Die Witwe Hanna, eine Prophetin, preist die Ankunft Christi im Tempel

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 2,36-40:

Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren.

Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 2_atk2926-170x115

In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des HERRN vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.

Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.


Filmbesprechung zu “October-Baby”: ein klares Plädoyer für das Leben und die Liebe in vielen Facetten!

Von Cordula Mohr

Kürzlich habe ich mir den amerikanischen Spielfilm “October-Baby” angesehen, der in den USA ein riesiger Erfolg wurde, obwohl liberale Zeitungen ihn schon vor dem Kinostart zur Schnecke machten. Doch der Streifen enthält eine wunderbare und ergreifende Geschichte:

Der Film ist so grandios, wie er auf dem Cover beschrieben wird  –  und er hat die Auszeichnung, die er bekommen hat, voll verdient. Es geht um ein junges Mädchen, das erfährt, daß es einst eine Abtreibung überlebt hat.  054601383-october-baby

Das Beeindruckenste ist die facettenreiche Art, wie die menschliche Liebe zum Ausdruck kommen kann:

Zunächst die junge Liebe von Jason und Hannah, die zunächst rein freundschaftlich beginnt; sodann sieht man, wie andere Konkurenten im Leben der Beiden eine Rolle spielen, wie das Vertrauen des Paares dennoch wächst und wie sie sich immer näher kommen, obwohl der Adoptiv-Vater Hannahs zwischenzeitlich die Beziehung der Beiden abbrechen möchte,  weil er nicht damit klarkommt, daß Hannah unbedingt ihre leibliche Mutter kennenlernen will.

Er will mit der Vergangenheit keine Verbindung mehr. Das kann man durchaus verstehen. Die Liebe der Eltern zu Hannah ist stark und sie haben sie fürsorglich und gläubig erzogen.

Diese Liebe der Eltern zeigt eine gereifte,  in Verantwortung füreinander gewachsene Liebe; sie läßt sich nicht mehr so leicht erschüttern, wenngleich Hannah nun diesen Weg in ihre Vergangenheit zurückgeht, auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Die Adoptiv-Mutter geht jedoch gut damit um.

Sodann die unglaublich nette Krankenschwester, die ein Zeichen der Nächtstenliebe abgibt: sie hilft Hannah, näher ans Ziel zu kommen, indem sie ihr die Geschichte der leiblichen Mutter erzählt und die Adresse dieser Frau übermittelt.

Gezeigt wird zudem die Liebe eines Polizisten, der Vater eines vierten Kindes wird und sich darauf sehr freut. Er läßt Hannah und ihren Freund wieder frei, obwohl sie in das Krankenhaus ihrer einstigen Geburt eingebrochen sind, um die Krankenakte Hannahs zu lesen. Der Polizeibeamte empfindet Mitleid und hilft ebenfalls mit einer Adresse.

Die leibliche Mutter Hannas wird an eine zerissene und zerstörte  Liebe erinnert  – wegen der damals mißlungenen Abtreibung. Sie leidet noch heute daran. Es wird deutlich, daß sie sich schwer getan hat mit ihrer Entscheidung gegen das ungeborene Kind.

Im Film kommt zudem ein guter, liebenswürdiger Priester vor, der Hannah mit seinem Rat aus ihrer schwierigen Gefühlslage befreit, in die sie durch ihre Suche nach der Wahrheit geraten ist. Er hilft ihr, der leiblichen Mutter zu vergeben.

So viele verschiedenartige Facetten der Liebe kommen also in diesem bewegenden Spielfilm zum Ausdruck. Mehr sollte nicht verraten werden, weil es sich lohnt, den wunderschönen Film selbst anzuschauen  –  abgesehen von dem Hinweis, daß sich nach Fertigstellung des Films herausstellte, daß die christlich-gläubige Hauptdarstellerin selber eine Abtreibung hinter sich hat, die sie zutiefst bereut.


ER wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird

Wir feiern heute das FEST der Darstellung des HERRN: Lk 2,22-40:

Dann kam für sie der Tag der vom Gesetz des Moses vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem HERRN zu weihen gemäß dem Gesetz des HERRN, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem HERRN geweiht sein. 

Foto: Paul Badde

Foto: Paul Badde

Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des HERRN vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des HERRN gesehen habe.

Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten:

Nun läßt du, HERR, deinen Knecht, wie du gesagt hast,
in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet,
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden.
Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, der Mutter Jesu:

Dieser ist dazu bestimmt,
daß in Israel viele durch ihn zu Fall kommen
und viele aufgerichtet werden,
und ER wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.
Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden.
Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.

Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des HERRN vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.
Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.


HANNAH im Alten und MARIA im Neuen Bund – sie sind Prophetinnen des Ewigen

Erstes Buch Samuel 2,1.4-5.6-7.8abcd:

Hannah betete und sprach:

Mein Herz ist voll Freude über den HERRN,                                                          TochterZion
große Kraft gibt mir der HERR.
Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Widersacher;
denn ich freue mich über deine Hilfe.
 
Der Bogen der Starken wird zerbrochen,
die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.
Die Satten verdingen sich um Brot,
doch die Hungrigen können feiern für immer.
 
Die Unfruchtbare bekommt sieben Kinder,
doch die Kinderreiche welkt dahin.
Der HERR macht tot und lebendig,
ER führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.
Der HERR macht arm und macht reich;
ER erniedrigt und ER erhöht.
 
Den Schwachen hebt ER empor aus dem Staub
und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt;
ER gibt ihm einen Sitz bei den Edlen,
einen Ehrenplatz weist ER ihm zu.
Ja, dem HERRN gehören die Pfeiler der Erde;
auf sie hat ER den Erdkreis gegründet.

Evangelium nach Lukas 1,46-56:                                                                                                                                             media-373855-2

Und Maria sprach:                                 

Meine Seele preist die Größe des HERRN,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
 
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat ER geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
 
Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan,
und Sein Name ist heilig.
ER erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die IHN fürchten.
 
ER vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
ER zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
ER stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt ER mit seinen Gaben
und läßt die Reichen leer ausgehen.
 
ER nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das ER unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. 

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