Anmerkungen zu einer Ansprache von Sr. Margaritha Valappila (“Haus Raphael”)

Das Anprangern heimlicher Sünden anderer Menschen stammt nicht aus Gottes Geist

Im hessischen Bad Soden-Salmünster befindet sich das “Evangelisationszentrum” der aus Indien stammenden Nonne Sr. Margaritha Valappila.

Im dortigen Haus Raphael  – das sich laut bischöflicher Verfügung nicht “katholisch” nennen darf  –  finden seit vielen Jahren charismatische Gebetstage und Exerzitien statt.

Die  –  eigenen Angaben zufolge  – “geistgeführte” Ordensfrau hält dort regelmäßige Ansprachen am Predigtpult neben dem Altar, vor allem im Rahmen sogenannter Gebetstage, die oft gut besucht sind, zumal auch katholische Kreise zunehmend von einer “charismatischen Welle” erfüllt sind, wie man dies früher vor allem aus pfingstlerisch-protestantischen Konfessionen kennt.

Im Internet sind einige Vorträge von Sr. Valappila verfügbar, darunter ihre Ansprache vom 12.5.2008 in Bad Soden-Salmünster; diese Rede enthält einige typisch schwarmgeistige Merkmale, weshalb es sinnvoll sein mag, sie beispielhaft aufzugreifen und zu analysieren:

Die Ansprache der teilweise durchaus charmant wirkenden, mitunter recht salopp daherredenden und ständig schmunzelnden Nonne steht unter dem bezeichnenden Motto “Sende aus Deinen Geist”.

Rückwärtskippen und “Zungenrede”

Dabei spricht sie mehrfach von einer “Geistaussendung”, meint aber damit nicht etwa das Sakrament der Firmung, sondern vielmehr spezifisch charismatische Phänomene wie das von ihr ausdrücklich erwähnte “Ruhen im Geist” (Rückwärtskippen in einer Art Trance) oder das Zungenreden.

So fragt sie auch in diesem Vortrag ihre Zuhörer direkt, wer von ihnen denn diese “Geistesgabe” des Zungenredens besitze, worauf sich etwa ein dutzend Personen melden, denen sie zusagt, hier sei der Heilige Geist wirksam.

Es geht dieser Ordensfrau also ersichtlich nicht um die  – in der Firmung sakramental geschenkten  –  Sieben Gaben des Heiligen Geistes, die  bereits der Prophet Jesaja als Eigenschaften des Messias erwähnt   –  und die da lauten:   PAX

Geist der Weisheit,
des Verstandes,
des Rates,
der Stärke,
der Erkenntnis (Wissenschaft),
der Frömmigkeit
und der Gottesfurcht.

Von diesen doch recht verstandesbetonten, “vernunftfreundlichen” Gaben ist in Sr. Valappilas Vortrag kein einziges Mal die Rede.

Im Gegenteil:

Sr. Valappila  weist ihre Zuhörer mehrfach eindringlich darauf hin, daß man diese “Geistesgaben” (also charismatische Phänomene) nur empfangen könne, wenn  man  –  so wörtlich  – “die Intelligenz abschaltet”.

Das sei Voraussetzung für eine echte “Offenheit” gegenüber den Gaben von oben. Es sei  daher für “studierte Leute” schwerer, so die Nonne, die Gaben des Hl. Geistes zu erhalten.

Damit widerspricht sie de facto der kirchlichen Lehre über den Heiligen Geist und seine Gaben, die den Verstand bzw. die Intelligenz nicht aus- oder abschalten, sondern vielmehr erleuchten und stärken (siehe die Auflistung der Sieben Gaben des Hl. Geistes).

Schwester Valappila selber sieht sich als geistgeführte Prophetin und sagt wörtlich von sich (auch in dieser Ansprache):Der Heilige Geist lehrt mich!”  – und zwar tags und nachts, wie sie ausdrücklich versichert. 

Wozu bedarf diese Ordensfrau dann eigentlich noch der Lehre der Kirche? Wird sie doch direkt von “oben” belehrt und geleitet!

Sr. Valappila pflegt zudem eine recht eigenwillige Bibelauslegung, wobei schnell deutlich wird, daß sie die Heilige Schrift ganz durch ihre charismatische Brille betrachtet.

Charismatischer Mißbrauch von “Joel 3″

So zitiert sie  –  typisch für die Schwärmerszene  –  mehrfach “Joel 3″ aus dem Alten Testament,  seit langem  d i e  TOP-Bibelstelle protestantischer Charismatiker  – doch seit ca 20 Jahren erfreut sich “Joel 3″ auch in der katholischen Euphoriker-Bewegung wachsender Beliebtheit.
D
ie erwähnte biblische Aussage lautet wie folgt:

“Ich werde meinen Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden weissagen,  eure Greise werden Träume haben, eure jungen Männer werden Visionen sehen   –  und selbst über Knechte und Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen” (Joel 3,1 f.)

Sr. Valappila bezieht diese AT-Prophetie ausdrücklich auf die heutige Zeit mit ihren weitverbreiteten charismatischen Vorgängen.

Derartige Phänomene sind aber keineswegs eine Erfüllung von Joel 3, denn diese biblische Ankündigung wurde durch Pfingsten bereits im wesentlichen erfüllt. Der hl. Apostel Petrus selber verweist auf diese AT-Verheißung (Apg. 1,16 f) zur Erklärung der damaligen Geistausgießung in Jerusalem.

An den Pranger stellen anderer Menschen

Sodann plaudert Sr. Valappila während ihres Vortrags mehrfach auf dem Nähkästchen ihrer Erfahrungen. Dabei stößt es unangenehm auf, daß sie bestimmte Personen –  wenngleich ohne Namensnennung  –  gleichsam an den Pranger stellt und sich über sie lustig macht, wobei viele Zuhörer mitlachen bzw. hörbar kichern.

So berichtet sie beispielsweise von einem jungen Mann, dem sie in einer Gebetsgruppe aufgrund einer  – wie sie meint – Eingebung des Heiligen Geistes direkt zugesagt habe, daß er sich einmal in einen Hindu-Tempel begeben habe. Der Betroffene habe die Ohren zugehalten und ausgerufen, woher Gott das denn wissen könne…?!   –  Worauf die Nonne nun in ihrer Ansprache bekräftigt: “Gott weiß alles! – Halleluja!”  –  was  sodann von vielen Zuhörern dreimal laut wiederholt wird.

Freilich stellt sich hier  –  bei Licht betrachtet  –  die Frage: Warum sollte ausgerechnet der “Geist Gottes” solch unnötige Anprangerungen vor versammelter Mannschaft bewirken?

Derartige hellseherische bzw. ähnlich irrgeistige Phänomene gab es immer schon in sektiererischen und schwarmgeistigen Bewegungen, etwa bei den sog. “Inspirierten” im 18. Jahrhundert  –  oder in der Pfingstbewegung und ihren Ausläufern.

Die kath. Kirche praktizierte aus gutem theologischen Gründen und aus pastoraler Feinfühligkeit niemals eine “öffentliche Beichte”   – es gab sie auch nicht in den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte (sondern lediglich eine öffentliche Exkommunikation bzw. Buße bei besonders schweren Vergehen wie Mord, Glaubensabfall oder Ehebruch).

Erst recht ist es respektlos und lieblos, sich über persönliche Fehler anderer Menschen und ihre beschämte Reaktion bei deren “hellseherischer” Aufdeckung  öffentlich zu belustigen und derlei Vorgänge zwecks eigener Selbstdarstellung zu präsentieren. Mag diese (Un-)Art der Anprangerung auch in eher salopper Form geschehen, so finde ich dies gleichwohl unfair bis unverfroren.

Unangemessen erscheint mir zudem in Sr. Valappilas Ansprache das flapsige Sprücheklopfen und die Tendenz zum Dauergrinsen bei ernsten Themen wie Hölle, Tod und Teufel.

Daß dieser charismatische Vortrag abschließend mit der unvermeidlichen “Lobpreismusik” endet, versteht sich am Rande  – wobei sich viele Teilnehmer klatschend und tänzelnd um den Altar versammeln. 

Halleluja-Christentum ohne Kreuz

Die vielgerühmten charismatischen Lobpreislieder sind inhaltlich oft sehr dünn, mitunter bestehen sie aus einer bl0ßen Aneinanderreihung von ca 50 Wiederholungen eines Halleluja-Rufens  –  siehe zB. hier den letzten Song beim Auftritt dieser Lobpreisgruppe Rexband im “Haus Raphael”: http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=0Y0KhXYM0Oo

Außerdem ist die Lobpreiswelle theologisch einseitig, denn sie orientiert sich oberflächlich an einem euphorischen Halleluja-Christentum ohne Kreuz: vom Leiden, vom Opfer Christi ist selten die Rede, die triumphalistisch-gefühlsseligen Lieder berauschen sich lieber an den “Herrlichkeiten” des Glaubens, die sicher auch ihre Berechtigung haben – aber nicht ohne das Kreuz, denn dort auf Golgotha geschah der wahre Sieg unseres Erlösers über Hölle, Tod und Teufel!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Link zum zitierten Vortrags-Video:  http://de.gloria.tv/?media=142816

 


„Wunderliches“ aus dem „Haus Raphael“ in Bad Soden-Salmünster

Aufschlußreiches aus einem begeisterten Bericht

Dirk Winter berichtet auf seiner Webseite „Evangelisation heute“ hocherfreut über seine „geistlichen“ Erfahrungen in „Haus Raphael“ im hessischen Bad Soden-Salmünster, das von der aus Indien stammenden Nonne Sr. Margaritha Valappila geleitet wird.

Dem stark charismatisch orientierten „Evangelisationszentrum“ wurde  allerdings aufgrund mehrerer kritischer Gutachten des konservativen Priesters und Religionsphilosophen Prof. Dr. Aloysius Winter  aus F ulda (R.I.P.) bereits 2004 kirchenamtlich der Titel „katholisch“ entzogen. christus

Unter der Überschrift „Die Gnade Gottes“ berichtet Familienvater Dirk Winter von seinen Lebensweg über den Buddhismus hin zum „katholischen Glauben“, wie er ihn versteht.

Allerdings waren die letzten Wegstrecken vor der Konversion sehr stark von schwarmgeistigen und mirakulösen Vorgängen geprägt, die der Verfasser jedoch als Wirkungen des „Heiligen Geistes“ auslegt.

Schon sein Kennenlernen von „Haus Raphael“ durch einen Heilpraktiker (!) war sehr gefühlsorientiert geprägt; etwa wenn er meint, es sei automatisch eine „Gottesberührung“, wenn Tränen der Rührung fließen   – dabei können diese wohl auch bei Ungläubigen recht munter fließen!

Hier Winters Abschnitt über diese Vorgänge:

„Fünf Jahre nach unserem ersten Besuch bei dem Heilpraktiker im August 2004 war es dann soweit. Bei unserem Termin an diesem Tag fragte er uns, ob wir uns gemeinsam ein Video anschauen möchten, das er wiederum von einer Patientin erhalten hatte. In diesem Video ging es um eine indische Schwester mit besonderen geistigen Gaben.

Gesagt getan, noch in seiner Praxis schauten meine Frau und ich uns das Video an und bereits nach 10 Minuten mußten wir weinen, ohne jedoch die geringste Ahnung zu haben, warum.  Auf dem Video wurde das Haus Raphael in Bad Soden-Salmünster vorgestellt. Hier arbeiten zwei katholische Josefsschwestern im Dienste der Neu-Evangelisation für unseren Herrn. Durch Gott berührt (Tränen) war uns klar, dass wir dort mal hinfahren müssen.“

Also nichts wie hin, hatte Gott doch angeblich durch „Tränen“ so deutlich „gesprochen“. Hier folgt Winters Bericht über den ersten „Gebetstag“ im Haus Raphael: 

„Es ging dann gleich los mit singen (Lobpreis), dabei wurde geklatscht, gebetet und Halleluja gerufen.   Um 9.30 Uhr war dann ein Vortrag von der indischen Schwester Margaritha Valappila dran, die das Wort Gottes erklärte aber auch auf die Pille, Homosexualität und ähnliches mehr einging.

Danach war Kaffeepause und dann Eucharistischer Segen, wobei der Priester dabei durch die Reihen ging. Dabei machte ich meine erste “merkwürdige” Beobachtung. Ein Mann der ca. drei Meter von mir entfernt kniete, fiel einfach um  –  na ja dachte ich mir, aber im Buddhismus bekommt man ja auch ein Loch im Kopf.  (…)

Als letzten Punkt des Tages kam es zur Neuausgiessung des heiligen Geistes, quasi der eigentliche Anziehungspunkt für Nichtchristen. Schwester Margaritha ist mit dem Charisma gesegnet, dass Menschen bei der Handauflegung und Segnung zu Boden sinken und kurze Zeit im heiligen Geist ruhen. Dies geschah auch an diesem Tag und viele Menschen “gingen” zu Boden. Auch ich stellte mich in die Reihe, aber ausser einem schönen Gefühl passierte nichts.“

Damit bestätigt ein begeisterter Anhänger ungewollt die ernsten Beanstandungen von kritischer Seite, daß dort nämlich Menschen wie in Trance nach rückwärts kippen, nachdem Sr. Margaritha V. sie per Handauflegung „gesegnet“ hatte.

Dieses irrgeistige Phänomen war ein wesentlicher Kritikpunkt in den Gutachten von Prof. Dr. Aloysius Winter, die zum kirchlichen Entzug des Titels „katholisch“ führten.

Der erlebnishungrige Charismatiker Dirk Winter schildert sodann,  daß seine Frau Bedenken bekam, denn „da fallen die Leute um“  –   das kam sogar ihr ziemlich sektenhaft vor.  –  Hierzu der weitere Bericht:

Oktober 2004, noch eine Woche bis zu den Exerzitien – meine Frau beginnt zu zweifeln: Soll ich wirklich dahin fahren? Ist das gut für mich? Da fallen die Leute um, evtl. ist das doch eine Sekte? Sind die wirklich katholisch?“

Seine Frau blieb zunächst skeptisch, doch er fuhr wieder nach Bad Soden-Salmünster:

„Am dritten Tag war abends Heilungsgebet und ich mußte weinen, da ich meiner Mutter vergeben konnte, dass sie zum Zeitpunkt, als ich Kind war, berufstätig sein mußte.

Ich hatte meine Augen geschlossen und plötzlich spürte ich auf meinem rechten Oberschenkel eine Hand und ich dachte, dass mein Stuhlnachbar mich trösten wolle. Nach einigen Minuten war ich doch verwundert, dass mein Nachbar die Hand nicht mehr wegnahm und so öffnete ich die Augen und zu meinem Erstaunen sah ich keine Hand, aber spürte sie weiterhin ganz deutlich.

Ich schloß die Augen und öffnete sie wieder, aber es änderte nichts – die Hand war da. In diesem Augenblick durchfuhr es mich wie einen Blitz und mir war klar, dass Jesus mir ein Zeichen gegeben hatte  –  und so fing ich erst recht tief ergriffen an zu weinen.  Dies war meine erste Berührung von Jesus und mein Weg zu ihm begann.

Am Schluß dieser ersten Exerzitien war dann wie auf den Gebetstagen die Neuausgiessung des heiligen Geistes und diesmal war es anders als vorher: Bevor die Schwester auch nur zwei Sätze sagen konnte, lag ich schon in den Armen der Helfer und auf dem Boden.“

Nun erhielt der Autor also den „Hammersegen“  (vermutlich von Sr. Valappila)   – er kippte nach hinten und lag sozusagen ohnmächtig auf dem Boden, wie das im „Haus Raphael“ massenhaft vorkommt. – Daß auch sonst allerlei „Wunderliches“ im „Evangelisationszentrum“ vorkommt, schreibt Dirk Winter selber, findet es aber offenbar ganz in Ordnung:

„Danach besuchten wir weiterhin die Gebetstage und bereits 6 Wochen später waren meine zweiten Exerzitien und im Januar des Folgejahres meine dritten. Bevor ich von meiner zweiten Berührung durch Jesus berichte, möchte ich noch vorausschicken, das ich im Haus Raphael immer wieder “Wunderliches” miterlebt habe, ob da eine Schwester aus Speyer berichtete, Mutter Maria zu sehen oder andere Teilnehmer in Zungen (Glosolalie) redeten  und und und…“

Nach einer weiteren „wundersamen Berührung durch Jesus“  waren wieder „Gebetstage“ in Bad Soden-Salmünster angesagt:

„Es verging kein Monat ohne Gebetstag und auch die nächsten Exerzitien wurden kurzfristig angesetzt. (Gott sei Dank, bin ich selbständig und hatte noch 700 Tage Resturlaub).“

Ob  bei den 700 (!) Tagen „Resturlaub“ vielleicht eine Null zuviel getippt wurde, sei dahingestellt     – aber recht viel Zeit scheint der Familienvater wohl zu haben, der nun allmählich mal eine kirchliche Trauung anpeilt:

„Natürlich fehlte in unsere Familie noch was ganz entscheidendes: Bereits im Dezember bei der Taufe unseres Sohnes hatten wir auch unseren Hochzeitstermin für den Juli nächsten Jahres festgelegt, um unsere Ehe auf Stein zu bauen. Wir waren zwar zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Jahre standesamtlich verheiratet, aber das zählte jetzt natürlich nicht mehr.“

Obgleich  sich also der charismatische Autor  – objektiv gesehen  – wegen „wilder Ehe“ im Stand schwerer Sünde befand (seinen subjektiven Seelenzustand kann allein Gott beurteilen), erfuhr er ein „wundersames“ Erlebnis nach dem anderen, auch kurz vor seiner kirchlichen Trauung ging es noch einmal richtig rund, denn er erlebte das in schwarmgeistigen Kreisen durchaus bekannte, sog. „Lachen im Geist“:

„So war es also im Juli 2005 soweit, dass wir uns das Sakrament der Ehe spenden wollten und Gottes Plan wollte es so, dass eine Woche zuvor wieder ein Gebetstag in Bad Soden stattfand.

Natürlich fuhren wir da auch wieder gemeinsam hin, allerdings war dieser Gebetstag natürlich schon anders als der erste und mehr geprägt von “Routine” als von Aufregung. Es war ja schon unser neunter oder zehnter Gebetstag und 1 Woche später war schließlich der Hochzeitstermin und da waren doch einige andere Gedanken im Spiel und nicht: Was passiert heute Außergewöhnliches?

Aber genau dann, wenn wir Menschen es nicht erwarten, handelt Gott besonders intensiv und direkt  –  so geschah es! Wie an jedem Gebetstag war von 10.30 Uhr bis 11 Uhr Kaffeepause und danach ging es direkt weiter mit dem eucharistischen Segen, in dem der Priester durch die Reihen ging.

Auch an diesem Tag kniete ich nieder und schaute zur Monstranz. Nachdem der Priester wenige Meter zurückgelegt hatte, begann es in der Mitte meines Körpers etwa um den Bauchnabel herum zu lachen. Es war seltsam, ich lachte im Bauch, aber nicht im Kopf !?!

Dieses Lachen veränderte sich immer mehr in eine Welle; die begann; meinen ganzen Körper zu durchströmen und fühlte sich immer mehr an wie elektrischer Strom.

Nach kurzer Zeit konnte ich dann meinen ganzen Körper spüren vom Nagel meines kleinen Zeh’s bis zu jeder einzelnen Haarspitze.

Als dann der Priester mit der Monstranz nur noch wenige Meter von mir entfernt waren, wurde ich von dem inneren Druck derart überwältigt; dass ich nicht mehr knien konnte, sondern mich auf den Boden kauernd hinwarf und mit aller mir zur Verfügung stehenden körperlichen Kraft gegen diese innere Bewegung andrückte.

Ich dachte, jeden Augenblick explodiert eine Bombe in mir und ich “fliege” in tausend kleine Stücke auseinander.

Dieser “Augenblick“,  der ca. 10 bis 20 Min andauerte, war zugleich unglaublich schmerzhaft und unglaublich schön. Beide Dinge waren parallel und doch separat zu spüren, zu erfahren, einfach da!

Nachdem ich mich wieder hinknien und aufrichten konnte und meine Hände erhob beobachtete ich, wie meine Haut sich fast einen halben Zentimeter wellenförmig anhob und erzitterte.

Mit dieser dritten Berührung hat mir Jesus alle Glaubenszweifel genommen und auch Satan und mein Verstand können dies nicht mehr wegreden.

Der Moment ist nicht in Worte zufassen und auch nicht menschlich erklärbar. Halleluja – Jesus lebt.

Unsere Hochzeit fand unter dem Motto “Eingeladen zum Fest des Glaubens” statt. Die Gnaden, die Jesus schenkt, sind für uns Menschen unfassbar.“

Daß zu den „Gnaden, die Jesus schenkt“, auch das „Lachen im Bauchnabel“ gehören soll sowie ein „Durchströmen wie elektrischer Strom“ und ähnliche  – gelinde gesagt – merkwürdige Manifestationen, ist wohl ganz neu und weder in der Heiligen Schrift noch in der kirchlichen Lehre „auffindbar“.

Doch bekanntlich verfügt die charismatische Szene über einen direkten Draht zum „Heiligen Geist“  – oder was sie dafür hält. Daß der wirkliche Geist Gottes keine derartig irrgeistigen Phänomene hervorruft, versteht sich für jeden nüchternen Christen von selbst.

Hier der Quellen-Link zum vollständigen Original-Bericht:  http://www.evangelisation-heute.de/index.php?option=com_content&view=article&id=107:die-gnade-gottes&catid=41:zitate&Itemid=107

 
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster
Kontakt: felizitas.kueble@web.de

Botschaften des Himmels?

Info-Broschüre über Charismatik und Falschmystik

Im Frühjahr 2008 erschien im Münsteraner KOMM-MIT-Jugend-Verlag die 52-seitige, großformatige (DIN-A-4) Info-Broschüre “Botschaften des Himmels?”  mit dem Untertitel “Charismatik und Falschmystik unter der Lupe”.

Diese fundierte Schrift, die vor allem von Theologen, Priestern und Wallfahrtsleitern bestellt wurde, befaßt sich mit grundsätzlichen Fragen zum Bereich Marienverehrung, Mystik, Charismatik, Erscheinungen  – aber auch kritisch mit einzelnen Themen, die vielen Gläubigen auf den Fingern brennen, darunter:

Endzeitpanik
Endzeitschwärmerei
Heroldsbach
Medjugorje
La Salette
Montichiari (Rosa Mystica)
Psychotechniken
Charismatische Praktiken (“Ruhen im Geist” etc)
Biblische Warnungen vor falschen Propheten etc.

Wer interessiert ist und diese Broschüre lesen bzw. gezielt weitergeben möchte, kann sie für nur  5,95 € einschließlich Versandkosten beziehen bei:   KOMM-MIT-Verlag, 48167 Münster, Schlesienstr. 32, Tel. 0251-615151, Fax 0251-614020, Mail: Felizitas.kueble@web.de

 

 

 


Moderne Schwarmgeisterei unter der Lupe

Von Pfr. Winfried Pietrek

Ein Schwarmgeist ist ein Christ, für den Gefühlserlebnisse in seinem religiösen Leben an erster Stelle stehen. Es geht ihm – vielleicht unbewusst – zuerst um das Glaubens-Erlebnis, danach erst um die Glaubenslehre. Christus hat zwar gefordert, Gott aus unserem ganzen Gemüt zu lieben, doch entscheidend im Glaubensleben sind Verstand und Wille   –  gemeinsam mit dem Herzen, dem innersten Kern jeder Person.

Wenn also zum Beispiel ein charismatischer Visionär behauptet, es sei ihm von Gott das Leitwort Jesu für Petrus geoffenbart worden: „Vertraue dich deinen Gefühlen an!“, dann ist das entweder Phantasie oder dämonische Täuschung.

Im Alltag begegnet wohl jedem Seelsorger die Schwarmgeisterei der „Charismatischen Bewegung“: „Das habe ich doch selbst erlebt!“ heißt es dann. Oder: „Das spüre ich in meinem Innern!“

Welche Folgen das Schwärmertum hat, erlebe ich als Seelsorger fast täglich: Da behaupten Katholiken, zu ihnen hätte ein Engel oder Maria oder Jesus oder der himmlische Vater ganz klar gesprochen – obwohl die angeblich geoffenbarten Worte der Glaubenslehre widersprechen, verführerisch sind oder der Eitelkeit schmeicheln.  Jakobskirche-Bamberg

Solche Offenbarungs-Erlebnisse hat z.B. der charismatische Wunderheiler Alan Ames, ein Laien-Segner, der die Welt durchreist und seine Bücher verkauft – Bücher, denen auch obiges Zitat („Vertraue dich deinen Gefühlen an!“) entstammt.

Viele, die bei den „Segnungen“ von Ames – oder bei der Handauflegung anderer charismatischer Wunderheiler – auf den Rücken gefallen sind, bleiben oft lange körperlich oder seelisch belastet und erleben nach anfänglichen Hochgefühlen später Depressionen oder andere psychische Störungen, so dass sie Hilfe beim Psychiater oder Exorzisten suchen müssen.

Manche aber schwören geradezu auf solche Erlebnisse, verteidigen sie begeistert, zäh, fast wie in einem Rausch, auch fanatisch. Ganz wesentlichen Einfluss auf die Verführten hat es, dass sie in charismatischen Veranstaltungen in die Massensuggestion einer begeisterten Gemeinde eintauchen, schwarmgeistige Predigten hören und dass ihr ganzer Körper, z.B. durch Hochwerfen der Arme und Wackeln mit den Händen, in die charismatische Segnungs-Veranstaltung einbezogen ist.

Konkret wird in manchen „Heilungs-Gottesdiensten“ bekannt gegeben, wie viele Krebs-Erkrankungen, Migräneanfälle, Schmerzen oder Lähmungen angeblich geheilt wurden – ohne dass diese „Wunder“ den kirchlichen Autoritäten zur Überprüfung gemeldet werden – wie es Rom doch längst fordert.

In meinem Archiv habe ich zahlreiche Berichte über charismatische „Heilungswunder“ gesammelt, die sich als ein durch Massensuggestion hervorgerufener Placebo-Effekt erklären lassen. Wie sorgfältig die Kirche Wunderheilungen überprüft, wird an Zahlen deutlich: In Lourdes z.B. sind nur 67 von 7000 gemeldeten Heilungen kirchlich anerkannt.

Es ist das Verdienst der Broschüre Wunderheilungen und ‚Ruhen im Geist’ (94 S., 3 €), daß es charismatische Heilungswunder und das sogenannte „Ruhen im Geist“ (Umfallen nach charismatischen Segnungen) unter die Lupe nimmt, solche Heilungen zuerst als natürlich bewirkt vorzustellen, z.B. als Placebo-Effekte, Hypnose oder Trance. Sie legt darüber hinaus aber auch überzeugend dar, dass diese Phänomene teilweise als okkult, also dämonisch bewirkt erklärt werden können.

Die Leiterin des charismatischen Evangelisations-Zentrums in Bad Soden, das sich übrigens seit 2004 nicht mehr “katholisch” nennen darf, die indische Schwester Margaritha Valappila fühlt sich nach eigenen Worten „zu Höherem berufen“ und lässt sich als „Begnadete“ ehren. Sie wirkt in einer großen Segnungs-Halle in Bad Soden und reist von dort in zahlreiche Städte, um Hunderten die Hände aufzulegen, wobei viele tranceartig umfallen – mancherorts auch der zuvor zelebrierende Priester.

Für viele Besucher sind dies handfeste Beweise für das Wirken des Heiligen Geistes, der angeblich in der so genannten Geisttaufe – der Handauflegung von Wunderheilern – durch das Rückwärtsfallen erfahrbar wird. Einer von vielen charismatischen Scheinheilern: James Manjackal. Schwarmgeister kommen von einer Begegnung mit ihm zurück und sind begeistert: „Der hat ja so eine Ausstrahlung!“

Wer sich auf charismatische „Begnadete“ fixiert hat, nicht zuletzt, weil diese Personen von Priestern begleitet werden, überschätzt – so erlebe ich es in der Seelsorgepraxis – seine subjektive Urteilsfähigkeit weit und ist oft argumentativ nicht mehr zu erreichen.

Er hat sich festgelegt, ist nicht bereit, sich korrigieren zu lassen, selbst wenn Familienbande zerreißen. Jedes Wort prallt an seinem Herzen ab: „Ich habe doch diese pure Heiligkeit selbst erlebt. Sie können gar nicht mitreden. Sie kennen diese(n) Begnadete(n) ja gar nicht persönlich! Gott wirkt, wie und wo er will. Sie sind ein Feind des Heiligen Geistes!“ wird mir dann vorgeworfen.

Die geistige Verblendung charismatisch Verführter ist geradezu erschreckend. Leichtgläubige und religiös wenig ausgebildete Personen werden nur zu oft durch Predigten und Bücher charismatischer Wunderheiler, z.B. von P. James Manjackal oder P. Joseph Vadakkel - in denen Irrlehren und Falschaussagen nachweisbar sind – in die Irre geführt. (Oft sind diese Bücher im Miriam-Verlag erschienen.)

Da die „charismatischen“ Segnungen (Charisma = Gnadengabe) seit den 1960er Jahren über die protestantischen Freikirchen in die katholische Kirche eingedrungen sind und Millionen erfasst haben, werden in der Broschüre Wunderheilungen und ‚Ruhen im Geist’ auch freikirchliche „Segner“ mit ihren Praktiken namentlich vorgestellt. Besonders interessant sind die vielen „Fall“-Berichte von persönlich Betroffenen. Hier einige Beispiele aus meiner Seelsorgepraxis:

Ich habe über viele Jahre Erfahrungen mit dem Rückwärtsfallen bei katholischen charismatischen Exerzitien gesammelt. Bei offenbar besessenen oder umsessenen Menschen war das Umfallen mit den schlimmsten Reaktionen verbunden, z.B. mit Erbrechen, tierischen Lauten, Krämpfen usw.“

Ein Priester, der das Evangelisations- Zentrum in Bad Soden aufsuchte, schildert mir: „Als ich nun partout nicht umfallen wollte, wurde vom Segnenden mit einem kräftigen Stoß nachgeholfen.“

Eine Frau berichtet von dort: „Nach dem charismatischen Segen durch Handauflegung dachte ich: ‚Ich werde bekloppt im Kopf.’ Ich konnte die Sünden hören, die mein Mann im Nebenraum dem Priester zuflüsterte.“

Eine andere Katholikin: „Während ich am Boden lag, hatte ich schöne Gefühle. Diese waren allerdings nicht von Dauer. Einigen anderen ging es wie mir.“

Ein junger Mann: „Beim zweiten Segen fiel ich wieder nach hinten, aber dieses Mal spürte ich keinen Frieden, sondern große Angst. Die negativen Gefühle steigerten sich. Total erschöpft stand ich auf… Als sich noch Depressionen einstellten und ich nahe daran war, mir das Leben zu nehmen, habe ich mich einem Priester anvertraut… Ich erholte mich langsam. Ich kann nur alle dringend warnen.“

Ein Priester schreibt mir: „Nach einem Besuch von Medjugorje bin ich in großer Gewissensnot… Zu meiner Überraschung sah ich (dort) viele von den Gläubigen umfallen… Manche fielen auf den Rücken mit lautem Schreien und wilden Gebärden.“

Ein letzter Briefauszug: “Seitdem ich mir von Sr. Margaritha die Hände auflegen ließ, fühle ich mich wie tot und meine linke Hand zittert. Vor allem beim Gebet erlebe ich dieses Zittern.“

Aus persönlichen Gesprächen mit Katholiken, die jahrelang an Sr. M. Valappilas Veranstaltungen teilgenommen haben, weiß ich, dass ganze Familien dadurch starke Belastungen und Ängste erfahren haben.

Betroffene verteidigen sich mit Bekehrungs-Erlebnissen. Doch es gehört zur Strategie des Bösen, mit „Erfolgen“ zu pokern. Wer aber erlebt, dass aus charismatischen Veranstaltungen Zurückkehrende jubeln: „Wir haben jetzt den Heiligen Geist!“, der wundert sich, mit welcher Selbstsicherheit und Heilsgewissheit von charismatischen Priestern und Laien das Sakrament der Firmung durch die sogenannte Geisttaufe ersetzt wird. Schon der Ausdruck „Geisttaufe“ zeigt, dass es dabei nicht um die Erneuerung des Firm-Gnade geht.

Bei solchen „Segnungen“ wird zugleich das Zeichen der Handauflegung missbraucht, das biblisch eindeutig der Spendung der Sakramente zugeordnet ist. Selbst der Weltkatechismus stellt fest: Je mehr aber „eine Segnung das kirchliche und sakramentale Leben betrifft, desto mehr ist ihr Vollzug dem geweihten Amt vorbehalten.“

Bereits 1989 verurteilte die Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger jene charismatische Verirrungen: „Die unechten Charismatiker des 4. Jahrhunderts identifizierten die Gnade des Heiligen Geistes mit der psychologischen Erfahrung seiner Gegenwart in der Seele. Heute scheinen sie (die Fehlformen) erneut Christen zu beeindrucken und sich ihnen als psychologisches oder geistliches Heilmittel oder zum raschen Verfahren, um Gott zu finden, zu empfehlen.“

Adelgunde Mertensacker verweist in ihrem genannten Büchlein u.a. auf die spanische Nonne Magdalena vom Kreuz (16. Jahrhundert), die in Verzückungen und Ekstasen fiel, in der Luft schwebte, die Wundmale trug und als Prophetin auftrat. Sie wurde vom ganzen Volk bis hin zum Kaiser begeistert verehrt. Priester und selbst Bischöfe holten sich ihren Rat. Als Rom den Fall auf Echtheit prüfte, gestand die „Heilige“, dass sie als junges Mädchen dem Teufel ihre Seele übergeben hatte, um von ihm die Gabe des Wunderwirkens zu erhalten. 38 Jahre lang war es dem Satan gelungen, selbst hohe kirchliche Amtsträger zu täuschen.

Ähnliches geschieht heute: Eine Seherin namens Anne verbreitet ihre Visionen über das Internet.Wann wird Rom endlich eingreifen, nachdem schon Millionen von Katholiken verführt sind?

Weitere Literatur zum Thema Schwarmgeisterei finden Sie bei: Christliche Mitte, Mail: info@christiche-mitte.de

Quelle: Mitteilungsblatt der Priesterbruderschaft St. Pius X.   – Juni-Ausgabe  2011 (S. 34-37)

Das charismatische “Haus Raphael” ist keine katholische Einrichtung

Vatikanischer bzw. bischöflicher Entzug des Titels “katholisch”

Nach Kanon 216 und 330 des Kirchenrechts (CIC) darf sich ohne die Zustimmung der zuständigen kirchlichen Autorität keine Organisation “katholisch” nennen. Eine Anerkennung als “katholischer” Verein kann auch wieder aberkannt werden. bildma1

1. Dies geschah Anfang Mai 2011, als der Vatikan der “Weltunion der katholischen Presse (UICP)” untersagte, sich weiter katholisch zu nennen. Bei der jüngsten Vollversammlung der UICP in Birkina Faso waren noch 1000 Teilnehmer aus allen Kontinenten und 455 Journalisten angereist. Der Vatikan wirft dem Verband mangelnde Transparenz und undurchsichtige Kommunikation vor.

2. Mit einem Schreiben vom 4. Mai 2011 wendet sich Offizialatsrat Janson von der Abteilung Kirchenrecht der Diözese Fulda an den CM-Kurier, um mitzuteilen, “daß es sich beim “Haus St. Raphael” in Bad Soden-Salmünster um keine Einrichtung der katholischen Kirche handelt”.

Das “Haus Raphael” wurde von der indischen Ordensfrau Margaretha Valappila gegründet und wird bis heute von ihr geleitet.

Weiter stellt die Bistumsleitung Fulda in dem Schreiben fest:

“Das Haus St. Raphael ist aus einer privaten Initiative entstanden… Eine Anerkennung der zuständigen kirchlichen Autorität liegt nicht vor. Es ist daher irreführend, wenn das Haus St. Raphael als ein ‘katholisches Evangelisationszentrum’ bezeichnet wird.”

Da bei Besuchern von charismatischen “Heilungsgottesdiensten”, Gebets- und Einkehrtagen dieses Evangelisationszentrums in Bad Soden-Salmünster immer häufiger psychische und religiöse Schädigungen auftreten, weist Sr. M. Valappila sogar selber in ihrer Webseite darauf hin, daß kranke Menschen dort nicht willkommen sind.

Wörtlich heißt es: “Personen, die psychisch krank sind und deshalb Medikamente nehmen, sollen bitte nicht teilnehmen” (www.haus raphael-ke.de).

Wirkt der für “Heilungen” so gerne in Anspruch genommene  HEILIGE GEIST etwa nur an gesunden Personen?

Quelle:  Juni-Ausgabe (2011) des  Kuriers der Christlichen Mitte


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