Syrien: Islam-Rebellen aus der Türkei verschleppen christliche Armenier

Mehrere ältere Menschen aus Kessab, im Nordosten Syriens, der mehrheitlich von christlichen Armeniern bewohnt wird und in den vergangenen Wochen von oppositionellen Gruppen überfallen wurde, sind von radikal-islamischen Rebellen in die Türkei deportiert worden, ohne dabei ihren Bestimmungsort zu kennen. Dies teilen Beobachter aus armenischen Kreisen mit.  152_0

In den vergangenen Tagen hatten die türkische Presse von der angeblichen Flucht von 18 Armeniern aus Kessab berichtet, die nach dem Überfall der Rebellen in den türkischen Dürfen Yayladagı und Vakif Zuflucht gefunden haben sollen. Dieser Nachricht wurde im Vorfeld es 100. Jahrestages des Genozids der Armenier in der osmanischen Türkei ein besonderes Augenmerk gewidmet.

Nachforschungen armenischer Medien konnten die Details der Art und Weise der Übersiedelung der syrischen Armenier in türkisches Staatsgebiet rekonstruieren.

Wie ältere Frauen berichten, die im türkischen Dorf Vakif untergebracht wurden, sprachen die Männer, die ihre Wohnungen überfielen, türkisch und brachten die noch wenigen in Kessab verbliebenen älteren Menschen in die Türkei, nachdem die meisten jungen Einwohner bei der Ankunft der Rebellen in die Küstenregion geflohen waren.

Die Zwangsumsiedlung fand unter für ältere Menschen unzumutbaren Bedingungen statt.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst 


Syrien: Jesuitenpater Frans van der Lugt wurde heute in Homs erschossen

Der Ordensgeistliche starb als tapferer Mann des Friedens

Der Jesuit Frans van der Lugt ist am heutigen Montag in der syrischen Enklave Homs von Unbekannten ermordet worden. Wie die zuständige Ordensprovinz bestätigt, sind zwei Bewaffnete gegen 8 Uhr morgens in seine Wohnung eingedrungen, haben den 75-Jährigen zuerst geschlagen und dann mit Kopfschüssen getötet. afc127c26a

Das gab Vatikansprecher Pater Federico Lombardi am heutigen Montagnachmittag bekannt.

Der niederländische Ordensmann, der seit 1964 in Syrien als Seelsorger und Psychotherapeut wirkte, starb im Stadtviertel Bustan al-Diwan, in dem er sich bis zuletzt um Verständigung unter den Menschen und Lebensmittelhilfen für die von syrischen Regierungstruppen eingeschlossenen Einwohner der Altstadt bemühte.

Die Motive der Täter sind vorerst unklar. Mit diesem Geistlichen sei ein „Mann des Friedens“ ermordet worden, der in einer extrem risikoreichen Situation bei den Menschen bleiben wollte, erklärte Lombardi.

Der Jesuitenpater hatte sich bis zuletzt geweigert, die umkämpfte Stadt zu verlassen, solange dort noch Hunger und Not herrschen. Auch nach der Evakuierung von 1400 Bewohnern unter Führung der UNO im Februar 2014 wollte er bei den restlichen Bewohnern ausharren.

In den Vormonaten hatte der Priester eindringliche Appelle aus der drittgrößten Stadt des Bürgerkriegslandes gesandt. Die Lebensmittel seien knapp und ein Verlassen des Stadtviertels aufgrund der Schießereien von allen Seiten unmöglich, so der Ordensmann zu Weihnachten 2013. 

Quelle: Radio Vatikan


Syrien: Türkei unterstützt Islamisten, die Christen in Kasab foltern und vertreiben

Setzt der türkische Staat seinen Haß gegen Armenier fort?

„Die kleine Stadt Kasab im syrisch-türkischen Grenzgebiet hat in den letzten Tagen einen Alptraum erlebt: Offensichtlich hat die türkische Regierung den Kämpfern der Al-Nusra-Front grünes Licht gegeben, die Stadt zu überfallen. Die Bewohner Kasabs und der umliegenden Dörfer – vor allem armenische Christen – mussten fliehen. Die wenigen Zurückgebliebenen wurden als Geiseln genommen und gefoltert.“

Dies schrieb jetzt Azat Ordukhanyan, Vorsitzender des Armenisch-Akademischen Vereins 1860 eV., an den UN-Generalsekretär mit der Bitte, die Vertreibung armenischer Christen zu verurteilen und mäßigend auf die Türkei einwirken. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Augenzeugen berichten, dass die Angreifer die nur wenige Kilometer entfernte Grenze ungehindert überschreiten konnten und dass einige unter ihnen kein Arabisch, sondern Türkisch sprachen.

Die syrische Stadt Kasab ist ein Überrest des mittelalterlichen Königreiches Kleinarmenien. Bis jetzt war die Kleinstadt ein Anlaufpunkt für armenische Flüchtlinge aus Aleppo, ar-Raqqa und anderen Gegenden, aus denen radikale Sunniten Angehörige religiöser Minderheiten vertrieben. Nun mussten die Bewohner der Stadt selbst fliehen.

Erschütternde Augenzeugenberichte

Siran Demirchian sitzt in der Kirche auf dem Boden und weint. Sie sagt: “Wir ließen unser Hab und Gut zurück. Wir haben nur noch die Kleider, die wir am Leibe tragen.”

Satik Titizian meint: “Ich weiß nicht, wo mein Mann ist. Ich habe zwei Kinder. Er sagte noch zu mir, flieh, bring die Kinder in Sicherheit.”

Gevorg Nazarian erklärt: “Wir haben uns ein Jahr lang gegen die Gewalt der Islamisten gewehrt. Wir haben unseren Ort verteidigt. Wir hatten unsere Bürgerwehren. Aber jetzt werden die Oppositionellen auch noch von der Türkei unterstützt. Da hatten wir keine Chance mehr.”

Das Mädchen Syuzi Bendezian sagt: “Wir hatten furchtbare Angst, dass die Männer uns vergewaltigen und von unseren Eltern fortreißen würden, dass sie uns mitnehmen und immer wieder vergewaltigen würden.”

Stepan Shegukian erzählt: “Die Rebellen, die unseren Ort angriffen, waren meist Türken und Tschetschenen. Sie nahmen mich gefangen und fragten mich: Bist Du Moslem? Ich sagte, ich sei Armenier. Da wollten sie mich töten. In dem Augenblick schossen Männer von unserer Bürgerwehr auf sie und ich konnte entkommen.”

Ein Drittel der christlichen Armenier flohen aus Syrien

Von etwa 130.000 syrischen Armeniern sollen in den vergangenen drei Jahren mindestens ein Drittel das Bürgerkriegsland verlassen haben. Sie flohen in die Republik Armenien oder fanden Zuflucht in anderen Ländern.

In der Bittschrift erinnert Ordukhanyan an die Deportationen und Massenmorde an Armeniern im 1. Weltkrieg. Damals wurden auch zahlreiche Bewohner Kasabs in die Wüstenstadt Deir ez-Zor und nach Jordanien verschleppt.

Nachdem Kasab durch den Vertrag von Sèvres französisches Mandatsgebiet wurde, konnten sie zurückkehren. Als Frankreich den Sandschak von Alexandrette, zu dem Kasab damals gehörte, 1938 an die Türkei abtrat, fürchteten die Armenier, erneut vertrieben zu werden und erreichten vor der Rückgabe eine Ausgliederung ihrer Heimat.

Vor 1700 Jahren hat Armenien als erstes Land das Christentum zur Staatsreligion erklärt. Spuren dieser Tradition finden Kulturreisende im Südkaukasus bis heute.

Lesen Sie dazu das HMK-Dossier: “Die Tragödie der christlichen Armenier” – unter: bit.ly/IXm6iz

Quelle: Hilfsaktion Märtyrerkirche / Foto: Open Doors

 

 


Syrien: Enttäuschte Palästinenser wollen die israelische Staatsbürgerschaft

Im syrischen Bürgerkrieg sind bislang 2000 Palästinenser ums Leben gekommen. Besonderes Leid herrscht in dem von syrischen Regierungstruppen eingeschlossenen palästinensischen Flüchtlingslager Yarmuk, das sich seit Monaten unter Belagerung befindet. IMG_0672

Mindestens 50 der verbliebenen 20.000 Bewohner (von vormals 400.000), darunter auch Kinder, sind in den letzten Wochen verhungert. Die Situation ist so erschreckend, dass moslemische Imame den Bewohnern erlaubten, Katzen, Hunde, Esel und andere Tiere zu essen.

Ein arabisches Video, das in diesem Lager während einer Beerdigungsprozession gedreht wurde und auf der Internetplattform Youtube veröffentlicht wurde, zeigt, wie schwer die Situation für die Menschen ist. Eine Frau weint, dass sich keiner für das Leid interessiere.

Ein Mann erklärt frei heraus, er wolle israelischer Staatsbürger werden, denn Israel sorge für seine Bürger:

„Wir wollen kein Palästina oder so etwas. Wir wollen, dass sie uns hier rauslassen. Wir bitten um die israelische Staatsbürgerschaft, wir wollen das Rückkehrrecht nicht mehr, wir haben Palästina verkauft [gemeint ist: es interessiert uns nicht mehr].

Wir wissen noch nicht einmal etwas über Palästina! Wir wollen keinen Mahmud Abbas. Es gibt 1 Milliarde und 300 Millionen Moslems und sie können nichts tun! Gäbe es auch nur ein einziges israelisches Kind im Yarmuk-Lager, wäre das Problem schon vor langer Zeit gelöst worden…“

Quelle: http://www.israelheute.com


Syrien: Kurden richten autonome Regierung im Nordosten ein: 3 Christen werden Minister

Im Vorfeld der internationalen Friedenskonferenz für Syrien in Genf wurde ein weiterer Schritt für die Schaffung einer neuen politischen Einheit im Nordosten Syriens unternommen und die Bildung einer autonomen Regierung  -  bestehend aus 20 Ministern  -  angekündigt. syrien

Wie Beobachter gegenüber dem Fidesdienst betonten, handelt es sich bei drei der neuen Ministern um Christen, die jeweils das Ministerium für Wirtschaft und für Gemeinwesen und die Kommission für Menschenrechte leiten werden.

Die Regierung unter Akram Hissou wird ihren Sitz in Qamishli haben und für eine Region zuständig sein, in der sich auch die Stadt Hassakè befindet.

Teil der neuen Regierung sind auch ein Außen-, ein Justiz-, ein Verteidigungs- und ein Bildungsministerium. Die Regierung will innerhalb der kommenden vier Monate Neuwahlen organisieren.

Die Mehrheit in der Regierung stellt die kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD), die sich, was die politische Ausrichtung anbelangt, auf einer Linie mit der türkischen PKK befindet.

Der jüngste Schritt führt zu einer weiteren Konsolidierung der Vorherrschaft kurdischer Organisationen in einer mehrheitlich von Kurden bewohnten Region. In den vergangenen Tagen war die Bitte kurdischer Vertreter, mit einer eigenen Delegation an der Konferenz Genf-2 teilzunehmen, abgelehnt worden.

Quelle: Fidesdienst


Syrien: Radikal-islamische “Rebellen” enthaupten den Christen Fadi Mattah

Radikal-islamische Gruppen haben einen jungen Christen ermordet und geköpft und einen weiteren schwer verletzt. Dies geschah, wie ein Priester aus der Diözese Homs gegenüber dem Fidesdienst berichtet, am vergangenen 8. Januar. 1_0_759662

BILD: Aufständische gegen Präsident Assad (siehe Foto) wollen eine islamische Diktatur

Die beiden Christen Firas Nader (29) und Fadi Matanius Mattah (34) waren im Auto unterwegs von Homs in das christliche Dorf Marmarita. Eine fünfköpfige aufständische Gruppe hielt den Wagen an und schoß auf das Fahrzeug.

Als die Angreifer bemerkten, daß Fadi ein Kreuz um den Hals trug, köpften sie ihn. Sie nahmen Dokumente und Geld mit und hinterließen den weiteren schwerverletzten jungen Mann, den sie tot glaubten.

Firas gelang es aber, sich in Sicherheit zu bringen, so daß er später als Augenzeuge aussagen konnte. Er ging zu Fuß bis nach Almshtaeih und wurde von dort aus in das Krankenhaus in Tartous gebracht.

Wie aus einer Mitteilung des Hilfswerks „Kirche in Not“ hervorgeht, weitet sich die Gewalt gegen Christen in Syrien aus “zu einer der größten Verfolgungen von Christen zu Beginn des dritten Jahrtausends”.

Wie aus jüngsten Berichten hervorgeht, mußten insgesamt rund 600.000 Christen  –  ein Drittel aller syrischen Christen  –  fliehen und leben als Binnenflüchtlinge in anderen Teilen des Landes oder in Nachbarstaaten.

Quelle: Fidesdienst


Kath. Erzbischof warnt den Westen vor radikal-islamischer Entwicklung in Syrien

Christen in Syrien “hoffen, dass die Konferenz Genf 2 für Syrien Perspektiven der Demokratie, der Freiheit und der Gleichheit schafft“.

Deshalb wird jedes islamistische Bestreben und die Einführung der Sharia als Quelle der Rechtssprechung abgelehnt, weil diese die Christen bestenfalls zu einer „geschützten Minderheit” degradieren wurde. 02a1c5407f

Dies betont der syrisch-katholische Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassakè-Nisibi gegenüber dem kath. Nachrichtendienst Fides.

“Die Christen”, so erklärte der Erzbischof, “würden sich freuen, wenn die so genannte Revolution den Weg für Demokratie und Freiheit ebenen würde. Doch derzeit haben sich auch die Oppositionsgruppen, die mit der Free Syrian Army in Verbindung stehen  –  und gegenüber den Dschihadisten als moderat gelten  –  unter die islamistische Flagge gestellt und fordern die Anwendung der Scharia im neuen Syrien, da dies die Mehrheit so wünsche. Eine solche Perspektive können Christen nicht akzeptieren”.

Ägypten steht mahnend  vor Augen

Nach Ansicht von Erzbischof Hindo “begünstigen die USA, Saudi Arabien und die Türkei in Syrien eine Entwicklung, wie sie bereits in Ägypten stattgefunden hat. Und wir haben gesehen, wie das endet”.

Viele syrische Islamisten schließen sich den Positionen der Muslimbrüder an, doch Christen können eine solche Entwicklung nach Ansicht des Erzbischofs nicht tolerieren, denn sie würde zu ihr zu einer geduldeten Minderheit machen und damit die historische Entwicklung des Landes umkehren:

“Das kleinere Übel wählen: Assad”

“In Syrien waren Christen stets wesentlicher Bestandteil der gemeinsamen Heimat, gleichberechtigte Bürger und nicht Minderheit. Nach Ende des französischen Protektorats hatten sich die Syrer für ein säkulares und demokratisches System entschieden, vor das von der Baath-Partei auferlegte Regime begann”.

Jenen, die weiter behaupten, Christen stünden voll auf der Seite des Assad-Regimes, antwortet Erzbischof Hindo:

“Zu Beginn der Demonstrationen gegen die Regierung forderten die Demonstranten Freiheit, Demokratie und das Ende der Korruption. Dann hat man uns die Revolution gestohlen. Das syrische Volk lehnt Barbarei und Tyrannei unter dem Deckmantel der Religion ab. Und zwischen zwei Übeln ist es nur menschlich, wenn man das kleinere wählt”.


Syrien: Präsident Assad berichtet von seinem Brief an Papst Franziskus

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sich in einem Brief an Papst Franziskus gegen jegliche äußere Einmischung in den Bürgerkrieg in seinem Land verwahrt. Er bekräftigte zugleich die Bereitschaft des Regimes, im Januar an der Friedenskonferenz in der Schweiz teilzunehmen. 1_0_759662

Entscheidend für eine friedliche Lösung sei es, den „Terrorismus“ der auf die Bevölkerung ziele, zu bekämpfen, hieß es in dem Schreiben, aus dem die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Sonntag zitierte. Länder, welche die Aufständischen militärisch und logistisch unterstützten, müssten damit aufhören. 

Assad spricht in seinem Schreiben der Haltung des Papstes in Hinblick auf den Konflikt in Syrien seine „Anerkennung“ aus. Der Vatikan hatte den Erhalt des Briefes bereits am Samstag bestätigt, ohne auf dessen Inhalt einzugehen.

Papst Franziskus hatte in seiner Botschaft am ersten Weihnachtstag in einem starken Appell zu Frieden in Syrien und in Afrika aufgerufen.

Quelle (Text/Foto) http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/29/syrien:_assad_gibt_inhalt_des_briefes_an_papst_bekannt/ted-759662


Syrien: Aufständische erobern christliches Dorf und drohen mit einem Blutbad

Bischof Nazzaro befürchtet Zwangs-Übertritte zum Islam

Das christliche Dorf Kanayé in der Provinz Idlib wurde von islamistischen Milizen erobert; sie drohen den Einwohnern mit einem Blutbad, sollten sie sich nicht an die islamistischen Gesetze halten.

Dies teilt der ehem. Vikar von Aleppo, Bischof Giuseppe Nazzaro, dem vatikanischen Fidesdienst mit, der von Christen aus Aleppo informiert wurde. syrien

Dasselbe Schema wiederholt sich in den vergangenen Wochen in zahlreichen von Christen bewohnten Dörfern: Guerillakämpfer dringen in das Dorf ein, versetzen Zivilisten in Angst und Schrecken, ermorden Einwohner und verwüsten die Dörfer.

“In Kanayé verbieten die Rebellen dem Gemeindepfarrer, die Glocken zu läuten. Frauen dürfen ohne Schleier nicht mehr auf die Straße gehen. Und sollten sie die Befehle nicht befolgen, droht ihnen ein Massaker”, erklärte Bischof Nazzaro in einer Verlautbarung. Er fügt hinzu:

“Es geschieht das, was wir bereits aus dem benachbarten Dorf Ghassanieh kenne, wo seit über einem Jahr solche Regeln gelten. In Ghassanieh wurden die Einwohner dazu aufgefordert, das Dorf sofort zu verlassen, da man sonst alle erschossen hätte und so wurde das gewünschte Ergebnis erzielt: man konnte das Dorf und das Eigentum der Christen besetzen. In Kanayé haben sie die Einwohner nicht vertrieben, sondern ihnen die islamischen Gesetze auferlegt”.

Nach Ansicht des Bischofs könnte dies nur ein erster Schritt sein: “Morgen wird man sie zwingen, zum Islam zu konvertieren”.

In den vergangenen Tagen hatte Pfarrer George Louis von der griechisch-katholischen Gemeinde in Qara dem Fidesdienst von der Verwüstung berichtet:

“Maalula, Sednaya, Sadad, Qara und Deir Atieh, Nebek: bewaffente Dschihadisten gehen überall nach demselben Schema vor. Sie suchen sich ein Dorf aus, fallen dort ein, morden und verwüsten. Für Zivilisten, Christen und andere, wird das Leben immer schwieriger.”

Quelle: Fidesdienst


Syrien: Kloster schützt tausende flüchtende Muslime vor radikal-islamischen Rebellen

Die Ordensleute von Deir Mar Musa und ihr Einsatz für Versöhnung

Die Mönche und Schwestern der Gemeinschaft von Deir Mar Musa, die der aus Italien stammenden, Ende Juli 2013 entführte Pater Paolo Dall’Oglio gründete, schildern in einer Botschaft zur Weihnachtszeit ihre Tätigkeit mit Blick auf die Geburt Jesu in Bethlehem.

Dabei erinnern sie auch an die Arbeit von Frà Jacques, der in der Stadt Qaryatayn tätig ist, wo er “Flüchtlingsfamilien aufnimmt, die im Kloster Mar Elian Zuflucht suchen ”. 2_atk2926-170x115

In den vergangenen Monaten suchten über 5000 Flüchtlinge, mehrheitlich Muslime, dort Schutz: “Sie mussten wie Pfadfinder schlafen: in der Kirche, in den anderen Räumen und manchmal auch in der Kälte auf dem Dach.”  

In Mar Elian und in den umliegenden Dörfern halten sich derzeit 450 Vertriebene auf, darunter 97 Kinder im Alter unter 10 Jahren. “In Qaryatayn” , heißt es in der Weihnachtsbotschaft, “ist die Lage zur Zeit ruhig, fast stabil, während die umliegenden Dörfer weiterhin Not leiden.”

Im Zeichen der Zusammenarbeit zwischen gemäßigten Muslimen und Christen in Qaryatayn “entstanden mit Unterstützung von Freunden aus Damaskus auch gemeinsame Jungendgruppen für Kinder aus muslimischen und christlichen Familien der Stadt”.

Gleichzeitig äußert sich die Klostergemeinschaft aber auch besorgt im Hinblick auf das Schicksal ihres Gründers:

„Seit seinem Verschwinden haben wir nicht von ihm gehört“, heißt es in dem Schreiben, „wir wissen nicht, wen wir fragen und an wen wir uns mit der Bitte um Hilfe wenden sollen. Wir wissen nur, dass wir auf den gütigen und barmherzigen HERRN vertrauen und auf das Gebet vieler Menschen guten Willens in aller Welt”.

Quelle: Fidesdienst

Foto: Kloster Metten (Bayern)

 


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