Falsche Zahlen und unsinnige “Argumente” gegen das Betreuungsgeld

Hedwig von Beverfoerde

Daß sich das so erbittert bekämpfte Betreuungsgeld für 1 bis 2-jährige Kinder in den letzten 12 Monaten als echtes Erfolgsmodell bei den Eltern entpuppt hat, bringt die politischen Ideologen offenbar zur Weißglut.

Pünktlich vor dem Stichtag 1. August, an dem das Betreuungsgeld endlich in voller Höhe von 150 Euro/Monat an selbsterziehende Eltern gezahlt wird, kam sie, die Sommerloch-Nachricht der Woche:

Foto: Blog "Freie Welt"

Hedwig von Beverfoerde

Eine Studie der Uni Dortmund habe erwiesen, daß das Betreuungsgeld vor allem Eltern mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Schichten dazu verleite, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken.

Politiker von SPD und Grüne nutzten die angeblich neuen Erkenntnisse eifrig, ihre Kritik am Betreuungsgeld zu erneuern und  –  welche Überraschung  –  die Abschaffung der verhaßten Leistung zu fordern.

Dabei stammt besagte Studie, wie jetzt herauskam, aus dem Jahre 2013, und zwar aus der Zeit vor der Einführung des Betreuungsgeldes und basiert auf einer Befragung à la „was würden Sie tun, wenn…“

Obwohl es sich also gar nicht um aktuelle valide Zahlen von Betreuungsgeld-Empfängern handelt, spulten Politiker und alle großen Medien von SZ bis Welt wieder die gleiche alte Leier herunter, von einer Leistung, die angeblich keiner wolle und den Kindern schade.

Täuschen, tricksen, lügen  –  im Kampf gegen das Betreuungsgeld und gegen Eltern, die ihre Kinder nicht bereits ab Säuglingsalter dem Staat zur Rundum-Erziehung überreichen wollen, ist einfach jedes Mittel recht.

Da wird nicht nur mit falschen Zahlen, sondern wie gehabt mit falschen Argumenten auf das Betreuungsgeld gefeuert. Nach wie vor ist da die Rede von Kindergartenkindern (also 3 bis 6-jährigen Kindern), denen wichtige Bildung vorenthalten werde. Dabei wird das Betreuungsgeld nur an Eltern von 1- und 2-jährigen Kindern gezahlt.

In dieser frühen Zeit brauchen Kinder aber vor allem eine liebevolle, konstante und vertraute Bezugsperson, am allerliebsten ihre eigene Mutter, und kein Frühenglisch oder MINT-Qualifikationen.

Überdies reibt sich der Nachrichtenkonsument erstaunt die Augen, wie denn die sogenannte frühkindliche „Bildung“ bewerkstelligt werden soll angesichts des gleichzeitig dramatisch beklagten Erzieher(innen)mangels von 120.000 Stellen.

Die meisten Kinderkrippen sind von der empfohlenen Betreuungssituation von drei Kleinstkindern pro Erzieher(in) meilenweit entfernt. Immer wieder beklagen Erzieherinnen, daß sie den vielen verschiedenen Bedürfnissen vor allem der Kleinsten nicht gerecht werden können.

Die allermeisten Mütter und Väter können das dagegen von Natur aus  –  auch nichtdeutsche Eltern ohne Abitur  –  und sie wollen das auch: Die Antragszahlen zeigen, daß es sich das Betreuungsgeld bei den Eltern immer größerer Beliebtheit erfreut.

Freifrau Hedwig von Beverfoerde leitet die Initiative Familienschutz

Empfohlene Beiträge zum Thema

Die ganze Wahrheit über das Betreuungsgeld – Kurzvideo

Was brauchen Kinder wirklich? – Videobeitrag

Birgit Kelle: SPD wettert mit angestaubten Zahlen gegen “Herdprämie”

Kostas Petropulos: Alte Betreuungsgeld-Kritik in neuen Flaschen

Katholischer Familienverband Bayern: Viel Betreuung – viele Bildungsverlierer


“Der HERR hält auf ewig die Treue”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 146 (145),2-6.10.

Ich will den HERRN loben, solange ich lebe,
meinem Gott singen und spielen, solange ich bin.
Verlaßt euch nicht auf Fürsten,
auf Menschen, bei denen es doch keine Hilfe gibt.

Haucht der Mensch sein Leben aus
und kehrt er zurück zur Erde,
dann ist es aus mit all seinen Plänen.
Wohl dem, dessen Halt der Gott Jakobs ist
und der seine Hoffnung auf den HERRN, seinen Gott, setzt.

Der HERR hat Himmel und Erde gemacht,
das Meer und alle Geschöpfe;
ER hält ewig die Treue.
Der HERR ist König auf ewig,
dein Gott, Zion, herrscht von Geschlecht zu Geschlecht.


“Befreit Gaza von der Hamas – und Europa vom Islamisierungsprozess”

Erklärung der GAM (Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte)

Angefeuert vom extensiven Raketenbeschuss Israels durch radikalislamische Kräfte des Gazastreifens sowie inspiriert vom blutigen Vormarsch der ISIS-Dschihadisten rottet sich aktuell ein gewaltbereiter Mob desintegrierter und vielfach staatlich subventionierter Muslime auf Demonstrationen zusammen, die folgende Verhaltensweisen an den Tag legen: DSC_0335

Man skandiert antijüdische Hetzparolen im Stil der Nazis; gezeigt werden Fahnen der Hamas und der ISIS-Barbaren sowie Hakenkreuze und Hitlergrüße; Synagogen werden angegriffen und Steine auf proisraelische Demonstranten geworfen; rechtswidrige Holocaustleugnung gehört zum mentalen Grundinventar dieser oftmals mit Doppelpässen beschenkten Kräfte; nur mit Mühe und Not kann die überalterte, personell ausgezehrte und unterfinanzierte Polizei (noch) unmittelbare und schlimmere Übergriffe verhindern.

Einschüchterungsgebaren und religiös indoktrinierte Überlegenheitsgesten dieses immer als Rudel auftretenden, autoritär abgerichteten Mobs gegenüber der nichtmuslimischen Bevölkerung sind an der Tagesordnung etc…

Berlin: Haßprediger Ismail betete für den Tod der Juden

Wie weit die unsägliche Duldung, Aufenthaltsgenehmigung und Alimentierung dieses verfassungsfeindlichen und rechtswidrig demonstrierenden Mobs geht, dessen Auftreten den umfassend eingehegten einheimischen Rechtsextremismus weit in den Schatten stellt(1), zeigt die Hasspredigt eines aus Dänemark stammenden Imam Bilal Ismail in der Berliner Al-Nur-Moschee, einem bekannten Sammelpunkt von radikalen Salafisten. Dort hatte er für den Tod der Juden gebetet und gewünscht, Allah möge die israelischen Konfliktbeteiligten bis zum allerletzten Mann töten(2).

Auch in anderen europäischen Ländern eskaliert der muslimische Straßenterror…

Das letztendliche Ziel der radikalislamischen Vorhut vor der Errichtung des schariakonformen Weltkalifats ist die Zerstörung der säkular-demokratischen Gesellschafts- und Lebensordnung. DSC_0366

Dabei wenden die arbeitsteilig vernetzten Islam-Akteure gegenüber dem nachgiebigen postsäkularen Erfüllungsstaat eine mehrdimensionale Strategie mit folgenden Knotenpunkten an:

Geburtendschihad; Ausbeutung der europäischen Sozialsysteme; Errichtung einer muslimischen Gegengesellschaft inklusive Paralleljustiz; Durchsetzung zahlreicher islamischer Regularien auf möglichst vielen gesellschaftlichen Gebieten (Moscheebau; Islamunterricht; islamische Theologieinstitute; islamische Friedhöfe; Schächten; Halalfood; islamische Speisevorschriften in Kindergärten, Schulen und Gefängnisse etc); Bildung ethno-religiöser bzw. islamischer Infiltrationsgruppen in den etablierten Parteien, Medien und Verwaltungen; Dschihad-Tourismus; Koranverteilungsaktionen; Missionierungskundgebungen salafistischer und anderer radikalislamischer Kräfte usw…

Strategie von Zuckerbrot und Peitsche

Kombiniert werden dabei heuchlerische „Verständigungsveranstaltungen“ (Tag der offenen Moschee; Fastenbrechen, interreligiöser Dialog) mit aggressiven Aufmärschen und Drohkundgebungen. DSC_0014

Wie die aktuellen Demonstrationen zeigen, ist der Zeitpunkt für die Maßgabe „Wehret den Anfängen“ längst verpasst.

Im Rahmen der epochalen und multifrontalen Kriege und Konfliktszenarien im islamischen Herrschaftsraum (Sunniten gegen Schiiten; Islamisten gegen Christen; arabische Golfmonarchien gegen den iranischen Gottesstaat; Kalifat-Islamisten gegen die islamischen Monarchen und säkularen Herrscher etc.) repräsentieren gegenwärtig Ägypten und Israel eine parallele Politik der dominanten Eindämmungsrepression gegenüber der Muslimbruderschaft und ihres palästinensischen Ablegers in Gestalt der Hamas.

Gegenüber wirkungsmächtigen Akteuren mit einer durch und durch irrational-antihumanistischen Leitideologie ist diese Politik alternativlos.

Die Hamas hat mittlerweile langjährig (im Grunde zu lange) vorexerziert, wohin ein Palästinenserstaat ohne vorherige Zerstörung der radikalislamischen Machtpositionen führt. Erinnern wir uns: Auch der Wiederaufbau Nachkriegsdeutschland erforderte zunächst die völlige Zerschlagung des Naziregimes(3).

TUNESIEN: “Null Toleranz” gegenüber radikal-islamischen Kräften

Jetzt hat sich offensichtlich auch Tunesien der „Politik der harten Hand“ gegen Islamisten angeschlossen:

Nachdem militante Islamisten der Gruppe Ansar-Al-Sharia im Grenzgebiet zwischen Tunesien und Algerien zwei tunesische Militärpatrouillen angegriffen und dabei 15 Soldaten getötet hatten, verfügte nun die tunesische Regierung die sofortige Schließung der Extremisten-Moscheen, in denen der Angriff gefeiert worden war. Zudem wurde die Schließung sämtlicher Medien angeordnet, die radikales islamisches Gedankengut verbreiten und zum Dschihad aufrufen.

Eine solche Null-Toleranz-Politik gegenüber radikalislamischen Kräften und jenen Zuwanderern, die an den grund- und menschenrechtswidrigen Vorgaben des Islam festhalten, ist auch europaweit und insbesondere auch in Deutschland erforderlich.

Eine weitere Einwanderung radikal- und orthodox-islamischer Kräfte muss verhindert und deren Ausweisung erleichtert werden.

Politischer Handlungswille überfällig

Diesbezügliche rechtliche Hürden sind unverzüglich einzureißen. Fehlender politischer Handlungswille darf sich nicht länger hinter hypostasierten „Sachzwängen“ verschanzen.

Als Sofortmaßnahmen sind folgende Forderungen umzusetzen:
–    Schließung der Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln(4)
–    Festnahme, Inhaftierung und Anklageerhebung gegen islamische Hassprediger
–    Verbot von islamischen Organisationen, die offen oder verdeckt zum Dschihad aufrufen, antijüdische Hassparolen verbreiten, „Ungläubige“ diskriminieren und vom Ausland (Türkei, Saudi-Arabien, Iran, Palästinensergebiete etc.) gesteuert werden.
–    Verbot bzw. Nichtgenehmigung von antiisraelischen Hetzkundgebungen
–    Aufbau von polizeilichen Sondereinsatzkräften zur Bekämpfung antizipierbarer muslimischer Ausschreitungen
–    Umlenkung von Ausgaben für die gescheiterte  „interkulturelle“ Integrationsarbeit (pseudopädagogische Verhätschelung von fehlsozialisierten Muslimen) und den „Beratungsstellenwildwuchs“ der Migrationsindustrie(5)in den Bereich islamkritische Bildungsarbeit und Sicherheit gegenüber desintegrierten/nichtintegrierbaren Migranten

Die Massenansammlung reaktionär-islamischer Zuwanderer in Europa und Deutschland, die ein grund- und menschenrechtswidriges Überzeugungs- und Verhaltensprofil aufweisen und sich erweitert reproduzieren, muss im Interesse der realistischen Möglichkeit einer fortschrittlich-emanzipatorischen Zukunft gestoppt, reduziert und eingedämmt werden.

Anmerkungen:

1) Dass sich einheimische Rechtsextremisten und Antisemiten den Islamisten anschließen, liegt in der Natur der Sache und zeigt zugleich, wer hier (als Hauptgefahr) dominiert und wer hier hinterherläuft.

3) Wie das frühere Nazi-Deutschland funktioniert auch die Hamas-Herrschaft im Gazastreifen nicht ohne eine umfassende Unterstützung durch die ideologisch angepasste „Bevölkerung ohne Uniform“ = zivile Anhängerschaft.

5) Ausdrücklich ausgenommen sind hier natürlich Anlaufstellen für islamgeschädigte Migranten/innen zum Beispiel in Sachen Zwangsverheiratung, häusliche Gewalt etc. Auch die spezielle Problemgruppe der Angehörigen von Konvertiten, die als einheimische oder zugewanderte Nichtmuslime dem Islam „beitreten“ und sich dann oftmals rasch radikalisieren, wäre hier gezielt zu unterstützen.

Quelle: http://bpeinfo.wordpress.com/

Fotos: Michael Leh


Starke Familien schützen Kinder vor Psychoproblemen wg. schwerkranker Eltern

Schwere Krankheiten belasten Angehörige, doch enger Zusammenhalt hilft: Eine neue Studie aus Münster weist darauf hin, daß gut funktionierende Familienbande Kinder von Krebspatienten vor seelischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten schützen können. Scannen0001 (22)

Bei der jetzt in der Fachzeitschrift “Cancer” publizierten Studie füllten Mitglieder von 235 Familien in Deutschland, in denen mindestens ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, Fragebögen zu emotionaler Gesundheit und psychischen Auffälligkeiten aus.
Je schlechter Eltern und Kinder die familiären Beziehungen einstuften, desto häufiger litten die Kinder unter Problemen, erläutert Studienleiterin Dr. Birgit Möller von der Münsterschen Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychotherapie. “Selbst krankheitsbezogene Faktoren wie die Krebsform und die spezifische Behandlung haben keinen so großen Einfluss”, erklärt sie.

Die Fachfrau empfiehlt daher, in solchen Familien parallel zur Krebsbehandlung auf Defizite bei den Familienstrukturen, auf psychische Probleme bei Kindern und auf Depressionen bei Elternteilen zu achten. Risikofamilien könne dadurch gezielt Hilfe angeboten werden.

Rund 21 Prozent aller Krebspatienten sind bei der Diagnose zwischen 25 und 54 Jahren alt, viele haben in ihrem Haushalt Kinder und Jugendliche. Verglichen mit dem Bevölkerungsdurchschnitt gibt es bei Kindern von Krebspatienten häufiger seelischen Streß und Verhaltensauffälligkeiten.

Quellen: Aponet / Kultur und Medien online

Bild: Evita Gründler

Israelische Studenten im August bei der Weimarer Bachkantaten-Akademie

Im August sind Studenten der Jerusalem Academy of Music and Dance zu Gast in Weimar. Sie nehmen an den renommierten Weimarer Meisterkursen teil. (Foto: Helmut Rilling)

Über einen Zeitraum von zwei Wochen arbeiten sie gemeinsam mit Helmuth Rilling an den Weimarer Kantaten Johann Sebastian Bachs.

Interessierte sind herzlich zu öffentlichen Proben und Gesprächskonzerten eingeladen. Am 16. August wird es außerdem ein Abschlusskonzert geben.

Bereits zum vierten Mal kooperiert die Weimarer Hochschule dabei mit der Jerusalem Academy of Music and Dance, mit der sie gemeinsam bereits das „Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar” ins Leben gerufen hat.

In enger Partnerschaft mit den Bach-Wochen haben die Studenten der beiden Hochschulen im Frühjahr bereits gemeinsam Bachs h-Moll-Messe in Deutschland und Israel aufgeführt. Mit der Bachkantaten-Akademie folgt nun die Möglichkeit, die gemeinsamen Erfahrungen im Musizieren mit Helmuth Rilling weiter zu vertiefen. QV3XTtGudzX4TtwzwBLBdA

Helmuth Rilling ist einer der großen Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs. Über die letzten fünfzig Jahre hat er mit zahllosen Konzerten, ausgewählten Ensembles und vielerlei Projekten für Aufsehen gesorgt.

Er verantwortete die erste Einspielung des Bachschen Gesamtwerkes und schlug Brücken nach Osteuropa, Asien und Amerika. Mit dem Israel Philharmonic Orchestra verbindet ihn eine langjährige enge Freundschaft. Einen Namen hat Rilling sich aber auch als Lehrer und Musikvermittler gemacht.

Termine:
5. bis 10. August, Fürstenhaus (Hochschule für Musik) – öffentliche Proben
11. bis 14. August, täglich 18 Uhr, Stadtkirche St. Peter und Paul – Gesprächskonzerte
16. August, 19.30 Uhr, Stadtkirche St. Peter und Paul – Abschlusskonzert#

Quelle: Israelische Botschaft (Kulturamt)  – Foto: Helmut Rilling


“Der HERR ist wie eine Burg für mich”

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche:

Psalm 59 (58),2-3.10-11.17:

Entreiß mich den Feinden, mein Gott,
beschütze mich vor meinen Widersachern!
Entreiß mich denen, die Unrecht tun,
rette mich vor den Mördern!

Meine Stärke, an dich will ich mich halten,
denn du, Gott, bist meine Burg.
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen;
Gott läßt mich herabschauen auf meine Gegner.

Ich aber will deine Macht besingen,
will über deine Huld jubeln am Morgen.
Denn du bist eine Burg für mich,
bist meine Zuflucht am Tag der Not.


Starke Frauen in Lateinamerika: Christinnen, die sich für Arme und Entrechtete einsetzen

Buchbesprechung von Lucia Tentrop

War es nur Zufall, dass mir ausgerechnet gegen Ende der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ein Buch in die Hand kam, in dem 12 voneinander unabhängige Autorinnen und Autoren aus dem deutschen Sprachraum die Lebensgeschichten von  12 starken Frauen in Lateinamerika vorstellen?  tentrop1

Stellvertretend für viele andere Frauen, die in den Ländern dieses Kontinents ihr Leben für die Menschenrechte einsetzen oder verloren haben, werden 12 Frauen namentlich genannt. „Es sind Lebensgeschichten von Wut und Verzweiflung, von  Mut und hartnäckigem Gottvertrauen, von Gewalt und Mord, aber auch … von Träumen, die wahr werden.“

Seit Jahrzehnten gaben bzw. geben ungewöhnliche Frauen den Ärmsten in Lateinamerika erfolgreich Hilfe zur Selbsthilfe:  Sie gründen Bildungsstätten, Gewerkschaften für Hausmädchen, Produktionsbetriebe für Frauen,  solidarische Gemeinschaften. Oft leben sie als Arme mit den  Armen zusammen. Sie teilen mit ihnen das Leben, unter Umständen aber auch deren Schicksal:   

„Der Tod des Waldes ist das Ende unseres Lebens“ stand auf dem T-Shirt der 2005 auf offener Straße erschossenen Dorothy Stang.

Die aus Ohio stammende brasilianische Ordensschwester hatte sich angesichts der Abholzung des Regenwaldes und des Elends gnadenlos vertriebener oder ermordeter Kleinbauern Brasiliens beharrlich für eine Agrarreform eingesetzt  und war so den Mächtigen als “Unruhestifterin“ lästig geworden –  zumal sie in Armut mit den Armen lebte und als Christin verehrt  und geliebt  wurde.

„Stang war alles andere  als eine Heilige“,  verkündete der Präsident  der Holz- und Agrar-Lobby,  „sondern hat uns zwanzig Jahre lang nur Probleme gemacht.  Sie ist für ihren Tod selbst verantwortlich…“  –  Andere „Unruhestifter“  lässt der Staatsterrorismus mit oder ohne Verhaftung  „verschwinden“. Das erregt weniger Aufsehen. Mit_Leidenschaft_leben_01

Von der aus Spanien stammenden peruanischen Rechtsanwältin Pilar Coll Torrendes, die sich u.a. um den „verschwundenen“   Präsidenten der Menschenrechtskommission bemühte, wird immerhin berichtet, dass  ihr 1998 der nationale Menschenrechtspreis in Peru verliehen wurde…..

Von der ursprünglich französischen Schwester Alice Cathy Domon in Argentinien aber wird angenommen, dass man sie wie viele Andere „abgelegt“,  d.h. nach Verhören und Folterungen aus dem Flugzeug über dem Meer abgeworfen hatte.  Sie lebte mit den Armen in deren Elendsvierteln, arbeitete als Putzfrau und Haushälterin, um den Leidenden in solidarischem Mit-Sein beizustehen.

Sie stand auch der politisch bedeutsamen Gruppe der „Madres“ nahe,  Mütter, deren Angehörige „verschwunden“ waren…..

Ich habe mich lautstark über jedes deutsche Tor gefreut und ab Halbfinale sogar dafür gebetet. Nun ist die WM vorbei. Die großen Stadien in Brasilien sind leer. Die Armen dieser Welt haben uns reich beschenkt: Wir hatten tolle gemeinschaftliche Abende.  Nicht nur die FIFA, sondern unzählige Gaststätten, Firmen und Medien auf der ganzen Welt haben gute Geschäfte gemacht.

Was bleibt der Welt von dem großartigen Event erhalten?  –  Hatten die Spiele einen Ausblick, der über sie selbst hinausweist?

Ich sehe innerlich immer wieder die Szenen, in denen die siegreichen Spieler der deutschen Mannschaft, statt sich in protzigen Siegerposen zu gefallen, die lateinamerikanischen Verlierer spontan umarmten. Erst im Nachhinein werden mir diese Umarmungen der Gegensätze, der Gewinner und Verlierer, der reichen und der armen Welt, als Anstoß des Fußballs in eine andere Ebene bewusst.

Die ganze Welt war dabei. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, diese TV-Bilder für uns weiterleben zu lassen, sie zu vergrößern und medial aufzubereiten, damit sie in unserer Seele wirken und sich der  Welt als Botschaft der Hoffnung zu erkennen geben?

Das Buch „Mit Leidenschaft leben und glauben – 12 starke Frauen Lateinamerikas“ wurde von 3 Theologen im Verlag Peter Hammer herausgegeben:  Annegret Langenhorst, Johannes Meier und Susanne Reick; ISBN 978-3-7795-0285-2

Unsere Autorin ist Musikwissenschaftlerin und Religionslehrerin, geboren in Westfalen, heute in Berlin lebend
 
Kontaktdaten: Lucia Tentrop, Wundtstraße 40-44 in 14057 Berlin                                                  
http://www.Lucia-Tentrop.de

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