Unser PLÄDOYER für das LEBENSRECHT der wehrlosen KLEINSTEN

Pro-Life-Poster des Ecclesia-Plakatdienstes

POSTER des ECCLESIA-Plakatdienstes in Münster

PLAKAT aus dem katholischen KOMM-MIT-Verlag in Münster


Bundesrat pro “anonyme Geburt”, um Frauen im Konfliktfall zu helfen und ungeborene Kinder zu schützen

“Anonyme” Geburt ist wirksamer als die “vertrauliche” allein

Pressemitteilung zum Gesetzentwurf “Vertrauliche Geburt”:

Die Länder haben heute zu einem Gesetzentwurf Stellung genommen, der schwangere Frauen in schwierigen Konfliktsituationen unterstützen soll und hierzu den Ausbau der Hilfen für Schwangere und Regelungen zur sog. vertraulichen Geburt vorsieht.

Foto: CDL

Foto: CDL

Sie unterstützen das Anliegen der Bundesregierung, bezweifeln aber, dass mit dem vorgesehenen Verfahren und den damit verbundenen bürokratischen Hürden die in Not geratenen Frauen zu erreichen sind. Dies gelte insbesondere für Frauen, die ihre Schwangerschaft negieren und verdrängen. Der Bundesrat tritt daher dafür ein, den Gesetzentwurf nochmals zu überarbeiten. 

Zudem hält er es für erforderlich, den betroffenen Frauen als ultima ratio auch die anonyme Geburt zu ermöglichen. Die Übernahme der den Einrichtungen der Geburtshilfe und den zur Leistung von Geburtshilfe berechtigten Personen entstehenden Kosten durch die Länder lehnt der Bundesrat entschieden ab. Im Hinblick auf die bundesweit geringe Fallzahl würde hierdurch ein unverhältnismäßig hoher Verwaltungsaufwand entstehen.

Hintergrund: Der Regierungsentwurf soll riskante heimliche Geburten und Aussetzungen oder Kindstötungen verhindern. Hierzu ist unter anderem vorgesehen, dass Frauen, die sich in einer Konfliktsituation befinden, in einer Geburtshilfeeinrichtung entbinden können, ohne dabei unmittelbar ihre Identität preiszugeben. Diese wird vertraulich erfasst und der Herkunftsnachweis verschlossen an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zur Aufbewahrung gegeben. Die betroffenen Kinder können dann mit Vollendung des 16. Lebensjahres Kenntnis über ihre Herkunft erlangen.

Bundesrat | Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Postanschrift: 11055 Berlin
Telefon: 030 18 9100-170
Fax: 030 18 9100-198
Internet: http://www.bundesrat.de

Link zur Pressemitteilung: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=531563


Lebensrechts-Aktionen auf dem Kirchentag sorgten für mehrfache Polizeiauftritte

Von Günter Annen

Der Evangelische Kirchentag vom 1. bis 5. Mai 2013 in Hamburg unterschied sich nicht im geringsten von den Vorgängerversionen, egal ob „evangelisch“, „katholisch“ oder „ökumenisch“.

Ich verteilte vor den Messehallen, in denen Veranstaltungen des Kirchentages stattfanden, ein Flugblatt, das in seiner Aufmachung an die Prospekte des Kirchentages erinnerte und deshalb gerne angenommen wurde:
http://www.abtreiber.com/b-n/news2013/hamburg/flyer-soviel-du-brauchst.pdf
(Achtung: etwas längere Ladezeit)

kirchentag hamburg01Zusätzlich hatte ich ein Schild mit Bildern einer Abtreibung aufgestellt: „Abtreibung ist Mord. – Warum lässt Du das zu?“, fragte ich provozierend.

Wahrlich eine berechtigte Frage, wenn man weiß, daß in Hamburg vergleichsweise die meisten Abtreibungsärzte in Deutschland tätig sind und jährlich etwa 8000 ungeborene Kinder töten.

Auch bei den Mitarbeitern des Kirchentages kam diese Fragestellung schnell an und sorgte für Aktivität, allerdings nicht in meinem Sinne. Ich befände mich auf dem Messegelände und solle woanders meine Flugblätter verteilen, hieß es zunächst.

Da ich mir sicher war, mich auf öffentlichen Gelände zu befinden, konnte mich auch ein Einschüchterungsversuch mit der Polizei nicht beeindrucken.

Tatsächlich standen aber dann plötzlich zwei Kriminalbeamte vor mir, die mir nach „SOKO-Manier“ ihren Ausweis entgegenhielten. Da ich noch immer unbeeindruckt war, ließen sie mich einen Blick auf ihre Dienstwaffe richten, was ich dann schon überzeugender fand.

„Haben denn Hamburger Kriminalpolizisten nichts anderes zu tun, als sich um Leute zu kümmern, die angeblich auf nicht-öffentlichem Gelände Flugblätter verteilen?“, fragte ich sie.

Sie bestätigten mir nun, daß ich mich sehr wohl auf öffentlichem Gelände befände und fragten nach, ob ich eine Genehmigung für das Verteilen hätte, denn das sei in Hamburg üblich. Dieses verneinte ich und wiedersprach, denn ich wußte, Flugblätter kann man in Deutschland grundsätzlich ohne Genehmigung verteilen.

Nachdem dies geklärt war, zogen sie die nächste Karte. Es sei der Verdacht einer Copyrightverletzung zu prüfen und deshalb müsse man meine Personalien feststellen. kirchentag hamburg17

Während der Überprüfung kamen der Polizeichef und dessen Stellvertreter sowie ein weiterer Kollege hinzu. Nach längerer Prüfung wurden keine Maßnahmen und Auflagen beschlossen, denn man respektiere in Hamburg das hohe Rechtsgut der Meinungsfreiheit, so die Polizisten.

Neuer Tag, neues Spiel:

Am nächsten Tag gab es ein ähnliches Spiel mit anderen Personen. Ergebnis: Weiter verteilen, keine Maßnahme!

Am Samstag  jedoch erreichten einige Mitarbeiter des Kirchentages nach längerer Belagerung und Behinderung meiner Verteilaktion (auch mit diesem Schild  -  siehe Foto), daß wiederum Polizisten erschienen.

Bei einem stellte sich heraus, daß er schon einmal bei mir gewesen war. „Dann kennen Sie sich ja aus“, sagte ich, „denn Ihr Chef hat keinen Grund erkannt, eine Maßnahme einzuleiten“.

Der Polizeibeamte betonte, das hohe Rechtsgut der Meinungsfreiheit auch in Hamburg nicht einschränken zu wollen und sagte dann: „Aber heute bin ich der Chef!“

Er beschlagnahmte das aufgestellte Schild mit den Abtreibungsbildern wegen “Gefährdung der öffentlichen Sicherheit” und verbot mir, meine Flugblätter an Jugendliche unter 16 Jahren abzugeben. So lösen eben „Möchte-Gern-Chefs“ an der „Waterkante“ (Niederdeutsch für das Küstengebiet in Norddeutschland) Probleme, wenn sie als “Stellvertreter” agieren dürfen. Mit Meinungsfreiheit hat das allerdings nichts mehr zu tun.  

Foto-Quelle: Günter Annen (http://www.abtreiber.com/)


Thüringen: Ministerpräsidentin verteidigt die klassische Familie und bezeichnet Abtreibungen als “Skandal”

Für mehr Kinderfreundlichkeit hat sich die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht ausgesprochen. Im Vergleich zu manch anderen Ländern  -  etwa den USA  -  seien die Deutschen geradezu „kinderentwöhnt“, sagte die CDU-Politikerin in einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.   lieberknecht_christine_wartburg_606_pr13_31c4cb0fe5

Die 55-jährige evangelische Theologin, die seit 2009 an der Spitze der Thüringer Landesregierung steht, plädiert dafür, die traditionelle Familie von Mann, Frau und Kindern weiterhin unter einen besonderen Schutz zu stellen. Auch wenn man die Lebenswirklichkeit mit anderen Lebensformen anerkenne, lebe die Mehrheit der Bürger „nach wie vor Familie so, wie sie sich seit Jahrhunderten darstellt“.

Lieberknecht warb für das sogenannte „Thüringer Modell“ der Familienförderung, das eine Balance zwischen Betreuungsangeboten und der Förderung der familiären Erziehung durch Frau oder Mann herstellt.

Geschwister-Bonus für weitere Kinder

„Kinder brauchen die volle Hinwendung der Eltern“, so Lieberknecht, die selbst Mutter von zwei Kindern ist. Sie plädiert nicht nur für den Ausbau von Kinderkrippen, sondern auch für ein Betreuungsgeld für Eltern, die wegen der Kindererziehung auf Erwerbsarbeit verzichten.

In Thüringen erhalten Eltern für das erste Kind ein Jahr lang 150 Euro im Monat und für jedes weitere einen Geschwisterbonus. Lieberknecht: „Ich werbe sehr dafür, Mehrkinderfamilien zu fördern, denn wir brauchen sie dringend.“ 1511

Bei der Familienplanung sollten Eltern ihrer Ansicht nach nicht immer nur an Geld denken: „Man lebt oft mit bescheidenen wirtschaftlichen Mitteln glücklicher, als wenn beide Eltern berufstätig sind.“  

Ermutigung zu Kindern schenke offenbar auch der christliche Glaube. Nirgendwo in Mitteldeutschland gebe es mehr Kinder als im katholischen Eichsfeld; auch hätten evangelische Kirchenmitglieder immer noch mehr Kinder als Konfessionslose. Gottvertrauen befördere offensichtlich das Ja zu Kindern.

Abtreibungen sind ein „Skandal“

Lieberknecht äußerte sich auch zur Massenabtreibung: „Ich werde nicht müde, die über 100.000 Abtreibungen in einem Jahr in einem so reichen Land wie Deutschland als einen Skandal zu bezeichnen.“

Es stimme sie sehr nachdenklich, das nur 13 Prozent der Deutschen laut Umfragen die Abtreibungen als nicht akzeptabel bezeichneten. Dies sei umso unverständlicher, als Eltern heute dank der Ultraschalltechnik sehen könnten, dass im Mutterleib ein Mensch heranwachse. Es gelte, mehr zu informieren, zu helfen und zum Austragen zu ermuntern.

Für die Ministerpräsidentin spielt auch das geistliche Leben eine entscheidende Rolle in der Politik: „Mein Tag beginnt nicht mit meinem politischen Terminkalender, sondern mit den Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine.“

Danach versuche sie, die aus dem christlichen Glauben folgenden Werte zu leben: „Vertrauen zu allen Menschen zu haben und ihnen verlässlich zu begegnen“. Das habe dazu geführt, dass sie eine Koalition von CDU und SPD anführe, auch wenn ebenfalls eine Koalition von SPD, Grünen und Linken möglich gewesen wäre.

Quelle: http://www.idea.de


Papst Franziskus und seine Teilnahme am Lebensrechtsmarsch: „Ein Segen für das Leben!“

Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) erwartet von deutschen Bischöfen dasselbe

Martin Lohmann, der Sprecher des BVL, erklärte heute in einer Pressemeldung:

„Viele Freunde des Lebens sind sehr dankbar und froh, dass der christliche Einsatz für die Unantastbarkeit und Kostbarkeit des Lebens so sichtbar vom Papst selber unterstützt wird. Die Anteilnahme und Unterstützung des römischen „Marsches für das Leben“ durch Papst Franziskus ist für uns ein zusätzlich ermunterndes Symbol und daher ein besonderer Segen. 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Es ist für die internationale Pro-Life-Bewegung, zu der auch der BVL gehört, schon wunderbar gewesen, dass auch der römische Kardinal Burke erst vor wenigen Wochen die Bischöfe dazu aufgerufen hat, an den jeweiligen Märschen für das Leben selbst teilzunehmen.

Sie sollten damit noch deutlicher zu machen, dass dieser Einsatz keine Exklusivaufgabe nur für Laien sei, sondern vielmehr ein Auftrag zum gemeinsamen Zeugnis.

Die klare Unterstützung des Papstes ist ein starkes Signal für das Leben und unser Engagement für eine Kultur des Lebens.

Sehr gerne und mit großer Freude laden wir die Bischöfe sowie die Verantwortlichen aller christlichen Konfessionen schon jetzt herzlich ein, ebenfalls ein unübersehbares Zeichen durch ihre persönliche Teilnahme am deutschen Marsch für das Leben am 21. September 2013 in Berlin zu setzen.

Schließlich geht es um ein wahrhaft christlich-ökumenisches und alle Menschen guten Willens verbindendes Anliegen: eine gemeinsame friedvolle Demonstration für das Leben!

Wir versammeln uns auch in diesem Jahr wieder unter dem Motto: „Für ein Europa ohne Abtreibung und ohne Euthanasie.“   -  Ich bin dem Papst auch ganz persönlich dankbar für diese wunderbare Stärkung unserer wichtigen und notwendigen Lebensarbeit!“


Psychofolgen der Abtreibung aus der Sicht eines Sanitäters: “Man blickt in einen Abgrund, einen totgeschwiegenen noch dazu.”

Die österreichische Tageszeitung “Die Presse” veröffentlichte am 22. April dieses Jahres einen Bericht unter dem Titel: “Die Horrorklinik des Doktor Gosnell” über jenen US-amerikanischen Abtreibungsarzt, der sich wegen dreifachen Mordes verantworten muß. 

Bei den Leserkommentaren unter diesem Artikel befindet sich dort am 23. April als 122.Zuschrift folgende aufschlußreiche Stellungnahme eines Sanitäters, der aus seiner praktischen Arbeit und aus der Erfahrung von Kollegen berichtet:

Es ist, was es ist: der Tod

“Das Trauma der Frauen wird viel zu oft unter den Teppich gekehrt. Ich habe lange als Rettungssanitäter gearbeitet, und immer wieder Fälle erlebt, wo Frauen viele Jahre nach einer Abtreibung deswegen psychisch völlig im Eck waren. embryofoto

Und wie ich von Kollegen gehört habe, waren das keineswegs nur statistische Ausreisser, dass nur zufällig ich diese Fälle hatte. Die meisten anderen hatten auch solche Fälle im Gedächtnis.

Wenn man einmal so eine Mitt- bis Endfünfzigern erlebt hat, alleinstehend, geschieden… schwerste Depressionen, und die Rettung bringt sie dann mitten in der Nacht auf eigenen Wunsch wegen Suizidgefahr auf die Psychiatrie…

Die ganze Zeit redet sie von “ihrem Kleinen”, das sie vor 25 Jahren “wegmachen” hat lassen, wegen der Karriere und weil der damalige Mann keine Kinder wollte…und in der Wohnung hängen überall irgendwelche Babybilder, die sie von Bekannten sammelt…das dreht einem als Sanitäter den Magen mehr um als irgend ein Unfall, wo alles voller Blut ist. Mir zumindest.

Blut ist vergleichsweise (fast) egal, dagegen kann man etwas tun. Dazu sind wir Sanis da. Verbände anlegen, Schienen, der Notarzt kann Schmerzmittel geben.   -  Aber so etwas?  Da blickt man dann in einen Abgrund  -  und in einen totgeschwiegenen auch noch. Denn offiziell gibt es das ja alles nicht wirklich. Abtreibung ist schliesslich cool und für die moderne Frau eine Selbstverständlichkeit!”


Papst Franziskus beteiligte sich persönlich am “Marsch für das Leben” in Rom

Für eine Überraschung sorgte der Papst am vorigen Sonntag: Franziskus nahm selbst am italienischen „Marsch für das Leben“ teil, zu dem sich 40.000 Menschen in Rom versammelten. Von seinem Papamobil aus suchte der Pontifex den Kontakt zu den Teilnehmern.  

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Ignacio Barreiro, Chef der Lebensrechtsvereinigung “Human Life” in Italien, würdigte diesen Schritt des Papstes als überaus ungewöhnlich. Seit seiner Wahl war Franziskus durch viele spontane Aktionen aufgefallen, mit denen er auch sein Sicherheitspersonal überraschte. 

Die Teilnahme des Papstes war geplant. Die Verantwortlichen hatten Wege für das Papamobil abgespert. Das Kirchenoberhaupt grüßte die Lebensrechtler und nahm eine kurze Strecke an der Parade teil.

Er befürwortete in einem Grußwort eine europaweite Petition gegen Embryonenforschung. Für die Bürgeraktion „One of us“ (einer von uns) sammeln die Initiatoren derzeit eifrig Unterschriften. Erreichen sie das Gesamtziel von einer Million Unterschriften, ist das europäische Parlament verpflichtet, sich mit dem Thema zu befassen.

Zudem lud der Pontifex die Teilnehmer ein, den vom Vatikan ausgerichteten Tag “Evangelium Vitae” (Frohbotschaft des Lebens) zu besuchen, der am 15. und 16. Juni stattfindet.

In Italien gewinnt der “Marsch für das Leben” zunehmend an Bedeutung. Vor zwei Jahren nahmen 1000 Menschen an der Aktion teil, im vergangenen Jahr waren es 15.000 Lebensrechtler und diesmal sogar 40.000 Teilnehmer, einer davon der Papst persönlich…

Quelle: Evangelikales Web-Portal PRO: http://www.medienmagazin-pro.de

ERGÄNZENDER HINWEIS:

Kürzlich hat Kurienkardinal Raymond Burke alle europäischen Bischöfe aufgefordert, sich persönlich an Lebensrechts-Demonstrationen zu beteiligen: http://charismatismus.wordpress.com/2013/05/11/kardinal-raymond-burke-fordert-bischofe-auf-selber-an-lebensrechts-demos-teilzunehmen/


Embryonenschutz ade? – Wieder einmal “erstmals” Menschen geklont?

Es wächst die Gefahr “neuer Begehrlichkeiten”

Zu den jetzt bekannt gewordenen Experimenten von Shoukhrat Mitalipov, Stammzellforscher an der Universität in Portland, Oregon, zur Erzeugung menschlicher Embryonen durch ein Klonverfahren nimmt die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) Mechthild Löhr (siehe Foto) kritisch Stellung: _DSC4662

“Wieder einmal ist jetzt das Klonen menschlicher Embryonen “erstmalig” gelungen. Bei den Wissenschaftlern um Mitalipov ist diesmal zumindest davon auszugehen, daß sie sich seit Jahren intensiv mit dem Klonen befassen und einen neuen “Durchbruch” nicht ganz grundlos öffentlich verkünden.

Der  erneute Versuch enthält allerdings nicht viel wirklich Neues, denn bislang war bereits bekannt, daß menschliche Embryonen nach einer Eizellspende und deren Zellkernentfernung durch Zellkerntransfer aus einer Körperzelle hergestellt werden können. So waren schon bisher die verschiedenen tierischen Klone wie das Schaf Dolly 1997 und auch menschliche Embryonen bis zum Blastozystenstadium entstanden.

Die Überlebens- und Nutzungsfähigkeit schien für die Forscher allerdings bisher noch problematisch und genau hier setzt nun der hoch ambitionierte Klonforscher Mitalipov an, indem er angibt, nachweislich bereits embryonale Stammzellen aus diesen Klon-Embryonen gewonnen zu haben.

Dies hatte vor wenigen Jahren der koreanische Tiermediziner Woo-Suk Hwang ebenfalls behauptet und wurde nach anfänglicher weltweiter Euphorie bei den Wissenschaftlern dann allerdings als krimineller Betrüger entlarvt.

Die beiden wesentlichen “neuen” Kriterien des eventuell gelungen Klonversuches werden offen beschrieben. Sie sind erschreckend gut dazu geeignet, sehr schnell in den vielen Labors, die weltweit schon in den Startlöchern stehen, kopiert zu werden:

Zum einen geht es wohl entscheidend um die “Qualität” der Eizellspenden und damit um die Spenderinnen. Während Hwang seine Studentinnen noch dazu animiert hatte, wird in der US-Studie klar davon gesprochen , daß die Eizellspenderinnen Geld für die nicht ungefährliche ovarielle Hyperstimulation und ihre “Spende” erhielten. Wie hoch die gezahlten Summen waren, wurde allerdings nicht bekannt. Der zweite Faktor war ausgerechnet die Beigabe von Koffein in die Petrischale, welches das Zellwachstum sehr befördert zu haben scheint.

Nun soll erneut das angeblich nur erstrebte “therapeutische” Klonen mit vermeintlichen Heilungschancen für viele bisher unheilbare Krankheiten als Vision in greifbare Nähe rücken. DSC_0233

Das Ende jedes Klonverbotes und die völlige Liberalisierung des Embryonenschutzes werden bald wieder gefordert werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf eines neuen, radikalen Fortpflanzungsmedizingesetzes ist immerhin auch in Deutschland vor kurzem bereits von Wissenschaftlern “prophylaktisch” auf den Tisch gelegt worden. Hier sollen belastende Eispenden dann ebenso freigegeben wie Embryonen generell in den ersten Wochen völlig schutzlos gestellt werden. Noch aber gilt das deutsche Embryonenschutzgesetz zu Recht weltweit als ethisch vorbildlich.

Keine klinische Studie hat weltweit bisher tatsächlich “Nutzen” und therapeutische Wirksamkeit irgendeines auf pluripotenten Stammzellen basierenden Zelltransplantation-Ansatzes beweisen können. Und noch bleibt das angeblich “therapeutische” Klonen mit seinen vagen Heilungsversprechen unrealistisch.

Doch umso entscheidender ist jetzt, den Embryonenschutz konsequent zu verteidigen. Neue Wünsche können mit den Klonerfolgen weltweit sehr schnell wachsen. Leider ist gerade vor allem das sog. “reproduktive” Klonen jetzt noch deutlich näher gerückt und weckt ganz neue Begehrlichkeiten.

Daher möchten wir besonders dringlich auf die wichtige, seitens der CDL aktiv unterstützte, europäische Bürgerinitiative zum Embryonenschutz verweisen, die einfordert, daß jeder Embryo bereits als Mensch zu achten und eben “Einer von uns” (one of us)  ist  – und ihm daher immer auch Rechtsschutz und Menschenwürde zusteht”: www.oneofus.org, www.1-von-uns.de

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

Christdemokraten für das Leben eV., 48167 Münster, Schlesienstr. 20
Tel.: 0251 – 6 28 51 60  /  Fax: 0251 – 6 28 51 63
E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de


Lebensrecht und §218: Aus der Schwäche der christlichen Politiker folgt die Stärke des linken Spektrums

Mathias von Gersdorff

Bislang wurde Bundespräsident Joachim Gauck wenig vom „christlich-konservativen Milieu“ beachtet. Das hat mehrere Gründe, u.a. seine Familienverhältnisse.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Nun erhielt er etwas mehr Aufmerksamkeit, nachdem er am 2. Mai auf dem 34. Evangelischen Kirchentag in Hamburg behauptete, manche Menschen machten sich die Frage danach, ob ein Kind geboren werden solle oder nicht, „einen Tick zu leicht“.

Es ist zwar erfreulich, daß sich der Bundespräsident kritisch zur Abtreibung äußert, doch etwas mehr Deutlichkeit und Verve hätte man sich doch gewünscht.

Das Recht auf Leben gehört zu den Grundrechten, die im Grundgesetz festgelegt wurden: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ (Artikel 2, Satz 2). Jeder Politiker, vor allem der Bundespräsident, müßte sich verpflichtet fühlen, lautstark für die Rechte der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft – also der ungeborenen Kinder – einzutreten. Schließlich ist der Schutz der Bürger eine elementare Pflicht des Staates.

Das Leben der ungeborenen Menschen zu schützen: Darauf verzichtet der deutsche Staat. Hier wurde de facto die Rechtsstaatlichkeit abgeschafft.

Der Bundespräsident  –  vor allem einer, der gegen die DDR-Staatsmacht Widerstand geleistet hat, was ihn ja auch zum Präsidentenkandidaten gemacht hat  –  müßte immer wieder energisch darauf hinweisen. Die Behauptung, manche Menschen „machten es sich einen Tick zu leicht“, kann an Minimalismus gar nicht mehr untertroffen werden.

Von den USA lernen!

Etwas besser (aber nicht viel besser) war die Antwort der CDU/CSU auf eine Postkartenaktion von SOS Leben (einer Initiative der „Deutschen Vereinigung für eine Christliche Kultur DVCK eV.“) im April dieses Jahres.

Im Postkartentext wurde auf die Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht hingewiesen, die das Bundesverfassungsgericht dem Bundestag im Urteil von 1993 zum § 218 StGB auferlegt hat. In der Antwort aus dem Büro Kauder wird erläutert: „Es ist leider eine Tatsache, daß es für ein grundsätzliches Herangehen an die Abtreibungsproblematik im Deutschen Bundestag zur Zeit keine Mehrheiten gibt. Ein rein symbolisches Aufgreifen der Abtreibungsdiskussion mit schon vorausschaubarem negativen Ergebnis würde aber diesem wichtigen Thema nicht nur nicht gerecht werden, sondern schaden.“ (Vollständiger Text hier)

Das ist ein Irrtum. In den Vereinigten Staaten bringen christliche oder konservative Abgeordnete trotz fehlender Mehrheiten ständig Gesetzesprojekte gegen die Abtreibung ins Parlament, eben um die öffentliche Diskussion am Leben zu halten. Sie tun das zum Teil, weil sie von ihrer Einstellung überzeugt sind, aber auch, weil die vielen Lebensrechtsorganisationen sie dazu auffordern und geradezu zwingen.

Diese konservativen Politiker in den USA wissen sehr wohl, daß sie keine Mehrheiten haben, doch dank ihrer parlamentarischen Initiativen machen sie es den Lebensrechtlern einfacher, die vielen Abtreibungsgegner zu mobilisieren.

In Deutschland wünschen sich stattdessen viele C-Politiker Friedhofsruhe. Das hat zum Ergebnis geführt, daß die Mehrheit der US-amerikanischen Bevölkerung heute „pro-Life“ denkt und es in vielen Gegenden schwer ist, überhaupt abzutreiben.

In den Vereinigten Staaten vollzieht sich ein Gesinnungswandel, von dem wir in Deutschland gegenwärtig nur träumen können. Doch das war nur deshalb möglich, weil der politische und der vorpolitische Raum in den Vereinigten Staaten stets zusammenarbeiten.

Eine der größten Schwierigkeiten der deutschen Lebensrechtler, das Thema § 218 StGB in der Öffentlichkeit am Leben zu halten, ist die unverantwortliche Abstinenz der C-Politiker.  images

Und bei uns? 

Aber man braucht gar nicht über den Atlantik blicken. Auch bei uns in Deutschland gibt es Politiker, die gut verstehen, daß man anhand der Themensetzung Wähler an sich bindet, auch dann, wenn es keine Mehrheiten gibt: Die Grünen haben jahrzehntelang geradezu utopische Forderungen gestellt. Auf diese Weise haben sie Menschen mobilisiert und an sich gebunden. Ob sie im Bundestag damit Erfolg haben würden, war ihnen zunächst egal.

Noch heute pfeifen die Grünen auf Mehrheiten und selbst auf das Bundesverfassungsgericht. So fordern sie im Wahlprogramm für die Bundestagswahl am 22. September: „Frauen müssen über ihre Schwangerschaften frei und ohne Kriminalisierung entscheiden können.“  – Gegen eine „Entkriminalisierung“ spricht eindeutig das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Mai 1993, das unmißverständlich bestimmte, Abtreibung sei eine rechtswidrige Tat (selbst wenn sie unter gewissen Bedingungen straffrei bleibt). Das ist den Grünen egal, ihnen geht es um ihre Klientel.

Christliche Politiker ignorieren diese Strategie. Dadurch, daß sie sich hinsichtlich Lebensrecht, Familie, Homo-Privilegien, Prostitutionsgesetz usw. äußerst defensiv und mit wenig Überzeugung verhalten, während Grüne und sonstige Linke auf die Pauke hauen, verschiebt sich die Achse ständig nach links.

Nur dank der christlichen Basis bzw. der Stammwählerschaft, die sich mit großem Idealismus für christliche Werte und Prinzipien in der Politik entschlossen einsetzt, ist Deutschlands Politik noch nicht völlig unchristlich.

Erstveröffentlichung in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


“Babyklappen” und vertrauliche Geburt: Vorfahrt für das Lebensrecht!

In Deutschland gibt es erneut eine Diskussion um “Babyklappen” und anonyme Geburten. Der Ethikrat will sie abschaffen. Die Bundesregierung kontert mit der sog. “vertraulichen Geburt”. 

360 Klein-Kinder wurden in Deutschland seit der Eröffnung der ersten Babyklappe im Jahr 2000 bis 2009 in einer solchen Einrichtung abgegeben. Doch die Babyfenster stehen unter permanenter Kritik, wobei die Begründung vorgeschoben wird, daß die betroffenen Kinder nie wissen, wer ihre Mutter war. SDC12467

Der “Deutsche Ethikrat” hat unlängst empfohlen, aus diesem Grund die Babyfenster zu schliessen. In Deutschland zählt man über 90 solcher Einrichtungen.

Daneben gibt es die Möglichkeit für Mütter, das Kind “anonym” zu gebären, also ohne die eigene Identität preiszugeben, und zur Adoption freizugeben. Jetzt hat die Bundesregierung per Gesetz die “vertrauliche Geburt” möglich gemacht:

Ab 2014 können Mütter ohne Namensangabe in einer Klinik ihr Kind gebären und zur Adoption frei geben. Allerdings müssen sie dabei ihre Identität beim Bundesamt für Familie hinterlegen. Das Kind hat dann ab dem 16. Altersjahr das Recht, die Identität der Mutter zu erfahren. Widerspricht die Mutter, muß ein Familiengericht entscheiden.

Da sich die christlichen Kirchen zudem für die “Babyklappe” eingesetzt haben, soll es diese gegen den Willen der Familienministerin weiterhin geben.

Daß dies sinnvoll ist, zeigt zB. die Arbeit des Vereins KALEB in Dresden. Er begleitet anonym gebärende Frauen und bietet ihnen die Möglichkeit an, ihren Namen bei einem Notar zu hinterlegen. Doch nur jede fünfte Frau geht darauf ein. “Wir hätten uns nicht gemeldet, wenn wir gewusst hätten, dass wir etwas ausfüllen müssten”, zitiert eine KALEB-Sozialarbeiterin schwangere Mütter.

Was wäre dann aber mit ihren Kindern geworden? Muß es nicht letztlich darum gehen, möglichst vielen “unerwünschten” Kinder das Leben zu ermöglichen? Zählt das Wissen um ihre Herkunft etwa mehr als ihr Recht auf Leben?

Quelle: http://www.jesus.ch


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