Analyse der Bundestagswahl: Stimmungslage der Nation zeigt Sehnsucht nach Sicherheit

Mathias von Gersdorff

In seinem Buch „Machtwechsel“ beschreibt Prof. Arnulf Baring den „seismographischen Charakter von Bundespräsidentenwahlen“.

Für die Jahre 1949 bis 1979 hätten diese eine große atmosphärische Bedeutung gehabt. Diese Wahlen seien ein Barometer für die Stimmungslage der Nation. Bei der Kandidatensuche würden bewußt oder unbewußt die Grundströmungen in der Bevölkerung eine große Rolle spielen. 

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Vieles spricht dafür, daß etwa dreißig Jahre nach Erscheinen von „Machtwechsel“ diese Einschätzung immer noch zutrifft, doch eher, um zu erklären, wieso die letzten beiden Bundespräsidenten beim Volk „nicht angekommen“ sind.

Nach dem Rücktritt Horst Köhlers wurde Christian Wulff rein aus machtpolitischen Überlegungen heraus am 3. Juni 2010 gewählt. Ob er das Amt des Bundespräsidenten ausfüllen konnte oder nicht, spielte bei der Kandidatenwahl kaum eine Rolle. Viele hielten damals den Gegenkandidaten, Joachim Gauck, für den besseren.

Mit Wulff zog zudem eine „Patchwork-Familie“ auf Schloß Bellevue ein. Unter diesen Umständen konnte Wulff als Bundespräsident gar nicht wirklich ernst genommen werden.

Nach Wulffs Rücktritt folgte am 18. März 2013 nun Joachim Gauck. Doch auch er blieb bis heute eine blasse Figur. Eine Symbiose zwischen Amt und Person ist nicht erfolgt, parteiübergreifende Identifikationsfigur ist er bis heute nicht geworden.

Auch er brachte unregelmäßige Familienverhältnisse nach Schloß Bellevue. Der verheiratete Man lebt mit einer Lebensgefährtin zusammen.

Zum Zeitpunkt der Wahl meinten wohl viele Politiker, Eheverhältnisse seien in unseren Tagen unwichtig. Das stimmt aber nicht. Der Familienreport 2012 des Bundesfamilienministeriums berichtet, daß sich drei Viertel aller jungen Deutschen eine Familie wünschen. Für 80 Prozent gehört Familie zum persönlichen Glück dazu.

Sehnsucht nach Familie und Stabilität

Die Sehnsucht nach Familie geht einher mit der Sehnsucht nach Stabilität, klaren Verhältnissen und Verläßlichkeit. Die Deutschen sind ein Volk mit einem besonders stark ausgeprägten  –  fast pathologischen  –  Sicherheitsbedürfnis.

Dieses Bedürfnis ist aufgrund von Eurokrise, Globalisierung und schwieriger zu planender Zukunft in den letzten Jahren immer größer geworden. Ein in „wilder Ehe“ lebender Bundespräsident konnte den Deutschen da kaum eine kuschelige Geborgenheit vermitteln.

Angela Merkel, deren politischer Instinkt oft unterschätzt wird, hat das offenbar erkannt und Forderungen innerhalb der Union nach Gleichstellung von Homo-Paaren und nach Adoptionsrecht durch Kristina Schröder, Matthias Zimmer und andere schnell und unmißverständlich mehrmals eine Absage erteilt. Zuletzt tat sie das zu Beginn des Frühjahrs 2013, also in einer Zeit, in der sich die Parteien thematisch für den Wahlkampf positionierten. Die Union sollte beim Thema Ehe und Familie nicht zerstritten im Wahlkampf auftreten.

Tendenziell konservative Atmosphäre

Bemerkenswert ist, daß auch SPD und Grüne diese Themen kaum während des Wahlkampfes aufgriffen, obwohl diese Parteien sogar eine Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare befürworten. Die diversen Vereine von Homosexuellen haben sich ebenfalls zurückgehalten.

Sicherlich hatte das mit den gigantischen Demonstrationen in Frankreich gegen die Homo-Ehe zu tun. Obwohl die Politiker ein solches Ausmaß hierzulande nicht zu befürchten hatten, wollten sie offenbar nicht den Wahlkampf mit derart polemischen und polarisierenden Themen belasten.

Auch zeigte die enorme Polemik gegen das „Orientierungspapier“ der EKD zur Familie, daß sich gegenwärtig das Interesse für gesellschaftsrevolutionäre Themen in Grenzen hält.

In dieser tendenziell konservativen Atmosphäre konnten die Grünen nur verlieren. In einer Zeit, in der die Menschen Sicherheit und Geborgenheit suchen, kamen die Grünen wie ein schriller Haufen daher, der mit irrsinnigen politischen Forderungen eine neue Republik ausrufen wollte.

Die Pädophilie-Debatte zeigte dann nicht nur den moralischen Sumpf dieser Partei, sondern wie weit ideologische Verblendung führen kann. Die Grünen wurden als starrsinnige Fanatiker empfunden, die keine Skrupel bei der Durchsetzung ihrer verkorksten Ideen kennen.

Merkel verkörpert “preußische Sekundärtugenden”

Der absolute Kontrast dazu war Angela Merkel. Manche werfen ihr vor, sie sei die vollendete Pragmatikerin. Doch möglicherweise mögen sie gerade deshalb so viele Deutsche, wie die Meinungsumfragen zeigen.

Merkel verkörpert für diese Menschen die „preußischen Sekundärtugenden“. Viele wollen, daß sich Politiker schlicht als „Diener des Staates“ beweisen. Jedenfalls schafften es Angela Merkel und die Union, sich als Garanten für Sicherheit und Stabilität zu präsentieren.

Welche politische Linie wird die Union unter diesen Bedingungen in den nächsten Jahren wählen?  – Die Christdemokraten verdanken ihren Wahlerfolg vor allem den Kirchenmitgliedern: 52 Prozent der Katholiken und 42 Prozent der Evangelischen haben Union gewählt. Falls die Union nicht gegen ihre eigene Basis regieren will, darf sie das nicht aus dem Auge verlieren.

Christliche Prinzipien in der Politik

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. September 2012 widmete der Rolle des Christentums in Politik und Gesellschaft eine umfangreiche Analyse auf der Basis von Umfrageergebnissen des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die Ergebnisse zeigen, daß das Christentum für die Mehrheit der Deutschen großen Einfluß haben sollte  – auch für Menschen, die sich nicht als Christen empfinden!

Die Tatsache, daß sich kontinuierlich dauerhaft viele Menschen von der Kirche abwenden, hat somit nicht im selben Maße zu einer Laisierung der politischen und kulturellen Ansichten geführt. „So wird auch der Gedanke, Politik auf christliche Prinzipien zu stützen, heute stärker akzeptiert, als man angesichts des Bedeutungsverlusts des Glaubens annehmen könnte“, urteilte die FAZ.

Insofern befindet sich die Union aufgrund der Koalitionsmöglichkeiten in einer sensiblen Situation. Falls sie sich dem Druck beugt, das „C“ weiter zu demolieren, könnte sie schnell ähnliches erleben wie zuletzt die FDP oder die Grünen.

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT


Der erste “Lernort” für das Kind ist die Familie!

Von Birgit Kelle

Es gibt wieder Neuigkeiten aus dem Familienministerium:  In der Presserklärung des Familienministeriums zu einem neuen Programm für Erzieherinnen mit dem hübschen Namen: “Lernort Praxis” heißt es:  “Zentraler Baustein und Erfolgsfaktor sind dabei die praktischen Ausbildungsphasen: Direkt in den Einrichtungen werden Fachkräften Best-Practice-Beispiele vermittelt, auf denen sie im Alltag aufbauen können.” 

Birgit Kelle

Birgit Kelle

Liebes Familienministerium, ich weiß nicht, ob es sich schon rumgesprochen hat bis nach Berlin, aber der beste “Lernort Praxis” ist und bleibt die Familie – für Kinder und Erwachsene.

Weiter heißt es dort: “Erzieherinnen und Erzieher, Tagesmütter und Tagesväter übernehmen jeden Tag große Verantwortung: Sie kümmern sich um die Bedürfnisse der ihnen anvertrauten Kinder und geben ihnen besonders Nähe, Verlässlichkeit und eine stabile Beziehung”, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder.

“Sie eröffnen den Kindern aber auch einen ersten Zugang zu Bildung. Praxisphasen in Kitas sind für angehende Erzieherinnen und Erzieher deshalb unersetzlich, um sich auf ihre zukünftige Tätigkeit vorzubereiten und wichtige Erfahrungen zu sammeln.”

So ein Loblied würde ich ja gerne mal auf Eltern hören, ist mir aber bislang leider noch nicht untergekommen. Und auch hier wieder ein sachlicher Fehler: Den ersten Zugang zu Bildung haben Kinder nicht in der Kita, sondern ebenfalls zu Hause. Auch wenn dort nur erzieherische Laien tätig sind, wie man hört, also diese Eltern….

________________________________________________

Birgit Kelle leitet die Initiative “Frau 2000plus” eV.
Kontakt: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: www.frau2000plus.net

Kristina Schröder ist als Familienministerin eine Fehlbesetzung

Mathias von Gersdorff

Was in Hessen schon lange im Gespräch war, ist nun geschehen: Die Hessen-CDU hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder nicht auf den ersten Platz der Landesliste für die Bundestagswahl gesetzt  –  sie wird somit nicht Spitzenkandidatin.

Der ehem. Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung wird diesen Platz einnehmen. Der Grund für diese Aufstellung: Schröder befürwortet die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe. 

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Kristina Schröder versuchte, aus der Not eine Tugend zu machen und erklärte:

„Meine Position zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften vertrete ich seit Jahren. Ich respektiere, daß meine Haltung nicht die Mehrheitsmeinung meines hessischen Landesverbandes ist, und ich bitte gleichzeitig um Respekt, daß ich deshalb auch nicht als Spitzenkandidatin der hessischen CDU für die Bundestagswahl antreten wollte“ (zitiert aus der FAZ vom 13. April 2013).

Am 22. September wählen die Hessen gleichzeitig Bundestag und Landtag. Auf keinen Fall konnte sich die CDU gespalten in einem so wichtigen Punkt präsentieren. Die Hessen-CDU ist ein noch einigermaßen konservativer Landesverband.

Katastrophales Signal an die Wähler

Trotz des Verzichts auf die Spitzenkandidatur ist die Haltung der Bundesfamilienministerin für die Christdemokraten fatal. Sie selbst findet es möglicherweise aufopferungsvoll, auf den ersten Platz zu verzichten, um ihren Überzeugungen treu bleiben zu können. Doch in Wahrheit zeigt sie, daß sie von vornherein eine Fehlbesetzung war  –  politisch wie auch ideologisch.

Daß die oberste Familienpolitikerin nicht begreift, daß eine christliche Partei nicht die Gleichstellung homosexueller Paare mit der normalen Ehe anstreben kann, macht viele fassungslos. Sie hat noch Glück, daß sie nicht in Frankreich, sondern in Deutschland Politikerin ist und nicht immer wieder mit gigantischen Demonstrationen konfrontiert wird.

Dennoch ist das Signal für die Wähler aus der Perspektive der Christdemokraten katastrophal: Für Homo-Rechte setzt sich just die Bundesfamilienministerin ein. Was kann man da noch von der CDU erwarten? Wenn die C-Partei nicht mehr für die christliche Auffassung von Ehe und Familie eintritt, welche Partei denn?  P1000834

Familienpolitik ist ein Feld, an der die grundsätzliche Haltung einer Partei zu Staat und Gesellschaft gemessen wird. Sie gehört zum Kern des philosophischen Selbstverständnisses und damit zur Seele einer C-Partei.

Die Familienpolitik – und noch mehr der Begriff von Ehe und Familie – sind viel wichtiger für die CDU, als es die Atompolitik für die Grünen oder die Rechte der Arbeiter für die SPD ist. Das hat Schröder bis heute nicht kapiert.

Im Falle der Familie geht es um eine jahrtausendealte Institution, dessen Stärke und gesellschaftliche Stellung für das Wohlergehen eines Volkes essentiell sind. Aber das scheint Schröder nicht zu interessieren. Kristina Schröder ist in ihre Rolle als Familienministerin nie hineingewachsen. Psychologisch blieb sie bis heute eine Innenpolitikerin mit dem Charme eines Roboters.

AfD erkannte den Schwachpunkt der Union

Auch aus einer strategischen Perspektive ist Schröders Haltung fatal. Inzwischen kann die CDU von allen Parteien in die Mangel genommen werden, denn offiziell ist sie gegen eine Gleichstellung. Doch ihre wichtigste Familienpolitikerin ist dafür. Wie kann eine solche Position in Talkshows und sonstigen öffentlichen Debatten vermittelt werden?

Die neugegründete „Alternative für Deutschland“ hat wohl diesen wichtigen strategischen Schwachpunkt erkannt und bei ihrer Gründungsveranstaltung unterstrichen, sie würde sich für den „Schutz der Familie als Keimzelle der Gesellschaft“ einsetzen. Offensichtlich ist das eine Reaktion der Anti-Euro-Partei auf die wacklige CDU-Position.

In letzter Zeit konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder die Notbremse ziehen und selbstzerstörerische Debatten zum Thema Homo-Rechte verhindern. Spätestens im Bundesparteitag 2010 in Karlsruhe begann sie, den christlich-konservativen Flügel ernst zu nehmen, in dem sie sich entschlossen gegen die Einführung der Präimplantationsdiagnostik ausgesprochen hat.

Mehrmals hat sie parteiinterne Debatten über Homo-Rechte per Machtwort beendet. Ob Frau Merkel es damit schafft, beim beginnenden Wahlkampf das Bild einer gespaltenen Partei zu verhindern, ist nicht sicher.

Frau Schröder auf den zweiten Platz zu setzen, ist schließlich eine kosmetische Maßnahme. Fakt bleibt: Sie ist die höchste Instanz in der CDU-Familienpolitik. Abgesehen davon ist Franz-Josef Jung, der Spitzenkandidat der Hessen-CDU für den Bundestag, keine besonders charismatische Figur, mit der die Hessen viel verbinden können. Zudem haftet ihm das Manko seines Rücktritts wegen des Luftangriffes bei Kunduz an. Allerdings ist er im Gegensatz zu Schröder ein echtes Produkt der Hessen-CDU.

Schröder war und blieb immer ein Fremdkörper. Bei der Wahl zur Beisitzerin in den Landesvorstand erhielt sie bloß 62,6 Prozent. Bei ihrer Ernennung zur Familienministerin durch Merkel spielte zwar auch eine Rolle, daß Hessen einen Platz im Kabinett haben sollte, eine Wunschkandidatin der Landespartei war sie aber nicht.

Besonders problematisch für die C-Partei ist die Tatsache, daß das ganze Gerede um Homo-Rechte die Bemühungen um eine materielle Besserstellung der Familien völlig in den Schatten gestellt hat. Eine kürzlich erschienene Studie für „Eltern.de“ hat ergeben, daß die Bürger kaum über die vielen staatlichen Leistungen für Familien Bescheid wissen.

Stattdessen ist das hirnrissige Thema Homo-Rechte in aller Munde. Offensichtlich tappte die CDU in eine von linken Medien gestellte Falle hinein, indem sie sich überhaupt auf eine Diskussion darüber einließ.

Aus wahlstrategischen Motiven und auch aus Gründen des öffentlichen Bildes müßte die Bundeskanzlerin versuchen, die Führung in der Debatte um Familienpolitik wieder für die CDU zu gewinnen  – wie es jahrzehntelang der Fall gewesen ist  – , doch ohne eine Umbesetzung des Familienministeriums wird das kaum möglich sein.

Quelle: Wochenzeitung “Junge Freiheit”


Die Hausfrau – wirklich weder Leitbild noch Feindbild?

Von Birgit Kelle (Leiterin von “Frau 2000plus”)  Birgit Kelle neu

Ihr Wort in Gottes Ohr! -  Das möchte man Familienministerin Kristina Schröder zurufen nach diesem Zitat  -  oder auch: Schön wär`s.

Ich begrüße grundsätzlich, dass sich die Ministerin selbst von dem unsäglichen Gutachten, das ihr eigenes Haus in Auftrag gegeben hat, distanziert. Ihre Vorgängerin hat ihr diese Altlast mit auf den Weg gegeben, sie muss jetzt also die Ergebnisse ausbaden.

Es wäre schön, wenn im Familienministerium tatsächlich die Meinung vorherrschen würde, dass auch Hausfrauen in unserem Land noch eine Existenzberechtigung haben.

Gut wäre, wenn sich die Politik dann auch daran ausrichten würde, inklusive allen Schriften, die das Familienministerium herausgibt. Dort lesen wir nämlich nichts von der Unterstützung auch von Hausfrauen; allerdings viel davon, dass dies “traditionelle Rollenmodell” endlich aufgebrochen und überwunden werden muss.

Wir werden mit Frau 2000plus ab und zu mal nachhaken, wie es denn um die Unterstützung aller Frauen  -  egal mit welchem Lebensweg  – in Deutschland so steht.

Den Beitrag zu den Äußerungen von Ministerin Schröder finden Sie hier:

http://www.faz.net/aktuell/politik/familienpolitik-die-hausfrau-weder-leitbild-noch-feindbild-12052250.html

Glosse zum Sonntag: Das soll doch mal das Teufel holen!

Kaum haben wir gestern den prophezeiten Weltuntergang gerade mal so  überlebt, da droht uns mitten in der besinnlichen Vorweihnachtszeit schon wieder überirdisches  Ungemach: 

Unsere oberste Familienmutti →Kristina Schröder unterzieht Gottvater einer grammatikalischen →Geschlechtsumwandlung!

Erzählt Sie doch frank und frei, daß sie ihr Töchterlein politisch korrekt geschlechtsneutral  im Gender-Mainstream-Glauben erzieht:  Das liebe Gott sieht alles. Der Herrgott hat ausgedient.  Bei Gott, im Namen der Mutter, der Tochter und der weißen Taube!  

So etwa könnte die neue feministische Liturgie lauten. Alles Männliche wird verbal kastriert!

Kristina Schröder bei göttlicher Eingebung Kristina Schröder, nach Amtsbezeichnung Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Verstanden, erwachsene männliche Junggesellen gehören offenbar nicht zu ihren Schutzbefohlenen.

Und damit kommen wir zum nächsten Problemfall: Jesus, nach biblischer Zuschreibung männlichen Geschlechtes. Und so hieß es früher mal bei Tisch: Komm, Herr Jesus, sei unser Gast

Jesus ist Christus, das ist die Botschaft der Evangelien. Christus bedeutet im ursprünglichen Wortsinn der Gesalbte. Denn damit soll sich die Prophezeiung des Alten Testamentes erfüllen: Jesus ist der Messias, der zum König Gesalbte.

Unsere traditionellen Vornamen wie Christian oder auch Kristina leiten sich aus diesem Wortstamm  ab. Auch wenn man in neuzeitlicher Interpretation bei Christian eher an den geschmierten denkt. Schau ich mir dieses Rindvieh an, dann denk ich an mein Christian… so lautet der Refrain eines populären Volksliedes:  http://ingeb.org/Lieder/womagden.html .

Von Christian ist es nicht weit zur Kristina. Dumme Kuh?  Geschmiert oder bescheuert? Weiß der Himmel! Oha, der Himmel ist ja männlich! Und die Hölle ist weiblich! Hat das was zu bedeuten?

In wenigen Tagen feiern wir Weihnachten. Noch sind unsere Krippenfiguren traditionell. Aber ab nächstem Jahr müssen wir uns wohl  darauf einstellen, daß hier und da die Maria durch einen Marius ersetzt wird. Josef und Marius, zwei Schwule, die ein Kind adoptiert haben.

Die Neuerzählung der Weihnachtsgeschichte nach Gender-Mainstream.

Nein, ich male nicht schwarz-weiß, sondern rot-grün. Und natürlich wird es auch Krippenbilder geben mit einer Josefa statt einem Josef. Damit die Quote erfüllt wird.

Halt, was ist mit den Heiligen Drei Königen? Die werden dann wohl zu →Queens.

Ein besinnliches Weihnachten wünscht Euch

Bernd

SATIRE und FOTO entnommen der ausgezeichneten Webseite GEGEN DEN STROM:  www.hansberndulrich.wordpress.com   


Der neue Trend – frei nach Kristina Schröder: Mutter unser im Himmel…

Von Birgit Kelle (Leiterin von “Frau 2000plus”Birgit Kelle neu

Unsere Familienministerin hat sich in einem ZEIT-Interview der Frage der Geschlechtlichkeit von Gott gewidmet  -  mit dem Fazit, es könne auch „das Gott“ sein.

Auch sonst ist sie um politisch korrekte Sprache zwischen Mann und Frau bemüht. Aber noch nicht konsequent genug, finde ich. Also wenn schon, dann richtig Frau Schröder. Und wenn man es sich genau überlegt, besteht unsere deutsche Sprache insgesamt nur aus politisch unkorrekten Fallstricken und Fettnäpfchen. Da gibt es noch viel zu tun!

Grund genug für eine Kolumne, denn mit dem nahenden Weihnachtsfest ist Gefahr in Verzug! Ein Ausschnitt hieraus:

Mit der vorweihnachtlichen Botschaft Kristina Schröders in einem „Zeit“-Interview, dass Gott womöglich weiblich sei, dürften auch die Weihnachtsgottesdienste nicht gerechnet haben. Als ob angesichts des nahenden Weihnachtsfestes nicht schon genug Hektik ausgebrochen ist. Was nun auf die Schnelle tun mit der frohen Botschaft, dass Gott, der Vater, uns seinen Sohn auf Erden geschickt hat? Das sind gleich zwei Männer! Da hilft auch die Flexi-Quote nicht weiter….

Bleibt das ungelöste Problem, wohin wir vier Tage vor Weihnachten das Vaterunser entsorgen. Millionenfach wird es vermutlich in der Weihnachtsnacht unbedacht ausgesprochen werden, da ist Gefahr im Verzug! Darf es in der Kindermesse noch erwähnt werden? Obwohl, viele bekommen das sowieso nicht mehr hin, oder nötigen wir unseren Kindern damit eine unnötig einseitige, sexistische Gottesbetrachtung auf, die sich womöglich im Jenseits, sollte man noch an selbiges glauben, als falsch erweisen wird?

Gut, dass sich auch schon andere Frauen um das Thema bemüht haben, zumindest das Vaterunserproblem scheint bereits hinlänglich gelöst. Auf der Seite Frauensprache.com, die sich um politisch korrekte Sprache unter besonderer Berücksichtigung der Frau bemüht, weiß man schon lange, dass das „Patriarchat manipuliert, wo es kann“ und man hat jahrtausendealte Lügen der Religion endlich aufgedeckt und geradegezogen.

Das Vaterunser heißt dort inzwischen: „Oh du atmendes Leben, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern. Vater-Mutter des Kosmos, oder Atmendes Leben in allem, Namen aller Namen, unsere Identität entwirrt sich durch dich.“  -  Ich fühle förmlich, wie sich die Ekstase ausbreitet und die Klangschalen vibrieren. Dann lieber ohne Worte im stillen Gebet.“

Den ganzen Text finden Sie hier: http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5643-einen-an-der-waffel


Henryk Broder amüsiert sich kritisch über Ministerin Schröders politische Überkorrektheit: “Das liebe Gott”…

Der bekannte deutsch-jüdische Schriftsteller Henryk Broder macht sich in der Tageszeitung DIE WELT(-online) über die jüngsten politisch “überkorrekten” Sprach-Eskapaden der CDU-Politikerin  Kristina Schröder lustig.

Unter dem ironischen Titel “Frau Gott lässt sich nicht alles gefallen!” nimmt der satirische Buchautor und Journalist  am heutigen Mittwoch, den 19. Dezember, die Zeitgeistbeflissenheit der Bundesfamilienministerin köstlich auf den Arm.

Broders  Glosse beginnt mit den Worten:   pc_pi

“Pippi Langstrumpf”, “Struwwelpeter”, “Schneewittchen”: alles Literaturklassiker, allesamt diskriminierend?  -  Ginge es nach Familienministerin Schröder, müssten diese Bücher umgeschrieben werden.”

Er verweist auf Schröders Interview mit der Wochenzeitung “Die Zeit”, in dem  die Ministerhn erklärte, sie würde beim Vorlesen von Kinderbüchern wie “Pippi Langstrumpf” diskriminierende Begriffe wie “Negerkönig” weglassen und eine Umschreibung wählen, um “mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen”; später würde sie dem Kind “dann erklären, was das Wort ,Neger’ für eine Geschichte hat und dass es verletzend ist, das Wort zu verwenden”.

Hierzu schreibt Broder trefflich:

“Und keiner lacht. Denn inzwischen hat die Political Correctness Fortschritte gemacht. (…) Wenn die Familienministerin es schafft, “Pippi Langstrumpf” rückwirkend umzuschreiben, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Klassiker an die Reihe kommen. (…)  “Der Graf von Monte Cristo” wird eine Gräfin zugeteilt bekommen. Christopher Marlowes Dama “Der Jude von Malta” wird in “Der jüdische Mitbürger von Malta” umbenannt, damit keine Mutter in die Verlegenheit kommt, ihren Kindern erklären zu müssen, “was das Wort ,Jude’ für eine Geschichte hat und dass es verletzend ist, das Wort zu verwenden”.

Zugleich ist für den gewitzten WELT-Autor klar, daß derlei sprachlich-überkorrekter Unfug “erst der Anfang” weiterer verkrampfter Stil-Übungen darstellt. Er fügt daher ironisch hinzu:

“Familienministerin Schröder hat bereits angedeutet, dass es nicht bei literarischen Nachbesserungen bleiben wird. Nach “Pippi Langstrumpf” ist der Allmächtige dran. “Der liebe Gott” hat ausgedient, an seine Stelle tritt “das liebe Gott”.   – Wenn das mal gutgeht. Frau Gott hat ja viel Humor, aber alles lässt sie sich nicht gefallen.”

Quelle und vollständiger Broder-Artikel hier: http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article112114240/Frau-Gott-laesst-sich-nicht-alles-gefallen.html

  


Lange Bank fürs Betreuungsgeld: Bundestagslesung erneut verschoben

Wie die Tageszeitung Die Welt aus der Unionsfraktion erfuhr, wird die geplante zweite Lesung des Betreuungsgeldes im Bundestag abermals verschoben. Ursprünglich sollte die Abstimmung am 28. September stattfinden.
Nun wird der 18. Oktober als Termin genannt. Als Grund wurden andernfalls nötige Fristverkürzungen angeführt.

Am Freitag findet zum Betreuungsgeld eine Expertenanhörung im Familienausschuss statt. Das Betreuungsgeld ist in der Koalition  umstritten, eine Reihe Abgeordneter von CDU und FDP fordern Veränderungen des Gesetzentwurfs von Familienministerin Kristina Schröder (CDU). Diese hat die CSU allerdings abgelehnt und gleichzeitig auf der Einführung des Betreuungsgeldes bestanden.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Die FDP, das Ehegatten-Splitting und die Debatte um das Bundesverfassungsgericht

Mathias von Gersdorff

In geradezu penetranter Art und Weise fordert die FDP von der CDU, homosexuelle Paare mit der normalen Ehe steuerlich gleichzustellen. Insbesondere sollen Homosexuelle auch den Ehegatten-Splitting-Vorteil erhalten.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle, Bundeswirtschaftsminister Philip Rössler und Bundesjustizminister Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sind die prominentesten FDP-Politiker, die sich in diesem Sinne ausgesprochen haben.

Die Liberalen behaupten, die Politik solle handeln, bevor sie vom Bundesverfassungsgericht dazu gezwungen werde. Karlsruhe wird voraussichtlich Anfang 2013 darüber entscheiden, ob homosexuelle Partnerschaften auch in den Genuss des Ehegatten-Splitting kommen sollen. Bundesministerin Leutheusser-Schnarrenberger meint:
„Die Politik sollte jetzt Handlungsfähigkeit und Gestaltungswillen demonstrieren, anstatt erst durch eine zu befürchtende Niederlage vor dem Bundesverfassungsgericht erneut zu einer Gesetzesänderung gezwungen zu werden.“
 
Leutheusser-Schnarrenberger und ihre Kollegen aus der FDP meinen wohl, es sei so gut wie sicher, dass das Bundesverfassungsgericht zugunsten der Homosexuellen entscheiden wird.
 
Dazu gibt es allerdings keinen Anlass. Karlsruhe hat in der jüngsten Vergangenheit in der Tat mehrmals Urteile zugunsten der homosexuellen Paare gefällt, doch nun geht es um einen Steuervorteil, der exklusiv für Ehe und Familie eingeführt wurde. Das Ehegatten-Splitting ist sozusagen eine direkte und konkrete Anwendung von § 6 des Grundgesetzes (Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung).
 
Eine Gleichstellung homosexueller Paare mit der Ehe würde die völlige Gleichwertigkeit voraussetzen. Doch Karlsruhe hat immer wieder betont, dass gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften und die Ehe zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte seien. Die bisherigen Gleichstellungen betrafen bislang nicht Aspekte, die essentiell mit der Ehe verbunden sind.
Dies wäre allerdings der Fall, wenn das Ehegatten-Splitting ausgeweitet würde. Dann ist aber kaum noch einzusehen, wieso nicht auch andere Lebenspartnerschaften auch eine Art Splitting-Vorteil erhalten sollten.
 
Ein Schritt seitens Karlsruhe in diese Richtung wäre nicht nur eine gewaltige gesellschaftspolitische Revolution, sondern auch eine unerhörte Verletzung der Gewaltenteilung.
 
Fazit: Man kann nicht voraussehen, wie Karlsruhe entscheiden wird.
 
Unter diesen Umständen ist der Druck der FDP auf die CDU schlicht und ergreifend unverschämt und grenzt an Nötigung. Die Liberalen kennen die offizielle Haltung der Christdemokraten. Nur aufgrund der politisch äußerst ungeschickten Stellungnahme von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sowie von einer kleinen Minderheit von 13 Bundestagsabgeordneten ist dieses Thema überhaupt mit dieser Intensität in der Öffentlichkeit präsent. Hier wird deutlich, welchen Schaden Kristina Schröder für die CDU bereits jetzt angerichtet hat.
Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr”

Offener Brief von Roland Rösler (CDU) an Ministerin Schröder und Parteikollegen zur Familienpolitik

Der aktive Lebensrechtler (CDL) und ehem. hessische CDU-Landtagsabgeordnete Roland Rösler (siehe Foto) wandte sich mit folgendem Schreiben an Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und an christdemokratische Kollegen:

Sehr geehrte Frau Ministerin Schröder,    R-2
sehr verehrte Kollegen,

mit großer innerer Zustimmung habe ich  -  als katholischer Christ in der CDU -  den Beitrag von Mathias v. Gersdorff gelesen.

Sehr deutlich erinnert er an den zunehmend stärker werdenden Abfall von jenen Vorstellungen, die Helmut Kohl auf dem 1. Vereinigungs-Parteitag der CDU in Hamburg (1. 10. 1990) erwähnte: “Wir finden uns wieder zusammen, fest wurzelnd in den Ursprungsideen unseres gemeinsamen Herkommens.”

 Zu diesen Ursprungsideen gehört auch, was das Bundesverfassungsgericht über Ehe und Familie entschieden hat, was den “Ordnungskern der Institute” für Staat und Gesellschaft bedeutet:

Bundesverfassungsgericht: “Ehe ist auch für das Grundgesetz die Vereinigung eines Mannes und einer Frau zu einer grundsätzlich unauflöslichen Lebensgemeinschaft, und Familie ist die umfassende Gemeinschaft von Eltern und Kindern, in der den Eltern vor allem Recht und Pflicht zur Pflege und Erziehung der Kinder erwachsen. Dieser Ordnungskern der Institute ist für das allgemeine Rechtsgefühl und Rechtsbewusstsein unantastbar.” (BVerfGE 10, 59/66)

In dem “Manifest zur Vereinigung der CDU” beschlossen die Delegierten in Hamburg :

“Im Mittelpunkt unserer Politik steht die Familie. In einer Gesellschaft, in der die Vielfalt der Lebensstile und Lebensformen, der Interessen und Weltanschauungen weiter zunehmen wird, behält die Familie als Gemeinschaft mit Bindungen auf Lebenszeit und als Ort der Geborgenheit und erster Sinnerfahrung für Kinder eine unverzichtbare und herausgehobene Bedeutung.” (Abschnitt 6, ‘Ja zu Deutschland – Ja zur Zukunft – Manifest zur…)

Mit dem bundesweit aufsehenerregenden “Sex-Gottedienst” in Wiesbaden wurden auch keine “konservativen Werte” vertreten, selbst wenn in Kaufmärkten an der Kassenauflage zuerst Kaugummi und Bonbons, danach aber Schnaps und Zigaretten (meist verschlossen) neben Kondomen, Gleitcreme (mit Erdbeergeschmack) und ‘Schwangerschaftsfrühtests’ angeboten werden.

Wie sehr haben sich die Vorstellungen in den vergangenen Jahren verändert, wie sehr würden wir beide heute im Berzirksvorstand wohl unterschiedliche Positionen vertreten.

Lassen Sie mich Ihnen den Text von Gersdorfs zusenden.

Herzliche Grüße
Ihr Roland Rösler

Anlage: Christliches Forum, 8. Aug. 2012 http://charismatismus.wordpress.com/2012/08/08/die-bundesfamilienministerin-demoliert-letzte-christliche-fundamente-in-der-cdu/

 


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 259 Followern an