Medjugorje: Monatsbotschaft an “Seherin” Marija betont Weitergabe der “Schönheit”

Von Felizitas Küble

Am 25. September wurde in der (kirchlich nicht anerkannten, aber weithin bekannten) Pilgerstätte Medjugorje eine neue “Monatsbotschaft” verkündet, die  – wie es in der offiziellen Mitteilung von dort heißt  - “in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet ist”. DSC07339

Empfängerin der Privatoffenbarung ist die Visionärin Marija Pavlovic-Lunetti, die  – eigenen Angaben zufolge – tägliche Erscheinungen der Gottesmutter erlebt  – und dies seit über 33 Jahren, nämlich seit dem 24. Juni 1981. 

Angeblich präsentiert sich die Madonna der Familienmutter als “Königin des Friedens”. Die “Monatsbotschaften” werden stets veröffentlicht; die jüngste lautet wie folgt:

„Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch auf, dass auch ihr wie die Sterne seid, die mit ihrem Glanz dem Nächsten Licht und Schönheit geben, um sich zu freuen.

Meine lieben Kinder, seid auch ihr Glanz, Schönheit, Freude und Frieden und insbesondere das Gebet für all jene, die fern von meiner Liebe und der Liebe meines Sohnes Jesus sind.

Meine lieben Kinder, bezeugt euren Glauben und euer Gebet in Freude, in der Freude des Glaubens, der in euren Herzen ist, und betet für den Frieden, der eine wertvolle Gabe von Gott ist. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Auf den ersten Blick klingt diese angebliche Himmelsmitteilung wieder einmal fromm und nett. Freilich fragt man sich bei näherer Betrachtung Folgendes:

1. Wozu die zweifache Aufforderung an die “lieben Kinder”, sie sollten dem Nächsten “Schönheit” geben? Welche “Schönheit”? Leibliche, geistige, geistliche?

2. Weshalb zweimal der Appell, “Glanz” zu sein für die anderen?  – Als Christen sollen wir das Licht der Welt sein  –  von “Glanz” ist in der Heiligen Schrift nicht die Rede.  Davon, daß wir für andere “Schönheit” sein sollen, übrigens auch nicht.

3. Reichlich merkwürdig wirkt zudem betr. der Ungläubigen der Hinweis auf jene, die “fern von meiner Liebe und der Liebe meines Sohnes Jesus sind”.  –  Warum sollte die wahre Gottesmutter   z u e r s t   ihre Liebe und danach die Liebe ihres göttlichen Sohnes erwähnen?  – Selbstverständlich ist die umgekehrte Reihenfolge angesagt!

Bild: Evita Gründler

 

 


“Garabandal” und die Geheimniskrämerei um das Datum der “Warnung”

Jahrzehntelanges Verwirrspiel der Garabandal-“Seher” entlarvt

Hinter diesem geheimnisvollen Datum verbirgt sich das von Anhängern der Garabandal-“Erscheinungen” seit Jahrzehnten sehnsüchtig erwartete Ereignis der weltbewegenden “Warnung”.

Dieses einzigartige religiös-dramatische Geschehnis bietet neben der bekannten Gewissenschau, die auch tödlich enden kann und tausend Mal schlimmer als ein Erdbeben sein soll, eine Nacht der Schreie, nebst Stillstand aller Motoren und kurze Zeit danach ein in Garabandal Bsp-7stattfindendes einzigartiges “Wunder”.

Der Zeitpunkt dieser globalen “Warnung”  –  Experten sprechen in diesem Zusammenhang von “Zeiten und Fristen”   –  ist jedoch so geheim, dass weder dem “himmlischen Sohn” (!) noch der “himmlischen Mutter” bekannt ist, wann dieses Ereignis eintreffen soll.

Als Geheimnisträger wird nach den “Botschaften” aus Garabandal allein der “himmlische Vater” genannt, da der Zeitpunkt der “Warnung” einzig (!) im “Plan des allmächtigen Gottes” verborgen liegt.

So steht es auf den Internetseiten der Experten   –  und so wird dieses zukünftige Geschehnis auch weiterhin von unbelehrbaren “Garabandal-Anhängern” verbreitet und beworben, die selbst nach dem unerwarteten Tod von blinden Joey Lomangino noch von einer “Großen Warnung” und dem darauf folgenden “Großen Wunder” träumen.

Die “Botschaft” über den im “Plan des allmächtigen Gottes” verborgenen Zeitpunkt der “Großen Warnung” stammt angeblich von der “Gottesmutter”. So verbindlich sagte es die “Hauptseherin” Conchita Gonzales am Tag nach der letzten Erscheinung im November 1965 dem Buchautor Albrecht Weber, der auch Inhaber des WETO-Verlags in Meersburg ist. (Quelle: http://www.garabandal-zentrum.de/html/body_warnung_-_das_aviso.html) christus

Albrecht Weber ist ein in der “Garabandal-Szene” anerkannter “Experte” mit Zweitwohnsitz in Garabandal. DerAutor hat zum Thema einige Bücher veröffentlicht und verfügt über beste Kontakte zur Garabandal-Hauptseherin Conchita Gonzales und ihrem Internetsprachrohr, dem Amerikaner Glenn Hudson.

Da die Begleiterscheinungen rund um die globale “Warnung” auf den ersten Blick sehr gewichtig, dramatisch, einschüchternd und beeindruckend klingen, werden sie so manche empfindsame Seele davon abhalten, dieses wohlgehütete Geheimnis kritisch zu hinterfragen.

Denn wer wird sich schon gerne mit dem “Himmel” anlegen, wenn von Anhängern so gewichtige Persönlichkeiten wie Papst Paul VI. und Pater Pio als vermeintliche Zeugen für die Echtheit des “Garabandal-Spektakels” angeführt werden?

Datum der Warnung: Garabandal-Ente

Daher folgt hier nun eine Zusammenfassung der bekannten Fakten. Es wird sich herausstellen, dass es sich auch bei diesem “Geheimnis”, das so tief im “Plan des Allmächtigen” verborgen liegt, nur um eine weitere, von den Anhängern sorgsam gepflegte, sich selbst entlarvende und überaus alberne “Garabandal-Ente” handelt.???????

So stellt sich hierzu die interessante Frage: Was dürfen der “göttliche Sohn” und die “himmlische Mutter” wissen, was nicht auch jeder Sterbliche weiß, der sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzt?

Dabei ist die Antwort auf eine Frage erhellend, welche die im Jahr 2009 verstorbene “Seherin” Marie Loli über den Zeitpunkt dieses Ereignisses gab und über welches Wissen die “Hauptseherin” Conchita Gonzales dann sinnigerweise auch verfügen muss. Ein Wissen freilich, das doch angeblich so geheim im “Plan des Allerhöchsten” verborgen ist, dass selbst der “SOHN” und die “Mutter”  n i c h t darüber in Kenntnis gesetzt sind.

Unter der genannten Quelle lässt sich Albrecht Weber im Überschwang der Begeisterung für “Garabandal” und dem Versuch, dieses Geheimnis zu erklären, sogar dazu hinreißen, die Geheimnistuerei des “himmlischen VATERS” um dieses Datum mit Matthäus 24,3-12 und der Apostelgeschichte 1,7 zu vergleichen:“Apg 1,7: Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.”pic_526a50cce0863

Wie sehr dieser herbeigezogene Vergleich betreff des Zeitpunkts der “Warnung” nicht nur hinkt, sondern hinfällig ist, sei hier erläutert: 

  1. Der “Hauptseherin” Conchita Gonzales soll das genaue Datum des “Wunders” mit Tag, Monat, Jahr und Stunde bekannt sein. Dieses Ereignis soll an einem “Donnerstag um 20.30 Uhr” in Garabandal stattfinden. Wobei Conchita  –  einst vom zuständigen Bischof zum Datum des “Wunders” befragt  –  an einer merkwürdigen Erinnerungslücke litt, die ihr im nachhinein sehr peinlich war.  Zudem verschwand vor dieser Befragung ein Brief mit dem “Wunder-Datum” an das bischöfliche Ordinariat von Santander auf rätselhafte Weise. Diese peinliche Empfindung hielt die “Hauptseherin” aber kurze Zeit später nicht davon ab, sich auskunftsfreudig gegenüber weder zuständigen noch in der Verantwortung stehenden Personenkreisen über Zeiträume (Fristen ) zu äußern, in denen das “Wunder” zu erwarten ist. So legt die “Hauptseherin” wohldokumentiert fest, dass das “Wunder” nur in den Monaten März, April, Mai und dann nur zwischen dem 8. und dem 16. des Monats stattfinden kann.

Zitat:  On August 10, 1971, while talking to a group of Americans, she (Conchita Gonzales) offered this revealing information: “It (the miracle) will take place on or between the eighth and sixteenth of March, April or May. It will not happen in February or June.”

Quelle: http://www.garabandal.us/prph_great_miraclemedia-377708-2

  1. Die im Jahr 2009 verstorbene “Seherin” Marie Loli antwortet in einem Interview am 27. Juli 1975 auf die Frage nach der “Warnung”, dass ihr das Jahr dieses Ereignisses bekannt ist, sie aber in ihrem Innern  f ü h l t, nicht darüber sprechen zu sollen, da die “Warnung” und das “Wunder”  i m   s e l b e n   J ah r  (!)  stattfinden werden (… are within the same year! ).

Zitat von Mari Loli aus jenem Interview:

  1. Did the Blessed Mother tell you not to speak about the Warning?
    A. No, she didn’t, but, because the Warning and the Miracle are within the same year, I feel it inside not to say anything.

Quelle: http://www.garabandal.us/pdfs/The-Warning-and-the-Miracle.pdf

Dem aufmerksamen Leser wird schon jetzt nicht entgangen sein, dass Mari Loli das Jahr der “Warnung” bekannt ist, obwohl Conchita 1965 gegenüber Albrecht Weber noch erklärt hat, dass dieses höchstgeheime “Warnungs- Datum” im “Plan des Allmächtigen” verborgen ist.

Da hat die “Erscheinung” vergessen zu ergänzen, dass es sich bei dem verborgenen Datum nur um einen Teil des geheimen Plans handelt, der sich lediglich auf Monat und Tag dieses Ereignisses beschränkt.

Aus diesen Informationen der “Seherinnen” können nachfolgende Schlüsse gezogen werden:0022

  1. Dem “HERRN” und seiner “Mutter” muss  –  wie auch Conchita  –  das Datum des “Wunders” mit Tag, Monat, Jahr und Stunde bekannt sein, da Conchita das Datum des “Wunders” von der “himmlischen Mutter” empfangen hat.
  2. Die verstorbene Marie Loli gab vor zu wissen, dass ihr das Jahr der “Warnung” bekannt ist. Da sie weiterhin mitteilte, dass die “Warnung” und das “Wunder” im selben Jahr stattfinden werden, musste Sie auch wissen, in welcher zeitlichen Frist (!) die dem “Wunder” vorausgehende “Warnung” zu erwarten ist. Diese Auskunft erhielt Mari Loli aus einem Interview der “Hauptseherin” Conchita aus dem Jahr 1971, worin Conchita das “Wunder” spätestens bis zum 8. Mai eines Kalenderjahres ankündigen muss.
  3. Der gleiche Schluss lässt sich auch auf Conchita anwenden – nur mit einem kleinen Rechenunterschied. Da Conchita der genaue Zeitpunkt des “Wunders” bekannt ist, abzüglich acht Tage Vorankündigung, kann sie den Zeitraum, die “Zeit und die Frist”  –  in der die “Warnung” zu erwarten ist  –  noch weiter eingrenzen.

Diese Informationen, die durch die “Seherinnen” selbst mitgeteilt wurden, lassen zusätzlich den logischen Rechenschluss zu, dass es ab dem 7. Mai eines Kalenderjahres nicht mehr zu einem der genannten Ereignisse (“Warnung” und “Wunder”) im Verlauf des Kalenderjahres kommen kann.

Das zeigt auch, wie absurd und lächerlich die “Warnungs-Ankündigungen” sind, die schon so oft von Anhängerseite und aus “Warnungs-Ir(r)land” zum Ende eines Jahres hin – ganz aufgeregt beschworen wurden.

Fazit:

Dieses “Große Geheimnis” um das Datum der “Großen Warnung”, das im “Plan des Allerhöchsten” verborgen sein soll, ist so geheim, dass es Conchita im günstigsten Fall auf die ersten 59 Tage des Kalenderjahres und im ungünstigsten Fall auf die ersten 127 Tage des Kalenderjahres präzise eingrenzen kann, da ihr angeblich der genaue Zeitpunkt des von ihr anzukündigen “Großen Wunders” bekannt ist.media-375643-2

Es ist bestimmt nicht zu viel vom Leser verlangt, daraus zu folgern, dass die tiefschürfende Erkenntnis über diese sehr präzisen “Zeiten und Fristen” (59 bis 127 Tage)  –  nicht nur Conchita, sondern auch dem “HERRN” und seiner “Mutter” bekannt sein dürften.

Dem himmlischen Vater zu unterstellen, hier eine “Daten-Geheimniskrämerei” gegenüber “Sohn und Mutter” zu betreiben, wobei es sich minimal um 59 Tage und maximal um die ersten 127 Tage eines nicht nur der sterblichen Conchita bekannten Kalenderjahres handelt, das ist schlichtweg nicht nur albern, sondern ist geeignet, den wahren Glauben der Lächerlichkeit preiszugeben.

So ist und bleibt das ganze “Garabandal-Theater” eine Inszenierung von unten, die sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter selbst entlarvt hat. Die Geschwätzigkeit der “Seherinnen” hat ihren Teil dazu beigetragen. Das wird die Unbelehrbaren jedoch nicht davon abhalten, sich weiterhin Hintertürchen zu suchen, um dieses Spiel aus trüben Quellen weiter zu pflegen.

So schaut auch Glenn Hudson, das Internetsprachrohr von Conchita Gonzales, ganz gespannt auf die im Oktober 2014 in Rom stattfindende, außerordentliche Bischofssynode und terminiert die “Warnung” nach diesem Ereignis. Er bezieht sich dabei auf eine “Botschaft” an die verstorbene Marie Loli, welche die “Warnung” bald nach einer wichtigen Synode angekündigt hat.

Blick in die Zukunft:

Es wird keine in Garabandal angekündigte globale “Warnung” geben. Ich sehe nur die Gefahr, dass ein jederzeit möglicher, erdgerichteter koronarer Massenauswurf (CME) die Erdatmosphäre farblich beeindruckend aufleuchten lässt (Polarlicht).

Einige aufgeregte “Warnungsjünger”, die seit Jahren nicht nur die ganze Verwandtschaft verrückt gemacht haben, könnten dann glauben, dass die “Warnung” im Anmarsch ist und vor lauter innerer Anspannung einen Herzinfarkt bekommen. Es würde dann unverhofft die Falschen treffen.

Ein solch beeindruckendes Ereignis  –  auch als “Fatima Storm” bekannt  –  fand im Januar 1938 statt. Nähere Infos sind unter den Stichworten “Aurora borealis 1938″ im Internet zu finden.

Ein “Wunder” wird es mit Sicherheit geben. Es wird dann eintreffen, wenn sich auch die “Hauptseherin” Conchita Gonzales aus diesem Erdenleben verabschiedet hat. Die noch verbliebenen Anhänger werden dann einsehen, dass ihnen kein “Großen Wunder” vergönnt ist, sondern sie vielmehr auf ihrer Rat- und Fassungslosigkeit sitzen bleiben.

Nach dieser Erkenntnis wird sich der Garabandal-Fanclub wirklich lang anhaltend “w u n d e r n”  dürfen, nachdem klar ist, daß er mehr als ein halbes Jahrhundert lang dem Lügentheater um ein “Wunder-Datum” aufgesessen ist, das es niemals gegeben hat.

Dieser Beitrag stammt von unserem, dem Leserkreis des CHRISTLICHEN FORUM seit Jahren bekannten Autor “GsJC”, dem wir für seine präzisen Recherchen herzlich danken.

 


Medjugorje: 33 Jahre mal unendlich

Von Felizitas Küble

Mirjana Dragicevic-Soldo, eine der “Seherinnen” aus Medjugorje, einer kirchlich nicht anerkannten “Erscheinungsstätte”, erhielt tägliche “Besuche” der Madonna vom 24.6.1981 bis 25.12.1982. madonna-medj

Später erschien ihr die “Gospa” bzw.  Himmelsmutter  –  eigenen Angaben zufolge  –  zunächst zu ihrem jährlichen Wiegenfest, seit dem 2.8.1987 angeblich regelmäßig an jedem 2. Tag des jeweiligen Monats, um eine sog. “Privatbotschaft” zu übermitteln, die danach per Internet-Newsletter verbreitet wird.

BILD: Ein sog. Medjugorje-“Wunderfoto”, in Anhängerkreisen stark verbreitet. (Infos zur Pro-Medju-Quelle: 
HIER.) Man beachte die obere Hand der “Madonna”…

Die Visionärin verfügt also seit 33 Jahren über einen direkten Draht nach oben,  auf daß sie die “unendliche Liebe” des “unendlichen himmlischen Vaters” erfährt, wie die “Gospa” der Seherin jüngst erläuterte.

Wir zitieren hier die aktuelle “Botschaft” vom 2. September dieses Jahres vollständig:

„Liebe Kinder! Ich, eure Mutter, komme erneut unter euch aus Liebe, die kein Ende hat, von der unendlichen Liebe des unendlichen himmlischen Vaters.

Und während ich in eure Herzen schaue, sehe ich, dass viele von euch mich als Mutter annehmen und ihr mit aufrichtigem und reinem Herzen meine Apostel sein möchtet. Aber, ich bin auch die Mutter von jenen von euch, die ihr mich nicht annehmt und in der Härte eures Herzens die Liebe meines Sohnes nicht kennenlernen möchtet.

Und ihr wisst nicht, wie sehr mein Herz leidet und wie sehr ich meinen Sohn für euch bitte. Ich bitte Ihn, dass Er eure Seelen heilt, denn Er kann dies.

Ich bitte Ihn, dass Er euch mit dem Wunder des Heiligen Geistes erleuchtet, damit ihr aufhört, Ihn immer von neuem zu verraten, zu verfluchen und zu verwunden. Mit ganzem Herzen bete ich, dass ihr begreift, dass nur mein Sohn das Heil und das Licht der Welt ist.

Und ihr, meine Kinder, meine lieben Apostel, tragt immer meinen Sohn in euren Herzen und Gedanken. Ihr tragt so die Liebe. All jene, die Ihn nicht kennen, werden Ihn in eurer Liebe erkennen. Ich bin immer an eurer Seite.

Auf besondere Weise bin ich an der Seite eurer Hirten, weil mein Sohn sie gerufen hat, um euch auf dem Weg zur Ewigkeit zu führen. Ich danke euch, meine Apostel, für das Opfer und die Liebe.”

Hieraus ergeben sich folgende kritische Nachfragen und Einwände: 1_0_744292

1. Maria wird in der Kirche als geistliche Mutter der Christgläubigen verehrt, nicht jedoch als Mutter der Ungläubigen. Dem widerspricht der zweite Absatz dieser “Offenbarung”.

2. Marias Herz “leidet” keineswegs, denn die Gottesmutter befindet sich in der ewigen Seligkeit  – und im Himmel gibt es kein Leid und kein Erleiden.  –  Zudem hätte man gerne gewußt, warum es nach 33 Jahren “Erscheinungen” immer noch nötig ist, daß Christus die “lieben Kinder” bzw. deren Seelen “heilt”. Die Begründung “denn Er kann dies” beantwortet nicht die Frage, was mit “Heilung” genau gemeint ist und warum eine solche bei den “lieben Kindern” erforderlich ist. 

3. Dann wird den “lieben Kindern” ganz unliebsam vorgehalten, daß sie Christus “verraten, verfluchen und verwunden”. Aber es gibt Abhilfe, nämlich ein “Wunder des Heiligen Geistes”, was immer das sein  mag. In der Kirche sind zwar die Sieben Gaben des Hl. Geistes bekannt, welche uns im Sakrament der Firmung vermittelt werden, zudem die vom Hl. Paulus genannten Früchte des Hl. Geistes. Von einem speziellen “Wunder des Heiligen Geistes” berichtet freilich weder die Bibel noch die kirchliche Verkündigung.

4.  Nachdem erst viel Süßes, dann viel Saures verteilt wurde, folgt wieder der übliche Zuckerguß  mit dem genauen Gegenteil, denn nun sind die “Kinder” sogar die “lieben Apostel” der Gottesmutter, die Unglaubliches zu erreichen vermögen, nämlich daßall jene, die IHN nicht kennen, IHN in eurer Liebe erkennen werden”.  –  Bei soviel Missionserfolgen (“all jene”) kann die Kirche wohl ihre Apostolatstätigkeit einstellen.

5.  Abschließend heißt es, daß Christus die kirchlichen Hirten gerufen habe, die “Kinder” bzw. “Apostel” auf dem “Weg zur Ewigkeit” zu führen. In die “Ewigkeit” gehen freilich ohnehin alle Seelen ein, dazu bedarf es keiner Hirten, denn Himmel, Fegefeuer und Hölle “befinden” sich allesamt im Jenseits, also in der “Ewigkeit”. Folglich werden alle Menschen die “Ewigkeit” nach ihrem Ableben in irgendeiner Weise kennenlernen…

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Erschien die Himmelskönigin in Marpingen?

Von Felizitas Küble

Zu jenen “Botschaften”, die in der erscheinungsbewegten Szene hierzulande oft und gern zitiert werden, gehören auch die Worte der “Madonna” zu Marpingen.

In jener saarländischen Gemeinde, in der schon einst zur Bismarckzeit angebliche (kirchlich nicht anerkannte) “Erscheinungen” stattgefunden haben,  soll sich die Gottesmutter Ende der 90er Jahre erneut einigen Mädchen im Erwachsenenalter gezeigt und ihnen “Botschaften” übermittelt haben. Diese Privatoffenbarungen aus dem vorigen Jahrhundert wurden kirchlich ebenfalls nicht bestätigt. 1069810

Doch das ficht die Schar der Getreuen nicht an, unter denen sich auffallend viele Medjugorje-Anhänger befinden, zumal hinsichtlich des Schrifttums über Marpingen, darunter zB. Pater Jörg Müller oder Pfarrer Albrecht von Raab-Straube.

Ein immer wiederkehrendes Plädoyer für die Marpingen-Visionen findet sich in einem Buch, das den rational klingenden Titel trägt: “Visionen und die Frage ihrer Echtheit”.

Diesen Sammelband mit sechs Autoren hat der erscheinungsgeneigte Oros-Verlag in Münster-Altenberge herausgebracht.

Wer nun aufgrund des Buchtitels ein eher distanziertes, zumindest wissenschaftlich zurückhaltendes Werk erwartet, sieht sich weitgehend enttäuscht, geht es doch vor allem um Empfehlungen für Medjugorje und Marpingen, stellenweise sogar um Zustimmung für Heroldsbach.

Diese “Marienerscheinung” (Bistum Bamberg) aus dem 50er Jahren des 20. Jahrh. wurde kirchlich strikt abgelehnt  –  und dieses Nein des zuständigen Bischofs und der vatikanischen Glaubenskongregation damals sogar von Papst Pius XII. (siehe Abbildung) persönlich bestätigt. pabst-pius-xii-

So gibt Pater Jörg Müller in seinem Beitrag (S. 11 ff) schon nach wenigen Einleitungssätzen zu verstehen, daß die “Gottesmutter” auch in Heroldsbach “Botschaften” verkündet habe, darunter der “Gehorsam dem Papst gegenüber”  – was gerade im Zusammenhang mit Heroldsbach wohl etwas drollig wirkt.

Reichlich merkwürdig überdies die Behauptung Müllers schon auf der nächsten Seite, angeblich hätten sich die “Behörden und der Bischof” gegen die Seherkinder von Medjugorje gestellt, “drohen mit Gefängnis und streuen Lügen unters Volk.”  –  Der haltlose Lügen-Vorwurf gegen den Bischof wird freilich ebenso wenig belegt wie die angebliche Gefängnisdrohung.

“Die Sonne verwandelte sich in ein Herz”

Natürlich ist auch Pater Müller ein begeisterter Anhänger der Erscheinungen zu Marpingen, schrieb er doch ein eigenes Buch hierüber mit dem nicht leicht nachvollziehbaren Titel: “Von Maria zu reden ist gefährlich”.

Für den Autor ist gleichwohl alles klar, zumal es in dieser saarländischen Gemeinde ein phänomenales “Sonnenwunder” zur Bestätigung der Erscheinungen gab:

“In Marpingen zeigte das französische Fernsehen das halbstündige Drehen der Sonne mit dem Sprühen kleiner Sternchen und der Verwandlung der Sonne in ein Herz.”   media-372515-2

Herz, was will man mehr?!  – Die Frage nach der theologischen Bedeutung derartiger Mirakel wird verständlicherweise gleich gar nicht gestellt. Oder wie sollte eine einleuchtende Antwort aussehen?

Die “Botschaften” von Marpingen sind mit den weichgespülten Dauersprüchen von Medjugorje eng verwandt bzw. kompatibel.

So läßt uns Pater Müller erfreut wissen, daß es keinen 3. Weltkrieg geben wird, weil das “Jesus” der Marpinger Seherfrau Marion am 6.9.1991 offenbarte: “Hab keine Angst, es wird keinen dritten Weltkrieg geben…Ich bin kein strafender Gott.”

Zweifellos ein merkwürdiger Zusammenhang: Gott ist sehr wohl laut biblischem Zeugnis und kirchlicher Lehre auch ein strafender Gott (der das Gute belohnt und das Böse bestraft) –  und zwar unabhängig von der Frage nach einem 3. Weltkrieg.

Freilich vergißt der Verfasser nicht zu erwähnen, daß auch die Madonna zu Medjugorje am 12.7.1982 verkündet habe: “Es wird keinen dritten Weltkrieg geben.”

Wohlgemerkt: Unsererseits wird nicht das Gegenteil behauptet, sondern diese Frage vielmehr offen gelassen.

Immer dasselbe: Zuckerbrot oder Peitsche?

Es fällt freilich bei der Betrachtung der immer zahlreicher werdenden “Erscheinungen” auf, daß die meisten davon entweder nach Zuckerbrot (“Gott straft nicht…”) oder nach Peitsche (Drohbotschaften) klingen  –  es fehlt der gediegene, bodenständige Glaube jenseits von Panikmache und Süßholzgeraspel.

Ebenfalls auf S. 14 zitiert Pater Müller folgende Medju-Botschaft vom 12.10.1981: “Rußland verehrt Gott am meisten.”  – Abgesehen davon, daß der Allmächtige (im Unterschied zu den Heiligen) nicht nur “verehrt”, sondern angebetet wird, ist dieser Superlativ für Rußland angesichts der Realitäten nicht nachvollziehbar: Die Kirchenbesucherzahlen sind dort auch Jahrzehnte nach dem Ende der kommunistischen Diktatur sehr niedrig, die Faszination des Aberglaubens, der Scharlatanerie und der Esoterik aber umso stärker.

Natürlich hadert der Autor wie so viele Erscheinungsbegeisterte mit den “kirchlichen Behörden”, weil diese sich in aller Regel gegenüber außergewöhnlichen “mystischen” Vorkommnissen reserviert geben.

Wenngleich er ihre grundsätzliche Berechtigung bejaht, beanstandet er, daß viele  Untersuchungskommissionen von vornherein “von Ablehnung und Widerstand geprägt” seien: “Hier zeigt sich aber regelmäßgi das Unvermögen der Geistlichkeit im Umgang mit Mystik und Prophetie.

Der Geistliche ist davon überzeugt: “Das Volk hat die bessere Nase”   – und er zitiert den früheren israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion mit seinem bekannten Spruch: “Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.”

Weder Wundersucht noch Wunderflucht

Offenbar ist dem Verfasser nicht klar, daß es zwischen Wundersucht und Wunderflucht eine gediegene Grundhaltung gibt, welche sehr wohl die biblisch bezeugten Wunder bejaht, aber gleichwohl nicht bald jeder nachbiblischen Privatoffenbarung oder Vision hinterherläuft.

Sodann befaßt sich Pfarrer Albrecht von Raab-Straube ebenfalls mit der kirchlichen Einordnung von Erscheinungen unter dem sachlich-nüchternen Titel “Kriterien der Unterscheidung” (S. 18 ff). 023_20A

Viele Passagen seines Beitrags, vor allem seine einleitenden Ausführungen sind  –  soweit sie das Thema allgemein beleuchten  –  größtenteils zutreffend. 

Immerhin wird Kardinal Prosper Lambertini (siehe Abbildung) zitiert, der spätere Papst Benedikt XIV., der bekanntlich auf klassische Weise die kirchliche Stellung gegenüber Privatoffenbarungen festlegte.  

Dabei stellte Lambertini schon vor vielen Jahrhunderten klar, daß auch kirchlich genehmigte Erscheinungen durchaus nicht verbindlich für die Gläubigen sind:

“Eine Zustimmung des katholischen Glaubens wird anerkannten Privatoffenbarungen in diesem Sinne nicht geschuldet und sie ist auch nicht möglich.”

Natürlich gilt dieses Prinzip erst recht für kirchlich nicht-anerkannte Erscheinungen.

Warum ist nun ein katholischer verpflichtender Glaube auch bei “anerkannten” (gebilligten, genehmigten) Privatoffenbarungen weder nötig noch “möglich”? 

Weil die Kirche jene Privatoffenbarungen nicht mit ihrer übernatürlichen bzw. unfehlbaren Autorität bestätigt, sondern lediglich aufgrund von sog. “Regeln der Klugheit”, welche jene Erscheinungen als glaubwürdig und “wahrscheinlich” darstellen, wie Lambertini erläuterte.

Kann Maria die Welt “retten”?

Ab S. 68 zitiert der Autor  eine Reihe “Botschaften” von Marpingen, wobei er sicherlich jene Worte des “Himmels” auswählte, die ihm theologisch besonders gut und ansprechend erscheinen.  media-443490-2

So soll Maria z.B. am 26.5.1999 der jungen Seherin Judith gesagt haben, daß der Rosenkranz ihr (der Madonna) “viel Macht in die Hand gebe” – und zwar “um die Welt zu retten, um die Welt dem Vater zurückzugeben”.  

Maria ist aber keine “Retterin”, sondern als Königin der Heiligen unsere größte Fürsprecherin. Die Welt “gerettet” hat allein Christus, der HERR, durch seinen Opfertod am Kreuz.

Sodann erfolgt die häufige Aufforderung, für die “Bekehrung der Sünder” zu beten, wobei sich die Frage stellt: Sind wir etwa nicht alle “Sünder”? – Wäre daher nicht besser von einer Bekehrung der “Ungläubigen” die Rede?!

Am 5.9. desselben Jahres soll die Himmelsmutter gesagt haben: “Ihr habt zwei sehr schlimme Kriege erlebt. Ich habe dies zugelassen, um zu zeigen, was geschieht, wenn ihr euch euch selbst überlaßt.”  – Etwas “zulassen” (oder nicht zulassen) kann allein der allmächtige Gott, nicht jedoch ein Geschöpf wie die selige Jungfrau, selbst wenn sie das am meisten begnadete Geschöpf ist.

Am 8.8.1999 wendet sich die Erscheinungsmadonna von Marpingen wie folgt an die Seherin Judith: “Ich kenne auch jede Einzelheit eures Lebens, jeden Augenblick, jeden Herzschlag, jeden Atemzug, alles, alles was ihr tut, um all das weiß ich.”  –  Hierbei ist aber daran zu erinnern, daß die Gottesmutter als Geschöpf nicht allwissend ist, denn diese Eigenschaft ist allein göttlicher Natur.

Keine Angst mehr vor dem Tod?

Während Christus seinen Aposteln wirklichkeitsgetreu gesagt hat: In dieser Welt habt ihr Angst, aber siehe: Ich habe die Welt überwunden”  –  womit ER die kreatürliche (geschöpfliche) Angst bestätigt  – klingt dieser Punkt in Marpingen ganz anders, noch dazu ausgerechnet hinsichtlich der stärksten, einer existentiellen Furcht des Menschen: seiner Angst vor dem Tod.

Hierzu heißt es ganz locker durch die Visionärin Marion: “Man braucht keine Angst vor dem Tod zu haben, das ist so schön! Wir brauchen nichts zu fürchten.”

Die ebenfalls noch junge Seherin Judith bläst in dasselbe Horn mit folgender “Botschaft” vom 17.10.1999: “Vor dem Tod braucht man keine Angst zu haben. Der Tod ist nur ein Übergang, ein Hinübergehen… Es gibt einen Himmel und es gibt eine Hölle, nur die Entscheidung, wo jeder einmal sein wird, trifft jeder Mensch selbst, Gott verdammt niemanden.”   0018

Abgesehen davon, daß es vor dem Endgericht neben Himmel und Hölle auch noch ein Fegefeuer gibt,  heißt es in der Heiligen Schrift ganz realistisch, daß der Tod ein großer Feind des Menschen ist. So stehen die Aktien! 

Und in 1. Kor 15,26 ist hinsichtlich der Wiederkunft Christi davon die Rede, daß “der letzte Feind, der vernichtet wird, der Tod ist”.   –  Es handelt sich also sehr wohl um einen “Feind”  – und vor einem solchen hat die Kreatur (dsa Geschöpf) eine ganz natürliche Furcht, Christen nicht ausgenommen, wenngleich sie durchaus von zuversichtlicher Himmelshoffnung geprägt sein dürfen und sollen. Das hebt aber die “existentielle” Angst vor dem Tod nicht einfach auf.

Damit soll keineswegs Panik erzeugt, sondern nur die Lebenswirklichkeit der Menschen (auch der Gläubigen) nüchtern zur Sprache kommen.

Endzeitlicher Chiliasmus läßt grüßen!slider3-640x360

Typisch für diese weichgespülte Erscheinungtheologie ist dann auch die Irrlehre vom christlichen Paradies auf Erden, von einem universalen irdischen Friedensreich noch vor der Wiederkunft Christi.

Auch dieser  – von der Kirche seit jeher abgelehnte  –  Millenarismus bzw. Chiliasmus wird in Marpingen am 8.9.1999 verkündet:

“Ihr dürft euch dann auf die “neue” alte Welt freuen. Dann nämlich wird es keine Gottlosen mehr geben. Alles wird im Einklang mit den 10 Geboten sein und das Böse wird es eine Zeitlang nicht mehr geben. Habt keine Angst.”

Abschließend kommt das viel strapazierte Wort von den “Früchten” der Erscheinungen, wobei es aufschlußreich ist, was der Autor hauptsächlich unter “Früchten” versteht, nämlich auffallende Phänomene und Schauwunder, die kirchlicherseits zu prüfen seien, wie er schreibt: “….oft behauptete Wunder, Heilungen und Sensationen wie Veränderungen an der Sonne, tränende Figuren, Düfte usw.”

Schon die bisherige Auswahl an Erscheinungs-Zitaten (die noch dazu allesamt von der Pro-Marpingen-Seite ausgewählt wurden!) zeigt zur Genüge, daß diese “Botschaften” nicht vom Himmel kommen können, weshalb dort auch keine Madonna erschienen ist.

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MiT-Jugend-Verlag und das Christoferuswerk in Münster

 


Medjugorje – eine unendliche Geschichte?

Von Felizitas Küble

Obwohl sich die für Medjugorje zuständigen Oberhirten (erst Bischof Zanic, danach Peric) deutlich gegen die Echtheit der angeblichen “Marienerscheinungen” ausgesprochen haben, obwohl die dortige Bischofskonferenz zweimal amtlich erklärte, keine “Übernatürlichkeit” jener Phänomene feststellen zu können, behaupten viele Medju-Anhänger immer wieder, “die Kirche” könne kein endgültiges Urteil über diese Privatoffenbarung verkünden, solange die Erscheinungen in Medjugorje anhalten. bildma1

Diese Sichtweise ist jedoch kirchenrechtlich unsinnig und historisch unhaltbar, wie allein schon der Fall Heroldsbach (Bistum Bamberg) zeigt: Jene “Marienerscheinungen” Anfang der 50er Jahre wurden sehr wohl kirchlich eindeutig abgelehnt, obwohl sie jahrelang weiter andauerten.

Sodann wird von Medjugorje-bewegter Seite mitunter der irreführende Eindruck erweckt, als sei allein schon die Einrichtung der vatikanischen Untersuchungskommission eine Art “Seitenhieb” gegen den dortigen kritischen Bischof; als diene dieses Gremium quasi als eine “Korrektur-Instanz”.

Auch diese Deutung ist haltlos, wie erneut das Beispiel Heroldsbach belegt: Damals gelangte der dortige Bischof zu einem klaren “Nein” gegenüber den vermeintlichen Erscheinungen  – und diese Ablehnung wurde von der römischen Glaubenskongregation (damals: Hl. Offizium) bestätigt und von Papst Pius XII. bekräftigt. media-372515-2

Laut Kirchenrecht ist der Diözesanbischof zuständig für die Beurteilung von Privatoffenbarungen  –  und der Vatikan schaltet sich nur dann ein, wenn es der betreffende Bischof wünscht oder wenn die Phänomene (wie im Fall Medjugorje) internationale Ausmaße annehmen (Millionen Pilger aus aller Herren Länder).

Gleichwohl stellt sich die Frage, ob in puncto Medjugorje evtl. deshalb nach über 33 Jahren noch kein Ende der “Erscheinungen” in Sicht ist, weil so der Anhängerschar suggeriert werden kann, solange die “himmlischen Botschaften” anhalten, könne die Kirche angeblich kein definitives Urteil fällen.

Wo bleibt das angekündigte “sichtbare Zeichen”?

Ein weiterer pikanter Gesichtspunkt könnte zudem auch eine Rolle spielen:

Bereits Anfang der 80er Jahre wurde von Medjugorje-Sehern öffentlich angekündigt, daß die Erscheinungen am Ende durch ein auffallendes Wunder bzw. “sichtbares Zeichen” in aller Öffentlichkeit bezeugt bzw. vom Himmel her bestätigt würden.

Es handle sich hierbei um ein “Zeichen, das der Menschheit gegeben” wird und das ihrer Bekehrung dienen solle.

Hierzu heißt es auf der Medjugorje-Webseite wörtlich:

“Nach den Ankündigungen wird das sichtbare Zeichen am Ort der Erscheinungen von Medjugorje auftreten, damit die ganze Welt es sehen kann. Das Zeichen wird als Beweis für die Erscheinungen gegeben und damit die Menschen wieder zum Glauben kommen.”  

(Quelle hier –  unter “Botschaft” vom 26.12.1982: http://www.medjugorje.de/botschaften/alle-botschaften/page/39.html?tx_medjumessage_pi1%5Bcontroller%5D=Message)

Das bedeutet, daß die Medjugorje-Seher sich durch diese Ankündigung gewissermaßen selbst die Hände gebunden haben, denn wenn die “Erscheinungen” beendet werden, muß der “Menschheit” dieses “sichtbare Zeichen” geboten werden.

Alles Weitere liegt auf der Hand.

DIESER ARTIKEL wurde auch auf KATHNEWS übernommen: http://www.kathnews.de/medjugorje-eine-unendliche-geschichte

 

 


Medjugorje: Die “Mutter der ganzen Welt” sendet die “Apostel meines Lichtes”…

“Privatbotschaft der Muttergottes” vom 2. Juli 2014 an Mirjana Dragicevic-Soldo:

„Liebe Kinder! Ich, Mutter von euch, die ihr hier versammelt seid, und Mutter der ganzen Welt, segne euch mit dem mütterlichen Segen und rufe euch auf, euch auf den Weg der Demut zu begeben.

Dieser Weg führt zum Kennenlernen der Liebe meines Sohnes. Mein Sohn ist allmächtig, Er ist in allem. Wenn ihr, meine Kinder, dies nicht erkennt, dann regiert über eure Seele Dunkelheit/Blindheit. Nur die Demut kann euch heilen.  1_0_744292

Meine Kinder, ich habe immer demütig, mutig und in Hoffnung gelebt. Ich wusste, ich habe es erkannt, dass Gott in uns ist und wir in Gott. Das gleiche ersuche ich von euch.

Ich möchte euch alle mit mir in der Ewigkeit haben, denn ihr seid ein Teil von mir. Auf eurem Weg werde ich euch helfen.

Meine Liebe wird euch umhüllen wie ein Mantel und aus euch Apostel meines Lichtes, des Lichtes Gottes machen. Mit der Liebe, die aus der Demut hervorkommt, werdet ihr Licht bringen, wo Dunkelheit/Blindheit herrscht.

Ihr werdet meinen Sohn, der das Licht der Welt ist, bringen. Ich bin immer bei euren Hirten und bete, dass sie euch immer ein Vorbild der Demut seien. Ich danke euch.”

Kritische Hinweise hierzu:

Diese sogenannte “Privatbotschaft” der Erscheinungs-“Madonna” von Medjugorje an die “Seherin” Mirjana erfolgt seit vielen Jahren stets am zweiten Tag eines jeden Monats. Diese angeblichen Worte Mariens werden nicht direkt veröffentlicht, aber vom Medjugorje-Zentrum per Newsletter verbreitet.

Den Angaben der Seher zufolge erscheint die “Gospa” (dortiger Titel für die Gottesmutter) schon seit über 33 Jahren regelmäßig bis täglich  –  und sie gibt zahlreiche “Botschaften”, wobei es sich um eine kirchlich nicht anerkannte Privatoffenbarung handelt.

Zur jüngsten “Botschaft”  –  wir haben oben mit Linien einige Sätze hervorgehoben  – seien nun einige Kritikpunkte angemerkt:

1. Den Marientitel “Mutter der ganzen Welt” kennt weder das kirchliche Lehramt noch die “Lauretanische Litanei”. Er erinnert fast an altertümliche heidnische Vorstellungen einer “Muttergottheit”.  – Die selige Jungfrau ist die Hilfe der Christen und die geistliche Mutter der Gläubigen; Papst Paul VI. bezeichnete sie bekanntlich als “Mutter der Kirche”, aber nicht als “Mutter der ganzen Welt”.

2. Zu der Aussage: “Ich habe immer demütig, mutig und in Hoffnung gelebt”: Warum sollte sich die wahre Madonna ihrer Demut und weiterer Tugenden selber rühmen?  –  In dem tatsächlich von ihr stammenden Magnificat (ihrem biblischen Lobgesang aus dem Lukasevangelium) lenkt sie den Blick vielmehr auf Gottes große Taten, nicht auf den eigenen Mut, Demut etc.

3. Die Erscheinungs-“Maria” will also “euch alle” mit ihr in der “Ewigkeit” haben  –  aber im Jenseits werden sich einst ohnehin die Seelen aller Menschen befinden, auch der verlorenen.  –  Zudem hätte man gerne gewußt, warum die “Gospa” erklärt: “Ihr seid ein Teil von  mir.”  – Was mag dies bedeuten? Welchen theologischen Sinn hat denn eine solche Aussage?

4. Christus selbst ist als göttlicher Erlöser das “Licht der Welt”, wie ER selber bezeugt. Wie kann folglich “Maria” erklären, sie wolle “aus euch Apostel meines Lichtes, des Lichtes Gottes machen”. Als Geschöpf besitzt Maria aus sich selber heraus kein Licht, sondern allein GOTT selbest – und sie hat gnadenhalber einen besonders vorzüglichen Anteil davon erhalten. 

Zudem könnte die Aussage (“meines Lichtes, des Lichtes Gottes”) so verstanden werden, als ob sie sich über diese Licht-Metapher mit Gott gleichsetzen wolle. Etwas derart Verwegenes, ja Gotteslästerlichen würde sich die wahre Gottesmutter selbstverständlich niemals anmaßen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MiT-Verlags in Münster

 

 


Garabandal, der Tod des “blinden Joe” und die Einflußnahme von Conchitas Mutter

Aktuell finden in einigen erscheinungsbewegten Internetforen rege Diskussionen über das von der Anhängerschaft völlig unerwartete Ableben des blinden Joe Lomangino statt, der laut Garabandal-Botschaft beim künftigen “Wunder” geheilt sein werde.

Wie hier im “Christlichen Forum” vorausgesagt, versuchen die unbelehrbaren Anhänger, nach der ersten “Schockstarre” den Tod von Joe Lomangino im Sinne der “Botschaften” wieder hinzubiegen. DSC_1185-3

Es geht dabei um den Versuch, weg von der nicht erfüllten “Neue-Augen-Botschaft” zu kommen, die an Joe Lomangino gerichtet und jahrzehntelang von den Anhängern wie ein Gütesiegel gepflegt, für die Echtheit der “Botschaften” herhalten musste.

Anstatt in sich zu gehen und einzugestehen, dass die “Hauptseherin” Conchita Gonzales selbst eine in die Irre geleitete “Seherin” ist, wird von den Anhängern der Tod des getäuschten blinden Amerikaners zum Anlass genommen, sein Todesdatum zu verklären und in einen positiven Bezug zum Beginn der “falschen Botschaften” zu setzen.

Das “Garabandal-Spektakel” begann am 18. Juni 1961 mit einem “himmlischen Donnerschlag”, den die vier “Sehermädchen” bei den Apfelbäumen in Garabandal vernahmen.

Joe Lomangino verstarb am 18. Juni 2014.

Das ist nicht mehr als Zahlenspielerei auf niedrigem Niveau.

Dabei kann man die Zahl “18” auch so deuten, dass das Spektakel an einem 18. = 6+6+6 (666) begann und auch an einem 18. (666) ein überraschendes Ende fand.  0022

Lomangino sollte am Tag des “Großen Wunders” wieder sehen können. Dabei sollte er zuerst das “Große Wunder” mit den neuen Augen (!) selber schauen dürfen. Dass daraus nichts wird, dürfte unzweifelhaft feststehen.

Oder möchte jetzt noch jemand behaupten, dass sich Lomangino, wie ebenfalls jahrelang verbreitet wurde, nach der “Warnung” auf dem schnellsten Weg aus den USA nach “Garabandal” begeben wird, beim “Wunder” seine neuen Augäpfel empfängt, um dann dauerhaft (!) wieder sehen zu können? Geht es noch alberner und respektloser?

Voraussage als Lüge von unten entlarvt

Ja – denn diese Voraussage und Verheißung an einen blinden Mann, der Zeit seines Lebens hoffnungsvoll auf die Erfüllung des “himmlischen Versprechens” wartete, ist jetzt nicht nur als Lüge von “unten” enttarnt, sondern sollte zu allem Überfluss auch noch der “größeren Ehre Gottes” dienen.

Diese vollmundige falsche Ankündigung hat bestimmt nicht der “Größeren Ehre Gottes” gedient – eher wurde der Name Gottes im Zusammenhang mit diesem Spektakel missbraucht.

Die jahrzehntelang von den Anhängern gepflegte “Neue-Augen-Botschaft” aus angeblich “himmlischer Quelle”, die der Gottesmutter im Jahr 1964 zugeschrieben wurde, hat sich als Lüge  –  bestenfalls als unterirdisches und in die Irre führendes Märchen erwiesen.

Wie viele Jahre wird dieser gutgläubige blinde Mann nicht nur seinen mittlerweile erwachsenen Söhnen und seiner Frau vertrauensvoll von dem Versprechen erzählt haben, am “Tag des Wunders” wieder sehen zu können. Walberberg-DSC_0311-2-2-7

So wurde es ihm schriftlich im Jahr 1964 von Conchita Gonzales mitgeteilt.

Wie oft wird Joe Lomangino gehofft haben, auch seine Lieben in diesem Leben noch wirklich mit neuen Augen sehen zu dürfen.

Conchitas Äußerungen gegen “kirchliche Verbote”

Doch er wurde getäuscht. Getäuscht von einer “Seherin”, die bereits im Januar 1971, im Alter von 21 Jahren, sehr seltsame und widersprüchliche Aussagen in einem Rundbrief an ihre Anhängerschaft verbreitete und darin hochmütig Empfehlungen abgab, wie mit kirchlichen Noten und Verboten umzugehen ist.

Seit wann steht es einem katholischen (?) Laien zu, sich derart unqualifiziert und deplatziert zu “kirchlichen Noten und Verboten” zu äußern, noch dazu schriftlich und in einer sich widersprechenden Weise?

Dabei konnte sich diese kecke Anmaßung auf nicht mehr beziehen, als auf ein stimmungsmachendes und reißerisch aufgemachtes unterirdisches Spektakel aus Garabandal, das im Juni 2014 endgültig untergangen ist.

Quelle: Irmgard Hausmann. Die Ereignisse von Garabandal.1. Auflage 1972, Seite 190.

Zitat aus dem dort veröffentlichten Rundbrief der Garabandal-Hauptseherin Conchita Gonzales vom 1. Januar 1971:

“Liebe Mithelfer der heiligsten Jungfrau,
[...]
Laßt euch in Eurer Tätigkeit nie beeinflussen durch kirchliche Noten und Verbote. Seid aber immer den Befehlen des Heiligen Vaters und eurer Obrigkeit gehorsam.
[...]
gez. Conchita Gonzales

Ist es vorstellbar, dass ein Pater Pio, dem Gehorsam gegenüber der kirchlichen Obrigkeit über alles ging und der von den Anhängern so gerne mit dem “Garabandal-Spektakel” in Verbindung gebracht wird, derartige Aufrufe gegen Weisungen der kirchlichen Obrigkeit unterstützen würde? Sicher nicht! Wahrscheinlich würde er sagen: “Vade retro me, Satana!”

Die Einflußnahme von Conchitas Mutter Aniceta

Damit liegt Conchita Gonzales ganz auf der Linie ihrer Mutter, in deren Bestreben es ebenfalls lag, sich in Dinge einzumischen, die ihr als “brave Katholikin” nicht zustanden. DSC_0202-2-6

Aniceta Gonzales hat es durch ihre Einmischung immer wieder verstanden, die “Garabandal-Ereignisse” in eine von ihr gewünschte Richtung zu lenken und mit ihrer Verhaltensweise, nicht nur die vom zuständigen Bischof veranlasste Prüfung der Ereignisse zu torpedieren:

1. Aniceta hindert Conchita daran, noch im Ordinariat zum Bischof zurückzugehen, um ihm im Gehorsam das Datum des “Wunders” mitzuteilen, das ihr vor dem Bischof entfallen war. Anicata begründet dies mit einem Hinweis auf eine “Botschaft” der “Gottesmutter”, wonach Conchita dieses Datum dem Bischof nicht mitteilen darf.

Was die beiden Damen dann überhaupt beim Bischof wollten ist unklar, da es um das Datum des “Wunders” ging. Ein zuvor an den Bischof geschriebener Brief mit dem Datum, war auf unerklärliche Weise verschwunden.

Es ist davon auszugehen, dass der Brief an den Bischof nie geschrieben wurde und das Ereignis nach dem Besuch beim Bischof, seinen Ursprung im Reich der Phantasie von Mutter Aniceta hatte.

2. Aniceta hindert Conchita am weiteren Besuch der Klosterschule in Pamplona.

Grund: Der für Garabandal zuständige Bischof hatte es im Jahr 1966 “gewagt”, Conchita  –  ohne die schriftliche Genehmigung (!) ihrer Aniceta   –  in der Klosterschule noch einmal zu den Ereignissen zu befragen.

Maßlos überheblich hatte Aniceta zuvor ebenfalls versucht, die Oberin des Klosters darauf zu verpflichten, erst bei ihr um Genehmigung vorstellig zu werden, bevor autorisierte Vertreter der Kirche in den Anliegen von “Garabandal” zu Conchita vorgelassen werden.

So endete der Klosteraufenthalt von Conchita nach sieben Monaten, da es der für die Ereignisse zuständige Bischof und die Oberin des Klosters versäumt hatten, sich zuvor eine Besuchsgenehmigung bei Aniceta Gonzales einzuholen, deren Tochter Conchita kurz vor der Vollendung des achtzehnten Lebensjahres stand.

Quelle: Irmgard Hausmann. Die Ereignisse von Garabandal. 1. Auflage 1972. Seite 119.

Conchita Stellungnahme gegenüber Glenn Hudson

Aber das Drama geht weiter. Über Glenn Hudson, der von Conchita Gonzales als ihr “Internet-Sprachrohr” bezeichnet wird und dieser Dame (noch) geistig verfallen ist, äußert sich erstmalig die “Hauptseherin” nach dem unerwarteten Tod von Joe Lomangino zum Thema.

Der Inhalt des Telefongespräches wurde von Glenn Hudson in einem von ihm mitgeleiteten Internetforum am 25. Juni 2014 veröffentlicht.

Glenn Hudson hatte sich noch im April 2014 sehr weit aus dem Fenster gelehnt und die Kritiker dazu aufgefordert, sich bei der “Gottesmutter” zu entschuldigen. Am 23. Mai 2014 hatte Hudson auf eine Frage hin jedoch eingeräumt, dass ihn ein vorzeitiges Ableben von Joe Lomangino schockieren würde, da Joe Lomangino so ein wesentlicher Bestandteil der Prophezeiungen ist.

Ja – und was teilt die “Hauptseherin” Conchita Gonzales dem schockierten Glenn Hudson daraufhin mit: “In Garbandal geht es im wesentlichen darum, ein guter Mensch zu sein!”

Originaltext: “The message of Garabandal is just to be a good person.”
Quelle: http://motheofgod.com/threads/june-18-2014-joey-lomangino-has-passed-away.6191/page-8

Was für eine Antwort und was für eine “Erkenntnis”!
Nach diesem Telefonat wird Frau Conchita Gonzales das finstere Geheimnis um das “Große Wunder” und ein Datum, das acht Tage vorher verbreitet werden sollte, mit in das Grab nehmen. Mein Wort darauf.

Es reicht!

Der Autor dieses Beitrags schreibt seit Jahren aufklärende Artikel und Leserkommentare im “Christlichen Forum” unter dem Kürzel “GsJC”

Fotos Nr. 1,3,4 von Dr. Bernd F. Pelz

 


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