Weihbischof Jacek Pyl äußert sich kritisch zur aktuellen Situation auf der Krim

Schwere Rückschläge für die katholische Kirche

Nach der Abspaltung der Krim von der Ukraine ist die Zukunft der katholischen Kirche auf der Halbinsel ungewiß. Dies erklärte Jacek Pyl, Weihbischof des Bistums Odessa-Simferopol, zu dem die Krim gehört, gegenüber dem katholischen Hilfswerk “Kirche in Not”.

Weihbischof Pyl (siehe Foto) sagte, daß die Gläubigen in seinem Bistum darunter leiden, daß man sie vom ukrainischen Festland abgeschnitten habe und nur noch per Telefon oder E-Mail mit Ukrainern kommunizieren könne. Msgr-Jacek-Pyl-118x157

„Sogar die Pakete mit Hilfsgütern werden an der Grenze zurückgehalten”, beklagte er. Die katholische Kirche auf der Krim, zu der rund 2000 Gläubige zählen, verteilt Lebensmittel und Medikamente an größere Familien in Not.

Nach dem Referendum, mit dem die Angliederung der Krim an Russland festgelegt wurde, sind die ukrainischen Banken geschlossen worden. Seit kurzem ist die russische Währung im Umlauf. In der Übergangszeit haben die Bewohner der Krim keinen Zugriff auf ihre Bankkonten und können weder Gehälter noch Renten in Empfang nehmen.

Wie der Weihbischof weiter berichtet, scheine die Regierung in Moskau für die Ukrainer, die nicht ursprünglich von der Krim stammen, eine Visumspflicht einführen zu wollen. Davon wäre auch der Klerus betroffen, denn viele Geistliche, die in der Diözese Odessa-Simferopol tätig sind, seien polnischer Nationalität und hätten eine Langzeit-Aufenthaltsgenehmigung, die von der Ukraine ausgestellt worden sei.

Die Ablösung der Krim hat Jahre der Verhandlungen mit der Kiewer Regierung über die Rückgabe kirchlichen Eigentums aus der Zeit der Sowjetunion zunichtegemacht, befürchtet der Weihbischof.

Man habe kurz davor gestanden, daß die Kirche in Sewastopol, die zu Sowjetzeiten als Theater genutzt wurde, der katholischen Kirche wieder zurückgegeben werden sollte. „Doch die Anstrengungen der Vergangenheit zählen nichts mehr“, bedauert Weihbischof Pyl. Auch die für einen Bau oder eine Renovierung erhaltenen Genehmigungen seien nun wertlos.

Quelle: Kirche in Not

 


Paulinus-Verlag übernimmt Buchprogramm des Augsburger St-Ulrich-Verlags

Der Trierer Paulinus Verlag hat den Großteil des Buchprogramms des in Augsburg ansässigen Sankt Ulrich Verlags übernommen. Das teilte der Paulinus Verlag am Freitag mit. 012_9A

„Wir sind überzeugt davon, dass diese Erweiterung unser bestehendes Programm inhaltlich bereichert“, äußerte Verlags-Geschäftsführerin Annette Peters.

Man freue sich, damit Publikationen zusätzlicher namhafter Autoren anbieten zu können, etwa des früheren Papstes Benedikt XVI., von Kardinal Kurt Koch und Martin Mosebach.

Nach eigenen Angaben erweitert der Paulinus Verlag mit der Übernahme sein Buchprogramm um rund 150 Titel. Beide Verlage sind in kirchlicher Trägerschaft.

Quelle: Radio Vatikan

Foto: Felizitas Küble


FOCUS-Publizisten kritisieren Zeitgeist-Mätzchen in der Christenheit

Mit harscher Kritik und viel Ironie kommentieren Kolumnisten des Münchner Nachrichtenmagazins FOCUS aktuelle Ereignisse in der evangelischen und katholischen Kirche; unter ihnen z.B. Dr. Alexander Kissler und Klaus Kelle.  

Während immer mehr Menschen auf Sinnsuche gingen und nach Spiritualität geradezu hungerten, setze das Funktionärschristentum auf Anpassung an den Zeitgeist, schreibt der Medienunternehmer und Journalist Klaus Kelle. chrkn

Als Beispiele nennt er mehrere EKD-Initiativen. Mit der Aktion „Eine Tür ist genug“ würden die Frauen- und Männer-Arbeitsgemeinschaften der EKD dafür werben, „dass Menschen  –  egal ob Mann, Frau oder was man heute noch so aufzählt  –  durch eine gemeinsame Tür aufs Klo gehen dürfen“.

In Hannover habe die EKD bei einem veganen Vier-Gänge-Menü ein „Studienzentrum für Genderfragen“ eröffnet, in dem man sich den „Fragen des Geschlechterverhältnisses aus feministischer Perspektive nähern“ wolle.

Der Publizist Kelle schreibt hierzu: „Ich frage mich, was die Repräsentanten der Kirche umtreibt, sich in diesen Tagen vor dem Osterfest mit Feminismus und Klotüren zu beschäftigen.“

Der Autor hält es für unverständlich, „dass sich die Amtskirchen mit so viel Kokolores beschäftigen, anstatt sich auf ihre Kernkompetenz zu besinnen: die Lehre Christi zu verkünden und in den Köpfen wachzuhalten“.

Wer die deutschen Kirchenmilieus betrachte, stelle schnell fest, „dass da, wo es um Jesus und seine Lehre geht, wo sich Menschen zu Meditation und Gebet treffen und zum gemeinsamen Glauben an Gott, die Kirchen voll sind“.

Quelle: http://www.idea.de


Sri Lanka: Regierung setzt katholischen Priester auf die Liste der “Terroristen”

S. J. Emmanuel im Einsatz für tamilische Minderheit

Kürzlich erfolgte ein Beschluß des Menschenrechtsrates der Vereinigen Nationen, Ermittlungen zu den Kriegsverbrechen in Sri Lanka in die Wege zu leiten.

Zuvor hatten Einzelpersonen, einheimische Organisationen, Vertreter der Kirchen und internationale Menschenrechtsverbände die Gewalt gegen Tamilen angeprangert.f759565311

Darauf reagierte jetzt die buddhistisch geprägte Regierung in Sri Lanka damit, daß sie Vertreter von Organisationen, die für die Rechte der mehrheitlich hinduistischen Tamilen eintreten, auf die Liste der „Terroristen“ setzen ließ.

Dazu gehört auch der 80-jährige tamilische katholische Priester S.J. Emmanuel, der das “Global Forum Tamil” (GTF) leitet und seit Jahren im Ausland lebt.

Das Forum bemüht sich in Zusammenarbeit mit anderen tamilischen Gruppen in der Diaspora und mit der größten Partei der Tamilen in Sri Lanka, “Tamil National Alliance”, aktiv für die Suche nach einer politischen Lösung, die im Land einen dauerhaften Frieden zwischen Singhalesen und Tamilen ermöglicht.

Zu den als “terroristisch” bezeichneten Organisationen gehört auch die “Transnational Government of Tamil Eelam”, die für ihren gewaltlosen und demokratischen Ansatz bekannt ist, das “British Tamil Forum” und der “Canadian Tamil Congress”.

Unterdessen unterstützen 205 tamilische Priester und Ordensleute und 100 Schwestern mit einem Schreiben die Absichten des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen. Erster Unterzeichner ist Bischof Rayappu Joseph von Mannar.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Evangelischer Theologe empfiehlt eine Rückbesinnung auf die Beichte

Meldung der evangelikalen Nachrichtenagentur IDEA:

Zur Wiederentdeckung der Beichte hat der Theologieprofessor Peter Zimmerling (Leipzig) aufgerufen. Wer regelmäßig seine Sünden bekenne, erfahre Heilung und erhalte geistliche Vollmacht und Frische zurück, sagte er in einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Ihm zufolge ist das Beichtgespräch in den evangelischen Kirchen weitgehend in Vergessenheit geraten. Die Hauptursache sei die Überzeugung vieler Menschen, dass sie gut seien und keine Beichte nötig hätten. bild-jesus-oben

Zudem rechne die Mehrheit nicht damit, dass sie ihr Handeln vor Gott verantworten müsse. Wer nicht beichte, suche sich einen Sündenbock, beschönige sein Handeln oder betäube sein Gewissen. Dagegen bedeute beichten, dass man nicht mehr auf seine Schuld festgelegt sei, sondern Befreiung erfahre.

Prof. Zimmerling betont, daß die Beichte nicht nur etwas für Katholiken sei. Auch Martin Luther habe dazu aufgerufen und sie selbst wöchentlich vollzogen. Menschen, die nicht beichteten, seien nach Luthers Einschätzung keine Christen.

Psychotherapie als Ersatz für die Beichte?

Nach Zimmerlings Beobachtung ersetzt die Psychotherapie häufig das Beichtgespräch. Die Mehrheit der Kirchenmitglieder habe kein inneres Verhältnis zu ihrer Kirche und kein Vertrauensverhältnis zu ihrem Pfarrer. Deshalb liege der Gang zum Therapeuten dann oft näher.

Zudem hätten viele Menschen den Eindruck, dass sie sich bei ihm eher aussprechen können, ohne moralisch verurteilt zu werden. Zur Frage, was Beichte und Psychotherapie unterscheide, erläuterte Zimmerling: imageCATKHONR

„Die Beichte lebt von der Vergebung der Sünden durch Gott, die ein befreites Weiterleben ermöglicht. Dagegen besteht bei der Psychotherapie die Gefahr, dass man sich zu sehr mit der Archäologie der Seele beschäftigt: Man sucht zu sehr in der Vergangenheit und vergisst den Blick nach vorn.“

Zimmerling forderte dazu auf, sich in der Beichte an den Zehn Geboten auszurichten. Sie deckten nicht allein sexuelle Sünden wie den Ehebruch ab, sondern ein viel weiteres Spektrum. Wahrscheinlich sei bei Frommen z.B. die Habgier heute viel weiter verbreitet.

Zimmerling: „Mit einem geschärften Gewissen entdeckt man, dass man nicht so ist, wie man eigentlich gerne sein möchte. Deshalb ist die Beichte ein ausgezeichnetes Mittel, sich der Gnade Gottes zu vergewissern.“

Im Normalfall sollte das Bekennen der Sünden laut Zimmerling fünf bis zehn Minuten dauern und nicht bis ins letzte Detail gehen, aber auch nicht so allgemein bleiben, dass die Beichte keine Überwindung mehr koste.

Praktiziert werde die Beichte evangelischerseits zum Beispiel bei der ökumenischen Bruderschaft Taizé. Dort gebe es nach dem Abendgebet lange Schlangen junger Menschen, die das Gespräch suchen. Häufig werde auch auf Kirchentagen vom Angebot der Beichte Gebrauch gemacht. Dort könne man mit Menschen sprechen, die man danach im Leben nie wiedersieht.

Prof. Zimmerling ist Autor des Buches „Beichte. Gottes vergessenes Angebot“ (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig).

Quelle: http://www.idea.de


Popgruppe “Wise Guys” kommt zum Regensburger Katholikentag und setzt sich für kirchliche Projekte ein

Die Wise Guys aus Köln, Deutschlands bekannteste Vokal-Pop Gruppe, wird auch dieses Jahr auf dem Katholikentag wieder für rhythmische Musik sorgen: kostenlos und unter freiem Himmel.

Am 29. Mai treten die fünf Musiker im Stadion an der Universität in Regensburg auf und machen es zu ihrer Bühne. Ihr Einsatz für das kirchliche Hilfswerk Misereor ist ihnen ebenfalls sehr wichtig.  Sänger Sari

Im Interview mit dem Katholikentagsteam hat Sänger Marc “Sari” Sahr (er war früher Ministrant) einige Fragen beantwortet:

Katholikentag: Die Wise Guys sind schon öfter auf den Katholikentagen aufgetreten. Was verbinden Sie persönlich mit den Katholikentagen und was erwarten Sie von Regensburg?

Sari (siehe Foto): Ich persönlich habe sehr schöne Erinnerungen an die vergangenen Katholikentage, weil da immer eine sehr herzliche und gemeinschaftliche Stimmung herrscht. Ich habe immer das Gefühl, dass dort viele Menschen und viele Ideen zusammenkommen, man sich inspirieren lassen kann. Und die Menschen dann mit neuem, großen Elan und mit einer großen Lust, etwas zu verändern, von dort wieder weggehen. Ich hoffe, dass das in Regensburg genauso wieder der Fall sein wird. Aber da bin ich wieder sehr zuversichtlich.

Katholikentag: Die katholische Kirche, die Kirchen allgemein haben mit schwindendem Interesse zu kämpfen. Welche Bedeutung kommt in dieser schwierigen Zeit dem Katholikentag zu?

Sari: Ich denke, dass die Katholikentage gerade deshalb umso wichtiger sind. Ich finde, Wise Guys Gruppedass diese Art von gemeinschaftsstiftendem Ereignis eine große Bedeutung zukommt. Denn da, wo man sich zusammen tut, wo man auch den Diskurs und den Disput nicht scheut, da kann Vieles bewegt werden. Und das funktioniert, so glaube ich, gerade in solchen Krisenzeiten nur über die Kommunikation. Und die findet statt auf den Katholikentagen.

Katholikentag: Das Motto „Mit Christus Brücken bauen“ …

Sari: …passt. Denn ich glaube, dass es für die Katholiken in Deutschland Zeit ist, mit Christus eine Brücke zwischen der Basis und der Institution Kirche zu bauen. Das scheint mir im Moment sehr vorrangig zu sein.

Katholikentag: Was verfolgen die Wise Guys mit ihrem Engagement beim Katholikentag?

Sari: Wir sind jetzt in erster Linie nicht als gesellschaftspolitischer Botschafter da, sondern wir sehen uns schon eher als überwiegenden Teil des Unterhaltungsprogramms. Allerdings haben auch wir persönliche Anliegen, die durchaus auf dem Katholikentag zur Sprache kommen dürfen. So ist eines unserer Anliegen, einmal über unseren Tellerrand hinweg zu schauen, den Blick auf die Dritte Welt-Länder zu richten, die Probleme haben und die durchaus unsere Hilfe zur Selbsthilfe gebrauchen können.

Katholikentag: Lassen die Wise Guys ihren Worten Taten folgen?

Sari: Wir unterstützen selbst zwei Projekte über Misereor. Da ist einmal das Butterflies-Projekt in Dehli, Indien, das sich um Straßenkinder kümmert. Und zum anderen liegt uns auch das Projekt „Wege aus der Armut“ in Südafrika sehr am Herzen. Dort kümmert man sich um Kinder von verarmten Landarbeitern, die da unter ganz schwierigen Bedingungen aufwachsen und kaum eine Schulbildung erhalten.


Quelle und Kontakt:
Silke Jäger, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
99. Deutscher Katholikentag Regensburg 2014 e.V.
Im Gewerbepark C 55  /  93059 Regensburg
Telefon 0941.584 390 152  /  Fax 0941.584 390 155
silke.jaeger@katholikentag.de
 

EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider übt scharfe Kritik an Birgit Kelle

Kelle: “Es war richtig, katholisch zu werden”

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, hat der Publizistin Birgit Kelle „populistische Anbiederei“ an „veränderungsunwillige konservative Kreise“ vorgeworfen.
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Anlaß ist Kelles Kritik an der Gender-Mainstreaming-Theorie. In einem Interview hatte sie diese als „wirre Ideologie“ bezeichnet.
„Solche polemische Kritik und die Zustimmung zu ihr lassen darauf schließen, daß mit ‚Gender‘ Gefühle und Ängste bei Menschen angesprochen werden“, sagte Schneider am gestrigen Montag bei der Eröffnung des evangelischen „Studienzentrums für Genderfragen in Kirche und Theologie“ in Hannover nach einem Bericht der evangelikalen Medienmagazins PRO. Birgit Kelle neu
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Birgit Kelle (siehe Foto) wies die Vorwürfe Schneiders zurück. Gegenüber der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT erklärte sie:
„Es ist traurig, daß solche Vorgänge immer nach demselben Schema ablaufen. Es wird nicht sachlich widerlegt, sondern man arbeitet sich an den Kritikern ab.“
Sie verstehe auch nicht, warum sich die EKD überhaupt des ganzen Gender-Themas annehme. Die evangelische Kirche habe wahrlich dringendere Probleme.„Es ist nicht die Aufgabe der EKD, die Gender-Theorie zu verbreiten. Hauptaufgabe ist immer noch die Verkündigung des Evangeliums. Insofern war es eine richtige Entscheidung, vor zwei Jahren zum Katholizismus zu konvertieren“, sagte Kelle.

Das Studienzentrum für Genderfragen will sich laut Angaben der Verantwortlichen auch mit der sog. „Queer-Theologie“ beschäftigen. Diese richtet sich gegen die christliche Sittenlehre, welche praktizierte Homosexualität als Sünde betrachtet. Für das Zentrum stellt die EKD ein jährliches Budget von 218.000 Euro bereit.

Bei der Veranstaltung am Montag betonte Schneider laut Medienmagazin PRO, er habe vieles an der feministischen Theologie zunächst für Unsinn gehalten. Seine Frau habe ihn dann aber davon überzeugt.

„Vieles ist in unserer Kirche schon geschehen“, freute sich der Ratsvorsitzende. „Verkrustungen einer jahrtausendealten Männertheologie und Männerkirche wurden  -  Gott sei Dank!  –  in den letzten 40 Jahren von Frauen schon aufgebrochen.“

Quelle: http://jungefreiheit.de/allgemein/2014/ekd-ratsvorsitzender-schneider-greift-journalistin-kelle-an/


Kamerun: Papst ernannte Palottiner-Pater Bruno Ateba Edo zum Bischof

Mit Datum vom 5. April 2014 hat Papst Franziskus den Pallottiner P. Bruno Ateba Edo (siehe Foto), Oberer der Dreifaltigkeits-Regio Kamerun und Nigeria, zum Bischof der Diözese Maroua-Mokolo im Nordosten Kameruns ernannt. Ateba_Bruno

P. Bruno Ateba wurde am 20. November 1964 in Zoételé, Kamerun, geboren. 1988 trat er der Gemeinschaft der Pallottiner bei und legte am 15. August 1989 seine erste Weihe ab. Die Priesterweihe folgte am 8. Juli 1995. Nach einem Lizenziats-Studium der Pastoraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar wurde er Rektor der Basilika „Königin der Apostel“ in der kamerunischen Hauptstadt Jaunde.

Bei der Gründung der pallottinischen Regio Kamerun-Nigeria (2008) wurde P. Ateba ihr erster Regionaloberer. Im Jahre 2011 wurde er wiedergewählt, zudem wählte die Konferenz der Ordensoberen in Kamerun den Pallottinerpater zu ihrem Präsidenten.

Das Jahr 2014 ist für die Pallottiner weltweit und für die Gemeinschaft in Kamerun von besonderer Bedeutung, da am 7. November der 100. Todestag Bischof Heinrich Vieters, des Gründers der Mission in Kamerun, gefeiert wird. So ist bei ihnen die Freude groß, dass Papst Franziskus den Bischofsstuhl von Maroua-Mokolo mit einem Pallottinerpater besetzt.

Quelle und Kontakt:
Provinzialat der Palottiner
Vinzenz-Pallotti-Str. 14 | 86316 Friedberg
Tel. 0821-600 52-520  /  Fax: 0821-600 52-546
mailto:info@pallottiner.org | http://www.pallottiner.org

Evangelische Kritik an Margot Käßmanns “theologischem Historismus”

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

OFFENER BRIEF an den evgl. Dekan Ralf Albrecht, Vorsitzender der “Lebendigen Gemeinde

Sehr geehrter Herr Albrecht,

Sie planen am 19. Juni den “Christtag 2014″. Christen, die ihren Glauben ernstnehmen, stellen mit Besorgnis fest, daß Sie die ehemalige Bischöfin Prof. Dr. Käßmann eingeladen haben, die Teilnehmer der Veranstaltung zu grüßen. christus

Durch diese Geste signalisieren Sie eine innere Verbundenheit im Glauben mit Frau Käßmann…

Lassen Sie mich in aller Deutlichkeit sagen, daß nicht nur ich der Meinung bin, daß diese Ihre Geste eine sehr subtile Form der Verführung ist.

In aller Klarheit hat Frau Käßmann in einem SPIEGEL-Interview gesagt, daß nach ihrer Überzeugung Joseph der Vater von Jesus war. Damit schließt Frau Käßmann aus, daß Gott einen eingeborenen Sohn hat, der in die Welt gekommen ist, um uns zu erlösen. Die Vaterschaft des Joseph schließt eine Präexistenz Jesu Christi aus.

Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß Frau Käßmann die Position des Theologischen Historismus vertritt. Diese Position kann folgendermaßen charakterisiert werden:
- Es gibt Gott, aber Gott hat sich nicht offenbart.
- Gott hat die Welt erschaffen, obwohl die Welt durch Selbstorganisation der Materie entstanden ist.
- Gott hat einen Sohn, aber der Vater von Jesus ist Joseph.
- Jesus ist auferstanden, obwohl sein Leichnam im Grab verwest ist.
- Jesus ist wunderbar, aber Jesus hat nie Wunder vollbracht.

Es ist anzunehmen, daß die meisten Christen keinen Durchblick haben für den verführerischen Charakter des Theologischen Historismus.

Eine Kirche, die dieser Irrlehre verfallen ist, hat keine Kraft, dem antichristlichen Zeitgeist zu widerstehen und will das auch gar nicht. Der Verlust ihrer Salzkraft ist den Christen in der Bibel vorhergesagt.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner


Berlin: Alevitische Gemeinde feiert Jubiläum und dankt dem deutschen Staat

Von Michael Leh

Bundespräsident Joachim Gauck hat das „Newroz“-Frühlingsfest der Alevitischen Gemeinde in Berlin besucht. In seiner Ansprache würdigte er zugleich das 25-jährige Bestehen des alevitischen Verbandes. Foto 2 - Gauck und Mat sn

Die Aleviten hätten viel errreicht und seien als Religionsgemeinschaft anerkannt, sagte Gauck. In neun Bundesländern gebe es mittlerweile regulären alevitischen Religionsunterricht an Grundschulen.

Die Aleviten hätten bei uns Rechte erlangt, die ihnen „anderswo“ verwehrt seien, erwähnte der Bundespräsident, ohne ihr Herkunftsland Türkei beim Namen zu nennen.

FOTO: Bundespräsident Joachim Gauck und der Bundesvorsitzende der Alevitschen Gemeinde, Hüseyin Mat (links), beim alevitischen Newroz-Fest in Berlin.

Der Bundesvorsitzende der Alevitischen Gemeinde, Hüseyin Mat, erklärte: „Wir können hier unseren Glauben frei ausüben und erfahren Anerkennung und Würdigung. Ich möchte mich ganz herzlich beim deutschen Staat dafür bedanken: Danke Deutschland!“

Die Alevitische Gemeinde zu Berlin ist die älteste alevitische Organisation außerhalb der Türkei, erklärte deren Vorsitzender Ahmet Taner. Sie sei 1979 einige Monate nach dem Massenmord an Aleviten in der türkischen Kreisstadt Maras als Reaktion auf dieses Verbrechen gegründet worden. Foto 3 Geschenk an Gauck

FOTO: Als Gastgeschenk überreichten die Alevitendem  Bundespräsidenten ein Bildnis des anatolischen Mystikers Hadschi Bektasch, der im 13. Jahrhundert lebte und von den Aleviten verehrt wird. Links neben Gauck: Die stellv. Generalsekretärin der Alevitischen Gemeinde, Melek Yildiz. 

In Deutschland sei den Aleviten eine Wertschätzung entgegen gebracht worden, die sie „in dieser Form als Glaubens- und Kulturgemeinschaft nicht kannten“, sagte Taner.

Die stellvertretende Generalsekretärin der Alevitischen Gemeinde Deutschland, Melek Yildiz, betonte: „Die freiheitlich demokratische Grundordnung ist für uns von unschätzbarem Wert.“

Deutschland sei für viele Aleviten ein „Ort der Freiheit und eine Heimat“. Die Rechte, die sie hier genössen, seien ihnen in ihrem Herkunftsland Türkei bis heute verwehrt. In Deutschland leben 700.000 Aleviten.

Beim Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan im Februar hatten die Aleviten eine große Protest-Kundgebung am Brandenburger Tor abgehalten. In einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel warfen sie Erdogan einen „antidemokratischen und diktatorischen Regierungsstil“ vor.

Unser Autor Michael Leh (von dem auch die beiden Fotos stammen) ist politischer Journalist und lebt in Berlin

 

 


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