Ungarn: Baby drei Monate nach “Hirntod” der Mutter gesund zur Welt gekommen

Im ungarischen Debrecen wurde ein Vierteljahr nach dem diagnostizierten “Hirntod” der Mutter ein gesundes Kind per Kaiserschnitt entbunden. Die 31-jährige Frau hatte zuvor eine Hirnblutung erlitten. Dies teilte die Universitätsklinik im ostungarischen Debrecen mit.

Das Baby habe nur 1,42 kg gewogen, da es bereits in der 27. Schwangerschaftswoche geholt worden sei. Mittlerweile lebe es bei seiner Familie, die anonym bleiben wolle.

Die Mutter wurde in der 15. Schwangerschaftswoche für klinisch tot erklärt. Nach der Geburt seien ihr das Herz und ihre Bauchspeicheldrüse entwendet worden. Auch Leber und Nieren gingen an vier Patienten, die auf ein Spenderorgan warteten.

Quellen: WELT/AFP/sfrn

Was empfindet ein Kind im Mutterleib?

Mathias von Gersdorff

Hören, tasten, Glücksgefühle  –  was kann ein Baby im Bauch einer Schwangeren fühlen?  -  Bekommt es Stress, Freude oder Trauer mit?  – Ab wann kann es hören, sehen oder Schmerz empfinden?

Wissenschaftler sind diesen Fragen auf den Grund gegangen. Die Meinung, dass eine Frau erst dann ein Baby hat und Mutter ist, media-388245-4wenn ihr Kind die Gebärmutter verlassen hat, ist durch die Möglichkeit, im Ultraschall schon frühe Blicke auf das Ungeborene zu werfen, zurückgegangen. 

Heute spüren immer mehr Eltern, dass sie bereits Vater und Mutter sind, wenn sich ihr Baby noch im Mutterleib befindet. Sie bauen also früher eine Beziehung zu dem Kind auf und interessieren sich dadurch zunehmend, was der Fötus eigentlich schon alles kann. Fragen, auf die Wissenschaftler erstaunliche Antworten haben:

Wie wichtig der Bauch im Seelenleben eines Menschen ist, sagt schon die Umgangssprache: Man hat „Wut im Bauch“ oder spürt „Schmetterlinge im Bauch“. Wie ist es erst, wenn man einen kleinen Menschen im Bauch hat? Kommen die Bauchgefühle der Mutter beim Ungeborenen an?

Der Psychologe Dr. Ludwig Janus ist sich da absolut sicher: „Wenn wir mit einem andren Menschen so eng zusammen sind, wie das vor der Geburt der Fall ist, nehmen wir dessen Gefühle auf sehr vielen Ebenen wahr“, betont er in einem Interview. Janus glaubt sogar: „Die vorgeburtlichen Prägungen sind die tiefsten“. images (2)

Als sicher gilt, dass unter anderem bestimmte mütterliche Hormone als Botenstoffe wirken. Sie sind verantwortlich für An- und Entspannung, Trauer, Wut oder Freude der Mutter, was für das Baby fühlbar ist, denn die Plazenta gibt diese Botenstoffe an das Kind weiter; die Gefühle der Mutter werden durch das Nabelschnurblut rasch an das Ungeborene weitergeleitet.

Die Gemütsverfassung der Mutter scheint die junge Seele des Babys nachhaltig zu beeinflussen. „Das entstehende Gehirn des Ungeborenen schaltet sich so, wie das Milieu es vorgibt“, erklärt Dr. Janus, Lehranalytiker und Dozent an verschiedenen Forschungsinstituten.

„Wenn dieses Umfeld sehr beängstigend ist, dann werden eher die Synapsen (Nervenverbindungen) für Angst, Unruhe und Stress ausgebildet und weniger die für Glück und Zufriedenheit. Steht aber die Mutter in einem guten Verhältnis zur Schwangerschaft, so ist es umgekehrt. Dann fühlt sich das Kind auch gewünscht“, glaubt Janus.

Wie wichtig positive Gefühle der Mutter während der Schwangerschaft sind, beobachten Wissenschaftler im Mutterleib durch Ultraschall. Babys reagieren sichtbar auf negative Gefühle der Schwangeren. Die einen werden unruhig, ihre Bewegungen sind fahrig. Die anderen machen sich klein und ziehen Arme und Beine dicht an den Körper heran.

Auch die Mimik des Gesichts zeigt, dass das Kind bereits in der 28. Woche ein reiches Gefühlsleben hat. Im hochauflösenden Spezial-Ultraschall sieht man, wie Babys die Stirn in Faltenlegen oder ihr kleines Gesicht entspannen. Sie zeigen sogar schon Andeutungen eines Lächelns.

Wie schädlich überwiegend negative Gefühle der Schwangeren sind, zeigt sich auch am Neugeborenen. Werdende Mütter, die überdurchschnittlich gestresst, depressiv oder angsterfüllt waren, bekommen häufiger Kinder mit einem unterdurchschnittlich entwickelten Gehirn. Solche Kinder, sagt Janet Di Pietro, Professorin an der John Hopkins Universität von Baltimore (USA), wirken auch noch sechs Wochen nach der Geburt zurückgeblieben, sind schlaffer, schwächer und motorisch ungeschickter.


Verlorenes Armband bringt Schwangere zur Besinnung und rettet Baby vor der Abtreibung

Der Zufall ist das, was uns (von oben) “zufällt”…

Das folgende Erlebnis erscheint eher simpel – und doch könnte kein Mensch solches planen. Es ist eine von jenen Geschichten, die nur das Leben selber schreiben kann  –  und wahrscheinlich berührt sie uns gerade deshalb so sehr:

Rahel erinnert sich, daß sie aufgeregt war, als sie das rote Silikon-Armband kaufte. Das Band trug  –  eingraviert  –  die Aufschrift LIFE (= Leben)  – nicht mehr und nicht weniger.

Doch mit dem Kauf war eine gewisse Einladung verbunden, nämlich: jeden Tag für das Ende der Abtreibung zu beten. Rahel nahm diese Einladung an. Das Armband diente ihr fortan als Zeichen für ihre Zusage und als Erinnerung daran.Baby (2)

Eines Tages aber verlor Rahel ihr Armband auf dem Parkplatz eines großen Einkaufszentrums, als sie gerade ihre Einkäufe ins Auto lud.

Das Armband mußte von ihrem Handgelenk gerutscht und auf dem Boden gelandet sein  –  ohne daß sie etwas davon merkte. So rekonstruierte sie im nachhinein, als sie den Verlust festgestellt und zu Hause und im Auto lange vergeblich gesucht hatte. Nun hoffte sie, daß das Band “von jemandem gefunden wird, der es nötig hat”.

Überraschung im Gasthaus

Nur wenige Monate später begann Rahel, als Kellnerin in einem Restaurant in der Region zu arbeiten. Eines Tages kam eine Mutter mit ihrem neugeborenen Baby ins Gasthaus. Rahel hatte zu bedienen. Sie begrüßte die ca. 25-jährige Frau  -  und diese lächelte etwas scheu zurück.

Als Rahel die Bestellung aufgenommen hatte, begann sie mit der Frau einen Small-Talk über deren friedlich schlafendes Töchterchen. Während des Gesprächs erhaschte ihr Blick ein rotes Armband um das Handgelenk der Frau  –  mit dem unverkennbaren Wort LIFE eingraviert. “Sie tragen ein LIFE-Band, nicht wahr?”, wagte Rahel zu fragen.

Die Frau war zunächst etwas perplex. “Ja, ich habe es auf einem Parkplatz gefunden”, antwortete sie dann. Als sie bemerkte, daß Rahel sich für das Armband interessierte, sagte sie, es gebe mit diesem Band eine eigenartige Geschichte, die sie gerne mit ihr teilen würde. Rahel war ganz Ohr…

Die Frau berichtete: Einige Monate zuvor hatte sie mit Schrecken festgestellt, daß sie schwanger war. Sie vereinbarte einen Termin für eine Abtreibung  –  und fürchtete sich zugleich schrecklich davor; um sich etwas abzulenken, ging sie zwei Tage vor dem Termin shoppen.

Auf dem Weg vom Parkplatz ins Einkaufszentrum sprang ihr ein rotes Armband ins Auge, das auf dem Boden lag. Sie nahm es auf und sah die Aufschrift LIFE. Schnell verstaute sie das Band in ihrer Handtasche und ging einkaufen.

Am Rande der Verzweiflung

Die Nacht darauf ging es der Frau sehr schlecht. Sie saß weinend in ihrem Zimmer und dachte mit Grauen an das, was sie drauf und dran war zu tun. Sie machte sich Sorgen darüber, was die Eltern wohl denken würden, und fühlte gleichzeitig die Notwendigkeit, “sich des Problems zu entledigen”. Zudem hatte sie ihr Freund verlassen  -  und so schien Abtreibung die einzige Möglichkeit zu sein.

An dieser Stelle des Berichts konnte Rachel ihre Tränen nicht mehr länger zurückhalten. Sie vergaß komplett, daß sie arbeiten und andere Tische bedienen sollte.

Die Frau erzählte weiter: In jenem trostlosesten Moment erinnerte sie sich unversehens an das Armband in ihrer Handtasche. Sie nahm es hervor und hielt es in ihren Fingern, bis sie in einen unruhigen Schlaf fiel.

Mitten in der Nacht wachte sie plötzlich auf  –  mit dem Wort “LIFE”, das ihr Herz und Verstand durchwogte. Am Morgen sagte sie den Abtreibungstermin ab.

RETTUNG auf den letzten Drücker

“Ich war überwältigt von dieser unglaublichen Geschichte”, erinnert sich Rahel. “Ich konnte nur noch weinen. Dieses wunderschöne kleine Mädchen in der Babytrage vor mir wäre um ein Haar abgetrieben worden. Ich konnte schlicht nicht mehr aufhören zu weinen.”

Schluchzend schilderte Rahel nun der Frau, daß sie auf dem genau gleichen Parkplatzgelände vor wenigen Monaten ein LIFE-Band verloren hatte. “Ich erzählte ihr auch von der tieferen Bedeutung dieses Armbandes und was das Wort LIFE auf dem Band genau genommen meint.”

Nun weinten beide Frauen gemeinsam  – und unter Tränen der Freude und Dankbarkeit sagte die Frau zu Rahel: “Ich danke Ihnen. Wenn Sie dieses Armband nicht verloren hätten, dann hätte ich mein wunderbares Baby nicht neben mir.”

Quelle: Jugend für das Leben, Youth for life (Österreich): http://www.jugendfuerdasleben.at/index.php


Das Singen ist für Schwangere und ihr ungeborenes Kind eine Wohltat

Das Singen während der Schwangerschaft läßt Mütter entspannen, weil dadurch Glückshormone produziert werden  -  und  der Gesang stärkt zudem die innere Bindung zum ungeborenen Kind.

Der sog. “Wombsong”-Kurs, der am Chelsea- und Westminster-Hospital angeboten wird, soll zudem die Wehen-Schmerzen verringern, da durch das Singen das Atmen kontrolliert und verlangsamt wird.  

Zusätzlich wird schwangeren Müttern empfohlen, die Lieder dem Kind auch nach der Geburt vorzusingen, sobald es aufgeregt zu sein scheint. Babys entwickeln bereits im Mutterbauch eine gewisse Hörfähigkeit und sollen die Lieder auch nach der Geburt wiedererkennen.

“Musiktherapeutische Ansätze werden Schwangeren immer wieder angeboten. Wir haben vor geraumer Zeit die ‘Tomatis’-Methode bei einer Fortbildung vorgestellt bekommen, bei der bewusst vorgeburtlich Musik eingesetzt wurde und die Kinder somit auf die Geburt vorbereitet wurden”, erläutert Ute Sonvilla, Bereichsleiterin des Hebammen-Teams an der Privatklinik Goldenes Kreuz, gegenüber pressetext.

“Hierzulande hat sich diese Methode jedoch noch nicht etabliert”, so die Fachfrau.

Laut der Expertin beruhigt Musik einerseits Mutter und Kind, stärkt andererseits jedoch auch vorgeburtlich ihre Bindung.

“Auch das Sprechen mit dem Ungeborenen, Berührungen, das Hormon Oxytocin sowie instinktive Handlungen begünstigen die Bindung zwischen Mutter und Kind. Grundsätzlich baut sich diese jedoch automatisch auf, da man rund um die Uhr mit ihm zusammen ist”, erläutert die Hebamme.

Auch die Vaterstimme tut dem Baby gut!

Doch nicht nur die Mutter-, sondern auch die Vaterstimme lässt das Kind entspannen.

“Männer und Frauen heben automatisch ihre Stimme, sobald sie mit einem Baby sprechen”, so die Expertin. Die Kinder reagieren dabei nicht nur auf auditive Signale, sondern auch zum Beispiel auf Mimik wie das Hochziehen der Augenbrauen. “Das Baby wird dadurch positiv gestimmt, ist interessiert und hat keinen Stress beziehungsweise keine Angst”, führt Sonvilla aus.

Man könne beobachten, daß das Halten und zusätzliches Sprechen mit einem Kind, das die Augen geschlossen hat, dazu führt, daß es die Augen öffnet. “Es wird wach und aufmerksam. Das ist seine Art zu kommunizieren”, so die Hebamme.

Quelle: www.pressetext.com/Andreea Iosa


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