Jakobus mahnt uns: “Widersteht dem Teufel, dann flieht er vor euch”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jak 4,1-10:

Brüder! Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten? Doch nur vom Kampf der Leidenschaften in eurem Innern.
Ihr begehrt und erhaltet doch nichts. Ihr mordet und seid eifersüchtig und könnt dennoch nichts erreichen. Ihr streitet und führt Krieg. Ihr erhaltet nichts, weil ihr nicht bittet. polskaweb

Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.

Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der wird zum Feind Gottes.

Oder meint ihr, die Schrift sage ohne Grund: Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ.

Doch ER gibt noch größere Gnade; darum heißt es auch: Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade.
Ordnet euch also Gott unter, leistet dem Teufel Widerstand; dann wird er vor euch fliehen.

Sucht die Nähe Gottes; dann wird ER sich euch nähern. Reinigt die Hände, ihr Sünder, läutert euer Herz, ihr Menschen mit zwei Seelen!
Klagt und trauert und weint! Euer Lachen verwandle sich in Trauer, eure Freude in Betrübnis. Demütigt euch vor dem HERRN, dann wird ER euch erhöhen.


“Daß ich gedemütigt wurde, war gut für mich”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 119 (118),67.68.71.72.75.76

Ehe ich gedemütigt wurde, ging mein Weg in die Irre;
nun aber halte ich mich an deine Verheißung.
Du bist gut und wirkst Gutes.
Lehre mich deine Gesetze!

Daß ich gedemütigt wurde, war für mich gut;
denn so lernte ich deine Gesetze.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb,
mehr als große Mengen von Gold und Silber.

HERR, ich weiß, daß deine Entscheidungen gerecht sind;
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Tröste mich in deiner Huld,
wie du es deinem Knecht verheißen hast.


Der Papst über die Beichte: Wir brauchen die innere Befreiung durch den HERRN

Über das Thema Beichte sprach Papst Franziskus am vergangenen Freitag bei seiner Frühmesse. Der Pontifex ging bei seiner Predigt in der Vatikankapelle Santa Marta vom Römerbrief aus, in welchem Paulus sich als Sünder bekennt: 

Foto: Radio Vatikan„Das ist der Kampf der Christen, unser täglicher Kampf. Nicht immer haben wir den Mut, wie Paulus darüber zu reden. Wir versuchen uns immer irgendwie zu rechtfertigen: Naja, wir sind alle Sünder, nicht wahr?

Paulus dagegen fasst es ganz dramatisch: Das ist unser Kampf!  – Und wenn wir das verschleiern, dann können wir nie die Vergebung Gottes erlangen; wenn das “Ich Sünder” nur eine Redensart ist, dann brauchen wir keine Vergebung Gottes, aber wenn es eine Realität ist, die uns zu Sklaven macht, dann benötigen wir sehr wohl diese innere Befreiung durch den HERRN.“

Das Bekenntnis unserer Sünden sei „das, was die Kirche von uns allen verlangt“, so der Papst. Es gehe darum, „Gott die Ehre zu geben“ und anzuerkennen, „dass ER es ist, der mich rettet“. Um sich als Sünder zu bekennen, gehe ein Christ auch heute zu seinem Bruder, „seinem Bruder Priester nämlich“, sagte Franziskus.

Konkret, ehrlich und zerknirscht über die eigenen Sünden gezeichnet, so sollte eine Beichte aussehen, erklärte Papst Franziskus. Es gebe keine Umwege oder Schleichwege, um auf irgendeine andere Weise die Vergebung Gottes zu erlangen. Kinder wüssten das instinktiv:

„Die Kleinen haben diese Weisheit. Wenn ein Kind zur Beichte kommt, dann sagt es nie etwas Allgemeines, sondern: Pater, ich habe meiner Tante diesen Streich gespielt, und jenem habe ich gesagt… und dann spricht es das Wort aus, ganz konkret. Kinder haben diese Einfachheit der Wahrheit. Wir dagegen tendieren immer dazu, die Realität unseres Elends zu verschleiern.“

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


Je größer du bist, umso mehr bescheide dich!

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:  Jesus Sirach 3,17-18.20.28-29:

Mein Sohn, bei all deinem Tun bleibe bescheiden,
und du wirst mehr geliebt werden als einer, der Gaben verteilt.  
Dr. Bernd F. Pelz

Dr. Bernd F. Pelz


Je größer du bist, um so mehr bescheide dich,
dann wirst du Gnade finden bei Gott.
Denn groß ist die Macht Gottes,
und von den Demütigen wird ER verherrlicht.
 
Für die Wunde des Übermütigen gibt es keine Heilung,
denn ein giftiges Kraut hat in ihm seine Wurzeln.
Ein weises Herz versteht die Sinnsprüche,
ein Ohr, das auf die Weisheit hört, bereitet Freude.

Papst Franziskus: Mit der Demut Christi besiegen wir den Haß der Welt und den Haß des Widersachers

Bleiben wir stets sanft und demütig, um die Schmeicheleien und den Haß der Welt zu besiegen. Das ist die zentrale Botschaft der Morgenmesse des Papstes an diesem heutigen Samstag in der Casa Santa Marta, an der auch heute wieder Angehörige der Schweizer Garde teilnahmen, denen der Papst seine Dankbarkeit für ihren Dienst ausdrückte. 1_0_689068

In seiner Predigt ging Papst Franziskus auf den Kampf zwischen der Liebe Christi und dem Haß des ‚Fürsten dieser Welt’ ein. Der Weg der Christen sei der Weg Jesu  –  deshalb müsse man darauf gefaßt sein, so wie ER selbst auch von der Welt gehaßt zu werden, dürfe sich aber nicht vor Verfolgungen fürchten:

„Der Weg der Christen ist der Weg Jesu. Wenn wir Jünger Christi sein wollen, gibt es keinen anderen Weg: jenen, den ER vorgegeben hat. Und eine der Konsequenzen daraus ist der Haß der Welt, aber auch der Haß des “Fürsten dieser Welt”.

Die Welt würde das lieben, was weltlich ist. ,Ich habe euch aus der Welt erwählt´: es war ER, der uns von der Welt erlöst hat, der uns erwählt hat: reine Gnade!

Mit seinem Tod, mit seiner Auferstehung, hat ER uns von der Macht der Welt befreit, von der Gewalt des Teufels, von der Macht des Fürsten dieser Welt. Und der Ursprung des Hasses ist genau das: Wir sind gerettet.  -  Und dieser Fürst der Welt, der nicht will, dass wir gerettet sind, er hasst uns.“

Daraus resultiere letztlich die Verfolgung der Christen bis in die heutige Zeit. Es gebe viele christliche Gemeinschaften, die auf der Welt verfolgt werden, heute vielleicht mehr als in der Anfangszeit, so Papst Franziskus. Denn der ‚Geist der Welt’ hasse. Doch wir dürften uns nicht vom rechten Weg abbringen lassen, mahnt der Papst:

“Die einzige Verteidigung gegen diese Angriffe sei das Wort Gottes, um es stets präsent zu haben und den Schmeicheleien, den fortwährenden Angriffen, echte innere Stärke entgegenzusetzen.”

Papst Franziskus schloss seine Predigt mit einer Bitte an die Gottesmutter, auf dass „sie uns helfe, demütig und sanft auf dem Weg Christi zu werden“.

Text und Foto aus dem Internetauftritt von Radio Vatikan:  http://de.radiovaticana.va/news/2013/05/04/papst_franziskus:_habt_keine_angst_vor_dem_hass_der_welt/ted-689068


“Seid nüchtern und wachsam!”

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: 1 Petrus 5,5b-12:

Sodann, ihr Jüngeren: ordnet euch den Ältesten unter!
Alle aber begegnet einander in Demut!                                                                      Duccio
Denn Gott tritt den Stolzen entgegen,
den Demütigen aber schenkt er seine Gnade.
Beugt euch also in Demut unter die mächtige Hand Gottes,
damit er euch erhöht, wenn die Zeit gekommen ist.
Werft alle eure Sorge auf ihn,
denn er kümmert sich um euch.
 
Seid nüchtern und wachsam!
Euer Widersacher, der Teufel,
geht wie ein brüllender Löwe umher
und sucht, wen er verschlingen kann.
Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!
Wißt, daß eure Brüder in der ganzen Welt
die gleichen Leiden ertragen müssen!
Der Gott aller Gnade aber, der euch in Christus
zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat,
wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müßt,
wiederaufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen.
Sein ist die Macht in Ewigkeit. Amen. 
 

Gemeinsam betende Päpste: “Ein Bild für den Himmel”

Wir alle waren tief bewegt von jenen Bildern, die uns aus Castel Gandolfo erreichten, als Papst Franziskus und Benedikt XVI. einander trafen und gemeinsam beteten. Ein Bild für den Himmel. WOW

Besonders häufig wurde auf jene Szene in der Kapelle abgehoben, in der Papst Franziskus nicht den Ehrenplatz einnahm, der ihm als Papst zukommt, sondern sich zusammen mit seinem “Bruder” Benedikt in die Bank setzte.

Darin sehen die Beobachter vollkommen zu Recht ein Zeichen der tiefen Demut und Bescheidenheit, die den Hl. Vater auszeichnet und die sich in eine ganze Serie von Gesten einreiht.

Eine weitere Geste möchte ich jedoch auch betrachten, die, weil sie scheinbar so selbstverständlich ist, oft vergessen wird: Benedikt wollte, dass Franziskus den Ehrenplatz nimmt. Er scheint sogar ziemlich nachdrücklich darauf bestanden zu haben, wenn man sieht, wie der alte Mann richtig Tempo aufnimmt, um seinen Nachfolger auf den Stuhl hinzuweisen.

Auch diese Handlung Benedikts steht in einer ganzen Serie von Gesten, die er im Laufe seines Pontifikats gesetzt hat und die nachdrücklich das beweist, was die Papst-Fans immer gehofft, die Papst-Kritiker immer bezweifelt haben: 

Benedikt ging es bei aller Pracht der Riten und Zeremonien nie um sich und seine persönliche Eitelkeit. Wenn dem so gewesen wäre, hätte er den Weg seines Nachfolgers einfach hingenommen und sich neben ihn gesetzt nach dem Motto: Ich war ja auch mal Papst, passt schon.   -  Nein. Er möchte dem Papstamt jenen Vorrang lassen und geben, der diesem zukommt, auch wenn es nicht mehr ihm zukommt.

Er weist mit dieser kleinen Geste auf den Geist hin, in dem Macht und Pracht der Päpste inszeniert werden. Damit gibt der alte Lehrer uns eine letzte Lektion in einem gelebten Beispiel, Bescheidenheit und Größe gemeinsam zu denken und zu leben.

Wenn es das letzte war, was wir von Benedikt vor seinem Tod gehört und gesehen haben, war es ein guter Abschluss.

Quelle (Text/Foto): http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/03/demut-mal-2.html


“New York Times”: Respekt für den Pontifex und seine “ausgeprägte Demut”

Während die veröffentlichte Meinung im Heimatland des deutschen Papstes teilweise wieder in ihre bekannte “sprungbereite Feindseligkeit” abdriftet, reagieren bedeutende Medien in den USA sachlich bis wohlwollend in ihrer Berichterstattung über den angekündigten Rücktritt von Benedikt XVI.

Das gilt weitgehend auch für den nicht gerade kirchenfreundlichen amerikanischen Nachrichtensender CNN. Der CNN titelt, daß die Welt geschockt auf diese Meldung reagiert: http://edition.cnn.com/2013/02/11/world/irpt-storify-pope-global-reaction/index.html?hpt=hp_t1

Es heißt dort: “Diese Nachricht verblüfft sowohl die 1,2 Milliarden Anhänger der Kirche wie auch den Rest der Welt”.  - Sodann wird der vatikanische Pressesprecher Frederici Lombardi zitiert, der erklärte, daß es sich nicht um einen spontanen Entschluß des Papstes handelt, sondern um eine lange durchdachte Entscheidung.

Außerdem schreibt der Sender: “CNN erhielt mehr als 1000 Kommentare auf ihrer Facebook-Seiten innerhalb von Stunden nach der Ankündigung.”

In der New York Times heißt es treffend, die Entscheidung des Papstes sei “ausgereift” und ein Akt “lobenswerter Großzügigkeit und ausgeprägter Demut”. Hier folgt der Text im Original:

“And in that context, Pope Benedict XVI’s assessment, as he explains it, that he is no longer physically strong enough to give the church the attention it needs and deserves is an act of laudable generosity and striking humility. It’s mature and it’s just.”

Quelle: http://bruni.blogs.nytimes.com/2013/02/11/a-pope-lets-go/?hp

Felizitas Küble


Die Demut des Allerhöchsten in Christus

Der Hl. Augustinus (354 – 430 n. Chr.) war Bischof von Hippo (Nordafrika) und ein großer Kirchenlehrer. In einer seiner Predigten befaßte er sich mit der “Demut” bzw. Herablassung des Ewigen, der in seinem Sohn die menschliche Natur angenommen hat und seinen Geschöpfen dadurch eine noch höhere Würde verlieh,  als dies schon bei ihrer Erschaffung geschah:

“Und wir schauten seine Herrlichkeit“

Christus sollte in unserem Fleisch erscheinen: kein anderer, weder ein Engel noch sonst ein Gesandter; Christus selber sollte kommen, um uns zu retten (Jes 35,4)…

ER sollte in sterblichem  Fleisch geboren werden: ein kleines Kind, das in eine Krippe gelegt wurde, in Windel gewickelt und gestillt wurde, das mit den Jahren heranwachsen und schließlich grausam sterben sollte. Das alles sind Zeugnisse tiefer Demut.

Wer gibt uns diese Beispiele von Demut?  -  Der Allerhöchste selbst.

Worin besteht seine Größe?

Die Antwort findest du nicht auf der Erde, steige hinauf, über die Sterne hinaus. Wenn du bei den Thronen und Herrschaften, Mächten und Gewalten (Kol 1,16) angekommen bist, wirst du sie sagen hören: „Steige höher hinauf, wir selber sind Geschöpfe“; denn „alles ist durch IHN geworden“ (Joh 1,3).

Erhebe dich also über alle Geschöpfe, über alles, was gebildet worden ist, über alles, was sein Dasein empfangen hat, über alles körperliche oder unkörperliche Sein, das dem Wandel unterworfen ist, kurz : über alles.

Dein Blick reicht noch nicht so weit; du mußt dich im Glauben dorthin aufschwingen, er muß dich bis zum Schöpfer führen…


Gedenktag am 19. November: Elisabeth von Thüringen, Mutter der Armen und Heilige der Kirche

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Mut und Demut einer Königstochter

Die junge Landgräfin, Tochter des Königs von Ungarn, führte ein Leben der Nächstenliebe und Demut: sie zeigte „Mut zum Dienen“ im tatkräftigen Einsatz für Kranke und Notleidende.

Dabei ging es Elisabeth nicht nur um materielle Hilfe für die Armen. Überliefert ist von ihr der Ausspruch:

Wir wollen die Menschen nicht nur satt und gesund, sondern auch froh machen!“

Die Königstochter erklärte zudem: 

„Wie kann ich eine goldene Krone tragen, wenn unser HERR doch eine Dornenkrone getragen hat? Und ER trug sie auch für mich.“

Auch die hohe Würde der Ehe war ihr wichtig; sie erkannte klar den Zusammenhang von Gattenliebe und Gottesliebe:

„Ich schließe Ludwig in meine Liebe zu Gott ein  -  und ich hoffe, daß Gott, der die Ehe geheiligt hat, uns beiden ewiges Leben schenken wird.“

 


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