Kritische kirchliche Stellungnahme aus Südtirol zum “Marienseher” Salvatore Caputa
Veröffentlicht: 25. April 2013 Einsortiert unter: St. Leonhard (Seher Caputa) | Tags: Bad St. Leonhard, Bistum Bozen-Brixen, Mantova, Marienerscheinungen, Seher Salvatore Caputa Schreibe einen Kommentar »Auszug aus dem Artikel “Marienerscheinungen- und -offenbarungen” auf der Webseite des Bistums Bozen-Brixen:
Ein weiteres Phänomen ist in jüngster Zeit im Zusammenhang mit Marienerscheiungen aufgetaucht: Salvatore Caputa und seine Visionen.
Salvatore Caputa ist gebürtiger Sizilianer (Jg. 1944) und wohnt in Ponti sul Mincio (Monzambano), Provinz Mantova (Italien).
Seit 1986 erscheint ihm nach seinen Angaben die Muttergottes. Im Jahr 1997 errichtet Salvatore Caputa auf einer Lichtung des Monte Casale, einem kleinen Hügel unweit der Ortschaft Ponti sul Mincio ein kleines „Erscheinungszentrum“. 
Der Hügel in Ponti sul Mincio ist inzwischen fast ein kleines Medjugorje geworden. Viele „Gläubige“ pilgern alljährlich dorthin, um den Marienerschinungen beizuwohnen, zumindest indirekt. Denn leider bekommt nur der „Seher“ Salvatore Caputa die Muttergottes in einer Art „Entrückung“ vor sein „Angesicht“.
Dazu hat es bereits Untersuchungen der bischöflichen Kurie von Mantova mit folgendem Ergebnis gegeben:
Nichts spricht für ein objektives Denken an Erscheinungen, Visionen und außerordentliche Fakten. Einige Ausdruckselemente der angeblichen Phänomene und manche Aspekte von Begleiterscheinungen stellen eher objektive Kontraindikationen (Gegenbeweise) dar.
Gleichzeitig wird aber auch darauf hingewiesen, dass jeglicher Respekt gegenüber jener Person zu wahren sei, die sich als angeblicher Seher bezeichnet; jedoch sind seine Erfahrungen ausschließlich subjektiver Natur.
Es folgen weitere Erscheinungsorte: S. Vito di Flavòn, Val di Non (Prov. Trient), Italien:
Auch hier bleiben die kirchlichen Reaktionen nicht aus:
In einer kritischen Stellungnahme zu den angeblichen Erscheinungen schließt sich Msgr. L. Bressan, Erzbischof von Trient, dem Gutachten der Diözese Mantova an.
Im November 2008 kommt Salvatore Caputa nach Völser Aicha (Südtirol). Dort werden Gläubige mit dem Ortspfarrer Zeugen einer Marienerscheinung an Salvatore Caputa. Vor dem Altar der Kirche fällt er auf die Knie und verharrt 8 bis 10 Minuten in „Ekstase“. In der Sakristei diktiert er nachher einer Frau die Botschaft der Mutter Gottes.
Zu einer zweiten „Erscheinung“ an Caputa in Völser Aicha, vorgesehen für den 30. Mai 2009, kommt es nicht.
Der Generalvikar der Diözese Bozen-Brixen macht dem Pfarrer von Völser Aicha deutlich klar, dass die katholische Kirche die Marienerscheinungen an Salvatore Caputa nicht anerkenne und dafür also die Kirche von Völser Aicha nicht zur Verfügung stehen darf.
Neuerdings ist bekannt geworden, dass im benachbarten Kärnten, in St. Leonhard im Lavanttal, Salvatore Caputa wieder mit einem ähnlichen Erscheinungsphänomen aufgetreten ist:
Am 1. Mai 2010 sei ihm dort auf einer kleinen Anhöhe wieder in einer Art Entrückung die Muttergottes erschienen. Die anwesende Menschenmenge hat von der Erscheinung nichts mitbekommen, doch berichteten einige von einem sich verbreitenden Rosenduft.
Die dortigen kirchlichen Stellen gaben sich sehr bedeckt zu dem Geschehen.
Quelle: http://www.bz-bx.net/pls/bolzano/v3_s2ew_consultazione.mostra_pagina?id_pagina=24297
Unser aktueller Bericht über die Visionen Caputas siehe hier.
“Seher” Caputa aus Sizilien erwartet am Samstag auf dem Schloßberg von St. Leonhard in Kärnten wieder eine Marienerscheinung
Veröffentlicht: 24. April 2013 Einsortiert unter: Kennzeichen der FALSCHMYSTIK, St. Leonhard (Seher Caputa) | Tags: Bischof Alois Schwarz, Erscheinung, hl. Messe, Kärnten, Marienvision, Opfer Christi, Salvatore Caputa, Schloßberg, Segnen, Sizilien, St. Leonhard, Unterscheidung der Geister 16 Kommentare »Die “missionarische Madonna” erscheint stets punktgenau
Seit fast drei Jahren glaubt der italienische Visionär Salvatore Caputa, daß er alle halbe Jahre einer Erscheinung der Himmelskönigin in Bad St. Leonhard gewürdigt wird - und zwar stets auf dem Schloßberg, auf dem sich malerisch eine alte Burgruine befindet; die kleine Kurstadt (ca. 4600 Einwohner) liegt im Lavanttal im österreichischen Bundesland Kärnten.
Bereits im Mai 2010 will der pensionierte Polizist seine erste Marienvision in der Alpenrepublik erlebt haben, wobei sich das Erscheinungsphänomen selbst etwas weitschweifig als “missionarische Madonna in der Mission für die Jugend” vorstellte, also wieder einen neuen Ehrentitel für das neugierige Botschaftsvölkchen bereithält.
Bevor die aufsehenerregenden, auch von TV-Kameras gefilmten Phänomene auf dem Schloßberg begannen, hatte der heute 67-Jährige bereits einen bewegten visionären Lebenslauf hinter sich - Näheres siehe hier.
Die Caputa-Erscheinungstermine Mai und Oktober sind keineswegs zufällig gewählt; sie sollen wohl an Fatima erinnern und sich an diese bekannte und anerkannte Wallfahrtsstätte gleichsam “dranhängen”.
Im Jahre 2009 hatte der “Seher” bereits in Südtirol eine Marienerscheinung vorhergesagt; das Spektakel wurde aber von bischöflicher Seite (Bistum Bozen) strikt untersagt. Auch in anderen Kirchenbezirken wurde Caputa mit Auftrittsverboten belegt.
Skeptisch zeigt sich auch die zuständige österreichische Diözese Gurk-Klagenfurt; deren Sprecher Matthias Kapeller erklärte bereits: „Wir distanzieren uns von solchen Veranstaltungen“.
Die Hinweise der Priester, daß die “Phänomene” um den “Marienseher” von den Diözesen Trient, Bozen und Mantova (Mantua) klar abgelehnt werden, ficht die Wunderbewegten nicht an. Die Bistumsleitungen erinnerten bei ihren Stellungnahmen ausdrücklich an die biblischen Warnungen vor “falschen Propheten”.
Bischöfe ermahnen zur “Unterscheidung der Geister”
Nach einer gründlichen kirchlichen Untersuchung der Caputa-Visionen erklärte das bischöfliche Ordinariat Mantua, daß „nichts erlaubt, objektiv an Erscheinungen zu denken. Einige Ausdruckselemente der angeblichen subjektiven Wahrnehmungen und einige Aspekte der Choreographie, die sie begleitet, stellen eher objektive Gegenbeweise dar.“
Auch der zuständige Bischof Alois Schwarz ermahnt seine Diözesanen zur Nüchternheit im Glauben. Er sprach von einer “Privatveranstaltung” des Italieners und empfahl den Gläubigen in seiner amtlichen Stellungnahme, „sich nicht voreilig und unbedacht in die Vorgänge auf dem Schlossberg in Bad St. Leonhard hineinziehen zu lassen und diese auch nicht durch eine Beteiligung aufzuwerten“.

Gleichzeitig bittet der Kärtner Oberhirtse sein Kirchenvolk um eine entsprechende „Unterscheidung der Geister“ im Sinne der Heiligen Schrift.
Während sich die kath. Kirche eindeutig ablehnend äußert, betrachtet die politische Kommunalverwaltung das fromme Treiben eher wohlwollend, macht es die Stadtgemeinde St. Leonhard doch weit und breit - sogar über Österreich hinaus – bekannt und sorgt für zahlreiche und zahlende Touristen - und dies nicht etwa nur zu den halbjährlichen “Erscheinungsterminen”. Auch zwischendurch kommen Pilger zur “Maria vom Schloßberg” und holen sich zB. Wasser aus der vermeintlichen “Heilquelle”.
Bürgermeister Simon Maier von der SPÖ (!) spendete sogar aus eigener Tasche das hoch aufragende “Seherkreuz” für den Schloßberg. Er ist von der Echtheit dieser kirchlich nicht anerkannten Privatoffenbarungen offenbar überzeugt. Wenn wieder eine Erscheinung ansteht, läßt er es sich nicht nehmen, selber mit anzupacken und beim Aufbau von Sitzbänken und Gerätschaften zu helfen.
Christus selber segnete das “Gnadenwasser”….
Wo eine “Erscheinung” ihres Amtes waltet, ist die passende “Heilquelle” oft nicht weit:
Viele Wallfahrer füllen ihre Flaschen an jener alten Wasserleitung, aus der seit Beginn der Erscheinungen das sog. „Gnadenwasser“ (!) fließen soll. Das profane Wasser versorgte zuvor einen Brunnen und umliegende Gärten; nun soll es plötzlich “geheiligt” sein, weil der Seher visionär erlebt haben will, wie Christus selbst vom Kreuz herabstieg und zu besagtem Brunnen geschritten sei, um diesen zu segnen.
Inzwischen gibt es seit über einem Jahr sogar einen zweiten Wasserhahn an der Burgruine, der aber ganz irdisch durch die städtische Verwaltung installiert wurde, um die stundenlangen Wartezeiten für jene Pilger zu verkürzen, die sich das “Gnadenwasser” holen möchten. 
Kamen anfangs einige hundert Personen zu den Visions-Terminen des “Begnadeten” aus Sizilien, so waren es vorigen Oktober bereits 1500 Pilger. Die meisten Caputa-Gläubigen lassen sich dabei auch durch starken Dauerregen nicht von ihrer Wallfahrt abhalten.
Für den kommenden Samstag, den 27. April 2013, wird ein Ansturm von zweitausend Teilnehmern erwartet, die aus dem ganzen Umland anreisen, teils gruppenweise mit Bussen; viele kommen eigens aus Italien angefahren.
Um haargenau 16 Uhr (die Madonna erscheint stets äußerst pünktlich, wie Caputa-Fans wissen) soll es wieder soweit sein:
Die “Himmelskönigin” gibt sich ein Stelldichein und verkündet dem 67-jährigen Seher wieder eine “Botschaft”. Diese schreibt er hinterher in einem nahegelegenen Holzstadl auf; danach wird sie den Versammelten in deutsch und italienisch vorgelesen.
Der selbsternannte Visionär kniet während der “Erscheinung” vor einer großen Marienstatue, die auf einen kleinen Holztisch gestellt wird; daneben steht zuweilen eine kleinere Statue der sog. “Rosa Mystica” mit drei Rosen aus Montichiari - oder wahlweise ein großes Jesuskind, wie man es aus Weihnachtskrippen kennt. Danach küßt Caputa jener weiß-hellblauen Edelkitsch-Madonna, die in ihrer Art stark an die “Gospa” von Medjugorje erinnert, gleichsam die Füße.
Auf dem Schloßberg segnet der 67-jährige Sizilianer seine Anhänger oftmals mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn, wobei er manchmal eine kurze “Handauflegung” vornimmt. Gegen einen “Laiensegen” wäre an sich nichts einzuwenden, wobei es durchaus befremdlich wirkt, daß viele (Erscheinungs-)Gläubige vor dem Seher niederknien – Beispiele siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=jUaxOh8bOKk
Eine ehrfürchtige Kniebeuge beim Gesegnetwerden praktizieren Katholiken üblicherweise nur während eines sakramentalen Segens durch das Allerheiligste oder bei einem bischöflichen oder priesterlichen Segen, wobei das Knien jeweils nicht der Person des Geistlichen gilt, sondern dem Altarsakrament bzw. dem priesterlichen Amt als Statthalter Christi.
Ein solches Amt hat Salvatore Caputa aber nicht aufzuweisen – und eine Weihe zum “Visionär” gab und gibt es nun einmal nicht.
Mirakel aus Rosenduft und “Sonnenwundern”
Niemand außer Caputa “sieht” die Gottesmutter; doch wollen einige Pilger zeitgleich einen wohlriechenden Rosenblütenduft wahrgenommen haben; auch von “Sonnenphänomenen” wird erzählt (plötzliches Licht über St. Leonhard und dergl.) - also wie gehabt und bereits bekannt zB. aus Medjugorje, Heroldsbach, Montichiari (Rosa Mystica) etc.
In einem Pro-Caputa-Blog ist von einer “übernatürlichen Duftwahrnehmung” die Rede; zudem heißt es: “Viele der anwesenden Pilger erhielten vor oder während oder nach den Erscheinungen als himmlisches Zeichen einen Rosenduft, manche sehr intensiv und lange, manche auch noch bei der Heimfahrt und sogar zu Hause.”
Im Herbst 2010 verkündete die “Madonna” den Anwesenden einer Caputa-Erscheinung: “Seid auch ihr oft zusammen mit Mir die Zuflucht der Sünder, der Armen, der Kranken, der Verzweifelten, der Kleinen, der Verlassenen!” - Hier stellt sich wohl die Rückfrage: Sind die Erscheinungsgläubigen etwa nicht selber auch Sünder? Wie können sie dann “die Zuflucht der Sünder” sein?
Die Botschaften auf dem Schloßberg klingen zwar “superfromm-katholisch”, bringen aber theologisch einiges durcheinander - und können schon deshalb nicht “von oben” stammen. Hierzu ein Beispiel, das uns bereits die erste “Botschaft” vom 1. Mai 2010 liefert:
Erscheinungs-”Weisheiten” über die hl. Messe
Bei der “Offenbarung” auf dem Schloßberg, die am 1. Mai 2010 stattfand, soll die Madonna “ganz in rosa” erschienen und von 12 Engeln begleitet worden sein. 
Kurioserweise begann sie ihre “Predigt” mit den Worten: “Ich segne euch, liebe Jugendliche.” - Von einem Segen für Kinder oder Erwachsene war von A bis Z nicht die Rede, vielmehr hieß es am Schluß: “Ich segne Euch Jugendliche mit dem Segen der Freude”, was immer das sein mag.
Sodann belehrte die “Himmelskönigin” das fromme Jungvolk über Sinn und Bedeutung der hl. Messe, indem sie erklärte:
“Die heilige Messe ist die Erneuerung des Todes Jesu. Jesus litt und starb real, sein Blut vergießend. In der heiligen Messe, liebe Jugendliche, stirbt Jesus mystisch, geistig. In jeder heiligen Messe wiederholt sich der Tod Jesu auf mystische Weise… Jeden Tag, wenn die hl. Messe gefeiert wird, erneuert sich mysteriös das Leiden und der Tod Jesu am Kreuz.”
Diese Äußerungen sind jedoch theologisch mißverständlich bis irreführend:
In Wirklichkeit lehrt die katholische Kirche, daß das einmalige Opfer Christi auf Golgotha, das vor ca. 2000 Jahren stattfand, in der heiligen Messe auf sakramentale und unblutige Weise vergegenwärtigt wird.
Also: Es wird nicht “erneuert”, geschweige “wiederholt”, sondern dieses e i n e Opfer Christi wird auf dem Altar sakramental zur Gegenwart; es handelt sich zudem n i c h t um ein “mystisches” Ereignis, geschweige gar um ein “mysteriöses” (!), sondern um ein sakramentales Geschehen, ein Darbringungsopfer der Kirche durch Christus zur Ehre des himmlischen Vaters.
Sollte etwa die selige Jungfrau diese zweitausendjährige Lehrverkündigung der Kirche nicht kennen? – Da dies schlichtweg ausgeschlossen ist, können diese theologisch konfusen “Botschaften” nicht von der wirklichen Madonna stammen.
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
Hierzu eine Kurz-Reportage des ORF unter dem Titel “Wunder gibt es immer wieder”: http://www.youtube.com/watch?v=zchMpcG2xsY
Kreuz-Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg /
Schloßberg-Bild: http://www.bad-st-leonhard-i-lav.at/system/web/default.aspx?menuonr=220170300
Christi Kreuzesopfer wird verdrängt: Medjugorje meldet Mirjanas jüngste “Privatbotschaft” vom 2. April 2013
Veröffentlicht: 3. April 2013 Einsortiert unter: Kennzeichen der FALSCHMYSTIK, Medjugorje | Tags: Erscheinungen, Gospa, jenseitiges Gericht, Kreuzesopfer, Madonna, Medjugorje, Mirjana 19 Kommentare »Heute enthielt der Newsletter des offiziösen “Medjugorje-Informationszentrums” die sog. Privatbotschaft, die der Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo stets am zweiten Tag jeden Monats durch die “Madonna” zuteil wird. Der Wallfahrtsort Medjugorje liegt in Bosnien-Herzegowina, die seit 1981 laufenden Erscheinungen sind kirchlich nicht anerkannt.
Nachdem Visionärin Mirjana zunächst Anfang der achtziger Jahre tägliche Erscheinungen der “Gospa” (dortiger Bezeichnung Mariens) erhielt, nachdem ihr dabei angeblich zehn “Geheimnisse” anvertraut wurden, erlebt sie nunmehr eigenen Angaben zufolge einmal monatlich himmlische “Einsprechungen”, wobei sie nur noch die Stimme der Gospa vernehmen kann, ohne ihre Gestalt zu sehen.
Nun folgt der volle Wortlaut der gestrigen “Botschaft” (Hervorhebungen mit Linien durch uns):
“Liebe Kinder! Ich rufe euch auf, im Geist eins zu sein mit meinem Sohn. Ich rufe euch auf, dass ihr durch das Gebet und durch die heilige Messe, wenn mein Sohn sich auf besondere Weise mit euch vereint, versucht, so wie Er zu sein: so dass ihr, wie Er, immer bereit seid, den Willen Gottes zu tun und nicht sucht, dass sich euer Wille erfülle. Denn, meine Kinder, durch den Willen Gottes seid ihr – existiert ihr, aber ohne den Willen Gottes seid ihr nichts. Ich als Mutter ersuche euch, dass ihr mit eurem Leben über die Herrlichkeit Gottes sprecht, denn auf diese Weise werdet ihr auch euch nach Seinem Willen verherrlichen. 
Zeigt allen Demut und Liebe zum Nächsten. Durch diese Demut und Liebe hat mein Sohn euch gerettet und euch den Weg zum Himmlischen Vater geöffnet. Ich bitte euch, den Weg zum Himmlischen Vater all jenen zu öffnen, die Ihn nicht kennen gelernt und ihr Herz nicht Seiner Liebe geöffnet haben. Mit eurem Leben öffnet den Weg all jenen, die noch im Suchen der Wahrheit umherirren. Meine Kinder, seid mir Apostel, die nicht umsonst gelebt haben. Vergesst nicht, dass ihr vor den Himmlischen Vater kommen und Ihm über euch erzählen werdet. Seid bereit! Von Neuem ermahne ich euch: Betet für jene, die mein Sohn berufen hat, deren Hände Er gesegnet hat und die Er euch geschenkt hat. Betet, betet, betet für eure Hirten. Ich danke euch.”
Hierzu stellen wir Folgendes fest:
1. Dieser Botschaftssermon klingt wie üblich reichlich fromm - das ist eben das sprachliche “Mäntelchen” dieser Aussagen, die allerdings theologische bzw. spirituelle Fehler und “Schiefheiten” enthalten, so etwa der Hinweis: “…denn auf diese Weise werdet ihr auch euch nach Seinem Willen verherrlichen.”
Das Wörtchen “denn” liefert die Begründung für den vorhergehenden Satz, unser Leben solle über die Herrlichkeit Gottes sprechen - dies also deshalb, damit wir uns “auf diese Weise” selber “verherrlichen”. – Zwar heißt es “nach Seinem Willen”, aber die (Selbst-)Verherrlichung des Menschen ist eben keineswegs der Wille des Höchsten.
2. Wohl um diese “verdächtige” Schräglage zu kaschieren, ist im nächsten Satz sogleich von “Demut und Liebe zum Nächsten” die Rede. Es entsteht aber bei den nachfolgenden Aussagen erneut eine merkwürdige (Theo-)Logik:
Es wird nämlich zwar halbrichtig festgestellt, daß Christus uns durch “Demut und Liebe” gerettet habe. Das klingt sehr fromm, verdrängt aber in Wirklichkeit das Kreuz, den Opfertod des HERRN, durch d e n ER uns erlöst hat.
Nachdem also das Kreuz aus dem Blickfeld verschwindet, wird auf derselben Ebene weitergeschwafelt:
Mehrfach wird dazu aufgefordert, anderen Menschen den Weg zu Gott-Vater zu “öffnen”, wogegen nichts einzuwenden wäre, wenn nicht zuvor in der “Botschaft” gesagt worden wäre, durch “Liebe und Demut” habe Christus den Weg zu Gott-Vater “geöffnet”:
Somit erscheint diese Weg-Öffnung Christi als auf d e r s e l b e n Ebene befindlich wie jene Weg-Öffnung durch uns, durch Menschen. Damit wird die Gottheit Christi und sein Opfertod scheinheilig und auf listige Weise verdrängt, denn offenbar geschieht diese “Weg-Öffnung” zu Gott-Vater durch tugendhaftes Verhalten (“Demut und Liebe”) sowohl seitens Christi wie auch seitens der Gläubigen.
Somit wird etwas – freilich durchaus Wohlklingendes und Gutes - unangemessen stark in den Mittelpunkt gerückt, wodurch dem Leser nicht mehr aufleuchtet, daß Christi Kreuzesopfer allein uns das Tor zum Himmel und den Weg zum Vater geöffnet hat: “Niemand kann zum Vater kommen außer durch mich”, erklärte Christus glasklar!
3. Sodann ist der Gospa-Hinweis über unser persönliches Gericht nach dem Tod reichlich banal und pubertär, wonach wir Gott-Vater bei der Gelegenheit “etwas über uns erzählen werden”.
Als ob dieser wichtigste und entscheidende Moment - wenn wir uns vor dem ewigen Richter verantworten müssen, wenn wir Rede und Antwort stehen sollen - ein lockeres, jenseitiges Plauderstündchen sei, bei dem wir Gott mal eben dies oder jenes über uns “erzählen”…
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
Neues aus Medjugorje: Jährliche “Marienerscheinung” der Seherin Mirjana an ihrem Wiegenfest (18. März)
Veröffentlicht: 22. März 2013 Einsortiert unter: Medjugorje | Tags: Beichte, Erscheinung, Medjugorje, Mirjana, Reue, Selbstliebe 6 Kommentare »Mehrere tausend Pilger haben sich am 18.3.2013 in Medjugorje versammelt, einer kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsstätte in Bosnien-Herzegowina. Die Vision Mirjanas begann kurz vor 14 Uhr und dauerte 6 Minuten lang.
Diese “Seherin” will vom 24.6.1981 bis 25.12.1982 tägliche Marienerscheinungen erlebt haben. An jenem Weihnachtsfest hat ihr die “Madonna” das zehnte “Geheimnis” anvertraut und gesagt, daß sie ihr ganzes Leben lang jährlich eine Erscheinung haben werde - und zwar am 18. März, ihrem Geburtstag. 
Die “himmlische” Botschaft am diesjährigen Wiegenfest Mirjanas lautet wie folgt:
“Liebe Kinder! Ich rufe euch auf, dass ihr mit vollkommenem Vertrauen und Freude den Namen Gottes preist und Ihm von Tag zu Tag von Herzen für die große Liebe dankt. Mein Sohn hat euch durch diese Liebe, die Er durch das Kreuz gezeigt hat, die Möglichkeit gegeben, dass euch alles vergeben wird, so dass ihr euch nicht schämen und verstecken müsst und aus Angst die Tür eures Herzens meinem Sohn nicht öffnet. Im Gegenteil, meine Kinder, versöhnt euch mit dem himmlischen Vater, so dass ihr euch selbst werdet lieben können, so wie euch mein Sohn liebt. Wenn ihr euch selber liebt, dann werdet ihr auch die anderen Menschen lieben; ihr werdet meinen Sohn in ihnen sehen und die Größe Seiner Liebe erkennen. Lebt im Glauben! Mein Sohn bereitet euch durch mich für die Werke vor, die Er durch euch bewirken möchte und durch die Er sich verherrlichen möchte. Dankt Ihm. Besonders dankt Ihm für die Hirten, für eure Vermittler in der Versöhnung mit dem himmlischen Vater. Ich danke euch, meinen Kindern. Ich danke euch.”
Hierzu stellen wir fest:
1. Es wird gesagt, daß Gott “euch alles vergeben wird, so dass ihr euch nicht schämen und verstecken müsst”. - Warum ist hier nicht vom Bußsakrament die Rede? - Was soll überhaupt dieser pubertäre Hinweis vom “verstecken”?
2. Die Aufforderung, sich mit Gott zu versöhnen, wird sodann ausdrücklich damit begründet, “so dass ihr euch selbst werdet lieben können, so wie euch mein Sohn liebt. Wenn ihr euch selber liebt, dann werdet ihr auch die anderen Menschen lieben”. - Erst wird die Beichte unterschlagen, dann wird auch noch der Sinn der Reue in eine egoistische Richtung gewendet, nämlich damit wir “uns selbst lieben können”. – Zudem wird unsinnigerweise behauptet: “Wenn ihr euch selber liebt, dann werdet ihr auch die anderen Menschen lieben”.
Nun könnte der Einwand kommen, eine gesunde Selbstliebe sei ebenfalls ein göttliches Gebot, heiße es doch: “Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst”.
Aber dann gäbe es ja drei Hauptgebote – es sind jedoch zwei: Gottes- und Nächstenliebe. Bei der Formulierung “wie dich selbst” wird die Selbstliebe als selbstverständliche Gegebenheit und Seelenverfassung vorausgesetzt – und der Mensch aufgefordert, den anderen so zu lieben, wie er sich selber o h n e h i n schon liebt.
Zudem heißt es bei Paulus: “Einer achte den anderen höher als sich selbst.” - D a s ist biblische Botschaft und echt christliche Haltung, nicht das psychologisierende Schönwettergerede von Medjugorje!
Der jüngste Unsinn aus Medjugorje läßt grüßen: Die heutige “Monatsbotschaft” vom 25. Februar 2013
Veröffentlicht: 25. Februar 2013 Einsortiert unter: Medjugorje 31 Kommentare »Der “Seherin” Marija Pavlovic-Lunetti aus Medjugorje in Bosnien-Herzegowina erscheint - eigenen Angaben zufolge - täglich (!) die “Königin des Friedens” - und dies sage und schreibe seit dem 24. Juni 1981, also bereits über 31 Jahren Tag für Tag…
Wers glaubt, wird deswegen zwar nicht selig, bleibt aber immerhin naiv – einmal abgesehen davon, daß diese “Privatoffenbarungen” ohnehin kirchlich nicht anerkannt sind.
An jedem 25. des Monats empfängt die Visionärin angeblich von der Gottesmutter eine Botschaft, die - so heißt es im Medju-Center wörtlich – “in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet ist”.
Nun wurde heute aus Medjugorje die himmlische Monats-Offenbarung dieses Tages verkündet, die wir - ihrer enormen Welt-Bedeutung wegen - mit der gebührenden Aufmerksamkeit studieren wollen:
„Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch zum Gebet auf. Die Sünde zieht euch zu den irdischen Dingen, ich aber bin gekommen um euch zur Heiligkeit und zu den göttlichen Dingen zu führen, ihr aber kämpft und verbraucht eure Energie im Kampf mit dem Guten und dem Bösen, das in euch ist. Deshalb, meine lieben Kinder, betet, betet, betet, bis euch das Gebet zur Freude wird und euer Leben zu einem einfachen Gang zu Gott wird. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!”
Aus unserer Sicht stellen sich hierzu folgende schlichte Fragen:
1. Warum erscheint die “Madonna” seit über drei Jahrzehnten alle Tage wieder der “Seherin” Marija, um ihr beizubringen, daß die “göttlichen Dinge” wichtiger sind als die “irdischen Dinge”? – Steht das nicht viel besser formuliert in der Heiligen Schrift? Kann man dies nicht in jedem gediegenen Katechismus nachlesen? Lehrt uns das nicht allein schon der gesunde christliche Menschenverstand?
2. Nun hält die “Erscheinung” den “lieben Kindern” vor, daß sie ihre “Energie im Kampf mit dem Guten und dem Bösen verbrauchen” würden – eine gar merkwürdige Logik: Was soll das Gerede von einem “Kampf” mit dem “Guten”?
3. Nun sollen die erscheinungsverwöhnten “Kinder” – inzwischen längst erwachsene Personen - also “beten, beten, beten”, bis das Gebet ihnen zur “Freude” wird (das hat nach Jahrzehnten offenbar immer noch nicht geklappt) - und damit ihr Leben “zu einem einfachen Gang zu Gott wird”. - So simpel “einfach” ist das Christenleben aber noch nie gewesen, denn immer bedeutet es Anstrengung, Überwindung und Kampf - freilich nicht mit dem Guten, sondern allein mit dem Bösen!
Aber auf weiteren Unsinn kommt es in den Medju-Botschaften sowieso nicht mehr an - es zählt nur noch der Unterhaltungswert dieser vermeintlichen Himmelskundgaben.
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
Anonyme “Seherin” lobt Medjugorje: Wie sich Visionäre gerne gegenseitig bestätigen…
Veröffentlicht: 20. Januar 2013 Einsortiert unter: Kennzeichen der FALSCHMYSTIK, Medjugorje | Tags: Botschaften, John Essef, Medjugorje 25 Kommentare »Innerhalb des erscheinungsbewegten Lagers kann man hinsichtlich der “Konkurrenz” verschiedener Privatoffenbarungen drei Reaktionsweisen erleben:
Entweder bezieht eine vermeintlich “begnadete Seele” überhaupt keine Stellung zu sonstigen Erscheinungen an anderen Orten (als gäbe es diese nicht) - oder sie spricht den anderen Phänomenen ihre “Echtheit” ab - oder die Visionäre bestätigen sich, was recht häufig vorkommt, weil sich die “Seher” dadurch gegenseitig in ihrem Erscheinungsglanz sonnen können.
Einer unserer eifrigsten Leserkommentatoren (Nickname “Gelobt sei Jesus Christus”) hat hierfür ein aufschlußreiches Beispiel ausgegraben, das wir leicht gekürzt dokumentieren:
“Nachfolgend ein Zitat aus den “Botschaften” an ein anonymes Sprachrohr. Es handelt sich dabei um sogenannte Einsprechungen = inneres Hören. Da kann heute jeder anonym mitfaseln, denn mehr als Gefasel sind auch diese “Einsprechungen” nicht. 
Es findet hier überhaupt Erwähnung, da die deutschen Übersetzungen von dem Franziskanerpater Gerhard Wenzel (Impressum) verbreitet werden. Der Geistliche, der für die englischsprachigen Originaltexte zuständig ist, wird als “Monsignore John Esseff” vorgestellt.
Auf den Webseiten ist Folgendes über ihn zu lesen, wobei sein geistlicher Lebenslauf wohl als Qualitäts- und Gütesiegel für diesen Unfug herhalten soll.
Leider gibt es viele Katholiken, die aufgrund der Beteiligung von Geistlichen oft ihr eigenes “Hirnkasterl” abschalten, diese Priester für sie denken lassen und sich jeden einmal begonnenen Unfug bis zum bitteren Ende verkaufen lassen.
Diese Gläubigen und jene Geistlichen kommen aus einer solchen selbst gewählten “Botschaftsfalle” nur sehr schwer wieder heraus:
Zitat:
1959 wurde P. Pio mein geistlicher Begleiter. Später war ich viele Jahre der geistliche Leiter für Mutter Teresa von Kalkutta. Ihr zuliebe reiste ich durch die ganze Welt und gab ihren Schwestern religiöse Einkehrtage.
http://www.schlangenzertreterin.de/
Zitat Ende
Nachstehend das Zitat aus diesen Einsprechungen von “Maria” an das anonyme Sprachrohr zum Thema Medjugorje:
Zitat 264 / 23. Februar 2012:
Die bevorstehenden Umwälzungen und der Schatz von Medjugorje
Maria:
Was muss getan werden? Ich sage es klipp und klar: „Geht nach Medjugorje“! Ich spreche nicht davon, dass man physisch reisen soll (obwohl dies jedem auch gut täte). Ich spreche in einem geistigen Sinn. An jenem Ort habe ich die „Ereignisse“ über drei Jahrzehnte lang erklärt. Die Leute haben meine Lehren treu aufgezeichnet und haben sie verbreitet. Sie sind wirklich ein großer Schatz. Obwohl es spät geworden ist und es noch immer Leute gibt, die nie von dem kleinen Ort gehört haben, kann jeder die versäumte Zeit noch nachholen. Medjugorje birgt einen Schatz und wird ihn mit der ganzen Welt gerne teilen. Lest über dieses Dorf! Lest von meinen Erscheinungen! Lest meine Botschaften! Ich will euren Sinn formen und ihr werdet wissen, was zu tun ist.
http://www.schlangenzertreterin.de/264-die-bevorstehenden-umwalzungen-und-der-schatz-von-medjugorje/
Zitat Ende
Diese “Maria” offenbart der andächtigen Botschaftsgemeinde ein Geheimnis: In Medjugorje und nur dort gibt es einen “Schatz”. – Welchen Schatz verrät sie uns nicht, aber teilbar ist der Schatz mit der ganzen Welt - ziemlich großspurige Aussage einer “Mutter”, besonders im Hinblick auf die Menschen, die sich eine Fahrt nach Medjugorje nicht leisten können und von diesen “außergewöhnlichen Gnaden” und dem “Schatz” in ihrem Leben bestimmt auch nie hören werden.
Der einzige “Schatz”, den es in Medjugorje gibt, sind die Schatztruhen deren, die an diesem Spektakel gut verdienen.”
“Erscheinungen” in Medjugorje: Nicht Kardinal Ruini entscheidet, sondern Erzbischof Müller und der Papst
Veröffentlicht: 13. Januar 2013 Einsortiert unter: Medjugorje | Tags: Camillo Ruini, Erzbischof Müller, Kommission, Medjugorje, Papst, Vatikan 38 Kommentare »Am 4. Januar 2013 veröffentlichte die erscheinungsbewegte Nachrichtenseite “kath.net” einen Artikel mit dem Titel bzw. Aufruf: “Kardinal Ruini: Verehrt Gott in Medjugorje!”
Man reibt sich die Augen und überlegt, ob man nun etwa ins ferne Medjugorje nach Bosnien-Herzegowina fahren soll, um Gott zu verehren?
Der erwähnte italienische Kardinal ist Vorsitzender jener Kommission, die den kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort Medjugorje im vatikanischen Auftrag untersucht. 
“Kath.net” beruft sich hinsichtlich des angeblichen Ruini-Lobes auf die kroatische Zeitung “Slobodna Dalmacija”, derzufolge Kardinal Ruini dazu “einlädt”, in Medjugorje “Gott die Ehre zu erweisen” - was immer dies genau heißen mag.
Womöglich handelt es sich auch diesmal um eine Presse-Ente (von denen es in der Causa Medjugorje etliche gab). So machten zB. Spekulationen die Runde, aus Medjugorje werde ein eigenes Bistum errichtet, was schon angesichts der niedrigen Katholikenzahl äußerst merkwürdig wäre.
Abgesehen davon entscheiden weder Kardinal Camillo Ruini noch seine Kommission über die endgültige kirchliche Beurteilung der dortigen “Marienerscheinungen”, wenngleich das Expertengremium aus 17 Mitgliedern den Vatikan berät.
Es ist keineswegs Aufgabe dieser Kommission, öffentliche Erklärungen abzugeben, sondern diskret und intern zu arbeiten. Schon deshalb sind angebliche Äußerungen von Kardinal Ruini mit Vorsicht zu genießen, zumal die Gerüchteküche um Medjugorje seit Jahrzehnten blüht und gedeiht.
Die Entscheidung über die kirchliche Stellung zu Medjugorje fällt allerdings ohnehin die römische Kongregation für die Glaubenslehre, also Erzbischof Gerhard Ludwig Müller in Abstimmung mit Papst Benedikt.
Wirre Weihnachts-Weisheiten von der “Gospa” zu Medjugorje
Veröffentlicht: 28. Dezember 2012 Einsortiert unter: Medjugorje | Tags: Botschaft, Gospa, Jakov Colo, Madonna, Medjugorje 4 Kommentare »Zu den “Sehern” von Medjugorje - einem kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort - gehört Jakov Colo. Der Knabe war erst zehn Jahre alt, als ihm und den anderen jugendlichen Visionären im Sommer 1981 zum ersten Mal die “Gospa” erschienen sein soll, wie die Madonna dort in Bosnien-Herzegowina genannt wird.
Jakov ist mittlerweile seit langem verheiratet und hat drei Kinder; zugleich leitet er eine Kinder-Gebetsgruppe in der Pfarrgemeinde Medjugorje. 
Am 12. September 1998 endeten die täglichen (!) Marienvisionen bei Jakov. Seitdem erscheint ihm die Gospa nur noch einmal jährlich am Weihnachtsfest.
Hier folgt nun die aktuelle “Jahresbotschaft” an Jakov vom 25. Dezember 2012:
„Liebe Kinder, schenkt mir euer Leben und übergebt euch mir vollkommen, damit ich euch helfen kann, meine mütterliche Liebe und die Liebe meines Sohnes zu euch zu begreifen.
Meine Kinder, ich liebe euch unermesslich, auch heute auf besondere Weise am Tag der Geburt meines Sohnes, möchte ich jeden von euch in meinem Herzen aufnehmen und eure Leben meinem Sohn schenken.
Meine Kinder, Jesus liebt euch und gibt euch die Gnade, in Seiner Barmherzigkeit zu leben, aber viele eurer Herzen sind von der Sünde ergriffen und ihr lebt in der Finsternis.
Deshalb, meine lieben Kinder, wartet nicht, sagt nein zur Sünde, eure Herzen aber übergebt meinem Sohn, denn nur so könnt ihr die Barmherzigkeit Gottes leben und euch mit Jesus in euren Herzen auf den Weg des Heils aufmachen.“
Abgesehen von der üblichen “frommen” Platte, die hier zum x-ten Male abgespult wird, fällt wieder einmal folgende Merkwürdigkeit auf:
Nun erscheint seit über 30 Jahren die himmlische Mutter angeblich in Medjugorje, teils täglich, teils monatlich, teils jährlich, teils zu den Geburtstagen der “lieben Kinder” - je nach Laune der “Gospa” und den Lebensumständen der Seher.
Doch die sogenannten “lieben Kinder” leben immer noch “in der Finsternis” und sie sind “von der Sünde ergriffen”. Da fragt man sich schon ein wenig nach dem Sinn der mittlerweile insgesamt über 40.000 Marienerscheinungen zu Medjugorje….
Vor genau 15 Jahren erhielt die “verborgene Seherin Anna” aus Ohlau ein “Verheißungsgebet”
Veröffentlicht: 8. Dezember 2012 Einsortiert unter: Kennzeichen der FALSCHMYSTIK, Ohlau (Polen) | Tags: 8. Dezember, Erscheinungen, Kasimir Domanski, Madonna, Miterlöserin, Ohlau, Seherin Anna Schreibe einen Kommentar »Ohlau: Der Visionär Kasimir Domanski und die “Seherin Anna”
Um den 8. Dezember, an dem Katholiken das Hochfest der Immaculata feiern, reihen sich etliche “Andachtsformen” aus gewissen Privatoffenbarungen, die kirchlich nicht anerkannt sind.
Dazu gehört zB. die weitverbreitete “Gnadenstunde” am 8. Dezember um 12 Uhr mittags, die auf Montichiari zurückgeht – oder die sog. “Verheißung der Gottesmutter”, die sich auf eine ganze Serie von Erscheinungen in Ohlau (Polen) beruft.
Diese “Verheißung” wurde mehrfach im Internet verbreitet, zB. hier: http://www.kreuz-jesus.de/printable/ablass/8-dezember–unbefleckte-empfaengnis-mariens/index.php
Es heißt dort, die “Königin des Friedens” habe im Ohlauer Sanktuarium (Heiligtum) ein besonderes Stoßgebet mit wunderbarer “Wirkung” geoffenbart - und zwar genau am 8. Dezember 1997, also auf den Tag genau vor fünfzehn Jahren.
Empfängerin der Marienvision sei die “im Verborgenen lebende Seherin Anna” gewesen. 
Haargenau 33 “Botschaften für die ganze Welt” (diese Zahl entspricht den Lebensjahren Christi) soll die “Begnadete”, eine ältere Dame aus Warschau, in Ohlau erhalten haben.
Die Erscheinungsmadonna hat ihr angeblich vor 15 Jahren das folgende Stoßgebet als besonders wirkungsmächtig geoffenbart:
“O Maria, Mutter Gottes, Miterlöserin der ganzen Menschheit, bitte für uns.”
Der Titel “Miterlöserin” gehört nicht zur lehramtlichenVerkündigung der Kirche über Maria. Wie hier im CHRISTLICHEN FORUM bereits erläutert wurde, hält Papst Benedikt diesen Ausdruck für mißverständlich bis irreführend – und dies sicher zu Recht.
Gerade am 8. Dezember, dem Hochfest der Immaculata, feiern wir doch die Gottesmutter als Erst-Erlöste und Voll-Erlöste des Neuen Bundes: Gott hat Maria in seiner gnädigen Huld und im Hinblick auf die erlösenden Verdienste Christi vor der Erbsünde bewahrt.
Die Madonna ist also eine Erlöste - dann kann sie logischerweise wohl kaum gleichzeitig eine “Erlöserin” sein, auch keine Miterlöserin im eigentlichen Sinne, sondern lediglich im un-eigentlichen Sinne, nämlich als geschöpfliche Mitarbeiterin am Heilswerk ihres göttlichen Sohne, als eine vorzügliche Helferin von Gottes Gnaden!
Zurück zur “Seherin” Anna aus Ohlau, die von der Gottesmutter angeblich erfuhr, daß dieses erwähnte Stoßgebet zur “Miterlöserin” mit einer großartigen Verheißung verbunden sei:
“Für jedes andächtige, aus offenem Herzen kommende Stoßgebet erlöst mein Sohn tausend Seelen aus dem Fegefeuer.”
Ist das Gebet selbst schon fraglich genug, so ist die daran geknüpfte “Verheißung” offensichtlicher Unfug, der zudem mit der kirchlichen Ablaßlehre nicht übereinstimmt.
Aber in Ohlau - wie gesagt: kirchlich nicht anerkannt! – ging es ohnehin wundersam drunter und drüber, gab es dort doch hunderte von Erscheinungen, die dem bekannten polnischen Seher Kasimir Domanski angeblich zuteil wurden.
Der “stigmatisierte” Visionär erhielt vor allem die in diesen Kreisen üblichen “Droh-Botschaften” über göttliche Strafgerichte, den Dritten Weltkrieg und sonstige kommende “Züchtigungen” - alles durchaus geeignet, um im erscheinungsbewegten Spektrum recht viel Pankstimmung zu erzeugen.
Für spätetens 1999 wurde diese weltweiten Strafgerichte vorausgesagt - und als das Jahr 2000 unbeschadet eintraf, hieß es, durch gar so viele Gebete und Bußleistungen frommer Seelen, zumal derer aus Ohlau, sei der Menschheit noch einmal eine “Gnadenfrist” vom Himmel gewährt worden etc – also die typische Ausrede in jenen Kreisen, wenn man sich wieder einmal mächtig mit falschen Ankündigungen vergaloppiert hat.
Dem Seher Kasimir Domanski sollen freilich nicht allein Gott-Vater höchstselbst, sondern auch Christus und die Madonna erschienen sein, nicht zu vergessen Pater Pio und Sr. Faustyna, die heutzutage häufig bei Visionen verschiedenster Herkunft “anzutreffen” sind.
Zudem berichtete man in Ohlau, das zeitweise von zehntausenden Pilgern heimgesucht wurde (siehe Foto), von “mystischen Ereignissen” und spektakulären Schauwundern aller Art, von angeblichen Sonnenwundern, Bluttränen-Madonnen, Hostienwundern, Duft-Phänomenen, der Stigmatisation des “Sehers” usw.
Als dieser verstarb, erhielt die ihm geistlich verbundene, “verborgene” Seherin Anna weitere Visionen, so daß der wundersüchtige Botschaftszirkus munter weiterging…
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster
Zeichen und Wunder: Ein “Himmelskreuz” in Medjugorje?
Veröffentlicht: 30. November 2012 Einsortiert unter: Medjugorje | Tags: Chemtrails, Kondensstreifen, Kreuz, Medjugorje, Zeichen Schreibe einen Kommentar »DIESES FOTO wurde heute von einem wundergläubigen User auf Gloria-TV (http://de.gloria.tv/?media=365383) veröffentlicht, wobei es sich natürlich wieder einmal um ein besonderes Himmelszeichen handeln soll, das - aber sicher doch – aus Medjugorje stammt, einer kirchlich nicht anerkannten Marienerscheinungsstätte in Bosnien-Herzegowina. 
Die einen mögen das Bild mit den üblichen Kondensstreifen von Flugzeugen erklären, eher konspirativ orientierte Zeitgenossen werden vielleicht an “Chemtrails” denken oder sonstige Erklärungen anbieten. Worum es sich hier aber sicherlich nicht handelt: ein Zeichen vom Himmel.
Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind, so spötteln die Ungläubigen gerne - doch der wahre Glaube hat solche vermeintlichen Mirakel nicht nötig, der Aberglaube hingegen schon.
Jenseits von Wunderflucht und Wundersucht wissen wir, daß der Allmächtige ein Gott ist, der Wunder tut – aber ER hat keine theologisch sinnlosen “Schauwunder” nötig - schon gar nicht solche, die keineswegs “wunderbar” sind, sondern sich leicht natürlich erklären lassen.


