Wir trauern um einen Freund: Pfarrer Veremund Schwarz beim Baden ertrunken

Von Felizitas Küble

Wie Radio und Zeitungen in der oberschwäbischen Region berichtet haben und wie wir von Angehörigen aus dem Süden erfuhren, ist unser guter Freund, der pensionierte Geistliche Veremund Schwarz (siehe Foto), am vergangenen Samstagmorgen beim Baden im Hoßkircher See ertrunken.  484877_1_article660x420_484877_1_org_B82786927Z_1_20120109181355_000_GCEN0J5U_2_0_JPG

Der auch im Alter von 82 Jahren noch recht sportliche Pfarrer kam von einer Schwimmrunde nicht mehr zurück.

Mehrere Rettungsdienste, Feuerwehr, THW, DLRG und Polizei suchten den See zunächst ergebnislos nach der Leiche des Priesters ab, bis sie diese am heutigen Montag, den 21. Juli, entdeckten. Der Leichnam trieb auf der Oberfläche des Gewässers und wurde um ca 8 Uhr frühmorgens geborgen.

Vor seinem Ruhestand wirkte der 1931 in Ebingen geborene Geistliche als Pfarrer im Marienwallfahrtsort Bergatreute (Landkreis Ravensburg); danach zog es ihn zuerst nach Unterwaldhausen, danach ins ebenfalls oberschwäbische Altshausen. Dort wohnte Pfarrer Schwarz im Haus der freundlichen Maria Roth, seiner jahrzehntelangen patenten Haushälterin.

Im nächsten Jahr hätte er sein 60-jähriges Priesterjubiläum feiern können:

Am 16. Juli 1955 wurde er in Rot an der Rot zum Priester geweiht. Er war zehn Jahre lang Vikar und Kaplan in Eßlingen und Stuttgart, danach Pfarrer in Gerabronn, Ludwigsburg, Königseggwald, Riedlingen und Bergatreute. afc127c26a

Unser Christoferuswerk verliert mit diesem Priester einen guten Freund und Unterstützer, der uns auch durch seine Briefe immer wieder ermutigte.

Auch sein steter Humor und seine frohe Gelassenheit haben uns und viele Menschen in seinem Umfeld beeindruckt.

So freute er sich zB. in einem seiner Briefe an uns, daß er “immer noch gesund und fit” sei, “wenn auch mit kleinen Macken”.

Ein andermal schrieb der Ruhestandspfarrer, der seelsorglich nach wie vor aktiv war: “Arbeit habe ich hinreichend. Aber so fühlt man sich nicht als altes Eisen, das zur Entsorgung vor die Tür gestellt ist.” 

In einem  Weihnachtsbrief teilte er mit: “Es geht mir weiterhin sehr gut. Aufstehen um 6 Uhr, außer dreimal die Woche um 5,10 Uhr, wenn ich in Zußdorf schon um 6,30 Uhr Gottesdienst habe.” (Zußdorf war eine frühere Wirkungsstätte von Pfr. Schwarz.) - Er fügte hinzu: “Außer einer täglichen Hl. Messe sind es über den Sonntag stets drei Gottesdienste an verschiedenen Orten. Das erhält jung und frisch.”

Auch sportlich war der Priester sehr munter und berichtete uns, daß er im Sommer regelmäßig im See badet und im Winter im Thermalbad 1000 m schwimmt. Zudem wanderte er gerne und ging in die Berge, mitunter begleitet von jüngeren Pfarrern.

Zuletzt erhielt ich von Pfr. Schwarz am 29. April dieses Jahres ein Schreiben, das sich auf unser  –  im Dominus-Verlag erschienenes  –  Konvertiten-Buch “Endlich zuhause –  Mein Weg zur Kirche” (siehe Foto) bezieht. Jordan_10-100

Darin beschreibt der junge Kirchenhistoriker Jordan seinen bewegten Lebens- und Glaubensweg, der ihn über viele Wege und Umwege hin zur katholischen Kirche führte; zugleich befaßt sich der Schriftsteller skeptisch mit erscheinungsfixierten und mit schwarmgeistigen Phänomenen.

Er betont, daß der katholische Glaube nicht auf Privatoffenbarungen beruht, sondern auf der Heiligen Schrift und dem Lehramt der Kirche.

Hierzu schreibt uns Pfarrer Schwarz: 

“Ich lese derzeit Ihr Interview mit Volker Jordan. Ich staune über Ihr kirchliches und theologisches Wissen. Vor allem hat mir Ihre Einstellung zu Medjugorje und zur charismatischen Bewegung in der katholischen Kirche gefallen, ebenso Ihre kritischen Äußerungen über Kardinal Schönborn. Interessant ist auch das breite Wissen von Volker Jordan. Dieses Buch kann man mit Interesse lesen, ohne dabei zu ermüden.”

Wir beten für den freundlichen Geistlichen, daß der himmlische Vater ihn in sein herrliches Reich aufnehme: “HERR, gib ihm die ewige Freude  –   und das ewige Licht leuchte ihm!”

Die Totenandacht für Pfr. Schwarz ist am Freitag, den 25. Juli, um 19 Uhr, das Requiem (Totenmesse) am Samstag, den 26. Juli um 9,30 Uhr, beides in der Pfarr- und Schloßkirche St. Michael in Altshausen.

Die Beisetzung des Verstorbenen erfolgt um 11 Uhr auf dem Friedhof von Fleischwangen. Alle Trauergäste sind danach zu einem “Ostermahl” in die Festhalle in Fleischwangen eingeladen.

Weitere Infos über das erwähnte Jordan-Buch: http://charismatismus.wordpress.com/category/konvertit-volker-jordan/

 


US-Reporterin Megan Alexander: “Bis zur Hochzeit lebte ich enthaltsam”

Die US-amerikanische TV-Reporterin und New-York-Korrespondentin Megan Alexander erklärte dem TV-Kanal «Fox News»:

“Ich habe Jesus als meinen Herrn und Erlöser angenommen, als ich die 7. Klasse besuchte.”  –  Zudem habe sie beschlossen, bis zur Ehe sexuell abstinent zu leben.  full5

Sie wolle, dass die Leute wissen, “dass es okay ist, mit Sex zu warten, wenn man es will.”  – Ihre Entscheidung steht im Kontrast mit den öffentlichen «Sexkapaden» der Medien- und Unterhaltungsindustrie.

Frau Alexander begann mit ihrer Arbeit bei «Inside Edition» im Jahr 2007, im Jahr darauf heiratete sie ihren Mann. Sie hätten sich Grenzen in der Beziehung gesetzt und sich darin unterstützt.

Einer der Gründe dafür sei gewesen, dass junge Menschen leider oft “für sich selbst und nicht füreinander leben, und dann wundern wir uns noch, warum es so viele zerbrochene Familien in unserer Kultur gibt.”

Sich Ziele setzen und einen Partner zu haben, der die gleiche Sicht hat, helfe sehr. Daran müsse man aber auch arbeiten: “Mein Mann und ich sprechen regelmässig mit einem Pastor. Gleich wie man wegen der Gesundheit zum Arzt geht, braucht auch die Ehe von Zeit zu Zeit einen Check.”

Den Unverheirateten erklärt sie: “Es ist nie zu früh, sich auf die künftige Hochzeit vorzubereiten. Sei dir deinen Wert bewusst und behandle deinen Körper wie einen Tempel.” – Frauen empfiehlt sie, ihre Kurven zu bedecken, so dass die Jungs zuerst ihr Denken und ihre Seele kennenlernen können. 

Quelle: http://www.jesus.ch/themen/people/255562-tvreporterin_warum_ich_bis_zur_hochzeit_mit_sex_gewartet_habe.html

Foto: http://www.meganalexander.com/


Neue Ausstellung zu Hildegard von Bingen ab 5.9.: “Eine faszinierende Heilige”

Facetten der Kirchenlehrerin aus dem Hochmittelalter

Hildegard von Bingen ist eine große Gestalt der Kirchengeschichte. Ihre Schriften, Kompositionen und ihr visionär-theologisches Werk sind bis heute aktuell. Boppard-Severus-DSC_0344

„Die Auseinandersetzung mit dieser faszinierenden Frau und mit ihrer zeitlosen Theologie lohnt sich”, erklärt Johannes Oberbandscheid, Leiter des Diözesanbildungswerks Limburg.

Gemeinsam mit der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Rüdesheim hat das Diözesanbildungswerk die Ausstellung „Hildegard von Bingen” erstellt. Insgesamt 15 Tafeln geben einen Einblick in die Vielfalt des Wirkens der hl. Hildegard.

Präsentiert werden auch Textpassagen aus dem umfangreichen Werk der Ordensfrau. Ihre Aussagen werden vielmehr ergänzt mit Statements von bekannten Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft.

Dadurch wird deutlich, welche Impulse diese Äbtissin noch heute zu geben vermag.

Die neue Ausstellung kann ab sofort reserviert werden. Zum ersten Mal zu sehen ist sie am 5. September bei der offiziellen Eröffnung in der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen.

Weitere Infos gibts bei der Katholischen Erwachsenenbildung, Domplatz 3 in 60311 Frankfurt, Tel.: 069/8008718450, Mail: keb.dioezesanbildungswerk@bistumlimburg.de

Quelle: Bistum Limburg / Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 

 


USA: Eine ungläubige feministische Lesbe findet zu Jesus Christus

Die US-Amerikanerin Rosaria Butterfields war eine überzeugte Lesbe und verachtete Christen, aber durch die Freundlichkeit von Gläubigen fand sie zu Gott und zu biblischen Lebensgrundsätzen:

“Das Thema Religion war für mich immer ein rotes Tuch. Es nervte mich, wenn ich mich mit Christen unterhielt und sie bei jeder Gelegenheit Bibelverse zitierten. christus

Der christliche Glaube war für mich reine Provokation, ich verabscheute diese konservative Denkweise  – und dies nicht ohne Grund, denn ich war eine feministische Lesbe und wollte mir von niemandem sagen lassen, wie ich zu leben habe.

Um Argumente gegen Christen zu sammeln, fing ich an, die mir verhasste Bibel zu lesen. Einmal schrieb ich einen ketzerischen Artikel gegen drei Dinge, die mir zuwider waren: Jesus, die Republikaner-Parteo und das Patriarchat.

Die Reaktion darauf war enorm, nur ein Brief fiel aus der Reihe. Es waren liebevolle und zugleich herausfordernde Worte eines evangelischen Pfarrers. Er fragte, wie ich zu meiner Sichtweise gekommen sei, woher ich wisse, dass ich Recht habe und ob ich an Gott glaube. Er ging nicht weiter auf meinen Artikel ein, sondern ermutigte mich, meine Theorien zu hinterfragen.

Wenig später luden er und seine Frau mich zum Abendessen ein und es passierte etwas völlig Unerwartetes: Wir wurden Freunde.

Ich las weiter in der Heiligen Schrift und war mir plötzlich nicht mehr sicher, ob die Bibel nicht doch wahr ist und ob Jesus nicht doch auferstanden ist. Ich kämpfte gegen diese Gedanken an, doch es gelang mir nicht. Irgendwann fing ich an, mit Ken und Floy in den Gottesdienst zu gehen.

Ich spürte sehr wohl, dass ich anders war. Aber war mein homosexueller Lebensstil wirklich Sünde? Ich wollte nicht blind an etwas glauben, ohne es zu verstehen. Nur war ich mir nicht sicher, ob ich Gottes Sicht darauf verstehen wollte. Es stand ja mein ganzes Leben auf dem Spiel. P1020947

Eines Abends betete ich, dass Gott mir die Wahrheit zeigen und mir helfen möge, damit umzugehen. Ich betete die ganze Nacht und dann wagte ich den Blick in mein Herz. Ich fragte mich: Bin ich wirklich eine Lesbe? Oder habe ich eine falsche Identität angenommen? Wer bin ich wirklich? Wer bin ich in Gottes Augen?

Und dann kam der Tag, an dem ich mich für Jesus Christus entschied. Es war keine leichte und keine heldenhafte Entscheidung. Ich kam mit leeren Händen und einem sehr zaghaften Glauben. Ich wollte mein Leben und das, was ich liebte, nicht verlieren.

Aber ich dachte: Wenn Jesus den Tod besiegt hat, dann soll er auch mein Leben in seinen Händen halten. Mit meiner Entscheidung für Gott kam ein tiefer Friede, als würde Gott ein hoffnungsvolles Liebeslied in die Trümmer meiner Situation singen und mich einhüllen in seinen tiefen Trost. Heute bin ich mit einem Mann verheiratet und bin Mutter geworden.  

Vollständiger Text hier: http://www.jesus.ch/themen/people/erlebt/255630-jesus_hat_mein_leben_umgekrempelt.html
Autor: Miriam Hinrichs  / Quelle: Christianity today

Der Leipziger Künstler Michael Triegel ließ sich taufen: “Ich suchte das Geheimnis”

Unter dem Titel “Michael Triegel: Das hat mich gepackt” berichtet DIE ZEIT online am 15. Mai 2014 über den bekannten Künstler Michael Triegel, der vor vier Jahren ein Porträt von Benedikt XVI. malen durfte. Damals schlagzeilte die Presse erstaunt: “Atheist malt Papst”.

Das liberale Wochenblatt bzw. deren Redakteurin Anne Hähnig führte mit dem neugetauften Künstler, der schon mehrere katholische Altäre gestaltete und von jeher biblische Motive liebte, nun ein ausführliches Interview. Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2

Obwohl ungläubig, zumindest skeptisch, war der Künstler aus Leipzig seit vielen Jahren ein Suchender; jemand, der von einer “großen Sehnsucht nach dem Geheimnis” über das bloß Weltliche hinaus geprägt wurde; ein Agnostiker, der eigentlich gerne glauben wollte, aber zunächst nicht konnte:

“Ich bin auf der Suche nach dem Geheimnis, einer Wahrheit jenseits dessen, was wir in Worte fassen können.”

Nun wurde Michael Triegel während der Osternacht in der Dresdner Hofkirche durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen.

Auf diesen Weg wurde er auch durch Exerzitien hingeführt, vor allem durch gründliches Studium der Heiligen Schrift, wie er im Gespräch mit der ZEIT berichtet.

Während ihn zunächst an ader katholischen Kirche vor allem das Glanzvolle und äußerlich Eindrucksvolle ansprach, was bei einem Künstler wenig erstaunt, war es letztlich die Schlichtheit des Glaubens, ja die Unbeholfenheit einer unscheinbaren hl. Messe, die ihn ergriff:

“Um zu sehen, wie ein Gottesdienst in Rom abläuft, besuchte ich dort zuvor eine kleine Kirche. Es saßen rührend wenige Menschen auf den Bänken, vielleicht acht oder neun. Der Priester am Altar suchte verzweifelt nach der richtigen Stelle im Messbuch, und als er sie endlich hatte, las er in einem radebrechend schlechten Italienisch daraus vor. Das alles war so rührend, dass es mich beruhigt hat. Das war die Kirche, die ich suchte: nicht perfekt, aber wahrhaftig.”

Über seine Taufe berichtet der 45-Jährige im ZEIT-Interview:
“Das war ein großartiger Augenblick. Die Osternacht hat ja eine wunderbare Dramaturgie. Erst ist die Kirche ganz dunkel, dann kommt der Priester mit der Osterkerze herein. Was mich dann doch wie Paulus umgehauen hat, war die Kommunion. Ich wusste für einen kurzen Moment gar nicht mehr, wo ich gerade bin.”
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An Papst Benedikt faszinieren ihn seine Persönlichkeit und vor allem seine Bücher, auch die stete Betonung, daß sich Glaube und Vernunft nicht widersprechen: “Für mich war das der Knackpunkt”, erklärt er hierzu.
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Vollständiges Interview siehe hier: http://www.zeit.de/2014/21/michael-triegel-papst-benedikt-portraet/komplettansicht
Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Carlo Acutis: ein glaubensstarker italienischer Junge auf dem Weg zur Seligsprechung

Von Pfarrer Edmund Dillinger

Wenn wir mit offenen Augen durch unsere Zeit gehen, sehen wir, dass unsere Kirchen immer leerer werden. Besonders Jugendliche fehlen weitgehend in unseren Gottesdiensten.

Die großen Zusammenkünfte beim Weltjugendtag, beim Prayer-Festival oder bei Treffen von “Jugend 2000″ sind zwar erfreuliche Ausnahmen, aber wir müssen erkennen, dass die junge Generation immer mehr den Kontakt zu den Glaubenswahrheiten verliert, die uns allein den Sinn des Lebens lehren. carlo_acutis_la_vita_oltre_il_confine

Wir hören täglich von vielerlei Abwegen bei Jugendlichen: Gewalttaten, Koma-Saufen, Drogenkonsum, Überfälle etc. Immer mehr junge Menschen leiden unter Depressionen oder machen ihrem Leben gewaltsam ein Ende.

In meiner Heimat hatte sich vor kurzem ein 23-Jähriger mit einer Kette an einen Baum gefesselt und sich angezündet. Er wurde total verkohlt gefunden. Er kam mit seinem Leben nicht mehr zurecht.

Besonders gefährlich für unsere Jugendlichen ist das sogenannte “Komasaufen”, das auf einen Mangel an Lebenssinn hinweist.

Die Presse berichtet, dass im Jahre 2012 bundesweit 26.673 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden; täglich sind das etwa 7o Heranwachsende.

Die größte Gruppe der alkoholbedingten Krankenhauspatienten sind die 15 bis 22- jährigen Jugendlichen. Die Zahlen haben sich in den letzten 12 Jahren mehr als verdreifacht. Laut dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung geben 14% der 12- bis 17-Jährigen an, regelmäßig Alkohol zu trinken.

In Anbetracht dieser Tatsachen müssen wir uns fragen: Was kann hier Abhilfe schaffen?

Der italienische Jugendliche Carlo Acutis ist ein vorbildliches Gegenbeispiel für uns und unsere Jugend, denn er gibt eindrucksvoll Zeugnis davon, wie wir in der Nähe zu Gott ein frohes und glückliches Leben gestalten können, auch wenn Not, Krankheit und vermeintliche Sinnlosigkeit schwer auf uns lasten.

Carlo Acutis war das Kind italienischer Eltern, die in London arbeiteten. Er wurde dort 1991 geboren und getauft, aber schon einige Monate später zogen seine Eltern wieder zurück nach Mailand.

Carlo Acutis starb im Alter von 15 Jahren an einer schweren Leukämie. Bei allen, die ihn kannten, hat er eine große Bewunderung erweckt, denn er hat in seinem kurzen Leben ein wirklich authentisches Zeugnis christlichen Lebenswandels hinterlassen. Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2

Für seine Kameraden, seine Mitschüler, aber auch für seine Lehrer war er ein bewundernswerter Mensch. Seine tägliche Lebensführung war geprägt von einer großen Liebe zu Christus, der besonders im Sakrament der Eucharistie unter uns gegenwärtig ist.

Carlo betete täglich  –  für einen Jugendlichen unserer heutigen Zeit fast ein Wunder  –  den Rosenkranz und besuchte die heilige Messe. Er pflegte eine besondere Verehrung zur Gottesmutter Maria. Das alles hat ihn zu einem Jugendlichen geformt, der von den Menschen seiner Umgebung geliebt und geschätzt wurde.

In Rom habe ich in vielen Kirchen das Bild und eine kurze Lebensbeschreibung von Carlo gefunden. Beim Lesen der kurzen Notizen und beim Betrachten seines Bildes habe ich eine solche Begeisterung über einen beispielhaften Jugendlichen empfunden, dass ich den Entschluss fasste, ihn auch in Deutschland in den neuen geistlichen Jugendbewegungen  bekannt zu machen.

Ich schrieb an seine Mutter in Mailand von meinem Vorhaben und sie schickte mir ein Buch über das Leben von Carlos. Bis jetzt sind drei Bücher über ihn erschienen, aber nur in italienischer Sprache.

Seine Eltern sind Andreas und Antonia Acutis, eine zutiefst christliche Familie. Am 18. Mai wurde er in der Kirche „Our Lady of Dolo011_7Aurs“ in London getauft, die der Madonna von Fatima geweiht ist. Dies scheint die große Verehrung vorauszunehmen, die der Junge zum makellosen Herzens Mariens entwickelte.

Im September 1991 kehrte die Familie aus wirtschaftlichen Gründen nach Italien zurück und wohnte in Mailand. Der heranwachsende Junge war sehr begabt für Informatik, so dass sowohl Freunde wie auch Informatik-Ingenieure ihn schon in jungen Jahren als Genie in diesem Fachbereich betrachteten.

Seine Interessen richteten sich auf Computer-Programmierung, Filmmontagen und Webseiten. Durch seine schwere Krankheit, die er in großem Gottvertrauen ertrug, starb er am 12. Oktober 2oo6 in Monza und wurde auf dem Friedhof in Assisi begraben.

Natürlich fragen sich viele Menschen, wieso der liebende Gott einen solchen Jugendlichen so früh sterben lässt. Aber in seinem kurzen Leben –  so schreibt der Verfasser des Lebenszeugnisses von Carlo –  ist er für uns zu einem “Strahl der Sonne” geworden. Seit seinem Tod kommen täglich Zeugnisse von Menschen aus aller Welt, die von seinem Lebensbeispiel begeistert sind und es nachzuahmen versuchen.

Dieser gläubige Junge aus dem Bistum Mailand war glaubensstark und großherzig, denn kurz vor seinem Tod opferte er alle Schmerzen seiner Krankheit fürbittend für den Papst und die ganze Kirche auf. abtei-ettal-startseite_01

Er wurde von der vatikanischen Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen zum “Diener Gottes” ernannt. Im Jahre 2012 hat der Erzbischof von Mailand das Verfahren zur Seligsprechung eingeleitet. Man kann diesem “Diener Gottes” im Gebet Anliegen vortragen und um seine Fürsprache bitten.

Gebetserhörungen melde man an die Postulatorin beim Generalvikariat des Erzbistums Mailand:

Dr. Francesca Consolini (Ufficio delle Cause dei Santi della Diocesi di Milano) Piazza Duomo 16, I – 20122 Milano Italia.

Kontakt kann man auch aufnehmen über einen religiösen Verein in Mailand, der sich um die Bekanntmachung seines vorbildlichen Lebens kümmert: Associazione Amici di Carlo Acutis, Via Ariosto 21, I- 20145 Milano (Italia).
Man kann auch in deutscher Sprache dorthin schreiben.

Mit folgendem Gebet kann man die Fürbitte von Carlo Acutis erflehen:

Allmächtiger Gott, unsere heutige Jugend hat es schwer, den christlichen Glauben in der Öffentlichkeit zu leben. In dem Jugendlichen Carlo Acutis hast Du uns ein Vorbild gegeben, wie wir im Vertrauen auf deine Hilfe Zeugnis von deiner Gegenwart vor unseren Freunden ablegen und so zur Verkündigung Deiner Frohen Botschaft beitragen können.
Führe uns zur gläubigen Anbetung der Eucharistie, zur aktiven Mitfeier des hl. Messopfers, zur liebenden Verehrung der Gottesmutter Maria und zur Befolgung Deiner Gebote. Lass uns so auf die Fürsprache des Dieners Carlo Acutis den wahren Sinn unseres Lebens finden. Amen.

Beim Autor dieses Artikels kann ein Gebetsbildchen mit dem Fürbitt-Gebet angefordert werden:
Pfarrer Edmund Dillinger, Saarbrücker-Straße 18 in 66299 Friedrichsthal

Quelle des Buchtitels: http://www.francescoocchetta.it/wordpress/?p=43

 


Indien: Katholischer Pfarrer Abhi holt Kinder und Jugendliche von der Straße

Über fünfzig Kinder wurden im indischen Staat Uttar Pradesh von einem einheimischen katholischen Priester gerettet, der sich um Minderjährige kümmert, die entlang der Bahngleise nach Lebensmitteln und Unterschlupf suchen. foto 31.5.2010a - Kopie

Pfarrer Abhi gründete zusammen mit der katholischen Ordenschwester Manju die Organisation „Drug Abuse Resistance Education (Dare)“, die Minderjährige auf dem Weg zurück in ein normales Leben begleitet und sich darum bemüht, dass sie zu ihren Familien zurückkehren und die Schule besuchen.

Nach Angaben des katholischen Geistlichen leben hunderte Kinder und Jugendliche in den Bahnhöfen der Stadt Varanasi, wo täglich rund 200 Züge und Tausende Passagiere Halt machen.

“In den frühen Morgenstunden”, so Pfarrer Abhi, “begegnet man in diesen Bahnhöfen vielen Kindern, die Plastik sammeln und es für 40 Rupie pro Kilo verkaufen. In unserem Dare-Heim werden derzeit insgesamt 26 Kinder und Jugendliche betreut, die zur Schule gehen und medizinisch versorgt werden, was auf der Straße nicht der Fall war. Insgesamt 53 Minderjährige konnten wir bereits zu ihren Familien zurückführen”.

Quelle: Fidesdienst


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