100.000 Gläubige pilgern zur ersten chilenischen Heiligen: Teresa der Anden

Mit einem feierlichen Gottesdienst endete am Samstag, den 18. Oktober, die 24. Familienwallfahrt zur heiligen Teresa der Anden, der ersten chilenischen Heiligen und zugleich der ersten Schwester von den barfüßigen Karmelitinnen, die außerhalb Europas heilig gesprochen wurde. afc127c26a

Papst Johannes Paul II. hatte die Ordensfrau am 3. Aprile 1987 bei seinem Besuch in Chile selig gesprochen; vom selben Papst wurde sie am 21. März 1993 heilig gesprochen.
 
Die Familienwallfahrt hatte am Samstag, den 18. Oktober morgens um 5 Uhr begonnen und führte über 27 Kilometer zum Ziel. Dieses Jahr nahmen rund 100.000 meist jugendliche Pilger teil (weitaus mehr als in den vergangenen Jahren), die den Weg singend, betend und meditierend zurücklegten.

Die Gläubigen wurden von Priester und Ordensleuten begeleitet: neben den Jugendlichen nahmen auch Familien mit Senioren teil, die den Weg mit Bussen oder Privatfahrzeugen zurücklegten. Einige Pilger kamen sogar mit dem Pferd zum Wallfahrtsort.

Quelle: Fidesdienst


Pakistan: Katholische Kirche begrüßt Friedensnobelpreise für Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi

Im Alter von 12 Jahren wurde sie Opfer eines Attentats pakistanischer  Islamisten, nun erhält sie den FriedensnobelprHMK-Fotoeis 2014: Malala Yousafzai.

“Dies ist eine gute Nachricht für ganz Pakistan und stellt die Rechte der Frauen und das Recht auf Bildung in den Mittelpunkt”, erklärte der Medienbeauftragte der bischöflichen „Justitia-et-Pax“-Kommission in Pakistan, Ataurehman Saman.

Malala wurde zur Zielscheibe der Attentäter, weil sie sich für das Recht von Mädchen auf Bildung eingesetzt hatte.

Der Friedensnobelpreis wurde auch an den 60-jährigen indischen Menschenrechtler Kailash Satyarthi verliehen, der sich ebenfalls für Kinderrechte einsetzt.

“Wir danken dem Nobelpreis-Komitee”, sagte A. Saman: “Die Rechte der Frauen und die zentrale Bedeutung des Rechts auf Bildung sind offene Fragen im Pakistan. Durch die Preisverleihung wird die öffentliche Debatte sich wieder mit diesen Themen befassen und die Regierung wird Maßnahmen ergreifen müssen, die diese Rechte garantieren”.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst / Foto: HMK


Weiden (Bistum Regensburg): Neue Heimat für Flüchtlinge in der Pfarrei Herz Jesu

Vier Familien haben am vergangenen Dienstag in der Pfarrei Herz Jesu in Weiden ein neues Zuhause gefunden. Die insgesamt 13 Flüchtlinge stammen aus Syrien, Afghanistan und der Ukraine. Unter ihnen sind sieben Kinder unter fünf Jahren, dabei auch ein Baby, das im April auf der Flucht zur Welt gekommen ist. Monika Lang mit syrischem Mädchen

In der ehemaligen Mesnerwohnung, die direkt am Pfarrheim liegt, wurde in den vergangenen Wochen viel gearbeitet und vorbereitet, damit die neuen Bewohner ein behagliches Heim vorfinden.

Überwältigt von großer Hilfsbereitschaft der Menschen

Dekan Gerhard Pausch war überrascht von der großen Hilfsbereitschaft der Menschen. Zahlreiche Anrufe erreichten ihn, nachdem bekannt wurde, dass die Pfarrei Flüchtlinge aufnehmen möchte.

Kleidung, Spielzeug für die Kinder, Babybetten, Möbel und sogar eine komplette Küche mit allen Koch- und Essutensilien spendeten die Menschen aus und um der Pfarrei.

Ein Bäcker bot an, abends das nichtverkaufte Brot kostenlos an die Flüchtlinge abzugeben, ein Möbelhändler stellte Betten und Matratzen bereit.

Aus Russland stammende Bürger in Weiden, die seit rund 20 Jahren in der Oberpfälzer Kleinstadt leben, suchten Dekan Pausch auf, um die Sprachbarrieren zu überbrücken: „Als wir nach Deutschland kamen, sind wir hier so gut aufgenommen worden. Jetzt wollen wir den neuen Flüchtlingen helfen“, so wurde dem Pfarrer berichtet.

„Es sind so viele kleine und große Zeichen, die die Menschen setzen“, berichtet der Geistliche überwältigt. Milat Mahmud  aus Syrien mit Nichte

Pfarrei gründet Aktionsgruppe für die “Neulinge”

In der Pfarrei wurde umgehend eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich nun um die neuen „Pfarreiangehörigen“ kümmern möchte. Eine große Liste an Freiwilligen ist schon bei Regionaldekan Pausch zusammen gekommen.

So zum Beispiel Luise Müller-Engaßer, Renate Kaudel und Monika Lang, die den Familien helfen möchten, erste deutsche Wörter zu lernen. „Das funktioniert im Moment nur mit Händen und Füßen, denn russisch oder persisch sprechen wir leider selber nicht“, erzählen die drei Frauen.

Aber sie sind sich sicher, dass man auch mit Bildern einiges beibringen kann. Gleichzeitig helfen mehrere Dolmetscher immer wieder bei der Verständigung. In den ersten Tagen wollen die Helferinnen den Familien aber erst einmal ihre Stadt zeigen, damit sie sich orientieren können und wissen, wo man was bekommt.

Sie sollen sich heimisch fühlen in Weiden und spüren, dass die Menschen sie hier gerne annehmen.

Auch bei den notwendigen Behördengängen, zur Beratungsstelle der Caritas, verschiedenen Besorgungen oder Arztbesuchen wollen die Frauen die Bewohner begleiten: „Wenn man die Möglichkeit hat zu helfen, dann soll man auch helfen. Erst recht, wenn man hier zur Pfarrei gehört. Das ist doch ein Gebot der Nächstenliebe!“, meint Monika Lang entschieden und Luise Müller-Engaßer fügt hinzu, dass von den Flüchtlingen auch sehr viel zurückkomme. Monika Lang - Regionaldekan Pausch - syrische Familie Mohamadi

“Nicht als Almosenempfänger behandeln”

Was diese Menschen zunächst brauchen, sind Kleidung und Lebensmittel. Vom Sozialamt erhalten sie ab sofort Geld. Damit können sie sich die Dinge kaufen, die sie brauchen. Das sei sehr wichtig, findet Pfarrer Pausch, denn sie sollen nicht das Gefühl haben, lediglich Almosenempfänger zu sein, sondern selber entscheiden, was sie benötigen und dies auch eigenständig einkaufen.

Milat Mahmud aus Syrien ist mit seiner Nichte gekommen (siehe 2. Foto). Seine Frau und die Kinder sind noch immer in einem Auffanglager in der Türkei. In seiner Heimat hatte er einen Kaufmannsladen, doch der Krieg hat alles zerstört. Dort weiter zu leben war nicht mehr möglich.

Über die Internetverbindung der Pfarrei verfolgen die Flüchtlinge die Situation in ihren Herkunftsländern. Wer ein Handy hat, versucht zurückgebliebene Verwandte und Freunde zu erreichen. Stündlich erfahren sie neue Schreckensmeldungen aus ihrer ehemaligen Heimat.

Fragt man die Erwachsenen danach, was sie zuhause erlebt haben, bleiben sie meist stumm. Doch ihre Augen erzählen Geschichten von Angst und Ratlosigkeit.

„Wir wollen diesen Menschen wieder ihre Würde zurückgeben. Wir freuen uns, dass sie hier sind. Zusammen werden wir diese Situation schon meistern“, sagt Pfarrer Pausch. Einen ersten wichtigen Schritt dazu habe man gemeinsam schon gemacht.

Quelle (Text/Fotos): Pressestelle des Bistums Regensburg


Ehelehre: Erzbischof Georg Gänswein stimmt Kardinal Gerhard Müller zu

In einem Interview mit der italienischen Zeitschrift „Chi“ erklärte Erzbischof Georg  Gänswein, Sekretär von Papst em. Benedikt und Präfekt des Päpstlichen Hauses, Franziskus werde die Lehrverkündigung seiner Amtsvorgänger fortsetzen.1_0_829978

Er hoffe, daß die Bischofssynode die kirchliche Einstellung gegenüber der Familie stärke: „Die Kirche muss den Mut haben, ihre Sicht zum Thema Ehe und Familie klar darzulegen.”

Zur Frage, ob geschieden “Wiederverheiratete” zur Kommunion zugelassen werden dürften, antwortete Erzbischof Gänswein, daß damit die Unauflöslichkeit der Ehe auf dem Spiel steht: „Wer in einer neuen Lebenspartnerschaft lebt, widerspricht dem, was uns der HERR aufgezeigt hat.”  - Damit vertritt der Erzbischof in dieser Sache denselben Standpunkt wie Glaubenspräfekt Gerhard Müller und weitere Kardinäle (z.B. Burke, Pell, de Paolis, Brandmüller).

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/09/gänswein:_„franziskus_wird_linie_seiner_vorgänger_fortsetzen“/ted-829978


Ist die Botschaft Christi kein “ehernes Gesetz”?

Von Felizitas Küble

Der Deutschlandfunk zitiert am heutigen Montag, den 6. Oktober, Kardinal Walter Kasper in einem aktuellen Artikel zur römischen Familiensynode, der Papst betone angeblich “immer wieder”,  dass die “kirchliche Lehre das Evangelium ist, eine frohe Botschaft, und kein ehernes Gesetz.”   jesus in der synagoge von nazareth

Kasper bezieht sich dabei auf die kirchliche Ehelehre, die er hinsichtlich der Sakramentenpastoral “reformieren” will, so daß ggf. auch geschieden “Wiederverheiratete” zum Tisch des HERRN gehen könnten.

Kardinal Raymond Burke hat bereits in der vergangenen Woche öffentlich beanstandet, daß Kardinal Kasper sich bei seinen Wortmeldungen ständig auf den Papst beruft; schließlich sei der Pontifex nicht stumm und könne für sich selber sprechen.

Zudem sei die Kirche  – so Kardinal Burke  –  in ihrer Verkündigung an die Botschaft Christi gebunden, die sie nicht willkürlich ändern könne.  Näheres dazu HIER.

Laut “Washington-Post” bezeichnete Kardinal Kasper die wachsende innerkirchliche Kritik an seinen Thesen als “Ideologie”, wobei das Evangelium “wie eine Art Strafgesetzbuch verstanden” werde. Dies sei  – so Kasper  – “ein theologischer Fundamentalismus, der nicht katholisch ist“.

Ansichten von Konservativen verzerrt dargestellt

Mit solchen Äußerungen versucht der “Reformer” und frühere Theologieprofessor aus Tübingen, die Standpunkte seiner Kritiker verzerrt darzustellen, um sie so der allgemeinen Ablehnung preiszugeben. Wer wird ihm nicht gerne zustimmen, daß das Evangelium kein “Strafgesetzbuch” sei?

Allerdings haben das die theologisch konservativen Kardinäle wie Müller, Burke, de Paolis oder Pell auch gar nicht behauptet. Sie wollen aber “in der Wahrheit Christi bleiben”, wie der neue Buchtitel heißt, in dem sich führende Würdenträger für die Unauflöslichkeit der Ehe mit allen (theo-)logischen Konsequenzen aussprechen.

Foto:http://www.stpeterslist.com/ Der US-amerikanische Kardinal Raymond Burke (siehe Foto) stellte jetzt gegenüber dem „Catholic News Service“ hinsichtlich der Reformvorschläge Kardinal Kaspers erneut fest:

„Ich sehe nicht, wie  dies vorangetrieben werden könnte, wenn wir die Worte unseres HERRN im Matthäusevangelium ernst nehmen, wonach ein Mann Ehebruch begeht, wenn er sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet“ (vgl. Mt 19).

Der Präfekt des höchsten vatikanischen Gerichtshofes (Signatura Apostolica) fügte hinzu: „Wer in einer ehebrecherischen Verbindung lebt, kann daher nicht zu den Sakramenten zugelassen werden, bis die Situation bereinigt ist.“

Die heutige liturgische Tageslesung der kath. Kirche stammt aus dem Brief des hl. Paulus an die Galater (1,6 ff). Dort heißt es u.a.:

“Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen oder um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Diener Christi.”

Und die heutige Tageslesung aus dem AT (Psalm 111) verkündet: “Gottes Gebote stehen fest für immer und ewig.”

Erinnert sei auch an die klare Aussage des HERRN: “Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.”

Offenbar ist die Botschaft Christi durchaus eine Art “ehernes Gesetz” und seine Lehre keineswegs den Wünschen des jeweiligen Zeitgeistes unterworfen.

“Christus entfernt nicht die Kreuze aus unserem Leben”AL-0005

Dies stellte auch Glaubenspräfekt Gerhard Müller (siehe Foto) erneut klar  –  und zwar in einer Predigt Ende September in der spanischen Stadt Cordoba:

“Wir können das Evangelium und die Tradition ‘dekonstruieren’’ und sie nach den Vorstellungen der heutigen Welt neu zusammenbauen, ihre Anforderungen leicht machen und sie an den brüchigen, oberflächlichen, unreifen und postmodernen Menschen anpassen.”

Wenn wir uns aber “der Möglichkeit entziehen, unser Leben mit dem göttlichen Wort zu konfrontieren, verlieren wir auch die Chance, die wahre Glückseligkeit zu erfahren, die Christus bringt”, warnte der Kardinal.

Christus erleichtere uns die Lasten, aber er sei nicht gekommen, um die Kreuze aus dem Leben der Menschen zu “entfernen”, sondern “uns zu ermutigen, stets den Willen Gottes zu erfüllen”, erklärte er weiter.

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Ergänzender Info-HINWEIS hierzu: http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/10/vatikan-blamiert-sich-gestrige-papst.html

2. Foto: http://www.stpeterslist.com – 3. Foto: Bistum Regensburg

 


Der Dom von Münster wurde 750 Jahre alt

Erlebnisbericht von Cordula MohrIMG_2281 - Kopie

Meine Eindrücke vom Domjubiläum in Münster am vergangenen Sonntag sind sehr erfreulich und bewegend. Die zahlreichen Veranstaltungen dauerten insgesamt vom 26. bis 28. September 2014 und fanden am Sonntag ihren krönenden Abschluß.
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Mit zwei meiner Kinder fuhr ich frühmorgens mit dem Auto von Rheine nach Münster; wir sind erstaunlich gut in die Innenstadt gekommen.
Auf dem Domplatz empfingen uns freundliche Helfer, die  sich u.a. um die Dekoration der Tische für das Mittagessen nach der Jubiläumsmesse kümmerten. Es wirkte alles sehr einladend auf die Besucher. 026_23A
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Vor dem Pontifikalamt mit dem Bischof gab es ein liturgisches Morgenlob mit Gesängen und Gebeten, wodurch die Gläubigen andächtig auf die Festmesse eingestimmt wurden.
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Das Wetter spielte hervorragend mit und  die Freiluftmesse wurde feierlich gestaltet. Alles konnte über zwei große Leinwände gut gesehen werden, wenn man weiter vom Altar entfernt stand. Für Gehörlose war Gebärdensprache inbegriffen.
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Zunächst konnten die  kleineren Kinder vor der Eucharistiefeier den Dom unter sachkundiger Leitung besichtigen; danach wurde von ihnen sogar ein Mosaik des Domes gebaut.
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Die Erwachsenen bekamen von Bischof Felix Genn eine gute Homilie zu hören. In dieser Predigt brachte er zunächst zum Ausdruck, daß der Paulusdom die Gläubigen dazu einlädt, durch die Liturgie ein Stück Paradies auf Erden zu erfahren. Dies paßte zu dem Jubiläums-Motto  “Willkommen im Paradies”, wobei die Eingangshalle des Domes seit langem als “Paradies” bezeichnet wird, gleichsam als “Vorhimmel” zum Altar als  dem Ort, der die “himmlische Liturgie” auf Erden vergegenwärtigt.
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Zudem wünschte sich der Bischof, daß die Besucher nicht bei dem sicherlich eindrucksvollen abendlichen Lichtspektakel vom Freitag und Samstag stehen bleiben, sondern sich auch von der christlichen Botschaft des Gotteshauses inspirieren  lassen. Das gelte auch für die zahlreichen Touristen von nah und fern, die durch den Dom (w)eilen, der dem heiligen Apostel Paulus geweiht ist.
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In seiner Predigt sprach der Oberhirte von Münster auch aktuelle Themen an. Er warnte vor der Euthanasie bzw. sogenannten “Sterbehilfe” und konkret auch vor dem ärztlich assisiertern Suizid (Selbstmord) und betonte, daß die Kirche dazu nur ein klares Nein aussprechen könne.
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Er erwähnte Vorwürfen aus Medien und Gesellschaft, daß die Kirche mitunter ein ständiger “Neinsager” wären. Dazu erklärte Bischof Genn ganz richtig, daß dieses “Nein” aus dem “Ja zum Leben” erschöpft, insofern sind Christen “JAsager”. Er hob die Hospizarbeit positiv hervor, wo die Menschen nicht durch die Hand, sondern an der Hand eines Menschen sterben, was ein grundsätzlicher Unterschied ist.  Es war eine gute Predigt und dem Jubiläum angemessen.
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Die ganze hl. Messe war feierlich gestaltet mit Chorgesang und einer ordentlich zelebrierten Liturgie.
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Vor den Fürbitten sang eine ausländische Frau in ihrer Sprache einen wunderschönen Gesang. Mir kamen die Gedanken an die verfolgten Christen und mir wurde weh ums Herz. Ich versuchte, noch nach der Messe herauszufinden, was genau gesungen wurde,  aber es gelang mir nicht.
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Nach der Festmesse gab es die Glückwünsche des Münsteraner Oberbürgermeisters und danach den Abschlußsegen des Bischofs.
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Beim Ein- und Auszug zogen wohl an die 35 Fahnen und Banner aus dem ganzen Münsterland –  teils in schmucken Trachten   –  an den Meßbesuchern vorbei, untermalt mit angenehmer Orchestermusik. Auch dies fand ich sehr beeindruckend.
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Danach teilten Helfer auf dem Domplatz hölzere Kisten mit Picknick-Mahlzeiten aus. Die Geistlichen des Domkapitels kamen zu den einzelnen Tischen und suchten Kontakt zu den Menschen, die dort ihr Mittagessen einnahmen. Es war eine lebhaft fröhliche Stimmung, viele Familien verweilten dort.
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Als der Bischof sich in unserer Nähe zum Gespräch aufhielt, nutzte ich die Gelegenheit, mit ihm zu sprechen. Zunächst knipste100_1513 ich ein Foto und sprach ihn dann an. Ich dankte ihm für die klare Aussage in seiner Predigt zum assistierten Suizid. Er  freute sich über meine Zustimmung und wir gaben uns die Hand.
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Dann fügte ich noch hinzu, daß ich mich bei der ALfA (Aktion Lebensrecht für Alle) für die ungeborenen Kinder einsetze und daß wir nun auch diese Themenbereiche der Euthanasie auf Verlangen bzw. den ärztlich assistierten Suizid angehen müßten. Dabei stellten wir fest, daß es diese Suizid -Helfer hierzulande bereits gibt.
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Bischof Genn freute sich über meinen Lebensrechts-Einsatz bei der ALfA und bestärkte mich darin durch wohlmeinende Worte.
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Danach haben wir den Dom besichtigt. Meine beiden Kinder waren beeindruckt von dem Paulusaltar, einem geschmackvollen Reliquienaltar aus alter Zeit, der anläßlich des Jubiläums besichtigt werden konnte.  Auch die im Dom vorhandene Grabkapelle des seligen Kardinal von Galen haben wir besucht und uns dieses tapferen Bischofs von Münster erinnert, der sich während der Nazi-Diktatur tapfer für die vom NS-Terror bedrohten Behinderten eingesetzt hat.100_1515
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Vor dem Domplatz arbeiteten einige Steinmetze. Die Kinder konnten einen großen Stein behauen, den Handwerkern bei ihrer Arbeit zuschauen und Fragen stellen.
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Zudem war dort ein Handwerksbetrieb zu  sehen, der Restaurierungen an antiken Gebäuden vornahm. Es gab dabei einen Seilzug mit einem großen Drehrad, in dem die Kinder laufen konnten, um einen verknoteten Steinquater in die Höhe zu bewegen.
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Meine beiden Kinder wollten es versuchen. Meinem Sohn Leonhard hat dies besonders viel Spaß bereitet.
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Voll von diesen bewegenden Begegnungen und Erlebnissen fuhren wir am Nachmittag wieder nach Hause. Meine Kinder und ich empfanden diesen Jubiäumstag in Münster als sehr schön und eindrucksvoll.
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Fotos: Cordula und Laura Mohr

Berlin: Brandanschlag auf Kopten-Kirche

Unbekannte haben am Morgen des 4. Oktober einen Brandanschlag auf eine koptische Kirche in Berlin verübt. Ziel war die Glaubenskirche St. Antonius im Bezirk Lichtenberg. 4077304320

Nach Angaben der Polizei schoben die Täter gegen sechs Uhr eine Mülltonne vor die Kirchentür und zündeten sie an. Das Feuer griff auf die Eichentür über. Zeugen alarmierten die Feuerwehr, die ein Ausbreiten des Brandes verhindern konnte. Dennoch wurde der Eingangsbereich stark beschädigt.

Zur Tatzeit übernachtete ein Asylbewerber mit Duldung der Gemeinde in der Kirche. Der 27-Jährige bemerkte den Anschlag zunächst nicht. Die koptische Gemeinde hatte die frühere evangelische Kirche 1996 übernommen.

In Deutschland bestehen acht koptische Gemeinden mit rund 6000 Mitgliedern. Von den 83 Millionen Einwohnern Ägyptens sind etwa zehn Prozent Kopten.

Quelle: http://www.idea.de


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