Bereits im antiken Persien gab es Schutzgesetze für ungeborene Kinder

Laut einer Studie der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Shiraz-Universität im Iran gab es bereits im alten Persien strenge Gesetze gegen Abtreibung. Zudem wurden schwangere Mütter und ungeborene Kinder staatlich geschützt.

Die Studie trägt den Titel “Untersuchung antiker Abtreibungsgesetze – Das Persische, Griechische und Römische Reich im Vergleich” und setzt sich mit dem Thema Abtreibung in verschiedenen Kulturen auseinander. Baby (2)

Demnach wurde im Neupersischen Reich der Sassaniden (224 – 651 n. Chr.) ein ungeborenes Baby als lebender Mensch angesehen, gleichwertig wie jeder andere Mensch nach der Geburt. 

Abtreibung wurde als “Durchtrennung der Lebenswurzel und des wichtigsten Segen Gottes” angesehen und als schweres Vergehen verurteilt bzw. einem Mord gleichgesetzt. Ärzte und Priesterschaft verurteilte die Tat gleichermassen. Auf Abtreibung stand die Todesstrafe für den Vater, die Mutter und die durchführende Person.

Um das Kind im Mutterleib und die Schwangere zu schützen, gab es gesetzlich vorgeschrieben eine Person, die sich um Mutter und Kind kümmern sollte. Zusätzlich waren der Vater des Kindes und die Familie der Schwangeren verpflichtet, sich um das Wohlergehen von Mutter und Kind zu sorgen.

Wenn der Vater oder die Familie zum Zeitpunkt der Geburt verhindert waren, war laut Gesetz der Nachbar verpflichtet, bei der Entbindung zu helfen.

Schon zur Zeit des Achämidenreiches (550 – 330 v. Chr.) gab es spezielle Gesetze zum Wohl von Mutter und Neugeborenen. So wurde die neue Familie beispielsweise fünf Monate lang mit Lebensmitteln vom Staat versorgt.

Quelle: http://www.jesus.ch/n.php?nid=253188 / Autor: Miriam Hinrichs


Biotechnologie contra Gottes Schöpfung

Von Dr. med. Edith Breburda

Die Schöpfer der modernen Biotechnologien sind der Meinung, der Menschheit einen besseren Dienst zu erweisen als Gottvater selber, schreibt der Bioethiker William E. May im Vorwort des Buches “Promises of New Biotechnologies”.

Beim Propheten Jesaja 65,18 heißt es:Dr. Breburda

“Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln / über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel / und aus seinen Einwohnern Freude.” 

Der Mensch kann gar nichts neu erschaffen, er kann nur die bereits von Gott erschaffene Materie manipulieren.

Technischer Fortschritt erhebt von jeher den Anspruch, unser Leben angenehmer zu machen. So formulieren es auch die Wissenschaftler Peter Diamandis und Steven Kotler in einem Interview am 7.1.2013: “Der technische Fortschritt bietet uns die Möglichkeit, den Lebensstandard jedes Menschen auf der Erde deutlich zu verbessern.”

In 100 Jahren soll alles besser und schöner werden, hören wir immer wieder aus dem Mund von Forschern.

Der Grundstein dazu sei zweifelsfrei die moderne Biotechnologie. Es wird behauptet, nur durch sie könne man die gesamte Menschheit ernähren, die Menschen 100 Jahre alt werden lassen und sie von allen Krankheiten und Leiden erlösen. Die biogenetische Forschung bietet enorme Möglichkeiten bezüglich genetischer Manipulation von Pflanzen, Tieren und Menschen.

Trotz allem kann sie uns  –   unverantwortlich und skrupellos eingesetzt  -  auch zerstören, wenn fundamentale ethische Normen mißachtet werden.

Prinz Charles warnt vor genmanipulierten Pflanzen

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat im “Daily Telegraph” vor der durch genmanipulierte Lebensmittel verursachten größten Umweltkatastrophe aller Zeiten gewarnt. Mit dem Anbau genetisch veränderter Pflanzen sei ein gigantisches Experiment mit der Natur und der gesamten Menschheit gestartet worden, das schon jetzt z.B. in Nordindien und Westaustralien den Wasserhaushalt stark gefährdet.biomedcinprogrammet_65

Die Behörden in Indien hatten z.B. die neuen Biotechnologien ohne Zögern in ihr Land gelassen. Sie bekamen im Gegenzug Devisen. Dadurch erhofften sie sich Hilfe für ihre ökonomische Revolution. Städte wie Mumbai und Delhi boomten. Das Land der Kleinbauern fiel jedoch zurück ins Mittelalter.

In den letzten Jahren wurde die Fläche, auf welcher gentechnisch manipulierte Saaten angebaut wurden, verdoppelt. Viele Farmer meinen, sie haben einen zu hohen Preis gezahlt bei ihrem Versuch, der Armut zu entrinnen.

Indien: Bauern schlittern ins Fiasko

Es wird berichtet, dass sich monatlich tausende Bauern das Leben nehmen wegen der Krise, in der sie stecken.

Einfache Bauern vergiften sich mit den teuren Pflanzenschutzmitteln, die sie eigentlich auf ihre genmanipulierten Pflanzen aufbringen sollten. Viele hatten sich Geld geliehen, um GM-Saatgut zu kaufen.

Baumwollfeld

Baumwollfeld

Man spricht von einem genmanipulierten Genozid. Vielen Bauern wurden hohe Pflanzenerträge vorhergesagt, wenn sie ihre boden- und klimaangepassten Pflanzensorten gegen genmanipuliertes Saatgut eintauschen. Die Versprechungen, das schnelle Geld zu verdienen, wurde vielen Bauern in Indien zum Verhängnis. Als die Ernte zum Misserfolg wurde, hatten sie tiefe Schulden und wussten keinen anderen Ausweg als Selbstmord.

Exzessive Bewässerung und Düngung haben Millionen Hektar Agrarland unbrauchbar gemacht. Der Wasserbedarf in China, Indien, Zentral- und Südostasien steigt dramatisch. Im Nahen Osten wird der Wasserbedarf aus fossilen Grundwasserspeichern gedeckt. Das Wasser ist mit natürlicher Radioaktivität belastet und könnte schon bald zur Neige gehen.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit mehr als 200 Millionen Menschen, vor allem in Ländern Afrikas und Asiens, durch Schadstoffe in der Umwelt gefährdet sind. Ein Fünftel aller Todesfälle in Drittländern werden durch Umweltgifte verursacht. Auf Java gefährden Schwermetalle und Pestizide bis zu fünf Millionen Menschen.

Der französische Forscher Séralini kam 2014 in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Pestizide viel giftiger seien, als von den Herstellern deklariert wird. Man vermutet, dass vermehrter Kontakt zu Pestiziden, dem Farmer ausgesetzt sind, zu einer geringeren Spermienzahl und Unfruchtbarkeit führen. 

Der Genmais und seine fatalen Folgen

Trotzdem argumentieren die großen Agrarkonzerne der USA, dass die wachsende Bevölkerung ohne Gentechnik nicht ernährt werden kann. Bei Gentechniksaatgut, das Pestizide einsparen sollte, bleibt jedoch wegen inzwischen aufgetretener Resistenzen der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden weiterhin hoch.

Als Dünger für den Genmais werden Unmengen an Stickstoff und Phosphat gebraucht. Leguminosen, die den Stickstoff der Luft nutzen können, werden nicht mehr als Zwischenfrüchte angepflanzt. Der Boden kann die unverbrauchten Nitrate jedoch nicht binden. Sie wandern ins Grundwasser.

Durch Bodenerosion landen die von Bodenteilchen gebundenen Phosphate im Mississippi und fließen in den Golf von Mexiko. Dort wird das Algenwachstum gefördert. Abgestorbene Algen reichern sich an und verbrauchen Sauerstoff zu ihrem Abbau durch Bakterien.

Entwicklung von umweltgefährlichen “Todeszonen”

Infolge einer geringen Sauerstoffsättigung entsteht eine sogenannte “dead zone” (Todeszone). Wir verzeichnen steigende Temperaturen der Ozeane; niedrige Sauerstoffgehalte, Umweltverschmutzung z.B. durch Plastikmaterial, Versauerung der Meere durch CO2. Die im Wasser zunehmende Kohlensäure macht es Algen, Muscheln und Krustentieren schwerer, ihre Kalkskelette aufzubauen.

Auch in den Großen US-Süßwasser-Seen haben sich Todeszonen entwickelt. Wie im Golf von Mexico sterben auch dort die Fische. Nicht einmal die kleinsten Wasserinsekten haben genug Sauerstoff. 40 Prozent des wichtigsten Süsswasser-Reservoirs der USA sind betroffen.

Eine kritische Untersuchung der Grünen im EU-Parlament kam zu dem Ergebnis, dass die Gentechnik der Landwirtschaft keine ökonomischen Vorteile bringt. Die Ernteerträge der in den USA praktizierten Gentechnik-Anbaumethoden sind nicht höher als in der normalen Landwirtschaft, wie sie in West-Europa angewandt wird.

Wie sehen die Errungenschaften der genetischen Manipulationen in der Tierzucht aus?

Viel Tierquälerei ist mit dieser ineffizienten Technik verbunden. Allein für das erste Klonschaf Dolly wurden unzählige Eizellen verbraucht und Leihmuttertiere gequält.

Zuletzt sind geklonte Jungtiere oft recht schwächlich und sterben kurz nach der Geburt. Und trotzdem übernimmt man reproduktionsmedizinische Techniken aus der Tiermedizin.

Probleme der künstlichen Befruchtung

Die Wissenschaftler stehen schon lange unter dem Druck, gesunde Babys im Labor mit Hilfe der In-Vitro-Befruchtung zu erzeugen, die keine Erbkrankheiten haben. In-Vitro-Fertilisation bewirkt allerdings Leihmütter-Schwangerschaften, tiefgefrorene Embryos, Donorkinder mit unzähligen Halbgeschwistern, Stammzellforschung und Pränatal-Diagnostik (PID).

Künstlich befruchtete Embryos werden vor und nach der Implantation qualitätsgeprüft, um ganz sicher zu sein. Aber was, wenn man dabei feststellt, dass eine genetische Unvereinbarkeit zwischen der Schwangeren und dem Embryo besteht und man damit nicht mehr Mutter, sondern nur Leihmutter ist?

So wie es bei einer vertauschten Implantation am 4. Dezember 2013 in der Fruchtbarkeitsklinik des Sandro-Pertini-Krankenhauses in Rom passierte.

Man will doch bestimmen, wann und wo man schwanger wird. Sonst gäbe es nicht Bewegungen wie die Single Mothers By Choice. Eine Gesellschaft, die 1981 von der Psychotherapeutin Jane Mattes in den USA gegründet wurde, um Frauen zu helfen, auch ohne Mann ein Kind zu bekommen.

Unbeachtet des wachsenden Unmutes der In-Vitro-Kinder, die ein Recht darauf haben, wer ihr Vater ist und unbeachtet der Skandalmeldungen, dass damit ein Mann theoretisch und auch schon praktisch mehrere hundert Nachkommen haben kann.

Vielleicht gibt uns die brandneue Studie Traces of Trauma in Sperm RNA aus Nature Neuroscience vom 13. April 2014 zu denken, die herausfand, dass traumatische Erlebnisse über die microRNAs der Spermien weitervererbt werden können.

Über extreme und stressreiche Erlebnisse, die ein Samenspender hatte, steht nichts in den einschlägigen Spenderkatalogen, die man legal oder auch illegal sichtet, wenn man einen Samenspender für sein Kind sucht  -  und so hat man am Ende eventuell ein Wunschkind mit Verhaltensauffälligkeiten. Es handelt sich hierbei um molekulare Vererbungsprozesse des männlichen Wesens.

Johanita H. Williams beschreibt in ihrem Buch “Psychology of Woman” die Frauen, die am engsten mit der Schöpfung verbunden sind. Ihr Zyklus steht in einer Beziehung zu den Umlaufstadien des Mondes, schreibt sie.

Biomedizinischer Fortschritt ermöglicht der Frau, ihre sogenannte reproduktive Freiheit auszuleben und so die Sexualität von der Fortpflanzung zu entkoppeln. Sigmund Freud sagte: “Die Abkehr von der reproduktiven Funktion ist das gemeinsame Merkmal aller Perversion”.

Die biomedizinischen “Schöpfer”, die eigentlich nicht viel anderes tun als die Gegebenheiten der Natur in ihrem Interesse zu manipulieren, sind so gesehen das krasse Gegenstück zum göttlichen Schöpfer.

Siehe hierzu die Neuerscheinung von Dr. Edith Breburda: “Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst?”
ISBN-10: 0615926657    -  ISBN-13: 978-0615926650   -  Kindle ebook, ASIN: B00GPW1CR2
Unsere Buchbesprechung hierzu: http://charismatismus.wordpress.com/2014/03/08/unser-buch-tip-globale-chemisierung-von-dr-med-edith-breburda/
 
Ediths Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Pater Werenfried van Straaten über den Kindermord-Skandal in unserer Zeit

Pater Werenfried van Straaten  -  von seinen Anhängern liebevoll “Speckpater” genannt (er sammelte Speck und vieles andere für die Armen!)  -  hat stets eine klare und konsequente Sprache geführt, auch wenn es um den Massenmord an ungeborenen Kindern ging.

Pater Werenfried in der Schule der Liebe

Das Lebensrecht für alle ist sowohl Gottesgebot wie Menschenrecht und daher unantastbar.

In einer Predigt sprach der in den Niederlanden geborene Pater Werenfried (siehe Foto) im Jahr 1994 von einem “neuen Kindermord” und brachte die heutige Massenabtreibung mit dem damaligen Knabenmord von Bethlehem in Zusammenhang.

Lesen Sie hier seine eindringliche Ansprache, die an Aktualität nichts eingebüßt hat:

“Die scheußlichste Sünde, die jetzt auch in der christlichen Welt begangen wird, ist der millionenfache Mord am ungeborenen Leben.

Falls es nicht gelingt, dieses Blutbad aufzuhalten, werden letzten Endes die Barbaren kommen, um unsere Tabernakel zu zerschlagen. Denn Jesus weigert sich, in unseren Tabernakeln zu wohnen, wenn er nicht in unseren Herzen wohnen kann, weil wir uns weigern, ihn in den Geringsten der Seinen bei uns aufzunehmen.

Wie viele Männer und Frauen müssen den Kopf senken, wenn die alte Geschichte der unschuldigen Kinder erzählt wird?

Den Müttern von Bethlehem wurden die Kinder mit Gewalt aus den Armen gerissen. Aber was tun Millionen Väter und Mütter im christlichen Westen und im heiligen Russland? (…) Sie betreten den Pfad des Meuchelmordes und töten, was schon im Mutterschoß zu leben begonnen hatte. images (2)

“Das Blut der Kleinen schreit zum Himmel”

Viele Staaten haben diese Schlachterei genehmigt. Sie wird von der Krankenkasse bezahlt. Aber das Blut der ermordeten Kleinen schreit laut zum Himmel und ihre Klagen werden vernommen vor dem Angesicht des gerechten Gottes.

Gott ist der Freund dieser Kleinen. Darum will ER, dass man den Kindern, denen das Himmelreich gehört, nicht verwehre, zu Ihm zu kommen. Jesus liebte sie so über alle Maßen, dass er sich mit ihnen identifizierte.

ER sagte: “Wer ein solches Kind in Meinem Namen aufnimmt, nimmt Mich auf. Wer einem dieser Kleinen Ärgernis gibt, dem ist es besser, dass er mit einem Mühlstein am Hals in die Tiefe des Meeres versenkt wird.” -  Dieses Wort ist so definitiv und unumstößlich.

Nie kann es die Kirche dulden, dass ungeborene Kinder für vogelfrei erklärt werden, wie es die UNO-Kommission für die Rechte des Kindes tat, als sie 1988 beschloss, dass die Ungeborenen künftig nicht mehr erwähnt werden, wenn von Menschenrechten die Rede ist  –   oder mit der gottlosen Entscheidung der Konferenz von Kairo einverstanden sein, welche den Mord an den ungeborenen Babys als legales Mittel der Bevölkerungsplanung zu fördern vorhat!

Das Recht auf Leben ist absolut. Nach den liberalisierten Abtreibungsgesetzen ist es relativ geworden.

Es beruht nicht mehr auf der Tatsache, dass dieser Mensch existiert, sondern es wird ihm nur zuerkannt, wenn er für seine Eltern “zumutbar” ist und bestimmten Normen der geistigen und der körperlichen Vollkommenheit oder des wirtschaftlichen Nutzens entspricht.

Kindermord ist bei vielen Völkern üblich gewesen. Das Christentum hat sich dem immer widersetzt.

Die Kirche beharrt in ihrer Ablehnung. Wer abtreibt oder dabei hilft, ist automatisch exkommuniziert  –  aus der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen. Darum ist es keinem Katholiken gestattet, eine Abtreibungsvorlage einzureichen oder mit seiner Stimme durchzubringen. Dabei ist es unwichtig, was einige Theologieprofessoren über dieses Thema denken.imagesCAHIF86C

Für uns kommt es darauf an, was Gott denkt über die christlichen Völker, die durch ihre Abgeordneten oder durch Volksentscheid eine Reihe von Tötungsparagraphen zum Gesetz erhoben haben.

Was Gott denkt über das Biologielehrbuch, das die Fruchtwasseruntersuchung anpreist, weil, bei einem ungünstigen Befund die Abtreibung “großes Leid und große Belastung für die Eltern, das Kind und die Gesellschaft vermeiden könne.”

Was Gott denkt über den katholischen Moraltheologen, der eine derartige Untersuchung für “hilfreich” hält. Hochwürdiger Herr Professor, falls sie ausweist, dass ein Kind geschädigt auf die Welt kommen könnte, in welcher anderen Weise kann sie “hilfreich” sein, es sei denn, indem sich die Eltern über das Lebensrecht ihres Kindes hinwegsetzen und einen Killer suchen, der es tötet?

Zweifellos urteilt die Ewige Weisheit anders als der Mann auf der Straße, für Mord kein Mord mehr ist, wenn der Staat seine Erlaubnis und auch noch das Geld gibt, um das Verbrechen zu verüben.

Das Naturrecht und das Gesetz Christi sind zeitlos

Denn die Gewissen sind abgestumpft und der Verstand ist bis an die Grenze des Irrsinns verdüstert, seitdem das unauslöschliche Naturgesetz und die unfehlbare Lehre Christi, die ihren gültigen Ausdruck in der päpstlichen Enzyklika “Humanae Vitae” gefunden haben, nur zögernd verkündet, schuldig verschwiegen und weltweit sabotiert werden.

Aber wo man die Wahrheit unterschlägt, da herrscht die Lüge. Es ist eine Lüge, dass alles in bester Ordnung sei, wenn die Abtreibung mit staatlicher Genehmigung in einem Operationssaal vorgenommen wird; eine Lüge, dass von Mord keine Rede sein könne, wenn der Arzt ein Attest mit dem Abtreibungsgrund unterschreibt; eine Lüge, dass nichts dabei sei, Kinder aus dem Mutterschoß herauszureißen und in den Abfalleimer zu werfen.

Wenn wir nicht den Mut haben, diesen Lügen zu widersprechen und den Frevel, der vor unserer Tür begangen wird, anzuklagen, sind wir mitschuldig. Wenn Millionen von Müttern ungestraft töten dürfen, gibt es kein Hindernis mehr, das dem universellen Massenmord noch im Wege steht.

Verheerende Auswirkungen staatlicher Sexkunde

Den Frieden mit Gott bricht auch die Sexualerziehung in den Schulen, die in allen Ländern des Westens, in denen sie durchgesetzt wird, verheerende Auswirkungen hat. Als Ziel dieser Schul-Sexualerziehung wird “verantwortliches geschlechtliches Verhalten” genannt. Schöne Theorie! Praktisch regt der Sexualkundeunterricht zum sexuellen Tun an und verbaut den Kindern den Weg zu sexueller Disziplin und Enthaltsamkeit.

Man wirft dem Papst die Härte seines Standpunktes vor: einem abstrakten Gesetz, einem Prinzip (der Ehrfurcht vor dem Leben) werden konkrete Menschen geopfert und die schwangeren Frauen mit ihrer schweren Bürde im Stich gelassen.

Es geht aber nicht um ein abstraktes Gesetz, aber um das konkrete Dasein und Weiterleben unzähliger ungeborener Kinder.

Zu Unrecht geht man davon aus, dass das Leben nur Wohlstand bringen darf und dass alle Lasten ferngehalten werden sollen. Diese These ist falsch. Ein Leben ohne Schwierigkeiten gibt es nicht. Es wäre ein Leben ohne Verantwortung, ohne Einsatz, sogar ohne Liebe, die ja immer Selbstaufopferung fordert. abtei-ettal-startseite_01

Ein christliches Leben ohne Kreuz ist undenkbar. Ein Christ muss dazu bereit sein, die Verantwortung, die Lasten und die Prüfungen, die das Leben mit sich bringt, auf sich zu nehmen. Er glaubt, dass sie ihn zu einem besseren Jünger Christi machen. Er weiß auch, dass es Prüfungen gibt, die menschlich gesehen nicht zu ertragen sind. Nur mit der Hilfe von Gottes Gnade werden sie sinnvoll und tragbar.

Hier ist Christus uns vorangegangen. ER hat ein Kreuz auf sich genommen, das menschlicherweise untragbar war. Wer seines Kreuzes teilhaftig wird, bekommt auch seine Kraft, es zu tragen.

Dieses Kreuz um jeden Preis aus dem Leben zu verbannen, ist vielleicht der größte Verrat, der jetzt an Christus begangen wird, da Millionen Christen bereit sind, unschuldiges Leben zu vernichten, um dem Kreuz zu entrinnen.

Das “volle Leben” gibt es nur im Himmel

Man sagt, es wäre doch besser, ein Kind abzutreiben, wenn es niemals ein ganz “volles” Leben führen kann. Aber wer von uns kann das behaupten? Niemand hat das Recht, einem Menschen die Chance zu nehmen, sich durch die Entfaltung dieses Lebens auf das volle Leben vorzubereiten, das nicht auf Erden, sondern im Himmel seinen Schwerpunkt hat.

Diese Ewigkeitsperspektive dispensiert uns keineswegs von der Nächstenliebe. In dieser barbarischen Zeit, in der man egoistische Menschen über Tod oder Leben wehrloser Kinder verfügen lässt, müssen wir durch die Liebe die Welt leuchtend und hell machen.

Der Abbau sittlicher Normen, die Zerstörung des Schamgefühls, das Sich-ungehemmt-ausleben, die Sexualisierung des privaten und öffentlichen Lebens und die Abstumpfung der Gewissen führen zum Zerfall der kulturellen, religiösen, politischen und schließlich auch der wirtschaftlichen Lebensformen der Völker. So weit sind wir!

Welchen Trost kann ich Euch geben? Den Trost des Glaubens, dass die Pforten der Hölle Gottes Kirche nicht überwältigen werden.

Und den Trost des Wortes Jesu: “Suchet zuerst das Reich Gottes, und alles Übrige wird euch hinzu gegeben werden.”  -   Alles Übrige. Auch die Kraft, rein zu leben. Auch die Familienplanung nach Gottes Willen. Auch die Antwort auf die Bevölkerungsexplosion in den Ländern, wo es sie wirklich gibt. Auch die Lösung der sozialen Frage.

Daraus folgt, dass Jesu Botschaft vom Reich Gottes falsch gedeutet wird von denen, die von der Kirche nicht mehr die Kraft erwarten, ihre Triebhaftigkeit zu bändigen, sondern einen Freibrief, sich mit ruhigem Gewissen auszutoben. Das Grundgesetz des Gottesreiches kann nicht durch demokratische Mehrheitsbeschlüsse einer “pluralistischen” Gesellschaft geändert werden.

Darum bleibt es wahr, dass wir nicht für uns selbst leben, sondern uns mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit allen unseren Kräften Gott ausliefern sollen. Das aber wird fast unmöglich im Sumpf der Unreinheit, zu dem die Welt geworden ist.

Quelle und vollständige Predigt hier: http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2009/12-28-rettet-die-ungeborenen-kinder-pater-werenfried-predigt


Ein FAS-Beitrag zur Abtreibung und die Illusion der Zweideutigkeit

Von Dr. jur. Friederike Hoffmann-Klein

Ein Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung („Macht und Schmerz, Abtreibung in Wien. Eine Geschichte der Extreme“, von Yvonne Staat, F.A.S. vom 5.1.2014) befasst sich mit dem Thema Abtreibung.

Mit einer Offenheit, die (jedenfalls für ein nicht speziell christliches Medium) ungewöhnlich ist. Mit einer erstaunlichen Unvoreingenommenheit nähert sich die Autorin dem Thema auf der einen Seite.

So schildert sie die Tätigkeit der „Gehsteigberater“, wenn sie auch über deren Beweggründe weitgehend im Unklaren zu sein scheint; beschreibt sie den Schmerz und die Depressionen nach der Abtreibung, auch wenn diese gewollt und die Entscheidung hierzu allein von der Frau, ohne Druck von außen, getroffen wurde; sie lässt den Salzburger Weihbischof Andreas Laun zu Wort kommen.prolifeusa

Positiv auch die subjektive Redlichkeit und der in dieser Haltung unternommene Versuch einer ausgewogenen Darstellung; der Versuch, sich in die Lage der Lebensrechtler hineinzuversetzen und ihnen die gute Absicht nicht abzusprechen. All dies ist keineswegs selbstverständlich.

Diese Aufgeschlossenheit aber, mit der sich die Autorin dem Thema nähert, ist jedoch auf der anderen Seite von einer großen Zurückhaltung und auch Unsicherheit begleitet, die sich vor allem darin zeigt, dass sie es nicht für möglich hält, zu einer für jeden der verschiedenen Akteure gleichermaßen gültigen Sichtweise zu kommen.

Hier soll der Versuch unternommen werden, die gegensätzlichen Positionen einander näher zu bringen. So ist zu fragen, ob sich Aussagen treffen lassen, die über das „Jede-dieser-Positionen-hat-vielleicht-etwas-für-sich“ der Autorin hinausgehen.

Dem mit der Materie vertrauten Leser fällt bei der Lektüre des Artikels zunächst auf, dass offenbar wie selbstverständlich von einem „Recht auf Abtreibung“ ausgegangen wird, das zumindest in Anführungszeichen gehört hätte.

Es gibt kein “Recht auf Abtreibung”

Denn tatsächlich gibt es ein solches Recht weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene, vielmehr steht sowohl unser Grundgesetz als auch das europäische und internationale Recht der Annahme eines „Menschenrechts auf Abtreibung“ entgegen.

Abtreibung als Menschenrecht zu deklarieren, wird insbesondere auch durch die Erklärung der Rechte des Kindes von 1959 ausgeschlossen, deren Präambel festhält, dass das Kind aufgrund seiner körperlichen und geistigen Unreife des speziellen Schutzes und der besonderen Pflege bedarf, einschließlich des erforderlichen rechtlichen Schutzes, und zwar sowohl vor als auch nach seiner Geburt.

Menschenrechte als universale Rechte können schon per definitionem nicht einer bestimmten Gruppe von Menschen (hier den ungeborenen) einfach abgesprochen werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat deshalb, in Übereinstimmung mit diesen elementaren Rechtsgrundsätzen, die Möglichkeit, eine nach Beratung vorgenommene Abtreibung als rechtmäßig anzusehen, von Verfassung wegen ausgeschlossen. paragraph_300x3001

Schutzanspruch bleibt aufrechterhalten

Auch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte lehnt ein Recht auf Abtreibung ab. Und das höchste deutsche Gericht verpflichtet die staatlichen Stellen, die Medien, die Parteien, dafür Sorge zu tragen, dass der Schutzanspruch und die verfassungsrechtlich garantierten Rechte des ungeborenen Kindes im allgemeinen Bewusstsein erhalten werden.

Wird ein Artikel, der über die Haltung der Ambivalenz nicht hinauskommt, diesem Anspruch gerecht?

Im geschilderten Fall besteht die „Konfliktlage“ lediglich darin, dass die Frau, die bereits zwei Kinder hat (die sie sehr liebt) kein drittes Kind will. Das ist keine Situation, die so schwer wiegt, dass der Schwangeren die Fortsetzung der Schwangerschaft auch unter Berücksichtigung der Rechte des ungeborenen Kindes nicht zuzumuten ist  –  von einer schweren, u.U. lebensbedrohenden  Konfliktsituation spricht das BVerfG, von Belastungen, die ein solches Maß an Aufopferung eigener Lebenswerte verlangen würden, dass dies von der Frau nicht erwartet werden kann.

Irritierend ist auch die Schilderung der katastrophalen Zustände in der Wiener Abtreibungspraxis. Was soll hieraus folgen? Die Aussage der Autorin ist klar. Abtreibungsgegner sollen (ohne dass dies ausgesprochen wird) ins Unrecht gesetzt, gewissermaßen verantwortlich gemacht werden, wenn Frauen durch eine unsachgemäß durchgeführte Abtreibung in Gefahr geraten.

Die fragliche Praxis warb mit niedrigen Kosten  –  ein Argument, wenn der Staat, wie in Österreich, Abtreibungen nicht finanziert. Es ist aber nun nicht die Aufgabe des Steuerzahlers, für die Tötung ungeborener Kinder aufzukommen (zumal auf der anderen Seite diese Kinder wiederum fehlen, einmal abgesehen davon, dass es sich hier um Kinder handelt, die bereits existieren).nodstartbild_program_13_14

In diesem Zusammenhang darf auch daran erinnert werden, dass das Bundesverfassungsgericht im zweiten Abtreibungsurteil betont, dass die verfassungsrechtliche Schutzpflicht für das ungeborene Leben es ausschließt, für rechtswidrige Abtreibungen Leistungen der Sozialversicherung zu gewähren.

Der Rechtsstaat darf eine Tötungshandlung nur dann zum Gegenstand seiner Finanzierung machen, wenn sie rechtmäßig ist und der Staat sich der Rechtmäßigkeit mit rechtsstaatlicher Verlässlichkeit vergewissert hat, so das BVerfG.

Öffentliche Finanzierung mit jährlich 40 Mill. Euro

Das Schutzkonzept der Beratungsregelung lasse insoweit jedoch keinen Raum, dem Staat eine solche Überzeugung zu vermitteln. Als erlaubt können Abtreibungen unter den Bedingungen der Beratungsregelung nur bei Vorliegen einer allgemeinen Notlage angesehen werden. Ungeachtet dieser verfassungsrechtlichen Maßstäbe werden Abtreibungen in Deutschland öffentlich finanziert, mit ca. 40 Millionen Euro jährlich.

Die Annahme, dass Länder, in denen Abtreibung verboten oder restriktiv geregelt ist, eine erhöhte Müttersterblichkeit aufweisen, lässt sich im Übrigen nicht bestätigen (vgl. Gregor Puppinck, PhD, Direktor des European Centre for Law and Justice (ECLJ), Straßburg, Abortion and the European Convention on Human Rights, Irish Journal of Legal Studies, July 2013).

Man möchte die Autorin auffordern: Schauen Sie sich einmal das Bild eines neun Wochen alten ungeborenen Kindes an. Denken Sie wirklich, dass man da noch zweifeln kann, wann das Menschsein beginnt? images (2)

Aber natürlich gilt prinzipiell nichts anderes in einem noch früheren Stadium der Schwangerschaft. Gerne behaupten die Befürworter einer liberalen Sichtweise der Abtreibung, dass es sich ja bei dem Embryo noch nicht um ein Kind handele; tatsächlich ist dies ja das einzige „Argument“, das sie überhaupt vorweisen können.

MENSCH von Anfang an

Dieser Einwand, der auch die Naivität der Abtreibungsgegner beschreiben soll, ist nicht stichhaltig. Abgesehen davon, dass die Naturwissenschaft keinerlei Zweifel daran lässt, dass der Mensch vom ersten Augenblick seiner Entwicklung an Mensch ist, ist der Gedanke, dass der Embryo eine weitere Entwicklungsstufe noch nicht erreicht hat, letztlich banal und irrelevant.

Dass es „noch kein“ Baby ist (vor allem kein außerhalb des Mutterleibes selbst lebensfähiges), ist nicht der entscheidende Punkt, genauso wenig, wie es darauf ankommt, dass ein Baby noch kein Schulanfänger ist oder dieser kein Abiturient. Die Entwicklung ist strikt kontinuierlich, ohne Zäsur. Alleinentscheidend ist deshalb nur, dass ein Mensch begonnen hat, zu existieren.

Deshalb betont der Europäische Gerichtshof in der Entscheidung Brüstle/Greenpeace (Urteil vom 18.10.2011, C-34/10), dass dem menschlichen Embryo von der Empfängnis an Menschenwürde zukommt und er unter dem Schutz der Rechtsordnung steht.

Denn der Embryo repräsentiert, so der EuGH, ein notwendiges Stadium der menschlichen Entwicklung. Das Leben ist unverfügbar, und das gilt auch für die werdende Mutter. Auch ihr gegenüber, so sagt es das BVerfG, hat das ungeborene Kind ein Recht auf Leben.PICT0133

Vielleicht sollte man an dieser Stelle die Frage zulassen, was denn der Grund ist für die tiefe Trauer, mit der eine Frau nach ihrer Abtreibung zu kämpfen hat (durch viele Langzeitstudien ist belegt, dass die Mehrheit der Frauen nach einer Abtreibung über kurz oder lang an schweren Depressionen leidet).

Diese Frage stellt die Autorin, obwohl sie die Trauer beschreibt, erst gar nicht. Sie dringt deshalb nicht bis zu dem Gedanken vor, der ebenso einfach wie unanfechtbar ist. „Das Kind war da, aber Du hast es nicht bekommen, Du hast es nie im Arm gehalten…“  -  Diese Erkenntnis kann die Frau, nachdem die Abtreibung geschehen ist, mit aller Macht treffen.

Abgrundtiefer Schmerz folgt oft erst später

Man kann es verdrängen, gewaltsam von sich weisen, aber meist hilft auch das nicht, die Gewissheit holt einen irgendwann im Leben ein, und dann tritt an die Stelle der so ausweglos erscheinenden Konfliktlage ein weitaus schlimmerer, abgrundtiefer Schmerz, der sich in vielfältigen Beeinträchtigungen und Leiden Bahn bricht, die auch der Artikel teilweise beschreibt und die international unter dem Begriff „Post Abortion Syndrom“ erfasst werden.

Auch an dieser Stelle greift die Autorin dann in ihrer Argumentation wieder zu kurz. Natürlich ist es keine „Strafe“, dass es der jungen Frau nach der Abtreibung so schlecht geht. Nur: diese einfältige Antwort würde ihr kein vernünftiger Mensch geben. Dennoch hat die Aussage einen wahren Kern.

Es ist keineswegs eine rein subjektive Angelegenheit, sondern es hat eine durchaus objektive Ursache, dass sie leidet, dass sie den Gedanken an das Kind, das sie verloren hat, nicht los wird. Diese Differenzierung hätte an dieser Stelle herausgearbeitet werden müssen. Das gelingt der Autorin deshalb nicht, weil sie selbst keine Klarheit hat.

Es geht nicht nur darum, Verständnis für Frauen in der Notlage einer ungewollten Schwangerschaft zu haben. Aber es geht sehr wohl um die Kategorien „richtig“ oder „falsch“. Ihre ganze Ambivalenz ist darauf zurückzuführen, dass sie das Ende des Knäuels nicht findet. Den einen, unveränderlichen Punkt, dass es hier um ein ungeborenes Kind geht und um dessen Leben.

Die Autorin bleibt deshalb bei der Beschreibung der Extrempositionen stehen, die sich aus ihrer Sicht nicht zusammenbringen lassen, wie bereits in ihrem Untertitel „Eine Geschichte der Extreme“ zum Ausdruck kommt. Jede dieser unvereinbar scheinenden Positionen hat etwas für sich  –  so weit geht die Autorin, und das ist vielleicht schon viel. Jede von ihnen beansprucht auch für sich, die „wahre“ zu sein, aber das kann es natürlich nicht geben. Für die Autorin bleibt es bei diesem „entweder – oder“.

Eine Auflösung oder Annäherung der verschiedenen Positionen erscheint ihr ausgeschlossen. „Es ist schwer, etwas ganz genau zu wissen in dieser Geschichte“, so resümiert sie am Ende. Lediglich in ihrer allerletzten Frage klingt vielleicht an, dass es möglicherweise doch eine objektive Dimension gibt.

“Einen Mord bestellt….”

Nach ihrer Abtreibung leidet die betroffene Frau an schweren Depressionen. Ein Bekannter gibt ihr dafür die Erklärung, sie müsse sich darüber nicht wundern, sie habe doch „einen Mord bestellt“.

Zwar gelingt es ihr, den Strafgedanken als Unfug von sich zu weisen. „Ich weiß, dass er unrecht hat. Aber manchmal, wenn es mir nicht gutgeht, denke ich auch so. Warum?“  -  Verweist dieses „warum“ nicht doch auf eine reale Ursache für ihren Zustand, die sie  –  manchmal jedenfalls  –  für möglich hält? images

„Sie stellen sich einen Embryo als winzigen, wehrlosen Menschen vor. Vielleicht tut ihnen alles weh, wenn sie an Abtreibung denken“, so vermutet die Autorin. Auch hier wieder die Verlagerung ins Subjektive. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autorin es auch nicht genauer wissen will. Denn dann fällt es leichter, sich eine Abtreibung als Freiheitsoption vorzustellen.

Wie aber eine selbstbestimmte Entscheidung möglich sein soll, ohne dass man sich ihrer Tragweite bewusst ist und ohne in vollem Umfang über die Tatsachen aufgeklärt zu sein, bleibt unerfindlich.

Dass die angenommene Unverrückbarkeit der unterschiedlichen Positionen eine Illusion sein könnte, bringt der Artikel letztlich selbst zum Ausdruck. Bis zur Abtreibung hat die junge Frau sich geweigert, sich ein Bild zu machen von dem Wesen in ihrem Bauch. „Jetzt aber, nach all den Krankenhausaufenthalten, stellte sie sich vor, wie der Embryo in ihrer Gebärmutter lag, wie er litt.“

An dieser Stelle zeigt sich, dass die jeweilige subjektive Sichtweise der Frau die Frage, um die es hier geht, nicht entscheiden kann.

1000 Kinder werden in Deutschland an jedem Werktag durch Abtreibung getötet, 100.000 im Jahr nach offizieller Statistik, das sind mehr als 3000 Schulklassen. Acht Millionen seit 1974. Zahlen, die das Ausmaß einer Katastrophe deutlich machen. Warum ist das in dieser Weise möglich, ohne dass es einen Aufschrei in der Öffentlichkeit gibt, wie sonst doch so schnell, bei meist viel weniger wichtigen Themen?

Einer der Gründe hierfür ist sicher, dass der Tod eines ungeborenen Kindes für kaum jemanden sichtbar ist. Schon der Begriff „Abtreibung“ oder „Beendigung der Schwangerschaft“ verschleiert dies.

Wir leben in einem Rechtsstaat. Gleichwohl ist offenbar das Tötungsverbot für eine bestimmte Gruppe von Menschen, nämlich die Ungeborenen, aufgehoben. Der Osnabrücker Sozialethiker Prof. Manfred Spieker weist in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass sich der Staat damit, privater Gewalt beugend, seiner Funktion begibt.

Ich stelle mir gerne vor, was Alice Schwarzer bewirken könnte, wenn sie sich, aus einer besseren Einsicht heraus, dazu entschließen würde, das Lebensrecht der ungeborenen Kinder zu verteidigen. Sie würde damit ihr Anliegen, sich für die Interessen von Frauen einzusetzen, nicht verraten, ganz im Gegenteil.

Die betroffene Frau wird selber zum Opfer

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Denn Abtreibung ist zutiefst frauenfeindlich. Eine Frau, die durch eine ungewollte Schwangerschaft in solche Verzweiflung gerät, dass sie keine Chance für das Kind sieht, braucht Hilfe und Unterstützung, keinen „Schein“. Gibt sie dem inneren und  –  sehr häufig  –  äußeren Druck ihrer Umgebung nach, geht es ihr noch schlechter. Sie wird, mit dem Verlust ihres ungeborenen Kindes, selbst zum Opfer.

Es ist dann so, als ob nicht nur das Kind, sondern sie selbst keine Chance gehabt hätte. Ein positiver Ausgang ist ihr verwehrt worden. Das Gegenteil also von Erfolg und Selbstverwirklichung. Es ist ein großer Irrtum, zu glauben, man könne die verlorene Freiheit  –  so empfindet eine Frau ja eine ungewollte Schwangerschaft zuerst  –  durch eine Abtreibung zurückgewinnen. Denn bei der Abtreibung stirbt unweigerlich ihr Kind. Daran kommt eine Frau nicht vorbei. Sie kann es natürlich verdrängen, aber hilft das?

Ein ungeplantes, zuerst vielleicht nicht gewolltes Kind zerstört nicht das Leben einer Frau. Eine Abtreibung schon. Eine Abtreibung ist geeignet, einer Frau viele Jahre ihres Lebens zu nehmen. Man wende an dieser Stelle nicht ein, Abtreibung sei notwendig, um die Gleichstellung von Mann und Frau zu erreichen. Denn das ist nicht so.

Auch Muttersein gehört zur “Selbstverwirklichung”

Die Tatsache, dass eine Frau Mutter sein kann, ist vielmehr ein Umstand, den es  –  im positiven Sinn  –  in Rechnung zu stellen gilt. Ein moderner Feminismus muss diese Tatsache, dass Frauen Mütter sind und es sein wollen, berücksichtigen. Mutter zu sein ist für moderne junge Frauen auch ein wesentliches Element von Selbstverwirklichung.

Noch etwas gilt es zu bedenken. Es ist nicht nur moralisch fragwürdig, das Selbstbestimmungsrecht der Frau absolut zu setzen, ihre Selbstverwirklichung höher als das Lebensrecht des Kindes zu bewerten. Nein, es ist auch faktisch so, dass es Selbstverwirklichung auf Kosten des Lebens eines ungeborenen Kindes nicht geben kann. Ich kann doch nicht mein Leben weiterleben, als wäre nichts geschehen. Es wird nie mehr so sein wie davor. Diese Erfahrung bringen Frauen nach einer Abtreibung zum Ausdruck.

“Das Trauma Abtreibung zerstörte mein Leben”

„Ich komme mir wie ein Roboter vor und tue mechanisch meine Arbeit. Mich freuen oder lachen – aber auch weinen kann ich nicht mehr! Alles egal!“   -  Oder: „Das ist ja noch nichts, hatten Arzt und Beraterin gesagt!  -  Dass es doch etwas gewesen war, merkte ich zu spät, als sich mein totes Kind wie ein Schatten auf meine Seele legte. Das Trauma Abtreibung zerstörte mein Leben.“

Dass die Tötung des eigenen Kindes nicht zu einem Zustand der Befreiung führt, macht auch die folgende Aussage mehr als deutlich:

„Warum hat mir das keiner gesagt? Wussten die anderen, Arzt, Beraterin, meine Eltern, meine Freundinnen und mein Mann wirklich nicht, was dann kommt? Als ich vor zwei Jahren zur Abtreibung gedrängt wurde, sagten alle, es sei das Beste für mich und für mein Kind! Nun ist mein Kind tot, und ich bin so verzweifelt! Ich kann nicht mehr schlafen und auch nicht mehr lachen. Niemand versteht mich! Damals hatte ich keine Kraft, mich gegen alle zu stellen. Auch heute bin ich mit meiner Not und meinem Elend allein. Bitte sagen Sie allen Menschen, wie furchtbar eine Abtreibung ist. Schreckliche Schmerzen quälen meinen Körper und meine Seele! Warum hat mir das denn keiner gesagt.“ (Quelle: Myriam … warum weinst du? Das Leiden der Frauen nach der Abtreibung, Post-Abortion-Syndrom PAS, Erlebnisberichte von betroffenen Frauen. Herausgeber: Stiftung „Ja zum Leben – Mütter in Not“, 1996).

Was tut man Frauen an, indem man ihnen Abtreibung als ein Mittel der Selbstbestimmung ausgibt?

Auch Abby Johnson, ehem. leitende Mitarbeiterin einer von International Planned Parenthood (IPP) betriebenen Abtreibungsklinik in Texas („Lebenslinie. Warum ich keine Abtreibungsklinik mehr leite“) war lange der Meinung, sich für Frauen einzusetzen, indem sie diesen die Möglichkeit bietet, sich für eine Abtreibung zu entscheiden und sie dann auf diesem Weg zu begleiten.

Welch ein grundlegender Irrtum. Das hat sie erst begriffen, als sie auf dem Ultraschallbild den Tod eines ungeborenen Kindes miterleben musste, als sie bei einer Abtreibung assistierte. Wenn schon die Leiterin einer Abtreibungsklinik nicht wusste, was bei einer Abtreibung eigentlich geschieht  –  wie vielen Frauen geht es nicht so. Frauen, denen man diese Art von Aufklärung verweigert.

Eine Frau im Konflikt einer ungewollten Schwangerschaft wünscht sich, wie auch Schwarzer einmal formuliert hat, keine Abtreibung. Die heutige Gesetzeslage suggeriert ihr aber, dass sie diese Möglichkeit habe.

Diese Entscheidung zwischen Leben und Tod, die man keiner Frau wünscht und die auch keine Frau treffen kann, begründet oder verstärkt oft erst die Konfliktlage, in der sich eine Frau bei einer ungewollten oder ungeplanten Schwangerschaft befindet. Das zeigt die Erfahrung aus der Schwangerschaftskonfliktberatung mit großer Deutlichkeit.

Rechtsbewußtsein schwindet mit fatalen Folgen

Die Verdunkelung des Rechtsbewusstseins, die mit der Legalisierung der Abtreibung einhergegangen ist und die große Teile unserer Gesellschaft erfasst, hat verheerende Auswirkungen, nicht nur für unsere Gesellschaft als ganze, die sich an das Wegsehen und Verdrängen gewöhnt hat, sondern auch für das Leben der einzelnen Frau.

Statt auf den Respekt und die Unterstützung ihrer Umgebung rechnen zu können, wenn sie ungewollt schwanger ist, wird sie allein gelassen. Durch eine Abtreibung kommt eine Frau nicht ihrer Selbstverwirklichung näher, sondern sie erlebt das Gegenteil davon, nämlich Scheitern (nicht im Sinne eines subjektiven Versagens, sondern als verwehrter Erfolg), Traurigkeit, zerstörte Lebensfreude, oft genug auch Depression, Verzweiflung darüber, dass niemand für sie da war, der sie aus der ihr ausweglos scheinenden Situation hinausgeführt hat.

Unsere Autorin, die Juristin Dr. Friederike Hoffmann-Klein, ist Mitglied des Bundesvorstands und stellv. Landesvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben) in Baden-Württemberg.

Erstveröffentlichung dieses Artikels in der Zeitschrift “Theologisches” (Nr. 3-4/2014)


Weltweiter Down-Syndrom-Tag: Medien ermutigen zum behinderten Kind

Mathias von Gersdorff

Die breite und positive Berichterstattung zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21.3. kontrastiert stark mit dem üblichen Desinteresse der meisten Medien für Lebensrechtsthemen.  Bildungsplan-Demo-1.2.1448b

Ideologische Scheuklappen und überhaupt die Grausamkeit des Themas führt im Rest des Jahres dazu, daß die meisten Medien einen großen Bogen darum machen. Es gibt natürlich rühmliche Ausnahmen wie beispielsweise die “Junge Freiheit” (vgl. Artikel „Warum diese Kinder leben“).

Die meisten Artikel, Reportagen und Filmberichte zum Welt-Down-Syndrom-Tag beinhalteten drei Botschaften:

1. Die geistige Behinderung ist oft viel geringer als zunächst befürchtet; 2. Trotz Behinderung sind Menschen mit Down-Syndrom in der Lage, ein einigermaßen unabhängiges Leben zu führen und sogar Berufe auszuüben; 3. Die Mütter und Familien, die ein Kind mit dieser Behinderung angenommen haben, empfinden es als Reichtum und sind ausgesprochen froh, daß sie ja zu ihrem Kind gesagt haben.

Es ist sehr schön, daß in der Presse in dieser Form berichtet wird. Man würde sich aber wünschen, daß die Medien verstärkt das Ja zu allen ungeborenen Kinder ermutigen, also auch solche, die „unerwünscht“ gezeugt werden. Ebenfalls wäre zu begrüßen, daß auf das uneingeschränkte Recht auf Leben aller Menschen hingewiesen wird, unabhängig davon, wie krank oder behindert sie sind.

In nicht wenigen Berichten findet sich unterschwellig eine utilitaristische Sicht des Menschen: Das Kind ist nicht dermaßen behindert, daß es nur Kosten verursacht und nichts leisten kann. DSC07339

Es gibt Anlaß, auf das uneingeschränkte Recht auf Leben hinzuweisen. Das Video „Liebe ist kein Argument“ zeigt Szenen aus dem Alltag eines Mädchens mit Down-Syndrom. Dem Zuschauer wird deutlich gemacht, wie normal ihr Leben ist: Sie fährt Rad, sie spielt mit einem Hund, sie spielt Geige, sie liest ein Buch usw.

Dabei werden Kommentare zu der Zeit-Reportage „Elternglück, nur anders“ vorgelesen, die über ein Ehepaar berichtete, die ein zweites Kind mit Down-Syndrom zur Welt brachte, obwohl sie vor der Geburt davon wußten. 

Es sind Kommentare wie: „Da schon vor der Geburt feststeht, daß das Kind behindert zur Welt kommen wird, handeln die Eltern schlichtweg egoistisch und verantwortungslos“ oder „Ich gönne allen Menschen ihr Glück, aber mit Absicht Behinderte in die Welt zu setzen, geht doch gar nicht. Wie egoistisch kann man sein? Eigentlich dürfte man sowas nicht erlauben, auch wenn es ein schmaler Grat zu alten Zeiten ist.“

Die Zeit hat löblicherweise dieses wertvolle Video verbreitet. Kann man aber erstaunt sein, daß es angesichts der Abtreibungspraxis zu solch menschenverachtenden Kommentaren kommt?

Daß viele Medien zu einem Leben mit Kindern mit Down-Syndrom ermutigen, hat auch damit zu tun, daß diese Kinder in der großen Mehrheit der Fälle von den Eltern „erwünscht“ waren. Sie wollten ja tatsächlich ein Kind zeugen und auf die Welt bringen. baby

Würden diese Medien versuchen, die Einstellung der Menschen zu „unerwünschten“ Kindern positiv zu beeinflussen, würden sofort die Empörungsrituale der Feministinnen und der Abtreibungslobby losgetreten werden. Schnell würde es heißen, man wolle die Frauenrechte beschneiden und sie auf „Gebärmaschinen“ reduzieren.

Prompt spielt das Recht auf Leben des ungeborenen Kindes keine Rolle mehr, prompt wird es zu einem bloßen Störfaktor der emanzipierten Frauen auf dem Weg zu einer falsch verstandenen Selbstverwirklichung.

Die positive Berichterstattung ist möglicherweise auch Folge eines kollektiven schlechten Gewissens. Etwa 95 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom werden nämlich abgetrieben. Seit 2012 wurden drei Bluttests (PraenaTest von Lifecodexx, Panorama-Test der Firmen Natera und Amedes und der Harmony-Test der US-Firma Ariosa) eingeführt, welche die Selektion erheblich erleichtern.

Diese Diagnoseverfahren sind weder sicher noch geben sie an, wie stark die Behinderung sein wird. Wie schon oben erwähnt, gibt es Menschen mit Down-Syndrom, die normale Berufe ausüben können.

Darüber informiert das neu erschienene Buch „Was soll aus diesem Kind bloß werden? – 7 Lebensläufe von Menschen mit Down-Syndrom“ von Professor Holm Schneider (siehe Foto). Er selbst, Kinderarzt, Genforscher und Autor mehrere Bücher und Fachpublikationen, stellte eine Sekretärin mit Down-Syndrom ein. PICT0107

Seit einigen Jahren erscheinen regelmäßig Bücher über das Leben und das Zusammenleben mit Menschen mit Down-Syndrom. Vor wenigen Wochen ist beispielsweise „Lolas verrückte Welt: Diagnose: Down-Syndrom“ der 37jährigen Amelie Mahlstedt erschienen. Vor sechs Jahren brachte sie ein behindertes Kind zur Welt, und sie dachte, die Welt würde einstürzen. In ihrem Buch beschreibt sie, wie dieses Kind ihr eigenes Leben wertvoller gemacht hat.

Am erfolgreichsten waren bislang die Bücher von Doro Zachmann: „Mit der Stimme des Herzens. Meine ersten Jahre mit Jonas“ (1999) „Bin Knüller! Herz an Herz mit Jonas“ (2010) und „Ich mit ohne Mama. Knüller Jonas wird erwachsen“ (2012). Im letztgenannten ist Doro Zachmanns behinderter Sohn Jonas Kaufmann Mitautor.

Auf diese Weise kann man die Sensibilität und das Fassungsvermögen eines 19-Jährigen mit Down-Syndrom kennenlernen. Dabei stellt man fest, daß Menschen mit Down-Syndrom über psychische „Antennen“ verfügen, die andere nicht haben.

Alle diese Bücher sind empfehlenswert. Wie schön wäre es, wenn sie eine große Verbreitung finden. Es sind Werke, die uns einen neuen Blick auf das Leben eröffnen, die uns menschliche Reichtümer zeigen, die wir sonst nicht sehen würden. Es sind Bücher, die uns auch eine völlig neue Perspektive auf die Welt öffnen und nachdenklich machen.

Heutzutage ist es ja Mode geworden, „Quoten“ einzuführen. In Deutschland und Europa gibt es viele Volksvertreter, die sich rabiat für die Durchsetzung eines „Rechts auf Abtreibung“ einsetzen. Eine Behindertenquote in den Parlamenten, wodurch behinderte und nicht-behinderte Menschen zusammenarbeiten müßten, würde sicherlich die Ansichten vieler ändern.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und des Webmagazins “Kultur und Medien heute”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wlochenzeitschrift “Junge Freiheit”


Wiesbaden: Gewährte das “Ehrenmord”-Urteil einen “Kulturrabatt” für Muslime?

24-Jähriger ermordete seine Freundin, die nicht abtreiben wollte

Auf ein unterschiedliches Echo stößt ein Urteil des Landgerichts Wiesbaden zu einem sog. „Ehrenmord“. Es geht um den Fall des 24-jährigen Muslim Isa Sh. Der Mann mit afghanischen Wurzeln hatte im Februar 2013 seine schwangere Ex-Freundin hinterrücks erstochen, weil sie eine Abtreibung ablehnte. paragraph_300x3001

Der Student befürchtete, dass seine streng muslimische Familie niemals ein Kind von einer Nichtmuslimin akzeptiert hätte. Das Gericht verurteilte ihn aufgrund von Indizien zwar zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, erkannte aber keine „besondere Schwere der Schuld“, wie sie die Staatsanwaltschaft gefordert hatte.

Begründung des Vorsitzenden Richters: Der Angeklagte sei zum Tatzeitpunkt noch „recht ungefestigt“ gewesen und habe sich „aufgrund seiner kulturellen und religiösen Herkunft in einer Zwangslage befunden“.

Nach diesem Urteil kann der Verurteilte bereits nach 15 Jahren die Entlassung auf Bewährung beantragen. Bei Feststellung eines „besonderen Schwere der Schuld“ wäre dies nicht möglich.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Islam der Deutschen Evangelischen Allianz, der Theologe Ulrich Neuenhausen, bezeichnete das Urteil gegenüber der evangelischen Nachrichtenagntur IDEA als „ungerecht“.

Er erinnerte daran, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2004 sogenannte „Ehrenmorde“  –  zur Wiederherstellung der Familienehre  –  als „Morde aus niedrigen Beweggründen“ anzusehen sind. Danach könne eine mildere Bestrafung nur in Ausnahmefällen in Betracht kommen, wenn der Täter noch so stark in fremden Wertvorstellungen verwurzelt sei, dass ihm die Missachtung seines Handelns im hiesigen Rechtssystem nicht bewusst sei. Laut Neuenhausen ist dies aber bei dem Verurteilten nicht der Fall, da er in Deutschland aufgewachsen sei. 

Muslimischer CDU-Politiker: „schleichende Einführung der Scharia“

Scharfe Kritik an dem Urteil übte der integrationspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, der Muslim Ismail Tipi. Das Gericht habe dem Mörder einen „kulturellen Rabatt“ gewährt. Tipi hierzu:

„Es sind genau diese Urteile, die den Weg frei machen für eine ausufernde Paralleljustiz und für die schleichende Einführung der Scharia. Es ist eine Kapitulation unseres Rechtsstaates vor einer fremden Rechtskultur. Das kann und darf nicht sein.

Für Frauen ist diese Art der Rechtsprechung ein gewaltiger Rückschritt. Wer einen Ehrenmord, wie jetzt in Wiesbaden, begeht, greift nicht nur Personen an, sondern auch die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.“

Quelle: http://www.idea.de

HINWEIS unserer Redaktion: Der Täter hat sogar einen DOPPEL-MORD begangen, da er auch das ungeborene Kind tötete, das seine Freundin in ihrem Schoß trug.


Down-Syndrom-Tag: Lebensrechtler gegen Selektion behinderter Menschen

Für das Lebensrecht von Menschen mit Trisomie 21 (Down Syndrom) haben sich Lebensrechtsgruppen und Angehörige Betroffener ausgesprochen. Anlass ist der Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März, der seit 2012 offiziell als Aktionstag von den Vereinten Nationen anerkannt ist. imagesCA4JYFAC

Das Down-Syndrom ist die häufigste angeborene Chromosomen-Anomalie. Bei Betroffenen ist das Chromosom 21 dreifach vorhanden. Das führt zu körperlichen Auffälligkeiten und geistigen Einschränkungen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Die Spanne reicht von schweren Behinderungen bis zu fast durchschnittlicher Intelligenz.

Weltweit kommt etwa alle drei Minuten ein Baby mit Down-Syndrom zur Welt. In Deutschland leben schätzungsweise rund 50.000 Menschen mit Trisomie 21.

Für ethische Debatten hierzulande sorgen vorgeburtliche Tests, mit deren Hilfe Schwangere frühzeitig erkennen, ob ihr Kind das Down-Syndrom hat.

Zu den bekanntesten gehört der „Praenatest“ der Firma „Lifecodexx“ (Konstanz). Er ist seit 2012 auf dem Markt und wurde nach Angaben der Hersteller-Firma bislang fast 10.000mal angewandt. Kritiker beklagen, dass nach einem positiven Testergebnis Kinder mit Trisomie 21 abgetrieben werden.

CDL-Vorsitzende: Nur 5 %werden nach Diagnose geboren

Wie die Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr (siehe Foto) auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte, ist die Lage von Menschen mit Down-Syndrom in Deutschland insgesamt besser geworden. _DSC4662

Anders als in Ländern wie China, der Türkei oder Russland gebe es eine breite gesellschaftliche Akzeptanz: „Allerdings werden immer weniger Kinder mit Down-Syndrom überhaupt geboren.“ 

Werde bei Untersuchungen eine Trisomie 21 diagnostiziert, schrumpfe die Wahrscheinlichkeit, das Licht der Welt zu erblicken, auf weniger als fünf Prozent. Die vorgeburtliche Diagnostik an sich sei nicht verwerflich, wenn sie ausschließlich dem Wohlergehen von Mutter und Kind diene, so Löhr. Viele Tests hätten jedoch einen „Selektionscharakter“.

Kinder mit Down-Syndrom seien die ehrlichsten und fröhlichsten Menschen der Welt: „…als ob Gott alle Falschheit ausgespart hätte“.

Die Autorin des Buches „Lolas verrückte Welt – Diagnose: Down-Syndrom“, Amelie Mahlstedt, plädierte gegenüber IDEA für einen unverkrampften Umgang mit Betroffenen. In ihrem Buch beschreibt sie die ersten drei Jahre mit ihrer Tochter Lola, die mit dieser Chromosomen-Anomalie zur Welt kam. Zunächst sei die Diagnose nach der Geburt ein Schock gewesen. Lola habe ihr aber geholfen, die Wertigkeiten in ihrem Leben zurechtzurücken.

Die inzwischen dreifache Mutter möchte auch andere betroffene Eltern ermutigen, ihrem Kind zuzutrauen, dass es seinen Platz in der Welt finden wird. 

Quelle: http://www.idea.de


Arizona/USA: Ist Abtreibung eine private Entscheidung der Frau?

Von Dr. med. Edith Breburda

Planned Parenthood in Arizona und das Women’s Center in Tucson  -  beides Einrichtungen, die Abtreibungen anbieten  -  verklagen den US-Bundestaat Arizona, da dieser ein neues Gesetz verabschiedete, welches die bisher üblichen Abtreibungspillen unterbindet. Dr. Breburda

Anwälte des Zentrums für Reproduktive Rechte und der Planned Parenthood Föderation von Amerika wollen Frauen, die ab 1. April 2014 keinen Zugang mehr zu Medikamente bekommen, dazu verhelfen, welche eine Abtreibung einleiten.

Im Januar verabschiedete das Gesundheitsministerium von Arizona, dass abtreibungsinduzierende Arzneimittel nur bis zur 7. Schwangerschaftswoche in der von der Food und Drug Administration anerkannten Dosierung verabreicht werden dürfen. Die Einnahme von 2 Tabletten muss in der Klinik erfolgen.

Vor dem Gesetz war eine induzierte Abtreibung bis zur 9. Lebenswoche möglich. Auch wurde nur die erste Tablette in der Klinik eingenommen. Ein zweites, niedriger dosiertes Präparat wurde daheim eingenommen, was die Kosten dämpfen sollte. Allerdings erhöhte diese Praxis das Komplikationsrisiko der Frau.

US-Bundesstaat Arizona: strengeres Abtreibungsgesetz

Laut dem neuen Gesetz müssen Ärzte, die chirurgische Abtreibungen vornehmen, eine Arbeitserlaubnis in einem Krankenhaus in einem Umkreis von 30 km haben. Ärzte, welche eine medikamentöse Abtreibung durchführen, müssen Patienten in dieses Krankenhaus einweisen dürfen und sind verpflichtet, Komplikationen zu melden. Eine Krankenwagen muss bereit stehen, wenn es zu Zwischenfällen kommt. Baby (2)

Planned Parenthood sieht in dem neuen Gesetz eine Behinderung der “reproduktiven Rechte” der Frau, weil dadurch eine Abtreibung erschwert wird. “Das Gesetz bedeutet einen Eingriff in die private medizinische Entscheidung der Frau”, sagt der Direktor von Planned Parenthood von Arizona, Bryan Howard.

Für Abtreibungs-Befürworter ist der jetzt begrenzte Gebrauch von Mifepristone  -  besser als RU-468 bekannt  -  problematisch:

“Eine Studie des Guttmacher-Institutes in New York, die von Abtreibungs-Befürwortern durchgeführt wurde, zeigt, dass auch eine geringere RU-468-Dosis, verbunden mit einem anderen Wirkstoff, genauso wirksam ist. Die bisherige Methode ermöglichte zudem eine Abtreibung bis in die 9. Schwangerschaftswoche. Durch das neue Gesetz, welches nur FDA genehmigte Präparate erlaubt, ist diese kostengünstigere Methode nun verboten”, erläuterte Elizabeth Nash, Managerin des Guttmacher-Institutes.

Abtreibungsbefürworter verklagen Bundesstaat

Viele Frauen, die in der 9. Schwangerschafts-Woche sind, müssen sich in Zukunft einem chirurgischen Eingriff unterziehen. “Arizona raubt Frauen ihre verfassungsmäßig geschützten Rechte (Consitutionally protective rights)”, sagte David Brown, ein Anwalt des Zentrums für “Reproduktions-Rechte”. Deswegen wird der US-Bundestaat Arizona verklagt.

“Es ist eine Schande, wenn Planned Parenthood sich benachteiligt sieht, gehen sie vor Gericht, um ihre Ansichten durchzusetzen”, erklärt Cathi Herrod, Präsidentin einer bedeutenden Lebensrechtsgruppe (Christie Bob, Arizona sued over abortion drug limits. The Arizona Republic 3.6.2014). images

Die USA entwickelte bereits 2011 ein Prostaglandin Präparat, welches eine Abtreibung zuhause, ohne die Mithilfe eines Arztes ermöglichte. Über die Frage, inwieweit dieses Mittel den Frauen letztendlich schadet, scheiden sich die Geister. Misoprostol, wurde am 3. Juni 2011 von der Weltgesundheitsorganisation WHO in New York für die USA zugelassen.

Es wird eingesetzt, um nachgeburtliche Blutungen zu stillen und kann so vielen Frauen das Leben retten, sagt das WHO-Statement. Es ist aber auch für selbstinduzierte Abtreibungen zugelassen.

Ärzte sprechen von einer Wunderdroge, die Frauen im Wochenbett das Leben rettet. Das Präparat muss weder kühl gelagert noch mit einer Spritze steril verabreicht werden.

Das Präparat muss weder kühl gelagert, noch mit einer Spritze steril verabreicht werden. Maternal Life International (Mütterliches Leben International) zeigt sich eher skeptisch, denn die Frauensterblichkeit in medizinisch unterversorgten Gebieten liegt sowieso höher. Misoprostol erweckt den Eindruck, die Sterblichkeit der Mütter im Wochenbett in derartigen Gegenden zu verringern, was jedoch nicht der Fall ist.

Dr. Joe DeCook, ein Arzt der Pro-Life Bewegung Amerikas, vergleicht das Präparat mit dem Rauschmittel Morphin: „Es kann benutzt werden, um Gutes oder auch Schlechtes zu tun.”

In Deutschland wurde Misoprostol im Januar 2006 vom Markt genommen. Es war nur für die Behandlung von Magen-Darmkrebs zugelassen. Für eine andere Indikation hatte der Hersteller nie einen Antrag gestellt, trotz zahlreicher Studien, die einen Einsatz in der Gynäkologie und Geburtshilfe sinnvoll erscheinen ließen. (Siehe “Frauenarzt” 2003, 8:882-5 und Homepage).

Probleme mit induzierter Geburt

Immer öfter wird der spontane Wehenbeginn nicht mehr abgewartet. Obwohl die WHO (Fortaleza-Konsensus-Konferenz, 1985) in ihrer „Mutterfreundlichen Kindergeburtsinitiative” (Mother-friendly Childbirth Initiative) davor warnt, eine Technisierung der Geburten aus Gründen der Praktikabilität und ohne medizinische Indikation zu „erzwingen”. Frauen sprechen in Internetforen über das schlimmste Erlebnis, das sie mit einer „induzierten”, einer vorangetriebenen Geburt je hatten.

In der Geschichte der Frauenheilkunde wurden ursprünglich Prostaglandine, d. h. induzierte medizinische Verfahren angewendet, um eine Geburtseinleitung im Rahmen der medikamentösen Abtreibung im ersten und zweiten Trimenon vorzunehmen.

Die Weltgesundheitsorganisation fürchtet, dass das am 3. Juni 2011 für den US Markt zugelassene Präparat Misoprostol von nicht medizinisch geschulten Frauen angewendet wird, um eine Abtreibung „zu Hause” durchzuführen. Damit könnte es für diejenigen, die es einnehmen, auch gewisse Risiken bergen.

Das Präparat wurde für den Privatgebrauch freigegeben, aber gerade in ländlichen Gebieten der USA, wo die Gesundheitsversorgung suboptimal ist und keine Notaufnahmeeinrichtungen vorhanden sind, kann die nicht medizinisch überwachte Einnahme von Misoprostol zum Problem werden.

Die Intention war, dass mit dem neuen Präparat eine Abtreibung ohne den Arzt vorgenommen werden kann. In Vietnam waren 1.734 Frauen in die Vorversuche für das Medikament involviert. Abtreibungen wurden bis zum 63. Schwangerschaftstag durchgeführt, ohne das Mitwirken eines Arztes.

Gynuity, eine Organisation, die sich für die Aufklärung der Bevölkerung bezüglich Reproduktionsmedizin einsetzt und in den USA arbeitet, unterstützt selbstinduzierte Abtreibungen und versucht, sie in ein positives Licht zu stellen.

2009 wurde berichtet, dass sich Gynuity gegen Gesetze ausspricht, welche die Personenwürde des ungeborenen Kindes hervorheben wollen.

Etwas besorgt war die Organisation über eine eigene Studie, die 2002 zeigte, dass Misoprostol Geburtsfehler bei Ungeborenen hervorrufen kann, wenn das Kind die eigene Abtreibung „überleben” sollte. Meistens handelt es sich um Klumpfüße, Gesichtsnerven-Anomalitäten und nicht vollständig ausgebildete Finger.

Ein Viertel der medikamentös induzierten Abtreibungen schlagen fehl und benötigen dringend eine medizinische Versorgung. Vor allem Abtreibungen, die nach der 7. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden, setzen das Leben der Mutter aufs Spiel.

Vgl. hierzu auch: Dr. E.Breburda: Neues Prostaglandinpräparat in Amerika zugelassen, 10. Juni 2011, Zenit

Dr. med. Edith Breburda DVM, PhD: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Münster: 1000-Kreuze-Gebetszug für das Lebensrecht am 22.3.2014

Am Samstag, den 22. März, findet in Münster (Westfalen)   -  wie schon seit Jahrzenten  -  wieder die Kundgebung „1000 Kreuze für das Leben“ mit nachfolgendem Gebetszug statt. PICT0020

Eingeladen sind alle Christen, die sich für das Lebensrecht ungeborener Kinder einsetzen und dafür ein klares öffentliches Zeichen setzen wollen. Auch Priester und Ordensleute beteiligen sich seit Jahren an diesem Kreuze-Marsch in der Stadt des Kardinal von Galen, der sich während der NS-Diktatur mutig für die von Euthanasie bedrohten Behinderten einsetzte. 

Der Gebetszug beginnt 14.30 Uhr am St.-Aegidii-Kirchplatz in Münsters Innnenstadt (15 Geh-Minuten vom Bahnhof entfernt) mit de Verteilen der weißen Holz-Kreuze an die Teilnehmer.

Unser Foto zeigt die Kreuze-Aktion vom vorigen Jahr.

Veranstalter: http://www.europrolife.com


EU: Mit Schockbildern vor Rauchen schützen – und wo bleibt der Lebensschutz?

Pressemeldung der Initiative NIE WIEDER:

Mit Schockbildern auf Zigarettenpackungen sollen nach dem gestrigen Beschluß des EU-Parlaments in Straßburg die Raucher vom Griff zur Zigarette abgehalten werden. Diese Neuregelung ist von den einzelnen EU-Ländern bis 2016 umzusetzen.

Durch Tabakkonsum sterben in der EU jährlich schätzungsweise 700.000 Menschen, somit etwa 2000 täglich. Die Anzahl der Menschen, die darüber hinaus „nur“  gesundheitliche Schädigungen erleiden, ist nicht bekannt. Grünen-Politikerin Rebecca Harms meinte, daß angesichts der „enormen Schäden“ striktere Regeln zum Gesundheitsschutz unbedingt notwendig seien. imagesCAHIF86C

In Anbetracht dieses EU-Beschlusses scheint eine von der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“  im Jahre 2008 getroffene Entscheidung geradezu grotesk. Ein Homepagebetreiber wollte damals durch Abtreibungsbilder vor der absolut tödlichen Wirkung auf das ungeborene Kind und auf etwaige gesundheitliche Schäden der Mutter hinweisen.

Die BPjM-Verantwortlichen stuften die Bilder jedoch als “jugendgefährdend” ein, die zudem sozialetisch desorientierend seien. Sie erfüllten außerdem das Tatbestandsmerkmal „Gefährdung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihrer Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftlichen Persönlichkeit“  nach § 187Abs. 1 Satz 1 JuSchG. 

Die Entscheidung aus Straßburg ist begrüßenswert, auch aus der Sicht von Lebensrechtlern. Es dürfte in Zukunft wieder möglich sein, über die tödlichen Gefahren der Abtreibung auch mit realistischen Bildern wirksam in der Öffentlichkeit aufzuklären, ohne Repressalien oder Anzeigen befürchten zu müssen.

Initiative Nie Wieder!
Klaus Günter Annen, Weinheim


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