Unser PLÄDOYER für das LEBENSRECHT der wehrlosen KLEINSTEN
Veröffentlicht: 21. Mai 2013 Einsortiert unter: LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibung, Ecclesia-Plakatdienst, KOMM-MiT-Verlag, Lebensrecht, Plakat Schreibe einen Kommentar »Pro-Life-Poster des Ecclesia-Plakatdienstes
PLAKAT aus dem katholischen KOMM-MIT-Verlag in Münster
Lebensrechts-Aktionen auf dem Kirchentag sorgten für mehrfache Polizeiauftritte
Veröffentlicht: 18. Mai 2013 Einsortiert unter: LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibung, Günter Annen, Hamburg, Kirchentag, Lebensrecht, Polizei, Protest 3 Kommentare »Von Günter Annen
Der Evangelische Kirchentag vom 1. bis 5. Mai 2013 in Hamburg unterschied sich nicht im geringsten von den Vorgängerversionen, egal ob „evangelisch“, „katholisch“ oder „ökumenisch“.
Ich verteilte vor den Messehallen, in denen Veranstaltungen des Kirchentages stattfanden, ein Flugblatt, das in seiner Aufmachung an die Prospekte des Kirchentages erinnerte und deshalb gerne angenommen wurde:
http://www.abtreiber.com/b-n/news2013/hamburg/flyer-soviel-du-brauchst.pdf
(Achtung: etwas längere Ladezeit)
Zusätzlich hatte ich ein Schild mit Bildern einer Abtreibung aufgestellt: „Abtreibung ist Mord. – Warum lässt Du das zu?“, fragte ich provozierend.
Wahrlich eine berechtigte Frage, wenn man weiß, daß in Hamburg vergleichsweise die meisten Abtreibungsärzte in Deutschland tätig sind und jährlich etwa 8000 ungeborene Kinder töten.
Auch bei den Mitarbeitern des Kirchentages kam diese Fragestellung schnell an und sorgte für Aktivität, allerdings nicht in meinem Sinne. Ich befände mich auf dem Messegelände und solle woanders meine Flugblätter verteilen, hieß es zunächst.
Da ich mir sicher war, mich auf öffentlichen Gelände zu befinden, konnte mich auch ein Einschüchterungsversuch mit der Polizei nicht beeindrucken.
Tatsächlich standen aber dann plötzlich zwei Kriminalbeamte vor mir, die mir nach „SOKO-Manier“ ihren Ausweis entgegenhielten. Da ich noch immer unbeeindruckt war, ließen sie mich einen Blick auf ihre Dienstwaffe richten, was ich dann schon überzeugender fand.
„Haben denn Hamburger Kriminalpolizisten nichts anderes zu tun, als sich um Leute zu kümmern, die angeblich auf nicht-öffentlichem Gelände Flugblätter verteilen?“, fragte ich sie.
Sie bestätigten mir nun, daß ich mich sehr wohl auf öffentlichem Gelände befände und fragten nach, ob ich eine Genehmigung für das Verteilen hätte, denn das sei in Hamburg üblich. Dieses verneinte ich und wiedersprach, denn ich wußte, Flugblätter kann man in Deutschland grundsätzlich ohne Genehmigung verteilen.
Nachdem dies geklärt war, zogen sie die nächste Karte. Es sei der Verdacht einer Copyrightverletzung zu prüfen und deshalb müsse man meine Personalien feststellen. 
Während der Überprüfung kamen der Polizeichef und dessen Stellvertreter sowie ein weiterer Kollege hinzu. Nach längerer Prüfung wurden keine Maßnahmen und Auflagen beschlossen, denn man respektiere in Hamburg das hohe Rechtsgut der Meinungsfreiheit, so die Polizisten.
Neuer Tag, neues Spiel:
Am nächsten Tag gab es ein ähnliches Spiel mit anderen Personen. Ergebnis: Weiter verteilen, keine Maßnahme!
Am Samstag jedoch erreichten einige Mitarbeiter des Kirchentages nach längerer Belagerung und Behinderung meiner Verteilaktion (auch mit diesem Schild - siehe Foto), daß wiederum Polizisten erschienen.
Bei einem stellte sich heraus, daß er schon einmal bei mir gewesen war. „Dann kennen Sie sich ja aus“, sagte ich, „denn Ihr Chef hat keinen Grund erkannt, eine Maßnahme einzuleiten“.
Der Polizeibeamte betonte, das hohe Rechtsgut der Meinungsfreiheit auch in Hamburg nicht einschränken zu wollen und sagte dann: „Aber heute bin ich der Chef!“
Er beschlagnahmte das aufgestellte Schild mit den Abtreibungsbildern wegen “Gefährdung der öffentlichen Sicherheit” und verbot mir, meine Flugblätter an Jugendliche unter 16 Jahren abzugeben. So lösen eben „Möchte-Gern-Chefs“ an der „Waterkante“ (Niederdeutsch für das Küstengebiet in Norddeutschland) Probleme, wenn sie als “Stellvertreter” agieren dürfen. Mit Meinungsfreiheit hat das allerdings nichts mehr zu tun.
Foto-Quelle: Günter Annen (http://www.abtreiber.com/)
Psychofolgen der Abtreibung aus der Sicht eines Sanitäters: “Man blickt in einen Abgrund, einen totgeschwiegenen noch dazu.”
Veröffentlicht: 16. Mai 2013 Einsortiert unter: LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibung, Dr. Gosnell, Psycho-Folgen, Sanitäter 2 Kommentare »Die österreichische Tageszeitung “Die Presse” veröffentlichte am 22. April dieses Jahres einen Bericht unter dem Titel: “Die Horrorklinik des Doktor Gosnell” über jenen US-amerikanischen Abtreibungsarzt, der sich wegen dreifachen Mordes verantworten muß.
Bei den Leserkommentaren unter diesem Artikel befindet sich dort am 23. April als 122.Zuschrift folgende aufschlußreiche Stellungnahme eines Sanitäters, der aus seiner praktischen Arbeit und aus der Erfahrung von Kollegen berichtet:
Es ist, was es ist: der Tod

Und wie ich von Kollegen gehört habe, waren das keineswegs nur statistische Ausreisser, dass nur zufällig ich diese Fälle hatte. Die meisten anderen hatten auch solche Fälle im Gedächtnis.
Wenn man einmal so eine Mitt- bis Endfünfzigern erlebt hat, alleinstehend, geschieden… schwerste Depressionen, und die Rettung bringt sie dann mitten in der Nacht auf eigenen Wunsch wegen Suizidgefahr auf die Psychiatrie…
Die ganze Zeit redet sie von “ihrem Kleinen”, das sie vor 25 Jahren “wegmachen” hat lassen, wegen der Karriere und weil der damalige Mann keine Kinder wollte…und in der Wohnung hängen überall irgendwelche Babybilder, die sie von Bekannten sammelt…das dreht einem als Sanitäter den Magen mehr um als irgend ein Unfall, wo alles voller Blut ist. Mir zumindest.
Blut ist vergleichsweise (fast) egal, dagegen kann man etwas tun. Dazu sind wir Sanis da. Verbände anlegen, Schienen, der Notarzt kann Schmerzmittel geben. - Aber so etwas? Da blickt man dann in einen Abgrund - und in einen totgeschwiegenen auch noch. Denn offiziell gibt es das ja alles nicht wirklich. Abtreibung ist schliesslich cool und für die moderne Frau eine Selbstverständlichkeit!”
Papst Franziskus beteiligte sich persönlich am “Marsch für das Leben” in Rom
Veröffentlicht: 16. Mai 2013 Einsortiert unter: LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibung, euthanasie, Lebensrecht, Marsch für das Leben, one of us, Papst, Rom 4 Kommentare »Ignacio Barreiro, Chef der Lebensrechtsvereinigung “Human Life” in Italien, würdigte diesen Schritt des Papstes als überaus ungewöhnlich. Seit seiner Wahl war Franziskus durch viele spontane Aktionen aufgefallen, mit denen er auch sein Sicherheitspersonal überraschte.
Die Teilnahme des Papstes war geplant. Die Verantwortlichen hatten Wege für das Papamobil abgespert. Das Kirchenoberhaupt grüßte die Lebensrechtler und nahm eine kurze Strecke an der Parade teil.
Er befürwortete in einem Grußwort eine europaweite Petition gegen Embryonenforschung. Für die Bürgeraktion „One of us“ (einer von uns) sammeln die Initiatoren derzeit eifrig Unterschriften. Erreichen sie das Gesamtziel von einer Million Unterschriften, ist das europäische Parlament verpflichtet, sich mit dem Thema zu befassen.
Zudem lud der Pontifex die Teilnehmer ein, den vom Vatikan ausgerichteten Tag “Evangelium Vitae” (Frohbotschaft des Lebens) zu besuchen, der am 15. und 16. Juni stattfindet.
In Italien gewinnt der “Marsch für das Leben” zunehmend an Bedeutung. Vor zwei Jahren nahmen 1000 Menschen an der Aktion teil, im vergangenen Jahr waren es 15.000 Lebensrechtler und diesmal sogar 40.000 Teilnehmer, einer davon der Papst persönlich…
Quelle: Evangelikales Web-Portal PRO: http://www.medienmagazin-pro.de
ERGÄNZENDER HINWEIS:
Kürzlich hat Kurienkardinal Raymond Burke alle europäischen Bischöfe aufgefordert, sich persönlich an Lebensrechts-Demonstrationen zu beteiligen: http://charismatismus.wordpress.com/2013/05/11/kardinal-raymond-burke-fordert-bischofe-auf-selber-an-lebensrechts-demos-teilzunehmen/
Lebensrecht und §218: Aus der Schwäche der christlichen Politiker folgt die Stärke des linken Spektrums
Veröffentlicht: 16. Mai 2013 Einsortiert unter: Causa Joachim GAUCK, LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibung, deutschland, Grüne, joachim gauck, Lebensrecht, USA Schreibe einen Kommentar »Mathias von Gersdorff
Bislang wurde Bundespräsident Joachim Gauck wenig vom „christlich-konservativen Milieu“ beachtet. Das hat mehrere Gründe, u.a. seine Familienverhältnisse.
Nun erhielt er etwas mehr Aufmerksamkeit, nachdem er am 2. Mai auf dem 34. Evangelischen Kirchentag in Hamburg behauptete, manche Menschen machten sich die Frage danach, ob ein Kind geboren werden solle oder nicht, „einen Tick zu leicht“.
Es ist zwar erfreulich, daß sich der Bundespräsident kritisch zur Abtreibung äußert, doch etwas mehr Deutlichkeit und Verve hätte man sich doch gewünscht.
Das Recht auf Leben gehört zu den Grundrechten, die im Grundgesetz festgelegt wurden: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ (Artikel 2, Satz 2). Jeder Politiker, vor allem der Bundespräsident, müßte sich verpflichtet fühlen, lautstark für die Rechte der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft – also der ungeborenen Kinder – einzutreten. Schließlich ist der Schutz der Bürger eine elementare Pflicht des Staates.
Das Leben der ungeborenen Menschen zu schützen: Darauf verzichtet der deutsche Staat. Hier wurde de facto die Rechtsstaatlichkeit abgeschafft.
Der Bundespräsident – vor allem einer, der gegen die DDR-Staatsmacht Widerstand geleistet hat, was ihn ja auch zum Präsidentenkandidaten gemacht hat – müßte immer wieder energisch darauf hinweisen. Die Behauptung, manche Menschen „machten es sich einen Tick zu leicht“, kann an Minimalismus gar nicht mehr untertroffen werden.
Von den USA lernen!
Etwas besser (aber nicht viel besser) war die Antwort der CDU/CSU auf eine Postkartenaktion von SOS Leben (einer Initiative der „Deutschen Vereinigung für eine Christliche Kultur DVCK eV.“) im April dieses Jahres.
Im Postkartentext wurde auf die Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht hingewiesen, die das Bundesverfassungsgericht dem Bundestag im Urteil von 1993 zum § 218 StGB auferlegt hat. In der Antwort aus dem Büro Kauder wird erläutert: „Es ist leider eine Tatsache, daß es für ein grundsätzliches Herangehen an die Abtreibungsproblematik im Deutschen Bundestag zur Zeit keine Mehrheiten gibt. Ein rein symbolisches Aufgreifen der Abtreibungsdiskussion mit schon vorausschaubarem negativen Ergebnis würde aber diesem wichtigen Thema nicht nur nicht gerecht werden, sondern schaden.“ (Vollständiger Text hier)
Das ist ein Irrtum. In den Vereinigten Staaten bringen christliche oder konservative Abgeordnete trotz fehlender Mehrheiten ständig Gesetzesprojekte gegen die Abtreibung ins Parlament, eben um die öffentliche Diskussion am Leben zu halten. Sie tun das zum Teil, weil sie von ihrer Einstellung überzeugt sind, aber auch, weil die vielen Lebensrechtsorganisationen sie dazu auffordern und geradezu zwingen.
Diese konservativen Politiker in den USA wissen sehr wohl, daß sie keine Mehrheiten haben, doch dank ihrer parlamentarischen Initiativen machen sie es den Lebensrechtlern einfacher, die vielen Abtreibungsgegner zu mobilisieren.
In Deutschland wünschen sich stattdessen viele C-Politiker Friedhofsruhe. Das hat zum Ergebnis geführt, daß die Mehrheit der US-amerikanischen Bevölkerung heute „pro-Life“ denkt und es in vielen Gegenden schwer ist, überhaupt abzutreiben.
In den Vereinigten Staaten vollzieht sich ein Gesinnungswandel, von dem wir in Deutschland gegenwärtig nur träumen können. Doch das war nur deshalb möglich, weil der politische und der vorpolitische Raum in den Vereinigten Staaten stets zusammenarbeiten.
Eine der größten Schwierigkeiten der deutschen Lebensrechtler, das Thema § 218 StGB in der Öffentlichkeit am Leben zu halten, ist die unverantwortliche Abstinenz der C-Politiker. 
Und bei uns?
Aber man braucht gar nicht über den Atlantik blicken. Auch bei uns in Deutschland gibt es Politiker, die gut verstehen, daß man anhand der Themensetzung Wähler an sich bindet, auch dann, wenn es keine Mehrheiten gibt: Die Grünen haben jahrzehntelang geradezu utopische Forderungen gestellt. Auf diese Weise haben sie Menschen mobilisiert und an sich gebunden. Ob sie im Bundestag damit Erfolg haben würden, war ihnen zunächst egal.
Noch heute pfeifen die Grünen auf Mehrheiten und selbst auf das Bundesverfassungsgericht. So fordern sie im Wahlprogramm für die Bundestagswahl am 22. September: „Frauen müssen über ihre Schwangerschaften frei und ohne Kriminalisierung entscheiden können.“ – Gegen eine „Entkriminalisierung“ spricht eindeutig das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Mai 1993, das unmißverständlich bestimmte, Abtreibung sei eine rechtswidrige Tat (selbst wenn sie unter gewissen Bedingungen straffrei bleibt). Das ist den Grünen egal, ihnen geht es um ihre Klientel.
Christliche Politiker ignorieren diese Strategie. Dadurch, daß sie sich hinsichtlich Lebensrecht, Familie, Homo-Privilegien, Prostitutionsgesetz usw. äußerst defensiv und mit wenig Überzeugung verhalten, während Grüne und sonstige Linke auf die Pauke hauen, verschiebt sich die Achse ständig nach links.
Nur dank der christlichen Basis bzw. der Stammwählerschaft, die sich mit großem Idealismus für christliche Werte und Prinzipien in der Politik entschlossen einsetzt, ist Deutschlands Politik noch nicht völlig unchristlich.
Erstveröffentlichung in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”
Kardinal Raymond Burke fordert Bischöfe auf, selbst an Lebensrechts-Demos teilzunehmen
Veröffentlicht: 11. Mai 2013 Einsortiert unter: LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibung, Italien, Lebensrecht, Marsch für das Leben, Präfekt der Apostolischen Signatur, Raymond Burke 1 Kommentar »Der Präfekt der Apostolischen Signatur, Kurienkardinal Raymond Leo Burke, hat die europäischen katholischen Bischöfe in einem eindringlichen Appell dazu aufgefordert, sich klarer als bisher für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder einzusetzen und auch selber an Kundgebungen und Demonstrationen teilzunehmen, insbesondere am “Marsch für das Leben”, der in einigen Ländern Europas jährlich stattfindet. 
Die Oberhirten sollen, so Kardinal Burke, daran beteiligen, ohne auf entsprechende Beschlüsse der jeweiligen Bischofskonferenzen zu warten.
Der frühere Erzbischof des Bistums St. Louis (USA) äußerte sich kürzlich in einem Interview gegenüber dem Nachrichtendienst „Lifesitenews“ mit Blick auf den „Marsch für das Leben“, der am kommenden Sonntag, den 12. Mai 2013, in Rom stattfindet.
Dieser „Marcia per la Vita“ wurde nach dem Vorbild des amerikanischen „March of life“ vor drei Jahren in der italienischen Hauptstadt ins Leben gerufen. Seitdem ist die Zahl der Teilnehmer sprunghaft angestiegen. Die gesetzliche Liberalisierung der Abtreibung in Italien trat 1978 in Kraft.
Quelle: DT, Lifesitenews, ZENIT
Warum “Nazijäger” Simon Wiesenthal sich weigerte, den bekannten Infanticid-Vertreter Peter Singer zu empfangen
Veröffentlicht: 11. Mai 2013 Einsortiert unter: ISRAEL / Judentum, LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibung, Eduard Verhagen, Infanticid, Neugeborene, New England Journal of Medicine, Peter Singer, Simon Wiesenthal Schreibe einen Kommentar »Der Mord an kranken Neugeborenen (Infanticid) ist eine Folge der Abtreibungsmentalität
Von medizinischen Laien weitgehend unbemerkt, breitet sich die Akzeptanz der Euthanasie bei behinderten bzw schwerkranken Neugeborenen unaufhaltsam aus.
Hatte 2004 die Veröffentlichung des niederländischen Professors Eduard Verhagen (Leiter der Neugeborenen-Abteilung der Universitätsklinik Groningen) über den “schönen Tod”, den Neugeborene in seiner Abteilung sterben mußten, noch ein gewisses Aufsehen verursacht, so blieben die jetzt von ihm im New England Journal of Medicine propagierten “Richtlinien” für den von Ärzten herbeigeführten Kindstod, den er Infanticid nennt, ohne größere Reaktionen. Kein Aufschrei - nirgends. 
In einer Statistik seiner Abteilung ist der Tod durch “Euthanasie” die häufigste Todesursache der Neugeborenen. Diesen Kindern ist allerdings kein Entkommen möglich – im Gegensatz zu jenen Erwachsenen, die bei schweren Krankheiten und Unfällen zunehmend aus Angst vor dem “schönen Tod” ins benachbarte Ausland fliehen.
Ähnliche Ansichten wie Prof. Verhagen vertreten z.B. Alberto Giubilini und Francesca Minerva, beide Universität Melbourne - zudem Julian Savulescu, ein Bioethiker des Centers for Practical Ethic der Universität Oxford.
Diese Personen sind der Ansicht, ein erwachsener Menschenaffe besitze durchaus mehr “menschliche Eigenschaften” als ein Baby im Mutterleib oder ein Neugeborenes, denen sie grundsätzlich Menschen- und Lebensrechte absprechen – ähnlich wie dies der bekannte australische Philosoph Peter Singer seit langem vertritt.
Der österreichische “Nazijäger” Simon Wiesenthal hatte sich konsequenterweise geweigert, mit Peter Singer, dem Doyen des Infanticids, zusammenzutreffen, weil er dessen Überzeugungen ablehnt; sind diese doch dem NS-Gedankengut vom “erbgesunden Nachwuchs” zum Verwechseln ähnlich. Zudem warf der prominente jüdische Autor der Universität Princeton, die Singer eingeladen hatte, zu Recht vor, den Hauptwert der westlichen Zivilisation seit 2000 Jahren - nämlich die Menschenwürde - verraten zu haben.
Quelle und vollständiger Artikel hier: http://beiboot-petri.blogspot.de/2013/05/kultur-des-todes-oder-stetig-weiter.html
Die CDL zur Stellungnahme des Deutschen Ethikrats: Gendiagnostik verstärkt Diskriminierung in unserem Land
Veröffentlicht: 2. Mai 2013 Einsortiert unter: LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibung, Bioethik, CDL, Deutscher Ethikrat, Gendiagnostik, PID, Ungeborene 2 Kommentare »Anläßlich der heute in Berlin vom Deutschen Ethikrat vorgestellten Stellungnahme “Die Zukunft der genetischen Diagnostik – von der Forschung in die klinische Anwendung” erklärt die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr (siehe Foto):
“Die Stellungnahme des Ethikrates zur Zukunft der genetischen Diagnostik bietet eine bemerkenswert breite Analyse und Zusammenfassung der dramatischen Entwicklungen in der Biomedizin. Auch wenn kein einziges Mal der Begriff Eugenik fällt, steht jedoch genau diese im Mittelpunkt: ![mechthild%20l%C3%B6hr[1]](http://charismatismus.files.wordpress.com/2012/03/mechthild20lc3b6hr1.gif?w=590)
Die systematisch betriebene Gendiagnostik mündet unweigerlich in eine positive oder negative Bewertung von Erbanlagen, sei es bei ungeborenen oder geborenen Menschen, und sie macht ihre Ergebnisse für Dritte verfügbar und manipulierbar.
Der französische Philosoph Michel Foucault hat die Biopolitik als eine moderne Machttechnik bezeichnet. Die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates vom 30.4.2013 illustriert eindrücklich, wie zutreffend dies inzwischen ist.
Zu Recht wird davor gewarnt, daß die neue Form der Gendiagnostik, die inzwischen für wenige tausend Euro die Analyse des kompletten Genoms eines Menschen ermöglicht, das Verhältnis und das Zusammenleben der Menschen tief gehend verändern wird. Dies trifft zukünftig Ungeborene wie Geborene gleichermaßen:
Ungeborene werden zu Prognose-Opfern
Die genetische Analyse wird mit all ihren Unsicherheiten zur dokumentierten gesundheitlichen Risiko-Prognose für den Einzelnen. Der Embryo wird zum Produkt, das nach den Kategorien krank oder risikobehaftet selektiert werden darf. Aber auch die bereits Geborenen werden zu möglichen und tatsächlichen Prognose-Opfern einer Gendiagnostik, die kaum noch allgemeine ethische Limitierungen akzeptieren wird, weil sie der Autonomie des Einzelnen widersprechen.
Die Autonomie der Mutter, der Eltern, des Patienten wird zum Maßstab für die Zuteilung von Lebenschancen: die Gendiagnostik ermöglicht dies durch Risikoprofile aufgrund immer genauerer Einzelanalysen und aufgrund von statistischen Wahrscheinlichkeitsberechnungen.
Besonders deutlich wird die neuere Entwicklung auch am Beispiel des jüngst zugelassenen Praenatests, der Embryonen ab der 10./11. Woche ziemlich sicher auf die Trisomien 13, 18 und 21 testet. Nüchtern analysiert die Stellungnahme, daß beim Vorliegen einer “medizinischen” Indikation die Abtreibung ohnehin bis vor der Geburt straffrei möglich ist. 
Doch dies ist erst der Anfang: die nichtinvasiven Bluttest-Methoden lassen sich ohne Risiko für die Schwangere oder für jeden anderen Probanden generell auf alle genetischen Dispositionen ausweiten.
Auch individuelle Krankheitsrisiken bereits Geborener können heute ohne Kontrolle als Direct-to-Customer-Leistung angeboten, verkauft und gespeichert werden. Eine Blutprobe genügt, die Rechnerkapazitäten ermöglichen bald das Gen-Screening breiter Bevölkerungsgruppen, sei es nur zu Studienzwecken oder zur individuellen oder staatlichen Gesundheitsplanung
Was dies alles für die einzelnen Personen, für die zukünftigen Eltern, für Familien, das Gesundheitssystem und den Staat bedeutet, wird in der Studie leider nur vage angerissen. Immerhin ist zwischen den Zeilen eine wachsende Skepsis spürbar, ob Fortschritt und Ethik hier noch mit einander Schritt halten können.
Dt. Ethikrat pro PID und Abtreibung
Auf hohem, abstraktem Niveau mögen die vom Ethikrat gut geschilderten Herausforderungen noch vertretbar erscheinen, in der Praxis aber ist die Selektion von Menschen inzwischen in den Labors und Praxen längst eingeübt. In der Vergangenheit sich gerade der Ethikrat leider positiv zur Akzeptanz von PID und Abtreibung geäußert. Dies klingt auch hier wieder klar durch.
Inzwischen scheint der gesamtgesellschaftlich verbreitete Grundsatz “Hauptsache gesund” allgemein, auch in der Medizin, so interpretiert zu werden, daß die Identifikation und Selektion genetisch belasteter Menschen als legitime sozioökonomische Entscheidungshilfe betrachtet und zur Beurteilung ihrer Lebensberechtigung herangezogen wird.
Der Ethikrat dokumentiert in seiner Stellungnahme unzweifelhaft, dass eine zukünftige Einteilung von Menschen in unterschiedliche gesundheitliche Risikogruppen zu einer gefährlichen Diskriminierung führen wird, wenn der Staat nicht den Schutz der Menschenwürde, den Gleichheitsgrundsatz und auch den Datenschutz konsequenter als bisher noch überprüft.
Durch die neuen Instrumente der Gendiagnostik wird der Mensch für sich selbst zum größten Risiko, er wird zum Produkt, das bedroht ist von gesundheitlichen Risiken und ihre Bewertung durch andere. Dies klingt immerhin an.
Auch wenn die Stellungnahme immer wieder ein Recht auf Nichtwissen etabliert und einige Vorschläge zum Schutz der Persönlichkeitsrechte trotzdem Diagnostik unterbreitet, ist spürbar, daß die individuellen und gesellschaftlichen Risiken der kommenden Entwicklungen mehr und mehr skeptisch gesehen werden. Dies erscheint angesichts des früher vorherrschenden, teilweise euphorisch wirkenden Fortschrittsoptimismus des Ethikrates als realistischere Ausrichtung.
Offensichtlich ist den Mitgliedern des Rates jetzt etwas deutlicher bewußt, daß die große Mehrzahl der Bürger, die zukünftig alle potenziell Betroffene sind, sich dem Effizienzdruck einer mehr und mehr utilitaristisch geprägten Gesellschaft kaum noch werden entziehen können. Ein zunehmend stärker unter Ressourcendruck stehendes Gesundheitswesen wird ebenso wie der Arbeitsmarkt kaum auf das wachsende Wissen der gehen Diagnostik verzichten wollen, weder beim Einzelnen noch in der Gesamtheit.
Darf der Mensch, was er kann?
Darf der Mensch, was er kann? – Die zwei abweichenden Voten, die der Stellungnahme angefügt sind, zeigen das Spektrum möglicher gesellschaftspolitischer Entwicklungen auf:
Von christlicher Seite werden vor allem das Risiko und das Gefährdungspotenzial der Gendiagnostik dankenswerterweise deutlich herausgearbeitet. Die liberalen Kritiker betonen dagegen deren Selektionsfunktion erschreckend positiv und verurteilen die - vermeintlich zu große - Skepsis gegenüber den Fortschritten der Gendiagnostik.
Diese wichtige Stellungnahme des Deutschen Ethikrates enthält zwar wenig konkret Hilfreiches, um die aufgezeigten, weitreichenden ethischen Konflikte im Interesse der Achtung der Menschenwürde und des Lebensschutzes wirksam zu lösen, jedoch eine sehr informative Fülle von aktuell brennenden Themen, die das künftige Miteinander von gesunden und kranken Menschen wesentlich prägen werden.
Politik, Medizin, Gesellschaft und Kirchen sollten hier endlich hellwach werden und den Schutz und die Achtung der Menschenwürde auch der Ungeborenen in den Mittelpunkt stellen.”
Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.
Philippinen: Eine halbe Million Menschen demonstriert gegen Abtreibungsfreigabe
Veröffentlicht: 26. April 2013 Einsortiert unter: LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibung, Demonstration, Kath. Kirche, künstliche Verhütung, Lebensrecht, Manila, Philippinen Schreibe einen Kommentar »Eine Großdemonstration für eine familienfreundliche und lebensbejahende Gesetzgebung auf den Philippinen hat am gestrigen Donnerstag in Manila stattgefunden.
Rund 500.000 Menschen haben sich versammelt, um ihre Unterstützung für eine Gruppe von Parlamentsanwärtern zu zeigen, die sich für eine Änderung der aktuellen Gesetzgebung einsetzen. 
Auf den Philippinen wird derzeit intensiv über das Gesetz „Reproductive Health Bill“ debattiert, mit dem im vergangenen Dezember Abtreibung und künstliche Verhütung erlaubt wurden.
Aufgrund der fortwährenden Proteste ist das Gesetz noch nicht in Kraft getreten; nach einem Aufschub soll es nun am 18. Juni soweit sein. Die Neuwahlen finden hingegen bereits am kommenden 13. Mai statt.
Die philippinische Kirche hat sich unterdessen mit einem von Erzbischof Socrates Villegas unterzeichneten Schreiben zu Wort gemeldet und zu Zurückhaltung bei der Unterstützung einzelner Kandidaten aufgerufen, um sich „beim Spiel mit dem politischen Feuer nicht zu verbrennen“. Man müsse beten, so der Erzbischof weiter, daß Gott jeden Kandidaten mit Verantwortungsbewußtsein erfülle.
Quelle: Radio Vatikan




