Bischofskonferenz diskutiert über “Sterbehilfe” und die Lage verfolgter Christen

“Allein die Kirche kann die menschliche Existenz als Wunder Gottes würdigen”

Die am heutigen Montag beginnende Herbst-Vollversammlung der deutschen katholischen Bischöfe befasst sich vor allem mit der Situation der Christen im Irak und der “Sterbehilfe” bzw. Euthanasie.

Hierzu erklärt der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung: 4077304320

“Mit ihrer Themenwahl greift die Katholische Kirche wichtige Themen dieser Zeit auf und macht damit deutlich, wie nah sie den Menschen ist.

Die Lage der bedrängten und verfolgten Christen im Irak lässt niemanden kalt. Es ist für uns alle schmerzhafte zu sehen, wie Menschen aufgrund ihrer Religion verfolgt werden.

Erst vor einer Woche hatte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion Bischof Warda aus Erbil zu Gast, der in beeindruckender Weise von den entsetzlichen Verhältnissen der Flüchtlinge im Irak berichtet hat.

Die Fraktion unterstützt besonders die humanitäre Hilfe vor Ort, an der auch die Katholische Kirche selbst einen großen Anteil hat.

Mit dem “Sterben in Würde” widmen sich die Bischöfe einer Thematik, die angesichts der geplanten gesetzlichen Neuordnung im Kreuzfeuer der Debatte steht. Der Kirche kommt hier eine besondere Bedeutung zu.

Nur sie ist in der Lage, den Menschen ihre einmalige Existenz als Wunder Gottes zu erklären, aus dem sich die Würde jedes einzelnen  –  sei er schwach und krank  –  ableitet. Die CSU/CSU-Bundestagsfraktion erhofft sich daher wichtige Anregungen und Impulse aus der Vollversammlung für die anstehende Debatte im Bundestag.”

Hintergrund:
Vom 22. bis 25. September 2014 findet in Fulda die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 66 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil.

 


“Sterbehilfe”/Euthanasie: Selbstmord darf kein sozial erwünschter Tod werden

Für ein Verbot der Sterbehilfe haben sich christliche Medizin- und Ethikexperten bei einer Fachtagung des Bundesverbandes „Christdemokraten für das Leben“ und der Lebensrechtsorganisation „Aktion Lebensrecht für Alle“ am 19. September in Berlin ausgesprochen.

Die Tagung stand unter dem Thema „Du sollst mich töten.  – Kommt jetzt der ärztlich assistierte Suizid?“. vaccine_2_360_250_s_c1

Die Experten begrüßten die Initiative von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), jede Form des assistierten Suizids unter Strafe zu stellen. Ein Verbot kommerzieller Anbieter reiche nicht aus.

Der Medizinhistoriker Prof. Axel W. Bauer warnte vor der „Illusion des selbstbestimmten Todes“. Schwerkranke Menschen bräuchten fachmännische Hilfe und keinen assistierten Suizid.

In Deutschland gebe es jährlich mindesten 100.000 Suizidversuche, von denen etwa 10.000 zum Tod führten. Insbesondere bei über 65-Jährigen steige die Rate der Selbsttötungen deutlich an. Ein Suizid habe im Durchschnitt Auswirkungen auf sechs bis 23 Personen. Ein „freiwilliger Abgang“ aus dem Leben dürfe nicht zur sozial erwünschten Tugend werden, so Bauer.

Er kritisierte Äußerungen des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider (Berlin). Dieser hatte bekundet, seiner an Krebs erkrankten Ehefrau notfalls beim Suizid zur Seite zu stehen, auch wenn dies seiner eigenen Überzeugung widerspreche. Das sei ein „Betroffenheitsrührstück, das sich für politische Zwecke instrumentalisieren“ lasse, so Bauer.

Euthanasie hat Niederlande stark verändert

Der niederländische Journalist Gerbert van Loenen berichtete über die Folgen der Legalisierung aktiver Sterbehilfe seit 1984 in seiner Heimat. Seitdem habe sich das Land zutiefst geändert. images

Im Jahr 2010 seien fast 4000 Menschen mittels eines vom Arzt verabreichten tödlichen Medikaments gestorben. Dies entspreche drei Prozent aller Verstorbenen. Daneben gab es etwa 300 Fälle, in denen das Leben von schwerstkranken Patienten beendet worden sei, ohne dass diese das verlangt hatten. Dies wisse man aufgrund anonymer Umfragen unter Ärzten.

Das Land habe die Gelassenheit verloren, zu akzeptieren, dass es auch ein Leben gebe, das einem selbst sinnlos vorkomme. Die Legalisierung aktiver Sterbehilfe habe Entwicklungen in Gang gesetzt, die man nicht vorhergesehen habe. Die Grenze „Du sollst nicht töten“ sei aufgegeben worden. Eine neue Grenze habe man noch nicht gefunden.

Der Professor für Christliche Gesellschaftslehre, Dr. Manfred Spieker, bezeichnete Suizidversuche als einen „Hilfeschrei“. Die Legalisierung des assistierten Suizids sei juristisch und moralisch fragwürdig und führe zur „Selbstentsorgung“ kranker Menschen. Durch eine Legalisierung der Sterbehilfe nehme der Druck auf Kranke zu, sich dem Trend zum „sozialverträglichen Frühableben“ anzuschließen.

Quelle: http://www.idea.de


CDU-Politiker H. Hüppe: Belgische Euthanasie ist Warnung für Deutschland

Anläßlich der gerichtlich genehmigten “Sterbehilfe” an einem belgischen Sexualverbrecher erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellv. Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Hubert Hüppe (siehe Foto): 130325-hueppe-1422x744

“Die immer weitere Grenzen überschreitende Sterbehilfe-Praxis unseres westlichen Nachbarlandes ist eine eindringliche Warnung für Deutschland.

Die Sterbehilfe für einen körperlich gesunden Strafgefangenen, der „unerträgliches psychisches Leiden“ geltend macht, ist nur ein weiterer Eskalations-Schritt der belgischen Euthanasie.

Nach Legalisierung der Euthanasie für volljährige, einwilligungsfähige Patienten in medizinisch aussichtsloser Lage, die ausdrücklich darum bitten, starben 2012 zwei gehörlose Brüder, die ihre Erblindung befürchteten. Im letzten Jahr wurde die Regelung auf Minderjährige ausgeweitet.

Belgien verzeichnet laut Presseberichten für 2013 eine Sterbehilfe-Zunahme von 27 Prozent und einen Rekord seit Einführung der Sterbehilfe im Jahr 2002.

Gerade Belgien ist ein Beispiel dafür, dass die Kernthese, unerträgliches Leiden sei durch Tötung zu vermeiden,  sich Schritt für Schritt gegen alle eingezogenen Hürden und vermeintlich „enge Grenzen“ durchsetzt.”


Palliativ-Mediziner warnen vor “Sterbehilfe”: Hospiz-Ausbau statt Euthanasie

Schmerzen bekämpfen statt Leben beenden

Der Angst vieler älterer Menschen vor einem unwürdigen und leidvollen Sterben in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder auch zu Hause muss dringend mit einem flächendeckenden Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung begegnet werden.   vaccine_2_360_250_s_c1
Das hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in einer aktuellen Stellungnahme gefordert.
Dazu gehöre zwingend ein verantwortlicher Palliativbeauftragter in jedem Krankenhaus und in jeder Pflegeeinrichtung sowie der Zugang zur Palliativversorgung über alle Lebensalter und alle lebensbedrohlichen Erkrankungen einschließlich der Demenz. 
Die Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids ist aus Sicht der DGP der falsche Weg:“Derzeit werden die Optionen für die Begleitung am Lebensende nicht ausgereizt. Eine adäquate ambulante und stationäre Palliativversorgung kann den Wunsch nach Beihilfe zum Suizid in den allermeisten Fällen ausräumen”, erklärt Professor Lukas Radbruch, Präsident der wissenschaftlichen Fachgesellschaft, die annähernd 5000 in der Palliativversorgung tätige Mitglieder hat.Diese Auffassung vertritt auch der Präsident der Deutschen Palliativstiftung, Dr. Thomas Sitte:

“Ich weiß, dass der Wunsch nach Sterbehilfe oft aus Verzweiflung und Nicht-Wissen über die palliative Versorgung heraus aufkommt, aber alle belastenden Symptome schwerstkranker Kinder und Erwachsener können gelindert werden”, sagt er.

Sterben sei Teil des Lebens. Auch in schwerster Krankheit müsse es Hilfen geben durch ein tragfähiges Netzwerk. Immer noch seien aber die Rahmenbedingungen für eine gute Palliativversorgung unzureichend.

“Mit der Diskussion jetzt unter den gegebenen Bedingungen werden Menschen den Tod wünschen und erhalten, denen man durch mehr Anstrengung bei und zu einem Weiterleben verhelfen könnte”, warnt Dr. Sitte.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/sterbehilfe_begleitung/article/867680/sterbehilfe-palliativmediziner-warnen.html?sh=2&h=-591967477


“Sterbehilfe”: Kultur-Staatsministerin warnt vor Auflösung des Tötungsverbots

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hielt am 2. September 2014 eine Rede zur Eröffnung der Berliner T4-Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen “Euthanasie”-Morde.

Dabei beschränkte sich die westfälische CDU-Politikerin nicht darauf, die Verbrechen der Nazi-Diktatur gegen Behinderte anzuprangern und das Lebensrecht aller Menschen nur mit grundsätzlichen Redewendungen einzuschärfen.

Die Ministerin befaßte sich auch mit der heutigen Debatte um “Sterbehilfe” und eine ärztliche Assistenz beim Selbstmord von Schwerkranken. Hierzu erklärte sie:  PICT0172 - Kopie

“Erinnerung ist noch mehr, als das Andenken zu pflegen. An die Opfer der Aktion “T4″ zu erinnern heißt auch, der menschenverachtenden Unterscheidung zwischen “lebenswertem” und “lebensunwertem” Leben die Überzeugung entgegen zu setzen, dass jedes menschliche Leben es wert ist, gelebt und geliebt zu werden.(…)

“T4″, meine Damen und Herren – erlauben Sie mir diese ganz persönliche Bemerkung -, sollte uns eine immerwährende Mahnung und Warnung sein: eine Warnung davor, Ausnahmen zuzulassen in der fundamentalen staatlichen Pflicht, das Recht jedes Menschen auf Leben zu schützen; eine Warnung auch davor, in aktuellen Diskussionen über das Leid Schwerstkranker das Tötungsverbot leichtfertig zur Disposition zu stellen.

Das ist meine persönliche, tiefe Überzeugung als gläubige Katholikin. So verständlich das Motiv, einen kranken Menschen von seinen Qualen erlösen zu wollen, im Einzelfall auch sein mag, so unerträglich sind die Folgen für die Humanität einer Gesellschaft.

BILD: Denkmal des Bekenner-Bischofs Kardinal von Galen auf dem Domplatz in Münster, leider häufig von Störern mit Parolen beschmiert

Wo es die Möglichkeit der aktiven Sterbehilfe gibt, entsteht auch die Erwartung, sie in Anspruch zu nehmen, um anderen nicht durch die eigene Hilfsbedürftigkeit zur Last zu fallen. Das verändert familiäre Beziehungen, das hat Folgen für die Bereitschaft zur Solidarität mit den Schwachen und Kranken, das bleibt nicht ohne Wirkung auf das Wertegefüge, auf den Charakter einer Gesellschaft!

Es war ein Bischof aus meiner Heimatstadt Münster  –  Bischof Clemens August von Galen  – , der im Dritten Reich mit unerschütterlichem Mut gegen die “Euthanasie”-Morde anpredigte und eindringlich vor dem moralischen Dammbruch warnte, den eine gesellschaftlich akzeptierte Einteilung menschlichen Lebens in “lebenswertes” und “lebensunwertes” Leben zur Folge haben würde.

In seiner Predigt vom 3. August 1941 heißt es:

“Es ist nicht auszudenken, welche Verwilderung der Sitten, welch allgemeines gegenseitiges Misstrauen bis in die Familien hineingetragen wird, wenn diese furchtbare Lehre geduldet, angenommen und befolgt wird.”

Die Geschichte hat Bischof von Galen auf traurige Weise Recht gegeben. Der Gedenkort “T4″ erinnert uns daran.”

Quelle: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2014/09/2014-09-02-gruetters-t4.html

Foto: Felizitas Küble

 


CDU-Politiker Hüppe zur T4-Gedenkstätte: NS-Euthanasie muß allen stets eine Warnung sein

Anläßlich der Einweihung der Gedenk- und Informationsstätte für die Opfer der nationalsozialistischen “Euthanasie”-Morde sowie des 75.Jahrestages des Euthanasie-Erlasses erklärt der Gesundheitspolitiker und CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe:

Es ist zu begrüßen, dass nach langer Zeit eine würdige Gedenk- und Informationsstätte für die Opfer der NS-“Euthanasie” eröffnet werden kann. Die ermordeten kranken und behinderten Menschen waren die ersten Opfer des Nationalsozialismus.  BILD0167

Eine Gedenkstätte soll nicht allein der Trauer dienen, sondern nachdenklich machen und eine Botschaft vermitteln. Sie muss den heutigen Generationen, insbesondere den Jüngeren, Aufklärung über das damalige Geschehen bieten.

Daher ist es gut, dass das Projekt auch eine Informationsstätte enthält, die ein geeigneter Programmpunkt etwa für Klassenfahrten nach Berlin ist.

Die Selektion und Ermordung behinderter und kranker Menschen im Rahmen der “Aktion T4″ ist Warnung und Mahnung auch nach 75 Jahren.

Kern des Euthanasiegedankens war, dass es Menschen gibt, für die es besser wäre, nicht weiterzuleben, weil ihre Existenz für sie selbst und die Gesellschaft eine unzumutbare Last ist.

Hingegen muss sich eine wirklich humane Gesellschaft durch Hilfe zum Leben, Zuwendung, Solidarität mit Schwachen und Kranken sowie eine intakte Immunabwehr gegen jedes “Lebensunwert”-Gedankengut auszeichnen. nodbild

In der öffentlichen Euthanasie-Propaganda, wie etwa dem 1941 präsentierten Film “Ich klage an”, wurde an das Mitgefühl mit unheilbar leidenden Menschen, die um Erlösung bitten, appelliert.

In der Praxis wurden vor allem Menschen mit Behinderungen, die leben wollten, selektiert und getötet, weil sie als Last für den Staat angesehen wurden.

Erschreckend ist die Beteiligung von Ärzten und Pflegepersonal an der “Vernichtung lebensunwerten Lebens”, die damit ihr Berufs-Ethos verraten haben. Die Mahnung des Arztes Christoph Wilhelm Hufeland (1836) gilt vor diesem Hintergrund unverändert:

“Der Arzt soll und darf nichts anderes tun als Leben erhalten, ob es Glück oder Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht. Dies geht ihn nichts an. Und maßt er sich einmal an, diese Rücksicht mit in sein Geschäft aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar  –  und der Arzt wird zum gefährlichsten Mensch im Staate.”

Gemälde: Evita Gründler


Statt „Fürsorge zum Leben“ fördert der neue Gesetzentwurf den Tod auf Bestellung

Wird der Weg frei für die aktive Mitwirkung von Ärzten beim Suizid?

Gegen den jüngsten Gesetzentwurf zur weiteren Förderung der “Sterbehilfe” protestiert die Bundesvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben), Mechthild Löhr (siehe Foto):

„Wir kritisieren sch_DSC4662arf den jetzt mit politischer Zustimmung vorgelegten Gesetzesvorschlag zur Zulassung des assistierten Suizids.

Der am 26. August 2014 von dem Schweizer Mediziner Gian Domenico Borasio (Lausanne), den beiden Medizinethikern Ralf Jox (München) und Urban Wiesing (Tübingen) sowie von dem Medizinrechtler Jochen Taupitz (Mannheim) vorgestellte Gesetzesvorschlag zur Regelung des assistierten Suizids hat eindeutig das krasse Gegenteil dessen zum Ziel, was seine Überschrift ankündigt. (Text siehe HIER).

Ein solches Gesetz würde in der Praxis nicht etwa mehr „Selbstbestimmung im Sterben“ oder „Fürsorge zum Leben“ bewirken, sondern befördert das definitive Ende jeder Selbstbestimmung.

Denn er fordert und fördert den Tod auf Bestellung auf dem Weg seiner umfassenden ausdrücklichen Erlaubnis der Beihilfe zur Selbsttötung durch Ärzte und Angehörige.

Während Angehörige oder „dem Betroffenen nahestehende Personen“, die nach Meinung der Autoren angeblich „in der Regel aus Mitgefühl“ handeln, in dem neuen § 217 StGB straffrei bleiben sollen, würden zukünftig Ärzte sogar ausdrücklich privilegiert.images

Sie sollen demnach zukünftig rechtskonform handeln, wenn sie einer volljährigen und einwilligungsfähigen Person mit ständigem Wohnsitz in Deutschland auf deren ernsthaftes Verlangen hin Beihilfe zur Selbsttötung leisten.

Abschied vom Hippokratischen Eid

Dies bedeutete eine fundamentale Abkehr vom Hippokratischen Eid und ein Bruch der geltenden Ärztlichen Musterordnung, die jede aktive Beihilfe aus guten Gründen bisher ausdrücklich untersagt.
Mit einem solchen neuen Gesetz aber würden die Ärzte in Deutschland für ihre Patienten zu neuen, potentiellen Tötungshelfern. So wird Weiterleben oder schnelles, aktiv herbeigeführtes Sterben zur Wahlalternative, die mit Dritten entschieden und verhandelt werden muss.

Wie immer, wenn in Deutschland ein Gesetzesvorschlag gegen das Leben eingebracht wird, sollen dem Tötungsakt Beratungsgespräche vorausgehen, damit der Anschein der Seriosität und gewahrt werden kann. So soll der Arzt zu der “Überzeugung” gelangen, „dass der Patient an einer unheilbaren, zum Tode führenden Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung“ leidet. imagesCA4JYFAC

Wie weit und wie lange die im Gesetzesvorschlag genannten Grenzen (Volljährigkeit, Einwilligungsfähigkeit, Wohnsitz in Deutschland, lebensbegrenzende Erkrankung, Aufklärung, Zweitmeinung, Frist, besondere ärztliche „Qualifikation“) halten würden, ist mehr als zweifelhaft und vermutlich für die Autoren nicht entscheidend.

Salamitaktik wie bei der Abtreibungsfreigabe

Das Ergebnis wäre in jedem Fall eine schon häufig zu beobachtende „Salamitaktik“, wie schon bei der Freigabe der Abtreibung: von der vormals „engen“ Indikation geht es schrittweise bis zur heutigen flächendeckenden Versorgung mit „beratenen“ Abbrüchen und hin zur Standarddienstleistung „Abtreibung“.

Welches (schwer)kranke Leben würde künftig noch zumutbar sein?

Wie kann es sein, dass zwei prominente Medizinethiker, einer davon sogar Medizinhistoriker, ohne jede weitere Begründung schlicht behaupten, das professionsbezogene Verbot einer Beihilfe zum Suizid für Ärzte sei berufsethisch nicht haltbar?

Hier wird das seit rund 2400 Jahren respektierte Ethos des Hippokratischen Eides mit einem einzigen Satz abgeräumt.

Das ist nicht nur moralisch abwegig, sondern tatsächlich auch lebensgefährlich für die vielen hilflosen und dauerhaft erkrankten, alten Menschen, denen so der ärztlich betreute, schnelle Tod als neue „Entscheidungsalternative“ professionell angeboten wird.

Denn insbesondere die aktive Mitwirkung von Ärzten macht aus dem Suizid aus Verzweiflung eine anerkennenswerte, sozial akzeptierte Tat, wie sich in anderen Ländern erschreckend eindeutig erkennen läßt.

Ein solcher Gesetzesvorstoß darf in Deutschland nicht zur neuen, lebensfeindlichen Wirklichkeit werden!“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

Christdemokraten für das Leben e.V.
Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde 
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391  / Fax: 0 25 73 – 97 99 392
E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de

 

 


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