Medjugorje – eine unendliche Geschichte?

Von Felizitas Küble

Obwohl sich die für Medjugorje zuständigen Oberhirten (erst Bischof Zanic, danach Peric) deutlich gegen die Echtheit der angeblichen “Marienerscheinungen” ausgesprochen haben, obwohl die dortige Bischofskonferenz zweimal amtlich erklärte, keine “Übernatürlichkeit” jener Phänomene feststellen zu können, behaupten viele Medju-Anhänger immer wieder, “die Kirche” könne kein endgültiges Urteil über diese Privatoffenbarung verkünden, solange die Erscheinungen in Medjugorje anhalten. bildma1

Diese Sichtweise ist jedoch kirchenrechtlich unsinnig und historisch unhaltbar, wie allein schon der Fall Heroldsbach (Bistum Bamberg) zeigt: Jene “Marienerscheinungen” Anfang der 50er Jahre wurden sehr wohl kirchlich eindeutig abgelehnt, obwohl sie jahrelang weiter andauerten.

Sodann wird von Medjugorje-bewegter Seite mitunter der irreführende Eindruck erweckt, als sei allein schon die Einrichtung der vatikanischen Untersuchungskommission eine Art “Seitenhieb” gegen den dortigen kritischen Bischof; als diene dieses Gremium quasi als eine “Korrektur-Instanz”.

Auch diese Deutung ist haltlos, wie erneut das Beispiel Heroldsbach belegt: Damals gelangte der dortige Bischof zu einem klaren “Nein” gegenüber den vermeintlichen Erscheinungen  – und diese Ablehnung wurde von der römischen Glaubenskongregation (damals: Hl. Offizium) bestätigt und von Papst Pius XII. bekräftigt. media-372515-2

Laut Kirchenrecht ist der Diözesanbischof zuständig für die Beurteilung von Privatoffenbarungen  -  und der Vatikan schaltet sich nur dann ein, wenn es der betreffende Bischof wünscht oder wenn die Phänomene (wie im Fall Medjugorje) internationale Ausmaße annehmen (Millionen Pilger aus aller Herren Länder).

Gleichwohl stellt sich die Frage, ob in puncto Medjugorje evtl. deshalb nach über 33 Jahren noch kein Ende der “Erscheinungen” in Sicht ist, weil so der Anhängerschar suggeriert werden kann, solange die “himmlischen Botschaften” anhalten, könne die Kirche angeblich kein definitives Urteil fällen.

Wo bleibt das angekündigte “sichtbare Zeichen”?

Ein weiterer pikanter Gesichtspunkt könnte zudem auch eine Rolle spielen:

Bereits Anfang der 80er Jahre wurde von Medjugorje-Sehern öffentlich angekündigt, daß die Erscheinungen am Ende durch ein auffallendes Wunder bzw. “sichtbares Zeichen” in aller Öffentlichkeit bezeugt bzw. vom Himmel her bestätigt würden.

Es handle sich hierbei um ein “Zeichen, das der Menschheit gegeben” wird und das ihrer Bekehrung dienen solle.

Hierzu heißt es auf der Medjugorje-Webseite wörtlich:

“Nach den Ankündigungen wird das sichtbare Zeichen am Ort der Erscheinungen von Medjugorje auftreten, damit die ganze Welt es sehen kann. Das Zeichen wird als Beweis für die Erscheinungen gegeben und damit die Menschen wieder zum Glauben kommen.”  

(Quelle hier -  unter “Botschaft” vom 26.12.1982: http://www.medjugorje.de/botschaften/alle-botschaften/page/39.html?tx_medjumessage_pi1%5Bcontroller%5D=Message)

Das bedeutet, daß die Medjugorje-Seher sich durch diese Ankündigung gewissermaßen selbst die Hände gebunden haben, denn wenn die “Erscheinungen” beendet werden, muß der “Menschheit” dieses “sichtbare Zeichen” geboten werden.

Alles Weitere liegt auf der Hand.

DIESER ARTIKEL wurde auch auf KATHNEWS übernommen: http://www.kathnews.de/medjugorje-eine-unendliche-geschichte

 

 


Garabandal: Wenn Seherkinder mit der Erscheinungs-”Madonna” Verstecken spielen…

Von Felizitas Küble

Bei kirchlich nicht anerkannten Visionen und angeblich himmlischen “Offenbarungen” werden nicht nur häufig theologisch unzutreffende “Botschaften” zum Besten bzw. Schlechten gegeben.

Es findet mitunter auch der größte Unfug statt, wovon viele Erscheinungsgläubige allerdings nichts wissen. In “gelehrten” Propaganda-Schriften ist von diesen Ereignissen verständlicherweise nie oder jedenfalls sehr selten die Rede. medaille_miraculeuse_01

Denken wir z.B. an Heroldsbach, jene Marienerscheinungen vor über 60 Jahren im Bistum Bamberg, die damals nicht allein vom zuständigen Diözesan-Bischof, sondern auch vom Vatikan und von Papst Pius XII. als unecht verworfen wurden.

Daß es sich bei den Heroldsbacher Vorgängen (1949 bis 1951) nicht um Manifestationen des Himmels handeln konnte, geht allein schon aus der Tatsache hervor, daß die dortigen „Seherkinder“ mit dem „Jesuskind“ und den „Engeln“ mehrfach Ballspiele veranstalteten sowie „Fangen“ spielten.

Als eine Nachbarin den kindlichen Visionärinnen das weitere Betreten ihres Ackers untersagte, erklärte die „Jesus“-Erscheinung den gekränkten “Sehermädchen”, es handle sich um eine „böse Frau“, zudem sei sie noch dazu „vom Teufel besessen“.  – Man fragt sich, wer hier wirklich von unten gesteuert war  –   gewiß nicht die harmlose Bäuerin!

Versteck-Spiel am 8. Dezember: “Conchitas Namenstag”

Ähnlich unsinnig ging es in dieser Hinsicht im spanischen Garabandal zu, jenen “Erscheinungen” von Anfang bis Mitte der 60er Jahre, die kirchlich ebenfalls nicht anerkannt sind.

Auch dort gab es reichlich “Spiele” der Sehermädchen mit dem himmlischen Personal  -  genauer: mit der Erscheinungs-”Madonna”  – und das sogar zuweilen die ganze Nacht hindurch! DSC_1185-3

Übrigens stammen diese Info-Hinweise nicht etwa aus Garabandal-kritischen Quellen (wo gibt es diese überhaupt?), sondern ganz im Gegenteil aus dem “Schwarzen Brief”, verfaßt von Chefredakteur Claus P. Clausen, der sich selbst als “Mystik-Experten” ansah und mehrfach auch so bezeichnete.

In seinem Leitartikel (Nr. 19/1983) unter dem Titel “Ich, eure Mutter, liebe euch!” verteidigt der als erscheinungsbewegt bekannte Autor die Ereignisse in Garabandal auf das eifrigste.

Dabei findet er es besonders goldig, eindrucksvoll und der Glaubwürdigkeit jener “Erscheinungen” dienlich, daß die “Gottesmutter” sich jahrelang voll auf das Alltagsleben der Sehermädels eingestellt habe. Clausen weiß hierüber zB. Folgendes zu berichten:

“Die Mädchen haben oft berichtet, daß die Gottesmutter nicht einfach nur erschien, um Botschaften zu übermitteln oder sie zu unterweisen im gläubigen Lebenswandel, sondern Conchita sagte: “Sie war wirklich eine Freundin. Als ob sie mit uns lebte.” - Und so erschien es den Mädchen auch als ganz normal, daß Maria mit ihnen spielte.

So erlebten die fassungslosen Zeugen, unter ihnen auch Priester, daß die Gottesmutter mit den Mädchen Verstecken spielte, eines der ältesten Kinderspiele, das man auf der ganzen Welt spielt.

Und da Zeit im Himmel (und in der Ekstase) eine andere Bedeutung hat, spielten Maria und die Kinder an einem Tag von neun Uhr abends  bis zum Morgen und die Mädchen waren nach dem Aufwachen aus der Ekstase keineswegs ermüdet.

Das Mitspielen war ein Geschenk oder eine Belohnung der Gottesmutter, denn der Spieltag war der 8. Dezember, der Namenstag von Conchita.”

Uns erscheint es weniger bedeutsam, daß der 8. Dezember als Namenstag eines der Sehermädels fungiert -  sondern durchaus wichtiger, daß an diesem Tag in der katholischen Weltkirche das Hochfest der makellos empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria gefeiert wird. Ein passendes Datum zum Spielen vom Abend bis zum nächsten Morgen also? 

Ganz abgesehen von der ohnehin unsinnigen Vorstellung, die himmlische Madonna käme eigens auf die Erde, um mit einigen Dorfmädchen “Verstecken zu spielen”  -  gehts noch?

“Zur Heiligen Jungfrau gibt es keine Distanz”

In dem Buch “So sprach Maria in Garabandal” heißt es überdies auf S. 59, die “Gottesmutter” habe die Sehermädchen bei ihrem “Kosenamen” genannt und sei überhaupt sehr zutraulich: “Die Heilige Jungfrau ist wie eine von uns, es gibt da keine Distanz”, so eine Visonärin.

Zudem wird geschildert: “Sie vertraute ihnen eines Tages an, daß sie die Quasten der Pantoffel, die sie auf der Erde trug, parfürmierte.”

Dieselbe Distanzlosigkeit zeigen die visionären Mädchen und vor allem Hauptseherin Conchita nicht nur gegenüber der Erscheinungs-”Maria”, sondern sogar hinsichtlich des dreieinigen Gottes selbst.

So berichtet das erwähnte Buch auf S. 36, Conchita habe 1966 gesagt, “wenn sie im Himmel ankomme, werde sie die Heiligste Jungfrau und die Drei umarmen.” (Gemeint waren mit “die Drei” die drei göttlichen Personen der Dreieinigkeit.)  – “Umarmen”? – Den dreieinigen Gott und HERRN der Herrlichkeit werden die Seligen im Himmel durchaus nicht quasi auf gleicher Augenhöhe “umarmen”, sondern  a n b e t e n !

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk und den KOMM-MIT-Verlag in Münster

 

2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Garabandal endgültig widerlegt: Der blinde Joe Lomangino ist verstorben

Über 50 Jahre mit Garabandal-Seherin Conchita befreundet

Der blinde Amerikaner Joe Lomangino ist im Alter von 84 Jahren am gestrigen Mittwoch, den 18. Juni 2014, verstorben. Diese Nachricht wurde heute vom Garabandal-Zentrum Lindenhurst in New York (USA) per Internet bzw. Mail verbreitet. weisselberg_memoriam

Plötzlich und unerwartet kam der Tod Lomanginos nicht, da er seit dem Jahr 1999 an einer Herzschwäche litt und in den letzten Monaten aus Gesundheitsgründen keine Besucher mehr empfangen konnte.

Ich wünsche ihm, dass er in Frieden heimgegangen ist  -  und mein Mitgefühl gilt seiner Familie. (R.I.P.)

Drei Stufen: Warnung – Wunder – Strafgericht

Es darf im Zusammenhang mit dieser Todesnachricht nicht unerwähnt bleiben, dass der Name Joe Lomangino untrennbar mit den in “Garabandal” angekündigten Ereignissen von “Warnung – Wunder – Strafgericht” verbunden war.

Besonders das Ereignis der “Warnung”, welches dem “Großen Wunder” innerhalb eines Jahres vorausgehen sollte, wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder spektakulär angekündigt.

Die drei Ereignisse wurden von vielen Verlegern, Gutachtern und (Laien-)Theologen für echt befunden und oftmals gegen jede kritische Nachfrage energisch verteidigt.

Weiterhin wurden seitens derAnhänger z.B. der hl. Pater Pio, hl. Mutter Theresa, hl. Maria Maravillas, Mutter Angelica (EWTN ), hl. Josemaria Escrivá, Kardinal Ottaviani, Papst Paul VI., hl. Papst Johannes Paul II. und weitere Persönlichkeiten als zustimmende Zeugen der angekündigten Ereignisse genannt.

Joe Lomangino war über fünfzig Jahre mit der Hauptseherin Conchita Gonzales befreundet, die er im Jahr 1963 in Garabandal kennengelernt hatte.

Die Hauptseherin kündigte ihm seine Heilung an

Am “St. Josephs-Tag 1964″ wurde ihm von Conchita Gonzales schriftlich (!) mitgeteilt, dass er am Tag des “Großen Wunders” wieder sehen wird.

Foto: Dr. Bernd F. PelzJoe Lomangino war nicht von Geburt an blind. Ein Unfall hatte ihm im jugendlichen Alter von sechzehn Jahren beide Augäpfel zertrümmert. Conchita Gonzales bezog sich in der schriftlichen Mitteilung an Lomangino auf eine “Botschaft” der “Gottesmutter”, die sie bei den Pinien in Garabandal erhalten haben will.

Lomangino lebte nach dem “St.-Josephs-Tag 1964″ in Erwartung der Erfüllung dieser “verheißungsvollen Botschaft”.

Zur Unterstützung der Verbreitung der Garabandal-Botschaften gründete er das Magazin “Needles” und im Jahr 1968 das “Garabandal-Zentrum” in Lindenhurst, New York / USA.

In den Anliegen der Verbreitung der Botschaften aus Garabandal hielt Lomangino Vorträge, unternahm Auslandsreisen, so daß Garabandal ein sehr wichtiger Teil seines Lebens wurde.

Garabandal-Anhänger: Selbstkritik ist angesagt

Die richtigen Schlüsse aus dem Tod von Joe Lomangino, welche Bedeutung sein Tod in Bezug auf die “Botschaften”, sowie die  -  nicht nur Pater Pio zugeschriebenen  –   Aussagen und Briefe zu “Garabandal” jemals hatten, müssen die Anhänger jetzt sehr selbstkritisch ziehen.

Gleiches trifft selbstverständlich auch auf das niveaulose und vom zuständigen Bischof verworfene “Garabandal-Warnungs-Anhängsel” aus Irland zu, sowie andere angebliche Erscheinungsstätten und deren “Seher” (Medjugorje, Manduria, Naju, JNSR, Don Gobbi, Vassula Ryden, Christina Gallagher, Little Pebble usw), die sich nach “Garabandal” ebenfalls ins “Warnungs”-Kielwasser begaben und sich damit rühmten, von was auch immer die Fortsetzung oder Erfüllung zu sein.

So schrieb z.B. der verstorbene Schriftsteller und “Medjugorje-Anhänger” Alfons Sarrach (ein laisierter Priester) noch im Jahre 2009 in der August-Ausgabe seiner Publikation “Der Christ von Morgen”:  media-375643-2

“Garabandal gehört zu den großen mystischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts neben Fatima und Medjugorje.”

Wie die Garabandal-Anhänger guten Willens jetzt wissen, war diese Feststellung nicht nur knapp daneben  -  sondern voll daneben!

Auf Garabandal bezogen bedeutet der Tod von Joe Lomangino:

“Garabandal” war niemals die Fortsetzung oder Erfüllung von “Fatima”, sondern ein Szenario von “ganz unten”, das über viele Jahrzehnte Generationen beschäftigt, alle Jahre wieder leichtgläubige Schwärmer in seinen Bann gezogen und in helle Aufregung versetzt hat.

Erscheinungen als Täuschungen entlarvt

Ich wünsche mir deshalb, dass es eine ehrliche Aufarbeitung durch die Anhänger gibt, da es sich bei den Erscheinungen und “Botschaften” aus “Garabandal” unzweifelhaft um Täuschungen handelt, die sich nach über fünfzig Jahren mit dem Tod von Joe Lomangino endgültig als falsch erwiesen haben. 0023

So könnte selbst aus der Aufarbeitung dieser Falschprophetie noch eine erkenntnisreiche Mahnung und echte “Warnung” werden, in Zukunft nüchterner und kritischer mit solchen “Erscheinungen” umzugehen und eine gesunde Skepsis walten zu lassen, besonders von Seiten der Laien, die oftmals auf sehr einfache Weise mit “Botschaften” zu begeistern sind.

Hilfreich können in diesem Zusammenhang die kritischen Artikel und Beiträge sein, die zu diesem Thema hier im “Christlichen Forum” veröffentlicht und im Kommentarbereich kontrovers diskutiert wurden:
1. http://charismatismus.wordpress.com/2011/06/10/garabandal/
2. http://charismatismus.wordpress.com/2014/01/06/eine-kritische-betrachtung-zu-garabandal/

Trotzdem gibt es für mich als Garabandal-Kritiker und Verfasser dieses Artikels keinen Grund zu triumphieren, denn geirrt oder getäuscht hat sich bestimmt schon jeder einmal.

Die Bodenhaftung nicht verlieren

In einer Zeit, in der “Erscheinungsstätten” wie Pilze aus dem Boden schießen, angebliche “Botschaften” des Himmels inflationsartige Verbreitung finden (siehe zB. Medjugorje ) und sich dabei wichtigtuerisch geradezu überschlagen, können Katholiken nicht vorsichtig genug sein, um nicht “trunken” vor lauter “Botschaften” die Bodenhaftung zu verlieren.

Das zeigen auch die Worte von Glenn Hudson, der noch am 24. April 2014 den Kritikern die abgehobene Empfehlung erteilte, sich bei der “Gottesmutter” für Bedenken zu entschuldigen und um Vergebung zu bitten. (Original Glenn Hudson: “To all those who doubted our Blessed mother’s promise and words … pray to her for forgiveness!”)

Einen Irrtum zuzugeben: das ist ein respektables Zeichen innerer Größe und zeugt von Einsicht.

Im Irrtum unbelehrbar, uneinsichtig zu verharren und sich nicht eingetroffene Ereignisse irgendwie wieder hinzubiegen und passend zu machen, ist dagegen ein Zeichen von Belehrungsresistenz, Verblendung und Verstocktheit, mit dem niemand dem Himmel einen Gefallen erweist. Eher ist das Gegenteil der Fall, denn der Himmel und der wahre Glaube werden vor aller Welt lächerlich gemacht.

Dabei sind jene Laien besonders eifrig, die sich einer “kirchenrettenden Restarmee” zugehörig fühlen, Papst Franziskus öffentlich als “falschen Propheten” verunglimpfen (irischer Warnungs-Unfug der “MDM” ) oder die alberne Überzeugung verbreiten, mit dem Besuch einer nicht anerkannten Erscheinungsstätte in Bosnien-Herzegowina einen besonderen Geist der Einsicht und Erkenntnis empfangen zu haben. Welchen Wert der Empfang dieser “erhellenden Geister” hat, wissen wir jetzt – wieder einmal!

Halten wir uns an die eine wahre und zeitlose Botschaft, die vom HERRN selber kommt: “Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!” (Mk 1,15 )

Daran sollten wir uns als Katholiken orientieren und in diesem Geist auch schwierige Zeiten in Kirche und Welt durchstehen, bis ER – wie ER es versprochen hat   -  wiederkommt in Herrlichkeit! (vgl. Mt 24,3-31)

Der Autor dieses Beitrags schreibt bei uns unter dem Kürzel GsJC seit Jahren kompetente Artikel und Leserkommentare

 


Gab es in Sievernich “Botschaften des Himmels” an die Seherin Manuela?

Tragischer Tod des Ortspfarrers, der seine Meinung änderte

Im vorigen Jahrzehnt  sorgte die kleine Ortschaft Sievernich im nordhrein-westfälischen Landkreis Düren überraschend für Schlagzeilen, denn dort soll einer Anwaltsgehilfin und Familienmutter namens Manuela Strack die Madonna, ja sogar Christus selbst erschienen sein  -  noch dazu über fünf Jahre lang: von Juni 2000 bis Oktober 2005. sievernich

Zudem wurden der  -  in einem Nachbardorf wohnenden  -  Seherin angeblich Visionen etlicher Heiliger zuteil, darunter Pater Pio, Teresa von Avila, Sr. Faustine, außerdem Papst Pius XII.; auch die hl. Erzengel Gabriel und Michael sollen sich mehrfach gezeigt haben.

Zu den teilweise vorher angekündigten “Erscheinungen” kamen mehrmals tausende von Pilgern und Neugierige aus nah und fern in das unscheinbare Eifeldorf mit seinen ca. 450 Einwohnern.

Die “Botschaften des Himmels” an die damals 35-jährige Ehefrau gehören freilich nicht zu den kirchlich anerkannten Privatoffenbarungen wie zB. Lourdes oder Fatima.

Doch nach wie vor pilgern erscheinungsbewegte Kreise in jene Pfarrgemeinde im Bistum Aachen, in der heute noch spezielle Andachten  und Gebetstage stattfinden, die sich mehr oder weniger auf jene Visionen Manuelas beziehen.

Angeblich soll die Gottesmutter, die am 3. Oktober 2005 zum letzten Mal erschienen sei, der Seherin versprochen haben, immer in Sievernich anwesend zu sein”, wie die Fanseite Sievernich.eu versichert. “Auch Prophezeiungen gehören zu den Botschaften”, heißt es dort außerdem.

Wenn sich das “Jesuskind”  in eine Madonna verwandelt…

Zudem wird von einem “eucharistischen Zeichen” berichtet:

“Während der Anbetung des ausgesetzten Allerheiligsten Altarssakramentes beim Gebetstreffen am 8. November 2004 in Sievernich sahen viele Leute 15 Minuten lang vor der heiligen Hostie das kleine Jesuskind. Mit der Wegnahme der Hostie aus der Monstranz durch den Priester verschwand auch das Jesuskind.”

Rückfrage: In der heiligen Hostie ist Christus laut kirchlicher Lehre so gegenwärtig, “wie er im Himmel ist”, somit ist ER sakramental zugegen als der verherrlichte Gekreuzigte und Auferstandene.

Wie paßt dazu aber sein angebliches Erscheinen als “Jesuskind” vor  oder in der hl. Hostie? Welchen Sinn soll dies “Zeichen” wohl ergeben?

Theologisch noch viel merkwürdiger erscheinen einige weitere Mirakel, die Pilger bei Manuelas Gebetstreffen in der Pfarrkirche erlebt haben wollen, indem sich nämlich das Jesuskind gleichsam in die Madonna “verwandelte”. So berichten es z.B. die Zeugnisse Nr. 32, 38 und 45 in der erwähnten Fanseite. 

“E.S. aus Vettweiß” (Zeugnis Nr. 45) schildert ein derartiges”Hostienwunder” vom 6.2.2006:

“Einmal sah ich die schemenhafte Gestalt eines Kindes mit einem ausgestellten Kleid. Das Bild änderte sich und es zeigte sich das Profil einer Frauengestalt (bis einschl. Schulter) mit langem Haar über die rechte Schulter fallend, auf welchem leuchtende Sterne sichtbar waren.”

Hierzu erübrigt sich jeder Kommentar.

“Geheimnisse” von oben…

Typischerweise ist  -  wie auch in Medjugorje  -  viel von himmlischen “Geheimnissen” die Rede, die in Sievernich als “Schlüssel” bezeichnet werden.

Hierzu schildert die erwähnte Webseite Folgendes unter dem Stichwort “Die drei Schlüssel”:

Am 7. Oktober 2002 sagte die Gottesmutter zu Manuela: „…Meine kleine Gebetsperle, hier überreiche ich dir die Schlüssel meines geliebten göttlichen Sohnes Jesus Christus. Schweige darüber, schweige! Die Schlüssel dienen dir als Waffe gegen alle Finsternis. Du weißt nun, was geschieht. … Nur deinem Heiligen Vater in Rom, meinem geliebten Hirten, gebe die Schlüssel. Bitte schweige, man wird dir keinen Glauben schenken. Doch so wird sich alles erfüllen.“ 

Doch der Himmel bietet nicht nur “Geheimnisse”, er stellt offenbar auch “Forderungen”; hierzu heißt es:

“Die Gottesmutter wünscht in Sievernich einen Immaculata-Brunnen zur Linderung der Leiden. Dringendster Wunsch des Himmels ist aber, dass in Sievernich ein Geistliches Zentrum entsteht. Jesus selbst sagte am 19.05.2003: „Dieser Ort ist Mir und Meiner Mutter vorbehalten. Ich will, dass Menschen an diesem Ort ein Zentrum errichten, welches der Kirche, Meinem Leib, und somit Mir dient. Dient dem Vater im Himmel, Mir, dem Sohn, und Seiner Mutter treu und redlich. Dort soll geschehen, was Ich euch lehrte, was euch die Kirche sagt…Was Ich will, geschieht, Ich siege!“

Eine blasphemische “Dreieinigkeit”

Angesichts der AussageDient dem Vater im Himmel, Mir, dem Sohn, und Seiner Mutter treu und redlich” fragt man sich, ob hier eine häretisch-neue “Dreieinigkeit” suggeriert wird, die aus Gott-Vater, Christus und Maria besteht?  -  Warum ist der Heilige Geist nicht erwähnt? Weshalb nimmt die Madonna  -  selbst lediglich ein  Geschöpf des Ewigen (wenngleich das heiligste von allen)  -  quasi dessen Stelle ein?

Diese Präsentation einer irrgeistigen “Dreieinigkeit” kommt in den “Botschaften” recht häufig vor, z.B. am 2.10.2000: “Seid ohne Furcht, seid in Gott! Denn wo imner der Vater ist, der Sohn, die Mutter, da flieht, was nicht zu uns gehört!”  – Oder bei der nächstfolgenden Vision am 6.11.2000: “Wenn ihr betet, so sprecht mit dem Vater, mit dem Sohn, mit der Mutter.”  – Fast wörtlich dasselbe  bei der Erscheinung vom 5.2.2001: “Seht Kinder, ihr sprecht mit demVater, mit dem Sohn, mir mir, der Mutter.”  

Am 4.2.2002 soll die Madonna der Visionärin verkündet haben: “Nur Gott, der Vater und Jesus, Sein Sohn, dürfen angebetet und verehrt werden.” – Auch hier fehlt erneut der Heilige Geist  -  einmal abgesehen davon, daß die Heiligen und Engel sehr wohl “verehrt” werden dürfen.

Es entsteht  – zumindest unterschwellig  -  der theologisch haarsträubende Eindruck, als sei der Heilige Geist als Gottheit gar nicht existent bzw. gleichsam durch die Gottesmutter ersetzt worden. Wird also die dritte Person der göttlichen Dreifaltigkeit in seiner Stellung durch ein menschliches Geschöpf verdrängt?

Dazu paßt folgende gotteslästerliche Passage aus dem Bericht Manuelas von ihrer Vision am 15.10.2001: “Die heilige Jungfrau segnete uns und verschwand im Licht. Es blieben die Engel knieend vor ihr bzw. vor dem Licht in der Anbetung.  – Somit wird hier behauptet, daß Engel die Madonna “anbeten”  – eine klar blasphemische Aussage!

Soviel zur Einführung dieser mehr als fünf Jahre dauernden “Offenbarungen”. 

“Alle Nationen rufe ich zu mir”d7896

Weiteres Infos und Zitate bieten zwei Bücher des Fe-Verlags, wobei der zweite, im Mai 2005 erschienene Band unter dem Titel “Alle Nationen rufe ich zu mir” (siehe Abbildung) sich auf die späteren Botschaften Manuelas bezieht, beginnend ab Februar 2003.

Auf S. 20 berichtet diese Publikation von einer “Erscheinung” der Gottesmutter am 3.2.2003. Dabei soll die Himmelskönigin mit einem Rosenkranz aus blauen Rosen erschienen sein, legte der Visonärin eine weiße Rose in ihre  -  gleichsam zu einer Schale geformten  -  Hände und sprach mit “sanfter, aber mahnender Stimme”:

“Ich kann es diesmal nicht verhindern, daß der Kelch meines Sohnes sich über die Menschheit neigt. Euch aber werde ich unter meinen schützenden Mantel bergen. Betet, betet, betet!” (S. 20)

Wie dürfen wir diese merkwürdige “Botschaft” verstehen? Was heißt “diesmal nicht”?  Und warum wird der Kelch Christi mit einer Drohbotschaft verknüpft? Geht es nicht um den “Kelch des Heiles”?  -  Und werden nur erscheinungsbewegte Sievernich-Gläubige unter dem Schutzmantel der Gottesmutter geborgen sein? Soll das etwa eine spezielle “Auslese” des Himmels sein?

“Ich durfte ihren linken Fuß berühren”

Zwei Jahre später, am 3.1.2005, spürte Manuela in der Pfarrkirche “eine große Hitze”, worauf ihr die Madonna “links nebem dem Altar” erschienen sei: “Sie neigte ihren Kopf seitlich herab und weinte leise.”   -  Das Weinen wird nicht begründet, später segnete die angebliche Himmelsmutter einige Kranke. Abschließend schreibt die Seherin über diese Vision: “Ich durfte ihren linken Fuß berühren.” (S. 66/67)

Am 7. April 2003 spricht Christus laut Sievernich-Buch (S. 23) aus einer blutbefleckten Hostie zu Manuela  -  und würdigt sie als “meine kleine Blume”, wobei “seine Stimme männlich, sanft, einfühlsam, sehr klar, leise und einfach wunderbar” klang. Na wunderbar!

Bei dieser Einsprechung soll Jesus der Seherin u.a. folgendes gesagt haben:

“Meine Kleine, bevor Ich die Welt mit Meinen Füßen betrat, liebten die Pharisäer Meinen Vater nicht mehr. Sie waren genussüchtig und korrupt… Meine Kleine, wie ist es heute? Kurz vor meiner Wiederkunft in Herrlichkeit schaue Ich auf meine Nachfolger. Wer liebt Mich heute noch?” (S. 24)

Die Pharisäer waren alles andere als “genußsüchtig und korrupt”  -  eine solche Charakterisierung würde eher auf die Sadduzäer (deren damalige Gegner also!) zutreffen, die sich der römischen Herrschaft weitgehend angepaßt hatten.

Hingegen legten die Pharisäer äußersten Wert auf Gesetzestreue, auf Fasten und Askese  -  das Problem war jedoch, daß sie dabei vielfach hochmütig wurden, daß sie bewundert werden wollten und daß sie das einfache, weniger gesetzeskundige Volk verachteten.

Zudem waren es keineswegs “die” Pharisäer, die vom rechten Weg abkamen, es gab unter ihnen auch positive Persönlichkeiten (zB. Nikodemus).

Abgesehen davon verwundert der Ausdruck “Kurz vor meiner Wiederkunft in Herrlichkeit”.

Laut Neuem Testament erscheint in der Endzeit zunächst der Antichrist, erst danach ist mit dem zweiten Kommen Christi zu rechnen, wobei der HERR den Antichristen besiegt. Was soll also das Reden von seiner “kurz” bevorstehenden “Wiederkunft”?

Mysteriöse Mirakel: Rosenblätterregen…

Am 1. März 2004 will Manuela  u.a. erlebt haben, wie ihr die Madonna mit einem “weißen Rosenkranz , der aus weißen Rosen bestand” erschien:

“Sie beugte sich zu mir und ich durfte ihr Skapulier küssen. Dann schwebte sie über meinen Kopf und von ihr ging ein Blütenblätterregen auf alle herab. Es waren Rosenblätter, die etwas gebogen waren, welche innen weiß und außen blau waren. Bevor sie uns berührten, lösten sie sich auf. ” (S. 38 f.)

Am 6. Januar 2005, dem Hochfest der Erscheinung des HERRN, hörte die Seherin die Stimme der hl. Theresa von Avila. Dabei habe diese Mystikerin ihr ein “Gebet vorgesprochen”, in dem es u.a. heißt:

“Du wirst mir das Gold Deines ewigen Königreiches schenken. Ich bete dich an. Du wirst mich mit kostenbaren Steinen schmücken, den Tugenden des Himmels. Ich bete Dich an, Herr Jesus. Du wirst auf mich schauen und mir Dein göttliches Geschmeide anlege,n die ewige Treue.” (S. 69)

Es gibt keine absolute Heilsgewißheit

Die katholische Kirche lehrt eindeutig als Dogma (Konzil von Trient), daß es für die Christgläubigen, die sich ernstlich um die göttlichen Gebote bemühen,  zwar eine Heilshoffnung oder Heilszuversicht, aber keine absolute Heilsgewißheit gibt, denn GOTT allein ist allwissend, unser zeitliches und ewiges Leben liegt in Seiner Hand.

Zudem können wir nicht voraussehen, ob wir Christus und unserem Glauben bis zum Tod die Treue halten werden.

Hier wird nun aber ein Gebet präsentiert, in dem Christus nicht etwa  -  wie sich das gehören würde  -  demütig angefleht wird, uns in seiner Gnade einst die ewige Herrlichkeit zu gewähren, sondern dies wird vielmehr dreist “angekündigt” (“Du wirst…”), wobei gar davon die Rede ist: “Du wirst mir Dein göttliches Geschmeide anlegen…”

Eine derart verstiegene, hochmütige Vermessenheit widerspricht der katholischen Lehre und jeder gesunden Frömmigkeit.

Die Krönung des theologisch Verrückten wird aber auf S. 81/82 geboten:

Am 4. April 2005 erlebte die Visionärin wieder eine Erscheinung der Gottesmutter (“sie stand barfuß auf einer Wolke”)  -  Manuela befand sich hierbei in der Kirchenbank. Dabei soll die Himmelsmutter ihr wörtlich Folgendes gesagt haben:

“Das Wort ist Fleisch geworden. Dies sei der Festtag dieses Ortes. Meinen lieben Sohn werde ich bald zu mir in den Himmel nehmen. Er wird euer Fürsprecher sein.”

Hier werden die theologischen Verhältnisse auf den Kopf gestellt: Unser Erlöser war es, der die Madonna zu sich in den Himmel holte; zudem ist ER nicht etwa nur unser “Fürsprecher”, sondern unser Gott, unser Retter und Richter, die selige Jungfrau hingegen ist unsere Fürbitterin am Thron ihres göttlichen Sohnes.

“Unkirchliche Gesinnung” und “Hochmut”?

Abschließend heißt es im erwähnten Sievernich-Buch allgemein zu kirchlich anerkannten (approbierten) Privatoffenbarungen, daß  sie Katholiken grundsätzlich nicht verpflichten, daß der Glaube daran lediglich “erlaubt” ist  -  soweit völlig zutreffend. Das Schlußkapitel bzw. “Nachwort” (ab S. 95) ist aus unserer Sicht ohnehin der mit Abstand beste Teil dieses Taschenbuchs.

Nach jener trefflichen Feststellung folgt allerdings eine seltsam erscheinende Bemerkung:

“Allerdings wäre es ein Zeichen unkirchlicher Gesinnung und geistlichen Hochmuts, wenn jemand eine kirchlich approbierte Erscheinung ablehnt.” (S. 109)

Diese steile Behauptung entspricht durchaus nicht dem kirchlichen Standpunkt, wonach die Anerkennung einer Erscheinung lediglich eine Erlaubnis darstellt (“Du darfst”), keine Verpflichtung (“Du mußt”), nicht einmal eine amtliche Aufforderung (“Du sollst”).

Die anerkannten Privatoffenbarungen gehören nicht zum “Glaubensgut” der Kirche, geschweige sind sie ein  Dogma; sie sind kein Bestandteil des Verkündigungsauftrag der Kirche; sie sind folglich von vornherein kein Gegenstand des sog. “authentischen” (ordentlichen) Lehramts der Kirche (geschweige des außerordentlich-dogmatischen).

Daher ist es  – objektiv betrachtet  -  unbegründet, Kritikern eine “unkirchliche Gesinnung” oder gar “geistlichen Hochmut” vorzuhalten, zumal die Kirche selbst eine solche (Ab-)Wertung nicht vornimmt. Niemand ist unkirchlich oder gar “hochmütig”, weil er die kirchliche Erlaubnis, an eine anerkannte Privatoffenbarung glauben zu  d ü r f e n , für sich nicht in Anspruch nehmen möchte.

Einmal abgesehen davon, daß die Sievernich-Visionen ohnehin nicht zu den kirchlich anerkannten Privatoffenbarungen gehören.

Der Ortspfarrer änderte seine Einstellung

Auf Seite 10 des Sievernich-Buches heißt es über den Ortspfarrer von Sievernich:

“Inzwischen ist Pfarrer Heribert Kleemann, ohne dessen wohlwollende Begleitung sich die Gebetstreffen n Sievernich kaum hätten so entwickeln können, tot. Er verunglückte am Samstag, denm 19. Juni 2004 (…) tödlich und verbrannte in seinem Fahrzeug. Die Wege Gottes sind unergründlich.”

Unerwähnt bleibt hier, daß dieser Geistliche, der jahrelang auch Seelenführer der Seherin war, mittlerweile eine kritische Distanz zu jenen Geschehnissen entwickelte, nachdem er sich jahrelang sehr positiv über Manuela Strack geäußert hatte, vielfach auch öffentlich (z.B.: “eine absolut glaubwürdige Frau”, “in keinster Weise fragwürdig”).

In den Aachener Nachrichten wurde sein Meinungsumschwung freilich erwähnt; dort hieß es überdies, der Priester sei “mit dem Auto frontal gegen einen Baum gefahren”.  -  Näheres hier.

Die Aachener Zeitung lieferte unter dem Titel “Pastor Kleemann stirbt im Auto” ergänzend folgende Infos:

“Kleemann war von Gladbach in Richtung Poll unterwegs, als er mit seinem Wagen auf gerader Strecke aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam und frontal gegen einen Baum prallte…Bremsspuren, so ein Polizeisprecher, wurden nicht gefunden.”

Beigesetzt wurde der Geistliche nicht auf dem Friedhof seiner Pfarrei Sievernich, durch die zudem sein Name bekannt geworden war, sondern in seiner Heimatstadt Mönchengladbach.

Schon bevor die “Erscheinungen” während der Gebetstreffen in der Sievernicher Kirche begonnen hatten, will die Seherin Einsprechungen der Gottesmutter bei ihrer privaten Andacht zuhause in Gürzenich erlebt haben. Dabei soll ihr die selige Jungfrau aufgetragen haben, eine Gebetsgruppe zu gründen, die sich regelmäßig in einer Kirche trifft und von einem Priester geistlich geführt wird.

Am 3.7.2000 hat sich die Madonna laut Manuela angeblich wie folgt geäußert:

“Schau, was ich dir vorbereitet habe. Gehe hin und erfülle meinen innigsten Wunsch, der auch der Wunsch meines göttlichen Sohnes ist. Dies bedetuet Gnade. Gnade für euch, die ihr den Willen Gottes erfüllt. Gnade für die Kirche, das Haus meines göttlichen Sohnes, und Gnade für den Diener meines göttlichen Sohnes, den ich als meinen Sohn in den Priesterstand gerufen habe und weiterhin rufe. Schafft einen göttlichen Tempel in euren Herzen und trefft euch gemeinsam zur Ehre Gottes im Haus meines göttliche Sohnes. Ich werde bei euch sein und ein jeder wird meine Gegenwart spüren, so ist es Gottes Wille.”

Abgesehen davon, daß nicht die Gottesmutter, sondern CHRISTUS selbst es ist, der Männer zum Priestertum beruft, ergibt es schlichtweg keinen Sinn, wenn es heißt, daß sie ihn “weiterhin rufe” (zum Priestertum)  -  schließlich kann man das Sakrament der Priesterweihe nur einmal empfangen.

Angesichts der Tatsache, daß sich der anfangs so begeisterte Ortspfarrer später von den Erscheinungen der Seherin distanzierte, erhält auch diese Botschaft ihre spezielle “Note”.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Medjugorje: Heutige neue Botschaft an “Seherin” Mirjana verkündet

Verdrängungs-Prinzip als Merkmal der Falschmystik

Seit über 32 Jahren erhält Mirjana Dragicevic-Soldo (eigenen Angaben zufolge) Erscheinungen der “Gottesmutter”. Bereits am Weihnachtsfest 1982 soll der Medjugorje-Seherin vom Himmel das “zehnte Geheimnis” anvertraut worden sein.

Nach eineinhalb Jahren hörten die täglichen Erscheinungen auf  – und die vermeintliche Madonna gab sich nur noch jeweils am 18. März ein jährliches Stelldichein bei Mirjana, an derem Geburtstag also.

Auch diese Wiegenfest-Regelung wurde nach einigen Jahren geändert  -  immer mal wieder was Neues, denn seit dem 2. August 1987 hörte Mirjana an jedem 2. des Monats nur noch die Stimme der Himmelsmutter. Seit einigen Jahren sieht sie die “Gospa” (so wird Maria in jener Gegend genannt) zusätzlich auch noch.  media-372515-2

Am heutigen 2. Juli war es wieder einmal soweit  – und der Medjugorje-Newsletter meldete pünktlich die aktuelle “Privatbotschaft” an Mirjana, die angeblich “nicht öffentlich verbreitet wird”, wie es dort heißt, obwohl sie schon seit Jahren per Newsletter für jeden Interessentierten die Runde macht.

Wie bereits in etlichen früheren Artikeln dargelegt, erkennen wir falschmystische Phänomene oftmals am “Prinzip der Verdrängung”: 

In entsprechenden Botschaften des “Himmels” wird z. B. gerne zu frommen Andachten und Ansichten aufgefordert, die nicht falsch sein müssen (deshalb wirken sie ja auf den ersten Blick so unbedenklich!), bei denen aber etwas Wichtiges durch etwas weniger Wichtiges verdrängt wird.

Es ist also eine  l i s t i g e  Taktik, die sicher nicht von “oben” kommt.

Betrachten wir vor allem unter diesem Gesichtspunkt jene heutige “Offenbarung” an die Visionärin Mirjana, die wir hier vollständig wiedergeben: 

“Liebe Kinder! Mit mütterlicher Liebe bitte ich euch, mir eure Herzen zu schenken, damit ich sie meinem Sohn darbringen und euch befreien kann, euch befreien von all dem Bösen, das euch immer mehr versklavt und euch vom einzigen Guten entfernt – meinem Sohn, von allem, das euch auf den falschen Weg führt und euch den Frieden entzieht.

Ich möchte euch zur Freiheit der Verheißung meines Sohnes führen, denn ich wünsche, dass sich hier in Vollkommenheit  der Wille Gottes erfüllt, dass durch die Versöhnung mit dem himmlischen Vater, durch Gebet und Fasten, Apostel der Liebe Gottes geboren werden  -  Apostel, die frei und mit Liebe, all meinen Kindern die Liebe Gottes verbreiten werden.

Apostel, die die Liebe des Vertrauens in den himmlischen Vater verbreiten werden und die Pforten des Paradieses öffnen. Liebe Kinder, bietet euren Hirten die Freude der Liebe und der Unterstützung, so wie mein Sohn sie ersucht hat, sie euch zu reichen. Ich danke euch!”

Wir wollen uns in das scheinfromme Stroh, das hier reichlich gedroschen wird, nicht weiter vertiefen, sondern an drei Beispielen das Verdrängungsprinzip aufzeigen:

1. Abschnitt: Abgesehen davon, daß es theologisch falsch ist, von Christus (“meinem Sohn”) als dem “einzig Guten” zu sprechen (als ob es nicht auch Gott-Vater und den Heiligen Geist gäbe, die göttlich und damit ebenfalls absolut gut sind!), so ist es schlichtweg unverfroren, wenn das Erscheinungsphantom für sich in Anspruch nimmt,  daß es uns “befreien” kann “von all dem Bösen…, von allem, das euch auf den falschen Weg führt…”  -  denn eben dies ist der Madonna keineswegs möglich.

Dies vermag allein der allmächtige GOTT selbst in seinem Sohn Jesus Christus! –  Überdies fragt man sich, wie es denn wohl kommt, daß die “Lieben Kinder” nach über 32 Jahren angeblicher Erscheinungshilfe immer noch,  ja sogar “immer mehr vom Bösen versklavt werden”…?!

2. Abschnitt:  Hier wird behauptet, “Gebet und Fasten” bewirke die “Versöhnung mit dem himmlischen Vater”.  Das klingt wieder einmal fromm, ist aber theologisch falsch:

Zunächst geht das Gnadenangebot zur Versöhnung überhaupt nicht vom Menschen aus, sondern von Gott selbst. Sodann ist auf unserer Seite Reue und Beichte erforderlich. Gebet ist für Christen selbstverständlich, genügt aber nicht für eine “Versöhnung” mit Gott  – und Fasten ebensowenig.  

Hier wird also die Notwendigkeit von Reue und Beichte unterschwellig verdrängt durch eine (für Medjugorje ohnehin typische) Überbetonung von “Gebet und Fasten” an der falschen Stelle.

3. Abschnitt: Sodann heißt es, die “Apostel der Liebe Gottes”, die durch “Gebet und Fasten” angeblich “geboren” wurden, seien imstande, die “Pforten des Paradieses zu öffnen”.

Auch dies ist offensichtlicher Unfug, da Christus uns durch sein Kreuzesopfer das Tor des Himmels geöffnet hat, wobei sein Erlösungswerk durch die Taufe in uns sakramental wirksam wird. Deshalb ist die heilige Taufe die “Pforte zum Paradies”. Notwendig zum ewigen Heil ist neben dem beharrlichen Glauben zudem ein Leben nach den Geboten Gottes, die übrigens in den Medju-Botschaften bezeichnenderweise fast nie erwähnt werden.

Wir sehen also, daß wohlklingende Sprüche der frommen Denkungsart eingesetzt werden, um wesentliche Glaubensinhalte auf listige Art zu verdrängen, indem weniger Wichtiges an ihre Stelle gesetzt wird. Dies fällt dem  unbedarften Leser aber in der Regel nicht auf, weil ja durchaus keine direkten Irrtümer verbreitet werden….

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Die e i n e Offenbarung in Christus – und die vielen “Privatoffenbarungen”

Von Pfarrer Josef Stocker

Sei zufrieden mit “Gottes Wort”  -  und dem überlieferten Glauben der Christen. Damit ist Dir alles gesagt, was zum Heil nützlich und notwendig ist! Die Offenbarung in Jesus genügt.

Misstraue heutzutage den Visionen und “Privatoffenbarungen” grundsätzlich. Gegen Ende der Zeiten wird der Antichrist und seine Anhänger mit Satans Kraft äußerlich die gleichen Zeichen und Wunder vollziehen wie seinerzeit die Apostel (im griechischen Urtext des NT werden göttliche wie auch dämonisch bewirkte “Wunder” mit denselben Worten bezeichnet!). media-444757-2

Zu Jesus sagte man: “Meister, wir möchten von Dir ein Zeichen sehen.”  -  ER antwortete: “Diese treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona” (Mt 12,39; Mk 8,12; Lk 11,30).

Christi Auferstehung ist das Zeichen  -  und das muss uns genügen.

“Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!” (Joh 20,29).
“Selig, die das Wort Gottes hören und befolgen” (Luk 11,28; 16,31).

Es ist dir durch Jesus schon alles gesagt, was du tun sollst. Das genügt, um zur Seligkeit zu gelangen, zum ewigen Leben. In Christus findest du den Willen Gottes!

Privatoffenbarungen, Visionen, Erscheinungen usw. sind für das Heil nicht notwendig, insgesamt gesehen sogar eher schädlich, weil sie den Glauben letzten Endes schwächen.

Glauben “ohne zu sehen” macht stark im Vertrauen auf Gott.  -  Schauungen, “Erfahrungen” können wohl am Beginn des Glaubensweges eine Anregung sein, aber sie sind nie sicher von Gott. Bei Privatoffenbarungen, Visionen, Erscheinungen ist immer ein Irrtum möglich! 

Satan erscheint als “Engel des Lichts”

Deshalb meide sie,  denn sie sind trügerisch und führen schnell auf Irrwege. Das sagte auch der große Mystiker und Kirchenlehrer Johannes vom Kreuz (vgl. Gesamtausgabe, Herder-TB, 1999).

Wer durch Mystik direkt zu Gott will, wird meistens vom Satan betrogen:  Der Teufel erscheint als “Engel des Lichtes!” (2 Kor 11,14), er verkleidet sich auch als Jesus oder Maria…

Besonders in den letzten Zeiten hat Satan wegen der sich häufenden Sünden und Gottlosigkeiten die Möglichkeit, viele Menschen mit schönen Visionen zu betrügen; Satan sagt viel Wahres und mischt etwas Lüge hinzu, das genügt für eine Vergiftung.

Satan ist ein Wolf im Schafspelz. Durch falsche Neugier und Stolz öffnen wir ihm die Türe. Seitdem Jesus gekommen ist, hat der Mensch nicht mehr das Recht, direkt von Gott eine Unterweisung zu verlangen!

Wir wissen aus der Überlieferung des Christentums und aus der Heiligen Schrift, was wir tun oder lassen sollen. Das ist der sichere Weg zum ewigen Heil.

Das Lügennetz falscher Lichtgeister

Jene, die wundersüchtig sind  und fragwürdigen Offenbarungen nachlaufen (z.B. auch in der Charismatik), lässt Gott oft auf die Nase fallen. Sie geraten langsam und unmerklich in das Lügennetz falscher Lichtgeister (d.h. des Teufels).

Jesus spricht zu ihnen sehr deutlich: “Was sagt ihr zu mir: HERR, HERR!  – und tut nicht, was ich sage?” (Mt 7,21; Lk 6,46).

Was betet ihr: “Vaterunser, Vaterunser…”  – und ignoriert die Gebote!   – Was macht ihr euch selber eure Regeln, Gebote und Opferverpflichtungen: Damit streut ihr euch Sand in die Augen und betrügt euch, denn wichtiger ist, zuerst das tun, was Christus von euch will!

Sucht die Erleuchtung nicht in Privatoffenbarungen, auch wenn diese noch so schön vom Fasten und Beten reden. Jede Sekte vertritt einige wahre Grundaussagen  -  und lehrt dazu aber auch falsche Ansichten.

Der Versucher lockt mit dem Richtigen

Der Versucher lockt zuerst mit richtigen Aussagen, um Menschen vom guten Wege abzuziehen  – sei es durch Übertreibung oder Untertreibung. 

Auch wenn du mit guter Absicht auf falsche Wege abirrst: Gott warnt dich nicht extra. Über eine Milliarde Menschen sind im Irrtum des Hinduismus, des Buddhismus, des Islam etc. gefangen  -  und das trotz ihrem ständigen Beten:  Herr, Herr... und großer persönlicher Opfer.  Und sie finden Jesus, die Wahrheit, dennoch nicht. 0018

Auch wenn du viele Frömmigkeitsübungen und Gebete verrichtest und zu Gott rufst:  Herr, Herr!,  gibt er dir nicht eigens eine besondere Warnung, denn du kannst auf natürlichem Weg in der Heiligen Schrift erfahren, was ER will und was du tun oder lassen sollst.

ER gibt Dir volle Freiheit und erwartet deine Liebe. Du darfst den Verstand nie ausschalten, sondern musst ihn gebrauchen!

Wir brauchen beides: Glaube und Vernunft

Beachte die päpstliche Enzyklika “Fides et Ratio” – Glaube und Vernunft.  -  Diese beiden Faktoren sind wie zwei Flügel eines Vogels und beide zugleich notwendig. Ein Vogel mit nur einem Flügel (mag dieser noch so gut sein) stürzt ab!

Die Geschichte im Lukasevangelium, wo der reiche Prasser in der Unterwelt bittet: Schick doch eine Erscheinung, um meine fünf Brüder zu warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen (Luk 16,19-31), besagt dasselbe:

Es wird dem reichen Prasser deutlich gemacht, dass seinen Brüdern in der Welt keine “Privatoffenbarungen” helfen und dass sie auch keine nötig haben, denn was sie tun sollen, wissen sie doch längst: “Sie haben Moses und die Propheten!” (das heißt also: die Heilige Schrift) “auf die sollen sie hören!” (Lk 16,31; Mt 5,17; 7,12; 22,40).

Sei vorsichtig bei Offenbarungen und Visionen, denn es wird in der Endzeit zahlreiche falsche Offenbarungen und viele durch den Teufel gewirkte Heilungen und Wunder geben (Mk 13,22; Mt 24,24; 2Kor 11,14; 2Thess 2,9; Offb 16,14 ). Mystik und Erfahrung sind also trügerisch!

“Liebe möchte eilen und helfen – aber ohne die Augen der Vernunft stolpert sie!”   -  Du sollst die Vernunft nie ausschalten!

Ein Dokument aus Rom heißt eben deshalb:  “Fides et Ratio” -  Glaube und Vernunft.

Quelle mit zahlreichen Literaturtips: http://www.theologisches.info/welt4.htm

“Seher” Caputa aus Sizilien und seine “Marienerscheinungen” in Bad St. Leonhard

Ein malerischer Schloßberg zieht tausende Pilger an

Der folgende Artikel von Felizitas Küble erschien in der Zeitschrift “Theologisches” (Nr. 5-6/2013) unter dem Titel: “Ein neuer „Prophet“ aus Sizilien und die Botschaften der “missionarischen Madonna“:

Seit dem Frühjahr 2010 glaubt der italienische Visionär Salvatore Caputa, dass er alle halbe Jahre einer Erscheinung der Himmelskönigin in Bad St. Leonhard gewürdigt wird  -  und zwar stets auf jenem Schloßberg, auf dessen Anhöhe sich malerisch eine Kirche sowie eine alte Burgruine befindet; die kleine Kurstadt mit ihren ca. 4600 Einwohnern liegt im Lavanttal im österreichischen Bundesland Kärnten -  übrigens passenderweise auf halbem Wege von Deutschland nach Medjugorje.

Am 1. Mai 2010 war dieser idyllische Schloßberg bereits Schauplatz eines Erscheinungsevents mit hunderten Pilgern und Schaulustigen, wobei sich die angebliche Gottesmutter ihrem Visionär Caputa etwas weitschweifig als „missionarische Madonna in der Mission für die Jugend“ vorstellte  -  und somit wieder einen neuen Titel für das neugierige Botschaftsvölkchen bereithielt. Walberberg-DSC_0311-2-2-5

Bevor die aufsehenerregenden, meist auch von TV-Kameras gefilmten Phänomene begannen, hatte der heute 67-Jährige bereits einen bewegten „mystischen“ Lebenslauf hinter sich, will er doch bereits mit 6 Jahren seine erste Marienvision erlebt haben, denen danach viele weitere wundersame Phänomene gefolgt seien.

Die meisten Caputa-Erscheinungstermine auf dem Schloßberg gab es bislang im Mai und Oktober; sie sollen offenbar an Fatima erinnern und sich an diese bekannte und anerkannte Wallfahrtsstätte gleichsam „dranhängen“ bzw. als eine Art Weiterführung von Fatima indirekt legitimieren.

Auf die Frage, warum die Madonna denn ausgerechnet in Bad St. Leonhard erscheine, soll der Seher  – laut ORF Kärnten -  die wohl etwas skurrile Erklärung geboten haben, wonach die Gottesmutter (ihren eigenen Angaben zufolge) deshalb auf den Schloßberg im Lavanttal komme, weil die nahegelegene Mariengrotte einer Autobahnumfahrung habe weichen müssen.

Im Jahre 2009 hatte der „Seher“ in Südtirol bereits eine Marienerscheinung angekündigt; das Spektakel wurde aber von bischöflicher Seite (Bistum Bozen) strikt untersagt; das eingeplante Gotteshaus durfte nicht als Schauplatz für seine Vision dienen. Auch in anderen Kirchenbezirken wurde der pensionierte Stadtpolizist mit Auftrittsverboten belegt.

Die “missionarische Madonna” erscheint punktgenau

Für den 27. April 2013 hatte Caputa wieder eine Erscheinung in der Alpenrepublik vorausgesagt. Punkt 16 Uhr  – also genau wie angekündigt  -  soll sich ihm die Himmelskönigin zum siebten Mal auf dem Leonharder Schloßberg gezeigt haben, als er sich einige Minuten in Trance befand und beständig seinen weißen Rosenkranz hochhielt. Er erklärte danach seinen Anhängern, die Madonna habe ihm während seiner Vision ihre nächste Erscheinung für den 26. Oktober 2013 um 16.30 Uhr angekündigt.

Rund 1000 Teilnehmer waren an diesem Samstag aus dem ganzen Umland angereist, teils in Gruppen mit Bussen, darunter erstaunlich viele Männer und junge Leute. Zahlreiche Pilger kommen seit Jahren eigens aus Italien angefahren, wenn die „Maria vom Schloßberg“ ruft, wenngleich der Stadtpfarrer von St. Leonhard die Gläubigen ausdrücklich vor dem „Spektakel“ warnt. Allerdings stammen die meisten Erscheinungsgläubigen nicht aus seiner Pfarrei, sondern reisen von weither. Auch der ehem. Gemeindepfarrer Thonhauser hält nichts von „dem Gerede rund um die Erscheinungen“.

Stadtpfarrer Walter Oberguggenberg hat sich mehrfach kritisch geäußert und bereits vor drei Jahren von einer Teilnahme am Caputa-Event abgeraten. Gegenüber der österreichischen „Kleinen Zeitung“ erklärte er: 

„Meine Meinung war von Anfang an, dass es hier keine echte Marienerscheinung gibt. Das sind Privatoffenbarungen, die jeder haben kann. Dass Maria hier tatsächlich erscheint, ist auch von kirchlicher Seite nicht anerkannt, sondern sogar durch die Kommission in Norditalien, in Südtirol und durch unseren Bischof aberkannt“.

Die Hinweise der Priester, dass die „Phänomene“ um den „Marienseher“ von den Diözesen Trient, Bozen und Mantova (Mantua) klar abgelehnt werden, vermag die Wunderbewegten freilich nicht zu beeindrucken. Die Bistumsleitungen erinnerten bei ihren Stellungnahmen ausdrücklich an die biblischen Warnungen vor „falschen Propheten“.

Bischöfe mahnen zur “Unterscheidung der Geister”

Skeptisch zeigt sich auch die zuständige österreichische Diözese Gurk-Klagenfurt; deren Sprecher Matthias Kapeller sagte bereits: „Wir distanzieren uns von solchen Veranstaltungen“.

 Nach einer gründlichen kirchlichen Untersuchung der Caputa-Visionen erklärte das bischöfliche Ordinariat Mantua, dass „nichts erlaubt, objektiv an Erscheinungen zu denken. Einige Ausdruckselemente der angeblichen subjektiven Wahrnehmungen und einige Aspekte der Choreographie, die sie begleitet, stellen eher objektive Gegenbeweise dar“.

Auch der zuständige Bischof Alois Schwarz ermahnt seine Diözesanen zur Nüchternheit im Glauben. Er sprach von einer „Privatveranstaltung“ des Italieners und empfahl den Gläubigen in seiner amtlichen Stellungnahme, „sich nicht voreilig und unbedacht in die Vorgänge auf dem Schlossberg in Bad St. Leonhard hineinziehen zu lassen und diese auch nicht durch eine Beteiligung aufzuwerten“. 

Gleichzeitig bittet der Kärntner Oberhirte sein Kirchenvolk um eine entsprechende „Unterscheidung der Geister“ im Sinne der Heiligen Schrift.

Während sich die kath. Kirche eindeutig ablehnend äußert, betrachtet die politische Kommunalverwaltung das fromme Treiben eher wohlwollend, macht es die Stadtgemeinde St. Leonhard doch weit und breit  -  sogar über Österreich hinaus  – bekannt und sorgt für zahlreiche und zahlende Touristen   -  und dies nicht etwa nur zu den halbjährlichen „Erscheinungsterminen“.

Auch zwischendurch kommen Wallfahrer zur „Maria vom Schloßberg“ bzw. zur dortigen Andachtsstelle oder holen sich z.B. Wasser aus der vermeintlichen „Heilquelle“. Kein Wunder, dass das Tourismusreferat der Stadt bereits über einen Kreuzweg und mehrere Pilgerwege nachdenkt, die man dauerhaft einrichten könnte.

Der sozialistische Bürgermeister Simon Maier (SPÖ) spendete sogar aus eigener Tasche das hoch aufragende, hölzerne „Seherkreuz“ für den Schloßberg. Er ist von der Echtheit dieser Privatoffenbarung fest überzeugt. Wenn wieder eine Erscheinung ansteht, läßt er es sich nicht nehmen, selber mit anzupacken und beim Aufbau von Sitzbänken und Gerätschaften zu helfen.

Gegenüber der „Kleinen Zeitung“ erklärte dieser erscheinungsbewegte Sozialist unumwunden:

„Ich lade alle ein, teilzunehmen. Vielleicht ändern die Skeptiker dann ihre Meinung. Ich war bei allen fünf Erscheinungen dabei und bin von den Menschen, die kommen, immer mehr fasziniert. Auch von Caputa. Erst wird gesungen und gebetet, die Erscheinung ist nur danach ein kleiner Beitrag. Die Gläubigen beten und gehen zufrieden nach Hause“.

Jesus und Maria segnen das “Gnadenwasser”

Wo eine Erscheinung ihres Amtes waltet und die Geister spaltet, ist die passende „Heilquelle“ oft nicht weit, damit Gläubige sich bestärkt fühlen  –  durch „Gnadenwasser“ nämlich, wie es vielfach in kirchlich nicht anerkannten „Gnadenorten“ genannt wird.

Viele Wallfahrer füllen ihre Flaschen an jener höchst profanen Wasserleitung an einer Zementwand, aus der das sog. „Gnadenwasser“  fließen soll. Das 08/15-Wasser versorgte zuvor einen Brunnen und umliegende Gärten; nun soll es plötzlich „geheiligt“ sein  –  und zwar von Jesus und Maria selbst geweiht:

Seher Caputa berichtet von seinem visionären Erleben auf dem Schloßberg am 22. Oktober 2011: Christus sei „mit Fleisch und Blut“ vom Kreuz herabgestiegen, habe seine Hände auf den Wasserhahn gelegt und den Wasserstrahl gesegnet, worauf weiße Lichtstrahlen hervortraten. Danach habe die Madonna den Brunnen ebenfalls gesegnet; auch aus ihren Händen seien leuchtende Strahlen hervorgeströmt.

Inzwischen gibt es seit über einem Jahr einen zweiten Wasserhahn an der Burgruine, der aber ganz irdisch durch die städtische Verwaltung installiert wurde, um den Ansturm zu regulieren bzw. stundenlange Wartezeiten für jene Pilger zu verkürzen, die sich das „Gnadenwasser“ holen möchten. 

Kamen anfangs einige hundert Personen zu den Visions-Terminen des begnadeten Propheten, so waren es vorigen Oktober bereits 1500 Pilger. Die meisten Caputa-Gläubigen lassen sich dabei auch durch starken Dauerregen nicht von ihrer Wallfahrt abhalten, sind sie doch fest von einer übernatürlichen Offenbarung überzeugt, die dem  Seher zuteil wird.  Das Ereignis verläuft stets nach einem ähnlichen Schema:

So verläuft eine Caputa-Vision:

Die „Himmelskönigin“ gibt sich pünktlich wie angekündigt ein Stelldichein und verkündet Caputa jeweils eine „Botschaft“. Diese schreibt er hinterher in einem nahegelegenen Holzstadl auf; danach wird sie den Versammelten in deutsch und italienisch vorgelesen.

Der selbsternannte Visionär kniet während der „Erscheinung“ vor einer riesigen Statue, die eine Madonna mit wehendem weißen Schleier zeigt; sie steht auf einem schmalen Holztisch; daneben sieht man eine Statue der sog. „Rosa Mystica“ mit den „drei Rosen“ aus Montichiari, einem kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort in Norditalien. Mitunter liegt direkt vor der Marienstatue wahlweise ein großes Jesuskind, wie man es aus Weihnachtskrippen in Kirchen kennt.

Danach küsst Caputa jener weiß-hellblauen Edelkitsch-Madonna gleichsam die Füße. Nun küssen die Schloßberg-Gläubigen der Madonna ebenfalls die Hände, das Gewand oder auch die Füße, ebenso dem Jesuskind oder wahlweise der Rosa-Mystica-Statue.

Auf dem Schloßberg segnet der 67-jährige Sizilianer die Pilger oftmals mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn, wobei er manchmal eine kurze „Handauflegung“ vornimmt. Gegen einen „Laiensegen“ wäre an sich nichts einzuwenden, wobei es aber durchaus befremdlich wirkt, dass viele Anhänger vor dem Seher niederknien.

Eine ehrfürchtige Kniebeuge beim Gesegnetwerden praktizieren Katholiken üblicherweise während eines sakramentalen Segens durch das Allerheiligste oder bei einem bischöflichen oder priesterlichen Segen, wobei das Knien jeweils nicht der Person des Geistlichen gilt, sondern dem Altarsakrament bzw. dem priesterlichen Amt als Statthalter Christi.

Ein solches Amt hat Salvatore Caputa aber nicht aufzuweisen  – und eine Weihe zum „Visionär“ gab und gibt es nun einmal in der katholischen Kirche nicht.

Mirakel aus Rosenduft und Sonnenwundern

Niemand außer Caputa „sieht“ die Gottesmutter; doch wollen viele Pilger zeitgleich einen wohlriechenden Rosenblütenduft wahrgenommen haben; auch von ungewöhnlichen „Sonnenwundern“ wird berichtet.

Nach der Erscheinung am 23. April 2012 erzählten Pilger, sie hätten minutenlang in die pralle Sonne schauen können, ohne geblendet zu werden. Zudem sei das Städtchen St. Leonhard wunderbar in eine Art „Lichtmeer“ getaucht worden. (Ähnliche Mirakel werden seit Jahrzehnten auch aus Medjugorje berichtet.) vision

Noch häufiger wird von „übernatürlichen“ Duftphänomenen erzählt; in diversen Internetblogs wimmelt es von entsprechenden Berichten. Es wird versichert, daß keinerlei Duftsubstanzen verbreitet worden seien, zumal durchaus nicht alle Teilnehmer den himmlischen Rosenduft hätten wahrnehmen können; zudem sei der Duft  – sowohl zeitlich wie räumlich  -  ungleichmäßig verteilt gewesen etc.

Dies wird vielfach als „übernatürlicher“ Vorgang gedeutet. In einer Pro-Caputa-Webseite heißt es: „Viele der anwesenden Pilger erhielten vor oder während oder nach den Erscheinungen als himmlisches Zeichen einen Rosenduft, manche sehr intensiv und lange, manche auch noch bei der Heimfahrt und sogar zu Hause“.

Im Herbst 2010 verkündete die „Madonna“ den Anwesenden einer Caputa-Erscheinung: „Seid auch ihr oft zusammen mit Mir die Zuflucht der Sünder, der Armen, der Kranken, der Verzweifelten, der Kleinen, der Verlassenen!“  -  Hier stellt sich doch wohl die Rückfrage: Sind die Erscheinungsgläubigen etwa nicht selber auch Sünder? Wie können sie dann selber „die Zuflucht der Sünder“ sein?

Die Botschaften auf dem Schloßberg klingen zwar superfromm, bringen aber theologisch einiges durcheinander  -  und können schon deshalb nicht „von oben“ stammen. Hierzu ein Beispiel, das uns bereits die erste „Botschaft“ vom 1. Mai 2010 liefert:

“Himmlische” Weisheiten auf Abwegen

Bei der „Offenbarung“ auf dem Schloßberg, die am 1. Mai 2010 stattfand, soll die Madonna „ganz in rosa“ erschienen und von 12 Engeln begleitet worden sein. 

Kurioserweise begann sie ihre „Predigt“ mit den Worten: „Ich segne euch, liebe Jugendliche“.  -  Von einem Segen für Kinder oder Erwachsene war von A bis Z nicht die Rede, vielmehr hieß es am Schluss: „Ich segne Euch Jugendliche mit dem Segen der Freude“, was immer das sein mag.

Sodann belehrte die „Himmelskönigin“ das erscheinungsbewegte Jungvolk über Sinn und Bedeutung der hl. Messe, indem sie erklärte:

„Die heilige Messe ist die Erneuerung des Todes Jesu. Jesus litt und starb real, sein Blut vergießend. In der heiligen Messe, liebe Jugendliche, stirbt Jesus mystisch, geistig. In jeder heiligen Messe wiederholt sich der Tod Jesu auf mystische Weise… Jeden Tag, wenn die hl. Messe gefeiert wird, erneuert sich mysteriös das Leiden und der Tod Jesu am Kreuz“. 

Diese Äußerungen sind jedoch theologisch mißverständlich bis irreführend: In Wirklichkeit lehrt die katholische Kirche, daß das einmalige Opfer Christi auf Golgotha, das vor ca. 2000 Jahren stattfand, in der heiligen Messe auf sakramentale und unblutige Weise vergegenwärtigt wird. 5d56a7150a

Also: Es wird nicht „wiederholt“, sondern dieses  e i n e  Opfer Christi wird auf dem Altar auf sakramentale Weise zur Gegenwart; es handelt sich zudem   n i c h t  um ein „mystisches“ Ereignis,  geschweige gar um ein „mysteriöses“ (!), sondern um ein sakramentales Geschehen, ein Darbringungsopfer der Kirche durch Christus zur Ehre des himmlischen Vaters.

Sollte etwa die selige Jungfrau diese zweitausendjährige Lehrverkündigung der Kirche nicht kennen?  – Da dies schlichtweg ausgeschlossen ist, können diese theologisch konfusen „Botschaften“ nicht von der wirklichen Madonna stammen.

Dies bestätigt sich z.B. auch bei der „Botschaft“ vom 27. Oktober 2012. Hierbei soll die Madonna freilich nicht wie beim ersten Mal ganz in rosa, sondern in einem weißen Kleid mit blauem Mantel erschienen sein. Die Ereignisse sind ohnehin steigerungsfähig, denn die vermeintliche Himmelsmutter wurde nicht wie vordem von 12, sondern diesmal von 16 Engeln begleitet.

Da sie sich als „missionarische Madonna mit einer Mission für die Jugend“ präsentiert, galt auch diesmal die Ansprache speziell den „lieben Jugendlichen“, und sie startete wie folgt: 

„Betet mit Glauben. Jesus ist lebendig mitten unter euch, groß sei eure Freude – Jesus Christus, Missionar der Kirche. Jesus liebt euch. Jesus ist euer Friede. Jesus ist nur Friede“.

Jesus als „Missionar der Kirche“ ist ein zumindest gewöhnungsbedürftiger Titel, zumal Christus nicht irgendein „Missionar“, sondern das Haupt seiner Kirche ist.  Zudem ist unser göttlicher Erlöser keineswegs „nur Friede“, sondern auch Wahrheit und Gerechtigkeit. Wer ihn als Erlöser nicht annimmt und ihm nicht nachfolgt, für den wird Christus der Richter sein.

Die weitere „Botschaft“ der angeblichen Erscheinungs-Maria lautet sodann in banaler Fortsetzung:

„Der eucharistische Jesus ist das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist: das Brot zu essen, um nicht mehr Hunger zu haben, das Wasser zu trinken, um nicht mehr Durst zu haben.“

Abgesehen davon, dass das Allerheiligste wohl nicht den profanen „Hunger“ und „Durst“ stillen möchte, stellt sich die Frage nach dem „Wasser“-Wort in dieser „Offenbarung“, geht es doch bei der Konsekration um die sakramentale Verwandlung des Weines in das Blut Christi.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Zudem hierzu eine Kurz-Reportage des ORF unter dem Titel “Wunder gibt es immer wieder”: http://www.youtube.com/watch?v=zchMpcG2xsY


Christi Kreuzesopfer wird verdrängt: Medjugorje meldet Mirjanas jüngste “Privatbotschaft” vom 2. April 2013

Heute enthielt der Newsletter des offiziösen “Medjugorje-Informationszentrums” die sog. Privatbotschaft, die der Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo stets am zweiten Tag jeden Monats durch die “Madonna” zuteil wird. Der Wallfahrtsort Medjugorje liegt in Bosnien-Herzegowina, die seit 1981 laufenden Erscheinungen sind kirchlich nicht anerkannt.

Nachdem Visionärin Mirjana zunächst Anfang der achtziger Jahre tägliche Erscheinungen der “Gospa” (dortiger Bezeichnung Mariens) erhielt, nachdem ihr dabei angeblich zehn “Geheimnisse” anvertraut wurden, erlebt sie nunmehr eigenen Angaben zufolge einmal monatlich himmlische “Einsprechungen”, wobei sie nur noch die Stimme der Gospa vernehmen kann, ohne ihre Gestalt zu sehen.

Nun folgt der volle Wortlaut der gestrigen “Botschaft” (Hervorhebungen mit Linien durch uns):

“Liebe Kinder! Ich rufe euch auf, im Geist eins zu sein mit meinem Sohn. Ich rufe euch auf, dass ihr durch das Gebet und durch die heilige Messe, wenn mein Sohn sich auf besondere Weise mit euch vereint, versucht, so wie Er zu sein: so dass ihr, wie Er, immer bereit seid, den Willen Gottes zu tun und nicht sucht, dass sich euer Wille erfülle. Denn, meine Kinder, durch den Willen Gottes seid ­ihr – existiert ihr, aber ohne den Willen Gottes seid ihr nichts. Ich als Mutter ersuche euch, dass ihr mit eurem Leben über die Herrlichkeit Gottes ­sprecht, denn auf diese Weise werdet ihr auch euch nach Seinem Willen verherrlichenmedia-372515-2

Zeigt allen Demut und Liebe zum Nächsten. Durch diese Demut und Liebe hat mein Sohn euch gerettet und euch den Weg zum Himmlischen Vater geöffnet. Ich bitte euch, den Weg zum Himmlischen Vater all jenen zu öffnen, die Ihn nicht kennen gelernt und ihr Herz nicht Seiner Liebe geöffnet haben. Mit eurem Leben öffnet den Weg all jenen, die noch im Suchen der Wahrheit umherirren. Meine Kinder, seid mir Apostel, die nicht umsonst gelebt haben. Vergesst nicht, ­dass ihr vor den Himmlischen Vater kommen und Ihm über euch erzählen werdet. Seid bereit! Von Neuem ermahne ich euch: Betet für jene, die mein Sohn berufen hat, deren Hände Er gesegnet hat und die Er euch geschenkt hat. Betet, betet, betet für eure Hirten. Ich danke euch.”

Hierzu stellen wir Folgendes fest:

1. Dieser Botschaftssermon klingt wie üblich reichlich fromm  -  das ist eben das sprachliche “Mäntelchen” dieser Aussagen, die allerdings theologische bzw. spirituelle Fehler und “Schiefheiten” enthalten, so etwa der Hinweis: “…denn auf diese Weise werdet ihr auch euch nach Seinem Willen verherrlichen.” 

Das Wörtchen “denn” liefert die Begründung für den vorhergehenden Satz, unser Leben solle über die Herrlichkeit Gottes sprechen  -  dies also deshalb, damit wir uns “auf diese Weise” selber “verherrlichen”.  – Zwar heißt es “nach Seinem Willen”, aber die (Selbst-)Verherrlichung des Menschen ist eben  keineswegs der Wille des Höchsten.

2. Wohl um diese “verdächtige” Schräglage zu kaschieren, ist im nächsten Satz sogleich von “Demut und Liebe zum Nächsten” die Rede.  Es entsteht aber bei den nachfolgenden Aussagen erneut eine merkwürdige (Theo-)Logik:

Es wird nämlich zwar halbrichtig festgestellt, daß Christus uns durch “Demut und Liebe” gerettet habe. Das klingt sehr fromm, verdrängt aber in Wirklichkeit das Kreuz, den Opfertod des HERRN, durch  d e n  ER uns erlöst hat.

Nachdem also das Kreuz aus dem Blickfeld verschwindet, wird auf derselben Ebene weitergeschwafelt:

Mehrfach wird dazu aufgefordert, anderen Menschen den Weg zu Gott-Vater zu “öffnen”, wogegen nichts einzuwenden wäre, wenn nicht zuvor in der “Botschaft” gesagt worden wäre, durch “Liebe und Demut” habe Christus den Weg zu Gott-Vater “geöffnet”:

Somit erscheint diese Weg-Öffnung Christi als auf  d e r s e l b e n  Ebene befindlich wie jene Weg-Öffnung durch uns, durch Menschen. Damit wird die Gottheit Christi und sein Opfertod scheinheilig und auf listige Weise verdrängt, denn offenbar geschieht diese “Weg-Öffnung” zu Gott-Vater durch tugendhaftes Verhalten (“Demut und Liebe”) sowohl seitens Christi wie auch seitens der Gläubigen.

Somit wird etwas  – freilich durchaus Wohlklingendes und Gutes  -  unangemessen stark in den Mittelpunkt gerückt, wodurch dem Leser nicht mehr aufleuchtet, daß Christi Kreuzesopfer allein uns das Tor zum Himmel und den Weg zum Vater geöffnet hat: “Niemand kann zum Vater kommen außer durch mich”, erklärte Christus glasklar!

3. Sodann ist der Gospa-Hinweis über unser persönliches Gericht nach dem Tod reichlich banal und pubertär, wonach wir Gott-Vater bei der Gelegenheit “etwas über uns erzählen werden”

Als ob dieser wichtigste und entscheidende Moment  -  wenn wir uns vor dem ewigen Richter verantworten müssen, wenn wir Rede und Antwort stehen sollen  -  ein lockeres, jenseitiges Plauderstündchen sei, bei dem wir Gott mal eben dies oder jenes über uns “erzählen”…

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 


Eine wachsame Stimme gegen den “Warnungs”-Sumpf wünscht weitere Aufklärung

“Es ist gar entsetzlich, was sich hier abspielt”

Heute erreichte mich ein eindringliches Schreiben, das man schon fast als Verzweiflungsruf ansehen kann. Ich kenne den Namen der Autorin, doch er tut nichts zur Sache, um die es nachfolgend geht; lassen wir zunächst diese wache, im guten Sinne kritische Katholikin zu Wort kommen, die uns in knappen Worten schildert, was im Leserforum der “Warnungs”-Botschaften abgeht:

“Bitte nehmen Sie sich doch nochmals der Wahnwitzigkeit der dubiosen Warnungs-Botschaften an. Es ist gar entsetzlich, was sich hier abspielt. Was die Leser-Zuschriften bei “TheWarnung.net” betrifft, lässt sich Zusammenfassend folgendes feststellen:

Es wird hier nicht mehr gebetet, sondern verurteilt. Statt für Papst Franziskus beten hier manche Gläubige stur für Benedikt weiter. Die Medien seien der Garant für ein adäquates Urteil, was die Vertrauenswürdigkeit unseres Papstes anbelangt (ein Leser schreibt, die Medien berichten gut über Franziskus, aus diesem Grund sei er im Bunde mit dem Antichristen).

Es ist gar abscheulich, was sich hier abspielt. “Betet für Eure Feinde”  –  nicht mal dieser Aufforderung würden die Warnungs-Anhänger nachkommen, wenn es so wäre, dass Franziskus im Bunde mit dem Antichristen sei. Schreibt man selbst solche Hinweise fürs Gebet, werden diese zwar vielleicht gelesen, aber es wird munter weiter fantasiert.   0023

Diese Bewegung ist derart fürchterlich. Satan leistet hier ja wohl volle Arbeit. Das prophezeite Schisma wird von Warnungs-Anhängern selbst herbeigeführt. Es wird aufgefordert, der Kirchenobrigkeit gegenüber ungehorsam zu sein.

Ich bitte Sie inständig: Schreiben Sie darüber, was sich unter Warnungs-Gläubigen abspielt.

Ich kenne selbst in meinem Bekanntenkreis eine große Anzahl Christen, die felsenfest an diese fürchterlichen Botschaften glauben. Wissen Sie, was das Schlimmste an der ganzen Sache ist: Es sind fast ausschließlich treue Kirchgänger und Rosenkranzbeter, die dieser Irrlehre aufsitzen. Sonntagschristen tangieren die Botschaften eher weniger.

Ich selbst fühle mich schon  langsam als Einzelkämpfer. Wenn ich nicht wüsste, dass es dennoch viele Christen gibt, die diese Irrlehre enttarnen, ich würde am Verstand der Katholiken zweifeln.”

SOWEIT unsere fast schon entnervte Briefschreiberin.

Am besten halten wir dazu grundsätzlich ein paar Punkte fest:

1. Die Kirche hat noch nie in ihrer zweitausendjährigen Geschichte eine “Privatoffenbarung” ernst genommen, geschweige anerkannt, die von einer “anonymen” Seherin ausgeht  – wie jener Urheberin der “Warnungs”-Prophetie.

Wie sollte das kirchliche Hirtenamt denn die Persönlichkeit einer Visionärin untersuchen, ihren Umfeld, ihren religiösen Hintergrund und-so-weiter, wenn sie nicht einmal weiß, um welche Person es geht? 

Zudem hätte es früher Gelächter ohne Ende auch in frommen Kreisen ausgelöst, wenn Leute irgendwelche “Botschaften” von “verborgenen” Sehern herumgereicht hätten. Selbst das erscheinungsbewegte Lager hätte gelangweilt abgewinkt.

Daß in den letzten drei Jahren dieser offensichtlich und noch dazu anonyme Unfug erfolgreiche Kreise ziehen kann, beweist einmal mehr, daß die Hemmschwelle für baren Unsinn im frommen Mäntelchen immer niedriger ausfällt.

2. Ihre Beobachtung, daß gerade religiös ernste Kirchgänger  der “Warnung” auf den Leim gehen, kann ich nur bestätigen. Dies ist freilich typisch für die Botschaftszene allgemein, denn die Verführung durch Falsch-Mystik ist keine Versuchung für Modernisten oder laue Sonntagschristen, sondern gerade für das fromme Spektrum.

Konservative bis traditionalistische Gläubige kann der “Kellergeist” nicht etwa durch moderne Irrlehren inhaltlich zu Fall bringen, sondern nur durch religiöse Täuschungen  -  also vor allem durch die schwarmgeistige oder erscheinungsbewegte Schiene. Wasser-008-2-4-2

Dabei müssen diverse Falschpropheten nicht unbedingt direkt von Finsternismächten beeinflußt oder umsessen sein, denn die verhängnisvolle Wirkung kommt auch dann zustande, wenn ein “Visionär” sich psychopathologisch in religiösen Wahnvorstellungen verfängt oder “Botschaften” in betrügerischer Absicht erfindet.

Das Ergebnis führt so oder so zur spirituellen Verwirrung, zu Spaltung unter Gläubigen, zur Distanzierung von der Kirche, zur wachsenden Offenheit für Täuschungen von “unten”.  Schon Paulus warnte seinerzeit die urchristlichen Gemeinden davor, daß der Satan als “Engel des Lichtes” erscheinen kann. Natürlich, denn würde er seine “Visitenkarte” vorzeigen, wäre ihm ja kein Erfolg im frommen Lager beschieden.

3. Dabei arbeitet die Falschmystik bzw. der Botschaftszirkus stark mit Plus-Minus-Emotionen, mit einer aufregenden Achterbahn der Gefühle:

Sowohl das Bedürfnis nach großartiger Zukunftsperspektive wird befriedigt, sei es durch die charismatische Vorstellung von einer weltweiten Erweckung, einer Art kommenden Paradies auf Erden oder universalem christlichen Friedensreich bzw. “Zweites Pfingsten” und-soweiter   -   o d e r  durch die Panik-Grusel-Version von demnächst eintreffenden Katastrophen, dem jetzigen Papst als “Falschen Propheten” des Antichristen (obwohl derselbe doch noch gar nicht präsent ist). Es gibt eine merkwürdige “Lust am Gruseln”, die durch solche Panikbotschaften bedient wird.

4. Zum Thema Papst: Das Petrusamt ist wichtiger als die Person des Papstes, das hat paradoxerweise gerade Benedikt verdeutlicht, auch als er um des Amtes willen zurücktrat, also seine Person zurücknahm, damit das Amt nicht etwa Schaden leide durch seine gesundheitliche Hinfälligkeit. Immerhin hatte er schon im Jahre 2005 einen Herzinfarkt mit Blutvergiftung  -  so etwas bleibt nicht in den Kleidern hängen.

Als katholische Christen benötigen wir freilich keinen naiven Personenkult, das Amt des Papstes ist uns vor allem wichtig. Von daher war es auch richtig, daß die Gläubigen auf dem Petersplatz am 13. März begeistert gejubelt haben, als weißer Rauch aufstieg: damit war klar, daß ein neues Oberhaupt gewählt war, wenngleich das Kirchenvolk noch nicht wußte, wer es war.

Der von manchen Journalisten und Theologen als “verfrüht” bezeichnete Beifall war in Wirklichkeit kernkatholisch und zeigte genau diesen Respekt vor dem Amt, vor der Sendung des Papstes   -  noch vor der Klarheit über die Person. Schwärmerischer Personenkult um den Papst ist nicht nötig, ist auch gar nicht angebracht, aber noch viel weniger jene Dauerstänkerei und unseriöse Gerüchteküche, wie sie in einem Teil des Tradi-Lagers derzeit abgeht (zB. vielfach auch im Leserforum von Gloria-TV)  -  ganz zu schweigen von den irrsinnigen Falschprophetien der “Warnung” über Franziskus als Helfershelfer des Antichristen etc.0018

5. Das Grundprinzip der Falschmystik ist vor allem die unterschwellige Verdrängung: Die Heilige Schrift spielt kaum eine Rolle (allenfalls noch die Apokalypse, die jedoch  meist falsch verstanden wird). Die Bibel wird letztlich durch Botschaften ersetzt, der Katholische Katechismus bzw. die Lehr der Kirche durch Privatoffenbarungen.

Nicht mehr die Zehn Gebote Gottes und die Fünf Kirchengebote stehen im Vordergrund sittlichen Strebens, sondern eine überzogene Askese (zB. in Medjugorje das zweimalige Fasten am Mittwoch und Freitag bei Wasser und Brot) und eine Art Leistungsfrömmigkeit der Gebete unter dem Vorwand, nur so könnten viele Seelen gerettet werden.

Lassen wir uns nicht irreführen, verfallen wir nicht auf irrgeistige “Botschaften”, bleiben wir vielmehr der  e i n e n  Botschaft Gottes treu, wie sie in der Heiligen Schrift und der Lehre unserer Kirche aufleuchtet und treu überliefert ist:  Darin liegt das Heil unserer Seele und die Rettung der Welt.

 

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Das Lazarus-Gleichnis Christi und die Warnungen des hl. Johannes vor der Sucht nach “Offenbarungen”

“Sie haben Moses und die Propheten: darauf sollen sie hören!”

Die heutige liturgische Lesung der katholische Kirche befaßt sich mit Christi Gleichnis vom reichen Prasser und dem armen Lazarus, das uns in Lukas 16,19-31 berichtet wird. media-80458-2

Der reiche Mann war ein rücksichtsloser Egoist, daher verscherzte er sich das ewige Heil. Lazarus hingegen wurde “von den Engeln in Abrahams Schoß getragen”, wie es in der Bibel heißt.

Der reiche Prasser ruft Abraham in der Unterwelt zu, er möge Lazarus zu seinen fünf Brüdern senden, damit diese gewarnt werden und “nicht an diesen Ort der Qual kommen”.  

Doch Abraham lehnt dieses Ansinnen rundweg ab: “Er aber sagte: Sie haben Moses und die Propheten, auf die sollen sie hören.”

Ahnen wir, wie zeitlos gültig diese Antwort ist?

Wie oft erfahren wir auch in diesem CHRISTLICHEN FORUM  zornigen Widerspruch von erscheinungsbewegter Seite, wenn wir den kirchlichen Standpunkt erklären:

Wir brauchen keine Visionen und Neu-Offenbarungen, keine “himmlischen” Botschaften, keine Jenseits-Auskünfte vermeintlich “begnadeter Seelen” usw., denn wir haben durch Bibel und Tradition, Sakramente und Lehramt der Kirche bereits alles, was wir für unser ewiges Heil benötigen.

Abraham, der “Vater des Glaubens”, erklärt in Christi Gleichnis kurzerhand: Auch diese Männer  – die Brüder des reichen Prassers  -  “haben Moses und die Propheten”   -   vergleichbar dem, was wir heute “Bibel und Lehramt” nennen  -  und eben darauf sollen wir hören!

Eindringliche Mahnungen des hl. Johannes vom Kreuz

Das betonte auch der hl. Kirchenlehrer und Mystiker (!) Johannes vom Kreuz immer und immer wieder. Auch damals waren Wundersucht und vorwitzige Neugier nach besonderen “Offenbarungen” weit verbreitet.

In seinem Klassiker “Aufstieg zum Berge Karmel” (2. Buch, Kap. 21) warnt der Heilige im 7. Absatz strikt vor diesen raffinierten Gefahren für das Seelenheil:

Ich sage nur, dass es eine äußerst gefährliche Sache ist, auf solchen Wegen mit Gott umgehen zu wollen  -  und dass derjenige, der zu solchen Methoden hinneigen sollte, nicht umhin kommen wird, sich gewaltig zu irren und oftmals in Verwirrung zu geraten.”media-377708-2

Johannes vom Kreuz erwähnt sodann die “Schwierigkeit”, die darin bestehe, “bei inneren Ansprachen und Visionen keinem Irrtum zu verfallen”, da diese vielfach “vom Bösen stammen”, der sich als Engel des Lichtes tarnt bzw. wie der hl. Johannes wörtlich schreibt: der Erzfeind “schleicht sich auf Umwegen ein, wie der Wolf im Schafspelz in die Herde, so dass man es kaum erkennen kann.”

Einer der satanischen Tricks bestehe darin, daß “er nämlich viele wahre und vernunftgemäße Dinge sagt  -  und Dinge ankündigt, die sich bewahrheiten”  - und daher könne man  sich “leicht täuschen lassen”.  

Johannes empfiehlt: “Vor allen Erscheinungen  f l i e h e n !”

In Absatz 11 heißt es, daß “der Böse äußerst spitzfindig ist beim Einflüstern von Lügen. Von ihm kann man sich nicht befreien, außer man flieht vor allen übernatürlichen Offenbarungen, Visionen und inneren Ansprachen.”

Der Heilige erklärt also, daß man sich “übernatürliche Offenbarungen” nicht nur keineswegs wünschen soll; er empfiehlt seinen Lesern aus großer Vorsicht sogar die Flucht vor “allen” Erscheinungen,  falls diese jemals ungewollt in ihr Leben treten. Er weiß um die Schwierigkeit, in diesem heiklen Bereich den häufigen Spreu vom seltenen Weizen zu trennen – und daher seine Empfehlung, besser gleich alles zu meiden.

Den deutlichen Warnungen des Kirchenlehrers könnte man theoretisch entgegenhalten, daß es doch auch wenige Erscheinungen himmlischen Ursprungs geben kann, die zu “fliehen” dann nicht sinnvoll sei.

Doch der hl. Johannes vom Kreuz will offenbar auf “Nummer Sicher” gehen, zumal der katholische Glaube grundsätzlich sowieso keine Privatoffenbarungen benötigt   -  auch keine “echten”.  Dies ist nun freilich nicht die Privatmeinung des hl. Johannes, sondern verbindliche Lehre der Kirche seit jeher.

Im 11. Absatz des Buches “Aufstieg zum Berge Karmel” heißt es weiter:

“Darum ist Gott zu Recht über den verärgert, der sie zulässt, weil er sieht, dass es Waghalsigkeit ist von dem, der sich derart in große Gefahr begibt  –   und weil Anmaßung, Neugier und Auswüche der Überheblichkeit die Wurzel für Prahlerei und Geringschätzung der Dinge Gottes sind -  und der Anfang zahlreicher Übel, in die viele Menschen hineingeraten sind.”

In Absatz 12 schreibt der hl. Johannes vom Kreuz, dem Teufel sei es möglich, “viele mit Blindheit und Täuschungen zu schlagen, weil ihre Sünden und Waghalsigkeiten es verdienen. Das vermag und erreicht der Böse, sofern sie ihm glauben und ihn für einen guten Geist halten  -  und zwar so sehr, dass es keine Abhilfe gibt, aus den Täuschungen herauszukommen”.

Wer in diesem gefährlichen Netz bereits verstrickt ist, wer durch seinen Hochmut oder durch vermessene Leichtgläubigkeit  in der Trickkiste Satans gefangen ist und ihn für einen “Engel des Lichts” hält, der kommt nur selten  -  und dann oft erst sehr spät  -  aus diesem buchstäblichen “Teufelskreis” wieder heraus.

Daher setzt der hl. Kirchenlehrer hier klar auf  das Prinzip “Vorbeugung” durch seine mahnende Stimme  -  ähnlich wie Christus  mit dem Gleichnis von Lazarus, der keineswegs auf Erden erscheinen durfte, um gefährdete Menschen zu warnen: “Sie haben Moses und die Propheten  -  darauf sollen sie hören!”

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 


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