CDU-Politikerin fordert mehr Information und Transparenz bei Homöopathie

Eklige “Inhaltsstoffe” oft nicht bekannt

Wie die “Rhein-Zeitung” vom 19. März berichtet,  dringt die verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion darauf, daß die Inhaltsstoffe homöopathischer Mittel künftig auch in Deutsch auf der Verpackung angegeben werden müssen. “Die lateinischen Begriffe sind vom Laien nicht zu verstehen”, argumentiert Mechthild Heil. Wasser-008-2-4-2

Auch bei anderen Produkten will sie erreichen, daß die Bürger besser informiert werden.

Die CDU-Politikerin sieht Regelungsbedarf, weil sich in homöopathischen Mitteln teils abenteuerliche Inhaltsstoffe fänden: Kakerlaken, Kellerasseln, Krötengift oder faules Rindfleisch. Der Verbraucher müsste verständlich darüber informiert werden, was er zu sich nimmt. 

Zudem hält die christdemokratische Bundestagsabgeordnete ein öffentliches Register für Heilpraktiker für notwendig.

Auch beim Deutschen Konsumentenbund, eine Interessenvertretung für Verbraucherschutz, hält man eine bessere Kennzeichnung homöopathischer Mittel für geboten. “Ein Verbraucher wird vielleicht darüber nachdenken, ob ihm ein Stück Berliner Mauer in einer Arznei tatsächlich bei der Überwindung von Beziehungsproblemen helfen kann. Der Verbraucher muss eine informierte Entscheidung treffen können”, fordert Guido Bockamp.

Quelle: http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Mechthild-Heil-Mehr-Transparenz-bei-homoeopathischen-Mitteln-_arid,1125122.html

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Psychoanalyse durch wissenschaftliche Studien widerlegt: Religion schützt die Psyche

Der Glaube schützt die Psyche. Religiöse Menschen sind beispielsweise weniger anfällig für Depressionen, selbst wenn sie erblich belastet sind. Das geht aus aktuellen medizinischen Studien, etwa an der New Yorker Columbia-Universität, hervor. PAX

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, werden damit frühere Thesen von Psychiatern widerlegt, die  –  beeinflußt von der Psychoanalyse  –  die Religion lange Zeit als eine Ursache von Neurosen (seelischem Zwangsverhalten) ansahen.

Inzwischen gebe es aber eine große Zahl von Untersuchungen, die gläubigen Menschen eine besonders robuste Psyche attestierten. Sie besäßen beispielsweise ein eher ausgeprägtes Selbstwertgefühl, während die landläufige Vermutung bestimmten Glaubensrichtungen eher das Schüren von massiven Schuldgefühlen unterstelle, die das Selbstbild demolieren.

Rund 80 Prozent dieser Studien bezögen sich auf die psychische Gesundheit. Aber auch körperlich schnitten religiöse Menschen gut ab. Das werde auf die Sinnstiftung durch den Glauben, stabilisierende religiöse Rituale und soziale Bindungen zurückgeführt.

Frömmigkeit senkt Depressionsrisiko

Das Forscherteam aus Psychiatern und Neurowissenschaftlern an der Columbia-Universität hatte über mehrere Jahrzehnte über 100 Personen beobachtet, von denen ein Teil aufgrund der Familiengeschichte extrem anfällig für Depressionen war. Dabei fiel auf, dass Personen, denen ihr Glaube wichtig ist, seltener von Depressionen heimgesucht werden. Bei den Nachkommen depressiver Eltern verringerte sich das Risiko, in den nächsten zehn Jahren selbst depressiv zu werden. um 90 Prozent.

Quelle: http://www.idea.de


Große Studie: Nüsse sind sehr gesund und verlängern unser Leben

In einer am 20. November 2013 im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie haben Forscher den Zusammenhang zwischen Nußkonsum und Sterblichkeit untersucht.

Es haben 76.464 weibliche Probanden an der Nurses’ Health Studie und 42.298 männliche Probanden an der Follow-up Studie Health Professionals teilgenommen. Der Verzehr von Nüssen steht nach den Ergebnissen der Studie in einem umgekehrt proportionalen Zusammenhang mit der Sterblichkeit von Männern und Frauen unabhängig von der Todesursache. Scan-4

Darüber hinaus weist die Studie auf eine verminderte Sterblichkeit bei Atemwegserkrankungen, Krebserkrankungen und Herzerkrankungen hin.

Nüsse verringern Sterblichkeitsrisiko

Die Studie ist die bisher größte Studie zum Thema Nussverzehr und reduziertes Sterblichkeitsrisiko. Die Ergebnisse sind nach Dr. med. Charles Fuchs, Fachbereich Onkologie, und MA Dana-Farber vom Cancer Institute in Boston im Einklang mit früheren Studien.

“Die Ergebnisse aus unserer Studie und die Ergebnisse anderer Studien deuten auf einen potentiellen Nutzen des Nussverzehrs für die Förderung der Gesundheit und Langlebigkeit hin”, erklärt Dr. med. Fuchs.

Nüsse enthalten wichtige Nährstoffe wie ungesättigte Fettsäuren, hochwertiges Eiweiß, Vitamine (z. B. Vitamin E, Folsäure und Niacin), Mineralien (z. B. Magnesium, Kalzium und Kalium) und sekundäre Pflanzenstoffe, die alle Herz schützende, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften besitzen.

Vorbeugung vor Diabetes und Herzkrankheiten

Frühere Studien deuten ebenfalls auf den möglichen Schutz von Nüssen vor Krankheit hin; sie legen nahe, dass ein gemäßigter Verzehr z.B. von Pistazien einen gesunden Blutzuckerspiegel unterstützt.

Zusätzlich erkennt die US-amerikanische Food und Drug Administration (FDA) an, dass 1,5 Unzen (ca. 42,5 Gramm) der meisten Nüsse als Ergänzung zu einer Ernährung mit einem niedrigen Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin, das Risiko von Herzerkrankungen senken kann.

Bezüglich der Gewichtskontrolle deuten neuere Forschungen darauf hin, dass die Öffnung der Pistazienschale dabei hilft, den Essensprozess zu verlangsamen. Diese Verlangsamung führt möglicherweise wieder zu einem geringeren Kalorienverbrauch im Vergleich zu dem Verzehr von bereits geschälten Pistazien.

Auch wenn von den Probanden bei der Bereitstellung von ungeschälten Nüssen weniger Kalorien konsumiert wurden als bei der Bereitstellung von bereits geschälten Nüssen, gab es keinen Unterschied in der Zufriedenheit.

“Pistazien enthalten überwiegend ungesättigte Fettsäuren, die vorteilhaft für die Vorbeugung von Herzkrankheiten sind”, sagt Ernährungsmedizinerin Dr. med. Ursula Hildebrandt vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Die Studie wurde vom National Institutes of Health (NIH) und mit zusätzlicher Unterstützung von der Nutrition Research & Education Foundation International Tree Nut Council (INC NREF) finanziert. Das National Institute of Health besteht aus 27 verschiedenen Instituten und Zentren. Jedes Institut bzw. Zentrum hat einen spezifischen Forschungsschwerpunkt. Bis auf drei Institute werden alle vom Kongress der Vereinigten Staaten finanziert und führen ihren Haushalt selbst. Die NIH untersucht grundlegend die Natur und das Verhalten lebender Systeme mit dem Ziel, die Kenntnisse über Gesundheit und Langlebigkeit voranzubringen, um Krankheitsrisiken zu reduzieren.

Quelle: ots/American Pistachio Growers (APG)

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Israel: Durchbruch an der Universität Tel Aviv – evtl. Ersatz für Antibiotika?

Forschern der Universität Tel Aviv ist es gelungen, ein Protein zu isolieren, das Bakterien abtötet. Möglicherweise ist dies ein erster Schritt bei der Entwicklung eines Antibiotikum-Ersatzes.

Die von den Forschern entdeckte Substanz verhindert die Teilung der Bakterien, zerstört sie so und bekämpft Infektionen. In den vergangenen Jahrzehnten stieg die Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika drastisch an, ein Umstand, der die moderne Medizin oft hilflos zurücklässt beim Kampf gegen Infektionen und bakteriell verursachte Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation hält dieses Problem für eine der drei größten Gefahren für die allgemeine Gesundheit.

BILD: Bakterien greifen eine Zelle an (Foto: renjith-krishnan)

Möglich wurde die Entdeckung durch die intensive Beschäftigung der Wissenschaftler mit sog. Bakteriophagen, deren Einsatz insbesondere in Osteuropa über Jahrzehnte sehr verbreitet war.

Nicht zuletzt durch die Beiträge von Forschern der ehemaligen Sowjetunion hat sich die Bakteriophagen-Forschung ab 1990 auch in westlichen Ländern durchgesetzt. Bakteriophagen sind für Menschen ungefährlich und zugleich die natürlichen Feinde der Bakterien, in die sie ihre eigene DNA injizieren, um sich dann in ihnen zu reproduzieren und sie letztlich zu zerstören.

Dr. Udi Qimron und seine Kollegen von der Universität Tel Aviv wollten verstehen, welche Rolle die 56 Gene des Bakteriophagen T7 spielen, wenn dieses sein Wirtsbakterium, Escherichia coli (E. coli) befällt. Dabei stießen sie auf das entscheidende Protein, das sogenannte Gen 0.4, das die Teilung des Coli-Bakteriums verhindert.

Die Wissenschaftler sind nun dabei, ein weltweites Patent für das Gen 0.4 anzumelden: „Möglicherweise könnte dies das ideale Antibiotikum sein“, meint Qimron.

Quelle: Israelische Tageszeitung “Haaretz” vom 13.11.2013 / Israel. Botschaft


Singen im Chor ist gut für Leib und Seele

Gemeinsames Singen bereitet nicht nur Freude und Abwechslung, sondern ist auch gesund. Es hat eine ähnliche Wirkung wie Atemübungen und stärkt die geistig-seelische Verfassung. Sogar die Herzen schlagen bei Chorsängern im Takt. Ein Chorleiter bestätigt gegenüber dem Kölner Domradio diese positiven Effekte.

Volker Gerland ist Vorsitzender des Landesverbands der Musikschulen in NRW. Im Interview mit Hilde Regeniter erklärt der Chorleiter:

Schlägt denn Ihr Herz als Chorleiter auch im Takt, wenn Ihr Chor singt?

Das Herz schlägt dann auf jeden Fall ganz kräftig, denn Singen ist etwas Emotionales und berührt und deswegen finde ich es schön, wenn man herausfindet, dass es gesundheitliche Effekte gibt. DIGITAL CAMERA

Wie erklären Sie sich den Zusammenhang von Singen im Chor und einem gesunden Körper und Herzen?

Das Musizieren gehört eben ganz deutlich zum Menschen mit dazu und wenn das nicht zum Menschen dazugehören würde, dann hätte es auch diese gesundheitliche Wirkung nicht. Beim Singen kommen sicherlich spezifische Sachen dazu, physiologisch betrachtet, was die Stimmbänder angeht, die Nebenhöhlen, den Kehlkopf und die Atmung. Beim Musizieren insgesamt stellt man ja sehr ähnliche Effekte auf die Psyche des Menschen fest wie beim Singen. Ich glaube, das hängt eben damit zusammen: Singen gehört zum Menschen und Singen ist deshalb gesund.

Gibt es denn einen Unterschied bei der Gesundheit, ob ich als Chorsänger oder als Solist auftrete?

Das weiß ich nicht, aber ich glaube, dass für viele Menschen, die positive Effekte beim Singen erfahren, die Gemeinschaft eine große Rolle spielt. Einmal ist das so, dass gemeinsames Musizieren auch ein soziales Leben strukturiert und Leute, die sich gut aufgehoben fühlen und die auch etwas Schönes mit anderen zusammen machen und das so empfinden, die empfinden sich sicherlich auch als gesünder und bleiben unanfälliger für viele Arten von Zivilisationskrankheiten.

Zum zweiten denke ich auch, dass der Einzelne in einem Chor oder in einem Orchester nicht individuell so hochleistungsfähig sein muss, damit es ein gutes Ergebnis gibt. Also das müssen nicht alles tolle ausgebildete Opernsänger sein, sie können ein schönes künstlerisches Ergebnis und auch eine innere Befriedigung daraus beziehen und darum glaube ich, dass es einfach ist, diesen gesunden Weg in der Gemeinschaft zu finden.

Welche positiven Nebeneffekte hat das Singen noch?

Es geht so weit, dass man im Speichel von Sängern, die aktiv gesungen haben, Immunglobulin A nachweisen konnte. Das ist ein Immunstoff, der hilft Infektionskrankheiten zu vermeiden. Es geht so weit, dass man sagen kann, dass sich Stimmungsschwankungen durch Singen bisher gut ausgleichen lassen. Ich glaube, Singen ist auch eine Begegnung mit sich selbst. Das kann, wenn man merkt, wie schön man in so einem Chor singen kann, positive Selbstwahrnehmung fördern. Das ist meines Erachtens eine ganz wichtige Sache für einen gesunden Menschen.

Die Forscher wollen jetzt erforschen, ob Chorsingen auch in Schulen die Zusammenarbeit verbessern kann. Können Sie sich das vorstellen?

Als Musikschule Dortmund, das ist ja einfach eine große Bildungseinrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sind wir ja auch viel in Schulen unterwegs und betreiben auch Schulchören gemeinsam mit den Schulen. Sie tun das natürlich auch, weil gemeinsames Singen in der Schule Identität und Zusammenhalt stiftet. Ich glaube, dass die Wissenschaftler sicherlich Effekte finden werden.

Aber ich glaube, dass allen, die selbst singen durchaus bewusst ist, dass wenn man gemeinsam singt, man sich auch von einer gemeinsamen Welle getragen fühlt. Insofern finde ich das schön, wenn man das wissenschaftlich beweisen kann, aber eigentlich hätte meine Großmutter dafür gar keinen Beweis gebraucht.


Quell-URL: http://www.domradio.de/themen/kultur/2013-07-10/studie-chorsingen-ist-gesund


Studien belegen international: Aufwachsen in Homo-Partnerschaften für Kinder schädlich

“Psychische und gesundheitliche Probleme sind häufiger”

Die stellv. CDU-Bundesvorsitzende, Sozialministerin Ursula von der Leyen, hat die Debatte in den Unionsparteien um ein Adoptionsrecht für homosexuelle Partnerschaften angeheizt.

Im Deutschlandfunk sagte sie: „Ich kenne keine Studie, die sagt, dass es Kindern, die in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften aufwachsen, anders geht als Kindern, die in gemischtgeschlechtlichen Ehen aufwachsen“. 

Foto: M. Löhr, CDL

Foto: M. Löhr, CDL

Nach Recherchen der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA gibt es aber Untersuchungen, die zeigen, dass Heranwachsende in solchen Beziehungen Schaden nehmen.

Beispielsweise haben spanische Wissenschaftler im Jahr 2005 einen „Bericht zur kindlichen Entwicklung in gleich-geschlechtlichen Partnerschaften“ vorgelegt. Daraus geht hervor, dass bei Kindern, die von schwulen oder lesbischen Partnern adoptiert werden, häufiger psychische und andere gesundheitliche Probleme auftreten.

Dazu gehörten ein geringes Selbstwertgefühl, Stress, sexuelle Orientierungslosigkeit und Verhaltensstörungen, die wiederum zu Drogenkonsum oder schlechten schulischen Leistungen führten.

Außerdem stellten die Wissenschaftler eine stärkere Tendenz zur Homosexualität, größere Anfälligkeit für Krankheiten und geistige Behinderung, Tendenz zum Selbstmord und größere Gefahr der Ansteckung mit AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten fest. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass es dem Kindeswohl abträglich sei, wenn gleichgeschlechtliche Partner Minderjährige adoptieren dürfen.

Auch eine Studie der Universität von Texas aus dem Jahr 2012 stellt fest, dass Kinder, die in einer homosexuellen Lebensgemeinschaft aufwachsen, im Erwachsenenalter größere Probleme bekommen.

Nach Angaben des Autors, Mark Regnerus, gibt es statistisch signifikante Unterschiede zwischen Erwachsenen, die bei Homosexuellen aufwuchsen, und solchen, die bei Vater und Mutter groß wurden. Charakteristisch seien beispielsweise eine „Unbeständigkeit“ in den zwischenmenschlichen Beziehungen und Schwierigkeiten, eine dauerhafte Beziehung zu einem anderen Menschen aufzubauen.  

Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft in Reichelsheim ist ebenfalls überzeugt, dass es für die psychische Sicherheit von Jugendlichen notwendig sei, das Miteinander von Vater und Mutter zu erleben.

„Wissenschaftlich gut belegt“ sei, dass Vater- und Mutterentbehrung negative Langzeitfolgen hätten. Bei der Frage, ob schwule oder lesbische Lebensgemeinschaften Kinder adoptieren dürfen, gehe es nicht um Erziehungskompetenzen, sondern darum, ob man einem Adoptivkind vorsätzlich eine Vater- oder Mutterentbehrung zumuten dürfe, heißt es in einer Stellungnahme zu der 2009 im Auftrag des Bundesjustizministeriums erstellten Studie zur „Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: http://www.idea.de

Weitere Studien zur Homosexualität: http://www.dijg.de/homosexualitaet/wissenschaftliche-studien/sozialwissenschaftlich-psychologisch-medizinisch/#c795


Studie: 60 % der Deutschen zeigen Bereitschaft zu weniger Fleischkonsum – arme Länder und Tierschutz würden profitieren

Pressemitteilung der Universität Hohenheim:

Bereits 20 % weniger Fleischkonsum in den Industrieländern hätte spürbare Auswirkungen auf Agrarpreise und die Ernährungssicherung armer Menschen in Entwicklungsländern. header

Laut einer aktuellen Studie der Universitäten Hohenheim und Göttingen wären 60 % der Deutschen zu einer Einschränkung ihres Fleischkonsums bereit.

Ihre Gründe sind hauptsächlich Überlegungen zur eigenen Gesundheit und zum Tierschutz.

Tatsächlich wäre der reduzierte Fleischkonsum in Industrieländer auch für Ressourcenschutz, Klimawandel und die Sicherung der Welternährung vorteilhaft, so die Autoren der Studie, die im Auftrag der Edmund Rehwinkel-Stiftung durchgeführt wurde.

„Eine Verringerung des Fleischkonsums in Industrieländern um 20 % würde zu einer spürbaren Verbesserung der Ernährungssituation in Entwicklungsländern führen“,  fasst Prof. Dr. Harald Grethe von der Universität Hohenheim die Kernaussage der aktuellen Studie zum Fleischkonsum zusammen.

Erstellt wurde sie von einem interdisziplinären Forscherteam der Universitäten Hohenheim (Lehrstuhl für Agrar- und Ernährungspolitik) und Göttingen (Lehrstuhl Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte, Prof. Dr. Achim Spiller) im Auftrag der Edmund-Rehwinkel-Stiftung.

Studie mit umfangreichen Ernährungsdaten

Dabei nutzten die Forscher erstmals die umfangreichen Ernährungsdaten der Bevölkerung Deutschlands aus der Nationalen Verzehrsstudie II und verwendeten sie für eine komplexe Computersimulation, um die Auswirkungen eines reduzierten Fleischverzehrs zu berechnen.

„Aus den Daten lässt sich herausarbeiten, dass knapp 60 % der Bevölkerung eine Bereitschaft zeigt, ihren Fleischkonsum längerfristig einzuschränken“, so Prof. Dr. Spiller.

Den größten Einfluss auf die Höhe des Fleischkonsums habe die Bewertung des Gesundheitswertes von Fleisch und Fleischprodukten: „Personen, die Fleisch als ungesund einschätzen, essen bereits jetzt weniger Fleisch und sind auch eher bereit, den Konsum noch weiter zu reduzieren“.

Etwas abgeschwächt träfe dies auch auf die Einstellung zum Tierschutz zu. Insgesamt halten die Forscher eine mengenmäßige Reduktion des Fleischverzehrs von rund 20 % für plausibel – unter der Voraussetzung, dass effektive Informations- und Gesundheitskampagnen stattfinden.

Weniger Fleischkonsum senkt auch sonstige Kalorien

Dabei untersuchten die Wissenschaftler auch, welche Auswirkungen eine solche Verringerung des Fleischverzehrs auf den Konsum weiterer Lebensmittel hat. Dabei zeigte sich, dass bei weniger Fleischkonsum auch viele andere Lebensmittel in geringerem Maß verzehrt werden.

„Menschen, die sich für eine fleischarme Lebensweise entscheiden, ernähren sich oftmals insgesamt kalorienärmer“, sagt Prof. Dr. Spiller. Beispielsweise ginge eine Verringerung der Fleischnachfrage um 20 % gleichzeitig mit einem Rückgang der Milchnachfrage um 6 % und einem Rückgang der Kartoffel- und Weizennachfrage um 2 % einher.

Lebensmittelpreise rollen runter

In einem zweiten Schritt berechneten die Forscher anhand eines Computermodells, welche Auswirkungen der reduzierte Fleischkonsum in reichen Ländern auf die Ernährungssituation armer Länder hätte. Dabei nahmen sie stark vereinfachend an, dass sich die Umfrageergebnisse aus Deutschland auf die anderen Industrieländer übertragen lassen.

„Die Ergebnisse der Modellanalyse zeigen, dass sich ein Rückgang des Fleischkonsums spürbar auf die globalen Preise für Nahrungsmittel auswirkt. Von diesen Preisänderungen könnten insbesondere ärmere Bevölkerungsschichten in Entwicklungsländern profitieren, die einen überproportional großen Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben“, fasst Prof. Dr. Grethe zusammen.

Allerdings gäbe es auch eine Reihe von Anpassungseffekten, die die positiven Auswirkungen eines geringeren Fleischkonsums in Industrieländern wieder einschränkten.

„Wenn Fleisch durch den Nachfragerückgang in den Industrieländern günstiger wird, essen Verbraucher in den Entwicklungsländern durch die niedrigeren Preise mehr Fleisch“, nennt Prof. Dr. Grethe als Beispiel. Dies kompensiere insgesamt rund die Hälfte des positiven Effektes.Insgesamt seien Auswirkungen aber dennoch positiv:

„In der Summe ergeben sich aber immerhin noch globale Preisrückgänge für Fleisch von etwa 9 % und Rückgänge der Getreidepreise von bis zu 3 %“, so Prof. Dr. Grethe.

Positive Effekte auch für Industrieländer

„Letztendlich ist eine Verminderung unseres Fleischkonsums neben den Auswirkungen auf die globale Ernährungssituation mit zahlreichen weiteren positiven Effekten verbunden“, ist Prof. Dr. Spiller überzeugt.

So würde eine Absenkung des Fleischkonsums in den Industrieländern nach dem derzeitigen Stand der Ernährungsforschung per se positive Gesundheitseffekte bewirken. „Hinzu kommen die positiven Einkommenseffekte für die Konsumenten in Deutschland, eine Schonung der natürlichen Ressourcen und eine beachtliche Verminderung des CO2-Ausstoßes.“

Langfristig sei das Konsumverhalten in den Industrieländern außerdem Lebensstil-prägend für Schwellen- und Entwicklungsländer und könne auch dort zu einer Veränderung des Ernährungsverhaltens beitragen.

Kompletter Bericht

Den kompletten Bericht finden Sie auf der Webseote der Landwirtschaftlichen Rentenbank: http://www.rentenbank.de/cms/dokumente/10011465_262637/65e61959/Schriftenreihe_Band29_final.pdf

Kontakt für Medien:
Prof. Dr. Harald Grethe, Universität Hohenheim, Fachgebiet Agrar- und Ernährungspolitik
Tel.: 0711/459 22631, E-Mail: grethe@uni-hohenheim.deProf. Dr. Achim Spiller, Universität Göttingen, Lehrstuhl Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte
Tel.: 0551/39-22399, E-Mail: a.spiller@agr.uni-goettingen.de

Moringa bzw. Meerrettichbaum: gesündeste Pflanze der Welt?

Das Wissenschaftsmagazin “P.M.” spricht von der gesündesten Pflanze der Welt: Die Blätter der Moringa-Bäume sind laut Biochemikern äußerst wohltuend.

ZoomMoringa enthält so viel Vitamin C wie Orangen, 25 mal mehr Eisen als Spinat, 17 mal mehr Kalzium als Milch, 10 mal mehr Vitamin A als Karotten und 9 mal mehr Eiweiß als Joghurt.  

Inzwischen ist der Meerrettichbaum auch als Mittel gegen den Hunger entdeckt worden, weil er auch in Regionen wächst, die von Dürre betroffen sind. Deshalb wird er vermehrt in Afrika und Südamerika angebaut. Selbst die Wurzeln und die Rinde sind genießbar.

Das christliche Hilfswerk “World Vision” setzt dieses Gewächs bereits ein. Im Niger heißen sie “Arbres de vie”, also “Lebensbäume”. Klar ist offenbar, daß die bekannten Mangelerscheinungen behoben werden können.

Das Werk prüfte die Bäume bereits vor mehr als einem Jahr mit Pilotversuchen. Kinder konnten wieder aufgepäppelt und schwangere Frauen versorgt werden.

Quelle: http://www.jesus.ch


Stillen nach der Geburt rettet weltweit hunderttausende Kinder

“Save the Children” (Rette die Kinder)  veröffentlicht am 18. Februar 2013 den aktuellen Report „Superfood für Babys  –  Wie Stillen Kinderleben retten kann“.  In dem Bericht wird verdeutlicht, daß 830.000 Babys pro Jahr überleben würden, wenn diese unmittelbar nach Geburt gestillt werden würden. Das sind jährlich 95 Neugeborene pro Stunde.

Wenn Babys innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt gestillt werden, wird ihr Immunsystem durch die Vormilch, das Kolostrum, so gestärkt, dass diese Neugeborenen im Vergleich drei Mal so häufig überleben. Stillen Mütter sechs Monate, sterben Babys in Entwicklungsländern 15 Mal seltener an Lungenentzündung und 11 Mal seltener an Durchfall. DorisBub

Save the Children weist darauf hin, dass die Kindersterblichkeit weiter reduziert werden könnte, wenn mehr Mütter stillen würden. Der Anteil der Mütter, die stillen, stagniert trotz der bekannten Vorteile. In Ostasien und in einigen der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas (Äthiopien, Nigeria) ist die Quote sogar rückläufig.

Vor allem kulturelle Hürden, ein gravierender Mangel an Gesundheitspersonal, fehlende Rechtssicherheit für Mütter und Vermarktungsstrategien einiger Hersteller von Muttermilchersatzprodukten behindern das Stillen. Weltweit werden 92 Mio. Kinder unter sechs Monaten  –  also zwei von drei Babys  –  mit künstlicher Nahrung oder mit einer Kombination aus Muttermilch und weiteren Nahrungsmitteln ernährt.

Kathrin Wieland, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland merkt dazu an: „Obwohl die Vorteile des Stillens vor allem in Industrieländern akzeptiert und anerkannt sind, wird insgesamt zu wenig getan, um Mütter in Entwicklungsländern zum Stillen zu ermutigen und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Das ist für Neugeborene eine Frage von Leben und Tod.“

Zahlen & Umfragen zum Report: 830.000 Todesfälle könnten vermieden werden, wenn jedes Baby innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt gestillt würde (Analyse Save the Children). 22 Prozent der Todesfälle bei Neugeborenen könnten verhindert werden, wenn diese innerhalb der ersten Stunde nach Geburt gestillt würden. 16 Prozent der Todesfälle könnten vermieden werden, wenn die Babys innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt gestillt würden.

Ein Neugeborenes, das innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt gestillt wird, hat eine dreimal höhere Überlebenschance als ein Kind, das erst ab seinem zweiten Lebenstag gestillt wird. Das Risiko, an Lungenentzündung zu sterben, ist bei nicht gestillten Säuglingen 15 Mal höher als bei Stillkindern. Das Risiko, an Durchfall zu sterben ist 11 Mal höher.

Geschätzte 1,4 Mio. Todesfälle bei Kindern im Jahr 2008 können auf „suboptimales“ Stillen zurückgeführt werden  –  weil die Babys nicht ausschließlich gestillt wurden bzw. nicht bis zum zweiten Lebensjahr gestillt wurden.

Das Geschäft mit Muttermilchersatz-Produkten beläuft sich auf knapp 18,7 Mrd. Euro. Die Babynahrungsindustrie als Ganzes ist auf Wachstumskurs: 31 Prozent Wachstum bis 2015 werden prognostiziert. Asien ist dabei der größte Wachstumsmarkt.

Quelle: Save the Children Deutschland e.V.


Studie: Grundschulkinder zeigen ein erstaunliches Gesundheitsbewußtsein

Spaß an Bewegung statt Zocken am Computer, Obst und Gemüse statt Süßigkeiten, Entspannen im Freien statt vor dem Fernseher  –  die Elefanten-Kindergesundheits-Studie räumt mit manchen Vorurteilen auf und zeigt:

Schon 7- bis 9-Jährige haben ein ausgeprägtes Gesundheitsbewußtsein:

Foto: K. Ruprecht

„In diesem jungen Alter ist alles vorhanden, was zur Ausbildung eines gesunden Lebensstils erforderlich ist: Bewusstsein, Motivation und Wissensdurst. Nun sind wir Erwachsene gefordert, diese Impulse zu verstärken, zu erhalten und weiterzuentwickeln“, erklärte Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer am 21.11. bei der Vorstellung der Elefanten-Kindergesundheitsstudie in Berlin.

Für die größte repräsentative Studie in dieser Altersklasse hatte das PROSOZ-Institut für Sozialforschung – PROKIDS in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) fast 5000 Kinder zwischen 7 und 9 Jahren befragt.

Eines der wichtigsten Ergebnisse: Kinder im Grundschulalter zeigen aus eigenem Antrieb Interesse an Gesundheit, sie möchten mehr darüber wissen, wie sie gesund bleiben können, und möchten auch selbst etwas dafür tun.

Seriöse Infos statt Fernsehen und Werbung

Der überraschend hohe Stellenwert der Gesundheit speist sich aus ganz verschiedenen Quellen:

„Das Gesundheitsbewusstsein der 7- bis 9-Jährigen wird vor allem durch verlässliche Informationen aus der Schule, von Ärzten und aus dem Internet geprägt“, erklärt Anja Beisenkamp, Leiterin des PROKIDS-Instituts.

Freunde, Fernsehen und Werbung üben dagegen einen negativen Einfluß aus: Je mehr Kinder ihr Wissen über Gesundheit aus diesen Quellen beziehen, desto niedriger ist ihr Gesundheitsbewußtsein und desto ungesünder ihr Verhalten.

„Leider beziehen viel zu viele Kinder ihr vermeintliches Wissen über Gesundheit aus der Werbung “, kommentiert Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer. „Hier muss schon in der Grundschule gegengesteuert werden.“

Die Aussagen der Kinder unterstreichen die Notwendigkeit eines regelmäßigen Gesundheitsunterrichtes, für den sich auch der Deutsche Kinderschutzbund einsetzt, so DKSB-Sprecher Friedhelm Güthoff.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.cisionwire.de/elefanten-kinderstudie/r/grundschulkinder-am-scheideweg-zu-einem-gesunden-lebensstil,c9337091


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