Indien: Hindu-Extreme wollten Kirche in einen hinduistischen Tempel umwidmen

Nach heftigen Protesten der betroffenen Christen und einer Anzeige bei den Zivilbehörden wurden 11 Mitglieder radikaler hinduistischer Gruppen festgenommen, die in Uttar Pradesh eine christliche Kirche in Beschlag genommen hatten, um sie in einen hinduistischen Tempel umzuwandeln. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Wie die Evangelical Fellowship of India (EFI) mitteilt, gehören die militanten Hindus zu verschiedenen bekannten Gruppen wie “Rashtriya Swayamsevak Sangh”, “Bajrang Dal” und “Vishwa Hindu Parishad”.

Die Hinduisten hatten von dem christlichen Kirchengebäude einer Adventistengemeinde das Kreuz und alle anderen christlichen Symbole entfernt und durch Abbildungen der hinduistischen “Gottheit” Shiva ersetzt. Im Rahmen eines “Reinigungsrituals” wurde die Kirche den hinduistischen Göttern geweiht.

Nun wurde die Kirche an die Christen zurückgegeben, die sie jedoch nicht sofort wieder für Gottesdienste benutzen wollen.

Unterdessen verurteilt EFI diesen offensichtlichen Verstoß gegen die Religionsfreiheit und appelliert an die Regierung mit der Bitte um Ablehnung eines von extremen  Hindus eingereichten Gesetzentwurfs, auf dessen Grundlage Minderheiten eingeschüchtert werden sollen.

In jüngster Vergangenheit kam es insbesondere in Uttar Pradesh zu einer Welle der Gewalt gegen Christen.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Nigeria: Radikal-islamische Terrorbande “Boko Haram” greift in Kamerun ein

Die islamistische nigerianische Sekte Boko-Haram weiter ihre Aktivitäten nun auch auf das Nachbarland Kamerun aus, wo es in der Nähe der Grenzstadt Ashigashiya zu Gefechten mit Soldaten der Regierung in Yaoundé kam. kinder_witwe_buzu

Wie aus einheimischen Presseberichten hervorgeht, sollen die Kämpfer bereits den nigerianischen Teil der Stadt belagern und auf dem Vormarsch in den Teil der Stadt sein, der zu Kamerun gehört (die beiden Teile der Stadt sind durch einen Fluss getrennt).

Wie ein einheimischer Beobachter der französischen Nachrichtenagentur AFP berichtet, sollen dort bei einem nächtlichen Überfall drei Männer auf dem Vorplatz einer katholischen Kirche enthauptet worden sein.

Rund 250 Kilometer von Ashigashiya entfernt haben unterdssen Milizen der Boko Haram nach der Eroberung der nigerianischen Stadt Gamboru Ngala versucht, eine Brücke zu sprengen, nachdem Einheiten der Armee der Regierung in Yaoundé einen Angriff auf die Grenzstadt Fotokol abwehren konnte, wo nigerianische Soldaten zur Verteidigung der Stadt stationiert sind.

Am 27. Juli 2014 entkam der stellv. kamerunische Premierminister einer versuchten Entführung durch die Boko Haram in Kolofata (im Norden Kameruns), während die Frau des Politikers verschleppt wurde, die sich immer noch in den Händen der radikal-islamischen Terrorgruppe befindet. 4077304320

Wie einheimische Quellen berichten, ist der Chefunterhändler bei den Verhandlungen um die Freilassung ausländischer Geiseln der Boko Haram in Kamerun, Abba Malla, seit einigen Tagen verschwunden.

Unter ihnen befanden sich auch die beiden Fidei-donum-Priester und eine kanadische Ordensschwester, die am vergangenen 31. Mai freigelassen wurden.

Der kamerunische Abgeordnete hatte zuletzt ein Telefongespräch mit einem Mitarbeiter geführt, in dem er diesem mitteilte, er werde in den nigerianischen Staat Borno reisen und dort über die Freilassung chinesischer Arbeiter verhandeln, die Mitte Mai im Norden Kameruns entführt wurden.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Vatikanischer Islam-Experte beklagt jüngste Wellen der Christenverfolgung

Die Gräueltaten der Anhänger des „Islamischen Staat“ im Irak markieren einen Tiefpunkt in der Geschichte des Islam. Das sagt der Islamexperte und Vatikanberater Prof. Samir Khalil Samir SJ.

Der bekannte Jesuitenpater und in Ägypten geborene Autor (siehe hier z.B. dieses Buch) erklärt im Interview mit Radio Vatikan: 51UC959yA1L__

„Wir haben jetzt die grausamste Bestialität in der Geschichte des Islam erreicht. Wir waren noch nie an einen solchen Punkt der Barbarei. Die Frage ist: Ist das der Islam? Oder ist das eine Abweichung?

Sicher liegt der Ausgangspunkt in der islamischen Tradition. Auf der anderen Seite kann man sicher nicht sagen, dass das der Islam sei.“

Für die IS-Extremisten seien freilich jetzt alle Menschen, die nicht dem angeblich „wahrhaftigen Islam“ angehörten, zur Zielscheibe geworden.

“Das Problem liegt innerhalb des Islam”

Diese Tendenz habe man schon im Syrien-Krieg beobachten können.

„Der Krieg in Syrien war am Anfang ein Krieg von Syrern, die gegen ein diktatorisches Regime protestierten. Doch sehr schnell  –  schon zwei Monate später  –  sind Protagonisten aus der ganzen islamischen Welt hinzugekommen, insbesondere von der arabischen Halbinsel, um als Schiiten Krieg zu führen gegen die machthabenden Alawiten.

Das Problem liegt also von Anfang an innerhalb des Islam, denn was immer wiederkehrt: ,Wer nicht dem authentischen Islam angehört, muss entfernt werden‘.

Der Traum von einem islamischen Gottesstaat, den die Dschihadisten jetzt Länderübergreifend verwirklichen wollen, sei ein Irrweg, der auch in der islamischen Welt auf Kritik stoße, so der ägyptische Jesuit weiter:

„Die großen Denker sind dagegen. Das Drama ist, dass die Muslime es nicht wagen, Selbstkritik zu üben: Das Volk folgt schweigend.“

Vatikanische Anklageschrift gegen Islam-Terror

Die breite Masse müsse jetzt klar gegen Fanatismus und Gewalt Position beziehen, fordert der Experte. Dies habe auch der Vatikan in seiner jüngsten Anklageschrift gegen den islamistischen Terror im Irak rigoros eingefordert, lobt Samir.

Der Päpstliche Rat für Interreligiösen Dialog hatte am 12. August zu einer einstimmigen Verurteilung der „unsäglichen“ Verbrechen im Irak aufgerufen und dabei keinen Blatt vor den Mund genommen. Dazu der Jesuit:

„Das ist das deutlichste Dokument, das ich kenne. Es verwendet keine diplomatischen Ausdrücke: Es ist ausgewogen, aber stark. Es sagt: Bis wann wollt ihr schweigen? Und dass die Imame sprechen sollen!

Und nicht nur die Imame: die Masse, das islamische Volk, muss auf die Straße gehen, wenn es um eine politische Sache geht, die sich gegen andere wendet.“

Quelle und vollständiges Interview hier: http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/23/islamexperte_p._samir:_%E2%80%9Eist_das_noch_islam%E2%80%9C/ted-821240


Union erinnert an Christenverfolgung und Welttag der humanitären Hilfe

Am heutigen Welttag der humanitären Hilfe werden die Prinzipien der internationalen Hilfe gewürdigt und der Helfer gedacht, die im Rahmen ihrer Arbeit weltweit ihr Leben verloren haben.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto):  Foto_(2)

“Humanitäre Hilfe wird immer wichtiger. Die verzweifelte Lage der vertriebenen Jesiden und Christen im Irak ist hier ein besonders erschütterndes Beispiel.

Humanitäre Hilfe lindert das Leiden von Millionen Frauen, Männern und Kindern bei Flucht, Naturkatastrophen und Krieg. Immer neue ungelöste Konflikte und humanitäre Krisen zwingen die internationale Staatengemeinschaft zum Eingreifen.

Vor diesem Hintergrund kommt Deutschland seiner internationalen Verantwortung nach und engagiert sich u.a. sowohl in Syrien als auch im Irak intensiv im Bereich der humanitären Hilfe.

Hier gilt es, darüber hinaus auch die ungelösten humanitären Krisen in anderen Weltregionen nicht zu vergessen und gleichzeitig Ressourcen für zukünftige Herausforderungen einzuplanen.

Zahlreiche Freiwillige, die trotz Gefahr Menschen in Not helfen, zeigen Solidarität mit den Opfern von Krieg und Vertreibung. Ihrem Mut und ihrem selbstlosen Einsatz gebührt heute unser besonderer Dank. Logo Christustag

So gedenken wir heute auch der Helfer, die im Rahmen ihrer Arbeit weltweit ihr Leben verloren haben. Nach Angaben der UNO haben die Angriffe auf Vertreter von Hilfsorganisationen im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht.

Weltweit sind in den Krisengebieten 155 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen getötet, 171 weitere verletzt und 134 entführt worden. Insgesamt ist die Zahl der Todesopfer im Vergleich zu 2012 um 66 Prozent gestiegen.

Die Situation beleibt auch in diesem Jahr gefährlich: Zwischen Januar und August 2014 gab es laut UNO bereits 79 weitere Tote.

Diese Entwicklung muss gestoppt werden. Helfer dürfen in gewaltsamen Konflikten nicht in die Schusslinie geraten. Wir werden uns daher mit Blick auf die Krisenregionen verstärkt für die Gewährleistung von sicheren Zugängen zur notleidenden Bevölkerung und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts einsetzen.”


Iran: IS-Terror gegen christlichen Pastor S. Abedini – Mitgefangene verstecken ihn

Der im Iran inhaftierte Christ und US-Amerikaner, Saeed Abedini, wird im Gefängnis von Angehörigen der Terrorgruppe IS bedroht, so die Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Wie der IGFM berichtet wurde, muss der Pastor um sein Leben fürchten, da IS-Anhänger gedroht hätten, ihn wegen seines Glaubens zu ermorden. Der Terror aus dem Irak hält somit Einzug in iranische Gefängnisse. RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

Abedini wird seit dem 26. September 2012 im Rajai-Shar Gefängnis in Karaj festgehalten. Er ist ausschließlich aufgrund seines Glaubens in Haft.

Noch ist Pastor Abedini in einem anderen Flügel des Gefängnisgebäudes inhaftiert; auf dem Gefängnishof treffen sich jedoch alle Gefangenen. Aus Angst um sein Leben verweigert Abedini die kurzen Freigangpausen und bleibt in seiner Zelle.

Es sei jedoch schon vorgekommen, dass IS-Extremisten sich in seinem Gebäudeflügel aufgehalten hätten. Nach Aussagen der IGFM nahestehender Quellen, versteckten ihn Mitgefangene und retteten ihn somit.

Martin Lessenthin, der Sprecher des IGFM-Vorstands, erklärt hierzu:

“Diese Situation ist unhaltbar. Der Iran ist verantwortlich für die Sicherheit der durch ihn Inhaftierten. Der iranische Staat muss gewährleisten, dass Saeed Abedini keine Gefahr droht.”

Er fügt hinzu: “Schon allein die Tatsache, dass Abedini mit IS-Angehörigen im gleichen Gefängnis einsitzt, beweist das Desinteresse des Iran am Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Er nimmt die de-facto Hinrichtung Andersgläubiger hin!”.

Hintergrund zu Pastor Saeed Abedini:

Pastor Saeed Abedini (geb. 1980) wurde in Teheran geboren, lebt jedoch seit 2006 in den USA und besitzt die amerikanische Staatsbürgerschaft. Abedini konvertierte 2000 vom Islam zum Christentum. Auch nach seiner Einwanderung in die Vereinigten Staaten engagierte er sich für iranische Untergrundkirchen und reiste viele Male in den Iran. 2009 wurde er dort das erste Mal verhaftet, durfte aber das Gefängnis nach kurzer Dauer verlassen. Abedini trug aktiv zur Gründung von zahlreichen Waisenhäusern im Iran bei.

Am 26. September 2012 nahmen Sicherheitsbeamte Abedini in seinem Haus in Teheran fest. Zahlreiche persönliche Gegenstände und Bargeld wurden konfisziert. Erst am 21. Januar 2013 begann vor der 26. Abteilung des Revolutionsgerichts in Teheran unter Vorsitz des berüchtigten Richters Pir Abassi das von Rechtsbrüchen gezeichnete Gerichtsverfahren gegen ihn. Am 27. Januar 2013 wurde das Urteil gegen ihn gesprochen: 8 Jahre Haft u.a. wegen “Gründung von Hauskirchen” und “Gefährdung der nationalen Sicherheit”. Am 3. November 2013 verlegten die Behörden Pastor Abedini aus dem für Folter berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran in das Rajai-Shahr Gefängnis in Karaj.


Nigeria: Werden entführte Mädchen als Selbstmord-Attentäterinnen mißbraucht?

Das Schicksal der vor knapp vier Monaten in Nigeria entführten Schülerinnen ist nach wie vor ungeklärt. Jetzt wurden Vermutungen laut, dass einige von der radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram gezwungenermaßen als Selbstmordattentäterinnen geopfert werden.

Boko Haram hatte am 14. April in Chibok (Bundesstaat Borno) ca. 300 Schülerinnen verschleppt. Die meisten gehören der evangelischen „Kirche der Brüder“ an. Einige konnten fliehen; mehr als 200 befinden sich jedoch noch in der Gewalt der Terroristen. kinder_witwe_buzu

Der Sprecher der Hilfsaktion Märtyrerkirche in den USA, Todd Nettleton, weist darauf hin, dass jüngst vier weibliche Selbstmordattentäter Anschläge verübt haben; drei von ihnen wurden getötet, ein zehn Jahre altes Mädchen überlebte. Das werfe die Frage auf, ob Boko Haram ihre minderjährigen Geiseln zu diesen Bluttaten zwinge.

Der nigerianische Rechtsanwalt Paul Ayoade (Lagos) hält das für möglich. Vor der Verschleppung der Mädchen habe es keine Selbstmordattentäterinnen gegeben. Es handle sich um ein Schreckensszenario: Terroristen opfern zehnjährige Mädchen für ihre Zwecke.

Auch müssten christliche Gemeinden doppelt auf der Hut sein und sich fragen, ob Kinder, die zu ihnen kommen, Sprengstoff am Körper tragen. Es sei höchste Zeit, so Nettleton, dass die nigerianische Regierung mit ihren Versprechen ernst mache und die Schulmädchen befreie.

Kinder werden versklavt: “Allah will es so!”

Der Anführer von Boko Haram, Abubakar Shekau, hatte sich in einem Video damit gebrüstet, dass die entführten Schülerinnen für umgerechnet neun Euro als „Sklavinnen“ an Muslime veräußert und zwangsverheiratet würden. Damit gelten sie als Musliminnen.

Shekau: „Es gibt einen Markt für Mädchen. Ich werde sie auf dem Markt verkaufen. Allah will es so.“

Boko Haram will in west- und zentralafrikanischen Ländern mit Gewalt eine islamische Theokratie bzw. “Gottesstaat” einführen; alle Bürger müssten sich dem islamischen Religionsgesetz, der Scharia, unterwerfen.

Seit fünf Jahren verübt die Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida Anschläge vor allem auf Schulen und Kirchen. Allein in diesem Jahr sind ihnen mindestens 2000 Menschen zum Opfer gefallen.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: HMK


China: Christlichem Menschenrechtsanwalt droht nach Haftstrafe jetzt Hausarrest

Europas Botschafter sollen sich für Freilassung von Gao Zhisheng einsetzen

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an die Botschafter führender europäischer Staaten und der USA in China appelliert, sich für die Freilassung des inhaftierten Menschenrechtsanwalts Gao Zhisheng einzusetzen.

„Gaos achtjährige Haftstrafe endet formal am 7. August 2014. Wir befürchten aber, dass er nicht frei kommt, sondern weiter im Hausarrest festgehalten wird“, sagte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am heutigen Montag in Göttingen.  RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

Es ist gängige Praxis in der Volksrepublik, politische Gefangene auch nach Verbüßung ihrer Strafe weiter in Geheimgefängnissen festzuhalten oder unter Hausarrest zu stellen, um sie mundtot zu machen:

„Gao Zhisheng darf nicht das Schicksal des mongolischen Menschenrechtlers Hada erleiden, der nach der Verbüßung seiner 15-jährigen Gefängnisstrafe im Dezember 2010 nun schon seit dreieinhalb Jahren unrechtmäßig in Geheimgefängnissen eingesperrt ist.“

Gao Zhisheng gilt als einer der prominentesten Menschenrechtsanwälte in der Volksrepublik. Der bekennende Christ hat sich als Rechtsanwalt besonders für die Glaubensfreiheit von verfolgten Christen und Falun-Gong-Anhängern eingesetzt. Dies gilt unter Chinas Rechtsanwälten als besonders heikel, weil die Behörden ihr Engagement oft mit dem Entzug der Zulassung als Rechtsanwalt ahnden.

Gao Zhisheng ging in seinem Engagement für Religionsfreiheit noch weiter. So forderte er in drei Offenen Briefen an den Nationalen Volkskongress in den Jahren 2004 bis 2006 eine Einstellung der Verfolgung von Falun Gong. Darüber hinaus machte er sich einen Ruf unter verarmten Bauern und Petitionären. Notizblock-Stacheldraht-klein_d5cbbd6dfa

Er unterstützte sie mit seinem juristischen Wissen in ihren Auseinandersetzungen mit willkürlichen Parteifunktionären und lokalen Verwaltungsstellen. Auch mittellose Personen vertrat er regelmäßig bei ihren Rechtsstreitigkeiten, so dass er auch als „Anwalt der Armen“ gilt.

Wurde Gao Zhisheng im Jahr 2001 vom chinesischen Justizministerium noch als einer der zehn besten Anwälte Chinas ausgezeichnet, so entzog man ihm im August 2006 seine Zulassung, verhaftete ihn und klagte ihn wegen „Untergrabung der öffentlichen Ordnung“ an.

Im Dezember 2006 wurde er zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Bewährung verurteilt. In der Haft wurde der heute 50 Jahre alte Jurist regelmäßig gefoltert, obwohl dies auch nach chinesischen Gesetzen verboten ist.

Kontakt:
Gesellschaft für bedrohte Völker
Pressereferat
Postfach 2024, 37010 Göttingen
Tel. 0551 499 06-25, Fax 0551 58028
presse@gfbv.dewww.gfbv.de

 


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