Streit ums Rindfleisch: US-Bürgermeister vertreibt Öko-Metzger – Präsident Putin verbietet McDonald’s-Burger

Von Dr. med. Edith Breburda

In den Vereinigten Staaten ist es eine Seltenheit, Gras-gefüttertes Rindfleisch beim Metzger zu finden. Im US-Bundestaat Wisconsin gibt es nur einen einzigen Metzger, der sein eigenes organisches Schlachthaus hat und Tiere der Umgebung “verarbeitet“. Dr. Breburda

Seit 7 Jahren betreibt er sein Geschäft, welches gut  floriert. Er versendet sein Fleisch in die ganze USA.

So kam es, dass er immer mehr schlachtete, was die Anwohner in dem kleinen Dorf Black Earth, etwa 20 km von der Hauptstadt Madison entfernt, ärgerte.

Der Bürgermeister klagte gegen den Metzger. Dieser bot verschiedene Lösungen an, jedoch wurden sie alle vor Gericht abgewiesen. Der Metzger muss sein Geschäft schließen.

Einige Anwohner, die sich über den Viehverkehr und den Geruch beschwert haben, wollen den Metzger aus dem Dorf vertreiben. Sein Geschäft steht vor dem Aus. In ein paar Tagen, Ende Juli 2014, muss er den Laden für immer dichtmachen. Die einzige Lösung wäre, dass der Bürgermeister die Klage zurückzieht.

Vor ein paar Tagen konnte man im Wisconsin State Journal einen Bericht der BBC-News über Umweltbelastung durch Rindfleischproduktion lesen.

Wissenschaftler denken vor allem an den Treibhauseffekt aufgrund der Methangasausscheidung und die hohen Nitratgehalte, die sie dieser Tierhaltung zuschreiben. Kraftfuttter

Jetzt fanden sie heraus, dass Mastrinder 28 mal mehr Landfläche und 11 mal mehr Wasser zur Fleischerzeugung benötigen als Schweine oder Geflügel. 

Die National Academy of Science schlägt deshalb vor, weniger Hamburger zu essen. Vielleicht sieht sich der Bürgermeister von Black Earth durch diesen Bericht in seiner Klage gegen den Metzger seines kleinen Dorfes im Mittleren Westen der USA bestätigt.

Factory Farming oder gesundes Fleisch?

Für Leute, die mit der modernen Massentierhaltung in den USA und dem Modell des Factory Farming nicht einverstanden sind, ist die Schließung der Metzgerei unbegreiflich. Mediziner weisen immer wieder auf die gesundheitlichen Vorzüge von grasgefüttertem Rindfleisch hin.

Der Trend zu diesem Nahrungsmittel nimmt zu. Selbst der Zeitungskolumnist Mark Morford vom San FranciKuh KZ6sco Chronicle, ein ehemaliger Vegetarier, isst nur das Fleisch von grasgefütterten Rindern. Er will gar nicht an die Grausamkeiten der Tierhaltung denken, über die man so oft hört. Zum Beispiel an eine Mast von Tausenden von Rindern mit Sojaschrot, mitten in der Wüste von Arizona (siehe die beiden breitformatigen Fotos).

Solche Einrichtungen werden auch als “Kuh-KZs” bezeichnet.

Rinder: Gras statt Getreide

Rindermägen sind nun einmal in der Lage, Gras zu verwerten. Rinder in enge Buchten zusammenzupferchen und mit Mais, Soja oder Getreide zu füttern, entspricht überhaupt nicht ihrer Physiologie. Das Sojamehl ist meist genmanipulierte Importware aus Argentinien oder Brasilien. Um es herzustellen, werden Indianer von ihrem Land vertrieben und Unmengen an Wasser und chemischen Spritzmitteln verwendet.

Aber so weit muss man gar nicht gehen, wenn man herausfinden will, welche Tierhaltung artgerechter ist. Eine Studie aus der ehemaligen Sowjetunion zeigt, dass die Fleischproduktion ökonomische Probleme mit sich brachte, weil die Rinder dreimal soviel Getreide konsumierten als die Menschen.GC vernichten wir uns

Getreidefütterung führt in Rindermägen dazu, dass bis zu 25% unverdaut wieder ausgeschieden werden. Frances Moore Lappe schrieb in ihrem Buch: “Diet for a small Planet”, dass in den USA 16 Pfund Soja und Getreide gefüttert werden müssen, um daraus ein Pfund Rindfleisch zu produzieren.

BILD: Neuerscheinung “Totale Chemisierung” von Dr. Edith Breburda

Es liegen Berechnungen vor, dass die an das Vieh verfütterten Mengen an Getreide und Hülsenfrüchten reichen würden, um 3 Milliarden Menschen zu ernähren.

Rinder werden nicht ohne Grund als Nahrungskonkurrenten des Menschen angesehen.

E-Coli, Antibiotika und Genfutter

Intensive Tierhaltung hat gesundheitliche Folgen für das Tier. Kühe verfügen mit ihren vier Mägen, dem Pansen, Netzmagen, Blättermagen und Labmagen über die optimale Kondition, Gras zu verdauen. Der Pansensack kann bis zu 60 Kilogramm Futter aufnehmen. Bakterien und Einzeller produzieren Säuren, die schwerverdauliche Pflanzenmassen aufschließen. Durch das Wiederkauen gelangt  alkalischer Speichel in den Pansen, um einen pH-Wert von ca. 6,5 zu erreichen.

Früher wurde eine Kuh mit einem Alter von 4 – 5 Jahren geschlachtet. Heute liegt in den USA das Schachtalter bei 14 – 15 Monaten. Man muss also die Ernährung der Tiere so gestalten, dass sie sehr schnell an Gewicht zunehmen. Das heißt: sie benötigen enorm viel Getreide, Soja-Eiweiß, Antibiotika und Wachstumshormone. Unter rein ökonomischen Gesichtspunkt macht diese Art der Tiermast einen Sinn.

Tiere, die mit Getreide gefüttert werden, hören jedoch auf wiederzukauen. Ihr Pansen ist übersäuert, die Tiere hören auf zu fressen, keuchen und geben viel Speichel ab.

Mögliche fatale Folgen der Getreidefütterung

Die Rinder können Durchfall bekommen, Geschwüre, Lebererkrankungen, ihr Immunsystem wird geschwächt und am Ende sterben sie. Ihr Verdauungsapparat wird durch die vorhandene Übersäuerung empfänglicher für das Wachstum bestimmter pathogener Keime, wie z.B. den tödlichen Keim der Escherichia coli 0157:H7 Bakterien. Kuhkz

Ein nicht vollständig erhitzter Hamburger könnte uns damit einen Krankenhausaufenthalt bescheren.

Zeitungen berichteten am 25. Juli 2014, dass Russland Hamburgers in allen 356 McDonald’s Restaurants wegen gesundheitsgefährdenden Qualitätsmängeln verbieten will.

Methangase, die über das Wiederkauen abgegeben werden, bleiben bei Getreide- und Sojabohnenfütterung im Pansen und am Ende gasen die Tiere auf. So beschreibt es der Autor Michael Pollan in seinem Buch. Auch für uns Endverbraucher sei solch ein Fleisch gesundheitsschädlich, fährt Pollan fort.

Der einzige Weg, um diese Mast zu betreibe,n besteht in einer Beifütterung von Antibiotika. Ohne sie geht es eigentlich gar nicht mehr. Aber dieses führt wieder zu einer Antibiotika-Resistenz, die wir Menschen zu spüren bekommen. Heute redet fast jeder von “superbugs”, den Superbazillen, die wir selber zu verantworten haben und die eine medizinische Behandlung mit Antibiotika erschweren.

Gesundes Fleisch nicht mehr gewöhnt

Die Welt kann man mit grasgefütterten Rindern nicht ernähren. Auch wenn das Fleisch mehr Omega 3-Fettsäuren erhält, reicher an Vitamin E ist und einen höheren Anteil an konjugierten Linolsäuren enthält, was die Krebserkrankungsrate mindert.

Der Muskelanteil der frei herumlaufenden Tiere übertrifft den Fettgehalt im Fleisch bei dieser Tierhaltung.Kuhbad

Viele Amerikaner lieben jedoch die Marmorierung des Fleisch-Fettanteils, die durch eine Mast auf engem Raum entsteht. Sie sind es nicht mehr gewohnt, Gras- gefüttertes Fleisch zu konsumieren, weil es ihnen schlußendlich gar nicht schmeckt.

Umwelt leidet in beiden Fällen

Die Annahme, dass grasgefüttertes Rindfleisch umweltfreundlicher erzeugt wird, wurde in Brasilien widerlegt, weil Weidetiere Methan erzeugen. Zudem wachsen die Tiere langsamer und somit hält die Methan-Emission länger an.

Aber was macht man mit dem Dung und der Gülle der Tiere, die beim factory farming in viel größeren Mengen auftreten, weil man hierbei viel mehr Tiere auf engstem Raum hält?

Die Umwelt leidet unter beiden Arten der Tierhaltung. Einen Ausweg sieht auch der Autor Robbins darin, ganz einfach weniger Rindfleisch zu essen, egal, wie es gehalten wurde. Grassfed-Beef scheint sowieso nur etwas für Konsumenten zu sein, die sich die teuren Preise des so erzeugten Fleisches leisten können (Robbins J. The truth about grassfed Beef, 19. Dez. 2012).

Unverständlich bleibt, dass man die einzige Metzgerei in Wisconsin, die eine Nische in der Vermarktung von grasgefüttertem Rindfleisch und Fleisch aus lokalen Betrieben erschlossen hat, nun daran hindert, weiterhin zu schlachten. Denn Schlachthäuser im herkömmlichen Sinn wie bei uns in Deutschland, zu denen die Bauern ihre Tiere bringen, gibt es in den USA schon lange nicht mehr.

Unsere Autorin Dr. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin); von ihr stammen auch die Fotos in diesem Artikel.
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Hier Infos über ihre jüngste Neuerscheinung: http://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/
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 Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

 


CDU-Politikerin fordert mehr Information und Transparenz bei Homöopathie

Eklige “Inhaltsstoffe” oft nicht bekannt

Wie die “Rhein-Zeitung” vom 19. März berichtet,  dringt die verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion darauf, daß die Inhaltsstoffe homöopathischer Mittel künftig auch in Deutsch auf der Verpackung angegeben werden müssen. “Die lateinischen Begriffe sind vom Laien nicht zu verstehen”, argumentiert Mechthild Heil. Wasser-008-2-4-2

Auch bei anderen Produkten will sie erreichen, daß die Bürger besser informiert werden.

Die CDU-Politikerin sieht Regelungsbedarf, weil sich in homöopathischen Mitteln teils abenteuerliche Inhaltsstoffe fänden: Kakerlaken, Kellerasseln, Krötengift oder faules Rindfleisch. Der Verbraucher müsste verständlich darüber informiert werden, was er zu sich nimmt. 

Zudem hält die christdemokratische Bundestagsabgeordnete ein öffentliches Register für Heilpraktiker für notwendig.

Auch beim Deutschen Konsumentenbund, eine Interessenvertretung für Verbraucherschutz, hält man eine bessere Kennzeichnung homöopathischer Mittel für geboten. “Ein Verbraucher wird vielleicht darüber nachdenken, ob ihm ein Stück Berliner Mauer in einer Arznei tatsächlich bei der Überwindung von Beziehungsproblemen helfen kann. Der Verbraucher muss eine informierte Entscheidung treffen können”, fordert Guido Bockamp.

Quelle: http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Mechthild-Heil-Mehr-Transparenz-bei-homoeopathischen-Mitteln-_arid,1125122.html

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Psychoanalyse durch wissenschaftliche Studien widerlegt: Religion schützt die Psyche

Der Glaube schützt die Psyche. Religiöse Menschen sind beispielsweise weniger anfällig für Depressionen, selbst wenn sie erblich belastet sind. Das geht aus aktuellen medizinischen Studien, etwa an der New Yorker Columbia-Universität, hervor. PAX

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, werden damit frühere Thesen von Psychiatern widerlegt, die  –  beeinflußt von der Psychoanalyse  –  die Religion lange Zeit als eine Ursache von Neurosen (seelischem Zwangsverhalten) ansahen.

Inzwischen gebe es aber eine große Zahl von Untersuchungen, die gläubigen Menschen eine besonders robuste Psyche attestierten. Sie besäßen beispielsweise ein eher ausgeprägtes Selbstwertgefühl, während die landläufige Vermutung bestimmten Glaubensrichtungen eher das Schüren von massiven Schuldgefühlen unterstelle, die das Selbstbild demolieren.

Rund 80 Prozent dieser Studien bezögen sich auf die psychische Gesundheit. Aber auch körperlich schnitten religiöse Menschen gut ab. Das werde auf die Sinnstiftung durch den Glauben, stabilisierende religiöse Rituale und soziale Bindungen zurückgeführt.

Frömmigkeit senkt Depressionsrisiko

Das Forscherteam aus Psychiatern und Neurowissenschaftlern an der Columbia-Universität hatte über mehrere Jahrzehnte über 100 Personen beobachtet, von denen ein Teil aufgrund der Familiengeschichte extrem anfällig für Depressionen war. Dabei fiel auf, dass Personen, denen ihr Glaube wichtig ist, seltener von Depressionen heimgesucht werden. Bei den Nachkommen depressiver Eltern verringerte sich das Risiko, in den nächsten zehn Jahren selbst depressiv zu werden. um 90 Prozent.

Quelle: http://www.idea.de


Große Studie: Nüsse sind sehr gesund und verlängern unser Leben

In einer am 20. November 2013 im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie haben Forscher den Zusammenhang zwischen Nußkonsum und Sterblichkeit untersucht.

Es haben 76.464 weibliche Probanden an der Nurses’ Health Studie und 42.298 männliche Probanden an der Follow-up Studie Health Professionals teilgenommen. Der Verzehr von Nüssen steht nach den Ergebnissen der Studie in einem umgekehrt proportionalen Zusammenhang mit der Sterblichkeit von Männern und Frauen unabhängig von der Todesursache. Scan-4

Darüber hinaus weist die Studie auf eine verminderte Sterblichkeit bei Atemwegserkrankungen, Krebserkrankungen und Herzerkrankungen hin.

Nüsse verringern Sterblichkeitsrisiko

Die Studie ist die bisher größte Studie zum Thema Nussverzehr und reduziertes Sterblichkeitsrisiko. Die Ergebnisse sind nach Dr. med. Charles Fuchs, Fachbereich Onkologie, und MA Dana-Farber vom Cancer Institute in Boston im Einklang mit früheren Studien.

“Die Ergebnisse aus unserer Studie und die Ergebnisse anderer Studien deuten auf einen potentiellen Nutzen des Nussverzehrs für die Förderung der Gesundheit und Langlebigkeit hin”, erklärt Dr. med. Fuchs.

Nüsse enthalten wichtige Nährstoffe wie ungesättigte Fettsäuren, hochwertiges Eiweiß, Vitamine (z. B. Vitamin E, Folsäure und Niacin), Mineralien (z. B. Magnesium, Kalzium und Kalium) und sekundäre Pflanzenstoffe, die alle Herz schützende, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften besitzen.

Vorbeugung vor Diabetes und Herzkrankheiten

Frühere Studien deuten ebenfalls auf den möglichen Schutz von Nüssen vor Krankheit hin; sie legen nahe, dass ein gemäßigter Verzehr z.B. von Pistazien einen gesunden Blutzuckerspiegel unterstützt.

Zusätzlich erkennt die US-amerikanische Food und Drug Administration (FDA) an, dass 1,5 Unzen (ca. 42,5 Gramm) der meisten Nüsse als Ergänzung zu einer Ernährung mit einem niedrigen Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin, das Risiko von Herzerkrankungen senken kann.

Bezüglich der Gewichtskontrolle deuten neuere Forschungen darauf hin, dass die Öffnung der Pistazienschale dabei hilft, den Essensprozess zu verlangsamen. Diese Verlangsamung führt möglicherweise wieder zu einem geringeren Kalorienverbrauch im Vergleich zu dem Verzehr von bereits geschälten Pistazien.

Auch wenn von den Probanden bei der Bereitstellung von ungeschälten Nüssen weniger Kalorien konsumiert wurden als bei der Bereitstellung von bereits geschälten Nüssen, gab es keinen Unterschied in der Zufriedenheit.

“Pistazien enthalten überwiegend ungesättigte Fettsäuren, die vorteilhaft für die Vorbeugung von Herzkrankheiten sind”, sagt Ernährungsmedizinerin Dr. med. Ursula Hildebrandt vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Die Studie wurde vom National Institutes of Health (NIH) und mit zusätzlicher Unterstützung von der Nutrition Research & Education Foundation International Tree Nut Council (INC NREF) finanziert. Das National Institute of Health besteht aus 27 verschiedenen Instituten und Zentren. Jedes Institut bzw. Zentrum hat einen spezifischen Forschungsschwerpunkt. Bis auf drei Institute werden alle vom Kongress der Vereinigten Staaten finanziert und führen ihren Haushalt selbst. Die NIH untersucht grundlegend die Natur und das Verhalten lebender Systeme mit dem Ziel, die Kenntnisse über Gesundheit und Langlebigkeit voranzubringen, um Krankheitsrisiken zu reduzieren.

Quelle: ots/American Pistachio Growers (APG)

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Israel: Durchbruch an der Universität Tel Aviv – evtl. Ersatz für Antibiotika?

Forschern der Universität Tel Aviv ist es gelungen, ein Protein zu isolieren, das Bakterien abtötet. Möglicherweise ist dies ein erster Schritt bei der Entwicklung eines Antibiotikum-Ersatzes.

Die von den Forschern entdeckte Substanz verhindert die Teilung der Bakterien, zerstört sie so und bekämpft Infektionen. In den vergangenen Jahrzehnten stieg die Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika drastisch an, ein Umstand, der die moderne Medizin oft hilflos zurücklässt beim Kampf gegen Infektionen und bakteriell verursachte Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation hält dieses Problem für eine der drei größten Gefahren für die allgemeine Gesundheit.

BILD: Bakterien greifen eine Zelle an (Foto: renjith-krishnan)

Möglich wurde die Entdeckung durch die intensive Beschäftigung der Wissenschaftler mit sog. Bakteriophagen, deren Einsatz insbesondere in Osteuropa über Jahrzehnte sehr verbreitet war.

Nicht zuletzt durch die Beiträge von Forschern der ehemaligen Sowjetunion hat sich die Bakteriophagen-Forschung ab 1990 auch in westlichen Ländern durchgesetzt. Bakteriophagen sind für Menschen ungefährlich und zugleich die natürlichen Feinde der Bakterien, in die sie ihre eigene DNA injizieren, um sich dann in ihnen zu reproduzieren und sie letztlich zu zerstören.

Dr. Udi Qimron und seine Kollegen von der Universität Tel Aviv wollten verstehen, welche Rolle die 56 Gene des Bakteriophagen T7 spielen, wenn dieses sein Wirtsbakterium, Escherichia coli (E. coli) befällt. Dabei stießen sie auf das entscheidende Protein, das sogenannte Gen 0.4, das die Teilung des Coli-Bakteriums verhindert.

Die Wissenschaftler sind nun dabei, ein weltweites Patent für das Gen 0.4 anzumelden: „Möglicherweise könnte dies das ideale Antibiotikum sein“, meint Qimron.

Quelle: Israelische Tageszeitung “Haaretz” vom 13.11.2013 / Israel. Botschaft


Singen im Chor ist gut für Leib und Seele

Gemeinsames Singen bereitet nicht nur Freude und Abwechslung, sondern ist auch gesund. Es hat eine ähnliche Wirkung wie Atemübungen und stärkt die geistig-seelische Verfassung. Sogar die Herzen schlagen bei Chorsängern im Takt. Ein Chorleiter bestätigt gegenüber dem Kölner Domradio diese positiven Effekte.

Volker Gerland ist Vorsitzender des Landesverbands der Musikschulen in NRW. Im Interview mit Hilde Regeniter erklärt der Chorleiter:

Schlägt denn Ihr Herz als Chorleiter auch im Takt, wenn Ihr Chor singt?

Das Herz schlägt dann auf jeden Fall ganz kräftig, denn Singen ist etwas Emotionales und berührt und deswegen finde ich es schön, wenn man herausfindet, dass es gesundheitliche Effekte gibt. DIGITAL CAMERA

Wie erklären Sie sich den Zusammenhang von Singen im Chor und einem gesunden Körper und Herzen?

Das Musizieren gehört eben ganz deutlich zum Menschen mit dazu und wenn das nicht zum Menschen dazugehören würde, dann hätte es auch diese gesundheitliche Wirkung nicht. Beim Singen kommen sicherlich spezifische Sachen dazu, physiologisch betrachtet, was die Stimmbänder angeht, die Nebenhöhlen, den Kehlkopf und die Atmung. Beim Musizieren insgesamt stellt man ja sehr ähnliche Effekte auf die Psyche des Menschen fest wie beim Singen. Ich glaube, das hängt eben damit zusammen: Singen gehört zum Menschen und Singen ist deshalb gesund.

Gibt es denn einen Unterschied bei der Gesundheit, ob ich als Chorsänger oder als Solist auftrete?

Das weiß ich nicht, aber ich glaube, dass für viele Menschen, die positive Effekte beim Singen erfahren, die Gemeinschaft eine große Rolle spielt. Einmal ist das so, dass gemeinsames Musizieren auch ein soziales Leben strukturiert und Leute, die sich gut aufgehoben fühlen und die auch etwas Schönes mit anderen zusammen machen und das so empfinden, die empfinden sich sicherlich auch als gesünder und bleiben unanfälliger für viele Arten von Zivilisationskrankheiten.

Zum zweiten denke ich auch, dass der Einzelne in einem Chor oder in einem Orchester nicht individuell so hochleistungsfähig sein muss, damit es ein gutes Ergebnis gibt. Also das müssen nicht alles tolle ausgebildete Opernsänger sein, sie können ein schönes künstlerisches Ergebnis und auch eine innere Befriedigung daraus beziehen und darum glaube ich, dass es einfach ist, diesen gesunden Weg in der Gemeinschaft zu finden.

Welche positiven Nebeneffekte hat das Singen noch?

Es geht so weit, dass man im Speichel von Sängern, die aktiv gesungen haben, Immunglobulin A nachweisen konnte. Das ist ein Immunstoff, der hilft Infektionskrankheiten zu vermeiden. Es geht so weit, dass man sagen kann, dass sich Stimmungsschwankungen durch Singen bisher gut ausgleichen lassen. Ich glaube, Singen ist auch eine Begegnung mit sich selbst. Das kann, wenn man merkt, wie schön man in so einem Chor singen kann, positive Selbstwahrnehmung fördern. Das ist meines Erachtens eine ganz wichtige Sache für einen gesunden Menschen.

Die Forscher wollen jetzt erforschen, ob Chorsingen auch in Schulen die Zusammenarbeit verbessern kann. Können Sie sich das vorstellen?

Als Musikschule Dortmund, das ist ja einfach eine große Bildungseinrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sind wir ja auch viel in Schulen unterwegs und betreiben auch Schulchören gemeinsam mit den Schulen. Sie tun das natürlich auch, weil gemeinsames Singen in der Schule Identität und Zusammenhalt stiftet. Ich glaube, dass die Wissenschaftler sicherlich Effekte finden werden.

Aber ich glaube, dass allen, die selbst singen durchaus bewusst ist, dass wenn man gemeinsam singt, man sich auch von einer gemeinsamen Welle getragen fühlt. Insofern finde ich das schön, wenn man das wissenschaftlich beweisen kann, aber eigentlich hätte meine Großmutter dafür gar keinen Beweis gebraucht.


Quell-URL: http://www.domradio.de/themen/kultur/2013-07-10/studie-chorsingen-ist-gesund


Studien belegen international: Aufwachsen in Homo-Partnerschaften für Kinder schädlich

“Psychische und gesundheitliche Probleme sind häufiger”

Die stellv. CDU-Bundesvorsitzende, Sozialministerin Ursula von der Leyen, hat die Debatte in den Unionsparteien um ein Adoptionsrecht für homosexuelle Partnerschaften angeheizt.

Im Deutschlandfunk sagte sie: „Ich kenne keine Studie, die sagt, dass es Kindern, die in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften aufwachsen, anders geht als Kindern, die in gemischtgeschlechtlichen Ehen aufwachsen“. 

Foto: M. Löhr, CDL

Foto: M. Löhr, CDL

Nach Recherchen der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA gibt es aber Untersuchungen, die zeigen, dass Heranwachsende in solchen Beziehungen Schaden nehmen.

Beispielsweise haben spanische Wissenschaftler im Jahr 2005 einen „Bericht zur kindlichen Entwicklung in gleich-geschlechtlichen Partnerschaften“ vorgelegt. Daraus geht hervor, dass bei Kindern, die von schwulen oder lesbischen Partnern adoptiert werden, häufiger psychische und andere gesundheitliche Probleme auftreten.

Dazu gehörten ein geringes Selbstwertgefühl, Stress, sexuelle Orientierungslosigkeit und Verhaltensstörungen, die wiederum zu Drogenkonsum oder schlechten schulischen Leistungen führten.

Außerdem stellten die Wissenschaftler eine stärkere Tendenz zur Homosexualität, größere Anfälligkeit für Krankheiten und geistige Behinderung, Tendenz zum Selbstmord und größere Gefahr der Ansteckung mit AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten fest. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass es dem Kindeswohl abträglich sei, wenn gleichgeschlechtliche Partner Minderjährige adoptieren dürfen.

Auch eine Studie der Universität von Texas aus dem Jahr 2012 stellt fest, dass Kinder, die in einer homosexuellen Lebensgemeinschaft aufwachsen, im Erwachsenenalter größere Probleme bekommen.

Nach Angaben des Autors, Mark Regnerus, gibt es statistisch signifikante Unterschiede zwischen Erwachsenen, die bei Homosexuellen aufwuchsen, und solchen, die bei Vater und Mutter groß wurden. Charakteristisch seien beispielsweise eine „Unbeständigkeit“ in den zwischenmenschlichen Beziehungen und Schwierigkeiten, eine dauerhafte Beziehung zu einem anderen Menschen aufzubauen.  

Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft in Reichelsheim ist ebenfalls überzeugt, dass es für die psychische Sicherheit von Jugendlichen notwendig sei, das Miteinander von Vater und Mutter zu erleben.

„Wissenschaftlich gut belegt“ sei, dass Vater- und Mutterentbehrung negative Langzeitfolgen hätten. Bei der Frage, ob schwule oder lesbische Lebensgemeinschaften Kinder adoptieren dürfen, gehe es nicht um Erziehungskompetenzen, sondern darum, ob man einem Adoptivkind vorsätzlich eine Vater- oder Mutterentbehrung zumuten dürfe, heißt es in einer Stellungnahme zu der 2009 im Auftrag des Bundesjustizministeriums erstellten Studie zur „Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: http://www.idea.de

Weitere Studien zur Homosexualität: http://www.dijg.de/homosexualitaet/wissenschaftliche-studien/sozialwissenschaftlich-psychologisch-medizinisch/#c795


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