Ausstellung im Naturkundemuseum Kassel über zoologische “Monster” und Kuriosa

 
Titel: “Monster? Nessie, Bigfoot 6 Kraken auf der Spur”
Zeit: Ausstellung bis 6.10.2013
Ort: Naturkundemuseum im Ottoneum, Kassel

Wilde Affenmenschen in den Wäldern, Seeungeheuer in den Tiefen des Ozeans?   -  Rund um den Globus existieren seit alters her Geschichten über die abenteuerlichsten Geschöpfe.

Wilde Berglandschaften, undurchdringliche Wälder und der unergründliche Ozean regen die Fantasie der Menschen an und lassen sie dort rätselhafte Tiere vermuten. Die meisten Geschöpfe aus diesen Erzählungen sind aus naturwissenschaftlicher Sicht völlig unwahrscheinlich. Einige legendenhafte Tiere wurden jedoch Wirklichkeit! bigfoot_001

Die Ausstellung wandelt auf den Spuren der sogenannte Kryptozoologie. Diese versucht, die Existenz von biologisch sinnvollen Tieren zu beweisen, die entweder als ausgestorben gelten oder bislang noch gar nicht wissenschaftlich beschrieben sind.

Trotz der eher vagen Spuren, wie alten Überlieferungen, verwackelten Bildern und Augenzeugenberichten, hat die Suche nach unbekannten Lebewesen auch Erfolge vorzuweisen. Die Ausstellung zeigt lebensgroße und detaillierte Rekonstruktionen kryptischer Lebewesen in eindrucksvollen Szenarien.

Dabei werden unwahrscheinliche Tiere genauso wie real existierende “Monster” vorgestellt:

Begegnen Sie dem Ungeheuer von Loch Ness, dem legendären Bigfoot aus den Wäldern Nordamerikas oder der riesigen Seeschlange auf dem offenen Meer. Im Dunkel der weitgehend unerforschten Tiefsee treffen Sie dann auf die tatsächlichen Riesen: den gigantischen, zehn Meter langen Riemenfisch oder den fantastischen Riesenkalmar.

Auch der erst 1976 entdeckte Riesenmaulhai ist zu sehen. Wenn solch große Tiere so lange unentdeckt im Meer leben konnten – was erwartet uns dann noch?

Den Abschluss der Ausstellung bilden ausgestorbene Tiere, die von hoffnungsvollen Kryptozoologen immer noch gesucht werden. Gibt es noch Beutelwölfe auf Tasmanien und letzte Moas auf Neuseeland? Oder gibt es gar noch Zwergmenschen in Südostasien?

Originalpräparate ausgerotteter Arten mahnen hier gleichzeitig, wie die Tierwelt durch den Einfluss des Menschen rasant verarmt.

Quelle: Naturkundemuseum in Kassel


Hofheim: Ausstellung bis 26. Mai 2013 über Heilkunst im Mittelalter

ORT: Stadtmuseum Hofheim am Taunus
Burgstraße 11

ZEIT: Dienstag 10  –  13 Uhr; Dienstag bis  Freitag 14  –  17 Uhr;               010_6A
Samstag und Sonntag 11  –  18 Uhr

DATEN: Tel. 06192 / 900305;
E-mail: stadtmuseum@hofheim.de
Internet: http://www.hofheim.de/Themen/Kultur/Stadtmuseum

EINTRITT: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Kinder: 6 bis 14 Jahre 1 Euro, bis 5 Jahre frei.
Führungen zuzüglich 1 Euro.

Sonntagsführungen mit Dr. Alice Selinger am 26. Mai ab 15 Uhr

Führungen und Kinderführung auf Anfrage

Anmeldung an das Stadtmuseum Hofheim:
Telefon: 06192/ 90 03 05
Telefax: 06192/ 90 28 38
E-Mail: stadtmuseum@hofheim.de

Veranstalter: Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus – Stadtmuseum/Stadtarchiv

Die Ausstellung beleuchtet die vielfältigen Aspekte der mittelalterlichen Heilkunst. Von den Kräutergärten der Klöster bis zu den Scharlatanen, die auf den Märkten spektakulär „Zahnwürmer“ austrieben, spannt sie einen weiten Bogen.

Themen sind Kräuterfrauen und Hebammen, Bader und Barbiere, magische Heilmittel wie der Theriak und die „Dreckapotheke“ und verbreitete Krankheiten wie das Antoniusfeuer und die Lepra.

Die Besucher erfahren viel über die Ärzte, die Hospitäler des Mittelalters und über beliebte Heilmethoden wie den Aderlass, das Schröpfen und das Kauterisieren (Brennen).

Grundlage war die antike “Vier-Säfte-Lehre”

Für ihre Diagnosen beriefen sich die Heilkundigen auf die Harnschau. Die antike Philosophie der „Viersäftelehre“ lag den mittelalterlichen Vorstellungen zur Heilkunst zugrunde.

Die Klostermedizin beschäftigte sich systematisch mit der Wirkung von Heilkräutern, von denen viele heute noch verwendet werden. Doch verheerende Seuchen wie der Pest stand man hilflos gegenüber, denn Ursachen und Übertragungswege vieler Erkrankungen waren noch unbekannt. Karte_Heilkunst

Die Heilkunst des Mittelalters war eine Mischung aus Wissen und Unwissenheit, Glaube und Aberglaube, Erlaubtem und Verbotenem.
Einige Aspekte der damaligen Heilkunde seien hier näher beleuchtet:

Antoniusfeuer
Das Antoniusfeuer ist eine Vergiftung mit dem Mutterkorn, einem Pilz, der Roggen befällt und bei Feuchtigkeit besonders gut wächst. Zu Würgereiz und Kopfschmerzen kommen im fortgeschrittenen Stadium Halluzinationen, unstillbare Hunger- und Durstgefühle; die Gliedmaßen sterben ab. Um das Jahr 1100 begannen die Antoniter, eine Laienbruderschaft, sich um die Opfer des „Heiligen Feuers“ zu kümmern.

Apotheke
Jahrhunderte hindurch wurden Heilmittel nur in Klöstern hergestellt. Nonnen und Mönche waren die Heilkundigen dieser Zeit. Außerdem gab es viele heilkundige Kräuterfrauen.

Mit der Entwicklung der Städte entstanden schließlich Apotheken, die jedoch mehr an Gewürzen, Konfekt und Zucker verdienten als an Arzneimitteln. Betrügereien mit Maßeinheiten und Inhaltsstoffen wurden streng bestraft. Sie kamen allerdings auch häufig vor. Der Grund war nicht immer die Profitgier, sondern oft die Ungenauigkeit der niedergeschriebenen Rezepturen.

Arzt
Im 14. Jahrhundert wurde erstmals nördlich der Alpen an den Universitäten Medizin gelehrt. Zur Unterweisung wurden vor allem die antiken Schriften (Hippokrates u.a.) herangezogen. Praktische Erfahrungen konnten die Ärzte nicht sammeln.

Das Sezieren von Leichen war streng verboten. Die Anatomie des Menschen lernten sie anhand schematischer Darstellungen.

Der studierte Arzt (pysicus) war für die innere Medizin zuständig, der Wundarzt (chi-rurgicus) für Wunden und Brüche. Aufgrund der Ausbildung war das Wissen des Arztes begrenzt und beschränkte sich oft auf Pulsmessung, Harnschau und Aderlass. Letztere Methode konnte durchaus zum Tod des Patienten führen.

Bader und Barbiere
Ein angehender Bader mußte drei Jahre in die Lehre gehen und nach den Wanderjahren eine von der Zunft vorgeschriebene Prüfung ablegen. Erst dann durfte er ein Badehaus betreiben. Dort wurden Wunden behandelt, Zähne gezogen, Klistiere und Massagen verab-reicht. Manche dieser Häuser hatten allerdings auch einen zwielichtigen Ruf.

Die Barbiere, häufig zugleich Zahnärzte, behandelten ebenfalls kleine Wunden, gebrochene Glieder und ließen zur Ader. Im späten Mittelalter organisierten sie sich ebenfalls in Zünften. Die Ausbildung dauerte vier Jahre. Aus beiden Berufen entwickelte sich später der Wundarzt.

Theriak
Dieses angeblich universelle Wundermittel versprach gegen alle nur denkbaren Krankheiten Heilung, u.a. auch gegen Syphilis, Pest und Cholera. Das Mittel wurde sowohl in seriösen Apotheken, aufbewahrt in kostbaren Gefäßen, als auch von zweifelhaften, umherziehenden Quacksalbern angeboten.

Um einen einheitlichen Standard der Rezeptur vorzugeben und Fälschungen zu unterbinden, stellte man Theriak oft unter Aufsicht von Ärzten, Ratsherrn und Apothekern öffentlich her.

Mit den Jahren wuchs die Zutatenliste auf 300 Inhaltsstoffe an.
(Rezept aus dem 19. Jahrhundert: 1 Teil Opium, 6 Teile Angelikawurzel, 4 Teile Schlangenwurzel, 2 Teile Baldrianwurzel, 2 Teile Meerzwiebel, 2 Teile Zitwerwurzel, 9 Teile Zimt, 1 Teil Kardamom, 1 Teil Myrrhe, 1 Teil Eisenvitriol, 3 Teile Wein und 72 Teile Honig)

Viersäftelehre
Die vier Säfte Blut (sanguis), gelbe Galle (chole), schwarze Galle (melancholia) und Schleim (phlegma) sollten sich in einem harmonischen Gleichgewicht befinden, damit keine Krankheiten entstehen.

Dass sich dabei die schwarze Galle nicht im Körper befand, spielte keine Rolle. Jedem Saft war ein Körperorgan und eine Eigenschaft (z.B. heiß/kalt) zugeordnet, ebenso der Charakter eines Menschen, die Tages- und Jahreszeit, ein Element und die Himmelsrichtung.

Bei der Behandlung mußten alle diese Faktoren, einschließlich des Laufs der Gestirne, bedacht werden. Besonders beliebt waren Aderlass, Schröpfen und die Harnschau.

Quelle: http://www.hofheim.de/Themen/Aktuell/Pressemitteilungen/article_hofheim/Museumsp%C3%A4dagogische_Ausstellung_.html

Ausstellung in Meersburg am Bodensee: “Kleider in biblischer Zeit”

Die Bibelgalerie in Meersburg zeigt in einer Sonderausstellung “Kleider in biblischer Zeit”. Mit antiken Darstellungen und textilen Rekonstruktionen will die Schau dokumentieren, welche Kleidertypen es damals gab, aus welchen Materialien sie bestanden und welchem Zweck sie dienten.

Antikes Fürstenpaar

Antikes Fürstenpaar

Zu sehen sind Ausgangsmaterialien (Leinen, Wolle), antike Darstellungen von Kleidern auf Bildträgern wie Stempel und Rollsiegel, antike und ethnographische Stoffe und Miniatur-Rekonstruktionen von Kleidung aus damaliger Zeit an Egli-Figuren (biblischen Erzählfiguren).

Die Ausstellung ist bis 3. November 2013 zu sehen.

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Samstag von 11 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr
Sonntag von 14 bis 17 Uhr
Gruppen nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten

Eintritt für Einzelbesucher:

Erwachsene / 5 €
ermäßigt (mit Senioren- / Gästekarten) / 4,50 €
Kinder ab 6 Jahre / Jugendliche / Auszubildende / 3 €
Familien: Kinder und zwei Elternteile / 10 €
Kinder und ein Elternteil / 7 €

Bibelgalerie Meersburg GmbH
Kirchstraße 4  / D-88709 Meersburg
Telefon 07532-5300
Fax 07532-7322
Mail: info@bibelgalerie.de
www.bibelgalerie.de

Mannheim: Vatikan unterstützt Wittelsbacher-Ausstellung für kommenden Herbst

Werke der „Bibliotheca Palatina“ kehren in die Kurpfalz zurück

Wenn im Herbst die Ausstellung „Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa“ in Mannheim ihre Pforten öffnet, birgt sie einen ganz besonderen Schatz:

Für begrenzte Zeit kehren zehn kostbare Bildhandschriften, die einst zum Bestand der berühmten Bibliotheca Palatina gehörten, in die Kurpfalz zurück und bilden in der 2. Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen ein einmaliges Ensemble.

Die Biblioteca Apostolica Vaticana unterstützt als Hauptleihgeber das große, von den Reiss-Engelhorn-Museen und den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg organisierte Ausstellungsprojekt. 

Foto: Biblioteca Apostolica Vaticana

Foto: Biblioteca Apostolica Vaticana

Für die Schau zur 600-jährigen Wirkungsgeschichte der Wittelsbacher am Rhein schickt der Vatikan Prachtbände der Buchmalerei auf die Reise nach Deutschland, die ansonsten kaum verliehen werden.

Der Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen, Prof. Alfried Wieczorek, unternahm seit 2011 mehrere Leihreisen nach Rom, um die hochkarätigen Exponate für die Mannheimer Ausstellung zu sichern.

Bei der Bibliotheca Palatina handelt es sich um die bedeutendste Büchersammlung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation.

Im 15. Jahrhundert legte Kurfürst Ludwig III. von der Pfalz mit der Stiftsbibliothek in der Heidelberger Heiliggeist-Kirche den Grundstein für die pfalzgräfliche Bibliothek.

Kurfürst Ottheinrich vereinigte in seiner kurzen Regierungszeit zwischen 1556 und 1559 die Buchbestände der Universität, der Stiftsbibliothek und der kurfürstlichen Schlossbibliothek zur eigentlichen Bibliotheca Palatina.

Als im August 1622 die Kurpfalz von General Tilly, dem Feldherrn der katholischen Liga, erobert wurde, wollte der bayerische Herzog Maximilian I. die berühmte Bibliothek nach München mitnehmen.

Papst Gregor XV. setzte aber durch, dass die kostbaren Bestände auf dem Rücken von 200 Mauleseln über die Alpenpässe nach Rom transportiert und in die vatikanischen Sammlungen überführt wurden. 1816 kehrten die deutschen Handschriften auf der Grundlage von Regelungen des Wiener Kongresses in die Universitätsbibliothek Heidelberg zurück. Die lateinischen Manuskripte verblieben hingehen in Rom.

Seither ist die einst wertvollste Bibliothek Deutschlands im Wesentlichen auf zwei Orte verteilt: Heidelberg und den Vatikan.

In der Mannheimer Ausstellung werden die vatikanischen Bestände nun wieder mit Werken der Universitätsbibliothek Heidelberg zusammengeführt, die das Großprojekt ebenfalls unterstützt. Nur sehr selten entleiht der Vatikan eine so große Anzahl an Werken aus der Bibliotheca Palatina, zuletzt 1986 anlässlich des 600. Gründungsjubiläums der Ruprecht-Karls-Universität.

Zu den Prachtbänden, die in Mannheim zu sehen sein werden, zählen u.a. eine astrologisch-astronomische Handschrift  aus dem Werk Sebastian Münsters sowie eine reich illustrierte theologische Schrift Winands von Steeg, die Kurfürst Ludwig III. gewidmet ist.  

Ausstellung ab 8. September 2013

Die 2. Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen „Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa“ findet vom 8. September 2013 bis 2. März 2014 im Museum Zeughaus und im Barockschloss Mannheim statt.

Sie spannt den Bogen von der Verleihung der Pfalzgrafenwürde an Herzog Ludwig I. von Wittelsbach im Jahr 1214 bis hin zur offiziellen Auflösung der Kurpfalz im Jahre 1803.

Insgesamt vereint die Ausstellung rund 600 kostbare Exponate. Die Mannheimer Präsentation ist Höhepunkt des Wittelsbacherjahres 2013, an dem sich über 40 südwestdeutsche Orte beteiligen. Gemeinsam erinnern sie an die Wirkungsgeschichte der Adelsdynastie an Rhein und Neckar.

Weitere Infos: www.wittelsbacher2013.de

Quelle: rem | Curt-Engelhorn Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen
68159 Mannheim, Weltkulturen D5
Tel. 0621 – 293.3776  /  Fax 0621 – 293.3066
cornelia.rebholz@mannheim.de
www.rem-mannheim.de
 
FOTO: Winand von Steeg überreicht Kurfürst Ludwig III. sein theologisches Werk „Adamas colluctanium aquilarum“ (Biblioteca Apostolica Vaticana).
Die dem Pfalzgrafen Ludwig III. gewidmete Schrift „Adamas colluctantium aquilarum“ gehört zu den ältesten Handschriften der Bibliothek des Heiliggeiststiftes, die nach der Bücherstiftung desselben Pfalzgrafen 1438 an die Universität gelangten.

“Haus des Deutschen Ostens” sucht Gegenstände zu “Bäder an der Ostsee” für Ausstellung

Suchmeldung des HDO:

Am 11. Juli eröffnen wir eine Ausstellung über Bäder an der Ostsee unter dem Titel „Cranz, Zoppot, Rigaer Strand“.   -  Um diese Ausstellung noch anschaulicher zu gestalten, suchen wir Gegenstände, die etwas mit dem sommerlichen Bade- und Strandleben zu tun haben.

Das können sein:
-          ein Strandkorb
-          ein Liegestuhl
-          ein Sonnenschirm
-          Badebekleidung für Kinder und Erwachsene (Badeanzüge, Mützen, Badehosen)
-          Spielzeug für den Sand, Sportgeräte
-          Handtücher, Badetücher
-          Sonnenbrillen
-          Unterhaltungs-Zeitschriften
-          Kataloge mit Bademoden oder –Utensilien
-          Reiseprospekte
-          und was Ihnen sonst noch einfällt…

Wichtig ist: alles sollte aus der Zeit vor 1950 sein: je älter, desto besser.

Wir würden die Gegenstände gerne für die Zeit der Ausstellung ausleihen. Alle, die etwas dazu beitragen können und ihren Gegenstand von 1.7. bis 11.10.2013  entbehren können, melden sich bitte im HDO bei:

Brigitte Steinert, Tel. 089 – 44 99 93 – 113 oder Patricia Erkenberg, Tel. 089 – 44 99 93 – 115  oder poststelle@hdo.bayern.de oder Haus des Deutschen Ostens, 81669 München, Am Lilienberg 5.

Hier das ausführliche Programm des HDO: http://www.hdo.bayern.de/veranstaltungen.htm

 


“Herzensgärten”: Ausstellung über Kindergräber in Merzig

Eine Ausstellung mit großformatigen Fotos von Kindergräbern ist derzeit (bis 26. April) in der Stadthalle Merzig zu sehen. „Herzensgärten“, so haben die Initiatoren den visuellen Impuls überschrieben, mit dem sie einen Einblick vermitteln wollen in ganz verschiedene Ausprägungen von Trauer.

Es sind ganz moderne Grabstätten zu sehen aus ungewöhnlichen Materialien und eher konservativ gestaltete Gräber. Ein Text der je betroffenen Eltern hilft die konkrete Form der Trauer um das verlorene Kind verstehen. 36 Tafeln sind so entstanden mit Fotos von Kindergräbern aus dem ganzen Saarland, eingeschickt von den Angehörigen.  051

Die Idee zu der Ausstellung entstand im Merziger Gesprächskreis für trauernde Eltern. Immer wieder kam in dem 1999 gegründeten Kreis das Thema Kindergrabstätten zur Sprache.  Eine Ausschreibung zur Einsendung von Fotos und Texten fand großen Widerhall. Die so entstandene Ausstellung sollte an einem öffentlichen Ort gezeigt werden, mit viel Publikumsverkehr. Solch einen Platz hatte man mit der Stadthalle Merzig und ihren unterschiedlichsten Veranstaltungen gefunden.

Eine Broschüre mit allen Exponaten der Ausstellung ist beim Kulturbüro der Stadt Merzig sowie bei den Veranstaltern zum Preis von 5 € erhältlich. Die Ausstellung ist geöffnet montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr.  Kontaktperson ist Pastoralreferent Jürgen Burkhardt, Telefon 06861-77499. Nach dem 26. April kann die Ausstellung von Interessierten ausgeliehen werden.

Kooperationspartner sind das kath. Dekanat Merzig, das “Haus der Familie” in Merzig sowie der Verein „Trauernde Eltern und Kinder im Saarland e.V.“  

Quelle: Webpräsenz des Bistums Trier  / Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Ausstellung in Marburg über den Einfluß der Märchen auf die Alltagskultur

Die Ausstellung „Echt hessisch? Land  – Leben -  Märchen“ im Marburger Landgrafenschloß dokumentiert deutsche Alltagskultur mit Hilfe der Grimmschen Märchen.

So läßt zum Beispiel die berühmte Zwergenfrage “Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?” auf einen Wandel in der Tischkultur hin zum eigenen Teller und weg vom gemeinschaftlichen Topf in der Mitte des Tisches schließen.

Die Ausstellung ist bis zum 31.12.2014 zu sehen.   PICT0433

Die Brüder Grimm betonten den hessischen Ursprung der Märchen und deren Herkunft aus dem einfachen Volk; ingesamt gesehen ist der Ursprung dieser Märchen europäisch. 

„Wie nebenbei geben die Märchen Auskunft über das Leben und den Alltag im 19. Jahrhundert sowie die damaligen Wert- und Moralvorstellungen”, erklärt Prof. Dr. Harm-Peer Zimmermann vom Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich .

„Die Ausstellung ist daher eine Entdeckungsreise durch die Welt der Märchen und durch die Lebenswirklichkeit der hessischen Landbevölkerung im 19. Jahrhundert,“ sagt Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte.

Insgesamt 156 Märchen umfassen die beiden Bände der Erst-Ausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ von 1812 und 1815. Viele von ihnen ließen sich die Brüder Grimm von jungen, gebildeten Damen am Teetisch erzählen. Manches entnahmen sie aber auch alten Schriften, die sie in Archiven und Bibliotheken in ganz Deutschland fanden.

In den späteren Ausgaben wurden Texte durch andere ersetzt und es kamen weitere Märchen hinzu. Die Ausgabe letzter Hand enthielt 211 Erzählungen. Nicht alle der gesammelten Texte gelangten auch zur Veröffentlichung.

Eine Entdeckungsreise für die Sinne in fünf Bereichen solle die Ausstellung werden und zähle daher zu den „7 Streichen“ des Grimm-Themenjahres der Stadt, erläuterte Karin Stichnothe-Botschafter vom Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg.

Die Ausstellung wird zu den üblichen Museums-Öffnungszeiten zu sehen sein:  Dienstag bis Sonntag von 10  –  16 Uhr;  Sommeröffnungszeiten 1. Apr. bis  31. Okt.: 10  – 18 Uhr).

Eintritt: 4 €  /  3 € (erm.), Familienkarte: 6 €
 
Weitere Infos:
http://www.uni-marburg.de/uni-museum
Nähere Informationen zur Ausstellung
 

Ausstellung in Magdeburg: Otto der Große und das Römische Reich

Das Kulturhistorische Museum Magdeburg veranstaltet vom 27. August bis 9. Dezember 2012 eine “Landesausstellung Sachsen-Anhalt” zum Thema “Kaisertum von der Antike zum Mittelalter: Otto der Große und das Römische Reich”

Die Schirmherrschaft hat der Präsident des Deutschen Bundestages,  Prof. Dr. Norbert Lammert, übernommen; er sagt dazu:

“Aufstieg und Fall von Imperien faszinieren die Menschen seit jeher. Die Landesausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zeichnet die ebenso spannungsreiche wie wirkmächtige Ideengeschichte eines Kaisertums nach, das sich über 1000 Jahre hinweg auf Rom berief.

Die Darstellung von der Antike bis ins Mittelalter führt zu geistigen Wurzeln und kulturellen Ausprägungen, die Grundfeste unserer heutigen europäischen Zivilisation bilden.“


Grenzgänger-Ausstellung “Lob der Torheit: Narren.Künstler.Heilige” vom 31. August bis 2. Dezember in Bonn

Medienkonferenz: Donnerstag, 30. August 2012, 11 Uhr

Aus der Presse-Information der Bonner Bundeskunsthalle:
 
“In allen menschlichen Gesellschaften gibt es die Figur des Exzentrikers, der am Rande steht, als Außenseiter gilt und einerseits verachtet, aber andererseits als besonders wahrgenommen wird.

Die Ausstellung mit ihren ca. 200 Exponaten verfolgt die unterschiedlichsten Ausprägungen dieser universalen Figur und spürt ihr in allen Weltkulturen und Epochen nach.

Zeitlich schlägt sie einen Bogen von altägyptischen Zeugnissen bis zu jüngsten Werken des 21. Jahrhunderts und beweist, dass trotz aller oberflächlichen Verschiedenheit des Ausdrucks die archetypische Figur und ihre Funktion seit 3000 Jahren Menschheitsgeschichte unverändert aktuell sind.

Es werden überraschende Ähnlichkeiten und Kontinuitäten aufgedeckt: Narren, Schmiede, Propheten, Dichter, Schamanen, Priester, Künstler gehören zu diesen Grenzgängern, leben in einer besonderen Sphäre und bringen Menschliches mit Übermenschlichem in Verbindung.

Fremd wirkende Bilder, spirituelle Zeichen, Figuren u. a. aus dem antiken Griechenland, dem Fernen Osten, Ozeanien, Afrika, Sibirien und Südamerika treten neben europäische barocke, moderne und zeitgenössische Werke

Die Schaustücke stammen aus zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen und Museen in Frankreich, Belgien, den USA, Deutschland, den Niederlanden, Brasilien, Dänemark, Russland und der Schweiz

Während die absolute Notwendigkeit des Andersseins für das Funktionieren menschlichen Lebens in der alltäglichen Betrachtung häufig aus dem Blickfeld gerät, rückt die Ausstellung die Randfiguren ins Licht und unterstreicht die vitale Bedeutung ihrer Aufgabe…

Der Kurator der Ausstellung ist Jean de Loisy, Präsident des Palais de Tokyo in Paris. Die Schau wird in Paris im Musée du quai Branly eröffnet (10. April bis 29. Juli 2012).

Nach der zweiten Station in der Kunst-und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn geht die Tournee weiter nach Madrid ins CaixaForum (7. Februar bis 19. Mai 2013).

In Bonn erscheint ein Katalog in deutscher Sprache.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Ausstellung über Franz Stock in Arnsberg vom 20. Mai bis 26. August 2012

Der Priester zwischen den Fronten war ein Held für Deutsche und Franzosen

Das Sauerland-Museum in Arnsberg zeigt vom 20. Mai bis 26. August 2012 eine umfangreiche, dem kath. Geistlichen Franz Stock gewidmete Sonder-Ausstellung unter dem Leitwort „Franz Stock und der Weg nach Europa“.

Dabei wird sein Wirken im Geist des Glaubens hervorgehoben und zugleich seine Persönlichkeit in den historischen Zusammenhang eingebunden und erläutert.

Um die Bedeutung der Ausstellung zu unterstreichen, haben sich der deutsche Botschafter in Paris, Reinhard Schäfers, sowie der französische Botschafter in Berlin, Maurice Gourdault-Montagne, bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Die Ausstellung wurde am Sonntag, den 20. Mai, mit einem Vespergottesdienst und einem Festakt in der Arnsberger Propsteikirche St. Laurentius eröffnet. Den Festvortrag hielt Kardinal Paul Cordes. 

In Vertretung des französischen Botschafters würdigte Generalkonsul Michel Giacobbi den Priester Franz Stock. Er sei untrennbar mit den Schicksalen von Deutschland und Frankreich verbunden.

Abbé Franz Stock (1904-1948) Das Bild wurde au...

Foto: Franz-Stock-Komitee eV.

Der in Arnsberg geborene Franz Stock (siehe Foto) war ein heldenhafter Priester, der im NS-besetzten Frankreich ca 2000 Gefangene, die vor der Hinrichtung standen, auf ihrem letzten Gang begleitete, sich um ihre würdige Beisetzung bemühte und sich um die Angehörigen kümmerte (all dies gegen den Willen der Nazibesatzung).

Später geriet der beherzte Seelsorger selbst in Gefangenschaft und sorgte sich im Lager vor allem um  Theologiestudenten, so daß er im Gefangenenlager eine Art “Priesterseminar” aufbaute.


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