BKU-Forum: Bestechungsgelder sind oft auch betriebswirtschaftlich unsinnig

Ex-Obi-Chef: Orientierung an den Zehn Geboten

Bestechung ist nicht nur unmoralisch, sondern meist auch ein schlechtes Geschäft. Zu diesem Ergebnis kamen Anti-Korruptionsexperten bei einem Forum des BKU (Bund Katholischer Unternehmer) und der kath. Akademie Rabanus Maurus, das am 10. September in Frankfurt stattfand.

Dem 1949 gegründeten BKU gehören nach eigenen Angaben rund 1200 Inhaber-Unternehmer, Selbstständige und leitende Angestellte an.

Der Begründer des Korruptionswahrnehmungsindex, Prof. Johann Graf Lambsdorff, sagte, in vielen Unternehmen habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sich Geschäfte, bei denen Bestechungsgelder fließen, betriebswirtschaftlich nicht lohnen. Denn oft führe ein korruptes Verhalten der Geschäftspartner auch bei den eigenen Mitarbeitern zur Untreue. 

Der Gründer der Bau- und Heimwerkermarktkette OBI, Prof. Manfred Maus, sagte in einer Podiumsdiskussion, er habe aus christlicher Verantwortung dafür gesorgt, dass sein Unternehmen keine Bestechungsgelder zahle. Seit seiner Kindheit orientiere er sich an den Zehn Geboten.

Als von ihm für die Ansiedlung eines OBI-Marktes in Shanghai (Rot-China) 20.000 US-Dollar Schmiergeld gefordert wurde, habe er auf den Bau verzichtet. Inzwischen habe sich auch in China die Erkenntnis durchgesetzt, dass Korruption die wirtschaftliche Entwicklung gefährde.

Prof. Maus räumte aber auch ein, in Fragen der Bestechung nicht makellos zu sein. So sei ein Partner in Moskau kurz vor der Einweihung eines OBI-Marktes mit dem Hinweis konfrontiert worden, dass die Verlegung einer Gasleitung ein halbes Jahr dauern werde. So lange müsse das Geschäft geschlossen bleiben. Der Partner habe dann mit 20.000 Euro das Problem aus der Welt geschafft. Maus wusste davon: „Im Sinne meiner christlichen Überzeugungen habe ich eine Sünde begangen.“

Quelle: http://www.idea.de


Die Freiheit des Bürgers und der Familie gegenüber staatlichen Machtansprüchen

Mathias von Gersdorff

Roland Reuß, Initiator des „Heidelberger Appells für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte“, veröffentlichte am 9. Juli 2014 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen bemerkenswerten Aufsatz mit dem Namen „Monsieur Le Chapelier und der Strukturwandel der Öffentlichkeit“.

Seine These: Durch die Zerstörung intermediärer Kräfte zwischen dem Individuum und dem Staat wird die bürgerliche unLeipzig2014fd die akademische Öffentlichkeit abgeschafft. Der Einzelne wird zu einem Atom ohne Einfluß inmitten einer gigantischen Masse, falls er der Möglichkeit beraubt wird, sich zu organisieren.

Öffentlichkeit entsteht demnach nur durch den Zusammenschluß von Einzelnen bleibt das Individuum isoliert, so ist sein Beitrag für das öffentliche Leben praktisch null.

FOTO: M. von Gersdorff wird auf der Leipziger Buchmesse interviewt

Reuß, der an der Heidelberger Universität neuere deutsche Literaturwissenschaft lehrt, nennt drei Bereiche in Deutschland, in welchen die „intermediären Kräfte“ dabei sind, zu verschwinden:

Die stark subventionierten öffentlich-rechtlichen Medien dringen immer mehr in Bereiche ein, die eigentlich den klassischen Zeitungen gehören. Es findet also eine zunehmende Verdrängung privater Medien zugunsten öffentlicher statt.

In der Medienwelt existieren zwischen dem Staat und dem Einzelnen immer weniger intermediäre Medien, da diese wirtschaftlich schlichtweg nicht konkurrenzfähig sind.

Im Verlagswesen findet ebenso eine Monopolisierung statt, die von Amazon vorangetrieben wird. Die Verlage im eigentlichen Sinne werden immer mehr zu Kooperationsfirmen von Amazon. Der selbständige Verlag ist im Begriff, zu verschwinden.

Auch Google leistet einen erheblichen Beitrag zur Zerstörung der Öffentlichkeit, indem es zum einzigen und notwendigen Kanal geworden ist, Interneterzeugnisse an die Menschen zu vermitteln.

Besonders interessant ist die Kritik an der „Allianz der Wissenschaftsorganisationen“, welche die wissenschaftliche Verlagslandschaft für einen „Luxus halten, den niemand mehr braucht“. Auf diese Weise ist die Wissenschaft dabei, ihre Selbständigkeit zu verlieren, so der Hochschullehrer.

Französische Revolution untersagte alle Gewerkschaften

Um seine These zu beweisen, erläutert Reuß ausführlich die „Loi Le Chapelier“, welche die französische Nationalversammlung im Jahr 1791 erlassen hat.

Dieses Gesetz verbot Arbeitern, sich zu organisieren. Die Französische Revolution wollte damit „aufrührerische Zusammenrottungen“ verhindern.

Für die Französische Revolution gab es nur Einzelne. Jegliche Organisation wurde als staatsfeindlich angesehen. Nur im Staat durfte also Öffentlichkeit existieren, denn „es gibt nur das Partikularinteresse und das Allgemeininteresse“, das eben vom Staat vertreten wird und von keinem anderen.

Wenn Menschen zu “Atomen” degradiert werden

Noch während der Französischen Revolution war manchen klar, daß dadurch der Einfluß des Einzelnen praktisch auf die politische Meinungsbildung und die sozialen Bedingungen so gut wie null sei.

Zu den Kritikern gehörte Jean Paul Marat, ein Vertreter der damaligen extremen Linken. Die „Loi Le Chapelier“ bekam Kritik von Marx, denn durch sie wurden die Arbeiter in der Sklaverei gehalten, und von Hegel. Aus seiner Sicht würden die Menschen durch dieses Gesetz zu isolierten Atomen gemacht und „deren Zusammenhang zu unorganischen Aggregaten“, so Reuß über Hegels Kritik.

Reuß’ Schlußfolgerung:

„Die großen IT-Konzerne und auch der Staat in Gestalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der wissenschaftsfördernden Einrichtungen (Allianz der Wissenschaftsorganisationen) sind also nicht ‘innovativ’, sondern reaktionär. Sie ignorieren alle Erfahrungen, die von 1791 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gemacht werden konnten.

Alle Versuche, mittels der Macht über die neue Medialität des ‘Netzes’ die Sphäre der Intermedialität auf den Stand vom Mai 1791 zurückzuwerfen, sind der Sache nach demokratiefeindlich und gegen politische Partizipation der Individuen gerichtet“.

Machtkonzentration des Staates zu Lasten der Bürger

Das besondere Verdienst von Roland Reuß besteht darin, daß er eine konkrete politische Maßnahme aus der Geschichte nennen kann  –  eben die Loi Le Chapelier  – , die exemplarisch dokumentiert, wie Inhaber staatlicher Macht Interesse haben können, Strukturen, die sich zwischen dem Einzelnen und dem Staat organisieren, zu zerstören, um auf diesem Weg das öffentliche Leben im Staat zu konzentrieren.

Zudem zeigt Reuß in seinem langen Aufsatz, wie dies heute im Rahmen einer demokratischen Ordnung geschehen kann.

Natürlich ist Reuß nicht der Erste, der dieses Phänomen mit Sorge beobachtet. 1_0_660406

In seiner legendären Weihnachtsansprache vom Jahre 1944 beschreibt Papst Pius XII. in wenigen Sätzen die Bedrohungen, die er für die Gesellschaft sieht, die aus isolierten Atomen besteht.

Er schrieb diese Ansprache unter dem starken Eindruck zweier totalitärer Systeme. Er fürchtete, daß das Volk zur Masse wird, ohne Eigenschaften, ohne Kraft, ohne Orientierung und schutzlos allen äußeren negativen Einflüssen ausgeliefert:

Pius XII: Der Unterschied zwischen Volk und “Masse”

„Volk und gestaltlose Menge oder, wie man gewöhnlich sagt: ‘Masse’, sind zwei verschiedene Begriffe. Volk lebt und bewegt sich durch Eigenleben, Masse ist in sich träge und kann nur von außen bewegt werden.

Das Volk lebt aus der Lebensfülle der Menschen, aus denen es sich zusammensetzt und deren jeder einzelne – an seinem Posten und in der ihm eigenen Art – eine der eigenen Verantwortung und der eigenen Überzeugung sich bewußte Person ist.

Die Masse hingegen erwartet den Antrieb von außen, sie wird leicht zum Spielball in der Hand eines jeden, der ihre Naturtriebe oder ihre Beeindruckbarkeit auszunützen versteht; sie ist bereit, wie es gerade kommt, heute diesem, morgen jenem Banner zu folgen.

Aus der Lebensfülle echten Volkes ergießt sich das Leben, überfließend und reich, in den Staat und alle seine Organe und flößt diesen in unaufhörlich erneuter Kraft das Bewußtsein eigener Verantwortlichkeit und wahres Verständnis für das Gemeinwohl ein.

Der elementaren Kraft der Masse jedoch kann sich der Staat bedienen, wenn sie nur geschickt gehandhabt und genutzt wird: in den ehrgeizigen Händen eines einzelnen oder mehrerer, die eigensüchtige Bestrebungen künstlich zusammengeschlossen haben, kann der Staat, gestützt auf die Masse, die einfach nur mehr zur Maschine entwürdigt ist, seine Willkür dem bessern Teil des wahren Volkes aufzwingen.

Das Gemeinwohl wird dadurch hart und für lange Zeit getroffen, und die Wunde ist recht schwer zu heilen.“

Die Familie als Keimzelle der Nation

Auch in den modernen Demokratien sah Pius XII. die Gefahr einer „blinden Vergötzung der Zahl“, die den Menschen zu einem winzigkleinen Partikel reduziert. Er fügte hinzu: „Seine Rolle in der Familie und im Beruf wird ignoriert“. (Quelle: Discours du Pape Pie XII aux participants au congrès du movement universel pour une confédération mondiale“.

Der von Reuß beschriebene Angriff auf die intermediären Kräfte findet heute in vielen Bereichen statt.

Die wichtigste intermediäre Kraft zwischen dem Einzelnen und dem Staat ist die Familie. Für die katholische Soziallehre ist die Familie und nicht das Individuum die Keimzelle der Gesellschaft.

Gemälde: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Der Staat sollte  –  das Subsidiaritätsprinzip respektierend  – , sich hüten, auf die innere Struktur der Familie Einfluß zu nehmen. Doch Deutschlands Familienpolitik ignoriert seit Jahrzehnten diese Tatsache und behandelt die Familien nicht als eine Einheit, sondern als einen Zusammenschluß von Individuen.

Alle Maßnahmen der letzten Jahre zielen darauf hin, die innere Struktur der Familie zu beeinflussen. Der Ausbau von Kitas, das Kindergeld, die Maßnahmen zur sogenannten „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sind alle derart gestaltet, daß die abgeschlossene Einheit der Familie aufgebrochen wird.

Inzwischen wird nicht einmal mehr die naturgegebene Familie als solche angesehen. Nein, der Staat selber soll definieren, was Familie überhaupt ist.

Selbst die gegenwärtige Bundesfamilienministerin maßt sich an, die Familie nach ihrem eigenen Gutdünken zu definieren:

„Die Familien heute sind bunt, sie sind vielfältig. Familie ist für mich da, wo Menschen füreinander partnerschaftliche Verantwortung übernehmen. Das können Paare sein mit Trauschein oder ohne, das sind Alleinerziehende, aber auch die Patchwork- und Regenbogenfamilien. Zu Familien zählen auch Singles und diejenigen, die pflegebedürftige Angehörige haben.“

Mißachtung des Elternrechts auf Erziehung

Besonders eklatant wird die Mißachtung der Familienrechte im Falle der Erziehung: Die Tatsache, daß die Eltern die ersten Erziehungsberechtigten ihrer Kinder sind, wird heutzutage praktisch ignoriert, obwohl dieses Recht im Grundgesetz und in etlichen Landesverfassungen betont wird.

Die Entscheidungsfreiheit über die Erziehung ihrer Kinder wird den Eltern systematisch genommen. Auf nationaler Ebene stellt man eine systematische Verlagerung der Entscheidungsmacht von den Regionen, Provinzen usw. zum Zentralstaat fest. 40323-90x80

Die Bildung intermediärer Strukturen mit wirklichem politischem Einfluß wird durch den Transfer der Entscheidung zu supranationalen Ebenen, wie etwa die Europäische Kommission oder das Europäische Parlament, erheblich erschwert.

Generell gilt, daß je niedriger die Entscheidungsebene, desto mehr Volksbeteiligung an der Willensbildung existieren kann. Aus diesem Grund sind linke Parteien traditionell immer für mehr Zentralisierung der politischen Entscheidungen gewesen, während konservative politische Strömungen stets die Entscheidungsfindung auf lokaler oder regionaler Ebene bevorzugten.

Es ist bemerkenswert, wie stark die Präsenz mancher politischer Lobbys aus dem linken Spektrum in supranationalen Organisationen ist. So ist die „International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA)“ sowohl im EU-Parlament wie auch in den Vereinten Nationen ausgesprochen stark und kann immer wieder ihre Themen zur Sprache bringen.

Ähnliches geschieht mit Organisationen, die sich für die Liberalisierung der Abtreibung einsetzen. Insbesondere in den Vereinten Nationen ist der Einfluß von Organisationen wie „Planned Parenthood“ sehr groß. Unter dem Vorwand der Förderung der „Reproduktiven Gesundheit und Reproduktiver Rechte“ versuchen sie, die weltweite Einführung der Abtreibung durchzusetzen.

“Revolution von oben” ohne Mehrheiten

Die Bildung supranationaler politischer Strukturen erleichtert es erheblich, Ziele durchzusetzen, hinter denen keine wirklichen Mehrheiten stehen. Insbesondere die Einführung von sogenannten „Homo-Rechten“  –  in Wahrheit sind es Privilegien  –  war eine regelrechte „Revolution von oben“, die mit einer Resolution des EU-Parlaments im Jahr 1994 begann. Logo EINER VON UNS

Erst in letzter Zeit ist es gelungen, eine massenhafte europaweite christlich-konservative Bewegung gegen diese Entwicklungen auf die Beine zu stellen. Der Erfolg des Bürgerbegehrens „One of Us“ sowie die Proteste gegen die Estrela- und Lunacek-Berichte sind eindrucksvolle Dokumente einer größeren Bereitschaft konservativer Kräfte, sich in supranationalen Angelegenheiten einmischen zu wollen.

Doch nach wie vor sind ihre organisatorischen Strukturen auf supranationaler Ebene schwach, insbesondere im Gegensatz zu den hochsubventionierten linksgerichteten Lobbys.

Staatliche Einschränkung kleinerer Einheiten

Weitere Beispiele von staatlichen Maßnahmen, die intermediäre Kräfte beeinträchtigen, ließen sich hier anführen:

Marktzugangsbeschränkungen (Bürokratie, Industrie-, Umwelt- und Sicherheitsnormen) wirken sich vor allem bei kleinen Unternehmen negativ aus; große Unternehmen können viel einfacher Verhandlungsmacht in der Wirtschafts- und Industriepolitik aufbauen; große politische Parteien besitzen in vielen Länder die nötigen Instrumente, um Konkurrenten klein und machtlos zu halten; die Entfaltung von Vereinen wird beispielsweise von dem inzwischen monströs gewordenen Datenschutz gehemmt usw.

Die von Reuß behandelte „Loi Le Chapelier“ ist nicht bloß geschichtlich interessant. Nein, sie zeigt eine Haltung der Machthaber, die immer wieder zum Vorschein kommen kann.

Was ist gegen diese Entwicklung zu tun? Man muß sich dafür einsetzen, daß die Familie  –  in ihrer wahren und traditionellen Auffassung  – wieder an Einfluß gewinnt und maßgeblich die gesellschaftlichen Entwicklungen prägt.

Ebenfalls müssen sich Berufsgenossenschaften, gesellschaftliche Vereinigungen und sonstige intermediäre Kräfte zwischen dem Staat und dem Einzelnen frei entfalten dürfen, ohne ständig eine staatliche Einmischung fürchten zu müssen.

Schließlich soll man dafür eintreten, daß die berechtigten Autonomien der Regionen und die Souveränität der Nationen respektiert und anerkannt werden. Diese sollen ihre Angelegenheiten selber entsprechend ihrer eigenen Gesetze, Sitten, gesellschaftlicher und ökonomischer Strukturen organisieren.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und betreibt das Webmagazin “Kultur und Medien heute”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


YETIs gibt es wirklich – aber anders!

Pferd-DSC_0641-2Die Schnee-Ungeheuer Yeti und Bigfoot lebten tatsächlich. Das wurde durch eine Gen-Analyse bekannt. Die Untersuchung von dreißig Haarproben ergab, daß diese Zottelwesen in Wirklichkeit Bären, Wölfe, Hirsche, Pferde, Schafe und Kühe waren.

Der sagenumwobene Yeti aus dem Himalaja war höchstwahrscheinlich ein Bär. Auch die vermeintlichen Bigfoot und Almasty werden bei der Genanalyse zu bekannten Säugetieren. 

Ein Forscherteam um den britischen Humangenetiker Bryan Sykes von der Universität Oxford nahm das Erbgut von 30 Haarproben unter die Lupe, berichtet der «Spiegel». Das Material wurde sowohl von Privaten wie auch von Museen zur Verfügung gestellt und stammte angeblich von Yetis, Bigfoots oder Almastys.

Die Biologen fanden heraus, dass es sich um Haare von Eis-, aber auch Braun- und Schwarzbären handelt. Dazu kamen auch Fellteile von Wolf, Hirsch, Tapir, Schaf, Hirsch, Waschbär, Pferd und Kuh – und in einem Fall von einem Menschen.

Nur zwei Proben sind merkwürdig. Über die eine berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung», dass sie von einer Eisbärenart stammt, von der angenommen wurde, daß sie heute nicht mehr existiert. Die andere sollte angeblich in einem Yeti-Nest gefunden worden sein. Es handelt sich aber um Haare von Nachkommen einer Kreuzung von Eis- und Braunbären.

Quelle: http://www.jesus.ch/n.php?nid=258889

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Ursachenbekämpfung von Gewalt beginnt in der Kindheit

Von Christa Meves

Zu Recht zeigt Bundesinnenminister Thomas de Maizière in aller Öffentlichkeit sein Entsetzen über die Zunahme der Gewalt. Auch Günther Jauch macht das in seiner Talkshow zum Thema. Christa Meves

Aber beim Rest aller Verlautbarungen und Diskussionen bleibt eine große Ratlosigkeit; denn allein mit der Aufstockung von mehr Polizei, mit mehr Geld für die entsprechenden Institutionen, ist das Problem der schwindenden Sicherheit der Bürger in unserem Land nicht gewährleistet.

Die Ursachen müssten in breiter Analyse auf den Tisch, um vorbeugende Aktivitäten entfalten zu können, statt hinterherlaufend das Pferd vom Schwanz her aufziehen zu wollen.

Eindrucksvoll kam die offenbar ignorante Hilflosigkeit zum Ausdruck, als Günther Jauch in seiner Sendung einen angeblichen Fachmann nach der Ursache der Aggression fragte und dieser antwortete, sie sei eben genetisch bedingt. Aber was für eine Genexplosion müsste hierzulande in den letzten Jahrzehnten erfolgt sein, wenn diese Unabdingbarkeit der Weisheit letzter Schluss wäre?

Man braucht z. B. kein Experte zu sein, um zu ahnen, dass vor allem das jetzt sehr in den Mittelpunkt gerückte Bandenwesen mit Schwerpunkt Einbruch in Wohnungen, deren Besitzer abwesend sind, etwas mit der Einwanderungspolitik zu tun hat. Das ist in der Tat ein brennendes ungelöstes Problem der Verantwortlichen. 

Aber damit ist das Phänomen der Aggression doch nicht ausgelotet. Auch Inländer sind mehr als reichlich an der Zunahme gewalttätiger Handlungen beteiligt, die Halbwüchsigen in erschreckend zunehmender Anzahl. 0022

Wer oder was bereitet diese 12 bis 15-Jährigen denn zu so viel roher Brutalität vor, wie sie uns dann mit Sensationsmanier zu unser aller Entsetzen öffentlich vorgeführt wird?

Hier scheint mir ein gar nicht erst angesprochenes und doch nicht unlösbares Problem zu liegen: Der Mensch lernt in seiner Kindheit vornehmlich durch Nachahmung. Wie soll es da ohne Wirkung bleiben, wenn bei den vielen täglichen Kriminalfilmen im Fernsehen Brutalität pur vorgemacht wird?

Werden grundsätzlich neugierige Kinder nicht zur Nachahmung geradezu dressiert, wenn man sie massenhaft Killerspielen aussetzt? Und wird hier auch nur hinreichend der Frage nachgegangen, warum das vornehmlich die Jungen sind, die der Schießfaszination nicht entgehen können?

Die Gewaltstatistik bringt dieses dann rigoros auf den Punkt: Es ist das männliche Geschlecht, in dem das gefährliche Übel Gewalt beheimatet ist. Genetisch bedingt, zwecks Züchtung von machtversessenen Frauenschindern? Nein, das ist gewiss feministische Übertreibung wohl meist aus persönlichen Verwundungen geboren…..

Die Hormonwissenschaft macht das Testosteron, das männliche Geschlechtshormon, für die größere Gewaltbereitschaft der Männer verantwortlich. In der hinreichenden Quantität wird es bereits im Fötus installiert und zwar als ein Potential, das durch die damit verknüpfte Möglichkeit zur Ausbildung größerer Quantitäten an Muskelkraft in der Lage ist, Frauen, Kinder und Heimat gegen Feinde zu verteidigen.

Mit dieser Einsicht rückt zumindest die eigentliche Ursache der Aggression ins Blickfeld: Sie ist eine notwendige Eigenschaft zur Lebensverteidigung in der Schöpfungsordnung: 

Die Aggression unterliegt unserem natürlichen Lebenstrieb, und sie funktioniert in Tier und Mensch mit einem gesunden Automatismus: Angegriffen antwortet das Lebewesen mit einem mächtigen Impuls zu seiner Überlebensverteidigung, mit Erfolg auch, wenn es stark genug ist.

Der Trieb antwortet mit Abwehr durch Gegenangriff; denn das Gegenüber hat sich durch die Art seiner Annäherung als Feind und damit automatisch als Lebensbedrohung geoutet. Beim Menschen können bereits Worte den Mechanismus auslösen, angegriffen zu sein oder sich angegriffen zu fühlen.

Sich nicht zu wehren, bedeutet deshalb eine nur schwer erlernbare Einschaltung des Bewusstseins in ein sich automatisch abspulendes Funktionsgefüge. Diese hormonell bedingte Bereitschaft zur Aggression existiert bereits, wenn wir zur Welt kommen.

Die Übersteigerung dieser Grundgegebenheit zur Gewalt entspringt dem aus den Fugen geratenen Selbstbehauptungstrieb. Und das wird durch das Einwirken der Umwelt hervorgerufen. Das kann durch Armut, durch das Fehlen von Existenzmöglichkeiten  –  zu Revolutionen eskalierend  –  hochschwellen und so Totschlagimpulse großen Stils hervorrufen.
nodbild
Aber das ist bei den Gewalttätern unserer Region glücklicherweise nur erst selten das Hintergrundmotiv. Ein gewalttätiger Charakter hierzulande hat in den meisten Fällen die Ursache in den Erlebnissen des Kindes und zwar besonders in der Phase seiner Kindheit, in der die normale Fähigkeit zur Selbstbehauptung ihr Zeitfenster hat und von dem Kind entwicklungsbedingt eingeübt wird.

Dort, in der Zwei- bis Fünfjährigkeit, werden seine Erfahrungen damit in dem sich konstituierenden Gehirn festgeschrieben. Ein Amokläufer z. B. ist ein Mensch, dessen vulkanartiges Aggressionspotential durch Umwelterfahrungen hervorgerufen wurde, die ihn fortlaufend zum Loser machten  –  und ihm damit bei entsprechender Vitalität den Impuls zur Selbstzerstörung wie auch zur rächenden Totalvernichtung seiner Umwelt eingab, da die Aggression in ihm übermächtig geworden war.

„Gewalt erzeugt Gewalt!”, rufen Entwicklungspsychologen deshalb mit Nachdruck den Eltern von Kleinkindern zu: „Gib deinem Kind im Vorschulalter Spielraum, damit es seelisch kraftvoll werden kann, zeige ihm gewiss auch seine Grenzen auf, und übe es darin verständnisvoll und mitfühlend ein, aber ohne ihm in deiner mentalen Übermächtigkeit Gewalt zuzufügen!”

Dass die wild wuchernden Schösslinge der natürlichen Aggression keinen Nährboden finden, das sollte sich eine weise Pädagogik zum Ziel machen.

Deshalb sollte eine einsichtige, kluge Politik den Schwerpunkt darauf legen, der Familie größte Beachtung zu schenken, indem sie ihr gute Lebensbedingungen und weitreichende Lernmittel zur Verfügung stellt; denn daraus nur erwachsen die Bedingungen für eine gesunde Zukunft.


Fernsehfilm arbeitete mit unfairen Methoden zugunsten der Homosexuellen-Lobby

Von Christa Meves

Der Film “Die Schwulenheiler”, am 6. Mai vom NDR ausgestrahlt, geht mir nicht aus dem Sinn. Es wird dort die Recherche eines jungen Journalisten geschildert angeblich, um die richtige Einstellung zur Homosexualität in der Bevölkerung zu verstärken. Christa Meves

Er hat offenbar gelernt, dass Homosexualität angeboren und nichts Krankes sei, das der Heilung bedarf. Da das vermutlich auch bei ignoranten Ärzten nicht hinreichend bekannt sei, müsse hier nachgearbeitet werden.

Immerhin warnen doch die Sprecher der Partei Bündnis 90/Die Grünen, federführend der Parlamentarier Volker Beck und jener der Hessen-Sektion, Kai Klose, vor Versuchen, mithilfe einer sogenannten „Konversionstherapie” immer noch (angeblich sogar mit negativen Folgen) eine Änderung zur Normalität erreichen zu wollen.

Diese bereits eingängig gemachte Behauptung der Schwulenlobby hat eine lange Vorgeschichte:

Homosexualität gehörte bis 1970, fast ein Jahrhundert lang, als eine Kategorie der Perversionen dem Fachbereich Psychiatrie an. Auch die WHO führte sie im Katalog seelischer Krankheiten auf. Fachärzte, die therapeutisch (meist psychoanalytisch) ausgebildet waren, hatten die Möglichkeit, ihre ärztlichen Leistungen auf diesem Sektor bei der Ärztekammer abzurechnen.

Abtreibung, Verhütung, Homosexualisierung

1969 wurde jedoch in den USA von der IPPF (international planned parenthood federation) der Entschluss gefasst, eine Dezimierung der Bevölkerung nicht allein durch Abtreibung, sondern auch durch Verhütung und Homosexualisierung zu erreichen.

Um das zu erwirken, wurde der Homosexualität angeheftet, sie sei angeboren, und man fügte hinzu, dass sie damit normal, nicht veränderbar, und deshalb auch nicht einer Therapie bedürftig sei.

Mit dieser bis heute nicht bewiesenen Behauptung wurde das Lehrgebäude der Psychiatrie auf diesem Sektor zunächst in den USA zum Einsturz gebracht. Die Ärzte dort unterwarfen sich der neuen Einstellung  –  und die WHO strich die Homosexualität aus der Kategorie der psychischen Erkrankungen. (1)

Damit nahm der Siegeszug international seinen Lauf. Aber es gibt ringsum unter den älteren Ärzten immer noch solche, die anderes gelernt und denen dieser Vorstoß entgangen ist, oder auch solche „Rebellen” unter den Ärzten, die sich den unbewiesenen Behauptungen nicht beugen wollen. Einige mögen vielleicht nicht wissen, dass bereits eine Gesetzesänderung in der Großen Koalition der Regierung hierzulande geplant ist, die ein Therapieverbot der Homosexualität festschreibt.

Unseriöser TV-Film mit Lügen, Heuchelei und Tricks

Diesen „schwarzen Schafen” sollte und wollte der erwähnte Propagandafilm ans Fell. Der junge Akteur mit Namen Deker spürte drei solcher Ärzte auf und ging auf folgende Weise vor:

Er meldete sich bei einem Arzt in Hamburg und einem weiteren in Dresden als Patient an. Lügnerisch und geheuchelt gab er dann in der Sprechstunde den Ärzten gegenüber an, dass er mit seiner Homosexualität unzufrieden und davon befreit werden wolle. Bei den Heilungsvorgängen wurden die Ärzte dann ungefragt und unbemerkt gefilmt.

Der Hamburger Arzt betete z. B. über dem jungen Mann. Auch Rechnungsbelege wurden eingeblendet. Die Filmer gaben sich alle Mühe, die Ärzte als Scharlatane darzustellen, ebenso wie die Antworten eines Mediziniers der Katholischen Ärzteschaft angesichts seines Standes zum Thema auf einem Ärztekongress in Bielefeld.

Als unangemessen hervorgehoben wurde zudem die Anweisung der Ärztekammer, Schwule nicht ohne den Nachweis ihres Freiseins von HIV zum Blutspenden zuzulassen.

Was für ein übler Journalismus!

Einen solchen Film mit einer unehrlichen, unberechtigten Vorgehensweise zu besten Sendezeiten in Mainstreammedien einzuschleusen, ist offenbar kein Problem.

Freie Meinungsäußerung zunehmend bedroht

Der Film ist darüber hinaus aber auch ein Merkzeichen für die Situation, in der wir uns im Hinblick auf das Einschleichen zur „neuen Vielfalt” befinden. Diese Vorgehensweise entspricht nicht mehr dem Gebot der freien Meinungsäußerung in einer Demokratie, sondern der einer Diktatur:

Wer etwas verlautbart, das der zugelassenen Meinungsäußerung nicht entspricht, wird lächerlich gemacht, bedroht, per Internet verleumdet und damit ausgegrenzt. Ja, er gerät in die Gefahr, seine Existenz einzubüßen.

Das ist eine durchschlagende, altbewährte in Diktaturen angewandte Methode zur Vereinheitlichung der Menschen hinein in eine allein von den Mächtigen zugelassenen Richtung des Verhaltens.

In der ehemaligen DDR wurde das von der Staatsmacht Gewünschte rigoros durchgesetzt. Aber auch die BRD-West driftet seit 1969 in diese Richtung: Nach einer Phase propagandistischer medialer Vorbereitung werden die Gesetzesänderungen, obgleich sie fachlich nicht gerechtfertigt sind, ohne Einspruch der Bevölkerung installiert.

Das geschah z. B. in der großen Strafrechtsreform von 1975 mit der Aufweichung der Strafbarkeit bei der Abtreibung und bei der Pornographie etc. Sogar gegen den Protest des großen renommierten Juristen Tröndle wurde dies durchgesetzt. Wir könnten aus solchen Erfahrungen klug werden; denn damit waren Änderungen in diesen Bereichen bis heute zu spät.

Den Vorbereitungen zur gesetzlichen Veränderung muss Beachtung gezollt werden. Rechtzeitig und lautstark muss der Einspruch der Bevölkerung sein!

Christa Meves ist Bestseller-Autorin sowie Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche
 

(1) Kuby, G.: Die globale sexuelle Revolution, Kisslegg 2012
Maier, O.: Die Bevölkerungskontrolle als Bedrohung der Menschenwürde, in Süßmuth, Roland (Hrsg.):
Empfängnisverhütung, Fakten, Hintergründe, Zusammenhänge, Holzgerlingen 2000, S. 625-647


Von der verlorenen Kunst, sich gut zu kleiden

Von Dr. Edith Breburda

Das Wall Street Journal berichtete am 4. Mai 2014 über das neue Buch von Dr. Linda Przybyszewski: “The lost Art of Dress” ( = Die verlorene Kunst, sich zu kleiden.)

Hunderte von Büchern befassen sich in den USA mit dieser Thematik. Junge Amerikanerinnen haben in der Schule gelernt, wie sie sich im zwanzigsten Jahrhundert zu kleiden haben. Kirchendress

Es ging darum, die Herausforderungen des Alltages durch eine praktische Kleidung zu meistern. Mary Brooks Picken, Mitbegründerin des Kostüm-Institutes, schrieb, was hunderte von Mädchen lesen mussten.

Einige ihrer Empfehlungen sind durchaus noch heute aktuell. Besonders, wenn man eine Szene vor Augen hat, welche die Buchautorin Linda beschreibt:

Eines Tages kam eine junge Jurastudentin zu ihr. Sie ärgerte sich, weil sie gerade einen kleinen Vortrag gehalten hatte, bei dem keiner zuhörte. Statt dessen starrte jeder auf ihre Kleidung. Die Studentin trug sonst T-Shirts und Jeans.

FOTO: Unpassender “Kirchendress” einer jungen Frau. (In manchen Kirchen der USA gibt es ähnliche Hinweis-Schilder wie in Italien bzw. dem Petersdom)

Für ihren Vortrag wollte sie sich in “Schale” schmeißen. Nur leider schien sie nicht zu wissen wie, schreibt Linda, die Mitleid mit der Studentin hatte:

Der schwarze Rock der Studentin war viel zu kurz, so dass die Sprecherin ihn dauernd herunterzog, um ihn länger erscheinen zu lassen. Ihr Ausschnitt war sehr weit. Der Student neben ihr hatte die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht und folgte überhaupt nicht ihren Ausführungen. Die junge, intelligente Sprecherin hat leider nicht realisiert, wie falsch ihr Outfit war, schreibt Linda.

Der Kopf: Blickfang der Kleidung

Die Ratschläge der Modeschöpfer im letzten Jahrhundert waren gar nicht so falsch und vieles scheint man heutzutage wiederzuentdecken. Die Blickfang der Kleidung sollte der Kopf sein. Fashion

Wir wollen, dass die Leute uns in unser Gesicht schauen, hieß es damals. Somit wurde der Kleiderkragen so angebracht, dass unsere Augen nach oben geführt wurden. Eine Kette, verschiedene Tücher, ein Schal, Bänder oder Falten in der Bluse erfüllten damals den gleichen Zweck.

Man muss wissen, dass schwarze Oberteile die Falten im Gesicht noch verdeutlichen. Und wenn Frauen wirklich schwarz tragen wollte, dann empfahlen ihnen die Modeberater, wenigstens eine Perlenkette darüber zu legen.

Was war aber mit den Schuhen, wenn alles zum Kopf hin deutete?

Schuhe mit hohen Absätzen nahmen der Frau die Freiheit, auch nur einmal um den Häuser-Block zu laufen. In dem 1936 erschienen Buch “Art in Home and Clothing” schreiben die Autoren, wenn man genauer hinschaut, sieht man, wie die Knöchel bei jedem Schritt unsicher wackeln.

Ohne die bis in die 1960er Jahre getragenen Damenhüte waren nun die Schuhe das einzige, um “frivole” Impulse zu wecken, bemerkt Linda. Schuhe mit hohen Absätzen waren demnach keine Gehwerkzeug, sondern eine Skulptur, auf dem unsere Füße stehen. Es wurde empfohlen, solche Schuhe lieber auf ein Podest zu stellen, anstatt sie zu tragen.

Für manche Leute sind Kleider wichtiger als ihre Kinder oder der Haushalt. Sie jagen hinter jedem “Schnäppchen” her, das dann im Kleiderschrank liegt, ohne jemals angezogen zu werden.

Kleider tragen, die zu unserem Leben passen

Es ist eine Kunst, sich zu kleiden. Wir sollten die Kleider tragen, die zu unserem Leben passen. Eigentlich liegen 80 Prozent der Kleidung unangetastet im Schrank. Wir holen jede Woche unsere 5 Lieblingsstücke heraus und das war es dann auch.

Dr. Linda P., die mit ihrem Buch die herkömmliche Art des Kleidens wiedererwecken will, meint dazu, wir sollten darauf achten, was wir am liebsten tragen und nur solche Kleidungsstücke kaufen. Kleidung USA

Vielleicht lagen die Damen, die der Frauenwelt bis 1960 empfahlen, was sie anziehen sollen, doch nicht so falsch. 1904 erklärte die Hauswirtschaftsvereinigung der USA, es sei besser, ein schönes Kleid zu haben als dem letzten Modetrend nachzurennen. Man schaute damals darauf, einfach und dennoch praktisch gekleidet zu sein, um das Interesse auf die wirklich wichtigen Dinge zu lenken.

Katholische Mütter gründen Netzwerk

In den USA haben sich vor Jahren katholische Mütter zu einem Netzwerk “Pure Fashion” (http://affiliate.purefashion.com/modesty) zusammengetan. Sie wollen dafür sorgen, dass sich ihre Töchter richtig kleiden.

Dazu veranstalten sie Modeshows und geben, ganz wie in den “alten Tagen”, Broschüren heraus, wie man stilistisch, adrett und anmutig angezogen sein kann.

Ein Bedarf an derartigen Anstandsdamen oder “Kleider Doktoren”, wie Linda sie in ihrem Buch nennt, scheint es zu geben. Denn allzu oft unterscheidet sich das Outfit von US-Studentinnen, die an Studentenmessen teilnehmen, nicht von einer Tennis- Sportswear.

Wenn solche leichtbekleidete Kids dann auch noch die Heilige Kommunion austeilen oder die Lesung vortragen, fühlt sich jeder unwohl im Hause Gottes. Man geht ja nicht in die Kirche, um sich zu ärgern.

Unsere Autorin Dr. Edith Breburda (von ihr stammen auch die Fotos) ist Veterinär-Medizinerin (Tierärztin) und kath. Sachbuch-Autorin zu biotechnischen Themen; sie lebt in den USA

Dr. Breburdas Bücher:
 
Globale Chemisierung
https://www.createspace.com/4534205
Promises of New Biotechnologies
https://www.createspace.com/3698701
 
Dr. Breburda als Buchautorin:
https://www.amazon.com/author/breburda
 
Ediths Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/

 


Leben wie ein Hund in Amerika…

Von Dr. med.vet. Edith Breburda

US-Amerikaner werden im Jahre 2014 für ihre Haustiere 58,5 Milliarden Dollars ausgeben. Das sind 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr. 22,6 Milliarden Dollars allein werden für eine bessere Hundekost bezahlt. Der Rest geht an den Tierarzt, moderne Tierarzneimittel oder Tierhaltungskosten wie zB. das Hunde-Spa. Dr. Breburda

Diese enormen Kosten für die Tiere werden durch die steigenden Erwartungen der Hunde-Besitzer verursacht, ein gesundes Tier zu haben, das bestmöglichst gepflegt und ernährt wird.

Health and Wellness (Gesundheit und Wohlgefühl) wird auch in den kommenden Jahren Tierbesitzer anregen, ihr Geld auszugeben:

“Die Leute verhätscheln ihre Tiere mehr denn je. Immer mehr Produkte für Haustiere kommen auf den Markt. Das wird auch weiterhin so bleiben. Es ist ein regelrechter Boom.

Die Gesellschaft bietet alle möglichen Dienste an, um die Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. Die Palette reicht vom interaktiven und innovativen Hundespielzeug zur Hundebetreuung, Hundefreundlichen Hotels, Restaurants und Fluglinien”, erläuterte Bob Vetere, Präsident der American Pet Products Association (APPA) anläßlich der Globalen Hunde-Messe in Orlando, Florida 2014.

Tiere fungieren als Kinder-Ersatz

Hundebesitzer wollen “ihre Kinder” verwöhnen, sagte Beverly Lefevre, Managerin des Paw’s Natural Pet Emporium in Richland, Washington, bereits vor Jahren. “Es ist, als ob man einem Kind ein neues farbiges Bilderbuch kauft.”  Bernhard

Ein absolut gutes Geschäft für uns, hört man andere Hundegeschäftsbesitzer wie Louisa Marvin sagen. Leute behandeln ihre Haustiere wie Kinder und so gibt es viele Gelegenheiten, Geschenke an die Tiere auszugeben.

Hunde sind seit jeher unsere Begleiter. Die Frage ist, wieso sich unser Verhalten ihnen gegenüber verändert hat?

Die Studie “Doggies at the Dinner Table: Pet Humanization in America” der Purdue-Universität von 2012 zeigte, dass 97% der Haustierbesitzer mit ihren Tieren reden. Tiere sind mehr denn je Familienmitglieder. Haustiere werden verwöhnt mit Dingen, die früher eigentlich nur Menschen zukamen: wie organisches Fressen, Hunde-Lebensmittelgeschäfte, Hunde-Tagesstätten, Designer- Kleidung, Hundespeisekarten in Hotels, klimatisierte Hundehütten… die Liste geht fast ins Unendliche.

Immer mehr Leute kommen auf den Hund

Man denke nur daran, dass vor Jahren in Deutschland eine Hunde-Eisdiele von einem arbeitslosen Doktor der Agrarwissenschaften eröffnet wurde. Hundeadopt

Wie Statistiken zeigen, kommen immer mehr Leute auf den Hund. Ein durchaus logisches Ergebnis, weil auch die Bevölkerung wächst. Was allerdings ungewöhnlich ist, dass wir Menschen viel mehr in unsere Haustiere investieren als zuvor.

Warum? Viele Faktoren verursachen das, schreibt der Wall Street Flaneur im September 2012, der über die Purdue- Studie berichtete. Ein Hauptfaktor ist dem demographischen Wandel der Gesellschaft zuzuschreiben. Pensionierte Babyboomer versuchen, ihr leeres Nest  aufzufüllen.

Enkelkinder, die sonst den Platz von Haustieren einnahmen, lassen immer länger auf sich warten. Der Trend, später zu heiraten, geht zudem mit immer weniger eigenen Kindern einher. In einigen Fällen ziehen “moderne Eheleute” einen Hund einem Baby vor.

Wachsender Trend: Vermenschlichung der Haustiere

Dass Hunde als Familienmitglieder angesehen werden, gab es noch nie so oft wie heute. Eine Humanisierung der Haustiere ist ein Trend, der seit rund 20 Jahren in den USA zu verzeichnen ist.

“Wir verhätscheln die Tiere, wenn sie glücklich sind und weinen, wenn sie krank sind. Mama, Papa, Bruder, Schwester .. und Fido, alles Mitglieder einer Familie”, berichtet das Wall Street Journal.

15% der Hundebesitzer kaufen eine Urne, um ihre geliebten Tiere beizusetzen, wenn sie gestorben sind. Aber nicht nur das, sie klonen sie auch und zahlen Unmengen an Geld, damit ihr Tier unsterblich wird.

PetSmart ist und bleibt in den USA der Marktführer für die Haustierversorgung. Selbst eine angeschlagene Wirtschaft beeinträchtigte nicht den Umsatz der Tier-Supermärkte, die damit werben, dass jeder Besuch für das Tier zu einem Erlebnis wird.0037

Der Markt geht mit der Zeit und den sich ständig ändernden Trends bei Gesundheitsfutter, Vitaminzusätzen, Tierbekleidung und innovativem Tierspielzeug.

VCA Antech INC bietet diagnostische Tests und andere Dienste, wie veterinärmedizinische Geräte, an. Auch dieses Unternehmen wächst.

Die Nachfrage für Petmed Express steigt. Tiermedizinische Medikamente aller Art, verschreibungspflichtig oder auch nicht, werden online, per Telefon oder Katalog angeboten.

Nachteile der “Humanisierung”  für Tiere

Das Resultat der Humanisierung von Haustieren ist, dass Tiere nicht zuletzt an den gleichen Erkrankungen leiden wir ihre Herrchen. Dicke Haustiere nehmen zu. Vielleicht denkt man an einen Doggie-Trainer?

Und falls das Herrchen sich gesundheitsbewußt gibt, muss das Tier das gleiche Futter vorgesetzt bekommen. In exquisiten Hunde-Lebensmittelgeschäften in Los Angeles bekommen Hunde ihr Quellwasser und Gesundheitsfressen an einem gedeckten Tisch serviert.

Ritz-Carlton Hotels bieten schon seit Jahren eine gesonderte Speisekarte für den Hund an. Eine Sorge besteht nur, ob die Rinder, Lachse und Hühner, die als Hundefutter enden, auch ethisch vertretbar gehalten wurden.

Hundemagazine wie Moderndog, eine Lifestyle-Zeitung für den modernen Hund und seine Begleiter; haben eine große Nachfrage. In vielen Städten werden oft Adoptions-Ausstellungen abgehalten, damit man sich ein geimpftes, entwurmtes, sterilisiertes Tier, das einen Hundechip mit seinen Daten unter der Haut trägt und einen eigenen Haustierarzt sowie eine Hundekrankenkasse besitzt, kaufen kann.

Unsere Autorin Dr. med. vet. Edith Breburda ist Veterinär-Medizinerin (Tierärztin) und lebt im US-Bundesstaat Wisconsin

HIER Ediths Youtube-Video zum Artikel: http://www.youtube.com/watch?v=xeyg5g7MHIU

HIER haben wir Ediths jüngstes Sachbuch zu Gentechnik und Biotechnologie vorgestellt: http://charismatismus.wordpress.com/2014/03/08/unser-buch-tip-globale-chemisierung-von-dr-med-edith-breburda/

 

 


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 264 Followern an