Neue Ausstellung zu Hildegard von Bingen ab 5.9.: “Eine faszinierende Heilige”

Facetten der Kirchenlehrerin aus dem Hochmittelalter

Hildegard von Bingen ist eine große Gestalt der Kirchengeschichte. Ihre Schriften, Kompositionen und ihr visionär-theologisches Werk sind bis heute aktuell. Boppard-Severus-DSC_0344

„Die Auseinandersetzung mit dieser faszinierenden Frau und mit ihrer zeitlosen Theologie lohnt sich”, erklärt Johannes Oberbandscheid, Leiter des Diözesanbildungswerks Limburg.

Gemeinsam mit der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Rüdesheim hat das Diözesanbildungswerk die Ausstellung „Hildegard von Bingen” erstellt. Insgesamt 15 Tafeln geben einen Einblick in die Vielfalt des Wirkens der hl. Hildegard.

Präsentiert werden auch Textpassagen aus dem umfangreichen Werk der Ordensfrau. Ihre Aussagen werden vielmehr ergänzt mit Statements von bekannten Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft.

Dadurch wird deutlich, welche Impulse diese Äbtissin noch heute zu geben vermag.

Die neue Ausstellung kann ab sofort reserviert werden. Zum ersten Mal zu sehen ist sie am 5. September bei der offiziellen Eröffnung in der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen.

Weitere Infos gibts bei der Katholischen Erwachsenenbildung, Domplatz 3 in 60311 Frankfurt, Tel.: 069/8008718450, Mail: keb.dioezesanbildungswerk@bistumlimburg.de

Quelle: Bistum Limburg / Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 

 


Ausstellung in Erfurt befaßte sich mit Martin Luthers Ablehnung der Juden

“Luthers Sündenfall gegenüber den Juden”  -  so lautete der Titel einer Ausstellung Anfang-Mitte April im Augustinerkloster der Thüringer Landeshauptstadt  Erfurt, die allerdings nur eine Woche lang zu besichtigen war. Auch der Bonhoeffer-Verein beteiligte sich an diesem Projekt. davidstern (2)

Luther hatte von 1505 bis 1511 in diesem Augustinerkloster gelebt. Deshalb gilt Erfurt als theologische Wiege Luthers  -  und Thüringen gleichsam als Mutterland der Reformation. 50 Kilometer entfernt, auf der Wartburg bei Eisenach, hatte Luther 1521/22 das Alte Testament übersetzt.

Die Ausstellung beleuchtet Luthers antijüdische Haltung vor allem in seiner spätreformatorischen Zeit. So sind dort z.B. Luthers “Sieben Ratschläge” nachzulesen, die er für den Umgang mit Juden gab: sie reichen vom Niederbrennen der Synagogen bis zur Zwangsarbeit. 

Auch die bekannte Nazi-Parole “Die Juden sind unser Unglück” stammt ursprünglich von Luther (1543). 

Der Dietrich-Bonhoeffer-Verein, der seine Frühjahrstagung am Sonntag im Augustinerkloster beendete, beschäftigte sich in Erfurt mit Bonhoeffers Kritik am Luthertum seiner Zeit, mit der Luther-Vereinnahmung des Nationalsozialismus und mit Reaktionen der evangelischen Kirche auf die Judenverfolgungen. 

Quelle und weitere Einzelheiten hier: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18861


Dauer-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“ ist finanziell gesichert

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, hat zugesagt, die Dauerausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft zur Friedlichen Revolution 1989/1990 zu fördern.

Dazu erklären der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marco Wanderwitz (siehe Foto), und der zuständige Berichterstatter Philipp Lengsfeld: Pressefoto Marco Wanderwitz

“Wir befürworten und unterstützen die Zusage der Kulturstaatsministerin, die Dauerausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft “Friedliche Revolution 1989/90″ finanziell zu fördern. Damit wird eine wesentliche Forderung aus dem Koalitionsvertrag im Bereich Erinnerungskultur zügig umgesetzt.

Zugleich hat diese Entscheidung eine wichtige Signalwirkung für die Gedenkjahre 2014 und 2015. Die Ausstellung wurde bereits 2009 auf dem Berliner Alexanderplatz präsentiert und erfuhr großen überparteilichen Zuspruch. Über zwei Millionen Besucher aus aller Welt haben die umfangreiche Installation gesehen.

Dass die Ausstellung jetzt in einer überarbeiteten Fassung auf dem Gelände des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit an der Normannenstraße in Berlin dauerhaft gezeigt werden kann, unterstreicht die Bedeutung, die diesem Ort in der Aufarbeitungslandschaft zukommt. Die Dauerausstellung kann damit zu einem ersten zentralen Bestandteil des “Campus für Demokratie” werden, den der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Roland Jahn, initiiert hat.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass das Land Berlin sich an der Förderung der Ausstellung mit 250.000 Euro beteiligt. Dies ist ein erfreuliches Zeichen der Anerkennung für die Arbeit der Robert-Havemann-Gesellschaft. Daher verbinden wir damit die Erwartung, dass sich das Land Berlin – entgegen bisheriger Äußerungen – auch am dauerhaften Erhalt des Archives der Robert-Havemann-Gesellschaft finanziell beteiligt.”


München: Ausstellung „Otfried Preußlers Geschöpfe: vom Buch zur Bühne“ ab 7. Nov.

Puppentheater-Ausstellung für alle Generationen

Am 7. November eröffnet Dr. Wolfgang Schwarz  -  Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert-Stifter-Verein  -  die Otfried-Preußler-Ausstellung im Sudetendeutschen Haus in München (Hochstraße 8) um 19 Uhr; sie ist bis 3. Januar 2014 geöffnet. Endversion_Plakat_Preussler_1e601b1f0e

Mit dabei ist Preußlers jüngste Tochter Susanne; zudem gibt es eine Lesung durch den Schauspieler Joseph Hannesschläger (bekannt durch die Rosenheim-Cops im ZDF).

Ganze Generationen kennen die Kinderbücher des berühmten Autors – sie wurden vielfach übersetzt, preisgekrönt und weltweit über 50 Millionen Mal verkauft.

Seinen 90. Geburtstag hat der am 18. Februar dieses Jahres verstorbene Schriftsteller, der im böhmischen Reichenberg (Liberec) geboren wurde, leider nicht mehr erlebt.

Seine Helden wie Der kleine Wassermann, der beeindruckende Krabat, die gutmütige Kleine Hexe, der berühmt-berüchtigte Räuber Hotzenplotz und Kater Mikesch leben natürlich weiter. Sie stellen sich in der Ausstellung der Alfred-Kubin-Galerie als fantasievolle Handpuppen, Marionetten oder Großfiguren vor.

Eröffnung: 7.11.2013, 19 Uhr. Initiates file downloadZur Einladung >>>

Öffnungszeiten: Mo-Fr (außer feiertags) 8 – 19 Uhr

Initiates file downloadFlyer zum Begleitprogramm der Ausstellung >>>

Näheres zu Ausstellung und Begleitprogramm: http://www.stifterverein.de/de/veranstaltungen/single-container-veranstaltungen/lesen/39/otfried-preuaylers-geschapfe-vom-buch-zur-ba14hne-204.html


München: Eröffnung der Ausstellung „Brünner deutsche Bürgermeister 1850 – 1918“

Veranstaltungen der Sudetendeutschen Heimatpflege im Sudetendeutschen Haus in München (Hochstraße 8):

Am Montag, den 28. Oktober 2013, beginnt um 14 Uhr die Ausstellungseröffnung: „Brünner deutsche Bürgermeister 1850 – 1918“

Die zweisprachige Ausstellung zeigt die rasante städtebauliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der mährischen Landeshauptstadt in der zweiten Hälfte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Sudetendeutschen Heimatpflegerin und der BRUNA (Heimatverband der Brünner in der Bundesrepublik Deutschland) sowie des Deutschen Sprach- und Kulturvereins Brünn.

Ausstellungsdauer: 29. Oktober – 18. Dezember 2013

Zudem beginnt am Dienstag, den 5. November, um 19 Uhr eine weitere Ausstellungseröffnung:

“Schönes Olmütz / Olomouc” – eine Fotoreise von Erich Hemmel

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier: http://www.sudetendeutsche-heimatpflege.de/


München: Ausstellungseröffnung über “Sudeten-Innenansichten” am 30.8.2013

Am Freitag,  den 30. August 2013, wird im Sudetendeutschen Haus (81669 München, Hochstr. 8) um 19 Uhr die Ausstellung „Sudeten-Innenansichten“ eröffnet.

Junge Fotografen eines Fotoklubs in Landskron/Lanskroun haben es sich zur Aufgabe gemacht, die deutsche Vergangenheit der Landschaft, in der sie heute leben, in die tschechische Gegenwart zu integrieren.

Ausstellungsdauer: Vom 2. bis 30. September 2013

Geöffnet von Montag bis Freitag ab 9 Uhr bis 19 Uhr

Veranstalter: Sudetendeutsche Heimatpflege

WEITERER TERMIN vom 11. bis 13. Oktober 2013:

Brauchtumsseminar “Volkstraditionen im Herbst” in Oberplan/Horni Plana im Böhmerwald.

Veranstalter: Sudetendeutsche Landsmannschaft und Adalbert-Stifter-Zentrum / Centrum Adalberta Stiftera 

Das Seminar-Programm finden Sie hier: http://www.sudetendeutsche-heimatpflege.de/?download=Programm_Oberplan_Herbst_2013.pdf

Seminar-Anmeldung hier:  http://www.sudetendeutsche-heimatpflege.de/?download=Anmeldeformular.pdf


Karlsruhe benennt zwei Straßen nach jüdischen Fußballstars: Julius Hirsch und Gottfried Fuchs

Einweihung der Julius Hirsch-Straße und des Gottfried Fuchs-Platzes
Ausstellung „Ein Stadion schreibt Fußballgeschichte. Vom KFV-Platz an der Telegrafenkaserne zum Haus Karlsruher Weg“.

am Donnerstag, 20. Juni 2013, Karlsruher Weg 17, 16.30 Uhr bzw. 18 Uhr

Der CDU-Kommunalpolitiker Andreas Reisteck engagierte sich in Karlsruhe unermüdlich für die Benennung zweier Straßen nach jüdischen Fußballhelden. Wir haben darüber bereits im Juni vorigen Jahres berichtet.

Die Initiative Reifstecks ist erfreulicherweise vom Erfolg gekrönt.

Hierzu folgt nun ein aktueller Bericht bzw die amtliche Pressemitteilung des Karlsruher Fußballvereins (KFV):

Die beiden Fußballnationalspieler Julius Hirsch und Gottfried Fuchs des Karlsruher Fußballverein e.V. (KFV) erhalten endlich die verdiente Würdigung. Am Donnerstag, den 20. Juni 2013 werden offiziell ein Teilstück des Karlsruher Weges sowie ein dortiger Platz nach den beiden einzigen jüdischen deutschen Nationalspielern benannt. nedfu-1 (6)

Julius Hirsch, Innenstürmer des KFV, kam in den Jahren 1911 bis 1913 auf sieben Länderspiele und schoss als erster Nationalspieler vier Tore in einem Spiel. Hirsch spielte in der ersten Mannschaft des KFV, an dessen Deutscher Meisterschaft 1910 und der Vizemeisterschaft 1912 er maßgeblichen Anteil hatte.

Hirsch wurde 1943 von den Nazis wegen seines jüdischen Glaubens in Auschwitz ermordet. Sein Teamkamerad und sechsmaliger Nationalspieler Gottfried Fuchs, der sechs Länderspiele bestritt, schoss im Länderspiel gegen Russland zehn Tore (Endstand 16:0), ein Rekord der bis heute aktuell ist. Auch er musste vor dem nationalsozialistischen Terrorregime flüchten.

Neben Oberbürgermeister, Dr. Frank Mentrup, werden zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft erwartet. Auch die Nachfahren der beiden KFV-Nationalspieler werden der Veranstaltung beiwohnen. Nur drei Wochen nach dem vom KFV veranstalteten „Karlsruher Fußballtraditionstag“ rücken damit erneut die beiden KFV-Nationalspieler in den Mittelpunkt des Interesses.

Im Anschluss an die Straßeneinweihung um ca. 18 Uhr wird im anliegenden Pflegeheim „Haus Karlsruher Weg“ die Ausstellung: „Ein Stadion schreibt Fußballgeschichte. Vom KFV-Platz an der Telegrafenkaserne zum Haus Karlsruher Weg“ eröffnet. pastries

Das Projekt wird gemeinsam getragen vom Badischen Landesverein für Innere Mission, dem Stadtarchiv der Stadt Karlsruhe und vom Karlsruher Fußballverein e.V.

In der Altenhilfeeinrichtung „Haus Karlsruher Weg“ des Badischen Landesvereins für Innere Mission, die auf dem Gelände des früheren Vereinsheims des KFV steht, geben ausgewählte Aufnahmen und eine Chronik einen Einblick in die bewegte Vereinsgeschichte des KFV, inklusive der beiden jüdischen Nationalspieler Fuchs und Hirsch. Die Bilder werden für unbefristete Zeit im “Haus Karlsruher Weg” ausgestellt.

KFV-Vorstandsmitglied setzt sich für Straßeneinweihung ein

Es gibt sie: Gemeinden die auf das Schicksal jüdischer Sportler wie dem KFVFußballnationalspieler Julius-Hirsch aufmerksam machen. Die „Sportplätze am Eichkamp” in Berlin tragen heute den Namen „Julius-Hirsch-Sportplätze in Eichkamp”. Dort hatte der jüdische Fußballklub TuS Makkabi Berlin seine Heimspiele ausgetragen.

Die Schulsporthalle des Ludwig-Marum-Gymnasiums und der Geschwister-Scholl-Realschule in Pfinztal-Berghausen ist nach Julius Hirsch benannt. Gottfried Fuchs hat noch keine Ehrungen dieser Art erfahren.

In der Heimatstadt der beiden jüdischen Nationalspieler Hirsch und Fuchs, Karlsruhe, gibt es nur einen „Stolperstein” der an die Ermordung von Julius Hirsch erinnert. „Das ist viel zu wenig und wird der herausragenden Persönlichkeit Hirschs und seinen großen Verdiensten um „seine“ Stadt Karlruhe bei weitem nicht gerecht“, erklärte Andreas Reifsteck, ehemaliger KFV-Jugendspieler und heutiger dritter Vorsitzender des Vereins.

In seiner Funktion als Vorsitzender der CDU Weststadt forderte er in einer Pressemitteilung vom 12. Juni 2012 eine angemessene Würdigung des Nationalspielers Hirsch. Am 19. Juni 2012 wiederholte Reifsteck in einem Interview in der SWR Landesschau-aktuell seine Forderung nach einer Ehrung der beiden KFV-Nationalspieler.

Durch Reifstecks Druck und Engagement übernahm die Gemeinderatsfraktion seiner Partei die Anregung und stellte einen Antrag im Karlsruhe Gemeinderat. Am 14. Juni 2013 stimmte der Karlsruher Gemeinderat dem Antrag parteiübergreifend und einstimmig zu. Nun wird ein Teilstück des Karlsruher Wegs (in Julius Hirsch-Straße) und die Freifläche nördlich davon (in Gottfried Fuchs-Platz) an der Ecke Berliner Straße entsprechend benannt werden.

Hierzu Reifsteck: „Ich bin sehr froh und stolz, dass die beiden Karlsruher Sportidole Hirsch und Fuchs nun endlich angemessen und würdig geehrt werden. Dies ist aber auch ein großer Erfolg für unseren Traditionsverein.”

Quelle: www.karlsruher-fv1891.de

Andreas Reifsteck
http://www.cdu-weststadt.de
http://www.karlsruher-fv1891.de
http://www.sankt-martinspreis.de

Schweiz: Ausstellung im Museum Nidwalden: “Spuk, Geister, Sagen, Gänsehaut”

Sonderausstellung vom 5. Mai bis 20. Oktober 2013

Die neue Sonderausstellung des Nidwaldner Museums nimmt sich einem schwer faßbaren Thema an  –  im wahrsten Sinn des Wortes: Es geht um Geister.

Die nebelhaften Gestalten sind auch in Zeiten von Aufklärung und Naturwissenschaften sehr präsent. Wir begegnen ihnen im Kino und in Buchhandlungen, in Spielwarenabteilungen, an der Chilbi und auf Stadtführungen  –  sie sind überall! Die Wesen aus der Zwischenwelt faszinieren uns, aber ernst nehmen wir sie nicht. Oder doch? L1022966

Laut Umfragen glaubt mehr als die Hälfte aller EU-Bürger an die Existenz von unsichtbaren Wesenheiten. Die meisten behalten das aber für sich. Wer nämlich an Geister glaubt, läuft Gefahr, belächelt zu werden und sich erklären zu müssen. 

Geisterglaube früher und heute

Die Ausstellung des Nidwaldner Museums befaßt sich sowohl mit den sogenannt echten wie auch mit den fiktiven Geistern und lotet die Grenzen aus zwischen beliebt und verpönt, zwischen wohligem Gruseln und echtem Grauen: Ein Blick in die Geschichte zeigt auf, welche Vorstellungen von Geistwesen unsere Vorfahren hatten und wie sie sich vor zwielichtigen Wesen zu schützen versuchten.

Der moderne Geisterglaube wird ebenfalls unter die Lupe genommen. Medien, Geisterjäger und Jenseitsforscher haben Geister zum Beruf gemacht, legen Beweise vor und berichten offen von ihren Erfahrungen. Zu Wort kommen aber auch Menschen, die erklären, wieso es schwierig ist, mehr wahrzunehmen als andere.

Sagen und Spuk

Von mehrheitlich unangenehmen Geistererfahrungen handelt das Kapitel Spuk: Betroffene hören Stimmen und Klopfgeräusche, werden von lichten Gestalten überrascht oder heimtückisch im Schlaf überfallen. Gibt es dafür eine Erklärung?

Während sich die Wissenschaftler uneins sind, weiß der Volksmund schon lange Bescheid: Die Nidwaldner Sagen erklären das Unerklärliche mit dem Wirken von Armen Seelen, dem Toggeli oder anderen jenseitigen Wesen. Über Jahrhunderte gesammelt, erfreuen sich Sagen noch heute großer Beliebtheit, werden als Hörbuch neu aufgelegt und an Geschichtenabenden zum Besten gegeben. Daß stimmt, was sie erzählen, glaubt eigentlich niemand mehr. So ganz ist allerdings nicht klar, wo die Realität aufhört und die Fiktion anfängt.

Die Ausstellung wurde vom Mühlerama Zürich konzipiert, vom Nidwaldner Museum leicht überarbeitet und um einen regionalen Teil ergänzt.

Hier gelangen Sie zum Filmbeitrag von art.tv:

http://www.art-tv.ch/10007-0-Salzmagazin-Spuk.htmlL1023786

Rahmenprogramm:
Samstag, 6. Juni, 16 Uhr: Sagen-Nachmittag 

Höfli, Alter Postplatz 3

Sonntag, 16. Juni, 16 Uhr: Öffentliche Führung 
Salzmagazin

Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr: Podiumsdiskussion im Höfli, Alter Postplatz 3

Szenische Führungen mit den Nidwaldner Theaterkids:
11., 13. und 14. September, jeweils 18 und 20 Uhr
15. September, 18 Uhr

Ort der Ausstellung: Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, CH-6370 Stans
Öffnungszeiten: Mi – Fr von 14 bis 17 Uhr und Sa + So von 11 bis 17 Uhr

Hier gelangen sie zum Flyer der Ausstellung.

Quelle für Text und Fotos: http://www.nidwaldner-museum.ch/dynamic/page_detail.asp?seiid=9&nwcid=172


Ausstellung im Naturkundemuseum Kassel über zoologische “Monster” und Kuriosa

 
Titel: “Monster? Nessie, Bigfoot 6 Kraken auf der Spur”
Zeit: Ausstellung bis 6.10.2013
Ort: Naturkundemuseum im Ottoneum, Kassel

Wilde Affenmenschen in den Wäldern, Seeungeheuer in den Tiefen des Ozeans?   -  Rund um den Globus existieren seit alters her Geschichten über die abenteuerlichsten Geschöpfe.

Wilde Berglandschaften, undurchdringliche Wälder und der unergründliche Ozean regen die Fantasie der Menschen an und lassen sie dort rätselhafte Tiere vermuten. Die meisten Geschöpfe aus diesen Erzählungen sind aus naturwissenschaftlicher Sicht völlig unwahrscheinlich. Einige legendenhafte Tiere wurden jedoch Wirklichkeit! bigfoot_001

Die Ausstellung wandelt auf den Spuren der sogenannte Kryptozoologie. Diese versucht, die Existenz von biologisch sinnvollen Tieren zu beweisen, die entweder als ausgestorben gelten oder bislang noch gar nicht wissenschaftlich beschrieben sind.

Trotz der eher vagen Spuren, wie alten Überlieferungen, verwackelten Bildern und Augenzeugenberichten, hat die Suche nach unbekannten Lebewesen auch Erfolge vorzuweisen. Die Ausstellung zeigt lebensgroße und detaillierte Rekonstruktionen kryptischer Lebewesen in eindrucksvollen Szenarien.

Dabei werden unwahrscheinliche Tiere genauso wie real existierende “Monster” vorgestellt:

Begegnen Sie dem Ungeheuer von Loch Ness, dem legendären Bigfoot aus den Wäldern Nordamerikas oder der riesigen Seeschlange auf dem offenen Meer. Im Dunkel der weitgehend unerforschten Tiefsee treffen Sie dann auf die tatsächlichen Riesen: den gigantischen, zehn Meter langen Riemenfisch oder den fantastischen Riesenkalmar.

Auch der erst 1976 entdeckte Riesenmaulhai ist zu sehen. Wenn solch große Tiere so lange unentdeckt im Meer leben konnten – was erwartet uns dann noch?

Den Abschluss der Ausstellung bilden ausgestorbene Tiere, die von hoffnungsvollen Kryptozoologen immer noch gesucht werden. Gibt es noch Beutelwölfe auf Tasmanien und letzte Moas auf Neuseeland? Oder gibt es gar noch Zwergmenschen in Südostasien?

Originalpräparate ausgerotteter Arten mahnen hier gleichzeitig, wie die Tierwelt durch den Einfluss des Menschen rasant verarmt.

Quelle: Naturkundemuseum in Kassel


Hofheim: Ausstellung bis 26. Mai 2013 über Heilkunst im Mittelalter

ORT: Stadtmuseum Hofheim am Taunus
Burgstraße 11

ZEIT: Dienstag 10  –  13 Uhr; Dienstag bis  Freitag 14  –  17 Uhr;               010_6A
Samstag und Sonntag 11  –  18 Uhr

DATEN: Tel. 06192 / 900305;
E-mail: stadtmuseum@hofheim.de
Internet: http://www.hofheim.de/Themen/Kultur/Stadtmuseum

EINTRITT: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Kinder: 6 bis 14 Jahre 1 Euro, bis 5 Jahre frei.
Führungen zuzüglich 1 Euro.

Sonntagsführungen mit Dr. Alice Selinger am 26. Mai ab 15 Uhr

Führungen und Kinderführung auf Anfrage

Anmeldung an das Stadtmuseum Hofheim:
Telefon: 06192/ 90 03 05
Telefax: 06192/ 90 28 38
E-Mail: stadtmuseum@hofheim.de

Veranstalter: Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus – Stadtmuseum/Stadtarchiv

Die Ausstellung beleuchtet die vielfältigen Aspekte der mittelalterlichen Heilkunst. Von den Kräutergärten der Klöster bis zu den Scharlatanen, die auf den Märkten spektakulär „Zahnwürmer“ austrieben, spannt sie einen weiten Bogen.

Themen sind Kräuterfrauen und Hebammen, Bader und Barbiere, magische Heilmittel wie der Theriak und die „Dreckapotheke“ und verbreitete Krankheiten wie das Antoniusfeuer und die Lepra.

Die Besucher erfahren viel über die Ärzte, die Hospitäler des Mittelalters und über beliebte Heilmethoden wie den Aderlass, das Schröpfen und das Kauterisieren (Brennen).

Grundlage war die antike “Vier-Säfte-Lehre”

Für ihre Diagnosen beriefen sich die Heilkundigen auf die Harnschau. Die antike Philosophie der „Viersäftelehre“ lag den mittelalterlichen Vorstellungen zur Heilkunst zugrunde.

Die Klostermedizin beschäftigte sich systematisch mit der Wirkung von Heilkräutern, von denen viele heute noch verwendet werden. Doch verheerende Seuchen wie der Pest stand man hilflos gegenüber, denn Ursachen und Übertragungswege vieler Erkrankungen waren noch unbekannt. Karte_Heilkunst

Die Heilkunst des Mittelalters war eine Mischung aus Wissen und Unwissenheit, Glaube und Aberglaube, Erlaubtem und Verbotenem.
Einige Aspekte der damaligen Heilkunde seien hier näher beleuchtet:

Antoniusfeuer
Das Antoniusfeuer ist eine Vergiftung mit dem Mutterkorn, einem Pilz, der Roggen befällt und bei Feuchtigkeit besonders gut wächst. Zu Würgereiz und Kopfschmerzen kommen im fortgeschrittenen Stadium Halluzinationen, unstillbare Hunger- und Durstgefühle; die Gliedmaßen sterben ab. Um das Jahr 1100 begannen die Antoniter, eine Laienbruderschaft, sich um die Opfer des „Heiligen Feuers“ zu kümmern.

Apotheke
Jahrhunderte hindurch wurden Heilmittel nur in Klöstern hergestellt. Nonnen und Mönche waren die Heilkundigen dieser Zeit. Außerdem gab es viele heilkundige Kräuterfrauen.

Mit der Entwicklung der Städte entstanden schließlich Apotheken, die jedoch mehr an Gewürzen, Konfekt und Zucker verdienten als an Arzneimitteln. Betrügereien mit Maßeinheiten und Inhaltsstoffen wurden streng bestraft. Sie kamen allerdings auch häufig vor. Der Grund war nicht immer die Profitgier, sondern oft die Ungenauigkeit der niedergeschriebenen Rezepturen.

Arzt
Im 14. Jahrhundert wurde erstmals nördlich der Alpen an den Universitäten Medizin gelehrt. Zur Unterweisung wurden vor allem die antiken Schriften (Hippokrates u.a.) herangezogen. Praktische Erfahrungen konnten die Ärzte nicht sammeln.

Das Sezieren von Leichen war streng verboten. Die Anatomie des Menschen lernten sie anhand schematischer Darstellungen.

Der studierte Arzt (pysicus) war für die innere Medizin zuständig, der Wundarzt (chi-rurgicus) für Wunden und Brüche. Aufgrund der Ausbildung war das Wissen des Arztes begrenzt und beschränkte sich oft auf Pulsmessung, Harnschau und Aderlass. Letztere Methode konnte durchaus zum Tod des Patienten führen.

Bader und Barbiere
Ein angehender Bader mußte drei Jahre in die Lehre gehen und nach den Wanderjahren eine von der Zunft vorgeschriebene Prüfung ablegen. Erst dann durfte er ein Badehaus betreiben. Dort wurden Wunden behandelt, Zähne gezogen, Klistiere und Massagen verab-reicht. Manche dieser Häuser hatten allerdings auch einen zwielichtigen Ruf.

Die Barbiere, häufig zugleich Zahnärzte, behandelten ebenfalls kleine Wunden, gebrochene Glieder und ließen zur Ader. Im späten Mittelalter organisierten sie sich ebenfalls in Zünften. Die Ausbildung dauerte vier Jahre. Aus beiden Berufen entwickelte sich später der Wundarzt.

Theriak
Dieses angeblich universelle Wundermittel versprach gegen alle nur denkbaren Krankheiten Heilung, u.a. auch gegen Syphilis, Pest und Cholera. Das Mittel wurde sowohl in seriösen Apotheken, aufbewahrt in kostbaren Gefäßen, als auch von zweifelhaften, umherziehenden Quacksalbern angeboten.

Um einen einheitlichen Standard der Rezeptur vorzugeben und Fälschungen zu unterbinden, stellte man Theriak oft unter Aufsicht von Ärzten, Ratsherrn und Apothekern öffentlich her.

Mit den Jahren wuchs die Zutatenliste auf 300 Inhaltsstoffe an.
(Rezept aus dem 19. Jahrhundert: 1 Teil Opium, 6 Teile Angelikawurzel, 4 Teile Schlangenwurzel, 2 Teile Baldrianwurzel, 2 Teile Meerzwiebel, 2 Teile Zitwerwurzel, 9 Teile Zimt, 1 Teil Kardamom, 1 Teil Myrrhe, 1 Teil Eisenvitriol, 3 Teile Wein und 72 Teile Honig)

Viersäftelehre
Die vier Säfte Blut (sanguis), gelbe Galle (chole), schwarze Galle (melancholia) und Schleim (phlegma) sollten sich in einem harmonischen Gleichgewicht befinden, damit keine Krankheiten entstehen.

Dass sich dabei die schwarze Galle nicht im Körper befand, spielte keine Rolle. Jedem Saft war ein Körperorgan und eine Eigenschaft (z.B. heiß/kalt) zugeordnet, ebenso der Charakter eines Menschen, die Tages- und Jahreszeit, ein Element und die Himmelsrichtung.

Bei der Behandlung mußten alle diese Faktoren, einschließlich des Laufs der Gestirne, bedacht werden. Besonders beliebt waren Aderlass, Schröpfen und die Harnschau.

Quelle: http://www.hofheim.de/Themen/Aktuell/Pressemitteilungen/article_hofheim/Museumsp%C3%A4dagogische_Ausstellung_.html

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