Türkei muß logistische Unterstützung für Terrorgruppe IS endlich unterbinden!

Die Bundesregierung muß die Türkei umgehend dazu drängen, jegliche logistische Unterstützung für die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) und die ebenfalls islamistische al-Nusra-Front zu unterbinden, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). 47006

„Spätestens seit Verabschiedung der Resolution 2170 des Sicherheitsrats der Vereinten Nation am vergangenen Freitag muss von der Türkei endlich ernsthaft verlangt werden, gegen IS-Kämpfer im eigenen Land vorzugehen und zu verhindern, dass islamistische Extremisten weiterhin ungehindert über die Türkei nach Syrien und in den Irak einsickern“, sagte der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido am heutigen Montag in Göttingen.

In der Resolution 2170 des UN-Sicherheitsrates wird verlangt, dass alle Regierungen die Finanzierung und Rekrutierung der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) und der islamistischen al-Nusra-Front verhindern. 

„Es darf nicht hingenommen werden, dass das NATO-Mitglied Türkei Extremisten, die seit mehr als zwei Jahren die Zivilbevölkerung in Syrien und jetzt auch im Irak terrorisieren, als Ruhe- und Rückzugsgebiet dient“, forderte Dr. Sido. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Bisher tauchen im Internet immer wieder Bilder von Islamisten mit IS-Fahnen auf, die in der Türkei auf öffentlichen Plätzen Spenden für den Jihad – den „heiligen Krieg“ – in Syrien sammeln und Propaganda betreiben. 

Dass die Türkei Transitland für Jihadisten aus der ganzen Welt ist, beunruhigt auch die wenigen noch in der Türkei verbliebenen christlichen Assyro-Aramäer und Yeziden.

Christen aus dem südostanatolischen Tur Abdin berichten, dass sie in den vergangenen Wochen etwa 30 „langbärtige Fremde“ in den muslimischen Dörfern Eshtrako und Gundeke Khace im türkisch-syrischen Grenzgebiet gesehen hätten. Diese Dörfer gehören zum Bezirk Midyat.

Türkische, deutsche und internationale Medien meldeten die Anwesenheit von IS-Jihadisten in der Türkei. So sollen am 13. August 13 IS-Mitglieder in Südostanatolien von den „Kurdischen PKK-Rebellen festgenommen“ worden sein.

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Judenfeindlichkeit gehört zum Islam selbst

Unter dem Titel “Wem gehört die Welt?” veröffentlichte die österreichische Tageszeitung “Die Presse” am 8. August 2014 einen aufschlußreichen Artikel von Michael Ley.

Der Beitrag beginnt mit den Worten: “Kritik am Islam wird oft als „neuer Rassismus“ denunziert. Judenfeindlichkeit hingegen ist so alt wie der Islam selbst.”

Wir veröffentlichen nachfolgend die ersten Abschnitte daraus:

“Antisemiten vergleichen Juden, Zionisten und Israelis gerne mit Adolf Hitler, erst vor kurzem attestierte der türkische Ministerpräsident Erdoğan den Israelis, dass sie schlimmer als Hitler seien: „Was Israel jetzt Palästina und Gaza antut, geht über das hinaus, was Hitler den Juden angetan hat.“ israeltag2

In der arabischen Welt ist diese Gleichsetzung Legende, nicht nur Jassir Arafat bediente sich dieser Verleumdung, sie gehört mehr oder weniger zur arabischen Identität.

Dieser extreme Judenhass ist längst in die europäischen Gesellschaften übergeschwappt und verbreitet sich rasch in den muslimischen Parallelgesellschaften. Das Bild des rechtsradikalen Antisemiten muss längst um die muslimischen Judenhasser ergänzt werden.

Der französische Politikwissenschaftler Pierre-André Taguieff stellte schon vor vielen Jahren fest:

„Die Urheber der gegen Juden gerichteten Gewalt stammen nicht mehr mehrheitlich aus der extremen Rechten: Sie rekrutieren sich vor allem aus den jugendlichen Immigranten, insbesondere aus dem Maghreb.” (Maghreb  = Nordafrika). Der Judenhass gehöre zu ihrer kulturellen Identität.

Soziologen konstatieren seit einigen Jahren einen „neuen Antisemitismus“, der vor allem ein muslimischer Antijudaismus ist. Die gegenwärtigen Gewaltexzesse und die judenfeindlichen Parolen des muslimischen Mobs werden von vielen Linken tatkräftig unterstützt und stoßen auch bei linken Medienvertretern auf Verständnis.
In der linken Tageszeitung „taz“ schrieb dieser Tage der Redakteur Stefan Reinicke: „Es muss in einem freien Land möglich sein, straflos das Existenzrecht Israels infrage zu stellen.“
Der Schritt, das Existenzrecht von Juden überhaupt infrage zu stellen, ist ein kurzer.

Judenfeindlichkeit ist weder bei Muslimen noch bei Linken eine neue Erscheinung, sondern sie ist so alt wie der Islam bzw. der Sozialismus.”

Quelle und Fortsetzung des Beitrags hier: http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/3852186/Wem-gehort-die-Welt

 


Fulda: Das bischöfliche Bonifatiushaus bietet eine einfühlsame „Einführung in den Islam“

Von Peter Helmes

In der Einladung zu einem christlich-islamischen Seminar des diözesanen Bonifatiushauses in Fulda heißt es:

„Der Islam gehört zu den drei größten Weltreligionen. Rund eine Milliarde Menschen – etwa ein Fünftel der Erdbevölkerung – bekennen sich zum Islam; fast drei Millionen Muslime leben in Deutschland. RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

Ob in Arbeit oder Freizeit: Jeder von uns tritt fast täglich mit ihnen in Kontakt. Doch über Glaube und Lebensweise im Islam ist meist nur wenig bekannt. Überdies bezieht sich die intensive aber häufig einseitige mediale Berichterstattung meist auf die Ausschreitungen des islamischen Fundamentalismus. Hier wird gerne alles über einen Kamm geschoren.

Klischees und Vorurteile bestimmen allzu oft die öffentliche Meinung. Dabei hat der Islam im Laufe seiner langen Geschichte eine große Vielfalt von religiösen Richtungen und kultischen Praktiken entwickelt.

Das Wochenende möchte in den Islam einführen; in seine vielfältigen theologischen Vorstellungen, in seine liturgische Praxis, wie in die wichtigsten religiösen und moralischen Wertvorstellungen.

Darüber hinaus soll auch die sozio-politische Dimension in den Blick genommen werden. Am Sonntag werden wir die DITIB-Moschee, Fulda, besuchen.“

Soweit der Text zu  jenem Seminar, zu dem man sich bis 29.8.2014 telefonisch anmelden kann.

Man muß diese Ausführungen zweimal lesen, um zu begreifen, um was es geht. Da werden seit Jahren im Nahen Osten  –  aber auch anderswo in der Welt  –  Menschen, vor allem Christen, verfolgt, gejagt, abgeschlachtet etc.  Bonn-Moschee-0312-2

Doch das Bonifatiushaus beklagt, wie „einseitig die mediale Berichterstattung“ ist.

Der Islam, so heißt es weiter, habe „im Laufe seiner langen Geschichte eine große Vielfalt von religiösen Richtungen und kultischen Praktiken entwickelt“.  –  Da schaust, gell!

BILD: Die Moschee in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Schau´n mer ´mal zu den „religiösen Praktiken“ im gelebten Islam: Da schlagen Sunniten den Schiiten die Köpfe ein, und alle zusammen sind gegen die Jesiden  –  gegen „Ungläubige“ sind sie alle. Feine religiöse Praktiken!

Der Islam lehrt die Verbreitung des Glaubens mit dem Schwert: „Tod den Ungläubigen!“  –   Christen lassen jedem seine Freiheit, zu glauben, nicht zu glauben oder anderes zu glauben. Hie das Predigen vom Krieg, da das Predigen von Toleranz und Frieden.

Islamisten ziehen als Mordhorden durch islamische Länder, hinterlassen Ruinen, vertreiben alle, die nicht zu ihnen passen, aus ihrer Heimat oder schächten sie auf grausamste Weise. Dem Bonifatiushaus sei Dank, daß es uns hierüber (nicht) aufklären will.

“Kultische Praktiken” in der heutigen Realität

Kommen wir zu den „kultischen Praktiken“, die das Bonifatiushaus anspricht:

Ja, die haben Islamisten allerdings: Da drückt man seinem vielleicht siebenjährigen Sohn das Haupt eines soeben Geköpften in die Hand, läßt sich und seinen Sohn grinsend photographieren und dann das Bild ins Internet stellen.

Auf einem anderen Foto präsentiert einer dieser Kämpfer voller Stolz abgeschlagene oder abgeschnittene Köpfe von „Ungläubigen“, die er zur allgemeinen Gaudi auf Zaunpfähle aufgespießt hat.  Und gefangene ungläubige Frauen und Mädchen werden erst mal der Reihe nach vergewaltigt und dann geschächtet, schlimmer als Vieh. 

Christenhaß auch in unserem Land

Die Verfolgung von Christen beschränkt sich nicht auf den Nahen Osten. Sie lebt auch hier in Deutschland, mitten unter uns.

In den Flüchtlings- bzw. Asylunterkünften werden christliche Flüchtlinge von Moslems drangsaliert, vermöbelt und gequält. Statt solche Radikalinskis sofort aus unserem Land abzuschieben, wird ernsthaft erwogen, Asylanten in nach Konfessionen getrennten Häusern unterzubringen.

Wo bleibt der Aufschrei der Menschenrechtsbeauftragten aller Parteien, allen voran unserer grünen Claudia? Die müßte roth werden vor Scham ob ihres und ihrer Freund_innen Schweigens!

Bei uns ist Religionsfreiheit grundgesetzlich gesichert, aber offenbar nicht gewährleistet. Werden diese Übergriffe geahndet? Wann, wo, wie? Wir sind selbst schuld! So langsam, aber in zunehmendem Tempo, verschwinden unsere christlichen Bräuche  –  z. B. St. Martin („Sonne-, Mond- und Sterne-Fest“), Weihnachten, Ostern, Tannenbäume etc.

Kruzifixe müssen/sollen aus öffentlichen Gebäuden entfernt werden. Geschwommen wird im Burkini, und Schulausflüge werden säuberlich nach Männlein/Weiblein getrennt  –  jedenfalls bald. Ich warte nur noch darauf, wann es getrennte Rolltreppen in Kaufhäusern gibt.

Zunehmende Verdrängung christlichen Brauchtums

Die Aufzählung der kompletten Palette der (Zer-)Störung unserer Sitten und Gebräuche ist hier allein aus räumlichen Gründen nicht mehr möglich. Umgekehrt gilt das dann für die Neueinführung „kultischer Praktiken“ z. B. durch Moslems. Man kommt aus dem Aufzählen neuer Praktiken gar nicht mehr raus, angefangen beim Schuheausziehen über Muezzinrufe und Umwidmung ehemals christlicher Kirchen zu Moscheen.

Wir sind eben tolerant! Und wo noch nicht genug, beeilen sich grünrote Gutmenschen, uns dies täglich um die Ohren zu hauen. Und jetzt tuten auch noch Gut-Christen à la Bonifatiushaus ins gleiche Horn!

Wie schreibt das Bonifatiushaus so einfühlsam (siehe Einladungstext oben):

 „…Überdies bezieht sich die intensive aber häufig einseitige mediale Berichterstattung meist auf die Ausschreitungen des islamischen Fundamentalismus. Hier wird gerne alles über einen Kamm geschoren. Klischees und Vorurteile bestimmen allzu oft die öffentliche Meinung…“

„Am Sonntag werden wir die DITIB-Moschee, Fulda, besuchen“, heißt es zum Schluß des Einladungstextes.

Da steht doch tatsächlich DITIB!  –   Hl. Bonifatius, bitte für sie! 

Doch vielleicht bringt es auch´was Nützliches:

Vielleicht lernt man in dem Seminar des Bonifatiushauses oder spätestens in der DITIB-Moschee schon ´mal, wie man sich islamisch korrekt beim Gebet nach Osten bückt  –  mit Hintern zum Westen. Eine äußerst praktische Übung, denn sie erspart das Knien beim Beten des Rosenkranzes, schont also unsere geplagten Knie, hilft hingegen beim Verbiegen des Rückgrats.

Ich höre förmlich, wie die Gebeine des bald seligen ehem. Fuldaer Erzbischofs Dyba und die seines Glaubensbruders, des Hl. Bonifatius, in ihren Gräbern knirschen.

Unser Gastautor Peter Helmes ist politischer Publizist, erfolgreicher Buchautor und ehem. Bundesgeschäftsführer der “Jungen Union”. Er betreibt die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com


Arabische Christen im Hl. Land demonstrieren pro Israel und gegen Hamas & ISIS

Eine Gruppe israelisch-arabischer Christen marschierte am Montag, den 11. August, in Haifa (Israel) gegen die Verfolgung von christlichen Arabern in der Welt, gegen radikal-islamische Organisationen wie Hamas und zugunsten der Militäroperation Israels.

Lissy Kaufmann von TFV1 war dort und berichtet (hieraus folgen nun Ausschnitte): 1403634115528

Eine Gruppe Araber versammelte sich Sonntagabend auf dem UNESCO-Platz in Haifa und schwenkte israelische Flaggen. 

Moment  –  Araber?

Nun, die Sprache, die zumeist zu hören war, war in der Tat Arabisch. Doch wenn man fragte, wer sie waren, sagten die Protestierenden: Ich bin Christ und ich bin Israeli, also unterstütze ich Israel. Ich lebe hier in Israel und dies ist mein Land.

“Israelische Fahnen und die Flagge des Vatikan”

Die Menschen, die auf dem UNESCO-Platz in Haifa zusammenkamen, sind christliche Israelis. Sie schwenkten nicht nur israelische Flaggen, sondern auch die gelb-weiße Flagge des Vatikan.   

Sie haben sich von der arabischen Bevölkerung und deren Protesten gegen den Krieg in den letzten Wochen distanziert. Diese rund 100 Menschen protestierten gegen die Verfolgung von Christen im Nahen Osten, so in Syrien und im Irak. Einige von ihnen hielten Transparente, die fragten, warum die UNO und der Westen die Augen davor verschließen. Der Protest richtete sich auch gegen die Hamas.

Die religiöse Unterstützung kam von Vater Gabriel Nadav, einem Priester aus Nazareth, der auch zusammen mit der Menge betete. Vater Nadav kann nicht mehr ohne Leibwächter aus dem Haus gehen. Viele Menschen, einschließlich solcher aus seiner Heimatstadt Nazareth, opponieren vehement gegen seine Meinung, Christen seien keine Araber, dass sie der jüdischen Religion näher stehen und dass es gut für sie ist, in der IDF (israelischen Armee) zu dienen.

Eine der jungen Christinnen, der bald in die Armee gehen wird, ist die 17-jährige Jennifer, die mit der israelischen Flagge vorbeifahrenden Autos zuwinkt und „Hamas weg“ ruft. Ein großes christliches Kreuz hängt an ihrer Halskette.

Von allen Ländern des Nahen Ostens kann sie nur in Israel leben wie sie es will, nur hier wird ihr freie Religionsausübung garantiert und das ist ein Grund, dankbar zu sein, sagt sie:

Es ist sehr wichtig, denn wir sind hier Christen, wir sind hier sicher. Ich sterbe hier nicht, sie töten mich nicht und das Dank Israel.

Es waren auch jüdische Israelis anwesend. Der 27-jährige Gal ist einer der Juden, die teilnahmen. Er glaubt, dass Israel sich demselben Problem des islamischen Fundamentalismus gegenüber sieht wie der Irak:

Wir kamen hierher, um Solidarität mit den Christen zu zeigen, die gegen das ethnische Schlachten im Irak demonstrieren, das von der Organisation ISIS begangen wird. Wir glauben, das ist dort dasselbe wie hier.

Juden und Christen, die gemeinsam für den Staat Israel und zugunsten des andauernden Krieges demonstrieren, das fühlt sich wie eine Revolution an. Viele Christen, sagt Shadi, denken so. Doch sie haben Angst, sich gegen die arabisch-muslimische Bevölkerung zu äußern.

Quelle und vollständiger Text hier: http://heplev.wordpress.com/2014/08/12/israelisch-arabische-christen-gehen-in-haifa-zu-einem-ungewohnlichen-protest-auf-die-strase/

 


Vatikan bejaht US-Militärintervention im Irak

Immer deutlicher signalisiert der Vatikan seine Billigung für die US-Militärintervention im Irak. Als wichtigstes Ziel sieht man in Rom die Eindämmung und Entwaffnung der Terrorgruppe “Islamischer Staat”.   1_0_809751

Der Nuntius in Bagdad, Erzbischof Giorgio Lingua, sagte im Gespräch mit Radio Vatikan:

„Ich frage mich, wie diese IS-Gruppen an so hochentwickelte Waffen kommen. Sie sind ja nicht selber Waffenproduzenten: Sie müssen sie von irgendwoher haben. Ich glaube, das ist in erster Linie ein Bankrott der Geheimdienste. Man muss den Waffenhandel besser kontrollieren und stoppen. Sonst kommt man hier an kein Ende.”

Christen fühlen sich im Stich gelassen

Bereits der UNO-Vatikanbeobachter in Genf, Erzbischof Silvano M.  Tomasi, hatte vor zwei Tagen ein vorsichtiges „Ja“ zur Militärintervention signalisiert, während Papst Franziskus selbst beim sonntäglichen Angelusgebet von seiner Hoffnung auf eine „wirksame politische Lösung auf internationaler und lokaler Ebene“ sprach. sami wahib (2)

Die Christen im Irak jedenfalls fühlen sich  –  nicht zum ersten Mal –  von der Welt im Stich gelassen. Das bestätigte uns der Weihbischof von Bagdad, Shlemon Warduni. Die chaldäische Kirche hat deshalb am Sonntag einen dramatischen Appell an die Staatengemeinschaft und alle Christen gerichtet. Warduni:

„Die internationale Bereitschaft zur Zusammenarbeit für den Irak ist sehr schwach. Und sie kam spät. Auch Europa und die USA und die Christen in der ganzen Welt haben geschlafen, als das Kalifat kam. Unsere Tragödie wurde anfangs nicht ernst genommen. Deshalb sind wir an diesen Punkt gelangt, von dem der Appell spricht.“

Kirche enttäuscht, daß die USA nur im kurdischen Teil eingreifen

In dem Appell  –  er hat die Form eines Offenen Briefs  –  zeigt sich Patriarch Louis Sako enttäuscht darüber, dass die USA nur die Stadt Erbil militärisch schützen will. Erbil ist Hauptstadt der autonomen Provinz Kurdistan im Nordirak.

„Die Amerikaner wollen nicht die Stellungen des ‚Islamischen Staats’ in Mossul und der Ninive-Ebene angreifen – also fassen sie keine schnelle Lösung ins Auge, die Hoffnung geben könnte“, heißt es in dem Schreiben des Erzbischofs.

Die Kämpfer des „Islamischen Staates“ haben alle Christen aus Mossul vertrieben und terrorisieren sie auch in ihren Zufluchtsorten in der Ninive-Ebene.

“Die Welt muß sofort einschreiten!”

Shlemon Warduni fordert im Namen der Christen des Irak:

„Wir wollen einen Eingriff! Jetzt, sofort. Für die Christen, die Jesiden. Wie viele Kinder sind gestorben, wie viele Frauen entführt, wie viele Männer ermordet. Deshalb haben wir gesagt, die Welt muss einschreiten  –  sofort. Und verkauft diesen Leuten keine Waffen!“

Am Anfang führten die IS-Kämpfer im Irak, wie Warduni erinnert, eine überraschend milde Sprache. Die ganze Welt habe sich davon täuschen lassen. 47006

„Sie sagten den Christen, geht nicht weg. Dann haben sie begonnen, die Christen aus ihren Ämtern und Arbeitsstellen zu jagen. Dann haben sie ihre Häuser gekennzeichnet. Dann schrien sie: Christen raus. Sie haben sie verjagt oder ermordet, sofern sie bleiben und nicht zum Islam übertreten wollten.

Und sie säten Angst in die Herzen aller. Wenn die Leute IS-Kämpfer sehen, fangen sie schon an zu laufen. 200.000 unserer Leute sind geflohen. Die Kirche hat versucht, die Leute irgendwie unterzubringen, und für die meisten ist das sogar gelungen. Wir rufen die ganze Welt an: Bitte, tut etwas! Bitte, helft uns! Bitte, verkauft keine Waffen!“

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/12/nuntius_im_irak:_ja_zu_us-intervention/ted-818900
 

Nigeria: Werden entführte Mädchen als Selbstmord-Attentäterinnen mißbraucht?

Das Schicksal der vor knapp vier Monaten in Nigeria entführten Schülerinnen ist nach wie vor ungeklärt. Jetzt wurden Vermutungen laut, dass einige von der radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram gezwungenermaßen als Selbstmordattentäterinnen geopfert werden.

Boko Haram hatte am 14. April in Chibok (Bundesstaat Borno) ca. 300 Schülerinnen verschleppt. Die meisten gehören der evangelischen „Kirche der Brüder“ an. Einige konnten fliehen; mehr als 200 befinden sich jedoch noch in der Gewalt der Terroristen. kinder_witwe_buzu

Der Sprecher der Hilfsaktion Märtyrerkirche in den USA, Todd Nettleton, weist darauf hin, dass jüngst vier weibliche Selbstmordattentäter Anschläge verübt haben; drei von ihnen wurden getötet, ein zehn Jahre altes Mädchen überlebte. Das werfe die Frage auf, ob Boko Haram ihre minderjährigen Geiseln zu diesen Bluttaten zwinge.

Der nigerianische Rechtsanwalt Paul Ayoade (Lagos) hält das für möglich. Vor der Verschleppung der Mädchen habe es keine Selbstmordattentäterinnen gegeben. Es handle sich um ein Schreckensszenario: Terroristen opfern zehnjährige Mädchen für ihre Zwecke.

Auch müssten christliche Gemeinden doppelt auf der Hut sein und sich fragen, ob Kinder, die zu ihnen kommen, Sprengstoff am Körper tragen. Es sei höchste Zeit, so Nettleton, dass die nigerianische Regierung mit ihren Versprechen ernst mache und die Schulmädchen befreie.

Kinder werden versklavt: “Allah will es so!”

Der Anführer von Boko Haram, Abubakar Shekau, hatte sich in einem Video damit gebrüstet, dass die entführten Schülerinnen für umgerechnet neun Euro als „Sklavinnen“ an Muslime veräußert und zwangsverheiratet würden. Damit gelten sie als Musliminnen.

Shekau: „Es gibt einen Markt für Mädchen. Ich werde sie auf dem Markt verkaufen. Allah will es so.“

Boko Haram will in west- und zentralafrikanischen Ländern mit Gewalt eine islamische Theokratie bzw. “Gottesstaat” einführen; alle Bürger müssten sich dem islamischen Religionsgesetz, der Scharia, unterwerfen.

Seit fünf Jahren verübt die Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida Anschläge vor allem auf Schulen und Kirchen. Allein in diesem Jahr sind ihnen mindestens 2000 Menschen zum Opfer gefallen.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: HMK


“Kirche in Not” appelliert an Gauck + Merkel: “Verhindern Sie einen Völkermord im Irak!”

KIRCHE IN NOT / Weltweites Hilfswerk  / Deutscher Zweig  / Lorenzonistr. 62  / 81545 München

OFFENER BRIEF an Bundespräsidenten Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel:

Dringender Hilferuf des Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche im Irak, Louis Raphael Sako032_29A

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

mitten in der Sommerpause wenden wir uns heute mit einem dringenden Aufruf an Sie:

Verhindern Sie einen Völkermord im Irak!

Wie aus dem beiliegenden Schreiben von Patriarch Sako ersichtlich wird, droht jener Teil der irakischen Bevölkerung, der sich nicht dem radikalen, fundamentalistischen Verständnis des Islam der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) unterwerfen will, ausgelöscht zu werden.

Jesiden, Christen, Schiiten, aber auch gemäßigte Sunniten werden entweder sofort exekutiert oder als Sklaven verkauft. Diejenigen, die fliehen konnten, haben sich nur mit dem, was sie am Leib tragen, in die Wüste oder das Gebirge zurückgezogen.

Der Ton des Patriarchen hat sich verschärft: es ist nicht länger ein Aufruf, sondern gleichsam eine Prophezeiung, der zufolge ohNachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.inddne sofortiges internationales Eingreifen der urchristliche und multikulturelle Irak, wie wir ihn kennen, verschwinden wird. 

Eine halbe Million Menschen – mehrheitlich Christen, aber auch Muslime und andere Minderheiten – fliehen vor den vorrückenden IS-Kämpfern in die christlichen Dörfer im kurdischen Gebirge. Aber selbst dort schlugen in der Nacht vom 6. auf den 7. August Mörsergranaten ein: Die IS kontrolliert inzwischen die gesamte Region.

Die Kirche, berichtet der Patriarch, wird von allen Seiten um Unterstützung, Essen, Wasser und Herberge für die fliehenden Massen gebeten.

Tatsächlich wird aber keine dieser Hilfen mehr zu etwas führen, wenn nicht jetzt Maßnahmen ergriffen werden, um die Auslöschung der bedrängten Bevölkerung zu verhindern.  be0bebf8b6

Der Patriarch weist auch auf das Schweigen der muslimischen Führer hin, obwohl ihre eigenen Leute (sowohl Sunniten als auch Schiiten) ermordet werden. Außer den Machthabern in der autonomen Region Kurdistan ergreife weder im Irak noch international jemand Maßnahmen zu Ihrem Schutz.

Die Bundesregierung muss diese Angelegenheit in den Vereinten Nationen in den nächsten Tagen zur Sprache bringen, ansonsten könnte es zu spät sein. Es handelt sich um eine humanitäre Katastrophe und einen eklatanten Verstoß gegen die Menschenrechte.

Die Eroberung der Ninive-Ebene durch den „Islamischen Staat“ verlangt nach sofortigen Maßnahmen, um die verletzlichen Minderheiten im Irak zu schützen. Alle Bemühungen müssen darauf abzielen, eine rote Linie um die christlich-jesidischen Gebiete zu ziehen.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass die IS Landstriche in der unmittelbaren Nachbarschaft eines NATO-Mitglieds, der Türkei, erobert und immer weiter Richtung Mittelmeer vorstößt. Schon am 2. August verkündete die IS die Kontrolle über Arsal im nördlichen Libanon, nur 300 Kilometer Luftlinie von Nikosia, der Hauptstadt Zyperns (EU) entfernt. Es handelt sich also keineswegs um eine lokale oder regionale, sondern eine internationale Bedrohung.

Wir danken Ihnen für alles, was sie bisher für die Minderheiten im Irak getan haben, sowie für das, was Sie noch tun werden und verbleiben

mit herzlichen Grüßen

Johannes Freiherr Heereman von Zuydtwyck
Der Geschäftsführende Präsident

Karin Maria Fenbert
Die Direktorin des deutschen Nationalbüros


Irakische Ordensschwester berichtet: “Viele Christen mussten im Schlafanzug fliehen”

“Die Dschihadisten des Kalifats kamen gegen 23 Uhr und zwangen die Einwohner, ihre Wohnungen umgehend zu verlassen. Viele mussten sogar im Schlafanzug fliehen”, berichtet Sr. Luigina von den chaldäischen Nonnen der  Immaculata über die Vertreibung der Einwohner der christlichen Dörfer der Ninive-Ebene.

“Aus Qaraqosh, der größten christliche Stadt des Irak, und allen umliegenden Dörfern wurden die christlichen Einwohner vertrieben. Sogar das Dorf Alqosh, in dem seit jeher ausschließlich Christen leben, musste verlassen werden”, so die Ordensfrau.

“Wir wissen noch nicht genau, wie viele Menschen flohen. Es muss jedoch auch berücksichtigt werden, dass in der Ninive-Ebene auch Christen Zuflucht gefunden hatten, die in den vergangenen Wochen aus Mossul vertreiben wurden und diejenigen, die bereits 2003 aus Bagdad flohen”, so Schwester Luigina.

Quelle: Fidesdienst


IRAK: 118 christliche Kirchen zerstört

Im Irak sind Christen nicht erst seit dem Vormarsch der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) Anschlägen muslimischer Extremisten ausgesetzt.

In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 118 katholische, orthodoxe und evangelische Kirchen angegriffen, zerstört oder beschädigt: 45 in Bagdad, 64 in Mossul, acht in Kirkuk und eine in Ramadi. sami wahib (5)

Das geht aus einer Liste hervor, die der assyrische Informationsdienst AINA veröffentlicht hat. Die Welle der Gewalt hat sich seit Anfang Juni erheblich verschärft, als IS mit ihrer Eroberung von Teilen Nordiraks begann.

Bis zum 29. Juli wurden laut AINA 45 Kirchen und christliche Einrichtungen in Mossul zerstört, besetzt oder in Moscheen sowie IS-Stützpunkte umfunktioniert.

In der zweitgrößten irakischen Stadt lebten 2003 bis zu 200.000 Christen; sie war seit 1800 Jahren eine der größten christlichen Ansiedlungen des Landes. Inzwischen sind bis zu 25.000 Christen geflohen, nachdem IS sie vor die Wahl gestellt hat, entweder zum Islam überzutreten oder Schutzzölle zu zahlen. Sollten sie beides ablehnen, würden sie umgebracht.

Insgesamt sind nach UN-Angaben rund 200.000 Menschen im Irak auf der Flucht. IS hat im Nordirak ein Kalifat ausgerufen, in dem sie das islamische Religionsgesetz, die Scharia, mit brutaler Gewalt durchsetzt. Die sunnitischen Kämpfer gehen nicht nur gegen Christen, sondern auch gegen schiitische Muslime und Jesiden vor, die sie als „Teufelsanbeter“ betrachten.

Quelle: http://www.idea.de


Gewalt eskaliert: Peking unterdrückt muslimische Uiguren im Nordwesten Chinas

Von Michael Leh

Noch erheblich härter als gegen die Tibeter geht die kommunistische Führung Chinas gegen die muslimischen Uiguren in Xinjiang vor. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat sich die Lage in der Unruheregion dramatisch zugespitzt. V. r. Asgar Can - Ulrich Delius -Foto Leh min

Seit Juni 2014 wurden mindestens 256 Uiguren wegen „politischer Straftaten“ zu meist langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Gegen 22 dieser Angeklagten sei die Todesstrafe verhängt worden und man habe sie bereits hingerichtet, berichtet die GfbV.

Die GfbV hat überdies für den Zeitraum von März 2013 bis Juni 2014 insgesamt 49 blutige Zusammenstöße zwischen Uiguren und Han-Chinesen in einem umfangreichen Bericht dokumentiert (siehe http://www.gfbv.de/uploads/produkt/download/416.pdf).

BILD: Der Vizepräsident des Weltkongresses der Uiguren, Asgar Can (rechts), und der Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius, beim Pressegespräch in Berlin. (Foto: Michael Leh)

Bei diesen Gewalttaten wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation mindestens 354 Menschen getötet und 515 Personen verletzt. Außerdem sei die Verhaftung von 745 Uiguren allein in diesem Zeitraum belegt.

Neben vielen anderen wurde der in Peking lebende uigurische Menschenrechtler und Wirtschaftsprofessor Ilham Tohti verhaftet. Fünf Jahre nach den schweren Unruhen in der Provinzhauptstadt Urumtschi im Jahr 2009, bei denen es offiziell 193 Tote und 1721 Verletzte gab, sei das Schicksal hunderter verschwundener Uiguren immer noch nicht geklärt.

Das im äußersten Nordwesten Chinas gelegene Ost-Turkestan, von den Chinesen Xinjiang („Neue Grenzgebiete“) geheißen, konnte erst 1846 in den Herrschaftsbereich der Qing-Dynastie eingegliedert werden Es gab bis zur Gründung der kommunistischen Volksrepublik China im Jahr 1949 noch Sezessionsversuche.

Xinjiang ist mit 1,6 Millionen Quadratkilometern viermal so groß wie Deutschland und besitzt viele Bodenschätze. Das Gebiet grenzt an Russland, Pakistan, Tadschikistan, Pakistan, Indien, Kirgisien, Tadschikistan und die Mongolei.

Uiguren verdrängt: sie schrumpften von 75 auf 41%

Aufgrund der forcierten Einwanderung von Han-Chinesen nach Xinjiang stellen dort die etwa acht Millionen Uiguren nach offiziellen Angaben nur noch 41 Prozent der Bevölkerung, 43 Prozent der Einwohner sind bereits Chinesen. 1953 stellten die Chinesen nur sechs Prozent der Bevölkerung, die Uiguren 75 Prozent. China-Flagge-gr_02

Heute herrscht in den Städten eine starke Segregation. Die Uiguren fühlen sich zunehmend wie Fremde in ihrer angestammten Heimat; viele verstehen gar kein Chinesisch. Auch die uigurische Stadt Kashgar, am Rande der Wüste Taklamakan gelegen, erlebt schon lange eine Zuwanderungswelle geschäftstüchtiger Chinesen.

Peking will dort die erste „Wirtschaftssonderzone“ ganz im Westen errichten. Die Millionenstadt Urumtschi ist das größte Handelszentrum Zentralasiens. Xinjiang wird nach dem erklärten Willen Pekings („Neue Seidenstraßen-Initiative“) weiter als Drehkreuz für den Austausch mit Zentralasien und Europa ausgebaut.

Im Unterschied zu den buddhistischen Tibetern wehren sich die islamisch geprägten Uiguren auch mit Messern und Sprengstoff gegen ihre Unterdrückung. Peking wiederum geht mit eiserner Faust gegen echte oder angebliche Terroristen und „Separatisten“ vor. Zunehmend fliehen Uiguren außer Landes.

In einem Pressegespräch mit der PAZ informierten der Asienreferent der GfbV, Ulrich Delius, und der Vizepräsident des Weltkongresses der Uiguren, Asgar Can, über die Lage in Xinjiang.

Der Vater des 53-jährigen Can hatte sich als Schuldirektor in Xinjiang geweigert, Mao-Bilder aufzuhängen, wofür er mit zwei Jahren Haft bestraft wurde. Danach floh er mit seiner Familie nach Afghanistan und in die Türkei. Von dort kam Asgar Can nach Deutschland, wo er Betriebswirtschaft studierte. In München, wo er dem Ausländerbeirat angehört, gründete er die Uigurische Gemeinde.

Gegenüber der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ) erklärte er: „Wir erfahren ständig von Ausschreitungen, Verhaftungen und willkürlichen Prozessen, auch von Hinrichtungen.“

Religionsfreiheit steht für Uiguren nur auf dem Papier

Rot-China will die Uiguren assimilieren und nimmt  ihnen auch alle kulturellen Rechte. Sie könnten ihre Religion nicht ausüben. „Jeder, der eine Moschee betritt, wird als sogenannter Fundamentalist verdächtigt“, sagte Can. Das religiöse Fasten sei verboten worden. Uiguren würden in Betrieben während des Ramadan in der Mittagspause kontrolliert, ob sie etwas essen. Männer mit langen Bärten würden festgenommen.

„Die Religionsfreiheit steht nur auf dem Papier“, erklärte Can. Gewaltakte der Uiguren geschähen meist aus Verzweiflung wegen dieser Unterdrückung. „Wenn man Menschen derart in die Ecke drängt, versuchen sie sich auch zu verteidigen. Was aber natürlich keine Rechtfertigung für Gewaltanwendung ist“, betonte Can. „Der Islam“, fügte er hinzu, „ist unser einziger Halt angesichts dieses Vorgehens der Chinesen.“  –  Darum klammerten sich die Menschen umso fester an ihn.

Das Europäische Parlament hat Peking in einer Resolution aufgefordert, einen „echten Dialog zwischen Han-Chinesen und Uiguren einzuleiten“, ihre kulturelle Identität zu achten und die Repressionen zu beenden.

Doch China hat, wie Can gegenüber der PAZ mitteilt, schon jeden Europaabgeordneten angeschrieben und aufgefordert, den Kontakt mit Exil-Uiguren zu unterlassen.

Ulrich Delius erklärte, drei von vier Personen, die 2012 in China wegen angeblicher „Gefährdung der Staatssicherheit“ vor Gericht gestellt wurden, stammten aus Xinjiang. Viele blutige Auseinandersetzungen erfolgten, wenn chinesische Polizei die Schleier von Uigurinnen lüfte, um ihre Identität festzustellen.

Im GfbV-Report heißt es auch, Frauen, welche die staatlichen Vorschriften zur Verschleierung missachteten, würden in manchen Städten dazu gezwungen, einen Film zu sehen, in dem für weibliche Schönheit geworben und die „Freude dargestellt“ werde, das Gesicht in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Der Mangel an Respekt gegenüber den Uiguren, so Delius, sei eines der Grundprobleme von Chinas verfehlter Nationalitätenpolitik. Bislang scheine die Gewalt weitgehend hausgemacht. „Wenn Chinas Staatsführung nicht den Dialog mit anerkannten Sprechern der Uiguren sucht und sich um eine politische Lösung bemüht, könnten internationale Dschihadisten den Konflikt noch stärker für ihre Zwecke instrumentalisieren“, warnte Delius.

Unser Autor Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ) vom 2. August 2014

 

 


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