Israel anerkennt die christlichen Aramäer als eigenständige Minderheit

Israels Innenminister Gideon Sa’ar unterzeichnete kürzlich eine Anordnung, wonach Aramäer als eigenständige nationale Bevölkerungsgruppe im Bevölkerungsregister Israels geführt werden können. Davidstern

Die Entscheidung wird ungefähr 200 christlichen Familien, die sich selbst dieser antiken Nationalität zugehörig fühlen, die Möglichkeit geben, sich als Aramäer registrieren zu lassen. Bislang wurden sie als Araber geführt.

Der Innenminister berief sich bei seiner Entscheidung auf drei Expertengutachten, die zu dem Schluss gekommen waren, dass diese Nationalität die Bedingungen für die offizielle Anerkennung erfüllten, darunter das gemeinsame historische Erbe, Religion, Kultur, Herkunft und Sprache.

Gabriel Nadaf, Direktor des Israel Christians Recruitment Forum und einer der Befürworter der Anerkennung der aramäischen Nationalität, erklärte zur Entscheidung des Innenministers: “Jeder der 133.000 Christen, die in Israel leben und einer der orthoxen Ostkirchen angehört, kann sich nun als Aramäer registrieren lassen.”

Quelle: http://www.botschaftisrael.de


Israel: Staatspräsident Rivlin verurteilt Anschlag auf Moschee in Aqraba

In Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf die Moschee in der palästinensischen Stadt Aqraba erklärt der israelische Präsident Reuven Rivlin:

„Heute Morgen habe ich mit dem israelischen Polizeipräsidenten über den Brandanschlag auf die Moschee in Aqraba gesprochen. Ich habe ihn darum gebeten, dringend Ermittlungen einzuleiten.

Heilige Orte anzustecken ist Terrorismus und sollte als Terrorismus behandelt werden  –  ob das Verbrechen rassistisch, religiös oder nationalistisch motiviert war.

Um mit diesem Problem umzugehen, müssen wir zunächst seine Schwere anerkennen. Wir können solche Vorfälle nicht länger als nebensächlich abtun. Im Gegenteil, wir müssen das Problem an der Wurzel angehen. Wer angesichts solcher Taten schweigt, bereitet bereits den Boden für einen weiteren Anschlag dieser Art.

Wir müssen uns daran erinnern: Wenn wir nicht entschieden handeln, werden wir alle für das ‚Preisschild‘ zahlen.“

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Israel führt einen Gedenktag für jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern ein

In diesem Jahr wird in Israel am 30. November zum ersten Mal an einem offiziellen Gedenktag der jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern gedacht  –  ein Thema, das in Israel in den letzten Jahren zunehmend diskutiert wurde und gerade in der politischen Diskussion der Gegenwart oft vergessen wird.  israeltag2

In den Jahren nach der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 wurden etwa 856.000 Juden aus arabischen Ländern zu Flüchtlingen.

In den ersten beiden Jahrzehnten nach der Gründung des Staates Israel verschwanden beispielsweise in Marokko und dem Irak fast alle jüdischen Gemeinden, so dass von mehr als 850.000 Juden, die in allen arabischen Ländern vor 1948 lebten, im Jahr 2001 nur knapp 7.800 geblieben waren. Einige dieser Gemeinden blickten auf eine mehr als 2600 Jahre währende Geschichte zurück.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Kein später April-Scherz: In Israel gehen die Wogen hoch wegen Milky-Pudding

Der sogenannte „Milky-Protest“ in Israel weitet sich aus. Es geht um Schokoladenpudding, der in Deutschland wesentlich billiger verkauft wird als im Heiligen Land. COLLAGE-BLUSP2

Der Pudding ist zum Protestsymbol geworden. Eine Gruppe in Deutschland lebender Israelis hat ihre Landsleute sogar aufgefordert, nach Berlin auszuwandern, weil dort die Lebenshaltungskosten bezahlbar niedrig seien.

Finanzminister Yair Lapid hat in einer ersten Reaktion versprochen, die Lebensmittelpreise zu regulieren. „Ich verstehe diejenigen, die nach Berlin ziehen, und ich bin sogar einer Meinung mit ihnen,“ erklärte Lapid. „Es kann nicht so weitergehen, dass wir hier so enorm hohe Preise zahlen. Aber wenn Sie genauer hinschauen, wird Ihnen auffallen, dass sich schon einiges geändert hat. Und wir werden weiterhin mehr und mehr Produkte unter Preisaufsicht stellen.“

Rami Levy, Besitzer einer großen Supermarkt-Kette, unterstrich, er stehe voll hinter dem Protest und plane, den Preis für Milch in seinen Filialen um einen Schekel pro Packung zu senken. Zudem forderte er die Regierung auf, die Kosten für Wasser, Strom und die Grundsteuer zu reduzieren.

Quelle: http://www.israelheute.com


BENEDICTUS: Das Lobgebet des Zacharias: “Gott hat uns einen starken Retter erweckt”

Heutige liturgische Evangelienlesung der kath. Kirche:

Lk  1,68-69.70-75:

Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels!
Denn ER hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet;
ER hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause seines Knechtes David.

Dies hat ER verheißen von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
ER hat uns errettet vor unseren Feinden
und aus der Hand derer, die uns hassen;

ER hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet
und an seinen heiligen Bund gedacht,
ER hat den Eid erfüllt,
den ER unserem Vater Abraham geschworen hat.

ER hat uns gewährt,
dass wir, aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen
in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsere Tage.

 


Forschungsprojekt sucht Israelis, die nach Deutschland eingewandert sind

Die Hebräische Universität in Jerusalem und die Bergische Universität Wuppertal führen gemeinsam ein von der GIF gefördertes Forschungsprojekt zum Thema “Israelische Emigration nach Deutschland seit 1990″ durch. israeltag2

In dieser Untersuchung geht es darum, die Hintergründe dieser spezifischen Migrationsbewegung, die Identität der Israelis in Deutschland und den Prozess ihrer Einwanderng zu verstehen.

Israelis in Deutschland, die an einer Befragung teilnehmen möchten, finden hier weiterführende Informationen.

Quelle: Deutsch-Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung


Im Jahr 2015 wird ein halbes Jahrhundert deutsch-israelische Beziehungen gefeiert

Im Jahr 2015 begehen Israel und Deutschland den 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. In beiden Ländern wird ganzjährig eine Vielzahl an Veranstaltungen und Projekten stattfinden.
Festival of Lights Jerusalem 2014 (Foto: Waldemar Pe)
BILD: Installation beim Festival of Lights in Jerusalem 2014 (Foto: Waldemar Pe)

Das Motto „50 Jahre diplomatische Beziehungen Israel-Deutschland“ wird im kommenden Jahr auch auf dem Festival of Lights (Fest der Lichter) präsentiert.

Besuchen Sie hierzu die Humboldt-Box während des diesjährigen Festival of Lights vom 10. bis 19. Oktober 2014, Am Schloßplatz 5 in Berlin-Mitte!

Der Weg zu den offiziellen diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland wurde  insbesondere durch zivilgesellschaftliches Engagement geebnet. Schul- und Jugendaustausche,  Delegationsreisen und Partnerschaften auf kommunaler Ebene, und der Wirtschafts- und
Wissenschaftsaustausch haben teils eine längere Tradition als die politischen Kontakte, ganz zu schweigen von der Bedeutung des Tourismus.

Diese bilateralen Beziehungen – von Mensch zu Mensch – fortzuführen, weiter auszubauen und neue  Kontakte und Kooperationen zu etablieren ist im Jubiläumsjahr das gemeinsame Ziel beider Regierungen.

Mehr zum Thema ab 23. Oktober 2013 unter: http://www.israel50deutschland.org

Quellen: Botschaft des Staates Israel/ Staatliches Israelisches Verkehrsbüro


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 271 Followern an