“Kultur pur” beim Regensburger Katholikentag

Über 300 kulturelle Schmankerl in fünf Tagen

Konzerte, Kino Kunst- und Literaturprojekte, Ausstellungen, Kabarett und Theater – rund 300 kulturelle Veranstaltungen laden beim Katholikentag in Regensburg zum Erleben und Staunen ein. Das sind fünf Tage Kultur pur. DSC00001

Im Regensburger Mehrgenerationenhaus stellte der Katholikentag nun diese Fülle vor.

„Das Kulturprogramm ist nicht schmuckes Beiwerk, sondern eine Chance für die Kirche“, erklärte der Vorsitzende des Arbeitskreises Musik, Theater und Kleinkunst, Domkapitular Thomas Pinzer, in Regensburg.

BILD: Dieses Gemälde der Regensburger Künstlerin Evita Gründler zeigt die schöne Altstadt mit ihren wesentlichen Wahrzeichen.

„Wir möchten mit dem vielfältigen Kulturprogramm auch jene begeistern, die zunächst den Katholikentag nicht als ihre Veranstaltung sehen. Daher wurde ein vielfältiges und kreatives Programm auf die Beine gestellt, bei dem für jeden etwas dabei sein müsste“, erläutert Dr. Maria Baumann, Vorsitzende des Arbeitskreises Kultur.

Der Katholikentag setzt sich mit Zukunftsfragen der Gesellschaft und der Zukunft von Glaube und Kirche kritisch auseinander. Auch das kulturelle Angebot „soll anstößig sein – im doppelten Sinn – und Sicherheiten infrage stellen“, so Baumann.

Ein Schwerpunkt sei die Musik. Es soll ein klingender Katholikentag werden. So eröffnen die Regensburger Domspatzen im Dom St. Peter am Donnerstag eine Konzertreihe, in der die „Säulen der Kirchenmusik“ präsentiert werden.Plakat

Die Nacht der Musik klingt am Freitag Abend in Krypten, Kapellen, im Kreuzgang und in der Basilika St. Emmeram.

Und am Samstag wird die Nacht der Glocken einen besonderen Akzent setzen: mit einem Schellenflug, bei dem Tauben mit Schellen im Gefieder zu Antonin Dvoraks sinfonischer Dichtung “Holoubek. Die Waldtaube” während eines Gottesdienstes aufsteigen, mit Carillonspiel auf der Donau, mit einer Glocken-Klang- Performance in der Niedermünsterkirche und dem Regensburger Te-Deum, das zum Abschluss des Kulturprogramms von den Glockentürmen erklingt.

Aber auch Jazz, Rock, Pop und südländische Rhythen kommen nicht zu kurz. Neben bekannten Headlinern wie den Wise Guys, Judy Bailey, Quadro Nuevo und dem Jugendkonzert treten die Künstlerin Dotschy Reinhard mit Band und die in Tschechien berühmte Rockband Traband auf.

Highlights sind die Lesungen in der „Literaturarche“, einem Ausflugsschiff auf der Donau: von Harald Grill über Andreas Meier, der Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff, die aus ihrem Roman Blumenberg liest über Alois Prinz, Petra Morsbach, Ulrike Draesner und viele andere.

Dutzende Theater- und Kinovorstellungen, an jeder Ecke Kleinkunst, Improvisationstheater und mehr als 50 Kabarettvorstellungen runden das Programm ab.

Während des gesamten Katholikentages gibt es vier große Ausstellungen mit Werken von insgesamt 37 internationalen Künstlern, in der gotischen Dominikanerkirche, im Donaueinkaufszentrum, im Museum Obermünster und im ehem. Kloster St. Klara. Die Ausstellung „Geburt und Tod und das Dazwischen“ dort stellt zahlreiche Facetten der menschlichen Existenz in den Mittelpunkt.

Eduard Winklhofer ist einer der Künstler. Er beantwortete Fragen u. a. zu seinem Werk „Ohne Titel“, ein Refektoriumstisch mit zwölf Stühlen, für das er 2005 den Premio David di Michelangelo erhielt.

Das gesamte Programm durchstöbern können Sie unter http://www.katholikentag.de/pgd sowie ab Mitte April in der Programm-App des Katholikentags (www.katholikentag.de/app).

Bildmaterial und die Pressemappe zur Kultur-PK finden Sie unter http://www.katholikentag.de/presse

Kontakt:  Silke Jäger, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 941.584 390 152
Fax +49 941.584 390 155
silke.jaeger@katholikentag.de


Das gesamte deutsche Kabinett reiste nach Israel zu Regierungskonsultationen

“Israel und Deutschland geben der Welt ein Beispiel”

Am 25.2.2014 fanden in Jerusalem unter der Leitung von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und Bundeskanzlerin Angela Merkel die fünften Deutsch-Israelischen Regierungskonsultationen statt. Für die Konsultationen war fast das gesamte deutsche Kabinett nach Israel gereist.

BILD: Gruppenfoto mit den Regierungen beider Länder (Foto: Shlomi Amsalem)

In der gemeinsam veröffentlichten Erklärung beschlossen die Regierungen beider Länder, die Zusammenarbeit weiter zu stärken, u.a. in den Bereichen Wirtschaft, Verteidigung, Energie, Umweltschutz, Landwirtschaft, Verkehr, Forschung, Sport, Kultur und Gesundheit.

Auch auf konsularischer Ebene wollen beide Seiten noch enger kooperieren: israelische Staatsangehörige können sich zukünftig in Drittstaaten, in denen Israel über keine diplomatische Vertretung verfügt, an die deutschen Kontaktstellen vor Ort wenden.

Künftig mehr Arbeitschancen für junge Menschen

Zudem beschlossen die Regierungen, ein Working-Holiday-Programm ins Leben zu rufen. Dank dieses neuen Programms können sich junge Menschen von 18 bis 30 länger im jeweils anderen Staat aufhalten und dort für ihren Lebensunterhalt arbeiten.

Ein weiteres Thema der Erklärung ist die Erhaltung und Restaurierung der sog. „Weißen Stadt“ in Tel Aviv, dem weltweit größten Ensemble von Bauhaus-Architektur. Hier planen das deutsche Bundesbauministerium und die Stadtverwaltung von Tel Aviv-Jaffo eine Kooperation bei der Erforschung, Dokumentation und Erhaltung.

Den Wortlaut der gesamten Erklärung finden Sie hier: http://bit.ly/Regierungskonsultationen2014

Gemeinsame Entwicklungshilfe in Afrika

Ein weiterer Schwerpunkt bestand im Ausbau der deutsch-israelischen Afrika-Initiative. Bereits 2012 wurde diese gemeinsame Initiative des Entwicklungsministeriums und der israelischen Entwicklungshilfeorganisation MASHAV auf den Weg gebracht und heute in drei Ländern, Kenia, Äthiopien und Ghana, in Umweltschutz- und Landwirtschaftsprojekten umgesetzt.

Neu hinzukommen sollen nun Projekte in Burkina Faso, Burundi und Kamerun. Dabei geht es unter anderem um die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels, wie der Austrocknung von Böden, unter denen insbesondere die ländliche Bevölkerung leidet. 

BILD: von links: Daniel Carmon, Leiter von MASHAV; Zeev Elkin, stellv. Außenminister Israels; Gerd Müller, Entwicklungshilfeminister; Dr. Elke Lobel. (Foto: MFA)

Nach dem Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich Ministerpräsident Netanyahu u.a. zum Boykott gegen Israel. Er sagte:

„Entscheidend ist, dass wir einen sehr komplexen Konflikt mithilfe von Verhandlungen lösen und wir hoffen, dabei weiter Fortschritte zu machen. Boykotte sind kein moralischer oder produktiver Weg, den Frieden voranzubringen. Es wirft den Friedensprozess sogar zurück. Darum hoffe ich, dass andere in Europa Ihrem Beispiel, Angela, folgen werden, Boykotte abzulehnen und stattdessen die Bemühungen von Außenminister Kerry zu unterstützen.“

BILD: Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Netanyahu während der Pressekonferenz (Foto: Shlomi Amsalem)

Weiterhin sagte der israelische Ministerpräsident:

„Ich denke, dass unsere Verbindungen ein Beispiel dafür liefern, wie sich die Beziehung unserer beiden Völker  –  trotz der Schrecken der Vergangenheit, die wir nie vergessen werden  –  in eine besondere und konstruktive Freundschaft verwandeln.

Und ich denke, dass Israel und Deutschland hier der ganzen Welt ein Beispiel geben. Wir zeigen, wie sich Geschichte wandeln lässt, um die Welt zu einem besseren Ort zum Leben zu machen – besser und, wie ich meine, sicherer und prosperierender.

In unseren Beziehungen praktizieren wir das auf vielen Ebenen und Gebieten, und ich möchte nochmals meinen Dank für diese einzigartige Kooperation und für Ihre Führung aussprechen.“ 

FOTO: Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Peres während der Zeremonie (Foto: Shlomi Amsalem)

“Möge GOTT Sie segnen!”

Ein Höhepunkt des Besuches der Bundeskanzlerin in Israel war die Verleihung der Ehrenmedaille des Präsidenten durch Präsident Shimon Peres. In seiner Laudatio brachte Präsident Peres die hohe Wertschätzung Israels zum Ausdruck. Er sagte:

„Für Ihren Beitrag zu Israels Erblühen und seiner Sicherheit. Für Ihren Beitrag zum Frieden in der Region und für Ihren unermüdlichen Einsatz zur Schaffung einer besseren Welt. Dafür, dass Sie eine Staatsfrau mit großem Mut, Bescheidenheit und einer Vision nicht nur für jetzige, sondern auch für zukünftige Generationen sind.

Als Präsident des Staates Israel verleihe ich die Ehrenmedaille des Präsidenten an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel. Möge Gott Sie segnen.“

Quellen: Israelische Botschaft / Außenministerium des Staates Israel / Präsidialamt in Jerusalem


Studie belegt: Christliche Missionsarbeit fördert Kultur, Zivilisation und Rechtsstaat

Eine groß angelegte Studie weist nach, daß gute Missionsarbeit der wirksamste Faktor in der Entwicklung einer gesunden Zivilisation und Demokratie ist.

Jahrzehntelang wurde Mission in einem Atemzug mit Kolonialisierung und Unterdrückung genannt. Diese weit verbreitete These ist nun widerlegt. 305fe9127f

Der amerikanische Soziologe Robert Woodberry erstellte in 14-jähriger Arbeit die bisher umfassendste Untersuchung über den Zusammenhang zwischen Mission und der Gesundheit einer Zivilisation.

Woodberry verknüpfte bisher nicht bekannte Fakten, grub in Archiven, bereiste die ganze Welt und kommt 2002 zu der eindeutigen Erkenntnis: 50 Jahre Forschung über die Entstehung von Demokratien hat bisher den wichtigsten Faktor schlichtweg übersehen, nämlich den Einfluß christlicher  – in dieser Studie speziell evangelischer  -  Mission:

Zunächst will niemand diese Ergebnisse zur Kenntnis nehmen. Aber 2002 erhält der Forscher ein Stipendium einer Stiftung, das ihm ermöglicht, 50 Assistenten anzustellen und die Datenbasis nach allen Seiten hin zu erweitern und abzusichern.

Der Unterschied zwischen Ursache und Korrelation wird streng beachtet. Das Ergebnis ist eindeutig:

“Gebiete,  in denen evangelische Missionare in der Vergangenheit eine bedeutende Arbeit verwirklichten, sind im Durchschnitt heute wirtschaftlich besser entwickelt, mit besserer Gesundheit, niedrigerer Kindersterblichkeit, weniger Korruption, mehr Alphabetisierung, höherer Durschnittsbildung (vor allem für Frauen) und mehr Engagement in Nicht-Regierungsorganisationen.”

Christliche Missionare sorgten für Bildung für Frauen und Arme und förderten den Druck von Büchern. In China arbeiteten Missionare daran, den Opiumhandel zu beenden; in Indien schränkten sie Mißbräuche von Landbesitzern ein; in Westindien und anderen Kolonien spielten sie eine Schlüsselrolle bei der Sklavenbefreiung.

Missionare sorgten dafür, dass Xhosa in Südafrika und eingeborene Stämme in Australien und Neuseeland ihr Land als Wohnraum zurückerhalten – dies nur einige von unzähligen Beispielen.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.jesus.ch/n.php?nid=248502


Gehört die Sehnsucht nach Unsterblichkeit fest zur menschlichen Natur?

US-amerikanische Forscher haben die Vorstellungen von Kindern über die Zeit vor ihrer Geburt bzw. Empfängnis untersucht und dabei festgestellt, daß die weit verbreitete Vorstellung einer unsterblichen Seele unabhängig von religiös-kultureller Prägung ein fest verankerter Teil der menschlichen Identität ist, der schon im Kindesalter entsteht.  DSC07339

Zudem zeigen die Wissenschaftler auf, daß die meisten Menschen nicht praktische Fähigkeiten und das logische Denkvermögen als das wahrnehmen, was jenseits des Körpers existiert und diesen überdauert, sondern vielmehr unsere Sehnsüchte, Hoffnungen, Wünsche und tiefen Empfindungen.

“Der somit geradezu angeborene Glaube an die Unsterblichkeit könnte damit auch die Wurzel religiöser Glaubensvorstellungen sein”, schreibt die Webseite “Grenzwissenschaft” zu dieser Studie.

Die evangelische Nachrichtenagentur IDEA berichtet hierzu:

Die Kinderpsychologinnen Prof. Deborah Kelemen und Natalie Emmons gingen der Frage nach, warum Menschen aller Kulturen und Religionen glauben, dass zwar nicht ihr Körper, aber ihre Seele oder ihr inneres Wesen unsterblich ist.

Bisher gingen Forscher davon aus, dass diese Überzeugungen durch kulturelle oder religiöse Prägungen entstehen. Die Wissenschaftler konzentrierten sich dabei bislang auf allgemeine Vorstellungen von einem Weiterleben nach dem Tod.

Kelemen und Emmons wählten einen anderen Ansatz: Sie fragten Kleinkinder aus unterschiedlichen Kulturen nach ihrem Vorleben, also der Zeit vor ihrer Geburt und Zeugung. Sie stellten dabei fest, daß der Glaube an die Unsterblichkeit schon im frühen Kindesalter besteht, und zwar unabhängig von der religiös-kulturellen Prägung.  

Emmons vermutet, dass es sich bei diesem Phänomen um ein Nebenprodukt der hochentwickelten sozialen Wahrnehmung des Menschen handle: „Wir neigen dazu, Menschen als Summe ihres mentalen Zustandes, ihrer Wünsche und Gefühle zu sehen.“ 

Wahrscheinlich beeinflusse diese Fähigkeit das ganze Denken. So würden viele Menschen vermuten, daß sich hinter dem Universum ein „großer Plan“ verbirgt. Sie glauben, daß ihre unsterbliche Seele den Körper überlebt. 

Quellen: http://www.idea.de und http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/ 

Gemälde: Evita Gründler


Ein israelischer Hit im arabischen Jemen

Das Lied „Sanaa al-Yemen“ des israelischen Sängers Zion Golan ist derzeit ein Überraschungshit in Jemens Hauptstadt Sanaa. Golans familiäre Wurzeln liegen im Jemen und er singt in jemenitischem Arabisch, ohne jemals das Land besucht zu haben. Als israelischem Juden ist ihm dies verboten.

BILD: Zion Golan während eines Konzertes (Foto: wikicommons)

Der Sänger ist einer von mehr als 300 000 Israelis jemenitischer Herkunft. Das Land war einst die Heimat einer blühenden jüdischen Gemeinde, die mindestens bis ins zweite Jahrhundert zurückreichte.

Die Mehrheit der jemenitischen Juden verließ das Land mit der Staatsgründung Israels im Jahr 1948, um den instabilen Verhältnissen zu entfliehen. Nur noch wenige Hundert Juden leben im Land. Doch die kulturellen Bindungen haben überlebt.

In Tel Aviv wird in vielen Restaurants traditionelle jemenitische Küche serviert und auf einigen Märkten wird diskret Qat feilgeboten, ein leicht narkotisierendes Kraut, das im Jemen sehr populär ist.

Israelis wie Golan oder die verstorbene Ofra Haza schrieben und schreiben weiter Musik, die im Jemen ihr Publikum fand. Die Alben Golans wurden lange unter der Hand vertrieben, da der Handel mit Israel im Jemen offiziell verboten ist.

Dank Youtube sind seine Lieder nun leichter verfügbar und junge Jemeniten nicht nur in Sanaa teilen sie über soziale Internetmedien mit anderen. Nicht selten kommt in den Foren auch das Bedauern über die verschwundene jüdische Kultur im Jemen zum Ausdruck.

Das Lied Zion Golans können Sie hier hören: http://bit.ly/SanaaGolan

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Eindringlicher Weckruf für eine “Kultur des Lebens” jenseits des Genderwahns

Hirtenbrief der slowakischen kath. Bischöfe zum Advent 2013:

Die Adventzeit, in die wir heute eingetreten sind, ist eine Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Diese Feiertage erinnern uns an das Kommen des Sohnes Gottes in unsere Welt.

Wie ER selbst sagt, ist er gekommen, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben (vgl. Joh 10,10). Das Wertvollste, was Gott der Welt und dem Menschen schenkte, ist gerade das Leben. ER hat hier dafür Bedingungen geschaffen und Gesetze festgelegt. Wenn wir sie respektieren, wird das Leben erblühen. Wenn sich der Mensch gegen Gottes Gesetze stellt, schafft er die Kultur des Todes.  Gervasius-Protasius-Irsch-DSC_1348-3-3

Ein besonderes Augenmerk wird auf den Menschen gerichtet. Bevor ihn Gott erschaffen hatte, bereitete ER ihm einen wunderbaren und fruchtbaren Boden, damit er zur Quelle seiner körperlichen Kräfte werde. Und für sein Glück schenkte er ihm neben der Natur eine Familie.

Gott will, dass jeder Mensch auf dieser Welt in diese liebevoll geordnete Familiengemeinschaft kommt. Wenn es nicht so ist, geht es entweder um ein Unglück oder um menschliches Versagen. Während des ganzen Lebens soll der Mensch in der Familie viele Formen des menschlichen Glücks erleben. Es beginnt mit dem Glück des Kindes, das sich in den Armen des Vaters und der Mutter sehr sicher und dabei sorgenlos fühlt.

Durch das Wachsen und Reifen verändert es sich in das Glück eines verliebten Ehepartners oder einer Ehepartnerin und später in das Glück der fürsorglichen Vaters und der Mutter. Schließlich ist es das Glück der Großeltern, wenn es ihnen geschenkt ist, freudig auf die gut erzogenen Nachkommen zu schauen, wie sie verantwortungsvoll handeln. Jede Etappe des menschlichen Glücks sichert eine geordnete Familie.

“Die Familie ist eine göttliche Institution”

Familie ist eine Institution Gottes. Deshalb liegt es nicht in der Macht des Menschen, sie zu vernichten. Die Kirche betet über den Jungvermählten: „Gott, du hast die Frau neben den Mann gestellt und diese Gemeinschaft schon bei der Schöpfung so gesegnet, dass sie weder durch die Erbsünde noch durch eine Sintflut zerstört
werden kann.“

Durch dieses Gebet bekennt die Kirche auch den Glauben an die Familie als eine Institution Gottes, die die Welt überdauert. Sie muss aber nicht in Europa überleben. Auch wenn sie der Mensch nicht vernichten kann, er kann sie verstümmeln und dies geschieht in der heutigen Welt.

Durch die Zerrüttung der Familie wird das menschliche Glück, das in ihr die irdische Vollkommenheit erlangt, entwertet. Es bringt das Leben in Gefahr und stellt die Kultur des Todes her. Die Akteure der Todeskultur nutzen für ihre Durchsetzung ziemlich durchspekulierte Methoden. Sie legen in sehr edle Begriffe einen komplett neuen und entgegengesetzten, also abwertenden Sinn. 1511

Sie sprechen von „Menschenrechten“ und von „Kinderrechten“, aber auch in diese Rechte wollen sie durchsetzen, was den Menschen und Kindern schadet. Unter dem Mantel der Rechte, die sie durchdrücken, verlieren Vater und Mutter die Möglichkeit, ihre Kinder verantwortungsvoll zu erziehen. Dabei hat das Kind ein natürliches, von Gott gegebenes Recht auf Erziehung.

Gender-Ideologie bedroht Ehe und Familie

Vertreter der Todeskultur kommen mit einer neuen „Genderideologie“. In ihrem Namen wollen sie die sog. „Geschlechtergleichstellung“ durchsetzen. Ein Mensch, der diesen Begriff zum ersten Mal hört, meint, es gehe darum, dass Mann und Frau gleiche Rechte und gleiche Würde zuerkannt werden.

Aber diese Gruppen zielen durch die sog. „Geschlechtergleichstellung“ auf etwas ganz Anderes. Sie wollen uns überzeugen, dass keiner von uns von Natur aus als Mann oder als Frau existiert, sie wollen also dem Mann das Recht und die Identität des Mannes nehmen und der Frau das Recht und die Identität der Frau und der Familie das Recht und die Identität der Familie, damit sich Mann nicht mehr als Mann und Frau als Frau fühlen und damit die Ehe nicht mehr die einzige von Gott gesegnete Gemeinschaft von Mann und Frau ist, sondern sie wollen auf die Ebene der Ehe auch die Gemeinschaft zweier Männer oder Frauen stellen.

“Zersetzung der Familie ist Revolte gegen Gott”

So entsteht irgendein sodomitisches Pasquill, der dem Willen Gottes widerspricht und die Strafe Gottes vorbereitet. Durch edel erscheinende Parolen wird in das gemeinschaftliche Leben eine Zersetzung des Familienlebens, das heilig sein sollte, erwirkt.

Es ist eine lästernde Revolte des Menschen gegen Gott. ER hat uns nach seinem Abbild geschaffen. Der Mann bekam vom Schöpfer die Würde des Mannes, die Frau die Würde der Frau und die Familie die Würde der Familie. Davon wird auch die Würde eines Volkes abgeleitet.

Dies wollen die Akteure der Todeskultur und Vertreter der Genderideologie im Namen edler Leitsätze zerstören. Der Begriff Mann, Ehemann, Vater, Ritter, Gentleman ist für sie inakzeptabel. Das gleiche gilt für die Begriffe Frau, Ehefrau, Mutter.

“Gesetzgebung gegen den gesunden Hausverstand”

Das Volk, bei dem ihnen dies gelingt, verliert seine würdevolle Stellung vor Gott und auch vor der Welt. Vertreter vieler Länder schmeicheln aus unerklärlichen Gründen diesen Akteuren der Todeskultur und kommen ihnen durch die Gesetzgebung, die manchmal gegen den gesunden Hausverstand ist, entgegen.

Diese haben keinen moralischen Stolz und bringen ihr Volk nicht nur um seine Würde, sondern geben es durch Gesetze dem Untergang preis. Es ist ein Verlust des wesentlichen Lebenssinnes, ein Verlust des Überlebenssinnes. Die ersten Gefahren werden auch bei uns schon sichtbar.

Wir wollen große Wertschätzung und Dank jenen Institutionen und Einzelpersonen aussprechen, die sich dieser nahenden Gefahr bewusst sind und zum Schutz der Familie und der Kultur des Lebens den Marsch für dasLeben in Košice (Kaschau) organisiert haben. Wir wollen  PICT0133Wertschätzung und Dank allen Menschen aussprechen, die diesen Marsch unterstützt und so zum Ausdruck gebracht haben, dass sie darauf Wert legen, die Institution der Familie zu retten.

“Marsch für das Leben ist ermutigend”

Der Marsch für das Leben sollte ein Appell, eine Ermutigung und moralische Unterstützung für unsere Staatsvertreter sein, damit sie sich nicht fürchten, die Würde und Lebensfähigkeit unseres Volkes zu schützen. Wahrlich, sie haben zu diesem Appell ziemlich gleichgültig Stellung genommen, was zeigt, dass sie die Kultur des Todes bereit verinnerlicht haben, da sie ihren Akteuren nach wie vor großen Raum und beachtliche Unterstützung einräumen.

Aktivisten der „Geschlechtergleichstellung“ geben nicht auf, sie warten auf eine passende Gelegenheit, um durch die Gesetzgebung die Erziehung- und Bildungsprozesse zu beherrschen und diese „Sodom-Ideologie“ in die Erziehung in der Vorschule und Schule aufzuzwingen.

Es würde sich um so ein Erziehungsprozess handeln, das dem Kind nicht nur seine Würde rauben würde, sondern es moralisch und psychisch grundlegend zerlegen würde. Es würde dem Kind die Möglichkeit nehmen, in jedem Bereich zu einem reifen Mann und einer reifen Frau zu erwachsen. Für diese schreckliche Devastierung würde man den Beruf der Lehrer missbrauchen. Früher wurde der Lehrer missbraucht, um gegen den Willen der Eltern ihren Kindern Atheismus aufzuzwingen, heute droht ihm noch etwas Schlimmeres.

“Lassen wir uns nicht von Medien betrügen”

Akteure der Todeskultur werden stark auch von den Medien unterstützt, lassen wir uns nicht belügen und auch nicht beeinflussen. SDC12467

Die Kultur des Todes bedroht wirklich die Existenz des Volkes. Bei so einer Bedrohung haben vorige Generationen nicht gezögert für den Schutz des Vaterlandes zu sterben. Von uns wird solch ein großes Opfer noch nicht verlangt, aber es wird gefordert, dass wir uns in Acht nehmen.

Zur Wachsamkeit rufen wir alle Machtträger auf allen Ebenen auf, Eltern, Schulverwaltungen und alle Menschen guten Willens, um die Ausdrücke der Todeskultur schon in ihrem Keim abzulehnen.  

Unsere Stimme bei beliebigen Wahlen kann nur jener Kandidat erhalten, der die Todeskultur ablehnt. Durch eine entgegengesetzte Haltung würden wir unsere Vorfahren verachten, die ihre Leben für das Wohl des Landes gelegt haben.

In dieser Advent- und Weihnachtszeit gibt uns Gott deutlich zu spüren, was in seinen Augen Familie bedeutet. Als sein Sohn zur Welt gesandt wurde, sorgte ER nicht dafür, dass sein Sohn in einem prunken Schloss geboren werde, dass ER ausgewählte Speisen bekäme, sondern ER sorgte dafür, dass sein Sohn auf die Welt komme und in einer geordneten Familie aufwachsen könne.

Der Blick auf die Familie von Nazareth möge uns wachrütteln, damit wir für den Erhalt der Familie alles tun, was in unseren Kräften liegt. So wie die Familie von Nazareth durch die Flucht nach Ägypten das Kind schützte, so sind auch wir verpflichtet, um jeden Preis die gesunde Entwicklung der Kinder vor der gefährlichen „Genderideologie“ zu schützen.

In fester Hoffnung, dass sie zu diesen ernsthaften Fragen des Lebens und der Familie die richtige Stellung nehmen, erteilen wir Ihnen unseren Segen.

Übersetzung: http://stjosef.at/


Atheistische Theaterchefs betonen die einzigartige Bedeutung der Bibel

KUNST stellt letzte Fragen, KIRCHE gibt Antworten auf “letzte Dinge”

Hat Gott einen Platz im Theater?  – Darüber wurde am 27. November im Deutschen Theater in Berlin bei der Veranstaltung «Vorhof der Völker» diskutiert. Sie wird von der Deutschen Bischofskonferenz, dem Erzbistum Berlin und dem Päpstlichen Rat für die Kultur durchgeführt. thumb_gemeinde

Nach Ansicht des Intendanten des Theaters «Schauspiel Köln», Stefan Bachmann, gehört Religion auf die Bühne. Bachmann ist Regisseur der fünfstündigen Inszenierung «Genesis».

Das 1. Buch Mose sei «ein unglaublich spannendes Erzählwerk, in dem nichts ausgelassen wird». Die Bibel sei «das Füllhorn, aus dem alles stammt, was uns ausmacht». Er sei neugierig darauf, Unbekanntes kennenzulernen. Am liebsten würde er die gesamte Bibel inszenieren, so der Atheist Bachmann.

Der Theater- und Opernregisseur Florian Lutz bezeichnete die Bibel als «Grundlage guten Geschichtenerzählens». Dies gelte auch für Menschen, die  –  wie er selbst – nicht religiös seien.

Der Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Prof. Heinrich Detering erklärte, daß Kunst und Religion um die Deutung der Welt konkurrieren. Wie die Religion wolle die Kunst der Welt Sinn geben und etwas über das Wesen des Menschen erzählen, so der Katholik. Die Kunst stelle die letzten Fragen, die letzten Antworten seien jedoch in der Kirche zu erwarten.

Quelle: http://www.jesus.ch/n.php?nid=246018


Wiener Jugendforscher beklagt Verdummungstendenzen in der nachwachsenden Generation

Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier beklagt die zunehmende Verdummung der heranwachsenden Generation. Schuld sei ein Bildungssystem, in dem nur nach ökonomischen Aspekten unterrichtet werde.

Der 53-Jährige Autor und Mitbegründer des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien kritisiert in seinem Buch “Performer, Styler, Egoisten: Über eine Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben” die systematische Verdummung der Jugend, die in eine unmenschliche Leistungsgesellschaft gedrängt werden.

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Foto: KOMM-MIT-Verlag

In einem Interview benennt er Hintergründe zu Bildungsstand und Sozialkompetenzen unserer Jugend: „Sie ist auf dem besten Weg, in die absolute Verblödung geführt zu werden. Wenn unser Erziehungs- und Bildungssystem nur noch nach ökonomischen Gesichtspunkten von OECD und Pisa funktionieren muss, rechne ich den Jugendlichen keine guten Chancen aus.“

Bei der Zusammensetzung der Bildungsinhalte zähle nur noch die wirtschaftliche Logik. Die Lehrinhalte werden danach ausgewählt, was später auf dem Arbeitsmarkt auf jeden Fall verwertbar ist. Seit Jahren findet in den Schulen eine Verlagerung zugunsten naturwissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Inhalte statt. Unterrichtsstunden in Musik, Literatur und Kunst werden gekürzt, weil diese Fächer keinen ökonomischen Nutzeffekt beinhalten.

Der Verzicht auf kulturelle Bildung wird unsere demokratische Grundordnung über kurz oder lang gefährden. Es fehle der Nachfolgegeneration an politischer Urteilsfähigkeit.

Ebenso nimmt die Wirtschaft immer mehr Einfluss darauf, was an den Hochschulen in der Lehre und Forschung stattfindet, obwohl viele junge Menschen das Bedürfnis nach humanistischer Bildung haben. Heutzutage stehen Jugendliche durch die vielen Wahlmöglichkeiten unter einem permanenten Entscheidungsdruck. Viele von ihnen sagen: „Die Welt ist zu komplex, wir hätten es gerne wieder etwas einfacher.“

Früher sorgten Traditionen für Orientierung

Wo früher die Orientierung an Traditionen Sicherheit gab, herrscht heute Beliebigkeit und Unübersichtlichkeit. Anstelle von sozialen und beruflichen Kompetenzen ist vielfach die Selbstvermarktungsfähigkeit getreten. Das Produkt, das die Jugend primär verkauft, sind sie selbst.

Letztlich geht es um Erfolg, Image und Konsum. Wichtiger als wie ich mich fühle, ist es, wie die anderen mich sehen. Wie sehe ich aus? Welche Statussymbole habe ich?  – Dieses Verhalten lernen Kinder und Jugendliche schon sehr früh, und sie lernen auch, sich selbst gut zu verkaufen. Die neuen Medien verstärken dieses Bedürfnis nach Selbstdarstellung und Selbstvermarktung nur noch.

Die Familie stellt den letzten geschützten Rückzugsraum in dieser Gesellschaft dar, ein nach außen abgeschlossenes System, in dem sich der Mensch aufgehoben fühlen kann. Je unwirklicher die Welt draußen ist, desto wichtiger werden die kleinen Lebenswelten. Insofern ist die Suche nach Geborgenheit fast eine Art Reflex auf die wachsende Unsicherheit in unserer Gesellschaft.

Fazit: Wir müssen wegkommen von einer Lebenshaltung, in der es nur um materielle Güter geht, und von einer Bildungspolitik, die nur den Interessen der Wirtschaft dient. Wir brauchen eine neue Bewegung mitten aus dem Bürgertum heraus, wenn humanistische Werte wieder eine Rolle spielen sollen.

Quelle: Kultur und Medien online


Papst wünscht stärkeren Dialog zwischen Künstlern und Kirche

Die Kunst soll ein “Wächter der Schönheit” sein


Papst Benedikt hat zu einem intensiveren Dialog zwischen katholischer Kirche und Künstlern aufgerufen. Ein solches Gespräch sei „notwendig und unerlässlich“, heißt es in einer amvergangenen Mittwoch veröffentlichten Botschaft anläßlich der 17. öffentlichen Sitzung der päpstlichen Akademien in Rom.

Jede Form wahrer Kunst eröffne ein tieferes Verständnis vom Menschen und von der Welt, so der Papst.

Die Schönheit des Glaubens sei „vitaler Lebensnerv und letzter Horizont“ für die Schaffung des Schönen in der Kunst.

Zugleich rief Benedikt XVI. die Künstler auf, einen Beitrag für einen neuen „christlichen Humanismus“ zu leisten. Als „Wächter der Schönheit der Welt“ könnten sie auch in besonderer Weise Zeuge für die Schönheit des Glaubens sein.

„Latein als kultureller Schatz“

Ein Programmpunkt auf der öffentlichen Sitzung der päpstlichen Akademien war die Vorstellung der neuen Akademie für die Pflege der lateinischen Sprache, die Benedikt XVI. am 10. November gegründet hatte.

Die Akademie „Latina Lingua“ nahm am Mittwoch ihre Arbeit auf. Am Nachmittag hatte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone ihrem Präsidenten Ivano Dionigi sowie einem Dutzend weiterer Mitglieder im Vatikan die Ernennungsurkunden überreicht.

Der Papst gibt in der Botschaft vom Mittwoch seiner Hoffnung Ausdruck, daß die Akademie zu einer Vermittlung des kostbaren kulturellen historischen Erbes an die jungen Generationen beitragen kann.

Präsentiert wurde die neue Akademie von ihrem ersten Präsidenten Ivano Dionigi. Der Altphilologe lehrt lateinische Literatur an der Universität Bologna und ist gegenwärtig deren Rektor.

Päpstliche Akademien sind der “Think Tank” des Vatikans

Die jährlich stattfindende öffentliche Sitzung der päpstlichen Akademien stand dieses Mal unter der Überschrift „Pulchritudinis fidei testis“ – „Zeuge der Schönheit des Glaubens. Der Künstler ist, wie die Kirche, Zeuge der Schönheit des Glaubens“. Eröffnet wurde sie durch den Präsidenten des päpstlichen Kulturrates, Kardinal Gianfranco Ravasi.

Es gibt insgesamt elf päpstliche Akademien. Die bekanntesten unter ihnen sind die Akademien für die Wissenschaften, die Sozialwissenschaften und für das Leben. Sie sind eine Art „Think Tank“ des Vatikans. Ihnen gehören internationale renommierte Wissenschaftler aus der ganzen Welt an, darunter auch Nichtkatholiken.


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