Erschien die Himmelskönigin in Marpingen?

Von Felizitas Küble

Zu jenen “Botschaften”, die in der erscheinungsbewegten Szene hierzulande oft und gern zitiert werden, gehören auch die Worte der “Madonna” zu Marpingen.

In jener saarländischen Gemeinde, in der schon einst zur Bismarckzeit angebliche (kirchlich nicht anerkannte) “Erscheinungen” stattgefunden haben,  soll sich die Gottesmutter Ende der 90er Jahre erneut einigen Mädchen im Erwachsenenalter gezeigt und ihnen “Botschaften” übermittelt haben. Diese Privatoffenbarungen aus dem vorigen Jahrhundert wurden kirchlich ebenfalls nicht bestätigt. 1069810

Doch das ficht die Schar der Getreuen nicht an, unter denen sich auffallend viele Medjugorje-Anhänger befinden, zumal hinsichtlich des Schrifttums über Marpingen, darunter zB. Pater Jörg Müller oder Pfarrer Albrecht von Raab-Straube.

Ein immer wiederkehrendes Plädoyer für die Marpingen-Visionen findet sich in einem Buch, das den rational klingenden Titel trägt: “Visionen und die Frage ihrer Echtheit”.

Diesen Sammelband mit sechs Autoren hat der erscheinungsgeneigte Oros-Verlag in Münster-Altenberge herausgebracht.

Wer nun aufgrund des Buchtitels ein eher distanziertes, zumindest wissenschaftlich zurückhaltendes Werk erwartet, sieht sich weitgehend enttäuscht, geht es doch vor allem um Empfehlungen für Medjugorje und Marpingen, stellenweise sogar um Zustimmung für Heroldsbach.

Diese “Marienerscheinung” (Bistum Bamberg) aus dem 50er Jahren des 20. Jahrh. wurde kirchlich strikt abgelehnt  –  und dieses Nein des zuständigen Bischofs und der vatikanischen Glaubenskongregation damals sogar von Papst Pius XII. (siehe Abbildung) persönlich bestätigt. pabst-pius-xii-

So gibt Pater Jörg Müller in seinem Beitrag (S. 11 ff) schon nach wenigen Einleitungssätzen zu verstehen, daß die “Gottesmutter” auch in Heroldsbach “Botschaften” verkündet habe, darunter der “Gehorsam dem Papst gegenüber”  – was gerade im Zusammenhang mit Heroldsbach wohl etwas drollig wirkt.

Reichlich merkwürdig überdies die Behauptung Müllers schon auf der nächsten Seite, angeblich hätten sich die “Behörden und der Bischof” gegen die Seherkinder von Medjugorje gestellt, “drohen mit Gefängnis und streuen Lügen unters Volk.”  –  Der haltlose Lügen-Vorwurf gegen den Bischof wird freilich ebenso wenig belegt wie die angebliche Gefängnisdrohung.

“Die Sonne verwandelte sich in ein Herz”

Natürlich ist auch Pater Müller ein begeisterter Anhänger der Erscheinungen zu Marpingen, schrieb er doch ein eigenes Buch hierüber mit dem nicht leicht nachvollziehbaren Titel: “Von Maria zu reden ist gefährlich”.

Für den Autor ist gleichwohl alles klar, zumal es in dieser saarländischen Gemeinde ein phänomenales “Sonnenwunder” zur Bestätigung der Erscheinungen gab:

“In Marpingen zeigte das französische Fernsehen das halbstündige Drehen der Sonne mit dem Sprühen kleiner Sternchen und der Verwandlung der Sonne in ein Herz.”   media-372515-2

Herz, was will man mehr?!  – Die Frage nach der theologischen Bedeutung derartiger Mirakel wird verständlicherweise gleich gar nicht gestellt. Oder wie sollte eine einleuchtende Antwort aussehen?

Die “Botschaften” von Marpingen sind mit den weichgespülten Dauersprüchen von Medjugorje eng verwandt bzw. kompatibel.

So läßt uns Pater Müller erfreut wissen, daß es keinen 3. Weltkrieg geben wird, weil das “Jesus” der Marpinger Seherfrau Marion am 6.9.1991 offenbarte: “Hab keine Angst, es wird keinen dritten Weltkrieg geben…Ich bin kein strafender Gott.”

Zweifellos ein merkwürdiger Zusammenhang: Gott ist sehr wohl laut biblischem Zeugnis und kirchlicher Lehre auch ein strafender Gott (der das Gute belohnt und das Böse bestraft) –  und zwar unabhängig von der Frage nach einem 3. Weltkrieg.

Freilich vergißt der Verfasser nicht zu erwähnen, daß auch die Madonna zu Medjugorje am 12.7.1982 verkündet habe: “Es wird keinen dritten Weltkrieg geben.”

Wohlgemerkt: Unsererseits wird nicht das Gegenteil behauptet, sondern diese Frage vielmehr offen gelassen.

Immer dasselbe: Zuckerbrot oder Peitsche?

Es fällt freilich bei der Betrachtung der immer zahlreicher werdenden “Erscheinungen” auf, daß die meisten davon entweder nach Zuckerbrot (“Gott straft nicht…”) oder nach Peitsche (Drohbotschaften) klingen  –  es fehlt der gediegene, bodenständige Glaube jenseits von Panikmache und Süßholzgeraspel.

Ebenfalls auf S. 14 zitiert Pater Müller folgende Medju-Botschaft vom 12.10.1981: “Rußland verehrt Gott am meisten.”  – Abgesehen davon, daß der Allmächtige (im Unterschied zu den Heiligen) nicht nur “verehrt”, sondern angebetet wird, ist dieser Superlativ für Rußland angesichts der Realitäten nicht nachvollziehbar: Die Kirchenbesucherzahlen sind dort auch Jahrzehnte nach dem Ende der kommunistischen Diktatur sehr niedrig, die Faszination des Aberglaubens, der Scharlatanerie und der Esoterik aber umso stärker.

Natürlich hadert der Autor wie so viele Erscheinungsbegeisterte mit den “kirchlichen Behörden”, weil diese sich in aller Regel gegenüber außergewöhnlichen “mystischen” Vorkommnissen reserviert geben.

Wenngleich er ihre grundsätzliche Berechtigung bejaht, beanstandet er, daß viele  Untersuchungskommissionen von vornherein “von Ablehnung und Widerstand geprägt” seien: “Hier zeigt sich aber regelmäßgi das Unvermögen der Geistlichkeit im Umgang mit Mystik und Prophetie.

Der Geistliche ist davon überzeugt: “Das Volk hat die bessere Nase”   – und er zitiert den früheren israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion mit seinem bekannten Spruch: “Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.”

Weder Wundersucht noch Wunderflucht

Offenbar ist dem Verfasser nicht klar, daß es zwischen Wundersucht und Wunderflucht eine gediegene Grundhaltung gibt, welche sehr wohl die biblisch bezeugten Wunder bejaht, aber gleichwohl nicht bald jeder nachbiblischen Privatoffenbarung oder Vision hinterherläuft.

Sodann befaßt sich Pfarrer Albrecht von Raab-Straube ebenfalls mit der kirchlichen Einordnung von Erscheinungen unter dem sachlich-nüchternen Titel “Kriterien der Unterscheidung” (S. 18 ff). 023_20A

Viele Passagen seines Beitrags, vor allem seine einleitenden Ausführungen sind  –  soweit sie das Thema allgemein beleuchten  –  größtenteils zutreffend. 

Immerhin wird Kardinal Prosper Lambertini (siehe Abbildung) zitiert, der spätere Papst Benedikt XIV., der bekanntlich auf klassische Weise die kirchliche Stellung gegenüber Privatoffenbarungen festlegte.  

Dabei stellte Lambertini schon vor vielen Jahrhunderten klar, daß auch kirchlich genehmigte Erscheinungen durchaus nicht verbindlich für die Gläubigen sind:

“Eine Zustimmung des katholischen Glaubens wird anerkannten Privatoffenbarungen in diesem Sinne nicht geschuldet und sie ist auch nicht möglich.”

Natürlich gilt dieses Prinzip erst recht für kirchlich nicht-anerkannte Erscheinungen.

Warum ist nun ein katholischer verpflichtender Glaube auch bei “anerkannten” (gebilligten, genehmigten) Privatoffenbarungen weder nötig noch “möglich”? 

Weil die Kirche jene Privatoffenbarungen nicht mit ihrer übernatürlichen bzw. unfehlbaren Autorität bestätigt, sondern lediglich aufgrund von sog. “Regeln der Klugheit”, welche jene Erscheinungen als glaubwürdig und “wahrscheinlich” darstellen, wie Lambertini erläuterte.

Kann Maria die Welt “retten”?

Ab S. 68 zitiert der Autor  eine Reihe “Botschaften” von Marpingen, wobei er sicherlich jene Worte des “Himmels” auswählte, die ihm theologisch besonders gut und ansprechend erscheinen.  media-443490-2

So soll Maria z.B. am 26.5.1999 der jungen Seherin Judith gesagt haben, daß der Rosenkranz ihr (der Madonna) “viel Macht in die Hand gebe” – und zwar “um die Welt zu retten, um die Welt dem Vater zurückzugeben”.  

Maria ist aber keine “Retterin”, sondern als Königin der Heiligen unsere größte Fürsprecherin. Die Welt “gerettet” hat allein Christus, der HERR, durch seinen Opfertod am Kreuz.

Sodann erfolgt die häufige Aufforderung, für die “Bekehrung der Sünder” zu beten, wobei sich die Frage stellt: Sind wir etwa nicht alle “Sünder”? – Wäre daher nicht besser von einer Bekehrung der “Ungläubigen” die Rede?!

Am 5.9. desselben Jahres soll die Himmelsmutter gesagt haben: “Ihr habt zwei sehr schlimme Kriege erlebt. Ich habe dies zugelassen, um zu zeigen, was geschieht, wenn ihr euch euch selbst überlaßt.”  – Etwas “zulassen” (oder nicht zulassen) kann allein der allmächtige Gott, nicht jedoch ein Geschöpf wie die selige Jungfrau, selbst wenn sie das am meisten begnadete Geschöpf ist.

Am 8.8.1999 wendet sich die Erscheinungsmadonna von Marpingen wie folgt an die Seherin Judith: “Ich kenne auch jede Einzelheit eures Lebens, jeden Augenblick, jeden Herzschlag, jeden Atemzug, alles, alles was ihr tut, um all das weiß ich.”  –  Hierbei ist aber daran zu erinnern, daß die Gottesmutter als Geschöpf nicht allwissend ist, denn diese Eigenschaft ist allein göttlicher Natur.

Keine Angst mehr vor dem Tod?

Während Christus seinen Aposteln wirklichkeitsgetreu gesagt hat: In dieser Welt habt ihr Angst, aber siehe: Ich habe die Welt überwunden”  –  womit ER die kreatürliche (geschöpfliche) Angst bestätigt  – klingt dieser Punkt in Marpingen ganz anders, noch dazu ausgerechnet hinsichtlich der stärksten, einer existentiellen Furcht des Menschen: seiner Angst vor dem Tod.

Hierzu heißt es ganz locker durch die Visionärin Marion: “Man braucht keine Angst vor dem Tod zu haben, das ist so schön! Wir brauchen nichts zu fürchten.”

Die ebenfalls noch junge Seherin Judith bläst in dasselbe Horn mit folgender “Botschaft” vom 17.10.1999: “Vor dem Tod braucht man keine Angst zu haben. Der Tod ist nur ein Übergang, ein Hinübergehen… Es gibt einen Himmel und es gibt eine Hölle, nur die Entscheidung, wo jeder einmal sein wird, trifft jeder Mensch selbst, Gott verdammt niemanden.”   0018

Abgesehen davon, daß es vor dem Endgericht neben Himmel und Hölle auch noch ein Fegefeuer gibt,  heißt es in der Heiligen Schrift ganz realistisch, daß der Tod ein großer Feind des Menschen ist. So stehen die Aktien! 

Und in 1. Kor 15,26 ist hinsichtlich der Wiederkunft Christi davon die Rede, daß “der letzte Feind, der vernichtet wird, der Tod ist”.   –  Es handelt sich also sehr wohl um einen “Feind”  – und vor einem solchen hat die Kreatur (dsa Geschöpf) eine ganz natürliche Furcht, Christen nicht ausgenommen, wenngleich sie durchaus von zuversichtlicher Himmelshoffnung geprägt sein dürfen und sollen. Das hebt aber die “existentielle” Angst vor dem Tod nicht einfach auf.

Damit soll keineswegs Panik erzeugt, sondern nur die Lebenswirklichkeit der Menschen (auch der Gläubigen) nüchtern zur Sprache kommen.

Endzeitlicher Chiliasmus läßt grüßen!slider3-640x360

Typisch für diese weichgespülte Erscheinungtheologie ist dann auch die Irrlehre vom christlichen Paradies auf Erden, von einem universalen irdischen Friedensreich noch vor der Wiederkunft Christi.

Auch dieser  – von der Kirche seit jeher abgelehnte  –  Millenarismus bzw. Chiliasmus wird in Marpingen am 8.9.1999 verkündet:

“Ihr dürft euch dann auf die “neue” alte Welt freuen. Dann nämlich wird es keine Gottlosen mehr geben. Alles wird im Einklang mit den 10 Geboten sein und das Böse wird es eine Zeitlang nicht mehr geben. Habt keine Angst.”

Abschließend kommt das viel strapazierte Wort von den “Früchten” der Erscheinungen, wobei es aufschlußreich ist, was der Autor hauptsächlich unter “Früchten” versteht, nämlich auffallende Phänomene und Schauwunder, die kirchlicherseits zu prüfen seien, wie er schreibt: “….oft behauptete Wunder, Heilungen und Sensationen wie Veränderungen an der Sonne, tränende Figuren, Düfte usw.”

Schon die bisherige Auswahl an Erscheinungs-Zitaten (die noch dazu allesamt von der Pro-Marpingen-Seite ausgewählt wurden!) zeigt zur Genüge, daß diese “Botschaften” nicht vom Himmel kommen können, weshalb dort auch keine Madonna erschienen ist.

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MiT-Jugend-Verlag und das Christoferuswerk in Münster

 


Medjugorje – eine unendliche Geschichte?

Von Felizitas Küble

Obwohl sich die für Medjugorje zuständigen Oberhirten (erst Bischof Zanic, danach Peric) deutlich gegen die Echtheit der angeblichen “Marienerscheinungen” ausgesprochen haben, obwohl die dortige Bischofskonferenz zweimal amtlich erklärte, keine “Übernatürlichkeit” jener Phänomene feststellen zu können, behaupten viele Medju-Anhänger immer wieder, “die Kirche” könne kein endgültiges Urteil über diese Privatoffenbarung verkünden, solange die Erscheinungen in Medjugorje anhalten. bildma1

Diese Sichtweise ist jedoch kirchenrechtlich unsinnig und historisch unhaltbar, wie allein schon der Fall Heroldsbach (Bistum Bamberg) zeigt: Jene “Marienerscheinungen” Anfang der 50er Jahre wurden sehr wohl kirchlich eindeutig abgelehnt, obwohl sie jahrelang weiter andauerten.

Sodann wird von Medjugorje-bewegter Seite mitunter der irreführende Eindruck erweckt, als sei allein schon die Einrichtung der vatikanischen Untersuchungskommission eine Art “Seitenhieb” gegen den dortigen kritischen Bischof; als diene dieses Gremium quasi als eine “Korrektur-Instanz”.

Auch diese Deutung ist haltlos, wie erneut das Beispiel Heroldsbach belegt: Damals gelangte der dortige Bischof zu einem klaren “Nein” gegenüber den vermeintlichen Erscheinungen  – und diese Ablehnung wurde von der römischen Glaubenskongregation (damals: Hl. Offizium) bestätigt und von Papst Pius XII. bekräftigt. media-372515-2

Laut Kirchenrecht ist der Diözesanbischof zuständig für die Beurteilung von Privatoffenbarungen  –  und der Vatikan schaltet sich nur dann ein, wenn es der betreffende Bischof wünscht oder wenn die Phänomene (wie im Fall Medjugorje) internationale Ausmaße annehmen (Millionen Pilger aus aller Herren Länder).

Gleichwohl stellt sich die Frage, ob in puncto Medjugorje evtl. deshalb nach über 33 Jahren noch kein Ende der “Erscheinungen” in Sicht ist, weil so der Anhängerschar suggeriert werden kann, solange die “himmlischen Botschaften” anhalten, könne die Kirche angeblich kein definitives Urteil fällen.

Wo bleibt das angekündigte “sichtbare Zeichen”?

Ein weiterer pikanter Gesichtspunkt könnte zudem auch eine Rolle spielen:

Bereits Anfang der 80er Jahre wurde von Medjugorje-Sehern öffentlich angekündigt, daß die Erscheinungen am Ende durch ein auffallendes Wunder bzw. “sichtbares Zeichen” in aller Öffentlichkeit bezeugt bzw. vom Himmel her bestätigt würden.

Es handle sich hierbei um ein “Zeichen, das der Menschheit gegeben” wird und das ihrer Bekehrung dienen solle.

Hierzu heißt es auf der Medjugorje-Webseite wörtlich:

“Nach den Ankündigungen wird das sichtbare Zeichen am Ort der Erscheinungen von Medjugorje auftreten, damit die ganze Welt es sehen kann. Das Zeichen wird als Beweis für die Erscheinungen gegeben und damit die Menschen wieder zum Glauben kommen.”  

(Quelle hier –  unter “Botschaft” vom 26.12.1982: http://www.medjugorje.de/botschaften/alle-botschaften/page/39.html?tx_medjumessage_pi1%5Bcontroller%5D=Message)

Das bedeutet, daß die Medjugorje-Seher sich durch diese Ankündigung gewissermaßen selbst die Hände gebunden haben, denn wenn die “Erscheinungen” beendet werden, muß der “Menschheit” dieses “sichtbare Zeichen” geboten werden.

Alles Weitere liegt auf der Hand.

DIESER ARTIKEL wurde auch auf KATHNEWS übernommen: http://www.kathnews.de/medjugorje-eine-unendliche-geschichte

 

 


Medjugorje: Die “Mutter der ganzen Welt” sendet die “Apostel meines Lichtes”…

“Privatbotschaft der Muttergottes” vom 2. Juli 2014 an Mirjana Dragicevic-Soldo:

„Liebe Kinder! Ich, Mutter von euch, die ihr hier versammelt seid, und Mutter der ganzen Welt, segne euch mit dem mütterlichen Segen und rufe euch auf, euch auf den Weg der Demut zu begeben.

Dieser Weg führt zum Kennenlernen der Liebe meines Sohnes. Mein Sohn ist allmächtig, Er ist in allem. Wenn ihr, meine Kinder, dies nicht erkennt, dann regiert über eure Seele Dunkelheit/Blindheit. Nur die Demut kann euch heilen.  1_0_744292

Meine Kinder, ich habe immer demütig, mutig und in Hoffnung gelebt. Ich wusste, ich habe es erkannt, dass Gott in uns ist und wir in Gott. Das gleiche ersuche ich von euch.

Ich möchte euch alle mit mir in der Ewigkeit haben, denn ihr seid ein Teil von mir. Auf eurem Weg werde ich euch helfen.

Meine Liebe wird euch umhüllen wie ein Mantel und aus euch Apostel meines Lichtes, des Lichtes Gottes machen. Mit der Liebe, die aus der Demut hervorkommt, werdet ihr Licht bringen, wo Dunkelheit/Blindheit herrscht.

Ihr werdet meinen Sohn, der das Licht der Welt ist, bringen. Ich bin immer bei euren Hirten und bete, dass sie euch immer ein Vorbild der Demut seien. Ich danke euch.”

Kritische Hinweise hierzu:

Diese sogenannte “Privatbotschaft” der Erscheinungs-“Madonna” von Medjugorje an die “Seherin” Mirjana erfolgt seit vielen Jahren stets am zweiten Tag eines jeden Monats. Diese angeblichen Worte Mariens werden nicht direkt veröffentlicht, aber vom Medjugorje-Zentrum per Newsletter verbreitet.

Den Angaben der Seher zufolge erscheint die “Gospa” (dortiger Titel für die Gottesmutter) schon seit über 33 Jahren regelmäßig bis täglich  –  und sie gibt zahlreiche “Botschaften”, wobei es sich um eine kirchlich nicht anerkannte Privatoffenbarung handelt.

Zur jüngsten “Botschaft”  –  wir haben oben mit Linien einige Sätze hervorgehoben  – seien nun einige Kritikpunkte angemerkt:

1. Den Marientitel “Mutter der ganzen Welt” kennt weder das kirchliche Lehramt noch die “Lauretanische Litanei”. Er erinnert fast an altertümliche heidnische Vorstellungen einer “Muttergottheit”.  – Die selige Jungfrau ist die Hilfe der Christen und die geistliche Mutter der Gläubigen; Papst Paul VI. bezeichnete sie bekanntlich als “Mutter der Kirche”, aber nicht als “Mutter der ganzen Welt”.

2. Zu der Aussage: “Ich habe immer demütig, mutig und in Hoffnung gelebt”: Warum sollte sich die wahre Madonna ihrer Demut und weiterer Tugenden selber rühmen?  –  In dem tatsächlich von ihr stammenden Magnificat (ihrem biblischen Lobgesang aus dem Lukasevangelium) lenkt sie den Blick vielmehr auf Gottes große Taten, nicht auf den eigenen Mut, Demut etc.

3. Die Erscheinungs-“Maria” will also “euch alle” mit ihr in der “Ewigkeit” haben  –  aber im Jenseits werden sich einst ohnehin die Seelen aller Menschen befinden, auch der verlorenen.  –  Zudem hätte man gerne gewußt, warum die “Gospa” erklärt: “Ihr seid ein Teil von  mir.”  – Was mag dies bedeuten? Welchen theologischen Sinn hat denn eine solche Aussage?

4. Christus selbst ist als göttlicher Erlöser das “Licht der Welt”, wie ER selber bezeugt. Wie kann folglich “Maria” erklären, sie wolle “aus euch Apostel meines Lichtes, des Lichtes Gottes machen”. Als Geschöpf besitzt Maria aus sich selber heraus kein Licht, sondern allein GOTT selbest – und sie hat gnadenhalber einen besonders vorzüglichen Anteil davon erhalten. 

Zudem könnte die Aussage (“meines Lichtes, des Lichtes Gottes”) so verstanden werden, als ob sie sich über diese Licht-Metapher mit Gott gleichsetzen wolle. Etwas derart Verwegenes, ja Gotteslästerlichen würde sich die wahre Gottesmutter selbstverständlich niemals anmaßen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MiT-Verlags in Münster

 

 


Garabandal, der Tod des “blinden Joe” und die Einflußnahme von Conchitas Mutter

Aktuell finden in einigen erscheinungsbewegten Internetforen rege Diskussionen über das von der Anhängerschaft völlig unerwartete Ableben des blinden Joe Lomangino statt, der laut Garabandal-Botschaft beim künftigen “Wunder” geheilt sein werde.

Wie hier im “Christlichen Forum” vorausgesagt, versuchen die unbelehrbaren Anhänger, nach der ersten “Schockstarre” den Tod von Joe Lomangino im Sinne der “Botschaften” wieder hinzubiegen. DSC_1185-3

Es geht dabei um den Versuch, weg von der nicht erfüllten “Neue-Augen-Botschaft” zu kommen, die an Joe Lomangino gerichtet und jahrzehntelang von den Anhängern wie ein Gütesiegel gepflegt, für die Echtheit der “Botschaften” herhalten musste.

Anstatt in sich zu gehen und einzugestehen, dass die “Hauptseherin” Conchita Gonzales selbst eine in die Irre geleitete “Seherin” ist, wird von den Anhängern der Tod des getäuschten blinden Amerikaners zum Anlass genommen, sein Todesdatum zu verklären und in einen positiven Bezug zum Beginn der “falschen Botschaften” zu setzen.

Das “Garabandal-Spektakel” begann am 18. Juni 1961 mit einem “himmlischen Donnerschlag”, den die vier “Sehermädchen” bei den Apfelbäumen in Garabandal vernahmen.

Joe Lomangino verstarb am 18. Juni 2014.

Das ist nicht mehr als Zahlenspielerei auf niedrigem Niveau.

Dabei kann man die Zahl “18” auch so deuten, dass das Spektakel an einem 18. = 6+6+6 (666) begann und auch an einem 18. (666) ein überraschendes Ende fand.  0022

Lomangino sollte am Tag des “Großen Wunders” wieder sehen können. Dabei sollte er zuerst das “Große Wunder” mit den neuen Augen (!) selber schauen dürfen. Dass daraus nichts wird, dürfte unzweifelhaft feststehen.

Oder möchte jetzt noch jemand behaupten, dass sich Lomangino, wie ebenfalls jahrelang verbreitet wurde, nach der “Warnung” auf dem schnellsten Weg aus den USA nach “Garabandal” begeben wird, beim “Wunder” seine neuen Augäpfel empfängt, um dann dauerhaft (!) wieder sehen zu können? Geht es noch alberner und respektloser?

Voraussage als Lüge von unten entlarvt

Ja – denn diese Voraussage und Verheißung an einen blinden Mann, der Zeit seines Lebens hoffnungsvoll auf die Erfüllung des “himmlischen Versprechens” wartete, ist jetzt nicht nur als Lüge von “unten” enttarnt, sondern sollte zu allem Überfluss auch noch der “größeren Ehre Gottes” dienen.

Diese vollmundige falsche Ankündigung hat bestimmt nicht der “Größeren Ehre Gottes” gedient – eher wurde der Name Gottes im Zusammenhang mit diesem Spektakel missbraucht.

Die jahrzehntelang von den Anhängern gepflegte “Neue-Augen-Botschaft” aus angeblich “himmlischer Quelle”, die der Gottesmutter im Jahr 1964 zugeschrieben wurde, hat sich als Lüge  –  bestenfalls als unterirdisches und in die Irre führendes Märchen erwiesen.

Wie viele Jahre wird dieser gutgläubige blinde Mann nicht nur seinen mittlerweile erwachsenen Söhnen und seiner Frau vertrauensvoll von dem Versprechen erzählt haben, am “Tag des Wunders” wieder sehen zu können. Walberberg-DSC_0311-2-2-7

So wurde es ihm schriftlich im Jahr 1964 von Conchita Gonzales mitgeteilt.

Wie oft wird Joe Lomangino gehofft haben, auch seine Lieben in diesem Leben noch wirklich mit neuen Augen sehen zu dürfen.

Conchitas Äußerungen gegen “kirchliche Verbote”

Doch er wurde getäuscht. Getäuscht von einer “Seherin”, die bereits im Januar 1971, im Alter von 21 Jahren, sehr seltsame und widersprüchliche Aussagen in einem Rundbrief an ihre Anhängerschaft verbreitete und darin hochmütig Empfehlungen abgab, wie mit kirchlichen Noten und Verboten umzugehen ist.

Seit wann steht es einem katholischen (?) Laien zu, sich derart unqualifiziert und deplatziert zu “kirchlichen Noten und Verboten” zu äußern, noch dazu schriftlich und in einer sich widersprechenden Weise?

Dabei konnte sich diese kecke Anmaßung auf nicht mehr beziehen, als auf ein stimmungsmachendes und reißerisch aufgemachtes unterirdisches Spektakel aus Garabandal, das im Juni 2014 endgültig untergangen ist.

Quelle: Irmgard Hausmann. Die Ereignisse von Garabandal.1. Auflage 1972, Seite 190.

Zitat aus dem dort veröffentlichten Rundbrief der Garabandal-Hauptseherin Conchita Gonzales vom 1. Januar 1971:

“Liebe Mithelfer der heiligsten Jungfrau,
[...]
Laßt euch in Eurer Tätigkeit nie beeinflussen durch kirchliche Noten und Verbote. Seid aber immer den Befehlen des Heiligen Vaters und eurer Obrigkeit gehorsam.
[...]
gez. Conchita Gonzales

Ist es vorstellbar, dass ein Pater Pio, dem Gehorsam gegenüber der kirchlichen Obrigkeit über alles ging und der von den Anhängern so gerne mit dem “Garabandal-Spektakel” in Verbindung gebracht wird, derartige Aufrufe gegen Weisungen der kirchlichen Obrigkeit unterstützen würde? Sicher nicht! Wahrscheinlich würde er sagen: “Vade retro me, Satana!”

Die Einflußnahme von Conchitas Mutter Aniceta

Damit liegt Conchita Gonzales ganz auf der Linie ihrer Mutter, in deren Bestreben es ebenfalls lag, sich in Dinge einzumischen, die ihr als “brave Katholikin” nicht zustanden. DSC_0202-2-6

Aniceta Gonzales hat es durch ihre Einmischung immer wieder verstanden, die “Garabandal-Ereignisse” in eine von ihr gewünschte Richtung zu lenken und mit ihrer Verhaltensweise, nicht nur die vom zuständigen Bischof veranlasste Prüfung der Ereignisse zu torpedieren:

1. Aniceta hindert Conchita daran, noch im Ordinariat zum Bischof zurückzugehen, um ihm im Gehorsam das Datum des “Wunders” mitzuteilen, das ihr vor dem Bischof entfallen war. Anicata begründet dies mit einem Hinweis auf eine “Botschaft” der “Gottesmutter”, wonach Conchita dieses Datum dem Bischof nicht mitteilen darf.

Was die beiden Damen dann überhaupt beim Bischof wollten ist unklar, da es um das Datum des “Wunders” ging. Ein zuvor an den Bischof geschriebener Brief mit dem Datum, war auf unerklärliche Weise verschwunden.

Es ist davon auszugehen, dass der Brief an den Bischof nie geschrieben wurde und das Ereignis nach dem Besuch beim Bischof, seinen Ursprung im Reich der Phantasie von Mutter Aniceta hatte.

2. Aniceta hindert Conchita am weiteren Besuch der Klosterschule in Pamplona.

Grund: Der für Garabandal zuständige Bischof hatte es im Jahr 1966 “gewagt”, Conchita  –  ohne die schriftliche Genehmigung (!) ihrer Aniceta   –  in der Klosterschule noch einmal zu den Ereignissen zu befragen.

Maßlos überheblich hatte Aniceta zuvor ebenfalls versucht, die Oberin des Klosters darauf zu verpflichten, erst bei ihr um Genehmigung vorstellig zu werden, bevor autorisierte Vertreter der Kirche in den Anliegen von “Garabandal” zu Conchita vorgelassen werden.

So endete der Klosteraufenthalt von Conchita nach sieben Monaten, da es der für die Ereignisse zuständige Bischof und die Oberin des Klosters versäumt hatten, sich zuvor eine Besuchsgenehmigung bei Aniceta Gonzales einzuholen, deren Tochter Conchita kurz vor der Vollendung des achtzehnten Lebensjahres stand.

Quelle: Irmgard Hausmann. Die Ereignisse von Garabandal. 1. Auflage 1972. Seite 119.

Conchita Stellungnahme gegenüber Glenn Hudson

Aber das Drama geht weiter. Über Glenn Hudson, der von Conchita Gonzales als ihr “Internet-Sprachrohr” bezeichnet wird und dieser Dame (noch) geistig verfallen ist, äußert sich erstmalig die “Hauptseherin” nach dem unerwarteten Tod von Joe Lomangino zum Thema.

Der Inhalt des Telefongespräches wurde von Glenn Hudson in einem von ihm mitgeleiteten Internetforum am 25. Juni 2014 veröffentlicht.

Glenn Hudson hatte sich noch im April 2014 sehr weit aus dem Fenster gelehnt und die Kritiker dazu aufgefordert, sich bei der “Gottesmutter” zu entschuldigen. Am 23. Mai 2014 hatte Hudson auf eine Frage hin jedoch eingeräumt, dass ihn ein vorzeitiges Ableben von Joe Lomangino schockieren würde, da Joe Lomangino so ein wesentlicher Bestandteil der Prophezeiungen ist.

Ja – und was teilt die “Hauptseherin” Conchita Gonzales dem schockierten Glenn Hudson daraufhin mit: “In Garbandal geht es im wesentlichen darum, ein guter Mensch zu sein!”

Originaltext: “The message of Garabandal is just to be a good person.”
Quelle: http://motheofgod.com/threads/june-18-2014-joey-lomangino-has-passed-away.6191/page-8

Was für eine Antwort und was für eine “Erkenntnis”!
Nach diesem Telefonat wird Frau Conchita Gonzales das finstere Geheimnis um das “Große Wunder” und ein Datum, das acht Tage vorher verbreitet werden sollte, mit in das Grab nehmen. Mein Wort darauf.

Es reicht!

Der Autor dieses Beitrags schreibt seit Jahren aufklärende Artikel und Leserkommentare im “Christlichen Forum” unter dem Kürzel “GsJC”

Fotos Nr. 1,3,4 von Dr. Bernd F. Pelz

 


Garabandal: Die „Madonna“ erschien mit schwarzen Augen und 12 Pentagrammen

Von Felizitas Küble

Zunächst zum Fünfzack-Stern, auch Pentagramm oder Drudenfuß genannt: Dies ist bekanntlich ein kommunistisches Zeichen (Sowjetstern) oder ein laizistisches bis freimaurerisches Symbol, jedenfalls kein christliches Zeichen; es gilt vielmehr als Darstellung des “autonomen” Menschen (ohne Bindung an Gott und seine Gebote).

Man kennt das Pentagramm bereits aus dem alten Heidentum (Stern der Isis, Istar- und Venus-Symbol), zudem aus Revolutionen, aus dem Okkultismus, Spiritismus, der Esoterik usw.

Angesichts dessen sind folgende Fakten hinsichtlich der kirchlich nicht anerkannten “Marienerscheinungen” von Garabandal aufschlußreich: mtcarmelpic1

Das nach Angaben der Hauptseherin Conchita gezeichnete Gemälde von Isabel de Daganzo zeigt eine Madonnenfigur ohne Schleier, aber mit 12 Sternen um ihr Haupt: alles Pentagramme!  (Abgedruckt ist dieses Bild zB. vorne im Buch „Die Ereignisse von Garabandal“ v. Irmgard Hausmann.)

Die Malerin hat sich in diesem Detail durchaus nicht geirrt: Genau so erschien die Garabandal-“Maria” den vier Sehermädchen tatsächlich:

In dem Buch „Garabandal, der Zeigefinger Gottes“ (2. Auflage) von Albrecht Weber heißt es (Seite 43):

“Die vier Seherinnen beschrieben die sehr schöne Dame so: „Sie trägt ein weißes Kleid, das wie aus lauter weiß leuchtenden Blumen gewebt ist, einen blauen Mantel und eine Krone (Kranz) von 12 goldenen fünfzackigen Sternen, die wie spitze Kristalle funkelten.”

Auf S. 15 können wir in dem bereits erwähnten Garabandal-Buch von I. Hausmann über die erste Erscheinung „Unserer lieben Frau“ am 2. Juli 1961 lesen, diese habe ein „weißes Kleid und einen lichtblauen Mantel“ getragen:

“Sie trug keinen Schleier, sondern nur ein Diadem goldener Sterne über dem welligen, in der Mitte gescheitelten Haar von dunklem Kastanienbraun….Ihrem wunderschönen Gesicht nach scheint sie ungefähr achtzehn Jahre alt zu sein. Die Augen und Augenbrauen sind schwarz.“

Kindlicher Engel mit rosa Flügeln und schwarzen Augen

Auch der Engel, der schon vor der Madonna erschien, tritt mit schwarzen Augen auf. Die Visionärin Conchita schildert ihn wie folgt:

„Er hatte ziemlich große, rosafarbene Flügel. Seine Augen waren schwarz. Er hatte feine Hände und kurze Fingernägel. Er sah etwa neun Jahre alt aus, trotzdem wirkte er sehr stark.“ (Zitat aus dem Buch „Erscheinungen der Jungfrau Maria“ von Kevin McClure, S. 147)

Das Jesuskind, das “Maria” trägt, hat laut Hausmanns Garabandal-Buch (S. 15 f) blondes Haar und trägt einen Kronreif, aber keine Sterne um sein Haupt: „Bekleidet ist es mit einer blaßblauen Tunika.“

Aufschlußreich: “Christus” kommt in seiner Erscheinungsweise deutlich weniger gut weg als die “Madonna”: Sie trägt ein weißes Kleid und einen lichtblauen Mantel, er hingegen nur eine “blaßblaue” Tunika; sie hat 12 goldene Sterne um ihr Haupt, das Jesuskind keinen einzigen…1548

Abgesehen davon lebt Christus nicht als Kleinkind, sondern als erwachsener Gott-Mensch mit seinem verklärten Auferstehungsleib in der himmlischen Herrlichkeit.

Warum sollte ER  –  der gekreuzigte und verherrlichte Erlöser  –  dann als gleichsam hilfloses und von seiner Mutter abhängiges Baby erscheinen? Wäre das angemessen für unseren göttlichen Erlöser und den einstigen Weltenrichter?

“Maria” erscheint mit liturg. Priester-Symbol

Auf S. 17 erwähnt die Verfasserin, daß “Maria” an ihrem Ärmel das Skapulier trägt, „das der Form nach einem priesterlichen Manipel ähnelt“.

Da hätte man aber gerne gewußt: Was haben amtspriesterliche (!) Kennzeichen bei der seligen Jungfrau zu suchen? Oder soll sie auf Schleichwegen zur “Priesterin” umgedeutet werden?

Wobei der Priester-Manipel (wie er in der überlieferten Meßform üblich ist) ein Kreuz in der Mitte enthält – genau wie bei der Garabandal-Vision. Damit maßt sich diese “weibliche” Erscheinung priesterliche Liturgie-Merkmale aus der Meßfeier an, was theologisch zumindest verdächtig ist.

Die Autorin Hausmann erläutert den Lesern zudem, wie vielseitig und passend das „Outfit“ und Aussehen der Madonna jeweils ist:
„Je nach den Schönheitsidealen der Schauenden erschien sie zB. in Guadelupe (Mexiko) als Indianerin, in Frankreich (Ile Bouchard) als blondlockig und blauäugig, in Garabandal als brünette Spanierin – nicht irdischer, sondern verherrlichter Natur.“

Die verklärte Natur in der Ewigkeit ist das eine  –  doch eine Allgegenwart besitzt bekanntlich allein der allmächtige Gott.

Das scheint der Autorin freilich theologisch nicht klar zu sein, denn sie schreibt auf S. 22, daß Maria den einzelnen Seherkindern „oft gleichzeitig an verschiedenen Orten erschienen“ sei – und fügt erklärend hinzu:

„Aber die Gegenwart des Gottessohnes in den zahllosen Hostien der Welt ist dem ähnlich.“

Vonwegen: Christus ist GOTT-Mensch und besitzt daher als göttliche Wesenseigenschaft die Allgegenwart – nicht jedoch die Gottesmutter, da sie ein Geschöpf ist   –  wenngleich das edelste und am meisten vom HERRN begnadete Geschöpf. Doch Allgegenwart steht allein dem dreieinigen Gott zu.

Der grundlegende ontologische (seinsmäßige, wesenseigene) Abstand zwischen Gott und seinen Geschöpfen ist auch im Falle der seligen Jungfrau zu wahren und zu beachten!

Felizitas Küble leitet den KOMM-MiT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster

2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz  – 1. Foto: https://suzannetony.wordpress.com/category/garabandal/

 

 


Garabandal: Ein Sehermädchen verbrannte sich an der Sternenkrone der “Madonna”…

Von Felizitas Küble

Wie bereits kürzlich berichtet (http://charismatismus.wordpress.com/2014/06/20/garabandal-wenn-kinder-mit-der-erscheinungs-madonna-verstecken-spielen/), scheint sich “Maria” bei ihren Erscheinungen mitunter auch als Spielgefährtin kindlicher Visonäre zu verstehen, etwa in Heroldsbach oder in Garabandal:

In diesem spanischen Bergdorf beschäftigten sich die Sehermädels z.B. mit der “Gottesmutter” vom Abend über die Nacht hinweg bis zum frühen Morgen mit “Verstecken spielen”. media-377708-2

Die in unserem Artikel bereits erwähnte, erscheinungsbewegte Publikation  “Schwarzer Brief” (Nr. 19/83) betrachtete diese Spielereien allen Ernstes als besonders herziges Auftreten der Himmelsmutter, die sich nicht zu schade sei, auch das normale tägliche Leben mit den jugendlichen Sehern zu teilen.

So habe sich die Madonna “manchmal lachend” die “alltäglichen Geschichten der Mädchen angehört” – eben so ganz “wie eine Mutter”, schrieb der selbsternannte “Mystik-Experte” und SB-Herausgeber Claus P. Clausen aus Lippstadt.

Der SB teilte außerdem mit: “Die kleinen Mädchen scheuten sich auch nicht, die Gottesmutter und das Jesuskind zu bitten, die Kronen anfassen zu dürfen, die beide bei ihren Erscheinungen trugen.”

Das hätte man gerne genauer gewußt  –  und erfährt es in einem dicken Erscheinungswälzer von Georg Schmertzing unter dem Titel “Geheimnis Maria”. Dort heißt es auf S. 227 hierzu:

“Und wieder zeigt uns Maria, ähnlich wie in Heroldsbach,  wie sie mit unschuldigen, von der Zivilisation noch nicht verbildeten Kindern, natürlich und ungezwungen umgehen kann.

Als zum Beispiel zwei der Mädchen sie fragten, ob sie ihr Sternendiadem einmal haben dürften, gab es ihnen Maria, damit sie es aufsetzen konnten. Dabei “verbrannte” sich ein Mädchen an den funkelnden Sternen.”

Es kam auch vor, daß die fromme Schar, welche die Seherinnen neugierig umringte, von der “Himmelskönigin” ausgelacht wurde, weil sie beim Gesang wohl nicht den richtigen Ton traf. Auch das findet der Autor offenbar recht knuffig:

“Ein andermal lachten die Seherkinder, während die Gläubigen sangen. Als sie anschließend zur Rede gestellt wurden, antworteten sie, daß sie mit Maria nur über das falsche Singen mitgelacht hätten.”

Der erscheinungsbeflissene Verfasser weiß auch dies Ereignis auf das freundlichste zu deuten:

“So lernten sie das Marianisch-Mütterliche kennen, das größte Innigkeit und Versenkung stets mit völlig lockerer Haltung verbindet.”

Das Auslachen jener Pilger als “mütterlich” zu bezeichnen, erscheint wohl doch etwas merkwürdig…

 


Garabandal: Wenn Seherkinder mit der Erscheinungs-“Madonna” Verstecken spielen…

Von Felizitas Küble

Bei kirchlich nicht anerkannten Visionen und angeblich himmlischen “Offenbarungen” werden nicht nur häufig theologisch unzutreffende “Botschaften” zum Besten bzw. Schlechten gegeben.

Es findet mitunter auch der größte Unfug statt, wovon viele Erscheinungsgläubige allerdings nichts wissen. In “gelehrten” Propaganda-Schriften ist von diesen Ereignissen verständlicherweise nie oder jedenfalls sehr selten die Rede. medaille_miraculeuse_01

Denken wir z.B. an Heroldsbach, jene Marienerscheinungen vor über 60 Jahren im Bistum Bamberg, die damals nicht allein vom zuständigen Diözesan-Bischof, sondern auch vom Vatikan und von Papst Pius XII. als unecht verworfen wurden.

Daß es sich bei den Heroldsbacher Vorgängen (1949 bis 1951) nicht um Manifestationen des Himmels handeln konnte, geht allein schon aus der Tatsache hervor, daß die dortigen „Seherkinder“ mit dem „Jesuskind“ und den „Engeln“ mehrfach Ballspiele veranstalteten sowie „Fangen“ spielten.

Als eine Nachbarin den kindlichen Visionärinnen das weitere Betreten ihres Ackers untersagte, erklärte die „Jesus“-Erscheinung den gekränkten “Sehermädchen”, es handle sich um eine „böse Frau“, zudem sei sie noch dazu „vom Teufel besessen“.  – Man fragt sich, wer hier wirklich von unten gesteuert war  –   gewiß nicht die harmlose Bäuerin!

Versteck-Spiel am 8. Dezember: “Conchitas Namenstag”

Ähnlich unsinnig ging es in dieser Hinsicht im spanischen Garabandal zu, jenen “Erscheinungen” von Anfang bis Mitte der 60er Jahre, die kirchlich ebenfalls nicht anerkannt sind.

Auch dort gab es reichlich “Spiele” der Sehermädchen mit dem himmlischen Personal  –  genauer: mit der Erscheinungs-“Madonna”  – und das sogar zuweilen die ganze Nacht hindurch! DSC_1185-3

Übrigens stammen diese Info-Hinweise nicht etwa aus Garabandal-kritischen Quellen (wo gibt es diese überhaupt?), sondern ganz im Gegenteil aus dem “Schwarzen Brief”, verfaßt von Chefredakteur Claus P. Clausen, der sich selbst als “Mystik-Experten” ansah und mehrfach auch so bezeichnete.

In seinem Leitartikel (Nr. 19/1983) unter dem Titel “Ich, eure Mutter, liebe euch!” verteidigt der als erscheinungsbewegt bekannte Autor die Ereignisse in Garabandal auf das eifrigste.

Dabei findet er es besonders goldig, eindrucksvoll und der Glaubwürdigkeit jener “Erscheinungen” dienlich, daß die “Gottesmutter” sich jahrelang voll auf das Alltagsleben der Sehermädels eingestellt habe. Clausen weiß hierüber zB. Folgendes zu berichten:

“Die Mädchen haben oft berichtet, daß die Gottesmutter nicht einfach nur erschien, um Botschaften zu übermitteln oder sie zu unterweisen im gläubigen Lebenswandel, sondern Conchita sagte: “Sie war wirklich eine Freundin. Als ob sie mit uns lebte.” - Und so erschien es den Mädchen auch als ganz normal, daß Maria mit ihnen spielte.

So erlebten die fassungslosen Zeugen, unter ihnen auch Priester, daß die Gottesmutter mit den Mädchen Verstecken spielte, eines der ältesten Kinderspiele, das man auf der ganzen Welt spielt.

Und da Zeit im Himmel (und in der Ekstase) eine andere Bedeutung hat, spielten Maria und die Kinder an einem Tag von neun Uhr abends  bis zum Morgen und die Mädchen waren nach dem Aufwachen aus der Ekstase keineswegs ermüdet.

Das Mitspielen war ein Geschenk oder eine Belohnung der Gottesmutter, denn der Spieltag war der 8. Dezember, der Namenstag von Conchita.”

Uns erscheint es weniger bedeutsam, daß der 8. Dezember als Namenstag eines der Sehermädels fungiert –  sondern durchaus wichtiger, daß an diesem Tag in der katholischen Weltkirche das Hochfest der makellos empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria gefeiert wird. Ein passendes Datum zum Spielen vom Abend bis zum nächsten Morgen also? 

Ganz abgesehen von der ohnehin unsinnigen Vorstellung, die himmlische Madonna käme eigens auf die Erde, um mit einigen Dorfmädchen “Verstecken zu spielen”  –  gehts noch?

“Zur Heiligen Jungfrau gibt es keine Distanz”

In dem Buch “So sprach Maria in Garabandal” heißt es überdies auf S. 59, die “Gottesmutter” habe die Sehermädchen bei ihrem “Kosenamen” genannt und sei überhaupt sehr zutraulich: “Die Heilige Jungfrau ist wie eine von uns, es gibt da keine Distanz”, so eine Visonärin.

Zudem wird geschildert: “Sie vertraute ihnen eines Tages an, daß sie die Quasten der Pantoffel, die sie auf der Erde trug, parfürmierte.”

Dieselbe Distanzlosigkeit zeigen die visionären Mädchen und vor allem Hauptseherin Conchita nicht nur gegenüber der Erscheinungs-“Maria”, sondern sogar hinsichtlich des dreieinigen Gottes selbst.

So berichtet das erwähnte Buch auf S. 36, Conchita habe 1966 gesagt, “wenn sie im Himmel ankomme, werde sie die Heiligste Jungfrau und die Drei umarmen.” (Gemeint waren mit “die Drei” die drei göttlichen Personen der Dreieinigkeit.)  – “Umarmen”? – Den dreieinigen Gott und HERRN der Herrlichkeit werden die Seligen im Himmel durchaus nicht quasi auf gleicher Augenhöhe “umarmen”, sondern  a n b e t e n !

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk und den KOMM-MIT-Verlag in Münster

 

2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


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