IS-Terroristen schändeten ein altehrwürdiges syrisch-katholisches Kloster

Die Dschihadisten des “Islamischen Staats” bzw. Kalifats entfernten die Kreuze und verbrannten antike Handschriften des Klosters Mar Behnam in der Nähe der Stadt Qaraqosh, die sie bereits im vergangenen Juli eingenommen hatten. 47006

Bestätigt wurde die Schändung des Klosters vom ehem. Ortsvorsteher des angrenzenden Stadtviertels, der den syrisch-kath. Priester Charbel Issa benachrichtigte, der bis vor drei Jahren für das Kloster verantwortlich war.

“Von den Terroristen des Islamischen Staates müssen wir uns alles erwarten. Sie werden alles verwüsten, wenn man sie nicht daran hindert”, erklärte der syrisch-kath. Priester Nizar Semaan im Gespräch mit dem vatikanischen Fidesdienst.

Wie das Internetportal lankawa.com berichtet, wurden die Mauern des Klosters mit dem Schriftzug “Eigentum des Islamischen Staates” verunziert.

Die IS-Kämpfer hatten am vergangenen 20. Juli drei syrisch-kath. Mönche vertrieben, die das Kloster bis zu diesem Tag bewohnten. Auch die Familien, die in der Klosteranlage wohnten, mussten das Gelände verlassen. Bis damals sorgte man sich um das in dem antiken Kloster aus dem IV. Jahrhundert aufbewahrten historischen Bestände.

Das Kloster ist eine der ältesten christlichen Kultstätten in der Region.

Quelle: Fidesdienst


Syrien: Fünf kath. Christen weiter in Geiselhaft radikal-islamischer “Rebellen”

Nach der Freilassung von Pater Hanna Jallouf OFM befinden sich fünf der rund 10 zusammen mit dem Gemeindepfarrer in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober aus Knayeh verschleppten Christen weiterhin in Geiselhaft. 4077304320

Nach Angaben einheimischer Beobachter handelt es sich bei den fünf Männern um Mitarbeiter des Franziskanerklosters in Knayeh,das von Rebellen kontrolliert wird.

Nun bekannt gewordene Details zu den Ereignissen in der Nacht von Sonntag auf Montag zeigen, dass es sich dabei nicht um eine Entführung im eigentlichen Sinne sondern um eine Strafmaßnahme des „Islamischen Gerichts“ handelt.

Das Gericht, das die „neue Ordnung“ der Islamisten garantieren soll, hatte entsprechende Anweisungen gegeben. Bei diesem Gericht hatte P. Hanna Jallouf in den Tagen zuvor Beschwerde gegen die Überfälle auf die Pfarrei und das Kloster eingelegt.

Nach Angaben von Pater Pierbattista Pizzaballa OFM von der Kustodie der Franziskaner im Heiligen Land befindet sich P. Jallouf weiterhin in Hausarrest: das Islamische Gericht will ein Verfahren wegen Kollaboration mit dem Assad-Regime auf den Weg bringen.

Quelle: Fidesdienst


Syrien: Bei einem Anschlag radikal-islamischer “Rebellen” wurden 41 Kinder getötet

Mindestens 41 Kinder wurden bei dem zweifachen Sprengstoffattentat durch radikale Aufständische in der Nähe einer Schule in Homs getötet. 1_0_759662

Dabei handelt es sich um eines der größten Massaker an Kindern seit Beginn des syrischen Konflikts.

Wie aus offiziellen Berichten aus Syrien hervorgeht, kam es in einem kurzen Abstand zu zwei Explosionen, während die Kinder im vorwiegend von Alawiten bewohnten Stadtteil Akrameh aus der Schule kamen. Ziel der Attentate war es, möglichst viele Kinder aus der Religionsgemeinschaft zu töten, der auch die Familie von Staatspräsident Assad (siehe Foto) angehört.

Unterdessen bestätigten einheimische Beobachter gegenüber der Organisation “Assyrian Human Rights Watch” die Entführung von drei assyrischen Christen in der Stadt Tel Tamar in der nordwestlichen Provinz Hassakè. Bei den Entführern soll es sich um Anhänger des Islamischen Staates handeln.

Quelle: Fidesdienst


Syrien: IS zerstörte die Gedächtniskirche für die Opfer des Armenier-Genozids

Die Terrorbande “Islamischer Staat” (IS) hat die Gedächtniskirche für die Opfer des Genozids (Völkermords) an den Armeniern in der syrischen Stadt Deir al Zor gesprengt.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto): foto_2

“Die Dschihadisten des IS haben im Rahmen ihrer Vernichtungsstrategie gegen die religiösen Minderheiten in Syrien und im Irak weitere heilige Stätten zerstört.

Mit der Sprengung der Gedächtniskirche in der syrischen Stadt Deir al Zor haben diese Vandalen nun einen zentralen Gedenkort für die Opfer des Genozids an den Armeniern dem Erdboden gleichgemacht.

Dies trifft die Armenier bis ins Mark. In Deir al Zor versammelten sich jedes Jahr am 24. April Armenier aus aller Welt, um an den Völkermord von 1915 und 1916 zu erinnern. Damals starben in der Ebene entlang des Euphrats hundertausende Armenier, die die ‘Deportation‘ aus der Türkei überlebt hatten.

Die Kirche war Gedenkort, Museum und letzte Ruhestätte für die Gebeine unzähliger Opfer, die dort ermordet wurden. Wenn sich der Beginn des Genozids im kommenden Jahr zum hundertsten Mal jährt, wird es in Deir al Zor keine Gedenkfeier mehr geben.

Die IS-Terroristen zeigen nicht allein vor den Kirchen der Christen keinen Respekt. Zuletzt sprengten sie in Mossul das von muslimischen Sufis verehrte Grabmal des Propheten Jonas, dann die religiösen Stätten der Jesiden. Diese Zerstörungen zentraler religiöser Stätten sind barbarische Akte gegen das kulturelle Erbe der Minderheiten, die wir scharf verurteilen.”


Die USA wachen auf: Der Genozid an den Christen im Mittleren Osten

Von Dr. Edith Breburda

Vor einem Jahr hat sich die amerikanische Bevölkerung noch entschieden gegen einen militärischen Einsatz in Syrien ausgesprochen. Diese öffentliche Meinung war eine Überraschung nicht nur für Washington, sondern auch für die Republikaner im Kongreß.  Dr. Breburda
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Warum existierte eine solche Oppositionswelle?
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Teilweise weil die Amerikaner nicht überzeugt waren, dass ihre Führer die Komplikationen, Geschichte und Realitäten im Mittleren Osten verstehen. Die amerikanische Auslandspolitik der vergangenen 12 Jahre war für viele US-Bürger enttäuschend; sie hatten das Gefühl, dass inneramerikanische Probleme mehr Aufmerksamkeit verdienen.
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2013 gab es einen neuen Tiefpunkt bezüglich der Führungsqualitäten von Präsident Obama.
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Aber es gab noch einen anderen gewichtigen Grund für diese Opposition in den USA:
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Evangelische Christen und konservative Katholiken, die normalerweise für starke Militäraktionen sind, waren relativ still im Jahr 2013. Warum?
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Weil ihnen zum ersten Mal eindrucksvoll bewusst wurde, was mit den Christen im Mittleren Osten geschah: sie wurden wegen ihres Glaubens ermordet, gequält, vergewaltigt und aus der Region vertrieben.
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Wobei Syriens Präsident Assad nicht die Absicht verfolgte, die Christen in seinem Land zu ermorden. Seine Feinde waren die “Rebellen”, die Jihadisten und der IS bzw. “Islamische Staat”.
Durch die zunehmende Brutalität der Islamisten im Mittleren Osten wurden die Christen weltweit alarmiert.
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Jihadisten entchristianisieren den Mittleren Osten, wo das Christentum seine Ursprünge hat.
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Seit der U.S.-Invasion im Jahr 2003 sind Zweidrittel der irakischen Christen aus ihrem Land geflüchtet. Sie wurden durch Terror verfolgt und hingerichtet. Auch in Syrien wurden Christen exekutiert, weil sie sich weigerten, zum Islam zu konvertieren.
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In den letzten 18 Monaten ist die Berichterstattung hierüber in den USA angewachsen. Papst Franziskus hat auf die Greueltaten der Islamisten hingewiesen. Der Vatikan diskutiert über die Theorie des gerechten Krieges.
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Der republikanische US-Kongreßabgeordnete Chris Smith aus New-Jersey hat vor wenigen Tagen die Geschehnisse im Irak und in Syrien als „Genozid“  – und damit als Völkermord –  bezeichnet.
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Die Christen in Amerika sind vor allem durch die Exekution von zwei amerikanischen Journalisten auf die Krise hingewiesen worden. Die Entrüstung der amerikanischen Christen über die unvorstellbaren Grausamkeiten, die vom Islamischen Staat an ihren Glaubensgeschwistern verübt werden, ist sicher für die amerikanischen Entscheidung zugunsten militärischer Aktionen gegen die Terror-Gruppe mitverantwortlich.
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Im „The Wall Street Journal“ vom 13./14 September 2014 wird betont, dass es sich bei den militärischen Aktionen nicht um eine Invasion oder Okkupation handelt, sonder vielmehr um die Antwort an eine Gruppe, die selbst für Verhältnisse im Mittleren Osten ungewöhnlich brutal agiert.
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Die US-Regierung bemüht sich gemeinsam und mit der vereinten Kraft der zivilisierten Welt, den Genozid unschuldiger Menschen im Mittleren Osten zu stoppen.
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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Buchautorin, Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).
 

Syrien: ISIS-Offensive auf die Stadt al-Hasaka Christen und Kurden bedroht

Pressemitteilung der Gesellschaft für bedrohte Völker:

Nach Informationen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bereitet die extremistische islamische Gruppe „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) offenbar eine groß angelegte Offensive im Nordosten Syriens vor.  sami wahib (2)

„Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die Islamisten die multi-ethnische und multireligiöse Stadt al-Hasaka unter ihre Kontrolle bringen wollen“, warnte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido am vergangenen Freitag in Göttingen: „Die Armee des syrischen Regimes wird die Zivilisten in der Stadt weder verteidigen wollen noch können.“

BILD: Von Islamisten zerstörte koptische Kirche

Die Menschen erwarte das gleiche Schicksal wie im nordirakischen Mossul, aus dem nun alle Christen, Yeziden, Schiiten sowie viele sunnitische Kurden und Araber vertrieben wurden. Die meisten Flüchtlinge suchten im benachbarten Irakisch-Kurdistan Schutz.

In al-Hasaka und in den anderen überwiegend von Kurden besiedelten Gebieten im Norden und Nordwesten Syriens versuchen kurdische und christliche Milizen die Zivilbevölkerung vor den Angriffen der Radikalislamisten zu schützen, berichtete Sido.

Die ISIS, die über im Irak erbeutete Waffen und schweres Gerät verfügt, ist den kurdischen Milizen weit überlegen. ISIS prahlt mit der Massenhinrichtung von angeblich 1500 Irakern in dem von ihnen eroberten Gebiet in den vergangenen Tagen und hat Christen, Kurden und Schiiten zu ihren „Erzfeinden“ erklärt.

Aufgrund des bisherigen Vorgehens der ISIS muss vom Schlimmsten für die Bevölkerung ausgegangen werden.

Die allgemeine humanitäre Lage der Zivilbevölkerung in al-Hasaka ist bereits seit etwa zwei Jahren katastrophal. Trinkwasser, Lebensmittel, Strom und Gas sind sehr knapp. Immer wieder überfallen Islamisten muslimische oder yezidische Kurden sowie Christen. Entführungen, Autobomben und Selbstmordanschläge gehören zum Alltag in der Region.

Al-Hasaka war bisher auch ein Zufluchtsort für viele Christen etwa aus Deir Ezzor weiter südlich. Dort gab es hunderte christliche Familien, bevor sie vertrieben wurden.

Aktuell sollen in al-Hasaka mindestens 200.000 Menschen leben, vor allem Kurden, Assyrer/Aramäer, Armenier und Araber. Die Stadt und die gleichnamige syrische Provinz ist die Heimat vieler Christen syrisch-orthodoxer, syrisch-katholischer, chaldäisch-katholischer und armenischer Konfession.

Die Provinz beherbergte in der Vergangenheit auch viele christliche Flüchtlinge aus dem Irak und der Türkei. „Nun schweben alle Christen in al-Hasaka in Angst und Verzweiflung“, sagte Sido. „Auch dort droht, wie in Mossul geschehen, ein Ende des Christentums.“

Kontakt-Daten:
Gesellschaft für bedrohte Völker
Postfach 2024 in 37010 Göttingen
Tel. 0551 499 06-25, Fax 0551 58028
presse@gfbv.dewww.gfbv.de

 


Asien: Führende Muslime lehnen radikales ISIS-Kalifat in Irak und Syrien ab

Wichtige Persönlichkeiten und gelehrte Muslime in asiatischen Ländern kritisieren die Idee und das Kalifat-Projekt, das von der Terrororganisation IS bzw. ISIS ausgeht.

Die Extremistengruppe verkündete am 29. Juni 2014 die Erschaffung eines Kalifats zwischen den beiden Ländern Syrien und Irak unter Führung von Abu Bakr al-Baghdadi. weltverfolgungsindex_2014

BILD: Die Index-Karte von “Open Doors” markiert die Staaten mit der schlimmsten Christenverfolgung rotfarbig

Wie eine bei der katholischen Nachrichtenagentur FIDES eingegangene Meldung aufzeigt, gilt dies unter vielen Moslems Asiens als “eine eklatante Verletzung der wesentlichen Prinzipien des Islams“.

“Ein Krieg zwischen Gruppierungen, die sich die Erde der anderen aneignen wollen auf Grund wirtschaftlicher Ressourcen, steht den Grundsätzen des Islams entgegen und ist ein schweres Verbrechen“, betonte Asad Khan Falahi, Haupt-Imam einer Moschee in Neu Delhi.

„Das Auslöschen von Menschenleben und die Zerstörung fremden Eigentums kann nicht als ‘jihad’ angesehen werden und das Resultat davon, kann nicht zu einem Kalifat erklärt werden”, erläuterte er.

In Indien, wo 130 Millionen Moslems leben, bemerkte der islamische Gelehrte Maulana Wahiduddin Khan: “Wer sich zum Kalifen ernennt, verletzt die Grundsätze des Islams und entehrt die Scharia.“

Auch Syed Jalaluddin Umari, der Präsident der indisch-islamischen Organisation “Jammat-e-Islami Hind”, ist der Ansicht, dass ISIS alle islamischen Regeln verletzt habe beim Auswahlverfahren des Kalifen. Außerdem „verurteilen wir die Gewalt, die im Namen des Islam im Irak und irgendwo in der Welt angewendet wird“, erklärte er.

Quelle: Fidesdienst


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