Die „Gleichstellungspolitik“ ist ein Kennzeichen wachsender Elternfeindlichkeit

Pressemeldung des Vereins Familienarbeit eV:

Unser Verband kämpft seit 35 Jahren für die wirtschaftliche Wieder-Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistung, nicht zuletzt, um der fortschreitenden ideellen Abwertung entgegenzuwirken.  frage

Die „Gleichstellungspolitik“ der Bundesregierung versucht dagegen die wirtschaftliche Anerkennung der Eltern-Leistung durch ideelle Diffamierung zu verhindern. – Selbst führende Politiker verwenden dazu parentophobe (elternfeindliche) Begriffe wie „Herdprämie“.

Grundlage für diese Entwicklung ist die jahrzehntelange wirtschaftliche Abwertung der elterlichen Kindererziehung durch unser Sozialrecht (Stichwort Rentenreform 1957).

Der Jahrtausende alte Generationenvertrag zwischen Eltern und Kindern wurde auf den Kopf gestellt, indem Eltern in der Regel gegenüber den Kindern geringere Rentenansprüche erwerben als Erwerbstätige ohne Kinder. - Nach dieser wirtschaftlichen Abwertung der Erziehungsarbeit wurde der Weg frei für die ideelle Abwertung, was jetzt in der Gender-Mainstreaming-Ideologie gipfelt.

Es ist daher nur konsequent, wenn wir uns mit dieser Ideologie auseinandersetzen.

Der Beitrag des Kriminologen Prof. Michael Bock verdeutlicht, dass es sich bei „Gender-Mainstreaming“ nicht um eine Bewegung der Basis, also „von unten“, handelt, sondern um etwas, was den Menschen „von oben“ aufgedrängt werden soll, wobei ein totalitärer Anspruch gestellt wird, der andere Meinungen nicht mehr gelten lässt, sondern diffamiert:

http://www.kellmann-stiftung.de/index.html?/beitrag/Bock_Gender.htm

Prof. Christof Rädel stellt die „kaum verschleierte wirtschaftliche Zielsetzung“ von Gender Mainstreaming heraus, wobei das Wohl der Kinder unter die Räder kommt.

http://www.zukunft-ch.ch/de/themen/ehe_und_familie/?newsid=1745

„Gender Mainstreaming“ ist nach dem Amsterdamer Vertrag offizielle Politik der EU (seit 1999) und wird von der Bundesregierung unter der Bezeichnung „Gleichstellungspolitik“ propagiert. Das soll Gleichberechtigung vortäuschen. Gemeint ist aber etwas ganz anderes.  SDC12294

Gemeint ist vor allem eine gleiche Beteiligung am Erwerbsleben ohne Rücksicht auf den Willen der Betroffenen und ohne Achtung der elterlichen Erziehungsleistung.

Staatlich verordnete Bevormundung der Mütter

Das vermittelt den Eindruck, Gleichberechtigung sei nur durch Erwerbsarbeit möglich. So wird die gesetzlich fixierte wirtschaftliche Minderbewertung der Elternleistung auch ideologisch festgezurrt, statt sie zu beheben. Mütter und Väter, die sich um ihre Kinder kümmern, können so nie „gleichberechtigt“ sein.

Diese „Gleichstellungspolitik“ bedeutet im Klartext: Staatlich verordnete Bevormundung.

Die Abwertung der Erziehungsleistung wird sogar beim Elterngeld deutlich:

Mütter oder Väter, die vor einer Geburt bereits kleine Kinder betreut haben, werden deshalb aufgrund der Einkommensbezogenheit des Elterngeldes mit dem Minimalbetrag abgespeist. Das ist eine gezielte Diskriminierung von Eltern mit zweitem oder weiterem Kind. Elternliebe wird regelrecht bestraft. Leidtragende sind vor allem die Kinder.

Da vom Bundesverfassungsgericht Beschwerden gegen diese Diskriminierung von Eltern „nicht zur Entscheidung angenommen“ werden, unterstützt unser Verband eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, weil das Elterngeldgesetz nach unserer Meinung auch gegen die Europäische Menschenrechts-Konvention (Art. 8 und 14) verstößt.

Da die Kosten unseren Verband überfordern, erbitten wir zu diesem Zweck weiter Spenden

auf das Konto Verband Familienarbeit e.V., Volksbank Schwarzwald Baar Hegau
IBAN DE47 6949 0000 0025 4109 04  BIC: GENODE61VS1 (Stichwort: Elterngeld)

Kontakt:  Dr. Johannes Resch, stellv. Vorsitzender 
Tel: 063469890628
http://www.familienarbeit-heute.de

 


Baden-W.: Wahlfreiheit und Elternrecht durch Ganztagsgrundschule gefährdet

Pressemitteilung des EAK der CDU Rems-Murr:

„Wer A sagt zur Wahlfreiheit der Eltern in der vierten Grundschulklasse über die künftige Schule ihrer Kinder, der muss auch B sagen zur Wahlfreiheit der Eltern über den Ganztagsunterricht an Grundschulen“. # Pressefoto neu

Mit diesen Worten kommentierte David Müller (siehe Foto), Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Rems-Murr, die gestrige Entscheidung der grün-roten Landtagsmehrheit zur Änderung des Schulgesetzes.

Viele Eltern von Grundschulkindern wollten nicht, und dies mit berechtigten Gründen, dass ihre Kinder ganztags und dann sogar noch verpflichtend die Schule besuchen müssten.

Verfassung garantiert Erziehungsrecht der Eltern

Eine Verpflichtung zum ganztägigen Grundschulbesuch stelle in jedem Fall einen massiven Eingriff in das vorrangige, durch die Verfassung garantierte Recht der Eltern zur Betreuung und Erziehung ihrer Kinder dar.

„Ich fordere die Eltern und vor allem auch die Gemeinderäte auf, jetzt die Einrichtung von Ganztagsgrundschulen sehr kritisch zu prüfen und nicht nur einer parteipolitisch motivierten Entscheidung nachzulaufen“, sagte David Müller.

Die vielerorts vorhanden flexiblen Betreuungslösungen erreichen wesentlich besser die individuellen Bedürfnisse der Familien als eine starre Ganztagsform.

Die kommunalen Mandatsträger müssten vor ihrer Entscheidung objektiv klären, ob und gegebenenfalls in welcher Größenordnung überhaupt ein Bedarf für eine Ganztagsgrundschule vorliege. Dabei sollten auch die einmaligen und dauernden finanziellen Folgen der Einrichtung einer Ganztagsschule nicht außer Betracht gelassen werden.

Und nicht zuletzt müssten die Gemeinderäte sich ernsthaft Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen eine Ganztagsschule auf die Jugendarbeit der örtlichen Vereine und Kirchengemeinden, auf die Musikschulen und vergleichbare Einrichtungen haben könne.

„Es mag Fälle geben, in welchen eine Ganztagsgrundschule von Vorteil für ein Kind sein kann“, so David Müller. Es sei aber überzogen, daraus den Schluss zu ziehen, Ganztagsschulen und dann sogar noch in verbindlicher Form seien besser für alle Kinder.  

David Müller, Vorsitzender des EAK der CDU Rems-Murr
Stellv. Landesvorsitzender des EAK der CDU Baden-Württemberg

Stuttgart: Vierte Elternrechts-Demonstration erneut von Linksradikalen gestört

Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Unter Polizeischutz haben am 28. Juni rund 700 Bürger in Stuttgart gegen den künftigen “Bildungsplan” der grün-roten Landesregierung protestiert. StuttgartJuni20141a#

Sie lehnen die geplante Werbung für die “Akzeptanz sexueller Vielfalt” an den allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg ab. Die Demonstration und der anschließende Marsch durch die Innenstadt wurde von mehr als 800 Polizisten geschützt.

Etwa 100 schwarz gekleidete und teilweise vermummte Gegendemonstranten  –  laut Polizei „mutmaßliche Angehörige des linken Spektrums“  –  versuchten, die Versammlung zu stören. Die Gesetzeshüter setzten Hiebwaffen und Pfefferspray ein und stellten die Personalien fest.

Bei einigen wurden Böller und Schutzausrüstungen gefunden. Sie müssen mit Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz rechnen. Stuttgart 036a

Bei drei früheren Demonstrationen war es ebenfalls zu massiven Angriffen von Befürwortern des Bildungsplans gekommen.

Zu dem Protest aufgerufen hatte das Aktionsbündnis „Demo für alle“, zu dem sich 17 Gruppen zusammengeschlossen. Mehrere Redner forderten, dass die Sexual- und Werteerziehung den Eltern überlassen bleiben müsse.

Die katholische Publizistin Birgit Kelle sagte, nicht nur Homosexuelle erwarteten Akzeptanz, sondern z.B. auch Menschen, die an Gott glauben.

Der Vorsitzende des Forums Deutscher Katholiken, Prof. Dr. Hubert Gindert, bezeichnete die Proteste gegen den Bildungsplan als einen „Kulturkampf“, der weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinausreiche.

Quelle: http://www.idea.de

Fotos: Mathias von Gersdorff


Gibt es Schöneres und Wichtigeres auf der Welt als die Liebe zum Kind ?

Von Almut Rosebrock

Mein Grundanliegen (auch durch das Aktionsbündnis “Gerne leben mit Kindern”, http://www.glmk.de) ist es, eine stärkere Wertschätzung für die Familienarbeit zu erreichen! 

Almut Rosebrock

A. Rosebrock

Ich vermisse das Nachdenken über FREIHEIT und SELBSTBESTIMMTES LEBEN in unserem Lande.

Erwerbsarbeit und Konsum scheinen alles zu sein, was für die Politik zählt. Darunter geht sehr viel an MENSCHLICHKEIT verloren. Das erlebe ich sowohl in meiner ehrenamtlichen Arbeit mit Senioren wie auch in meiner eigenen Beschäftigung mit Kindern  -  meinen eigenen (Junge und Mädchen, 15 und 13), sowie kleineren Kinder, Babies und deren Familien / Eltern.

Der gewaltige, von der Politik ausgelöste Erwerbsdruck bereits für junge Mütter führt dazu, dass Mütter sich zunehmend überlastet fühlen, in Depressionen rutschen. Partnerschaften zerbrechen unter der Bedrängung und dem STRESS, der zur NORMALITÄT erklärt wird.

Die komplexen Wachstums-und Vernetzungsvorgänge im Gehirn der 0 bis 3-Jährigen (Gehirn bei Geburt 30%, mit 3 Jahren 90%!) erfordern, um gut verlaufen zu können, optimale Bedingungen in puncto Geborgenheit, verlässliche Bezugsperson, Liebeserfahrung, Zugewandtsein.

Die derzeitig massiv propagierte frühe Krippen- oder Tagesmutterbetreuung (wie in der DDR!) nimmt den Eltern das Selbstbestimmungsrecht und die Freiheit! 0035

Es gibt nicht Schöneres und Wichtigeres auf der Welt, als ganzheitlich und voller LIEBE für sein eigenes Kind da zu sein und zu sorgen.

Es ist eine GEFAHR für unsere Zukunft, dass man Müttern sozusagen den angeborenen Schutzinstinkt für ihre Kleinen auszutreiben versucht. Die immer wiederkehrende Trennung von der primären Bezugsperson ist sowohl für diese wie besonders für das KIND eine riesige Belastung, ein STRESSFAKTOR.

Bei Stress wird Cortison ausgeschüttet. Cortison behindert das optimale Wachstum. Das (notwendige) Hirnwachstum der Kleinen ist nur eingeschränkt möglich!

Eltern müssen die WAHL haben – und auch dann gefördert werden, wenn sie sich für die risikoärmere Eigenbetreuung der U3-Kinder entscheiden!

Das Reden von der angeblich notwendigen “frühkindlichen BILDUNG” ist eine Lüge. Gesunde frühkindliche BINDUNG ist die Grundlage für das gesamte spätere Leben,
für Motivation, Lerneifer, Beziehungsfähigkeit, gesundes Selbstbewusstsein.

Anstatt ständig KRIMIS und Mord und Totschlag im Fernsehprogramm zu haben, sollte man dort mal positive Beispiele für GELINGEDES LEBEN, Familienleben, Erziehen, Generationenverbindung sehen können.

Almut Rosebrock, kritische Bürgerin, Christin, Mutter, Apothekerin
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Almut Rosebrock, Rheinblick 1 in 53343 Wachtberg, http://www.glmk.de


“Diversity-Revolution” von oben: Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik

Mathias von Gersdorff

In den letzten Monaten mußte die Union oft den Vorwurf hören, sie ließe sich in der Gestaltung der Politik der Großen Koalition von der SPD über den Tisch ziehen. stuttgart 009a

Tatsächlich: Egal, ob es um die Rente mit 63, die Erweiterung der Frauenquote, den Mindestlohn oder andere Themen, die in den letzten Monaten regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt haben, geht: Die SPD ist federführend.

FOTO: M. von Gersdorff als Redner der Stuttgarter Elternrechts-Demonstration

Es lohnt sich aber auch ein Blick auf die Nebenschauplätze der Politik, denn dort sieht es nicht besser aus.

Vor allem Manuela Schwesig (SPD), die neue Familienministerin, vollzieht einen ungeheuren Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik, der selbst für SPD-Verhältnisse atemberaubend ist. Der Union scheint das egal zu sein  -  oder sie stellt sich dumm.

In einem Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten erklärt Schwesig, was aus ihrer Sicht Familie ist:

„Die Familien heute sind bunt, sie sind vielfältig. Familie ist für mich da, wo Menschen füreinander partnerschaftliche Verantwortung übernehmen. Das können Paare sein mit Trauschein oder ohne, das sind Alleinerziehende, aber auch die Patchwork- und Regenbogenfamilien. Zu Familien zählen auch Singles und diejenigen, die pflegebedürftige Angehörige haben.“ BILD0222

Wahrlich eine krude Definition dessen, was Familie bedeutet.

Diese Definition ist nicht nur von jener der Union weit entfernt („Familie ist überall dort, wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern dauerhaft Verantwortung tragen“), sondern sogar von jener der SPD:

Für die SPD ist Familie dort, ‘wo Kinder sind und wo Lebenspartner oder Generationen füreinander einstehen’. Diese Definition ist zwar nicht richtig, aber akzeptiert immerhin noch die Tatsache, daß Familie irgendetwas mit Fortpflanzung und Erziehung zu tun hat.

Laut Schwesig soll man sich aber definitiv von der Vorstellung befreien, Familie sei auf der Grundlage der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründet.

Wie New-Age-Geschwafel hört es sich an, wenn sie sagt: „In einer Familie kommt es darauf an, daß man mit Liebe und Respekt miteinander umgeht und Zeit füreinander hat –  egal, ob Paare heterosexuell sind oder homosexuell. Die Beziehung zu Kindern basiert auf Liebe und Vertrauen, und das können alle Menschen geben.“ SDC12294

Besonders glücklich scheint Manuela Schwesig zu sein, wenn sie nette Worte an Homosexuelle richten kann. In dieser Kolumne wurde schon thematisiert, daß sie die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare forderte, nachdem sich ein Fußballer outete.

Während der Koalitionsverhandlungen mit der Union drohte sie mit dem Abbruch der Gespräche, falls man die homosexuellen Partnerschaften nicht voll der Ehe gleichstellte. Darauf konnten sich die Christdemokraten natürlich auf keinen Fall einlassen.

Dennoch ist es erstaunlich, daß sie sich unter diesen Umständen mit der Ernennung Schwesigs zur Familienministerin abgefunden haben.

Das Volk bejaht die Ehe, Schwesig hofiert Randgruppen

Aufgrund ihrer Sympathie für die politischen Forderungen der Homosexuellenverbände kann sie es nicht lassen, immer wieder gegen die Gegner des baden-württembergischen „Bildungsplanes 2015“ zu wettern.

Mitte März dieses Jahres, als die Debatte um den Bildungsplan hohe Wellen schlug, bezeichnete sie in einer Veranstaltung des Bundesfamilienministeriums zusammen mit dem Lesben- und Schwulen-Verband Deutschland (LSVD) die Vorstellungen der Bildungsplangegner als „absurd“.

In einer Videobotschaft zur „Europäischen Konferenz für Regenbogenfamilien“ zeigte sie sich „fassungslos“ über die Homophobie in Deutschland und sagte:

„Gerade in bezug auf die Ausbildung unserer Kinder in den Schulen gibt es viele verstörende Diskussionen – auch hier in Deutschland. In einem Bundesland gibt es aktuell doch tatsächlich eine Debatte darüber, ob das Thematisieren von sexueller Vielfalt im Rahmen des Sexualkundeunterrichts dazu führen könnte, daß man Jugendliche zu Homosexuellen ‘erzieht’.“ DSC03298a

Schwesig behauptet im Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten, heute würden die Menschen eben gerne in unterschiedlichen „Familienformen“ leben. Doch das stimmt nicht, wie Statistiken zeigen.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen glaubt an die Ehe. 98 Prozent der Männer und 95 Prozent der Frauen würden gerne verheiratet sein. Ihre Vorgängerin, Kristina Schröder, erklärte mit dem Familienreport 2012 am 1. Januar 2013 in Berlin, daß drei Viertel aller jungen Deutschen sich eine Familie wünschen. Für 80 Prozent gehört Familie zum persönlichen Glück dazu.

Die Politik müßte eigentlich dafür sorgen, daß stabile echte Ehen und Familien entstehen. Doch das will Schwesig aus ideologischen Gründen nicht.

Inzwischen versucht sie den Begriff „Diversity“ fest in der Politik zu verankern. „Diversity“ ist zum Überbegriff der neuen linken Gesellschaftspolitik geworden. Die linken Gesellschaftsingenieure streben nämlich nicht nur an, die „sexuelle Vielfalt“ als Norm zu etablieren, sondern Vielfalt in jeglicher Hinsicht, was einer kompletten Dekonstruktion traditioneller Normen entspricht.

Linke Strategie: Traditionelle Werte zersetzen

Dahinter steckt die Idee, daß Identität nicht fix sei, sondern ein Fluidum  –  ein Modegedanke bei Linken. Die Identität sei einem nicht gegeben, sondern sei in ständiger Bewegung, durch äußere Einflüsse und eigene Lebensentscheidungen beeinflußbar.

Gegenüber der Frankfurter Rundschau sagte die Familienministerin:

„Kein Mensch läßt sich mit einer einzigen Eigenschaft beschreiben. Wir alle fühlen uns mehreren Gruppen zugehörig und definieren uns von Zeit zu Zeit neu. Identitäten entwickeln und verändern sich.“

Ihrer Meinung nach müssen wir unsere Mentalitäten verändern, eben um diese Realität  –  die „Diversity-Realität“  –  erfassen zu können.

Sie kommt geradezu ins Schwärmen, wenn sie ausführt: DSC03269a

„Dabei hilft es, Diversity und Partizipation als Querschnittsaufgabe zu verstehen: im Kindergarten, im Stadtteil, im Mehrgenerationenhaus, in den Vereinen, in Ministerien – überall. In Unternehmen und Organisationen sind folgende Fragen hilfreich: Passen unsere Angebote für alle unsere Zielgruppen oder vergessen wir ganze Gruppen, schließen sie gar aus? Wen nehmen wir überhaupt wahr? Sind wir in unserer eigenen Perspektive gefangen? Erkennen wir die Bedürfnisse der unterschiedlichen Gruppen? Nehmen wir Vielfalt als Chance? Die Antworten auf diese Fragen müssen zu strukturellen Veränderungen führen. Gleichzeitig muß jede und jeder von uns immer wieder das eigene Verhalten prüfen.“

Im Christentum hat man ein Wort für diese Übung: Gewissenserforschung. Ständig sollen wir unser Denken und unser Handeln prüfen, ob wir die „Diversity“ angemessen erkennen und entsprechend darauf eingestellt sind. In den nächsten Jahren werden wir dieses Modewort immer öfter hören.

Gleichgültigkeit begünstigt Narrenfreiheit

Auch andere Felder ihrer Tätigkeit gestaltet Schwesig offenbar völlig nach linkem Gutdünken.

So plädiert sie im Rahmen einer „Plattform für Frauenrechte in Europa“ für die paritätische Besetzung der Europäischen Kommission und aller Schlüsselpositionen in der EU mit Männern und Frauen, eine Kommissarin beziehungsweise ein Kommissar mit einer ausdrücklichen Zuständigkeit auch für Frauenrechte, die Verankerung von Gleichstellungszielen in der wirtschaftlichen Steuerung der EU sowie die Umsetzung der Gleichstellung als Leitprinzip in allen Politikbereichen der EU durch einen ambitionierten Aktionsplan.

Manuela Schwesig genießt im Bundeskabinett offenbar Narrenfreiheit. Die Bundeskanzlerin weiß entweder nicht, was sie tut, oder es ist ihr egal.

Jedenfalls ist es erschütternd, daß eine Person mit solchen Ansichten überhaupt Familienministerin ist. Das ist wohl nur möglich, weil die große Öffentlichkeit nicht genug Notiz nimmt von ihrer skrupellosen Klientelpolitik.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und das Webmagazin “Kultur und Medien online”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


FAMILIE ist weltweit Glücksfaktor Nr. 1

Reader’s Digest Eine weltweite Umfrage der Monatszeitschrift Reader’s Digest ergab, was Menschen wirklich glücklich macht.

Das Traumhaus, die Luxusreise oder das neue Auto können Menschen zwar momentan zufriedenstellen, aber nicht auf Dauer glücklich stimmen. Langfristige Zufriedenheit erreichen Familie, Glaube und Beruf.

In allen Ländern führt die Familie als Spitzenreiter die Zufriedenheitsliste an:

In Ungarn hätten sich 83 Prozent der Befragten für die Familie ausgesprochen, in Deutschland 70 Prozent. Unabhängig von Alter, Geschlecht und Familienstand sei die Familie mit Abstand am häufigsten genannt worden.

Für 32 Prozent der US-Amerikaner spiele der Glaube eine wichtige Rolle auf der Glücksskala. Von den befragten Deutschen hätten 13 Prozent dafür gestimmt, dass der Glaube für ihr Glück unverzichtbar sei. Nur für 8 Prozent der Tschechen und Slowenen sei der Glaube relevant.

Glück im Arbeitsleben fänden in Deutschland nur 8 Prozent, in Polen und Rumänien 12 Prozent. Ungarn und USA rangierten mit 3 Prozent hinten.

Befragt wurden 6800 Bürger in den Ländern Finnland, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Slowenien, Russland, Brasilien und in den USA.


Unvollständige “Vielfalt”: Wo bleibt die Wertschätzung der elterlichen Erziehung?

Pressemeldung des Verbands Familienarbeit:

Anlässlich des „Diversity-Tages“ am 3. Juni veröffentlichte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ein schwungvolles Bekenntnis zu einer diskriminierungsfrei lebbaren „Vielfalt der Lebensentwürfe“, „damit sich alle als gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft fühlen“.  Couple photo - ADJ

Die Vielfalt der Herkunft und der Kulturen sieht die Ministerin als „Chance für die Zukunft Deutschlands“. Allem Rassismus, Sexismus, aller Homophobie und Diskriminierung wird auf Dauer der Kampf angesagt. So weit, so gut.

Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., stellt dazu einige Fragen:

·  Inwiefern kommt der traditionelle Lebensentwurf von Eltern, die ihre Kinder überwiegend selbst erziehen wollen, in Schwesigs Vorstellung von Diskriminierungsfreiheit überhaupt vor?

· Was unternimmt sie, um auch diesen Lebensentwurf gleichberechtigt zu achten?

· Ist es angemessen, Bedingungen zu schaffen, die Eltern dazu drängen, ihr Kind nach dem ersten Lebensjahr in eine Kita zu geben, damit sie beide voll erwerbstätig sein können, auch wenn ihr Lebensentwurf eigentlich die überwiegend selbstverantwortliche Erziehung der Kinder durch Vater oder Mutter vorsieht?

· Ist die Minderbewertung der elterlichen Erziehungsarbeit bei gleichzeitiger milliardenschwerer einseitiger Förderung der Fremdbetreuung etwa keine Diskriminierung?  frage

· Ist es richtig, dass sich das Elterngeld als ‘Lohnersatz’ allein an dem vor der Geburt eines Kindes erzielten Erwerbseinkommen orientiert und damit die Erziehungsleistung der Mütter und Väter, die vor einer Geburt zugunsten der Betreuung älterer Geschwister nicht mehr oder eingeschränkt erwerbstätig waren, als Nichtleistung einstuft?

Aus unserer Sicht erfolgt hier eine Bestrafung elterlichen Engagements, auf jeden Fall aber eine Diskriminierung von Eltern mehrerer Kinder. Der Verzicht auf Anerkennung und Honorierung der elterlichen Erziehungsleistung ist keinesfalls eine ‘Chance für die Zukunft Deutschlands’.

Weder Lebensentwürfe ohne Kinder noch die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit sind zu kritisieren.

Aber schon angesichts der demografischen Entwicklung ist es an der Zeit, Lebensentwürfe von Müttern oder Vätern, die ihren Schwerpunkt „nur“ auf die Erziehung mehrerer Kinder legen, als gleichberechtigt anzuerkennen und finanziell ebenso abzusichern wie bei „Nur“-Erwerbstätigen, ohne dass am Ende die Altersarmut steht.

Bundesvorstand des Verbands Familienarbeit:
Vorsitzende Gertrud Martin, Tel.: 07721/56124, E-Mail: bundesvorstand@dhg-vffm.de ,
Stellv. Vorsitzende Dr. Johannes Resch, Tel.: 06346/9890628, E-Mail: Johannes.Resch@t-online.de, Web-Seite: http://www.johannes-resch.de
Birgit Kelle, E-Mail: bkelle@dhg-vffm.de, Web-Seite http://www.birgit-kelle.de


Jede zehnte Frau in Deutschland möchte keinen Sex vor der Ehe

Enthaltsamkeit bis zur Hochzeit?   -  Wer meint, diese Einstellung gehöre längst der Vergangenheit an, wird durch die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Apotheken-Umschau eines Besseren belehrt: IMG_1183

7,6 Prozent der Befragten  –  bei den Frauen sogar 10 Prozent (Männer: 5,1 %)  –  erklären, aus Überzeugung vor der Ehe keinerlei Geschlechtsverkehr zu wollen oder gehabt zu haben.

Es handelt sich hierbei um eine repräsentative Umfrage, durchgeführt in persönlichen Interviews von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1053 Frauen und 1000 Männern ab 16 Jahren.

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Sexualitaet/Umfrage-Sex-vor-der-Ehe-344727.html


Papst ermutigt Ehepaare zu Kindern

Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Papst Franziskus hat Ehepaare kritisiert, die keine Kinder haben wollen. Manche entschieden sich eher für ein Haustier wie einen Hund oder eine Katze. Doch dann blieben sie im Alter allein, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am 2. Juni bei einer Morgenmesse für 15 Ehepaare im vatikanischen Gästehaus Santa Marta, wo er wohnt. Die Paare waren bereits 25, 50 oder 60 Jahre verheiratet. 1_0_697102

Franziskus rügte eine Wohlstandskultur, die den Menschen einreden wolle, dass es besser sei, keine Kinder zu haben, wenn man das Leben genießen wolle. Doch im Alter zeige sich die Kehrseite; dann endeten diese Personen in bitterer Einsamkeit.

Die Ehe stützt sich nach Ansicht des Papstes auf drei Pfeiler: Treue, Ausdauer und Fruchtbarkeit. Wenn ein Paar keine Kinder bekommen könne, sollte es sich auf den Glauben an Christus und auf die Kirche konzentrieren. Die Liebe Jesu zu seiner Kirche sei ein Vorbild; sie sei treu, fruchtbar und halte ewig.

Quelle: http://www.idea.de


Europäische Homo-Lobby will Freiheitsrechte der Bürger weiter einschränken

Mathias von Gersdorff

Am 4. Februar 2014 konnten die Lobbyisten der Homosexuellen, Transsexuellen und ähnlicher Gruppen einen wichtigen Sieg im EU-Parlament verbuchen:

Der Lunacek-Bericht wurde angenommen. Dieses Papier fordert die gesetzliche Verankerung von sogenannten „Haßdelikten“ und weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von „Homophobie“. Was Homophobie konkret ist, wird nicht weiter erläutert. stuttgart 009a

Der Lunacek-Bericht und die darin enthaltenen Forderungen sind allerdings nicht verbindlich für die Mitgliedsstaaten der EU. Gleichwohl waren Papiere dieser Art für Lobbyisten auf nationaler Ebene äußerst nützlich.

FOTO: M. von Gersdorff bei seiner Rede auf der Elternrechts-Kungebung inStuttgart

So ging der Einführung von homosexuellen Lebenspartnerschaften durch die nationalen Parlamente eine entsprechende EU-Resolution aus dem Jahr 1994 voran.

Nun will die europäische Lobbygruppe ILGA-Europe (International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association) einen Schritt weitergehen. Sie fordert in ihrem Positionspapier „Standpunkt zur Bekämpfung homophober und transphober Reden und zum Verbot von Aufstachelung zu Diskriminierung, Feindseligkeit oder Gewalt“ (Position on combating homophobic and transphobic speech and prohibiting incitement to discrimination, hostility or violence) politische Amtsträger dazu auf, konkrete Maßnahmen gegen alle Erscheinungsformen von Homophobie und Transphobie zu ergreifen.

ILGA: größte Homo-Lobbygruppe weltweit

ILGA ist die bedeutendste LGBTI-Lobbygruppe weltweit. Mitglieder sind nationale Gruppen, allein aus Deutschland etwa 25. Sie ist bei der Europäischen Kommission in Brüssel akkreditiert. Die Kommission steuert über die Hälfte der Einnahmen bei. DSC03232a

Sämtliche Instrumente des Staates sollen für den Kampf gegen „Homophobie“ eingesetzt werden, so das ILGA-Papier. So werden spezielle Sensibilisierungsprogramme für Staatsangestellte, Politiker und öffentliche Autoritäten gefordert. Die Medien sollen angehalten werden, sich für die Gleichheit der LGBTI-Personen und ihre Rechte einzusetzen.

FOTO: Demonstration gegen Frühsexualisierung im grün-roten “Bildungsplan” der Stuttgarter Landesregierung

Dementsprechend sollen die Angestellten von Medienunternehmen trainiert werden. Der Staat soll öffentliche Kampagnen zur Sensibilisierung der Gesellschaft hinsichtlich Homophobie usw. durchführen.

Ausdrücklich wird der Erlaß von speziellen Gesetzen gegen „Haß-Reden“ gefordert. Diese sollen jegliche Anstiftung zu „Diskriminierung, Feindschaft und Gewalt“ kriminalisieren. Im Grunde soll jegliche öffentliche Manifestation von „Homophobie“, „Transphobie“ usw. unter Strafe gestellt werden.

Erfüllt sich der Wunsch von ILGA, so würde die Anti-Homophobie zur absoluten ethischen Norm im öffentlichen Leben erklärt werden, weit vor Religions-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Kritiker werden als „homophob“ verunglimpft

Das Papier läßt offen, was „Homophobie“ überhaupt ist. Doch für einzelne Mitglieder von ILGA steht das schon längst fest: Jeder, der irgendeine politische Forderung aus dem LSBTI-Lager kritisiert, ist homophob.

In den letzten Monaten konnte das besonders eindrucksvoll in der Debatte um den baden-württembergischen „Bildungsplan 2015“ festgestellt werden.

So betitelte beispielsweise der „Lesben und Schwulen Verband Deutschland“  –  Mitglied von ILGA  –  folgendermaßen eine Stellungnahme, in der die Unterstützung der Bildungsplangegner durch die FDP kritisiert wird: „FDP unterstützt homophoben Mob in Baden-Württemberg“. Alle Teilnehmer der Demonstrationen in Stuttgart werden also vom ILGA-Mitglied LSVD pauschal als „homophob“ etikettiert.

Entsprechend dem ILGA-Positionspapier müßten gegen die Teilnehmer strafrechtliche Maßnahmen in Gang gebracht werden, da dies ja öffentlich geschah. Diese Proteste richteten sich nicht einmal gegen politische Forderungen aus dem LGBTI-Lager, sondern gegen die Absicht, Kindern ab dem ersten Grundschuljahr „sexuelle Vielfalt“ zu lehren. Das reicht jedoch, um heute als „homophob“ zu gelten.

Nach der Wahl von Kardinal Ratzinger zum Papst schrieben die Schwusos (Homosexuellenverband in der SPD) über die katholische Kirche: „Die katholische Kirche bleibt sich in ihrer Homophobie treu.“

Dadurch ist im Grunde jeder Katholik potentiell homophob, zumindest, wenn er die Lehre seiner Kirche und die Aussagen der letzten Päpste ernst nimmt.

Soll auch der Papst ins Gefängnis?

Anläßlich der Rede von Papst Benedikt XVI. im Bundestag im September 2011 schrieb der LSVD: „Der Bundestag macht damit einen Kniefall vor einem Religionsführer, der keinen Zweifel daran läßt, daß er wesentliche Grundlagen unserer Verfassungsordnung wie Gleichberechtigung und Diskriminierungsverbot ablehnt.”

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Das Homosexuellenportal “Queer” schrieb damals: „Bundestag bietet Papst Bühne für Homophobie.“

Entsprechend dem ILGA-Papier müßte Papst Benedikt XVI. aufgrund seiner öffentlichen Stellungnahmen strafrechtlich belangt werden. Liest man solche Aussagen, ist es nicht übertrieben zu vermuten, daß manche im LSBTI-Lager einen Kulturkampf geradezu herbeisehnen.

Viele solcher Beispiele ließen sich hier anführen. Daß die Homo-Lobby massiv von vielen Medien und linken Politikern unterstützt wird, ist hinlänglich bekannt. Schon wenn man sich gegen die Adoption durch homosexuelle Paare ausspricht, gilt man für viele als homophob.

Mit dieser Methode verbreitet sich zunehmend die Furcht in der Gesellschaft, als „homophob“ zu gelten. Viele nehmen lieber einen Verlust an Freiheit in Kauf, als Opfer eines gesellschaftlichen Scherbengerichts zu werden. Eine Art Psycho-Stasi nistet sich so in den Köpfen ein.

LSBTI-Lobby will Staat und Justiz vereinnahmen

Die bislang verfolgte Strategie ist ziemlich klar: Nachdem die Homo-Lobby selbst dem Begriff „Homophobie“ eine falsche und hyper-inflationäre Bedeutung gegeben hat, nutzen sie nun ihren Einfluß im Machtapparat aus, um „Homophobie“ zu einem strafrechtlich relevanten Delikt zu machen.

Der Plan ist schon gewieft: Zunächst etikettiert man bestimmte Positionen und Verhaltensweisen anhand einer Medienkampagne mit einem bestimmten Begriff, den man später als kriminell klassifiziert.

Aufgrund der Stärke in den Parlamenten könnte diese Strategie durchaus aufgehen. So ist der Einfluß der Homo-Lobby beispielsweise im EU-Parlament gewaltig. Die offizielle interfraktionelle Arbeitsgruppe des Europäischen Parlaments, welche sich mit diesem Thema auseinandersetzt, umfaßt momentan 153 von 766 Abgeordneten.

Während die LSBTI-Lobby es schafft, immer stärker den Staatsapparat und die Justiz für ihre Ziele zu vereinnahmen, wird der Schutz anderer Gruppen vor Hetze und Diskriminierung geschliffen. So darf beispielsweise die katholische Kirche seit einem Beschluß des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten vom Februar 2012 als „Kinderficker-Sekte“ beleidigt werden.

Bischof Huonder: „Mit großer Sorge“

Die Grüne Jugend bezeichnete die Teilnehmer der Demonstrationen gegen den „Bildungsplan 2025“ in Stuttgart (siehe Foto) als „homophoben Schloßplatz-Mob“. t_go.php

Man fragt sich, ob solche Sprüche nicht entsprechend Paragraph 120 StGB strafrechtlich relevant sind. CDU und FDP in Baden-Württemberg haben scharf die Entgleisung der Grünen Jugend kritisiert. Doch bislang ist nicht bekannt, daß sie aus dem grün-roten Lager oder von den Medien, die groß für „Toleranz“ und „Respekt“ eintreten, gerügt worden wären.

Man muß schon sehr naiv sein, um nicht zu sehen, daß diese Entwicklung zu einer regelrechten Religionsverfolgung führen kann. Langsam reagiert auch die katholische Kirche auf diese Entwicklung.

Vitus Huonder, Bischof von Chur, schrieb in einem Pastoralbrief vom 10. Dezember 2013:

„Mit großer Sorge sieht die Kirche, daß in öffentlichen Diskussionen und in den Medien mehr und mehr nur noch die Argumente des Genderismus toleriert werden. Wer anders denkt, wird gesellschaftlich ausgegrenzt und muß mit juristischen Sanktionen rechnen. Auf diese Weise werden die Grundrechte des Menschen bezüglich Religion und freier Meinungsäußerung zunehmend beschnitten.“frage

In Portugal, Polen und in der Slowakei haben die katholischen Bischofskonferenzen Pastoralbriefe zu diesem Themenkomplex veröffentlicht. Insbesondere in Polen entfachte dies eine heftige Debatte.

Die polnischen Bischöfe schrieben: „Wer auch immer wagt in Zukunft, die homosexuelle Propaganda zu kritisieren, wird sich strafbar machen. Dies stellt auch eine Gefahr für das Funktionieren der katholischen Medien dar und impliziert die Notwendigkeit der Einführung der Selbstzensur“ (Übersetzung: “Theologisches” Nr. 1/2014).

Seit der Veröffentlichung dieses Pastoralbriefes am 30. Dezember 2013 wird das Thema laufend in katholischen Zeitschriften und Zeitungen behandelt.

In Deutschland tun die Kirchen so, als ob es keine Bedrohung gäbe. Hierzulande leben die Volkskirchen aufgrund ihres privilegierten Sonderstatus in einem goldenen Käfig. Selbst das Antidiskriminierungsgesetz hat kaum arbeitsrechtliche Auswirkungen auf sie gehabt.

So sehen die Amtsträger offenbar keine Veranlassung, sich gegen diese Entwicklung zu äußern. Die Gläubigen, die unter wüsten Beschimpfungen bereit sind, zu protestieren, werden im Regen stehen gelassen.

Hoffentlich entschließen sich hierzulande die kirchlichen Amtsträger zu einem entschlosseneren Auftreten, bevor es zu spät ist.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Buchautor und Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” sowie des Internetmagazins “Kultur und Medien online”

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


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