Palliativ-Mediziner warnen vor “Sterbehilfe”: Hospiz-Ausbau statt Euthanasie

Schmerzen bekämpfen statt Leben beenden

Der Angst vieler älterer Menschen vor einem unwürdigen und leidvollen Sterben in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder auch zu Hause muss dringend mit einem flächendeckenden Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung begegnet werden.   vaccine_2_360_250_s_c1
Das hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in einer aktuellen Stellungnahme gefordert.
Dazu gehöre zwingend ein verantwortlicher Palliativbeauftragter in jedem Krankenhaus und in jeder Pflegeeinrichtung sowie der Zugang zur Palliativversorgung über alle Lebensalter und alle lebensbedrohlichen Erkrankungen einschließlich der Demenz. 
Die Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids ist aus Sicht der DGP der falsche Weg:“Derzeit werden die Optionen für die Begleitung am Lebensende nicht ausgereizt. Eine adäquate ambulante und stationäre Palliativversorgung kann den Wunsch nach Beihilfe zum Suizid in den allermeisten Fällen ausräumen”, erklärt Professor Lukas Radbruch, Präsident der wissenschaftlichen Fachgesellschaft, die annähernd 5000 in der Palliativversorgung tätige Mitglieder hat.Diese Auffassung vertritt auch der Präsident der Deutschen Palliativstiftung, Dr. Thomas Sitte:

“Ich weiß, dass der Wunsch nach Sterbehilfe oft aus Verzweiflung und Nicht-Wissen über die palliative Versorgung heraus aufkommt, aber alle belastenden Symptome schwerstkranker Kinder und Erwachsener können gelindert werden”, sagt er.

Sterben sei Teil des Lebens. Auch in schwerster Krankheit müsse es Hilfen geben durch ein tragfähiges Netzwerk. Immer noch seien aber die Rahmenbedingungen für eine gute Palliativversorgung unzureichend.

“Mit der Diskussion jetzt unter den gegebenen Bedingungen werden Menschen den Tod wünschen und erhalten, denen man durch mehr Anstrengung bei und zu einem Weiterleben verhelfen könnte”, warnt Dr. Sitte.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/sterbehilfe_begleitung/article/867680/sterbehilfe-palliativmediziner-warnen.html?sh=2&h=-591967477


“Sterbehilfe”: Kultur-Staatsministerin warnt vor Auflösung des Tötungsverbots

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hielt am 2. September 2014 eine Rede zur Eröffnung der Berliner T4-Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen “Euthanasie”-Morde.

Dabei beschränkte sich die westfälische CDU-Politikerin nicht darauf, die Verbrechen der Nazi-Diktatur gegen Behinderte anzuprangern und das Lebensrecht aller Menschen nur mit grundsätzlichen Redewendungen einzuschärfen.

Die Ministerin befaßte sich auch mit der heutigen Debatte um “Sterbehilfe” und eine ärztliche Assistenz beim Selbstmord von Schwerkranken. Hierzu erklärte sie:  PICT0172 - Kopie

“Erinnerung ist noch mehr, als das Andenken zu pflegen. An die Opfer der Aktion “T4″ zu erinnern heißt auch, der menschenverachtenden Unterscheidung zwischen “lebenswertem” und “lebensunwertem” Leben die Überzeugung entgegen zu setzen, dass jedes menschliche Leben es wert ist, gelebt und geliebt zu werden.(…)

“T4″, meine Damen und Herren – erlauben Sie mir diese ganz persönliche Bemerkung -, sollte uns eine immerwährende Mahnung und Warnung sein: eine Warnung davor, Ausnahmen zuzulassen in der fundamentalen staatlichen Pflicht, das Recht jedes Menschen auf Leben zu schützen; eine Warnung auch davor, in aktuellen Diskussionen über das Leid Schwerstkranker das Tötungsverbot leichtfertig zur Disposition zu stellen.

Das ist meine persönliche, tiefe Überzeugung als gläubige Katholikin. So verständlich das Motiv, einen kranken Menschen von seinen Qualen erlösen zu wollen, im Einzelfall auch sein mag, so unerträglich sind die Folgen für die Humanität einer Gesellschaft.

BILD: Denkmal des Bekenner-Bischofs Kardinal von Galen auf dem Domplatz in Münster, leider häufig von Störern mit Parolen beschmiert

Wo es die Möglichkeit der aktiven Sterbehilfe gibt, entsteht auch die Erwartung, sie in Anspruch zu nehmen, um anderen nicht durch die eigene Hilfsbedürftigkeit zur Last zu fallen. Das verändert familiäre Beziehungen, das hat Folgen für die Bereitschaft zur Solidarität mit den Schwachen und Kranken, das bleibt nicht ohne Wirkung auf das Wertegefüge, auf den Charakter einer Gesellschaft!

Es war ein Bischof aus meiner Heimatstadt Münster  –  Bischof Clemens August von Galen  – , der im Dritten Reich mit unerschütterlichem Mut gegen die “Euthanasie”-Morde anpredigte und eindringlich vor dem moralischen Dammbruch warnte, den eine gesellschaftlich akzeptierte Einteilung menschlichen Lebens in “lebenswertes” und “lebensunwertes” Leben zur Folge haben würde.

In seiner Predigt vom 3. August 1941 heißt es:

“Es ist nicht auszudenken, welche Verwilderung der Sitten, welch allgemeines gegenseitiges Misstrauen bis in die Familien hineingetragen wird, wenn diese furchtbare Lehre geduldet, angenommen und befolgt wird.”

Die Geschichte hat Bischof von Galen auf traurige Weise Recht gegeben. Der Gedenkort “T4″ erinnert uns daran.”

Quelle: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2014/09/2014-09-02-gruetters-t4.html

Foto: Felizitas Küble

 


CDU-Politiker Hüppe zur T4-Gedenkstätte: NS-Euthanasie muß allen stets eine Warnung sein

Anläßlich der Einweihung der Gedenk- und Informationsstätte für die Opfer der nationalsozialistischen “Euthanasie”-Morde sowie des 75.Jahrestages des Euthanasie-Erlasses erklärt der Gesundheitspolitiker und CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe:

Es ist zu begrüßen, dass nach langer Zeit eine würdige Gedenk- und Informationsstätte für die Opfer der NS-“Euthanasie” eröffnet werden kann. Die ermordeten kranken und behinderten Menschen waren die ersten Opfer des Nationalsozialismus.  BILD0167

Eine Gedenkstätte soll nicht allein der Trauer dienen, sondern nachdenklich machen und eine Botschaft vermitteln. Sie muss den heutigen Generationen, insbesondere den Jüngeren, Aufklärung über das damalige Geschehen bieten.

Daher ist es gut, dass das Projekt auch eine Informationsstätte enthält, die ein geeigneter Programmpunkt etwa für Klassenfahrten nach Berlin ist.

Die Selektion und Ermordung behinderter und kranker Menschen im Rahmen der “Aktion T4″ ist Warnung und Mahnung auch nach 75 Jahren.

Kern des Euthanasiegedankens war, dass es Menschen gibt, für die es besser wäre, nicht weiterzuleben, weil ihre Existenz für sie selbst und die Gesellschaft eine unzumutbare Last ist.

Hingegen muss sich eine wirklich humane Gesellschaft durch Hilfe zum Leben, Zuwendung, Solidarität mit Schwachen und Kranken sowie eine intakte Immunabwehr gegen jedes “Lebensunwert”-Gedankengut auszeichnen. nodbild

In der öffentlichen Euthanasie-Propaganda, wie etwa dem 1941 präsentierten Film “Ich klage an”, wurde an das Mitgefühl mit unheilbar leidenden Menschen, die um Erlösung bitten, appelliert.

In der Praxis wurden vor allem Menschen mit Behinderungen, die leben wollten, selektiert und getötet, weil sie als Last für den Staat angesehen wurden.

Erschreckend ist die Beteiligung von Ärzten und Pflegepersonal an der “Vernichtung lebensunwerten Lebens”, die damit ihr Berufs-Ethos verraten haben. Die Mahnung des Arztes Christoph Wilhelm Hufeland (1836) gilt vor diesem Hintergrund unverändert:

“Der Arzt soll und darf nichts anderes tun als Leben erhalten, ob es Glück oder Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht. Dies geht ihn nichts an. Und maßt er sich einmal an, diese Rücksicht mit in sein Geschäft aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar  –  und der Arzt wird zum gefährlichsten Mensch im Staate.”

Gemälde: Evita Gründler


Statt „Fürsorge zum Leben“ fördert der neue Gesetzentwurf den Tod auf Bestellung

Wird der Weg frei für die aktive Mitwirkung von Ärzten beim Suizid?

Gegen den jüngsten Gesetzentwurf zur weiteren Förderung der “Sterbehilfe” protestiert die Bundesvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben), Mechthild Löhr (siehe Foto):

„Wir kritisieren sch_DSC4662arf den jetzt mit politischer Zustimmung vorgelegten Gesetzesvorschlag zur Zulassung des assistierten Suizids.

Der am 26. August 2014 von dem Schweizer Mediziner Gian Domenico Borasio (Lausanne), den beiden Medizinethikern Ralf Jox (München) und Urban Wiesing (Tübingen) sowie von dem Medizinrechtler Jochen Taupitz (Mannheim) vorgestellte Gesetzesvorschlag zur Regelung des assistierten Suizids hat eindeutig das krasse Gegenteil dessen zum Ziel, was seine Überschrift ankündigt. (Text siehe HIER).

Ein solches Gesetz würde in der Praxis nicht etwa mehr „Selbstbestimmung im Sterben“ oder „Fürsorge zum Leben“ bewirken, sondern befördert das definitive Ende jeder Selbstbestimmung.

Denn er fordert und fördert den Tod auf Bestellung auf dem Weg seiner umfassenden ausdrücklichen Erlaubnis der Beihilfe zur Selbsttötung durch Ärzte und Angehörige.

Während Angehörige oder „dem Betroffenen nahestehende Personen“, die nach Meinung der Autoren angeblich „in der Regel aus Mitgefühl“ handeln, in dem neuen § 217 StGB straffrei bleiben sollen, würden zukünftig Ärzte sogar ausdrücklich privilegiert.images

Sie sollen demnach zukünftig rechtskonform handeln, wenn sie einer volljährigen und einwilligungsfähigen Person mit ständigem Wohnsitz in Deutschland auf deren ernsthaftes Verlangen hin Beihilfe zur Selbsttötung leisten.

Abschied vom Hippokratischen Eid

Dies bedeutete eine fundamentale Abkehr vom Hippokratischen Eid und ein Bruch der geltenden Ärztlichen Musterordnung, die jede aktive Beihilfe aus guten Gründen bisher ausdrücklich untersagt.
Mit einem solchen neuen Gesetz aber würden die Ärzte in Deutschland für ihre Patienten zu neuen, potentiellen Tötungshelfern. So wird Weiterleben oder schnelles, aktiv herbeigeführtes Sterben zur Wahlalternative, die mit Dritten entschieden und verhandelt werden muss.

Wie immer, wenn in Deutschland ein Gesetzesvorschlag gegen das Leben eingebracht wird, sollen dem Tötungsakt Beratungsgespräche vorausgehen, damit der Anschein der Seriosität und gewahrt werden kann. So soll der Arzt zu der “Überzeugung” gelangen, „dass der Patient an einer unheilbaren, zum Tode führenden Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung“ leidet. imagesCA4JYFAC

Wie weit und wie lange die im Gesetzesvorschlag genannten Grenzen (Volljährigkeit, Einwilligungsfähigkeit, Wohnsitz in Deutschland, lebensbegrenzende Erkrankung, Aufklärung, Zweitmeinung, Frist, besondere ärztliche „Qualifikation“) halten würden, ist mehr als zweifelhaft und vermutlich für die Autoren nicht entscheidend.

Salamitaktik wie bei der Abtreibungsfreigabe

Das Ergebnis wäre in jedem Fall eine schon häufig zu beobachtende „Salamitaktik“, wie schon bei der Freigabe der Abtreibung: von der vormals „engen“ Indikation geht es schrittweise bis zur heutigen flächendeckenden Versorgung mit „beratenen“ Abbrüchen und hin zur Standarddienstleistung „Abtreibung“.

Welches (schwer)kranke Leben würde künftig noch zumutbar sein?

Wie kann es sein, dass zwei prominente Medizinethiker, einer davon sogar Medizinhistoriker, ohne jede weitere Begründung schlicht behaupten, das professionsbezogene Verbot einer Beihilfe zum Suizid für Ärzte sei berufsethisch nicht haltbar?

Hier wird das seit rund 2400 Jahren respektierte Ethos des Hippokratischen Eides mit einem einzigen Satz abgeräumt.

Das ist nicht nur moralisch abwegig, sondern tatsächlich auch lebensgefährlich für die vielen hilflosen und dauerhaft erkrankten, alten Menschen, denen so der ärztlich betreute, schnelle Tod als neue „Entscheidungsalternative“ professionell angeboten wird.

Denn insbesondere die aktive Mitwirkung von Ärzten macht aus dem Suizid aus Verzweiflung eine anerkennenswerte, sozial akzeptierte Tat, wie sich in anderen Ländern erschreckend eindeutig erkennen läßt.

Ein solcher Gesetzesvorstoß darf in Deutschland nicht zur neuen, lebensfeindlichen Wirklichkeit werden!“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

Christdemokraten für das Leben e.V.
Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde 
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391  / Fax: 0 25 73 – 97 99 392
E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de

 

 


Humanistische Kritik an Äußerungen des Evolutionsbiologen Richard Dawkins

Von Dennis Riehle

Die Humanistische Alternative Bodensee (HABO) hat empört auf den Aufruf des Atheisten Richard Dawkins reagiert, der sich in einer Diskussion im Nachrichtendienst „Twitter“ dafür ausgesprochen hat, ungeborene Kinder mit „Trisomie 21“ („Down-Syndrom“) abzutreibenRiehle, Dennis_5.

Nach Ansicht des Professors könnten von diesen Kindern „keine gesteigerten Fähigkeiten“ erwartet werden.

„Treiben Sie ab und machen Sie einen neuen Versuch. Es wäre unmoralisch, es zur Welt zu bringen, wenn Sie die Wahl haben“, wird Dawkins zitiert.

Der Sprecher der HABO, Dennis Riehle, kritisiert diese Aussage massiv:

„Bei viel Verständnis für so manch kluge Forderung und weise Position des Richard Dawkins, diese Ausführungen sind für mich inakzeptabel – und diese Definition von ‚Moral‘ oder ‚Ethik‘ kann und darf kein Konsens werden“, appelliert Riehle auch an andere säkulare Kreise.

„Derartige Meinungen entsprechen nicht dem humanistischen Weltbild, das ich als zweifelnder oder gar atheistischer Mensch vertrete. Und ich bin überzeugt, dass ich damit auch unter Kollegen nicht alleine bin“.  

Der Evolutionsbiologe Dawkins sieht in seiner „Forderung“, wie er sie bezeichnet, keine Ausnahme, sondern „die Norm“.

Immerhin würden bereits die meisten Föten in Europa und Amerika abgetrieben, wenn ein „Down-Syndrom‘ festgestellt werde.

Dawkins beharrt in diesem Zusammenhang darauf, dass er mit seiner Wortwahl den „Fötus“ anspreche. Er wende sich hingegen ab von einem Standpunkt, wonach „ein Mensch“ mit diesem Syndrom „vor Jahren hätte abgetrieben werden sollen“. baby

Dawkins erinnerte auch an die Möglichkeit, mit diversen Tests heutzutage bereits in der frühen Schwangerschaft das Vorliegen der Behinderung „Trisomie 21“ feststellen zu können.

Zuletzt hatte in Deutschland die Konstanzer Firma „LifeCodexx“ für Aufsehen gesorgt, deren neuartiges Untersuchungsverfahren genau dieses „Down-Syndrom“ pränatal erkennen kann.

“Ansichten jenseits des Humanismus”

Für Riehle spielt die Frage nach der Formulierung keine Rolle:

„Ich verstehe, dass Dawkins den Fötus noch nicht als lebensfähiges Individuum anerkennen will. Mit seiner Forderung urteilt er aber in besonderer Weise über die Position der Behinderung. Sie ist für ihn offenkundig ausreichend, um über Wertigkeit von Leben zu urteilen.

Und natürlich kommt er dabei dann auch nicht umhin, die Folgerung zuzulassen, wonach für ihn Menschen mit ‚Down-Syndrom‘ nicht ‚gesteigert fähig‘ sind. Mit Humanismus hat solch eine Ansicht für mich überhaupt nichts zu tun“.

Der HABO-Sprecher, der selbst an einer genetisch bedingten Erkrankung leidet, schreibt weiter: media-389705-4

„Selbst wenn Dawkins das nicht hören möchte, aber aus seiner Haltung wird für mich unweigerlich klar, dass er behinderte Menschen nicht als lebenswert anerkennt.

Denn selbstverständlich ist es keine hypothetische Frage, was mit denjenigen Behinderten wäre, die heute auf der Welt sind, wenn man schon vor Jahrzehnten das ‚Down-Syndrom‘ oder Anderes hätte vorgeburtlich diagnostizieren können  –  und die Eltern auf Aussagen wie die von Dawkins eingegangen wären. Es ist eine Frage, die heute wohl gleich beantwortet würde, wie damals auch – und sie führt letztlich zur Selektion“.

„Abtreibung behinderter Kinder inakzeptabel“

Der Evolutionsbiologe könne nach Riehles Einschätzung nicht erwarten, dass Eltern oder ihre behinderten Kinder die komplexe philosophische Abstraktion verstehen könnten, die der Professor mit seinen feinsinnigen Differenzierungen in der Formulierung bezwecke.

„Dawkins darf selbstredend seine Überzeugung kundtun. Es ist für mich aber unverantwortlich, Eltern derart ins Gewissen zu reden. Für sie muss es ein Schlag ins Gesicht sein, das Absprechen von jeglicher Würde“. PICT0133

Nach Einschätzung des HABO-Sprechers ist das schon länger bekannte, aber selten so deutlich wie jetzt zutage getretene Verständnis der Evolution nach Dawkins in sich nur schwer nachvollziehbar:

„Bedeutet Evolution für den Forscher, dass er in die Machenschaften der Natur  –  wenn es schon kein Gott ist, der erschafft und lenkt  –  nach Belieben eingreifen kann? Und sind Behinderungen damit lediglich ein ‚Unfall‘, dessen Folgen der Mensch mittlerweile zu verhindern imstande ist?.

Mit seinen Einlassungen bedient Dawkins in wunderbarer Weise Vorurteile, mit denen Lebensrechtler die Ideologie verschiedener Atheisten, die in den letzten Jahren auf sich aufmerksam gemacht haben, verurteilen. Ich weiß nicht, ob er seiner eigenen Klientel damit einen Gefallen getan hat.

Denn das Leben allein im Hinblick auf ‚gesteigerte Fähigkeiten‘ zu bewerten, mag evolutionsbiologisch richtig sein. Letztendlich führt eine solche Argumentation aber direkt zur gefürchteten Perfektion des Menschen, die zumindest ist nicht will“, erklärt Riehle.

„Denn während viele der Ideen Dawkins‘ mittlerweile mehrheitsfähig sind, dürfte es solch eine Forderung hoffentlich nie werden“, so der HABO-Sprecher abschließend.

Dennis Riehle, Sprecher
Humanistische Alternative Bodensee (HABO)
Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
www.humanisten-bodensee.de
sprecher@humanisten-bodensee.de 

 

 


Barbara Prammer und ihre “Toleranz”: Keine Gnade für ungeborene Babys

PRESSEMELDUNG der CSA (Christlich Soziale Arbeitsgemeinschaft) Österreichs:

Am Samstag, dem 2. August 2014, erlag die Präsidentin des Österreichischen Nationalrats, Frau Barbara Prammer, einem schweren Krebsleiden. Sie verstarb im 61. Lebensjahr. 

Freunde wie Politiker zeigten sich überrascht vom frühen Tod dieser bekannten Politikerin, die über die Grenzen Österreichs hinaus sehr geschätzt wurde. In zahlreichen Nachrufen wird die Verstorbene als kompetent, herzlich, offen und mutig gewürdigt. media-389705-4

Wenn Frau Prammer von ihren roten Parteigenossen in den höchsten Tönen gelobt wird, kann man ihnen das nicht verdenken. Aber daß katholische Würdenträger und Verbände die Verstorbene als engagierte Stimme für Menschlichkeit und Toleranz glorifizieren, ist unverständlich.

Ausgeblendet wird eine andere Seite der viel umjubelten Politikerin, die nämlich keine Toleranz, keine Menschlichkeit gegenüber den ungeborenen Kindern kannte.  

Vergessen wird, daß Frau Prammer eine engagierte Abtreibungslobbyistin war, die sich bezüglich Lebensrecht und Sexualethik vehement gegen die Position der katholischen Kirche stellte.

Prammer trat für das vermeintliche Selbstbestimmungrecht der Mütter zu Lasten ihrer ungeborenen Kinder ein.baby

Als Frauenministerin war Prammer hauptverantwortlich für die Einführung des Tötungs-Pestizids RU 486 (Mifegyne). Dieses Mifegyne ist ein reines Tötungspräparat, welches nach der Einnahme die Rezeptoren für das Baby im Mutterleib blockiert und es so verhungern läßt.  

Prammer trat den Lebensrechtlern forsch entgegen. Vor Kliniken wollte sie sogenannte Schutzzonen einrichten, damit abtreibungswillige Mütter ungehindert Zutritt zur Tötungsambulanz haben.

Leider können wir Frau Prammer nun nicht mehr fragen, warum sie mit einer solchen Maßnahme verhindern wollte, daß Mütter eventuell doch noch JA zu ihrem Kind sagen.

Wir können sie auch nicht mehr fragen, ob ihr bekannt war, daß all ihr Engagement für Abtreibung ihre automatische Exkommunikation als Katholikin zur Folge hatte.

Gleichwohl hoffen wir, daß sie in ihrer Todesstunde bei Gott einen gnädigen Richter gefunden hat.

Christlich-Soziale-Arbeitsgemeinschaft-Österreichs
gez. Klaus Günter Annen
www.csa-austria.com
 
Ergänzende Infos hierzu:

http://gloria.tv/media/y1Ksdd64GHG

http://gloria.tv/media/r9VtEBQih2G

 


CDU-Gesundheitspolitiker Hubert Hüppe gegen Ärzte als Tötungsassistenten

Anlässlich von Forderungen, Ärzte sollten ihren Patienten legal bei der Selbsttötung helfen dürfen, erklärt der CDU-Gesundheitspolitiker, Parlamentarier und stellv. Bundesvorsitzender der Christdemokraten für das Leben (CDL), Hubert Hüppe:

“Der Forderung, dass Ärzte als Tötungsassistenten tätig werden, ist entschieden zu widersprechen.

Wenn der Arzt nicht mehr nur heilt und lindert, sondern auch zum Tod verhilft, wäre das eine einschneidende Änderung seiner Rolle: Statt wie bisher dem Patienten gegenüber das unbedingte Ja der Solidargemeinschaft zu dessen Existenz zu repräsentieren, würde er dem Patienten nun die Option einer Beendigung seiner Existenz zur Wahl stellen. Scannen0001 (22)

Alte und Kranke würden unter psychologischen Rechtfertigungsdruck kommen, wenn sie sich nicht mit Hilfe des Arztes töten. Nicht mehr das Schicksal wäre es, das anderen Menschen Opfer abverlangt, sondern der Kranke oder Pflegebedürftige selbst. Das wäre eine massive Entsolidarisierung.

Opfer würden nicht bekannte Schauspieler, Spitzenpolitiker und Würdenträger mit hohem Einkommen sein, sondern die Schwachen der Gesellschaft   –  Arme, Einsame und vor allem Frauen, die gerade im Alter wesentlich häufiger als Männer arm, verwitwet, chronisch krank und schlechter versichert sind.

Entlarvend ist auch, wenn die ausdrückliche Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids gefordert wird.

Denn nach deutschem Strafrecht ist Beihilfe zur Selbsttötung schon heute nicht verboten  –  auch dem Mediziner nicht. Doch das traditionelle ärztliche Ethos, die Musterberufsordnung und die Beschlusslage der Bundesärztekammer stehen der Beteiligung des Arztes an Tötungshandlungen entgegen. Die geforderte Strafrechtsänderung wäre ein Propagandatrick, um das traditionelle ärztliche Ethos auszuhebeln.”
 .
Kontakt:
Christdemokraten für das Leben, CDL
Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391
Fax: 0 25 73 – 97 99 392

E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de
Foto: Evita Gründler

 


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 263 Followern an