Marienfried beinhaltet kein übernatürliches Geschehen

Die amtliche kirchliche Haltung zum „Erscheinungsort“ Marienfried

Am 20.3.2000 erklärte der Augsburger Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz, daß die Kirche es ablehnt, die „Privatoffenbarung“ von Marienfried anzuerkennen; der entscheidende Satz aus seinem Dekret zu den angeblichen Marienerscheinungen der „Seherin“ Bärbel Rueß (seit 1952 verheiratete Rehm) lautet:

“Es steht nicht fest, dass den Ereignissen von Marienfried aus dem Jahre 1946 ein übernatürlicher Charakter zukommt. Es bleiben ernste Zweifel bestehen, die es nicht erlauben, sie als echtes, übernatürliches Geschehen anzuerkennen.“

Dieser bischöflichen Entscheidung ging die Arbeit zweier Kommissionen voraus. Eine Pastoralkommission wurde am 24. Juli 1993 eingesetzt, deren Abschlußbericht im Dezember 1993 vorlag.

Ebenfalls 1993 wurde eine Kommission zur Untersuchung der Phänomene bzw. „Erscheinungen“ in Marienfried eingesetzt, deren Abschlußbericht 1998 vorlag.  Das Ergebnis dieser Kommission legte der Augsburger Oberhirte auch der Glaubenskongregation in Rom vor.

Diese lobte die Arbeit der Kommission, wie es Kardinal Joseph Ratzinger, der Präfekt der Kongregation, dem Augsburger Bischof am 18. Juni 1996 schrieb. Das Ergebnis dieser Kommission war die Grundlage für die bischöfliche Entscheidung, wonach man  n i c h t  bestätigen könne, Marienfried sei übernatürlichen Ursprungs.


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