Der Dalai Lama über Gleichbehandlung von “Menschen, Tieren und Insekten” sowie galaktischen Besuchern…

“Wir können ihnen die Hand schütteln, sofern sie eine haben”

Der Dalai Lama  -  das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus bzw. Lamaismus  -  erklärte am 9. Mai 2013 in Portland (Oregon) in einem Vortrag, daß alle Lebewesen als “fühlende Mütter” in gleicher Weise behandelt werden sollten, seien es nun “Menschen, Tiere oder Insekten”:

“Sobald man etwas anderes sieht, als das, was man selber ist, sobald entsteht eine gewisse mentale Unsicherheit. Deswegen, und das versuche ich auch selbst umzusetzen, sollten wir versuchen, alle Lebewesen als ’fühlende Mütter’ wahrzunehmen. Dabei sollte kein Unterschied gemacht werden zwischen anderen Menschen, Tieren oder Insekten.”

Sogleich danach ging der Dalai Lama darauf ein, wie man  mit “Besuchern aus dem Weltall” (die er offenbar für möglich hält) umgehen sollte:

“Auch wenn wir Besucher aus anderen Galaxien bekommen. Sie sind nicht anders als wir Menschen. Vielleicht haben sie ein wenig andere Formen? Aber im Grunde unterscheiden sie sich nicht von uns. Auch sie sind empfindsame Wesen. Respektiert sie! Schaut sie euch an und betrachtet sie als fühlende Wesen.

Wir könnten ihnen zum Beispiel die Hand schütteln, vorausgesetzt natürlich, dass sie so etwas wie Hände haben. Wenn wir uns zu sehr auf die Einstellung versteifen, dass jemand, nur weil er woanders herkommt, der Fremde sei, dann sind wir direkt misstrauisch und stets auf der Hut. Aber gerade das führt dann nur zu mehr Sorge und Angst (…)

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2013/05/dalai-lama-fordert-respekt-auch-vor.html


Geisterfurcht und Aberglauben: Volkskundliche Sonderausstellung im Freilichtmuseum Detmold

Motto: “Verflixt! Geister, Hexen und Dämonen”  home-6

Datum:
Vom Donnerstag, den 28.3., bis Donnerstag, den 31.10.2013

Öffnungszeiten:
Vom 28. März bis 31. Oktober 2013 täglich (außer montags) und an allen Feiertagen von 9 – 18 Uhr

Beschreibung:
Glauben Sie, dass eine Sternschnuppe Glück bringt? Lesen Sie Ihr Horoskop? Bedeutet ein zerbrechender Spiegel sieben Jahr Pech?   -  Abergläubische Vorstellungen und die Furcht vor Geistern, Hexen und Dämonen begleiten auch die westfälische Kultur seit Jahrhunderten – und wirken sich noch heute an vielen Stellen aus, ohne dass wir es merken. Vogel-Katze

2013 schickt Sie das LWL-Freilichtmuseum Detmold eine Saison lang unter dem Motto “Verflixt! Geister, Hexen und Dämonen” auf eine Spurensuche: Was ist ein “Böxenwolf”? Welche magischen Maßnahmen sollten Häuser vor Geistern schützen?

Nicht nur in der Sonderausstellung im “Paderborner Dorf”, auch im Museumsgelände werden Sie überraschende Ansichten und Geschichten rund um verschiedenste Schreckgestalten entdecken.

Veranstaltungsort:
LWL-Freilichtmuseum Detmold
Krummes Haus
32760 Detmold
Karte und Routenplaner

Kosten: Museumseintritt

Internet-Link: http://www.lwl-freilichtmuseum-detmold.de

Ansprechpartner:
LWL-Freilichtmuseum Detmold
Tel. 05231/706-104
infobuero.detmold@lwl.org


Heute Abend: BR-Sendung über den alltäglichen Aberglauben von der Zahl 13 bis zur Schwarzen Katze

Aus dem Ankündigungtext des Bayerischen Fernsehens:

Achten Sie darauf, mit dem richtigen Fuß aufzustehen? Wird Ihnen mulmig beim Anblick einer schwarzen Katze?

Andrea Roth ist der Geschichte des Aberglaubens auf den Grund gegangen und berichtet darüber in der Sendereihe “Stationen” am heutigen 24. April im 19 Uhr.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Trotz aller Modernität unserer Zeit: Ein bißchen abergläubisch sind doch die meisten. Ein Beispiel hierfür ist die angebliche “Unglückszahl“ 13.

Oder wie ließe sich sonst erklären, daß seriöse Menschen wie die Architekten von Hochhäusern oft auf die Zählung eines 13. Stockwerks verzichten, daß in Flugzeugen voller nüchterner Geschäftsreisender die 13. Sitzreihe fehlt oder daß in der hochtechnisierten Welt der “Formel 1″ die Startnummer 13 nicht vergeben wird.

All diese Menschen dürften seit Monaten ein gravierendes Problem haben  –  immerhin schreiben wir das Jahr 2013!

“Stationen”-Reporterin Roth hat sich der Sache angenommen und bringt Licht in die Geschichten hinter dem Aberglauben vom Mittelalter bis ins Heute.

Das Wort “Aberglaube” wurde von der katholischen Kirche geprägt. Sie störte sich daran, daß die Menschen ihr Schicksal wie einst im Heidentum weiterhin in der Hand “mystischer” Kräfte und nicht allein in der Hand Gottes wähnten.

Die Zahl 13 ist dabei bei weitem nicht das einzige Beispiel: Schwarze Katze von links, unter einer Leiter durchgehen, mit dem linken Fuß aufstehen – wer solche Situationen vermeidet, könnte dem Aberglauben zufolge auf einen glücklicheren Tag hoffen.

Der Augsburger Volkskundler Stephan Bachter sieht genau hier eine wesentliche Motivation für Aberglauben: Menschen hoffen so, ihr Schicksal mittels okkulter Mächte relativ simpel beeinflussen zu können.

 


Volkskundliche Erforschung der “Geistheilung”: Schamanismus im deutsch-belgischen Grenzgebiet

Pressemeldung der Gutenberg-Universität in Mainz:

Der Schamanismus wird gemeinhin als Praxis verstanden, bei der Menschen mit einer Geisterwelt in Kontakt treten. Er gilt nicht eigentlich als Religion, sondern wird eher als die Auseinandersetzung mit einem Jenseits beschrieben, um heilende Kräfte zu mobilisieren. “Auf jeden Fall aber herrscht ein starker Seelenglaube vor, auch bei unterschiedlichen Ausprägungen des Schamanismus”, erklärt Volkskundler Uhlig:

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

“Ursprüngliche Verbreitungsgebiete sind Sibirien und Südamerika. Erste Kenntnisse davon kamen verstärkt zum Ende des 17. Jahrhunderts mit Reiseberichten aus Sibirien nach Europa und schon bald rückte die ambivalente Figur des Schamanen ins Bewusstsein der westeuropäischen Bildungsschichten.

Der Volkskundler untersucht in dem DFG-Projekt “Sinnentwürfe in prekären Lebenslagen der Gegenwart: Eine transnationale Ethnographie geistigen Heilens im ländlichen Raum (Eifel)” insbesondere, was die Menschen eigentlich dazu bewegt, einen Schamanen aufzusuchen.

Unzufriedenheit mit dem bestehenden Gesundheitssystem und die Suche nach alternativen Heilungsansätzen mögen eine Ursache sein, weshalb sich Menschen dem Schamanismus mit seinen Praktiken wie Schwitzhütten-Zeremonie, schamanischer Reise oder Hopi-Herzheilung zuwenden.

Aufgrund der bisher geführten Interviews steht für den Volkskundler fest, dass es sich beim modernen Schamanismus um ein vielschichtiges Phänomen handelt, das Klienten aus allen Bildungsschichten anspricht, keineswegs nur abergläubische Außenseiter.

Im Rahmen seiner Dissertation wird Uhlig weitere Interviews mit schamanisch Praktizierenden führen und auswerten. Durch die mikroskopische Analyse versucht das Vorhaben, u.a. einen lebensnahen Beitrag zur kulturwissenschaftlichen Deutung von Spiritualität zu liefern und auf diesem Wege einen Beitrag zur Erforschung individueller Gegenwartsreligiosität zu leisten.


Wieder eine UFO-Pleite: Kinderballon mit zwei “Beinen”

Ein gelber, quaderförmiger Schädel mit aus dem Mund ragenden Vorderzähnen  –  das kann eigentlich nur ein echt fieses Alien sein, oder? 

Das dachten zumindest einige Himmelsbeobachter im Main-Kinzig-Kreis. Sie erspähten am helllichten Tag ein “komisches Ding wie ein Körper mit zwei Beinchen unten dran”. DSC_0172-2-2-2

Auch die Deutsche Flugsicherung zeigte sich ratlos: “Es ist in jedem Fall ein unbekanntes Flugobjekt, das wir nicht identifizieren können”, sagte eine DFS-Sprecherin dem Hessischen Rundfunk.

Bei hr-online ist auch eine Filmaufnahme des Ufos zu sehen. Weiter heißt es in dem Bericht “Ein Ufo mit zwei Beinen”:

Klarheit brachte schließlich Werner Walter von der Ufo-Meldestelle im baden-württembergischen Mannheim:

“Hierbei handelt es sich um einen mit Helium gefüllten Folienballon”, sagte er “maintower”:

“Eigentlich ein kleiner Kinderluftballon. Die Beinchen sind der besondere Gag daran, um den sogenannten SpongeBob-Effekt zu erreichen.”  -  Das unbekannte Flugobjekt war wahrscheinlich also nur die fliegende Zeichentrickfigur SpongeBob Schwammkopf, die bei jungen Fernsehzuschauern sehr beliebt ist.

Sie wird auf Kirmesplätzen wie der Dippemess in Frankfurt als Ballon verkauft. Einmal einer Kinderhand entglitten, entschwebt sie dann schnell in andere Sphären.”

Stimmt.

Quelle und Fortsetzung des Artikels mit Videos und weiteren Info-Links hier. 


Die “Kügelchen” unter der Lupe: Ärztliche Antworten auf typische Fragen zur Homöopathie

Von Dr. med. Wolfgang Vahle

  1. Sehr oft, wenn die Schulmedizin versagt hat, half den Menschen die Homöopathie, sagen die Anhänger dieser Heilmethode. Warum glauben Sie denen nicht?

    Ich habe keinen Zweifel, dass sich Menschen nach einer Homöopathiebehandlung besser fühlen. Der Zweifel liegt im Kausalzusammenhang. Nicht alles, was „danach“ passiert, ist auch „deswegen“ passiert.  -  Der nächste Punkt ist das „bessere Gefühl“. Ein gutes, ein besseres Gefühl ist zwar viel wert. Das Ziel einer medizinischen Behandlung sollte jedoch die objektive, die körperliche Besserung oder gar Wiederherstellung sein und nicht allein ein gutes Gefühl für eine  –  meistens sehr begrenzte  –  Zeit! Wasser-008-2-4-2

  1. Es gab einige Studien, die den Nutzen der Homöopathie angeblich beweisen. Was sind diese Studien ihrer Ansicht nach wert?
    Die Studien sind nicht mal das Papier wert, auf das sie geschrieben sind. Die Ergebnisse der Studien werden in gleichem Maße schlechter, in dem die Methode besser wird! Studien mit hohen Qualitätsstandards  –  und vor allem Metastudien!  –  zeigen keinerlei Wirksamkeit der Homöopathie. Fehler können auftreten in falschen oder sich ändernden „Endpunkten“, in Verstößen gegen die „intention to treat“-Regel, in mangelnder Randomisierung, in fehlender Verblindung, im Verzicht auf die Placebo-Kontrolle. Und trotz guter Qualität liegt die Irrtumswahrscheinlichkeit bei 5 Prozent!  5 Prozent aller – guten! – Studien können eine Wirksamkeit zeigen, wo keine ist  –  also falsch positive Ergebnisse zeigen. Das würde man herausbekommen, wenn alle Studien veröffentlicht würden und nicht die Studien mit den schlechten Ergebnissen verschwiegen und lediglich die Studien mit den guten Ergebnissen genannt würden. Diese Fehlerform heißt “Publikations-Bias”. Aber schwerer noch als der fehlende Wirksamkeitsnachweis wiegt, dass die Homöopathie aus naturwissenschaftlichen Gründen nicht wirken kann! Während man annehmen kann, dass ein fehlender Nachweis möglicherweise später doch noch gefunden werden kann, kann man sicher sein, dass ein heute physikalisch unmöglicher Effekt nicht morgen physikalisch möglich sein wird! 
  1. Die Homöopathie behandelt Gleiches mit Gleichem. Was ist daran falsch?
    Gegenfrage: Was soll daran richtig sein?  –  Es stimmt nicht! Der homöopathische Grundsatz „Similis similibus currentur“ bedeutet Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. „Gleiches“ in diesem Sinne gibt es nicht. Gerade im Hinblick auf die „Ganzheitlichkeit“, auf die die Homöopathie so großen Wert legt, muss man sagen, dass es zwei genau gleiche Menschen oder zwei genau gleiche Krankheiten nicht gibt. – Ähnlichkeit hingegen ist eine rein menschliche Kategorie. Was ein Mensch als „ähnlich“ ansieht, sieht ein anderer Mensch als völlig verschieden an. Ähnlichkeit ist keine Kategorie in der Natur, keine Kategorie in der Evolution (vom Prinzip des „Mimikry“ mal abgesehen). Ähnlichkeit kann Verwandschaft bedeuten, muss es aber keineswegs.In der wissenschaftlichen Hochschulmedizin gibt es allerdings einen Bereich, in dem der Satz „Gleiches wird durch Gleiches geheilt“ sogar zutrifft: das sind die Impfungen (zu denen auch die Allergieimpfungen zählen). Bezeichnenderweise werden Impfungen und Hyposensibilisierungen (spezifische Immuntherapien) von Homööpathen aber abgelehnt“.

     4.  Immer mehr Ärzte haben eine homöopathische Zusatzausbildung, zahlreiche Prominente schwören auf diese Heilmethode. Kann es denn sein, dass sich so viele Menschen auf dem Irrweg befinden?
Natürlich kann das sein. Die wissenschaftliche Wahrheit findet man durch Forschung, durch Beobachtung, durch Erweiterung der Beobachtung zu einer Theorie und durch Prüfung der Theorie an Voraussagen, an Prognosen. Wissenschaftliche Wahrheit findet man nicht durch Mehrheitsbeschluss – schon gar nicht durch Mehrheiten von Nicht-Wissenschaftlern. Ärzte, die homöopathisch behandeln, handeln im Fall einer homöopathischen Behandlung unwissenschaftlich.

Zwar kann ein Arzt  –  nacheinander  –   einen Patienten wissenschaftlich und den nächsten homöopathisch behandeln  –  aber niemals gleichzeitig. Homöopathie ist Abkehr von der Wissenschaft, Abkehr von der Vernunft, Abkehr von der Ratio! Die wissenschaftliche Medizin ist mit einer Abkehr von der Ratio nicht vereinbar!

Dass es dennoch „Weiterbildungen“ in der Homöopathie gibt, halte ich für ein katastrophales Armutszeugnis der Ärztekammer. Die Medizin als Lehre ist mit der Homöopathielehre unvereinbar; es ist schlimm, dass die Funktionäre der Ärztekammern das wegignorieren – vermutlich einem falsch verstandenen Harmoniebedürfnis den Homöopathen gegenüber geschuldet. Selbst Hahnemann hat die wissenschaftliche Hochschulmedizin und die Homöopathie als miteinander unvereinbar bezeichnet!

Quelle und vollständiger Artikel bzw. Fortsetzung hier:  http://www.hno-vahle.de/10-fragen-an-dr-wolfgang-vahle-deutsche-welle-tv-homoopathie-dreh-dienstag-17-08-2010/


Papua-Neuguinea: Hexenjagd mit Lynchjustiz durch eine brutale Meute immer häufiger

Auf der Inselgruppe Papua-Neuguinea im südlichen Pazifik werden immer wieder angebliche Hexen ermordet. Drei Tage lang sind zwei ältere Frauen in ein Dorf verschleppt und dort gefoltert und dann geköpft worden  –  weil sie durch Hexerei den Tod eines Lehrers verursacht haben sollen.

Dies berichtet die Tageszeitung „Post-Courier“ am heutigen Montag. Die Frauen seien mit Messern und Äxten verletzt worden. Hinter ihrer Verschleppung stecken demnach Verwandte des Lehrers.

Ein ähnlicher Vorfall wurde bereits Anfang Februar gemeldet: Eine 20-jährige Frau wurde gefoltert und als angebliche Hexe verbrannt. Sie wurde beschuldigt, einen achtjährigen Jungen verhext und getötet zu haben. Eine wütende Menschenmenge in der Stadt Mount Hagen hatte dem Opfer die Kleider vom Leib gerissen, die Frau mit Benzin überschüttet und auf einen Scheiterhaufen aus brennenden Autoreifen geworfen.

Zuvor war die junge Frau mit heißen Schüreisen gefoltert worden. Feuerwehrmänner, die das Feuer löschen wollten, wurden von dem Mob vertrieben. Auch Schulkinder sollen sich unter den Schaulustigen befunden haben.

Den Zeitungsberichten zufolge war das Opfer verheiratet und hatte eine acht Monate alte Tochter.

Quellen: Wochenmagazin Focus/AFP

Münster: Sekten-Expertin fordert mehr Hilfe für Opfer von Satanismus und ritueller Gewalt

Mehr Hilfen für Opfer satanischer Sekten mahnt die Sektenexpertin des Bistums Münster, Brigitte Hahn, an. Überlebende satanistischer Kulte bräuchten “beschützende Einrichtungen, in die sie sich flüchten können”, erklärte Frau Hahn am heutigen Mittwoch.

Außerdem gebe es einen großen Bedarf an geschulten Therapeuten, die bei der Überwindung von Traumata und bei der Reintegration helfen können. Zudem müßten bei ritueller Gewalt alle Rechtsverstöße systematisch verfolgt werden.

Die Sektenexpertin warnte vor einer Unterschätzung von Gewalt im Satanismus: “Quasi nebenan werden Menschen bei satanistischen Ritualen systematisch gequält, sexuell missbraucht, gefoltert und getötet”, erklärte Hahn.

Wenn Betroffene von diesen Untaten erzählten, stießen sie jedoch oft auf Skepsis und Ablehnung, auch bei Strafverfolgern, Medizinern oder Pädagogen. Satanistische Sekten seien nicht nur menschenverachtend, sondern auch verfassungsfeindlich.

Mit ritueller Gewalt in satanischen Sekten befaßt sich am 20. März in Münster eine Fachtagung. Ziel der Tagung ist es nach Angaben der Veranstalter, die unterschiedlichen Berufsgruppen zu vernetzen. Der “Arbeitskreis Rituelle Gewalt” wurde vor drei Jahren von den kath. Bistümern Essen, Münster und Osnabrück gegründet.

Quelle: http://www.jesus.de


Die “Malachias-Prophezeiungen” und der Mythos um einen künftigen Papst “Petrus Romanus”

Derzeit wird nicht nur in traditionellen oder erscheinungsbewegten Kreisen über die rätselhaft erscheinenden “Papst-Weissagungen” des Bischofs Malachias diskutiert; selbst das Hamburger Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” nahm sich jetzt des Themas an und titelte: “Der Nächste soll der Letzte sein”.

Der “Kölner Stadtanzeiger” ließ seine Leser sogar wissen: “Einer Prophezeiung zufolge steht das Ende des Papsttums unmittelbar bevor  –  und damit auch der Untergang der Welt”.

Bereits im vorigen Jahr sorgte der heidnische “Maya-Kalender” für Schlagzeilen auch im weltlichen Blätterwald, soll jene Weissagung doch für Ende 2012 den Weltuntergang angekündigt haben (in Wirklichkeit ging es bei jenem Maya-Text lediglich um das Ende einer Epoche).

Nun kommt mancherorts erneut Endzeitstimmung auf, allerdings bezogen auf jene “Malachias-Prophezeiungen”, denen zufolge nun der letzte Papst gewählt würde, der dort als “Petrus, der Römer” bezeichnet wird, mitunter auch “Petrus II.” genannt.   qqKLfd77n55SDamit würde der letzte Papst den Namen des ersten tragen und sich somit gleichsam der “Kreis schließen”, was durchaus interessant und “überzeugend” wirkt.

Jenem Mythos zufolge seien dem hl. Malachias in einer Vision alle zukünftigen Päpste erschienen, wobei Papst Benedikt der 266. Pontifex wäre   –   beim nächsten Papst wäre die “Reihe” (und die Welt) schlichtweg zu Ende.

Jene alte Weissagung, die allerdings zu Unrecht dem 1148 verstorbenen, irischen Erzbischof Malachias zugeschrieben wird, schließt mit folgenden lateinischen Worten (siehe auch nebenstehende Abbildung):

“In persecutione extrema S. R. Ecclesiae sedebit Petrus Romanus, qui pascet oves in multis tribulationibus, quibus transactis civitas septicollis diruetur et judex tremendus judicabit populum suum. Finis.”

Der Text lautet übersetzt:

“Während der äußersten Verfolgung der heiligen römischen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Sieben-Hügel-Stadt zerstört werden  -  und der furchtbare Richter wird sein Volk richten.Ende.”

Die Malachias-Prognosen bestehen aus 111 kurzen, mehrdeutigen Sprüchen, die sich nacheinander auf Päpste (beginnend im 12. Jahrhundert) beziehen, wobei aber keine Namen genannt werden, sondern jedem Pontifex gleichsam ein Leitwort zugedichtet wird.

Diese “Prophezeiungen” sind ähnlich orakelhaft und vieldeutig wie jene des französischen Astrologen Nostradamus. Manchmal werden sie statt dem hl. Malachias auch dem hl. Philipp Neri zugeschrieben, was freilich ebenfalls unsinnig ist.

Papst Benedikt wird in der Malachias-Weissagung als zweitletzter Pontifex vor dem Weltende angesehen und mit den Worten “Gloria olivae” (Herrlichkeit der Olive bzw. Ruhm des Ölbaums) umschrieben, was freilich alles mögliche heißen kann. Der Ölbaum gilt sowohl ein Symbol des Friedens ist wie auch des Judentums oder kann einfach nur die Mittelmeer-Region bezeichnen.

Die angebliche Papstprophetie kann allerdings gar nicht aus dem 12. Jahrhundert  und damit auch nicht vom heiligen Malachias stammen, da sie erstmals 1595 auftauchte. Der Verfasser schrieb sie Erzbischof Malachias zu, um dadurch ihre Bedeutung und “Glaubwürdigkeit” zu erhöhen. Dies weiß die wissenschaftliche Forschung schon seit dem 17. Jahrhundert.

Wahrscheinlicher Autor der orakelhaften Verse ist Alfonso Ceccarello, Sekretär von Kardinal Simoncelli, der beim Konklave 1590 als “papabile” galt, aber nicht zum Papst gewählt wurde, obwohl die “Malachias-Weissagungen” genau dies bezwecken sollten. Der Sekretär wollte also seinen Gönner also auf diese “prophetische” Weise unterstützen. Die Wahl fiel allerdings auf einen anderen, nämlich Nikolaus Sfondrato, der sich Gregor XIV. nannte.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


“Skeptiker”-Fakten zum esoterischen Unfug in puncto “Lichtnahrung”

Aktuelles INFO aus dem  Newsletter der Zeitschrift “Skeptiker” bzw. der GWUP-Webseite:

Magerkost bei ORF 1: “Am Anfang war das Licht”

Heute Abend (Mittwoch, 6. März, 20.15 Uhr) zeigt das österreichische Fernsehen ORF 1 die Dokumentation “In 30 Tagen bist du tot”.

Sorry, wir meinen natürlich “Am Anfang war das Licht”, jene Eso-Fantasy-Zelluloidleiche, für die Regisseur Peter A. Straubinger 2011 das “Goldene Brett vorm Kopf” einheimste.

Über den hirnverbrannten Unsinn “Lichtnahrung”, der bereits Anhänger das Leben gekostet hat, brauchen wir an dieser Stelle nicht mehr zu reden – dazu ist bereits alles gesagt:

  • Tod durch Lichtnahrung, GWUP-Blog am 25. April 2012
  • Am Anfang war das Licht, GWUP-Blog am 27. Oktober 2010
  • Am Ende war kein Licht, Kritisch gedacht am 3. Januar 2011
  • Am Anfang war das Licht: Die Blutwerte des Wunderyogis, Kritisch gedacht am 20. November 2010
  • Am Anfang war das Licht: Von Lichtnahrung, Quantenmystik und Zuschauermanipulation, Kritisch gedacht am 20.9.2010
  • Lichtfasten macht dumm, naklar.at

Und so weiter und so fort.

Die Frage “Betrug oder Wunder?”, welche der ORF in seiner Ankündigung ernsthaft stellt, ist an sich schon eine Beleidigung für jeden denkenden Menschen.

Hoffen wir also auf die angekündigte “vertiefende Diskussion” ab 21.55 Uhr, zu der neben Peter Straubinger und dem Medizin-Humoristen Rüdiger Dahlke auch Professor Ulrich Berger vom GWUP-Wissenschaftsrat und die Psychologin Ulrike Schiesser von der österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen eingeladen sind.

Immerhin etwas.

Einer von Straubingers Gewährsleuten für “Nahrungslosigkeit” ist übrigens Hira Ratan Manek, der hier aus einem Restaurant flüchtet, als er einer Kamera gewahr wird:
Direktlink zum Video auf Youtube

Zum Weiterlesen:

  • Am Anfang war das Licht  –  schon wieder, Psiram am 4. März 2013

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