Papst Franziskus über die Madonna: Maria ist unsere Mutter und Erzieherin; sie sorgt sich um unsere geistliche Gesundheit
Veröffentlicht: 12. Mai 2013 Einsortiert unter: Maria in der Heiligen Schrift | Tags: Madonna, Maria, Papst Franziskus, Salus Populi Romani Schreibe einen Kommentar »In dieser allgemein verständlich formulierten, aber gehaltvollen und tiefsinnigen Predigt am 6. Mai 2013 vor der bekannten Madonnen-Ikone „Salus Populi Romani“ (Beschützerin des römischen Volkes) erläuterte Papst Franziskus die freudenreichen Glaubensgeheimnisse des Rosenkranzes, die uns im Neuen Testament bezeugt werden; vor allem die Menschwerdung Gottes in Christus.
Zu ihrem und unserem göttlichen Erlöser will die selige Jungfrau uns alle führen mit jenem Leitwort, mit dem sie einst bei der Hochzeit zu Kana die Diener aufforderte: “Was ER euch sagt, das tut!” - Hier folgt nun die marianische Predigt im vollen Wortlaut, worin der Papst vor allem Mariens Aufgabe als unsere geistliche Erzieherin erläutert:
Liebe Brüder und Schwestern!
Heute Abend stehen wir vor Maria. Unter ihrem mütterlichen Schutz haben wir sie darum gebeten, uns zu einer immer tieferen Einheit mit ihrem Sohn Jesus zu führen; wir haben unsere Freuden und Sorgen, unsere Hoffnungen und Schwierigkeiten zu ihr hingetragen.
Unter dem schönen Titel „Salus Populi Romani“ haben wir sie um Gesundheit für uns alle, für Rom und für die gesamte Welt angerufen, denn Maria schenkt uns Gesundheit; sie ist unsere Gesundheit.
Durch seine Passion, seinen Tod und seine Auferstehung bringt Jesus Christus uns die Rettung. ER schenkt uns die Gnade und die Freude an der Gotteskindschaft und daran, Gott in Wahrheit als Vater bezeichnen zu dürfen.
Maria ist die Mutter; eine Mutter ist vor allem um die Gesundheit ihrer Kinder besorgt und versteht es, diese stets mit großer Liebe und Zärtlichkeit zu pflegen. Die Gottesmutter schützt unsere Gesundheit - doch was bedeutet das?
Ich denke dabei vor allem an drei Aspekte: Sie unterstützt uns in unserem Wachstum, bei der Bewältigung unseres Lebens und in unserer Freiheit.
Eine Mutter hilft ihren Kindern dabei, groß zu werden und möchte, dass sie gut gedeihen. Daher erzieht sie ihre Kinder dazu, sich nicht von der – nicht zuletzt einem gewissen Wohlstand entspringenden - Bequemlichkeit leiten zu lassen, sich nicht an ein angenehmes Leben zu gewöhnen, das allein auf den Besitz von Habseligkeiten ausgerichtet ist.
Die Mutter trägt Sorge dafür, dass die Kinder immer weiter wachsen, stark werden und die Fähigkeit zur Verantwortung, zum Einsatz und zum Streben nach großen Idealen erlangen.
Im Evangelium nach dem hl. Lukas lesen wir folgendes über Jesus in der Familie von Nazareth: „Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit und seine Gnade ruhte auf ihm“ (Lk 2,40).
Maria hilft uns, stark im Glauben zu werden
Genau dies vollbringt die Gottesmutter an uns: Sie unterstützt uns in unserem Wachstum als Menschen und im Glauben - und sie hilft uns dabei, stark zu werden und nicht der Versuchung eines oberflächlichen Mensch- und Christseins zu erliegen, sondern vielmehr ein verantwortungsvolles und immer weiter nach oben strebendes Leben zu verbringen.
In zweiter Hinsicht denkt eine Mutter auch insofern an die Gesundheit ihrer Kinder, indem sie diese dazu erzieht, den Schwierigkeiten des Lebens entgegenzutreten. Die Erziehung und die Sorge um das Wohl der Kinder bestehen nicht darin, Probleme zu vermeiden, als sei das Leben eine Autobahn ohne Hindernisse.
Eine Mutter hilft ihren Kindern dabei, die Problemen des Lebens realistisch zu betrachten, sich nicht in ihnen zu verlieren, sondern sich ihrer mit Mut anzunehmen, nicht schwach zu sein, sondern sie in einem gesunden Gleichgewicht zu überwinden, das eine Mutter zwischen den Bereichen der Sicherheit und den Gefahrenzonen „spürt“.
Es gibt kein Leben ohne Herausforderungen. Wenn ein Junge oder ein Mädchen diesen nicht zu begegnen weiß, indem er bzw. sie sich selbst ins Spiel bringt, dann ist er bzw. sie ohne Rückgrat!
Erinnern wir uns an das Gleichnis vom barmherzigen Samariter: Jesus empfiehlt nicht die Haltung des Priesters und des Leviten, die dem unter die Räuber geratenen Mann keine Hilfe zuteil werden lassen, sondern jene des Samariters, der die Lage dieses Mannes erfasst und sich seiner auf konkrete Weise annimmt.
Maria weist uns den Weg ihres Sohnes
Maria begegnete vielen schweren Momenten in ihrem Leben: von der Geburt Jesu, als „in der Herberge kein Platz für sie war“ (Lk 2,7) bis hin zum Kalvarienberg (vgl. Joh 19,25). Wie eine gute Mutter ist sie uns nahe, damit wir angesichts der widrigen Umstände des Lebens, unserer Schwäche und unserer Sünden den Mut nicht verlieren: Sie gibt uns die Kraft und weist uns den Weg ihres Sohnes.
Auf Johannes zeigend, sagt Jesus vom Kreuz herab zu Maria: „Frau, siehe, dein Sohn!“ – und zu Johannes: „Siehe, deine Mutter!“ (vgl. Joh 19,26-27). Dieser Jünger ist der Inbegriff für uns alle: Der HERR vertraut uns voller Liebe und Zärtlichkeit den Händen der Mutter an, so dass wir uns bei der Bewältigung der - auf unserem menschlichen und christlichen Weg vorhandenen - Hindernisse getragen fühlen.
Schließlich begleitet eine gute Mutter ihre Kinder nicht allein in ihrem Wachstum, wobei die Probleme und Herausforderungen des Lebens nicht vermieden werden, sondern hilft auch, die endgültigen Entscheidungen in Freiheit zu treffen.
Freiheit ermöglicht gute Entscheidungen
Doch was ist Freiheit? - Gewiss besteht sie nicht darin, alles zu tun, was man will, sich von Leidenschaften beherrschen zu lassen, unreflektiert von einer Erfahrung zur anderen überzugehen, den Moden der Zeit zu folgen; Freiheit bedeutet nicht, gleichsam alles, was einem nicht gefällt, aus dem Fenster zu werfen. Die Freiheit ist uns geschenkt, damit wir es verstehen, die guten Entscheidungen im Leben zu treffen!
Als gute Mutter erzieht uns Maria dazu, wie sie selber zu sein und endgültige Entscheidungen zu treffen, in jener vollkommenen Freiheit, mit der sie dem göttlichen Plan für ihr Leben mit Ja zugestimmt hat (vgl. Lk 1,38).
Wir dürfen nicht immer “Jugendliche” bleiben
Liebe Brüder und Schwestern, wie schwierig ist es in unserer Zeit, endgültige Entscheidungen zu treffen! Das Vorläufige verführt uns. Wir sind Opfer einer Tendenz, die uns zur Vorläufigkeit führt, als wollten wir unser ganzes Leben lang Jugendliche bleiben!
Lasst uns keine Angst vor dem verbindlichen Engagement haben; vor jenen Verpflichtungen, die das gesamte Leben betreffen und einschließen! So wird unser Leben fruchtbar sein!
Die gesamte Existenz Mariens ist ein Hymnus auf das Leben, ein Hymnus der Liebe zum Leben: Sie hat Jesus aus ihrem Fleisch hervorgebracht und die Geburt der Kirche am Kalvarienberg und im Abendmahlsaal begleitet.
Die „Salus Populi Romani“ ist die Mutter, die uns im Wachstum und bei der Bewältigung der Probleme Gesundheit schenkt und uns für die endgültigen Entscheidungen frei macht. Sie ist die Mutter, die uns lehrt, fruchtbar und offen zu sein für das Leben, stets Früchte des Guten, der Freude und der Hoffnung zu tragen und den anderen leibliches und geistliches Leben zu schenken.
Darum bitten wir dich, O Maria, „Salus Populi Romani“, Beschützerin des römischen Volkes und unser aller Beschützerin: Schenke uns die Gesundheit, die du allein uns geben kannst, auf dass wir stets Zeichen und Werkzeuge des Lebens seien.
Quelle: kath. Nachrichtenagentur ZENIT.org
Papst Franziskus: Mit der Demut Christi besiegen wir den Haß der Welt und den Haß des Widersachers
Veröffentlicht: 4. Mai 2013 Einsortiert unter: PAPST / VATIKAN aktuell | Tags: Demut, Fürst dieser Welt, Haß der Welt, Maria, Nachfolge Christi, Papst, Teufel, Verfolgung Schreibe einen Kommentar »Bleiben wir stets sanft und demütig, um die Schmeicheleien und den Haß der Welt zu besiegen. Das ist die zentrale Botschaft der Morgenmesse des Papstes an diesem heutigen Samstag in der Casa Santa Marta, an der auch heute wieder Angehörige der Schweizer Garde teilnahmen, denen der Papst seine Dankbarkeit für ihren Dienst ausdrückte. 
In seiner Predigt ging Papst Franziskus auf den Kampf zwischen der Liebe Christi und dem Haß des ‚Fürsten dieser Welt’ ein. Der Weg der Christen sei der Weg Jesu – deshalb müsse man darauf gefaßt sein, so wie ER selbst auch von der Welt gehaßt zu werden, dürfe sich aber nicht vor Verfolgungen fürchten:
„Der Weg der Christen ist der Weg Jesu. Wenn wir Jünger Christi sein wollen, gibt es keinen anderen Weg: jenen, den ER vorgegeben hat. Und eine der Konsequenzen daraus ist der Haß der Welt, aber auch der Haß des “Fürsten dieser Welt”.
Die Welt würde das lieben, was weltlich ist. ,Ich habe euch aus der Welt erwählt´: es war ER, der uns von der Welt erlöst hat, der uns erwählt hat: reine Gnade!
Mit seinem Tod, mit seiner Auferstehung, hat ER uns von der Macht der Welt befreit, von der Gewalt des Teufels, von der Macht des Fürsten dieser Welt. Und der Ursprung des Hasses ist genau das: Wir sind gerettet. - Und dieser Fürst der Welt, der nicht will, dass wir gerettet sind, er hasst uns.“
Daraus resultiere letztlich die Verfolgung der Christen bis in die heutige Zeit. Es gebe viele christliche Gemeinschaften, die auf der Welt verfolgt werden, heute vielleicht mehr als in der Anfangszeit, so Papst Franziskus. Denn der ‚Geist der Welt’ hasse. Doch wir dürften uns nicht vom rechten Weg abbringen lassen, mahnt der Papst:
“Die einzige Verteidigung gegen diese Angriffe sei das Wort Gottes, um es stets präsent zu haben und den Schmeicheleien, den fortwährenden Angriffen, echte innere Stärke entgegenzusetzen.”
Papst Franziskus schloss seine Predigt mit einer Bitte an die Gottesmutter, auf dass „sie uns helfe, demütig und sanft auf dem Weg Christi zu werden“.
Text und Foto aus dem Internetauftritt von Radio Vatikan: http://de.radiovaticana.va/news/2013/05/04/papst_franziskus:_habt_keine_angst_vor_dem_hass_der_welt/ted-689068
Antikes Mariengebet aus frühchristlicher Zeit
Veröffentlicht: 1. Mai 2013 Einsortiert unter: Maria in Dogma und Kirche | Tags: 3. Jahrhundert, Gebet, Maria, Schutz und Schirm, Schutzmantelmadonna Schreibe einen Kommentar »Kardinal Newman über Marias Diskretion und Bescheidenheit auf Erden – und im Himmel !
Veröffentlicht: 6. März 2013 Einsortiert unter: Maria in der Heiligen Schrift | Tags: Apostel, Bescheidenheit, Christus, John-Henry Newman, Maria 1 Kommentar »Als Christus zu predigen begann, zog sich seine Mutter zurück; sie mischte sich nicht in sein Werk ein; ebenso begann sie nicht zu lehren und zu predigen, nachdem Jesus in den Himmel zurückgekehrt war; sie setzte sich auch nicht auf den päpstlichen Stuhl; sie nahm am priesterlichen Dienst nicht teil; sie beschränkte sich darauf, ihrem Sohn demütig in der von den Aposteln täglich gefeierten hl. Messe zu begegnen. Die Apostel sind nun ihre Diener im Himmel aber auf Erden waren sie ihre Oberen in der Kirche.
Selbst damals, nach ihrem Tod und den der Apostel, als sie Königin wurde und zur Rechten ihres Sohnes Platz genommen hatte, wandte sie sich nicht an das gläubige Volk, damit es ihren Namen bis an die Enden der Erde bekannt mache und die Welt auf sie blicke, sondern wartete geduldig auf den Zeitpunkt, an dem ihre Glorie dazu beitragen konnte, der Glorie ihres Sohnes zu dienen. (…)
Als man gegen ihre Verehrung Einwände vorbrachte, hat sie geduldig auf den Tag gewartet, an dem man ihr ihre Rechte nicht mehr streitig machte; ja, sie hat bis heute gewartet, um endlich, wenn Gott es erlaubt, und ohne jeden Widerspruch, die prächtigste ihrer Kronen zu erhalten, indem man unter dem Jauchzen der ganzen Kirche die makellose Reinheit ihrer Empfängnis anerkennt.
Quelle: John-Henry Newman (1801 – 1890): “Konferenzen für Protestanten und Katholiken”, 17. Konferenz, Die Glorie Mariens hat die Glorie ihres Sohnes zum Gegenstand
Und Maria sprach: “Was ER euch sagt, das tut!”
Veröffentlicht: 20. Januar 2013 Einsortiert unter: BIBEL und KATECHESE | Tags: Hochzeit, Jesus, Kana, Maria, Wunder Schreibe einen Kommentar »Aus der heutigen liturgischen Sonntags-Lesung der kath. Kirche: Joh 2,1-1:
Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt und die Mutter Jesu war dabei.Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.

Als der Wein ausging, sagte Jesu Mutter zu ihm: “Sie haben keinen Wein mehr.“
Jesus erwiderte ihr: “Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“
Seine Mutter sprach zu den Dienern: “Was er euch sagt, das tut!“
Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder faßte ungefähr hundert Liter.
Jesus sagte zu den Dienern: “Füllt die Krüge mit Wasser!” Und sie füllten sie bis zum Rand.
ER sprach zu ihnen: “Schöpft jetzt - und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist.” Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wußte nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: “Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.”
So tat Jesus sein erstes Zeichen in Kana in Galiläa - und ER offenbarte seine Herrlichkeit - und seine Jünger glaubten an ihn.
Papst Benedikt: Christus ist der “neue Adam” für uns alle – und das Tor zum Leben
Veröffentlicht: 2. Januar 2013 Einsortiert unter: PAPST / VATIKAN aktuell | Tags: Adam, Jesus, Maria, Menschwerdung, Papst 1 Kommentar »“Christus wurde Mensch im Schoß der Jungfrau Maria”
„Diese ersten Tage des neuen Jahres stehen noch ganz im Licht von Weihnachten.“ - Das sagte Papst Benedikt am heutigen Mittwoch bei seiner ersten Generalaudienz im neuen Jahr.
„Wir schauen auf das Kind in der Krippe, dessen Geburt die Geschichte erneuert hat.“ - Immer wieder tauche die Frage nach der Herkunft Jesu auf, so Benedikt, der diesem Thema erst kürzlich den dritten Band seines Werkes „Jesus von Nazareth“ gewidmet hat: 
„Viele seiner Zuhörer erkannten ihn nicht als Messias, da sie zu wissen meinten, woher er stammt (vgl. Joh 7,27). Die Evangelien geben uns aber klar Auskunft, dass Jesus vom Vater, vom Himmel kommt.“
Er kommt, so formuliert der Papst, „aus dem Geheimnis Gottes“ - und zwar auf andere Weise als ein Prophet oder Gottesgesandter:
„Seine Herkunft aus dem Geheimnis Gottes wird besonders deutlich bei der Verkündigung des Engels an Maria: „Der Heilige Geist wird über dich kommen … Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35). Deshalb bekennen wir im Credo: „Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist aus der Jungfrau Maria“.“
Die Menschwerdung des Erlösers verwirkliche sich „im Schoss der Jungfrau“, so der Papst: „Maria gehört unverzichtbar zu unserem Glauben an den Gott, der handelt und in die Geschichte eintritt. Sie war bereit, Wohnstatt, Zelt Gottes zu werden. Und das, was durch das Wirken des Geistes in Maria geschieht, ist neue Schöpfung.“
Das hätten schon die Kirchenväter häufig ausgeführt. „Gott setzt damit den Beginn einer neuen Menschheit. Christus ist der neue Adam. In ihm werden wir durch die Taufe zu neuen Menschen. Als seinen Brüdern und Schwestern schenkt Christus uns die wahre Gotteskindschaft.“
Quelle: Radio Vatikan
Maria bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen
Veröffentlicht: 1. Januar 2013 Einsortiert unter: BIBEL und KATECHESE | Tags: Beschneidung des Herrn, Hirten, Maria Schreibe einen Kommentar »Hier folgt die heutige liturgische Lesung des Sonntagsevangeliums in der kath. Kirche nach Lukas 2,16-21:
So eilten sie dahin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.
Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.
Lobpreis Mariens im ostkirchlichen Akathistos-Hymnus aus dem christlichen Altertum
Veröffentlicht: 29. Dezember 2012 Einsortiert unter: Advent / Christfest, Maria in Dogma und Kirche | Tags: Akathistos-Hymnus, Gottesmutter, Maria, Ostkirche Schreibe einen Kommentar »Zur byzantinischen Liturgie gehört der klassische Akathistos-Hymnus, entstanden in der ausgehenden Antike (7.Jahrhundert) - es ist dies ein feierlicher Lobpreis auf die jungfräuliche Mutter, der von biblischen Ereignissen ausgeht und dann jeweils einen Hymnus auf die Madonna anstimmt:
Die den Stern deuten, sahen in den Händen der Jungfrau DEN, der mit seiner Hand die Menschen gebildet. Eingedenk dessen, daß ER in Knechtsgestalt jedoch ihr Gebieter sei, trachteten sie, mit ihren ehrenden Gaben IHM zu dienen und der Gesegneten zu huldigen:
Sei gegrüßt, Mutter des allerheiligsten Sternes;
sei gegrüßt, Morgenglanz des mystischen Lebens.
Sei gegrüßt, den glühenden Irrtum löschest du aus;
sei gegrüßt, allen der Dreifaltigkeit Geweihten zeigst du ihre Majestät.
Sei gegrüßt, Gewalt verwirfst du und Unmenschlichkeit;
sei gegrüßt, in Christus schauen wir den Menschenfreund als HERRN.
Sei gegrüßt, du befreist uns von heidnischem Götzendienst;
sei gegrüßt, du bewahrst uns vor der Ausgeburt der Zwietracht.
Sei gegrüßt, du setzest der Anbetung des Feuers ein Ende;
sei gegrüßt, du befreist die von Begierden Besessenen.
Sei gegrüßt, den Gläubigen weisest du den Weg zur Weisheit;
sei gegrüßt, alle Wesen erfüllst du mit Seligkeit.
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!
Als Simeon bestimmt war, vor der Schwelle zwischen Zeit und Ewigkeit zu stehen, da wurdest du, o HERR, als Kind ihm dargereicht. Er aber schaute zudem den vollkommenen Gott in dir. Außer sich vor Staunen über dein unvorstellbares Dasein rief er aus: Halleluja, Halleluja, Halleluja!
Ganz war ER eins mit uns bis in den Tod und war seiner Gottheit doch gar nie entkleidet. Nicht dass ER etwa von einem Ort hin zu einem andern ging; sondern hernieder kam das unumschränkte Wort in der Niederkunft der Jungfrau. Uns neigt sie sich zu:
Sei gegrüßt, Raum Gottes, den der Raum nicht zu fassen vermag;
sei gegrüßt, Zugang zum unverfügbaren Geheimnis.
Sei gegrüßt, den Ungläubigen ein widersprüchliches Gerücht;
sei gegrüßt, den Gläubigen ein unwidersprochenes Rühmen.
Sei gegrüßt, du auserwähltes Gefährt dessen über den Cherubim;
sei gegrüßt, du erlesenes Gefäß dessen über den Seraphim.
Sei gegrüßt, Unversöhnliches hast du versöhnt;
sei gegrüßt, jungfräulich hast du geboren.
Sei gegrüßt, vergänglich geworden ist durch dich unser Vergehen;
sei gegrüßt, das Paradies hast du wieder zugänglich gemacht.
Sei gegrüßt, du bist der Schlüssel zu Christi Königreich;
sei gegrüßt, du nährst die Hoffnung auf die ewige Güte.
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!
Durch und durch erschauerten die Engel vor dem gewaltigen Geschehen deiner Menschwerdung; sie nämlich schauten den Unzugänglichen vordem als Gott, nun aber als Menschen zugänglich allen, wie ER mitten unter uns wohnt und von uns allen hört: Halleluja, Halleluja, Halleluja!
Der hl. Beda über zwei prophetische Mütter: die Madonna und ihre Kusine Elisabeth
Veröffentlicht: 23. Dezember 2012 Einsortiert unter: Maria in der Heiligen Schrift | Tags: Elisabeth, hl. Beda, Israel, Magnificat, Maria Schreibe einen Kommentar »Der Hl. Beda lebte im Frühmittelalter (um 673 – 735), er war Mönch und Kirchenlehrer. Über den Lobgesang der Gottesmutter, das im Lukas-Evangelium bezeugte Magnificat, das Maria bei der Begegnung mit ihrer Kusine Elisabeth anstimmte, schrieb der hl. Beda folgende Betrachtung:
Maria sprach: „Meine Seele preist die Größe des HERRN und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter“.
Sie sagt damit: Der HERR hat mir eine so große, unerhörte Gnade erwiesen, daß sie in keiner Sprache Ausdruck finden kann; allein die Liebe - und auch sie nur im Herzensgrund – kann sie erfassen. Deshalb will ich mit der ganzen Kraft meiner Seele durch Lobpreis danken…
“Der HERR hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.“ – Nur sie, an der Gott Großes getan hat, kann IHN in rechter Weise erheben und uns dazu einladen, ihren Willen und Wunsch zu teilen und mit dem Psalmisten zu beten: „Verherrlicht mit mir den HERRN, lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen“ (Ps 34,4).
„Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen.“ - Trefflich ist es, Israel den “Knecht des HERRN” zu nennen, Israel, das der Herr erhoben hat und es rettet, weil es gehorsam und demütig ist.
So spricht Hosea: „Als Israel noch ein Kind war, habe ich ihn geliebt“ (3,1; vgl. 11,4). Wer sich nicht demütigen will, kann offensichtlich nicht gerettet werden: “Wer aber klein wie ein Kind sein kann, der ist im Himmelreich der Größte“ (Mt 18,4).
„ER denkt an sein Erbarmen, das ER unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.“
Es handelt sich hier nicht um leibliche Nachkommen Abrahams, sondern um seine geistlichen Nachkommen, um Menschen, die den Spuren seines Glaubens folgen.
Das Kommen des HERRN ist Abraham und seinem Stamm auf ewig verheißen, den Söhnen der Verheißung, die der hl. Paulus meint, wenn er sagt: „Wenn ihr also zu Christus gehört, dann seid ihr Abrahams Nachkommen, Erben kraft der Verheißung“ (Gal 3,29).
Schließlich ist es auch ein glücklicher Umstand, daß die Geburt des HERRN und jene des Johannes durch ihre Mütter prophetisch angekündigt worden ist.
Durch das Versagen einer einzigen Frau war einst das Leben zugrunde gerichtet worden, es sollte aber der Welt durch zwei Frauen zurückgegeben werden, die im Lobpreis Gottes miteinander wetteifern.
HANNAH im Alten und MARIA im Neuen Bund – sie sind Prophetinnen des Ewigen
Veröffentlicht: 22. Dezember 2012 Einsortiert unter: BIBEL und KATECHESE, LYRIK: Gedichte / Gebete / Lieder | Tags: Abraham, Hannah, Israel, Maria, Prophetinnen Schreibe einen Kommentar »Erstes Buch Samuel 2,1.4-5.6-7.8abcd:
Hannah betete und sprach:
Mein Herz ist voll Freude über den HERRN,
große Kraft gibt mir der HERR. Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Widersacher;
denn ich freue mich über deine Hilfe. Der Bogen der Starken wird zerbrochen, die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.
Die Satten verdingen sich um Brot, doch die Hungrigen können feiern für immer. Die Unfruchtbare bekommt sieben Kinder, doch die Kinderreiche welkt dahin.
Der HERR macht tot und lebendig, ER führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.
Der HERR macht arm und macht reich; ER erniedrigt und ER erhöht. Den Schwachen hebt ER empor aus dem Staub und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt; ER gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, einen Ehrenplatz weist ER ihm zu. Ja, dem HERRN gehören die Pfeiler der Erde; auf sie hat ER den Erdkreis gegründet.
Evangelium nach Lukas 1,46-56: 
Und Maria sprach:
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat ER geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein Name ist heilig.
ER erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die IHN fürchten. ER vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: ER zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
ER stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt ER mit seinen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehen. ER nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,
das ER unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.





