“Der HERR ist groß im Verzeihen”

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Jes 55,6-9:

Sucht den HERRN, solange er sich finden lässt, ruft ihn an, solange er nahe ist. afc127c26a

Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen, der Frevler seine Pläne. Er kehre um zum HERRN, damit er Erbarmen hat in ihm, und zu unserem Gott; denn ER ist groß im Verzeihen.

Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege  –  Spruch des HERRN.
So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken.

 


“Birg mich im Schatten deiner Flügel”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche
Psalm 17 (16),1.2.6-7.8.15

Höre, HERR, die gerechte Sache,
achte auf mein Flehen,
vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!
Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil;
denn deine Augen sehen, was recht ist.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich.
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!
Wunderbar erweise deine Huld!
Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen.

Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges,
birg mich im Schatten deiner Flügel
Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen,
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.

 


Kardinal Müllers Vorstoß zur Familiensynode: Schreibt der “Spiegel” naiv oder gezielt am Thema vorbei?

Von Felizitas Küble

Auch “Spiegel”-online veröffentlichte am heutigen Nachmittag (17. September) die Sensationsmeldung, wonach Glaubenspräfekt Gerhard Müller nebst weiteren Kardinälen und hochrangigen Würdenträgern ein Buch zur kirchlichen Ehelehre AL-0005herausbringen wird, das noch rechtzeitig vor der vatikanischen Familiensynode erscheint.

Der Sammelband wird von modernistischer und linkskatholischer Seite bereits jetzt als eine Art Kampfansage verstanden, obwohl er noch gar nicht auf dem Markt ist. 

(Das CHRISTLICHE FORUM hat ebenfalls  –  schon vor dem “Spiegel”  –  über diese “heiße” Causa berichtet.)

Allerdings fällt bei Müller-Gegnern nicht zum ersten Mal ein grundlegender “Denkfehler” auf, wobei offen bleiben mag, ob es sich um mangelnde Sachkenntnis oder um einen gezielten Versuch handelt, den Standpunkt des Kardinals verzerrt darzustellen, um damit seiner inhaltlichen Position und seinem Ansehen zu schaden.

Bereits jetzt wird der vatikanische Glaubenspräfekt vielfach als “erzkonservativer Panzerkardinal” bezeichnet  –  für ihn vermutlich eine Ehre, ebenso wie seinerzeit für seinen Vor-Vorgänger im Amte: Joseph Kardinal Ratzinger, der ähnliche Titulierungen gewohnt war.

Nun zu jenem erwähnten “Zerrbild”, das der “Spiegel” bereits in seinem Titel präsentiert: “Kardinäle gegen Öffnung der Kirche für Geschiedene“.

Thema verfehlt, denn die Forderung nach einer “Öffnung für Geschiedene” erinnert an das Einrennen offener Türen. Warum?  – Weil eine Trennung als solche, selbst wenn sie dauerhaft ist und zivilrechtlich als Scheidung durchgezogen wird, niemanden vom Tisch des HERRDSC05485N ausschließt.

Die hl. Kommunion ist erst bei einer “Wiederheirat” nicht mehr erlaubt, denn auch im Falle einer Trennung/Scheidung bleibt das unauflösliche Eheband bestehen (es sei denn, die Ehe erweist sich als ungültig, somit kirchlich betrachtet als nicht existent).

Daher ist bei einer gültigen und vollzogenen Ehe zu Lebzeiten beider Partner keine weitere kirchliche H0chzeit möglich.

Eine zivilrechtliche Heirat von Partnern, bei denen einer oder beide geschieden sind, ist hingegen keine Ehe auf christlicher Basis. Diese “Wiederverheirateten” dürfen nur bei sexueller Enthaltsamkeit zu den Sakramenten gehen.

Alles andere würde der von Christus verkündeten Unauflöslichkeit der Ehe widersprechen, die in der katholischen Kirche als ein heiliges Sakrament angesehen wird.

Dies bedeutet, daß die Ehe nicht “nur” als Stiftung Gottes zur Schöpfungsordnung gehört, sondern sogar zur Heilsordnung, zum Erlösungswerk des HERRN selbst.

Die Ehe unter Getauften ist ein wirksames Abbild der Liebe Christi zu seiner Kirche; sie schenkt den Vermählten die helfende Kraft von oben bzw. die besonderen Gnaden des Ehesakramentes.

Eine noch höhere Würdigung der Ehe ist religiös und kulturell nicht denkbar.

Bereits nach wenigen Sätzen heißt es in dem erwähnten “Spiegel”-Artikel übrigens erneut über das demnächst erscheinende Müller-Buch:

“In ihren Beiträgen wenden sich die Kardinäle sowie weitere Theologen dagegen, die Kommunion in der katholischen Meßfeier an Geschiedene zu verteilen.”

Falsch, setzen!  – Richtig müßte es heißen: “…an geschieden Wiederverheiratete zu verteilen.”

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

1. Foto: Bistum Regensburg

 


“Laß deine Güte über uns walten, o HERR”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 33 (32),2-3.4-5.12.22.

Preist den HERRN mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!
Singt ihm ein neues Lied,
greift voll in die Saiten und jubelt laut!

Denn das Wort des HERRN ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verläßlich.
ER liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des HERRN.

Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist,
der Nation, die ER sich zum Erbteil erwählt hat.
Laß deine Güte über uns walten, o HERR,
denn wir schauen aus nach dir.

 


Christus erweckt den Jüngling von Nain

Heutige liturgische Evangelienlesung der kath. Kirche: Lk 7,11-17:

In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm.  Herz-Jesu_01

Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.

Als der HERR die Frau sah, wurde ER von Mitgefühl ergriffen und sprach zu ihr: Weine nicht!

Dann ging ER zu der Bahre hin und faßte sie an. Die Träger blieben stehen, und ER sprach: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf!

Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.

Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.

Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsumher.

 


“GOTT ist unser Fels und unser Erlöser”

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:

Psalm 78 (77),1-2.34-35.36-37.38a.38b.39.

Mein Volk, vernimm meine Weisung!
Wendet euer Ohr zu den Worten meines Mundes!
Ich öffne meinen Mund zu einem Spruch;
ich will die Geheimnisse der Vorzeit verkünden.

Wenn ER dreinschlug, fragten sie nach Gott,
kehrten um und suchten ihn.
Sie dachten daran, daß Gott ihr Fels ist,
Gott, der Höchste, ihr Erlöser.

Doch sie täuschten ihn mit falschen Worten,
und ihre Zunge belog ihn.
Ihr Herz hielt nicht fest zu ihm,
sie hielten seinem Bund nicht die Treue.

ER aber vergab ihnen voll Erbarmen die Schuld
und tilgte sein Volk nicht aus.
Denn ER dachte daran, daß sie nichts sind als Fleisch,
nur ein Hauch, der vergeht und nicht wiederkehrt.

 


GEDICHT über das christliche Sterben

.
Das ist ein gläubig Sterben
zu seinem Gott zu gehn,                                Duccio
der dunkeln Erd’ entfliehen
und zu der Heimat ziehen
in reine Sternenhöh’n!
 
Das ist ein gläubig Sterben,
ein Himmelsbürger sein,
beim Glanz der ew’gen Kronen
in seliger Ruhe wohnen,
befreit von Kampf und Pein.
 
Das ist ein gläubig Sterben,
der Gnadenstimme Ton
voll Majestät zu hören: 
“Komm, Kind, und schau mit Ehren
mein Antlitz auf dem Thron!”
 
Das ist ein gläubig Sterben,
dem Hirten nachzugehn.
ER führt sein Schaf zu Freuden,
ER wird dich ewig weiden,
wo Lebensbäume stehn.
 
Das ist ein gläubig Sterben,
mit Herrlichkeit gekrönt
zu Gottes Volk sich schwingen
und Jesu Sieg besingen,
der uns mit Gott versöhnt.
 
Nach Hedwig von Redern

 


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