Neues Pallotti-Porträt von Michael Triegel

Das neue Porträt von Vinzenz Pallotti ist am vergangenen Freitag im Provinzialat der Pallottiner in Friedberg feierlich präsentiert worden. Rund 200 Gäste aus Kirche, Gesellschaft und Politik waren gekommen, um das Gemälde von Michael Triegel zu sehen.index

Gemeinsam mit dem Künstler enthüllte der Provinzial der Pallottiner Pater Helmut Scharler im Rahmen der Feier das neue Bildnis.

Anläßlich des 50. Jahrestags der Heiligsprechung Vinzenz Pallottis (2013) hatte die Gemeinschaft der Pallottiner den angesehenen Leipziger Künstler Michael Triegel damit beauftragt, ein Porträt ihres Gründers anzufertigen.

Nach der Präsentation stellte Dr. Hermann Reidel, Leiter der Kunstsammlungen im Bistum Regensburg, den Gästen das Gemälde vor und sprach von einem großen Verdienst der Gemeinschaft „durch die Neuanfertigung eines bedeutenden neuen Porträts ihres Gründers auf diese Lichtgestalt der Kirche in all ihrer Aktualität aufmerksam zu machen.“

Schließlich sprach auch Michael Triegel ein paar Worte zu seinem neuen Gemälde. Der 1968 in Erfurt geborene Künstler erläuterte, dass er kein typisches Heiligenbild malen wollte; sein Ziel sei es vielmehr, durch sein Bildnis die Ideen Vinzenz Pallottis zu transportieren. index (2)

Bei der Aufgabe stand er zudem vor der Herausforderung, einen Mann zu malen, der sich zu Lebzeiten gewährt hatte, porträtiert zu werden. So hatte er lediglich die Totenmaske sowie längere Aufenthalte in den Räumen Pallottis in Rom für die Studien zur Verfügung.

Für ihn selbst fiel die Arbeit an dem Werk in eine bewegende Zeit: „Ich habe an dem Porträt gearbeitet, als ich mich auf meine Taufe an Ostern 2014 vorbereitet habe.“

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein hatten die Gäste die Möglichkeit, den „neuen Pallotti“ genau unter die Lupe zu nehmen, sowie mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen.

Musikalisch umrahmt wurde die Nachmittagsveranstaltung von dem Klassiktrio Galina Gembler, Karsten Brandt und Rainer Oberauer, die u. a. Stücke von Mendelssohn, Bach und Mozart spielten.

Zu sehen ist das neue Pallottigemälde in Kürze im Provinzialat in Friedberg

Kontakt-Daten:
Herz-Jesu-Provinz der Pallottiner, Vinzenz-Pallotti-Straße 14 in 86316 Friedberg (Bayern)
Tel.: 0821.600 52-520  / Fax: 0821.600 52-506
info@pallottiner.org  / http://www.pallottiner.org
Fotos: Eva Djakowski

Vatikan veröffentlicht Statistik der katholischen Kirche in aller Welt

Zum Sonntag der Weltmission, der dieses Jahr in den meisten Ortskirchen am 20. Oktober gefeiert wird, veröffentlicht der vatikanische Fidesdienst traditionsgemäß ausgewählte Statistiken zur Übersicht über die missionarische Tätigkeit der Kirche in aller Welt.

Die Tabellen sind dem letzten „Statistischen Jahrbuch der Kirche“ entnommen (mit Daten zum 31. Dezember 2012) und geben Auskunft über die Mitglieder der Kirche, seelsorgerische Strukturen, Tätigkeit im Gesundheits- und Bildungswesen. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

In Klammern sind jeweils Veränderungen, Anstieg (+) oder Rückgang (-) im Vergleich zum Vorjahr angegeben, wie sie aus der Gegenüberstellung des Fidesdienstes hervorgehen.

Zum 31. Dezember 2012 lebten auf der ganzen Welt insgesamt 7,023 Milliarden Menschen, d.h. 90.067.000 mehr als im Vorjahr. Der Anstieg betrifft alle Kontinente einschließlich Europa, wie bereits im Vorjahr. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Asien +51.473.000, Afrika +26.664.000; Amerika +8.639.000¸ Europa + 2.977.000 und Ozeanien + 314.000.

Zum selben Datum (31. Dezember 2012) betrug die Anzahl der Katholiken insgesamt 1. 228.621.000, das bedeutet einen Anstieg um 15.030.000 im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl stieg auf allen Kontinenten. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Amerika + 6.509.000; Afrika +4.920.000; Asien +2.403.000; Europa +1.122.000; Ozeanien +76.000. christus

Der Anteil der Katholiken stieg weltweit (wie im Vorjahr) um 0,01 % an und beträgt damit insgesamt 17,49%. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Amerika +0,12; Asien + 0,01; während es in und Europa -0,01 und Ozeanien +0,02 einen Rückgang gab, gleichbleibend ist der Anteil in Afrika.

Insgesamt gibt es 1.847 Missionsstationen mit einem eigenen Priester (65 weniger als im Vorjahr). Die Zahl stieg in Amerika (+31), Asien (+51) und Ozeanien (+11) während es in Afrika (-23) und Europa (+-5) einen Rückgang gab. Die Zahl der Missionsstationen ohne eigenen Priester ging dieses Jahr um 659 zurück und liegt damit heute weltweit bei 130.795.

Die Zahl stieg in Afrika (+1.152) und Asien (+443) während es in Amerika (-2.038), Europa (-4) und Ozeanien (-201) einen Rückgang gab.

Die Zahl der Priester stieg weltweit um 895 und liegt damit bei 414.313. Einen Rückgag verzeichnet erneut Europa (- 1.375) und in geringerem Ausmaß in Amerika (-90) und Ozeanien (-80), während es in Afrika (+1.076) und Asien (+1.364) Anstiege gab.

Die Zahl der Ordensschwestern ging auch dieses Jahr wieder weltweit zurück (–10.677) und beträgt damit insgesamt 702.529. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: einen Anstieg gab es auch dieses Jahr in Afrika (+727) und Asien (+2.167), einen Rückgang in Amerika (–4.288), Europa (-9.051) und Ozeanien (–232). 305fe9127f

Die Zahl der Laienmissionare beträgt weltweit 362.488 und ging damit um insgesamt 19.234 zurück, wobei Anstiege in Asien (+9.294) und Europa (+71) verzeichnet wurden, während es in Afrika (-578), Amerika (-18.764) und Ozeanien (-257) einen Rückgang gab.

Die Zahl der Katechisten stieg weltweit um 45.408 an und beträgt damit insgesamt 3.170.643. Einen einzigen bemerkenswerten Anstieg gab es dabei in Asien (+61.913). Einen Rückgang in Afrika (-7.254), Amerika (-4.090), Europa (-4.341) und Ozeanien (-820).

In aller Welt befinden sich zahlreich Schulen und Bildungseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft; im einzelnen entsteht folgendes Bild:

71.188 Vorschulen mit 6.728.670 Schülern; 95.246 Grundschulen mit 32.299.669 Schülern; 43.783 Sekundarstufen mit 18.869.237 Schülern; insgesamt 2.381.337 Schüler besuchen weiterführende Schulen der katholischen Kirche  – und 3.103.072 Studenten studieren an kirchlichen Universitäten.

Insgesamt gibt es weltweit 115.119 Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsinstitute in kirchlicher Trägerschaft.

Vollständiges Dossier: http://www.fides.org/deu/attachments/view/file/STATISTICHE_2014_ted.doc


Wien: Kardinal Burke zelebriert am 4. und 5.11. im überlieferten Ritus

Am Dienstag, den 4. November 2014, feiert die Pfarrgemeinde St. Karl in 1040 Wien (Kreuzherrengasse 1) das Fest ihres Patrons, des Hl. Karl Borromäus. ab-burke_final-interview

Höhepunkt ist hierbei das Pontifikalamt, das von Kurien-Kardinal Raymond Burke, dem Präfekten der Apostolischen Signatur, im überlieferten Ritus (“alte Messe”) um 18 Uhr zelebriert wird.

Am nächsten Tag  –  Mittwoch, den 5. November  –   feiert der Kardinalpräfekt (siehe Foto) in der Wiener Pfarrkirche St. Leopold  (Donaufeld) um 8 Uhr eine Votivmesse zu Ehren der hl. Apostel Petrus und Paulus; auch diese Messe erfolgt in der klassischen (überlieferten) Liturgie.

Im Anschluß besteht die Chance zu einer Begegnung mit Kardinal Burke bei einem Frühstück im Pfarrhof.


Die Lehrschreiben des 2. Vatikanums sind von unterschiedlicher Verbindlichkeit

Vatikan und Piusbruderschaft weiter im “guten Gespräch”

Kurien-Bischof Guido Pozzo, der Sekretär der Päpstlichen Kommission ‚Ecclesia Dei’, erklärte in einem Interview mit der französischen Zeitschrift ‚Famille Chrétienne’, der Vatikan verlange keine “Kapitulation” von der traditionsorientierten Piusbruderschaft.

Vielmehr lade er sie ein, an seine Seite zu treten in den Rahmen der Lehrfragen, soweit diese für eine dauerhafte Anhänglichkeit an den Glauben sowie an das katholische Lehramt und die Tradition unerlässlich sind.“ logofsspx

Die Kommission ‚Ecclesia Dei’ ist an die Glaubenskongregation angegliedert und führt Gespräche mit der Piusbruderschaft über eine vollständige organisatorische Rückkehr zur katholischen Kirche.

BILD: Logo der Piusbruderschaft: zwei Herzen, eine Krone, ein Kreuz.

Pozzo fährt fort: „Die Vorbehalte der Piusbruderschaft gegenüber einigen Aspekten und Formulierungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und gegenüber einigen daraufhin durchgeführten Reformen, die nicht unverhandelbare Dogmatik- und Lehrfragen betreffen, könnten gleichzeitig untersucht und vertieft werden.“

Damit signalisiert Pozzo, dass die Piusbrüder im Falle einiger Einigung mit Rom durchaus einige Eigenheiten beibehalten könnten.

Es gebe „keinen Zweifel“, dass die Lehren des Zweiten Vatikanums unterschiedliche Verbindlichkeit besäßen, je nach Art des Dokuments:

„Die Konstitutionen über die Kirche und die Offenbarung, Lumen gentium und Dei Verbum, haben den Charakter von lehrhaften Verlautbarungen; die Erklärungen zu Religionsfreiheit und nichtchristlichen Religionen sowie das Ökumene-Dekret verfügen hingegen über geringere Autorität und weniger Verbindlichkeit.“

Pozzo ließ wissen, im Falle einer Verständigung mit dem Vatikan könne die Priesterbruderschaft mit dem hohen Status einer Personalprälatur rechnen. Das Gesprächsklima zwischen dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, und Bischof Bernard Fellay bezeichnete Pozzo als gut.

Quelle: Radio Vatikan

Ergänzender und vertiefender Beitrag des kath. Kirchenrechtlers Dr. Gero Weishaupt siehe hier: http://www.kathnews.de/unterschiedliche-lehrautoritaet-der-texte-des-zweiten-vatikanischen-konzils


Die Kirche braucht keine Verweltlichung, sondern eine innere Reform

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

„Um ihrem eigentlichen Auftrag zu genügen, muss die Kirche immer wieder die Anstrengung unternehmen, sich von dieser, ihrer Verweltlichung zu lösen und wieder offen auf Gott hin zu werden“, sagte Papst Benedikt XVI. in seiner bekannten Freiburger Rede.

Die Kirche folgt so dem Beispiel Jesu, der sich von allem entäußerte, arm und machtlos auf die Welt kam, von dem aber die Leute später sagten: „Er spricht wie einer, der Macht hat“. media-373874-2

Benedikt XVI. weiter: „Die Geschichte kommt der Kirche in gewisser Weise durch die verschiedenen Epochen der Säkularisierung zu Hilfe, die zu ihrer Läuterung und inneren Reform wesentlich beigetragen haben“.

Der Papst mag dabei auch an den Verlust des Kirchenstaates von 1869/70 gedacht haben, durch den die Kirche Jahrhunderte lang in die politischen Auseinandersetzungen verstrickt war. Das hat ihrem geistlichen Auftrag geschadet. Frei von diesem Ballast wurde die Katholische Kirche zur religiösen und moralischen Autorität in der Welt.

Geistiger Rang und Einfluss sind nicht von politischer Macht und Reichtum abhängig. Als Otto von Habsburg mit seiner Familie mit dem Ende des 1. Weltkriegs alle politische Macht verloren hatte, wurde er zum Vorkämpfer für ein vereintes Europa und ein bedeutender Analytiker des Zeitgeschehens.

Als solcher bezeichnete er „Lauheit und geistige Feigheit“ als eine der „bemerkenswertesten Charakterzüge unserer Zeit, unseres geistigen und politischen Lebens, dass niemand das tun will, was seine eigentliche Aufgabe ist“. 

Das Synodenthema der Bischöfe der Weltkirche, die in Rom zu ihrer ersten Sitzungsperiode tagte, heißt: “Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung.”  

Die Medien versuchten das Thema auf geschiedene Wiederverheirate und Homosexuelle einzuengen. Diese brauchen eine pastorale Begleitung. Aber auch die übrigen Katholiken brauchen eine pastorale Betreuung und Bestärkung im Glauben. 026_23A

Wenn da ein Kardinal meint: „Es ist gut, über die Stärkung der Ortskirchen bei den dringenden pastoralen Fragen zu sprechen und zu überlegen, wie wir den Ehen und Familien nahe sein können, die Brüche und Verletzungen erfahren haben“, so stellt er die in den Mittelpunkt, die ein Prozent der praktizierenden Katholiken ausmachen.

Derselbe Kardinal meinte, es gäbe durchaus Spannungen zwischen denjenigen Synodenteilnehmern, die „die Lehre ins Zentrum stellen und denen die vom Leben der Menschen ausgehen“ (Tagespost, 16.10.14).

Soll das heißen, dass die Lehre der Kirche mit dem Leben der Menschen nichts zu tun hat?  –  Sind nicht am Ende die Ehepaare, die sich an die Lehre der Kirche halten, auch jene, die gerade deswegen die erwähnten „Brüche“ nicht erfahren mussten?

Papst Franziskus hat vor Synodenbeginn geäußert: „Heute besteht in der Welt Hoffnungslosigkeit. Deswegen muss die Menschheit die Botschaft unserer Hoffnung in Jesus Christus hören” (OR Nr. 40, 3.10.14). Der Papst hat ganz sicher die Botschaft Jesu, nicht die dem Zeitgeist angepasste gemeint.

Die „Entäußerung“, von der Benedikt XVI. in Freiburg gesprochen hat, ist vor allem eine geistige Haltung. Heute bedeutet sie gerade auch das Freisein gegenüber der Vierten Macht, d.h. gegenüber den Polypenarmen der Medien.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert ist Herausgeber der Monatszeitschrift DER FELS und Vorsitzender des “Forum Deutscher Katholiken”, das jährlich den Kongreß “Freude am Glauben” veranstaltet.

1. Foto: Radio Vatikan – 2. Foto: C. Mohr


Erzbischof Charles Chaput beklagt “Verwirrung” auf der Familiensynode

Der 1944 geborene katholische Erzbischof Charles Chaput gehört einem amerikanischen Indianerstamm an und ist Oberhirte von Philadelphia. In den Vereinigten Staaten ist er  – ähnlich wie Kardinal Raymond Burke  – als entschiedener Gegner der Abtreibung und unerschrockener Archbishop_Chaput_645_441_55Kritiker der Obama-Regierung  bekannt.

Dem US-Präsidenten wirft er vor, die amerikanische Kultur hinsichtlich Lebensrecht, Familienpolitik, Sexualethik und Bioethik negativ umpolen zu wollen.

Am vorigen Montag äußerte sich Erzbischof Chaput besorgt über die Atmosphäre der Verwirrung”, die auf der kürzlichen Bischofssynode in Rom erkennbar gewesen sei. Chaput erklärte, er sei “sehr beunruhigt” durch widersprüchliche Berichte, die von der Synode ausgingen.

Damit spielt der Oberhirte offenbar auf den modernistischen “Zwischenbericht” (Relatio) an, der allerdings von zahlreichen Kardinälen und Bischöfen deutlich kritisiert wurde. Das Schlußdokument der Synode trägt diesem Protest bereits Rechnung und war daher für die “Reformer”-Fraktion enttäuschend, für die theologisch konservativen Kirchenvertreter hingegen ein inhaltlicher Etappensieg.

Der Erzbischof wies darauf hin, daß Verwirrung” eine Strategie des Teufels sei. Vor allem hinsichtlich der umstrittenen “Relatio” bekräftigte Chaput: “Ich empfand das, was auf der Synode passiert ist, als störend”, denn das “öffentliche Bild”, das diese Bischofsversammlung geboten habe,  sei das einer “Verwirrung” gewesen.

Quelle (Text/Foto): https://www.lifesitenews.com/news/synod-confusion-of-the-devil-archbishop-chaput


Am 1. Advent 2014 beginnt das “Jahr des gottgeweihten Lebens”

Mit einer Kampagne zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und einer Reihe von Initiativen in den Bereichen der Pastoral und der Evangelisierung wollen die rund 50.000 Ordensleute aus 165 indischen Provinzen zum Jahr des gottgeweihten Lebens beitragen, das von Papst Franziskus ausgerufen wurde und am 30. November 2014 beginnt. media-390606-2 - Kopie

Wie der Verband der Ordensfamilie der Franziskaner in Indien (AFFI) mitteilt, wollen die Franziskaner dabei auf ihre Präsenz in Indien aufmerksam machen und zu diesem Zweck auch Studienseminare und Fortbildungsveranstaltungen für Erzieher und Sozialarbeiter auf allen Ebenen veranstalten.

Quelle: Fidesdienst


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 271 Followern an