Iran: Ex-muslimische christliche Pastoren zu langjährigem Knast verurteilt

Drei führende Mitglieder der iranischen Hauskirchenbewegung sind zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurden die Pastoren Behnam Irani und Abdolreza „Matthias“ Haghnejad sowie der Diakon Reza „Silas“ Rabbani am 19. Oktober zu jeweils sechs Jahren Gefängnis verurteilt. RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

Für Pastor Irani bedeutet dies eine Gesamtstrafe von zwölf Jahren. Alle drei müssen ihre Strafen in weit abgelegenen Strafanstalten verbüßen, die über tausend Kilometer von ihren Heimatorten entfernt liegen und die für ihr unerträglich heißes Klima berüchtigt sind, so die IGFM. Besuche durch Angehörige würden so enorm erschwert.

Alle drei Kirchenleiter sind ehemalige Muslime. Sie wurden nach dem islamischen Recht wegen „Kampf gegen Gott und Verderbenstiften auf Erden“ angeklagt. Dieses „Verbrechen“ kann in der islamischen Republik Iran sogar mit der Kreuzigung bestraft werden.

Nach heftigen internationalen Protesten ließen die iranischen Behörden diesen Vorwurf jedoch fallen. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht darin einen wichtigen Erfolg: „Ohne die internationale Aufmerksamkeit wären diese  –  und andere Konvertiten  –  längst tot“.

Die erste Kammer des Islamischen Revolutionsgerichtes in Karaj bei Teheran begründete die Strafen mit „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ und der „Bildung eines Netzwerkes zum Umsturz des [islamischen] Systems“. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Der vorsitzende Richter Asel Al-Hosseyn verwies dabei auf Artikel 498 des islamischen Strafrechts des Irans. Weder das Urteil noch die Urteilsbegründung wurden schriftlich ausgestellt.

Nach Angaben der IGFM sei dies „typisch“ für die iranische Justiz, insbesondere für die Revolutionsgerichte. Der eigentliche Grund für die Verfolgung sei die christliche Gemeindearbeit. Die Islamische Republik wolle ehemalige Muslime einschüchtern und die Gemeinden zentraler Leitungspersonen berauben.

Pastor Irani war bereits früher wegen seiner Arbeit als Pastor mehrfach verhaftet und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Diese und seine zusätzliche Haftstrafe muss er nun in Zabol, nahe der afghanischen Grenze in der Provinz „Sistan und Belutschistan“ verbüßen. Die Region ist nicht nur für ihr extremes Klima berüchtigt, sondern auch für den dort besonders verbreiteten islamischen Extremismus.

Die IGFM befürchtet, dass Irani im Gefängnis zum Ziel von Übergriffen und Mordanschlägen werden könnte. Seine Gesundheit sei durch Folter und unmenschliche Haftbedingungen so sehr angegriffen, dass seine Verbannung an diesen Ort einem Todesurteil auf Raten gleichkomme. Pastor Haghnejad und Diakon Rabbani werden weit in den Süden des Iran verlegt, nach Minab, an der Straße von Hormus.

Hintergrund:
Von den rund 75 Millionen Einwohnern des Iran sind nach offiziellen Angaben nur rund 280.000 Christen. Die Zahl ehemaliger Muslime, die zum Christentum übergetreten sind, ist unbekannt. Da der „Abfall vom Islam“ – ebenso wie Atheismus – mit dem Tod bestraft werden kann, treffen sich christliche Konvertiten nicht öffentlich, sondern in inoffiziellen Hausgemeinden. Vielfach sind sie Opfer von Drohungen, Verhaftungen und anderen Übergriffen durch die Behörden.

Zur Lage der Menschenrechte im Iran: www.igfm.de/iran


Pakistan: Islamistisches Todesurteil gegen die Christin Asia Bibi bestätigt

IGFM wendet sich an das Europäische Parlament

Der Oberste Gerichtshof der pakistanischen Provinz Punjab in Lahore hat heute am 16. Oktober die Todesstrafe gegen die pakistanische Christin Asia Bibi bestätigt.  Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, war Bibi am 8. November 2010 als erste Frau in Pakistan wegen angeblicher “Gotteslästerung” bzw. Blasphemie zum Tode verurteilt worden.

Sie saß zuletzt im Frauengefängnis der pakistanischen Großstadt Multan in Einzelhaft. Das Urteil hat nach Auffassung der IGFM Signal-Charakter.

Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation hat sich daher an Abgeordnete des Europäischen Parlaments gewandt und appelliert an sie, sich für die Freilassung Bibis einzusetzen.

Das Gericht stand unter massivem Druck durch Islamisten. In der Vergangenheit bedrohten islamische Eiferer vielfach Richter und Anwälte in Blasphemie-Verfahren mit dem Tod. In einigen Fällen sind Richter, die die Angeklagten wegen erwiesener Unschuld freisprachen, von Islamisten umgebracht worden. Scannen0001 (22)

Während der Verhandlung unter der Leitung der Richter Anwar Ul Haq und Shahbaz Ali Rizvi waren etwa 20 bis 25 islamische Geistliche anwesend.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht darin einen Versuch, den Druck auf die Richter weiter zu erhöhen:

„Durch nackte Gewalt und durch die Angst, die die Islamisten in Pakistan verbreiten, ist ihr Einfluss enorm“, erläuterte Lessenthin weiter. Das Urteil sei eine herbe Enttäuschung, denn es veranschauliche die Kapitulation der Justiz vor dem militanten Islam. Im Fall von Asia Bibi gäbe es keinerlei Beweise für die Anschuldigungen gegen die Christin.

Die Angehörigen nichtmuslimischer Minderheiten werden in Pakistan regelmäßig Opfer islamischer Extremisten. In den vergangenen Jahren hat es nach Angaben der IGFM eine erschreckend hohe Zahl von Angriffen, Entführungen, Anschlägen und sogar Pogromen gegeben.

Hintergrund: Der Blasphemiefall Asia “Bibi” Noreen

Asia Noreen  –  besser bekannt unter dem Namen Asia Bibi  –  ist eine mittellose pakistanische Landarbeiterin und Mutter von fünf Kindern. Auf Anweisung eines Landbesitzers hatte sie Wasser für Feldarbeiterinnen geschöpft. Doch diese weigerten sich zu trinken, weil das Gefäß von einer Christin berührt und damit „unrein” geworden sei. Es entwickelte sich eine Diskussion, an dessen Ende muslimische Arbeiterinnen Asia Bibi beschuldigten, den Islam beleidigt zu haben. Hunderte von einem Vorbeter über Lautsprecher aufgehetzte Muslime überfielen ihr Haus und schlugen brutal auf sie, ihren Mann und ihre Kinder ein.

Die Polizei rettete Asia Bibi davor, an Ort und Stelle gelyncht zu werden. Am 19. Juni 2009 wurde gegen sie Anklage wegen Gotteslästerung nach § 295 C des pakistanischen Strafrechts erhoben.

Am 8. November 2010 verhängte ein Gericht in Nankana in der Provinz Punjab die Todesstrafe. Der Katholik Shabaz Bhatti, Minister für Minderheiten in Pakistan, und der Gouverneur der Provinz Punjab Salmaan Taseer, ein Moslem, sahen die Absurdität der Anklage und setzten sich für die Freilassung Bibis ein. Beide wurden dafür im Jahr 2011 ermordet.

Gemälde: Evita Gründler


Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses: “Diese Christenverfolgung ist Völkermord”

Mit einem gemeinsamen Solidaritäts-Aufruf für verfolgte Christen haben sich Vertreter jüdischer und christlicher Organisationen an die Weltöffentlichkeit gewandt. Das Schreiben wurde an 120 Staatsoberhäupter und Regierungen geschickt. lauder

Zu den Unterzeichnern gehören der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder (New York), und der geschäftsführende Direktor der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem, Jürgen Bühler.

Wie sie bei einer Pressekonferenz in Jerusalem am Rande des Laubhüttenfestes erklärten, verschärft sich die Lage der christlichen Minderheit im Nahen Osten nahezu täglich. Dennoch ignoriere ein großer Teil der Staatengemeinschaft bislang diese menschliche Tragödie.

Der weltweit höchste Vertreter der Juden (siehe Foto) erklärt hierzu:

„Wenn Hunderttausende von Christen  –  Männer, Frauen und Kinder  –  getötet werden –, ist das kein Krieg. Es ist Völkermord. Und wir Juden wissen, was geschieht, wenn die Welt zu Völkermord schweigt.“

Nach Lauders Worten haben Juden eine Verpflichtung, ihre Stimme gegen die wachsende Verfolgung von Christen in vielen Teilen der Welt zu erheben: „Genauso wie Christen die Juden gegen Antisemitismus in Schutz nehmen und Israel unterstützen“.

Radikale Islamisten wie die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) bekämpften das Wertesystem der gesamten westlichen Welt, so Lauder weiter. Juden und Christen müssten gemeinsam handeln, um dieser Gefahr entgegenzutreten.

Quelle: http://www.idea.de

HINWEIS: Bereits vor Monaten erklärte Weltkongreß-Chef R. Lauder, die Christenverfolgung von heute gleiche dem einstigen “Wüten der Nazis”: http://charismatismus.wordpress.com/2014/08/31/judischer-weltkongres-is-terror-gegen-christen-vergleichbar-dem-wuten-der-nazis/


Unionsfraktion verurteilt Brandanschlag auf koptische Kirche in Berlin

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hat am heutigen Montag die koptische Kirche besucht, gegen die vor zwei Tagen ein Brandanschlag verübt wurde. Nach seinem Besuch erklärt Volker Kauder: orthodox-koptische Messe

“Angriffe auf Gotteshäuser sind immer ein schwerer Anschlag gegen die Religionsfreiheit insgesamt. Sie müssen uns alarmieren, egal, welche Religion betroffen ist.

FOTO: Koptische Meßfeier in Deutschland

Gerade in Anbetracht der blutigen Auseinandersetzungen mit religiösem Hintergrund im Mittleren Osten und vielen anderen Teilen der Welt müssen wir in Deutschland solche Vorkommnisse mit größter Aufmerksamkeit verfolgen, selbst wenn die Schäden noch überschaubar sind.

Angesichts der Leiden, die die Kopten in den vergangenen Jahren in Ägypten durchgemacht haben, muss uns der Anschlag in Berlin-Lichtenberg besonders besorgen. Die Polizei muss alles tun, um den Anschlag aufzuklären. Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden.”

Hintergrund:
Der Brandanschlag richtete sich gegen die einzige koptische Kirche in Berlin. Der Pfarrgemeinde gehören nach eigenen Angaben rund 200 Familien an, rund die Hälfte davon ist erst in den vergangenen Monaten nach Berlin gekommen. Kauder sprach u.a. mit dem stellv. Bischof der Kopten in Deutschland, Fouad Khalil, und dem Priester der Gemeinde, Guirgis El-Moharak.


Ägypten: Christliche Kopten werden mit Schutzgeld-Forderungen muslimischer Clans erpreßt

In dem ägyptischen Dorf al-Qusiya, rund 50 km von Assiut entfernt, sind Mitglieder der koptischen Familien Fahmy und Azmy gezwungen, sich in den eigenen Häusern zu verbarrikadieren, nachdem sie sich weigerten, “Schutzgeld” an einen muslimischen Klan unter Ahmed Kamel Zaawila zu zahlren. CIMG0825

Zu ähnliche Einschüchterungsversuche gegenüber Christen kam es bereits in Qussiya durch den Clan Zaawila. Anzeigen, die bei der lokalen Polizei erstattet wurden, seien  –  so das koptische Netzwerk Watani  –  nicht bearbeitet worden. Deshalb habe sich die Familie Fahmy nun direkt an Innenminister Muhammad Ibrahim gewandt.

“Die Opfer dieser ‚Schutzgeld’-Erpressung”, erklärt der katholische Bischof des Bistums Assiut (Obernil). Kyrillos William, gegenüber dem Fidesdienst, “sind vor allem wohlhabende koptische Familien, deren Mitglieder viel Geld in Kuwait oder in anderen Nachbarländern verdienen.”

Er fügt hinzu: “Die Kriminellen gehen dabei skrupellos vor und begründen ihr Vorgehen mit pseudo-religiösen Motiven, da sie überzeugt sind, dass ein Muslim sich der Güter eines Christen bemächtigen darf.

Auf der anderen Seite sind Christen oft nicht sicher, ob es besser ist, Anzeige zu erstatten oder das Schutzgeld stillschweigend zu zahlen. Dies führt dazu, dass solche Übergriffe zunehmen.

Die Sicherheitsbeamten beklagen zwar, dass Christen nur in wenigen Fällen Anzeige erstatten. Doch gleichzeitig gibt es auch Beweise dafür, dass die Erpresser in manchen Fällen Polizeibeamte bestechen, um straffrei zu bleiben.”

Quelle: Fidesdienst


Pakistan: Junge Muslime filmen dreist ihre Vergewaltigung eines christlichen Mädchens

Vier junge Muslime vergewaltigen in Sialkot die 15-jährige Christin Monaza Bibi und filmten ihre Untat.

Wie der christliche Anwalt Mushtaq Gill mitteilt, wurden zwei der Täter festgenommen, nachdem der Vater des Mädchens Anzeige erstattete. Nach den beiden anderen Verbrechern werde gesucht. Fussmatte__

Wie der Vater berichtet, wurde ihm davon abgeraten, Anzeige zu erstatten, doch er ließ sich von den Drohungen nicht abschrecken. Die Polizei bestätigte die Existenz eines Tatvideos, das als Beweis gegen die Schuldigen herangezogen werden soll.

“Es kommt weiterhin zu Vergewaltigungen von christlichen Mädchen, die Opfer sexueller Gewalt durch muslimische Jugendliche werden, die dafür oft nicht bestraft werden”, erklärt Gill, der darauf hinweist, dass „es in diesem Film auch ein Video gibt, das ursprünglich eine Trophäe sein sollte“.

Nach Schätzungen werden in Pakistan jedes Jahr ca. tausend Mädchen und junge Frauen, die hinduistischen und christlichen Minderheiten angehören, vergewaltigt.

Quelle: Fidesdienst  –  Foto: IGFM


IGFM klagt chinesische Regierung an, Nordkoreas Verbrechen zu unterstützen

Der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU Fraktion, Arnold Vaatz, und die Internationale Gesellschaf für Menschenrechte (IGFM) haben auf einer Protestaktion vor der Botschaft Nordkoreas am Donnerstag schwere Vorwürfe gegen die chinesische Regierung erhoben.   
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Durch sein Verhalten gegenüber Nordkorea unterstützte das Politbüro in Peking aktiv und nachhaltig die Verbrechen von Kim Jong-un und dessen Regime. Dessen weltweit beispiellose Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden von einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen dokumentiert.

Die UN-Untersuchungskommission hatte am 17. Februar 2014 festgestellt, dass Nordkorea systematisch „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen die eigene Bevölkerung einsetzt und „dringend“ zum sofortigen Handeln aufgerufen.

Doch sowohl von der nordkoreanischen Regierung als auch von seiner Schutzmacht China und von der Europäischen Union seien bisher Konsequenzen ausgeblieben, beklagt die IGFM.

Kommunistische Diktatur mit brutalem Lagersystem

In einem Schreiben an den nordkoreanischen Botschafter wies die IGFM darauf hin, dass die „Demokratische Volksrepublik Korea“ völkerrechtlich bindenden Menschenrechtsverträge breche, zu deren Vertragsstaaten auch Deutschland gehöre. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Die Vereinten Nationen hatten Beweise über das Lagersystem, Versklavung, Folter, Mord, systematische Vergewaltigung, Zwangsabtreibungen, den planmäßigen Einsatz von Mangelernährung, „Verschwinden lassen“, Verfolgung aus politischen Gründen und andere Menschenrechtsverletzungen zusammengetragen.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin unterstrich:

„Heute vor 25 Jahren, am 25. September 1989, fand die erste Montagsdemonstration auf dem Ring in Leipzig statt. In Nordkorea ist etwas ähnliches derzeit ausgeschlossen. Das Regime hat die Nordkoreaner zu Sklaven in ihrer eigenen Heimat gemacht. Das die chinesische Regierung dieses System aktiv unterstützt ist unerträglich.“

Die IGFM fordert ausdrücklich auch die Freilassung der in Nordkorea gefangen gehaltenen US-Amerikaner. Sie würden von der nordkoreanischen Regierung als Spielball in der diplomatischen Auseinandersetzung missbraucht.

Zu ihnen gehört Kenneth Bae, der am 3. November 2012 in der Sonderwirtschaftszone Rason, auf Grund angeblicher „feindlicher Aktivitäten gegen die Republik“ festgenommen und zu 15 Jahren schwerer Zwangsarbeit verurteilt wurde  –  er hatte Fotos hungernder Kinder bei sich. Die Behörden werfen ihm vor, er habe den christlichen Glauben in Nordkorea verbreiten wollen.

Nordkorea: Verfolgung von „Volksfeinden“ und Christen

Schätzungen gehen von über 150.000 bis deutlich über 200.000 Häftlingen im nordkoreanischen Lagersystem aus. Die IGFM weist auf Sattelitenbilder hin, die zeigen, dass die Lager noch immer wachsen. China-Flagge-gr_02

In absolut unmenschlichen Lebensbedingungen würden die Menschen dort als Arbeitssklaven ausgebeutet.

„Die Häftlinge in den Lagern sind vom Regime zur willkürlichen Erniedrigung und Ermordung freigegeben. Überläufer des Wachpersonals berichten von Folter, Mord und unvorstellbaren Grausamkeiten“, berichtet IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Die Herrscherfamilie des Landes lässt sich nach Angaben der IGFM in einem beispiellosen „quasi-religiösen“ Personenkult verherrlichen. Vor allem dem Staatsgründer Kim Il-sung, aber auch seinem Sohn und seinem Enkel, dem aktuellen „Führer“ und Chef der kommunistischen Partei, werden übernatürliche Fähigkeiten zugeschrieben.

Der Staatsgründer wird Gott-ähnlich verehrt. Nordkorea hat sogar eine eigene Zeitrechnung eingeführt, die mit der Zeugung des „Großen Führers“ beginnt, so die IGFM. Aktuell befindet sich Nordkorea im Jahr 102 dieser „Juche“-Zeitrechnung.

Angehörige anderer Religionen, insbesondere Christen, werden nach Informationen der IGFM in diesem System als Konkurrenz und vermeintliche Bedrohung erbarmungslos verfolgt. Wie viele von Ihnen in Nordkorea noch leben und die Einweisung in eines der zum Teil riesigen Arbeitslager überlebt haben, ist unbekannt.

Online demonstrieren – auch in Pjöngjang

Diktaturen überleben nur, wenn ihre Verbrechen unbeachtet bleiben. Jeder kann mithelfen, das Schweigen zu brechen. Auf der Internetplattform UnS!lence der IGFM kann man als Demonstrant (virtuell) an Protesten in aller Welt teilnehmen – selbst da, wo es normalerweise unmöglich ist, z.B. in Pjöngjang.

Mitmachen ist ganz einfach: Unter der Adresse www.unsilence.de erscheint nach einem kurzen Intro-Videoclip ein Globus auf dem Bildschirm. Mithilfe der Maus kann er gedreht werden, um nach Protesten in verschiedenen Ländern zu suchen. Kurzinformationen an entsprechenden Markierungen geben an, wo gerade eine Demonstration stattfindet.

Eine kleine Anleitung, wie’s geht, findet sich unter: www.igfm.de/unsilence

Weitere Info zu Nordkorea: www.igfm.de/nordkorea/


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