Unser Volk braucht die Umkehr zu Gott und eine Erneuerung in Christus

Resolution des Kongresses “Freude am Glauben” in Fulda:

Die Menschen haben Gott vergessen, daher kommt alles Übel”, damit diagnostizierte schon vor Jahren der russische Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn den ethischen Niedergang der westlichen Kulturen. Deshalb ist die Erneuerung der Gesellschaft nur durch eine Rückkehr zu Gott möglich.  100_1391

Das Forum Deutscher Katholiken appelliert an die Gesellschaft, sich wieder stärker Gott zuzuwenden und an den Zehn Geboten zu orientieren. Dies muss auch in der Gesetzgebung seinen Niederschlag finden.

FOTO: Direkt neben unserem Infostand auf dem Glaubenskongreß waren katholische Pfadfinderinnen vertreten

Vor allem Politiker christlicher Parteien müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und ihr Gewissen schärfen, um keinen Etikettenschwindel zu betreiben.

An die Mitglieder der Kirche appelliert das Forum Deutscher Katholiken, sich weniger mit innerkirchlichen Streitthemen auseinanderzusetzen als vielmehr ihren missionarischen Auftrag wahrzunehmen.

Gottes Botschaft unverkürzt verkünden

Verantwortliche wie einfache Gläubige dürfen sich nicht immer mehr dem Denken und dem Geschmack der säkularisierten Gesellschaft anpassen und deren Verhaltensweise übernehmen, sondern müssen vielmehr die Frohe Botschaft unverkürzt und auf überzeugende Weise verkünden. 100_1376

FOTO: Unsere CF-Autorin Cordula Mohr im Gespräch mit Pater Engelbert Recktenwald (St-Petrus-Bruderschaft) in der Fuldaer Kongreßhalle

In einer Zeit, in der sich kulturelles Leben und Glaube immer weiter von einander entfernen, bleiben Christen herausgefordert, erkennbar als Salz der Erde und Licht der Welt an einer christlichen Neugestaltung der Gesellschaft mitzuwirken.

Katholiken sollten sich dabei mit gesundem Selbstbewusstsein und Mut in die gesellschaftspolitischen Diskussionen einbringen und dabei den Menschen mit dienender Liebe begegnen –  ohne jeden Pessismus und ohne jede Verbitterung. Die christliche Wahrheit ist anziehend und gewinnend, denn sie antwortet auf die tiefen Bedürfnisse der Menschen. 100_1381

Die Kirche darf nicht zu einer wohltätigen NGO (Nichtregierungsorganisation) werden, sondern muss Christus als den einzigen Weg zum Vater verkündigen.

FOTO: Eine katholische Bloggerin (“Beiboot Petri”) in angeregter Debatte mit dem Priester und Buchautor Edmund Dillinger

Die Gläubigen müssen sich darum bemühen, ihren Lebenswandel nach dem Vorbild Jesu und in tiefer Freundschaft zu ihm zu gestalten.

Gegenwärtig gibt es einen Anschlag gegen jede Innerlichkeit. Hier muss die Kirche den Menschen den Weg zur Transzendenz neu aufzeigen und sie zur Anbetung Gottes führen. Wenn wir als Kinder Gottes leben, können wir die Welt verwandeln.

Als Christen können wir im Gebet den HERRN der Geschichte anrufen und ihn bitten, das zurechtzurücken, was in unserer Gesellschaft aus den Fugen geraten ist.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des “Forums deutscher Katholiken”

Fotos: Felizitas Küble


50.000 Meßdiener auf dem Weg nach Rom

In wenigen Tagen machen sich 50.000 Ministranten auf den Weg zur Romwallfahrt 2014. 017_13A

Unter dem Motto „Frei! Darum ist es erlaubt, Gutes zu tun“ feiern sie fröhlich ihren Glauben, erleben gute Gemeinschaft und werden Papst Franziskus treffen.

Foto: Meßdiener und Priester bei der Katholikentagsmesse in Regensburg (es regnete in Strömen)

Neben der Besichtigung verschiedener Sehenswürdigkeiten wie der Katakomben, der Vatikanischen Museen oder der antiken Hafenstadt Ostia werden sich die jungen Pilger zu diözesanen Gottesdiensten in der Basilika St. Paul treffen.

Höhepunkt der Wallfahrt wird das gemeinsame Abendgebet mit Papst Franziskus sein.

Quelle: Radio Vatikan / Foto: Felizitas Küble


Münster: Zahlreiche Gläubige bei Requiem und Beisetzung von Pfarrer Dr. Gerd Fasselt

Von Felizitas Küble

Am heutigen Montag, dem 28. Juli, wurde der Geistliche Prof. Dr. Gerd Fasselt in Münsters Zentralfriedhof zu Grabe getragen. Zuvor wurde um 10 Uhr in der Klinikenkirche “Maria, Heil der Kranken” das feierliche Requiem zelebriert. Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2

Wir haben in der vorigen Woche ein Lebensbild des auch von uns sehr geschätzten Seelsorgers veröffentlicht, der am Samstag, den 19. Juli, nach schwerer Krankheit verstarb: http://charismatismus.wordpress.com/2014/07/24/wir-trauern-um-pfarrer-dr-gerd-fasselt/

Das Gotteshaus, der Vorraum und der Kirchplatz waren mit hunderten Trauergästen überfüllt. Auch ich nahm mit einigen Freunden unseres Christoferuswerks, die den Krankenhauspfarrer ebenfalls persönlich kannten, an der Trauermesse und Beerdigung teil.

Das Requiem wurde mit einem Lautsprecher auf den Vorplatz übertragen. Hauptzelebrant war der Neffe des Verstorbenen, Prof. Dr. Stefan Böntert. DSC_0045_k

Der bewegende Gottesdienst und die große Anteilnahme der Gläubigen zeigte einmal mehr, wie sehr die Menschen sich mit dem verstorbenen Pfarrer Fasselt verbunden fühlen. Viele Priester und Ärzte waren zur Trauermesse und anschließenden Beisetzung gekommen.

Danach sprach ich mit einer mir unbekannten älteren Dame, die mir mitteilte, wie sehr sie den pensionierten Klinikenseelsorger geschätzt hat. Er habe sie, als sie schwerkrank vier Wochen in der Uni-Klinik lag, täglich besucht und ihr Mut aus dem Glauben zugesprochen, ihr aber auch in praktischer Hinsicht geholfen.

BILD: Das Altargemälde der Klinikenkirche in Münster zeigt die Aufnahme Marias in den Himmel (Foto: Kath. Klinikseelsorge)

In seiner Predigt sprach Pfarrer Egbert Reers darüber, daß Dr. Fasselt sich nicht mit einem fernen, distanziert-“allmächtigen”, sondern gleichsam mit dem “ohnmächtigen” Gott verbunden habe  –  mit jenem Erlösergott, der am Kreuz gelitten und sich für das Heil der Menschen hingegeben hat.

In Christi Spuren ging dieser Geistliche, der den Kranken und Verzweifelten, den Ratlosen und Suchenden Wege zum Glauben und neuen Lebensmut erschloß.

In dem Gebetsgedenkzettel, der an die Trauergäste verteilt wurde, heißt es:

“In den Jahren seines priesterlichen Dienstes hat der Verstorbene vielen Menschen seine Fürsorge und Zuwendung geschenkt. Der HERR vergelte ihm das Gute, das er für die ihm Anvertrauten getan hat und nehme ihn nun auf in die Herrlichkeit des Himmels.”

Unsinnige Anschuldigungen zurückgewiesen

Vor dem Abschluß der Trauermesse ergriff einer der engsten Freunde des Verstorbenen das Wort:

Stephan Frense würdigte das Wirken von Pfr. Fasselt  –  und wies zugleich offenherzig darauf hin, daß es im Zuge der Mißbrauchsmedienwelle vor einigen Jahren zu unfairen Anschuldigungen gegen den Klinikpfarrer gekommen war. weisselberg_memoriam Seinen Angehörigen und Freunden sei freilich klargewesen, so der Redner, daß die Gerüchte keineswegs zutreffen konnten.

(Abgesehen davon hatte die Münstersche Staatsanwaltschaft jene Verdächtigungen gegen den Geistlichen bereits nach zwei Wochen zurückgewiesen.)

Leider stand das Ordinariat Münster einschließlich Bischof Dr. Felix Genn offenbar nicht hinter dem Priester; es wurde ihm  sogar zeitweise die öffentliche Zelebration der hl. Messe untersagt, wie ich aus seinem Freundeskreis erfuhr. Gerechtigkeit sieht anders aus!

Dieses unverständliche Verhalten seiner kirchlichen Vorgesetzten hat den pensionierten Pfarrer sicherlich schwer enttäuscht, ebenso alle fair denkenden Menschen, die sich an rechtsstaatlichen Grundsätzen orientieren (wonach bei unbewiesenen Anschuldigungen stets die Unschuldsvermutung gilt).

Der Redner erhielt für seine klaren Worte einen deutlichen Beifall vieler Gläubiger im Gotteshaus und auf dem Kirchenvorplatz. Nach der Beerdigung sprach ich mit zwei Geistlichen, darunter einem jungen Priester, über dieses Thema. Beide kannten Pfarrer Fasselt gut, einer von ihnen schon seit vielen Jahrzehnten. Auch sie äußerten sich kritisch über das unfaire Vorgehen des bischöflichen Ordinariats Münster.

Die Beisetzung von Pfr. Fasselt bewies erneut seine ungeheure Beliebtheit bei den Menschen, denn der  Zug der Trauergäste auf dem Zentralfriedhof wollte kein Ende nehmen. Selten habe ich bei einer Beerdigung derart viele Teilnehmer erlebt.

HIER finden Sie  die gehaltvolle Todesanzeige der katholischen Klinikseelsorge für Pfr. Fasselt in den “Westfälischen Nachrichten”: http://www.wn-trauer.de/Traueranzeige/Gerd-Fasselt-2014-07-19-Muenster-Mitte-15143503

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das diese Webseite CHRISTLICHES FORUM betreibt.

 

 

 

 


Wir trauern um Pfarrer Dr. Gerd Fasselt

Von Felizitas Küble

Am Spätabend des vorigen Samstag (19. Juli 2014) verstarb der Pfarrer des Universitäts-Klinikums von Münster, Prof. Dr. Gerd Fasselt, den wir auch persönlich kennen- und schätzengelernt haben, im Alter von 71 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.  afc127c26a

Seit einigen Tagen liegt im Gotteshaus der Uni-Klinik ein Kondolenzbuch aus, worin trauernde Menschen ihre Anteilnahme und ihre Erinnerungen an den Verstorbenen notieren können.

Pfarrer Fasselt wurde am 6. November 1942 in Schermbeck (Altschermbeck) geboren und empfing am 28. Juni 1969 die Priesterweihe in Münster.

Von 1977 bis 1979 war Gerd Fasselt zunächst als Kaplan und Pfarrer in verschiedenen Kirchengemeinden tätig. Von 1977 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010 wirkte er am Münsteraner Klinikum “Maria, Heil der Kranken”, zunächst als Kaplan, danach als Krankenhauspfarrer und Rektor.Und der Herr wird ihn aufrichten - Fasselt Gerd

Ab 1989 war der Geistliche zudem Lehrbeauftragter der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität. 1992 wurde er Mitglied des Priesterrates. 1997 wurde er zum Honorarprofessor der Medizinischen Fakultät der WW-Universität in Münster berufen.  

Zudem hielt er zahlreiche Vorträge über medizinethische Themen und veröffentlichte als Herausgeber z.B. einen Sammelband über das Sakrament der Krankensalbung. Der biblisch geprägte Titel aus dem Jakobusbrief lautet: “Und der HERR wird ihn aufrichten.”

Das Seelenamt für den Priester wird am Montag, den 28. Juli, um 10 Uhr in der Klinikenkirche zelebriert; Hauptzelebrant des Requiems ist der Neffe  des Verstorbenen: Prof. Dr. Stefan Böntert. Die Predigt hält sein langjähriger Freund Pfarrer Egbert Reers.

Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Zentralfriedhof von Münster.

Nachträglicher HINWEIS auf unseren Bericht über das Requiem und  die Beerdigung des Priesters: http://charismatismus.wordpress.com/2014/07/28/munster-zahlreiche-glaubige-bei-requiem-und-beisetzung-von-pfarrer-dr-fasselt/


Kirchenaustritte: in den Bistümern Regensburg und Passau am wenigsten

Von Felizitas Küble

Kürzlich wurde die katholische Kirchenstatistik für das Jahr 2013 veröffentlicht. Rein statistisch gibt es etwas mehr als 24 Millionen Katholiken in Deutschland. Dies entspricht knapp 30 Prozent der Bevölkerung hierzulande.

Bezogen auf die Kirchenaustritts-Zahlen stellte sich bei einem Vergleich aller Bistümer  heraus, daß die –  bekanntlich eher konservativ geprägten  –   bayerischen Diözesen Regensburg und Passau am besten dastehen bzw. die geringsten Austrittszahlen aufweisen (0,4%). DSC00001

BILD: Das Gemälde unserer evangelischen Freundin, der Künstlerin Evita Gründler, zeigt Regensburg, die Stadt der vielen Brücken.

Danach folgen mit unterdurchschnittlichen 0,5% Kirchenaustritten zB. die Bistümer Münster und Paderborn. Die Katholiken in diesen beiden Diözesen gelten seit Jahrhunderten als bodenständig-katholisch, sozusagen “stockkatholisch”. 

Daher machte früher folgende Steigerung die Runde: ROM  –  PADERBORN  –  MÜNSTER.   – Und Spötter sagten: “Münster ist finster” (= schwarz = katholisch).

Von evangelischen Bekannten erfuhren wir, daß sie früher auf dem Schulhof folgendes ironische Gedichtlein auswenig lernten:  “Und GOTT sprach: Es werde Licht – und es wurde Licht  – nur in Paderborn und Münster nicht…”

Die höchsten Austrittszahlen gibt es übrigens durchaus nicht im Bistum Limburg, sondern in Berlin (1,6%) und Hamburg (1,5%).

Was im Pressewald zudem gern verschwiegen wird: Die diesbezüglichen Zahlen bei der protestantischen “Konkurrenz” sind nicht besser…

 


Euthanasie auf Verlangen: Kranke Ehefrau von EKD-Chef plant “Sterbehilfe”

“Wenn ich das Gift trinke, soll er meine Hand halten”

Verständnis, aber auch Kritik haben Äußerungen des Ratsvorsitzenden der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland), Nikolaus Schneider, und seiner schwer erkrankten Frau Anne zur Sterbehilfe ausgelöst.

Der 66-Jährige hatte Ende Juni bekanntgegeben, dass seine Gattin an Brustkrebs leidet. Er werde deshalb zum 10. November vorzeitig zurücktreten, um sich ganz um sie zu kümmern.  Kreuzkuppel

In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte der EKD-Chef, er würde seine Frau notfalls zur assistierten Selbsttötung in die Schweiz begleiten.

Es wäre zwar völlig gegen seine Überzeugung, und er würde sicher noch mit Anne diskutieren: „Aber am Ende würde ich sie wohl gegen meine Überzeugung aus Liebe begleiten.“

Anne Schneider äußerte in dem Interview die Erwartung, dass ihr Mann sie im Ernstfall bei der Sterbehilfe unterstützt: „Ich hoffe, wenn ich selber an den Punkt kommen sollte, sterben zu wollen, dass mein Mann mich dann in die Schweiz begleitet.“

Sie wünsche sich außerdem, „dass er neben mir sitzt und meine Hand halten würde, wenn ich das Gift trinke“.

Anne Schneider, die als Religionspädagogin tätig war, hält im Gegensatz zu ihrem Mann organisierte Sterbehilfe für legitim. Dies gehöre zur Verantwortung des Menschen.

Der Präsident des EKD-Kirchenamts, Hans Ulrich Anke, erklärte auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA: Auch in den aktuellen Mediengesprächen unterstreiche der EKD-Ratsvorsitzende, dass er organisierte Suizidbeihilfe grundsätzlich ablehne.

“Das LEBEN ist eine Gabe GOTTES”christus

Unter seinem Vorsitz habe der Rat der EKD bereits Ende 2012 festgehalten: „Aus christlicher Perspektive ist die Selbsttötung eines Menschen grundsätzlich abzulehnen, weil das Leben als Gabe verstanden wird, über die wir nicht eigenmächtig verfügen sollen.“

Die generelle Ablehnung schließe, so die Erklärung, nicht aus, „dass Menschen in einer extremen Not- und Ausnahmesituation zu einer anderen Entscheidung kommen können, die ein Außenstehender nicht ermessen kann und die es zu respektieren gilt“.   – Ein moralisches Urteil darüber stehe niemandem zu.

Auf Widerspruch stoßen die Äußerungen des Ehepaares Schneider beim Leiter des Instituts für Ethik und Werte, dem evangelikalen Theologen Stephan Holthaus: „Bei allem Respekt für Frau Schneider in ihrer höchst bedrängenden Situation, aber aktive Sterbehilfe ist kein Ausweg, auch nicht die ‚Beihilfe zum Suizid‘ in der Schweiz.“

Das Leben sei eine gute Gabe Gottes und deshalb nicht vollständig in die eigene Verfügbarkeit gestellt. Aktive Sterbehilfe bringe Ärzte, Apotheker und Angehörige in Konflikte, und sie untergrabe „den ohnehin schon brüchigen Lebensschutz“.

Holthaus: „Liebevoller Beistand im Sterben tut not, am besten im Sinne einer ganzheitlichen, palliativ-unterstützten Sterbebegleitung, aber nicht einer fragwürdigen und auch in der Schweiz hoch umstrittenen sogenannten Sterbehilfe.“

Quelle: http://www.idea.de

1. Foto: Petrusbruderschaft


Getrennte Gottesdienste nach Altersgruppen? Sind Kindermessen wirklich “kindgerecht”?

Einspruch der “Ankerperlenfrau”

Im Sonntagsgottesdienst fehlen die Kinder!  – Fehlen sie nur, weil immer weniger Familien sich am Sonntag mit einem Gottesdienst “das Wochenende verderben wollen” oder werden sie etwa künstlich oder besser mutwillig ferngehalten?afc127c26a

Immer, wenn ich in fremden Gemeinden zur Heiligen Messe gehe, setze ich mich in die erste Reihe hinter den “Kinderbänken”. In alten Kirchenstühlen gibt es sie noch: drei bis sechs Reihen auf beiden Seiten nur für Kinder. Meistens sind sie leer. Und jedes einzelne Mal tut es weh.

Und ich frage mich, wie die wenigen Kinder, die bei ihren Eltern irgendwo unter “ferner liefen” sitzen, ohne Gleichaltrige eingekeilt zwischen “Beobachtern”, sich wohl fühlen mögen  –  die Sicht versperrt, bei jeder Selbstvergessenheit gemaßregelt von um ihr Image besorgten Eltern.

Allerdings ist der Platz unter lauter Erwachsenen immerhin ein Platz in der zur Eucharistiefeier versammelten Gemeinde. Von dieser Gemeinschaft werden Kinder nämlich immer häufiger ausgeschlossen.

Wie ist das eigentlich gekommen, mit den scheinbar “kindgerechten” Kindergottesdiensten parallel zur Heiligen Messe der Erwachsenen? In Kindergärten, Unterkirchen und Gemeindezentren? imageCATKHONR

Wie konnte flächendeckend geschehen, daß junge Kinder nur noch in den Genuß von didaktischen Vorlagen “Kindergottesdienst” unter Anleitung (meist weiblicher) Fachpersonen und ehrenamtlichen Laien kommen?

Wie kommt es, daß Kinder zunehmend nicht mehr den Kultus der Katholischen Kirche, die Liturgiefeier, die Feste im Jahreskreis, erleben dürfen?

Um zu beschreiben, wie ich das bewerte und warum ich das verheerend finde, muß ich persönlich werden und von meinen (sehr lebendigen) Kindheitserfahrungen schreiben.

Ich hatte das Glück, in einer Generation aufzuwachsen, in der es nichts so zahlreich gab wie  –  Kinder. (Bei meinem Übergang ins Gymnasium 1972 waren wir (in einem der drei Gymnasien einer saarländischen Kleinstadt) fünf Klassen à 40 Kinder.)

Obwohl in der Diaspora aufgewachsen, waren wir 2 – 3 Reihen Kinder in der Kirche. Ich kann nicht behaupten, daß wir besonders brav oder wohlerzogen waren, und doch hielten die Erwachsenen uns “Lümmel” in den ersten Bänken aus.

Sobald man “kindergartenreif” war, also mit 3 – 4 Jahren, saß man bei den Kindern. Gewöhnlich bei älteren Geschwistern.

Die Kleinsten saßen nach Eingewöhnung in der ersten Bank, mit zunehmendem Alter rückte man nach hinten, was als Ehre erlebt wurde. Vierte Bank war schon für die Großen.

Jeder hatte so seine Marotten: ich stellte mich immer auf die Fußbank (um größer zu sein) und wippte hin und her, bis an die Grenze des Gleichgewichts  –  und wie man sich denken kann, verlor ich es auch. avatar92

Meine Freundin sortierte ihre Gesangbuchbilder, was immer zur Folge hatte, daß Buch oder Bilder herunterfielen und wir zu mehreren unter der Bank verschwanden, um danach zu angeln.

Hatte man unter der Woche Krach mit jemandem, fiel auch mal ein Buch “versehentlich” runter. Bei den Jungs drüben ging’,s auch immer munter zu (da wurden Quartettkarten gezeigt oder Pannini getauscht…).

Das Schlimmste, was passieren konnte, war, daß des Pfarrers Schwester sich zwischen uns setzte, wenn zu viel gekichert wurde oder daß der Pfarrer sich unterbrach, wild schaute und sagte “Finger auf den Mund”.

Ganz selten kam mal eine Mutter und holte eines von den Kleinen zu sich auf den Schoß. Da wir auch samstags Schule hatten, war es ganz natürlich, “die Anderen” sonntags in der Kirche zu treffen.

Mit Eltern im Auto heimfahren, war irgendwie peinlich: man wollte, wie sonst, zu Fuß oder mit Fahrrad nach Hause und mit den Mitschülern palavern, noch an der Pferdekoppel vorbei, oder sehen, was nachmittags im Kino kam.

Kurzum, wir waren sicher eine Herausforderung für die Andacht der Erwachsenen, aber man hat uns ertragen und als vollkommene Glieder der Gemeinde groß werden lassen.

Quelle und FORTSETZUNG dieses anschaulichen und lebensnahen Beitrags der Ankerperlenfrau siehe HIER: http://rosenkranzbeten.info/rosenkranzbeten/geben-sie-gedankenfreiheit-sire/

Ergänzender BEITRAG vom katholischen Frauenblog BEIBOOT PETRI: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/07/kindergottesdienste-tantum-ergo-und.html

 


Jenseits der Fußball-WM: Kirchliche Solidarität und Hilfe für Arme in Brasilien

Nahezu die ganze Welt blickt derzeit auf die Fußballstadien in Brasilien und mehrere hunderttausend Fußballfans aus aller Welt sind nach Südamerika gereist, um bei dem Großereignis dabei zu sein. P. Josef Wasensteiner

Pallottinerpater Josef Wasensteiner (siehe Foto), der seit 23 Jahren in Codó im Nordosten Brasiliens lebt und arbeitet, zieht es nicht ins Fußballstadium. Er macht dieser Tage Heimaturlaub in Deutschland  –  auch um auf das Brasilien abseits der Fußball-Weltmeisterschaft aufmerksam zu machen.

Schon im Vorfeld der Sportveranstaltung und auch jetzt, wo die WM in vollem Gange ist, sieht man immer wieder Bilder von Demonstrationen rund um die FIFA-Veranstaltung.

Millionen Bürger gehen auf die Straße, um die Welt auf die sozialen Missstände im Land aufmerksam zu machen und für Verbesserungen zu demonstrieren. „Wir brauchen keine Weltmeisterschaft, wir brauchen Geld für Krankenhäuser und Bildung“, heißt es zum Beispiel auf unzähligen Plakaten.

Forderungen und Nöte, die auch Pater Wasensteiner aus seinen Gemeinden im Bundesstaat Maranhão, dem ärmsten des Landes, kennt.

1991 ist er gemeinsam mit zwei weiteren pallottinischen Mitbrüdern aus Friedberg nach Südamerika entsandt worden; heute kümmern sich sechs Pallottiner gemeinsam mit pallottnischen Schwestern um die Seelsorge in der Stadt Codó dem Umland.

„Auch Codó ist im Fußballfieber, doch auch bei uns fordern die Menschen ein Schulwesen und Gesundheitsreformen nach Richtlinien der FIFA“, sagt der 56-Jährige.

Soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit, Gewalt in allen Formen, Landkonflikte und Korruption sind nur eine Handvoll der Herausforderungen und Probleme, denen der Pallottiner Tag für Tag in seiner Arbeit begegnet. christus

Gemeinsam mit anderen kirchlichen Einrichtungen engagieren sich die Pallottiner für die Aus- und Weiterbildung der Bevölkerung. Für Kinder wird Musikunterricht oder Nachmittagsbetreuung geboten, Landarbeiter können an Kursen zur Alphabetisierung oder zur staatsbürgerlichen Weiterbildung teilnehmen.

Wichtig ist dabei, die berühmte „Hilfe zur Selbsthilfe“. Es ginge nicht darum, der spendable Gönner aus Europa zu sein, erklärt P. Wasensteiner. „Die Menschen sollen nicht in eine Passivität verfallen und den Pater vorangehen lassen, sondern selbst aktiv werden. Wir helfen dann da, wo die Problemlösung aus Geldmangel scheitern würde.

So werden zum Beispiel Brunnen in abgelegenen Gegenden gebaut, um sauberes Trinkwasser für die Bevölkerung sicherzustellen.

Trotz all der bestehenden Probleme in Brasilien, hat die WM für P. Wasensteiner auch etwas Positives: „Sie bringt die Menschen zusammen, das ist immer gut.“

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Kontakt-Daten:
Palottiner, Vinzenz-Pallotti-Straße 14 in 86316 Friedberg (Bayern)
Tel.: 0821.600 52-520 / Fax: 0821.600 52-506
info@pallottiner.org
http://www.pallottiner.org

 


Glaubenskongregation schließt polnischen Erzbischof aus dem Klerikerstand aus

Der nach Mißbrauchsvorwürfen abberufene Vatikan-Botschafter in der Dominikanischen Republik, Jozef Wesolowski, ist vom Vatikan aus dem Klerikerstand entlassen worden.

Die Entscheidung habe die Glaubenskongregation nach einem kirchlichen Strafprozess gegen den polnischen Erzbischof in erster Instanz gefällt, teilte der Vatikan am gestrigen Freitag mit.

Der Geistliche war im September 2013 von seinem Posten in der Karibik abberufen worden. Das Statement präzisiert, dass Wesolowski angesichts der „Schwere des Falls“ und des jetzt ergangenen Urteils nun eingeschränkte Bewegungsfreiheit haben werde. Ihm wird zur Last gelegt, sieben Kinder in kirchlichen Einrichtungen sexuell missbraucht zu haben. 

Quelle: Radio Vatikan


Südafrika: 82-jährige Missionsschwester entführt und ermordet

Die Ordensfrau hatte ihr Leben den Waisenkindern gewidmet

Am vergangenen 15. Juni wurde Sr. Mary Paule Tacke von den Missionschwestern vom Kostbaren Blut (Marianhill) in Mthata, Südafrika, entführt. kinder_witwe_buzu

Zeugen hatten berichtet, daß die Nonne, die mit dem Auto zu einem ihrer Hilfsprojekte unterwegs war, von zwei jungen Männern in deren Wagen gezerrt und verschleppt wurde.

Kurze Zeit später fand die Polizei das Auto überschlagen am Straßenrand. Eine Pistole und ein Handy lagen im Auto, von der Schwester und den Entführern fehlte jede Spur.

Am Montagabend wurde die Leiche von Sr. Mary Paule in einem Fluß ca. 60km von Mthata entfernt gefunden.

Das Motiv für die Tat ist bisher unbekannt, zumal weder Geld noch Papiere noch Schlüssel vom Auto entwendet wurden.

Schwester Mary Paule, eine gebürtige Amerikanerin, war seit den 1950er Jahren in Südafrika, vor allem im Glen-Avent-Konvent in der Schule und dem Behindertenheim “Ikhwezi Lokusa” tätig.

Sie gründete das”Bethany home – place of safety”, ein Kinderheim für vernachlässigte und mißbrauchte Kinder, wobei ihr Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren  – davon viele HIV-infiziert  –  anvertraut wurden.

Quelle: Fidesdienst


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