US-Lebensrechtler setzt sich für Behindertenrechte auch vor der Geburt ein

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99% aller Menschen mit Down Syndrom sind glücklich mit ihrem Leben. Studien zeigen zudem, daß ihre Lebensfreude auch einen positiven Effekt auf ihre Familien und Bekannten ausübt. Leider wird der Großteil aller Babys, die pränatal mit Down Syndrom diagnostiziert werden, abgetrieben. images
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Mark Bradfort  –  Leiter der amerikanischen Lejeune Foundation  -  setzt sich gemeinsam mit Juristen und Behindertenrechtlern dafür ein, daß das Lebensrecht behinderter Kinder respektiert wird. 
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Im Zeitalter der pränatalen Untersuchungen und Screenings werden viele Babys mit Down Syndrom bereits diagnostiziert, während sie sich noch im Mutterleib befinden. Häufig führt dies schließlich zur Abtreibung.
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Die Gründe dafür sind vielfältig: die Ängste vor einer ungewissen Zukunft; die Trauer darüber, dass das Kind nicht die Erwartungen erfüllen kann, die sich die Eltern während der Schwangerschaft ausgemalt haben; auch die Sorge, dass das Kind leiden wird oder ein Leben lang mit Gesundheitsproblematiken konfrontiert zu sein. 
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„Die meisten Befürchtungen können von Familien, die mit einem Kind mit Down Syndrom leben, entkräftet werden”, erklärt Bradfort.
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Er fordert vor allem Juristen dazu auf, sich gegen die Diskriminierung von Behinderten, auch im pränatalen (vorgeburtlichen) Bereich einzusetzen, Gesetze zu prüfen und zu verändern, um Ungeborenen mit Down Syndrom ihr Lebensrecht zu ermöglichen. Dieses Leben wird dank rapidem medizinischen Fortschritt immer mehr erleichtert.  

Quelle: Jugend für das Leben (Österreich)

 


Australien/USA: Kontroversen um Inzest, Mißbrauch, Beichtgeheimnis und Abtreibung

Von Dr. Edith Breburda

Der australische Richter Garry Neilson wurde vorerst seines Amtes enthoben. Er vertrat die Meinung, Inzest sei nicht länger tabu in einem Zeitalter, in dem Verhütungsmittel und Abtreibung zur Verfügung stehen. Der sexuelle Kontakt zwischen Geschwistern, Erwachsenen und Kindern könne nicht mehr als unnatürlich angesehen werden, da auch homosexuelles Handeln akzeptiert wird. 
 
Nach Auffassung des Richters war es in den 50iger Jahren unnatürlich, wenn ein Mann mit einem andern Mann oder Jungen ein Verhältnis hatte. Diese Vorstellungen existieren heute nicht mehr. Inzest sei eigentlich nur illegal, weil man Erbkrankheiten verhindern wollte. Selbst dieses Argument fällt heute nach Auffassung des australischen Richters weg.
 
Bereits im November 2011 sprach Neilson ein mildes Urteil über einen Mann, der wiederholt seine Nichte vergewaltigte. Da kein Kind bei der Vergewaltigung der damals 15-jährigen Nichte entstand und auch keine sexuellen Geschlechtskrankheiten übertragen wurden, handelte es sich, laut Neilson, nur um eine geringe Straftat.
 
Der Generalstaatsanwalt von New South Wales, Brad Hazzard, überwies seinen Kollegen an einen richterlichen Ausschuss. Sein Kommentar lautete: “In meinen Augen wird die Kommission zurecht über Neilsons Aussagen erschüttert sein. Inzest ist vollkommen verwerflich, unakzeptabel, abartig und kriminell.”
 
Weiterhin forderte der Staatsanwalt, dass Neilson vorerst seines Amtes enthoben wird. Eine Forderung, in welche die Interessensgemeinschaft für misshandelte Kinder einstimmte: “Derartige Kommentare eines Richters sind beleidigend für jedes Kind, jedes Opfer, selbst für Homosexuelle in unserem Land”, sagte Hetty Johnston, Gründer der Gruppe (Quelle: White H. Incest is ‘no longer taboo’ thanks to contraception/ homosexuality, says Australian judge. 11. Juli 2014, LifeSiteNews.com).

Der Fall Bayhi und das Beichtgeheimnis

In den USA werden hingegen sexuelle Vergehen an Kindern meist sehr stark geahndet, vor allem wenn die katholische Kirche im Spiel ist.
Das Oberste Gericht in Baton Rouge im US-Staat Louisiana verhandelt gerade einen Missbrauchsfall aus dem Jahr 2008. Der Priester Jeff Bayhi und seine Diözese wird von den Eltern einer damals 12-Jährigen angeklagt, einen Kinderschänder gedeckt zu haben. Täter und Opfer waren beide Mitglieder von “Our Lady of the Assumption Catholic Church in Clinton”.  foto 31.5.2010a - Kopie
 
Die 12-Jährige berichtete dem Gericht, im Juli 2008 bei Pfarrer Bayhi gebeichtet zu haben, dass ein Kirchenmitglied sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen hat. Das Opfer sagte weiterhin vor Gericht aus, dass der Priester ihr bei der Beichte geantwortet habe, sie solle das alles für sich behalten, sonst würden zu viele Leute verletzt werden. Außerdem sei das alles ihr Problem. Sie soll es einfach unter den Teppich kehren.
 
Das Oberste Gericht verlangt nun, dass sich der Priester dazu äußert und sich nicht hinter dem Beichtgeheimnis versteckt. Die Vertraulichkeit der Beichte sei sowieso schon von den Aussagen des Kindes gebrochen worden. Der Priester hätte sofort eine Meldung machen müssen, da es sich um keine Privatsache gehandelt habe und damit die Vertraulichkeit nicht gegeben war. Der Priester habe sich schuldig gemacht, die Information nicht weitergeleitet zu haben.
 
Die Diözese von Baton Rouge bezieht sich auf die Lehre der Katholischen Kirche, welche besagt, dass ein Priester exkommuniziert ist, wenn er das Beichtgeheimnis bricht. Das Kirchengesetz verbietet es, dass der Priester  das “Siegel” der Beichte lüftet. Insofern habe der Priester richtig gehandelt, sich zu weigern, das Beichtgeheimnis zu brechen (Quelle: Harmon C. Diocese of Baton Rouge: Priest cannot testify about confession in abuse case. 8. Juli 2014, The Catholic World Report).

Fatales Versagen einer Pro-Abtreibungs-Organisation

Ein gravierender Missbrauchsfall, in den die Organisation “Planned Parenthood”  involviert war, wurde ganz anders behandelt. Keiner der Mitarbeiter der Organisation erstattete Bericht über eine Abtreibung an einer 13-Jährigen. Im Gegenteil, das Kind wurde zu ihrem Peiniger, ihrem Stiefvater, zurückgeschickt.imagesCA2YAIGF

Zwei Monate nach der Abtreibung erfuhr die Mutter des Kindes, was vorgefallen war und brachte nicht nur ihren Mann ins Gefängnis, sondern verklagte auch Planned Parenthood. Für sie war das alles unverständlich, ein Alptraum, den keine Mutter je durchmachen sollte.
 
In der Anklageschrift heißt es, dass die Tochter R. Z. von Cary Smith bereits im Alter von 6 Jahren von ihrem neuem Stiefvater Timothy David Smith sexuell missbraucht wurde. Damals war sie zu jung, um zu realisieren, was vor sich ging. Die Jahre vergingen, ohne dass die Mutter des missbrauchten Kindes je etwas bemerkte. Timothy drohte, das Kind zu töten. Er schrie es an und schlug es. Bald behandelte er die Mutter des Kindes genauso.
 
Dann wurde R.Z schwanger.  Der Stiefvater fuhr mit ihr nach Denver, Colorado, wo er einen Termin mit Planned Parenthood ausgemacht hatte. Die Kliniksangestellten wunderten sich nicht, dass das Kind erst 13 Jahre alt war, und keiner fragte das Kind nach der Beziehung zu dem Mann, der mit ihm kam. Mit 13 durfte das Mädchen selbst noch gar nicht in eine Abtreibung einwilligen und brauchte die Zustimmung ihrer Eltern. Die Mutter wußte jedoch von all dem nichts.

Sexuelle Gewalt und erzwungene Abtreibung

Keiner fragte sich, ob das Kind eventuell missbraucht sein könnte und so meldete auch kein Mitarbeiter von Planned Parenthood die Abtreibung. Nach der Abtreibung ging der Missbrauch weiter.
Timothy war eines Tages nicht zuhause. Da ergriff die Tochter die Gelegenheit, der Mutter zu berichten, was seit Jahren vor sich ging. Die Mutter brachte die Tochter sofort in Krankenhaus und zeigte ihren Mann an.
Sie bat Planned Parenthood, die Akten ihrer Tochter einsehen zu dürfen und fand heraus, dass ihr Mann die geheime Abtreibung arrangiert hatte. Timothy wurde verhaftet und angeklagt wegen wiederholter sexueller Straftaten. Seine Schuld gab er in zwei Fällen zu.
 
Obwohl der Täter nun hinter Gittern saß, war die Mutter nicht zufrieden und ärgerte sich über die Art und Weise, wie die Abtreibung bei Planned Parenthood vor sich gegangen ist.
Der Arzt hätte sofort den Missbrauch erkennen müssen. Die Angestellten wussten, dass ihnen das Gesetz von Colorado vorschreibt, in so einem Fall sofort zu handeln. Zumindest hätten sie das Kind darauf ansprechen müssen, statt es  zurück zu ihrem Vergewaltiger zu schicken. Durch dieses unverschämte, grob fahrlässige Verhalten habe sich Planned Parenthood in 5 Vergehen schuldig gemacht, was zu einer extremen seelischen Belastung des Kindes führte.
 
“Wir applaudieren Cary Smith, dass sie Planned Parenthood für das Verbrechen an ihrem Kind verantwortlich macht. Es zeigt wieder einmal, wie Planned Parenthood unter dem Diktat steht, Abtreibungen zu vermarkten. Sie kümmern sich nicht um die vielen Mädchen, die vergewaltigt oder missbraucht werden”, sagte Troy Newman, Präsident der US -Vereinigung “Operation Rescue” (Operation Rescue Staff; Planned Parenthood performed abortion on teen, returned her to sex abuser: shock lawsuit. 11. Juli 2014, LifeSiteNews.com).
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Dr. Edith Breburda ist Sachbuch-Autorin, Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin)
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Hier Infos über ihre jüngste Neuerscheinung: http://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/
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Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Peru: Katholische Bischöfe protestieren scharf gegen neue Abtreibungsregelungen

Nach der Verabschiedung eines Leitfadens zur “therapeutischen” Abtreibung durch das Gesundheitsministerium betonen die katholischen Bischöfe des Landes: Baby (2)

“Wir lehnen diese Regelung ab, die erstmals in der Gesichte Perus, der Abtreibung und damit der Mord an unschuldigen Menschenleben den Weg ebnet. Die Bestimmungen des Ministeriums sind nicht nur unmoralisch, sondern auch verfassungswidrig und illegal”.

In ihrer Verlautbarung schreiben die Oberhirten: “Sowohl die werdende Mutter als auch das ungeborene Kind haben dasselbe Recht auf Leben, das in beiden Fällen vom Staat geschützt werden muss”.

„Wenn das Leben der Mutter und ihres Kindes in Gefahr ist, dann gibt es nach Aussagen von Experten viele medizinische Möglichkeiten, beide Leben zu retten“, so die Bischöfe weiter

Der Erzbischof von Lima, Kardinal Juan Luis Cipriani, bezeichnete die neuen Bestimmungen öffentlich als “Leitfaden zum Töten“.

Die Verlautbarung der Bischöfe im Wortlaut (spanisch): http://www.iglesiacatolica.org.pe/cep_prensa/archivo_documentos/comunicado-cep_no-mataras-al-ninho-en-el-seno-materno_010714.pdf

Quelle: Fidesdienst


Buchvorstellung: Neuauflage eines bewährten Lebensrechts-Klassikers

Fundiertes Sachbuch  “Abtreibung – ein neues Menschenrecht?”

Gibt es ein Recht auf Abtreibung? Die Vorsitzenden der Christdemokraten für das Leben (CDL), der Juristen-Vereinigung Lebensrecht (JVL) und der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) haben gemeinsam ein Buch herausgegeben, das sich gegen den Versuch stemmt, Abtreibung als ein Menschenrecht zu deklarieren.
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Die überarbeitete und aktualisierte Neuauflage kann beim Beltheimer SINUS-Verlag (http://www.sinus-verlag.de/contents/de/d4.html#p1) oder über den Buchandel bestellt werden. 
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Kommen Menschenwürde und das Recht auf Leben Kindern schon vor ihrer Geburt zu?
Internationale Organisationen propagieren ein “Menschenrecht auf Abtreibung”. Von UNO und EU gefördert, bieten sie die Tötung Ungeborener weltweit an, angeblich im Interesse der “reproduktiven Gesundheit” der Frauen und ihres Selbstbestimmungsrechts.
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Die in diesem Buch gesammelten Beiträge setzen sich aus der unterschiedlichen Perspektive sachkundiger Autoren mit dieser Propaganda und Praxis kritisch auseinander. Sie zeigen ihre verhängnisvollen Folgen für die Frauen, die Familien wie für die Gesellschaft auf und beleuchten die Rolle der Ärzteschaft sowie der Medien.
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Mit Beiträgen von: 
Rainer Beckmann, Bernward Büchner, Maria Grundberger, Dr. med. Claudia Kaminski, Sophia Kuby, Dr. med. Peter Liese, Alexandra M. Linder, Mechthild Löhr, Martin Lohmann, Prof. Dr. med. Giovanni Maio, Univ.-Prof. Dr. iur. Katharina Pabel, Prof. Dr. Manfred Spieker.
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Buchdaten: Abtreibung – ein neues Menschenrecht?   –  Büchner/Kaminski/Löhr (Hrsg.),
SINUS-Verlag, 262 Seiten, Paperback, 14,80 € (inkl. MwSt), ISBN 978-3-88289-812-5
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Quelle: Christdemokraten für das Leben, CDL

 


Abtreibung erhöht Brustkrebsrisiko

In Australien brachte jetzt die Parlamentarierin Freya Ostapovitch den Zusammenhang zwischen Brustkrebsrisiko und Abtreibungen öffentlich zur Sprache.

Ein Experte der australischen Liberal-National-Party, Dr. Yubei Huang, veröffentlichte zuvor ein Dokument, wonach Forschungen zufolge das Brustkrebsrisiko nach einer Abtreibung um 44% anstieg. Sechs weitere Studien aus Indien und Bangladesch bestätigten ebenfalls ein erhöhtes Risiko, nach einer Abtreibung an Brustkrebs zu erkranken.

Quelle: Verein Jugend für das Leben (Österreich)

Die CDL übt scharfe Kritik am EU-Kommissions-Veto gegen “One of us”

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) kritisieren gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner European Center for Law and Justice (ECLJ) die Ablehnung der EU-Petition “ONE OF US” durch die Europäische Kommission:

Am 28. Mai, ihrem letzten Tag im Amt, bezeichnete die Barroso-Kommission die Bürgerinitiative ONE OF US als “größte Petition in der Geschichte der Europäischen Institutionen”. Diese Initiative, die europaweit von 2 Millionen Menschen getragen wird, ist in der Tat die größte Petition in der Geschichte Europas. 41801_56348073732_144859_n

Der Aufruf verlangt, dass Brüssel die Finanzierung von Vorhaben einstellt, bei denen es um die Zerstörung menschlichen Lebens vor der Geburt geht.

Die Europäische Bürgerinitiative ist ein Instrument der direkten demokratischen Teilhabe, das durch den Vertrag von Lissabon geschaffen wurde. Mit einer Million Unterschriften kann ein Gesetzesvorhaben gegenüber den Europäischen Institutionen in Gang gesetzt werden.

Das ONE OF US-Komitee hat heute seine tiefe Enttäuschung gegenüber einer „tauben Kommission zum Ausdruck gebracht, von der man sagen kann, dass sie heute eine Entscheidung trifft, die ethischen und demokratischen Maßstäben widerspricht.    Logo EINER VON UNS

Obwohl jeder Initiativentwurf zunächst formell von der Kommission geprüft wird, bevor er unterzeichnet werden kann, nimmt die Barroso- Kommission für sich ein Vetorecht in Anspruch, und dies gegenüber einer Initiative, welche die erforderliche öffentliche Unterstützung erreicht hat.

Ein solches Vetorecht ist rechtswidrig und anti-demokratisch, da es nur der Europäischen Legislative und nicht der Kommission zusteht, gegen den Inhalt der Initiative zu stimmen, andernfalls würde das Instrument der Europäischen Bürgerinitiative ins Leere laufen.

Ein unqualifiziertes Veto, das noch nicht einmal den Zweck des Ersuchens berücksichtigt. Die Antwort der Kommission ist heuchlerisch und hochmütig, da sie vorgibt, den Zweck des Ersuchens nicht zu verstehen und stattdessen 30 Seiten Selbstzufriedenheit mit der eigenen Verfahrensweise zum Ausdruck bringt.

Die Kommission wünscht mit der Finanzierung unethischer und veralteter biotechnischer Verfahren ebenso fortzufahren, wie sie auch weiterhin Abtreibungen in Entwicklungsländern einschließlich der Länder, in denen sie strafrechtlich verboten ist, unterstützen will.

Ein nicht zu rechtfertigendes Veto, das dem demokratischen Verfahren Hohn spricht. Baby (2)

Die Kommission hat, statt den Erfolg der Initiative anzuerkennen und sie an das Europäische Parlament und den Europäischen Rat weiterzuleiten, ihre Befugnis zur formalen Kontrolle missbraucht, um ein inhaltliches Urteil über die politische Opportunität von „ONE OF US zu fällen und das Verfahren zu blockieren.

Die Kommission versucht also, ein „Initiativmonopol für sich in Anspruch zu nehmen, indem sie die einzige Institution sein will, die ein Gesetzgebungsverfahren in Gang bringen kann.

Die Kommission hat deshalb aus der Europäischen Bürgerinitiative eine Karikatur gemacht, während die Abgeordneten hiermit ein Instrument der direkten demokratischen Teilhabe schaffen wollten. Die Kommission gibt damit hier ein Beispiel für einen Mangel an demokratischer Kultur.

Für das ONE OF US-Komitee ist das Verfahren jedoch nicht zu Ende.

Auf der einen Seite wird die Entscheidung der Kommission wahrscheinlich vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg angefochten werden, der den Schutz des menschlichen Lebens vom Augenblick der Empfängnis an anerkennt; auf der anderen Seite wird das neue Parlament bei der nächsten Kommission vorsprechen und ihr Gelegenheit geben, den Respekt vor der Bürgerinitiative wieder in das Zentrum der Diskussion zu rücken und die Europäischen Institutionen um eine ethischere und demokratischere Vorgehensweise zu bitten.

Grégor PUPPINCK, Directeur
European Centre for Law and Justice
4, Quai Koch in F-67000 Strasbourg, France
http://www.eclj.org

Das Europäische Zentrum für Recht und Gerechtigkeit (European Centre for Law and Justice) ist eine internationale Nichtregierungsorganisation mit dem Zweck der Förderung der Menschenrechte in Europa und weltweit.

European Commission Vetoes “One of Us” – the Farce of Democratic Participation in Europe
http://www.europeandignitywatch.org/day-to-day/detail/article/european-commission-vetoes-one-of-us-the-farce-of-democratic-participation-in-europe.html


“Schweigemarsch für das Leben” von Protesten begleitet

An einem „Schweigemarsch für das Leben“ im sächsischen Annaberg-Buchholz haben sich am 26. Mai rund 500 Christen beteiligt. Sie demonstrierten für das Lebensrecht ungeborener Kinder, Alter und Kranker. Am Rande der Veranstaltung kam es zu Protesten.

Dazu aufgerufen hatte die feministische Gruppierung e*vibes (Dresden). Die rund 50 Linksradikalen skandierten Parolen wie „Mein Körper gehört weder Kirche noch Deutschland – Weg mit §218“ oder „Kein Gott, kein Staat, kein Gebärautomat“.

Um Zusammenstöße zu vermeiden, hatte der Veranstalter des Marsches – die Vereinigung „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) im Erzgebirge – die Abschlusskundgebung vom Marktplatz an die St. Annenkirche verlegt. Wie deren Vorsitzender, Thomas Schneider (Breitenbrunn), der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte, verhinderte die Polizei Übergriffe der Störer.

Steeb: verheerendste Todesursache

Mit dem Schweigemarsch wolle man deutlich machen, dass es auch in Deutschland und Europa Menschen gibt, denen die Freiheit zum Leben vorenthalten wird, erklärte der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), bei der Abschlusskundgebung.

Er bezeichnete Abtreibungen als „verheerendste Todesursache weltweit“. Steeb: „Wir müssen doch sagen dürfen, dass die Zahl der Tötungen im Mutterleib durch die Hand von Ärzten in Deutschland mindestens 30-mal so hoch ist wie die der Verkehrstoten.“ Laut offizieller Statistik werden jährlich über 100.000 ungeborene Kinder getötet. „Das ist Jahr für Jahr fünfmal die ganze Einwohnerschaft von Annaberg-Buchholz.“

Steeb forderte einen Lebensschutzgipfel, auf dem nach Wegen gesucht werden müsse, der massenhaften Tötung ungeborener Kinder Einhalt zu gebieten. Der Vorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ in Sachsen, Joachim Hadlich (Elterlein), beklagte die mangelnde Unterstützung durch die EKD, wenn es um Fragen des Lebensrechts gehe: images (2)

„Der Ratsvorsitzende, Präses Schneider, hat uns mitteilen lassen, dass wir bei unseren Bemühungen zur Änderung der Schwangerenkonfliktberatung nicht mit seiner Unterstützung rechnen können.“ Damit leiste die EKD nicht Hilfe zum Leben, sondern Hilfe zum Töten.

„Der größte Fehler meines Lebens

Die Gesundheitsberaterin und fünffache Mutter Susanne Georgi (Zwönitz) berichtete von einer Abtreibung, der sie vor 18 Jahren zugestimmt habe.

„Das war der größte Fehler meines Lebens.“ Die Ärzte hätten ihr damals erklärt, angesichts ihrer angespannten gesundheitlichen Situation wäre eine Abtreibung „das Vernünftigste“.

Georgi: „Ich hätte mir damals ein Gespräch aus der Sicht des Glaubens gewünscht.“ Es brauche eine Gesellschaft, die Kinder wieder als Freude und nicht als Last empfindet, sagte sie.

Auch dürfe die Entscheidung für oder gegen ein Kind nicht von den äußeren Umständen abhängen: „Dafür ist es nötig, dass wir das Thema stärker in die Öffentlichkeit tragen.“

Quelle: http://www.idea.de

 


München: Linksradikale Randalierer störten den Lebensrechtler-Gebetszug

Unter massivem Polizeischutz haben am 10. Mai rund 350 christliche Lebensrechtler in der Münchner Innenstadt gegen die Abtreibungspraxis in Deutschland protestiert.

Sie beteiligten sich an einem „Gebetszug“ unter dem Motto „1000 Kreuze für das Leben“, zu dem das ökumenische Gebetsnetzwerk „EuroProLife“ eingeladen hatte. 031_28A

Mitgeführte weiße Kreuze erinnerten daran, dass in Deutschland an jedem Werktag etwa 1000 ungeborene Kinder getötet werden.

Wiederholt versuchten mehr als 200 Aktivisten aus dem linksextremen Spektrum, den Trauerzug zu behindern. In Sprechchören skandierten sie: „Hätt’ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“.

FOTO: Die Polizei schützt den  – ebenfalls von “EuroProLife” organisierten  -  Lebensrechtler-Gebetszug in Münster (März 2014)

Mit Trillerpfeifen und Buhrufen versuchten sie, die Ansprachen und Gebete der christlichen Lebensrechtler zu übertönen.  Die Polizei leitete Strafanzeigen gegen drei Gegendemonstranten wegen Beleidigung und einfacher Körperverletzung ein.

Der Vorsitzende von „EuroProLife“, Wolfgang Hering, zeigte sich bestürzt darüber, dass sich die Kirchen so wenig zur Abtreibungspraxis in Deutschland äußern.

„Jeder Christ sollte aufschreien, wenn wir wissen, dass etwa eintausend Ungeborene jeden Tag einen grausamen Abtreibungstod sterben“, sagte Hering gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Für dieses Jahr hat der Verein „EuroProLife“ drei weitere „Gebetszüge“ in Straßburg, Fulda und Salzburg geplant.

Quelle: http://www.idea.de

 


Embryonen-Gentests contra Lebensrecht

Von Dr. Edith Breburda

In amerikanischen Zeitungen konnte man Ende April über die außergewöhnliche Leistung der 14-jährigen Christina Clapp lesen.

Mit Leichtigkeit hatte das Mädchen mit dem Jugendsymphonieorchester von Phoenix, Arizona, ein schwieriges Klavierstück von Beethoven gespielt. Ihre Mutter ist ihre Lehrerin in allen Dingen, weil Christina zuhause unterrichtet wird.  Dr. Breburda

Die Kirche hatte den Musik-Wettbewerb veranstaltet, an dem 12 Schulen teilnahmen. Dadurch war es möglich, die 14-Jährige mit anderen Kindern zusammen zu bringen, die ebenfalls Musik als Therapie benutzen, um z. B. Verhaltensstörungen entgegenzuwirken.

Christina konnte sich, als sie noch kleiner war, nur schwer auf eine Sache konzentrieren. Die Musik änderte das. Alle waren erstaunt über Christinas Talent. Sie ging als Siegerin des Wettbewerbs hervor. Sie war froh, vor all den Leuten Klavier spielen zu dürfen.

Sie weiß, dass sie anderes ist als ihre Mitschüler. Das Mädchen hat Down-Syndrom, und wurde deshalb oft diskriminiert. Sie wusste, dass man über sie redete und so ist sie stolz, ihren Platz als Pianistin gefunden zu haben. Der Erfolg zeigte, dass sie auch mit ihrer Krankheit erstaunliche Dinge im Leben leisten kann. Leute mit Down-Syndrom sind auch menschliche Wesen, heißt es am Ende des Zeitungsartikels. (1)

Wie wäre es, wenn man Down-Syndrom heilen könnte? – Wünschen wir uns nicht alle eine Welt ohne Down-Syndrom, Alzheimer oder Huntington?

Eine gewagte Frage, die David Shenk in seinem Buch “The Paradoxical Nature of Information Technology” beantwortet. Er kritisiert, wie wir die moderne Gentechnologie instrumentalisieren.

Shenk gibt zu bedenken, dass Probleme entstehen können, wenn wir anhand eines Gentests von Krankheitsanlagen erfahren, die zu Erkrankungen führen können. Ein Gentest bietet demzufolge keine Lösung. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass das menschliche Genom ca. 20.000 Gene besitzt.

GC vernichten wir uns

Es ist sehr schwierig, vorherzusagen, wie viele dieser Gene eventuell dazu beitragen, damit eine Krankheit wirklich zum Ausbruch kommt. Auch andere Informationen – wie Epigene und Umwelteinflüsse – beeinträchtigen die Entwicklungsprozesse.

In einem Artikel über Biokapitalismus fragt Shenk, was für einen Preis wir für die Genetische Revolution zahlen müssen? Er bezieht sich dabei auf die “if-then conclusions” (siehe dazu das Buch ” Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst?” • ISBN-10: 0615926657 • ISBN-13: 978-0615926650)

Wenn wir erfahren, dass das ungeborene Kind einen Defekt hat, würden wir es dann behalten?

Die Analyse des menschlichen Genoms könnte einen Grund liefern, ein Kind zu töten, wenn es z. B. Down-Syndrom hat. Oder wir selektieren den gesunden Embryo nach einem kleinen genetischen Einblick.

“Soll es Eltern erlaubt sein, ein Kind abzulehnen, wenn es nicht ihren genetischen Vorstellungen entspricht?” fragt Shenk.

Ein Gentest gibt uns Einblick in das Naturgesetz. Man geht davon aus, dass ein bestimmtes Gen eine bestimmte Krankheit verursacht. Und jetzt versucht man, das Naturgesetz durch ein menschliches Gesetz zu ersetzten.

Wenn eine werdende Mutter erfährt, dass sie ein behindertes Kind erwartet, darf sie es laut menschlichem Gesetz abtreiben. Und wenn das kranke Kind schon geboren ist, darf man es in den Niederlanden per Gesetz auch nach der Geburt euthanasieren.

Im Oktober 2013 hatte der 44-jährige Verhelst infolge einer Geschlechtsumwandlung unerträgliche psychische Leiden erdulden müssen und bat um “Sterbehilfe”. (2)

Diese wurde in Belgien gewährt, weil die Euthanasie dort durch das Euthanasiegesetz abgedeckt ist. Man könnte schlussfolgern, dass diese Person in diesem Fall nicht mit der eigenen Natur einverstanden war.

Shenk bezieht sich in seinem Artikel auf ein persönliches Beispiel:

Shenk und seiner Frau wurde eine Tochter mit Down-Syndrom diagnostiziert. Eine Fruchtwasseruntersuchung hätte jedoch eine Fehlgeburt herbeiführen können. Dieses Risiko wollten Shenk und seine Frau nicht eingehen, nur um sicher zu sein, dass ihre Tochter wirklich erkrankt ist.

Dann hätten sie das Kind mit Sicherheit abgetrieben. Sie sahen jedoch keinen Grund, eine Fehlgeburt zu riskieren, nur weil sie im Grunde neugierig waren. Ihre Tochter war tatsächlich gesund.

Was also bringt uns die Gentechnik? So wie Shenk sie schildert, schadet sie uns.

Anmerkungen:
(1) The Arizona Republic: Music therapy leads teenager with Down syndrome to youth symphonie. Friday 15. April 2014
(2) HetLaaststeNieuws: Nathan krijgt euthanasie na mislukte geslachtsoperatie, HLNBE, 1.10.2013

Dr. Edith Breburda ist Veterinär-Medizinerin (Tierärztin) und kath. Sachbuch-Autorin zu biotechnischen Themen; sie lebt in den USA

Bücher:

Globale Chemisierung

https://www.createspace.com/4534205

Promises of New Biotechnologies

https://www.createspace.com/3698701

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Dr. Breburda als Buchautorin:

https://www.amazon.com/author/breburda

Ediths Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/


CDL veröffentlichte ein Fürbittenheft zur “Woche fürs Leben” und darüber hinaus

Am Samstag wird die diesjährige ökumenische „Woche für das Leben“ (3. bis 10. Mai) um 11 Uhr im Mariendom in Erfurt durch einen ökumenischen Gottesdienst eröffnet. imagesCA4JYFAC

Er steht unter dem Thema  „Herr, Dir in die Hände“ und unter Leitung von Bischof Norbert Trelle (Hildesheim), dem stellv. Vorsitzender der Dt. Bischofskonferenz sowie Landesbischof Jochen Bohl, stellv. Ratsvorsitzender der EKD.

(http://www.woche-fuer-das-leben.de/)

Im Anschluss daran findet um 13 Uhr  im ComCenter Brühl, Mainzerhofstr. 10, Erfurt, eine Podiumsdiskussion statt zum Thema „Darf ich sterben – muss ich leben?“ mit Landesbischof Jochen Bohl, Bischof em. Dr. Joachim Wanke, Prof. Dr. Udo Reiter und Dr. Manfred Lütz.

Die alljährliche „Woche für das Leben“ haben wir als Christdemokraten für das Leben (CDL) zum Anlass genommen, eine Vielzahl verschiedener ökumenischen „Fürbitten für den Schutz des menschlichen Lebens“  unter der Überschrift „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben…“ (Joh. 10,10) von jungen Christen formulieren zu lassen.

Das neue Fürbitten-Heft ist ab sofort auch auf der CDL-Homepage (www.cdl-online.de) zu finden oder über unsere Bundesgeschäftsstelle zu beziehen.

Wir möchten damit, über die jeweilige „Woche für das Leben“ hinaus, einen zusätzlichen Beitrag leisten, daß die Menschen in christlichen Gemeinden und Gemeinschaften häufiger als bisher die große Bedrängnis von Frauen, Männern und Familien in krisenhaften Lebenssituationen, sei es  am Lebensanfang oder am Lebensende, zum gemeinsamen Gebetsanliegen machen.

Christdemokraten für das Leben e.V.
Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391  /  Fax: 0 25 73 – 97 99 392
E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: http://www.cdl-online.de


 

 

 


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