DYBA-Seligsprechung

Führende Lebensrechtler wünschen Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba

Das Christoferuswerk in Münster sammelte an seinem Infozelt auf dem Katholikentag in Regensburg erneut Unterschriften für eine Seligsprechung des einstigen Oberhirten von Fulda, Erzbischof Johannes Dyba, den viele Gläubige als “Löwen von Fulda” verehren.IMG_0598

Auch durch Plakate und Postkarten wurde auf diesen mutigen und unbeugsamen Bischof hingewiesen, der im Juli 2000 unerwartet verstorben war.

Dabei unterzeichneten neben zahlreichen Katholiken auch evangelische Christen den Aufruf an die Kirche, Dyba als Vorbild für die Gläubigen und als Fürsprecher zur Ehre der Altäre zu erheben.

Überdies unterschrieben namhafte Vertreter von Lebensrechtsverbänden in Regensburg den Seligsprechungs-Appell des Christoferuswerks, darunter Martin Lohmann (siehe Foto unten: rechts), der Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), sowie Angela Doose, die Leiterin der “Jugend für das Leben” in Deutschland. Bildungsplan-Demo-1.2.1448b

Schon zuvor hatten führende Lebensrechtler sich dem Plädoyer pro Dyba-Seligsprechung angeschlossen, zB. die Buchautorin Alexandra Linder, stellv. Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für alle“ (ALfA)  –  und der katholische Publizist Mathias von Gersdorff (siehe Foto), Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und Mitbegründer der Initiative “SOS Leben”. 

Zu den weiteren Unterzeichnern gehören beispielsweise die Vorsitzende der Stiftung “Ja zum Leben”, Johanna Gräfin von Westphalen (siehe Foto) sowie Hedwig Gräfin von Buquoy, die dem Stiftungsvorstand angehört. portrait_westphalen-r

Zudem die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, sowie ihre Stellvertreterin Odila Carbanje, die zugleich als CDL-Vorsitzende von Nordrhein-Westfalen amtiert; außerdem der Historiker Prof. Dr. Leo Peters, Mitglied im Bundesvorstand der CDL.

Auch die engagierte CDL-Lebensrechtlerin Elisabeth Freifrau von Lüninck aus Bestwig im Sauerland schließt sich dem Appell des Christoferuswerks an; über ihren Austritt aus der CDU “nach einem halben Jahrhundert” berichtete hier die FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/homo-ehe-die-kanzlerin-bat-um-zehn-tage-zeit-12100525.html

Für die Seligsprechung Dybas plädiert auch Hildegard Regensburger, Leiterin des Förderkreises  “Ja zum Leben” sowie eines Mutter-Kind-Heims in Ichenhausen und zugleich stellv. CDL-Landesvorsitzende in Bayern; ebenso der baden-württembergische CDL-Landesvorsitzende, Rechtsanwalt Josef Dichgans.PICT0106

Unterschrieben wurde der Aufruf des Christoferuswerks außerdem von der Vorsitzenden der “Aktion Familienschutz” und der Leiterin von ONE OF US in Deutschland, Freifrau Hedwig von Beverfoerde (siehe Foto: links) sowie von Prof. Dr. Manfred Spieker, einem führenden Experten der Lebensrechtsbewegung in Deutschland.

In der Donnerstagszeitung zum Regensburger Katholikentag (Ausgabe an Christi Himmelfahrt) findet sich ein ausführliches Interview zur Abtreibungsthematik mit diesem Osnabrücker Sozialwissenschaftler, der dem päpstlichen Rat “Justitia et Pax” als Consultor angehört.

HIER geht es zum Pro-DYBA-Formular, das man ausdrucken, unterschreiben und an uns einsenden oder zufaxen kann: http://www.medrum.de/files/Unterschriftenblatt%20Dyba.pdf

CHRISTOFERUSWERK eV, 48007 Münster, Postfach 1963  – Fax 0251-614020

 

Predigt von Erzbischof Johannes Dyba auf dem Bonifatiusfest in Fulda am 4.6.2000

Ca. 6 Wochen vor seinem plötzlichen Tod hielt der Oberhirte von Fulda am 4.6.2000 eine aufrüttelnde und glaubensstarke Predigt auf dem Domplatz, die wir hier vollständig wiedergeben:

Dieses FOTO ist eines der ältesten Bilder aus Dybas Zeit als Fuldaer Bischof:                                               

Liebe Mitbrüder im Bischofs-, Priester- und Diakonenamt,

liebe Pilger, Schwestern und Brüder im Herrn!

Heute am Bonifatiusfest 2000 wollen wir im christlichen Herzen Deutschlands, am Grab des Heiligen Bonifatius, unseren Glauben erneuern, unsere Treue bekennen und auf die Fürsprache des Apostels der Deutschen den Segen des Allerhöchsten empfangen.

In 2000 Jahren hat sich der christliche Glaube aus dem kleinen Samenkorn zu dem gewaltigen Baum entwickelt, den Jesus von Nazareth den Seinen vorausgesagt hat.

Ja, der Glaube an den menschgewordenen Sohn Gottes, der Glaube an den Dreieinigen Gott – uns von Gott geoffenbart, von den Aposteln und Evangelisten bekannt und in die Welt getragen – die Jahrtausende haben ihn nicht erschüttern können!

Wir beten heute dasselbe Credo wie vor tausend Jahren. Und wir beten den gleichen Herrn an, dem sich vor 2000 Jahren die Fischer von Galiläa zu Füßen geworfen haben.

Liebe Brüder und Schwestern, was wir heute feiern können, ist die Erfüllung des Schriftwortes bei Johannes: “Was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt” und “Das ist der Sieg, der die Welt überwindet: unser Glaube!”

Wie oft hat man versucht, ihn auszurotten, von den römischen Kaisern über die Potentaten aller Zeiten bis hin zu den Massenmördern des letzten Jahrhunderts. Sie alle konnten den Glauben nicht ausrotten. Nur Ströme von Märtyrerblut konnten sie fließen lassen, die aber dann immer wieder zum Samen für eine neue Blüte des Glaubens geworden sind.

Und wie oft hat man versucht, menschliches Wollen und menschliche Weisheit an die Stelle des Glaubens zu setzen. Die großen Ideologien unseres letzten Jahrhunderts, die den Glauben zum Aberglauben, ja zu Märchen, machen wollten, wo sind sie geblieben? Der Glaube aber erstarkt und breitet sich aus über den ganzen Erdkreis.

Und wenn immer uns eine sogenannte Aufklärung im Glauben verunsichern und die Göttinnen der Vernunft auf die Altäre heben will, sollten wir uns daran erinnern, dass die erste Aufklärung der Menschen schon von der Schlange im Paradies an Adam und Eva betrieben wurde. Und wir wissen, welche Folgen das hatte.

Vor zwölfeinhalb Jahrhunderten ist Bonifatius in unser Land gekommen und hat den Glauben erneuert und auf ein festes, kirchliches Fundament gestellt. Zwölfeinhalb Jahrhunderte  –  das sind über 40 Generationen, die den Glauben hier bekannt und gelebt haben.

Über 40 Generationen, ja die feiern heute alle mit! Wie werden sie sich freuen, dass sie zu ihrer Zeit den Glauben bewahrt haben! Wie werden sie sich freuen, dass wir heute hier den Glauben feiern! Wie werden sie für uns bitten, dass auch wir den Glauben bewahren und einmal im Reich Gottes alle vereint sein werden!

Liebe Schwestern und Brüder, wenn ich vom 2000-jährigen Triumph des Glaubens gesprochen habe, heißt das nicht, dass es nicht immer wieder auch schwere Krisen, ja Glaubensabfälle, gegeben hat, denn den Glauben kann man ja nicht einfach weitergeben von Generation zu Generation so wie ein Haus oder wie den Dom von Fulda. Jede Generation muss ihn aufs Neue in freier Entscheidung annehmen!

Und dass wir uns heute in Deutschland in einer Krise des Glaubens befinden, dass viel Glaubenssubstanz verloren gegangen ist, wird wohl niemand bestreiten können. Viele meinen heute beliebig auswählen zu können, was sie glauben möchten.

Wir hören von Umfragen mit ziemlich bestürzenden Zahlen und Ergebnissen. Ja, der Zeitgeist reibt sich bis zur Empörung an einer ganzen Reihe von Glaubenslehren. Und da, liebe Brüder und Schwestern, sind wir am entscheidenden Punkt. Das ist nichts Neues. Das hat es immer gegeben.

Selbst Jesus hat das erfahren. Nach einer Rede in der Synagoge von Kafarnaum  –  so berichtet das Johannesevangelium  –  sagten viele seiner Jünger, die ihm zuhörten: “Was er sagt, ist unerträglich! Wer kann das anhören?”  – Und viele zogen sich zurück und folgten ihm nicht mehr. Da fragte Jesus die Zwölf: “Wollt auch Ihr weggehen?”  –  Simon Petrus aber antwortete ihm: “Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.”

“Unerträglich! Wer kann das noch anhören?”  –  Wie oft hören wir das heute. Sind wir da nicht mitten in unserer Zeit? Und so kommt auch auf dich, du gläubiger Christ, der dramatische Augenblick zu, in dem die Geister sich scheiden. Mit den anderen unerträglich finden, was einem nicht passt? Weggehen?

“Aber wohin denn?”, sagt Petrus. Was können die aufgeregten Besserwisser von heute denn garantieren? Und wenn sie sich verlaufen haben, dann stehst du mutterseelenallein da und hast den Boden unter den Füßen verloren.

Wir wollen auf den vertrauen, an den glauben, dessen Worte ins ewige Leben führen, selbst wenn ich sie manchmal nicht verstehe. Sogar die Gottesmutter hat manchmal seine Worte nicht verstanden. Aber sie hat geglaubt, sie ist ihm gefolgt! Und so ist aus dieser kleinen gläubigen Frau die Regina Coeli geworden.

“Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.” –   In der Antwort des Petrus wird der Glaube zur Treue. Und jeder von uns muss sich entscheiden, ob er den überkommenen Glauben abstreifen oder ihm die Treue halten will. Danach entscheidet sich unser Schicksal.

Und jeder, der heute hier auf den Domplatz gekommen ist, um seinen Glauben zu erneuern, der gibt dem Herrn die Antwort des Petrus, reiht sich da ein und bekennt ihm seine Treue.

Wer aber in allen Versuchungen und Anfechtungen unserer Zeit seinem Glauben treu bleibt, dem gelten auch alle Verheißungen des Herrn an seine Getreuen: “Wer mich vor Menschen bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel.”

Welche Chance haben wir da, von Gott angenommen und aufgenommen zu werden! “Wer an mich glaubt”, sagt der Herr, “hat das ewige Leben; und den werde ich auferwecken am jüngsten Tage.”

Ja, wer in diesem Leben durch dick und dünn treu bleibt, der wird einmal das Wort des Herrn hören: “Komm, du guter und getreuer Knecht. Du bist im Kleinen treu gewesen. Nun will ich dir Großes anvertrauen. Geh ein in die Freude deines Herrn.”

Und darum wollen wir treu sein. Nicht wegen der Vergangenheit, sondern wegen unserer Zukunft, wegen der Ewigkeit. Weil wir erkannt haben, die Treuen werden bleiben, wenn die Untreuen in Furcht und Zittern vergehen.

Und deshalb, meine lieben Pilger, lohnt es sich, treu zu sein. Und deshalb dürfen wir in Fulda stolz sein auf unsere lange Tradition der Treue zum Glauben.

An unserer Generation liegt es nun, an Euch allen hier, dass die Treue zum Glauben auch weiterhin der Ruhm Fuldas bleibt. Dass wir alle beweisen, dass es auch in unserem Land und auch in unserer Zeit möglich ist, im Glauben zu leben und glücklich zu sein in der Hand des Herrn.

Darum, liebe Brüder und Schwestern, wollen wir unseren Glauben erneuern und ihn in Treue bekennen. Dann werden wir auch den Segen empfangen, den der Herr seinen Treuen schon auf Erden zuteil werden lässt in ungeahnter Großzügigkeit.

Den Segen der Befreiung von Sünde und Schuld, den Segen eines immer wieder neuen Anfangs in seiner Gnade, den Segen seiner Gegenwart, den Segen seines Geistes, der uns – deren Leben doch so oft flach am Boden verläuft -, immer wieder zum Schöneren, zum Größeren, zum Höheren empor reißt.

Ja, Herr, segne uns, damit wir dir nie untreu werden, bis wir jubelnd in dein Reich einziehen. Segne unsere Familien, segne unsere Mütter und werdenden Mütter und die Frucht ihres Leibes. Segne unsere Häuser, segne unsere Städte und Dörfer, unsere Schulen und Arbeitsstätten.

Segne alle, die Verantwortung tragen in unserem Lande, dass sie sich ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen immer bewusst bleiben. Segne unsere Kranken und Leidenden, die Verzweifelten und Hoffnungslosen.

Ja, liebe Brüder und Schwestern, so wollen wir heute hier ein Zeichen setzen, unseren Glauben erneuern, unsere Treue bekennen und Gottes Segen empfangen!

Ja, mehr noch: Als aufrichtige Gläubige selbst zum Segen werden für alle Wankenden und Schwankenden und Kleingläubigen unserer Zeit. Das ist der Sieg, der die Welt überwindet: unser Glaube! Das Bekenntnis dieses Glaubens wollen wir jetzt vom Domplatz zu Fulda empor schallen lassen, dass man es hört, im Himmel und auf Erden: Credo! Credo! Credo! –  Amen.”

Trierer Sozialethiker Prof. Wolfgang Ockenfels

plädiert für eine Seligsprechung von Erzbischof Dyba

Auf einer Kundgebung des Kongresses “Freude am Glauben” sprach sich Pater Wolfgang Ockenfels am Samstag, den 15. September 2012 in Aschaffenburg unter dem Beifall vieler Zuhörer für die Seligsprechung  des Fuldaer Oberhirten Johannes Dyba aus, der vor 12 Jahren unerwartet verstarb.

Der Dominikanerpater erinnerte an den herausragenden Mut und die Glaubenskraft dieses Bischofs, zumal im Einsatz für die ungeborenen Kinder.

Der Publizist und Professor, der in Trier Sozialethik unterrichtet,  unterzeichnete am Informationsstand des Münsteraner Christoferuswerks eine Petition für die Seligsprechung Erzbischof Dybas.   imm036_34A

Dieses FOTO zeigt Helferin Cordula Mohr an unserem Infostand.

Dieser Aufruf wurde von weit über tausend Gläubigen unterschrieben, darunter Weihbischof Andreas Laun. 

Auch evangelische Christen schlossen sich dieser Petition an, zumal Erzbischof Dyba unter den theologisch konservativen Evangelikalen auch heute noch vielfach gewürdigt und bewundert wird.

Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels  kritisierte in seiner vielbeachteten Rede den sog. “Dialogprozeß” der Deutschen Bischofskonferenz, denn dieser biete „nichts Neues unter der Sonne, sondern nur viel Schatten“.

Er bemängelte außerdem ein „gewaltiges Führungsproblem“ im Episkopat und fügte hinzu, notwendig seien   „mehr kritische und wache Bischöfe“. Stattdessen würden wichtige Entscheidungen nicht selten an „anonyme Gremien“ delegiert.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Promis pro Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba

Unterstützung von Weihbischof Andreas Laun, dem ehem. Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Werner Münch  –  und weiteren Persönlichkeiten 

Das Christoferuswerk in Münster setzt sich für eine Seligsprechung des unvergessenen Bischofs von Fulda, Johannes Dyba, ein. Der am 23.7.2000 überraschend verstorbene Oberhirte amtierte zugleich als Militärbischof für die  Bundeswehr.

Foto: Unsere Postkarte pro DYBA 

Auf dem Kongreß „Freude am Glauben“, der vom 9. bis 11.  September 2011 in Karlsruhe stattfand, sammelte das Christoferuswerk aus Münster erneut Unterschriften für eine Seligsprechung des glaubensstarken  Bischofs von Fulda, der unbeugsam Gottes Wort verkündete   –  ob gelegen oder ungelegen.

Zu den Unterzeichnern der Petition gehören Weihbischof Andreas Laun (Salzburg),  der ehem. Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Werner Münch (Freiburg), der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Löw (Bayreuth) sowie die Publizistin und Familienmutter Alexandra Linder (Autorin von „Geschäft Abtreibung“, stellv. Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für alle“, ALFA).

Johannes Dyba war ein mutiger Mahner, der unbeirrbar für die Grundsätze des Christentums und sittliche Ideale eintrat; sein besonderer Einsatz galt dem Lebensrecht der Ungeborenen. – Näheres hier: http://www.news4press.com/Vor-10-Jahren-starb-der-Loewe-von-Fulda_540966.html

Beim Nachrichtenportal „Medrum“ gibt’s ein Formular zum Ausdrucken: http://www.medrum.de/files/Unterschriftenblatt%20Dyba.pdf

Weitere Persönlichkeiten aus Kirche und Politik unterstützen den Aufruf des Christoferuswerks für eine Seligsprechung des „Löwen von Fulda“, darunter Vier-Sterne-General Henning von Ondarza, der ehem. Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte Europa-Mitte  –  sowie seine Frau Christiane.

Zu den Unterzeichnern gehören auch Constantin von Brandenstein-Zeppelin (Urenkel des Luftschiffbauers Ferdinand Graf von Zeppelin).  Seit 1992 ist er Präsident des Malteser Hilfsdienstes. Auch seine Frau Amelie (geb. Prinzessin zu Löwenstein) plädiert mit ihrer Unterschrift für eine Seligsprechung Dybas.

Auch evangelische Christen gehören zu den Unterzeichnern, darunter Wolfram Ellinghaus, Vorsitzender des Kuratoriums „Deutscher Schulbuchpreis“ und Geschäftsführer des Verbands LDEZ (Lernen für die deutsche und europäische Zukunft eV).

Weitere namhafte Unterzeichner finden Sie hier:  http://www.news4press.com/Erfolgreiche-Aktion-fuer-Seligsprechung-von-Erzbischof-Johannes-Dyba–N_584440.html

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster



Kernige Aussagen von Erzbischof Johannes Dyba 

Der am 23. Juli 2000 überraschend verstorbene Bischof von Fulda war ein Mann der klaren Worte.  Einige davon sind hier aufgeführt:Alles kommt und geht  –  die Kirche aber ist geblieben!

Ich bin Priester geworden statt Jurist, um das Wort Gottes in der eigenen Sprache zu verkünden und nicht, um als Diplomat in verschiedenen Sprachen immer zu schweigen.

Zweifel sind nicht dazu da, daß man sie mästet.

Ich fordere nicht die Abschaffung der Kirchensteuer. Aber ohne sie überlebt die Kirche auch.

Wir hatten jahrzehntelang zuviel Geld und zu wenig Mut.

Das Rückgrat der Kirche ist für mich nicht die Kirchensteuer, sondern der Glaube der Gläubigen.

Wahrer Friede ist die Frucht der Bekehrung zu Gott. Erst die Umkehr, dann der Friede!  –  So lautet auch die Verheißung der Engel: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Huld.“

Die Bedeutung Gottes hängt nicht davon ab, wie viele Menschen ihn bedeutend finden.

Ein Staat ohne Gott ist im besten Falle eine gutorganisierte Räuberbande.

Der Glaube verlangt vom Menschen die Entscheidung für Gott und für ein Leben mit Gott. Das ist absolut nicht nach dem Geschmack der modernen Welt.

Es gehört heute kein Mut dazu, innerhalb der katholischen Kirche den Papst zu kritisieren. Mut gehört dazu, zum Papst zu stehen.


Gedenkmesse für Erzbischof Dyba am 23. Juli 2011

Am Samstag, den 23. Juli 2011, wird im Dom zu Fulda  –  wie jedes Jahr am 23. Juli  –  ein Gedenkgottesdienst für den im Jahre 2000 verstorbenen Erzbischof  Dr. Johannes Dyba gefeiert. Die hl. Messe beginnt um 9 Uhr.

Gläubige aus nah und fern wollen am Requiem für diesen glaubensstarken Oberhirten teilnehmen, der vor allem als Verteidiger des Lebensrechts ungeborener Kinder bekannt war.  Hauptzelebrant wird auch diesmal Bischof Algermissen von Fulda sein.

Im vorigen Jahr wurde das zehnte Jahresgedächtnis des unvergessenen Erzbischofs begangen. Nach der hl. Messe trafen sich viele Gläubige zu einer Gedenkfeier mit fundierten Vorträgen, die das Leben des „Löwen von Fulda“ würdigten, wie  Johannes Dyba von seinen Anhängern oft bewundernd genannt wird.

Unser Christoferuswerk berichtete damals in einer Pressemeldung über das Jubiläumsfeier des Johannes-Dyba-Gedächtniskreises vom 23.7.2010  –  und erinnerte zugleich an die Glanzpunkte im Wirken des tapferen Streiters für Gott und seine Kirche:

http://www.pressinfocom.com/1/Vor-10-Jahren-starb-der-Loewe-von-Fulda_540966.html

Auf Anregung vieler Freunde und Mitstreiter begann das Christoferuswerk in Münster kurz danach mit einer Unterschriften-Aktion für die Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba, die ein großes Echo fand und  von namhaften Persönlichkeiten unterzeichnet wurde.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks


Erfolgreiche Aktion für Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba

Prominente Unterstützung, zB. von Vier-Sterne-General Henning von Ondarza

Unser Christoferuswerk in Münster setzt sich per Unterschriftensammlung für eine Seligsprechung des Bischofs von Fulda, Johannes Dyba, ein. Der am 23.7.2000 überraschend verstorbene Erzbischof amtierte zugleich als Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr.

Dyba war ein mutiger Mahner, der glaubensstark und unbeirrbar für die Ideale und Grundsätze des Christentums und der Sittlichkeit eintrat; sein besonderer Einsatz galt dem Lebensrecht der Kinder im Mutterleib. – Näheres hierzu: http://www.news4press.com/Vor-10-Jahren-starb-der-Loewe-von-Fulda_540966.html

Das christliche Infoportal „Medrum“ präsentiert ein Formular zum Ausdrucken und Unterzeichnen: http://www.medrum.de/files/Unterschriftenblatt%20Dyba.pdf

Prominente aus Kirche, Militär und Politik unterstützen die Petition für eine Seligsprechung des „Löwen von Fulda“, darunter Vier-Sterne-General Henning von Ondarza – ehem. Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte Europa-Mitte – und seine Frau Christiane.

Zu den kirchlichen Persönlichkeiten, die pro Dyba-Seligsprechung unterzeichneten, gehört Prälat Christoph Casetti, Bischofsvikar, Domherr und Pressesprecher des Bistums Chur (Schweiz).

Aus Österreich unterschrieb Dr. Gerhard M. Wagner, Pfarrer in Windischgarsten und „Fast-Weihbischof“ von Linz. (Pfr. Wagner wurde von Papst Benedikt XVI. zum Weihbischof ernannt, verzichtete aber am 16.2.2009 aufgrund massiver linkskatholischer Proteste auf die Übernahme des Amtes bzw. reichte beim Papst sein Rücktrittsgesuch ein, dem stattgegeben wurde.)

Zu den Unterstützern der Petition gehört zudem Prälat Ulrich Küchl, österreichischer Komponist und früherer Propst von Stift Eisgarn sowie ehem. Regens des Priesterseminars von St. Pölten. Die Medienwissenschaftlerin Dr. Gabriele Waste unterschrieb ebenfalls.

Auch in Deutschland unterzeichneten namhafte kirchliche Persönlichkeiten die Seligsprechungs-Aktion, darunter der Priester und Dogmatiker Prof. Dr. Johannes Stöhr: er ist zugleich Chefredakteur der Zeitschrift “Theologisches” und seit fast 30 Jahren Mitglied der Päpstlichen Akademie des hl. Thomas v. Aquin.

Auch aus der Politik kamen Unterschriften für die Dyba-Petition, z.B. vom CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis und seiner Frau Anneliese; außerdem von Monika Brudlewski: die CDU-Politikerin aus Sachsen-Anhalt war 12 Jahre Mitglied des Bundestages. Auch der Lebensrechts-Experte und Buchautor Roland Rösler, hessischer CDU-Landtagsabgeordneter von 1977-1999, plädiert für eine Seligsprechung Erzbischof Dybas.

Der kath. Sozialethiker Prof. Dr. Manfred Spieker aus Osnabrück unterschrieb die Petition ebenfalls. Zu den Unterzeichnern gehören zudem:
Prof. Dr. Hilmar Krenn, Akadem. Direktor des Geographischen Instituts, Mainz
Matthias von Gersdorff, Buchautor, Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“
Reinhard Dörner, Vorsitzender des Kardinal-von-Galen-Kreises
Gertrud Dörner, Vorsitzende der Marianischen Liga
Pater Lothar Groppe SJ, Publizist, ehem. Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr
Prälat Edmund Dillinger, Gründer der CV-Afrika-Hilfe, Kuratoriumsmitglied des „Forum Deutscher Katholiken“.
Baronin Hedwig Beverfoerde, Vorsitzende der Initiative „Familienschutz“

Interessanterweise wurde die Seligsprechungs-Petition auch von einer Reihe evangelischer Christen unterzeichnet; dazu gehören z.B. lutherische Ordensfrauen aus Schönebeck sowie Diego Leipnitz, Vorstandsmitglied der CDL Sachsen und christlicher Buchhändler.

Das Christoferuswerk versendet eine umfangreiche Dyba-Buchdokumentation unter dem Titel „Unverschämt katholisch“ mit fast 600 Seiten Interviews, Predigten und Artikel von Erzbischof  Dyba: das Beste aus seinem Werk in diesem einzigartigen, über 1 kg schweren Buch für nur 22 € und Porto:

Christoferuswerk, 48167 Münster Schlesienstr. 32   –  Tel. 0251-616768   – Fax 0251-614020  


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Erzbischof Johannes Dyba war ein Fels in der Brandung

PRESSEMELDUNG des Christoferuswerks vom 26.7.2010

Schon zu Lebzeiten erhielt Johannes Dyba von katholischen Gläubigen und auch von vielen Mitgliedern anderer christlicher Konfessionen den respektvollen Ehrentitel: „Der Löwe von Fulda“.

Erzbischof Dyba, Oberhirte des Bistums Fulda, der zugleich als deutscher Militärbischof amtierte, erwies sich als Kirchenmann von Format und als tapferer Gottesstreiter, der dem Zeitgeist die Zähne zeigte und die Gebote Gottes unerschrocken verkündete, ob gelegen oder ungelegen.

Eben dieser Mannesmut vor „Königsthronen“ – genauer: in der couragierten Auseinandersetzung mit den Herrschenden in Politik, Medien und Gesellschaft – machte den markigen Erzbischof über die Konfessionsgrenzen hinweg beliebt bei glaubenstreuen Verbänden und Gruppen, beim einfachen Volk ebenso wie bei gleichgesinnten Persönlichkeiten.

Die ehrfurchtsvolle Würdigung „Der Löwe von Fulda“ kommt nicht von ungefähr, gab es doch bereits den vielverehrten und inzwischen seliggesprochenen „Löwen von Münster“:

Kardinal Clemens Graf von Galen war Bischof von Münster in schwerer Zeit und ein tapferer Bekenner gegen den Ungeist des Nationalsozialismus, der sich weit über Deutschland hinaus großes Ansehen erwarb. Seine weltberühmten Predigten gegen die altheidnische Diktatur der Nationalsozialisten wurden damals im Inland heimlich weitergegeben (das Verbreiten von Galen-Predigten war strafbar), im Ausland galten sie als beispielhaft für das „andere Deutschland“.

Dr. Johannes Dyba, der „Löwe von Fulda“, kämpfte ebenfalls an geistigen Fronten – und zwar gegen den neuheidnischen Ungeist unserer Zeit: er geißelte vor allem den Massenmord an wehrlosen Kindern im Mutterleib. Der Bischof von Fulda beließ es freilich nicht bei deutlichen Worten – er setzte auch klare Zeichen: dazu gehörte vor allem das von ihm ins Leben gerufene „Glockenläuten für die Ungeborenen“ am 28. Dezember, dem kirchlichen Gedenktag der „Unschuldigen Kinder“ zu Bethlehem.

Wer an Erzbischof Johannes Dyba denkt, wird leicht an einen anderen Namensträger erinnert: an den tapferen Bußprediger Johannes den Täufer. Von ihm heißt es im Neuen Testament: „Ein Mann trat auf, von Gott gesandt – sein Name war Johannes.“ (Joh 1,6)

Dies wird man auch von Johannes Dyba sagen können. Dieser eindrucksvolle Bischof, der sich mit seiner Unbeugsamkeit Respekt bei Freund und Feind (!) erwarb, verstarb am 23. Juli 2000 völlig unerwartet und zur großen Bestürzung seiner Freunde und Anhänger. Kurz vorher hatte er noch an einer Hochzeitsfeier teilgenommen.

Wenige Tage zuvor gab es lautstarke Proteste und Schreikonzerte ltralinker und schwuler Gruppen wegen seiner eindeutigen Kampfansage gegen das damals geplante und mittlerweile eingeführte Gesetz zur „Homo-Ehe“, genauer: zu homosexuellen „Lebenspartnerschaften“. Erzbischof Dyba hatte auch bei diesem Thema Flagge gezeigt und dem Gesetzesvorhaben ohne Wenn und Aber widersprochen.

Dieser unerschrockene Streiter für die Zehn Gebote und die Schöpfungsordnung Gottes, der die Konfrontation mit den Mächtigen seiner Zeit nicht scheute, ist in den Herzen vieler Gläubiger weit über das Bistum Fulda hinaus unvergessen.

Zum jährlichen Pontifikalamt im Fuldaer Dom, das zu seinem Gedenken gefeiert wird, strömen Gläubige aus nah und fern, kommen Dyba-Freunde aus ganz Deutschland angereist. Der „Löwe von Fulda“ wird in Ehren gehalten von jung und alt, von katholischen und auch von vielen evangelischen Christen, aus derem Munde man nicht selten den Stoßseufzer hört: „Ach hätten wir doch auch einen Dyba gehabt!“

Ja, die Katholiken hatten „ihren Dyba“  –  und nun fehlt er ihnen mehr denn je.

Diesem Gottesstreiter würde auch heute das passende Wort zur rechten Zeit einfallen, er würde sich als „Fels in der Brandung“ bewähren, biblische Wahrheiten verkünden, die kirchliche Lehre unverkürzt vertreten – und sich nicht etwa mit Zeitgeist-Gefälligkeiten anbiedern oder rhetorische Eiertänze veranstalten wie manch andere Würdenträger.

Zur Homo-„Ehe“ würde er sagen: „Mit diesem Gesetz können wir uns niemals abfinden!“ – Zum vieldiskutierten Adoptionsrecht für Homosexuelle würde er ebenfalls Klartext sprechen. Die zunehmenden Attacken gegen das menschliche Leben auch auf gesetzlicher Ebene – von der Gentechnik über Abtreibung bis zur Euthanasie – würden sicher seinen „heiligen Zorn“ herausfordern.

Aber auch der innerkirchlichen Verirrung und Verwirrung würde Erzbischof Dyba die Stirne bieten. Seine Hirtensorge würde vor allem der Wiederherstellung von Glaubwürdigkeit, Sittenreinheit und Ordnung in der Kirche gelten.

An diesen herausragenden Mut erinnerte auch die feierliche hl. Messe in Fulda am Freitag, den 23. Juli 2010. Obwohl das Pontifikalamt bereits um 9 Uhr begann, fanden sich Gläubige aus Nord und Süd, aus Ost und West im Dom zu Fulda ein. Der amtierende Bischof von Fulda, Heinz-Josef Algermissen, zelebrierte den Gedenkgottesdienst mit zwei Weihbischöfen und dem Regens des Fuldaer Priesterseminars, Dr. Cornelius Roth, einem Neffen Dybas. In seiner Ansprache würdigte Bischof Algermissen das unermüdliche Eintreten von Erzbischof Dyba für das Lebensrecht der Ungeborenen.

Nach der hl. Messe begaben sich Zelebranten und Kirchenvolk zur Johanneskapelle innerhalb des Doms, in der Johannes Dyba begraben liegt. Da er zugleich Militärbischof war, legten auch hochrangige Vertreter der Bundeswehr und des Militärbischofsamts einen Kranz an seiner Grabstätte nieder.

Anschließend lud der Johannes-Dyba-Gedächtniskreis die Gläubigen zu einem Festakt ein, an dem – neben Mitgliedern der Familie Dyba – auch der ehem. CDU-Parlamentarier Martin Hohmann, der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis sowie Malteser-Präsident Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin teilnahmen.

Zu den Gästen gehörten außerdem die bekannte Lebensrechtlerin Johanna Gräfin von Westphalen, die den Johannes-Dyba-Gedächtniskreis gemeinsam mit Johannes Kauka aus Berlin – einem Patensohn Dybas – ins Leben rief. Auch Mechthild Löhr, die Vorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), war unter den Gläubigen, die an der Feier in Fulda teilnahmen.

In seinem inhaltsreichen Vortrag erinnerte der Sozialethiker Prof. Dr. Manfred Spieker daran, daß der Staat auf klare ethische Maßstäbe keineswegs verzichten kann. Das Mitglied der „Päpstlichen Akademie für das Leben“ stellte fest, daß die Rechtmäßigkeit des Staates nicht zuletzt davon abhängt, ob er die Menschenwürde respektiert. Der Schutz des menschlichen Lebens von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod sei eine Kernaufgabe der christlichen Gesellschaftslehre, betonte der Osnabrücker Sozialethiker unter dem Beifall der Zuhörer.

Prof. Spieker erläuterte, daß der Rechtsstaat sich letztlich selber aufhebt, wenn er seine Schutzpflicht aufgibt und seiner Verantwortung für das Lebensrecht aller Menschen nicht gerecht wird.

Außerdem wandte sich der Redner glasklar gegen die „künstliche Befruchtung“; hierdurch entstehen sog. „überzählige Embryonen“. Diese kleinste Erscheinungsform des Menschen sei keine „Sache“, so Prof. Spieker, über die man nach Belieben „verfügen“ könne; an den überzähligen Embryonen als Ergebnis der künstlichen Befruchtung würde vielmehr eine „neue Form der Sklaverei“ praktiziert: sie seien die „Sklaven des 21. Jahrhunderts“, da sie nicht wie Personen, sondern wie „Sachen“ behandelt würden, als seien sie quasi das „Eigentum“ derer, die meinen, über sie verfügen zu dürfen.

Sodann erinnerte der Redner an die Verantwortung der Politiker für die sittliche Ordnung, die auch gegen eine mögliche Mehrheit gewährleistet sein müsse. Die Bischöfe seien ebenfalls aufgefordert, für die Gültigkeit des Sittengesetzes einzutreten. Zu ihrer Hirtenaufgabe gehöre es vor allem, die Gläubigen vor den „Wölfen“ zu schützen, die in die Herde eindringen, um sie zu verwüsten.

„Kein deutscher Bischof wurde diesem Auftrag mehr gerecht als Johannes Dyba“, betonte Prof. Spieker. Dieser unbeirrbare Oberhirte habe auch seinen bischöflichen Mitbrüdern das unantastbare Lebensrecht der Ungeborenen in Erinnerung gerufen. Vor allem durch seine Ablehnung der „Tötungslizenz“ bzw seinen Ausstieg aus der staatlichen Schwangerschaftskonflikt-Beratung habe sich Erzbischof Dyba im September 1993 als „einsamer Leuchtturm“ innerhalb der Kirche in Deutschland erwiesen.

Zwei Jahre später folgte der Vatikan dem Lebensrechts-Signal des Fuldaer Bischofs, der sein Bistum aus der staatlichen Abtreibungs-Zwangsjacke befreite: Der Papst forderte nunmehr alle deutschen Bischöfe zum konsequenten „Ausstieg“ aus dem System der Abtreibung auf, zu dem die „Schwangerschaftskonflikt-Beratung“ gehörte.

Es dauerte allerdings weitere vier Jahre, bis die deutschen Oberhirten sich den römischen Weisungen „beugten“. Als Erzbischof Dyba 1993 als unerschrockener Hirte voranging, hatte er wohl kaum vermutet, daß es sage und schreibe sechs Jahre dauern würde, bis ihm die anderen Bischöfe folgen – und auch dies nur durch massiven päpstlichen Druck.

Prof. Spieker erhielt für seine präzisen und fundierten Ausführungen langanhal-tenden Beifall, ebenso die kath. Schriftstellerin Gabriele Kuby, die als zweite Rednerin zu Wort kam und den Oberhirten von Fulda ebenfalls als leuchtendes Vorbild für die Kirche würdigte – und auch als bischöflicher Vater seiner Gläubigen:

„Der Vater steht fest, wo das Kind schwankt. Er besitzt Klarheit, wo das Kind verwirrt ist. Er hat den Geist der Unterscheidung – und damit die Kraft zur Entscheidung….Wie wichtig ist es in einer Zeit, in welcher der irdische Vater zunehmend abhanden kommt – leider inzwischen auch die Mutter – daß die Stelle des Vaters in der Welt für die Wahrnehmung der Seele noch besetzt ist.“

Sodann erinnerte Frau Kuby an den bischöflichen Wahlspruch von Johannes Dyba: „Kinder Gottes sind wir.“ – Seine Begeisterung für Gott, seine Freude am Glauben, sein frohes Bewußtsein der Gotteskindschaft kam schon in seiner Amtseinführung zum Ausdruck. Damals – am 4. September 1983 – jubelte er geradezu in seiner Predigt:

„Kinder Gottes sind wir – von IHM gewollt, von IHM geliebt – und was ist unsere Zukunft, unsere endgültige Bestimmung? – Doch nichts anderes als die vollständige Freude bei Gott, die ewige Seligkeit. Da sollten wir uns nicht freuen?!“

Danach sprach Bischof Dyba seine Gläubigen in einer Ansage von ergreifender Schlichtheit direkt an: „Ich bin so glücklich, da zu sein. Ich bin so glücklich, daß Ihr da seid. Von nun an wollen wir als Kinder Gottes zusammen glücklich sein: Das ist das ganze Programm!“

Das also war sein „ganzes Programm“: gemeinsam mit seinen Gläubigen „als Kinder Gottes glücklich sein“. Diese geradezu anrührende Episode zeigt einmal mehr: Hinter dem streitbaren Kämpfer Johannes Dyba steckte beileibe kein „Hagestolz“, kein Machtmensch und kein Sturkopf. Sein Glaube und sein Charakter waren zutiefst geprägt von „kindlicher“ Freude an Gott und seiner Botschaft – verbunden mit mannhaftem Mut, erfrischender Herzlichkeit und einem überragenden geistigen Format.

Eben dies war es, was seine Freunde an ihm liebten, was selbst seine Gegner an ihm respektierten: seine Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit, seine Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit, seine unbeugsame Tapferkeit und seine nie versiegende Glaubensfreude.

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks eV.


45 Kommentare on “DYBA-Seligsprechung”

  1. Frank sagt:

    Dass Herr Dyba sich so für ungeborene Kinder eingesetzt hat, ehrt ihn. Nur wer setzt sich für die vielen geborenen Kinder ein, die elend verrecken, weil wir unsere fetten Bäuche mästen? Nein, dafür kann man Herrn Dyba nicht selig sprechen. Dieses Denken, das ihn mit dem unseligen Papst Johannes-Paul II verbindet, der sich bei den Vergewaltigungen im ehemaligen Joguslawien nicht um die geschändeten und gequälten Frauen kümmerte, sondern nur darauf bedacht war, dass diese nicht abtreiben. Deshalb haben die beiden sich auch gut verstanden. Ich bin froh, dass mit den jetzigen Papst die Kirchenfürsten nicht mehr das Sagen haben werden, sondern hoffentlich die Menschlichkeit.

    • Guten Tag,
      gerade die katholische Kirche, vor allem viele Ordensleute und Missionare, kümmern sich weltweit um geschändete und gequälte Frauen. Wo haben denn die organisierten Abtreibungsbefürworter in den Entwicklungsländern Hilfsstellen für Frauen in Not Krankenhäuser, kostenlose Schulen für Mittellose etc? Gerade die katholische KIRCHE kümmert sich weltweit um Notleidende – und nicht die Abtreibungslobby! – Im Falle einer Vergewaltigung ist die Tötung des Kindes keine Lösung, sondern ggf. das Angebot einer Adoptionsfreigabe. Der Täter muß bestraft werden, nicht das unschuldige Kind (noch dazu mit dem Tod!). Der jetzige Papst ist übrigens ebenfalls klar gegen Abtreibung – wie die vorigen Päpste und wie Erzbischof Dyba!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

    • Osterglocke sagt:

      http://www.st-joseph-fulda.de/fuldastjoseph/Pfarrbrief/webpfarrbrief.pdf

      Am 23.07.2014 um 9.00 Uhr ist es wieder soweit, dann ist Gottesdienst für Johannes Dyba.

    • Osterglocke sagt:

      Hallo Frank,

      es gibt sehr viele Kinder, die weltweit unnötig verhungern.

      Sehr viel Nahrungsmittel werden unnötig weggeworfen

    • Osterglocke sagt:

      Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg, Fuldas früherer Weihbischof hat übrigens sein 19. SPORTABZEICHEN gemacht.

  2. […] ich Fulda noch aus den Zeiten des Ansichtskartensammlers und Erzbischhofs Johannes Dyba, dessen Seligsprechung zur Zeit gefordert wird, und dem CDU-Hardliner Alfred Dregger kenne, war es für mich sehr spannend, in diesem politischen […]

  3. Uli sagt:

    http://www.ibofox-reisen.de/videos/video/O_8J5WP-2MU/

    hier habe ich ein Video gefunden vom Bonifatiusfest 2000 in Fulda (Osthessen-News)
    Das Video könnt ihr nun ungekürzt genießen.

    Johannes Dyba bekommt übrigens täglich, vielleicht sogar im Minutentakt oder
    maximal im 5-Minutentakt Besuch an seinem Grab. Dort steht immer jemand
    in der Johanneskapelle und betet. Über diese regelmäßigen Gebete freut er sich
    bestimmt sehr.

    Man hat ja geschrieben, dass man das Gefühl hatte, dass er bereits kurz nach seinem
    Tod als ein Heiliger verehrt wurde (der viele Blumenschmuck usw.) und ich hatte
    fast das Gefühl, er wird wie ein Popstar vergöttert.

    Diese Zeiten sind aber vorrübergegangen (bereits vor diesem Blumenschmuckverbot),
    der Alltag ist eingekehrt und die Menschen haben ihn nicht vergessen.

    • Uli sagt:

      gestern morgen um 9.00 Uhr war im DOM Gottesdienst für Johannes Dyba.

      Aus jeder Altersgruppe waren “Kirchgänger” da.

      Ich war angenehm überrascht, wieviele Menschen an einem ganz normalen Dienstag
      zum Dom gekommen sind.

      • Guten Tag,
        sehr schön, daß Sie zur Gedenkmesse für Erzbischof Dyba gegangen sind.
        Ich war in den letzten Jahren mehrfach am 23.7. deswegen in Fulda, danach gab es weitere Gedenkveranstaltungen, aber diesmal hatte ich im Vorfeld nichts erfahren. Aber Ihre Hinweise auf den guten Besuch der Dyba-Messe zeigen, daß dieser vorbildliche Oberhirte nach wie vor unvergessen ist.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

      • Uli sagt:

        Hallo Frau Küble,

        ich bin auch nur mal auf gut Glück nach Fulda gefahren, da die letzten Jahre ja immer um 9.00 Uhr Gottesdienst war. Gesehen habe ich in der Fuldaer Zeitung quasi die
        “Erinnerungs-Anzeige an Johannes Dyba” – dies ist ja auch nicht so selbstverständlich nach 13 Jahren, stimmts ? (könnte ja auch ein Dauerauftrag sein, man weiß es nicht so genau)

        Vergessen wird Johannes Dyba niemals und nie in Fulda, solange unsere Generation lebt jedenfalls nicht – was danach kommt, wissen wir nicht.

        Können Sie mir verraten, wie es funktionieren soll, Johannes Dyba zu vergessen ?

        Die Menschen denken positiv an ihn oder negativ – aber keinem ist er gleichgültig.

        Johannes Dyba war denke ich die QUOTE DER KIRCHENBESUCHER nicht so
        wichtig.

        Das Volk jubelt ihm nicht in Massen zu, aber der HARTE KERN bleibt –
        mit oder ohne Seligenschein.

      • Ulrike sagt:

        Habe ich euch eigentlich auch erzählt, dass damals ein Mann neben mir stand der im Anschluß an den Gottesdienst am Grab geweint hat. Das Bild geht mir gar nicht aus dem Kopf.
        Nicht bei jedem kullern die Tränen, das ist ja auch bei jedem Menschen anders.

        J. Dyba war von 1983 bis 2000 in Fulda als Bischof tätig und er hat ja mal wo geschrieben, dass er in Fulda zur Ruhe gekommen sei und da gibts glatt Menschen, die behaupten, sein größer Fehler sei es gewesen, dass er es nicht lange als Bischof ausgehalten habe. Er sei das nicht gewohnt gewesen, an einem Ort zu bleiben – da er ja vorher immer mal woanders hinversetzt wurde. DAS ist doch echt der Hammer, wenn jemand ihm das vorwirft – oder?

  4. Baju bayi sagt:

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  5. Uli sagt:

    Eben habe ich eine Auszug aus einem Buch über Selig-Heiligsprechungsverfahren im Internet gefunden.

    Ihr habt eine Menge Arbeit auf Euch genommen, dafür danke ich Euch schon einmal im voraus.

    Von Kirchenrecht habe ich ja gar keine Ahnung und ich habe mir nur mal ein paar Begriffe eingeprägt:

    – Aktor
    – Postulator
    – Generalpostulator
    – Idealismus, trotzdem Objektivität
    – römische Phase – fester Wohnsitz in Rom
    – Diozäsanprozeß leitet der Bischof von dem Ort, an dem die seligzusprechende
    Person verstorben ist bzw. Wunder gewirkt hat.

    Ich höre jetzt nach monatelangem Denken doch eher auf mein Bauchgefühl
    und sage jetzt mal hier JA zur Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba
    – meine Unterschrift bekommt Ihr noch per Post zugeschickt.

    Ein paar Unterschriftenblätter habe ich bereits ausgedruckt und werde diese verteilen.

    Ulrike

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  9. Uli sagt:

    Grüß Gott,

    ich habe die passende Predigt gefunden zu dem “ältesten” Foto von Johannes Dyba in Fulda.

    Am 4. September 1983 stehen wir alle ganz aufgeregt in Fulda und sind gespannt auf
    den “NEUEN” Bischof von Fulda.

    Ein paar kurze Auszüge der Predigt schreibe ich euch hier mal, denn es gibt ja kein
    Ende ohne ein Anfang:

    KINDER GOTTES SIND WIR

    – Wie einem zumute ist, wenn einem gerade der Bonifatiusstab überreicht worden ist und man so in eine jahrhundertealte Tratition eintritt, kann man kaum beschreiben. Das kann man auch in keinem Konzept vorhersehen.

    Das ist ja, als ob der Himmel der Kirchengeschichte sich plötzlich auftäte und und der heilige Bonifatius selbst schaute herab – und hinter ihm die gewaltige Schar all der Gelehrten, der Helden, der Heiligen, die sein Werk durch die Jahrhunderte fortgeführt haben. Da kann man schon erschrecken und sich fragen: wer bist du denn eigentlich, daß du jetzt hierstehst?

    – Das Konzil haben wir gehalten. Die Synoden auch, die Räte und Körperschaften sind konstituiert. Alle Zentralstellen, Planstellen, Leid- und Schaltstellen sind besetzt, von der Organisation her ist alles bestens vorbereitet – manchmal mehr als das – , und doch beschleicht uns oft das Gefühl einer gewissen Leere, als ob die Grundwasser sinken, als ob der
    Boden, auf dem wir stehen, doch absackt, als ob da eigentlich der zündende Funke fehlt, der allein dem so gut organisierten Volk Gottes den letzten Impuls zum Aufbruch geben könnte.

    Das ist es ja auch, was einem nach langen Jahren in der Dritten Welt bei der Rückkehr nach Deutschland so auffällt: Aus allen Leitungen kommt Wasser, überall gibt es Licht und Strom und Luxus, alle Leute sind satt und gut angezogen, jeder hat seine eigene Wohnung, sein eigenes Bett und fast jeder hat ein Auto. – Und trotzdem, bei all diesem im Vergleich zur übrigen Welt fast unglaublichen Wohlstand, bei dieser fabelhaften Organisation: wie wenig glückliche Gesichter sieht man doch! Und wieviele unzufriedene, verbitterte und vor Angst zerstörte Gesichter. Und wie bestürzend ist es, zu sehen, wie wenig wir Christen uns abheben von dem allgemeinen Bild. Wir Kinder Gottes, die Erlösten, denen das Reich Gottes verheißen ist, wieviele verkrampfte und gleichgültige Gesichter gibt es doch auch bei uns. JA, selbst
    bei den Jüngern Christi, den Priestern und Ordensleuten gibt es doch zuviele, die eher die Stirn runzeln oder übermüdet abwinken als durch das Leuchten ihres Gesichtes zu zeigen, daß der Finger Gottes sie berührt hat.

    So – wenn ihr die Predigt komplett lesen wollt, dann könnt ihr das tun und zwar einmal in dem
    Buch: Dyba – Worte in die Zeit oder in dem Buch: Unverschämt Katholisch.

    Wenn ich nun noch das Lied: Alle Knospen blühen auf höre, dann fühle ich mich
    ein paar Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt – immerhin 30 Jahre !!!
    “17 Jahr, kein blondes Haar” Wie die Zeit vergeht.

    Wer hat eigentlich die Fotos ausgesucht, die vorne auf diesen beiden Büchern abgedruckt sind?

    Gerade bei dem Buch “Unverschämt Katholisch” muß es eigentlich jemand gewesen sein,
    der J. Dyba sehr gut kannte.

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  11. Uli sagt:

    Ist der Glaube denn wirklich so stark geworden wie ein Baum ?????

    Hat nicht sogar einer der Jünger (oder wer auch immer) Angst gehabt, ob JESUS bei
    seiner Wiederkunft überhaupt noch GLAUBEN vorfindet ?

    Oder sitze ich wieder mal auf der Leitung ?

    Meint er den GLAUBEN an sich oder meint er den Glauben der Menschen ?

    Ich habe auch erst einmal nachgelesen, was Selig überhaupt bedeutet.

    Selig bedeutet auch “glücklich” und das wird er hoffentlich sein, auch ohne das wir ihm das erst bescheinigen.

    Die Bedingungen für den Beginn des Seligsprechungsprozesses ist in der Regel, dass
    der “Kandidat” bereits 5 Jahre verstorben ist.

    Ein Kirchenanwalt muß sorgsam prüfen, ob auch etwas gegen den Seligsprechungsprozess
    vorliegt. Also seit alle ehrlich, sonst bringts ja auch nichts.

    Ein DIENER GOTTES war J. Dyba – das sage ich jetzt einfach mal so, das ist ja auch schon ganz schön viel, wenn man das von jemand sagen kann.

    Ist er ein ehrwürdiger Diener Gottes, hat er ein “heiliges” Leben geführt ?

    Was wir jetzt erstmal erreichen wollen, ist ja der Beginn eines Seligsprechungsprozesses –
    für diesen bedarf es wirklich keine Wunder.

    Aber – und das ist ja das Ziel – für die Seligsprechung dann bedarf es dann doch eines
    Wunders und da liegt bisher ja noch keins vor.

    Setzt man sich da nicht ganz schön unter Druck ?

    Ein Seligsprechungsprozess und die Seligsprechung sind wohl zwei paar Schuhe, aber das eine ist doch das Ziel des anderen, so sehe ich das.

    Johannes Dyba hat die Menschen gespalten, die einen liebten ihn und die anderen haßten ihn – so stehts mehrfach geschrieben.

    Was bedeutet eigentlich rein religiös “verehren” ??? Da habe ich schon wieder keine Ahnung.

    Es reicht doch, wenn wir ihn nicht vergessen und an ihn denken.

    Rein egoistisch gesehen ist es schon ein tolles Gefühl, wenn man die persönlichen
    Augen eines Seligen kennt.

    • Guten Tag,
      ja, Christus hat gesagt: “Wenn ich wiederkomme, werde ich noch Glauben finden auf Erden?” – Das bedeutet, daß es dann kaum noch wahrhaft Gläubige geben wird, dafür sorgt schon der Antichrist, der nicht nur die Welt, sondern auch das “fromme Völkchen” zu verführen weiß (nämlich mit “Zeichen und Wundern” von unten).
      Bei einer Seligsprechung muß man eben Schritt für Schritt vorgehen. Der erste wichtige Schritt sieht so aus, daß es ein echtes Interesse an dem Betreffenden im Kirchenvolk gibt. Daher ist die Unterschriftensammlung sinnvoll, denn sie drückt eben dieses aus.
      “Verehrung” eines Seligen oder Heiligen kann verschiedenes bedeuten: Nacheiferung seiner Tugenden, Bewunderung seines Vorbildes, Anrufung als Fürsprecher.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      • Uli sagt:

        Liebe Frau Küble,

        mir ist dieser Text mit dem Glauben, der geworden ist wie ein Baum, wie Jesus es vorausgesagt hat, nicht aus dem Kopf gegangen.

        Gestern abend, eher nach Mitternacht noch, habe ich die Bibel durchstöbert und nach der passenden Bibelstelle gesucht.

        Es geht um das Reich Gottes. Mit ihm ist es so wie mit einem Senfkorn, dass man sät und sich dann zu einem mächtigen Baum entwickelt, in dem die Vögel nisten.

        Soweit finde ich ja alles ok.

        Ich verstehe es aber immer noch nicht so ganz, wie Johannes Dyba dies gemeint hat.

        Er hat doch immer wieder erwähnt, dass ihn die Kirchenaustritte nicht so sehr viel belasten wie die Tatsache, dass der Glaube der Menschen nachläßt.

        Nun lobt er den starken Glauben so, der die Jahrtausende überdauert hat.

        Viele Menschen glauben an JESUS oder glauben noch an JESUS, aber viele sehen in JESUS den MENSCHEN, den sie als Vorbild ansehen können. Glauben denn sehr viele
        Menschen daran, dass JESUS der SOHN Gottes ist, dass er von den Toten auferstanden ist.

        Gestern habe ich mir die Predigt das erste mal durchgelesen bzw. habe mir das erste Mal darüber Gedanken gemacht und bin prombt an dieser einen Stelle schon hängen geblieben.

        Die Stelle hört sich schön an und wenn das alles wahr ist, was Johannes Dyba sagt,
        dann ist es ja auch wunderbar – aber dieses Bild mit dem “starken Glauben”
        widerspricht doch dem, was er sonst immer gesagt hat, nämlich der Glaubensverlust ihm zu schaffen macht.

        Das finde ich schön am Internet, man kann sich eine Predigt in Ruhe nochmals durchlesen und vielleicht sogar noch die eine oder andere Frage stellen. Das würde ich im wahren
        Leben auch ab und zu machen, aber einmal traue ich es mich nicht und zweitens hetzen
        Priester von einem Termin zum anderen.

        Vielleicht ist der Glauben ja auch “weltweit” stärker geworden und läßt nur bei uns nach,
        kann ja auch sein.

        Ach und dann ist mir noch etwas eingefallen. Johannes Dyba hat sich immer so
        über die Bürokratie beschwert und das viele Papier. Wenn er nun irgendwann vielleicht tatsächlich selig gesprochen wird und die WELT untersucht Wunder, untersucht Heilungen –
        das gibt einen sehr sehr großen Papierhaufen und total viele Diskussionen, die er gar nicht so gemocht hat.

        Wenn dann Heilungen eintreten, die medizinisch untersucht werden müssen ist das soweit ja gut – aber ohne GLAUBEN daran, das ein Wunder durch ihn geschehen ist, geht es auch nicht. Nur mit Verstand und Vernunft gehts auch nicht.

        Übrigens ist mir ein unvergessener “einfacher DIENER GOTTES” lieber als ein
        vergessener Seliger, ein vergessener HEILIGER.

  12. Zu dem Ansporn zur Gottes – und Nächstenliebe bei Frau Küble in der Anmerkung vom 03.01.13 fällt mir die Lehre aus der islamischen Mystik ein, die ein Geistlicher seinen Schülern vermittelte, sinngemäß etwa derart, daß ein Mensch sich gar nicht dahinein verrennen müsse, Gott lieben zu wollen oder zu müssen. “Wenn ihr glaubt, Gott lieben zu müssen, befindet ihr euch noch im Zwang!”. Die wirkliche Befreiung beginne erst da, wo ein Mensch aus dem Erleben der absoluten Liebe heraus zu leben beginnt, wo sich also der Mensch von Gott bedingungslos geliebt fühlt. Hier scheint mir das Wunder der Akzeptation zu wirken, das gerade bei Jesus so heilsam für uns werden kann: All meine Schwächen und Schwierigkeiten dem Feuer der Liebe zu übergeben. Um dann diese ungeheure Kraft zu einem der uralten Menschheitsträume entwickeln zu können, der Traum des Garten Gethsemane: “Steck´ dein Schwert in die Scheide!”.
    Der Traum vom Frieden. Befreiung zum Frieden…

  13. Zu der Anmerkung von Frau Küble über die Bedingungshaftigkeit, ein “Kind Gottes” zu sein:

    Notwendigerweise müßte man unter der angegebenen Prämisse jene als “Kinder Gottes” ausschließen, die das Taufritual – aus welchem Grund auch immer – nicht vollzogen haben.
    Dies hätte zweierlei zur Folge: Ich müßte also die Ungetauften diesbezüglich als ausgeschlossen ansehen – sie wären demnach keine “Kinder Gottes” im eigentlichen Sinne.
    Der daraus folgende zweite Aspekt erscheint mir als eine sehr feine Gesetzmäßigkeit, die von den großen Persönlichkeiten einer gelebten Güte, von denen der Nazarener nach unserer Überlieferung eine besondere war, erkannt wurde: IMMER, wenn ich andere Menschen ausschließe oder als ausgeschlossen ansehe, bin ich auch schon SELBER ausgeschlossen. Im Felde der “göttlichen Gnade” bewege ich mich nur durch die Öffnung des Herzens. Diese notwendige Öffnung des Herzens ist ein großer Anspruch an uns Menschen: Sie macht uns verletzlicher und bedarf großer Behutsamkeit. Die Freude an der “göttlichen Gnade” ist unmittelbar mit der Freude verbunden, den Anderen, das “DU”, JETZT als ein aus der Liebe geborenes Kind anzuschauen, OHNE Vorraussetzungen ( Jeder lebendige Mensch muß ein Minimum an Liebe erfahren haben, sonst würde er nicht mehr leben, wodurch er ein “Kind” der Liebe, also ein “Kind Gottes” ist). So könnten uns die Pforten des Heils, von denen Sie sprechen, nach und nach erlebbar werden.

    Ein schönes Neues Jahr
    Ihr Peter Friedrich

    • Guten Tag,
      Christus selbst hat die Apostel in seinem Missionsbefehl (Mt 18) aufgefordert, überall unter den Völkern das Evangelium zu verkünden und die Menschen zu taufen auf den Namen des dreieinigen Gottes.
      Diesen Auftrag hat die Kirche ernst zu nehmen. Die Taufe ist ein wesentliches Geschenk Gottes, das uns die Kindschaft des Ewigen gnadenhalber vermittelt. Das schließt nicht aus, daß Gott auch andere Wege der Heilsrettung kennt, abgesehen davon, daß es auch die Begierdetaufe gibt. Zudem versteht es sich am Rande, daß zur Taufe als Folge dann auch das Bemühen um ein christliches Leben gehört. Die Taufe ist kein Ruhekissen, sondern ein Sprungbrett, ein Auftrag, ein Ansporn zur Gottes- und Nächstenliebe.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

  14. Nur wenn ich im Prinzip überhaupt JEDEN Menschen als “Kind Gottes” betrachte, kann ich selber ein solches sein.

    • Alle Menschen sind Geschöpfe Gottes und als sein Ebenbild erschaffen, aber “Kind Gottes” wird man durch die Taufe: durch dieses Sakrament eröffnet uns Gott die Pforten des Heils.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

  15. Thomas sagt:

    Ich bin wegen Dyba aus der Kirche ausgetreten!

    • Ulrike sagt:

      Hallo Thomas,

      aus der katholischen ?

      war er DIr zu modern ? zu konservativ ?

      Thomas, hat sich nach Deinem Kirchenaustritt jemand um Dich gekümmert ?

      Hat denn jemand versucht, DIch verlorenes Schäfchen wieder zurückzuholen ?

      Das Thema “KIRCHE” beschäftigt DICH aber, sonst wärst DU ja nicht hier.

    • Uli sagt:

      Habe gestern zwei “Dyba-Witze” gelernt.

      Witz Nr. 1

      Der Erzbischof von Paderborn steht vor der Himmelstür.
      “Herein” – sagt Gott. Der Bischof öffnet vorsichtig die
      Türe, geht zu Gott und kommt nach 7 Minuten wieder
      heraus. “Ich habe einiges verkehrt gemacht,
      das sehe ich jetzt ein”.

      Danach wird der Bischof von Trier zu Gott gerufen.
      Er ist geschlagene 20 Minuten bei Gott.
      Auch er gibt zu, sehr viel verkehrt gemacht zu haben.

      Schließlich darf endlich Johannes Dyba zu
      Gott gehen – er hatte ja lange genug gewartet.

      Nach 10 Minuten kommt Gott höchstpersönlich
      durch die Himmelstür, ist total weiß im Gesicht und
      sagt: “Oh Mann, ich habe einfach alles verkehrt gemacht”

      hahaha

      Witz Nr. 2

      finde ich nicht so gut, aber was solls…..

      Gott beobachtet in aller Stille vom Himmel aus sein Werk.
      Besonders schaut er sich heute mal die Bischöfe
      an. “Oh je, was ist denn in Fulda passiert ?”
      Da habe ich ja glatt einen vergessen, der
      ist doch schon seit dem Mittelalter da.
      “Den muß ich aber sofort abberufen”

      lustig, lustig

      Habe vorhin im Internet gestöbert und eine Stelle gefunden von K. Lehmann.
      Zu ihm habe J. Dyba kurz vor seinem Tod wohl noch gesagt:
      “Ich möchte endlich keine Außenseiterrolle mehr. Ich will zurück in die Rotte”

  16. Dr.K.Blaha sagt:

    In jedem Fall sollte für Erzb.Johannes Dyba ein Informativprozess eröffnet werden, falls es noch nicht geschah. Dyba war ein guter Hirt und das Licht seines Beispiels soll weiterhin hochgehalten werden. Das gilt ebenfalls über die deutschen Kardinale Hengsbach und Scheffczyk, die man diesbezüglich nicht vergessen darf!

  17. Wilfried Hoeger sagt:

    Finde ich sehr gut! Er war jemand, der offen und ohne Scheu für den wahren Glauben eingetreten ist. Den Modernisten war er ein Dorn im Auge.

  18. Schilling sagt:

    Ich bin sehr für diese Seligsprechung. H. Schilling


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