Leben wie ein Hund in Amerika…

Von Dr. med.vet. Edith Breburda

US-Amerikaner werden im Jahre 2014 für ihre Haustiere 58,5 Milliarden Dollars ausgeben. Das sind 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr. 22,6 Milliarden Dollars allein werden für eine bessere Hundekost bezahlt. Der Rest geht an den Tierarzt, moderne Tierarzneimittel oder Tierhaltungskosten wie zB. das Hunde-Spa. Dr. Breburda

Diese enormen Kosten für die Tiere werden durch die steigenden Erwartungen der Hunde-Besitzer verursacht, ein gesundes Tier zu haben, das bestmöglichst gepflegt und ernährt wird.

Health and Wellness (Gesundheit und Wohlgefühl) wird auch in den kommenden Jahren Tierbesitzer anregen, ihr Geld auszugeben:

“Die Leute verhätscheln ihre Tiere mehr denn je. Immer mehr Produkte für Haustiere kommen auf den Markt. Das wird auch weiterhin so bleiben. Es ist ein regelrechter Boom.

Die Gesellschaft bietet alle möglichen Dienste an, um die Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. Die Palette reicht vom interaktiven und innovativen Hundespielzeug zur Hundebetreuung, Hundefreundlichen Hotels, Restaurants und Fluglinien”, erläuterte Bob Vetere, Präsident der American Pet Products Association (APPA) anläßlich der Globalen Hunde-Messe in Orlando, Florida 2014.

Tiere fungieren als Kinder-Ersatz

Hundebesitzer wollen “ihre Kinder” verwöhnen, sagte Beverly Lefevre, Managerin des Paw’s Natural Pet Emporium in Richland, Washington, bereits vor Jahren. “Es ist, als ob man einem Kind ein neues farbiges Bilderbuch kauft.”  Bernhard

Ein absolut gutes Geschäft für uns, hört man andere Hundegeschäftsbesitzer wie Louisa Marvin sagen. Leute behandeln ihre Haustiere wie Kinder und so gibt es viele Gelegenheiten, Geschenke an die Tiere auszugeben.

Hunde sind seit jeher unsere Begleiter. Die Frage ist, wieso sich unser Verhalten ihnen gegenüber verändert hat?

Die Studie “Doggies at the Dinner Table: Pet Humanization in America” der Purdue-Universität von 2012 zeigte, dass 97% der Haustierbesitzer mit ihren Tieren reden. Tiere sind mehr denn je Familienmitglieder. Haustiere werden verwöhnt mit Dingen, die früher eigentlich nur Menschen zukamen: wie organisches Fressen, Hunde-Lebensmittelgeschäfte, Hunde-Tagesstätten, Designer- Kleidung, Hundespeisekarten in Hotels, klimatisierte Hundehütten… die Liste geht fast ins Unendliche.

Immer mehr Leute kommen auf den Hund

Man denke nur daran, dass vor Jahren in Deutschland eine Hunde-Eisdiele von einem arbeitslosen Doktor der Agrarwissenschaften eröffnet wurde. Hundeadopt

Wie Statistiken zeigen, kommen immer mehr Leute auf den Hund. Ein durchaus logisches Ergebnis, weil auch die Bevölkerung wächst. Was allerdings ungewöhnlich ist, dass wir Menschen viel mehr in unsere Haustiere investieren als zuvor.

Warum? Viele Faktoren verursachen das, schreibt der Wall Street Flaneur im September 2012, der über die Purdue- Studie berichtete. Ein Hauptfaktor ist dem demographischen Wandel der Gesellschaft zuzuschreiben. Pensionierte Babyboomer versuchen, ihr leeres Nest  aufzufüllen.

Enkelkinder, die sonst den Platz von Haustieren einnahmen, lassen immer länger auf sich warten. Der Trend, später zu heiraten, geht zudem mit immer weniger eigenen Kindern einher. In einigen Fällen ziehen “moderne Eheleute” einen Hund einem Baby vor.

Wachsender Trend: Vermenschlichung der Haustiere

Dass Hunde als Familienmitglieder angesehen werden, gab es noch nie so oft wie heute. Eine Humanisierung der Haustiere ist ein Trend, der seit rund 20 Jahren in den USA zu verzeichnen ist.

“Wir verhätscheln die Tiere, wenn sie glücklich sind und weinen, wenn sie krank sind. Mama, Papa, Bruder, Schwester .. und Fido, alles Mitglieder einer Familie”, berichtet das Wall Street Journal.

15% der Hundebesitzer kaufen eine Urne, um ihre geliebten Tiere beizusetzen, wenn sie gestorben sind. Aber nicht nur das, sie klonen sie auch und zahlen Unmengen an Geld, damit ihr Tier unsterblich wird.

PetSmart ist und bleibt in den USA der Marktführer für die Haustierversorgung. Selbst eine angeschlagene Wirtschaft beeinträchtigte nicht den Umsatz der Tier-Supermärkte, die damit werben, dass jeder Besuch für das Tier zu einem Erlebnis wird.0037

Der Markt geht mit der Zeit und den sich ständig ändernden Trends bei Gesundheitsfutter, Vitaminzusätzen, Tierbekleidung und innovativem Tierspielzeug.

VCA Antech INC bietet diagnostische Tests und andere Dienste, wie veterinärmedizinische Geräte, an. Auch dieses Unternehmen wächst.

Die Nachfrage für Petmed Express steigt. Tiermedizinische Medikamente aller Art, verschreibungspflichtig oder auch nicht, werden online, per Telefon oder Katalog angeboten.

Nachteile der “Humanisierung”  für Tiere

Das Resultat der Humanisierung von Haustieren ist, dass Tiere nicht zuletzt an den gleichen Erkrankungen leiden wir ihre Herrchen. Dicke Haustiere nehmen zu. Vielleicht denkt man an einen Doggie-Trainer?

Und falls das Herrchen sich gesundheitsbewußt gibt, muss das Tier das gleiche Futter vorgesetzt bekommen. In exquisiten Hunde-Lebensmittelgeschäften in Los Angeles bekommen Hunde ihr Quellwasser und Gesundheitsfressen an einem gedeckten Tisch serviert.

Ritz-Carlton Hotels bieten schon seit Jahren eine gesonderte Speisekarte für den Hund an. Eine Sorge besteht nur, ob die Rinder, Lachse und Hühner, die als Hundefutter enden, auch ethisch vertretbar gehalten wurden.

Hundemagazine wie Moderndog, eine Lifestyle-Zeitung für den modernen Hund und seine Begleiter; haben eine große Nachfrage. In vielen Städten werden oft Adoptions-Ausstellungen abgehalten, damit man sich ein geimpftes, entwurmtes, sterilisiertes Tier, das einen Hundechip mit seinen Daten unter der Haut trägt und einen eigenen Haustierarzt sowie eine Hundekrankenkasse besitzt, kaufen kann.

Unsere Autorin Dr. med. vet. Edith Breburda ist Veterinär-Medizinerin (Tierärztin) und lebt im US-Bundesstaat Wisconsin

HIER Ediths Youtube-Video zum Artikel: http://www.youtube.com/watch?v=xeyg5g7MHIU

HIER haben wir Ediths jüngstes Sachbuch zu Gentechnik und Biotechnologie vorgestellt: http://charismatismus.wordpress.com/2014/03/08/unser-buch-tip-globale-chemisierung-von-dr-med-edith-breburda/

 

 


Gemeinsam in den Sozialismus? – Die Union und der Zeitgeist

Von Peter Helmes

Heute noch Mitglied in der CDU oder CSU zu sein, zeigt schon  –  je nach persönlichem Empfinden  –  eine leichte oder (eher wohl) schwere masochistische Prägung.

In den letzten Jahren kamen ständig neue Schmerzen hinzu, die Konservative an der Union verzweifeln lassen. In den oberen Etagen der Unions-Parteien sind keine gestandenen Konservativen mehr auszumachen, in den unteren Rängen spielen sie allenfalls die Rolle des Pausenclowns, der zwar auftreten darf, dem aber niemand zuzuhören scheint. Viele sind mittlerweile aus- und zur AfD übergetreten.   42252-3x2-teaser190x127

Halten wir fest: Selbst noch unter Helmut Kohl, dem Wegbereiter der „Wende“   –  einer Wende zu einem libertären, zeitgeistigen Denken wohlgemerkt  –  wurde mit dem Brustton der Überzeugung behauptet, die Union habe „drei starke Wurzeln“: eine konservative, eine soziale und eine liberale. Zumindest seit jenem Kohl war dies allenfalls noch Geschwätz, um die Parteiflügel stillzuhalten.

Heute sieht man sich leider an den allzu früh verstorbenen Publizisten Johannes Gross erinnert, der einmal geschrieben hatte, Deutschland werde von zwei sozialdemokratischen Parteien beherrscht. Der Unterschied sei lediglich, daß die eine Partei etwas katholischer sei.

Das ist aber heute in der Union kein Thema, weil die CDU (mit der CSU) als „Krisenbewältigungs-Partei“ daherkommt. Ein gütiger Gott sandte ihr die Krim-Krise, die von Merkels Versagen als Parteichefin ablenkt. Sie gilt als die Managerin der Krise, und es scheint ihr völlig wurscht, wie das Innenleben ihrer Partei derweil aussieht.

Schon die Koalitionsverhandlungen und der daraus resultierende Koalitionsvertrag zeigten, daß CDU und CSU bereit sind, zentrale Unionsversprechen aufzugeben und damit die letzten Reste konservativ-liberaler Unionspositionen zu beseitigen. be2004_38_551

Neben noch mehr Zugeständnissen an Brüssel und bei der Euro-Rettung steht die Beförderung vieler linker Projekte (Energiewende, Masseneinwanderung, doppelte Staatsbürgerschaft, Quotenwahn etc.) im Mittelpunkt der Politik. Der eh nur kleine Widerstandsgeist hat sich marginalisiert, da sich niemand die Parteikarriere versauen lassen will.

Eine höchst betrübliche Rolle spielt dabei die „Junge Gruppe“ von Unionsabgeordneten der jüngeren Jahrgänge. Gerade von ihnen hätte man ein heftiges Sperrfeuer gegen die in immer abenteuerlichere Höhen wachsenden Belastungen der kommenden Generationen erwarten dürfen.

Der sozialistische Ungeist lebt  –  er nennt sich nur anders bzw. benutzt andere Begriffe  –  und feiert fröhliche Urständ´. Wer geglaubt hat, die klassische marxistische Ideologie sei mit dem Zusammengehen der beiden „Deutschlands“ zu Ende gewesen, sieht sich jäh eines Schlimmeren belehrt. Sie ist nicht mehr nur Teil alter sozialistischer Parteien, sondern hat auch in den Reihen bürgerlicher Vertreter Platz genommen.

Neue Strategie für alten Sozialismus

Die alten sozialistischen Klassenkampfparolen hatten sich zwar als unwirksam erwiesen. Aber eine neue Strategie verhilft ihr zu neuem Einfluß:

Sozialismus schafft man (dauerhaft) nicht von oben, sondern er muß von unten in die Gesellschaft hineinwachsen. Kern und Keimzelle der Gesellschaft ist die Familie, also mußte man da ansetzen und eine Frontstellung gegen Ehe und Familie aufbauen, da deren traditionelle Formen dabei im Weg stehen, vor allem die autonom funktionierende Eltern-Kind-Beziehungen oder das was man gemeinhin als IMG_1421Familienbande beschreibt.

Karl Marx hat hierzu die Vorlage geliefert: „…Werft ihr uns vor, daß wir die Ausbeutung der Kinder durch ihre Eltern aufheben wollen? Wir gestehen dieses Verbrechen ein. Aber, sagt ihr, wir heben die trautesten Verhältnisse auf, indem wir an die Stelle der häuslichen Erziehung die gesellschaftliche setzen…“ (Karl Marx, Kapital I, MEW 23, 514, Marx-Lexikon) 

Widerspruch wird nicht geduldet. „Toleranz“ gibt es nur innerhalb der eigenen Klientel und keinesfalls gegenüber Andersdenkenden. Wer dem Zeitgeist widerspricht, wird  –  oft mit Medienunterstützung  –  gnadenlos niedergemacht und letztlich mit der Faschismuskeule erschlagen. Neueste Beispiele findet man derzeit zuhauf im Internet, wenn es um die AfD geht. Haß statt Argumente!

Respekt vor dem Elternrecht gefordert

„Das Trommelfeuer der Agitation prasselt auch hier in konzentrierter Form besonders auf eine ratlose junge Generation nieder. Zur Aufhetzung gegen die staatliche kommt jene gegen die familiäre Ordnung. Ein Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern ist den Veränderern, die Manipulations- und Manövriermasse brauchen, ein Dorn im Auge…

In Bundesgesetzen und -entwürfen sozialistischer Provenienz werden im Bereich der Familie die Kinder als Prozeßpartei gegen die Eltern konstituiert, tritt der Staat in Gestalt des Vormundschaftsgerichts und des Sozialfürsorgers zwischen Eltern und Kinder. Da soll nicht mehr in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz die Familie geschützt werden, sondern es sollen die Kinder von den Eltern ‚geschützt‘ werden, weil das Elternrecht aus einem ‚Gewaltunterworfensein der Kinder‘ hergeleitet wird, die Kinder als ‚Objekte elterlicher Fremdbestimmung‘ definiert werden.

Foto: M. Löhr, CDLNicht mehr Achtung, Zuneigung und Liebe, sondern kühle und konfliktträchtige und zum Konflikt verführende Rechtsbeziehungen bestimmen nach dieser sozialistischen Auffassung Handlungen, Bindungen und Verhaltensweisen in der Familie zwischen Eltern und Kindern.“

Entgegen allen Vorurteilen, die gegen diesen Mann herrschten und noch immer umlaufen: Diese Mahnung stammt von Franz-Josef Strauß (veröffentlicht in seinem Buch „Gebote der Freiheit“, 1979)

In der APO-Zeit  –  dem Sammelbecken von (harmlosen) Flower-Power-Hippies, von nicht mehr harmlosen Terroristen wie  der Bader-Meinhof-Bande und ihren Sympathisanten bis hin zu den aus der linksradikalen 68er Bewegung resultierenden Grünen  – versuchten einige der „Führer“ dieser Gruppen, mit ihren linksintellektuellen Vorstellungen, gepaart mit „Pseudo-Umweltschutzgedanken“, durch eine „Mobilisierung der Massen“ die Gesellschaft zu verändern.

Die „Massen“, die Bürger, aber waren überhaupt nicht daran interessiert, auch nur eine Sekunde lang diesen Chaoten zu folgen, im Gegenteil: Sie verabscheuten deren Ziele und Methoden zutiefst!

“Frankfurter Schule” contra bewährte Werte

Deshalb gingen links-grüne Ideologen sozusagen noch eine Stufe höher: Sie versuchten die „globale Werte-Umorientierung“. Man wollte vor allem die altbewährten, der abendländischen Philosophie und dem Christentum entspringenden Werte uminterpretieren in „neue Werte“  –  in pseudoreligiöse und rein weltliche Werte. 1529 - Kopie (2)

Jürgen Habermas, einer der Paten der ´68er und Mitbegründer der „Frankfurter Schule“, stellt sechs Wirkungen der ´68er „Kulturrevolution“ heraus, in denen sich übrigens der zerstörerische und alles negierende Geist der Frankfurter Schule beweist.

Nach 1980 hat Habermas in verschiedenen Beiträgen diese sechs „Veränderungen“ genannt, die von der Kritischen Theorie ausgegangen sind und das geistige Klima an vielen Universitäten Deutschlands zwischen 1960 und 1980 revolutionär verändert hat, aber auch heute noch tiefe Einwirkungen auf die Gesellschaft zeitigen.

Habermas verbucht diese Veränderungen als Erfolge, als Siege über die bürgerliche Gesellschaft, die er selbst in polemischer Absicht als „spätkapitalistische“ bezeichnet:

1.) Die Ent-Christlichung der Öffentlichkeit.  –   2.) Die Ent-Institutionalisierung der Gesellschaft,.  -  3.) Die Ent-Ethisierung des Rechts.  –   4.) Die Ent-Kriminalisierung des Verbrechens. –   5.) Die Ent-Pathologisierung der Krankheit.  -  6.) Die Ent-Ästhetisierung der Kunst.

Unterwanderung der Institutionen von links

Die alten ´68er Politrevoluzzer und deren Jünger sitzen nun nicht nur in unseren Parlamenten in Schlüsselpositionen, sie befinden sich schon längst auch in kirchlichen Gremien, Jugendverbänden, als Lehrer an unseren Schulen, als Richter an den Gerichten bis hin zu den höchsten Gerichtshöfen, als angebliche Verfassungsschützer, in Ministerien, auf Ämtern und in den Massenmedien, vor allem im Fernsehen  -  sowohl bei den öffentlich-rechtlichen Sendern als auch bei den Privaten.  Couple photo - ADJ

Diese zu Beginn der siebziger Jahre aus der APO heraus gestartete Unterwanderungsstrategie hat bestens geklappt!

Die „68er“ in aller Welt hatten früh die ökologisch-feministischen Bewegungen sowie verschiedene Gruppen und Akademiker post-moderner Ausrichtung, allesamt geprägt durch den Glaubensabfall des Westens, unterwandert und Schlüsselpositionen in Politik und Gesellschaft besetzt.

In CDU und CSU werden deren neue Begriffsprägungen ganz selbstverständlich verwendet; man will ja schließlich die Anpassung an den Zeitgeist nicht verpassen. Die neuen Begriffe sind überall auf dem Siegeszug. Wir haben den Einfluß der „Grün-Alternativen“ erheblich unterschätzt. Die neuen Sprachregelungen haben Eingang gefunden in nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche.

Neue Sprache verändert das Denken

„Wer die Begriffe beherrscht, beherrscht die Politik“  –  eine alte politische Weisheit. Und so gelang es den „Kulturrevolutionären“, neue Begriffe in der Gesellschaft zu verankern.

Zu solchen Begriffen gehören z. B. „Globalisierung mit menschlichem Antlitz“, „nachhaltige Entwicklung“, „good governance“, globale Ethik, Lebensqualität, Friedenserziehung, „gender (mainstreaming)“, Gleichberechtigung, neue Lebensstile, „Abtreibung ohne Risiko“, sexuelle und reproduktive Rechte, Partnerschaft (statt Ehe), Transparenz, Basisbeteiligung, transnationale Vernetzung, fairer Handel usw. nodbild

Begriffe, die einzeln für sich akzeptabel sind, jedoch in ihrer Fülle und mit ihrem ethischen Hintergrund die Gesellschaft unterhöhlen. Begriffe wie Wahrheit, Moral, Gewissen, Vernunft, Eltern, Eheleute, Jungfräulichkeit, Keuschheit, Autorität, Hierarchie, Gerechtigkeit, Gehorsam, Gesetz, Gebot, Dogma, Glauben, Liebe, Hoffnung, repräsentative Demokratie z. B. gehören offenbar nicht (mehr) dazu, werden als „von gestern“ apostrophiert oder uminterpretiert. (Der Zyniker Oskar Lafontaine würde sie als Begriffe bezeichnen, die man auch im KZ verwenden könnte.)

So wird z. B. aus Regierung Governance; aus der repräsentativen Demokratie wird partizipative Demokratie. Das Gedankengut der Gutmenschen führt dann weiter von Hierarchien zu Gleichheit; von Eheleuten zu Partnern; vom Glück zu Lebensqualität; von der Vater-Mutter-Kind-Familie zur „Familie in allen ihren verschiedenen Formen“; von Wissen zu Fähigkeiten; von der Caritas (Liebe) zu Unterstützungsansprüchen an den Staat; vom Leiden in Würde zum „Recht auf Sterben“ oder  –  umgekehrt  –  zu angeblich ethisch vertretbarer Abtreibung; von kultureller Identität zu kultureller Verschiedenheit; von Mehrheitsvoten zu Konsensbildung und so weiter.

„Liebe Parteifreunde und –freundinnen“

Auch wenn´s viele wissen, sei der Vollständigkeit halber hier an den Ursprung dieser neuen Ideologie erinnert: „Gender Mainstream“ bezieht sich „nur“ auf die Geschlechterrolle (Mann/Frau) und beruft sich auf einen Satz von Simone de Beauvoir (Sartre-Freundin und ´68erin): Mann und Frau seien völlig gleich. Sie würden „nur“ zu unterschiedlichen „Geschlechterrollen hinmanipuliert“, sie würden später durch die Gesellschaft zu „unterschiedlichen Wesen“ gemacht.

Konsequent wird der grammatische „Gattungsbegriff“ durch Zerlegung in „geschlechtsgerechte“ Begriffe ersetzt. Es heißt fortan nicht mehr „die Genossen“  –  womit früher immer alle gemeint waren  –  sondern „Genossinnen und Genossen“, „die Christinnen und Christen“ etc., wobei oft nicht mehr lesbare Textungeheuer zustande kommen. Diesen Unfug muß die Union natürlich mitmachen, glaubt sie.

Gender ist offensichtlich zum Zentral- und Lieblingsthema des „neuen, modernen Menschen“ geworden. Die damit einhergehende Zerstörung der Familie müssen wir nicht kommentieren, sie ist überall gegenwärtig.

Auf dem Weg zur elternlosen Gesellschaft?

Deutschland ist auf dem Weg zu einer elternlosen Gesellschaft, in der der Staat die Elternrolle übernommen hat. Die Linken kamen auf den Einfall, daß die Institution Elternhaus bzw. Familie „von gestern“ sei und der Staat das zu übernehmen hat, was die Aufgabe von Vater und Mutter gewesen ist. bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824

Mit dieser Ideologie des Irrsinns wird die Natur des Menschen auf den Kopf gestellt. Unsere Regierungen der jüngsten Jahrzehnte  –  egal ob grün/rot, schwarz/rot oder schwarz/gelb  –  haben sich darüber hinweg gesetzt, daß siebzig Prozent der Eltern ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst betreuen wollen und das Geld bewußt in die falschen Kanäle geleitet, was sich insbesondere an der Bildungspolitik festmachen läßt.

Wenn ein Staat die elterliche Betreuung als gesellschaftlichen Rückschritt einstuft, hat er den gesunden Menschenverstand verloren. Wenn die Familie nicht mehr der Kern aller Ordnungen im Staat ist und zugrunde geht, geht auch der Staat zugrunde.

Die totalitären Züge im Sozialstaat

Unter den kalten Augen dieses Staates wird ein neues Menschenbild getestet, das die bürgerliche Familie durch eine sozialistische ersetzen will, ohne Bindung und ohne Liebe.

Frau von der Leyen sprach es aus, ohne Hemmung und ohne Scham, als sie noch Familienministerin war: „Eine staatliche Kinderbetreuung bringt dem Staat mittel- und langfristig mehr ein. Wenn alle Mütter mit Kleinkindern wieder Einkünfte beziehen, würden bis zu sechs Milliarden Euro Einkommensteuer mehr hereinkommen.“

So spricht eine Funktionärin, für die ein Kind zum Objekt geworden ist. Aber es ist noch nicht entschieden, ob unser Volk sich selbst aufgeben will. Ob Frau von der Leyen in der Christlich-Demokratischen Union (CDU) wirklich das richtige Zuhause hat, darf jedoch füglich bezweifelt werden.

Einen verheerenden Einfluß hat diese Gender-Ideologie auf die Schulpolitik. Da unterscheiden sich die Bundesländer kaum noch. Der Staat hat den Zugriff auf die staatlichen Schulsysteme und „verordnet“ den Kindern  –  auch gegen deren und den Willen vieler Eltern  –  wie jüngst in Baden-Württemberg geschehen, mit neuen Gesinnungslehrplänen ein völlig anderes Bild von Ehe von Familie.

Mit der Gleichsetzung aller möglichen Formen menschlichen Zusammenlebens wird das Ideal „Familie“ zerstört oder zumindest relativiert.

Die ersten Kinderjahre entscheiden

Verheerend, was durch Fremdbetreuung in den Kindertagesstätten vom Kleinkindalter an angerichtet wird! Es sind die ersten Jahre eines Kindes, die für das Leben entscheidend sind. Ihm wird ein schwerer Schaden zugefügt, wenn sich innere Beziehungen nicht mehr entwickeln können. Wir sehen, wo junge Menschen landen, wenn sie kein Zuhause mehr haben und keine Zuflucht vor den Angriffen des alltäglichen Lebens. DSC06370

Der Heranwachsende steht im Nichts. Er hat auch nie etwas von einer religiösen Sinngebung des Lebens erfahren. Das Geld, das in den Familien dringend gebraucht wurde, hat man in staatliche Institutionen geschleust und in zugewanderte ausländische Familien, die auch noch ihren üppigen Nachwuchs nach Deutschland transferieren durften, um von unserem Geld leben zu können.

Der Schaden ist so schwer, weil mit dem staatlichen Eingriff in die private Sphäre auch der Versuch unternommen wurde, den Menschen selbst zu verändern und ihm unter dem Vorwand der Modernität falsche Lebensbilder und falsche Inhalte aufzudrängen. Diese Politik, von den Kinderkrippen bis zu den Ganztags-Kinderstätten und -schulen, bedeutet ein sozialistisches System, das die Fürsorge der Eltern durch eine allgemeine Staatsfürsorge ersetzt und das Elternhaus gewaltsam zerreißen will.

Sozialstaatliche Interessen haben totalitäre Züge angenommen. Schul- und Bildungswesen sind auf unterster Stufe angekommen, Sozial- und Gesundheitswesen zu Bruch gegangen. Dem Staat ist offenbar Migrantenpolitik wichtiger.

Frühsexualisierung der Kleinsten

So ist es auch nur eine logische Folge dieses Denkens, daß der Mensch auf die gleiche Ebene gestellt wird wie jedes Animal. Im Mittelpunkt des „neuen Menschen“ steht der Sex  –  in allen Varianten und jede(r) mit jeder/jedem. Und damit das ja in die Köpfe geht, wird schon frühzeitig, ab Kindergarten  –  und bei zunehmenden Alter mit zunehmender Intensität  –  den Kleinen und Kleinsten beigebracht, wie Sex richtig funktioniert. DSC07339

Daß dabei der Begriff Liebe unters Bett fällt, ist wohl ein Kollateralschaden. Sigmund Freud erkannte seinerzeit: „Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig, die Zerstörung der Scham bewirkt die Enthemmung auf allen anderen Gebieten…“

Herzlos formulierte Hans-Jochen Gamm, Sozialist und Erziehungswissenschaftler, bereits 1970 seine Forderung für eine „moderne“ Pädagogik: „Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler, um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuführen und den Autoritätsgehorsam einschließlich der Kinderliebe zu den Eltern gründlich zu beseitigen.“

Eine abstruse Denke, die aber kaum auf Widerstand gestoßen ist. Auch hier zeigt sich die Feigheit (Unsicherheit?) der Kirchen und bürgerlichen Parteien gegenüber solchen (geistigen) Kinderverführern. Statt zu protestieren und die eigene Position zu verteidigen, versteckt man sich im eigenen Nest und gibt Zug um Zug alte Positionen auf.

Echte Konservative und Traditionalisten schauten früher leicht neidisch zur „Schwester-Partei“ CSU, bei der die Welt noch in Ordnung zu sein schien. Doch bei genauerem Hinsehen mußte man konstatieren, daß auch dort der Schein das Sein überlagert.

CSU-MdB attackiert Birgit Kelle

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Bernd Fabritius scheint einer der Epigonen des „neuen Menschen“ zu sein. Auf den Kommentar von Birgit Kelle (siehe Foto)  –  bekennende Katholikin, viel beachtete Publizistin und vierfache Mutter  –  im CSU-Blatt Bayern-Kurier entrüstet sich Fabritius über die Autorin in einer Art, wie ich sie eher von ganz Linksgestrickten erwartet hätte:

Birgit Kelle

Birgit Kelle

„Birgit Kelle im Bayernkurier: einfach daneben. Unter dem Titel ‚Familienbild im medialen Abseits‘ beschreibt die sonst für ‚Die Freie Welt‘ und ‚Kath-Net‘ schreibende Autorin ihre bekannten Vorbehalte gegen Gleichberechtigung (‚Gleichheitswahn‘) und ‚Akzeptanz‘.

Nicht das ‚Familienbild‘ ist im medialen Abseits, sondern Vorurteile wie die von Kelle. Das Bild der klassischen, traditionellen Ehe wird nicht gefährdet, wenn auch anderen Lebenspartnerschaften, in denen vergleichbare traditionelle Werte gelebt werden, mit dem Respekt begegnet wird, den Gleichheit und Menschenwürde gebieten.

Es besteht keinerlei Konkurrenzsituation, die Kelles Position erforderlich oder zumindest verständlich machen könnte. Auch wenn der Artikel im Bayernkurier im Vergleich mit anderen Kelle-Artikeln ausgesprochen weichgespült präsentiert wird, so verdeutlicht er doch unverhohlen deren Ideologie: Die Bildungspläne in Baden-Württemberg, die eine Vorbereitung der Schüler auf Akzeptanz und Respekt für Andere bewirken wollen, bezeichnet sie als ‚Irrsinn‘, wettert gegen ‚Umerziehung‘ und fordert damit sinngemäß ein ‚Recht auf Vermittlung von Vorurteilen und Vorbehalten‘ durch elterliche Erziehung. Das war einmal. Heute sind wir aufgeschlossener  -  auch im Leserkreis des Bayernkurier.“

Der Kompaß ist abhanden gekommen

Ist das die neue Politik der Unionsparteien, die sich unverdrossen „christlich-demokratisch“ und „christlich-sozial“ nennen? Mit solchem Führungspersonal rauscht die Union mit Volldampf ins Abseits.

Denn die Wähler  – Verzeihung: und Wählerinnen  –  können durchaus das Original von der (schlechten) Kopie unterscheiden. Der Union ist unübersehbar der Kompaß abhanden gekommen. CDU und CSU wollen alles sein  –  traditionsbewußt, offen, modern, zukunftsfähig etc. -  Eines sind sie schon länger nicht mehr: christlich und konservativ.

Es bleiben noch viel mehr Fragen. Zum Beispiel: Wer hat das Sagen in unserer Republik? Wer bestimmt das moralisch-sittliche Niveau unseres Staates? Wer definiert die „Deutsche Nation“? Wer bestimmt, was dem Wohle des Kindes nützt? usw.

Wenn die Antwort auf solche Fragen lautet: „der Zeitgeist!“, dann können wir nur sagen: „Gute Nacht, Deutschland!“

Peter Helmes ist ehem. Bundesgeschäftsführer der “Jungen Union” und betreibt heute die Webseite: http://www.conservo.wordpress.com


Faktenstarke Publikation über den grünen Pädosex-Skandal und seine Hintergründe

Von Peter Helmes

Die Grünen sind zur Zeit merkwürdig still. Ausgerechnet die selbsternannten Tugendwächter der Republik, die sonst so laut protestieren.

Und erst ihre Empörungsbeauftragten Roth, Göring-Eckardt, Ströbele usw., sonst immer mit der Moralkeule herbeieilend, sitzen sie nun in der Ecke und warten offenbar, bis der Sturm vorüber ist. grc3bcne-kinder-helmes

Nun kriegt die Partei gleich mehrfach Entlastung von den Schlagzeilen, in denen sie bis vor kurzem noch selber steckten. „Pädophilie und Edathy“ – das hat Neuigkeitswert, „Pädophilie und Grüne“ – das war gestern!

Aber lassen wir uns nicht ablenken von der Vorstellung, der ehem. SPD- Bundestagsabgeordnete Edathy sei ein Einzelfall. Solche Skandale gab und gibt es überall in der Gesellschaft – in Parteien, in Kirchen, in Schulen usw.  Jedenfalls wäre es nie und nimmer ein „Fall SPD“, weil die ehrwürdige, 150 Jahre alte Arbeiterpartei niemals unter einen solchen Verdacht geraten könnte.  

Ganz im Gegensatz zu den Grünen: Zum ersten Mal in der Parteiengeschichte lag bei den Grünen keine Einzelfall-Verfehlung vor, sondern Pädosex-Thesen waren Teil des Gesamtprogramms der Partei  –  so zu werten, als würden die Kirchen, die CDU oder die SPD Erwachsenensex mit Kindern fordern und fördern.

Schon 1982 formulierten die Grünen in ihrem damals einstimmig verabschiedeten Wahlprogramm unter dem Stichwort „Kinder“:

 „Wir treten ein für eine freie, selbstbestimmte, ungestörte Entfaltung der kindlichen Sexualität. Jede Form von Schmusen, Kuscheln, Streicheln oder Liebe-Machen hat den positiven Effekt, daß Kinder einen spontanen Umgang mit ihrer Lust lernen, ein unbefangenes Verhältnis zum eigenen Körper und zu dem anderen bekommen.“

Damit das auch jeder kapieren konnte, war diesem programmatischen Satz die Abbildung zweier nackter Kinder beigefügt. Die Hamburger Grünen-Gruppe „Rosa Biber“ setzte noch eins drauf und forderte klar und unmißverständlich, den Sex zwischen Erwachsenen und Kindern freizugeben.

Das Verwerflichste daran ist die Verharmlosung der Schäden, die Mißbrauch beim kleinsten und wehrlosesten Glied der Gesellschaft anrichtet, nämlich unseren Kindern.

Die Grünen haben sich mitschuldig gemacht. Nicht alle, aber viele von ihnen. Und viele haben geschwiegen. Als im letzten Jahr die Vorwürfe gegen diese Pädosex-Wurzeln der Grünen immer lauter wurden, konnte der Vorstand nicht anders, als ein wissenschaftliches Institut mit der Aufklärung des gesamten Komplexes zu beauftragen.

Man hoffte wohl, sich einigermaßen heil über die damals bevorstehenden Bundestagswahlen mogeln zu können. Eine trügerische Hoffnung, die Grünen bekamen bei der Wahl eine saftige Quittung, an der sie heute noch knabbern. Da kommt „Edathy“ gerade zur rechten Zeit.

Der gewaltige Unterschied zu allen Einzel-Verfehlungen anderer Organisationen ist, daß zwar nicht alle Grünen damals hinter diesen Forderungen standen, aber es war (beschlossene) Parteilinie, ein Grundkonsens in weiten Teilen der jungen Partei.

Das aber versuchen die Grünen heute nach Möglichkeit zu übergehen, zu verharmlosen oder an die Wissenschaftler zu delegieren. Zurückgetreten ist wegen der Vorwürfe bisher noch kein einziger Grüner, Cohn-Bendit nicht, Ströbele nicht, Volker Beck nicht usw. 

Als ich Anfang des letzten Jahrzehntes auf die Pädosex-Lastigkeit der Grünen aufmerksam machte, wollte das wohl niemand hören (oder glauben). Seitdem befaßte ich mich in zahllosen Artikeln und bisher sechs Buchbroschüren mit den Grünen und ihrer Politik.

In dieser Woche ist der siebte Band erschienen, eine schonungslose Analyse des „Flirts“ der Grünen mit dem Pädosex (auf 80 Seiten): „Die grüne Moral-Partei und der Pädophilie-Skandal“  -  mit vielen Originalzitaten und Dokumenten.

Sie können ein Exemplar gerne kostenlos anfordern unter Peter.Helmes@t-online.de. (Bitte die postalische Zustelladresse angeben.)


Leserbrief an IDEA zur Entstehung der Homosexualität und ihrer Propagierung

Von Christa Meves

Wie erhellend sind solche Beschreibungen der seelischen Entwicklung, wie sie Peter Fischer in seinem Leserbrief in IDEA (Nr. 4/2014) mitteilt. untitled

Die psychotherapeutische Arbeit mit Jugendlichen hat mich ebenfalls gelehrt, dass eine erhebliche Zahl von jungen Männern eine entwicklungspychologisch normale, aber verlängerte homoerotische Phase aufweist. Diese hat keinen anderen Stellenwert, als dass noch eine Scheu vor dem Herangehen an das andere Geschlecht besteht – trotz vorhandener Geschlechtsreife. 

Es ist deshalb pädagogisch unzulässig, normalen Jugendlichen in der Pubertät die sie indoktrinierende Fehlvorstellung aufzunötigen,dass ihre homoerotische Neigung ein Zeichen ihrer „angeborenen“ Homosexualität sei.

Diese Behauptung hat ihren Ursprung in beabsichtigter Täuschungs-Strategie; denn eine normal angeborene Homosexualität ist trotz umfänglicher Forschung auf diesem Sektor nie je festgestellt worden.

Homosexualität, die subjektiv als „schon immer vorhanden“ erlebt wird, ist eine in der Vorschulzeit entstandene Weichenstellung durch eine umweltbedingte Abneigung gegen die Identifikation mit dem eigenen angeborenen Geschlecht. ????????????????????????????????????????????????????????????

Eine solche Fehlvorstellung blockiert infolgedessen das geduldige Zuwarten auf eine manchmal erst im jungen Erwachsenenalter erfolgende psychische Ausreifung, so dass sich erst dann die Hinneigung zu Frauen ausbildet und  –  wie der Fall Peter Fischer  zeigt  –  in eine befriedigende lebenslänglicher Ehe einzumünden vermag.

Ich habe solche Vorgänge und ihre Hintergründe in meinen Büchern ab 1971  – wissenschaftlich erhärtet in „Geheimnis Gehirn“ von 2007 sowie in „Verführt, Manipuliert. Pervertiert“ von 2011   -  ausführlich dargelegt.

Die vorzüglichen Verlautbarungen zur Homosexualität im IDEA-Heft (Nr.4/2014) verdeutlichen, dass deren übermächtige Thematisierung in der Öffentlichkeit mit dem Totschlagargument geschieht,  dass Homosexuellen hierzulande ihre Menschenwürde und ihre gesellschaftliche Anerkennung durch „Homophobie“ abgesprochen würde.  

Das zielt darauf ab, den Bürgern Intoleranz und Menschenrecht-Mangel zu unterstellen, obgleich die Mehrheit  –  allenfalls mit  Ausnahme einiger Nischen  –  mit einer liberalen Sicht  in dieser Hinsicht schon seit Jahrzehnte keine Schwierigkeiten hat. 

Dieser Benachteiligungs-Jargon verführt die Bürger, dem mit Verve zuzustimmen; aber er verkehrt die Wahrheit  – absichtlich täuschend – ins Gegenteil, mit dem heimlichen Ziel, der traditionellen Familie endlich den Garaus zu machen, indem die Kinder so früh wie möglich von ihr entfremdet  und endlich nun auch per Schule „flächendeckend“ auf dem Weg der „Vielfalt“  -  entsprechend den Wünschen der LSBTTIQ  –  gebracht werden.

Wer dagegen öffentlich protestiert, muss mit Entlassung rechnen. (Deshalb tuts schon seit langem schon keiner mehr, der eine Existenz zu verteidigen hat; denn das ist halsbrecherisch). 

Jetzt geschieht auch bereits Strafandrohung gegenüber Fachleuten, die  –  wie die Psychoanalytiker seit einem Jahrhundert  -  es heute noch wagen, bei Bedarf  –  besonders Kinder und Jugendliche, die in dieser Hinsicht Probleme haben  -  zu therapieren. Die Gesetze dazu befinden sich im Koalitionsvertrag und auf EU-Ebene bereits in Vorbereitung.

Wie massenpsychologisch gekonnt hier getäuscht wird, wie die genaue Vorgehensweise dieser Strategie ist, das ist in dem verdienstvollen Buch der Soziologin Gabriele Kuby „Die globale sexuelle Revolution“ (Fe-Medien-Verlag 2012) in allen Einzelheiten dargelegt.

Das ist eine geradezu heldische Tat; denn wer heute die Wahrheit in dieser Hinsicht laut sagt, liefert sich aus. Unverzüglich wird er  -  zunächst digital  -  als homophob diskriminiert und kriminalisiert.

Dennoch: Sich die destruktiven Hintergründe klar zu machen und sich  in später Stunde dagegen zusammenzuschließen, darauf kommt es für Christen in dieser Situation an. 

Christa Meves aus Uelzen ist Bestseller-Autorin und Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche

2. Bild: Evita Gründler


Psychologe: Ist Streß am Arbeitsplatz vielfach eher Einbildung als Faktum?

“Streß entsteht im Kopf”

Belastungen am Arbeitsplatz sind nach Ansicht des Münsteraner Psychologen Alfred Gebert in vielen Fällen mehr oder weniger Einbildung: “Der meiste Stress am Arbeitsplatz ist eingebildet, sozusagen gefühlter Stress. Es sind die eigenen Gedanken, die entscheiden, ob man eine Situation genießt (Eustress) oder ob sie einem Angst macht (Distress)”, sagte Prof. Gebert im Gespräch mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Angesichts stetig steigender Fälle psychischer Erkrankungen verwies der Psychologie-Professor auf die Eigenverantwortung der Betroffenen:

“Die Belastung ist hausgemacht. Ein kluger Mensch hat mal gesagt: Belastend ist nicht die Wirklichkeit, sondern die Vorstellung davon. Das bedeutet: Wenn wir uns immer sagen, wie schlecht es uns geht, dann geht es uns auch schlecht. Wir sind selbst schuld an den negativen Gedanken”, erklärt der Professor für Psychologie und Soziologie an der Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung in Münster. 

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Ein ehem. Star der US-amerikanischen Homosexuellen-Bewegung steigt aus

Der Herausgeber von “Young Gay America” findet zu Christus

Als ich neunzehn Jahre war, starb meine Mutter. Mein Vater starb, als ich dreizehn war. Schon früh in meinem Leben war ich verwirrt darüber, wer ich eigentlich war und welche Gefühle ich anderen gegenüber hatte.

Ich war verwirrt über mein „Verlangen“ und stellte fest, dass ich mich von anderen Jungen „angezogen“ fühlte. Mit vierzehn ordnete ich mich deshalb in die Kategorie „schwul“ ein. Mit zwanzig hatte ich mein Coming-Out und sagte allen in meiner Umgebung, dass ich schwul sei.  DSC07339

Mit 22 wurde ich Herausgeber der ersten Zeitschrift, die sich speziell an junge, homosexuelle Männer wandte. Die fotografischen Inhalte lagen an der Grenze zur Pornografie, doch ich stellte mir vor, die Zeitschrift für größere und bessere Dinge nutzen zu können.

Young Gay America, so hieß das Magazin, kam wirklich an. Sie sollte eine Lücke füllen, speziell für junge homosexuelle Amerikaner da sein und nicht so pornografisch sein. Young Gay America wurde ein großer Erfolg.

Homosexuell lebende Menschen reagierten erfreut auf die Zeitschrift. Sie wurde respektiert und anerkannt und mit Preisen und Ehren ausgezeichnet, darunter mit dem National Role Model Award der prominenten Homosexuellenorganisation Equality Forum. Die Zeitschrift genoss große Präsenz in vielen Medien bis hin zu einer Titelgeschichte im Time Magazine.

2004 war dann der Start für ein zugehöriges Magazin, das YGA Magazine. Es gab vor, eine „tugendhafte Gegenstimme“ zu den übrigen Publikationen für homosexuell empfindende Jugendliche zu sein. Ich sage „gab vor“, denn in Wirklichkeit war es ebenso zerstörerisch wie alles andere in diesem Bereich, nur nicht so offen pornografisch und deshalb mehr „respektiert“.

Mein Weg bis zur Umkehr dauerte 16 Jahre

Ich brauchte fast sechzehn Jahre, um herauszufinden, dass Homosexualität als solche nicht gerade das ist, was man „tugendhaft“ nennt. Es war aber schwierig für mich, in diesem Punkt Klarheit über meine Gefühle zu bekommen, da mein ganzes Leben so darin verstrickt war.

Wenn Homosexualität jungen Menschen nahegebracht wird, ist das an sich schon pornografisch. Es zerstört etwas in der empfindsamen Seele und verwirrt junge Menschen in ihrer sich entwickelnden Sexualität. Allerdings wurde mir das erst klar, als ich selbst schon dreißig Jahre war.

In einigen Städten Nordamerikas war die erste Ausgabe des YGA Magazine total ausverkauft. Von allen Seiten erhielt das Magazin unglaublich viel Unterstützung: von Schulen, Elterngruppen, Büchereien, staatlichen Institutionen – alle wollten es haben.

Es passte zum Zeitgeist der „Akzeptanz und Förderung“ von Homosexualität, und mich betrachtete man als einen ihrer geistigen Führer. So lud man mich 2005 ein, in einem angesehenen Forum der Kennedy School of Government an der Universität Harvard zu sprechen.
Nachdem ich das Video von meinem „Auftritt“ gesehen hatte, fragte ich mich ernsthaft, ob das richtig war, was ich mit meinem Leben und meinem Einfluss tat.

Da ich niemanden kannte, an den ich mich mit meinen Fragen und Zweifeln hätte wenden können, wandte ich mich an Gott. Ich entwickelte eine wachsende Beziehung zu Gott, nicht zuletzt aufgrund eines schweren Anfalls von Bauchkrämpfen  –  eine Folge von Verhaltensweisen von mir, die mir den Magen umdrehten.

Als ich ernsthaft darüber nachdachte und ernsthaft betete, wurde mir klar, dass die Homosexualität uns daran hindert, unser wahres Selbst in uns zu erkennen. Wir können die Wahrheit nicht erkennen, solange wir von der Homosexualität geblendet sind.

Quelle und FORTSETZUNG des Lebensberichts von Michael Glatze HIER: http://www.homosexualitaet-veraenderung.de/lebensberichte/michael-glatze-nicht-mehr-schwul

Gemälde: Evita Gründler


Fakten zu Kirchenhaß und Christenverfolgung im Spanischen Bürgerkrieg

Der seit Jahrzehnten  – nicht zuletzt wegen seiner Beiträge zu militärgeschichtlichen Fragen  -  bekannte Jesuitenpater Lothar Groppe SJ schrieb am 2.1.2014 einen Leserbrief an die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” (FAS).

Darin informierte er über die Opfer der kommunistischen Katholikenverfolgung zur Zeit des Spanischen Bürgerkriegs.marin

Der katholische Geistliche  -  er ist ein Sohn des in der Nazi-Diktatur verfolgten Generalleutnants und Widerständlers Theodor Groppe (siehe Foto)  -  reagierte damit auf einen FAS-Artikel mit dem Titel “Franco ging über ins Bewußtsein der Menschen” vom 29.12.2013. 

Wir dokumentieren den vollen Wortlaut der Stellungnahme von Pater Groppe (siehe Foto): 

“Bei den Fragen von Yvonne Staat zu Georg Pichlers  Buch „Gegenwart der Vergangenheit“ fällt auf, dass sie doch recht einseitig gestellt sind. Im Deutschen gibt es den schönen Spruch: “Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede, man muß sie hören alle beede.” DSC_0517

Als juahrzehntelanger Leser verschiedener Tageszeitungen fiel mir auf, dass es üblich war und ist, von der Franco-Diktatur zu sprechen. Von Stalin- oder Tito-Diktatur ist normalerweise nie die Rede. Als 21-maliger „Gast“ der Gestapo bin ich wohl kaum als Neo-Nazi einzustufen.

Frau Staat ist wahrscheinlich nicht bekannt, dass durch die „demokratischen“ und sicher edlen Rotspanier 12 Bischöfe (das “Lexikon für Theologie und Kirche” spricht von 11 Bischöfen), 5255 Pfarrer, 2492 Mönche, 283 Nonnen und 294 Novizen erschossen, zu Tode gefoltert oder auf andere Weise ermordet wurden.

Der Erzbischof von Valladolid, Antonio Garcia Y Garcia, urteilte am 3.1.1947: “Die nationale Erhebung war in ihrem Wesen und in ihren grundsätzlichen Linien und in ihrer Gesamtheit eine legitime und völlig gerechte Erhebung zur Verteidigung der Religion und des Vaterlandes.“

Im Juli 1977 hielt ich in Sigüenza Vorträge und zelebrierte auch in der dortigen Kathedrale. Der Bischof von Sigüenza wurde im Bürgerkrieg ermordet und die dortigen Geistlichen sprachen von 12 ermordeten Bischöfen. Bleiben wir bei 11 Bischöfen.

Kein Kenner der damaligen Situation ist sich im unklaren, dass der Sieg der Roten zur Bolschewisierung Spaniens und wohl auch Frankreichs geführt hätte. Das übrige Europa hätte sich kaum der Bolschewisierung von West und Ost erwehren können.

Es ist unbestreitbar, dass es auf beiden Seiten zu Grausamkeiten und fürchterlichen Exzessen gekommen ist, was in Bürgerkriegen nahezu immer geschieht. Ein Vetter meiner Mutter wurde im Ruhrkampf gefesselt in die Ruhr gestürzt, nachdem man ihm vorher noch die Hände abgehackt hatte.

Wer nicht ideologisch verzurrt ist, sucht nicht Fehler und Verbrechen nur auf einer Seite, wie dies bei „Spätgeborenen“ nicht selten geschieht.”

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Bundeswehr als Söldnerheer? – Nein, danke!

Prof. M. Wolffsohn zum neuen Konzept einer Söldnerarmee

Unter dem Titel “Die Bundeswehr auf dem Weg zur Söldnerarmee” veröffentlichte die Online-Ausgabe der Zeitung DIE WELT vom gestrigen Dienstag, den 4. April, einen fundierten und einleuchtenden Gastbeitrag des Münchner Geschichtsprofessors Dr. Michael Wolffsohn, den er gemeinsam mit Maximilian Beenisch verfaßte.  be2004_38_551

Darin heißt es einleitend:

“Die deutsche Armee soll eine Mannstärke von 185.000 Soldaten haben. Das ist illusorisch. Sie kommt an Mietsoldaten nicht vorbei. Diese Entwicklung ist bedrohlich  – für die Armee und die Gesellschaft.

Wird die Bundeswehr ein Söldnerheer? Ein Albtraum für Demokraten. Doch er könnte wahr werden, denn die Personalengpässe der Bundeswehr sind nach der faktischen Abschaffung der Wehrpflicht dramatisch.”

Die Autoren stellen sodann nüchtern fest:

“Das inländische Personalreservoir ist offenbar ausgeschöpft. Zumindest kurz- und mittelfristig. Bleibt nur Personalimport, also im Ausland gekaufte Soldaten, Söldner.”

Doch mit diesen wurden im Verlauf der Geschichte beileibe nicht die besten Erfahrungen gemacht. Die beiden Verfasser erinnern z.B. an den Untergang des Römischen Reiches in der Antike  -  und des Byzantinischen Reiches im frühen Mittelalter.

Das deutsche Soldatengesetz (§ 37 Abs. II) erlaubt in dienstlich begründeten Einzelfällen die Einstellung von Nicht-Deutschen in die Bundeswehr. Nun gibt es schon seit längerem Gedankenspiele auf politischer Ebene,  diese Ausnahme in einen Regelfall zu erweitern.

Der deutsch-jüdische Historiker M. Wolffsohn und sein Mitautor weisen darauf hin, daß solch eine Söldner-Armee “nicht dem Willen des Volkes” unterliegt und daher  “auch gegen das Volk eingesetzt” werden kann.

Zu Recht erinnern die Verfasser an den Soldaten als “Bürger in Uniform” und die demokratisch-rechtsstaatliche Verankerung der Bundeswehr:

“Nach den Verbrechen zweier Weltkriege wurde die Wehrpflicht in der Bundesrepublik zu einem demokratischen Anker für die Streitkraft einer pluralistischen Gesellschaft. Folgerichtig sollten  –  und haben  –  sich die bundesdeutschen Soldaten an unserem parlamentarisch demokratischen Staatswesen beteiligt. Eine Aufnahme von ausländischen Staatsangehörigen in die Bundeswehr zerstört das Bild dieser Staatsbürgerarmee.”
 
 
 

Christa Meves warnte früher als Alice Schwarzer vor sexuellem Kindesmißbrauch

Mathias von Gersdorff

Alice Schwarzer wurde in der Auseinandersetzung um die pädophilen Strömungen bei den Grünen immer wieder als „Heldin“ und „Kinderretterin“ dargestellt, weil sie Ende der siebziger Jahre richtigerweise darauf hinwies, daß in einer Beziehung zwischen einem Erwachsenen und einem Kind weder „Gleichberechtigung“ noch „sexuelle Selbstbestimmung“  –  wichtige Schlagwörter der Emanzipationstheoretiker  –  existieren können.  

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Der Erwachsene ist dem Kind psychologisch weit überlegen und dominiert somit die Situation völlig. Schwarzer argumentierte, in einem solchen „Herrschaftsgefüge“ könne von einem freiwilligen Handeln des Kindes nicht die Rede sein. Eine derartige sexuelle Beziehung sei grundsätzlich ausbeuterisch und müsse unter Strafe gestellt werden. Diese Sicht der Dinge hat sich bis heute durchgesetzt, was den Grünen mächtig zu schaffen macht.

Gerechterweise muß aber gesagt werden, daß schon im Jahr 1971, also lange vor Schwarzers Intervention, Christa Meves jegliche sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern verurteilt hat. 1971 hatte Alice Schwarzer etwas ganz anderes im Sinne und war mit ihrer Pro-Abtreibungskampagne „Wir haben abgetrieben“ beschäftigt  –  so viel zu ihrer Liebe zu den Kindern.

Christa Meves beschrieb in der Schrift „Manipulierte Maßlosigkeit“ (Erstausgabe Juni 1971, danach sehr viele Neuauflagen) den Kindesmißbrauch als Symptom einer menschlichen und gesellschaftlichen Krise und dadurch viel tiefgründiger als Schwarzers egalitäre Herrschaftstheorie. Obwohl Meves’ Analyse inzwischen 42 Jahre alt ist, hat sie kaum an Aktualität verloren und verdient es, an dieser Stelle gewürdigt zu werden.

Meves warnte schon sehr frühuntitled

Typischerweise führten damals die Verteidiger der Entkriminalisierung der Pädosexualität das Argument an, das Kind sei ein sexuelles Wesen und würde aus eigenem Antrieb entsprechende Kontakte suchen, eventuell auch mit Erwachsenen. Christa Meves entgegnete, diese Kinder seien zuvor von Erwachsenen verführt worden.

Scharf kritisierte sie deshalb die damals in Mode kommenden sexualpädagogischen Konzepte, die eine sehr frühe Einführung der Kinder in das Thema vorsahen, zudem in sehr expliziter Art und Weise und völlig frei von moralischen Wertungen.

Meves dazu: „Eine solche, rein auf biologische und technische Informationen gerichtete Aufklärung kann  –  zum falschen Zeitpunkt und mit falschen Mitteln vorgenommen  –  durchaus tiefgreifend schaden, falsche Weichen stellen und die Persönlichkeitsentwicklung deformieren.“

Christa Meves beschrieb den Zusammenhang zwischen Kindesmißbrauch, der allgemeinen Sexualisierung der Gesellschaft (damals sagte man „Sexwelle“) und der sogenannten emanzipatorischen Sexualerziehung, die für sie im Grunde ein seelischer Mißbrauch ist.

Schwächung der Mutter-Kind-Bindung

Heute wird nur der körperliche Mißbrauch konsequent geächtet. Die Sexualerziehung erreicht immer jüngere Kinder  –  am schlimmsten sieht es in Berlin aus  – , die Schutzbarrieren des Jugendmedienschutzes werden immer löchriger. Immer mehr Kinder und Jugendliche werden pornosüchtig  – und schon Minderjährige werden heute zu Mißbrauchstätern. Leben.usa

Pädophilie, Sexualisierung usw. beschrieb Christa Meves in „Manipulierte Maßlosigkeit“ als Symptome einer allgemeinen Krise, deren wichtigste Ursache die Schwächung bzw. die Zerstörung der Mutter-Kind-Beziehung durch die moderne Lebensweise ist:

„Gleichzeitig begann sich mit der Einkehr des Wohlstandes in jedes Wirtschaftshäuschen in den fünfziger Jahren mit den künstlich gesetzten Konsumzwängen eine im Übermaß unnatürliche und damit unbekömmliche Atmosphäre für Säuglinge und Kleinkinder auszubilden, die uns zu schlimmen Prognosen Anlaß gab. Man konnte voraussehen, daß sich ab 1970 die seelische Erkrankung ‘neurotische Verwahrlosung’ (…) zur kollektiven Volksseuche ausbreiten würde.“

Nach dem Zweiten Weltkrieg widmeten sich die Menschen fast ausschließlich dem Aufbau eines Wohlstandes, der die Befriedigung der Bedürfnisse, die der Lebens- und Arterhaltung dienen, garantieren soll: Nahrung, Besitz, Geltung, Macht und Sexualität.

Doch die Befriedigung dieser Bedürfnisse macht nur für kurze Zeit glücklich. Schon aus Selbsterhaltungsgründen muß bald ein Unlustgefühl einsetzen. Wer seinen Lebenssinn nur im Streben dieser Art Glück sieht, muß früher oder später unglücklich und frustriert sein.

Neurotische Verwahrlosung

Die Folge ist die von Meves beschriebene „neurotische Verwahrlosung“. Mütter, die in den Sog dieser rastlosen Bedürfnisbefriedigung gerieten, waren geistig gar nicht mehr in der Lage, ihre Kinder richtig zu erziehen. Sie konnten ihnen keine Werte und Prinzipien vermitteln, sie konnten ihnen nicht erklären, wieso wir auf Erden weilen, sie konnten ihnen nicht das seelisch-geistige Gerüst mitgeben, das für die Entwicklung einer reifen und erwachsenen Persönlichkeit notwendig ist.

Eine der aufgezählten Folgen davon ist die Unfähigkeit, sich an andere Menschen dauerhaft zu binden. Unter diesen Umständen kann die Zahl der Eheschließungen und der Geburten nur sinken.

Man könnte meinen, Deutschland sei inzwischen so reich, daß man sich nicht mehr frenetisch der Befriedigung der oben geschilderten Grundbedürfnisse widmen muß. Aber nein, die Lage hat sich sogar noch verschlimmert:

Noch nie so stark wie heute wurde die Frau gnadenlos als bloßer Faktor im Produktionssystem angesehen. Flächendeckendes Kita-System und die Politik der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sollen dafür sorgen, daß die Mütter so kurz wie möglich vom Produzieren abgehalten werden.

Christa Meves schreibt als Psychotherapeutin. An dieser Stelle darf hinterfragt werden, ob nicht nur die Schwächung der Mutter-Kind-Beziehung zu der von ihr beschriebenen Krise geführt hat, sondern auch die Entwicklungen in Kirche, Kultur und Politik, also der sinnstiftenden Institutionen in einer Gesellschaft.

Das “Wahre, Schöne und Gute” vermitteln

Die Aufgabe der Kirchen besteht darin, dem Menschen seine transzendentale Bestimmung zu vermitteln. Die Kultur  –  in Form von Kunst, Musik, Literatur usw.  –  sollte dem Menschen das nötige Material liefern, um seinen Geist zu ernähren, damit er so das „Wahre, Schöne und Gute“ erfährt. pic_526a50cce0863

Schließlich sollte auch der Staat in der Lage sein, dem Menschen in seiner Eigenschaft als soziales und politisches Wesen eine Zukunftsorientierung zu geben, die über die Befriedigung der Grundbedürfnisse hinausreicht.

Daß hier manches im argen liegt, soll hier nur skizzenhaft ausgeführt werden: Das Christentum in Deutschland verflacht seit Jahrzehnten und ist immer weniger in der Lage, den Menschen das Gefühl zu vermitteln, sie würden hier die Antworten auf die essentiellen Fragen des Lebens finden.

Der Kulturbetrieb bemüht sich heute vor allem um die Dekonstruktion der großen Werke der Kulturgeschichte. Und wie es mit der Politik steht, braucht man kaum zu erklären. Man schaue bloß, wie es mit dem „C“ in der Union aussieht.

Wir haben es also mit einer umfassenden Krise des einzelnen und der Gesellschaft zu tun. Der moderne Mensch weiß nicht mehr, woher er kommt und wohin er geht. Wo liegt eine Lösung? Wie soll man sich als einzelner gegenüber dieser Krise verhalten?

Nur auf den zweiten Teil habe ich eine Antwort: hoffen auf Gott, beten und sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten für das Christentum einsetzen.

Mathias von Gersdorff ist kath. Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT

ERGÄNZENDER ARTIKEL hierzu: http://charismatismus.wordpress.com/2013/08/31/kindersex-cdu-kirche-und-konservative-widersprachen-damals-den-grunen-padosex-forderungen/


Kritik an einseitigem FAZ-Artikel über unser Volk während der NS-Diktatur

Ideologisierte Betrachtungsweise führt zu falschen Schlüssen

Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” veröffentlichte am 13. November unter dem Titel “Staunende Erinnerung” den Standpunkt des Historikers Otto Dov Kulka über die Deutschen in der Nazi-Diktatur.

Der Auschwitz-Überlebende schreibt über die damalige Mentalität in unserem Land u.a. folgendes: 0022

„Die geheimen Stimmungsberichte zeigten, dass die Deutschen der Deportation der Juden in den Osten nicht nur gleichgültig gegenüberstanden, sondern diese ‚Abschiebung‘ befürwortet haben: ‚Obgleich die Mehrzahl wusste, was mit den ‚Abgeschobenen‘ im Osten passiert.‘“

Unter Berufung auf das Werk des Autors „Die Juden in den geheimen NS-Stimmungsberichten 1933-1945“ bestreite ich diese unzutreffende Behauptung. Die „Stimmungsberichte“ sind auf 894 Seiten präzise nummeriert von 1 bis 752. Keiner eignet sich aus meiner Sicht als Beweis für diese pauschale Anschuldigung.

Zwar gibt es welche, die dergleichen vermuten lassen, aber weitaus größer ist die Zahl derer, die die damaligen Deutschen mehr oder weniger entlasten. Für eine objektive Analyse darf man sich nicht auf einzelne Berichte fixieren oder diese überinterpretieren. So kann man zB. in Nr. 601 Folgendes lesen:

„601 Gendarmerie Forchheim… 27.11.1941… Die nach den Ostland zu evakuierenden Juden von hier… wurden heute um 9.00 Uhr mit einem Lastkraftwagen nach Bamberg abtransportiert… Beim Abtransport am hiesigen Paradeplatz hatte sich eine größere Anzahl der hiesigen Einwohnerschaft eingefunden, die den Abtransport mit Interesse und großer Befriedigung verfolgte.“

„Eine größere Anzahl“ – wie viele mögen das gewesen sein, absolut und prozentual? – Dass amtliche NS-Stellen dazu neigten, die Verfolgungsmaßnahmen quasi mit den Augen ihrer Vorgesetzten positiv zu kommentieren, liegt auf der Hand.

“Große Besorgnis bei vielen Deutschen”

Die SD-Außenstelle Minden gibt zum gleichen Thema einen anschaulichen Bericht, der freilich andere Schlüsse nahelegt. Dort heißt es unter dem Datum des 6.12.1941:

„Die inzwischen zur Tatsache gewordene Evakuierung der Juden aus dem hiesigen Bereich wird in einem großen Teil der Bevölkerung mit großer Besorgnis aufgenommen. Dabei sind zwei Gesichtspunkte, die den Leuten am meisten am Herzen liegen. Einmal vermuten sie, dass dadurch den vielen Deutschen im noch neutralen Ausland, besonders in Amerika, wieder neues Leid zugefügt werden könnte. Man weist dabei wieder auf den 9. Nov. 1938 hin, der uns auch im ganzen Auslande mehr geschadet hat, als er uns hier im Inland genutzt hat.

Der zweite Punkt ist der, dass es doch wohl sehr bedenklich sei, jetzt im Winter mit allen seinen Gefahren die Leute ausgerechnet nach dem Osten zu verfrachten. Es könnte doch damit gerechnet werden,  dass sehr viele Juden den Transport nicht überständen. Dabei wird darauf hingewiesen, dass die jetzt evakuierten Juden doch durchwegs Leute wären, die seit ewigen Jahren in hiesigen Gegenden gewohnt hätten.“

Zahlreiche andere Quellen, z.B. Erlebnisberichte von Juden und ähnlich unverdächtigen Zeitzeugen, lässt Kulka völlig außer Betracht. Mit welcher Logik und Berechtigung soll als Auswertungsgrundlage nur das Material aus dem amtlichen NS-Deutschland zählen?

 


Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 245 Followern an