SKANDAL in Berlin: Michael Büge bleibt Burschenschafter bei “Gothia” und verliert dadurch sein Amt als Staatssekretär

JUNGE UNION und CDU-Kreisverband protestieren gegen Rauswurf

Der konservative CDU-Politiker Michael Büge wird sein Amt als Staatssekretär für Soziales am 30. Juni 2013 abgeben. Und warum dies?  -  Weil der Senat der Bundeshauptstadt am gestrigen Dienstag seine Entlassung beschlossen hat.

Der abservierte Christdemokrat ist zugleich CDU-Kreisvorsitzender in Berlin-Neukölln. “Die CDU-Parteispitze um Frank Henkel wollte mit der Entlassung von Büge offenbar etwas Ruhe in ihre Personallage bringen”, schreibt heute der “Tagesspiegel”.

Man wollte also  – mit anderen Worten  -  den Koalitionspartner SPD und überhaupt die rotgrüne Medienszene beschwichtigen…

Die Entlassung des Staatssekretärs wird damit begründet, daß er die Burschenschaft „Gothia“ nicht verlassen wollte, die im linken Lager als rechtslastig diffamiert wird.

Dabei hat selbst der Berliner Verfassungsschutz bestätigt, daß die Gothia nicht als rechtsextrem eingestuft wird, wie sogar der  -  gewiß nicht als konservativ geltende  -  “Deutschlandfunk” zu dieser Causa klarstellte.

Noch vor einem Monat hatten CDU und SPD  -  die beiden Koalitionspartner in der Bundeshauptstadt  – Michael Büge gemeinsam gestützt und einen Antrag der Linksfraktion abgelehnt, Büge wegen seiner Mitgliedschaft in der Burschenschaft zu entlassen.

Also ausgerechnet die spätkommunistische Linksfraktion, die selbst im Glashaus sitzt, wollte diesen Christdemokraten mit der lächerlichen “Begründung” abservieren, er betreibe eine “inakzeptable Nähe zur rechten Szene”.

Daß die CDU jetzt jämmerlich einknickt, ist aber das eigentlich Verhängnisvolle!

Staatssekretär Büge gehört seit 31 Jahren der CDU an und ist seit 1989 Mitglied der „Gothia“.  Er sagt, er habe bei der Burschenschaft „seit mehr als 25 Jahren viele soziale Kontakte. Das sind unter anderem Ärzte, Ingenieure oder Juristen“.

Büge ist Diplom-Kaufmann und hat lange als Sozialexperte im Bezirksamt Neukölln gearbeitet. Referenten bei „Gothia“ waren u. a. der SPD-Politiker Egon Bahr, der CDU-Politiker Jörg Schönbohm oder Ex-Wissenschaftssenator George Turner, wie der Berliner “Tagesspiegel” heute berichtet.

Die “Junge Union” in Berlin-Neukölln kritisiert Büges Entlassung, denn es habe zu keinem Zeitpunkt Kritik an dessen Arbeit gegeben. Auch der Neuköllner CDU–Kreisvorstandsvize Falko Liecke betont, der Kreisverband „steht geschlossen hinter Michael Büge“.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Norbert Geis spricht am 16. Mai 2013 bei der CDU in Alt-Pankow (Berlin): “Meine Bilanz nach 45 Jahren Politik”

Die CDU Alt-Pankow lädt zu einem Vortrag des konservativen CSU-Politikers Norbert Geis in das Landhaus Pankow ein  -  und zwar am Donnerstag, den 16. Mai 2013, ab 19 Uhr.

© Norbert Geis / Ulrich Schwab

© N. Geis / Ulrich Schwab

Dazu schreiben die dortigen Christdemokraten:

“Die Sehnsucht nach Orientierung in gesellschaftlichen und politischen Fragen ist groß  –  echte Leitsterne gibt es heute nur noch wenige. Einer ist der Bundestagsabgeordneter Norbert Geis. Er ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Bundestagswahlkreises Aschaffenburg in den Deutschen Bundestag eingezogen, doch im September tritt er leider nicht mehr zur Wahl an.”

Aus Sicht der CDU in Alt-Pankow Anlaß genug für eine Rückschau des profilierten Parlamentariers auf sein politisches Wirken und eine aktuelle Einschätzung der Situation in der CDU/CSU. 

Die CDU schreibt weiter: “Für uns in Alt-Pankow eine große Ehre, dass ein erfahrener und erfolgreicher Haudegen wie Geis bei uns spricht und die respektable Bilanz eines leidenschaftlichen und zugleich besonnenen Bürgerpolitikers zieht.”

Der Ablauf:
* Begrüßung: Patrick D. Albertsmeyer, stellv. Ortsvorsitzender CDU Alt-Pankow
* Vortrag: Norbert Geis (CSU), MdB (langjähriger rechtspolitischer Sprecher der Unionsfraktion und ehem. stellv. CDL-Bundesvorsitzender)
* Fragerunde
* Schlußwort: Conrad Felgner, Ortsvorsitzender CDU Alt-Pankow
 Moderation: Stefan Friedrich, Alt-Pankower CDU-Bürgerdeputierter, CDL-Landesvorsitzender

Für eine bessere Planbarkeit bittet die CDU um Anmeldung (Mail: pankow@ist-einmalig.de). Aufgrund der bereits jetzt erfolgten vielen Zusagen und einem begrenzten Platzkontingent sei es dadurch leichter, die Raumkapazität zu steigern.)

Anfahrt: Das Landhaus Pankow befindet sich in der Mühlenstr. 30 in 13187 Berlin, nahe S+U Pankow.  – Kostenfreie Parkplätze sind ausreichend vorhanden.


Kristina Schröder ist als Familienministerin eine Fehlbesetzung

Mathias von Gersdorff

Was in Hessen schon lange im Gespräch war, ist nun geschehen: Die Hessen-CDU hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder nicht auf den ersten Platz der Landesliste für die Bundestagswahl gesetzt  –  sie wird somit nicht Spitzenkandidatin.

Der ehem. Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung wird diesen Platz einnehmen. Der Grund für diese Aufstellung: Schröder befürwortet die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe. 

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Kristina Schröder versuchte, aus der Not eine Tugend zu machen und erklärte:

„Meine Position zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften vertrete ich seit Jahren. Ich respektiere, daß meine Haltung nicht die Mehrheitsmeinung meines hessischen Landesverbandes ist, und ich bitte gleichzeitig um Respekt, daß ich deshalb auch nicht als Spitzenkandidatin der hessischen CDU für die Bundestagswahl antreten wollte“ (zitiert aus der FAZ vom 13. April 2013).

Am 22. September wählen die Hessen gleichzeitig Bundestag und Landtag. Auf keinen Fall konnte sich die CDU gespalten in einem so wichtigen Punkt präsentieren. Die Hessen-CDU ist ein noch einigermaßen konservativer Landesverband.

Katastrophales Signal an die Wähler

Trotz des Verzichts auf die Spitzenkandidatur ist die Haltung der Bundesfamilienministerin für die Christdemokraten fatal. Sie selbst findet es möglicherweise aufopferungsvoll, auf den ersten Platz zu verzichten, um ihren Überzeugungen treu bleiben zu können. Doch in Wahrheit zeigt sie, daß sie von vornherein eine Fehlbesetzung war  –  politisch wie auch ideologisch.

Daß die oberste Familienpolitikerin nicht begreift, daß eine christliche Partei nicht die Gleichstellung homosexueller Paare mit der normalen Ehe anstreben kann, macht viele fassungslos. Sie hat noch Glück, daß sie nicht in Frankreich, sondern in Deutschland Politikerin ist und nicht immer wieder mit gigantischen Demonstrationen konfrontiert wird.

Dennoch ist das Signal für die Wähler aus der Perspektive der Christdemokraten katastrophal: Für Homo-Rechte setzt sich just die Bundesfamilienministerin ein. Was kann man da noch von der CDU erwarten? Wenn die C-Partei nicht mehr für die christliche Auffassung von Ehe und Familie eintritt, welche Partei denn?  P1000834

Familienpolitik ist ein Feld, an der die grundsätzliche Haltung einer Partei zu Staat und Gesellschaft gemessen wird. Sie gehört zum Kern des philosophischen Selbstverständnisses und damit zur Seele einer C-Partei.

Die Familienpolitik – und noch mehr der Begriff von Ehe und Familie – sind viel wichtiger für die CDU, als es die Atompolitik für die Grünen oder die Rechte der Arbeiter für die SPD ist. Das hat Schröder bis heute nicht kapiert.

Im Falle der Familie geht es um eine jahrtausendealte Institution, dessen Stärke und gesellschaftliche Stellung für das Wohlergehen eines Volkes essentiell sind. Aber das scheint Schröder nicht zu interessieren. Kristina Schröder ist in ihre Rolle als Familienministerin nie hineingewachsen. Psychologisch blieb sie bis heute eine Innenpolitikerin mit dem Charme eines Roboters.

AfD erkannte den Schwachpunkt der Union

Auch aus einer strategischen Perspektive ist Schröders Haltung fatal. Inzwischen kann die CDU von allen Parteien in die Mangel genommen werden, denn offiziell ist sie gegen eine Gleichstellung. Doch ihre wichtigste Familienpolitikerin ist dafür. Wie kann eine solche Position in Talkshows und sonstigen öffentlichen Debatten vermittelt werden?

Die neugegründete „Alternative für Deutschland“ hat wohl diesen wichtigen strategischen Schwachpunkt erkannt und bei ihrer Gründungsveranstaltung unterstrichen, sie würde sich für den „Schutz der Familie als Keimzelle der Gesellschaft“ einsetzen. Offensichtlich ist das eine Reaktion der Anti-Euro-Partei auf die wacklige CDU-Position.

In letzter Zeit konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder die Notbremse ziehen und selbstzerstörerische Debatten zum Thema Homo-Rechte verhindern. Spätestens im Bundesparteitag 2010 in Karlsruhe begann sie, den christlich-konservativen Flügel ernst zu nehmen, in dem sie sich entschlossen gegen die Einführung der Präimplantationsdiagnostik ausgesprochen hat.

Mehrmals hat sie parteiinterne Debatten über Homo-Rechte per Machtwort beendet. Ob Frau Merkel es damit schafft, beim beginnenden Wahlkampf das Bild einer gespaltenen Partei zu verhindern, ist nicht sicher.

Frau Schröder auf den zweiten Platz zu setzen, ist schließlich eine kosmetische Maßnahme. Fakt bleibt: Sie ist die höchste Instanz in der CDU-Familienpolitik. Abgesehen davon ist Franz-Josef Jung, der Spitzenkandidat der Hessen-CDU für den Bundestag, keine besonders charismatische Figur, mit der die Hessen viel verbinden können. Zudem haftet ihm das Manko seines Rücktritts wegen des Luftangriffes bei Kunduz an. Allerdings ist er im Gegensatz zu Schröder ein echtes Produkt der Hessen-CDU.

Schröder war und blieb immer ein Fremdkörper. Bei der Wahl zur Beisitzerin in den Landesvorstand erhielt sie bloß 62,6 Prozent. Bei ihrer Ernennung zur Familienministerin durch Merkel spielte zwar auch eine Rolle, daß Hessen einen Platz im Kabinett haben sollte, eine Wunschkandidatin der Landespartei war sie aber nicht.

Besonders problematisch für die C-Partei ist die Tatsache, daß das ganze Gerede um Homo-Rechte die Bemühungen um eine materielle Besserstellung der Familien völlig in den Schatten gestellt hat. Eine kürzlich erschienene Studie für „Eltern.de“ hat ergeben, daß die Bürger kaum über die vielen staatlichen Leistungen für Familien Bescheid wissen.

Stattdessen ist das hirnrissige Thema Homo-Rechte in aller Munde. Offensichtlich tappte die CDU in eine von linken Medien gestellte Falle hinein, indem sie sich überhaupt auf eine Diskussion darüber einließ.

Aus wahlstrategischen Motiven und auch aus Gründen des öffentlichen Bildes müßte die Bundeskanzlerin versuchen, die Führung in der Debatte um Familienpolitik wieder für die CDU zu gewinnen  – wie es jahrzehntelang der Fall gewesen ist  – , doch ohne eine Umbesetzung des Familienministeriums wird das kaum möglich sein.

Quelle: Wochenzeitung “Junge Freiheit”


CDU und FDP im “Ländle” protestieren gegen Preisverleihung an Daniel Cohn-Bendit

CDU und FDP in Baden-Württemberg fordern, der ehem. “68er Aktivist” und grüne Europa-Parlamentarier Daniel Cohn-Bendit dürfe nicht  –  wie geplant  –  den Theodor-Heuss-Preis bekommen.

Die beiden Parteien haben die Heuss-Stiftung daher aufgefordert, eine geplante Ehrung für den Grünen-Politiker wegen dessen Äußerungen über Intimitäten mit Kindern abzusagen.

„Kindesmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt“, sagte CDU-Fraktionschef Peter Hauk am gestrigen Freitag in Stuttgart. In einem Video aus dem Jahr 1982, das die CDU der Presse präsentierte, schwärmt Cohn-Bendit über ein „wahnsinnig erotisches Spiel“ mit einem fünfjährigen Mädchen.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier bei FOCUS-online.


Hessischer CDU-Politiker türkischer Herkunft wird von radikalen Muslimen bedroht

Der türkischstämmige CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi aus Hessen wird zur Zielscheibe von Salafisten. In den letzten Wochen wurde er in einschlägigen Internet-Foren mit Mord bedroht.

Grund dafür ist seine kritische Haltung gegenüber radikalen Muslimen.

Tipi, der auf seiner Facebook-Seite regelmäßig über seine Aktivitäten gegen salafistische Strömungen in Deutschland und der Türkei berichtet, steht offensichtlich seit längerer Zeit im Visier dieser Gruppierungen.

Jenen Extremen paßt die Haltung des 54-jährigen Parlamentariers zu ihren Kampagnen nicht,  zB.  zu einer neuerlich geplanten Koranverteilaktion unter dem Titel “Lies!”

Quelle und Fortsetzung siehe hier: http://www.unzensuriert.at/content/0012358-CDU-Abgeordneter-wird-von-Salafisten-bedroht


Berliner CDU-Fraktion verurteilt Anschlag auf das Haus des CDU-Parlamentariers Wansner

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Florian Graf, erklärt in einer heutigen Pressemeldung:

“Mit Entsetzen mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass in der vergangenen Nacht ein offensichtlich linksextremistisch motivierter Anschlag auf das Wohnhaus unseres Fraktionskollegen Kurt Wansner verübt worden ist. Wir verurteilen diese feige Tat zutiefst und stehen an der Seite unseres Kollegen.

Gewalt ist kein Mittel der politischen Auseinandersetzung. Es darf keinerlei Einschüchterung von Demokraten geben. Wir fordern daher alle demokratischen Parteien auf, sich deutlich von jeder Form des Extremismus zu distanzieren.”

Michael Thiedemann Pressesprecher
CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin -
Pressestelle – Preußischer Landtag | 10111 Berlin  
Telefon: (030) 2325-2124    Telefax: (030) 2325-2750
E-Mail: thiedemann@cdu-fraktion.berlin.de
Internet: http://www.cdu-fraktion.berlin.de 

Zypern-”Rettungspaket”: Kritik aus CDU und FDP an geplanter Eil-Entscheidung des Bundestags: “ungeheuerlicher Vorgang”

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) aufgefordert, eine ausreichende Einbindung des Bundestages bei der Zypern-Rettung sicherzustellen.

Hintergrund ist, daß Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) es als „rechtlich möglich“ bezeichnet hatte, das im Finanzierungsgesetz zum Euro-Rettungsschirm ESM festgelegte zweistufige Verfahren für die Bundestags-Befassung in einer Sitzung umzusetzen. In einem Brief an Lammert, der “Handelsblatt-online” vorliegt, widerspricht der FDP-Politiker vehement.

Vor Schäffler hatte bereits CDU-Haushaltsexperte Klaus-Peter Willsch davor gewarnt, die Zypern-Hilfen durch den Bundestag zu peitschen. Die geplante nur einmalige Beteiligung des Parlaments nannte er einen “ungeheuerlichen Vorgang”.

Der Bundestag lasse sich seine hart erkämpfte  –   und nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ausdrücklich ins Gesetz aufgenommene  -  Parlamentsbeteiligung bei erster Gelegenheit wieder rauben.

Quelle: Handelsblatt-online

 


CDL nimmt Abschied vom CDU-Politiker und CDL-Gründungsmitglied Claus Jäger

Pressemitteilung der “Christdemokraten für das Leben” (CDL):

Am 7.3.2013 ist der CDU-Politiker Claus Jäger (siehe Foto) in seiner Heimat in Wangen im Allgäu im Alter von 81 Jahren verstorben. Mit Claus Jäger verliert nicht nur die CDL eine profilierte Persönlichkeit. jaeger129x169

Der frühere Bundestagsabgeordnete ist durch sein stets unerschrockenes und ausdauerndes Eintreten für seine christliche Überzeugung hervorgetreten. Claus Jäger engagierte sich schon während seines jahrzehntelangen Bundestagsmandats (1972-1994) entschieden gegen die Legalisierung der Abtreibung und plädierte für den unbedingten Schutz menschlichen Lebens von seinem Anfang bis zum natürlichen Ende.

Er war Gründungs- und langjähriges Bundesvorstandsmitglied der CDL und hat ihre Arbeit über viele Jahre entscheidend mitgeprägt und vorangebracht. Claus Jäger war als stellv. Landesvorsitzender der CDL Baden-Württemberg bis zuletzt unermüdlich für den Lebensschutz aktiv.

Er war ein christlicher Politiker von ungewöhnlicher Unabhängigkeit, Standhaftigkeit und Überzeugungstreue. Papst Johannes Paul II. hat ihn 1995 zum Ritter des Gregoriusordens ernannt.

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.


Unionsparteien vorerst gegen Gleichstellung von Homo-Partnerschaften mit der Ehe

Die Diskussion über die Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaft mit der Ehe  ist in der Union zunächst abgebrochen worden. Am Montag verkündete CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, dass CDU und CSU an ihrem Parteitags-Beschluss vom Dezember festhalten wolle: „die steuerliche Privilegierung der vom Grundgesetz geschützten Ehe und Familie“.

Eines ist aber sicher: Die Debatte spaltet die Union. Beim Parteitag wurde der Antrag auf Gleichstellung zwar abgelehnt, aber es gab überraschenderweise eine „beachtliche Minderheit“, wie es der Versammlungsleiter formulierte. Die Kanzlerin wollte in der Präsidiumssitzung ein Machtwort sprechen und tat es auch: Die CDU hält am traditionellen Familienbild fest.

Doch beendet diese Entscheidung den Streit in der Union? CSU-Politiker Thomas Goppel glaubt das nicht. Im Gespräch mit dem Kölner Domradio sagte er:

„Den Streit wird es nicht beenden, weil wir in eine offizielle Diskussion gedrängt wurden, natürlich auch durch das Verfassungsgericht. Das Adoptionsrecht von einem Paar gleichgeschlechtlicher Art, das dem zweiten Partner das Recht gibt, die Adoption bei sich nachzuvollziehen, ist noch nicht die volle Entscheidung, die man sich auf der anderen Seite erwartet.

Ich habe nichts dagegen, dass jeder sein Leben gestalten kann, wie er will. Aber ich habe was dagegen, dass der Staat in seiner grundlegenden Festlegung über das Zusammenleben von Mann, Frau und Kindern Grundsätze anwendet, die dem Normalfall nicht entsprechen.“

Quelle: Radio Vatikan


Aufschlußreich, wofür der Finanzminister Geld ausgeben will – und wofür nicht

Pressemeldung des Verbands Familienarbeit:

Finanzminister Wolfgang Schäuble gab bei einem Treffen der Süd-West-Landesgruppe der CDU sinngemäß zu verstehen, dass er Widerstand gegen die Einführung des Ehegatten-Splittings für Eingetragene Partnerschaften Gleichgeschlechtlicher für vergeblich halte (“Schwarzwälder Bote” vom 27.2.2013).

Die Diskussion, welche Linie zwischen „konservativ“ und „modern“ die Partei einschlagen solle, ob eher Taktik oder Inhalt angebracht sei, bekommt dadurch einen neuen Impuls.

Dazu nimmt die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit eV., Gertrud Martin, Stellung:

„Mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP wurde zum 1.1.2005 das Gesetz zur Eingetragenen Partnerschaft eingeführt. Der Begriff Ehe beschreibt nun nicht mehr allein die Verbindung eines Mannes mit einer Frau  –  potenziell in der Absicht, Kinder zu zeugen. Die logische Folge dieses Sichtwechsels ist die Einführung des Ehegattensplittings auch für die Homo-Ehe. Der Damm ist also längst gebrochen.“    ????????

Martin bemerkt, es sei irritierend, dass ausgerechnet die politischen Kräfte, die das Ehegattensplitting zur Disposition stellen wollten, vehement für dessen Einführung für gleichgeschlechtliche Partnerschaften kämpften:

„Medienwirksam treiben sie die Konservativen vor sich her. Eine zusätzliche Belastung des Staatshaushalts spielt da offensichtlich keine Rolle.“

Die Verbandsvorsitzende erklärt weiter:

„Der Verband Familienarbeit eV., der die Interessen der in der Familie Erziehenden vertritt, erinnert an die Bestrebungen in der CDU/CSU, auch für Mütter, die vor dem 1.1.1992 geboren haben, drei Erziehungsjahre pro Kind anzuerkennen.

Der reflexartige Bescheid des Finanzministers, dafür sei kein Geld da, ist für uns ein Schlag ins Gesicht. Er wiederholt und bekräftigt die Urteile des Bundesverfassungsgerichts zu Klagen, die von der Einführung des Stichtags betroffene Mütter vor 10 Jahren führten. Mit der Begründung, Stichtagsregelungen müssten akzeptiert werden, wurde diesen Müttern das Grundrecht der Gleichheit vor dem Gesetz verweigert. Für uns ist das ein Fall von Altersdiskriminierung!“

Wenngleich kein direkter Zusammenhang mit dem Splitting für gleichgeschlechtliche Paare besteht, stellt sich für den Verband doch die Frage:

„Wessen Rechte haben den Vortritt, wenn es um die Finanzierbarkeit geht? Hat die Beendigung der gefühlten Diskriminierung einer Minderheit Vorrang vor der Abschaffung des die alten Mütter diskriminierenden Stichtags? Bekommen immer diejenigen Recht, die am lautesten schreien?“

Verband Familienarbeit e. V.
Vorsitzende:
Gertrud Martin, Tel.: 07721/56124, E-Mail: bundesvorstand@dhg-vffm.de
Stellv. Vorsitzende:
Dr. Johannes Resch, Tel.: 06349/963855, E-Mail: Johannes.Resch@t-online.de
Birgit Kelle, E-Mail: bkelle@dhg-vffm.de 
 

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