Ausgerechnet Indonesiens Präsident erhält Staatsmänner-Preis, obwohl er Minderheiten unterdrückt

Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono setze sich für religiöse Toleranz ein. Darum möchte ihn die Stiftung “Appeal of Conscience” am 30. Mai mit dem diesjährigen “World Statesman Award” ehren, der häufig an bekannte Staatsmänner verliehen wird.

Das Geistlichen-Forum von Jakarta, Banten und Westjava  -  ein Zusammenschluss von christlichen Leitern  –   kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Präsident Yudhoyono kümmert es nicht, wenn in seinem islamisch geprägten Land Minderheitsreligionen unterdrückt werden.

Foto: HMK

Foto: HMK

Das Forum führte im Mai einen Marsch von etwa 50 Personen aus christlichen und muslimischen Konfessionen zur US-Botschaft in Jakarta an, um dort ein Protestschreiben gegen die Entscheidung der Stiftung abzugeben, Yudhoyono zu würdigen.

“Er ist der Präsident der Intoleranz”, sagte Pfarrer Palti Panjaitan von der evangelischen Filadelfia Church. Die “Appeal of Conscience”-Stiftung aus New York sieht sich selbst als “konfessionsübergreifende Koalition von führenden Geschäftsleuten und Religionsführern, die Frieden, Toleranz und die Lösung ethnischer Konflikte fördert”.

Mit dem jährlichen “World Statesman Award” wurden u.a. schon der kanadische Premierminister Stephen Harper, der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown ausgezeichnet. Der Koordinator des Geistlichen-Forums, Pfarrer Erwin Marbun, zeigte sich entsetzt, dass die Stiftung sich nun für Präsident Yudhoyono als nächsten Preisträger entschieden hat.

Christliche Kirchen sind in Indonesien immer wieder Bulldozern zum Opfer gefallen. Für den Nachrichtendienst AFP ist das ein Beleg für die “durch das Land fegende religiöse Intoleranz”.

“Tatsache ist, dass Präsident Yudhoyono das geltende Recht nicht durchsetzt”, so Pfarrer Marbun. “Sehen Sie sich nur die Schließung der Stätten der Anbetung an, sowohl bei uns Christen als auch bei islamischen Minderheiten.”

Die sich seit 2004 an der Macht befindende Yudhoyono-Regierung hat im Jahr 2006 Vorschriften für Religionsgemeinschaften herausgegeben. Möchte eine solche Gemeinschaft ein gottesdienstliches Gebäude errichten, müssen 60 Personen aus verschiedenen Religionen der Nachbarschaft per Unterschrift zustimmen, und es muss die Genehmigung des örtlichen Religionsamtes erlangt werden.

Quelle: Open Doors Deutschland


Ägypten: Christlich-koptische Lehrerin wegen angeblicher Islamkritik verhaftet

Die 24-jährige koptische Grundschullehrerin Demiana Ebeid Abdelnour ist seit dem 8. Mai wegen angeblicher Blasphemie in Untersuchungshaft. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurde sie von drei Schülern einer Grundschule in Luxor beschuldigt, in ihrem Unterricht über die Geschichte der Weltreligionen den Islam und den Propheten Mohammed beleidigt zu haben.

Die IGFM fordert vom ägyptischen Präsident Mursi die sofortige Freilassung der Lehrerin und die Abschaffung jeglicher Blasphemie-Gesetzgebung. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Grundschullehrerin wurde vom Unterricht suspendiert und musste sich vor drei Untersuchungsausschüssen verantworten. Die Eltern der drei Schüler warfen ihr vor, den ehem. koptischen Papst Shenouda mit dem Propheten Mohammed verglichen zu haben und jedes Mal, wenn sie den Namen Mohammed erwähnte, ihre Hand auf ihren Magen oder ihren Hals zu legen. Sie wies alle Vorwürfe zurück und wurde von allen Untersuchungsausschüssen freigesprochen.

Nach Angaben der IGFM befindet sich Frau Ebeid Abdelnour dennoch weiter in Untersuchungshaft.

„Der IGFM werden immer wieder Fälle von unrechtmäßigen Blasphemievorwürfen und folgenden Übergriffen gemeldet. Opfer sind vor allem religiöse Minderheiten, insbesondere Christen“, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. „Da in der Praxis nur eine einzige Religion gegen Blasphemie geschützt und vor allem weil Blasphemiegesetze oft missbraucht werden, sollten sie ganz abgeschafft werden.“

Medhat Klada, Vorsitzender der European Union of Coptic Organizations for Human Rights (EUCOHR), zeigt sich empört über diesen jüngsten „Blasphemie“-Fall: “Die Anwendung des Blasphemiegesetzes in Ägypten ist diskriminierend. Wenn ein Muslim eine Bibel verbrennt, geschieht gar nichts, wenn eine koptische Lehrerin die Geschichte der Weltreligionen vorträgt, wird sie wegen Blasphemie angeklagt.“

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/laender/aegypten/

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland


Algerien: Christen durch Anti-Missionsgesetz benachteiligt – Ex-Muslime werden enterbt

Ein 2006 in Kraft getretenes Anti-Missionsgesetz beschränkt die Religionsausübung nicht-islamischer Bürger. Es verbietet Christen, mit Muslimen über ihren Glauben zu sprechen. Kirchen werden von staatlicher Seite überwacht und immer wieder geschlossen.

Viele Christen   werden durch das Anti-Missionsgesetz zu Gefängnis- oder Geldstrafen verurteilt. Trotzdem wächst in Algerien die Gemeinde der Gläubigen. Vor allem im Norden Algeriens entscheiden sich viele Berber (Kabylen) für ein Leben als Christ.

Diese Entscheidung bedeutet für einen Algerier, dass er sich der Verfolgung aussetzt. Die algerischen Christen werden täglich damit konfrontiert. Sie erleben verbale und körperliche Gewalt, Verleumdungskampagnen in den Medien bis hin zu Zwangsscheidungen von Ehepaaren.

Kürzlich wurde Mecheri, ein Berber und Christ aus dem Norden, von seinem eigenen Bruder vor Gericht gestellt. Da Mecheri sich zum christlichen Glauben bekennt, leitete sein Bruder ein Enterbungsverfahren gegen ihn ein.

Hintergrund ist ein Gesetz aus dem Jahre 1984. Es besagt, dass jemand, der dem Islam den Rücken kehrt, keinen Anspruch auf seinen Anteil vom Erbe eines Muslims hat.

Kurz nachdem Mecheri Christ wurde, stellte man ihn unter Anklage. Er wurde der Apostasie (des Glaubensabfalls) beschuldigt und auf die örtliche Polizeibehörde bestellt. Dort sollte er sich zu Mohammed und Allah bekennen. “Das kann ich nicht, weil ich Christ bin”, sagte Mecheri dort und wird seitdem noch argwöhnischer beobachtet und kontrolliert.

Quelle: Christliches Hilfswerk “Open Doors”


US-Jahresbericht: Islamische Länder mißachten die Religionsfreiheit am meisten

Zehn der 15 Staaten, in denen die Religionsfreiheit weltweit am stärksten missachtet wird, sind Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit. Zu diesem Ergebnis kommt die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit in ihrem Jahresbericht für 2013.

Die intolerantesten Länder sind demnach derzeit Ägypten, Burma, China, Eritrea, Iran, Irak, Nigeria, Nordkorea, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Vietnam.

In Ägypten beispielsweise habe es die Regierung versäumt, die koptischen Christen vor Übergriffen zu schützen, so die Kommission. Obwohl sie zehn Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes ausmachten, würden Kopten verfolgt, eingesperrt oder gar ermordet.

Nicht besser sei die Lage im Iran für religiöse Minderheiten wie Christen, Bahai oder Sufis. Dort hätten Drohungen, Übergriffe und Inhaftierungen in den vergangenen Monaten zugenommen.  -  In Pakistan und Nigeria sorgten Extremisten für eine Welle der Gewalt „in noch nie dagewesenem Ausmaß“, die langfristig sogar die Stabilität der beiden Länder bedrohe.

Das Land, das die Religionsfreiheit weltweit am meisten unterdrückt, bleibt dem Bericht zufolge aber das kommunistische Nordkorea, wo Bürger wegen „illegaler religiöser Aktivität“ in Arbeitslager gesperrt würden.

Quelle: http://www.idea.de


Alevitischer Aufruf zur Distanzierung von der islamischen Scharia

Gemäßigte islamische Glaubensrichtung verteidigt Grundgesetz und Rechtsstaat gegen die Scharia

Gemeinsame Pressemitteilung von Vereinen und Verbänden der Alevitischen Gemeinden in Bayern:

Die Scharia (der politische Islam) ist das Haupthindernis der Integration von Islamangehörigen und die Hauptgefahr des friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Glaubensrichtungen.

Die Distanzierung von der Scharia ist der Hauptschlüssel für die notwendige Integration und Partizipation von unterschiedlichen Religions- und Glaubensgemeinschaften in unserer Gesellschaft.

Laut Artikel 1,1 des Grundgesetzes ist die Würde des Menschen unantastbar. Diese Ewigkeitsklausel unseres Grundgesetzes wird von der Scharia und ihren Anhängern nicht beachtet, weil diese deren Meinung nach „nicht von Allah, sondern von Menschen gemacht worden“ sei. Diese ruft zu Recht bei den Menschen in Deutschland berechtigte Ängste hervor.

“Scharia ruft berechtigte Ängste hervor”

Die islamistische Scharia stellt für die elementaren Grundrechte, wie z.B. Achtung der Menschenwürde, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Freiheit der Meinungsäußerung sowie der Religionsfreiheit eine große Gefahr und Bedrohung dar. Unsere Werte müssen von überzeugten Demokraten mit Selbstbewusstsein vertreten und gleichzeitig der Verzicht auf die Scharia energischer einfordert werden.

Verbänden und Vereinen, die sich für die Integration, Partizipation und das friedliche Zusammenleben mit unterschiedlichen Religions- und Glaubensangehörigen in unserer Gesellschaft einsetzen wollen, müssen sich aktiv von der Scharia distanzieren und sich gleichzeitig uneingeschränkt zum Grundgesetz bekennen.

Dafür setzt sich Dr. Aydın Fındıkçı seit Jahren ein. Aus diesem Grund wird er von den Anhängern der islamistischen Scharia öffentlich verleumdet, beleidigt, beschimpft und sogar als „islamfeindlich“ bezeichnet.

“Die Scharia ist nicht vereinbar mit dem Grundgesetz”

Mit unserer gemeinsamen Erklärung möchten wir uns der Forderung Dr. Aydın Fındıkçıs anschließen, mit ihm solidarisieren und folgende Botschaften übermitteln:
1. Die Scharia ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.
2. Wir lehnen anachronistische Glaubenssätze ab.
3. Wir setzen uns für die demokratischen und freiheitlichen Werte sowie für die Gleichstellung der Geschlechter ein.
4. Die Kooperation und Unterstützung der öffentlichen Stellen mit Anhängern der Scharia leistet keinen Beitrag zur Integration und friedlichem Zusammenleben von unterschiedlichen Religions- und Glaubensgemeinschaften in unserer Gesellschaft.

Die Unterzeichner dieser Erklärung bekennen sich uneingeschränkt zum Grundgesetz und distanzieren sich mit aller Deutlichkeit von der Scharia.

Ingolstadt, den 7. Mai 2013.

Unterzeichner:
1. Alevitisches Kulturzentrum Ingolstadt, Seeholzer Str. 22, 85053 Ingolstadt
2. Alevitische Gemeinde München e.V. Neuherbergstr. 2, 80937 München
3. Alevitische Gemeinde Neufahrn und Umgbung e.V.,Gottfried-von-Cramm-Str. 7,85375 Neufahrn
4. Alevitische Jugend München, Neuherbergstr. 2, 80937 München
5. Alevitische Gemeinde Krumbach, Dr. Schlögelstr. 10, 86381 Krumbach
6. Alevitisches Kulturzentrum Und Cem Haus Augsburg E.V., Jörg-Breu-Str. 9, 86154 Augsburg
7. Alevitisches Kulturzentrum Augsburg, Bozener Str. 4a, 86165 Augsburg
8. Alevitischer Kulturverein Landshut, Tuchwalkerstr. 5, 84034 Landshut
9. Alevitischer Kulturverein Günzburg, Stadtberg 29, 89312 Günzburg
10. Alevitische Gemeinde Hof, Gabelsbergerstr. 1, 95028 Hof
11. Alevitisches Kulturzentrum Mainburg, Bahnhofstr. 9a, 84048 Mainburg
12. Alevitisches Kulturzentrum Nürnberg, Rehdorferstr. 6, 90431 Nürnberg
13. Alevitischer Kulturverein Plattling, Silostr. 6, 94447 Plattling
14. Aleviten Kulturzentrum Miesbach e. V., Tiefenbachstr. 5 D-83734 Hausham
15. Alevitisches Kulturzentrum Rosenheim, Schönfeldstr. 19, 83022 Rosenheim
16. Alevitisch-Bekt. Kulturbund, Grabenstr. 6, 90552 Rothenbach-Pegniz
17. Alevitisches Kulturzentrum Schweinfurt, Johann-Georg-Gademann Str. 7, 97424 Schweinfurt
18. Alevitischer Kulturverein Memmingen e.V., Mittereschweg 1, 87700 Memmingen
19. Şahhaydar Kılıç: Mitglied des Ausländerbeirats München
20. Hüseyin Çelik: Generalsekretär des Diplinärausschußes Föderation der Alevitschen Gemeinde in Deutschland

Vorsitzende: Ercan KARA,  Seeholzer Str. 22, D-85053 Ingolstadt
Mail: ercan.kara@arcor.de
 

Bangladesch: Demonstration islamischer Steinewerfer eskaliert: 29 Tote

Bei einer Demonstration islamischer Aktivisten in Bangladesch sind am Sonntag nach Angaben des vatikanischen Fidesdienstes 29 Menschen getötet worden. Unter Führung der Hefatjat-e-Islam-Gruppe gingen in der Hauptstadt Dhaka tausende Teilnehmer für ein striktes islamisches Anti-Blasphemiegesetz auf die Straße.

Im Gewerbeviertel Motijeehl eskalierte die Demonstration durch eine Gruppe beteiligter Steinewerfer, die die Polizei mit Gummigeschossen auseinander bringen wollte. Nach Polizeiangaben zielten die gewalttätigen Aktivisten auf Sicherheitskräfte und setzten Geschäfte und Fahrzeuge in Brand. Ein Teil der Stadt konnte wieder gesichert werden, wobei sich einige der Demonstranten noch in den Geschäftsgebäuden versteckt hielten, so die Polizei am heutigen Vormittag.

Quelle: Radio Vatikan / vatik. Nachrichtendienst “Fides”


Ägypten: Islamische Fatwa verbietet Ostergrüße an Christen

Anlässlich des koptischen Osterfestes am vergangenen Wochenende erließ Abd al-Rahman al-Barr, eine der bedeutendsten Führungspersönlichkeiten der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei der Muslimbrüder eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten), das es Muslimen verbietet, koptischen Christen Ostergrüße zu überbringen.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sieht darin einen Ausdruck der fortschreitenden Diskriminierung der koptischen Minderheit. In den vergangenen Monaten wurden der Menschenrechtsgesellschaft vermehrt Angriffe auf Kopten und deren Gotteshäuser gemeldet. media-80458-2

Nach al-Barr widerspricht das koptische Osterfest dem muslimischen Glauben: „Jesus ist nicht gestorben und wurde nicht gekreuzigt (…). „Wir überbringen keine Grüße für ein Fest, das in unseren Augen falsch ist“, so al-Barr. Der Koran erkennt Jesus als Propheten, aber nicht als Sohn Gottes an. Sayed Mustafa, stellv. Vorsitzender der salafistischen Nour-Partei, erklärte ebenfalls öffentlich, dass Muslime den Kopten keine Festtagsgrüße überbringen sollten.

Nach Auffassung von IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin stellt diese Fatwa einen Bruch mit der bisherigen Praxis der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei dar, Grußkarten an den koptischen Papst zu versenden und hochrangige Vertreter der Partei zur Ostermesse zu schicken, um dort die Ostergrüße an Mitglieder der koptischen Gemeinde zu überbringen. „Diese Fatwa ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Diskriminierung der koptischen Minderheit in Ägypten auf dem Vormarsch ist“, so Lessenthin.

Mit großer Sorge stellt die IGFM eine Zunahme der Angriffe auf koptische Christen und deren Gotteshäuser dar. Bei den jüngsten religiösen Unruhen in el-Khousous in der Provinz al-Qualyubiyya Anfang April fünf koptische Christen ums Leben. Bei dem anschließenden Begräbnis kam es erneut zu gewaltsamen Ausschreitungen, zwei weitere Tote waren zu verzeichnen. Wie die staatliche Zeitung Al-Ahram berichtet, wurden seit dem Machtwechsel in Ägypten 25 Kirchen angegriffen, insgesamt 59 Kopten starben bei gewaltsamen Ausschreitungen.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten:
http://www.igfm.de/laender/aegypten/

Facebook-Seite der IGFM:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland

 


Mega-Studie: 40% der muslimischen Palästinenser finden Selbstmordattentate o.k.

Vier von zehn Muslimen in den Palästinensischen Autonomiegebieten (Westbank) sind der Meinung, dass Selbstmordanschläge gegen Zivilisten zur Verteidigung des Islam gerechtfertigt seien.

Dieses besorgniserregende Ergebnis erbrachte eine Studie des amerikanischen „PEW Resarch Centers“ in Washington D.C., die jetzt veröffentlicht wurde. Für die repräsentative Untersuchung waren knapp 1000 erwachsene Palästinenser befragt worden.

Weltweit wurde die Studie in 39 muslimischen Ländern durchgeführt. Nirgendwo fanden Selbstmord-Attentäter eine derart hohe Akzeptanz wie bei den Palästinensern. Für die Studie waren 38.000 Muslime in 80 Sprachen befragt worden.

Die Untersuchung ergab ferner, daß 89 Prozent der Palästinenser die islamische Scharia als offizielles Gesetz haben wollen. 87 Prozent waren der Meinung, daß eine Ehefrau ihrem Mann immer gehorchen müsse. Lediglich 16 Prozent der befragten Palästinenser gaben an, daß sie über den christlichen Glauben und die Frömmigkeitspraxis der Christen Bescheid wüßten.

Quelle: http://www.israelheute.com


Studie: Wie Deutsche über Religionen denken. Große Skepsis gegenüber dem Islam

Die Deutschen bewerten die Religionen in Deutschland sehr unterschiedlich. Während die Mehrheit das Christentum, den Buddhismus und das Judentum als Bereicherung wahrnimmt, wird der Islam deutlich kritischer gesehen.

Das geht aus dem am 28. April 2013 veröffentlichten Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung hervor. Danach empfinden drei Viertel der Westdeutschen (76%) das Christentum als bereichernd, im Osten sind es 64%.  media-80458-2

Mehrheitlich positiv bewertet werden auch der Buddhismus (West: 62% / Ost: 48%) und das Judentum (West: 53% / Ost: 52%.) Knapp dahinter folgt der Hinduismus (West: 49% / Ost: 42%).

Den Islam betrachten dagegen nur 31% als Bereicherung (im Osten 21%). Jeder zweite Deutsche (51%) sieht in dieser Religion vielmehr eine Bedrohung; im Osten sind es sogar 57%.

Im Blick auf den Atheismus sind die Meinungen der Westdeutschen geteilt: 36% halten ihn für eine Bedrohung und 34% für eine Bereicherung. Im Osten, wo nur etwa ein Fünftel der Bevölkerung einer christlichen Kirche angehört, wird der Atheismus positiver gesehen. Fast jeder Zweite (49%) betrachtet ihn als Bereicherung (16% als Bedrohung).

Quelle: http://www.idea.de


Israels Botschafter Ron Prosor vor der UNO: Die Welt ruht auf drei Säulen: Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden

Der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Botschafter Ron Prosor (siehe Foto), hat am vorigen Mittwoch im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in der offenen Debatte zum Nahen Osten gesprochen und sagte dabei:

„Die jüdische Tradition lehrt, dass die Welt auf drei Säulen ruht: Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden. Ich würde heute gern über die drei Säulen sprechen, auf denen ein echter und dauerhafter Frieden in unserer Region stehen muss. […]

Die erste Säule: Frieden muss auf einer Basis der Erziehung zur Toleranz und Koexistenz gebaut werden. […]

Es braucht keinen Stadtplaner, um zu verstehen, dass Palästinenser nicht über die nötigen Vorlagen dafür verfügen, eine friedliche Nachbarschaft aufzubauen. Von der Wiege bis zum Kindergarten, von den Sommerlagern bis in die Fußballstadien erfüllen Botschaften der Intoleranz die palästinensische Gesellschaft. […]

Wie können wir erwarten, dass Kinder im Gazastreifen Toleranz lernen, wenn ihre eigenen Führer sie Tag für Tag unterdrücken?

Die Hamas knechtet  das eigene Volk

Die Hamas hat die Koedukation abgeschafft, Frauen verhaftet, weil sie Fahrrad fahren und ihnen verboten, ohne Kopftuch in der Öffentlichkeit zu erscheinen. Anfang des Monats hat die Polizei der Hamas Dutzende junger Männer von der Straße geholt und sie brutal geschlagen, weil sie die angebliche „Straftat“ begangen hatten, zu enge Hosen zu tragen. […]

Die zweite Säule: Frieden muss auf der klaren Anerkennung dessen aufgebaut werden, dass Israel der Nationalstaat des jüdischen Volkes ist. […]

Israel ist der Zweistaatenlösung verpflichtet. 1947 haben wir bereitwillig den Plan der UN akzeptiert, zwei Staaten in der Region zu schaffen, einen arabischen und einen jüdischen. Gleichzeitig haben die arabischen Führer die Existenz eines jüdischen Staates abgelehnt. 65 Jahre später haben Sie immer noch nicht gehört, dass die palästinensischen Führer von zwei Staaten für zwei Völker sprechen. […]

Während Präsident Abbas über den Frieden spricht, umarmt er weiter öffentlich die Hamas. Erst kürzlich hat Abbas wieder seine Anstrengungen erneuert, einen Pakt der Einheit mit der Hamas zu schließen, einer Terrororganisation, die sich der Vernichtung Israels verschrieben hat.

In einem Interview mit dem russischen Sender RT ging Abbas vergangenen Monat so weit, zu sagen: ‚Ich sehe keinen großen Unterschied” zwischen der Politik der Palästinensischen Autonomiebehörde und der der Hamas. […]

Die dritte Säule: Frieden muss auf Sicherheit aufgebaut werden.

Raketenangriffe aus Gaza, obwohl es dort keine israelischen Siedlungen gibt

Auch in diesen Tagen werden die Städte und Gemeinden Südisraels vom Gazastreifen aus beschossen. Dies geschieht, obwohl es seit 2005 nicht eine einzige israelische Siedlung im Gazastreifen gibt. […] Die Lage im Gazastreifen ist für uns eine Lehre in Bezug auf jede zukünftige Vereinbarung zum Westjordanland. […]

Das iranische Atomprogramm entwickelt sich weiter mit der Geschwindigkeit eines Schnellzuges. Die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, es aufzuhalten, bewegen sich dagegen mit der Geschwindigkeit eines Regionalzuges, der an jedem Bahnhof anhält, um einige Nationen ein- oder aussteigen zu lassen. […]

Seit der Geburt Israels vor 65 Jahren wurden wir gezwungen, sechs Kriege in sechs Jahrzehnten zu führen, um unsere Existenz zu verteidigen. Wir wissen, dass Frieden seinen Preis hat. Wir wollen Frieden, doch nicht um jeden Preis. Wir werden die Bedrohungen, die uns umgeben, nicht ignorieren. […]

Die Architektur des Friedens war niemals deutlicher. Da wir im Nahen Osten vor historischen Herausforderungen stehen, war es niemals wichtiger, die Säulen der Toleranz, der gegenseitigen Anerkennung und der Sicherheit zu stärken.

Dies sind die Vorlagen, denen Israelis und Palästinenser und auch alle anderen im Nahen Osten folgen müssen, wenn wir in Frieden, Sicherheit und Wohlstand leben wollen.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin / Israel. Vertretung bei der UNO


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