“Gott, der HERR, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden”

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 50,4-9a:

Gott, der HERR, gab mir die Zunge eines Jüngers,
damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort.
Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger.
Gott, der HERR, hat mir das Ohr geöffnet.
Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück.
Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen,
und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen.
Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.
 
Doch Gott, der HERR, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden.
Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel;
ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
ER, der mich freispricht, ist nahe.
Wer wagt es, mit mir zu streiten? Lasst uns zusammen vortreten!
Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran.
Seht her, Gott, der HERR, wird mir helfen. Wer kann mich für schuldig erklären?
Seht, sie alle zerfallen wie ein Gewand, das die Motten zerfressen.
 
 

Der Prophet Jesaja bekennt: “Der HERR hat mich schon im Mutterleib berufen”

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 49,1-6:

Hört auf mich, ihr Inseln, merkt auf,
ihr Völker in der Ferne!                                                                                                                                Joh.Baptist - Kopie
Der HERR hat mich schon im Mutterleib berufen;
als ich noch im Schoß meiner Mutter war,
hat ER meinen Namen genannt.
 
ER machte meinen Mund zu einem scharfen Schwert,
ER verbarg mich im Schatten seiner Hand.
ER machte mich zum spitzen Pfeil
und steckte mich in seinen Köcher.
ER sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel,
an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.
Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht,
habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan.
Aber mein Recht liegt beim HERRN
und mein Lohn bei meinem Gott.
 
Jetzt aber hat der HERR gesprochen,
der mich schon im Mutterleib
zu seinem Knecht gemacht hat,
damit ich Jakob zu ihm heimführe
und Israel bei ihm versammle.
So wurde ich in den Augen des HERRN geehrt
und mein Gott war meine Stärke.
 
Und ER sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist,
nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten
und die Verschonten Israels heimzuführen.
Ich mache dich zum Licht für die Völker;
damit mein Heil ausreicht bis an die Enden der Erde.
 
 

“Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, den glimmenden Docht löscht er nicht aus”

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 42,1-7:

Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht. Er schreit nicht und lärmt nicht und läßt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht. Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf sein Gesetz warten die Inseln.

So spricht Gott, der HERR, der den Himmel erschaffen und ausgespannt hat, der die Erde gemacht hat und alles, was auf ihr wächst, der den Menschen auf der Erde den Atem verleiht und allen, die auf ihr leben, den Geist:
Ich, der HERR, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein: blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.


“Der HERR hat sein Volk getröstet”

Aus der heutigen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 49,8-15:

So spricht der HERR: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen, den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht!    borMedia1742201

Auf allen Bergen werden sie weiden, auf allen kahlen Hügeln finden sie Nahrung. Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schaden ihnen nicht. Denn ER leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen.  Alle Berge mache ich zu Wegen und meine Straßen werden gebahnt sein.  Seht her: Sie kommen von fern, die einen von Norden und Westen, andere aus dem Land der Siniter.

Jubelt, ihr Himmel, jauchze, o Erde, freut euch, ihr Berge! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und sich seiner Armen erbarmt.  Doch Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen.
Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn?  Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht.


Gottes Wort an Sodom und Gomorra: “Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee”

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 1,10.16-20:

Hört das Wort des HERRN, ihr Herrscher von Sodom!
Vernimm die Weisung unseres Gottes, du Volk von Gomorra!
Wascht euch, reinigt euch! Laßt ab von eurem üblen Treiben!
Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun!
Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten!
Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!
 
Kommt her, wir wollen sehen, wer von uns recht hat, spricht der HERR.
Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee.
Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle.
Wenn ihr bereit seid zu hören, sollt ihr den Ertrag des Landes genießen.
Wenn ihr aber trotzig seid und euch weigert, werdet ihr vom Schwert gefressen.
Ja, der Mund des HERRN hat gesprochen.
 
 

Brich dem Hungrigen dein Brot, dann wird deine Finsternis hell wie der Mittag

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 58,9b-14:

Wenn du dann rufst, wird der HERR dir Antwort geben,
und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.                  Apollinaris-DSC_0408-2-4 - Kopie
Wenn Du dem Hungrigen dein Brot reichst
und den Darbenden satt machst,
dann geht im Dunkel dein Licht auf
und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.
 
Der HERR wird dich immer führen,
auch im dürren Land macht er dich satt
und stärkt deine Glieder.
Du gleichst einem bewässerten Garten,
einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt.
Deine Leute bauen die uralten Trümmerstätten wieder auf,
die Grundmauern aus der Zeit vergangener Generationen
stellst du wieder her.
Man nennt dich den Maurer, der die Risse ausbessert,
den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht.
 
Wenn du am Sabbat nicht aus dem Haus gehst
und an meinem heiligen Tag keine Geschäfte machst,
wenn du den Sabbat (den Tag der) Wonne nennst,
einen Ehrentag den heiligen Tag des HERRN,
wenn du ihn ehrst, indem du keine Gänge machst,
keine Geschäfte betreibst und keine Verhandlungen führst,
dann wirst du am HERRN deine Wonne haben,
dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren
und das Erbe deines Vaters Jakob genießen.
Ja, der Mund des HERRN hat gesprochen.
 

Zum Fasten gehören auch Gerechtigkeit und Barmherzigkeit

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 58,1-9a:

Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück!
Laß deine Stimme ertönen wie eine Posaune!
Halt meinem Volk seine Vergehen vor                                   Duccio
und dem Haus Jakob seine Sünden!
 
Sie suchen mich Tag für Tag;
denn sie wollen meine Wege erkennen.
Wie ein Volk, das Gerechtigkeit übt
und das vom Recht seines Gottes nicht abläßt,
so fordern sie von mir ein gerechtes Urteil
und möchten, daß Gott ihnen nah ist:
Warum fasten wir und du siehst es nicht?
Warum tun wir Buße und du merkst es nicht?”
 
Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte
und treibt alle eure Arbeiter zur Arbeit an.
Obwohl ihr fastet, gibt es Streit und Zank
und ihr schlagt zu mit roher Gewalt.
So wie ihr jetzt fastet,
verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör.
Ist das denn ein Fasten, wie ich es liebe,
ein Tag, an dem man sich der Buße unterzieht?
Wenn man den Kopf hängen läßt wie eine Binse sich neigt,
wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt?
Nennst du das ein Fasten
und einen Tag, der dem HERRN gefällt?
 
Nein,  d a s  ist ein Fasten, wie ich es liebe:
Die Fesseln des Unrechts zu lösen,
die Stricke des Jochs zu entfernen,
die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen,
an die Hungrigen dein Brot auszuteilen,
die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen,
wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden
und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.
 
Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte
und deine Wunden werden schnell vernarben.
Deine Gerechtigkeit geht dir voran,
die Herrlichkeit des HERRN folgt dir nach.
Wenn du dann rufst, wird der HERR dir Antwort geben,
und wenn du um Hilfe schreist, wird ER sagen: Hier bin ich.
 

Der Prophet Jesaja: “Hier bin ich, HERR – sende mich!”

Aus der heutigen liturgischen Sonntagslesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 6,1-2a.3-8:

Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den HERRN.
Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron.
Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus.
Seraphim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel:                   0013
Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht,
mit zwei bedeckten sie ihre Füße und mit zwei flogen sie.
Sie riefen einander zu:
“Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heere.
Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.”
Die Türschwellen bebten bei ihrem lauten Ruf,
und der Tempel füllte sich mit Rauch.
 
Da sagte ich: “Weh mir, ich bin verloren.
Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen
und lebe mitten in einem Volk mit unreinen Lippen,
und meine Augen haben den König,
den HERRN der Heere, gesehen.
 
Da flog einer der Seraphim zu mir;
er trug in seiner Hand eine glühende Kohle,
die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte.
Er berührte damit meinen Mund und sagte:
“Dies hier hat deine Lippen berührt:
Deine Schuld ist getilgt, deine Sünde gesühnt.”
 
Danach hörte ich die Stimme des HERRN, der sagte:
“Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen?”
Ich antwortete: “Hier bin ich, sende mich!”

Der Ewige schildert seinen Bund mit dem Gottesvolk in Bildern der Ehe

Aus der heutigen liturgischen Sonntags-Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 62,1-5:

Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein,
bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht
und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel.
 
Dann sehen die Völker deine Gerechtigkeit und alle Könige deine strahlende Pracht.
Man ruft dich mit einem neuen Namen, den der Mund des HERRN für dich bestimmt.
Du wirst zu einer kostbaren Krone in der Hand des HERRN,
zu einem königlichen Diadem in der Rechten deines Gottes.
 
Nicht länger nennt man dich “Die Verlassene” und dein Land nicht mehr “Das Ödland”,
sondern man nennt dich “Meine Wonne” und dein Land “Die Vermählte”.
Denn der HERR hat an dir seine Freude und dein Land wird mit ihm vermählt.
 
Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt,
so vermählt sich mit dir dein Erbauer.
Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.
 
 

Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt!

Messianische Prophetie des Alten Testamentes (Jes 9,1-6):

Das Volk, das im Finstern wandelt, schaut ein großes Licht;
über denen, die in der Finsternis wohnen, erstrahlt ein Licht.                                      weihnachten-maria-jesuskind
Du machst groß ihren Jubel und gewaltig ihre Freude.
Sie freuen sich vor dir, wie man sich in der Ernte freut,
wie man frohlockt beim Beuteteilen.
Denn ihr drückendes Joch, die Stange auf ihrem Nacken,
den Stock des Bedrückers zerbrichst du wie am Tage von Midian.
Denn jeder Soldatenstiefel, der dröhnend auftritt,
und jeder Mantel, in Blut gewälzt,
wird verbrannt, ein Fraß des Feuers.
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt;
die Herrschaft ruht auf seinen Schultern.
Man wird seinen Namen nennen: Wunderbarer Rat, starker Gott,
Mein Vater ist ewig, Fürst des Friedens.
Groß ist seine Herrschaft und des Friedens kein Ende
auf Davids Thron und in seinem Königreich, das er aufrichtet und festigt
in Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.
  

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