Das erste Wort Gottes an die Menschen: „Seid fruchtbar und mehret euch!“
Veröffentlicht: 19. Mai 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Ehe, Familie, Gottes Wort, Hartmut Steeb, kinder 3 Kommentare »Christen sollten dafür sorgen, daß mehr Kinder gezeugt und geboren werden. Dazu hat der Generalsekretär der evangelikalen Deutschen Evangelischen Allianz, der kinderreiche Familienvater Hartmut Steeb, aufgerufen.
Wie er in seinem Festvortrag bei einem Empfang zum 150-jährigen Bestehen des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes Herborn sagte, sei das erste Wort von Gott an die Menschen der Auftrag gewesen: „Seid fruchtbar und mehret euch!“ 
Damit habe Gott zugleich die eheliche Liebe- und Treuegemeinschaft zwischen einer Frau und einem Mann eingesetzt, so Steeb. Kritik übte er an der Gleichsetzung anderer Lebensformen mit der Ehe.
Christen müßten dieser „fast totalitären Ideologie“ entschieden widersprechen: „Die Ehe ist die konkurrenzlos beste Erfindung, seitdem es Menschen gibt.“
Erstrangiger Auftrag der Christen ist laut Steeb jedoch die Ausbreitung der christlichen Botschaft. Dies sei „enorm politisch“: „Wer mit Gott versöhnt ist, versöhnt sich auch mit seinen Nächsten“ und gestalte diese Welt mit.
Der Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes, Roland Werner, kritisierte, daß zu viele Christen aus ihrem Glauben „ein Staatsgeheimnis“ machten. Menschen würden dann Christen, wenn sie selbst „positive Erfahrungen mit Christen“ machten.
Der Gemeinschaftsverband feierte sein Jubiläum mit einer Festwoche und zahlreichen Veranstaltungen, darunter einem Frauen- und einem Missionsabend, einem Kinderfest und Vorträgen. Bis zu 340 Besucher waren dabei.
Quelle: http://www.idea.de
Thüringen: Ministerpräsidentin verteidigt die klassische Familie und bezeichnet Abtreibungen als “Skandal”
Veröffentlicht: 17. Mai 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT, LEBENSRECHTS-Beiträge | Tags: Abtreibungen, Christine Lieberknecht, Eichsfeld, Familie, Herrnhuter Losungen, Ministerpräsidentin, Thüringen Schreibe einen Kommentar »Für mehr Kinderfreundlichkeit hat sich die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht ausgesprochen. Im Vergleich zu manch anderen Ländern - etwa den USA - seien die Deutschen geradezu „kinderentwöhnt“, sagte die CDU-Politikerin in einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. 
Die 55-jährige evangelische Theologin, die seit 2009 an der Spitze der Thüringer Landesregierung steht, plädiert dafür, die traditionelle Familie von Mann, Frau und Kindern weiterhin unter einen besonderen Schutz zu stellen. Auch wenn man die Lebenswirklichkeit mit anderen Lebensformen anerkenne, lebe die Mehrheit der Bürger „nach wie vor Familie so, wie sie sich seit Jahrhunderten darstellt“.
Lieberknecht warb für das sogenannte „Thüringer Modell“ der Familienförderung, das eine Balance zwischen Betreuungsangeboten und der Förderung der familiären Erziehung durch Frau oder Mann herstellt.
Geschwister-Bonus für weitere Kinder
„Kinder brauchen die volle Hinwendung der Eltern“, so Lieberknecht, die selbst Mutter von zwei Kindern ist. Sie plädiert nicht nur für den Ausbau von Kinderkrippen, sondern auch für ein Betreuungsgeld für Eltern, die wegen der Kindererziehung auf Erwerbsarbeit verzichten.
In Thüringen erhalten Eltern für das erste Kind ein Jahr lang 150 Euro im Monat und für jedes weitere einen Geschwisterbonus. Lieberknecht: „Ich werbe sehr dafür, Mehrkinderfamilien zu fördern, denn wir brauchen sie dringend.“ 
Bei der Familienplanung sollten Eltern ihrer Ansicht nach nicht immer nur an Geld denken: „Man lebt oft mit bescheidenen wirtschaftlichen Mitteln glücklicher, als wenn beide Eltern berufstätig sind.“
Ermutigung zu Kindern schenke offenbar auch der christliche Glaube. Nirgendwo in Mitteldeutschland gebe es mehr Kinder als im katholischen Eichsfeld; auch hätten evangelische Kirchenmitglieder immer noch mehr Kinder als Konfessionslose. Gottvertrauen befördere offensichtlich das Ja zu Kindern.
Abtreibungen sind ein „Skandal“
Lieberknecht äußerte sich auch zur Massenabtreibung: „Ich werde nicht müde, die über 100.000 Abtreibungen in einem Jahr in einem so reichen Land wie Deutschland als einen Skandal zu bezeichnen.“
Es stimme sie sehr nachdenklich, das nur 13 Prozent der Deutschen laut Umfragen die Abtreibungen als nicht akzeptabel bezeichneten. Dies sei umso unverständlicher, als Eltern heute dank der Ultraschalltechnik sehen könnten, dass im Mutterleib ein Mensch heranwachse. Es gelte, mehr zu informieren, zu helfen und zum Austragen zu ermuntern.
Für die Ministerpräsidentin spielt auch das geistliche Leben eine entscheidende Rolle in der Politik: „Mein Tag beginnt nicht mit meinem politischen Terminkalender, sondern mit den Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine.“
Danach versuche sie, die aus dem christlichen Glauben folgenden Werte zu leben: „Vertrauen zu allen Menschen zu haben und ihnen verlässlich zu begegnen“. Das habe dazu geführt, dass sie eine Koalition von CDU und SPD anführe, auch wenn ebenfalls eine Koalition von SPD, Grünen und Linken möglich gewesen wäre.
Quelle: http://www.idea.de
Der erste “Lernort” für das Kind ist die Familie!
Veröffentlicht: 17. Mai 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Birgit Kelle, Eltern, Familie, Kita, Kristina Schröder 2 Kommentare »Von Birgit Kelle
Es gibt wieder Neuigkeiten aus dem Familienministerium: In der Presserklärung des Familienministeriums zu einem neuen Programm für Erzieherinnen mit dem hübschen Namen: ”Lernort Praxis” heißt es: “Zentraler Baustein und Erfolgsfaktor sind dabei die praktischen Ausbildungsphasen: Direkt in den Einrichtungen werden Fachkräften Best-Practice-Beispiele vermittelt, auf denen sie im Alltag aufbauen können.”
Liebes Familienministerium, ich weiß nicht, ob es sich schon rumgesprochen hat bis nach Berlin, aber der beste “Lernort Praxis” ist und bleibt die Familie – für Kinder und Erwachsene.
Weiter heißt es dort: “Erzieherinnen und Erzieher, Tagesmütter und Tagesväter übernehmen jeden Tag große Verantwortung: Sie kümmern sich um die Bedürfnisse der ihnen anvertrauten Kinder und geben ihnen besonders Nähe, Verlässlichkeit und eine stabile Beziehung”, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder.
“Sie eröffnen den Kindern aber auch einen ersten Zugang zu Bildung. Praxisphasen in Kitas sind für angehende Erzieherinnen und Erzieher deshalb unersetzlich, um sich auf ihre zukünftige Tätigkeit vorzubereiten und wichtige Erfahrungen zu sammeln.”
So ein Loblied würde ich ja gerne mal auf Eltern hören, ist mir aber bislang leider noch nicht untergekommen. Und auch hier wieder ein sachlicher Fehler: Den ersten Zugang zu Bildung haben Kinder nicht in der Kita, sondern ebenfalls zu Hause. Auch wenn dort nur erzieherische Laien tätig sind, wie man hört, also diese Eltern….
________________________________________________
Birgit Kelle leitet die Initiative “Frau 2000plus” eV. Kontakt: birgit.kelle@frau2000plus.net Web: www.frau2000plus.netZum heutigen “Tag der Familie”: Wer denkt an das Kindeswohl?
Veröffentlicht: 15. Mai 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Familie, Kinderbetreuung, Tag der Familie, Verband Familienarbeit 1 Kommentar »Die Zukunft der Familien wird der Profitgier geopfert
Pressemeldung des “Verbands Familienarbeit”:
Zum „Tag der Familie“ am 15. Mai äußert sich die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit, Gertrud Martin:
„Es ist zunehmend unerträglich, dass ‘Kinderbetreuung’ immer nur als Betreuung durch Dritte, nicht durch die Eltern, verstanden und kommuniziert wird. Die Politik hört einfach weg, wenn sich Kinder und Eltern in Umfragen mehr Zeit füreinander wünschen - und die Politik legt eine weitere Schippe drauf beim Ausbau der Fremdbetreuung, um auch die äußersten zeitlichen Randzonen abzudecken. 
So geht der Trend zur Rund-um-die-Uhr-Krippe. An das Kindeswohl oder daran, dass vorrangig die Eltern das grundgesetzlich verankerte Recht haben, die Art und Weise der Betreuung ihrer Kinder zu bestimmen, wird kein Gedanke verschwendet!
Eine Stärkung des familiären Zusammenhalts durch angemessene finanzielle Honorierung der elterlichen Betreuung wird schon als Diskussionsthema peinlich gemieden.“
Die Verbandschefin bezieht sich auf eine Pressemeldung aus dem Familienministerium zum „Tag der Familie“, in der nur die außerfamiliäre Kinderbetreuung überhaupt als Betreuung thematisiert wird. So werde selbst dieser Tag zur Propagierung der Fremdbetreuung in den Dienst der Profitmaximierung der Wirtschaft gestellt.
Frau Martin führt aus: „Die Idee der Vereinbarkeit von Familie und Beruf verkommt in Deutschland zusehends zu einem System, das besonders Frauen rücksichtslos benachteiligt und durch Doppelbelastung ausbeutet. Es ist offensichtlich beabsichtigt, beide Eltern in die Vollzeit-Erwerbsarbeit zu drängen, während die Kinder in Vollzeit fremdbetreut werden.
Eine Vereinbarkeit, die Erwerbs- und Familienarbeit als gleichwertig gewichtet, muss auch den entsprechenden finanziellen Rahmen schaffen. Eine Teil-Erwerbsarbeit generiert nur einen Teillohn. Die andere Teilzeitarbeit in der Familie muss logischerweise den ersten Teillohn ergänzen. Ohne diesen Schritt ist eine echte Vereinbarkeit nicht zu machen.
Auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau bleibt ohne realitätsgerechte Bewertung der Familienarbeit Stückwerk. Es ist absurd zu glauben, dass Väter in nennenswerter Zahl die Familienarbeit zu den heute geltenden Null-Entgelt-Bedingungen übernehmen werden. Als Alternative werden sich junge Menschen immer öfter ihren Kinderwunsch versagen und die Geburtenzahlen weiter einbrechen.
Die Zukunft der Familien wird der Profitgier weniger Personen geopfert. Zur Verschleierung wird diese Politik auch noch als ‘familienfreundlich’ verkauft.“
Der Verband Familienarbeit e. V. ruft dazu auf, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen.
Pressestelle Verband Familienarbeit e.V. Johannes ReschStellv. Vorsitzender Verband Familienarbeit e.V.
www.johannes-resch.de
Piratenpartei lehnt den Begriff “Ehe” und das “klassische Familienbild” ab
Veröffentlicht: 13. Mai 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Ehe, Eingetragene Partnerschaft, Familie, Piratenpartei 4 Kommentare »Absurde Forderung: “Eingetragene Partnerschaft” mit mehr als zwei Personen
Die Piratenpartei zieht mit der Forderung, die Ehe abzuschaffen, in den Bundestagswahlkampf: „Wir Piraten setzen uns dafür ein, dass der Begriff ‚Ehe‘ durch die ‚eingetragene Lebenspartnerschaft‘ ersetzt wird“, heißt es im Wahlprogramm, das die Partei am 11. Mai in Neumarkt verabschiedet hat. 
Sie bekennt sich darin „zu allen denkbaren Formen des Zusammenlebens“.
Politik müsse der “Vielfalt der Lebensentwürfe gerecht werden und eine wirklich freie Entscheidung für die individuell gewünschte Form des Zusammenlebens ermöglichen“. Eine „ausschließlich historische Bevorzugung ausgewählter Familienmodelle“ lehnt die Partei ab.
Sie fordert, dass künftig eine eingetragene Lebenspartnerschaft auch von mehr als zwei Personen geschlossen werden kann. Dem Programm zufolge darf der Wunsch, eine Familie zu gründen, „nicht am klassischen Familienbild hängen bleiben“. Die geschlechtliche Identität oder die sexuelle Orientierung dürfe hierbei keine Rolle spielen.
Das Ehegattensplitting solle Schritt für Schritt abgeschafft werden. Es passe nicht in das Familienbild der Piraten, da auch kinderlose Ehen finanziell gefördert würden. Die Piraten haben nach eigenen Angaben rund 32.000 Mitglieder.
Dem „Sonntagstrend“ des Emnid-Instituts zufolge könnte die Partei derzeit mit einem Stimmenanteil von vier Prozent rechen.
Quelle: http://www.idea.de
Fundierte Fachtagung am 25. Mai in Frankfurt: “Was kommt, wenn Familie geht?”
Veröffentlicht: 10. Mai 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT, TIPS und TERMINE | Tags: Bindungsforschung, Birgit Kelle, Fachtagung, Familie, Familiennetzwerk, Frankfurt, Universität Frankfurt Schreibe einen Kommentar »Von Birgit Kelle (Leiterin von “Frau 2000plus”)
Erstaunlich ist, mit welcher Verve die Politik heute darum kämpft, auch noch das letzte Kind in einer staatlichen Einrichtung unterzubringen, ohne dass man sich große Gedanken darüber macht, welche Auswirkungen das langfristig auf die Kinder und die Gesellschaft hat.
Langzeitstudien aus Deutschland fehlen. Was wir immer mal wieder als sogenannte “Studie” vorgelegt bekommen, sind in Wahrheit in der Regel schönredende Prognosen und Hochrechnungen.
Das Familiennetzwerk veranstaltet in Kooperation mit der Universität Frankfurt und dem Institut für Bindungswissenschaften zu genau dieser Thematik eine Fachtagung an der Uni Frankfurt.
Ich würde mich freuen, viele Mitstreiter dort begrüßen zu dürfen.
Unter dem Titel “Was kommt, wenn Familie geht?” sind zahlreiche Experten aus den skandinavischen Ländern eingeladen, um aus den langjährigen Erfahrungen in ihren Ländern zu berichten.
“Immer mehr Kinder unter drei Jahren werden institutionell betreut. Ab 2013 gibt es in Deutschland einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Welche Bedeutung und welche Auswirkungen haben solche grundlegenden Veränderungen im Aufwachsen der Kinder auf die gesamte Gesellschaft?
Kann Chancengleichheit erreicht werden? Können Defizite aus den Elternhäusern korrigiert werden? Experten aus den skandinavischen Ländern berichten nach mehr als 25 Jahren Erfahrungen mit „frühkindlicher Bildung“ über die Auswirkungen auf ihre Gesellschaft.”
Die Einladung zu der Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link: http://www.familie-ist-zukunft.de/Tagung2013/
Im Anschluss an die Tagung findet am Abend der Festakt zur Verleihung des Matejcek-Preises 2013 an den früheren Arbeitsminister Norbert Blüm statt:
25. Mai 2013, 18:30 Uhr in der Goethe Universität in Frankfurt, Hörsaalgebäude, Hörsaal H (2. Stock), Mertonstr. 17 – 21, 60325 Frankfurt
Um Anmeldung wird gebeten unter info@familie-ist-zukunft.de
Die Teilnahme an der Preisverleihung ist kostenlos.
Gemeinsam sind wir eine Lobby für unsere Kinder – und unser aller Zukunft!
Veröffentlicht: 9. Mai 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Almut Rosebrock, Erziehung, Familie, kinder, Mütter, Medien Schreibe einen Kommentar »Von Almut Rosebrock
Die Lobby für die wirtschaftliche Verwertung der Mütter - und die Vergesellschaftung der Kinder – ist sehr groß! Es ist viel Geld damit zu verdienen (Bertelsmann und Co.!). Die Frage der Psyche wird nicht thematisiert bzw. bewusst “weggedrückt”.
Aus Angst vor Zerbruch der Elternbeziehung – und auch aufgrund der geänderten Politik, welche die Solidarität von Mann und Frau als Eltern zunehmend unterminiert, die Alleinerziehende zum Maßstab nimmt, wird das “Normal-Mit-Menschliche” aberzogen, abgeschafft.
DER STAAT, die Politik “ersetzt” zunehmend die Familie(nfunktion) - unter dem Argument “Emanzipation / Gleichstellung der Frau”.
Was leisten die öffentlich-rechtlichen Medien als Unterstützung für Familien, zur gelingenden Kindererziehung? Außer Trickfilm am laufenden Band und ansonsten Sex and Crime finde ich nicht viel. Wo kommt gelingendes Familienleben vor? (Das ist “viel zu langweilig”.) Wenn, dann geht es um “Landlust” – wieder mit KONSUM gekoppelt!
Die Wochenzeitung “Die Zeit” präsentiert aktuell das Thema “Konsum und Werbung für Kinder” (wichtiger Text)!
Es steht dort, dass Kinder ohne Führung und Schutz durch Eltern besonders anfällig für die Konsum Verlockungen und -Gefährdungen sind. Die (abwesenden) Eltern beruhigen dazu ihr Gewissen durch “Kaufgüter” und (ungute) Verwöhnung!
Unsere Kinder sind bald 12 und 14 – und ich halte meine weitgehende Präsenz und “Wachsamkeit” als Mutter (Beruf Apothekerin) nach wie vor für notwendig und wichtig! Dass dadurch mein “Rentenkonto” beträchtliche Lücken aufweist, nehme ich als “Lebensrisiko” in Kauf.
Durch mein eigenes, wirtschaftlich verantwortliches Tun (im Gegensatz zu “Einrichtungen” und auch Politikern…) lerne ich täglich dazu – und kann sparsam, vernünftig, gesundheitsbewusst, verantwortlich, nach meinen / unseren Qualitätstandards wirken. Das gilt besonders auch für die sinnvolle Gestaltung der freien Zeit - meiner eigenen wie der unserer Kinder!
Selbstbestimmt leben! Nicht fremdgesteuert oder “weichgespült”.
Wir leben momentan in einem manipulativen System, in dem die Werte (“Verharmlosung” der Sexualität, “Dienen”, für Andere da sein ist out, usw.) immer weiter “abgeschafft” werden sollen. In dem “Systemkonformität” zum höchsten Gut erhoben werden soll – und die “wirtschaftliche Verwendbarkeit” der Menschen (Auspressen – Geld, Geld, Geld).
Auf der anderen Seite erlebe ich (und versuche, sie zu unterstützen, so weit es möglich ist!) Familien, die “am Rande des Abgrundes” leben – oder eher vegetieren - in unserem “reichen” Land. Die von “Jugendamtszugriff” (Kindesentzug, Druck, Kontrolle, fehlende praktische Unterstützung!) betroffen sind – die unter Hartz 4-Armut leiden. Deren Arbeit nicht geachtet ist - obwohl 5 Kinder ihren Weg in die Welt genommen haben.
Frauen, Mütter sind Kulturbewahrer! Die Kultur des alltäglichen Miteinanders. In gegenseitiger Achtung und LIEBE!Krippe, Kita und Ganztagsschule können das nicht ersetzen – zumal unter dem allgegenwärtigen Spardruck!
Und unter dem zusätzlich ideologischen Druck, ALLE Kinder - auch die behinderten - “zusammenpacken” zu wollen bzw. zu müssen meinen!
Das Zusammenleben in der Familie, die Organisation des Lebens mit Kindern, ist eine höchst komplexe und persönliche Angelegenheit – mit weitgehenden Konsequenzen für die Zukunft, sowohl persönlich wie der Gesellschaft! Ohne eine gewisse “Opferbereitschaft” (ein verpönter Begriff!) geht es nicht.
Vernetzung, gegenseitige Ermutigung, zusammengehendes Engagement, Wortmeldungen in der Öffentlichkeit sind sehr wichtig – aber schwierig zu organisieren! Jeder und jede ist doch mit sich selbst beschäftigt.
Kinder haben an sich keine Lobby – wenn WIR sie nicht sind und organisieren!
GEMEINSAM – FÜR UNSERE WELT - UND UNSERE KINDER!
Almut Rosebrock, kritische Bürgerin, Apothekerin und Mutter
Gründerin der Aktion “Gerne leben mit Kindern”: www.glmk.de
Ergänzender Artikel von Norbert Blüm, dem früheren CDU-Arbeitsminister: http://www.sueddeutsche.de/politik/ehe-und-familie-von-der-liebe-bleibt-der-moderne-mensch-verschont-1.1666123
Erwartungen an die Ergebnisse des Demographiegipfels: Kommen die wesentlichen Fragen zur Sprache?
Veröffentlicht: 1. Mai 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Demograpiegipfel, Familie, Geburtenschwund, kinder, Mathias von Gersdorff, Naturrecht 2 Kommentare »Mathias von Gersdorff
Am 14. Mai 2013 sollen die Ergebnisse der neuen Arbeitsgruppe vorgestellt werden, die beim „Demographie-Gipfel“ am 4. Oktober 2012 konstituiert worden sind. Zu diesem Gipfel hatte die Bundesregierung Länder, Kommunen, Verbände, Sozialpartner usw. eingeladen. Die Arbeitsgruppen sollen Maßnahmen vorschlagen, wie Deutschland aus dem Geburtentief herauskommen soll.
Man darf gespannt sein, was die Arbeitsgruppen mit Themenfeldern wie „Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten“, „Ausländisches Arbeitskräftepotenzial erschließen und Willkommenskultur schaffen“, „Mobilisierung aller Potentiale zur Sicherung der Fachkräftebasis“, „Der öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber“ oder „Entwicklung eines Nationalen Koordinierungsrahmens zur Sicherung der Daseinsvorsorge und Stärkung der regionalen Wirtschaft“ vorschlagen werden.
Immerhin behandelt eine Arbeitsgruppe das Thema „Familie als Gemeinschaft stärken“.
Wahrscheinlich wird man viel über „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ reden und über die Eingliederungsmöglichkeiten von Menschen mit fortgeschrittenem Alter im Arbeitsleben. Man wird wohl im wesentlichen von der Annahme ausgehen, die demographische “Zeitbombe” sei insbesondere ein wirtschaftlicher Faktor bzw. ein Problem der Arbeits-Organisation.
Da ist tatsächlich ein Körnchen Wahrheit drin: Der moderne Mensch sucht vorwiegend in der Arbeit und im hedonistisch erlebten Genuß Erfüllung. Er fabriziert seine Persönlichkeit in Funktion dieser beiden Pole und blendet alles aus, was dem im Wege steht, beispielsweise das Lebensrecht der ungeborenen Kinder, die im Zuge der ausschweifenden Suche nach Glück und Genuß eben entstehen.
Kurzschluß: Was zählt, ist die Produktion
Die Tatsache, daß eine Frau einen kompletten Menschen auf die Welt bringen kann und damit etwas leistet, was selbst im Zeitalter von bemannten Weltraumreisen die Technologie nicht geschafft hat, wird gar nicht realisiert. Daß eine Mutter alle natürlichen Anlagen hat, ein Kind nach der Geburt zu einem voll ausgebildeten Menschen erziehen zu können, wird völlig ignoriert, weil man diesen Gaben gar kein Wert zumißt. Was zählt, ist eben die Produktion.
Als Volkswirt bin ich ein eifriger Verteidiger der Marktwirtschaft. Aber als Volkswirt weiß ich auch, daß die Wirtschaftsentscheidungen von Werturteilen bestimmt werden. Zur Zeit ist es in Mode gekommen, Kapitalismus und Marktwirtschaft zu kritisieren, denn sie führen uns in Depression und Burn-Out. Das ist aber nicht ganz richtig.
Was daran beteiligt ist, uns psychisch krank zu machen und nebenbei auch die Geburtenzahlen gering zu halten, ist der Mangel an einer moralischen Grundlage, die sich an der wahren Natur des Menschen orientiert.
Doch gerade das Naturrecht – seit eh und je von der katholischen Kirche verteidigt – wird heute als finster und mittelalterlich verspottet. Dementsprechend werden Ehe und Familie verhöhnt.
Man erfindet groteske Karikaturen wie die „gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft“, und das Betreuungsgeld wird als „Herdprämie“ verunglimpft. Die Kinder sollen schnell in die Kitas, da die Mütter sowieso keine Ahnung vom Kindererziehen hätten. Überhaupt wird die natürliche und entspannte Elternschaft durch Pränataldiagnostik immer mehr zu einer „Elternschaft unter Vorbehalt“, solange man nicht mit Sicherheit ausschließen kann, daß das Kind im Mutterleib genetisch und auch sonst picobello ist.
Sexualkunde für Viertkläßler
Aber nicht nur das: Kinder werden heutzutage so früh sexualisiert, daß sie später gar nicht in der Lage sind, einen Sinn für Ehe und Familie zu entwickeln. Schon Papst Pius XI. hat ausführlich in seinen Enzykliken „Casti Connubi“ (1930) und „Divini illius magistri“ (1929) gezeigt, daß die Beachtung der Sexualmoral eine Bedingung für das Entstehen gesunder Familien ist. Seit Jahrzehnten mahnen Persönlichkeiten wie die Psychotherapeutin Christa Meves, daß die Kinder zur Bindungsunfähigkeit geradezu erzogen werden.
Berlin macht es wieder einmal vor, daß einem übel wird: In einer Grundschule werden die Erstkläßler anhand des Pro-Familia-Buches „Wo kommst du her“ völlig überfordert und desorientiert.
“Die Welt” vom 24. April 2013 schilderte einen Unterricht in der 4. Klasse so: „Als ihr zehnjähriger Sohn zum ersten Mal über den Sexualkundeunterricht erzählte, da wunderte sich seine Mutter ein wenig. Er habe gelernt, daß Frauen „da unten bluten“, sagte der Viertkläßler. Einen Tag später kannte er bereits Kondome und vier Bezeichnungen für das weibliche Geschlechtsteil. Schockiert war die junge Frau aber erst am dritten Tag: Da berichtete das Kind etwas verwirrt, er wisse jetzt, wie sich Lesben befriedigen und daß sie sich dabei „mit der Zunge lecken“ würden. „Ich dachte, ich sei im falschen Film“, beschreibt die Mutter…“
Diese Verdorbenheit macht einen sprachlos. Ein solcher Skandal müßte zu massiven Protesten führen. Doch zu viele scheinen das moralische Empfinden verloren zu haben und sind nicht in der Lage, eine solche Bosheit richtig einzuschätzen.
Hoffnung auf die jungen Deutschen setzen
Jedenfalls müßte sich der Gipfel am 14. Mai 2013 mit solchen Themen beschäftigen, wollte man wirklich ernsthafte Lösungen für die demographische Krise finden. Ob sie den Mut haben und sich dazu aufraffen? - Schwer vorzustellen.
Trotzdem sollte man nicht allzu pessimistisch werden, Hoffnung ist noch da - und zwar bei den Menschen außerhalb der Politik. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder erklärte mit dem Familienreport 2012 am 1. Januar 2013 in Berlin, daß drei Viertel aller jungen Deutschen sich eine Familie wünschen. Diese Zahlen werden durch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid für das Wochenmagazin Focus bestätigt:
Die große Mehrheit der Deutschen glaubt an die Ehe. 98 Prozent der Männer und 95 Prozent der Frauen würden gerne verheiratet sein. Auch wenn wir von den meisten Politikern nicht mehr viel erwarten wollen, sollten wir unseren Glauben an die Menschen nicht verlieren.
Quelle: Junge Freiheit
Kristina Schröder ist als Familienministerin eine Fehlbesetzung
Veröffentlicht: 17. April 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: angela merkel, Bundestag, CDU, Familie, Franz-Josef Jung, Homo-Ehe, Kristina Schröder, Mathias von Gersdorff Schreibe einen Kommentar »Mathias von Gersdorff
Was in Hessen schon lange im Gespräch war, ist nun geschehen: Die Hessen-CDU hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder nicht auf den ersten Platz der Landesliste für die Bundestagswahl gesetzt – sie wird somit nicht Spitzenkandidatin.
Der ehem. Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung wird diesen Platz einnehmen. Der Grund für diese Aufstellung: Schröder befürwortet die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe.
Kristina Schröder versuchte, aus der Not eine Tugend zu machen und erklärte:
„Meine Position zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften vertrete ich seit Jahren. Ich respektiere, daß meine Haltung nicht die Mehrheitsmeinung meines hessischen Landesverbandes ist, und ich bitte gleichzeitig um Respekt, daß ich deshalb auch nicht als Spitzenkandidatin der hessischen CDU für die Bundestagswahl antreten wollte“ (zitiert aus der FAZ vom 13. April 2013).
Am 22. September wählen die Hessen gleichzeitig Bundestag und Landtag. Auf keinen Fall konnte sich die CDU gespalten in einem so wichtigen Punkt präsentieren. Die Hessen-CDU ist ein noch einigermaßen konservativer Landesverband.
Katastrophales Signal an die Wähler
Trotz des Verzichts auf die Spitzenkandidatur ist die Haltung der Bundesfamilienministerin für die Christdemokraten fatal. Sie selbst findet es möglicherweise aufopferungsvoll, auf den ersten Platz zu verzichten, um ihren Überzeugungen treu bleiben zu können. Doch in Wahrheit zeigt sie, daß sie von vornherein eine Fehlbesetzung war – politisch wie auch ideologisch.
Daß die oberste Familienpolitikerin nicht begreift, daß eine christliche Partei nicht die Gleichstellung homosexueller Paare mit der normalen Ehe anstreben kann, macht viele fassungslos. Sie hat noch Glück, daß sie nicht in Frankreich, sondern in Deutschland Politikerin ist und nicht immer wieder mit gigantischen Demonstrationen konfrontiert wird.
Dennoch ist das Signal für die Wähler aus der Perspektive der Christdemokraten katastrophal: Für Homo-Rechte setzt sich just die Bundesfamilienministerin ein. Was kann man da noch von der CDU erwarten? Wenn die C-Partei nicht mehr für die christliche Auffassung von Ehe und Familie eintritt, welche Partei denn? 
Familienpolitik ist ein Feld, an der die grundsätzliche Haltung einer Partei zu Staat und Gesellschaft gemessen wird. Sie gehört zum Kern des philosophischen Selbstverständnisses und damit zur Seele einer C-Partei.
Die Familienpolitik – und noch mehr der Begriff von Ehe und Familie – sind viel wichtiger für die CDU, als es die Atompolitik für die Grünen oder die Rechte der Arbeiter für die SPD ist. Das hat Schröder bis heute nicht kapiert.
Im Falle der Familie geht es um eine jahrtausendealte Institution, dessen Stärke und gesellschaftliche Stellung für das Wohlergehen eines Volkes essentiell sind. Aber das scheint Schröder nicht zu interessieren. Kristina Schröder ist in ihre Rolle als Familienministerin nie hineingewachsen. Psychologisch blieb sie bis heute eine Innenpolitikerin mit dem Charme eines Roboters.
AfD erkannte den Schwachpunkt der Union
Auch aus einer strategischen Perspektive ist Schröders Haltung fatal. Inzwischen kann die CDU von allen Parteien in die Mangel genommen werden, denn offiziell ist sie gegen eine Gleichstellung. Doch ihre wichtigste Familienpolitikerin ist dafür. Wie kann eine solche Position in Talkshows und sonstigen öffentlichen Debatten vermittelt werden?
Die neugegründete „Alternative für Deutschland“ hat wohl diesen wichtigen strategischen Schwachpunkt erkannt und bei ihrer Gründungsveranstaltung unterstrichen, sie würde sich für den „Schutz der Familie als Keimzelle der Gesellschaft“ einsetzen. Offensichtlich ist das eine Reaktion der Anti-Euro-Partei auf die wacklige CDU-Position.
In letzter Zeit konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder die Notbremse ziehen und selbstzerstörerische Debatten zum Thema Homo-Rechte verhindern. Spätestens im Bundesparteitag 2010 in Karlsruhe begann sie, den christlich-konservativen Flügel ernst zu nehmen, in dem sie sich entschlossen gegen die Einführung der Präimplantationsdiagnostik ausgesprochen hat.
Mehrmals hat sie parteiinterne Debatten über Homo-Rechte per Machtwort beendet. Ob Frau Merkel es damit schafft, beim beginnenden Wahlkampf das Bild einer gespaltenen Partei zu verhindern, ist nicht sicher.
Frau Schröder auf den zweiten Platz zu setzen, ist schließlich eine kosmetische Maßnahme. Fakt bleibt: Sie ist die höchste Instanz in der CDU-Familienpolitik. Abgesehen davon ist Franz-Josef Jung, der Spitzenkandidat der Hessen-CDU für den Bundestag, keine besonders charismatische Figur, mit der die Hessen viel verbinden können. Zudem haftet ihm das Manko seines Rücktritts wegen des Luftangriffes bei Kunduz an. Allerdings ist er im Gegensatz zu Schröder ein echtes Produkt der Hessen-CDU.
Schröder war und blieb immer ein Fremdkörper. Bei der Wahl zur Beisitzerin in den Landesvorstand erhielt sie bloß 62,6 Prozent. Bei ihrer Ernennung zur Familienministerin durch Merkel spielte zwar auch eine Rolle, daß Hessen einen Platz im Kabinett haben sollte, eine Wunschkandidatin der Landespartei war sie aber nicht.
Besonders problematisch für die C-Partei ist die Tatsache, daß das ganze Gerede um Homo-Rechte die Bemühungen um eine materielle Besserstellung der Familien völlig in den Schatten gestellt hat. Eine kürzlich erschienene Studie für „Eltern.de“ hat ergeben, daß die Bürger kaum über die vielen staatlichen Leistungen für Familien Bescheid wissen.
Stattdessen ist das hirnrissige Thema Homo-Rechte in aller Munde. Offensichtlich tappte die CDU in eine von linken Medien gestellte Falle hinein, indem sie sich überhaupt auf eine Diskussion darüber einließ.
Aus wahlstrategischen Motiven und auch aus Gründen des öffentlichen Bildes müßte die Bundeskanzlerin versuchen, die Führung in der Debatte um Familienpolitik wieder für die CDU zu gewinnen – wie es jahrzehntelang der Fall gewesen ist – , doch ohne eine Umbesetzung des Familienministeriums wird das kaum möglich sein.
Quelle: Wochenzeitung “Junge Freiheit”
Vater-Mutter-Kind sind Urbilder unserer Seele
Veröffentlicht: 16. April 2013 Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Ehe, Familie, Gemüt, Homosexualität, Lucia Tentrop, Vater-Mutter-Kind 1 Kommentar »Von Lucia Tentrop (Berlin)
Die Umdeutung unseres Grundgesetzes zugunsten einer Gleichstellung der Homo-”Ehe” mit der traditionellen Ehe ist ein einseitig rationaler Schachzug, der die Ebene unseres Instinkts und Gemüts rigoros übergeht. Das Urbild der Familie ist seit Jahrtausenden als Vater-Mutter-Kind in uns angelegt.
Erinnern wir uns an den bedeutsamen Stellenwert der Dreiheit, die auf der Grundlage der Polarität entsteht: Aus der Spannung 2er gegensätzlicher Pole entsteht das „Tertium datur“, das es ja eigentlich nicht gibt. Es ist daher nicht erstaunlich, dass die Dreiheit sogar göttlichen Stellenwert erreicht.
Denken wir an die 3 fremden Jünglinge bei Abraham, an die 3 Apostel bei der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor, an die 3 Mariengestalten vor der Verklärung des “Faust” in Goethes Tragödie usw. - und natürlich auch an die göttliche Dreieinigkeit, in der der Heilige Geist aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht(!)
Auch in der Physik ist die Polarität ein Leben schaffendes Prinzip: Aus der Spannung zweier gegensätzlicher Pole entsteht etwas Neues, ein Drittes, eine wandelbare Energie. Nicht einmal eine Lampe könnten wir ohne das Gesetz der Polarität anzünden!
In Mozarts „Zauberflöte“ heißt es im Duett Pamina-Papageno über die Liebe: „Mann und Weib und Weib und Mann reichen an die Gottheit an!“
Der Grundgedanke unserer klassischen Kunst und Wissenschaft war die Vereinigung der Muse (das Ewig Weibliche, die Seele) mit dem leitenden Geist, dem (apollinischen) Logos, ein intrapsychischer Akt, welcher der Vereinigung der beiden Hemisphären in unserm Gehirn entspricht.
Das aus dieser erotischen Polarität geborene Dritte war das künstlerische Werk oder die wissenschaftliche Erkenntnis. Dieser Weg zur Ganzheit strebte über die Selbsterkenntnis zur Erkenntnis der Gottheit. Die Vereinigung der Seele mit dem Göttlichen war das Ziel aller Kunst und Wissenschaft.
Was ist gegen den Eros unserer Geisteswelt der moderne Intellektualismus mit seiner veräußerlichten Sexualität?
Das Gesetz der Polarität durchzieht unser Leben
Das Gesetz der Polarität ist ein Grundgesetz unserer Erde, das alles Leben durchzieht. Wenn man dieses Bild der Polarität und Dreiheit aus seiner archetypischen Struktur „herausoperiert“ und durch einen rationalen Fremdkörper ersetzt, ist das ein tiefer Eingriff in die menschliche Seele, der gewaltige Umstellungen erforderlich macht.
Unsere Anpassungsfähigkeit ist aber seit Jahrzehnten belastet durch die Schnelllebigkeit technischen Fortschritts, das Verblassen gemüthafter Kräfte und die Integration fremder Kulturen in unseren gewachsenen gesellschaftlichen Organismus.
Wir werden gar nicht gefragt, ob und wie wir damit klarkommen, sondern müssen freundliche Miene zu allem machen, was man uns aufs Auge drückt und an Vertrautheit, Geborgenheit und Heimat nimmt. Wer das nicht kann, wird moralisch als „intolerant“ abgewertet.
Wie lange noch kann unser Staat die kollektiven Ängste und Aggressionen unter Kontrolle halten, die aus der Unterdrückung gemüts- und instinktgebundener Werte entstehen?
Für mein Empfinden orientiert man sich zu sehr am seelisch zwar flexiblen, aber oft entwurzelten Großstädter. Wie würde wohl unsere bodenständige und naturgebundene Landbevölkerung in einem Volksentscheid über die Homo-”Ehe” abstimmen?
Gemälde von Evita Gründler





