Peru: Menschenrechtspreis für die katholische Ordensschwester Maria del Carmen

Einsatz für Frauen aus dem Volk der Awajún gewürdigt

Schwester María del Carmen von der Kongregation vom heiligen Joseph wurde mit dem Peruanischen Menschenrechtspreis 2013 ausgezeichnet.

Der Sonderpreis, den die Peruanische Menschenrechtskommission alljährlich vergibt, ging an den Priester Gerald Veilleux. Die Auszeichnungen wurden anläßlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember überreicht. Die spanische Missionsschwester ist im Vikariat San Francisco in Bagua im Regenwald im Norden Perus tätig. 

Seit 45 Jahren ist ihre Kongregation unter den indigenen  (eingeborenen) Völkern im peruanischen Amazonasgebiete in Bagua tätig. Dort werden vor allem Projekte für Frauen aus dem indigenen Volk der Awajun gefördert.

Schwester Maria del Carmen arbeitet seit sechs Jahren in dieser Region und bezeichnet ihre Erfahrung als “Teil einer wunderbaren Geschichte der Frauen aus dem Volk der Awajún, die typische Merkmale der Kultur der indigenen Völker des Amazonasgebiet verkörpern und heute gebildete Frauen sind”

Sie fügt hinzu: “Diese Frauen, die heute in unserem Bildungszentrum unterrichten, waren unsere ersten Schülerinnen und der Kontakt zu dieser Kultur ist Teil des Volkes”.


Die stille Heldin Ruth Pfau – die “Mutter der Leprakranken” – erhielt den “Bambi”

Preisverleihung an eine 83-jährige Ordensfrau aus Leipzig

“Als Ruth Pfau die Bühne betritt, schweigt der Saal”, beschreibt die Tageszeitung Die Welt den Moment der Bambi-Verleihung an die katholische Ordensschwester.

Bei der Preisübergabe in Düsseldorf am gestrigen Donnerstagabend gab es stehende Ovationen für Sr. Ruth Pfau, die den Bambi in der Kategorie Stille Helden erhielt. 

Seit mehr als 50 Jahren hilft die Nonne in Pakistan, wo sie liebevoll “Mutter der Leprakranken” genannt wird. Von Ruhestand will die 83-Jährige dennoch nichts wissen. 

Gemälde: Evita Gründler

Trotz einiger Altersbeschwerden setzt die aus Leipzig stammende Ordensfrau ihren Kampf gegen Lepra, Tuberkulose und Augenerkrankungen in dem islamischen Land fort.  

Dabei gab es auch Rückschläge zuletzt: Das große Erdbeben von 2005, das fast 100.000 Pakistanis in den Tod riß, hatte auch rund 30 der 170 Gesundheitsstationen zerstört, die Sr. Pfau zusammen mit den Behörden in Pakistan betreibt. Laboreinrichtungen, Mikroskope und Pflegematerial wurden vernichtet. Doch die Ordensfrau ließ sich nicht deprimieren  –  inzwischen ist alles wieder aufgebaut.

Geboren 1929 in Leipzig, kam Ruth Pfau nach Kriegsende nach Westdeutschland und studierte Medizin. Mit 22 ließ sie sich evangelisch taufen, trat aber wenig später zur katolischen Kirche über.

Während ihrer ärztlichen Weiterbildung in Bonn kam der nächste große Wendepunkt. “Das kann doch nicht alles sein: Geld verdienen – Auto kaufen – mehr Geld verdienen – anderes Auto kaufen.”

1957 trat sie in die Kongregation der “Töchter vom Herzen Mariens” ein: Die Ordensschwestern wirken ohne Klausur und Tracht – mitten im Leben. 1960 begann Pfau ihre Arbeit als Ärztin in den Elendsquartieren von Karachi. Bald stand für die junge Nonne fest: Sie wollte ihr Leben in den Dienst an den Leprakranken stellen.

Bald zog ihre Lepra-Station aus dem Slum ins Zentrum von Karachi. Das heute weltweit angesehene “Marie Adelaide Leprosy Centre” ist vor allem ihr Werk. Die Klinik wurde der Ausgangspunkt für den Aufbau eines dichten Netzes von Ambulanzen in ganz Pakistan. Mehrere Hundert Helfer tragen derzeit dazu bei, die Lepra, Augenkrankheiten oder Tuberkulose bis ins kleinste Dorf zu bekämpfen.

Hinzu kamen nach und nach all die Maßnahmen, die verhindern, dass die Hilfe ein Tropfen auf den heißen Stein bleibt: Gesundheitserziehung, Vorsorge, die Eingliederung Geheilter. 

Längst ist diese tatkräftige Ordensfrau Trägerin höchster deutscher und pakistanischer Orden. Die Regierung des islamischen Landes ernannte sie 1980 zur Beraterin für das Lepra- und Tuberkulose-Kontrollprogramm und gab ihr damit den Status einer Staatssekretärin.

Auch die einfachen Menschen sind ihr dankbar: In Karachi haben die Bewohner des Slumviertels Malir ihr zu Ehren den kleinen “Ruth-Pfau-Park” angelegt.

Völlig wird sich die Lepra nicht besiegen lassen. Doch immerhin ist die Zahl der Neuerkrankungen in Pakistan pro Jahr auf rund 440 zurückgegangen.

Mittlerweile seien die Menschen so weit, daß sie Erkrankte von sich aus in die Gesundheitszentren schickten, berichtet sie stolz. So sei eine Behandlung im Frühstadium gesichert. “Wenn wir im Kampf gegen Lepra heute nachlassen”, so unterstreicht sie, “wird die Seuche morgen zurückkehren.”

Quelle: Kölner Domradio


Die Schauspielerin Annette Frier wollte einst Nonne werden und läßt ihre Kinder taufen

Die Schauspielerin Annette Frier erzählte in einem Interview mit der Illustrierten Bunte, daß sie einst ins Kloster gehen wollte. Die Komödiantin berichtet, daß Glaube und Kirche immer noch wichtig in ihrem Leben seien.

Zoom
Annette Frier
Für sie sei es ein großer Schritt gewesen, ihre Kinder taufen zu lassen, sagte Frier, obwohl dies unter Schauspielern als “total unpopulär” gelte. Aber sie habe es in ihrer eigenen Kindheit als “grossen Gewinn” empfunden, außerhalb der Familie “ein gemeinschaftliches Gefühl vermittelt zu bekommen”, sagt Frier, deren Mutter Religionslehrerin und deren Vater Rechtsanwalt war.

“Ich hatte mit acht oder neun Jahren eine sehr gläubige Phase  –  nach der Kommunion wollte ich Nonne werden”, berichtet sie. Sie habe “jeden Morgen und jeden Abend gebetet” und fügt hinzu: “Das war mir wahnsinnig wichtig. Auch heute sind Glaube und Religion noch ein grosses Thema.”

Papst Benedikt hält sie für “hochintelligent”. “Von ihm würde ich gern an der Uni die Theorie der Herzensbildung lernen.”

Annette Frier wurde 1974 in Köln geboren. Sie studierte klassisches Schauspiel und wirkte am Schauspielhaus Köln mit. Nach bestandener Theaterausbildung spielte sie zunächst in der RTL-Serie «Hinter Gittern» mit, später in der Comedy-Sendung «Switch» auf ProSieben. Zwischen 2000 und 2002 war Frier Co-Moderatorin der «Wochenshow» auf Sat.1, danach hatte sie immer wieder Engagements in Theatern. Seit 2010 spielt Frier in der Comedy-Serie «Danni Lowinski» auf Sat.1 die Hauptrolle, wofür sie mehrere Auszeichnungen erhielt. Die Serie erreicht Quoten von drei bis vier Millionen Zuschauern.

Quelle: evangelikale Webseite www.jesus.ch  sowie Medienmagazin Pro

Foto: © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

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