Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund), das Gebet und der christliche Glaube

Star-Trainer Jürgen Klopp erreichte mit seiner Borussia Dortmund das Champions-League-Finale.  Der 45-Jährige spricht seit Jahren offen über seinen Gottesglauben und die Bedeutung des Betens für ihn selber.

Das Christentum bezeichnet er als “moralischen Leitfaden”.  – Das tägliche Gebet sei fester Bestandteil seines Lebens:

“Auch wenn ich manchmal tagsüber so viel zu tun habe, dass ich beim Abendgebet einschlafe: Auf alle Fälle beende ich jeden Tag mit einem Gebet. Grundsätzlich gibt es in meinem Leben unglaublich viele Gründe, mich im Minutentakt bei Gott zu bedanken. Aber auch in Phasen, in denen es mir nicht immer so gut ging, war mein Glaube gleich stark.” -  So etwa auch, als er mit Mainz 05 den Abstieg in die 2. Bundesliga hinnehmen musste.

Der Kult-Trainer Klopp erklärt zudem:

“Not lehrt beten, heisst es im Volksmund. Und so leben und planen wir oft vor uns hin, ohne uns Gedanken über Gott und die Welt zu machen, bis irgendwann der grosse Knall kommt und wir merken, dass wir es alleine nicht packen. Aber es braucht schon diesen Blick ‘nach oben’, um aus der Mühle, in der wir oft leben, auszubrechen. Um sich über eine Kleinigkeit zu freuen, obwohl man gerade eine ätzende und unnötige Heimniederlage kassiert hat. Um zu kapieren, was im Leben wirklich wertvoll ist.”

Autor: Daniel Gerber  /  Quelle: http://www.jesus.ch/themen/leben/sport/237099-so_gott_will_kommen_wir_ins_finale.html


Antikes Mariengebet aus frühchristlicher Zeit

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“Tatort”-Schauspielerin Christine Urspruch will die christliche Botschaft an ihre Tochter weitergeben

In der Münsteraner “Tatort”-Krimiserie spielt Christine Urspruch als Rechtsmedizinerin “Alberich” die kongeniale Partnerin von Jan-Josef Liefers.

In einem Interview mit dem katholischen “Bonifatiusblatt” sprach die Schauspielerin über den christlichen Glauben, der ihr inneren Halt gibt: “Vor allem die Nächstenliebe, die Form von Gerechtigkeit, dass man sehr achtsam miteinander umgeht. Das schenkt mir Kraft.”

Auch das Gebet könne ein großer Trost sein und biete die Vhance, innezuhalten: “Der Glaube gibt Zuversicht, wenn man nicht mehr weiter weiss.”

Sie selbst sei vom Glauben ihrer Grossmutter geprägt worden, bei der sie alles habe nachfragen dürfen: “Oma erzählte mir die biblischen Geschichten.”

Dadurch und durch den Besuch der Gottesdienste habe der Glaube stets zur familiären Gegenwart gehört. Dies wolle sie an ihre Tochter weitergeben: “Mir ist es wichtig, dass meine Tochter getauft ist, nicht, weil man das so macht, sondern ich wollte sie auf diese Weise ganz bewusst im Leben ankommen lassen.”  -  Deren Geburt habe auch dazu geführt, sich selbst nicht mehr so wichtig zu nehmen.

An der heutigen Gesellschaft bemängelt sie, dass Kinder viel zu oft allein gelassen würden, obwohl sie Aufmerksamkeit und Aufgaben bräuchten, die sie fürs Leben stärken.

Quelle: Medienmagazin PRO /Bonifatiusblatt


Gebet für die Priester: “HERR, laß sie das Salz der Erde sein!”

Von Papst Pius XII.

Jesus, Guter Hirte, du bist gekommen,
um zu suchen und selig zu machen, was verloren war.
Du hast das Priestertum der Kirche gestiftet,
das dein Werk für alle Zeiten fortsetzen soll.    DSC_0517
Wir flehen inständig zu dir:
Sende Arbeiter in deinen Weinberg,
sende würdige Priester in deine heilige Kirche.
Gib, daß alle, die du von Ewigkeit her
zu deinem Dienste erwählt hast, deinem Rufe folgen,
dass aber kein Unberufener
sich in dein Heiligtum dränge.
Stärke alle Priester in ihrem schweren Beruf,
segne ihre Mühen und Arbeiten. 
Laß sie das Salz der Erde sein,   frater lukas_2
das alle Verderbnis verhütet,
das Licht der Welt, das allen Gläubigen
in Wort und Beispiel voranleuchtet.
Schenke ihnen Weisheit, Geduld und Festigkeit,
damit sie deine Ehre fördern,
dein Reich in den Herzen der Menschen ausbreiten
und die ihnen anvertrauten Seelen zum ewigen Leben führen.
Amen.

Wortgottesfeier statt Sonntagsmesse – ein Armutszeugnis für Kirche und Gemeinde

Aus dem Newsletter des Weblogs “Demut jetzt”:

Zu den Phänomenen der heutigen Kirche gehört es, die so genannten Wortgottesfeier mit Kommunion auch an Sonntagen als Lösung des Priestermangels zu verkaufen. In dieser Form des Gottesdienstes liegt sicherlich ein großer Reiz:

Zum ersten für die Gemeinde, die in ihrer alten Struktur fortbestehen kann, zum zweiten für die Laien in der Gemeindeleitung, die auf diese Weise ihren Status heben können, zum dritten für die Priester, die nicht von Messe zu Messe hetzen müssen. Und das sind auch alles durchaus Gründe, die man gut finden kann. Aber ich will hier mal ehrlich sein:

Ich finde diese Gottesdienste ein Armutszeugnis!

Ein Armutszeugnis für die Kirche, dass sie nicht in der Lage ist, mehr Priesterberufungen zu aktivieren. Sicherlich, die Zeiten sind schwieriger geworden und heute ist das alles nicht mehr so leicht mit dem Priestersein und dem Priestererziehen.

Aber dann muss man halt auch mal bisschen mehr ranklotzen. Die Gemeinden des Urchristentums haben bei wichtigen Gelegenheiten gefastet und gebetet, wie aus der Apostelgeschichte hervorgeht. Und Priesterberufungen sind doch wohl wichtig. Gerade die Bischöfe und Priester sollten sowohl nach dem Vorbild der Urgemeinde als auch unter Nutzung der modernen und zwischenmenschlichen Mittel ihr Möglichstes tun, dem Mangel Abhilfe zu schaffen. Aber auch die Laien können einen Beitrag dazu leisten. Passiert da was? Oft nur wenig.

Ein Armutszeugnis ist es auch für die Gemeinden. Denn heutzutage nehmen die meisten Menschen doch endlos Kilometer auf sich, um zum Arbeitsplatz zu kommen. Ich selber pendle, günstigstenfalls, eine gute Stunde bis zur Uni  -  ein Weg. Aber am Sonntag ist man nicht in der Lage,eine Kirche zu erreichen, die mehr als 10 Min weit weg ist.

Was’n das für eine Einstellung zur Hl. Messe und auch zum Sonntag? Natürlich gibt es auch Menschen, die nicht so mobil sind. Gerade viele Alte können halt nicht mehr mit dem Auto fahren. Aber wenn die Gemeinden alle so toll und wichtig sind, sollten sie diesen Menschen doch wohl auch helfen können.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/04/armutszeugnis.html


Gemeinsam betende Päpste: “Ein Bild für den Himmel”

Wir alle waren tief bewegt von jenen Bildern, die uns aus Castel Gandolfo erreichten, als Papst Franziskus und Benedikt XVI. einander trafen und gemeinsam beteten. Ein Bild für den Himmel. WOW

Besonders häufig wurde auf jene Szene in der Kapelle abgehoben, in der Papst Franziskus nicht den Ehrenplatz einnahm, der ihm als Papst zukommt, sondern sich zusammen mit seinem “Bruder” Benedikt in die Bank setzte.

Darin sehen die Beobachter vollkommen zu Recht ein Zeichen der tiefen Demut und Bescheidenheit, die den Hl. Vater auszeichnet und die sich in eine ganze Serie von Gesten einreiht.

Eine weitere Geste möchte ich jedoch auch betrachten, die, weil sie scheinbar so selbstverständlich ist, oft vergessen wird: Benedikt wollte, dass Franziskus den Ehrenplatz nimmt. Er scheint sogar ziemlich nachdrücklich darauf bestanden zu haben, wenn man sieht, wie der alte Mann richtig Tempo aufnimmt, um seinen Nachfolger auf den Stuhl hinzuweisen.

Auch diese Handlung Benedikts steht in einer ganzen Serie von Gesten, die er im Laufe seines Pontifikats gesetzt hat und die nachdrücklich das beweist, was die Papst-Fans immer gehofft, die Papst-Kritiker immer bezweifelt haben: 

Benedikt ging es bei aller Pracht der Riten und Zeremonien nie um sich und seine persönliche Eitelkeit. Wenn dem so gewesen wäre, hätte er den Weg seines Nachfolgers einfach hingenommen und sich neben ihn gesetzt nach dem Motto: Ich war ja auch mal Papst, passt schon.   -  Nein. Er möchte dem Papstamt jenen Vorrang lassen und geben, der diesem zukommt, auch wenn es nicht mehr ihm zukommt.

Er weist mit dieser kleinen Geste auf den Geist hin, in dem Macht und Pracht der Päpste inszeniert werden. Damit gibt der alte Lehrer uns eine letzte Lektion in einem gelebten Beispiel, Bescheidenheit und Größe gemeinsam zu denken und zu leben.

Wenn es das letzte war, was wir von Benedikt vor seinem Tod gehört und gesehen haben, war es ein guter Abschluss.

Quelle (Text/Foto): http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/03/demut-mal-2.html


Für Familie und Gottes Gesetz: Kardinal Bergoglio (Papst Franziskus) contra “Homo-Ehe” in Argentinien

Der Erzbischof von Buenos Aires und heutige Papst hat sich im Sommer 2010 mit der argentinischen Regierung angelegt, weil sie die homosexuelle “Ehe” einführen wollte (was auch geschah). Die Bischöfe des Landes erhoben scharfen Protest gegen diesen staatlichen Angriff auf die naturgemäße Ehe und die Schöpfungsordnung Gottes.

Kardinal Bergoglio hat sich damals brieflich gleichsam an seine “stärksten Verbündeten” gewandt, die Schwestern des Karmel-Ordens, um deren “Gebet und Opfer” er eindringlich bat. 

Hier folgt das Schreiben von Kardinal Bergoglio:

Liebe Schwestern,   ich schreibe diese Zeilen an jede von euch in den vier Klöstern, die in der Erzdiözese von Buenos Aires liegen. Die Menschen in Argentinien werden in den kommenden Wochen vor eine Entscheidung gestellt, deren Ausgang möglicherweise ernsthaft die Familie als solche verletzen wird. media-374460-2

Es ist der Entwurf eines Gesetzes über die Ehe von Personen des gleichen Geschlechts. Hier steht die Identität und das Überleben der Familie  – Vater, Mutter und Kinder  -  auf dem Spiel.

Auf dem Spiel steht die Lebensentwicklung vieler Kinder, die schon zu Beginn ihres Lebensweges durch die Vorenthaltung der menschlichen Reifung diskriminiert werden, von der Gott wollte, daß sie zusammen mit Vater und Mutter geschieht. Auf dem Spiel steht die Abwendung vom Gesetzes Gottes, das in unsere Herzen eingeschrieben ist. (…)

“Der Neid des Teufels will das Bild Gottes zerstören”

Auch hier ist es der Neid des Teufels, der durch die Sünde in die Welt kam, der geschickt versucht, das Bild Gottes zu zerstören: Mann und Frau, die beauftragt sind, zu wachsen, sich zu vermehren und sich die Erde untertan zu machen.

Laßt uns nicht naiv sein. Dies ist nicht nur eine politische Auseinandersetzung.

Es ist ein dem Plan Gottes feindliches Vorhaben. Es ist nicht lediglich eine „Gesetzesvorlage“ (dies ist nur das Instrument), sondern eine “Bewegung” des Vaters der Lüge, der die Kinder Gottes zu verwirren und zu täuschen sucht. Jesus versprach uns, den Geist der Wahrheit zu senden, um uns gegen die lügnerischen Ankläger zu verteidigen.

Gemälde: Evita Gründler

Gemälde: E.Gründler

Heute ist das Vaterland in dieser Situation. Es braucht die Hilfe des Heiligen Geistes, um das Licht der Wahrheit in die Mitte der Finsternis des Irrtums zu bringen. Es braucht diesen Beistand, um uns dem Bann der vielen Sophismen zu entwinden, mit denen man dieses Projekt zu rechtfertigen versuchen, ein Gesetz, das auch Menschen guten Willen verwirrt und täuscht.

“Gebet und Opfer sind unbesiegbare Waffen”

Aus diesem Grund wende ich mich an Sie und bitte um Ihr Gebet und Opfer  –  die beiden unbesiegbare Waffen, wie die hl. Theresia sie nannte.

Schreien Sie zu Gott, er möge den Senatoren, die ihre Stimme abzugeben haben, seinen Heiligen Geist senden. Daß die Senatoren es nicht tun, bewegt durch Irrtum oder die politischen Umstände, sondern gemäß dem Naturrecht und dem göttlichen Gesetz. Beten Sie für die Senatoren und ihre Familien. Daß der HERR sie aufsuche, sie stärke und aufrichte. Beten Sie, daß sie das größte Gut für das Vaterland vollbringen.

Der Gesetzesentwurf wird im Senat nach dem 13. Juli erörtert werden. Schauen Sie auf den hl. Joseph, die Gottesmutter und das göttliche Kind und beten sie inständig, die Heilige Familie möge in diesen Zeiten die argentinische Familie verteidigen.

Erinnern wir uns, was Gott selbst zu seinem Volk sagte in einer Zeit großer Angst: “Dieser Krieg ist nicht eurer, sondern Gottes Krieg.”  – Möge uns die heilige Familie in diesem Krieg Gottes beistehen, verteidigen und begleiten.

Vielen Dank für das, was Sie in diesem Kampf für das Vaterland tun. Und ich bitte Sie, beten Sie auch für mich. Möge Jesus Sie segnen und die heilige Jungfrau Sie beschützen.”

Quelle und Übersetzung durch das kath. CIVITAS-Institut: http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1102:argentinien-braucht-unser-gebet&catid=1:neuestes&Itemid=33


VATIKAN: Durch das Gebet der Gläubigen ist die Papstwahl “in gewissem Sinn eine Handlung der ganzen Kirche”

Lasset uns beten:

Ewiger Gott, du bist der Hirte,
der seine Herde beschützt
und durch die Zeiten führt.

Gib der Kirche einen Papst,
dessen heiliges Leben dir gefällt
und dessen Hirtensorge deinem Volk
den rechten Weg weist. Amen.

Liturgisches Tagesgebet aus der Votivmesse “Pro eligendo Papa”  (für den zu wählenden Papst) aus dem Römischen Messbuch.

Aus der Apostolischen Konstitution “Universi Dominici Gregis“ (84) über die Papstwahl:

”Während der Sedisvakanz und ganz besonders während der Zeitdauer, in der
die Wahl des Nachfolgers Petri erfolgt, ist die Kirche in ganz besonderer Weise
mit den Hirten und vor allem mit den Kardinälen, die den Papst wählen, verbunden
und erfleht von Gott den neuen Papst als Geschenk seiner Güte und Vorsehung.

Deshalb muss die Gesamtkirche nach dem Beispiel der christlichen Urgemeinde,
von der die Apostelgeschichte (vgl. 1,14) spricht, mit Maria, der Mutter Jesu,
geistig vereint einmütig im Gebet verharren; so wird die Wahl des neuen Papstes
kein vom Volk Gottes isoliertes Geschehen sein, das ausschließlich das Wahlkollegium
betrifft, sondern in gewissem Sinn eine Handlung der ganzen Kirche.“

Hier gibt es zudem eine gute und originelle Gebets-Initiative Adoptiere” einen Kardinal unter http://www.adoptacardinal.org/


Die Holzfigur – das besondere Geschenk zum Wiegenfest des Vaters

Von Reinhold Ortner

“Papi, ich mache dir zum Geburtstag ein besonderes Geschenk!”  -  Mit dieser Ankündigung unterbricht mein fünfjähriger Sohn die abendliche Zeitungslektüre.

“Aber es ist noch geheim!” – “Da bin ich aber gespannt!” erwidere ich. – “Du wirst dich freuen”, sagt er schon halb abgewandt und verschwindet in seinem Schlafzimmer.

“Welche Überraschung hat er denn vor?” frage ich meine Frau. – “Es ist zwar noch ein strenges Geheimnis, aber es wird dir doch nicht verborgen bleiben: Er schnitzt dir eine Holzfigur.” – “Mit seinem Taschenmesser, das ich ihm schenkte?” – “Ja, und aus einem Stück Haselnuss-Ast.”  ????????

Die Tage vergehen. Einmal kann  ich meinen kleinen Sohn durch Zufall beobachten, wie er an seinem “Werk” arbeitet. Konzentriert, mit vor Anstrengung rotem Gesicht. Seine des Schnitzens unkundigen Hände mühen sich ab, dem Holz Form und Figur abzuringen.

Mein Geburtstag ist da. Unter meinen Geschenken liegt ein geheimnisvoll eingewickeltes Etwas. Ich packe es als erstes aus. Ich habe die Holzfigur in Händen. Der Kopf ist erkennbar, der Rumpf, andeutungsweise die Beine und Arme. Und mit buntem Filzstift sind Augen, Mund und Nase aufgemalt. Es ist zweifellos nicht das Werk eines Michelangelos.

Mit einem Gemisch aus Erwartung, Stolz über das Vollbrachte, aber auch im Bewusstsein der “Unvollkommenheit” seines künstlerischen Produkts sieht mich mein Sohn an. “Das bin ich, Papi. Und es ist mein Geschenk für dich”, kommt es mehr zaghaft als selbstbewusst aus seinem Mund.

Ich denke daran, wie er sich abgemüht hat, wie er sich vorgestellt hat, ein “Kunstwerk” zu schaffen, und wie hinter all dem die Liebe zu seinem Vater stand, dem er eine Freude bereiten wollte. Da verblassen plötzlich alle Skulpturen Michelangelos hinter dieser Holzfigur, und ich schließe meinen kleinen Sohn voll Liebe und Freude in die Arme.

*

“Lieber Vater im Himmel, ist nicht mein Leben auch eine solche Holzfigur, an der ich Tag für Tag ‘schnitze’, um sie Dir eines Tages zu schenken? Da ist mein Wille, ein vollendetes Werk daraus zu machen, indem ich zeitlebens an mir arbeite. Doch wie ungeschickt, schwach und oft hilflos stelle ich mich dabei an.

So vieles missglückt, sieht nicht gut aus oder bleibt unvollendet. Manchmal bin ich verzagt und drohe den Mut zu verlieren. Und da möchte ich die “Holzfigur”, die mein Leben darstellt, am liebsten verstecken. Denn ich stelle fest, dass mein Leben allem Anschein nach kein Kunstwerk wird. Doch dann fasse ich immer wieder Mut und arbeite weiter an mir. Das Vertrauen darauf, dass du mir ins Herz siehst, gibt mir neue Kraft. 30037_Ortner_Liebe_schenken_bezug.indd

Herr, du kennst meine Unvollkommenheit besser als ich selbst. Du siehst mein Bemühen, meinen guten Willen, meine immer neuen Ansätze. Du weißt, dass es oft nicht gelingt, dir meine Liebe und Dankbarkeit besser zum Ausdruck zu bringen.

So werde ich am Abend meines Erdendaseins zaghaft vor Dir stehen und Dir mein Leben als Geschenk mitbringen. Ich werde im Bewusstsein der sichtbaren Mängel dieses meines ‘selbstgeschnitzten’ Lebensbildes sagen: ‘Das bin ich, Vater!’  – Und während ich es in Deine Hände lege, bin ich voll Hoffnung und Vertrauen, dass Du nicht die Unvollkommenheit des äußeren Erscheinungsbildes wertest, sondern alle gute Absicht, jeden neuen Ansatz und alle Liebe, die dahinterstehen.”

Prof. Dr. Reinhold Ortner ist katholischer Pädagoge und Publizist; zuletzt erschien sein fundiertes und praxisnahes Erziehungsbuch LIEBE schenken (siehe Foto) im Media-Maria-Verlag


Die Liebe ist eine Dienerin der Wahrheit und Gerechtigkeit

Von Dr. Hans Penner

Manche Christen betrachten es als lieblos, wenn man die Fehlentscheidungen von Politikern und anderen Verantwortungsträgern öffentlich anprangert. Hier muß die Frage gestellt werden, ob Konfliktvermeidung um den Preis der Wahrheit der christlichen Ethik entspricht.

Ein alter Rechtsgrundsatz lautet: Quis tacet consentire videtur  -  Wer schweigt, scheint zuzustimmen. Wer zum Unrecht schweigt, fördert es. 

Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Der Gott Israels, dem die Christen dienen, ist der Gott der Gerechtigkeit. Gebete sind dann echt, wenn man das Eigene zu ihrer Erfüllung beiträgt. Betet man darum, daß Gottes Wille nicht nur im Himmel, sondern auch in Deutschland geschehen möge, muß man sich für die Erfüllung dieses Gebetes engagieren.

Dr. John C. Whitcomb hat in einem kurzen Artikel die Bedeutung der Wahrheit als Merkmal echter Liebe herausgestellt: “Dies ist der entscheidende Test der Liebe – sind wir der WAHRHEIT gehorsam? Die Liebe ist die Dienerin der WAHRHEIT”.

Was ist Liebe?

“Lieben heißt, dem andern leben helfen” lautet ein Buchtitel von Dr. Ludwig Rott (Bibelschule Wiedenest). Vordringlich ist, seine Mitmenschen vor Schaden und Gefahr zu bewahren, soweit dies möglich ist. 

Man möge beispielsweise an jene Haushalte denken, denen die Stromzufuhr gesperrt wird, weil sie die Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. Verursacht ist dieser Schaden, unter dem viele Menschen leiden, durch die verkehrte Energiepolitik der Frau Merkel. Wie kann man dazu schweigen?

Ist es Liebe, Frau Merkel freundliche Komplimente zu machen oder ist es Liebe, zumindest zu versuchen, der Bundeskanzlerin die Augen zu öffnen für den Schaden, den sie ihren Mitmenschen zufügt?

Das Kostbarste ist das Evangelium. Ist das Liebe, wenn der Ratsvorsitzende der EKD verbietet, den Juden das Evangelium von ihrem Messias Jesus zu bringen? Ist es Liebe, wie unser Staatsoberhaupt mit seiner Ehefrau umgeht, der er lebenslange Treue versprochen hat?

In seiner Gründungsansprache zitierte unser erster Bundespräsident Theodor Heuß die Bibel: “Gerechtigkeit erhöht ein Volk”. 

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten


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