Erlebnisbericht über die Kreuze-Aktion für das Lebensrecht in Münster

Von Martin Markett

Am Samstag, den 22. März 2014, veranstaltete das ökumenische Gebetsnetzwerk “EuroProLife” einen Gebetszug für die ungeborenen Kinder in Münster. 

Dieser Gebetszug findet schon seit vielen Jahren im Frühjahr in Münster statt. So hatte ich schon vor gut 10 Jahren das erste Mal an dem Gebetszug teilgenommen. Leider wird der Gebetszug seit 2009 durch linksradikale Gruppierungen massiv gestört.

Während vor 2009 noch eine handvoll Polizisten zur Sicherung des Gebetszuges reichten, so musste jetzt schon eine Hundertschaft an Polizisten eingesetzt werden, um die Beter vor dem radikal auftretenden Mob zu schützen.DSCF9171

Wolfgang Hering von EuroProLife erinnerte bei seiner Ansprache an das Evangelium des Tages vom verlorenen Sohn: Auch auf die Gegner des Gebetszugs, die sich von Gott entfernt haben, wartet Gott voller Liebe und Geduld auf die Umkehr dieser “verlorenen Söhne”. Ist es da nicht recht, für sie zu beten?

Sollte man daher nicht die Schmähungen dieser Leute mit Geduld und Liebe ertragen? Diese Einstellung ist sehr wichtig, damit man bei dem ganzen ohrenbetäubenden Lärm, den ständigen Beschimpfungen und Anfeindungen der Randalierer besonnen bleibt. Und die Teilnehmer des Gebetszugs blieben ruhig, sie liessen sich, trotz allem nicht provozieren oder beirren.

Nun könnte man als Christ sich fragen: Was soll das Ganze? Ist es nicht besser in die Kirche zu gehen und für das Anliegen zu beten, statt den Unruhestiftern die Stirn zu bieten? Macht es nicht mehr Sinn, sich aktiv oder durch eine finanzielle Spende für die Frau im Schwangerschaftskonflikt einzusetzen, als mit dieser Aktion Zeit und Mühe zu “verschwenden” ?

Die Versuchung liegt natürlich nahe, zu diesen Fragen “ja” zu sagen. Dazu möchte ich aber Folgendes einwenden: Man soll das Eine tun und das Andere nicht lassen. Wir müssen immer wieder für die Frauen im Schwangerschaftskonflikt, für die ungeborenen Kinder und für alle Beteiligten beten! Wir müssen helfen, unterstützen, wo wir können! DSCF9178

Lassen wir uns doch nicht einreden, dass der Einsatz für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder frauenfeindlich ist! Abtreibung wird gerne als Frauenrecht proklamiert. Ich glaube nicht, dass die meisten Frauen gerne eine Abtreibung über sich ergehen lassen. Es ist immer ein Gewaltakt, nicht nur für das Kind, sondern auch für die Frau, die gegen ihre Natur handelt.

Wir müssen als Christ jederzeit bereit sein, den Entrechteten, Schwächsten und Bedürftigsten in dieser Gesellschaft Gesicht und Stimme zu geben, ob gelegen oder ungelegen.

Es ist vor allem ein geistiger Kampf, der hier geführt wird. Das Böse will das Leben vernichten und die Menschen ins Elend stürzen. Wir müssen den guten und beharrlichen Kampf wählen, um dagegen anzugehen und um unsere Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen.

Der Gebetszug für das Leben war schon sehr beeindruckend. Zum Abschluss des Gebetszugs versammelten sich die Teilnehmer rund um die Kardinal-von-Galen-Statue und legten Blumen zu Fuße eines Sarges mit Embryo-Modellen. Dann knieten die Beter nieder, um in Stille zu verweilen; der ganze Lärm von den  –  durch die Polizei abgeschirmten  –  Radikalen rundherum schien in diesem Moment bedeutungslos geworden zu sein.

Was ist diese Störung schon im Vergleich zu dem eigentlichen Elend, dass durch eine Abtreibung hervorgerufen wird?   -  “Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes”, sagte die selige Mutter Teresa anlässlich ihrer Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises. Hören wir daher nicht auf, mahnend an diesen Schrei zu erinnern.

Quelle und vollständiger Bericht auf der Webseite der Legion Mariens im Bistum Münster siehe hier: http://www.christsein-praktizieren.de/2014/03/bericht-vom-gebetzug-1000-kreuze-fuer-das-leben-in-muenster-2014/


Bereits im antiken Persien gab es Schutzgesetze für ungeborene Kinder

Laut einer Studie der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Shiraz-Universität im Iran gab es bereits im alten Persien strenge Gesetze gegen Abtreibung. Zudem wurden schwangere Mütter und ungeborene Kinder staatlich geschützt.

Die Studie trägt den Titel “Untersuchung antiker Abtreibungsgesetze – Das Persische, Griechische und Römische Reich im Vergleich” und setzt sich mit dem Thema Abtreibung in verschiedenen Kulturen auseinander. Baby (2)

Demnach wurde im Neupersischen Reich der Sassaniden (224 – 651 n. Chr.) ein ungeborenes Baby als lebender Mensch angesehen, gleichwertig wie jeder andere Mensch nach der Geburt. 

Abtreibung wurde als “Durchtrennung der Lebenswurzel und des wichtigsten Segen Gottes” angesehen und als schweres Vergehen verurteilt bzw. einem Mord gleichgesetzt. Ärzte und Priesterschaft verurteilte die Tat gleichermassen. Auf Abtreibung stand die Todesstrafe für den Vater, die Mutter und die durchführende Person.

Um das Kind im Mutterleib und die Schwangere zu schützen, gab es gesetzlich vorgeschrieben eine Person, die sich um Mutter und Kind kümmern sollte. Zusätzlich waren der Vater des Kindes und die Familie der Schwangeren verpflichtet, sich um das Wohlergehen von Mutter und Kind zu sorgen.

Wenn der Vater oder die Familie zum Zeitpunkt der Geburt verhindert waren, war laut Gesetz der Nachbar verpflichtet, bei der Entbindung zu helfen.

Schon zur Zeit des Achämidenreiches (550 – 330 v. Chr.) gab es spezielle Gesetze zum Wohl von Mutter und Neugeborenen. So wurde die neue Familie beispielsweise fünf Monate lang mit Lebensmitteln vom Staat versorgt.

Quelle: http://www.jesus.ch/n.php?nid=253188 / Autor: Miriam Hinrichs


Pater Werenfried van Straaten über den Kindermord-Skandal in unserer Zeit

Pater Werenfried van Straaten  -  von seinen Anhängern liebevoll “Speckpater” genannt (er sammelte Speck und vieles andere für die Armen!)  -  hat stets eine klare und konsequente Sprache geführt, auch wenn es um den Massenmord an ungeborenen Kindern ging.

Pater Werenfried in der Schule der Liebe

Das Lebensrecht für alle ist sowohl Gottesgebot wie Menschenrecht und daher unantastbar.

In einer Predigt sprach der in den Niederlanden geborene Pater Werenfried (siehe Foto) im Jahr 1994 von einem “neuen Kindermord” und brachte die heutige Massenabtreibung mit dem damaligen Knabenmord von Bethlehem in Zusammenhang.

Lesen Sie hier seine eindringliche Ansprache, die an Aktualität nichts eingebüßt hat:

“Die scheußlichste Sünde, die jetzt auch in der christlichen Welt begangen wird, ist der millionenfache Mord am ungeborenen Leben.

Falls es nicht gelingt, dieses Blutbad aufzuhalten, werden letzten Endes die Barbaren kommen, um unsere Tabernakel zu zerschlagen. Denn Jesus weigert sich, in unseren Tabernakeln zu wohnen, wenn er nicht in unseren Herzen wohnen kann, weil wir uns weigern, ihn in den Geringsten der Seinen bei uns aufzunehmen.

Wie viele Männer und Frauen müssen den Kopf senken, wenn die alte Geschichte der unschuldigen Kinder erzählt wird?

Den Müttern von Bethlehem wurden die Kinder mit Gewalt aus den Armen gerissen. Aber was tun Millionen Väter und Mütter im christlichen Westen und im heiligen Russland? (…) Sie betreten den Pfad des Meuchelmordes und töten, was schon im Mutterschoß zu leben begonnen hatte. images (2)

“Das Blut der Kleinen schreit zum Himmel”

Viele Staaten haben diese Schlachterei genehmigt. Sie wird von der Krankenkasse bezahlt. Aber das Blut der ermordeten Kleinen schreit laut zum Himmel und ihre Klagen werden vernommen vor dem Angesicht des gerechten Gottes.

Gott ist der Freund dieser Kleinen. Darum will ER, dass man den Kindern, denen das Himmelreich gehört, nicht verwehre, zu Ihm zu kommen. Jesus liebte sie so über alle Maßen, dass er sich mit ihnen identifizierte.

ER sagte: “Wer ein solches Kind in Meinem Namen aufnimmt, nimmt Mich auf. Wer einem dieser Kleinen Ärgernis gibt, dem ist es besser, dass er mit einem Mühlstein am Hals in die Tiefe des Meeres versenkt wird.” -  Dieses Wort ist so definitiv und unumstößlich.

Nie kann es die Kirche dulden, dass ungeborene Kinder für vogelfrei erklärt werden, wie es die UNO-Kommission für die Rechte des Kindes tat, als sie 1988 beschloss, dass die Ungeborenen künftig nicht mehr erwähnt werden, wenn von Menschenrechten die Rede ist  –   oder mit der gottlosen Entscheidung der Konferenz von Kairo einverstanden sein, welche den Mord an den ungeborenen Babys als legales Mittel der Bevölkerungsplanung zu fördern vorhat!

Das Recht auf Leben ist absolut. Nach den liberalisierten Abtreibungsgesetzen ist es relativ geworden.

Es beruht nicht mehr auf der Tatsache, dass dieser Mensch existiert, sondern es wird ihm nur zuerkannt, wenn er für seine Eltern “zumutbar” ist und bestimmten Normen der geistigen und der körperlichen Vollkommenheit oder des wirtschaftlichen Nutzens entspricht.

Kindermord ist bei vielen Völkern üblich gewesen. Das Christentum hat sich dem immer widersetzt.

Die Kirche beharrt in ihrer Ablehnung. Wer abtreibt oder dabei hilft, ist automatisch exkommuniziert  –  aus der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen. Darum ist es keinem Katholiken gestattet, eine Abtreibungsvorlage einzureichen oder mit seiner Stimme durchzubringen. Dabei ist es unwichtig, was einige Theologieprofessoren über dieses Thema denken.imagesCAHIF86C

Für uns kommt es darauf an, was Gott denkt über die christlichen Völker, die durch ihre Abgeordneten oder durch Volksentscheid eine Reihe von Tötungsparagraphen zum Gesetz erhoben haben.

Was Gott denkt über das Biologielehrbuch, das die Fruchtwasseruntersuchung anpreist, weil, bei einem ungünstigen Befund die Abtreibung “großes Leid und große Belastung für die Eltern, das Kind und die Gesellschaft vermeiden könne.”

Was Gott denkt über den katholischen Moraltheologen, der eine derartige Untersuchung für “hilfreich” hält. Hochwürdiger Herr Professor, falls sie ausweist, dass ein Kind geschädigt auf die Welt kommen könnte, in welcher anderen Weise kann sie “hilfreich” sein, es sei denn, indem sich die Eltern über das Lebensrecht ihres Kindes hinwegsetzen und einen Killer suchen, der es tötet?

Zweifellos urteilt die Ewige Weisheit anders als der Mann auf der Straße, für Mord kein Mord mehr ist, wenn der Staat seine Erlaubnis und auch noch das Geld gibt, um das Verbrechen zu verüben.

Das Naturrecht und das Gesetz Christi sind zeitlos

Denn die Gewissen sind abgestumpft und der Verstand ist bis an die Grenze des Irrsinns verdüstert, seitdem das unauslöschliche Naturgesetz und die unfehlbare Lehre Christi, die ihren gültigen Ausdruck in der päpstlichen Enzyklika “Humanae Vitae” gefunden haben, nur zögernd verkündet, schuldig verschwiegen und weltweit sabotiert werden.

Aber wo man die Wahrheit unterschlägt, da herrscht die Lüge. Es ist eine Lüge, dass alles in bester Ordnung sei, wenn die Abtreibung mit staatlicher Genehmigung in einem Operationssaal vorgenommen wird; eine Lüge, dass von Mord keine Rede sein könne, wenn der Arzt ein Attest mit dem Abtreibungsgrund unterschreibt; eine Lüge, dass nichts dabei sei, Kinder aus dem Mutterschoß herauszureißen und in den Abfalleimer zu werfen.

Wenn wir nicht den Mut haben, diesen Lügen zu widersprechen und den Frevel, der vor unserer Tür begangen wird, anzuklagen, sind wir mitschuldig. Wenn Millionen von Müttern ungestraft töten dürfen, gibt es kein Hindernis mehr, das dem universellen Massenmord noch im Wege steht.

Verheerende Auswirkungen staatlicher Sexkunde

Den Frieden mit Gott bricht auch die Sexualerziehung in den Schulen, die in allen Ländern des Westens, in denen sie durchgesetzt wird, verheerende Auswirkungen hat. Als Ziel dieser Schul-Sexualerziehung wird “verantwortliches geschlechtliches Verhalten” genannt. Schöne Theorie! Praktisch regt der Sexualkundeunterricht zum sexuellen Tun an und verbaut den Kindern den Weg zu sexueller Disziplin und Enthaltsamkeit.

Man wirft dem Papst die Härte seines Standpunktes vor: einem abstrakten Gesetz, einem Prinzip (der Ehrfurcht vor dem Leben) werden konkrete Menschen geopfert und die schwangeren Frauen mit ihrer schweren Bürde im Stich gelassen.

Es geht aber nicht um ein abstraktes Gesetz, aber um das konkrete Dasein und Weiterleben unzähliger ungeborener Kinder.

Zu Unrecht geht man davon aus, dass das Leben nur Wohlstand bringen darf und dass alle Lasten ferngehalten werden sollen. Diese These ist falsch. Ein Leben ohne Schwierigkeiten gibt es nicht. Es wäre ein Leben ohne Verantwortung, ohne Einsatz, sogar ohne Liebe, die ja immer Selbstaufopferung fordert. abtei-ettal-startseite_01

Ein christliches Leben ohne Kreuz ist undenkbar. Ein Christ muss dazu bereit sein, die Verantwortung, die Lasten und die Prüfungen, die das Leben mit sich bringt, auf sich zu nehmen. Er glaubt, dass sie ihn zu einem besseren Jünger Christi machen. Er weiß auch, dass es Prüfungen gibt, die menschlich gesehen nicht zu ertragen sind. Nur mit der Hilfe von Gottes Gnade werden sie sinnvoll und tragbar.

Hier ist Christus uns vorangegangen. ER hat ein Kreuz auf sich genommen, das menschlicherweise untragbar war. Wer seines Kreuzes teilhaftig wird, bekommt auch seine Kraft, es zu tragen.

Dieses Kreuz um jeden Preis aus dem Leben zu verbannen, ist vielleicht der größte Verrat, der jetzt an Christus begangen wird, da Millionen Christen bereit sind, unschuldiges Leben zu vernichten, um dem Kreuz zu entrinnen.

Das “volle Leben” gibt es nur im Himmel

Man sagt, es wäre doch besser, ein Kind abzutreiben, wenn es niemals ein ganz “volles” Leben führen kann. Aber wer von uns kann das behaupten? Niemand hat das Recht, einem Menschen die Chance zu nehmen, sich durch die Entfaltung dieses Lebens auf das volle Leben vorzubereiten, das nicht auf Erden, sondern im Himmel seinen Schwerpunkt hat.

Diese Ewigkeitsperspektive dispensiert uns keineswegs von der Nächstenliebe. In dieser barbarischen Zeit, in der man egoistische Menschen über Tod oder Leben wehrloser Kinder verfügen lässt, müssen wir durch die Liebe die Welt leuchtend und hell machen.

Der Abbau sittlicher Normen, die Zerstörung des Schamgefühls, das Sich-ungehemmt-ausleben, die Sexualisierung des privaten und öffentlichen Lebens und die Abstumpfung der Gewissen führen zum Zerfall der kulturellen, religiösen, politischen und schließlich auch der wirtschaftlichen Lebensformen der Völker. So weit sind wir!

Welchen Trost kann ich Euch geben? Den Trost des Glaubens, dass die Pforten der Hölle Gottes Kirche nicht überwältigen werden.

Und den Trost des Wortes Jesu: “Suchet zuerst das Reich Gottes, und alles Übrige wird euch hinzu gegeben werden.”  -   Alles Übrige. Auch die Kraft, rein zu leben. Auch die Familienplanung nach Gottes Willen. Auch die Antwort auf die Bevölkerungsexplosion in den Ländern, wo es sie wirklich gibt. Auch die Lösung der sozialen Frage.

Daraus folgt, dass Jesu Botschaft vom Reich Gottes falsch gedeutet wird von denen, die von der Kirche nicht mehr die Kraft erwarten, ihre Triebhaftigkeit zu bändigen, sondern einen Freibrief, sich mit ruhigem Gewissen auszutoben. Das Grundgesetz des Gottesreiches kann nicht durch demokratische Mehrheitsbeschlüsse einer “pluralistischen” Gesellschaft geändert werden.

Darum bleibt es wahr, dass wir nicht für uns selbst leben, sondern uns mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit allen unseren Kräften Gott ausliefern sollen. Das aber wird fast unmöglich im Sumpf der Unreinheit, zu dem die Welt geworden ist.

Quelle und vollständige Predigt hier: http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2009/12-28-rettet-die-ungeborenen-kinder-pater-werenfried-predigt


Weitere FOTO-Galerie der 1000-KREUZE-Aktion am 22. März 2014 in Münster

Seit Jahrzehnten findet alljährlich Mitte März der Gebetszug für das Leben in Münster statt. Diesmal war es besonders erfreulich, daß sich vier katholische Priester an der Kreuze-Aktion für die ungeborenen Kinder beteiligt haben. 015_12A

Auffallend war zudem die große Zahl junger Männer und Frauen, die sich mit eindrucksvoller Überzeugungstreue und Begeisterung für das Lebensrecht aller Menschen (ob geboren oder ungeboren, krank oder gesund, “erwünscht” oder nicht) engagiert haben.

Wir setzen hiermit unsere BILD-Reportagen über diesen denkwürdigen Gebetszug fort (unsere vorigen Berichte und Bildergalerien siehe HIER.)

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Das zweite Foto zeigt drei einsatzfrohe Gesichter: Der junge Mann rechts hält ein Porträt des Kardinal von Galen in seiner Hand: dieser mutige Bischof von Münster hatte sich mit seinen berühmten Predigten dem Euthanasie-Massenmord der NS-Dikatur entgegengestellt. Auch heute müssen wir unbeirrbar für Gottes zeitlose Gebote und die unantastbaren Menschenrechte eintreten.

025_22ADas dritte Bild zeigt zwei Priester unterm Regenschirm auf dem Ägidii-Kirchplatz, darunter Kaplan Andreas Britzwein aus Münster-Hiltrup (auf dem Foto rechts).

Unser viertes Foto ist eine Momentaufnahme des Gebetszugs vor dem Domplatz von Münster: Wir hatten auch ausländische Lebensrechtler dabei, zB. einen Studenten aus Brasilien oder diese junge Frau aus Afrika.

035_32A034_31ADas fünfte Bild zeigt Benediktiner-Pater Chrysostomus Ripplinger mit seinem weißen Holzkreuz. Er zelebriert in der Ägidii-Kirche von Münster regelmäßig den klassischen Ritus (die sog. “alte Messe”), für deren Neubelebung und Verbreitung sich Papst Benedikt XVI. eingesetzt hat. Die jungen Frauen vor ihm tragen Rosen, die danach am Kardinal-Galen-Denkmal in einer symbolträchtigen Geste einzeln für die abgetriebenen Kinder niedergelegt werden.

031_28AWegen seit Jahren anhaltender linksradikaler Randale benötigen wir Lebensrechtler stets den Schutz der Polizei, die meist zu Hundertschaften präsent ist und mit großer Umsicht und Entschiedenheit zugleich dafür sorgt, daß das Demonstrationsrecht auch der Christen in Deutschland gewahrt ist. Das Bild zeigt Beamte, die Störer davon abhalten, in unserem Gebetszug einzudringen. 

Einer der Gegner hält ein Schild hoch “Glaube ist heilbar”, ein anderer: “My Body, my Choice” (Mein Körper, meine Entscheidung)  – etwa im Sinne der dümmlichen Parole: “Mein Bauch gehört mir!”  -  Als ob das jemand in bezug auf den “Bauch” bestreiten würde  -  aber das ungeborene Kind ist kein Bauchgewebe, sondern ein Menscn mit eigenem Lebensrecht.017_14A

Obwohl unser Anliegen ernst war, verzichteten wir im Unterschied zu den Krawallmachern auf Verbissenheit und jede aggressive Haltung. Die Stimmung unter den Lebensrechtlern war würdig, aber oft auch heiter und spontan.

Jung und alt, Priester und Kirchenvolk hielten in gemeinsamer Glaubensfreude zusammen, wobei auch der Regen die gute Stimmung nicht zu trüben vermochte.

037_34AAuf dem vorletzten Bild sehen wir den Gebetszug auf dem Weg zum Domplatz in der Altstadt von Münster. Dort fand unsere Abschlußkundgebung statt.

Die Kreuze-Aktion wird alljährlich organisiert von EuroProLife aus München, die von Wolfgang Hering geleitet wird.  039_36A

Das letzte und größte Foto zeigt Herrn Hering (vorne links), neben ihm zwei junge Teilnehmerinnen mit Plakat oder Kinderwagen.

Am Schluß wurde der Polizei besonders gedankt und gemeinsam ein Vater-Unser für sie gebetet. Die eindrucksvolle Kreuze-Aktion endete mit dem feierlichen Kirchenlied “Großer Gott, wir loben dich”.

Text und Fotos: Felizitas Küble

 

 

 

 

 


Ein FAS-Beitrag zur Abtreibung und die Illusion der Zweideutigkeit

Von Dr. jur. Friederike Hoffmann-Klein

Ein Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung („Macht und Schmerz, Abtreibung in Wien. Eine Geschichte der Extreme“, von Yvonne Staat, F.A.S. vom 5.1.2014) befasst sich mit dem Thema Abtreibung.

Mit einer Offenheit, die (jedenfalls für ein nicht speziell christliches Medium) ungewöhnlich ist. Mit einer erstaunlichen Unvoreingenommenheit nähert sich die Autorin dem Thema auf der einen Seite.

So schildert sie die Tätigkeit der „Gehsteigberater“, wenn sie auch über deren Beweggründe weitgehend im Unklaren zu sein scheint; beschreibt sie den Schmerz und die Depressionen nach der Abtreibung, auch wenn diese gewollt und die Entscheidung hierzu allein von der Frau, ohne Druck von außen, getroffen wurde; sie lässt den Salzburger Weihbischof Andreas Laun zu Wort kommen.prolifeusa

Positiv auch die subjektive Redlichkeit und der in dieser Haltung unternommene Versuch einer ausgewogenen Darstellung; der Versuch, sich in die Lage der Lebensrechtler hineinzuversetzen und ihnen die gute Absicht nicht abzusprechen. All dies ist keineswegs selbstverständlich.

Diese Aufgeschlossenheit aber, mit der sich die Autorin dem Thema nähert, ist jedoch auf der anderen Seite von einer großen Zurückhaltung und auch Unsicherheit begleitet, die sich vor allem darin zeigt, dass sie es nicht für möglich hält, zu einer für jeden der verschiedenen Akteure gleichermaßen gültigen Sichtweise zu kommen.

Hier soll der Versuch unternommen werden, die gegensätzlichen Positionen einander näher zu bringen. So ist zu fragen, ob sich Aussagen treffen lassen, die über das „Jede-dieser-Positionen-hat-vielleicht-etwas-für-sich“ der Autorin hinausgehen.

Dem mit der Materie vertrauten Leser fällt bei der Lektüre des Artikels zunächst auf, dass offenbar wie selbstverständlich von einem „Recht auf Abtreibung“ ausgegangen wird, das zumindest in Anführungszeichen gehört hätte.

Es gibt kein “Recht auf Abtreibung”

Denn tatsächlich gibt es ein solches Recht weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene, vielmehr steht sowohl unser Grundgesetz als auch das europäische und internationale Recht der Annahme eines „Menschenrechts auf Abtreibung“ entgegen.

Abtreibung als Menschenrecht zu deklarieren, wird insbesondere auch durch die Erklärung der Rechte des Kindes von 1959 ausgeschlossen, deren Präambel festhält, dass das Kind aufgrund seiner körperlichen und geistigen Unreife des speziellen Schutzes und der besonderen Pflege bedarf, einschließlich des erforderlichen rechtlichen Schutzes, und zwar sowohl vor als auch nach seiner Geburt.

Menschenrechte als universale Rechte können schon per definitionem nicht einer bestimmten Gruppe von Menschen (hier den ungeborenen) einfach abgesprochen werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat deshalb, in Übereinstimmung mit diesen elementaren Rechtsgrundsätzen, die Möglichkeit, eine nach Beratung vorgenommene Abtreibung als rechtmäßig anzusehen, von Verfassung wegen ausgeschlossen. paragraph_300x3001

Schutzanspruch bleibt aufrechterhalten

Auch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte lehnt ein Recht auf Abtreibung ab. Und das höchste deutsche Gericht verpflichtet die staatlichen Stellen, die Medien, die Parteien, dafür Sorge zu tragen, dass der Schutzanspruch und die verfassungsrechtlich garantierten Rechte des ungeborenen Kindes im allgemeinen Bewusstsein erhalten werden.

Wird ein Artikel, der über die Haltung der Ambivalenz nicht hinauskommt, diesem Anspruch gerecht?

Im geschilderten Fall besteht die „Konfliktlage“ lediglich darin, dass die Frau, die bereits zwei Kinder hat (die sie sehr liebt) kein drittes Kind will. Das ist keine Situation, die so schwer wiegt, dass der Schwangeren die Fortsetzung der Schwangerschaft auch unter Berücksichtigung der Rechte des ungeborenen Kindes nicht zuzumuten ist  –  von einer schweren, u.U. lebensbedrohenden  Konfliktsituation spricht das BVerfG, von Belastungen, die ein solches Maß an Aufopferung eigener Lebenswerte verlangen würden, dass dies von der Frau nicht erwartet werden kann.

Irritierend ist auch die Schilderung der katastrophalen Zustände in der Wiener Abtreibungspraxis. Was soll hieraus folgen? Die Aussage der Autorin ist klar. Abtreibungsgegner sollen (ohne dass dies ausgesprochen wird) ins Unrecht gesetzt, gewissermaßen verantwortlich gemacht werden, wenn Frauen durch eine unsachgemäß durchgeführte Abtreibung in Gefahr geraten.

Die fragliche Praxis warb mit niedrigen Kosten  –  ein Argument, wenn der Staat, wie in Österreich, Abtreibungen nicht finanziert. Es ist aber nun nicht die Aufgabe des Steuerzahlers, für die Tötung ungeborener Kinder aufzukommen (zumal auf der anderen Seite diese Kinder wiederum fehlen, einmal abgesehen davon, dass es sich hier um Kinder handelt, die bereits existieren).nodstartbild_program_13_14

In diesem Zusammenhang darf auch daran erinnert werden, dass das Bundesverfassungsgericht im zweiten Abtreibungsurteil betont, dass die verfassungsrechtliche Schutzpflicht für das ungeborene Leben es ausschließt, für rechtswidrige Abtreibungen Leistungen der Sozialversicherung zu gewähren.

Der Rechtsstaat darf eine Tötungshandlung nur dann zum Gegenstand seiner Finanzierung machen, wenn sie rechtmäßig ist und der Staat sich der Rechtmäßigkeit mit rechtsstaatlicher Verlässlichkeit vergewissert hat, so das BVerfG.

Öffentliche Finanzierung mit jährlich 40 Mill. Euro

Das Schutzkonzept der Beratungsregelung lasse insoweit jedoch keinen Raum, dem Staat eine solche Überzeugung zu vermitteln. Als erlaubt können Abtreibungen unter den Bedingungen der Beratungsregelung nur bei Vorliegen einer allgemeinen Notlage angesehen werden. Ungeachtet dieser verfassungsrechtlichen Maßstäbe werden Abtreibungen in Deutschland öffentlich finanziert, mit ca. 40 Millionen Euro jährlich.

Die Annahme, dass Länder, in denen Abtreibung verboten oder restriktiv geregelt ist, eine erhöhte Müttersterblichkeit aufweisen, lässt sich im Übrigen nicht bestätigen (vgl. Gregor Puppinck, PhD, Direktor des European Centre for Law and Justice (ECLJ), Straßburg, Abortion and the European Convention on Human Rights, Irish Journal of Legal Studies, July 2013).

Man möchte die Autorin auffordern: Schauen Sie sich einmal das Bild eines neun Wochen alten ungeborenen Kindes an. Denken Sie wirklich, dass man da noch zweifeln kann, wann das Menschsein beginnt? images (2)

Aber natürlich gilt prinzipiell nichts anderes in einem noch früheren Stadium der Schwangerschaft. Gerne behaupten die Befürworter einer liberalen Sichtweise der Abtreibung, dass es sich ja bei dem Embryo noch nicht um ein Kind handele; tatsächlich ist dies ja das einzige „Argument“, das sie überhaupt vorweisen können.

MENSCH von Anfang an

Dieser Einwand, der auch die Naivität der Abtreibungsgegner beschreiben soll, ist nicht stichhaltig. Abgesehen davon, dass die Naturwissenschaft keinerlei Zweifel daran lässt, dass der Mensch vom ersten Augenblick seiner Entwicklung an Mensch ist, ist der Gedanke, dass der Embryo eine weitere Entwicklungsstufe noch nicht erreicht hat, letztlich banal und irrelevant.

Dass es „noch kein“ Baby ist (vor allem kein außerhalb des Mutterleibes selbst lebensfähiges), ist nicht der entscheidende Punkt, genauso wenig, wie es darauf ankommt, dass ein Baby noch kein Schulanfänger ist oder dieser kein Abiturient. Die Entwicklung ist strikt kontinuierlich, ohne Zäsur. Alleinentscheidend ist deshalb nur, dass ein Mensch begonnen hat, zu existieren.

Deshalb betont der Europäische Gerichtshof in der Entscheidung Brüstle/Greenpeace (Urteil vom 18.10.2011, C-34/10), dass dem menschlichen Embryo von der Empfängnis an Menschenwürde zukommt und er unter dem Schutz der Rechtsordnung steht.

Denn der Embryo repräsentiert, so der EuGH, ein notwendiges Stadium der menschlichen Entwicklung. Das Leben ist unverfügbar, und das gilt auch für die werdende Mutter. Auch ihr gegenüber, so sagt es das BVerfG, hat das ungeborene Kind ein Recht auf Leben.PICT0133

Vielleicht sollte man an dieser Stelle die Frage zulassen, was denn der Grund ist für die tiefe Trauer, mit der eine Frau nach ihrer Abtreibung zu kämpfen hat (durch viele Langzeitstudien ist belegt, dass die Mehrheit der Frauen nach einer Abtreibung über kurz oder lang an schweren Depressionen leidet).

Diese Frage stellt die Autorin, obwohl sie die Trauer beschreibt, erst gar nicht. Sie dringt deshalb nicht bis zu dem Gedanken vor, der ebenso einfach wie unanfechtbar ist. „Das Kind war da, aber Du hast es nicht bekommen, Du hast es nie im Arm gehalten…“  -  Diese Erkenntnis kann die Frau, nachdem die Abtreibung geschehen ist, mit aller Macht treffen.

Abgrundtiefer Schmerz folgt oft erst später

Man kann es verdrängen, gewaltsam von sich weisen, aber meist hilft auch das nicht, die Gewissheit holt einen irgendwann im Leben ein, und dann tritt an die Stelle der so ausweglos erscheinenden Konfliktlage ein weitaus schlimmerer, abgrundtiefer Schmerz, der sich in vielfältigen Beeinträchtigungen und Leiden Bahn bricht, die auch der Artikel teilweise beschreibt und die international unter dem Begriff „Post Abortion Syndrom“ erfasst werden.

Auch an dieser Stelle greift die Autorin dann in ihrer Argumentation wieder zu kurz. Natürlich ist es keine „Strafe“, dass es der jungen Frau nach der Abtreibung so schlecht geht. Nur: diese einfältige Antwort würde ihr kein vernünftiger Mensch geben. Dennoch hat die Aussage einen wahren Kern.

Es ist keineswegs eine rein subjektive Angelegenheit, sondern es hat eine durchaus objektive Ursache, dass sie leidet, dass sie den Gedanken an das Kind, das sie verloren hat, nicht los wird. Diese Differenzierung hätte an dieser Stelle herausgearbeitet werden müssen. Das gelingt der Autorin deshalb nicht, weil sie selbst keine Klarheit hat.

Es geht nicht nur darum, Verständnis für Frauen in der Notlage einer ungewollten Schwangerschaft zu haben. Aber es geht sehr wohl um die Kategorien „richtig“ oder „falsch“. Ihre ganze Ambivalenz ist darauf zurückzuführen, dass sie das Ende des Knäuels nicht findet. Den einen, unveränderlichen Punkt, dass es hier um ein ungeborenes Kind geht und um dessen Leben.

Die Autorin bleibt deshalb bei der Beschreibung der Extrempositionen stehen, die sich aus ihrer Sicht nicht zusammenbringen lassen, wie bereits in ihrem Untertitel „Eine Geschichte der Extreme“ zum Ausdruck kommt. Jede dieser unvereinbar scheinenden Positionen hat etwas für sich  –  so weit geht die Autorin, und das ist vielleicht schon viel. Jede von ihnen beansprucht auch für sich, die „wahre“ zu sein, aber das kann es natürlich nicht geben. Für die Autorin bleibt es bei diesem „entweder – oder“.

Eine Auflösung oder Annäherung der verschiedenen Positionen erscheint ihr ausgeschlossen. „Es ist schwer, etwas ganz genau zu wissen in dieser Geschichte“, so resümiert sie am Ende. Lediglich in ihrer allerletzten Frage klingt vielleicht an, dass es möglicherweise doch eine objektive Dimension gibt.

“Einen Mord bestellt….”

Nach ihrer Abtreibung leidet die betroffene Frau an schweren Depressionen. Ein Bekannter gibt ihr dafür die Erklärung, sie müsse sich darüber nicht wundern, sie habe doch „einen Mord bestellt“.

Zwar gelingt es ihr, den Strafgedanken als Unfug von sich zu weisen. „Ich weiß, dass er unrecht hat. Aber manchmal, wenn es mir nicht gutgeht, denke ich auch so. Warum?“  -  Verweist dieses „warum“ nicht doch auf eine reale Ursache für ihren Zustand, die sie  –  manchmal jedenfalls  –  für möglich hält? images

„Sie stellen sich einen Embryo als winzigen, wehrlosen Menschen vor. Vielleicht tut ihnen alles weh, wenn sie an Abtreibung denken“, so vermutet die Autorin. Auch hier wieder die Verlagerung ins Subjektive. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autorin es auch nicht genauer wissen will. Denn dann fällt es leichter, sich eine Abtreibung als Freiheitsoption vorzustellen.

Wie aber eine selbstbestimmte Entscheidung möglich sein soll, ohne dass man sich ihrer Tragweite bewusst ist und ohne in vollem Umfang über die Tatsachen aufgeklärt zu sein, bleibt unerfindlich.

Dass die angenommene Unverrückbarkeit der unterschiedlichen Positionen eine Illusion sein könnte, bringt der Artikel letztlich selbst zum Ausdruck. Bis zur Abtreibung hat die junge Frau sich geweigert, sich ein Bild zu machen von dem Wesen in ihrem Bauch. „Jetzt aber, nach all den Krankenhausaufenthalten, stellte sie sich vor, wie der Embryo in ihrer Gebärmutter lag, wie er litt.“

An dieser Stelle zeigt sich, dass die jeweilige subjektive Sichtweise der Frau die Frage, um die es hier geht, nicht entscheiden kann.

1000 Kinder werden in Deutschland an jedem Werktag durch Abtreibung getötet, 100.000 im Jahr nach offizieller Statistik, das sind mehr als 3000 Schulklassen. Acht Millionen seit 1974. Zahlen, die das Ausmaß einer Katastrophe deutlich machen. Warum ist das in dieser Weise möglich, ohne dass es einen Aufschrei in der Öffentlichkeit gibt, wie sonst doch so schnell, bei meist viel weniger wichtigen Themen?

Einer der Gründe hierfür ist sicher, dass der Tod eines ungeborenen Kindes für kaum jemanden sichtbar ist. Schon der Begriff „Abtreibung“ oder „Beendigung der Schwangerschaft“ verschleiert dies.

Wir leben in einem Rechtsstaat. Gleichwohl ist offenbar das Tötungsverbot für eine bestimmte Gruppe von Menschen, nämlich die Ungeborenen, aufgehoben. Der Osnabrücker Sozialethiker Prof. Manfred Spieker weist in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass sich der Staat damit, privater Gewalt beugend, seiner Funktion begibt.

Ich stelle mir gerne vor, was Alice Schwarzer bewirken könnte, wenn sie sich, aus einer besseren Einsicht heraus, dazu entschließen würde, das Lebensrecht der ungeborenen Kinder zu verteidigen. Sie würde damit ihr Anliegen, sich für die Interessen von Frauen einzusetzen, nicht verraten, ganz im Gegenteil.

Die betroffene Frau wird selber zum Opfer

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Denn Abtreibung ist zutiefst frauenfeindlich. Eine Frau, die durch eine ungewollte Schwangerschaft in solche Verzweiflung gerät, dass sie keine Chance für das Kind sieht, braucht Hilfe und Unterstützung, keinen „Schein“. Gibt sie dem inneren und  –  sehr häufig  –  äußeren Druck ihrer Umgebung nach, geht es ihr noch schlechter. Sie wird, mit dem Verlust ihres ungeborenen Kindes, selbst zum Opfer.

Es ist dann so, als ob nicht nur das Kind, sondern sie selbst keine Chance gehabt hätte. Ein positiver Ausgang ist ihr verwehrt worden. Das Gegenteil also von Erfolg und Selbstverwirklichung. Es ist ein großer Irrtum, zu glauben, man könne die verlorene Freiheit  –  so empfindet eine Frau ja eine ungewollte Schwangerschaft zuerst  –  durch eine Abtreibung zurückgewinnen. Denn bei der Abtreibung stirbt unweigerlich ihr Kind. Daran kommt eine Frau nicht vorbei. Sie kann es natürlich verdrängen, aber hilft das?

Ein ungeplantes, zuerst vielleicht nicht gewolltes Kind zerstört nicht das Leben einer Frau. Eine Abtreibung schon. Eine Abtreibung ist geeignet, einer Frau viele Jahre ihres Lebens zu nehmen. Man wende an dieser Stelle nicht ein, Abtreibung sei notwendig, um die Gleichstellung von Mann und Frau zu erreichen. Denn das ist nicht so.

Auch Muttersein gehört zur “Selbstverwirklichung”

Die Tatsache, dass eine Frau Mutter sein kann, ist vielmehr ein Umstand, den es  –  im positiven Sinn  –  in Rechnung zu stellen gilt. Ein moderner Feminismus muss diese Tatsache, dass Frauen Mütter sind und es sein wollen, berücksichtigen. Mutter zu sein ist für moderne junge Frauen auch ein wesentliches Element von Selbstverwirklichung.

Noch etwas gilt es zu bedenken. Es ist nicht nur moralisch fragwürdig, das Selbstbestimmungsrecht der Frau absolut zu setzen, ihre Selbstverwirklichung höher als das Lebensrecht des Kindes zu bewerten. Nein, es ist auch faktisch so, dass es Selbstverwirklichung auf Kosten des Lebens eines ungeborenen Kindes nicht geben kann. Ich kann doch nicht mein Leben weiterleben, als wäre nichts geschehen. Es wird nie mehr so sein wie davor. Diese Erfahrung bringen Frauen nach einer Abtreibung zum Ausdruck.

“Das Trauma Abtreibung zerstörte mein Leben”

„Ich komme mir wie ein Roboter vor und tue mechanisch meine Arbeit. Mich freuen oder lachen – aber auch weinen kann ich nicht mehr! Alles egal!“   -  Oder: „Das ist ja noch nichts, hatten Arzt und Beraterin gesagt!  -  Dass es doch etwas gewesen war, merkte ich zu spät, als sich mein totes Kind wie ein Schatten auf meine Seele legte. Das Trauma Abtreibung zerstörte mein Leben.“

Dass die Tötung des eigenen Kindes nicht zu einem Zustand der Befreiung führt, macht auch die folgende Aussage mehr als deutlich:

„Warum hat mir das keiner gesagt? Wussten die anderen, Arzt, Beraterin, meine Eltern, meine Freundinnen und mein Mann wirklich nicht, was dann kommt? Als ich vor zwei Jahren zur Abtreibung gedrängt wurde, sagten alle, es sei das Beste für mich und für mein Kind! Nun ist mein Kind tot, und ich bin so verzweifelt! Ich kann nicht mehr schlafen und auch nicht mehr lachen. Niemand versteht mich! Damals hatte ich keine Kraft, mich gegen alle zu stellen. Auch heute bin ich mit meiner Not und meinem Elend allein. Bitte sagen Sie allen Menschen, wie furchtbar eine Abtreibung ist. Schreckliche Schmerzen quälen meinen Körper und meine Seele! Warum hat mir das denn keiner gesagt.“ (Quelle: Myriam … warum weinst du? Das Leiden der Frauen nach der Abtreibung, Post-Abortion-Syndrom PAS, Erlebnisberichte von betroffenen Frauen. Herausgeber: Stiftung „Ja zum Leben – Mütter in Not“, 1996).

Was tut man Frauen an, indem man ihnen Abtreibung als ein Mittel der Selbstbestimmung ausgibt?

Auch Abby Johnson, ehem. leitende Mitarbeiterin einer von International Planned Parenthood (IPP) betriebenen Abtreibungsklinik in Texas („Lebenslinie. Warum ich keine Abtreibungsklinik mehr leite“) war lange der Meinung, sich für Frauen einzusetzen, indem sie diesen die Möglichkeit bietet, sich für eine Abtreibung zu entscheiden und sie dann auf diesem Weg zu begleiten.

Welch ein grundlegender Irrtum. Das hat sie erst begriffen, als sie auf dem Ultraschallbild den Tod eines ungeborenen Kindes miterleben musste, als sie bei einer Abtreibung assistierte. Wenn schon die Leiterin einer Abtreibungsklinik nicht wusste, was bei einer Abtreibung eigentlich geschieht  –  wie vielen Frauen geht es nicht so. Frauen, denen man diese Art von Aufklärung verweigert.

Eine Frau im Konflikt einer ungewollten Schwangerschaft wünscht sich, wie auch Schwarzer einmal formuliert hat, keine Abtreibung. Die heutige Gesetzeslage suggeriert ihr aber, dass sie diese Möglichkeit habe.

Diese Entscheidung zwischen Leben und Tod, die man keiner Frau wünscht und die auch keine Frau treffen kann, begründet oder verstärkt oft erst die Konfliktlage, in der sich eine Frau bei einer ungewollten oder ungeplanten Schwangerschaft befindet. Das zeigt die Erfahrung aus der Schwangerschaftskonfliktberatung mit großer Deutlichkeit.

Rechtsbewußtsein schwindet mit fatalen Folgen

Die Verdunkelung des Rechtsbewusstseins, die mit der Legalisierung der Abtreibung einhergegangen ist und die große Teile unserer Gesellschaft erfasst, hat verheerende Auswirkungen, nicht nur für unsere Gesellschaft als ganze, die sich an das Wegsehen und Verdrängen gewöhnt hat, sondern auch für das Leben der einzelnen Frau.

Statt auf den Respekt und die Unterstützung ihrer Umgebung rechnen zu können, wenn sie ungewollt schwanger ist, wird sie allein gelassen. Durch eine Abtreibung kommt eine Frau nicht ihrer Selbstverwirklichung näher, sondern sie erlebt das Gegenteil davon, nämlich Scheitern (nicht im Sinne eines subjektiven Versagens, sondern als verwehrter Erfolg), Traurigkeit, zerstörte Lebensfreude, oft genug auch Depression, Verzweiflung darüber, dass niemand für sie da war, der sie aus der ihr ausweglos scheinenden Situation hinausgeführt hat.

Unsere Autorin, die Juristin Dr. Friederike Hoffmann-Klein, ist Mitglied des Bundesvorstands und stellv. Landesvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben) in Baden-Württemberg.

Erstveröffentlichung dieses Artikels in der Zeitschrift “Theologisches” (Nr. 3-4/2014)


Weltweiter Down-Syndrom-Tag: Medien ermutigen zum behinderten Kind

Mathias von Gersdorff

Die breite und positive Berichterstattung zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21.3. kontrastiert stark mit dem üblichen Desinteresse der meisten Medien für Lebensrechtsthemen.  Bildungsplan-Demo-1.2.1448b

Ideologische Scheuklappen und überhaupt die Grausamkeit des Themas führt im Rest des Jahres dazu, daß die meisten Medien einen großen Bogen darum machen. Es gibt natürlich rühmliche Ausnahmen wie beispielsweise die “Junge Freiheit” (vgl. Artikel „Warum diese Kinder leben“).

Die meisten Artikel, Reportagen und Filmberichte zum Welt-Down-Syndrom-Tag beinhalteten drei Botschaften:

1. Die geistige Behinderung ist oft viel geringer als zunächst befürchtet; 2. Trotz Behinderung sind Menschen mit Down-Syndrom in der Lage, ein einigermaßen unabhängiges Leben zu führen und sogar Berufe auszuüben; 3. Die Mütter und Familien, die ein Kind mit dieser Behinderung angenommen haben, empfinden es als Reichtum und sind ausgesprochen froh, daß sie ja zu ihrem Kind gesagt haben.

Es ist sehr schön, daß in der Presse in dieser Form berichtet wird. Man würde sich aber wünschen, daß die Medien verstärkt das Ja zu allen ungeborenen Kinder ermutigen, also auch solche, die „unerwünscht“ gezeugt werden. Ebenfalls wäre zu begrüßen, daß auf das uneingeschränkte Recht auf Leben aller Menschen hingewiesen wird, unabhängig davon, wie krank oder behindert sie sind.

In nicht wenigen Berichten findet sich unterschwellig eine utilitaristische Sicht des Menschen: Das Kind ist nicht dermaßen behindert, daß es nur Kosten verursacht und nichts leisten kann. DSC07339

Es gibt Anlaß, auf das uneingeschränkte Recht auf Leben hinzuweisen. Das Video „Liebe ist kein Argument“ zeigt Szenen aus dem Alltag eines Mädchens mit Down-Syndrom. Dem Zuschauer wird deutlich gemacht, wie normal ihr Leben ist: Sie fährt Rad, sie spielt mit einem Hund, sie spielt Geige, sie liest ein Buch usw.

Dabei werden Kommentare zu der Zeit-Reportage „Elternglück, nur anders“ vorgelesen, die über ein Ehepaar berichtete, die ein zweites Kind mit Down-Syndrom zur Welt brachte, obwohl sie vor der Geburt davon wußten. 

Es sind Kommentare wie: „Da schon vor der Geburt feststeht, daß das Kind behindert zur Welt kommen wird, handeln die Eltern schlichtweg egoistisch und verantwortungslos“ oder „Ich gönne allen Menschen ihr Glück, aber mit Absicht Behinderte in die Welt zu setzen, geht doch gar nicht. Wie egoistisch kann man sein? Eigentlich dürfte man sowas nicht erlauben, auch wenn es ein schmaler Grat zu alten Zeiten ist.“

Die Zeit hat löblicherweise dieses wertvolle Video verbreitet. Kann man aber erstaunt sein, daß es angesichts der Abtreibungspraxis zu solch menschenverachtenden Kommentaren kommt?

Daß viele Medien zu einem Leben mit Kindern mit Down-Syndrom ermutigen, hat auch damit zu tun, daß diese Kinder in der großen Mehrheit der Fälle von den Eltern „erwünscht“ waren. Sie wollten ja tatsächlich ein Kind zeugen und auf die Welt bringen. baby

Würden diese Medien versuchen, die Einstellung der Menschen zu „unerwünschten“ Kindern positiv zu beeinflussen, würden sofort die Empörungsrituale der Feministinnen und der Abtreibungslobby losgetreten werden. Schnell würde es heißen, man wolle die Frauenrechte beschneiden und sie auf „Gebärmaschinen“ reduzieren.

Prompt spielt das Recht auf Leben des ungeborenen Kindes keine Rolle mehr, prompt wird es zu einem bloßen Störfaktor der emanzipierten Frauen auf dem Weg zu einer falsch verstandenen Selbstverwirklichung.

Die positive Berichterstattung ist möglicherweise auch Folge eines kollektiven schlechten Gewissens. Etwa 95 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom werden nämlich abgetrieben. Seit 2012 wurden drei Bluttests (PraenaTest von Lifecodexx, Panorama-Test der Firmen Natera und Amedes und der Harmony-Test der US-Firma Ariosa) eingeführt, welche die Selektion erheblich erleichtern.

Diese Diagnoseverfahren sind weder sicher noch geben sie an, wie stark die Behinderung sein wird. Wie schon oben erwähnt, gibt es Menschen mit Down-Syndrom, die normale Berufe ausüben können.

Darüber informiert das neu erschienene Buch „Was soll aus diesem Kind bloß werden? – 7 Lebensläufe von Menschen mit Down-Syndrom“ von Professor Holm Schneider (siehe Foto). Er selbst, Kinderarzt, Genforscher und Autor mehrere Bücher und Fachpublikationen, stellte eine Sekretärin mit Down-Syndrom ein. PICT0107

Seit einigen Jahren erscheinen regelmäßig Bücher über das Leben und das Zusammenleben mit Menschen mit Down-Syndrom. Vor wenigen Wochen ist beispielsweise „Lolas verrückte Welt: Diagnose: Down-Syndrom“ der 37jährigen Amelie Mahlstedt erschienen. Vor sechs Jahren brachte sie ein behindertes Kind zur Welt, und sie dachte, die Welt würde einstürzen. In ihrem Buch beschreibt sie, wie dieses Kind ihr eigenes Leben wertvoller gemacht hat.

Am erfolgreichsten waren bislang die Bücher von Doro Zachmann: „Mit der Stimme des Herzens. Meine ersten Jahre mit Jonas“ (1999) „Bin Knüller! Herz an Herz mit Jonas“ (2010) und „Ich mit ohne Mama. Knüller Jonas wird erwachsen“ (2012). Im letztgenannten ist Doro Zachmanns behinderter Sohn Jonas Kaufmann Mitautor.

Auf diese Weise kann man die Sensibilität und das Fassungsvermögen eines 19-Jährigen mit Down-Syndrom kennenlernen. Dabei stellt man fest, daß Menschen mit Down-Syndrom über psychische „Antennen“ verfügen, die andere nicht haben.

Alle diese Bücher sind empfehlenswert. Wie schön wäre es, wenn sie eine große Verbreitung finden. Es sind Werke, die uns einen neuen Blick auf das Leben eröffnen, die uns menschliche Reichtümer zeigen, die wir sonst nicht sehen würden. Es sind Bücher, die uns auch eine völlig neue Perspektive auf die Welt öffnen und nachdenklich machen.

Heutzutage ist es ja Mode geworden, „Quoten“ einzuführen. In Deutschland und Europa gibt es viele Volksvertreter, die sich rabiat für die Durchsetzung eines „Rechts auf Abtreibung“ einsetzen. Eine Behindertenquote in den Parlamenten, wodurch behinderte und nicht-behinderte Menschen zusammenarbeiten müßten, würde sicherlich die Ansichten vieler ändern.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und des Webmagazins “Kultur und Medien heute”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wlochenzeitschrift “Junge Freiheit”


Wiesbaden: Gewährte das “Ehrenmord”-Urteil einen “Kulturrabatt” für Muslime?

24-Jähriger ermordete seine Freundin, die nicht abtreiben wollte

Auf ein unterschiedliches Echo stößt ein Urteil des Landgerichts Wiesbaden zu einem sog. „Ehrenmord“. Es geht um den Fall des 24-jährigen Muslim Isa Sh. Der Mann mit afghanischen Wurzeln hatte im Februar 2013 seine schwangere Ex-Freundin hinterrücks erstochen, weil sie eine Abtreibung ablehnte. paragraph_300x3001

Der Student befürchtete, dass seine streng muslimische Familie niemals ein Kind von einer Nichtmuslimin akzeptiert hätte. Das Gericht verurteilte ihn aufgrund von Indizien zwar zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, erkannte aber keine „besondere Schwere der Schuld“, wie sie die Staatsanwaltschaft gefordert hatte.

Begründung des Vorsitzenden Richters: Der Angeklagte sei zum Tatzeitpunkt noch „recht ungefestigt“ gewesen und habe sich „aufgrund seiner kulturellen und religiösen Herkunft in einer Zwangslage befunden“.

Nach diesem Urteil kann der Verurteilte bereits nach 15 Jahren die Entlassung auf Bewährung beantragen. Bei Feststellung eines „besonderen Schwere der Schuld“ wäre dies nicht möglich.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Islam der Deutschen Evangelischen Allianz, der Theologe Ulrich Neuenhausen, bezeichnete das Urteil gegenüber der evangelischen Nachrichtenagntur IDEA als „ungerecht“.

Er erinnerte daran, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2004 sogenannte „Ehrenmorde“  –  zur Wiederherstellung der Familienehre  –  als „Morde aus niedrigen Beweggründen“ anzusehen sind. Danach könne eine mildere Bestrafung nur in Ausnahmefällen in Betracht kommen, wenn der Täter noch so stark in fremden Wertvorstellungen verwurzelt sei, dass ihm die Missachtung seines Handelns im hiesigen Rechtssystem nicht bewusst sei. Laut Neuenhausen ist dies aber bei dem Verurteilten nicht der Fall, da er in Deutschland aufgewachsen sei. 

Muslimischer CDU-Politiker: „schleichende Einführung der Scharia“

Scharfe Kritik an dem Urteil übte der integrationspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, der Muslim Ismail Tipi. Das Gericht habe dem Mörder einen „kulturellen Rabatt“ gewährt. Tipi hierzu:

„Es sind genau diese Urteile, die den Weg frei machen für eine ausufernde Paralleljustiz und für die schleichende Einführung der Scharia. Es ist eine Kapitulation unseres Rechtsstaates vor einer fremden Rechtskultur. Das kann und darf nicht sein.

Für Frauen ist diese Art der Rechtsprechung ein gewaltiger Rückschritt. Wer einen Ehrenmord, wie jetzt in Wiesbaden, begeht, greift nicht nur Personen an, sondern auch die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.“

Quelle: http://www.idea.de

HINWEIS unserer Redaktion: Der Täter hat sogar einen DOPPEL-MORD begangen, da er auch das ungeborene Kind tötete, das seine Freundin in ihrem Schoß trug.


“Münstersche Zeitung” desinformiert einseitig und bietet Zerrbild der Kreuze-Aktion

Von Felizitas Küble

Alle Jahre wieder fühlt sich die Münstersche Zeitung (MZ) offenbar dazu aufgerufen, die friedliche, betende und singende Schar der Lebensrechtler, die sich stets Mitte März zu einem Gebetszug in Münster zusammenfindet, durch rüde Wortwahl und unfaire Desinformation ins Zwielicht zu rücken und als “radikal” zu verunglimpfen.  PICT0191

Die tatsächlichen Radikalen, nämlich linksextreme Chaoten, werden hingegen nicht mit derart herabsetzenden Begriffen definiert, sondern allenfalls sanft ermahnt.

Bereits im Vorjahr betätigte sich die MZ auf diese manipulative Art bzw. Abart: http://charismatismus.wordpress.com/2013/03/10/manipulation-pur-munstersche-zeitung-verunglimpft-friedliche-lebensrechtler-als-radikal-und-bezeichnet-krawall-als-bunten-protest/

Das FOTO zeigt Polizeibeamte, die den Gebetsmarsch vor ultralinken Randalen schützen

Schon der Titel des Artikels in der heutigen MZ-Montags-Ausgabe vom 24. März läßt tief blicken: “Provokation mit Madonna”  – wohlgemerkt: die christlichen Lebensrechtler werden sogleich als Provokateure diffamiert, weil sie ein  – wahrlich harmloses  – Mariengemälde mit sich trugen:

Das Bild der Jungfrau von Guadalupe (siehe Foto), einem Wallfahrtsort in Mexiko, zu dem dort seit Jahrhunderten Millionen Einheimische pilgern. Was an diesem Madonnenbild “provokativ” sein soll, wird weiter das Geheimnis der “Münsterschen Zeitung” bleiben.

FOTO: Ist dieses Marienbild “provokativ”?PICT0189

Auch beim Untertitel bleibt die MZ ihrer Desinformationslinie treu: “Kreuz-Zügler und deren Gegner lieferten sich Scharmützel in der Innenstadt.”

Tatsache ist, polizeilich bestätigt, daß allein seitens der Abtreibungsbefürworter gegen das Vermummungsverbot verstoßen und Übergriffe gegen Demonstranten, Passanten und Journalisten (!) erfolgten, was zu mehreren Strafanzeigen durch die Polizei führte.

Die Zeitung hingegen erweckt mit ihren beiden Überschriften den irreführenden Eindruck, als hätten erstens die friedlichen Lebensrechtler “provokativ” gehandelt  -  und als seien zweitens beide Seiten quasi aufeinander losgegangen, obwohl die Krawalle ausschließlich von linken Chaoten ausgingen.

Auch der einleitende Satz des Artikels paßt ins gängige (Zerr-)Bild der MZ: “Auf der einen Seite die radikalen Abtreibungsgegner, auf der anderen Seite die Gegendemo: die Polizei verrichtete Schwerstarbeit, um die beiden Gruppierungen voneinander zu trennen.”  -  Sodann ist vom “lautstarken Aufeinandertreffen” die Rede, das viele Einkaufsbummler “irritiert” habe.

Erneut wird somit die tatsächliche Situation nicht nur einseitig, sondern direkt falsch dargestellt. PICT0133

Unklar ist auch, wie die MZ zu ihrer schlicht unsinnigen Behauptung gelangt, die Lebensrechtlerseite habe “drastische Fotos” vorgezeigt: es gab in Wahrheit kein einziges Abtreibungsbild, sondern lediglich durchaus ansprechende Fotos, wie man sie in jedem Biologiebuch finden könnte: sie zeigen die Entwicklung des ungeborenen Babys im Mutterleib.

FOTO: Handelt es sich hier um “drastische Bilder”, wie die MZ behauptet?

Weiteren Unfug liefert die Zeitung mit ihrem lächerlichen Satz, die Abtreibungsgegner hätten am Denkmal des Kardinal von Galen “gläserne Kindersärge” niedergelegt: es handelte sich um einen einzigen kleinen Kindersarg aus weißem Holz, der durchaus nicht gläsern war.

Im Verlauf des weiteren Berichts ist erneut davon die Rede, der Gebetszug habe es mit seinem “Auftreten” verstanden, “zu provozieren”. Hält die MZ christliche Gebete und Gesänge etwa für “provokativ”?

Ist das JA zum Lebensrecht “menschenverachtend”?

Erst später läßt sich MZ-Autor Nils Dietrich dazu herab, die rechtswidrigen Störungen und Pöbeleien der linken Protest-Szene zu erwähnen. Typisch freilich der Schlußsatz des Beitrags, in dem die Sprecherin des “Gegenbündnisses” das letzte Wort erhält mit ihrer dreisten Äußerung, ihre Aktion habe ein “entschlossenes Zeichen gegen menschenverachtende Ideologien” gesetzt.

Das friedliche Eintreten für das Lebensrecht eines jeden Menschen, ob geboren oder ungeboren, gesund oder behindert, ist also “menschenverachtend”?

Von ähnlicher “Logik” samt linker Brille ist auch der Kommentar des MZ-Chefredakteurs Stefan Bergmann geprägt:

Mit dem Kurz-Titel “Disqualifiziert” meint der Autor nicht etwa die Randalierer, sondern  -  aber sicher doch  -  die betende Schar der Lebensrechtler.

Als vermeintlichen Grund dafür wird vorgeschoben, daß deren Organisator Wolfgang Hering (der in der MZ unrichtig als “Klaus” Hering bezeichnet wird) einen Zusammenhang zwischen Abtreibung und NS-Euthanasie herstellte (womit er grundsätzlich durchaus recht hat, denn die getöteten Kinder im Mutterleib sind schließlich keine “Opfer zweiter Klasse”).

Nachdem der Herr Chefredakteur die Lebensrechtlerseite (die er abfällig als “die 1000-Kreuzer” benennt) schon allein durch seine Wortwahl ins Zwielicht zu rücken versucht, rafft er sich abschließend zu einem sanfter Hinweis hinsichtlich der ultralinken Störer auf: diese sollten doch mal “ihr Verhältnis zum Rechtsstaat überprüfen”, denn der Zweck heilige nicht die Mittel.

Diese Bemerkung ist immerhin der einzige kleine Lichtblick in diesem unfairen Zerrbild, das die MZ von jenen Vorgängen am vergangenen Samstag zeichnet.

Fotos: Felizitas Küble


Trotz Regen und Randalen: erfolgreiche Kreuze-Aktion für das Leben in Münster

Von Felizitas Küble

Der von “EuroProLife” veranstaltete Gebetszug für die ungeborenen Kinder in Münster verlief am heutigen Samstag, den 22. März, trotz massiver Störungen durch linksradikale Kreise und Antifa-Gruppen insgesamt erfolgreich.  PICT0142

Die aus nah und fern herbeiströmenden Christen ließen sich auch vom anhaltenden Nieselregen nicht verdrießen,  sondern sangen fromm und frohgemut ihre kirchlichen Lieder, zuletzt aus voller Kehle “Großer Gott, wir loben dich”.

Unter den Teilnehmern befanden sich auch Gläubige aus europäischen Ländern, aus Afrika und Lateinamerika. Mit dabei waren zudem Vertreter von CDL und ALFA, von SOS Leben und Kardinal-von-Galen-Kreis sowie vom Christoferuswerk in Münster.
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Etwa doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr, darunter zahlreiche junge Leute, vor allem auffallend viele Mädchen, zogen durch die Innenstadt der westfälischen Metropole vom Ägidii-Kirchplatz an mehreren Kirchen und der Synagoge vorbei zum Domplatz.

Dort kam es am Denkmal des Kardinal von Galen (siehe letztes Foto) zu einer eindrucksvollen Abschlußkundgebung, wobei vier katholische Geistliche gemeinsam den priesterlichen Segen erteilten.

Wegen der ultralinken Randale mußte die vorgesehene Route für den Gebetszug mehrfach geändert werden, weil die Teilnehmer durch zahlreiche Störer blockiert wurden, die neben Krach und Protest auch Klamauk boten (so warfen sie z.B. neben Konfetti und Kondomen auch Klopapierrollen in die betende Menge).

Dabei gelang es der Polizei, die zum Teil vermummten Chaoten auszutricksen, indem ihre Mannschaftswagen Richtung Salzstraße fuhren, während die Lebensrechtler den geänderten Weg über die Klosterstraße nahmen und so eine Zeitlang halbwegs ungestört waren.

Einige Linksradikale hatten sich zu Beginn der Kundgebung auf dem Ägidii-Kirchplatz unerkannt unter die Lebensrechtler gemischt, danach durch lautstarke Pfeifkonzerte gestört oder den Teilnehmern frech ihre linken Aufkleber auf Anoraks oder Jacken geklebPICT0144t.

Allein der Protest-Aufruf von linksradikaler Seite ist bezeichnend: http://jako.blogsport.de/category/antisexismus/

Die Polizei war mit hunderten von Beamten präsent, um die Kundgebung und die Prozession durch die City zu schützen, was ihr auch gelang.

(Siehe hierzu die amtliche Polizeimeldung: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11187/2694346/pol-ms-versammlungen-verliefen-nahezu-stoerungsfrei-strafanzeigen-aufgrund-von-boellerwuerfen-und

Seitens der Chaoten wurden die dort seit jahren üblichen Sprüche gerufen: “Abtreibung ist Frauenrecht”, “Sex macht Spaß!”, “Glaube ist heilbar!”, “No pray – go gay!” oder “Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!”PICT0190

Eine Radikalfeministin präsentierte sich den Lebensrechtlern mit einem besonders dreisten Plakat: “Lesbische Frau sucht dringend Samenspender zur Abtreibung!

Noch zynischer wirkte der blasphemische Dauer-Chor vieler Randalierer: “Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!”

Doch die betenden und singenden Christen ließen sich durch die Störer nicht aus der Ruhe bringen, mochte der ohrenbetäubende Megaphon- und Schreilärm auch noch so lautstark tönen.

Unverfroren allerdings, wie die linksradikale Szene danach im Internet über die Polizei herzog und sie als “aggressiv” verunglimpfte, verbunden mit dem dreisten Vorwurf: “Sie schubs­ten, schlu­gen und nah­men recht bru­tal Men­schen fest.”

Anders die Lebensrechtler: Gleichsam als Dankeschön beteten sie bei ihrer Abschlußkundgebung am Dom gemeinsam ein Vaterunser für die Polizei. PICT0172

Wolfgang Hering (siehe Foto oben: mit Mikrofon)  -  er ist Leiter von “EuroProLife” aus München  -  erinnerte daran, daß die Polizei das Versammlungsrecht friedlicher Bürger schützt  -  auch uns Lebensrechtler, die wir uns für den Schutz ungeborener Kinder engagieren. Beidesmal geht es um eine moralische Schutzverpflichtung: einmal des fundamentalen Lebensrechts, sodann des bürgerlichen Demonstrationsrechts.

PS: Interessant ist freilich, daß sich die Krawallmacher derzeit über die gestiegene Teilnehmerzahl des Gebetszugs ärgern und dies öffentlich hinausposaunen:
“Er­schre­ckend viele waren die­ses Jahr an­we­send, wir zähl­ten um die 200. Nach­dem die Teil­neh­mer*in­nen­zahl die letz­ten Jahre eher rück­läu­fig war, scheint die Szene die­ses Jahr einen deut­li­chen Auf­schwung zu er­le­ben.

HIER eine von unseren aktuellen FOTO-Galerien: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/22/foto-galerie-vom-1000-kreuze-gebetszug-am-22-3-2014-in-munster/


Münster: Ultralinke Gruppen kündigen Protest gegen Kreuze-Aktion an

Radikalfeministische und linksradikale Gruppen, die sich in einem Bündnis “Gegen 1000 Kreuze” zusammengeschlossen haben, polemisieren auch in diesem Jahr wieder gegen den von “Euro-Pro-life” organisierten Gebetszug für das Leben.

Diese ebenso friedliche wie fromme Demonstration findet jährlich Mitte März in Münster statt, diesmal am heutigen Samstag (22.3.) ab 14,30 Uhr, beginnend mit einer Kundgebung auf dem Ägidii-Kirchplatz.Münster10A

So wird z.B. in einem linksextremen Protest-Aufruf aus Antifa-Kreisen behauptet, die christlichen Beter seien mit weißen Holzkreuzen “bewaffnet” und würden “re­ak­tio­nä­re In­hal­te” vertreten, als ob das Eintreten für das Lebensrecht eines jeden Menschen (auch des ungeborenen) etwas mit Rückschritt zu tun hätte  – ganz im Gegenteil: Wer für das Töten von Kindern im Mutterschoß eintritt, zerstört mit diesem menschlichen Leben auch unsere Zukunft!

Seit 6 Jahren kann die Demonstration der Lebensrechtler wegen massiver linksextremer Randale nur unter großem Polizeiaufgebot stattfinden.

Diese rechtswidrigen Störungen werden vom ultralinken Bündnis zynisch als “Aneignung des öffentlichen Raumes” schöngeredet. 


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