FOTO-Bericht vom “Marsch für das Leben” am 20. September 2014 in Berlin

Der diesjährige Lebensrechtler-Marsch in Berlin war der bislang erfolgreichste, was die Teilnehmerzahl betrifft:IMG_7875

Über 5000 Menschen haben Zeugnis gegeben für das Leben  –  mitten in Deutschlands Haupstadt, vor dem Bundeskanzleramt, vorbei am Brandenburger Tor und dem Berliner Dom. 

Zu den Teilnehmern der Kundgebung am vergangenen Samstag gehört auch unsere IMG_7772Lebensrechts-Freundin Doris de Boer aus Kevelaer am Niederrhein.

Doris ist katholische Journalistin und Familienmutter; von ihr erhielten wir jetzt diese Fotos, wofür wir ein herzliches Dankeschön sagen.IMG_7763

Das dritte Bild zeigt ein kleines Schild mit den Worten: “Jeder Mensch ist Würde-Träger”. IMG_7784

Unser Grundgesetz bekennt: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.” –  Letzlich liegt dies darin begründet, daß wir Geschöpfe Gottes sind, geschaffen nach Seinem Bilde.

Nicht allen Leuten ist allerdings klar, daß das ungeborene Kind ebenfalls ein uneingeschränktes Recht auf Leben besitzt, das ihm auch von staatlicher Seite nicht abgesprochen werden darf.

Das wichtigste aller Menschenrechte ist das Grundrecht auf Leben!  –  Um dies zu erkennen, muß man kein Christ sein, dazu genügen Vernunft und guter Wille.

Auch in diesem Jahr wurde der Berliner Marsch wieder von linksradikalen Kräften massiv gestört: siehe viertes Foto.IMG_7764

Ohne massive Polizei-Präsenz zum Schutz des Demonstrationsrechts wäre alles noch chaotischer verlaufen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, der sich seit Jahren an dieser Demonstration beteiligt, wurde von einem ZDF-Reporterteam sogar angerempelt. IMG_7787

Noch schlimmer war ein linksradikaler Anschlag auf die Herz-Hesu-Kirche in Berlin: http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/berlin-schweigt-zum-anschlag-auf-eine-kirche#

Das fünfte Bild zeigt die Lebensrechtler, als sie am Reichstag vorbeiziehen  – teils mit Kinderwagen im Gefolge. IMG_7862

Das nächste Bild dokumentiert den Marsch, wie er sich auf den Berliner Dom zubewegt.

Erfreulicherweise war auch ein hoher katholischer Würdenträger dabei: Prälat Michael Fuchs kam als amtlicher Vertreter des Bischofs von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer.

Unser letztes Foto zeigt den Regensburg Generalvikar als zweiten von rechts. Vorne sehen wir einen Sängerchor.

Text: Felizitas Küble
Fotos: Doris de Boer

 

 

 

 

 


“Marsch für das Leben” in Berlin: Geistliches Wort von Generalvikar Michael Fuchs

Hier folgt der vollständige WORTLAUT der Schlußansprache von Prälat Michael Fuchs, dem Generalvikar des Bistums Regensburg und amtlichen Vertreter von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer beim Marsch fürs Leben am 19. September 2014:baby

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am „Marsch für das Leben“,
liebe Freunde des Lebens!

Tief beeindruckt sind wir alle von den Zeugnissen, die wir am Anfang gehört haben; von dem Weg, den wir jetzt – mit mancher Begleitmusik – zurückgelegt haben. Tief beeindruckt sind wir, dass wir viele geworden sind.

Aber was heißt das: Beeindruckt sein?

Es geht uns tief an. Da fliegt nicht etwas oberflächlich vorbei, ein Event, ein Slogan, ein Hit. Nein, es dringt tief in unser Herz und packt uns von innen her.

Kinder haben diese Gabe, beeindruckt zu sein, von klein auf. Sie saugen alles auf, sind authentisch und auch schlechte Lügner. Und wenn sie etwas ahnen von der Größe Gottes, von jemandem, der uns alle übersteigt und uns gleichzeitig schützt und trägt, dann staunen Kinder, und Mund und Augen stehen offen, um alles aufzunehmen.iMA00584401

Vielleicht hat deswegen Jesus die Kinder so als Vorbild in die Mitte gestellt, wie wir eben im Lukasevangelium gehört haben: Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.“

Das BILD zeigt Prälat Michael Fuchs mit Sternsingern (Foto: Bistum Regensburg)

Mit jedem Kind kommt ein Stück Himmel auf die Erde, und wir können von diesem Himmel mit zwei Händen und zwei Beinen lernen, von diesen offenen Augen und Mündern.

Wir können lernen, nicht Augen und Ohren zu verschließen vor der Lebenswirklichkeit und unseren Mund auch aufzutun, wo es nötig ist. Und wir können anpacken mit unseren Händen und losgehen, losmarschieren.

Beeindruckt sind wir vom großen Wunder des menschlichen Lebens, das Gott schenkt und das im Mutterleib empfangen wird und aufblüht. Beeindruckt und schockiert sind wir, wie bei uns mit den ungeborenen Kindern und mit Menschen, die eingeschränkt sind oder an Krankheiten leiden, umgegangen wird.

Wie hilflos und orientierungslos ist unsere Gesellschaft, die sich modern nennt, die von der Solidarität mit den Kleinen, den Schwachen und Kranken spricht und gleichzeitig das Recht auf Leben nach und nach zu einem Recht auf Töten pervertiert und mancher Druck gar eine Pflicht vortäuscht.PICT0129

Ich möchte Ihnen daher an dieser Stelle von Herzen danken für dieses Zeugnis, das Sie mit diesem Marsch für das Leben geben. Und wir dürfen zuversichtlich sein: Wir werden mehr, und wir werden sichtbarer.

  1. Hören wir daher nicht auf, weiter zu sammeln, Menschen zu sammeln, die mitstaunen über die Würde jedes Menschen und die aufstehen, wenn Menschen auf Grund ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes bedroht sind. Sammeln wir weiter Menschen, und wenn es zwei sind. Sie sagen, zwei sind nicht viele? Dann schauen wir doch auf Jesus: Mit zwei hat er angefangen. Bald waren es 12, dann 72, dann tausende Kinder, Frauen und Männer. Und es gab nicht wenige, die nicht gleich voll dabei waren, die neugierig da standen, nachfragten, Nikodemus etwa, der eine ganze Nacht lang mit Jesus redete, oder die Frau am Jakobsbrunnen.
  2. Ein zweites: Konzentrieren wir unsere Aktionen. Es gibt soviele kleine Aktionen, Hilfsmaßnahmen, Zeugnisse, Proteste, Gebete. Alles ist gut in dieser Richtung. Aber es ist auch nötig, von Zeit zu Zeit unsere Kräfte zu bündeln. Dieser Marsch für das Leben ist ein gutes Zeichen dafür.
  3. Dann fällt mir auf, dass wir häufig unsere Argumente sortieren, dass wir streng rationell begründen und sauber darlegen, warum jedes Kind von der Befruchtung an Mensch ist und warum auch jeder leidende Mensch bis zum Schluss seine volle Würde behält und unsere Hilfe und Nähe benötigt, nicht unseren Giftbecher. Diese Rationalität ist nötig, weil der Einsatz für das Leben vernünftig und gut begründet ist. Aber vergessen wir das Herz nicht und reden wir von Herz zu Herz. Wer beeindruckt ist, beeindruckt auch andere. Wer betroffen ist, kann auch andere ins Herz treffen. baby_hand_abtreibg_cdl11_a4357ad790

Wie stark war da das Zeugnis der Mutter mit dem Down-Syndrom-Kind vorhin. Sie alle haben es gehört und gesehen. Ich persönlich denke an das diesjährige Fest zum Down-Syndrom-Tag in Neumarkt in Bayern. Das erste Mal habe ich Downys Trompete spielen gehört. Und eine gelernte Service-Fachfrau mit Down-Syndrom hat mir ein Buch über sie signiert.

Mit solchen Leuten brauchen sie nicht über Abtreibung oder Euthanasie reden. Sie geben einfach Zeugnis für das Leben, durch ihr konkretes Schicksal, durch ihre Geschichte, und dieses Zeugnis ist stark.

  1. Und schließlich: Beten wir für das Leben. Beten wir und beten wir. Viele aktive Hilfsorganisationen gibt es, und dies es unendlich wichtig. Aber vergessen wir das Beten nicht. Es ist nicht unnütz, sondern gleichsam die Nabelschnur für unser Tun. Ich weiß, dass es viele  media-390606-2 - KopieGebetsgruppen in diesem Anliegen gibt und noch mehr einzelne Menschen, die dafür beten: für die Kinder, die empfangen werden, für die Mütter und Väter, die guter Hoffnung und gleichzeitig hoffnungslos überfordert sind. Für die Ärztinnen und Ärzte, die ihrem Gewissen folgend Nein sagen und für die, die gegen Geld schuldig werden. Und für viele Beteiligte, die mit ihrer Schuld nicht mehr fertig werden.

Und wenn Sie nicht beten können, weil Sie vielleicht nicht gläubig sind, aber überzeugt von der Würde des menschlichen Lebens, dann staunen Sie über das Wunder, das hier strahlt und das uns oft sprachlos macht angesichts der Größe und Schönheit.

Dieses Staunen, dieses Beeindruckt-Sein verbindet uns alle, die wir heute gemeinsam marschiert sind, und es macht uns stark und zuversichtlich in diesem Marsch für das Leben, den wir nun zuhause in unseren Gemeinden und Gemeinschaften, in unseren Verbänden und Aktionen weitergehen.

Möge Gott diese unsere Schritte für den langen Marsch, der noch vor uns liegt, leiten und segnen. Amen.

Quelle: Bistum Regensburg


Bistum Regensburg beim “Marsch fürs Leben” durch Generalvikar Fuchs vertreten

Beim Abschlußgottesdienst der Demonstration “Marsch für das Leben” im Berliner Lustgarten am vergangenen Samstag würdigte der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs den christlichen Einsatz für das Lebensrecht der Ungeborenen. borMedia1840101

Der amtliche Vertreter von Bischof Dr. Rudolf Vorderholzer betonte in seiner Schlußpredigt vor dem Berliner Dom auch das glaubwürdige Zeugnis von Eltern behinderter Kinder. Mit solchen Vätern und Mütter müsse man nicht über Abtreibung und Euthanasie diskutieren.

HIER finden Sie den vollen Wortlaut der Ansprache: http://charismatismus.wordpress.com/2014/09/22/marsch-fur-das-leben-in-berlin-geistliches-wort-von-generalvikar-michael-fuchs/

BILD: Bischof Voderholzer (Regensburg) sandte seinen Generalvikar Fuchs zum Marsch fürs Leben nach Berlin

Gleichzeitig appellierte der Regensburger Kirchenmann an die Versammelten: „Vergessen wir das Beten nicht. Es ist nicht unnütz, sondern gleichsam die Nabelschnur für unser Tun.“

Bereits im Vorfeld des Marsches hatte sich die kath. Kirche hinter die Lebensrechtler-Ziele gestellt, u.a. durch Grußworte von Papst Franziskus, Glaubenspräfekt Gerhard Müller und Kardinal Reinhard Marx .

Dagegen hatte sich die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg vom Marsch distanziert. Die Kirchenleitung hatte Bischof Markus Dröge per Beschluß gebeten, die “inhaltliche Differenz“ zum Veranstalter (dem “Bundesverband Lebensrecht”) zu verdeutlichen.

Der Unterschied bestehe darin, daß die ev. Kirche dafür eintrete, die Gewissensentscheidung einer Frau im Schwangerschaftskonflikt zu achten, hatte Pressesprecher Volker Jastrzembski auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA erklärt.

Der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider, sandte kein Grußwort nach Berlin. Grüße übermittelten dagegen der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, und der ev. Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche, Hans-Jürgen Abromeit.

Quellen: IDEA, Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg


Berlin: Erfolgreicher “Marsch für das Leben” mit mehr als 5000 Teilnehmern

Nach polizeilichen Schätzungen nahmen in diesem Jahr mindestens 5000 Personen am Marsch für das Leben in Berlin teil. Damit stieg die Zahl der Teilnehmer wiederum im Vergleich zum Vorjahr (2013: 4500 Teilnehmer). PICT0129

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Martin Lohmann, freut sich über diese Steigerung:

„Die Pro-Life-Bewegung ist im Aufwind  –  national wie international. Auch und gerade unter jüngeren Menschen wächst die Sensibilität für das Leben. Dies belegen die zahlreichen jugendlichen Teilnehmer beim diesjährigen Schweigemarsch  –  ein eindrucksvolles und friedliches Zeugnis für das Leben!“

Der Marsch für das Leben ging mit einem ökumenischen Gottesdienst vor dem Berliner Dom zu Ende. Durch den Gottesdienst führt der evangelische Pfarrer Axel Nehlsen.

Die Predigt hält in diesem Jahr der Generalvikar des Bistums Regensburg, Prälat Michael Fuchs, der ausdrücklich als Vertreter von Bischof Rudolf Voderholzer erschienen war. Er unterstrich die Bedeutung des Lebensrechts für eine humane Gesellschaft und dankte den Teilnehmern des Marsches für ihr mutiges Zeugnis.

In seinem Schlußwort dankte Lohmann den zahlreichen Teilnehmern für ihr persönliches Zeugnis:

„5000 Menschen sind heute auf die Straße gegangen und haben gleichsam mit ihren Füßen für das Leben abgestimmt. Ich danke allen Teilnehmern für ihr Zeugnis! Die Proteste gegen unsere Freiheitsbewegung sind letztlich nur eine starke Bestätigung dafür, dass wir einen Friedensmarsch für das Leben nötig haben.

Wir sagen Ja zum menschlichen Leben, zur Würde jedes einzelnen Menschen, von Anfang an bis zu seinem natürlichen Ende! Wir wollen keinen Suizid auf Wunsch, keinen verordneten oder vorgeschriebenen Selbstmord im Alter oder bei Krankheit. Wir sind für alle Menschen, für das Leben aller Menschen!“


Kath. und evang. Kirchenvertreter rufen zum Marsch für das Leben in Berlin auf

Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland rufen zum Marsch für das Leben am 20. September 2014 in Berlin auf. images (2)

In ihren Grußworten bringen sie zum Ausdruck, wie wichtig der Lebensschutz für die Glaubwürdigkeit einer humanen Gesellschaft sei.

Neben Papst Franziskus und Glaubenspräfekt Gerhard Kardinal Müller aus dem Vatikan haben sich auch deutsche Würdenträger zugunsten dieser großen Lebensrechts-Kundgebung ausgesprochen:

Der Bischof von Augsburg, Dr. Konrad Zdarsa, schreibt den Veranstaltern:

„Abtreibung und Euthanasie richten sich gegen Personen in einer besonders empfindlichen Situation, in einer Situation existentieller Schwäche und Angewiesenheit auf diese Solidarität. Wird sie gerade in dieser Situation extremer Schwäche und Angewiesenheit verweigert, wirft dies einen fürchterlichen Schatten auf die Humanität einer Gesellschaft.“ borMedia1840101

Auf den ökumenischen Konsens pro Lebensschutz macht der Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto) aufmerksam und ermutigt dazu, als Christen gemeinsam das zu tun, „was wir schon gemeinsam tun können“, zB. die Teilnahme am Marsch für das Leben.

Der Bischof von Eichstätt und neue Vorsitzende von „Kirche in Not“, Dr. Gregor Maria Hanke OSB, betont die Heiligkeit menschlichen Lebens und mahnt mit einem Wort von Papst Franziskus: „Wenn diese Überzeugung hinfällig wird, bleiben keine festen und dauerhaften Grundlagen für die Verteidigung der Menschenrechte.“

Dr. h.c. Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Württemberg und Vizepräsident im Lutherischen Weltbund, ruft zu einem eindeutigen „Ja zum Leben auf“:

„Angesichts neuer Forschung und immer neuer Möglichkeiten ist es wichtig, ein grundsätzliches und eindeutiges ,JA zum Leben’ zu sagen. Am Lebensanfang wie am Lebensende sollen Menschen die größtmögliche Unterstützung erfahren, so dass dieses große JA nicht durch viele kleine ,Neins’ ausgehöhlt wird.“

Hans-Jörg Voigt, D.D., Bischof der SELK (Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche) und Vorsitzender des Internationalen Lutherischen Rates betont in seinem Grußwort:

„Dass wir unsere Stimme erheben für die, die keine Stimme haben, ist unsere Pflicht als Christen wie als Bürger dieses Landes… Dabei sind wir der festen Überzeugung, dass der Tabubruch am Anfang des Lebens und am Ende des Lebens durch Abtreibung und Euthanasie der Gesellschaft tiefen bleibenden Schaden zufügt.“


Marsch für das Leben in Berlin: Abtreibungsbefürworter in Panik

Mathias von Gersdorff

„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Lebensrechts“, so etwa scheinen sich Politiker aus Linke, SPD und Grünen angesichts des „Marsches für das Leben“ am 20. September zu fühlen.   Leipzig2014f

Die liberale Abtreibungspraxis in Deutschland und in Europa sei durch die „Agitation christlicher FundamentalistInnen“ dermaßen bedroht, daß die Abtreibungslobby sich genötigt sieht, alle Reserven zur Abwendung einer Schleifung des „Sexuellen Selbstbestimmungsrechts der Frau“ zu mobilisieren.

FOTO: M. von Gersdorff bei der Leipziger Buchmesse

Gisela Notz, ehem. Bundesvorsitzende von „Pro Familia“, schrieb in einem Aufruf zu einer Veranstaltung der Linkspartei mit dem Namen „Dein Bauch gehört Dir! Stoppt die ‘Lebensschützer’“ folgendes:

„Überall in Europa erleben wir Angriffe auf das Recht von Frauen auf selbstbestimmte Schwangerschaft und ein Aufwind von konservativ-reaktionären Familienideologien.“

Notz fürchtet eine rechte Allianz, welche die aktuelle Krise des Kapitalismus ausnutzt, um die „Rechte der Frauen zurückzudrängen“.

Die Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert ist nicht minder erschüttert über das Erstarken der „selbsternannten ‘Lebensschützer’“.

Denn: „Sie wollen, daß jede Schwangere die Schwangerschaft austrägt. Mehrfach haben die sogenannten Lebensschützer vor ärztlichen Praxen und Kliniken gelauert, in denen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden und jede Patientin, die versuchte, die Einrichtung zu erreichen, als Mörderin tituliert.“PICT0132

Das Bündnis „Selbstbestimmung“  –  ein großes Sammelsurium von Organisationen wie etwa „Pro-Familia“, die Giordano-Bruno-Stiftung, Grüne, die SPD-Frauen und andere  –  nimmt den „Marsch für das Leben“ zum Anlaß, gleich mehrere Veranstaltungen zu organisieren.

Foto: Junge Lebensrechtlerinnen auf dem Kirchplatz St. Ägidii in Münster

Die wichtigste davon ist die Kundgebung „Leben und lieben ohne Bevormundung“, die zum gleichen Zeitpunkt und unweit der Lebensrechtler-Kundgebung stattfindet.

Es ist so gut wie unvermeidlich, daß hiervon Störaktionen gegen den Marsch ausgehen werden. Eine Erklärung des Bündnisses gegen den „Marsch für das Leben“ wird von etlichen MdBs und sonstigen Funktionsträger der Linken, SPD und Grünen unterstützt.

Aktionen gegen Lebensrechtler nehmen zu

Als ob das alles nicht reichen würde, rufen „Feminist*innen und Antifaschist*innen“ zum „Kreativen Protest gegen den ‘Marsch für das Leben’“ auf, also zu Störaktionen und einer Verletzung des Versammlungsrechts.

Diese Art der Auseinandersetzung ist natürlich nicht ganz neu. Seit einigen Jahren sind die Lebensrechtler Ziel von linksradikaler Hetze und Haß, Störungen und handgreiflichen Angriffen.

Die Straßendemonstrationen und Kundgebungen der Lebensrechtler können nur mithilfe massiven Polizeieinsatzes durchgeführt werden.

Auffällig ist dennoch, daß der Widerstand aus linken Parteien und Organisationen gegen die Lebensrechtler nach vielen Jahren wieder wächst. Nach der letzten Novelle des Paragraphen 218 StGB im Jahr 1995, durch welche die Fristenregelung eingeführt wurde, fand das Thema kaum noch Interesse im linken Milieu.PICT0171

Seit etwa fünf Jahren ist das Desinteresse verflogen. Im Jahr 2009 wurde zum ersten Mal die 1000-Kreuze-Aktion in Münster (siehe Foto) stundenlang blockiert, was einen Großeinsatz der Bereitschaftspolizei nötig machte.

Mit der Zeit wurden auch die Straßendemonstrationen der Lebensrechtler in Berlin, München, Frankfurt und weiteren Städte gestört. Zudem wuchs die mediale Hetze gegen die Lebensrechtler in den letzten fünf Jahren. Offensichtlich werden die Lebensrechtler als eine wahre „Bedrohung“ seitens der Abtreibungslobby angesehen.

Großartiger Erfolg mit „One of us“ (Einer von uns)

Das hat wohl mehrere Gründe: Obwohl das Thema Abtreibung in der Tagespolitik seit 1995 kaum noch eine Rolle spielt, haben es viele Organisationen geschafft, zu überleben und öffentlich sichtbar zu bleiben. Manche entfalteten sogar eine erhebliche Kreativität, wenn es darum ging, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Logo EINER VON UNS

Geringere Auflagenzahlen von Publikationen konnten durch die zunehmende Präsenz im Internet aufgefangen werden.

Auch die Zahl der Straßendemonstrationen steigt: So findet beispielsweise seit 2008 jährlich (davor seit 2002 zweijährlich) der Berliner „Marsch für das Leben“ statt, und seit 2010 gibt es einen „Schweigemarsch für das Leben“ in Annaberg-Buchholz in Sachsen.

Der bei weitem größte Erfolg der Lebensrechtler in letzter Zeit war die Sammlung von fast zwei Millionen Unterschriften in ganz Europa für die Bürgerinitiative „One of Us“ (= Einer von uns) im Jahr 2013, davon 174.137 Unterschriften in Deutschland.

Bald nach diesem Erfolg konnten die Lebensrechtler in ganz Europa, inklusive Deutschland, eine gewaltige Protestwelle gegen den „Estrela-Report“ erzeugen, der das Vorhaben der „Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten“ im Europa-Parlament, ein europaweites „Recht auf Abtreibung“ einzuführen, zu Fall brachte  –  ein gewaltiger Erfolg.

Lebensrechtler sind zivilgesellschaftlich präsenter

Es wird folgendes deutlich: Die Befürworter einer liberalen Abtreibungspraxis sind zwar in der Politik und in den Medien präsent, doch in der „Zivilgesellschaft“ dominieren inzwischen die Lebensrechtler.

Dadurch wird selbst in Deutschland fast 40 Jahre nach Einführung der Indikationsregelung und fast 20 nach Einführung der Fristenregelung mit Beratungspflicht die öffentliche Diskussion rund um das Thema Abtreibung immer mehr von den Lebensrechtlern bestimmt.

Das Recht auf Leben auch für Ungeborene wird wieder auf die politische Agenda kommen

Deutschland und Europa bewegen sich in Richtung US-amerikanischer Verhältnisse, wo das Volk mehrheitlich „Pro-Life“, doch das politische und mediale Establishment mehrheitlich „Pro Choice“ denkt.

Diese Entwicklung versuchen die linken und linksradikalen Pro-Abtreibungsorganisationen nun zu wenden. Sie wollen den „christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen“ nicht die Straße überlassen.

Ihre Basis scheint allerdings fast nur aus Linksradikalen zu bestehen. Doch das ist Wasser auf die Mühlen der Lebensrechtler, denn eine Verschärfung der öffentlichen Auseinandersetzung erleichtert erheblich die Mobilisierung der eigenen Anhänger und öffnet die Perspektive, daß das Thema eines Tages wieder die politische Bühne betritt.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und betreibt das Webmagazin “Kultur und Medien online”

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


Der CDU-Politiker Hubert Hüppe ruft zum Berliner „Marsch für das Leben“ auf

Der CDU-Gesundheitspolitiker und stellv. Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) erklärt anläßlich des diesjährigen „Marsch für das Leben“ am Samstag, den 20. September:imagesCA4JYFAC

“Ich unterstütze den Aufruf zum Berliner „Marsch für das Leben“ des Bundesverbands Lebensrechts am 20. September und werde selbst daran teilnehmen.

Der „Marsch für das Leben“ steht unter dem Motto: „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie! Jeder Mensch ist gleich wertvoll, unabhängig von Eigenschaften und Umständen“ und beginnt um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt (mehr: www.marsch-fuer-das-leben.de).PICT0132

Bezeichnend ist, wer zu dem Bündnis zählt, das zu einer Gegendemonstration aufruft: u.a. etliche Gliederungen der Linken, Jusos, ASF, Grüne Jugend, Sozialistische Jugend „Die Falken“ und die sog. „Giordano-Bruno-Stiftung“.

Die „Giordano-Bruno-Stiftung“ hatte 2011 ihren „Ethik-Preis“ an den australischen Tötungsphilosophen Peter Singer verliehen, der für die Tötung behinderter Neugeborener, Komapatienten und anderer schwer hirngeschädigter Menschen plädiert und einem ausgewachsenen Schwein mehr Lebensrecht zubilligt als einem behinderten Baby.

2007 hatte die „Giordano-Bruno-Stiftung“ dem Briten Richard Dawkins einen Preis verliehen  –  demselben Richard Dawkins, der vor wenigen Tagen weltweites Entsetzen auslöste mit seiner Erklärung, dass es aus seiner Sicht unmoralisch sei, ein Kind mit Down-Syndrom nicht abzutreiben. Solches Gedankengut kann man nur als monströs bezeichnen.

Gerade angesichts zunehmender pränataler Selektion sowie der einsetzenden Sterbehilfe-Debatte ist es wichtig, mit einem entschiedenen Ja zum Leben an die Öffentlichkeit zu gehen.”

Kontakt-Daten:  Christdemokraten für das Leben e.V.
Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391  / Fax: 0 25 73 – 97 99 392
E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 266 Followern an