Die Freiheit des Bürgers und der Familie gegenüber staatlichen Machtansprüchen

Mathias von Gersdorff

Roland Reuß, Initiator des „Heidelberger Appells für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte“, veröffentlichte am 9. Juli 2014 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen bemerkenswerten Aufsatz mit dem Namen „Monsieur Le Chapelier und der Strukturwandel der Öffentlichkeit“.

Seine These: Durch die Zerstörung intermediärer Kräfte zwischen dem Individuum und dem Staat wird die bürgerliche unLeipzig2014fd die akademische Öffentlichkeit abgeschafft. Der Einzelne wird zu einem Atom ohne Einfluß inmitten einer gigantischen Masse, falls er der Möglichkeit beraubt wird, sich zu organisieren.

Öffentlichkeit entsteht demnach nur durch den Zusammenschluß von Einzelnen bleibt das Individuum isoliert, so ist sein Beitrag für das öffentliche Leben praktisch null.

FOTO: M. von Gersdorff wird auf der Leipziger Buchmesse interviewt

Reuß, der an der Heidelberger Universität neuere deutsche Literaturwissenschaft lehrt, nennt drei Bereiche in Deutschland, in welchen die „intermediären Kräfte“ dabei sind, zu verschwinden:

Die stark subventionierten öffentlich-rechtlichen Medien dringen immer mehr in Bereiche ein, die eigentlich den klassischen Zeitungen gehören. Es findet also eine zunehmende Verdrängung privater Medien zugunsten öffentlicher statt.

In der Medienwelt existieren zwischen dem Staat und dem Einzelnen immer weniger intermediäre Medien, da diese wirtschaftlich schlichtweg nicht konkurrenzfähig sind.

Im Verlagswesen findet ebenso eine Monopolisierung statt, die von Amazon vorangetrieben wird. Die Verlage im eigentlichen Sinne werden immer mehr zu Kooperationsfirmen von Amazon. Der selbständige Verlag ist im Begriff, zu verschwinden.

Auch Google leistet einen erheblichen Beitrag zur Zerstörung der Öffentlichkeit, indem es zum einzigen und notwendigen Kanal geworden ist, Interneterzeugnisse an die Menschen zu vermitteln.

Besonders interessant ist die Kritik an der „Allianz der Wissenschaftsorganisationen“, welche die wissenschaftliche Verlagslandschaft für einen „Luxus halten, den niemand mehr braucht“. Auf diese Weise ist die Wissenschaft dabei, ihre Selbständigkeit zu verlieren, so der Hochschullehrer.

Französische Revolution untersagte alle Gewerkschaften

Um seine These zu beweisen, erläutert Reuß ausführlich die „Loi Le Chapelier“, welche die französische Nationalversammlung im Jahr 1791 erlassen hat.

Dieses Gesetz verbot Arbeitern, sich zu organisieren. Die Französische Revolution wollte damit „aufrührerische Zusammenrottungen“ verhindern.

Für die Französische Revolution gab es nur Einzelne. Jegliche Organisation wurde als staatsfeindlich angesehen. Nur im Staat durfte also Öffentlichkeit existieren, denn „es gibt nur das Partikularinteresse und das Allgemeininteresse“, das eben vom Staat vertreten wird und von keinem anderen.

Wenn Menschen zu “Atomen” degradiert werden

Noch während der Französischen Revolution war manchen klar, daß dadurch der Einfluß des Einzelnen praktisch auf die politische Meinungsbildung und die sozialen Bedingungen so gut wie null sei.

Zu den Kritikern gehörte Jean Paul Marat, ein Vertreter der damaligen extremen Linken. Die „Loi Le Chapelier“ bekam Kritik von Marx, denn durch sie wurden die Arbeiter in der Sklaverei gehalten, und von Hegel. Aus seiner Sicht würden die Menschen durch dieses Gesetz zu isolierten Atomen gemacht und „deren Zusammenhang zu unorganischen Aggregaten“, so Reuß über Hegels Kritik.

Reuß’ Schlußfolgerung:

„Die großen IT-Konzerne und auch der Staat in Gestalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der wissenschaftsfördernden Einrichtungen (Allianz der Wissenschaftsorganisationen) sind also nicht ‘innovativ’, sondern reaktionär. Sie ignorieren alle Erfahrungen, die von 1791 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gemacht werden konnten.

Alle Versuche, mittels der Macht über die neue Medialität des ‘Netzes’ die Sphäre der Intermedialität auf den Stand vom Mai 1791 zurückzuwerfen, sind der Sache nach demokratiefeindlich und gegen politische Partizipation der Individuen gerichtet“.

Machtkonzentration des Staates zu Lasten der Bürger

Das besondere Verdienst von Roland Reuß besteht darin, daß er eine konkrete politische Maßnahme aus der Geschichte nennen kann  –  eben die Loi Le Chapelier  – , die exemplarisch dokumentiert, wie Inhaber staatlicher Macht Interesse haben können, Strukturen, die sich zwischen dem Einzelnen und dem Staat organisieren, zu zerstören, um auf diesem Weg das öffentliche Leben im Staat zu konzentrieren.

Zudem zeigt Reuß in seinem langen Aufsatz, wie dies heute im Rahmen einer demokratischen Ordnung geschehen kann.

Natürlich ist Reuß nicht der Erste, der dieses Phänomen mit Sorge beobachtet. 1_0_660406

In seiner legendären Weihnachtsansprache vom Jahre 1944 beschreibt Papst Pius XII. in wenigen Sätzen die Bedrohungen, die er für die Gesellschaft sieht, die aus isolierten Atomen besteht.

Er schrieb diese Ansprache unter dem starken Eindruck zweier totalitärer Systeme. Er fürchtete, daß das Volk zur Masse wird, ohne Eigenschaften, ohne Kraft, ohne Orientierung und schutzlos allen äußeren negativen Einflüssen ausgeliefert:

Pius XII: Der Unterschied zwischen Volk und “Masse”

„Volk und gestaltlose Menge oder, wie man gewöhnlich sagt: ‘Masse’, sind zwei verschiedene Begriffe. Volk lebt und bewegt sich durch Eigenleben, Masse ist in sich träge und kann nur von außen bewegt werden.

Das Volk lebt aus der Lebensfülle der Menschen, aus denen es sich zusammensetzt und deren jeder einzelne – an seinem Posten und in der ihm eigenen Art – eine der eigenen Verantwortung und der eigenen Überzeugung sich bewußte Person ist.

Die Masse hingegen erwartet den Antrieb von außen, sie wird leicht zum Spielball in der Hand eines jeden, der ihre Naturtriebe oder ihre Beeindruckbarkeit auszunützen versteht; sie ist bereit, wie es gerade kommt, heute diesem, morgen jenem Banner zu folgen.

Aus der Lebensfülle echten Volkes ergießt sich das Leben, überfließend und reich, in den Staat und alle seine Organe und flößt diesen in unaufhörlich erneuter Kraft das Bewußtsein eigener Verantwortlichkeit und wahres Verständnis für das Gemeinwohl ein.

Der elementaren Kraft der Masse jedoch kann sich der Staat bedienen, wenn sie nur geschickt gehandhabt und genutzt wird: in den ehrgeizigen Händen eines einzelnen oder mehrerer, die eigensüchtige Bestrebungen künstlich zusammengeschlossen haben, kann der Staat, gestützt auf die Masse, die einfach nur mehr zur Maschine entwürdigt ist, seine Willkür dem bessern Teil des wahren Volkes aufzwingen.

Das Gemeinwohl wird dadurch hart und für lange Zeit getroffen, und die Wunde ist recht schwer zu heilen.“

Die Familie als Keimzelle der Nation

Auch in den modernen Demokratien sah Pius XII. die Gefahr einer „blinden Vergötzung der Zahl“, die den Menschen zu einem winzigkleinen Partikel reduziert. Er fügte hinzu: „Seine Rolle in der Familie und im Beruf wird ignoriert“. (Quelle: Discours du Pape Pie XII aux participants au congrès du movement universel pour une confédération mondiale“.

Der von Reuß beschriebene Angriff auf die intermediären Kräfte findet heute in vielen Bereichen statt.

Die wichtigste intermediäre Kraft zwischen dem Einzelnen und dem Staat ist die Familie. Für die katholische Soziallehre ist die Familie und nicht das Individuum die Keimzelle der Gesellschaft.

Gemälde: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Der Staat sollte  –  das Subsidiaritätsprinzip respektierend  – , sich hüten, auf die innere Struktur der Familie Einfluß zu nehmen. Doch Deutschlands Familienpolitik ignoriert seit Jahrzehnten diese Tatsache und behandelt die Familien nicht als eine Einheit, sondern als einen Zusammenschluß von Individuen.

Alle Maßnahmen der letzten Jahre zielen darauf hin, die innere Struktur der Familie zu beeinflussen. Der Ausbau von Kitas, das Kindergeld, die Maßnahmen zur sogenannten „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sind alle derart gestaltet, daß die abgeschlossene Einheit der Familie aufgebrochen wird.

Inzwischen wird nicht einmal mehr die naturgegebene Familie als solche angesehen. Nein, der Staat selber soll definieren, was Familie überhaupt ist.

Selbst die gegenwärtige Bundesfamilienministerin maßt sich an, die Familie nach ihrem eigenen Gutdünken zu definieren:

„Die Familien heute sind bunt, sie sind vielfältig. Familie ist für mich da, wo Menschen füreinander partnerschaftliche Verantwortung übernehmen. Das können Paare sein mit Trauschein oder ohne, das sind Alleinerziehende, aber auch die Patchwork- und Regenbogenfamilien. Zu Familien zählen auch Singles und diejenigen, die pflegebedürftige Angehörige haben.“

Mißachtung des Elternrechts auf Erziehung

Besonders eklatant wird die Mißachtung der Familienrechte im Falle der Erziehung: Die Tatsache, daß die Eltern die ersten Erziehungsberechtigten ihrer Kinder sind, wird heutzutage praktisch ignoriert, obwohl dieses Recht im Grundgesetz und in etlichen Landesverfassungen betont wird.

Die Entscheidungsfreiheit über die Erziehung ihrer Kinder wird den Eltern systematisch genommen. Auf nationaler Ebene stellt man eine systematische Verlagerung der Entscheidungsmacht von den Regionen, Provinzen usw. zum Zentralstaat fest. 40323-90x80

Die Bildung intermediärer Strukturen mit wirklichem politischem Einfluß wird durch den Transfer der Entscheidung zu supranationalen Ebenen, wie etwa die Europäische Kommission oder das Europäische Parlament, erheblich erschwert.

Generell gilt, daß je niedriger die Entscheidungsebene, desto mehr Volksbeteiligung an der Willensbildung existieren kann. Aus diesem Grund sind linke Parteien traditionell immer für mehr Zentralisierung der politischen Entscheidungen gewesen, während konservative politische Strömungen stets die Entscheidungsfindung auf lokaler oder regionaler Ebene bevorzugten.

Es ist bemerkenswert, wie stark die Präsenz mancher politischer Lobbys aus dem linken Spektrum in supranationalen Organisationen ist. So ist die „International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA)“ sowohl im EU-Parlament wie auch in den Vereinten Nationen ausgesprochen stark und kann immer wieder ihre Themen zur Sprache bringen.

Ähnliches geschieht mit Organisationen, die sich für die Liberalisierung der Abtreibung einsetzen. Insbesondere in den Vereinten Nationen ist der Einfluß von Organisationen wie „Planned Parenthood“ sehr groß. Unter dem Vorwand der Förderung der „Reproduktiven Gesundheit und Reproduktiver Rechte“ versuchen sie, die weltweite Einführung der Abtreibung durchzusetzen.

“Revolution von oben” ohne Mehrheiten

Die Bildung supranationaler politischer Strukturen erleichtert es erheblich, Ziele durchzusetzen, hinter denen keine wirklichen Mehrheiten stehen. Insbesondere die Einführung von sogenannten „Homo-Rechten“  –  in Wahrheit sind es Privilegien  –  war eine regelrechte „Revolution von oben“, die mit einer Resolution des EU-Parlaments im Jahr 1994 begann. Logo EINER VON UNS

Erst in letzter Zeit ist es gelungen, eine massenhafte europaweite christlich-konservative Bewegung gegen diese Entwicklungen auf die Beine zu stellen. Der Erfolg des Bürgerbegehrens „One of Us“ sowie die Proteste gegen die Estrela- und Lunacek-Berichte sind eindrucksvolle Dokumente einer größeren Bereitschaft konservativer Kräfte, sich in supranationalen Angelegenheiten einmischen zu wollen.

Doch nach wie vor sind ihre organisatorischen Strukturen auf supranationaler Ebene schwach, insbesondere im Gegensatz zu den hochsubventionierten linksgerichteten Lobbys.

Staatliche Einschränkung kleinerer Einheiten

Weitere Beispiele von staatlichen Maßnahmen, die intermediäre Kräfte beeinträchtigen, ließen sich hier anführen:

Marktzugangsbeschränkungen (Bürokratie, Industrie-, Umwelt- und Sicherheitsnormen) wirken sich vor allem bei kleinen Unternehmen negativ aus; große Unternehmen können viel einfacher Verhandlungsmacht in der Wirtschafts- und Industriepolitik aufbauen; große politische Parteien besitzen in vielen Länder die nötigen Instrumente, um Konkurrenten klein und machtlos zu halten; die Entfaltung von Vereinen wird beispielsweise von dem inzwischen monströs gewordenen Datenschutz gehemmt usw.

Die von Reuß behandelte „Loi Le Chapelier“ ist nicht bloß geschichtlich interessant. Nein, sie zeigt eine Haltung der Machthaber, die immer wieder zum Vorschein kommen kann.

Was ist gegen diese Entwicklung zu tun? Man muß sich dafür einsetzen, daß die Familie  –  in ihrer wahren und traditionellen Auffassung  – wieder an Einfluß gewinnt und maßgeblich die gesellschaftlichen Entwicklungen prägt.

Ebenfalls müssen sich Berufsgenossenschaften, gesellschaftliche Vereinigungen und sonstige intermediäre Kräfte zwischen dem Staat und dem Einzelnen frei entfalten dürfen, ohne ständig eine staatliche Einmischung fürchten zu müssen.

Schließlich soll man dafür eintreten, daß die berechtigten Autonomien der Regionen und die Souveränität der Nationen respektiert und anerkannt werden. Diese sollen ihre Angelegenheiten selber entsprechend ihrer eigenen Gesetze, Sitten, gesellschaftlicher und ökonomischer Strukturen organisieren.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und betreibt das Webmagazin “Kultur und Medien heute”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


SIGNAL gegen den grün-roten “Bildungsplan” und für die Rechte der Familien

Mathias von Gersdorff

„Wir verlangen nicht, dass der Bildungsplan 2015 modifiziert wird. Er muss vollständig zurückgezogen werden.“   -  Dieser Satz aus der Ansprache von Professor Hubert Gindert, dem Vorsitzenden des Forums Deutscher Katholiken, subsumiert das Anliegen der vierten Demonstration gegen den „Bildungsplan 2015“ der baden-württembergischen Landesregierung am 28. Juni 2014 in Stuttgart. 048a

Gegen diesen „Bildungsplan“ formierte sich im letzten Trimester 2013 erheblicher Widerstand.

Die Petition von Gabriel Stängle mit dem Namen „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“, die von fast 200.000 Bürgern unterstützt wurde, und drei Demonstrationen auf der Stuttgarter Innenstadt, zwangen schließlich die Landesregierung Kretschmann, das Vorhaben um ein Jahr auf 2016 zu verschieben. Zudem wurden Begriffe, welche besonders die Polemik angeheizt haben, entfernt.

Doch das Misstrauen bei den Eltern sitzt dermaßen tief, dass es zu einem richtigen Aufatmen nicht kam.

Der neue Entwurf „droht aber eine bloße Aufhübschung zu sein: In der Anhörung (im Landtag) wurde uns aufgezeigt, dass in den neu benannten Leitperspektiven circa 90 Prozent des ursprünglichen Textes der Leitprinzipien beibehalten sind“, erklärte Karl-Christian Hausmann, stellv. Kreisvorsitzender der CDU in Stuttgart und Mitinitiator des Arbeitskreises Familie in der CDU Stuttgart, auf der „Demo für Alle“ am 28. Juni 2014.

Im Klartext heißt das:

Die grün-rote Landesregierung hält sich die Option offen, nach wie vor die Gender-Theorie in vollem Umfang zum festen Bestandteil des Lehrplans für die Schulen in Banden-Württemberg zu machen. StuttgartJuni20141a#

Es ist wichtig anzumerken, dass sich die Landesregierung bis heute nicht zu den Forderungen der Petition Gabriel Stängles geäußert hat. Die Unterschriften wurden schon am 30. Januar übergeben.

Alles deutet darauf hin, dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann und sein Bildungsminister Andreas Stoch das Thema aussitzen wollen.

Aus diesem Grund war es außerordentlich wichtig, dass die Verteidiger der Erziehungsrechte der Eltern und einer einwandfreien Schulbildung noch vor den Schulferien mit der „Demo für Alle“ am 28. Juni ein Signal an die Landesregierung sandten.

Das gleichnamige Aktionsbündnis „Demo für Alle“ ist ein Zusammenschluss verschiedener Familienorganisationen, politischer Vereine und Initiativen sowie Familien aus ganz Deutschland.

Auch an den Gegenreaktionen kann man erkennen, wie wichtig es ist, dass der Widerstand gegen den “Bildungsplan” aufrecht erhalten bleibt.

Zu Gegendemonstrationen rief ein Bündnis auf, zu welchen u.a. die „Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart“, das „Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart & Region“, die „DGB-Jugend Nordwürttemberg“, die „Grüne Jugend Stuttgart“, die „Jusos Stuttgart“, die „Piratenpartei KV Stuttgart“, der „Stadtjugendring Stuttgart e.V.“, die „Ver.di Jugend Stuttgart“ usw. gehören.

Entsprechend aggressiv war die Stimmung gegen die friedlichen Demonstranten der „Demo für Alle“.

Manche linksradikale Chaoten brachten Böller und Schutzausrüstungen mit. Ein Auto wurde beschädigt, es gab Rangeleien mit der Polizei, gegen etliche Chaoten wird man wegen Verletzung des Versammlungsgesetzes Anzeige erstatten.

„Wir stellen uns im Interesse unserer Kinder, unserer Familien und unserer Gesellschaft diesem Kulturkampf“, sagte Professor Hubert Gindert.

Die „Demo für Alle“ konnte nur stattfinden, weil 800 Polizisten die Demonstranten vor den linksradikalen Chaoten schützten. Unter diesen Bedingungen von einem „Kulturkampf“ zu reden, ist sicherlich nicht übertrieben.

Unser Autor Mathias von Gersdorff  (von ihm stammen auch die beiden Demonstrations-Fotos) leitet die Initiative “Kinder in Gefahr” aus Frankfurt und betreibt die Infoseite http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/

FOTO-Bericht dieser Familien-Demo siehe hier: http://charismatismus.wordpress.com/2014/06/30/fotos-der-stuttgarter-elternrechts-kundgebung/


Gibt es Schöneres und Wichtigeres auf der Welt als die Liebe zum Kind ?

Von Almut Rosebrock

Mein Grundanliegen (auch durch das Aktionsbündnis “Gerne leben mit Kindern”, http://www.glmk.de) ist es, eine stärkere Wertschätzung für die Familienarbeit zu erreichen! 

Almut Rosebrock

A. Rosebrock

Ich vermisse das Nachdenken über FREIHEIT und SELBSTBESTIMMTES LEBEN in unserem Lande.

Erwerbsarbeit und Konsum scheinen alles zu sein, was für die Politik zählt. Darunter geht sehr viel an MENSCHLICHKEIT verloren. Das erlebe ich sowohl in meiner ehrenamtlichen Arbeit mit Senioren wie auch in meiner eigenen Beschäftigung mit Kindern  -  meinen eigenen (Junge und Mädchen, 15 und 13), sowie kleineren Kinder, Babies und deren Familien / Eltern.

Der gewaltige, von der Politik ausgelöste Erwerbsdruck bereits für junge Mütter führt dazu, dass Mütter sich zunehmend überlastet fühlen, in Depressionen rutschen. Partnerschaften zerbrechen unter der Bedrängung und dem STRESS, der zur NORMALITÄT erklärt wird.

Die komplexen Wachstums-und Vernetzungsvorgänge im Gehirn der 0 bis 3-Jährigen (Gehirn bei Geburt 30%, mit 3 Jahren 90%!) erfordern, um gut verlaufen zu können, optimale Bedingungen in puncto Geborgenheit, verlässliche Bezugsperson, Liebeserfahrung, Zugewandtsein.

Die derzeitig massiv propagierte frühe Krippen- oder Tagesmutterbetreuung (wie in der DDR!) nimmt den Eltern das Selbstbestimmungsrecht und die Freiheit! 0035

Es gibt nicht Schöneres und Wichtigeres auf der Welt, als ganzheitlich und voller LIEBE für sein eigenes Kind da zu sein und zu sorgen.

Es ist eine GEFAHR für unsere Zukunft, dass man Müttern sozusagen den angeborenen Schutzinstinkt für ihre Kleinen auszutreiben versucht. Die immer wiederkehrende Trennung von der primären Bezugsperson ist sowohl für diese wie besonders für das KIND eine riesige Belastung, ein STRESSFAKTOR.

Bei Stress wird Cortison ausgeschüttet. Cortison behindert das optimale Wachstum. Das (notwendige) Hirnwachstum der Kleinen ist nur eingeschränkt möglich!

Eltern müssen die WAHL haben – und auch dann gefördert werden, wenn sie sich für die risikoärmere Eigenbetreuung der U3-Kinder entscheiden!

Das Reden von der angeblich notwendigen “frühkindlichen BILDUNG” ist eine Lüge. Gesunde frühkindliche BINDUNG ist die Grundlage für das gesamte spätere Leben,
für Motivation, Lerneifer, Beziehungsfähigkeit, gesundes Selbstbewusstsein.

Anstatt ständig KRIMIS und Mord und Totschlag im Fernsehprogramm zu haben, sollte man dort mal positive Beispiele für GELINGEDES LEBEN, Familienleben, Erziehen, Generationenverbindung sehen können.

Almut Rosebrock, kritische Bürgerin, Christin, Mutter, Apothekerin
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Almut Rosebrock, Rheinblick 1 in 53343 Wachtberg, http://www.glmk.de


Stuttgart: Kundgebung für Familie und Elternrecht mit Birgit Kelle als Rednerin

Hedwig von Beverfoerde

Bald startet unsere nächste DEMO FÜR ALLE, zu der ich Sie herzlich einlade: Samstag. 28. Juni 2014 um 15 Uhr in Stuttgart auf dem Schillerplatz direkt neben dem Schloßplatz. Birgit Kelle neu

Ich freue mich, Ihnen die Publizistin Birgit Kelle (siehe Foto) als Rednerin auf der Kundgebung ankündigen zu können, die sich in den letzten Jahren als eine der wirkmächtigsten Stimmen für die Belange der Familien, Frauen und Mütter in den deutschen Feuilletons und Fernsehstudios etabliert hat. 

Außerdem wird neben der Verlesung von Grußworten u.a. Guillaume Got von der französischen Bewegung “La Manif Pour Tous” sprechen.

Es sind Gegendemonstrationen angemeldet, durch die Störungen zu erwarten sind.Wir demonstrieren friedlich und lassen uns nicht provozieren.

In meinem aktuellen kath.net-Interview zur DEMO FÜR ALLE habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass der Gender-Kurs in ganz Deutschland auf dem Vormarsch ist und das Problem keineswegs auf Baden-Württemberg beschränkt ist.

Wie zur Bestätigung kommt jetzt eine Meldung aus Niedersachsen. Wir behalten die Entwicklung im Auge.

Alle Neuigkeiten zur DEMO FÜR ALLE finden Sie auf unserer Internetseite www.demofueralle.de und bei Facebook.    

Freifrau H. von Bevervoerde leitet die Initiative Familienschutz, Zionskirchstr. 3 in 10119 Berlin, Tel. 0 30/88 62 68 96, Fax. 0 30/34 70 62 64

 


Ursachenbekämpfung von Gewalt beginnt in der Kindheit

Von Christa Meves

Zu Recht zeigt Bundesinnenminister Thomas de Maizière in aller Öffentlichkeit sein Entsetzen über die Zunahme der Gewalt. Auch Günther Jauch macht das in seiner Talkshow zum Thema. Christa Meves

Aber beim Rest aller Verlautbarungen und Diskussionen bleibt eine große Ratlosigkeit; denn allein mit der Aufstockung von mehr Polizei, mit mehr Geld für die entsprechenden Institutionen, ist das Problem der schwindenden Sicherheit der Bürger in unserem Land nicht gewährleistet.

Die Ursachen müssten in breiter Analyse auf den Tisch, um vorbeugende Aktivitäten entfalten zu können, statt hinterherlaufend das Pferd vom Schwanz her aufziehen zu wollen.

Eindrucksvoll kam die offenbar ignorante Hilflosigkeit zum Ausdruck, als Günther Jauch in seiner Sendung einen angeblichen Fachmann nach der Ursache der Aggression fragte und dieser antwortete, sie sei eben genetisch bedingt. Aber was für eine Genexplosion müsste hierzulande in den letzten Jahrzehnten erfolgt sein, wenn diese Unabdingbarkeit der Weisheit letzter Schluss wäre?

Man braucht z. B. kein Experte zu sein, um zu ahnen, dass vor allem das jetzt sehr in den Mittelpunkt gerückte Bandenwesen mit Schwerpunkt Einbruch in Wohnungen, deren Besitzer abwesend sind, etwas mit der Einwanderungspolitik zu tun hat. Das ist in der Tat ein brennendes ungelöstes Problem der Verantwortlichen. 

Aber damit ist das Phänomen der Aggression doch nicht ausgelotet. Auch Inländer sind mehr als reichlich an der Zunahme gewalttätiger Handlungen beteiligt, die Halbwüchsigen in erschreckend zunehmender Anzahl. 0022

Wer oder was bereitet diese 12 bis 15-Jährigen denn zu so viel roher Brutalität vor, wie sie uns dann mit Sensationsmanier zu unser aller Entsetzen öffentlich vorgeführt wird?

Hier scheint mir ein gar nicht erst angesprochenes und doch nicht unlösbares Problem zu liegen: Der Mensch lernt in seiner Kindheit vornehmlich durch Nachahmung. Wie soll es da ohne Wirkung bleiben, wenn bei den vielen täglichen Kriminalfilmen im Fernsehen Brutalität pur vorgemacht wird?

Werden grundsätzlich neugierige Kinder nicht zur Nachahmung geradezu dressiert, wenn man sie massenhaft Killerspielen aussetzt? Und wird hier auch nur hinreichend der Frage nachgegangen, warum das vornehmlich die Jungen sind, die der Schießfaszination nicht entgehen können?

Die Gewaltstatistik bringt dieses dann rigoros auf den Punkt: Es ist das männliche Geschlecht, in dem das gefährliche Übel Gewalt beheimatet ist. Genetisch bedingt, zwecks Züchtung von machtversessenen Frauenschindern? Nein, das ist gewiss feministische Übertreibung wohl meist aus persönlichen Verwundungen geboren…..

Die Hormonwissenschaft macht das Testosteron, das männliche Geschlechtshormon, für die größere Gewaltbereitschaft der Männer verantwortlich. In der hinreichenden Quantität wird es bereits im Fötus installiert und zwar als ein Potential, das durch die damit verknüpfte Möglichkeit zur Ausbildung größerer Quantitäten an Muskelkraft in der Lage ist, Frauen, Kinder und Heimat gegen Feinde zu verteidigen.

Mit dieser Einsicht rückt zumindest die eigentliche Ursache der Aggression ins Blickfeld: Sie ist eine notwendige Eigenschaft zur Lebensverteidigung in der Schöpfungsordnung: 

Die Aggression unterliegt unserem natürlichen Lebenstrieb, und sie funktioniert in Tier und Mensch mit einem gesunden Automatismus: Angegriffen antwortet das Lebewesen mit einem mächtigen Impuls zu seiner Überlebensverteidigung, mit Erfolg auch, wenn es stark genug ist.

Der Trieb antwortet mit Abwehr durch Gegenangriff; denn das Gegenüber hat sich durch die Art seiner Annäherung als Feind und damit automatisch als Lebensbedrohung geoutet. Beim Menschen können bereits Worte den Mechanismus auslösen, angegriffen zu sein oder sich angegriffen zu fühlen.

Sich nicht zu wehren, bedeutet deshalb eine nur schwer erlernbare Einschaltung des Bewusstseins in ein sich automatisch abspulendes Funktionsgefüge. Diese hormonell bedingte Bereitschaft zur Aggression existiert bereits, wenn wir zur Welt kommen.

Die Übersteigerung dieser Grundgegebenheit zur Gewalt entspringt dem aus den Fugen geratenen Selbstbehauptungstrieb. Und das wird durch das Einwirken der Umwelt hervorgerufen. Das kann durch Armut, durch das Fehlen von Existenzmöglichkeiten  -  zu Revolutionen eskalierend  -  hochschwellen und so Totschlagimpulse großen Stils hervorrufen.
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Aber das ist bei den Gewalttätern unserer Region glücklicherweise nur erst selten das Hintergrundmotiv. Ein gewalttätiger Charakter hierzulande hat in den meisten Fällen die Ursache in den Erlebnissen des Kindes und zwar besonders in der Phase seiner Kindheit, in der die normale Fähigkeit zur Selbstbehauptung ihr Zeitfenster hat und von dem Kind entwicklungsbedingt eingeübt wird.

Dort, in der Zwei- bis Fünfjährigkeit, werden seine Erfahrungen damit in dem sich konstituierenden Gehirn festgeschrieben. Ein Amokläufer z. B. ist ein Mensch, dessen vulkanartiges Aggressionspotential durch Umwelterfahrungen hervorgerufen wurde, die ihn fortlaufend zum Loser machten  -  und ihm damit bei entsprechender Vitalität den Impuls zur Selbstzerstörung wie auch zur rächenden Totalvernichtung seiner Umwelt eingab, da die Aggression in ihm übermächtig geworden war.

„Gewalt erzeugt Gewalt!”, rufen Entwicklungspsychologen deshalb mit Nachdruck den Eltern von Kleinkindern zu: „Gib deinem Kind im Vorschulalter Spielraum, damit es seelisch kraftvoll werden kann, zeige ihm gewiss auch seine Grenzen auf, und übe es darin verständnisvoll und mitfühlend ein, aber ohne ihm in deiner mentalen Übermächtigkeit Gewalt zuzufügen!”

Dass die wild wuchernden Schösslinge der natürlichen Aggression keinen Nährboden finden, das sollte sich eine weise Pädagogik zum Ziel machen.

Deshalb sollte eine einsichtige, kluge Politik den Schwerpunkt darauf legen, der Familie größte Beachtung zu schenken, indem sie ihr gute Lebensbedingungen und weitreichende Lernmittel zur Verfügung stellt; denn daraus nur erwachsen die Bedingungen für eine gesunde Zukunft.


FAMILIE ist weltweit Glücksfaktor Nr. 1

Reader’s Digest Eine weltweite Umfrage der Monatszeitschrift Reader’s Digest ergab, was Menschen wirklich glücklich macht.

Das Traumhaus, die Luxusreise oder das neue Auto können Menschen zwar momentan zufriedenstellen, aber nicht auf Dauer glücklich stimmen. Langfristige Zufriedenheit erreichen Familie, Glaube und Beruf.

In allen Ländern führt die Familie als Spitzenreiter die Zufriedenheitsliste an:

In Ungarn hätten sich 83 Prozent der Befragten für die Familie ausgesprochen, in Deutschland 70 Prozent. Unabhängig von Alter, Geschlecht und Familienstand sei die Familie mit Abstand am häufigsten genannt worden.

Für 32 Prozent der US-Amerikaner spiele der Glaube eine wichtige Rolle auf der Glücksskala. Von den befragten Deutschen hätten 13 Prozent dafür gestimmt, dass der Glaube für ihr Glück unverzichtbar sei. Nur für 8 Prozent der Tschechen und Slowenen sei der Glaube relevant.

Glück im Arbeitsleben fänden in Deutschland nur 8 Prozent, in Polen und Rumänien 12 Prozent. Ungarn und USA rangierten mit 3 Prozent hinten.

Befragt wurden 6800 Bürger in den Ländern Finnland, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Slowenien, Russland, Brasilien und in den USA.


Warum ich jetzt nach fast 30 Jahren aus der CDU austrete

Heidelore Puttkamer, Siegburger Str.17 in 50679 Köln, E-mail: h.puttkamer@web.de
Köln, den 23.5.2014

Kündigung meiner Parteimitgliedschaft nach 29 Jahren

Nach reiflicher Überlegung gebe ich Ihnen hiermit meinen sofortigen Austritt aus der CDU bekannt, noch vor den Wahlen am 25.5.2014.

Aufgrund der seit Jahren rasant zunehmenden Anpassung von CDU-Gremien insbesondere auf Bundes- und Landesebene an zeitgeistgesteuerte Positionen linksorientierter Gruppierungen und Parteien ist mir nicht mehr möglich, die CDU als „meine Partei“ zu akzeptieren.

Während meiner für die CDU-Fraktion 20jährigen Tätigkeit als Sachkundige Bürgerin im Schulausschuss des Rates der Stadt Köln bekam ich u. a. im permanenten schulpolitischen Austausch mit kompetenten Entscheidungsträgern der CDU auf kommunaler und auf Landes-Ebene tiefen Einblick in die vielfältigen Vorstellungen bezüglich sinnvoller Gestaltung von Schule als Grundvoraussetzung sowohl der soliden Bildung des Einzelnen, als auch zugunsten unseres Gemeinwesens.

H. Puttkamer

H. Puttkamer

Inzwischen wurde die CDU-Schulpolitik in NRW offenkundig völlig konturlos und fremdbestimmt:

So wurden durch Herrn Röttgen und Herrn Laumann vor der letzten Landtagswahl mit dem sogenannten Schulfrieden alle Bemühungen zunichte gemacht, die von linksorientierter Seite seit Jahrzehnten zielsicher angestrebte Einheitsschule zu verhindern.

Mithilfe der CDU wird so nach der Zerschlagung der Hauptschule zwangsläufig nach und nach die Einebnung der Realschule folgen und dem entsprechend wird die flächendeckende Einheitsschule de facto übrig bleiben.

Alle Anstrengungen der schulpolitischen Einflussnahme vor Ort, etwa durch Mitarbeit in CDU-Arbeitskreisen oder in diversen Vorständen werden dies nicht verhindern.

Völlig unverantwortlich  -  in einem Kuhhandel (!)  -  hat die CDU in NRW den im Volksbegehren gegen die KOOPERATIVE SCHULE von verantwortungsbewussten Bürgern mit enormer Anstrengung errungenen Erfolg für eine (weltweit anerkannte!) leistungsorientierte Schulbildung unserer Kinder preisgegeben und ist dadurch Mit- Verursacher bereits dato erkennbarer tiefgreifender linksideologischer Veränderungen der gesamten Schullandschaft.

Auch in ihrem sogenannten „Familienprogramm“ ist die CDU zu einer dem Zeitgeist verfallenen Partei mutiert.

Sie liegt mit der Demontage des „traditionellen Familienbegriffs“ inzwischen haargenau auf der Linie der ehemaligen DDR. Mit der Forderung, für Kinder schon ab dem Säuglingsalter möglichst flächendeckend Krabbelstuben und Krippen bereit zu stellen, unterstützt sie aktiv die von Olaf Scholz (SPD) geäußerte Auffassung von der unbedingt anzustrebenen „Lufthoheit über den Kinderbetten“.

Kinderverstaatlichung schon ab dem Säuglingsalter als Ziel der CDU?

Der Weg dazu:
In ihrer Zeit als Familienministerin hoffte Frau von der Leyen, dass „für Mütter und Väter gleichermaßen beruflicher Erfolg und aktive Elternschaft möglich wird“.

Sie bediente sich mit dieser soften Aussage einer sattsam bekannten Strategie: Mütter werden auf diese Weise sanft von ihren KinderDSCN4864_Bn weg gelockt, die Demontage des „traditionellen Familienbegriffs“ kommt in Fahrt.

Sehr anschaulich wurde dies auf einem CDU-Wahlplakat im derzeitigen Wahlkampf: Kinder? Job? Beides! 

Ist erst einmal ein zweites Gehalt verfügbar, wird es zur Selbstverständlichkeit, zumal die Unterbringung schon der Kleinsten vom Staat geregelt wird. Die generelle „Versorgung“ der Kinder durch den Staat ist programmiert, da sie parteiübergreifend gewollt ist.

Die Folge:
In der Welt dieser „neuen Familienpolitik“ werden sich Familien mit einem mittleren Einkommensniveau den „Luxus“ und die Zeit, sich um ihre Kinder selber zu kümmern, nicht mehr leisten können, auch wenn sie es wollen. Ihre Entscheidungs – FREIHEIT bleibt auf der Strecke.

In der FAZ vom 4. April 2012 verdeutlicht der Kinder- und Jugendarzt Dr. Rainer Böhm in seinen detaillierten, sehr sorgfältig belegten Ausführungen über die wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesene äußerst hohe Stress-Belastung von Kindern in außerfamiliärer Unterbringung.

Sein alarmierendes Fazit: „Chronische Stressbelastung ist im Kindesalter die biologische Signatur der Misshandlung. Kleinkinder dauerhaftem Stress auszusetzen, ist unethisch, verstößt gegen Menschenrecht, macht akut und chronisch krank.“

Die Einrichtung von Krippen und Krabbelstuben ist nicht nur eine unmenschliche, sondern auch eine verlorene Investition, sie wird millionenfache Folgekosten nach sich ziehen. SDC12294

Eine weitere Entwicklung in der großen „Volkspartei“ CDU bewegt sich sehr weit weg von den Lebensgrundlagen n o r m a l e r Menschen, zu denen ich mich zähle.

Es ist ein abstruses Phänomen, das meines Wissens leider den meisten in der Verantwortung stehenden Politikern nur äußerst unzureichend bekannt ist.

Es handelt sich um „Gender Mainstreaming“, nicht nur nach meinem Dafürhalten eine Art psycho-sozialer Seuche.

Für die Umsetzung dieser familienzersetzenden, menschenverachtenden Ideologie hat Frau von der Leyen gesorgt durch die Einrichtung des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Berliner Humboldt-Universität, das sogenannte „GenderKompetenzZentrum“. Näheres wird erschütternd deutlich in der Veröffentlichung „Politische Geschlechtsumwandlung“ von Volker Zastrow in der FAZ vom 20.6.2006.

Die Begeisterung Alice Schwarzers dafür, dass „die konservative Familienministerin die rot-grüne Familienpolitik nicht nur fortsetzt, sondern weitertreibt“ teile ich nicht.

In Koalitionsverträgen sowie in der „Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien“ ist „Gender Mainstreaming“ verankert und wird in allen Bereichen strikt beachtet.

Ohne diese Begründungen wären vielleicht einige Mitglieder der CDU, denen ich mich auch zukünftig durchaus verbunden weiß, über meinen Parteiaustritt erstaunt.

Ich behalte mir selbstverständlich vor, diese Erklärung zu verbreiten.

Mit freundlichen Grüßen
Heidelore Puttkamer

 

 


Birgit Kelle ruft zur Verteidigung der freien Meinungsäußerung auf

Das Recht auf Meinungsfreiheit muss heute wieder verteidigt werden. In zahlreichen Themenbereichen haben es relativ kleine Gruppen wie etwa Feministinnen, Vertreter des „Gender-Mainstreaming“ oder der Homosexuellen-Bewegung geschafft, dass abweichende Meinungen vom oft schnell gefundenen „Mainstream“ in der öffentlichen Debatte von vornherein diffamiert werden.  Birgit Kelle swr hochformat

Das kritisierte die katholische Publizistin Birgit Kelle (siehe Foto) bei der Mitgliederversammlung der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA am 14. Mai in Wetzlar. Sie rief Christen auf, gemeinsam ihre Stimme dagegen zu erheben.

In Deutschland existiere Meinungsfreiheit vielfach nur auf dem Papier. Wer etwa das neue Leitbild der „sexuellen Vielfalt“ infrage stelle und für die Ehe von Mann und Frau eintrete, gelte schnell als altmodisch und überholt, obwohl die große Mehrheit der Bevölkerung diese Lebensform lebe.

Statt Sach-Argumenten werden Kritiker verunglimpft

Kritiker der „Homo-Ehe“ würden als „Homo-Hasser“ abqualifiziert. Die Debatte habe eine neue Qualität bekommen, so Kelle: „Wer widerspricht wird nicht mehr sachlich widerlegt, sondern sozial geächtet.“

Ähnliches gelte für andere Themen. Wer etwa für die Nutzung von Atomenergie eintrete oder Kritik an den gängigen Vorstellungen von den Ursachen des Klimawandels übe, gelte als „Leugner“ dieses Phänomens. Wer Probleme mit Ausländern offen anspreche, dem drohe die Faschismus-Keule.

Die Familienmutter und Schriftstellerin sprach zum Thema „Der schmale Grat zwischen Toleranz und Meinungsdiktatur“.  – Kelle hierzu:  „Wir beschneiden unsere eigene Meinungsfreiheit, wenn wir zulassen, dass kleine Gruppen diktieren, was wir zu denken und wie wir zu leben haben.“

IDEA kann Christen mobilisieren

Frau Kelle wurde in den Trägerverein von idea aufgenommen. Sie bezeichnete das evangelikale Wochenmagazin IDEA-Spektrum als eine Publikation, die Christen mobilisieren könne. 

Die 1970 gegründete evangelische Nachrichtenagentur IDEA verbreitet Infos und Meinungen aus der christlichen Welt über Internet, Fernsehen und das Wochenmagazin IDEA-Spektrum in Deutschland und der Schweiz. Vorsitzender des IDEA-Trägervereins ist Pastor Horst Marquardt.

Quelle: http://www.idea.de


Grün-roter “Bildungsplan 2015″: Ministerpräsident Kretschmann hat die Notbremse gezogen

Mathias von Gersdorff

Am 8. April gab Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zusammen mit seinem Kultusminister, Andreas Stoch (SPD), bekannt, er wolle dem Thema „Sexuelle Vielfalt“ im „Bildungsplan 2015“ keine herausragende Rolle mehr einräumen. stuttgart 009a

Das Leitprinzip „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ solle durch die „Leitperspektive Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ ersetzt werden.

FOTO: Mathias v. Gersdorff spricht zu den Teilnehmern der Protest-Demonstration in Stuttgart

Obwohl Kretschmann sich bemühte zu erklären, er sei vor den Protesten gegen den Bildungsplan nicht „eingeknickt“, wurde es von vielen so gewertet. Die Stellungnahme Kretschmanns erfolgte überraschend und wenige Tage nach einer dritten Demonstration in Stuttgart gegen den Bildungsplan.

Zuvor hatten etwa 200.000 Bürger die Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ unterstützt.

Eine abschließende Bewertung von Kretschmanns Schritt ist aber noch schwierig. Grundsätzlich kann man feststellen: „Sexuelle Vielfalt“ ist immer noch im Bildungsplan vorgesehen, eben unter der neuen „Leitperspektive“.

Außerdem entstammt „Vielfalt“ als pädagogischer Begriff der „emanzipatorischen Pädagogik“, die im Zuge der 68er-Revolution entworfen wurde. Insofern könnte nach wie vor ein Bildungsplan mit Inhalten eingeführt werden, die entsprechend der Gender-Theorie konzipiert sind.

Unerwartet breiter Protest gegen den Bildungsplan

Daß Kretschmann eine reine Vertuschungsaktion plant, ist aber auch unwahrscheinlich. Denn die Wahrheit ist: Der Bildungsplan ist in der jetzigen Arbeitsfassung grob mangelhaft und nach Ansicht vieler nicht durchsetzbar. Fotolia_51332901_XS-300x198

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte schon Anfang März empfohlen, das Projekt zu verschieben und das Leitprinzip „Akzeptanz Sexueller Vielfalt“ durch „Anerkennung gesellschaftlicher und kultureller Diversität“ zu ersetzen.

Vor kurzem hat sich auch der Deutsche Lehrerverband kritisch geäußert. Die dritte Demonstration am 5. April erhielt wichtige Grußwörter von der CDU und der FDP und wurde von vielen Bürgerinitiativen unterstützt. Die Gegner waren also durchaus in der Lage, eine breite zivilgesellschaftliche Koalition aufzustellen.

Die Befürworter des Bildungsplanes konnten nichts Vergleichbares vorweisen. Zunehmend vermittelte die grün-rote Landesregierung den Eindruck, sie wolle auf Biegen und Brechen ihren Bildungsplan gegen den Willen der Eltern durchdrücken.

So gesehen war der Schwenk Kretschmanns und Stochs vom 8. April so etwas wie eine Notbremse.

Irgendeine Entscheidung  –  ob für oder gegen die vorliegende Arbeitsfassung  –  mußte bis spätestens Mai fallen. Ansonsten wäre die Einführung des Projektes im Schuljahr 2015/2016 unmöglich geworden.

Erneute Elternrechts-Demonstration Anfang Mai

Ein abschließendes Urteil über Kretschmanns Vorgehen kann aber erst getroffen werden, wenn wir schwarz auf weiß wissen, was nun konkret vorgesehen ist. Daß die Bürger Baden-Württembergs nichts Gutes ahnen, zeigt die Tatsache, daß für Anfang Mai wieder eine Demonstration in Stuttgart geplant ist. DSC03232a

Für den weiteren Verlauf sind die parteipolitischen Interessen im Hinblick auf die Landtagswahl 2016 nicht unerheblich. Hierbei ist interessant festzustellen, daß sich Kultusminister Andreas Stoch zweimal für eine Beibehaltung des Bildungsplanes ausgesprochen hat.

Das erste Mal, als einige Grüne den Vorschlag der GEW unterstützten. Stoch zeigte sich über die Kakophonie empört. Das zweite Mal unmittelbar vor Kretschmanns Treffen am 27. März mit Vertretern des Pietismus und der Evangelikalen: In einem Interview schloß er jegliches Zurückrudern aus.

“Hessische Verhältnisse” befürchtet?

Möglicherweise fürchtet Stoch, daß die Grünen in Baden-Württemberg „hessische Verhältnisse“ herbeiführen wollen. In Wiesbaden kam nämlich eine schwarz-grüne Koalition nur deshalb zustande, weil die Grünen die Schulpolitik mehr oder weniger der CDU überlassen haben.

Der Dogmatismus der hessischen SPD bei den Strukturfragen führte zu einem Scheitern der Koalitionsgespräche mit der CDU. Zwar sind die Grünen von der Gesinnung her linker als die SPD, auch in der Schulpolitik, doch spielt das Thema strategisch für die Partei keine entscheidende Rolle.

Derzeit ist eine Neuauflage der grün-roten Koalition sehr unwahrscheinlich. Möglicherweise sind die Grünen bereit, den Bildungsplan zu verwässern, um die Koalitionsoptionen zu erweitern. frage

Bemerkenswert ist das Wohlwollen der LSBTTIQ-Gruppen in Baden-Württemberg für Kretschmanns Plan. Zwar ist „Sexuelle Vielfalt“ im neuen Konzept nicht definitiv ausgeschlossen, jedoch erheblich verwässert.

Dennoch: Wie das Homosexuellen-Internetportal “Queer” am 8. April berichtete, sicherte Kretschmann den LSBTTIQ-Gruppen am Abend des 7. Aprils zu, ihre Interessen zu berücksichtigen:

„In einem persönlichen Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks LSBTTIQ sicherte der Ministerpräsident am gestrigen Abend die explizite und verbindliche Verankerung der Vielfalt von Geschlecht sowie der Vielfalt sexueller Orientierung im baden-württembergischen Bildungsplan zu“, so Angelika Jäger, Sprecherin des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg, laut „Queer“.

Auch Kultusminister Andreas Stoch hätschelt die LSBTTIQ-Gruppen. Gegenüber der taz erklärte er am 10. April: „Wir haben uns nun in enger Absprache mit den Lesben- und Schwulenverbänden dazu durchgerungen, das Thema in einen größeren Kontext einzubinden.“

Sind also die Ankündigungen vom 8. April also nur ein Täuschungsmanöver?

Man muß noch abwarten. Nur eines ist zum jetzigen Zeitpunkt sicher: Die Gegner des Bildungsplanes müssen weiterhin in Alarmbereitschaft bleiben.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und des Webmagazins “Kultur und Medien online”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


Martin Hohmann empfiehlt die “Christliche Mitte” zur Europawahl

Pressemitteilung der Partei “Christliche Mitte” vom 5.4.2014:

Der aus der CDU ausgeschlossene ehem. Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann (siehe Foto) befürwortet zur Europawahl die Christliche Mitte. Hohmann_start_portrait3

In einer im CM-Kurier veröffentlichten Erklärung schreibt der frühere Parlamentarier aus dem Wahlkreis Fulda:

“Die CM verdient die Bezeichnung “christlich” ohne Wenn und Aber. So tritt die CM mit großem nachdrück für den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod ein. Diesen Kernpunkt der christlichen Botschaft haben andere Parteien längst der Anpassung an den Zeitgeist geopfert. Bei ihnen ist zwar noch von einem “christlichen Menschenbild” die Rede. Klare Konsequenzen werden daraus aber nicht gezogen.”

Zugleich betont Hohmann die Bedeutung der Familie, “sorgt sie doch für die Zukunft unseres Volkes”. Er bekräftigt, bei der CM könne man sicher sein: “Wo christlich draufsteht, ist auch christlich drin.”

Webseite von Martin Hohmann: http://www.martinhohmann.de/  - und der CM: http://www.christliche-mitte.de/index.php?option=com_content&view=article&id=12&Itemid=26

 

 

 

 

 


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