Die USA wachen auf: Der Genozid an den Christen im Mittleren Osten

Von Dr. Edith Breburda

Vor einem Jahr hat sich die amerikanische Bevölkerung noch entschieden gegen einen militärischen Einsatz in Syrien ausgesprochen. Diese öffentliche Meinung war eine Überraschung nicht nur für Washington, sondern auch für die Republikaner im Kongreß.  Dr. Breburda
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Warum existierte eine solche Oppositionswelle?
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Teilweise weil die Amerikaner nicht überzeugt waren, dass ihre Führer die Komplikationen, Geschichte und Realitäten im Mittleren Osten verstehen. Die amerikanische Auslandspolitik der vergangenen 12 Jahre war für viele US-Bürger enttäuschend; sie hatten das Gefühl, dass inneramerikanische Probleme mehr Aufmerksamkeit verdienen.
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2013 gab es einen neuen Tiefpunkt bezüglich der Führungsqualitäten von Präsident Obama.
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Aber es gab noch einen anderen gewichtigen Grund für diese Opposition in den USA:
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Evangelische Christen und konservative Katholiken, die normalerweise für starke Militäraktionen sind, waren relativ still im Jahr 2013. Warum?
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Weil ihnen zum ersten Mal eindrucksvoll bewusst wurde, was mit den Christen im Mittleren Osten geschah: sie wurden wegen ihres Glaubens ermordet, gequält, vergewaltigt und aus der Region vertrieben.
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Wobei Syriens Präsident Assad nicht die Absicht verfolgte, die Christen in seinem Land zu ermorden. Seine Feinde waren die “Rebellen”, die Jihadisten und der IS bzw. “Islamische Staat”.
Durch die zunehmende Brutalität der Islamisten im Mittleren Osten wurden die Christen weltweit alarmiert.
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Jihadisten entchristianisieren den Mittleren Osten, wo das Christentum seine Ursprünge hat.
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Seit der U.S.-Invasion im Jahr 2003 sind Zweidrittel der irakischen Christen aus ihrem Land geflüchtet. Sie wurden durch Terror verfolgt und hingerichtet. Auch in Syrien wurden Christen exekutiert, weil sie sich weigerten, zum Islam zu konvertieren.
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In den letzten 18 Monaten ist die Berichterstattung hierüber in den USA angewachsen. Papst Franziskus hat auf die Greueltaten der Islamisten hingewiesen. Der Vatikan diskutiert über die Theorie des gerechten Krieges.
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Der republikanische US-Kongreßabgeordnete Chris Smith aus New-Jersey hat vor wenigen Tagen die Geschehnisse im Irak und in Syrien als „Genozid“  – und damit als Völkermord –  bezeichnet.
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Die Christen in Amerika sind vor allem durch die Exekution von zwei amerikanischen Journalisten auf die Krise hingewiesen worden. Die Entrüstung der amerikanischen Christen über die unvorstellbaren Grausamkeiten, die vom Islamischen Staat an ihren Glaubensgeschwistern verübt werden, ist sicher für die amerikanischen Entscheidung zugunsten militärischer Aktionen gegen die Terror-Gruppe mitverantwortlich.
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Im „The Wall Street Journal“ vom 13./14 September 2014 wird betont, dass es sich bei den militärischen Aktionen nicht um eine Invasion oder Okkupation handelt, sonder vielmehr um die Antwort an eine Gruppe, die selbst für Verhältnisse im Mittleren Osten ungewöhnlich brutal agiert.
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Die US-Regierung bemüht sich gemeinsam und mit der vereinten Kraft der zivilisierten Welt, den Genozid unschuldiger Menschen im Mittleren Osten zu stoppen.
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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Buchautorin, Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).
 

Syrien: ISIS-Offensive auf die Stadt al-Hasaka Christen und Kurden bedroht

Pressemitteilung der Gesellschaft für bedrohte Völker:

Nach Informationen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bereitet die extremistische islamische Gruppe „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) offenbar eine groß angelegte Offensive im Nordosten Syriens vor.  sami wahib (2)

„Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die Islamisten die multi-ethnische und multireligiöse Stadt al-Hasaka unter ihre Kontrolle bringen wollen“, warnte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido am vergangenen Freitag in Göttingen: „Die Armee des syrischen Regimes wird die Zivilisten in der Stadt weder verteidigen wollen noch können.“

BILD: Von Islamisten zerstörte koptische Kirche

Die Menschen erwarte das gleiche Schicksal wie im nordirakischen Mossul, aus dem nun alle Christen, Yeziden, Schiiten sowie viele sunnitische Kurden und Araber vertrieben wurden. Die meisten Flüchtlinge suchten im benachbarten Irakisch-Kurdistan Schutz.

In al-Hasaka und in den anderen überwiegend von Kurden besiedelten Gebieten im Norden und Nordwesten Syriens versuchen kurdische und christliche Milizen die Zivilbevölkerung vor den Angriffen der Radikalislamisten zu schützen, berichtete Sido.

Die ISIS, die über im Irak erbeutete Waffen und schweres Gerät verfügt, ist den kurdischen Milizen weit überlegen. ISIS prahlt mit der Massenhinrichtung von angeblich 1500 Irakern in dem von ihnen eroberten Gebiet in den vergangenen Tagen und hat Christen, Kurden und Schiiten zu ihren „Erzfeinden“ erklärt.

Aufgrund des bisherigen Vorgehens der ISIS muss vom Schlimmsten für die Bevölkerung ausgegangen werden.

Die allgemeine humanitäre Lage der Zivilbevölkerung in al-Hasaka ist bereits seit etwa zwei Jahren katastrophal. Trinkwasser, Lebensmittel, Strom und Gas sind sehr knapp. Immer wieder überfallen Islamisten muslimische oder yezidische Kurden sowie Christen. Entführungen, Autobomben und Selbstmordanschläge gehören zum Alltag in der Region.

Al-Hasaka war bisher auch ein Zufluchtsort für viele Christen etwa aus Deir Ezzor weiter südlich. Dort gab es hunderte christliche Familien, bevor sie vertrieben wurden.

Aktuell sollen in al-Hasaka mindestens 200.000 Menschen leben, vor allem Kurden, Assyrer/Aramäer, Armenier und Araber. Die Stadt und die gleichnamige syrische Provinz ist die Heimat vieler Christen syrisch-orthodoxer, syrisch-katholischer, chaldäisch-katholischer und armenischer Konfession.

Die Provinz beherbergte in der Vergangenheit auch viele christliche Flüchtlinge aus dem Irak und der Türkei. „Nun schweben alle Christen in al-Hasaka in Angst und Verzweiflung“, sagte Sido. „Auch dort droht, wie in Mossul geschehen, ein Ende des Christentums.“

Kontakt-Daten:
Gesellschaft für bedrohte Völker
Postfach 2024 in 37010 Göttingen
Tel. 0551 499 06-25, Fax 0551 58028
presse@gfbv.dewww.gfbv.de

 


Asien: Führende Muslime lehnen radikales ISIS-Kalifat in Irak und Syrien ab

Wichtige Persönlichkeiten und gelehrte Muslime in asiatischen Ländern kritisieren die Idee und das Kalifat-Projekt, das von der Terrororganisation IS bzw. ISIS ausgeht.

Die Extremistengruppe verkündete am 29. Juni 2014 die Erschaffung eines Kalifats zwischen den beiden Ländern Syrien und Irak unter Führung von Abu Bakr al-Baghdadi. weltverfolgungsindex_2014

BILD: Die Index-Karte von “Open Doors” markiert die Staaten mit der schlimmsten Christenverfolgung rotfarbig

Wie eine bei der katholischen Nachrichtenagentur FIDES eingegangene Meldung aufzeigt, gilt dies unter vielen Moslems Asiens als “eine eklatante Verletzung der wesentlichen Prinzipien des Islams“.

“Ein Krieg zwischen Gruppierungen, die sich die Erde der anderen aneignen wollen auf Grund wirtschaftlicher Ressourcen, steht den Grundsätzen des Islams entgegen und ist ein schweres Verbrechen“, betonte Asad Khan Falahi, Haupt-Imam einer Moschee in Neu Delhi.

„Das Auslöschen von Menschenleben und die Zerstörung fremden Eigentums kann nicht als ‘jihad’ angesehen werden und das Resultat davon, kann nicht zu einem Kalifat erklärt werden”, erläuterte er.

In Indien, wo 130 Millionen Moslems leben, bemerkte der islamische Gelehrte Maulana Wahiduddin Khan: “Wer sich zum Kalifen ernennt, verletzt die Grundsätze des Islams und entehrt die Scharia.“

Auch Syed Jalaluddin Umari, der Präsident der indisch-islamischen Organisation “Jammat-e-Islami Hind”, ist der Ansicht, dass ISIS alle islamischen Regeln verletzt habe beim Auswahlverfahren des Kalifen. Außerdem „verurteilen wir die Gewalt, die im Namen des Islam im Irak und irgendwo in der Welt angewendet wird“, erklärte er.

Quelle: Fidesdienst


Syrien: Zwangs- und Kinder-Ehen nehmen zu

Die Zahl der syrischen Flüchtlingsmädchen, die viel zu jung zu einer Heirat gezwungen werden, hat sich seit Beginn des Konfliktes verdoppelt. Das zeigt der neue Report des Vereins Save the Children: „Too Young to Wed“. ( = Zu jung zum Heiraten) Fussmatte__

Die Kinderrechtsorganisation berichtet, dass extreme Armut und steigende Angst vor sexuellen Übergriffen dazu führen, dass Eltern ihre Töchter zu ´ihrem Schutz´ verheiraten.

Daten von UNICEF belegen, dass jede vierte Ehe unter syrischen Flüchtlingen mit einem Mädchen unter 18 Jahren geschlossen wird. Vor dem Konflikt waren 13 Prozent der geschlossenen Ehen in Syrien Kinderehen. Diese Zahl hat sich für die syrischen Mädchen, die nach Jordanien flohen, verdoppelt. Die Hälfte von ihnen (48 Prozent) wird mit Männern verheiratet, die mindestens 10 Jahre älter sind.

„Kinderehen sind für die betroffenen Mädchen verheerend“, sagt Kathrin Wieland, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland:

„Mädchen, die vor ihrem 18.Lebensjahr verheiratet werden, sind in größerer Gefahr, häusliche Gewalt zu erleben. Frühe Schwangerschaften können lebensbedrohliche Folgen für Mutter und Kind haben. Mädchen unter 15 Jahren sterben fünf Mal häufiger während der Geburt als erwachsene Frauen.“

Quelle: Pressemitteilung von Save the Children Deutschland e.V.  / Foto: IGFM


Syrien: Radikal-islamische “Rebellen” attackierten christliche Stadtgebiete in Aleppo

MELDUNG der vatikanischen Nachrichtenagentur FIDES:

In Aleppo fand die Präsidentschaftswahl, mit der Präsident Assad (siehe Foto) seine Macht festigen will, statt, während von Aufständischen weitere Angriffe auf die zentralen Viertel der Stadt verübt wurden und in der ganzen Stadt erneut die Wasserversorgung unterbrochen war. 1_0_759662

“Seit zwei Tagen gibt es kein Wasser”, so der katholisch-armenische Erzbischof Boutros Marayati aus dem Patriarchat, da am Dienstag gegen 13.30 bei Angriffen auf die Stadt beschädigt wurde. „Es wurden eine Schule und ein Gebäudeflügel beschädigt, Türen wurden aus den Angeln gerissen und Fensterscheiben zersprangen. Bereits gestern wurde unsere Schule von leichteren Waffen getroffen”.

Mit den Angriffen der vergangenen Tagen, so Erzbischof Marayati, hätten die Rebellen jedoch keine bestimmten Ziele treffen wollen, sondern versuchten zu verhindern, dass die Menschen zu den Wahllokalen gehen.

“In den von der Armee kontrollierten Stadtteilen”, so der armenisch-katholische Oberhirte, “sind die Einwohner aus dem einen oder dem anderen Grund für Assad. Und viele sind trotzt des Beschusses zur Wahl gegangen”.

Nach offiziellen Angaben wurde Bashar el Assad mit 88,7% der Stimmen im Amt bestätigt. An der Wahl vom 3. Juni (die von der Opposition als „Farce“ bezeichnet wird) nahmen 11,6 Millionen Syrer teil. Von den beiden anderen Kandidaten für das Präsidentschaftsamt erhielt Hassan al-Nouri 4,3% der Stimmen und Maher al-Hajjar 3,2%.

Nach Angaben des Syrischen Observatoriums für Menschenrechte mit Sitz in London wurden von den Schüssen, die in Damaskus und Aleppo abgefeuert wurden, um den Sieg Assads zu verhindern, mindestens 3 Menschen getötet und 20 verletzt. 


Syrien: “Rebellen” beschlagnahmten Häuser in christlich bewohnter Region

Kämpfer der dschihadistischen Bewegung “Islamischer Staat im Irak und Syrien” (ISIL) beschlagnahmten in den Tagen vor dem 1. Juni Wohnungen und Grundstücke christlicher Familien in der Region Ein al-Issa in der vorwiegend von armenischen Christen bewohnte Provinz Raqqa. Scannen0001 (22)

Wie Beobachter aus kurdischen Kreisen dem vatikanischen Fidesdienst berichten, wurden die Eigentümer der von den Aufständischen beschlagnahmten Güter gezwungen, die Region zu verlassen.

Die Stadt und die Region Raqqa im Norden Syriens befinden sich seit langem unter der Kontrolle der radikal-islamischen “Rebellen”, die die größte armenische Kirche der Stadt bereits in ein Büro für die Verwaltung islamischer Angelegenheiten und Förderung der Scharia umgewandelt haben.

In der Vergangenheit ließ die ISIL auch Bibeln und christliche Bücher verbrennen. Die Gruppierung wird auch für die Entführung des römischen Jesuitenpaters Paolo Dall’Oglio verantwortlich gemacht, der im August vergangenen Jahres aus der Region verschleppt wurde.

Quelle: Fidesdienst

Bild: Evita Gründler


Syrien: Christen fliehen aus der von “Rebellen” belagerten Stadt Aleppo

Der armenisch-katholische Erzbischof von Aleppo, Boutros Marayati, erklärte gegenüber dem vatikanischen Fidesdienst:

“In den vergangenen Wochen gab es eine neue Auswanderungswelle unter den Christen in Aleppo. Die Familien haben das Ende des Schuljahres abgewartet und dann ihre Koffer gepackt und die Häuser abgeschlossen, um über die einzige noch befahrbare Ausfahrtsstraße in den Libanon zu fliehen. Vielleicht werden sie in vier Monaten zurückkommen. Vielleicht kommen sie nie mehr zurück.” weltverfolgungsindex_2014

Dabei schildert er konkrete Einzelheiten der Auswirkung der Belagerung der Stadt durch regimefeindliche Milizen: “Mehr als eine Woche lang hatten wir kein Wasser“, so der Erzbischof, “Strom gibt es immer noch keinen. Wenn es Wasser gibt, gibt es keinen Strom, wenn es Strom gibt, stellen sie das Wasser ab.

Die belagerte Stadt und die Regionen, in denen sich das große Stromwerk und die Wasservorräte befinden, sind in den Händen der Rebellen, die den Hahn auf und zudrehen, damit die Regierung zu Verhandlungen mit ihnen bereit ist. Wir bleiben hier bei den Menschen und erleben dies alles mit, doch wir verstehen nicht, was um uns herum geschieht”.

Quelle: Fidesdienst / Grafik: Open Doors


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