehmern habe es viel Zustimmung für Grass gegeben.

Da wächst zusammen, was  beim Thema Israel zusammengehört: rot  – braun  – grün.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


ROTBRAUN aktuell: “Linkspartei” stimmt Grassismus zu: “Grass hat Recht”

Wenn es um Israel geht: ROT zu BRAUN gesellt sich gern!

Die tiefrote bzw. spätkommunistische “Linkspartei” hat beim 68er Schriftsteller Günter Grass bereits am Tag seiner “Gedicht”-Veröffentlichung Geist von ihrem (Un-)Geist entdeckt.  Kein Wunder, war doch die gottlob untergegangene “DDR” stets israelfeindlich bis in die Knochen.  – Hier folgt der Wortlaut dieser rotbraunen Stellungnahme, verfaßt von W. Gehrcke, dem außenpolitischen Sprecher der Linkspartei im Bundestag:

“Wolfgang Gehrcke erklärt zum heute in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Gedicht von Günter Grass über den Iran, Israel und deutsche U-Bootlieferungen: Günter Grass hat Recht.
Er warnt in Verbundenheit mit dem Land Israel vor einem israelischen Erstschlag, „der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte“.
Er warnt Deutschland davor, mit der Lieferung eines weiteren U-Bootes nach Israel, „dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist“, „Zulieferer eines Verbrechens“ zu werden.
Er warnt, „die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden“.
Er fordert den „Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt aufzufordern“.
Er fordert „eine ungehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz“.
Günter Grass hat den Mut auszusprechen, was weithin verschwiegen wurde.
Günter Grass beschämt die deutsche Politik, die weithin damit beschäftigt ist, die diplomatischen Folgen eines israelischen Angriffs auf den Iran zu kalkulieren, statt alles zu tun, um diesen Krieg zu verhindern und damit „allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben, und letztlich auch uns zu helfen“.
 

Soweit diese typisch vom “DDR”-Ungeist geprägte Stellungnahme der Linkspartei.   -  Auch wir haben am Tag des Grass-Gedichts einen Artikel veröffentlicht  – freilich ganz anders gepolthttp://charismatismus.wordpress.com/2012/04/04/was-gesagt-werden-mus-antizionismus-von-links/

Beleg für die Pressemeldung der Linkspartei: http://www.waehlt-gehrcke.de/index.php?option=com_content&view=article&id=867:qwas-gesagt-werden-mussq&catid=106:2012&Itemid=166

 


Judenfeindliche Entgleisungen eines Ex-RBB-Moderators

Bis Ende letzten Jahres war er Moderator der Show „Ken FM“ des RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg): Ken Jebsen.

Er wurde wegen „mangelnder journalistischer Standards“ entlassen, nicht aus inhaltlichen Gründen, obwohl er bereits durch wirre judenfeindliche Äußerungen aufgefallen war.

Zuvor hatte der öffentlich-rechtliche Sender seinen jungen Mitarbeiter gegen den Vorwurf verteidigt, er sei Antisemit und Holocaust-Leugner. Jebsen hatte einem Hörer u.a. geschrieben: „Ich weiß, wer den Holocaust als PR erfunden hat.“ (PR  = Public relation, Öffentlichkeitsarbeit).

Wie der „Berliner Tagesspiegel“  nun berichtet, hat der Ex-Moderator  – anläßlich der Debatte um das anti-israelische Grass-„Gedicht“  -   jetzt noch einen draufgesetzt:

In einem online gestellten Radiobeitrag  mit dem Titel „Zionistischer Rassismus (jüngstes Opfer: Günter Grass)“ wirft er Israel vor,  einen Massenmord an den Palästinensern zu begehen.  Radikale Zionisten  hätten sowohl die USA als auch die Massenmedien unterwandert: „Es ist eine mediale Massenvernichtungswaffe, die hilft, dass wir seit über 40 Jahren die Fresse halten, wenn im Auftrage des Staates Israel Menschen in Massen vernichtet werden“,  so Jebsens Rundumschlag im Radaustil.

Kritik an Israel sei berechtigt, da der jüdische Staat systematisch die Palästinenser ausrotte, um „Platz für das auserwählte Volk zu schaffen“, behauptet Jebsen.

Außerdem agitierte er  wild gegen den jüdischen Schriftsteller Henryk M. Broder; dieser hätte -  so Jebsen -  „im Dritten Reich einen hervorragenden Lagerkommandanten abgegeben und würde heute in jedem israelischen Folterknast seinen Spaß haben.“

Man kann sich leicht vorstellen, welche Welle der Empörung durch den deutschen Blätterwald und die MSM (Mainstream-Medien) ginge, wenn sich jemand von konservativer Seite oder etwa ein Politiker aus CDU/CSU (selbst wenn es nur ein Kommunalvertreter wäre)  derart haarsträubend und judenfeindlich äußern würde: Die Republik würde Kopf stehen.

Nun handelt es sich bei Ken Jebsen freilich um jemanden, der noch unlängst als Mitarbeiter einer öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt tätig war  – das ist dann wohl etwas gaaaaanz Anderes!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Quelle: Berliner Tagesspiegel (online)


Israelischer Ministerpräsident kritisiert Günter Grass

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (siehe Foto) erklärte heute zu dem  –   gestern in der “Süddeutschen Zeitung” veröffentlichten  -  Text  des Schriftstellers Günter Grass:

“Der peinliche Vergleich, den Günter Grass zwischen Israel und dem Iran gezogen hat, einem Regime, das die Shoah leugnet und zur Vernichtung Israels aufruft, sagt sehr wenig über Israel und viel über Herrn Grass.

Der Iran, nicht Israel, stellt eine Bedrohung für den Weltfrieden und die Sicherheit in der Welt dar.

Der Iran, nicht Israel, droht anderen Staaten damit, sie auszulöschen.  

Benjamin Netanyahu, Israeli politician

Foto: Wikipedia

Der Iran, nicht Israel, unterstützt Terrororganisationen, die Raketen gegen unschuldige Zivilisten richten.

Der Iran, nicht Israel, unterstützt das Massaker des syrischen Regimes an seinem Volk.

Der Iran, nicht Israel, steinigt Frauen, henkt Homosexuelle und unterdrückt aufs grausamste Millionen eigener Bürger.

Sechzig Jahre lang hat Herr Grass seine Vergangenheit als Mitglied der Waffen-SS verschwiegen. Daher überrascht es nicht, dass er den einzigen jüdischen Staat auf der Welt als größte Bedrohung für den Weltfrieden ansieht und ihm sein Recht auf Selbstverteidigung abspricht.

Anständige Leute auf der ganzen Welt sollten diese ignoranten und verwerflichen Aussagen verurteilen.”

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


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