Israel/Vatikan: Begegnung von Präsident Peres mit Papst Franziskus

Am vergangenen Freitag  (18.7.) sprach Papst Franziskus mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres, um eine Botschaft der Koexistenz, der Mäßigung und des Friedens an die Bewohner der Region zu übermitteln. Präsident Shimon Peres und Papst Franziskus (Foto: Präsidialamt)

Der Präsident dankte dem Oberhaupt der katholischen Kirche für seine Anteilnahme und Sorge; er sagte: „Derzeit gibt es Feuer und wir versuchen alles, um die Flammen zu ersticken. Denn wir sehen die Bewohner des Gazastreifens nicht als Feinde an.

Ich weiß, dass die Menschen dort die Situation, in der sie sich befinden, nicht selbst gewählt haben. Eine kleine Gruppe von Fanatikern ist der Grund für das Leiden im Gazastreifen.

Unsere Operation hat das Ziel, zwei Methoden des Mordens zum Ende zu bringen: die Raketen aus der Luft und die Tunnel unter der Erde.“

Papst Franziskus sagte zum israelischen Staatschef: „Dies ist ein schmerzhafter Moment. Ich bin überzeugt, dass Gott uns zusammenbringt in unseren Gebeten für den Frieden.” 

Er fügte hinzu: “Ich bitte Gott um eine schnelle Lösung und eine politische Lösung. Ich bin ihnen in meinen Gebeten und Gedanken nahe.“

Präsident Peres dankte dem Papst für seine Friedensbemühungen und sagte: „Ich weiß, dass wir einen langen Weg vor uns haben und ich weiß, dass es schwierige Situationen geben wird. Aber wie in vielen Situationen, können Krisen auch der Weg zu Frieden und besseren Zeiten sein.“

Papst Franziskus erwiderte: „Ich danke Ihnen für alles, was Sie tun, Herr Präsident, und ich bitte Gott, Sie zu segnen. Möge er Sie auf Ihrem Weg zum Frieden begleiten und bitte fühlen Sie meine Nähe zu Ihnen als Ihr Bruder und Freund.“

Quelle für Text und Foto: Büro des israelischen Staatspräsidenten


Niederlande: Parlament stoppt Zahlungen an palästinensische Gewalttäter

Das niederländische Parlament einen Antrag für eine Beendigung der Zahlung von Gehältern genehmigt, die die Palästinensische Autonomiebehörde an Terroristen zahlt. 1403634115528

Der Antrag, wurde von den 148 Abgeordneten einstimmig verabschiedet. Das niederländische Unterhaus umfaßt 150 Mitglieder.

“Das Parlament macht geltend, dass die Palästinensische Autonomiebehörde seit 2011 Geld an palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen zahlt und dass diese Gelder einen negativen Effekt haben, weil dadurch die Kriminalität und der Terrorismus belohnt werden”, heißt es in dem Antrag, der von den Parlamentariern Joel Voordewind, von der Christlichen Union und Kees Van der Staaij, von der SGP eingereicht wurde.

In dem Antrag wird zudem verlangt: “Wir fordern die Regierung auf, auch in der EU für die Beendigung dieser Palästinenserpolitik einzutreten” und die Politiker in der EU über die Handhabung der Gelder durch die Palästinensische Autonomieverwaltung (PA)  zu informieren.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.israel-nachrichten.org/archive/10608


Ägypten: Islamvertreter gegen die Hamas

Immer mehr religiöse Vertreter des Islam in Ägypten nehmen deutlich Stellung gegen die Terrororganisation Hamas, die sie verantwortlich machen für den Tod palästinensischer Zivilisten in Gaza.

Jetzt erklärte sogar ein führender ägyptischer Salafisten-Geistlicher, die Hamas sei “eine Verschwörung gegen das palästinensische Volk”:

Talaat Zahrat führte in einer Fernsehsendung aus, dass die Hauptaufgabe der Hamas darin bestehe, “dem palästinensischen Volk zu schaden”.

Der muslimische Prediger betonte, es werde in Ägypten keinerlei Unterstützung für die Hamas geben. Der “teuflische Plan”, einen Streit zwischen Israel und Ägypten zu provozieren, werde “nicht aufgehen”.

Quelle: http://www.haolam.de/artikel_18354.html


“Es ist dir gesagt worden, Mensch, was der HERR von dir erwartet”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Micha 6,1-4.6-8:

Hört, was der HERR sagt: Auf, tritt an zum Rechtsstreit! Die Berge sollen Zeugen sein, die Hügel sollen deine Worte hören.

Hört zu, ihr Berge, beim Rechtsstreit des HERRN, gebt Acht, ihr Fundamente der Erde!    Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk, ER geht mit Israel ins Gericht:  header_buch

Mein Volk, was habe ich dir getan, oder womit bin ich dir zur Last gefallen? Antworte mir!  –  Ich habe dich doch aus Ägypten heraufgeführt und dich freigekauft aus dem Sklavenhaus. Ich habe Moses vor dir hergesandt und Aaron und Mirjam.

Womit soll ich vor den HERRN treten, wie mich beugen vor dem Gott in der Höhe?  –   Soll ich mit Brandopfern vor ihn treten, mit einjährigen Kälbern?
Hat der HERR Gefallen an Tausenden von Widdern, an zehntausend Bächen von Öl?  –  Soll ich ihm meinen Erstgeborenen weihen für meine Vergehen, die Frucht meines Leibes für meine Sünden?

Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Gerechtigkeit üben, Güte und Treue lieben und in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.


Israels Botschafter über die UNO, die EU, den Gazastreifen und israelfeindliche Proteste

Gestern beantwortete der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman (siehe Foto), in einem einstündigen Facebook-Chat Fragen  zur aktuellen Lage. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman

Hier folgen einige dieser Fragen und die jeweiligen Antworten des jüdischen Diplomaten:

Richard Krauss: Warum verstehen nach Ihrer Meinung viele Menschen in Europa und auch in Deutschland nicht, dass Israel wie jedes andere Land das Recht hat, sein Land und seine Bevölkerung zu schützen ? Wie erleben Sie als Botschafter und Ihre Mitarbeiter in Berlin gegenwärtig die Situation von Seiten der Presse und der Bevölkerung?

Israelischer Botschafter:
Jemand hat behauptet, dass in der UNO drei Maßstäbe gelten: einer für undemokratische Staaten ( das ist leider noch immer die Mehrheit der Länder weltweit), zweitens für demokratische Staaten und drittens nur für Israel. Diese Aussage ist leider kein Scherz, sondern wir erleben sie tagtäglich und leider auch manchmal hier in Deutschland. 

Israel hat nach internationalem Recht das Recht und sogar die Pflicht, seine Staatsbürger zu verteidigen. Kennen Sie einen einzigen anderen Staat, der auch nur eine Woche, und nicht wie wir 14 Jahre, eine Situation tolerieren würde, in der seine Bürger den Launen von Terroristen ausgesetzt sind?  idf-unrwa

Wir haben den Gazastreifen vor fast 9 Jahren vollständig geräumt. Wir haben Siedlungen geräumt und über 10.000 Menschen gezwungen, umzusiedeln. All das geschah nicht als Teil eines Verhandlungsprozesses. Es war Teil eines unilateralen Prozesses, um der Welt und den Palästinensern zu zeigen, dass wir Frieden wollen. Und was haben wir bekommen?

Guybrush Threepwood: Wie gefährlich sehen Sie die antiisraelischen Demonstrationen hier in Deutschland? Es sind immerhin Nazis, Islamisten und Antisemitische Linke, die dort zusammen demonstrieren.

Israelischer Botschafter:
Demonstrationen sind ein Herzstück westlicher Demokratien, aber nur solange sie gewaltfrei bleiben und frei von Hass sind. Was wir in den letzten Tagen gesehen haben – gewalttätige pro-palästinensische Demonstrationen, bei denen pro-Israel-Demonstranten überfallen wurden – Hassparolen und Hass in sozialen Netzwerken, das ist nicht Teil westlicher Demokratie.

Das ist ein Versuch, Methoden, wie wir sie aus Dikaturen aus unserer Nachbarschaft kennen, nach Deutschland zu importieren. Das macht uns Sorgen, aber es sollte auch den Menschen in Deutschland Sorgen machen.

Till Mansmann:  Herr Botschafter, der Gaza-Streifen wird ganz wesentlich von EU-Geldern gestützt, also auch aus meinen Steuergeldern. Für eine friedliche Lösung des Konflikts und für den Aufbau ziviler Strukturen bin ich auch bereit zu zahlen. Können wir aber sicher sein, dass nicht ein Teil des Gelds in die Raketen fließt, die die Terroristen auf Israel schießen? 40323-90x80

Es ist für mich gerade als Deutscher eine Horror-Vorstellung, wenn auch nur ein Cent meiner Steuergelder Angriffe auf israelische Bürger finanziert! Haben Sie Erkenntnisse darüber, ob EU-Geld in dieser Hinsicht missbraucht wird? Und wenn ja: Wird die europäische Bevölkerung über diese Erkenntnisse informiert?

Israelischer Botschafter:
Ja, das geht auch aus einem Untersuchungsbericht des europäischen Parlaments hervor. Wir werden den Link dazu nachreichen. Sie haben als europäischer Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Muhammed Saat: Guten Morgen. Wie kann es sein, dass der durchnittliche Wasserverbrauch von einem Palästinenser 17 Liter beträgt und einem Israeli 70 Liter pro Tag zur Verfügung stehen? Wie kommt es zu den 10 Anforderungen der Hamas für einen gerechteren Umgang?

Können sie die Hamas von den Palästinensern unterscheiden? Würden Sie Tinte mit Tinte wegwischen? Warum versucht man, Blut mit Blut wegzuwischen, Rache für Rache? Haben Sie einen langfristigen Lösungsvorschlag? Ich möchte den Frieden und keine Mauer oder Barrikaden.

Israelischer Botschafter:
Ihre Aussage zum Wasser stimmt nicht. Das können Sie auch hier nachlesen. 120714022411-b1-

Ja, selbstverständlich können wir die Hamas von den Palästinensern unterscheiden. Das palästinensische Volk und die Hamas sind für uns nicht das Gleiche. Das palästinensische Volk ist nicht der Feind. Wir wollen mit ihnen in Frieden leben.
Die Hamas ist eine Terrororganisation, auch nach Meinung der EU und USA. Es gibt keine Politik der Rache. Es geht um die Sicherheit unserer Bevölkerung.
Es geht nicht, dass drei unschuldige Jungen auf dem Nachhauseweg kaltblütig ermordet werden. Die Täter des Mordes an Mohammed Abu Chdeir werden wie alle anderen Terroristen behandelt. Abu Chdeir wurde gestern vom Verteidigungsministerium genauso wie die drei ermordeten jüdischen Jungen als Terroropfer anerkannt.

Israels Botschafter über ISIS, Hamas, Ägypten, Türkei und die Zwei-Staaten-Lösung

Heute Morgen beantwortete der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman (siehe Foto), in einem einstündigen Facebook-Chat Fragen  zur aktuellen Lage. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman

Hier folgen einige dieser Fragen und die jeweiligen Antworten des jüdischen Diplomaten:

Elias P.: Welche Möglichkeiten hat Israel, wenn die Offensive im Gazastreifen beendet ist, terrorfrei zu leben? Wie sieht Israel die Bedrohung der ISIS-Gruppe, die stetig von Syrien her auf das Heilige Land zukommt?

Israelischer Botschafter:
Wir hoffen, dass man ohne Terror in unserer Region leben kann. Wir wollen mit unseren Nachbarn in Frieden leben. Es ist unerträglich, dass Terrororganisationen wie Hamas oder ISIS friedliebende Menschen bedrohen.
Hamas ist ein Spiegelbild von ISIS – nicht bereit dazu, dass andere Menschen, mit anderen Meinungen, Kulturen, Religionen, frei leben zu lassen. Dieses Phänomen ist nicht nur auf unsere Region begrenzt, sondern verbreitet sich in Afrika (z.B. Boko Haram in Nigeria), Asien und leider auch in Europa.
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Andreas Irmer:  Was ist über die momentane Unterstützung der Hamas seitens des Nato-Partners Türkei bekannt? (Erdogan hatte ja u.a. die Hamasführung 2012 zum Feiern eingeladen.)
Botschaft des Staates Israel:
Die Türkei, Katar und der Iran sind die einzigen Staaten im Nahen Osten, welche die Hamas unterstützen. deutschland-israel-flag
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Andreas Degenkolbe: Bei Entmachtung der Terror-Organisationen wie z. B. der Hamas, bei nachweislich dauerhafter Einstellung jeglicher Angriffe auf Israel (ob mit Raketen, Autobomben oder sonstigen Attentaten), bei vertraglich zugesicherter Akzeptanz des Existenzrechts Israels – gibt es für diesen Fall eine heute gültige Erklärung des Staates Israel, dann auch einen palästinensischen Staat anzuerkennen?
Israelischer Botschafter:
Es ist offizieller Teil der israelischen Regierungspolitik. Es ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass es das Ziel unserer Verhandlungen mit den Palästinensern ist, eine Zweistaatenlösung für zwei Völker zu erreichen.
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Kerim Kuyumcu: Warum ist es nicht möglich die Hamas gezielt zu bekämpfen?  –  Damit meine ich nicht das Bombardieren, sondern einfangen der einzelnen Mitglieder. Schließlich hat Israel den weltbesten Geheimdienst.
Israelischer Botschafter:
Wir versuchen, Hamas-Terroristen gezielt festzunehmen, wenn dies möglich ist. Aber man darf nicht vergessen, dass wir nicht im Gazastreifen sind.
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Florian Rotenberg: Ist eine engere Zusammenarbeit mit Ägypten möglich? So könnte das ägyptische Militär Tunnelsysteme zerstören und strengere Genzkontrollen durchführen. Fattah as-Sisi ist ja durchaus kooperationsbereit.Gaza-rocket-hits-factory-640x477
Israelischer Botschafter:
Israel und Ägypten kooperieren gegen den gemeinsamen Feind – den islamistischen Terrorismus. Uns verbindet der Wunsch, das palästinensische Volk nicht zu treffen.
Ich möchte Sie auf das gestrige Statement des ägyptischen Außenministers Shukri aufmerksam machen, worin er der Hamas die Schuld für die Bodenoffensive gegeben hat.
Bezüglich der Situation der Zivilisten im Gazastreifen: Israel versucht alles, um Unbeteiligte nicht zu treffen. In diesem Rahmen haben wir beispiellose Methoden verwirklicht. Zum Beispiel: Telefonate, um Menschen aufzufordern, ihre Wohnungen zu verlassen.
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“Die Hamas begeht Kriegsverbrechen in dreierlei Hinsicht”

Wir haben auch Zeit gegeben, damit Menschen ihre Wohnorte verlassen können, bevor Israel aus der Luft oder vom Boden angreift. Sie haben die Möglichkeit, zu speziellen Orten zu gehen, wie Einrichtungen der UNRWA.
Mehrere Tausend Menschen haben das getan, obwohl die Hamas es nicht erlaubt und die Leuten bedroht, falls sie es doch tun.
Lassen Sie mich daran erinnern, dass alles geschieht, weil die Hamas die Bevölkerung als Schutzschild missbraucht und ihre Waffen und Abschussrampen in Wohngebieten platziert.
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Zur humanitären Hilfe: Täglich passieren hunderte LKWs mit Versorgungsgütern die Grenze zum Gazastreifen. Und das, obwohl Hamas diesen Grenzübergang tagtäglich bombardiert.
Nicht nur versucht die Hamas, das Volk als Geisel zu missbrauchen, sondern sie versuchen auch alles, um es unmöglich zu machen, humanitäre Hilfe zu leisten.
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Die Hamas begeht damit in dreierlei Hinsicht Kriegsverbrechen:
Sie greifen israelische Zivilisten an.
Sie benutzen ihre Bevölkerung als menschliche Schutzschilde
und sie versuchen, den Transfer von humanitärer Hilfe zu sabotieren, die von dem Land kommt, das sie angreifen.
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Quelle und vollständiger Frage-Antwort-Artikel hier: http://www.botschaftisrael.de/2014/07/18/facebook-chat-mit-botschafter-hadas-handelsman-zur-situation-in-israel-und-im-gazastreifen/#more-7172

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Ergänzend hierzu ein Zitat des Liedermachers Wolf Biermann: “Wenn die Araber endlich ihre Waffen niederlegen, wird es dort keinen Krieg mehr geben. Wenn aber Israel die Waffen niederlegt, wird es kein Israel mehr geben.”


USA – Ägypten – Deutschland: Stellungnahmen zum Nahost-Konflikt

Ägypten wirft der Hamas Verantwortungslosigkeit vor

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte heute (18.7.): „Es gibt eine völlig neue Qualität der Bewaffnung der Hamas. Jedes Land muss sich natürlich wehren, wenn es so angegriffen wird.“www.bundeskanzlerin.de

Der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry kritisierte die Hamas am Donnerstag scharf und warf ihr vor, sie hätte Dutzende Leben retten können, wenn sie auf den Vorschlag einer Waffenruhe zu Wochenbeginn eingegangen wäre. Israel hatte den Vorschlag angenommen.

Wörtlich sagte Sameh Shoukry gegenüber der Nachrichtenagentur Mena: „Wenn die Hamas den ägyptischen Vorschlag angenommen hätte, hätte sie mindestens 40 Palästinensern das Leben retten können.“

USA: Israel ist berechtigt zum Kampf gegen Terrorismus

Der US-amerikanische Außenminister John Kerry ließ nach einem Telefonat mit Ministerpräsident Netanyahu mitteilen:

„Der Außenminister versicherte unsere ausdrückliche Unterstützung Israels und seines Rechtes, sich gegen Terroristen zu verteidigen, die das Land über Tunnel bedrohen.

Wir sind der Ansicht, dass es eine präzise Operation geben sollte, die diese Tunnel ins Visier nimmt, wie es die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte in ihrer Stellungnahme selbst formulierten.“

Außenminister Steinmeier besuchte bereits am Dienstag Israel und kam mit Ministerpräsident Netanyahu, mit Justizministerin Livni und mit Außenminister Lieberman zusammen.

Das Auswärtige Amt schreibt auf seiner Webseite: „Im Anschluss an die Gespräche unterstrich der deutsche Außenminister, dass “die Sicherheit Israels für uns Deutsche von größter Bedeutung sei”. –  Steinmeier forderte erneut, den Abschuss von Raketen von Gaza auf Israel sofort zu beenden.

UNRWA entdeckte 20 Raketen in einer Schule in Gaza 

Das im Gazastreifen ansässige Hilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) räumte ein, man habe in einem Schulgebäude der UNRWA im Gazastreifen 20 Raketen entdeckt.

In einer Stellungnahme hieß es, die UNRWA verurteile die Gruppe oder die Gruppen, die für die Platzierung der Waffen an diesem Ort verantwortlich seien.

Dieser Vorfall gefährde die Leben der Mitarbeiter der UNRWA und der Zivilbevölkerung im Gazastreifen.

Die Verurteilung der UNRWA in englischer Sprache finden Sie hier.

Quellen: Außenministerium des Staates Israel / Auswärtiges Amt / Ynet / UNRWA


Gaza/Israel: Florierender Tunnelbau der Hamas dient dem Terrorismus

In den vergangenen Jahren erlebte der Gazastreifen einen regelrechten Boom von Bauprojekten. Allerdings blieben diese Bauprojekte zum großen Teil dem bloßen Auge verborgen, weil sie sich unter der Erde befinden.

Die Tunnel-Industrie der Hamas war gut bekannt als Weg, um Waffen, Güter, Geld und sogar Terroristen in den Gazastreifen zu schmuggeln, zum Großteil von der Sinai-Halbinsel in Ägypten. Tunnel der Hamas nach Israel (Foto: MFA)

Doch diese Tunnel wurden zum Großteil durch Ägypten verschlossen. In jüngster Zeit nutzen die Hamas und andere Terrororganisationen ihr Know-How auf diesem Gebiet für deutlich schlimmere Zwecke: Terroranschläge auf israelischem Gebiet.

FOTO: ein Terroristen-Tunnel der Hamas

Die Tunnel werden von einem versteckten Punkt aus im Gazastreifen gegraben und enden nach vielen hundert Metern tief in israelischem Territorium.

Das Ziel der Hamas ist es, durch diese Tunnel Anschläge zu verüben, bei denen Israelis getötet oder entführt werden.

17. Juli: geplanter Anschlag durch den Tunnel

Am Morgen des 17. Juli gelangten 13 Terroristen der Hamas durch einen solchen Tunnel nach Israel. Sie wurden glücklicherweise nahe des Kibbutz Sufa durch Soldaten der Verteidigungsstreitkräfte entdeckt, bevor sie im Dorf ein Massaker verüben konnten.

Erst vor 10 Tagen konnte ein anderes Desaster verhindert werden, als ein großer Tunnel explodierte, mit dessen Hilfe die Hamas einen Anschlag durchführen wollte.

Diese Methode wird von der Hamas bereits seit 2006 praktiziert. Damals nutzte man einen Verbindungstunnel, um zwei israelische Soldaten zu ermorden und einen dritten Soldaten, Gilad Shalit, zu entführen. Shalit war fünf Jahre lange in Geiselhaft der Hamas.

Terrortunnel dienen als große Landminen

Die Tunnel werden von der Hamas auch als gigantische Landminen verwendet, wobei Sprengstoff in einen Tunnel gebracht wird, der unmittelbar unter einem Kibbutz oder einem Dorf endet. Ein solcher Tunnel explodierte im November 2012 nahe dem Grenzzaun entlang des Gazastreifens.

Bemerkenswert ist die Prioritätensetzung der Hamas, die riesige Summen in die Konstruktion von Tunneln und Bunkern investiert, statt die eigene Bevölkerung mit dem Nötigsten zu versorgen.

Im Oktober 2013 entdeckten Kräfte der ZAHAL einen Tunnelausgang nahe der Gemeinde Hashlosha. Dieser Tunnel erstreckte sich über 1,7 Kilometer und war 18 Meter tief unter der Erde, beginnend in der Stadt Khan Yunis im Gazastreifen, und ausgestattet mit elektrischen Leitungen und Telefonverbindungen. Die Hamas arbeitete über ein Jahr an der Fertigstellung dieses Tunnels.

Die Tunnel verschlingen anderweitig dringend benötigtes Geld und Ressourcen, mit dem einzigen Zweck, Terror gegen Israel auszuüben. Für den Bau eines einzigen Tunnels können bis zu 500 Tonnen Beton und Zement verarbeitet werden.

Nach israelischen Schätzungen haben die Hamas und andere Terrororganisationen mehrere Dutzend solcher Tunnel gebaut.

Quelle: Außenministerium des Staates Israel / Foto: MFA


Israel startete eine Bodenoffensive zur Zerstörung von Terroristen-Tunnels

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Moshe Yaalon haben am Donnerstagabend (17.7.) die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) angewiesen, eine Bodenoffensive zu beginnen. "Iron Dome" fängt eine Rakete aus dem Gazastreifen ab (Foto: MFA)

Ziel der Offensive ist es, Tunnels vom Gazastreifen nach Israel zu zerstören.

Terroristen nutzten einen solchen Tunnel, um am Donnerstagmorgen nach Israel einzudringen. Sie planten, dort einen großangelegten Anschlag auf israelische Bürger zu verüben. Die ZAHAL konnten diesen Anschlag verhindern.

BILD: Das israelische Abwehrsystem “Iron Dome” fängt eine Rakete aus dem Gazastreifen ab (Foto: MFA)

Ministerpräsident Netanyahu und Verteidigungsminister Yaalon wiesen die ZAHAL darüber hinaus an, für eine Ausweitung der Bodenoffensive bereit zu stehen.

Hamas mißachtete mehrfach die Waffenruhe

Das Sicherheitskabinett stimmte der Offensive zu, nachdem Israel den Vorschlag Ägyptens für eine Waffenruhe angenommen hatte, während ihn die Hamas abgelehnt und ihr Raketenfeuer fortgesetzt hatte.

Die Hamas respektierte zudem nicht die humanitäre Waffenruhe, die am Donnerstag auf Initiative der Vereinten Nationen (UN) gelten sollte, und beschoss israelische Städte während der Kampfpause.

Angesichts der kriminellen und unnachgiebigen Aggression der Hamas sowie den gefährlichen Versuchen, auf israelisches Gebiet vorzudringen, sieht sich Israel gezwungen, seine Bürgerinnen und Bürger zu verteidigen.

Israel wird während der Bodenoffensive weiterhin alles daran setzen, dass keine palästinensischen Zivilisten zu Schaden kommen. Im Unterschied dazu, gefährdet die Führung der Hamas bewusst Zivilisten, indem sie diese als menschliche Schutzschilde einsetzt.

Die israelische Botschaft veröffentlichte hierzu einen ausführlichen Bericht.  

In den frühen Morgenstunden des Freitag wurde ein Soldat der Verteidigungsstreitkräfte im Einsatz getötet und fünf weitere Soldaten bei unterschiedlichen Vorfällen leicht bis mittelschwer verletzt.

Der getötete Eitan Barak war 20 Jahre alt und kam aus Herzliya. Es wird derzeit noch untersucht, ob er möglicherweise durch Beschuss aus den eigenen Truppen getroffen wurde.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Paris: Krawalle gegen mehrere Synagogen durch israelfeindliche Demonstranten

Unter französischen Juden macht sich Angst breit. An mehreren Pariser Synagogen ist es in den vergangenen Tagen zu Gewalttaten gekommen.

Es liegt nahe, dass ausgerechnet Frankreich zum Nebenschauplatz des Nahostkonflikts wird: Dort lebt sowohl eine der größten jüdischen als auch eine der größten muslimischen Gemeinden Europas. davidstern (2)

Die Synagoge in der Rue de la Roquette liegt nur wenige Meter von der Bastille entfernt. Noch während die Gläubigen sich im Inneren der Synagoge versammelt hatten, kam es draußen zu massiven Ausschreitungen.

Im Internet veröffentlichte Videos zeigen deutlich, dass aufgebrachte Demonstranten versuchten, gewaltsam in die Sy-nagoge einzudringen, und sie mit Steinen, Stühlen, Flaschen und anderen Gegenständen bewarfen.

Vor der Synagoge hatten sich mehrere Dutzend Mitglieder der jüdischen Verteidigungsliga versammelt, die sich mit den pro-palästinensischen Demonstranten heftige Gefechte lieferten.

Nach etwa einer Viertelstunde trafen die Spezialeinheiten der französischen Polizei (CRS) ein. Sie setzten Tränengas ein, um die Angreifer zu vertreiben. Erst als sich die Lage wieder beruhigt hatte, konnten die Menschen die Synagoge verlassen.

Auch an anderen Synagogen war es in den vergangenen Tagen zu Gewaltakten gekommen. Schon in der Nacht zu Samstag hatten Unbekannte einen Brandsatz in einer Getränkedose gegen die Synagoge von Aulnay-sous-Bois geschleudert. Es gab nur geringen Sachschaden, doch die Symbolwirkung war groß.

Pro-palästinensische Aktivisten griffen darüber hinaus eine Synagoge im multiethnischen Stadtteil Belleville und eine weitere im Marais an. Nach einem Bericht der Zeitung »Le Parisien« wurden insgesamt acht Menschen verletzt, sechs Polizisten und zwei Mitglieder der jüdischen Gemeinde.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19713


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