Judenhaß bei Demonstrationen: Wo bleibt der Protest von muslimischer Seite?

Von Peter Helmes

In den letzten Wochen und Monaten ist die  –  teilweise berechtigte  –  Kritik an Israel ausgeartet. Bundesweit, vor allem in zahlreichen deutschen Großstädten, verleihen Demonstranten ihrer Wut über Israels Vorgehen im Gazastreifen Ausdruck.

Gleichzeitig warnen Hunderte pro-israelischer  Gegendemonstranten vor einer neuen Antisemitismus-Welle. DSC_0014

Bei den „Gaza-Protesten“ fallen die vielen judenfeindlichen Parolen auf: Es gab z. B. Sprechchöre mit den Worten “Kindermörder Israel” und Plakate mit der Forderung “Stoppt Völkermord”.

BILD: Auch Kinder werden  –  wie hier vorige Woche in Berlin  –  für Lautsprecher-Parolen vereinnahmt (Foto: Michael Leh)

Aus Kritik an Israel wird Judenhetze. Polizei und Politik hatten im Vorfeld die Veranstalter in mehreren Bundesländern aufgefordert, antisemitische Propaganda bei den Kundgebungen zu verhindern, und der Zentralrat der Muslime hatte die Demonstranten ermahnt, sich angemessen zu verhalten. Das war´s dann aber auch von dieser Seite. Die Polizei spricht allenthalben von “aufgeladener Stimmung”.

Die Hetze gegen Juden heute in Deutschland klinge wie vor 80 Jahren, sagte z. B. der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach im Deutschlandfunk (24.7.14). Aber jetzt gebe es einen fundamentalen Unterschied: Die Juden sind im Dritten Reich vom Staat verfolgt worden, heute aber hat der Staat die Aufgabe, die Juden zu schützen: „Es ist ja keine Mehrheit, sondern es ist eine radikale Minderheit, die in dieser Form gegen unsere jüdischen Mitbürger hetzt. Und deshalb muß der Staat auch konsequent einschreiten.”

Das Bild, das sich bei den Protestdemos der Öffentlichkeit darbietet, ist gerade für Deutschland alles andere als erfreulich; denn wenn gerufen wird “Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!” oder wenn Symbole einer terroristischen Organisation gezeigt werden und die Polizei nicht eingreift, kann man leicht zur Überlegung gelangen, als würde der Staat ein solches Verhalten achselzuckend dulden. Und dieser Eindruck ist fatal. DSC_0335

Der Aufzug der Israel-Feinde war in einigen Städten (z.B. Berlin, Kassel, Frankfurt etc.) häßlich und aggressiv. War anderes zu erwarten, wenn jene am Al-Kuds-Tag auf die Straße gehen, die ein „judenfreies Jerusalem“ wollen?

BILD: Muslime demonstrieren in Berlin gegen Israel. Das Transparent “Zionisten raus aus Jerusalem” fordert die Vertreibung von Juden aus der Heiligen Stadt (Foto: Michael Leh)

Mit wenigen Ausnahmen hat die oft geforderte Polizei ihre Bewährungsprobe bestanden. Erneut zu versagen wie kürzlich in Berlin, hätten sich weder Polizeiführung noch Innensenatoren etc. erlauben können.

Gehört islamischer Judenhaß auch zu Deutschland?

Als der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff in seiner Antrittsrede sagte, der Islam gehöre zu Deutschland, erntete er Protest, aber auch Zustimmung interessierter Kreise. Ich hätte nichts  dagegen, wenn Wulff sich nunmehr ebenso laut zu den antiisraelischen Angriffen äußern und seinen Satz „leicht“ abgeändert wiederholen könnte: „ Judenfeindlicher Islam gehört zu Deutschland! Und das müssen wir bekämpfen.“

Um nicht mißverstanden zu werden: Wir sind ein Land mit einer christlichen Tradition, auch mit jüdischen und griechischen Wurzeln, wir haben eine christliche und auch jüdisch geprägte  Tradition. Aber wir haben keine islamische Tradition. Deshalb ist der Islam kein Teil unserer Identität und kann es auch nicht sein.

Unheilige Allianz von Islamisten, Linksradikalen und Neonazis

Einer Erkenntnis kann wohl kaum widersprochen werden: Deutschland importiert mit der Zuwanderung einen „islamistischen Antisemitismus“, der eine unheilige Koalition mit Teilen der politischen Linken und mit Neonazis in Deutschland eingeht.

Wenn daraus dann auch noch Gewalt resultiert, die sich gegen Juden entlädt, indem sie sogar verfolgt und auf der Straße angegriffen werden, dann ist die Grenze dessen, was ein Rechtsstaat tolerieren kann, weit überschritten. Solch haßgeprägten Leuten sollte man keinen Platz in unserer Gesellschaft einräumen. deutschland-israel-flag

Vor wenigen Tagen erst gab es in einer Freitagspredigt in einer Berlin-Neuköllner Moschee den Aufruf, die Juden seien sowieso die Schlächter des Propheten, und Allah möge die israelischen Soldaten bis zum letzten Mann töten. Das ist Volksverhetzung pur!

Aber was wird passieren? Es wird wohl ein monatelanges Ermittlungsverfahren eröffnet und dann vielleicht irgendwann im Sande verlaufen.

Selbstverständlich gibt es in Deutschland Meinungsfreiheit, aber man muß aufpassen, daß man das Richtige sagt. Denn selbst derjenige, der sich heute sehr sachlich und unter Benennung von Fakten mit dem Islamismus auseinandersetzt oder mit dem Antisemitismus, den es im Islam unstreitig gibt, riskiert sofort den Vorwurf der „Xenophobie“ oder „Islamophobie“.

Wir trauen uns nicht mehr, die Dinge beim Namen zu nennen. Das haben wir uns leider schon in vielen Fällen abgewöhnt, offensichtlich in der Annahme, wenn wir über die Probleme nicht sprächen, dann falle  es auch niemandem auf, daß es die Probleme wirklich gibt. Aber mit Tabuisierung und mit Relativierung löst man die Probleme nicht, man verschärft sie nur.

Tabuisierung und Relativierung

Eine weitere Unsitte hat sich eingeschlichen und wird brutal durchgezogen: Bei Diskussionen und Kommentaren über Hamas- oder ISIS-Terror gegen Juden oder israelische Einrichtungen folgt in weiten Teilen der Medien zwar ein pflichtgemäßes Bedauern, aber schon nach wenigen Sätzen bzw. Sekunden schwenkt der Kommentar sofort über auf den eigentlich Schuldigen: Israel, „wegen Gaza“.

Um es klar zu sagen: Natürlich macht Israel Fehler, das darf man sagen, ob hier oder in Israel.

Aber wenn Muslime behaupten, sie kritisierten nur die Politik Israels und nicht die Juden, dann zeugt das von politischer Unkenntnis und Heuchelei. Sie müssen sich die Frage gefallen lassen: Warum demonstrieren sie nicht auch gegen die terroristische ISIS, die Hisbollah und andere Islamisten, die in Syrien und im Irak tagtäglich auf barbarische Art Christen und gemäßigte Muslime töten? 

Und warum wird in Diskussionen und Medien oft unterschwellig, aber auch offen der Staat Israel mit der Organisation Hamas oder ISIS oder Hisbollah auf eine Stufe gestellt, als ob es sich hierbei um  gleichgewichtige, gleichschlimme (oder nicht) Gebilde handle.

Israel ist ein demokratischer Staat, die Hamas z. B. aber ist eine Kampforganisation, die per Selbstdefinition den Staat Israel vernichten will.

Erschreckender Antisemitismus unter Muslimen

Schon wahr, es haben sich die Vertreter der wichtigen islamischen Verbände von den Haßparolen distanziert. Trotzdem ist offenbar geworden: Der Antisemitismus unter Muslimen ist erschreckend weit verbreitet und aggressiv. Und er droht weiter zuzunehmen. Die Antisemitismusforscher haben das Thema bisher weitgehend ausgeklammert. Diese Ignoranz muß ein Ende haben. Wer Judenhaß ins Land trägt, wird Islam- und ganz allgemein Ausländerhaß ernten.

Islamverbände in Deutschland argumentieren gerne, daß sie hier bei uns lebten, sei Grundlage und Ergebnis eines kulturellen und moralischen Austausches, der die drei Buchreligionen seit Jahrhunderten verbinde. Wäre dies so, müßten die Muslime sich nun ausdrücklich gegen die antisemitischen Exzesse auf Anti-Israel-Demonstrationen stellen und sie anprangern.

BILD: Große Moschee in Köln-Ehrenfeld (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Es geht um die Frage, ob im Zuge einer politischen Auseinandersetzung Religionen und ihre Anhänger dämonisiert werden dürfen. Dagegen protestieren, ja kämpfen muslimische Verbandsvertreter zwar jeden Tag lauthals, wenn es um den Islam geht. Doch nun, wo es um die Juden geht, bleiben sie eigenartig still.

Die jüdische Gemeinde in Deutschland ist  –  neben vielen Gutmenschen  –  teils noch einseitig fixiert auf die „Rechten“, denen man „traditionellen Judenhaß“ vorwirft. Die weitaus größere und akutere Gefahr droht von der ganz linken Seite und deren islamischen Geistesverwandten.

Die Täter und deren Wurzeln haben einen Namen, sie dürfen nicht geschont werden, zumal deren Judenhaß oftmals mit einem entsprechenden Deutschenhaß korrespondiert! Es ist höchste Zeit, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Arabischstämmige Antisemiten sind keine „komischen Vögel“, wie der linksgerichtete Historiker Wolfgang Benz jüngst meinte, die nicht ausreichend integriert seien. Mit solchen Verharmlosungen sollen die eigentlich Schuldigen verdeckt werden, auf daß bloß kein unerwünschter Zungenschlag die Debatte erreicht. Das aber ist nicht mehr „komisch“.

Israelfeindlichen Al-Kuds-Tag verbieten

Am letzten Freitag im Ramadan, also heuer am 25.7., machen islamistische Gruppen wie alle Jahre auf die Besetzung Jerusalems (arabisch: al-Kuds) durch Israel aufmerksam. Und daß dies kein versöhnliches Ereignis ist, das zeigt allein der Blick auf den Erfinder dieses Gedenktages. 1979 rief Irans Ajatollah Chomeini den Al-Kuds-Tag ins Leben, seither immer wieder garniert mit Vernichtungsdrohungen gegen Israel. DSC_0405

Ein Tag also, an dem Moslems in aller Welt zur Vernichtung des Staates Israel aufrufen. Dies widerspricht ganz entschieden unserer Staatsraison. Der Al-Kuds-Tag gehört daher selbstverständlich verboten.

BILD: Demonstration in Berlin mit israelfeindlichen Parolen wie “Zionismus ist Rassismus” (Foto: Michael Leh)

Und die Bürger unseres Landes sollten, solange es diesen Tag gibt, ihre Stimme erheben, lautstark dagegen protestieren und unsere Volksvertreter dazu aufrufen, ein entsprechendes Verbots-Gesetz zu erlassen.

Diese Forderung gilt für die deutsche Politik ebenso wie für die Muslime. Unser Strafgesetzbuch wirkt in diesem Bereich offenbar nicht abschreckend genug. Deshalb sind die Vertreter des Islam  besonders gefordert: die islamischen Verbände ebenso wie die hier wirkenden Imame.

Verpflichtung für islamische Imame

Gerade sie,  die Imame, haben in ihren Gemeinden mehr Durchsetzungsvermögen als jeder Paragraph unserer Gesetze. Da sie alle hier leben (und z. T. die deutsche Staatsbürgerschaft erworben haben), stehen sie in einer besonderen Verantwortung.

Deshalb dürfen, ja müssen wir die Imame in die Pflicht nehmen, nicht nur islamische Werte zu vertreten, sondern sich ebenfalls für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung einzusetzen. Können oder wollen sie das nicht, haben sie hier nichts zu suchen.

Wir müssen die Islame viel strenger einbinden als bisher. Eine falsche Toleranz wäre fatal. Warum sollen sie nicht öffentlich erklären und unterschreiben, wenn sie in Deutschland wirken, daß sie sich zu unserer Grundordnung bekennen?

Warum sollen sie nicht verpflichtet werden, z. B. Beschneidungsopfer (durch nicht autorisierte Fachleute) oder Zwangsverheiratungen behördlich zu melden?  –  Zwangsheirat ist mit unserer freiheitlichen Rechtsordnung nicht vereinbar und nach dem Strafgesetzbuch verboten, ist inhuman und verstößt gegen die Gleichberechtigung der Geschlechter, kommt aber weiterhin häufig vor. Und: Zwangsheirat bedeutet, mit Wissen (und Erlaubnis!) der Eltern und der Geschwister wieder und wieder vergewaltigt zu werden.

All dies und noch viel mehr müßten Islame und Islamverbände anklagen und bekämpfen. Daraus folgert auch: keinerlei „Paralleljustiz“  – eigentlich „Gegenjustiz“  –  zu dulden oder zu  unterstützen.  Wer unsere Gastfreundschaft mißbraucht oder wer gar unsere Grundordnung bekämpft oder hintergeht, soll in unserem Land keinen Platz haben.

Und wenn wir nicht bei Moslems und deren Führern auf die Achtung unserer Grundordnung  bestehen, sondern feige weggucken oder  –  viel schlimmer  –  von „Gemeinsamkeiten und brüderlichem Miteinander“ faseln, dann kommt das einer moralischen Bankrotterklärung unseres Staates gleich und damit auch unserer abendländischen, christlich geprägten Gesellschaftsordnung.

Unser Autor Peter Helmes, ehem. Bundesgeschäftsführer der “Jungen Union” (CDU-Jugendorganisation), ist erfolgreicher Buchautor und betreibt die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com


Irakische Bischöfe appellieren an die Welt: “Stoppt die Katastrophe”

Der Aufruf an die irakische Regierung und die Weltgemeinschaft, den der chaldäische Patriarch Louis Raphael I Sako und alle chaldäischen syrisch-orthodoxen, syrisch-katholischen und armenischen Bischöfe aus dem Norden des Irak am Ende ihres Treffens am 22. Juli in Ankawa veröffentlichten, war den gravierenden Ereignissen gewidmet, die in den letzten Wochen in diesem Gebiet geschahen, darunter die Vertreibung der Christen und Schiiten aus der Stadt Mossul, die von den Milizen des selbsternannten Islamischen Kalifats eingenommen wurde. be0bebf8b6

Der Appell ist voll von dringenden Forderungen an die staatlichen Stellen im Irak, der Verfolgung und Vertreibung der Christen und anderer Minderheiten durch Islamisten wirksam entgegenzutreten.

Gleichzeitig laden die irakischen Bischöfe „die Menschen mit Gewissen im Irak und auf der ganzen Welt“ dazu ein, Druck auf die radikal-islamischen ISIS-Milizen auszuüben, damit “die Zerstörung von Kirchen und Klöstern, von Handschriften, Reliquien und vom gesamten christlichen Erbe, einem irakischen und internationalen Schatz von unermesslichem Wert” ein Ende nehme:

“Wir erwarten uns konkrete Handlungen, um unser Volk zu beruhigen und nicht nur Pressemitteilungen, in denen angeprangert oder verurteilt wird.”

Zudem formulierten die Bischöfe ihre Anerkennung gegenüber der Rolle, welche die unabhängige Region des irakischen Teil Kurdistans einnahm, und lobte die sofortige Bereitschaft, die vertriebenen Familien aufzunehmen.

Der Appell endet mit einer inständigen Bitte an Gott, den Allmächtigen, daß die Katastrophe ein Ende nimmt und „Sicherheit, Frieden und Stabilität überall im Irak“ wiederhergestellt werden.

Quelle: Fidesdienst / Foto: HMK


Dr. Alexander Kissler über erschreckenden Judenhaß “in weiten Teilen des Islam”

Im Kulturmagazin CICERO(-online) befaßt sich der bekannte Buchautor und Publizist Dr. Alexander Kissler aktuell mit jenem “importierten Antisemitismus”, den jüngst bereits die Bundestagsfraktion von CDU und CSU in einer Pressemitteilung beklagte, nämlich mit dem wachsenden Judenhaß eines großen Teils muslimischer Einwanderer hierzulande. (Die Meldung dazu siehe hier: http://charismatismus.wordpress.com/2014/07/22/die-cducsu-bundestagsfraktion-beklagt-importierten-antisemitismus/)

Dr. Kissler beginnt seinen Artikel mit einer klaren Ansage: IMG_1016

“Wo der Antisemitismus blüht, ist Recep Tayyip Erdogan nicht weit. Der türkische Ministerpräsident weiß, was er seinem Ruf schuldig ist. Und so ließ er sich nicht lange bitten und bescheinigte den Israelis „kein Gewissen, keine Ehre, keinen Stolz“ zu haben.

Im Gaza-Konflikt hätten sie „Hitler in Sachen Barbarei übertroffen.“  – Damit bewegt er sich in vertrautem Fahrwasser, ist weiten Teilen des Islam doch die Judenfeindschaft eingeschrieben, seit Mohammed für ein von Juden und Christen gesäubertes Medina kämpfte.”

Tatsächlich hat Mohammed 627 n. Chr. in Medina über 600 männliche Juden, die sich weigerten, zum Islam überzutreten, von seinen Horden massakrieren lassen.  Deren Frauen und Kinder verkaufte er als Sklaven. Damit war das Ende der Juden in Medina besiegelt (vgl. Koran, Sure 33,26+27). Den von Mohammed verfolgten Christen ging es nicht besser, wie bereits die Frühgeschichte des Islam belegt.

Der CICERO-Autor schreibt weiter:

“Andere Muslime lassen es nicht bei Worten bewenden. In Paris wurden zwei Synagogen angegriffen und Autos abgefackelt, um der Forderung nach einem „freien Palästina“ Nachdruck zu verleihen. (…)  In Innsbruck griffen antijüdische Demonstranten eine Frau mit Israel-Flagge an und verletzten sie. Tumulte gab es auch in Wien, wo Plakate „Dein Ende wird kommen, Israel“ verkündeten und den Davidstern mit dem Hakenkreuz gleichsetzen, und in Bregenz.”

BILD:  Große Moschee in Köln-Ehrenfeld (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Leider ist auch unser Land seit Wochen bereits von judenfeindlichen Parolen und Ausschreitungen betroffen, wobei unter dem Vorwand, gegen Israels Waffengang im Gaza-Streifen zu protestieren, gegen Juden und den jüdischen Staat gehetzt wird.

Auch hierüber berichtet Dr. Kissler – siehe einige Beispiele aus seiner Aufzählung:

„Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“ lautete der Ruf, der eben nicht von stiernackigen Neonazis, sondern von enthemmten Muslimen in Gelsenkirchen erscholl. So wie es auch nicht die Springerstiefel-Fraktion war, die in Frankfurt am Main Kindermörder Israel!“ skandierte und Plakate trug mit der Botschaft „Ihr Juden seid Bestien“.

In Berlin wiederum hieß es „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ und „Scheiß-Juden, wir kriegen euch!“. Ein Imam rief dazu auf, allen „zionistischen Juden“ den Tod und entsetzliche Qualen zu bereiten, ein israelisches Paar wurde angegriffen. In Hannover wurde „Free Palestine“ zum Vorwand, „mit Anlauf und einem Sprungtritt“ einen Mann zu verletzen, der sich erdreistete, eine Israel-Fahne zu tragen…”

Den vollständigen Kissler-Artikel lesen Sie hier in CICERO-online: http://www.cicero.de/berliner-republik/gaza-konflikt-und-europa-der-judenhass-ist-wieder-da/57962

HINWEIS auf ein Interview des Deutschlandfunks mit dem deutsch-jüdischen Schriftsteller Rafael Seligmann über antisemitische Randale: http://www.deutschlandfunk.de/antisemitische-proteste-politiker-und-polizei-haben-bisher.694.de.html?dram:article_id=292528

Weiterer BERICHT über judenfeindliche Ausschreitungenhttp://haolam.de/artikel_18392.html


Ägypten: Islamvertreter gegen die Hamas

Immer mehr religiöse Vertreter des Islam in Ägypten nehmen deutlich Stellung gegen die Terrororganisation Hamas, die sie verantwortlich machen für den Tod palästinensischer Zivilisten in Gaza.

Jetzt erklärte sogar ein führender ägyptischer Salafisten-Geistlicher, die Hamas sei “eine Verschwörung gegen das palästinensische Volk”:

Talaat Zahrat führte in einer Fernsehsendung aus, dass die Hauptaufgabe der Hamas darin bestehe, “dem palästinensischen Volk zu schaden”.

Der muslimische Prediger betonte, es werde in Ägypten keinerlei Unterstützung für die Hamas geben. Der “teuflische Plan”, einen Streit zwischen Israel und Ägypten zu provozieren, werde “nicht aufgehen”.

Quelle: http://www.haolam.de/artikel_18354.html


PAKISTAN: Terrorgruppen verunsichern das christliche Viertel Essa Nagri in Karachi

Entführung und Zwangsverheiratung christlicher Mädchen

Gewalt und Unsicherheit verängstigen die Einwohner des christlichen Stadtviertels Essa Nagri in Karachi mit rund 40.000 Einwohnern.

Die größtenteils armen einheimischen Christen, die oft als Haushaltshilfe bei reichen muslimischen Familien arbeiten, wurden von islamischen Terrorgruppen bedroht. weltverfolgungsindex_2014

Bereits in der Vergangenheit hatten die lokalen Christen über Gewalt geklagt. Ein in Essa Nagri geborener christlicher Abgeordneter des Provinzparlaments mußte die Stadt verlassen, nachdem er infolge seines Engagements für religiöse Minderheiten bedroht worden war.

Die Situation hat sich zugespitzt, seitdem Extremisten in dem Stadtviertel aktiv wurden und ihre Basislager in Essa Nagri einrichteten. “Die kriminellen Handlungen nehmen von Tag zu Tag zu”, beklagt ein Beobachter.

Immer wieder kommt es zu Entführungen christlicher Mädchen mit dem Ziel der Verheiratung und der Zwangsbekehrung. Kriminelle Gruppen verkaufen zudem Drogen an die Jugendlichen und untergraben damit das soziale Gewebe.

Die islamischen Behörden und Sicherheitskräfte nehmen unterdessen die Klagen der christlichen Bevölkerung nicht ernst.

Mit Hilfe des Gemeindepfarrers von Essa Nagri, P. John Victor OFM, wurde zum Schutz der Christen ein Zaun errichtet. Vor einigen Tagen wurde dieser jedoch teilweise demoliert, was die einheimischen Christen erneut verängstigte.

Der Menschenrechtsaktivist Peter Noman, prangert unterdessen die Bedrohung der christlichen Gemeinde in Essa Nagri und die Untätigkeit der Sicherheitskräfte an.

Quelle: Fidesdienst


Islamischer Extremismus: “SIS, Boko Haram und Taliban wollen einen Genozid”

PRESSEGESPRÄCH der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte):

ISIS-Rebellen im Irak, Boko-Haram Kämpfer in Nigeria und die pakistanischen Taliban töten systematisch Andersgläubige und Kritiker. Im Irak sind gezielte Morde und Massenmorde an Christen und Yeziden belegt.

Im Norden Nigerias verüben Boko Haram-Kämpfer mindestens zwei Bombenanschläge pro Woche und versuchen, weitere Mädchen zu entführen. RTEmagicC_logo_Homepage_quad_gif

Allein in diesem Jahr ist Boko-Haram für über 4000 Todesopfer verantwortlich. Auch in Pakistan wollen Islamisten das Land „von Christen säubern“. Taliban („Koranschüler“)  versuchen, mit Überfällen und Brandanschlägen eine islamischen „Gottesstaat“ zu errichten. Sie dulden weder Demokratie noch eine andere Religion noch sonst irgendeine Abweichung von ihren religiösen oder politischen Vorstellungen.

In unserem Pressegespräch am kommenden Donnerstag informiert die IGFM in Frankfurt über die aktuelle Lage in den betroffenen Ländern.

Folgende Referenten berichten auch über Entwicklungen in weiteren Staaten, bieten Hintergrundinformationen zur Situation und stehen für Fragen zur Verfügung.

Die Themen und Gesprächspartner sind:

Taliban in Pakistan: Christen als Opfer von Bombenanschlägen und Terrorüberfällen
Nisar Barkat, Diözesandirektor, Faisalabad/Pakistan

Boko Haram in Nigeria: Bomben und Entführungen zur Durchsetzung christenfreier Zonen
Emanuel Ogbunwezeh, IGFM, Enugu/Nigeria

ISIS im Irak und in Syrien: Systematische Morde und die Perspektiven der irakischen Christen
Jochen Langer, Nahost-Experte der IGFM, Wiesbaden

Forderungen an die Politik – Projekte und Perspektiven der IGFM
Martin Lessenthin, Sprecher des Vorstands der IGFM, Frankfurt

Das Pressegespräch endet gegen 12 Uhr. Interessierte Medienvertreter mögen sich bei der IGFM anmelden.

Kontakt: Max Klingberg, IGFM Presseabteilung, Frankfurt am Main
Tel.: 069 – 420108 – 10 oder – 0
Fax: 069 – 420108 – 33
eMail: team2@igfm.de


Sudan: Verwirrung um freigelassene christliche Familienmutter Mariam Y. Ishag

Große Verwirrung herrscht um das Schicksal der Christin Mariam Yahia Ibrahim Ishag im Sudan. Die ursprünglich wegen angeblichen „Abfalls vom Islam“ zum Tode verurteilte 27-jährige zweifache Mutter war nach internationalen Protesten am 23. Juni überraschend freigelassen worden. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Als sie tags darauf das Land mit ihrer Familie verlassen wollte, hielten sie Sicherheitskräfte am Flughafen von Khartum erneut fest. Nach Auskunft des US-Außenministeriums befindet sich die Familie inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Offenbar sind Ishag und ihr Ehemann Daniel Wani, der die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, am Flughafen mehrere Stunden lang befragt worden. Sudanesische Behörden erklärten gegenüber der britischen Rundfunkanstalt BBC, Ishag habe südsudanesische Ausweispapiere vorgelegt; sie benötige aber einen Pass und ein Ausreisevisum.

Marie Harf (Washington), eine Sprecherin des US-Außenministeriums, erklärte, die sudanesische Regierung habe versichert, dass die Familie mit zwei Kleinkindern in Sicherheit sei. Die US-Regierung stehe in Kontakt mit den sudanesischen Behörden, um eine schnelle Ausreise zu gewährleisten. Über den Aufenthaltsort der Familie machte Harf keine Angaben.

Hintergrund:

Ishag war am 15. Mai in Khartum wegen „Abfalls vom Islam“ zum Tod durch den Strang und 100 Peitschenhieben verurteilt worden. Die hoch Schwangere hatte sich geweigert, binnen drei Tagen dem christlichen Glauben abzuschwören.

Am 26. Mai brachte sie im Gefängnis ohne medizinische Hilfe eine Tochter zur Welt; dabei war sie angekettet. Sie ist bereits Mutter eines 21 Monate alten Sohnes, der sich mit ihr hinter Gittern befand. Nach heftigen internationalen Protesten und Gebetsaufrufen von Christen hob ein Berufungsgericht am 23. Juni das Urteil auf und ordnete Ishags Freilassung an. Das Todesurteil gründete auf dem islamischen Religionsgesetz, der Scharia.

Als Tochter eines muslimischen Vaters und einer christlichen Mutter galt die Frau aus islamischer Sicht von Geburt an als Muslimin. Da sie einen Christen geheiratet hatte, wurde ihr Hurerei vorgeworfen. Doch ihr Vater hatte die Familie bereits nach sechs Jahren verlassen. Ishag, die sich inzwischen der katholischen Kirche angeschlossen hat, erklärte zu ihrer Religionszugehörigkeit: „Ich bin Christin und war niemals Muslimin.“ Der Fall hat weltweit Entsetzen und scharfe Proteste ausgelöst.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Open Doors


CDU/CSU erleichtert über Begnadigung der zum Tode verurteilten Christin im Sudan

Die aufgrund ihres Bekenntnisses zum christlichen Glauben zum Tode verurteilte Sudanesin Mariam Yahya Ibrahim Ishag ist offenbar begnadigt und freigelassen worden.

Hierzu erklären der kirchenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung, und der Vorsitzende des Stephanuskreises, Prof. Dr. Heribert Hirte:

“Wir sind alle mehr als erleichtert über diese gute Nachricht und freuen uns mit der jungen Mutter und deren Familie über diesen guten Ausgang. Damit hat der unerträgliche Nervenkrieg der vergangenen Wochen endlich ein Ende.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wünscht Mariam Yahya Ibrahim Ishag, dass sie von jetzt an in Frieden und in Freiheit als Christin leben kann und in ihrem Land keine Bedrängung und Verfolgung mehr erleiden muss.

Dieser bittere Fall hat einmal mehr gezeigt, wie sehr die Religionsfreiheit weltweit geschützt werden muss.”

Hintergrund:

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich auf allen ihr möglichen Ebenen für eine Freilassung eingesetzt. Beispielsweise hatten zahlreiche Abgeordnete des  fraktionsinternen Stephanuskreises, der sich für Religionsfreiheit einsetzt, Unterschriften gesammelt und der sudanesischen Botschaft übermittelt.


Pakistan: Christlicher Politiker H. Masih von einem Leibwächter erschossen

Der christliche Politiker und Abgeordnete Hendry Masih, wurde am 14. Juni in Quetta (Provinz Belutschistan) von einem seiner Leibwächter erschossen. Wie einheimische Beobachter mitteilen, ist die in der Provinz in der Minderheit lebende christliche Glaubensgemeinschaft erschüttert. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Masih war für sein Eintreten für die Rechte der religiösen Minderheiten bekannt. Der Politiker starb im Krankenhaus an den Folgen der Schußverletzung. Das Tatmotiv ist bisher unbekannt.

Unterdessen verurteilte der pakistanische Premierminister Pakistan Nawaz Sharif die Tat und sprach der Familie des Ermordeten sein Beileid aus.

“Die Taten von Extremisten fordern weitere Opfer. Religiöse Minderheiten werden in Pakistan nicht geschützt und sind deshalb nicht sicher. Es herrscht ein Krieg radikalislamischer Gruppen gegen die Minderheiten”, erklärte der Anwalt und Menschenrechtsaktivist Sardar Mushtaq Gill gegenüber dem vatikanischen Fidesdienst.

Bürgerrechtler und Vertreter der Zivilgesellschaft erinnern daran, dass auch der muslimische Gouverneur der Provinz Punjab, Salman Taseer, von einem Leibwächter ermordet wurde, weil er sich für die wegen angeblicher “Blasphemie” (Kritik am Islam) zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi eingesetzt hatte.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Radikal-islamischer Terror bedroht die staatliche Ordnung im Irak

Die Anzahl von Anschlägen und Attentaten radikal-islamischer Kräfte im Irak nimmt stetig zu. Nach Falludscha haben Extremisten nun auch die Stadt Mossul größtenteils in ihre Gewalt gebracht.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder:

Foto: Markus Hammes

Foto: Markus Hammes

“Die Sicherheitskräfte im Irak sind derzeit nicht in der Lage, den Angriffen religiöser Extremisten in weiten Teilen des Landes standzuhalten.

Dabei verbanden die Menschen mit der Wahl von Nuri al-Maliki zum Premierminister vor einem Monat den sehnlichen Wunsch nach mehr Stabilität, Wohlstand und Sicherheit für sich und ihr Land. Stattdessen sind erneut Hunderttausende als Binnenvertriebe auf der Flucht. Es soll der Ausnahmezustand verhängt werden.

Die Machtlosigkeit der Sicherheitskräfte, aber auch die Unzufriedenheit großer Teile der Bevölkerung mit den Entwicklungen der letzten Jahre werfen erneut die Frage auf, wie der Irak, aber auch die gesamte Region mittelfristig zu Frieden und Ordnung finden kann.

Entscheidend wird sein, ob es Ministerpräsident al-Maliki und den politisch einflussreichen Gruppen gelingt, einen überkonfessionellen Staat Irak zu schaffen, in dem Schiiten, Kurden und sunnitische Araber am politischen System beteiligt sind. Sollte dies scheitern, könnte die ‘Ein-Irak-Politik‘ von der Europäischen Union und den USA auf den Prüfstand gestellt werden.

Mehr Aufmerksamkeit verdienen nach Auffassung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch andere Partner in der Region des Nahen und Mittleren Ostens.

Die Autonome Region Kurdistan hat sich beispielsweise als bedeutsamer Stabilitätsanker im Nordirak etabliert – eine hoffnungsvolle Entwicklung, die gezielt gefördert werden sollte.

Zudem sind die Christen in der Region auf besondere Hilfe angewiesen, sollen sie nicht endgültig aus dem Irak vertrieben werden. Die Einhaltung von Religions- und Meinungsfreiheit müssen fester Bestandteil einer Politik werden, die sich für Sicherheit und Freiheit der Gläubigen einsetzt.”


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