Buchklassiker über die europaweite Wallfahrt zum Gnadenbild „Maria vom Blut“
Veröffentlicht: 21. März 2013 Einsortiert unter: BÜCHER / Publikationen, BRAUCHTUM, Folklore (relig.), Maria und ihre Wallfahrtsstätten | Tags: Alexander Hepp, Bergatreute, Klattau, Madonna, Maria vom Blut, Re, Sitz der Weisheit, Wallfahrt 1 Kommentar »Gediegene Volksfrömmigkeit und Brauchtum jenseits aller Schwärmerei
Buchdaten: Alexander Hepp – MARIA VOM BLUT. - Ursprung, Geschichte und Wunder der Wallfahrt im oberschwäbischen Bergatreute. – Fe-Medienverlag, Kisslegg 2009. (Die 2., überarbeitete und erw. Auflage erschien 2011) – 448 Seiten. 29,80 €. – ISBN-10: 3863570103Seit einigen Jahrzehnten werden auch katholische Kreise von schwarmgeistigen Bewegungen und ihren enthusiastischen Begleiterscheinungen heimgesucht, die früher weitgehend in der vielfältigen protestantischen Charismatikerszene beheimatet waren.
Doch die Sehnsucht nach dem Wunder(baren), nach „übernatürlichen“ Gaben, nach außergewöhnlichen Glaubenserfahrungen, nach Heilungen und besonderen religiösen Erlebnissen wächst geradezu enorm in einer Zeit, die theologisch stark von einem „seelenlosen“, kalten Rationalismus geprägt ist, oftmals auch innerhalb der Kirche. 
Umso mehr suchen verunsicherte Menschen nach den Quellen wahrer Frömmigkeit, nach dem „Herz“ des Glaubens, weil jene überzogene Verkopfung zu innerer Ausdürrung geführt hatte.
Freilich besteht nun die naheliegende Gefahr, daß das Pendel in die andere Richtung ausschlägt: hin zum Irrationalismus, zu einem irrgeistigen Mystizismus, zur Suche nach Erscheinungen, angeblichen Himmelsoffenbarungen, ja zur Sucht nach „Zeichen und Wundern“. Mag die Sehnsucht auch verständlich sein, so darf sie doch nicht zur Sucht entarten.
In einer vernünftigen und soliden Mitte zwischen diesen Extremen, die beide dem gesunden Glauben und Denken abträglich sind, steht jene bewährte katholische Volksfrömmigkeit, die das Herz am rechten Fleck hat, aber gleichwohl nicht „kopflos“ wird, sondern bei aller Gemütsinnigkeit des Glaubens doch zugleich nüchtern und bodenständig bleibt.
Zu dieser gediegenen Volksfrömmigkeit mit ihrem vielfältigen, lebensnahen Brauchtum gehören auch die katholischen Wallfahrtsorte: große und kleine, bedeutende und unbekannte. Solche Pilgerstätten beinhalten durchaus mehr als nur „Folklore“: sie verwurzeln die Menschen stärker im Glauben und zeigen ihnen im Rahmen bewährter Traditionen immer wieder neu das Licht der Liebe Christi und den Abglanz seiner Heiligen, vor allem eine feste Geborgenheit unter dem „Schutzmantel“ der Madonna.
Zugleich sind solche altehrwürdigen und liebreichen Stätten der Frömmigkeit ein lebendiges Zeugnis der Kirche Christi, ihrer hohen Kunst und ihrer tiefen Volksverbundenheit durch die Jahrhunderte hindurch.
Ein imposantes Werk deutscher Gründlichkeit
Zu den „kleinen“, eher unscheinbaren Pilgerstätten dieses soliden „Volksglaubens“ gehört auch der oberschwäbische Wallfahrtsort Bergatreute im Kreis Ravensburg, nicht weit vom Allgäu entfernt.
Der noch recht junge, 1974 geborene Autor Alexander Hepp erforschte zehn Jahre lang mit Präzision, unermüdlicher Freude am Detail und solider Sorgfalt die interessanten Ursprünge, die vielseitige Geschichte und erstaunliche europaweite Verbreitung des Madonnenbildes von Re (Norditalien, Diözese Novara), von dem auch in Bergatreute ein eindrucksvolles Abbild von herber Schönheit verehrt wird.
Der geborene Bergatreuter, der heute mit seiner Familie im nahegelegenen Fürstentum Wolfegg lebt, verfaßte ein fast 450 Seiten umfassendes, im besten Sinne „erschöpfendes“ und zudem über 1,3 kg. schweres Standardwerk, das selbst einem Fachhistoriker oder professionellen Chronisten zur Ehre gereichen würde.
Der junge Verfasser des faktenstarken Marienbuches ist kernkatholischer Christ und profunder Geschichtsschreiber aus innerer Leidenschaft, der bereits seit 1989 – er war damals 15-jähriger Ministrant - in Bergatreute ehrenamtlich das Pfarrarchiv hütet.
Sein ansprechend und gediegen gestaltetes Werk ist intensiv vom Geist der vielgerühmten „deutschen Gründlichkeit“ durchdrungen – bis hinein in die zahlreichen akribischen Fußnoten, das ausführliche Sach- und Personen-Register im Anhang oder die präzisen Bildbeschreibungen von 172 Fotos, grafischen Dokumenten und Abbildungen.
Das imposante Werk mit zwei roten Lesebändchen, einer Leinenprägung mit Marienbild und vierfarbigem Schutzumschlag wird abgerundet durch wichtige Urkunden, alte Gebete und Lieder zur Wallfahrtsmadonna, die unter dem Titel „Maria vom Blut“ seit Jahrhunderten vom gläubigen Kirchenvolk verehrt wird. 
Die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ würdigte in ihrer Ausgabe vom 14. Oktober 2011 das fundierte Werk des gläubigen Familienvaters, illustriert durch ein Foto, das Papst Benedikt zeigt, wie er im Anschluß an eine Generalaudienz das Buch des schwäbischen Autors entgegennimmt, der als „ehrenamtlicher Pfarrarchivar“ vorgestellt wird.
Neben ihm steht sein engagierter Gemeindepfarrer Dr. Claus Blessing, der dem Wallfahrtsbuch Hepps ein ausführliches, theologisch erhellendes Geleitwort beisteuerte, das bestens in die Gesamtthematik einführt. Außerdem wurde der Druck des Buches durch die Bergatreuter Pfarrei unterstützt.
In einem Interview mit dem PUR-Sonderheft „Sitz der Weisheit“ (Fe-Medienverlag) berichtet Alexander Hepp im Herbst 2011, dass er “immer schon die Wurzeln meiner Heimatwallfahrt in Bergatreute kennenlernen wollte“. Er fügt hinzu: „Natürlich hat mich auch als Ministrant die absolute Nähe zu dem Gnadenbild fasziniert.“ – Das Gnadenbild gehöre „zum christlichen Lebensmittelpunkt unserer Familie“, erläutert er. 
Das Motiv des Pilgerns sei „die Suche nach der christlichen Wahrheit“.
Man begebe sich auf die Spuren Jesu, „der auch vor unserer Haustür, beispielsweise an Wegekreuzen und Bildstöcken, seine Botschaft offenbart“.
Mit seinem Buch wolle er „die wahren Quellen des Muttergottesbildes objektiv erfassen“, erklärte der Autor, „um so eine wissenschaftlich einwandfreie Dokumentation der Gnadenorte von Re, Klattau, Bergatreute und all den anderen Orten seiner Verehrung zu erhalten“.
Das Gnadenbild im italienischen Re (1494)
Der Ausgangspunkt all dieser glaubensinnigen Pilgerstätten ist das malerische Gebirgsdorf Re im oberitalienischen Bistum Novara:
Dort geschah am Dienstag, dem 29. April 1494, um 23 Uhr folgendes Ereignis: Das Madonnenfresko an der Außenwand der Mauritiuskirche beginnt zu bluten – verursacht durch den Steinwurf eines betrunkenen Frevlers namens Giovanni Zucone, der beim Würfelspiel verloren hatte und aus Wut darüber einen Stein gegen das Marienbild schleuderte, wobei er die dargestellte Madonna an der Stirne traf. Schon bald danach soll sich der Zornentbrannte reumütig bekehrt haben.
Am nächsten Tag wurde der Blutguß erkannt, der sich bis Mitte Mai mehrmals erneuert haben soll. Der Bürgermeister des Gebirgsdorfs zweifelte zunächst, ließ aber alles kritisch untersuchen und bestätigte sodann, daß „dieses Blut auf wunderbare Weise und nicht durch menschliche Kunst herabgeflossen ist“.
Das Blut wurde in Kelchen und Tüchern gesammelt, wobei sich Reliquien davon noch heute auf der Rückseite des barocken Hochaltars der Sankt-Mauritius-Kirche befinden, die mehrfach umgebaut und sodann im Jahr 1958 zu einer monumentalen Basilika im neo-byzantinischen Stil erweitert wurde. Am Originalfresko in Re sind nach wie vor Spuren des Steinwurfs und des Blutes erkennbar.
Aus dem kleinen Dorf wurde eine beliebte Wallfahrtsstätte, wobei die thronende Gottesmutter als „Madonna del Sangue“ (Maria vom Blut) verehrt wird, die bis heute tausende Pilger anzieht. Fast fünfhundert gemalte Votivtafeln aus vielen Jahrhunderten bezeugen wunderbare Gebetserhörungen, Bekehrungen und Heilungen.
Ursprung der Wallfahrt von Bergatreute
Durch Kaminkehrer und andere Handwerker wurden Abbilder des wundersamen Gnadenbildes, das von unbekannter Hand stammt, weit über die Grenzen des Landes verbreitet. In Europa entstanden dort, wo sich fromm gesinnte Handswerksleute niederließen, kleinere und größere Wallfahrtsorte, in denen eine Kopie des ikonenartigen Madonnenbildes verehrt wurde, vor allem in Deutschland und Tirol, aber auch in Slowenien, Ungarn und Tschechien.
In der böhmischen Stadt Klattau ereignete sich 1685 an einem Abbild de Re-Freskos ein neues Blutwunder: Der Schneider Andreas Hirschberger, dessen Frau das Gemälde als Erbstück mit in die Ehe brachte, nahm nach einer schweren Erkrankung seiner Gattin Zuflucht zum Gnadenbild, worauf dieses an der Stirn zu bluten begann. Der Prager Erzbischof Johann F. Waldstein anerkannte zwei Monate später in einem Dekret das wunderbare Ereignis, worauf das Bild zur allgemeinen Verehrung in die dortige Pfarrkirche gebracht wurde.
Ein weiteres Gemälde der blutenden Maria mit dem ernsten Blick und dem hoheitsvollen Christuskind auf ihrem Schoß gelangte ein Jahr später in die oberschwäbische Pfarrei Bergatreute, was in dieser geradezu idyllischen Region eine dauerhafte Wallfahrtsbewegung auslöste, die bis heute anhält. 
Der damalige Pfarrer Michael Mietinger war ein Schwager des Ratsherrn Johann Jakob Teplitz in Klattau, der ihm ein hochwertiges Abbild der „Maria vom Blut“ schenkte (siehe Foto).
Der Geistliche bewahrte das Mariengemälde, das eine etwas hoheitsvolle Schönheit und Würde ausstrahlt, zunächst zur privaten Andacht jahrelang in seinem Pfarrhaus auf.
Doch auf Drängen der Gläubigen ließ er das herrliche Bild in seiner Pfarrkirche St. Philippus und Jakobus aufstellen, was schon bald eine breite Pilgerwelle auslöste, die im 18. Jahrhundert ihre größte Blütezeit erreichte. So waren z.B. 1794 achtzehn Pfarrer zum jährlichen Wallfahrtsfest nach Bergatreute gekommen.
Aber auch in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts konnte die Verehrung des Bergatreuter Gnadenbildes bereits Wurzeln fassen. Nach den Schrecken des 30-jährigen Krieges suchten die Menschen wieder nach Heimat und Geborgenheit im Glauben, so daß eine wahre Aufbruchstimmung in der Frömmigkeit entstand.
Pfarrer Mietinger blieb angesichts des anhaltenden Pilgerstroms nichts übrig, als eine neue Kirche errichten zu lassen, die 1697 eingeweiht wurde. 20% der gesamten Baukosten bezahlte der seeleneifrige Hirte aus seiner eigenen Tasche. Er war neben seiner Marienfrömmigkeit besonders auch dem hl. Josef zugetan und gründete eine Bruderschaft zu seinen Ehren.
Pfarrer Mietinger wurde 1688 - also bereits zwei Jahre nach der Ankunft des Klattauer Gnadenbilds - von seinem Bischof beauftragt, alle Berichte über angebliche Heilungen und wunderbare Gebetserhörungen notariell vernehmen zu lassen und die Gläubigen auf die Folgen eines falschen Eides hinzuweisen. Auch im 17. Jahrhundert war die Kirche hierbei sehr nüchtern, präzise und vorsichtig, um keine bedenkliche Wundersucht im Volke aufkommen zu lassen.
Die Taufe “unfröhlicher” Kinder
Zu den „Wunderzeichen vor dem Gnadenbild“ gehörte neben zahlreichen Heilungen nicht selten auch die Befreiung von Besessenheit. Eine besondere pastorale Schwierigkeit stellte freilich das vielfache Verlangen nach einer Taufe totgeborener Kinder dar:
Verzweifelte Mütter aus nah und fern brachten akut verstorbene Neugeborene nach Bergatreute zur Madonna und erflehten vom Dorfpfarrer die Taufe ihres Kindes. Der Priester war hin und hergerissen zwischen Mitleid und berechtigten kirchlichen Vorschriften, wonach keine Sakramentenspendung bei Toten erlaubt ist.
So befanden sich Bergatreuter Pfarrer – auch Mietingers Amtsnachfolger – bei der sehnlichst erflehten, sogenannten „Taufe unfröhlicher Kinder“ ständig im Dilemma – es sei denn, das Neugeborene gab wenigstens noch minimale Lebenszeichen von sich.
Die „Taufe von Verstorbenen“ ist kein neuzeitliches Phänomen; es gab diesen Brauch bereits bei gnostisch-esoterischen Gruppen der ersten christlichen Jahrhunderte; später außerdem bei den „Neuapostolischen“ und vor allem bis heute systematisch bei den Mormonen, wobei diese Sekte sich – neben den „Offenbarungen“ ihres „Gründerpropheten“ Joseph Smith – auf Christi Predigt im jenseitigen „Gefängnis“ (1 Petr 3,18 f. und 4,6) beruft.
So heißt es zum Beispiel in 1 Petrus 4,6: „Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist.“
Diese beiden Bibelstellen können als Hinweis gesehen werden auf den Abstieg Jesu in die Unterwelt (mit der Erlösung der Gerechten des Alten Bundes), aber sie taugen nicht als Begründung für eine Totentaufe, die dort auch gar nicht erwähnt ist.
In diesem Punkt hat also der sonst sicherlich vorbildlich wirkende Wallfahrtspfarrer Mietinger, der hunderte „unfröhlicher“ Kinder taufte, sicherlich geirrt bzw. allzu zu sehr seinen „pastoralen“ Mitleidsgefühlen nachgegeben.
Eine bewegte und bewegende Geschichte
Es gab später allerdings für Bergatreute zudem noch schwerwiegende Probleme von staatlicher Seite, denn die Wallfahrt wurde in den Wirren von „Aufklärung“ und Säkularisation über ein halbes Jahrhundert lang durch die weltliche Obrigkeit untersagt.
Im „Namen des Königs“ wurde 1811 verfügt, daß das Dorf „nach den neuen Religionsgrundsätzen nicht mehr als Wallfahrt behandelt“ werde. Das als liberal bekannte Konstanzer Generalvikariat unter Wessenberg fand diese königliche Anordnung freilich „ganz entsprechend“ und genehmige sie offenbar gerne.
Erst ab 1866 konnte das glaubensfrohe Pilgerleben in Bergatreute wieder zu neuem Leben erwachen, wobei die stattliche Pfarrkirche das passende Ambiente bot. Das festlich wirkende Bauwerk mit Zwiebelturm gilt heute geradezu als Juwel der oberschwäbischen Barockstraße.
Von Bergatreute aus verbreitete sich die Andacht zu „Maria vom Blut“ mit jeweils ähnlichen Gemälde-Kopien in Schwaben und Vorarlberg, so etwa in Dillingen und Sonderhofen.
1889 wurde die Bergatreuter Kirche restauriert, wobei die Entfernung der wunderschönen Barock-Altäre vor allem durch den entschiedenen Widerstand von Bürgermeister Feuerstein (nomen est omen) verhindert wurde.
Während der NS-Diktatur kam es erneut zu staatlichen Repressalien: 1940 wurde die Prozession am Wallfahrtsfest durch die NSDAP verboten. Passend dazu sprach ein als Prediger angereister Stadtpfarrer über das Thema „Des Glaubens Licht, des Glaubens Nacht.“
In der ländlichen Pfarrgemeinde wird bis heute jährlich am 2. Juli, dem Hochfest der Heimsuchung Mariens, der traditionelle Wallfahrtstag „Maria vom Blut“ begangen. Pilger aus nah und fern strömen zur Festmesse und zur glaubensfrohen Prozession.
Die Madonna als „Sitz der Weisheit“
Die Gottesmutter wird hier vor allem mit dem altkirchlichen, bewährten Ehrentitel als „Sitz der Weisheit“ (sedes sapientiae) verehrt. Ein geistliches Schauspiel aus dem 18. Jahrhundert, das dem Bergatreuter Gnadenbild gewidmet ist, trägt ebenfalls diesen Titel.
Kein Geringerer als Kardinal Giovanni Lajolo verfaßte am 23.8.2008 ein eigenes Gebet zum Gnadenbild „Maria vom Blut“, das mit den Worten beginnt: „Maria, Mutter der Weisheit!“ – Diese Anrufung erinnert an das Heilszeichen ihres göttlichen Sohnes: „Sein Kreuz sei unsere Weisheit und unser Stärke.“
Der italienische Kardinal hat dem Buch eine ausführliche, theologisch vertiefende Betrachtung zum Thema „Maria als sedes sapientiae“ beigesteuert, ebenso der em. Erzbischof Dr. Karl Braun aus Bamberg.
Der Artikel des Kardinals ist betitelt mit jenen tiefsinnigen Worten, die auch auf dem Gnadenbild zu Bergatreute in einer dargestellten antiken Schriftrolle enthalten sind: „In gremio matris sedet sapientia patris“ – Im Schoß der Mutter sitzt die Weisheit des Vaters.
Zu den Co-Autoren des Buches zählt zudem Alt-Abt Dr. Emmeram Kränkl OSB aus Schäftlarn, der dort unter dem Leitwort „Glaube und Wunder“ über das „blutende Marienbild von Klattau“ schreibt. Dabei unterscheidet er sorgfältig zwischen einer ungesunden Wundersucht und jenem gläubigen Vertrauen auf unseren allmächtigen Gott, „der Wunder tut“.
Früher wurden Gebetserhörungen und Heilungen in einem „Mirakelbuch“ der Pfarrei aufgezeichnet. Heute gibt es Anliegenbücher, die in der Wallfahrtskirche ausgelegt sind, worin Gläubige ihre Sorgen, Bitten und ihren Dank niederschreiben können.
Auch das offizielle Wallfahrtslied von Pfarrer Wilhelm Scholter aus Bergatreute ist ganz von einem bodenständigen, starken und zuversichtlichen katholischem Glauben durchdrungen. Das dreistrophige Lied mit festlicher Melodie wendet sich an „Maria, du vom Blute, du Mutter treu und mild“ und fleht vertrauensvoll:
„Erbitt von Gott uns Frieden, erfleh uns Glaubensmut, deck uns mit deinem Mantel, Maria du vom Blut. Und hilf uns in den Stürmen, wenn sich die Wogen türmen, Maria, Maria, Maria du vom Blut.“In echt katholischer Haltung wird auch die Sterbestunde nicht verdrängt, wird der Tod mitten ins Leben und in den Glauben hineingeholt und der Fürsprache der Gottesmutter anvertraut:
„Maria voll der Gnaden, oh Mutter, du vom Blut: des Vaters Weisheit selber in deinem Schoße ruht. Zu ihm wollst uns geleiten, wenn wir vom Leben scheiden: Maria, Maria, Maria du vom Blut.“Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und KOMM-MIT-Verlags in Münster
ERSTVERÖFFENTLICHUNG dieser Rezension in der Zeitschrift “Theologisches” (Nr. 1-2/2013)
Eine BESTELLUNG des Buches ist direkt hier möglich.
Erstes Madonnengemälde: http://germania-catholica.blogspot.de/2006/09/das-gnadenbild-maria-vom-blute-in.html
Schwarze Madonna: polnisches Nationalheiligtum in Tschenstochau geschändet
Veröffentlicht: 10. Dezember 2012 Einsortiert unter: Maria und ihre Wallfahrtsstätten | Tags: Częstochowa, Madonna, Polen, Tschenstochau Schreibe einen Kommentar »Die katholische Kirche Polens verurteilt die Schändung der bedeutendsten Marien-Ikone des Landes, der Schwarzen Madonna von Tschenstochau. Der Erzbischof der südpolnischen Stadt, Waclaw Depo, rief nach der Entweihung des Heiligtums für den heutigen Montagabend zu einem Bußgebet auf. 
Er erklärte, solche Freveltaten seien Folge einer „seit längerer Zeit laufenden antikirchlichen und antichristlichen Hetzkampagne mancher politischer Gruppierungen und Medien“.
Ein 58-jähriger Mann hatte am Sonntag schwarze Farbe auf das durch eine Glasscheibe geschützte Gemälde gespritzt. Die Ikone blieb unversehrt. Der aus Niederschlesien stammende mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft.
Die Tschenstochauer Marien-Ikone wird in Polen bereits seit dem 17. Jahrhundert als Nationalheiligtum verehrt.
Das päpstliche Loreto-Weihegebet der Gläubigen auf dem Kongreß “Freude am Glauben”
Veröffentlicht: 22. September 2012 Einsortiert unter: Maria in Dogma und Kirche, Maria und ihre Wallfahrtsstätten | Tags: Aschaffenburg, Loreto, Madonna, Papst, Weihegebet Schreibe einen Kommentar »Der Kongreß Freude am Glauben in Aschaffenburg, der am vorigen Wochenende veranstaltet wurde, führte am Samstagabend eine Lichterprozession zu Ehren der Madonna durch.
Der Gebetszug führte die über tausend Gläubigen durch die Innenstadt Würzburgs in die Muttergottes-Kirche zur gemeinsamen Marienweihe und zur Anbetung des eucharistischen HERRN.
Als Weiheformular wurde das folgende Gebet verwendet, das Papst Benedikt am 1. September 2007 gesprochen hat, als er den italienischen Wallfahrtsort Loreto besuchte:
GEBET von PAPST BENEDIKT XVI.
Maria, Mutter des JA, du hast Jesus gehört
und kennst den Klang seiner Stimme und das Klopfen seines Herzens.
Morgenstern, sprich uns von IHM und
erzähle uns deinen Weg, damit wir IHM auf dem Weg des Glaubens folgen.
Maria, die du in Nazaret mit Jesus wohntest,
präge unserem Leben deine Gefühle ein,
deine Fügsamkeit, dein hörendes Schweigen,
und laß das Wort in Entscheidungen wahrer Freiheit erblühen.
Maria, sprich uns von Jesus, damit die Frische unseres Glaubens
in unseren Augen erstrahle und das Herz dessen erwärme, der uns begegnet,
wie du es getan hast, als du Elisabeth besuchtest,
die sich im Alter mit dir über das Geschenk des Lebens freute.
Maria, Jungfrau des Magnificat,
hilf uns, die Freude in die Welt zu tragen, und wie in Kana
sporne jeden jungen Menschen, der sich im Dienst an den Brüdern einsetzt, dazu an,
nur das zu tun, was Jesus sagen wird.
Maria, blicke auf die Agora der Jugend,
auf daß sie fruchtbarer Boden der Kirche sei.
Bitte, auf daß der gestorbene und auferstandene Jesus in uns neu geboren werde
und uns in eine Nacht voller Licht, voll von IHM verwandle.
Maria, Muttergottes von Loreto, Pforte des Himmels,
hilf uns, den Blick nach oben zu richten.
Wir wollen Jesus sehen, mit IHM sprechen,
allen Seine Liebe verkünden. Amen.
Foto: Dr. Bernd F. Pelz
Marianisches Jubeljahr zur 700-jährigen Verehrung des Madonnenbildes von Montevergine ausgerufen
Veröffentlicht: 7. September 2012 Einsortiert unter: CHRISTLICHES FORUM (über uns), Maria und ihre Wallfahrtsstätten | Tags: Kardinal Bertone, Madonna, Marianisches Jubeljahr, Montevergine Schreibe einen Kommentar »Kardinal Bertone zelebrierte eine Festmesse im Marienheiligtum der Benediktiner
Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone feierte am 1. September 2012 einen Festgottesdienst in der Benediktiner-Abtei Montevergine in der Provinz Avellino. Er betonte, die Würde der Gottesmutterschaft sei nicht die einzige Begnadigung für die Madonna gewesen; sie habe sich als Magd des HERRN verstanden und so sei sie für den Willen Gottes immer empfänglich gewesen.
Im Heiligtum von Irpinia eröffnete der Sekretär des Papstes das Marianische Jubeljahr, das Papst Benedikt XVI. anläßlich des 700-jährigen Bestehens der Verehrung des Madonnenbildes Unserer Lieben Frau von Montevergine ausgerufen hatte.
Zusätzlich zu diesem Jahrestag feierte die Benediktinergemeinschaft auch die Rückführung der Gottesmutter-Ikone in ihre Ursprungskapelle. Im Jahre 1960 war das Bild in das Innere der neuen Basilika des Heiligtums übergeführt worden.
Der Kardinal betonte die Heiligkeit und Vorzüglichkeit Mariens als Helferin Gottes, als Fürsprecherin und als Trost für alle Gläubigen, die sich vertrauensvoll an sie wenden.
Quelle: kath. Nachrichtenagentur ZENIT: www.zenit.org
Sonntag, 9. September: Wallfahrt auf den Steinknock im Bistum Bamberg
Veröffentlicht: 7. September 2012 Einsortiert unter: BRAUCHTUM, Folklore (relig.), CHRISTLICHES FORUM (über uns), Maria und ihre Wallfahrtsstätten | Tags: Hostienfund, Kapelle, Mistendorf, Otto Wohlleber, Steinknock, Wallfahrt Schreibe einen Kommentar »Am kommenden Sonntag, den 9. September, beginnt ab 14 Uhr die alljährliche Sakramentsprozession von der Pfarrkirche in Mistendorf bis zur neugotischen Kapelle auf dem Steinknock, die in idyllischer Landschaft gelegen ist, romantisch und einsam auf einer Anhöhe in einer Waldlichtung.
Dorthin pilgern Wallfahrer seit Jahrhunderten zur eucharistischen Anbetung und zur Verehrung der Gottesmutter. 
Der bodenständige Geistliche Otto Wohlleber ist seit über 30 Jahren Pfarrer von Mistendorf bei Strullendorf an der Grenze zur sog. “fränkischen Schweiz”. Er oder ein befreundeter Geistlicher trägt das Allerheiligste bei der Prozession auf den Berg hinauf und wieder hinunter zur Dorfkirche. Pfarrer Wohlleber leitet die Andacht, ein Ordensgeistlicher wird die Predigt halten.
Auch Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg besuchte vor drei Jahren den ländlichen Pilgerort und feierte anläßlich des 350-jährigen Jubiläums in der Kapelle eine Festandacht. Nur noch 16 Prozent der Katholiken würden regelmäßig am Sonntag die hl. Messe besuchen, bedauerte der Bamberger Oberhirte damals in seiner Predigt. Deshalb sei der Steinknock als Fingerzeig Gottes, die Eucharistie zu verehren, so wichtig.
Die Wallfahrtskapelle solle für die ganze Erzdiözese eine Einladung zur Verehrung des Allerheiligsten sein, betonte der Erzbischof.
Wenn wir auf den Wegen und Geboten Gottes und der Kirche bleiben, gelangen wir zum Hochzeitsmahl des ewige Lebens, erklärte Schick.
Daher müßten ehrwürdige eucharistische und marianische Stätten wie der Steinknock und bewährtes Brauchtum weiter gepflegt werden. Besonders bedankte er sich bei Ortspfarrer Otto Wohlleber, der sich seit mehreren Jahrzehnten um diese eucharistische Wallfahrtsstätte kümmert.
Pilger von nah und fern kommen das ganze Jahr über zur Wallfahrtskapelle, vor allem viele Gläubige aus dem Bamberger Umland, manchmal auch ganze Busse.
Von der Fastenzeit bis Ende Oktober ist die Kapelle sonntags und feiertags geöffnet; in dieser Zeit zelebriert Pfarrer Wohlleber jeden Donnerstag um 8 Uhr eine hl. Messe, die mit Andächtigen gefüllt bis überfüllt ist: manchmal stehen die Menschen sogar auf der Treppe vor dem kleinen Kirchlein.
Dort gibt es noch Glöcklein mit Handbetrieb, die Kapelle hat keinen elektr. Strom, aber Kerzen auf den Sitzbänken, damit die Leute etwas sehen können. Es gibt dort auch Maiandachten und Rosenkranz-Andachten im Oktober.
Die Wallfahrt auf den Steinknock geht auf einen wundersamen Hostienfund vor über 350 Jahren zurück:
Im Jahre 1659 war auf dem Steinknock von den Pfarrern Christoph Reinhard aus Mistendorf und Heinrich Hagedorn aus Geisfeld eine große Hostie in einem Eichenstock auf dem Steinknock gefunden worden - verborgen in einem Lederbeutel, der erstaunlicherweise völlig unversehrt war – ebenso wie die hl. Hostie.
Die beiden Geistlichen waren dorthin gegangen, weil die Konvertitin Maria Drechsler aus Zeegendorf, die zum katholischen Glauben übertrat, sie nach entsprechenden Visionen dazu gedrängt hatte.
An dem Fundort wurde eine kleine Holzkapelle errichtet und schon bald begannen die Wallfahrten: seitdem pilgern Menschen dorthin, um ihre Anliegen vor Gott zu bringen, die Gottesmutter um ihre Fürsprache anzurufen und für erlangte himmlische Hilfe zu danken.
Foto: Dr. Bernd F. Pelz
Weihbischof Stefan Zekorn über die Vielfalt der Gottesdienstformen und faszinierende Wallfahrtsstätten im Münsterland
Veröffentlicht: 30. August 2012 Einsortiert unter: CHRISTLICHES FORUM (über uns), KIRCHE + RELIGION aktuell, Maria und ihre Wallfahrtsstätten | Tags: Christus, Datteln, Dr. Stefan Zekorn, Firmvorbereitung, Kevelaer, Münster, Rosenkranz, Wallfahrtsstätten, Warendorf, Weihbischof Schreibe einen Kommentar »Im Februar 2011 wurde der Priester und Theologe Dr. Stefan Zekorn zum Bischof geweiht und als Weihbischof für die Region Münster-Warendorf eingesetzt.
Vorher war der 1959 in Datteln geborene Geistliche als Wallfahrtspfarrer in Kevelaer (siehe Foto) - nahe der holländischen Grenze - tätig.
In einem Interview mit der Bistumszeitung Kirche und Leben (Nr. 33/2012) betont der Weihbischof, daß es in der Firmvorbereitung “entscheidend darauf ankommt, die Jugendlichen in Kontakt mit Jesus zu bringen”.
Das Christentum sei keineswegs in erster Linie eine “soziologische Größe”, sondern vielmehr geprägt durch die “persönliche Verbindung zu Jesus Christus”.
Zudem erkärte Dr. Zekorn, wie wichtig es sei, in den Pfarrgemeinden die “Vielfalt der Gottesdienstformen neu zu entdecken”.
Das gelte nicht allein für neuere Gottesdienstformen junger Leute wie z.B. das Morgen- und Abendgebet in Früh- und Spätschichten, sondern auch für “wertvolle und tiefe überlieferte Gottesdienstformen, etwa den Rosenkranz oder den Kreuzweg.”
Der Weihbischof fügte hinzu: “Wir müssen manchmal vielleicht eine gewisse Schwelle überwinden: Nur weil etwas alt ist, ist es nicht unbedingt schlecht, sondern hat im Gegenteil einen tiefen Reichtum”.
Außerdem würdigt der Geistliche die Stadt Münster, das Münsterland und die dazugehörende Region Warendorf:
“Es lohnt sich, weil die Region in den Wallfahrtsorten und darüber hinaus viele kirchliche Schätze hat - und große landschaftliche Schönheiten.”
Der Weihbischof empfiehlt, “einfach mal die Wallfahrtsorte anzusteuern” - und er erinnert an Buddenbaum, Freckenhorst, Herzfeld, Stromberg, Telgte, Vinnenberg oder Warendorf.
Die berühmte, frühmittelalterliche Goldene Madonna ist “Patronin” des Bistums Essen
Veröffentlicht: 26. April 2012 Einsortiert unter: Maria und ihre Wallfahrtsstätten | Tags: Essen, Frühmittelalter, Madonna Schreibe einen Kommentar »Die täglich von zahlreichen Gläubigen und Pilgern verehrte Skulpur der Goldenen Madonna, im Ruhrpott auch „Essen sein Schatz“ genannt, ist gewissermaßen die „Patronin“ des Bistums Essen.
Zugleich ist die Goldene Madonna - sie steht in der Münsterkirche der Bischofsstadt – eines der eindrucksvollsten Kunstwerke des frühen Mittelalters; das Gnadenbild aus Essen ist das früheste vollplastische Marienbild überhaupt - neben dem Gerokreuz in Köln eine der ältesten Groß-Skulpturen des Mittelalters.
Die Skulptur entstand um 980 n. Chr. während der Amtszeit der Essener Äbtissin Mathilde, einer Enkelin von Kaiser Otto dem Großen; das eindrucksvolle Marienbild fällt damit in die ottonische Blütezeit des Essener Stiftes.
Die Augen von Mutter und Kind, die jedem Betrachter sogleich auffallen, bestehen jeweils aus leuchtend blauem Email und heben sich vom Goldton ab. Die Madonna ist thronend dargestellt, das majestätisch und erhaben wirkende Christkind auf ihrem Schoß blickt sie an; die Gottesmutter hingegen schaut auf den Betrachter.
Das Bildnis wurde bei den großen Prozessionen im Kirchenjahr mitgeführt, z.B. vor Christi Himmelfahrt und am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August.
Am Fest Mariä Lichtmeß wurde die Skulptur früher mit einer goldenen Krone versehen, ein Hinweis auf Maria als ‚regina coeli’, als Königin des Himmels. Das Mitführen der Figur in einer Prozession und die Krönung wurden erst vor wenigen Jahren aus konservatorischen Gründen aufgegeben.
Die Goldene Madonna zählt zu den wenigen bis heute erhaltenen Zeugnissen des mittelalterlichen Erbes der Stadt Essen; sie dokumentiert bis heute die kulturelle Blüte des Damenstiftes bzw Frauenklosters im 10. und 11. Jahrhundert, in der so herausragende Kunstwerke wie die Goldene Madonna entstanden.
Quellen: Domschatzkammer Essen. kath. Nachrichtenagentur Zenit
Gunzenheim: Wallfahrt für trauernde Eltern, die ein Kind verloren haben
Veröffentlicht: 3. März 2012 Einsortiert unter: Maria und ihre Wallfahrtsstätten | Tags: Gnadenbild, Wallfahrt, Walter Mixa 1 Kommentar »Ehem. Augsburger Oberhirte Dr. Walter Mixa ist dort als Seelsorger tätig
Die bis ins Jahr 1709 zurückreichende Wallfahrt zum Gnadenbild “Maria im Strahlenkranz” in der Kirche St. Thomas in Gunzenheim erlebt seit einiger Zeit eine Renaissance (Wiederbelebung, Wiederkehr). Das Kirchlein befindet sich in einem Weiler mit ca 300 Einwohner in einer malerischen Hügellandschaft (siehe Foto). Die kleine Wallfahrtsgemeinde gehört zum bayerischen Bistum Eichstätt. Die Ortschaft liegt vier Kilometer nordwestlich von Kaisheim.
Im Jahre 1671 erbauten die Gunzenheimer auf eigene Kosten eine Kapelle zu Ehren des hl. Thomas, die 1709 erweitert und mit Altarbildern geschmückt wurde. Anlaß hierfür waren viele Wallfahrer, die seit 1709 zu einer geschnitzten Madonna pilgerten – und dies so zahlreich, so daß vorübergehend sogar ein eigener Wallfahrtspriester eingesetzt wurde.
Nach fast einhundert Jahren aber erlosch die Wallfahrt und wurde im Visitationsbericht als „abgegangen“ verzeichnet. Zurück blieb das schmucke Kirchlein, das in den letzten Jahren gründlich renoviert wurde.
Urkundlich wird die Siedlung Gunzenheim, deren Name “Heim des Gunzo” bedeutete, bereits im Jahre 805 erwähnt. Damals ging Gunzenheim im Rahmen einer Schenkung an das im Bistum Mainz gelegene Kloster Lorsch über. Im Bauernkrieg 1525 schlossen sich die Gunzenheimer zunächst aufrührerischen Rotten aus Buchdorf und Sulzdorf an, doch ließen sie sich durch gütliches Entgegenkommen von Seiten des Klosters wieder beruhigen.
Zur Wiederbelebung der Wallfahrt findet jeweils am Herz-Maria-Sühnesamstag (erster Samstag im Monat) um 10.30 Uhr eine Eucharistiefeier mit Beichtgelegenheit ab 10 Uhr statt - und es ergeht eine besondere Einladung an Eltern, die ein Kind verloren haben.
Einladung zur Wallfahrt Gunzenheim
Eine stetig wachsende Zahl an Gläubigen aus nah und fern belegt das Interesse daran und freut sich über die seelsorgliche Mithilfe von Bischof em. Dr. Walter Mixa, dem früheren Oberhirten von Augsburg, der sich hierfür an seinem neuen Wohnort besonders einsetzt.
Quelle: ZENIT (kath. Nachrichtendienst), Webseite Gunzenheim-Wallfahrt
Wortlaut der Papst-Predigt in Etzelsbach (Eichsfeld) am 23.9.2011
Veröffentlicht: 23. September 2011 Einsortiert unter: AKTUELLES, Maria in der Heiligen Schrift, Maria und ihre Wallfahrtsstätten 2 Kommentare »MARIA als Modell für Selbsthingabe statt „Selbstverwirklichung“
Liebe Brüder und Schwestern!
Nun geht mein Wunsch in Erfüllung, das Eichsfeld zu besuchen und hier in Etzelsbach mit euch zusammen Maria zu danken. „Hier im trauten stillen Tal” - wie es in einem Wallfahrtslied heißt - und „unter den alten Linden” schenkt uns Maria Geborgenheit und neue Kraft.
In zwei gottlosen Diktaturen, die es darauf anlegten, den Menschen ihren angestammten Glauben zu nehmen, waren sich die Eichsfelder gewiss, hier am Gnadenort Etzelsbach eine offene Tür und eine Stätte inneren Friedens zu finden. Die besondere Freundschaft zu Maria, die daraus gewachsen ist, wollen wir – auch mit der heutigen Marienvesper – weiter pflegen.
Wenn sich Christen zu allen Zeiten und an allen Orten an Maria wenden, dann lassen sie sich dabei von der spontanen Gewissheit leiten, dass Jesus seiner Mutter ihre Bitten nicht abschlagen kann; und sie stützen sich auf das unerschütterliche Vertrauen, dass Maria zugleich auch unsere Mutter ist – eine Mutter, die das größte aller Leiden erfahren hat, alle unsere Nöte mitempfindet und mütterlich auf ihre Überwindung sinnt.
Wie viele Menschen sind Jahrhunderte hindurch zu Maria gepilgert, um vor dem Bild der Schmerzensreichen – wie hier in Etzelsbach – Trost und Stärkung zu finden!
Schauen wir ihr Bildnis an: Eine Frau mittleren Alters mit schweren Augenlidern vom vielen Weinen, den Blick zugleich versonnen in die Ferne gerichtet, als bewegte sie alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.
Auf ihrem Schoß liegt der Leichnam ihres Sohnes, sie fasst ihn behutsam und liebevoll, wie eine kostbare Gabe. Wir sehen die Spuren der Kreuzigung auf seinem entblößten Leib. Der linke Arm des Toten weist senkrecht nach unten. Vielleicht war die Skulptur der Pietà - wie oft üblich – ursprünglich über einem Altar aufgestellt. Der Gekreuzigte weist so mit seinem ausgestreckten Arm auf das Geschehen auf dem Altar hin, wo das heilige Opfer, das er vollbracht hat, in der Eucharistie zur Gegenwart wird.
Eine Besonderheit des Gnadenbilds von Etzelsbach ist die Lage des Gekreuzigten. Bei den meisten Pietà-Darstellungen liegt der tote Jesus mit dem Kopf nach links. Der Betrachter kann so die Seitenwunde des Gekreuzigten sehen. Hier in Etzelsbach jedoch ist die Seitenwunde verdeckt, weil der Leichnam gerade nach der anderen Seite ausgerichtet ist.
Mir scheint, dass sich in dieser Darstellung eine tiefe Bedeutung verbirgt, die sich erst in ruhiger Betrachtung erschließt: Im Etzelsbacher Gnadenbild sind die Herzen Jesu und seiner Mutter einander zugewandt; sie kommen einander nahe. Sie tauschen einander ihre Liebe aus. Wir wissen, dass das Herz auch das Organ der feinsten Sensibilität für den anderen wie auch des innigsten Mitgefühls ist. Im Herzen Marias ist Platz für die Liebe, die ihr göttlicher Sohn der Welt schenken will.
Die Marienverehrung konzentriert sich auf die Betrachtung der Beziehung zwischen der Mutter und ihrem göttlichen Sohn. Die Gläubigen fanden immer wieder neue Aspekte und Attribute, die uns dieses Geheimnis besser erschließen könnten, z.B. im Bild des Unbefleckten Herzens Marias als Symbol der tiefen und vorbehaltlosen Einheit der Liebe mit Christus.
Nicht die Selbstverwirklichung schafft wahre Entfaltung des Menschen, wie es heute als Leitbild des modernen Lebens propagiert wird, das leicht in einen verfeinerten Egoismus umschlagen kann. Vielmehr ist es die Haltung der Hingabe, die auf das Herz Marias und damit auch auf das Herz des Erlösers ausgerichtet ist.
„Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind” (Röm 8,28), so haben wir eben in der Lesung gehört. Gott hat bei Maria alles zum Guten geführt - und er hört nicht auf, durch Maria das Gute sich weiter ausbreiten zu lassen in der Welt.
Vom Kreuz herab, vom Thron der Gnade und der Erlösung, hat Jesus seine Mutter Maria den Menschen zur Mutter gegeben. Im Moment seiner Aufopferung für die Menschheit macht er Maria gleichsam zur Vermittlerin des Gnadenstroms, der vom Kreuz ausgeht.
Unter dem Kreuz wird Maria zur Gefährtin und Beschützerin der Menschen auf ihrem Lebensweg. „In ihrer mütterlichen Liebe trägt sie Sorge für die Brüder und Schwestern ihres Sohnes, die noch auf der Pilgerschaft sind und in Gefahren und Bedrängnissen weilen, bis sie zur ewigen Heimat gelangen” (Lumen Gentium, 62). Ja, wir gehen durch Höhen und Tiefen, aber Maria tritt für uns bei ihrem Sohn ein und vermittelt uns die Kraft der göttlichen Liebe.
Unser Vertrauen auf die wirksame Fürsprache der Gottesmutter und unsere Dankbarkeit für die immer wieder erfahrene Hilfe tragen in sich selbst gleichsam den Impuls, über die Bedürfnisse des Augenblicks hinauszudenken. Was will Maria uns eigentlich sagen, wenn sie uns aus der Not errettet?
Maria will uns helfen, die Weite und Tiefe unserer christlichen Berufung zu erfassen. Sie will uns in mütterlicher Behutsamkeit verstehen lassen, dass unser ganzes Leben Antwort sein soll auf die erbarmungsreiche Liebe unseres Gottes.
Begreife – so scheint sie uns zu sagen – , dass Gott, der die Quelle alles Guten ist und der nie etwas anderes will als dein wahres Glück, das Recht hat, von dir ein Leben zu fordern, das sich rückhaltlos und freudig seinem Willen überantwortet und danach trachtet, dass auch die anderen ein Gleiches tun.
„Wo Gott ist, da ist Zukunft” – in der Tat: Wo wir Gottes Liebe ganz über unser Leben wirken lassen, dort ist der Himmel offen. Dort ist es möglich, die Gegenwart so zu gestalten, dass sie mehr und mehr der Frohbotschaft unseres Herrn Jesus Christus entspricht. Dort haben die kleinen Dinge des Alltags ihren Sinn - und dort finden die großen Probleme ihre Lösung. Amen.
Buch-TIP: „Wenn Tote wieder leben“
Veröffentlicht: 31. August 2011 Einsortiert unter: BÜCHER / Publikationen, BIBEL und KATECHESE, Bonnke Reinhard (Starprediger), Maria und ihre Wallfahrtsstätten, Pfingstlertum / Charismatik Schreibe einen Kommentar » Buch-Daten: Francois Reckinger Wenn Tote wieder leben Wunder: Zeichen Gottes oder PSI? Verlag Ursula Zöller (Aschaffenburg) 190 Seiten, ISBN 3-928736-06-X, Preis 12,80 €Dieses profunde Sachbuch über „Wunder: Zeichen Gottes oder PSI?“ verdient weiteste Verbreitung, denn es verbindet kritische Sachlichkeit und wissenschaftliche Gründlichkeit mit einer prinzipiellen theologischen Bejahung von Wundern als übernatürlichem Eingriff Gottes in die Naturgesetze.
Francois Reckinger, katholischer Priester und Schriftsteller aus Luxemburg, ist als Autor fundierter Sachbücher bekannt. Sein Buch „Wenn Tote wieder leben“ überzeugt durch nüchterne Präzision bei gleichzeitigem Bekenntnis zum Wunderwirken Gottes in Geschichte und Gegenwart.
Der Autor belegt zunächst die Wirklichkeit biblisch bezeugter Wunder, durch die sich der göttliche Anspruch Christi und das Heilshandeln Gottes klar erweist. Freilich hat das katholische Lehramt die Möglichkeit göttlicher Wunder auch nach der Himmelfahrt Christi stets verkündet. Dabei hat die Kirche zugleich strenge Maßstäbe in der Beurteilung von Einzelfällen angelegt – weit entfernt von jeder schwärmerischen Wundersucht.
Der Verfasser vermeidet ebenfalls beide Abirrungen: sowohl Wundersucht wie Wunderflucht, Leichtgläubigkeit ebenso wie Unglaube. Eben diese nüchterne und zugleich glaubenserleuchtete Haltung macht das Buch für Katholiken – aber auch für Christen anderer Konfessionen - wertvoll, interessant und aufschlußreich.
Pfr. Reckinger geht auch auf die Möglichkeit dämonisch bewirkter „Wunder“ ein, die man auch als „Lügenwunder“ bezeichnen könnte. Die Heilige Schrift warnt mehrfach vor satanisch verursachten „Zeichen und Wundern“ (zB. in Mt 24,24 - Thess 2,9 – Off 13,12)
In den von Kardinal Prosper Lambertini (dem späteren Papst Benedikt XIV.) bereits im Jahre 1738 vorgelegten Unterscheidungs-Kriterien heißt es, daß sich göttliche Wunder von dämonischen Täuschungswundern unterscheiden „aufgrund ihrer Wirkung, ihres Nutzens, ihrer Art und Zielsetzung, aufgrund der (das „Wunder“) vermittelnden Person und des gegebenen Anlasses.“ - Zur Begründung heißt es dort, daß „Gott keine Wunder wirkt, die gemein, lächerlich und unnütz (…), unanständig, obszön in sich selber oder in ihren Auswirkungen wären.“
Häufiger als satanische Lügenwunder sind wohl jene Scheinwunder, die sich psychologisch bzw. „parapsychologisch“ erklären lassen, also auch ohne außernatürliche Ursachen zustande kommen können. Hierzu gehören neben dem bekannten Placebo-Effekt etwa jene „Heilungen“, die nur vorübergehend anhalten bzw. nicht die Ursache beseitigen, sondern lediglich zeitweise das Schmerzempfinden verbessern.
Der Autor zieht hier mit gutem Grund die wissenschaftlichen Forschungen von Prokop/Wimmer (einem Rechtsmediziner und einem Richter) heran, die sich gründlich und kritisch mit „Heilungsphänomenen“ im esoterischen und „parapsychologischen“ Spektrum befassen – und abergläubische Legenden mit Recht bekämpfen. Nicht der Unglaube allein ist ein Feind des Glaubens, sondern mindestens ebenso stark auch der Aberglaube!
Außerdem befaßt sich Pfr. Reckinger mit Tricks und haltlosen Behauptungen hinsichtlich der angeblich so zahlreichen „Heilungswunder“ im freikirchlich-charismatischen Bereich. Die entsprechende Kapitel.-Überschrift „Heilungswunder außerhalb der katholischen Kirche“ ist allerdings nicht präzise gewählt, denn „charismatisch“ geprägte Heilungen, die wissenschaftlichen Kriterien nicht standhalten, kommen auch in der katholisch-charismatischen Szene vor, wenngleich diese sicherlich zahlenmäßig geringer ist als in protestantischen Konfessionen, von pfingstlerischen „Freikirchen“ mit ihren enthusiastischen „Evangelisten“ ganz zu schweigen.
Als Beispiel für betrügerische Schaumschlägerei in diesem Spektrum erwähnt der Autor den sog. „Rollstuhltrick“:
„Für den amerikanischen Bereich bezeugen die beiden (…) Autoren aus den USA, J. Randi und Th. Straub, mehrfach denselben Sachverhalt. Der Erstgenannte, von Beruf Zauberkünstler, fügt dem die Enthüllung unglaublicher Tricks hinzu, mit denen eine ganze Reihe von Evangelisten offenbar Wunderheilungen vortäuschen.
Dazu gehört vor allem der „Rollstuhltrick“: Teilnehmer, die am Stock gehen, jedoch zu Fuß in den Versammlungssaal gekommen sind, werden von Mitarbeitern gebeten, in bereitgestellten Rollstühlen Platz zu nehmen. Im Verlauf des „Gottesdienstes“ spricht der Evangelist dann zu ihnen: „Im Namen Jesu sage ich Dir: Steh auf und gehe!“ – was die Angesprochenen unter den genannten Voraussetzungen natürlich spielend vermögen.
Blindenheilung wird aufgrund der Tatsache vorgetäuscht, daß viele, die einen Blindenpaß besitzen und einen weißen Stock benutzen, nicht völlig blind sind und daher sehr wohl sehen können, wie viele Finger ihnen der Evangelist unmittelbar vor die Augen hält – was als Beweis ihrer Heilung ausgegeben und von den Teilnehmern beklatscht wird.“ (S. 75 f.)
Pfr. Reckinger befaßt sich sodann mittels eigener Recherchen sowie aufgrund von diverser Fachliteratur mit angeblichen „Heilungswundern“ prominenter Charismatiker wie Reinhard Bonnke und John Wimber sowie der amerikanischen „Heilungsevangelistin“ Kathryn Kuhlman, wobei gerade letztgenannte laut Aussage des Arztes Dr. W. A. Nolen den „Rollstuhl-Trick“ praktiziert haben soll. Auch die beiden erwähnten schwarmgeistigen „Starprediger“ können kein einziges wirkliches Wunder aufweisen, sobald ihren großspurig verkündeten „Heilungserfolgen“ gründlich auf den Zahn gefühlt wird.
Während derart unseriöse Phänomene im charismatischen Lager gang und gäbe sind, hat sich das Lehramt der katholischen Kirche stets um nüchterne und strenge Maßstäbe für die Anerkennung eines „göttlichen Wunders“ bemüht.
Der Verfasser listet die bekannten Kriterien von Kardinal Lampertini bzw. Benedikt XIV. auf, die 1734 veröffentlicht wurden und als Bedingungen für die kirchliche Anerkennung von Heilungswundern im Rahmen von Seligsprechungsverfahren gelten (S. 113).
Daraus geht hervor, wie nüchtern und präzise die Kirche bereits vor Jahrhunderten vorging, um jeder Wundersucht oder Leichtgläubigkeit vorzubeugen. Die strikten Lambertini-Kriterien lauten im wesentlichen wie folgt:
1. Es muß sich um eine schwere Krankheit handeln, die unheilbar oder nur schwer heilbar ist. 2. Es darf keine erhebliche Besserung vorausgegangen sein. 3. Es dürfen keine Medikamente zur Heilung der Krankheit verabreicht worden sein – oder es muß feststehen, daß sie zu keinem Ergebnis in diesem Sinn geführt haben. 4. Die Heilung muß plötzlich oder nahezu plötzlich erfolgt sein, ohne den bei natürlichen Heilungen üblichen Genesungsprozeß. 5. Die Heilung muß vollständig sein. 6. Sie muß dauerhaft sein, d.h. es darf kein Rückfall in dieselbe Krankheit stattgefunden haben.Pfr. Reckinger befaßt sich sodann ausführlich und durchaus kritisch mit den zahlreichen medizinisch unerklärbaren Heilungen von Lourdes. Dabei weist er darauf hin, daß nicht jedes Phänomen, das sich medizinisch nicht oder noch nicht erklären läßt, unbedingt als göttliches Wunder anzusehen ist.
Gleichwohl ergeben sich im Zusammenhang mit Lourdes eine große Zahl von Heilungen, die man auch bei gründlichster und kritischer Untersuchung mit einer großen Wahrscheinlichkeit als göttliches Wunder wird würdigen können.
Interessant ist in diesem Zusammenhang des Autors faktenstarke Widerlegung von wesentlichen Passagen des antikatholischen Romans „Lourdes“ von Emile Zola, der 1894 veröffentlicht wurde (S.188 f.).
Wenngleich kein Katholik verpflichtet ist, an Marienerscheinungen in Lourdes oder an dort stattfindende Wunder zu glauben, so brauchen Katholiken sich wahrheitswidrige Attacken von gegnerischer Seite nicht bieten lassen. Auch insoweit ist die Aufklärungsarbeit des Verfassers anerkennenswert und verdienstvoll.
Etwas ungeschickt erscheint freilich die Einbandgestaltung des Buches: Die Titelseite präsentiert ein großes, zudem etwas trist wirkendes Schwarz-Weiß-Bild der Lourdes-Grotte, auf der hinteren Umschlagseite ist ein Foto der hl. Bernadette zu sehen, der Visionärin von Lourdes. Folglich entsteht auf den ersten Blick der Eindruck, es handle sich hier um ein Marienbuch bzw. speziell um ein Lourdes-Buch, nicht um eine grundsätzliche Studie zu Wundern und Wunderheilungen, wobei die Lourdes-Thematik lediglich einen Teil der Ausführungen umfaßt.
Das gesamte Buch überzeugt gleichwohl durch profunde Sachlichkeit und Gründlichkeit, durch den echt katholischen Geist einer nüchternen und gläubigen Vernunft jenseits modernistischer Wunderleugnung oder schwärmerischer Wundersucht.
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster




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