Die “Malachias-Prophezeiungen” und der Mythos um einen künftigen Papst “Petrus Romanus”

Derzeit wird nicht nur in traditionellen oder erscheinungsbewegten Kreisen über die rätselhaft erscheinenden “Papst-Weissagungen” des Bischofs Malachias diskutiert; selbst das Hamburger Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” nahm sich jetzt des Themas an und titelte: “Der Nächste soll der Letzte sein”.

Der “Kölner Stadtanzeiger” ließ seine Leser sogar wissen: “Einer Prophezeiung zufolge steht das Ende des Papsttums unmittelbar bevor  –  und damit auch der Untergang der Welt”.

Bereits im vorigen Jahr sorgte der heidnische “Maya-Kalender” für Schlagzeilen auch im weltlichen Blätterwald, soll jene Weissagung doch für Ende 2012 den Weltuntergang angekündigt haben (in Wirklichkeit ging es bei jenem Maya-Text lediglich um das Ende einer Epoche).

Nun kommt mancherorts erneut Endzeitstimmung auf, allerdings bezogen auf jene “Malachias-Prophezeiungen”, denen zufolge nun der letzte Papst gewählt würde, der dort als “Petrus, der Römer” bezeichnet wird, mitunter auch “Petrus II.” genannt.   qqKLfd77n55SDamit würde der letzte Papst den Namen des ersten tragen und sich somit gleichsam der “Kreis schließen”, was durchaus interessant und “überzeugend” wirkt.

Jenem Mythos zufolge seien dem hl. Malachias in einer Vision alle zukünftigen Päpste erschienen, wobei Papst Benedikt der 266. Pontifex wäre   –   beim nächsten Papst wäre die “Reihe” (und die Welt) schlichtweg zu Ende.

Jene alte Weissagung, die allerdings zu Unrecht dem 1148 verstorbenen, irischen Erzbischof Malachias zugeschrieben wird, schließt mit folgenden lateinischen Worten (siehe auch nebenstehende Abbildung):

“In persecutione extrema S. R. Ecclesiae sedebit Petrus Romanus, qui pascet oves in multis tribulationibus, quibus transactis civitas septicollis diruetur et judex tremendus judicabit populum suum. Finis.”

Der Text lautet übersetzt:

“Während der äußersten Verfolgung der heiligen römischen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Sieben-Hügel-Stadt zerstört werden  –  und der furchtbare Richter wird sein Volk richten.Ende.”

Die Malachias-Prognosen bestehen aus 111 kurzen, mehrdeutigen Sprüchen, die sich nacheinander auf Päpste (beginnend im 12. Jahrhundert) beziehen, wobei aber keine Namen genannt werden, sondern jedem Pontifex gleichsam ein Leitwort zugedichtet wird.

Diese “Prophezeiungen” sind ähnlich orakelhaft und vieldeutig wie jene des französischen Astrologen Nostradamus. Manchmal werden sie statt dem hl. Malachias auch dem hl. Philipp Neri zugeschrieben, was freilich ebenfalls unsinnig ist.

Papst Benedikt wird in der Malachias-Weissagung als zweitletzter Pontifex vor dem Weltende angesehen und mit den Worten “Gloria olivae” (Herrlichkeit der Olive bzw. Ruhm des Ölbaums) umschrieben, was freilich alles mögliche heißen kann. Der Ölbaum gilt sowohl ein Symbol des Friedens ist wie auch des Judentums oder kann einfach nur die Mittelmeer-Region bezeichnen.

Die angebliche Papstprophetie kann allerdings gar nicht aus dem 12. Jahrhundert  und damit auch nicht vom heiligen Malachias stammen, da sie erstmals 1595 auftauchte. Der Verfasser schrieb sie Erzbischof Malachias zu, um dadurch ihre Bedeutung und “Glaubwürdigkeit” zu erhöhen. Dies weiß die wissenschaftliche Forschung schon seit dem 17. Jahrhundert.

Wahrscheinlicher Autor der orakelhaften Verse ist Alfonso Ceccarello, Sekretär von Kardinal Simoncelli, der beim Konklave 1590 als “papabile” galt, aber nicht zum Papst gewählt wurde, obwohl die “Malachias-Weissagungen” genau dies bezwecken sollten. Der Sekretär wollte also seinen Gönner also auf diese “prophetische” Weise unterstützen. Die Wahl fiel allerdings auf einen anderen, nämlich Nikolaus Sfondrato, der sich Gregor XIV. nannte.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Zukunftsforscher Matthias Horx kritisiert Weltuntergangsstimmung und Panikmache des Club of Rome: „Und sie erholt sich doch!“

Gegen Weltuntergangsszenarien angesichts von Umweltverschmutzung, Klimawandel und Artensterben hat sich der Zukunftsforscher Matthias Horx (Wien) gewandt.

In der neuen Ausgabe der populärwissenschaftlichen Zeitschrift „P.M. Magazin“ äußert er sich unter dem Titel „Und sie erholt sich doch!“ optimistisch zur Zukunft der Erde. Wer glaube, dass die Menschheit auf einem „kranken Planeten“ lebe, der sollte sich neue Aufnahmen der US-Weltraumbehörde NASA anschauen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

„Sie erzählen die Geschichte eines Planeten, der von einer intelligenten Spezies bewohnt wird, die nicht immer alles gut macht, aber auf dem Weg ist zu lernen. Dass wir diesen Planeten gleichsam ‚umbringen‘ könnten und uns selbst gleich mit, ist wahrscheinlich die am weitesten verbreitete Größenwahn-Fantasie unserer Zeit“, schreibt Horx.

Er äußert sich kritisch zu den Analysen des „Club of Rome“, einer Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik. Großes Aufsehen erregte 1973 die von der Organisation in Auftrag gegebene Studie „Grenzen des Wachstums“. Damals sei „in dramatischen, grob gepixelten Kurven“ das nahe Ende der Erde vorhergesagt worden, so Horx.

In dem Bericht des „Club of Rome“ vom vergangenen Jahr heißt es, dass die Menschheit nicht überleben werde, wenn sie ihren bisherigen Weg der Verschwendung und Kurzsichtigkeit fortsetze. Laut Horx ist die Botschaft der „enorm erfolgreichen Medien-Marke ‚Club of Rome‘“ bis heute die gleiche geblieben: „Die Menschen werden es nicht schaffen.“

Doch die Annahmen der Vereinigung basierten auf einem „mechanistischen, zu stark vereinfachten Weltmodell“. So resultiere nach dem Club of Rome Umweltverschmutzung „in einem starren 1:1-Zusammenhang aus Wirtschaftswachstum“. Doch die Wirklichkeit sei viel komplexer: „Wirtschaftliche Kräfte führen auch zu kulturellen Veränderungen. Wenn breite Mittelschichten entstehen, erzeugt die Nachfrage nach Lebensqualität die Durchsetzung neuer Umweltschutz-Technologie.“

Veränderungen werde es auch bei der globalen Bevölkerungsentwicklung geben. Die Zahl der Erdenbürger werde spätestens ab 2060 zu sinken beginnen. Die Höchstzahl werde zwischen 9 und 9,4 Milliarden liegen. Im Jahr 2015 wird es laut Horx mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger Erdenbewohner geben als heute.

Dem Zukunftsforscher zufolge sind Publizisten und Wissenschaftler im Umfeld des Club of Rome der Versuchung erlegen, „durch drastische Extreme und Übertreibungen Aufmerksamkeit zu erregen“. Das habe eine Tunnelsicht in den Köpfen vieler Menschen gefestigt und dazu beigetragen, „dass unsere heutigen Zukunftsdebatten alarmistisch verlaufen“. Das schüre nicht Handlung, sondern Ohnmacht, nicht Aufklärung, sondern Paranoia.  

Quelle: http://www.idea.de


Die Panik-Lust am Weltuntergang – schon die alten Germanen kannten sie…

Apokalyptische Szenarien haben Hochkonjunktur. Jüngstes Beispiel war die Voraussage des Weltuntergangs für den 21. Dezember 2012, den  esoterische Kreise unter Berufung auf ein angebliches Ende des Maya-Kalenders angekündigt hatten.

Doch auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Seher und Phantasten, die den globalen Untergang vorhersagten. Warum üben solche Prophezeiungen eine derart große Faszination aus?  ulrike_schiesser_12_pr_61375a2589

Dieser Frage geht die Wiener Psychotherapeutin Ulrike Schiesser (siehe Foto) in der Januar-Ausgabe vom “Materialdienst” des EZW (Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) in Berlin nach. Frau Schiesser ist auch Mitarbeiterin der österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen.

Nach ihren Worten reicht die Bandbreite der Untergangsszenarien von atomarer Bedrohung (Atomkrieg, Reaktorunfall), ökologischen Gefahren (Klimaerwärmung, Artensterben) demografischen Bedrohungen (Überbevölkerung, Überalterung), medizinischen Herausforderungen (Aids, resistente Keime) bis zu technologischen Entwicklungen, die als bedrohlich wahrgenommen würden, etwa die Gentechnik.

Sowohl Menschen mit einem spirituellen als auch einem säkularen Weltbild wollten Warnungen aussprechen, Veränderungen herbeiführen, belehren und bekehren und letzten Endes ihre Vision einer „besseren“ Gesellschaft verwirklichen:

„Die bevorzugte Methode, um Aufmerksamkeit und Unterstützung dafür zu gewinnen, sind Horrorvisionen von Untergang und Zerstörung des gesamten Planeten, Bilder einer gewaltigen globalen Bedrohung.“

Gemeinsames Sterben erscheint erträglicher

Die Psychotherapeutin sieht aber auch eine individuelle Komponente: „In der Angst vor dem Ende der Welt kann unter Umständen die Angst vor dem eigenen, ganz persönlichen Ende mitschwingen und mitbearbeitet werden.“ – Der Gedanke, gemeinsam zu sterben, scheine für manche Menschen leichter erträglich zu sein, als allein in den Tod gehen zu müssen.

Zugleich ist die Beschäftigung mit dem Weltuntergang auch ein großes Geschäftsfeld: „Katastrophenszenarien befriedigen ein Bedürfnis nach Angst-Lust, nach Sensation, nach Event und Spaß.“

Konsumenten würden Bücher, Kurse und Ideologien verkauft. Mit der Angst und der Faszination rund um das Thema Weltuntergang könne man viel Geld verdienen oder zumindest Aufmerksamkeit erreichen: „Die neue Währung im Informationszeitalter“.

Der Psychotherapeutin zufolge haben sich schon die Germanen mit apokalyptischen Vorstellungen befasst. Sie hätten an ihren Lagerfeuern Erzählungen über die Weltenschlange gelauscht, die die Erde verschlinge:

„Der Internet-Surfer heute besucht Seiten über den bevorstehenden Polsprung  –  die Faszination der ‚Erzählung von den letzten Dingen‘ scheint ungebrochen.“

Quelle (Text/Foto): http://www.idea.de


Der Mythos um den Maya-Kalender treibt weltweit skurrile Sumpfblüten

Ist die Erde schon bald dem Untergang geweiht?  – Jeder zehnte Erdenbürger glaubt laut einer Umfrage des internationalen Marktforschungsinstituts Ispos, daß die Welt am 21. Dezember untergeht.

Esoteriker und Verschwörungstheoretiker berufen sich auf einen Kalender der Maya-Indianer in Mittelamerika. Doch dieser sagt keineswegs das Ende voraus, sondern lediglich den Übergang in ein neues Zeitalter.   683259main_chandra08312012_full

Trotzdem treiben die Spekulationen um den Maya-Kalender seltsamste Blüten. So hat der Chinese Lu Zhenghai umgerechnet mehr als 122.000 Euro investiert, um eine Art „Arche Noah“ zu bauen, die ihn und seine Familie vor dem Untergang retten soll.

Noch mehr, nämlich 180.000 Euro, gab sein Landsmann Yang Zongfu aus. Er baut gelbe Kugelgehäuse, die drei Personen zwei Wochen lang vor Feuer und Strahlung schützen soll.  –  Ein anderer Chinese, Liu Qiyuan, konstruiert ebenfalls Rettungskugeln aus Fiberglas und Stahl, die bis zu 14 Personen aufnehmen können.

US-Regierung erklärt: Die Welt geht nicht unter…

Aber nicht nur in China grassiert die Endzeitangst, sondern etwa auch in den Vereinigten Staaten. Weil sie mit E-Mails ängstlicher Bürger überhäuft werden, geben die Weltraumbehörde NASA und die US-Regierung Entwarnung.

„Die Welt wird nicht am 21. Dezember oder irgendeinem anderen Datum im Jahr 2012 zu Ende gehen“, versichert die Regierung. Es könne auch keine Rede davon sein, daß ein Komet oder Planet unvorhergesehen mit der Erde kollidiere.

Der Astronom des Vatikan, José Funes, hat ebenfalls jeglichen Spekulationen über einen Weltuntergang am 21. Dezember eine Abfuhr erteilt.

Gleichwohl strömen zahlreiche Menschen an Zufluchtsorte wie etwa den Berg Bugarach in Südfrankreich nahe der Pyrenäen. Dort soll es eine Startbahn für Außerirdische geben, die eine begrenzte Zahl von Erdenbürger mitnehmen können. Wegen des erwarteten Ansturms will der Bürgermeister des 180 Einwohner zählenden Dorfs, Jean-Pierre Delord, den Zugang zum Berg sperren lassen.

Auch in dem türkischen Dorf Sirince bei Izmir mit 600 Einwohnern sind alle 400 Hotelbetten ausgebucht. Laut Esoterikern ist in dem Ort eine besondere Bündelung positiver Energien festzustellen. Angeblich soll dort die Jungfrau Maria in den Himmel aufgestiegen sein.

Die türkische Religionsbehörde Diyanet mahnt, „solchen bedeutungslosen, gefälschten und irrgläubigen Weltuntergangszenarien“ keine Bedeutung beizumessen. Gleichwohl will das Internet-Reiseportal Skyscanner bei Buchungen von Einweg-Flügen mit Ziel Sirince einen Anstieg um 30 Prozent und bei Bugarach um 41 Prozent festgestellt haben.

Im westafrikanischen Ghana wirbt der selbsternannte Prophet Peter Anamoah für ein Bergdorf etwa 800 Kilometer nördlich der Hauptstadt Accra als Zufluchtsort.

Was steckt hinter der Aufregung?

Wie der Ethnologe (Völkerkundler) Lars Frühsorge im Materialdienst der EZW (Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) schreibt, prophezeie der Maya-Kalender gar keinen Weltuntergang:

In der Blütezeit ihrer Kultur von etwa 250 bis 900 nach Christus entwickelten die heidnischen Maya eine Reihe von Kalendern ihrer “Gottheiten” bzw Götzen. In der sog. „Langen Zählung“ entspricht der 21. Dezember 2012 dem Beginn einer neuen Periode (in der Zählung der Maya: 13.0.0.0.0).

Dieses Datum bezeichne zugleich den Tag aus einer früheren Zeitrechnung, an dem die Welt erschaffen worden sein soll. Laut Frühsorge vermischen viele heutige Bücher und Filme Maya-Vorstellungen mit Bibelpassagen, fernöstlichen Lehren, Nostradamus und Verschwörungstheorien.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA www.idea.de

Siehe hierzu: INTERVIEW mit dem kath. ARZT und Theologen Dr. Manfred LÜTZhttp://www.tagesschau.de/inland/interviewluetz100.html


Vatikanwissenschaftler warnt vor Weltuntergangspanik mit Berufung auf den Maya-Kalender

Das Ende der Welt findet nicht am kommenden Wochenende statt. Das betont der Leiter des Vatikan-Observatoriums, Jesuitenpater Jose Funes, in einem Artikel für die Vatikanzeitung Osservatore Romano.

Man dürfe sich nicht mit solchen „Pseudo-Prophezeiungen“ abgeben, meint der Fachmann für Astronomie.

Damit bezieht er sich auf den sog. “Kalender der Maya”, eine uralte Niederschrift, wonach angeblich am 21. Dezember 2012 die Zeitrechnung zu Ende sei  –  und damit auch der Lauf der irdischen Dinge, wie jene Maya-“Weissagung” vielfach (miß)verstanden wird.

Eine wissenschaftliche Betrachtung des Weltalls gebe aber keinerlei Anlaß für solche Spekulationen, so der Jesuitenpater. Der Prozeß der Ausdehnung des Universums sei ständig im Gange. Wenn das moderne Rechenmodell korrekt sei, dann komme es erst in Milliarden von Jahren zum Auseinanderbrechen des Materie-Energie-Gemisches im All.

Quelle: Radio Vatikan


Maya-Wahn(sinn) in Rußland: Wachsende Weltuntergangs-Panik vor dem 21. Dezember

Der 21. Dezember 2012 rückt “bedrohlich” näher, jenes legendäre Datum also, von dem manche Esoteriker und Aberglaubensbewegte befürchten, aufgrund eines angeblichen Maya-Kalenders sei mit diesem Tag das Ende der Zeiten angebrochen.  

In der sibirischen Stadt Tomsk bietet eine Festagentur jetzt “Überlebenspakete” an. Bunkerplätze sind heiß begehrt. Die russische Regierung versucht indessen, ihr Volk zu beruhigen.   DSC_1086

Kerzen, Streichhölzer, Fischkonserven, Strick und Seife, dazu Anweisungen für einige Spiele, die keine Langeweile aufkommen lassen sollen  – und einen Notizblock mit Stift zum Verfassen von Briefen in die Nachwelt. So sieht das “Weltuntergangs-Set” aus, das für 890 Rubel im russischen Tomsk über die Theke geht. 

Aber auch in der Ukraine glauben viele Menschen an eine bevorstehende Apokalypse, zB. der Ukrainer Andrej Iltschenko: “Für den Weltuntergang kaufen wir Lebensmittel und Schnaps. Dann steigen wir in unseren Bunker hinunter und schliessen feierlich die Luke“, erzählt der Student aus der Stadt Dnjepropetrowsk.

Die russische Regierung mußte einschreiten

Kein Tag vergeht, an dem russische Zeitungen und Fernsehsender nicht über den kommenden “Weltuntergang” berichten. Die hysterische Stimmungsmache hält das Land so weit in Atem, daß sich sogar die Regierung zu einer Stellungnahme veranlaßt sah.

 “Am 21. Dezember 2012 wird die Welt mit Sicherheit nicht untergehen“, so Zivilschutzminister Wladimir Putschkow: “Es ist bewiesen, dass globale Katastrophen nur im Abstand von etwa 10 bis 15 Millionen Jahren eintreffen”, beruhigt er seine Landsleute. Die Regierungszeitung “Rossijskaja Gaseta” brachte diese Mitteilung sogar auf ihre Titelseite.

Die Regierung warnt davor, daß tausende Betrüger, Pseudo-Zauberer und “Propheten” wie Geier auf der Jagd nach eingeschüchterten Menschen umherziehen. Der Handel mit der Angst boomt: Manche schlauen Geschäftsleute fahren satte Profite ein  – so werden beispielsweise Plätze in ehem. Sowjetbunkern teuer verkauft.

Die Einwohner des zentralrussischen Städtchens Omutninsk, 1178 Kilometer von Moskau entfernt, sorgten derweil für weltweites Kopfschütteln: sie plünderten die Regale in den Läden des Ortes und horteten Streichhölzer, Kerzen, Salz, Petroleum-Lampen, Nudeln und Konserven.

Diese hysterische Panik verursachte ein Artikel der Lokalzeitung “Omutninskije Westi” über einen tibetischen Mönch, der ab dem 21. Dezember eine drei bis vier Tage dauernde Finsternis prophezeit habe.  Zehn Prozent der Weltbevölkerung würden dabei umkommen   –  wer überleben wolle, benötige einen Lebensmittelvorrat für zwei Monate.

Unfaßbar: Dieser kleine Beitrag diente lediglich als Lückenfüller auf der letzten Seite der Zeitung neben dem Kreuzworträtsel. Die Redaktion hatte schlicht vergessen, die Meldung als Scherz zu kennzeichnen…

Quelle: www.jesus.de


Der “Maya-Kalender” und die Lust am Untergang

FOCUS-Autor Dr. Alexander Kissler plädiert dafür: Mehr Weihnachten und weniger Maya-Wahn:

“Vor dem 21. Dezember haben Endzeit-Szenarien Hochkonjunktur. Man kann ihr nicht entkommen: der angeblichen Prophezeiung des Weltendes durch den Maya-Kalender.

Hinter dem Partyspaß verbirgt sich eine Lust am Untergang  –  und eine fehlende Neugier auf die Zukunft. So aber könnten wir diese verspielen. (…)

Eine ganze Gesellschaft, so scheint es, ist vernarrt in ihr eigenes Untergehen. Der Maya-Kalender brachte es an den Tag.

Da nützt es nichts, noch so oft darauf hinzuweisen, dass am 21. Dezember 2012 keineswegs der Untergang der Welt nach Maya-Weise bevorsteht, sondern das Ende der mit 5200 Jahren wahrlich sehr „langen Zeitrechnung.“ Eine neue wird hernach beginnen.”

Quelle und Fortsetzung des lesenswerten FOCUS-Artikels  hier:

www.focus.de/politik/deutschland/kisslers-konter/kisslers-konter-maya-manie-das-steckt-hinter-der-lust-am-untergang_aid_871192.html


ISRAEL: Endzeitschwärmer warten mit Kameras auf “Christi Wiederkunft”

Zwei protestantische Fernsehsender mit charismatischen Endzeitvorstellungen verstärken ihre Präsenz in Israel. Beide warten mit Kameras auf die Wiederkunft Christi:  Daystar und TBM (Trinity Broadcasting Network) wollen neue Studios bauen.

Beide Sender begründen ihre Investion damit, daß sie auf keinen Fall die Wiederkunft Christi verpassen wollen, wie das Nachrichtenportal Israelnetz berichtet. “Daystar” installierte bereits eine Webcam, die rund um die Uhr Bilder aufzeichnet. 

Daß Christus einst wiederkommen wird in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten  –  das ist für Gläubige keine Frage, das bekennen wir im Credo, im Glaubensbekenntnis der Kirche.

Allerdings gibt es für eine unmittelbar bevorstehende Wiederkunft des HERRN ein klares Hindernis, über das der hl. Apostel Paulus damals bereits die Thessalonicher informierte: Vorher wird nämlich erst der Antichrist erscheinen! – Dazu schreibt der Völkermissionar:

 “Laßt euch von niemandem irreführen, denn zuerst muß der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbar werden, der Sohn des VerderbensErinnert ihr euch nicht, daß ich euch dies wiederholt gesagt habe, als ich bei euch war?” (2 Thess 2 ff)

Christen sollten sich also klarmachen, daß dem Kommen unseres Erlösers ein allgemeiner Glaubensabfall vorausgeht (siehe auch die Aussage Christi: “Wenn ich wiederkomme, werde ich noch Glauben finden auf Erden?”) und nicht etwa ein großes christliches Friedensreich, eine weltweite fromme “Erweckung” oder ähnliche charismatische Siegesmeldungen, wie sie dem christlichen Ohr schmeicheln. 

Der wahre “Triumph” der Kirche liegt nicht in äußeren Erfolgen, in Macht und Gepränge, in Massen und Zahlen, sondern in ihrem Zeugnis für den Ewigen, auch wenn dies durch eine “kleine Herde” geschieht; der wirkliche “Sieg” der Kirche besteht vor allem in ihren tapferen Bekennern und Märtyrern  –  gewiß eine “harte” Wahrheit, wer mag sie hören?

Charismatiker und Endzeit-Enthusiasten bestimmt nicht gerne, sie schwärmen lieber von einem kommenden herrlichen  “Gottesreich” auf Erden, obwohl Christus bereits vor Pilatus klarstellte: “Mein Reich ist nicht von dieser Welt.”

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Petrusbruderschaft


Israel: Endzeit-Panik in religiösen Kreisen nimmt zu

Auf Israels größter Webseite Ynet wurde am Samstag ein gelber Werbestreifen geschaltet, der in großen Buchstaben das Kommen des Messias verkündete. „Der Messias ist in Israel. Dies wird die letzte Regierung Israels sein.“

Der Klick auf das Banner führt direkt auf die Webseite 871. Dort warnen die religiösen Macher der Seite vor dem Untergang der Welt.

„Der nächste Führer wird der Messias Ben David sein. Die Situation im Land wird schlimmer und die Regierung noch unfähiger werden. Nur der Messias kann Israel im Krieg von Gog und Magog retten. In naher Zukunft wird die Welt schlimme Katastrophen miterleben, schreckliche Erdbeben und Mega-Tsunamis. Städte in Europa und in den Vereinigten Staaten werden im Meer verschwinden. Das Weltfinanzsystem wird zusammenbrechen und Gott wird den Mammon vernichten”, heißt es auf der Webseite.

Wer hinter dieser religiösen Weltuntergangsstimmung steckt, die regelmäßig Warnsignale im israelischen Internet schaltet, ist unbekannt. Auch wenn die Mehrheit der Israelis solche Panikmeldungen nicht unbedingt ernst nimmt, so berichten Israels größte Internetportale wie Ynet darüber.

Quelle: http://www.israelheute.com


Charismatiker-Journal: Montanismus war die “erste Erweckungsbewegung” der Kirchengeschichte

Die jüngst erschienene Zeitschrift “Charisma” (Nr. 161, 3. Quartal 2012) bekennt sich uneingeschränkt zur Montanismus als der “ersten großen Erweckungsbewegung” des Christentums.

Das evangelisch-charismatische  Journal befaßt sich auf S. 35 in einem Artikel des Theologen und Pfarrers i.R. Klaus Vogt mit den Wesenszügen dieser schwarmgeistigen Strömung aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrhundert nach Christus  – und beruft sich eindeutig auf deren Prinzipien.

Die katholische Kirche hatte sich damals  –  nach anfänglichem Abwarten  –  klar vom Montanismus distanziert und sich auch deren aktuelle Erwartung einer Wiederkunft Christi nicht zu eigen gemacht.

Die Bewegung wird nach ihrem Gründer Montanus benannt, der sich als besonders vom Heiligen Geist erleuchtet ansah  – und der mit zwei “Prophetinnen” namens Maximilla und Priscilla predigend durch die Lande zog, wobei die beiden Frauen in Gottesdiensten ihre “Visionen” schilderten.

Das Dreiergespann vertrat in Fragen der Moral sehr strikte Standpunkte, vor allem hinsichtlich Askese und Fasten – und es warf der “amtlichen” katholischen Kirche mangelnde Geisterfülltheit und “Verweltlichung” vor, wobei sich die Christenheit damals in einer Zeit der Verfolgung durch das römische Weltreich befand und insofern von einer wirklichen Verweltlichung insgesamt keine Rede sein konnte.

Daß der Montanismus die erste überörtliche und größere “Schwärmerbewegung” der Kirchengeschichte darstellt, ist ohnehin unstrittig.

Aufschlußreich ist nun freilich, daß sich ein Magazin, das der   –  sonst eher gemäßigt-charismatischen  –   evangelischen “Geistlichen Gemeinde-Erneuerung” nahesteht, uneingeschränkt zum Montanismus bekennt und ihn quasi als eigenen Ursprung feiert.

Pfarrer Vogt bezeichnet diese schwarmgeistige Bewegung als “Rückbesinnung auf die urchristlichen Wurzeln” angesichts einer  –  wie er schreibt  – “fortschreitenden “Verweltlichung” der Kirche”.

Die Christenverfolgung, die sich drei Jahrhunderte lang in stärkeren und schwächeren Phasen entlud, stellte freilich nach wie vor eine ständige Bedrohung dar, so daß sich die Gläubigen gewiß nicht gemütlich in der Welt und ihrer Umgebung einrichten konnten.

Doch mit dem Vorwurf der “Verweltlichung” war aus Sicht der Montanisten wohl in erster Linie eine mangelnde “Geist-Orientiertheit” der amtlichen Kirche gemeint, die bereits eine klare Kirchenstruktur aufwies, beruhend vor allem auf dem Bischofsamt, dem Priestertum und dem Dienst der Diakone.

Diesem “kirchlichen” Christentum setzte nun der selbsternannte “Prophet” Montanus und seine  beiden “Seherinnen” einen geistgelenkten Glauben gegenüber, der sich auf besondere Offenbarungen und Erleuchtungen “von oben” berief  und diese höher stellte als die “offizielle” Lehre der Kirche, die freilich nicht direkt abgelehnt, sondern eher durch Visionen und angeblich übernatürliche “Worte der Erkenntnis” verdrängt wurde.

Daß die katholische Kirche solch ein Ansinnen ablehnte und von ihrem Selbstverständnis her auch ablehnen mußte, liegt auf der Hand.

Diese Vorgänge stellt nun  “Charisma” ganz im Sinne des Montanismus dar, der  – so wörtlich  – als “erste große Erweckungsbewegung in der Kirchengeschichte” gewürdigt wird.

Montanus und seine beiden Visionärinnen werden als “glühende, prophetisch begabte Erweckungsprediger” bezeichnet, die sich als “Werkzeug des Heiligen Geistes” verstanden und die  eine “Umkehr zur entschiedenen bibelgemäßen Ethik” gepredigt hätten, zudem ein “Leben in der Heiligung” und im Bewußtsein vom “Wirken des Parakleten” (gemeint ist der Heilige Geist als Beistand und Tröster).

Was die Wirksamkeit der neuen Schwärmerbewegung anbelangt, hat der Autor freilich recht, wenn er feststellt:

“Auch nach dem Tod aller drei Leiter (179 stirbt Maximilla als Letzte) lebt diese prophetische Erneuerungsbewegung noch viele Jahrzehnte ungebrochen fort und erfasst ganze Gemeinden.”

Tatsächlich hatte die katholische Kirche ihre liebe Mühe, ihre Gläubigen vor dieser enthusiastischen und endzeitschwärmerischen  Bewegung, die aus ihren eigenen Reihen entstanden war, ausreichend zu schützen, zumal das “Dreiergespann” auch nach seinem Tod noch zahlreiche Anhänger fand  –  und dies sogar angesichts der Tatsache, daß die für das Ende des 2. Jahrhunderts angekündigte Wiederkunft Christi nicht eingetroffen war und sich insofern eine klare Falschprophetie herausstellte.

Der Verfasser erwähnt sodann den “Kirchenlehrer”  Tertullian” (gestorben 220 n. Chr.), der seitens der katholischen Kirche gerade nicht als “Kirchenlehrer” angesehen wird, weil er – nach seinem zunächst theologisch hoffnungsvollem und hochgebildeten Wirken  – später zu den Montanisten überlief.

Daher gilt er zwar als “Kirchenschriftsteller”, nicht jedoch als “Kirchenlehrer”  –  ähnlich wie Origenes, der zwar kein Montanist war, jedoch  eine schlußendliche Allerlösung verkündete, also die Ewigkeit der Hölle leugnete. Gleichwohl war auch Origenes ein hochgebildeter Theologe, dessen anfängliches Wirken positiv zu werten ist, der aber später in die irrtümliche Vorstellung von einer gottbewirkten “Allversöhnung” abdriftete.

Pfarrer Vogt bedauert in seinem Artikel abschließend, daß einst im zweiten Jahrhundert nicht die Montanisten, sondern die offizielle katholische Kirche den Sieg davontrug und die meisten Gläubigen hinter sich versammen konnte.

Er schreibt: “Zum Schluß erschienen die Kritiker (des Montanismus)  als die Sieger der Geschichte  – aber der Heilige Geist bricht sich dennoch immer wieder neue Vahn.”

Hier wird also  – typisch für viele charismatische Köpfe  –  der Heilige Geist und die amtliche Kirche gegeneinander ausgespielt und der Eindruck erweckt, als wirke der Geist Gottes weniger in der Kirche als vielmehr bei den enthusiastischen Bewegungen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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