Was ist vom charismatischen „Segen“ zu halten?

Unsere wahren Kraftquellen: die Sakramente und Sakramentalien der Kirche!

In einem charismatisch geprägten Diskussionsblog erläuterte Stjepan Vucina (der Begründer dieses Buchblogs) den grundlegenden Unterschied zwischen den Sakramenten und Sakramentalien bzw. Segenshandlungen der Kirche auf der einen Seite und dem charismatischen „Segen“ (häufig mit Handauflegung) auf der anderen Seite, der von Anhängern oft als „Geisttaufe“ angesehen wird.

Einer der Leserkommentare in dem schwärmerischen kath. Forum begrenzte dabei die Handauflegung zwar auf den Priester,  verteidigte aber gleichwohl den „charismatischen“ Segen und wollte ihn biblisch begründen;  hier sei zunächst sein Standpunkt zitiert:

“Nun komme ich zum Segen mit Handauflegung, bei dem der Priester – und nur der Priester legt die Hände auf  -  den Heiligen Geist für diesen Menschen erbittet. Grundlage für dieses Handeln ist das Handeln der Apostel in der Apostelgeschichte:
19,6: Paulus legte ihnen die Hände auf und der Heilige Geist kam auf sie herab;
18,7: Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.
6,6: Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese beteten und legten ihnen die Hände auf.
Das Ziel dieses Segens ist es, den Heiligen Geist zu empfangen, um die Sünden auszumerzen, seine Früchte zu empfangen und so zur Heiligkeit zu streben.”

Stjepan Vucina nimmt hierzu Stellung und erklärt den Unterschied zwischen dem kirchlichen Segen und den vermeintlichen „charismatischen Segen“:

„Das, was Lukas in Apg 6,6 beschreibt, ist keine charismatische Handauflegung für eine “Geisttaufe“;  es handelte sich vielmehr um die Einsetzung von Diakonen (Spendung der Diakonenweihe) durch die Apostel. Das hat nichts mit Charismatismus zu tun!

Was die Handauflegung zum Empfang des Heiligen Geistes betrifft, von der die Apostelgeschichte an mehreren Stellen berichtet, so ist diese sakramentale Handlung die Besiegelung der Taufe in der Firmung, denn nach Apg 2,38f. sagte Petrus zu den Bekehrten, sie sollen sich taufen lassen, damit sie den Heiligen Geist empfingen. In Kap. 8 wird uns dann entfaltet, wie das vonstatten ging:

Der Diakon Philippus spendete den bekehrten Samaritern die heilige Taufe. Weil er als Diakon das Sakrament der Firmung (das uns die Sieben Gaben des Heiligen Geistes schenkt) nicht spenden durfte,  reisten die Apostel Petrus und Johannes als urchristliche Bischöfe nach Samarien, um ihnen die hl. Firmung zu spenden. Dafür legten sie ihnen sakramental die Hände auf, was seither bei jeder Firmung durch den Bischof oder durch die von ihm beauftragten Priester geschieht. In Apg 18,7 und 19,7 ist ebenfalls nicht von einer charismatischen “Geisttaufe” die Rede, sondern von der hl. Firmung!

Das ist  die Lehre unserer Kirche, die nach 1 Tim. 3,15 der „Pfeiler und das Fundament der Wahrheit” ist  – und die kirchliche Lehre wollen wir als Katholiken annehmen.

Eine “Geisttaufe”, die durch einen charismatischen „Segen“ empfangen wird   – sei es nun   durch Laien oder durch charismatisch orientierte Priester   -   kennt weder die Kirche noch die Heilige Schrift.

Bibel und Kirche kennen die christliche Wassertaufe und die Besiegelung der Taufe durch die Firmung, wodurch der Heilige Geist empfangen wird.  Alles andere  –  wie etwa eine charismatische “Geisttaufe”  -  ist später von Charismatikern hinzugedichtet worden. Daher ist der charismatische “Segen” ein Handeln gegen Gottes Wort, gegen die Kirche und ihre Lehre und daher eine Beleidigung des Heiligen Geistes.

Jesus Christus hat uns in seiner Kirche alles gegeben, was wir brauchen: den wahren Glauben, die Taufe, die Firmung, also auch den Heiligen Geist, die Beichte, die Hl. Eucharistie, das Gebet, vor allem das Rosenkranzgebet, die Nüchternheit, aus dem Heiligen Geist die Fähigkeit zu einer selbständigen Heiligung des eigenen Lebens  – und alle weiteren Sakramente, ebenso den priesterlichen Segen, in dem Christus wirkt, aber eben so, wie ER das für jeden Einzelnen will und für richtig hält.

Kein Segen steht höher als der priesterliche Segen, vor allem der Segen mit dem allerheiligsten Altarsakrament. Der charismatische „Segen“ und seine scheinbar positiven Auswirkungen sind ein Trick der dunklen Seite, damit wir glauben, dass Gott durch den charismatischen Segen angeblich mächtiger wirke als durch den priesterlichen Segen.

Die Anhänger des Charismatismus haben die wahre Kraftquelle bereits aus ihrem Zentrum gerückt und an diesen Platz den charismatischen Segen zwecks sog. “Geisttaufe” gesetzt, der bei vielen ein emotionales Wohlbefinden auslöst, das dann mit dem Wirken des Hl. Geistes verwechselt wird.

Die wahre Kraftquelle ist nicht eine vermeintliche “Geisttaufe”, sondern die Hl. Eucharistie: von dort und in Verbindung mit der Beichte und unserer Heiligung empfangen wir die Kraft Gottes aus dem Heiligen Geist, der durch Taufe und Firmung bereits in uns lebt, der aber in der Stille wirkt  – eben in dem Maße, wie wir uns für IHN und für unsere Heiligung öffnen. Alles andere ist Betrug und Täuschung der dunklen Mächte!

Der hl. Jakobus hat im Heiligen Geist erklärt, was die Kranken tun sollen: Sie sollen zu den Priestern gehen, um von ihnen die sakramentale Krankensalbung zu empfangen. Sie sollen beten, sich heiligen und beichten. Die Gemeinde soll für sie mitbeten. Er fordert zu keinerlei charismatischen Veranstaltungen auf!

Er sagt mit keinem Wort, dass Priester oder Laien ihnen zu ihrer Heilung charismatisch die Hände auflegen sollen. Hier erklärt uns Gott in der Bibel, was die Kranken tun sollen  – und jeder sollte dem Willen Gottes folgen:

“Ist jemand krank unter euch, er rufe die Presbyter (Priester) der Gemeinde, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des HERRN. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken zum Heile sein  - und der HERR wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Viel vermag das ernstliche Gebet der Gerechten.” (Jak 5,14 ff.)

Stjepan Vucina


Meine Erfahrungen mit Alan Ames

Von Stjepan Vucina

Alan Ames ist ein australischer Charismatiker, der in alle Welt reist und den Menschen zu ihrer “Heilung” die Hände auflegt.

Das erste Mal besuchte ich ein “Gebetsteffen” mit Alan Ames Anfang Mai 2009 in Krefeld. Zuerst wurde der Rosenkranz gebetet, danach folgte die Hl. Messe, sodann ein Vortrag von Alan Ames und schließlich das sog. “Heilungsgebet”, bei dem er den Menschen die Hände auflegt. Nach diesem Treffen fuhr ich nach Hause.

In der folgenden Nacht wurde ich von Dämonen attackiert. Seitdem wurden diese nächtlichen Angriffe immer häufiger, bis sie sich über Monate hinweg sogar regelmäßig einstellten. Die Angriffe wurden erst dann seltener, als ich anfing, den Rosenkranz zu beten. Wasser-008-2-4-2

Nach dem Treffen mit Alan Ames stellten sich zudem Angstzustände und Panikattacken ein, unter denen ich noch heute leide. Doch ich brachte all diese Probleme nicht mit Ames in Verbindung, weil ich von ihm so überzeugt und begeistert war.

Eine Freundin, die ich im Mai 2010 zu Alan Ames mitgenommen habe, bekam durch seine Handauflegung eine Panikattacke und wäre beinahe aus der Kirche gerannt. Sie war benommen und ganz durcheinander. Danach stellten sich bei ihr “Offenbarungen” ein, von denen sie meinte, sie wären von Gott, weil jener “Geist”, der sie ihr eingab, ihr das vorgauckelte.

In diesen Einsprechungen wurde sie darin bestärkt, zu denken, die Bibel sei ein besseres Märchenbuch, Satan letzten Endes ein Bruder Gottes, das Böse sei indirekt notwendig, damit die Menschen zur Erkenntnis des Guten gelangten u.v.m.  – An jenem Rosenkranz von Alan Ames, der angeblich von Maria gesegnet wurde, lösten sich plötzlich alle Perlen von der Kette, als sie ihn in der Kirche in der Hand hielt.

Zudem verbreitet Alan Ames ein bestimmten Marienbild (“Königin des Kreuzes”), das er in einer Vision sah. Dieses Bild löste bei jemanden, den ich kenne, erotische Gefühle aus, während ihm dies bei allen anderen Marienbildern noch nie passiert war.

Auf der Website von Alan Ammes (www.alan-ames.com) werden allein positive Erfahrungserichte veröffentlicht. Doch sie sind kein Maßstab dafür, dass durch Alan Ames tatsächlich Gott wirkt, denn negative Erlebnisse gibt es auch, wie Sie sehen!

Hinzufügen möchte ich weitere Punkte, die mir zu denken geben:Walberberg-DSC_0311-2-2-7

-  In seinem Buch  “Worte Mariens” (Miriam-Verlag) sind viele Einsprechungen enthalten, die Alan Ames von der Gottesmutter erhalten haben will. Darin ist mir besonders eine Botschaft ins Auge gestochen, in der “Maria” sagt, dass “alle Mütter” auf der Erde für ihre Familien beten würden. Allerdings gibt es doch viele Mütter, die atheistisch sind und überhaupt nicht beten.

Weiter ist mir aufgefallen, dass “Maria” in ihren Botschaften an Alan Ames bis zu 95% von “Jesus” spricht statt von “Jesus Christus”, so als würde der Geist, der diese Botschaften übermittelt hat, sich vor dem vollen Namen “Jesus Christus” fürchten. Dasselbe ist mir in den Botschaften von Medjugorje aufgefallen, wo die Erscheinung “Gelobt sei Jesus” sagt statt “Gelobt sei Jesus Christus”.  

Erinnern wir uns an Apg. 4,10 ff.: “So sei euch allen und dem ganzen Volke Israel kund, daß in dem Namen Jesu Christi, des Nazaräers, welchen ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, daß durch ihn dieser Mensch gesund vor euch steht. Christus ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, für nichts geachtet wurde  – er ist zum Eckstein geworden. Es ist in keinem anderen das Heil,  kein anderer Name ist unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir selig werden.” (Apg. 4,10ff.)

-  In einem anderen Buch (“Über Seher und das Ruhen im Geist”) versucht Alan Ames das Phänomen des Umfallens (“Erschlagenwerden vom Heiligen Geist” oder “Ruhen im Geist”), das beim charismatischen “Heiliungssegen” geschieht, biblisch zu belegen.

Darin zirtiert er Textstellen, in denen davon berichtet wird, wie  durch Jesus Christus die Dämonen einen Besessenen zu Boden warfen oder zu Boden zerrten. Dabei verdreht er die Textstellen so, dass sie den Anschein erwecken sollen, dass dieses Umwerfen oder Niederzerren vom HERRN selbst verursacht wurde.

Geht man als angeblich von Gott Gesandter so mit der Heiligen Schrift und der Wahrheit um, nur um ein Phänomen zu rechtfertigen, das die Bibel in positiver Hinsicht nicht kennt, nur weil es auf Ames’ “Gebetstreffen” meist durch seine Handauflegung geschieht?

Ich habe vor einiger Zeit den Miriam-Verlag angeschrieben, um einige Fragen bzgl. Alan Ames beantwortet zu bekommen:

* Haben die Mitglieder der Motorrad-Gang, in der Alan Ames war, okkulte Zeichen getragen?

* Wurde an Alan Ames, da er von Dämonen angegriffen wurde, der Exorzismus durchgeführt?

* Alan Ames wurde von Jesus Christus in eine charismatische Gemeinde geschickt. Wurden ihm dort die Hände aufgelegt und empfing er dort die sog. “Geisttaufe”?

* Wann bekam Alan Ames die “Gabe des Heilens”? Noch vor dem Besuch der charismarischen Gemeinde oder danach?

Keine dieser Fragen wurde beantwortet. Stattdessen wurde ich auf kirchliche Autoritäten hingewiesen, damit ich einfach blind glaube, dass Ames’ Mission von Gott ist. Doch mit dieser Taktik kommt man bei mir nicht weit, weil ich weiß, daß zahlreiche Priester und Bischöfe und auch der Papst einstmals auf eine falschmystische Magdalena vom Kreuz hereingefallen waren, die mit Satan einen Pakt geschlossen und Kirchenführer mit frommen Worten und “Visionen” hinters Licht geführt hat, bis dann später die dämonische Täuschung offenbar wurde.

Eine Bitte an Betroffene: Wenn Sie, lieber Leser, mit Alan Ames ähnliche wie ich negative Erfahrungen gemacht haben, dann schreiben Sie mir dies bitte!

Ich beabsichtige, alle diese Erfahrungen an den zuständigen Bischof von Alan Ames zu schicken – natürlich nur, wenn Sie damit einverstanden sind, daß ich Ihren Bericht miterwähne.

Der Miriam-Verlag redet sich gerne damit heraus, dass Alans weltweite “Mission” von seinem Bischof genehmigt ist. Allerdings hat Bischof Hickey nur das Entscheidungsrecht für seine Diözese und nicht darüber hinaus. Nach dem universal gültigen Kirchenrecht muß sich Alan Ames für eine weltweite “Mission” die Genehmigung von Rom einholen, was er bis heute nicht getan hat.

Stjepan Vucina, Bochum
stjepan.vucina@web.de
 

„Wunderliches“ aus dem „Haus Raphael“ in Bad Soden-Salmünster

Aufschlußreiches aus einem begeisterten Bericht

Dirk Winter berichtet auf seiner Webseite „Evangelisation heute“ hocherfreut über seine „geistlichen“ Erfahrungen in „Haus Raphael“ im hessischen Bad Soden-Salmünster, das von der aus Indien stammenden Nonne Sr. Margaritha Valappila geleitet wird.

Dem stark charismatisch orientierten „Evangelisationszentrum“ wurde  allerdings aufgrund mehrerer kritischer Gutachten des konservativen Priesters und Religionsphilosophen Prof. Dr. Aloysius Winter  aus F ulda (R.I.P.) bereits 2004 kirchenamtlich der Titel „katholisch“ entzogen. christus

Unter der Überschrift „Die Gnade Gottes“ berichtet Familienvater Dirk Winter von seinen Lebensweg über den Buddhismus hin zum „katholischen Glauben“, wie er ihn versteht.

Allerdings waren die letzten Wegstrecken vor der Konversion sehr stark von schwarmgeistigen und mirakulösen Vorgängen geprägt, die der Verfasser jedoch als Wirkungen des „Heiligen Geistes“ auslegt.

Schon sein Kennenlernen von „Haus Raphael“ durch einen Heilpraktiker (!) war sehr gefühlsorientiert geprägt; etwa wenn er meint, es sei automatisch eine „Gottesberührung“, wenn Tränen der Rührung fließen   – dabei können diese wohl auch bei Ungläubigen recht munter fließen!

Hier Winters Abschnitt über diese Vorgänge:

„Fünf Jahre nach unserem ersten Besuch bei dem Heilpraktiker im August 2004 war es dann soweit. Bei unserem Termin an diesem Tag fragte er uns, ob wir uns gemeinsam ein Video anschauen möchten, das er wiederum von einer Patientin erhalten hatte. In diesem Video ging es um eine indische Schwester mit besonderen geistigen Gaben.

Gesagt getan, noch in seiner Praxis schauten meine Frau und ich uns das Video an und bereits nach 10 Minuten mußten wir weinen, ohne jedoch die geringste Ahnung zu haben, warum.  Auf dem Video wurde das Haus Raphael in Bad Soden-Salmünster vorgestellt. Hier arbeiten zwei katholische Josefsschwestern im Dienste der Neu-Evangelisation für unseren Herrn. Durch Gott berührt (Tränen) war uns klar, dass wir dort mal hinfahren müssen.“

Also nichts wie hin, hatte Gott doch angeblich durch „Tränen“ so deutlich „gesprochen“. Hier folgt Winters Bericht über den ersten „Gebetstag“ im Haus Raphael: 

„Es ging dann gleich los mit singen (Lobpreis), dabei wurde geklatscht, gebetet und Halleluja gerufen.   Um 9.30 Uhr war dann ein Vortrag von der indischen Schwester Margaritha Valappila dran, die das Wort Gottes erklärte aber auch auf die Pille, Homosexualität und ähnliches mehr einging.

Danach war Kaffeepause und dann Eucharistischer Segen, wobei der Priester dabei durch die Reihen ging. Dabei machte ich meine erste “merkwürdige” Beobachtung. Ein Mann der ca. drei Meter von mir entfernt kniete, fiel einfach um  -  na ja dachte ich mir, aber im Buddhismus bekommt man ja auch ein Loch im Kopf.  (…)

Als letzten Punkt des Tages kam es zur Neuausgiessung des heiligen Geistes, quasi der eigentliche Anziehungspunkt für Nichtchristen. Schwester Margaritha ist mit dem Charisma gesegnet, dass Menschen bei der Handauflegung und Segnung zu Boden sinken und kurze Zeit im heiligen Geist ruhen. Dies geschah auch an diesem Tag und viele Menschen “gingen” zu Boden. Auch ich stellte mich in die Reihe, aber ausser einem schönen Gefühl passierte nichts.“

Damit bestätigt ein begeisterter Anhänger ungewollt die ernsten Beanstandungen von kritischer Seite, daß dort nämlich Menschen wie in Trance nach rückwärts kippen, nachdem Sr. Margaritha V. sie per Handauflegung „gesegnet“ hatte.

Dieses irrgeistige Phänomen war ein wesentlicher Kritikpunkt in den Gutachten von Prof. Dr. Aloysius Winter, die zum kirchlichen Entzug des Titels „katholisch“ führten.

Der erlebnishungrige Charismatiker Dirk Winter schildert sodann,  daß seine Frau Bedenken bekam, denn „da fallen die Leute um“  -   das kam sogar ihr ziemlich sektenhaft vor.  –  Hierzu der weitere Bericht:

Oktober 2004, noch eine Woche bis zu den Exerzitien – meine Frau beginnt zu zweifeln: Soll ich wirklich dahin fahren? Ist das gut für mich? Da fallen die Leute um, evtl. ist das doch eine Sekte? Sind die wirklich katholisch?“

Seine Frau blieb zunächst skeptisch, doch er fuhr wieder nach Bad Soden-Salmünster:

„Am dritten Tag war abends Heilungsgebet und ich mußte weinen, da ich meiner Mutter vergeben konnte, dass sie zum Zeitpunkt, als ich Kind war, berufstätig sein mußte.

Ich hatte meine Augen geschlossen und plötzlich spürte ich auf meinem rechten Oberschenkel eine Hand und ich dachte, dass mein Stuhlnachbar mich trösten wolle. Nach einigen Minuten war ich doch verwundert, dass mein Nachbar die Hand nicht mehr wegnahm und so öffnete ich die Augen und zu meinem Erstaunen sah ich keine Hand, aber spürte sie weiterhin ganz deutlich.

Ich schloß die Augen und öffnete sie wieder, aber es änderte nichts – die Hand war da. In diesem Augenblick durchfuhr es mich wie einen Blitz und mir war klar, dass Jesus mir ein Zeichen gegeben hatte  -  und so fing ich erst recht tief ergriffen an zu weinen.  Dies war meine erste Berührung von Jesus und mein Weg zu ihm begann.

Am Schluß dieser ersten Exerzitien war dann wie auf den Gebetstagen die Neuausgiessung des heiligen Geistes und diesmal war es anders als vorher: Bevor die Schwester auch nur zwei Sätze sagen konnte, lag ich schon in den Armen der Helfer und auf dem Boden.“

Nun erhielt der Autor also den „Hammersegen“  (vermutlich von Sr. Valappila)   – er kippte nach hinten und lag sozusagen ohnmächtig auf dem Boden, wie das im „Haus Raphael“ massenhaft vorkommt. – Daß auch sonst allerlei „Wunderliches“ im „Evangelisationszentrum“ vorkommt, schreibt Dirk Winter selber, findet es aber offenbar ganz in Ordnung:

„Danach besuchten wir weiterhin die Gebetstage und bereits 6 Wochen später waren meine zweiten Exerzitien und im Januar des Folgejahres meine dritten. Bevor ich von meiner zweiten Berührung durch Jesus berichte, möchte ich noch vorausschicken, das ich im Haus Raphael immer wieder “Wunderliches” miterlebt habe, ob da eine Schwester aus Speyer berichtete, Mutter Maria zu sehen oder andere Teilnehmer in Zungen (Glosolalie) redeten  und und und…“

Nach einer weiteren „wundersamen Berührung durch Jesus“  waren wieder „Gebetstage“ in Bad Soden-Salmünster angesagt:

„Es verging kein Monat ohne Gebetstag und auch die nächsten Exerzitien wurden kurzfristig angesetzt. (Gott sei Dank, bin ich selbständig und hatte noch 700 Tage Resturlaub).“

Ob  bei den 700 (!) Tagen „Resturlaub“ vielleicht eine Null zuviel getippt wurde, sei dahingestellt     - aber recht viel Zeit scheint der Familienvater wohl zu haben, der nun allmählich mal eine kirchliche Trauung anpeilt:

„Natürlich fehlte in unsere Familie noch was ganz entscheidendes: Bereits im Dezember bei der Taufe unseres Sohnes hatten wir auch unseren Hochzeitstermin für den Juli nächsten Jahres festgelegt, um unsere Ehe auf Stein zu bauen. Wir waren zwar zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Jahre standesamtlich verheiratet, aber das zählte jetzt natürlich nicht mehr.“

Obgleich  sich also der charismatische Autor  – objektiv gesehen  – wegen „wilder Ehe“ im Stand schwerer Sünde befand (seinen subjektiven Seelenzustand kann allein Gott beurteilen), erfuhr er ein „wundersames“ Erlebnis nach dem anderen, auch kurz vor seiner kirchlichen Trauung ging es noch einmal richtig rund, denn er erlebte das in schwarmgeistigen Kreisen durchaus bekannte, sog. „Lachen im Geist“:

„So war es also im Juli 2005 soweit, dass wir uns das Sakrament der Ehe spenden wollten und Gottes Plan wollte es so, dass eine Woche zuvor wieder ein Gebetstag in Bad Soden stattfand.

Natürlich fuhren wir da auch wieder gemeinsam hin, allerdings war dieser Gebetstag natürlich schon anders als der erste und mehr geprägt von “Routine” als von Aufregung. Es war ja schon unser neunter oder zehnter Gebetstag und 1 Woche später war schließlich der Hochzeitstermin und da waren doch einige andere Gedanken im Spiel und nicht: Was passiert heute Außergewöhnliches?

Aber genau dann, wenn wir Menschen es nicht erwarten, handelt Gott besonders intensiv und direkt  -  so geschah es! Wie an jedem Gebetstag war von 10.30 Uhr bis 11 Uhr Kaffeepause und danach ging es direkt weiter mit dem eucharistischen Segen, in dem der Priester durch die Reihen ging.

Auch an diesem Tag kniete ich nieder und schaute zur Monstranz. Nachdem der Priester wenige Meter zurückgelegt hatte, begann es in der Mitte meines Körpers etwa um den Bauchnabel herum zu lachen. Es war seltsam, ich lachte im Bauch, aber nicht im Kopf !?!

Dieses Lachen veränderte sich immer mehr in eine Welle; die begann; meinen ganzen Körper zu durchströmen und fühlte sich immer mehr an wie elektrischer Strom.

Nach kurzer Zeit konnte ich dann meinen ganzen Körper spüren vom Nagel meines kleinen Zeh’s bis zu jeder einzelnen Haarspitze.

Als dann der Priester mit der Monstranz nur noch wenige Meter von mir entfernt waren, wurde ich von dem inneren Druck derart überwältigt; dass ich nicht mehr knien konnte, sondern mich auf den Boden kauernd hinwarf und mit aller mir zur Verfügung stehenden körperlichen Kraft gegen diese innere Bewegung andrückte.

Ich dachte, jeden Augenblick explodiert eine Bombe in mir und ich “fliege” in tausend kleine Stücke auseinander.

Dieser “Augenblick“,  der ca. 10 bis 20 Min andauerte, war zugleich unglaublich schmerzhaft und unglaublich schön. Beide Dinge waren parallel und doch separat zu spüren, zu erfahren, einfach da!

Nachdem ich mich wieder hinknien und aufrichten konnte und meine Hände erhob beobachtete ich, wie meine Haut sich fast einen halben Zentimeter wellenförmig anhob und erzitterte.

Mit dieser dritten Berührung hat mir Jesus alle Glaubenszweifel genommen und auch Satan und mein Verstand können dies nicht mehr wegreden.

Der Moment ist nicht in Worte zufassen und auch nicht menschlich erklärbar. Halleluja – Jesus lebt.

Unsere Hochzeit fand unter dem Motto “Eingeladen zum Fest des Glaubens” statt. Die Gnaden, die Jesus schenkt, sind für uns Menschen unfassbar.“

Daß zu den „Gnaden, die Jesus schenkt“, auch das „Lachen im Bauchnabel“ gehören soll sowie ein „Durchströmen wie elektrischer Strom“ und ähnliche  – gelinde gesagt – merkwürdige Manifestationen, ist wohl ganz neu und weder in der Heiligen Schrift noch in der kirchlichen Lehre „auffindbar“.

Doch bekanntlich verfügt die charismatische Szene über einen direkten Draht zum „Heiligen Geist“  – oder was sie dafür hält. Daß der wirkliche Geist Gottes keine derartig irrgeistigen Phänomene hervorruft, versteht sich für jeden nüchternen Christen von selbst.

Hier der Quellen-Link zum vollständigen Original-Bericht:  http://www.evangelisation-heute.de/index.php?option=com_content&view=article&id=107:die-gnade-gottes&catid=41:zitate&Itemid=107

 
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster
Kontakt: felizitas.kueble@web.de

Charismatische Handauflegung ist gefährlich

Wie gefährlich das charismatische Handauflegung sein kann, zeigte sich einem Freund und mir,  als er einer Bekannten von uns, die an quälenden Angstzuständen und extremen Schlafstörungen litt, zu ihrer Heilung die Hände auflegte und für sie betete. Seit diesem Zeitpunkt ist bei ihr alles noch schlimmer geworden!

Auch ich hatte eine Zeitlang Freunden unter Gebet die Hände aufgelegt. Einer Freundin legte ich im Mai 2010 die Hände auf, weil sie einen Migrändeanfall hatte. Die Migräne ging weg, doch es geschah bei ihr dasselbe, wie als sie sich vom australischen Charismatiker Alan Ames die Hände auflegen ließ: Sie bekam eine Panikattacke und musste aus der Wohnung flüchten, kam dann aber nach kurzer Zeit wieder zurück.

Deshalb möchte ich eindringlich warnen: Geht zu keinem Charismatiker oder Wunder- oder Geistheiler! Lasst Euch niemals von irgendwem die Hände auflegen, auch von keinem Priester, der charismatisch wirkt. Das kann sehr übel ausgehen, weil hier offenbar dämonische Kräfte wirken. Die Bibel gibt uns klare Auskunft darüber, dass nur der Priester die Hände auflegen darf, aber nicht charismatisch, sondern sakramental oder als kirchliche Segenshandlung.

Nachdem ich zwischen Mai und November 2010 eingen Menschen mehrmals die Hände aufgelegt hatte, schenkte mir der Heilige Geist, den ich in Taufe und Firmung erhalten habe, die Einsicht, dass das, was ich tue, nicht der Wille Gottes ist. Ich bekam die Erkenntnis, dass die wahre Heilung von Gott kommt durch viel Gebet, vor allem durch das Beten von Novenen und Rosenkranz, durch die regelmäßige Anbetung des Allerheiligsten und vor allem durch die regelmäßige gute Beichte, einem Streben nach Heiligkeit und durch die häufige Teilnahme an der Heiligen Eucharistie! Hier kann Gott einem die Gesundheit schenken, aber immer nur dann, wenn ER das will!

Alles andere liegt außerhalb Seines Bereichs. Gottes Bereich, in dem Er wirkt,  ist die Kirche mit ihren Gebeten und Sakramenten. Außerhalb dessen gibt es nichts, was wahre Heilung schenken könnte. Alles andere ist nur Täuschung des Bösen, der sich z.B. auch durch die irregeführte Charismatiker in das Leben der Menschen einschleichen will. Er täuscht bei den einen Heilungen und Linderungen vor, um dann später richtig dreinzuschlagen, was oft auch nach Jahren geschehen kann!

Bitte lasst Euch nicht von Charismatikern täuschen. Viele von ihnen sind Betrüger, die nur das Geld der Menschen wollen! Sie sind Millionäre und manche sogar Milliardäre.  Andere sind davon überzeugt, dass Gott durch sie wirke: sie sind selbst Getäuschte!

Zieht Euch bitte keine Dämonen zu. Wenn einer von Euch ein schweres Leiden hat, so opfere er das in der Mentalität des heiligen Apostels Paulus für das Heil der Seelen auf. Er wende sich im Gebet vertrauensvoll an Jesus Christus und seine Mutter und bitte um Heilung. Er gehe regelmäßig zur Anbetung des Allerheiligsten, zum Sakrament der Versöhnung, nehme am Hl. Messopfer teil, strebe nach Heiligkeit und bete regelmäßig Novenen und den Rosenkranz.  Und Gott wird ihm das schenken, was ER für richtig hält, doch in jedem Falle seine helfende Gnade!

Stepjan Vucina


Charismatische Handauflegung aus biblischer Sicht

Von Stefan Vucina

Eine der zentralen Praktiken der Pfingstbewegung und der weltweiten Charismatischen Erneuerung (CE) ist das Auflegen der Hände zum „Heilen“ von Krankheiten oder zur Ausgießung oder Vermittlung des „Heiligen Geistes“. In der Esoterik wird das Auflegen der Hände ebenso praktiziert, mit dem Ziel, durch „kosmische Energien“ bzw. „kosmische Heilkraft“ Kranke zu heilen.

Anhand der Heiligen Schrift will ich nun aufzeigen, dass das Auflegen der Hände von Gott her nur einem bestimmten Personenkreis innerhalb der Kirche vorbehalten und nicht für jedermann bestimmt ist.

Nach Mt. 19,13ff., Mk. 6,5, Mk. 8,23ff., Lk. 4,40, Lk. 13,13 praktizierte Jesus Christus als Apostel1, Bischof2 und Priester3 das Händeauflegen zur Heilung der Kranken. Nach Mk. 16,15-18 sagte Jesus zu seinen elf Aposteln für die Zeit nach dem Pfingstereignis (4):

 „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Schöpfung! Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden. Nebenher aber werden den Glaubenden diese Zeichen folgen: In Meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, in neuen Sprachen reden und Schlangen aufheben; wenn sie etwas Tödliches trinken, soll es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, so daß Heilung erfahren.”

Wenn wir diesen Text genau lesen, dann erkennen wir drei Details, die den Personenkreis, den Jesus in Mk. 16,17f . bezeichnet, genau eingrenzen. Zunächst trägt der HERR seinen Aposteln auf, „in alle Welt“ zu gehen, „das Evangelium“ zu predigen und zu taufen – und die, die durch sie zum Glauben kommen und getauft sind, würden durch Auflegung der Hände Kranke heilen. Dazu müssen also drei Bedingungen erfüllt sein:

 1.) Sie müssen durch die Apostel bzw. die Kirche zum kirchlichen Glauben kommen bzw. von der Kirche im Glauben unterwiesen werden, ihn annehmen und ihn vertreten.

Das geschieht weder in der Esoterik noch in der Pfingstbewegung und der CE innerhalb des Protestantismus. Selbst innerhalb der „katholischen“ CE geschieht das nicht, weil auch hier Ansichten vertreten werden, die nicht mit der Lehre der Kirche und der Heiligen Schrift vereinbar sind, z.B. ein Verständnis von „Geistestaufe“, das letztlich wider den  Heiligen Geist gerichtet ist, den wir nur durch Taufe und Firmung erhalten (vgl. Apg. 8,12-17).

2.) Sie müssen nach Mt. 28,19 „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ mit Wasser getauft sein (vgl. Apg. 8,35-39)

In der Esoterik, der Pfingstbewegung und in der protestantischen CE wird dagegen in der Regel nicht getauft; hier wird nur die sog. „Geisttaufe“ praktiziert. Selbst in der CE innerhalb der kath. Kirche gibt es Charismatiker, die meinen, die Wassertaufe sei nicht heilsnotwendig.

3.) Ihnen müssen die Zeichen und Wunder nebenher folgen!

Während bei denen, die Christus meint, die Zeichen und Wunder nebenher folgen, diese Zeichen und Wunder also nur eine Nebenerscheinung bleiben, stehen “Zeichen und Wunder” bei den Esoterikern, Pfingstlern und in der weltweiten CE im Vordergrund und Mittelpunkt! Das genaue Gegenteil dessen, wovon Christus sprach.

Das bedeutet, dass Christus seine Aussage weder auf  Esoteriker noch auf  Pfingstler noch auf die CE bezogen hat. Christus hat in seiner Aussage die Grenzen genauestens abgesteckt.

Wenn wir im NT weiterforschen, stoßen wir auf insgesamt zehn Stellen, die vom Händeauflegen sprechen. Nach diesen Bibelstellen wurden die Hände immer von Personen aufgelegt, die Glieder der Kirche und dafür autorisiert waren. So zB. durfte niemals  ein Laie dem Getauften zur Firmung die Hände auflegen, weil er kein Apostel bzw. Bischof5 war!

Nach Apg. 8,12 war der auch Diakon lediglich dazu bevollmächtigt, zu evangelisieren und zu taufen, aber nicht zu firmen. Dies durften nach Apg. 8,14-17 nur die Bischöfe tun!

Das Auflegen der Hände wurden nach dem NT von autorisierten Personen der Kirche zum Zweck der Einsetzung von Personen in kirchliche Ämter (Apg. 6,6; 13,2f.; 1 Tim. 5,19-22), zum Zweck der Firmung (Apg. 8,14-17; 19,6; 1 Tim. 4,14 + 2 Tim. 1,6) und zum Zweck der Heilung (Apg. 9,12 + 17; 28,8) aufgelegt.

Der Firmung durch den Bischof ging immer die Wassertaufe voraus, mit Ausnahme beim Haus des Heiden Kornelius (Apg. 10,44-48)6!

Nach Apg. 9,10 gab es ebenso einen Ausnahmefall, dass ein Jünger der Kirche, ein Laie, die Hände zum Zweck der Heilung auflegen durfte. Das allerdings war gemäß dem NT kein Massenphänomen wie es in der Esoterik, in Pfingsbewegung und in der weltweiten CE der Fall ist!

An dieser Stelle zeigt sich wie auch in Apg. 8,14-17, dass der Laie nicht befugt war, die Firmung zu spenden, er durfte Paulus ausnahmsweise nur die Hände zur Heilung auflegen und ihn taufen, aber nicht firmen. Dass das Heilen (auch durch Händeauflegen) sonst nur den Bischöfen und Priestern vorbehalten war und ist, ersieht man aus Jak. 5,14f.:

Ist jemand krank unter euch, er rufe die Presbyter (Priester) der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken heilen, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.“

Jakobus, vom Heiligen Geist inspiriert, fordert die Gläubigen der Kirche nicht dazu auf, zu  Charismatikern zu gehen, oder dazu, sich gegenseitig die Hände aufzulegen, um wieder gesund zu werden, sondern er verweist ausdrücklich auf das Sakrament der Krankensalbung durch eingesetzte Priester und Bischöfe.

Mit dieser Aussage des hl. Jakobus wird deutlich, welche Personen Jesus in Mk.16,18 gemeint hat: die Priester und Bischöfe! Die Heilige Schrift zeigt uns also sehr genau, wer befugt ist, Hände aufzulegen und wer nicht:  befugt sind nur die Bischöfe und Priester im Sinne einer sakramentalen Handlung!

Wie aber das Beispiel Ananias zeigt, kann es vereinzelt kirchliche Laien geben, die vom HERRN dazu ausersehen werden, durch Händeauflegen zu heilen. Das bleiben aber sehr seltene Ausnahmen. Deshalb geht das, was wir in der Esoterik, Pfingstbewegung und in der Charismatischen Erneuerung sehen, nicht mit der Heiligen Schrift konform.

Hier wird das genaue Gegenteil von dem praktiziert, was die Bibel über das Auflegen der Hände sagt:

- Das Hände-Auflegen wird auch außerhalb der Kirche praktiziert
- Es wird massenweise von Laien praktiziert
- Es ist keine Nebenerscheinung, sondern steht im Vordergrund und im Mittelpunkt

Und die “Zeichen und Wunder”, die gewirkt werden, sind nicht göttlich bewirkt, sondern lediglich menschlich-psychologisch bedingt oder u.U. satanischen Ursprungs, weil Gott nicht außerhalb seiner eigenen, selbst eingesetzten Ordnung wirkt.

Die Heilige Schrift fordert Kranke nicht dazu auf, Charismatiker aufzusuchen, sondern den Priester, um von ihm die sakramentale Krankensalbung zu empfangen. Bitte beachten Sie, dass es auch charismatisch wirkende Priester gibt. Wenn Sie in Ihrer Gemeinde einen solchen Geistlichen haben, bestehen Sie nach Jak. 5,14f. auf der sakramentalen Krankensalbung!

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(1) Joh. 20,21; Hebr. 3,1.
(2) 1 Petr. 2,25.
(3) Hebr. 3,1.
(4) Apg. 1,1-8
(5) Nicht nur die Nachfolger der Apostel waren Bischöfe, sondern als Stellvertreter und Repräsentanten Christi auch die Apostel selbst: vgl. Apg. 1,20.
(6) Dass Gott den Heiligen Geist auf Kornelius und sein Haus noch vor der Taufe sandte, war nur ein Ausnahmefall, mit dem Gott den Judenchristen sagen wollte, dass auch die Heiden, die im Herzen an Christus glauben, von ihm angenommen sind und getauft und gefirmt werden sollen.

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