PAKISTAN: Terrorgruppen verunsichern das christliche Viertel Essa Nagri in Karachi

Entführung und Zwangsverheiratung christlicher Mädchen

Gewalt und Unsicherheit verängstigen die Einwohner des christlichen Stadtviertels Essa Nagri in Karachi mit rund 40.000 Einwohnern.

Die größtenteils armen einheimischen Christen, die oft als Haushaltshilfe bei reichen muslimischen Familien arbeiten, wurden von islamischen Terrorgruppen bedroht. weltverfolgungsindex_2014

Bereits in der Vergangenheit hatten die lokalen Christen über Gewalt geklagt. Ein in Essa Nagri geborener christlicher Abgeordneter des Provinzparlaments mußte die Stadt verlassen, nachdem er infolge seines Engagements für religiöse Minderheiten bedroht worden war.

Die Situation hat sich zugespitzt, seitdem Extremisten in dem Stadtviertel aktiv wurden und ihre Basislager in Essa Nagri einrichteten. “Die kriminellen Handlungen nehmen von Tag zu Tag zu”, beklagt ein Beobachter.

Immer wieder kommt es zu Entführungen christlicher Mädchen mit dem Ziel der Verheiratung und der Zwangsbekehrung. Kriminelle Gruppen verkaufen zudem Drogen an die Jugendlichen und untergraben damit das soziale Gewebe.

Die islamischen Behörden und Sicherheitskräfte nehmen unterdessen die Klagen der christlichen Bevölkerung nicht ernst.

Mit Hilfe des Gemeindepfarrers von Essa Nagri, P. John Victor OFM, wurde zum Schutz der Christen ein Zaun errichtet. Vor einigen Tagen wurde dieser jedoch teilweise demoliert, was die einheimischen Christen erneut verängstigte.

Der Menschenrechtsaktivist Peter Noman, prangert unterdessen die Bedrohung der christlichen Gemeinde in Essa Nagri und die Untätigkeit der Sicherheitskräfte an.

Quelle: Fidesdienst


Pakistan: Christlicher Politiker H. Masih von einem Leibwächter erschossen

Der christliche Politiker und Abgeordnete Hendry Masih, wurde am 14. Juni in Quetta (Provinz Belutschistan) von einem seiner Leibwächter erschossen. Wie einheimische Beobachter mitteilen, ist die in der Provinz in der Minderheit lebende christliche Glaubensgemeinschaft erschüttert. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Masih war für sein Eintreten für die Rechte der religiösen Minderheiten bekannt. Der Politiker starb im Krankenhaus an den Folgen der Schußverletzung. Das Tatmotiv ist bisher unbekannt.

Unterdessen verurteilte der pakistanische Premierminister Pakistan Nawaz Sharif die Tat und sprach der Familie des Ermordeten sein Beileid aus.

“Die Taten von Extremisten fordern weitere Opfer. Religiöse Minderheiten werden in Pakistan nicht geschützt und sind deshalb nicht sicher. Es herrscht ein Krieg radikalislamischer Gruppen gegen die Minderheiten”, erklärte der Anwalt und Menschenrechtsaktivist Sardar Mushtaq Gill gegenüber dem vatikanischen Fidesdienst.

Bürgerrechtler und Vertreter der Zivilgesellschaft erinnern daran, dass auch der muslimische Gouverneur der Provinz Punjab, Salman Taseer, von einem Leibwächter ermordet wurde, weil er sich für die wegen angeblicher “Blasphemie” (Kritik am Islam) zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi eingesetzt hatte.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Pakistan: Anglikanische Pastorenfamilie in Okara bedroht und ausgeraubt

MELDUNG der vatikanischen Nachrichtenagentur FIDES:

Fünf bewaffnete Männer drangen am 3. Juni in die Wohnung von Hanook David, dem Pastor der anglikanischen “Church of Pakistan” in der Nähe des Dorfes Okara (Diözese Lahore) ein. Dort wurde der protestantische Pfarrer und seine Familie vier Stunden lang in Geiselhaft genommen.

Die bewaffneten Männer nahmen alle Wertgegenstände an sich und bedrohten die Familienmitglieder. Erst durch das Eingreifen des Wächters konnte Schlimmeres verhindert werden: dieser hatte Geräusche gehört und die Gläubigen aus der Umgebung gerufen, welche dann das Haus des Pastors umzingelten und die Einbrecher damit zur Flucht zwangen.

Der Pfarrer erstattete Anzeige bei der Polizei. Es wird vermutet, daß es sich bei den Einbrechern um Muslime handelt, die in den Tagen zuvor damit gedroht hatten, das ganze  -  vorwiegend von Christen bewohnte  -  Dorf in Brand zu stecken.

Die Familie wechselte unterdessen den Wohnsitz: „Es wurde uns mit dem Tod gedroht, doch Christus hat sich unser erbarmt und uns gerettet”, sagte der Pastor gegenüber der Organisation LEAD, die sich für pakistanische Christen engagiert und Rechtsbeistand leistet.


Pakistan: Zunehmende Christenverfolgungen durch das “Blasphemiegesetz”

Nie zuvor hat es in Pakistan so zahlreiche Fälle von Anklagen wegen (angeblicher) Blasphemie (Gotteslästerung) bzw. Kritik am Islam, gegeben wie im laufenden Monat Mai. Mehrere Christen sitzen deshalb in Todeszellen. Sie sollen hingerichtet werden.

Ähnliche Anschuldigungen gab es in den vergangenen Wochen sowohl gegen Muslime als auch gegen Nichtmuslime. Im Fall eines Schuldspruchs bedeutet dies lebenslange Haft oder die Todesstrafe.  HMK-Foto

Am 14. Mai wurden gleich 68 islamische Anwälte wegen angeblicher Blasphemie verhaftet. Sie hatten zuvor gegen die unrechtmäßige Verhaftung eines ihrer Kollegen protestiert. Am 17. Mai wurde eine kleine Gruppe von Anhängern der “Zeugen Jehovahs” aufgrund des Verteilens von Traktaten angeklagt. Später ereilte das gleiche Schicksal einen 20-jährigen Muslim, der angeblich einen Koran in Brand gesetzt hatte.

Die dritte Anklage an diesem Tag traf den bekanntesten Medienmogul Pakistans, Mir Shakeel-ur-Rehman, sowie einen Fernsehmoderator, eine Schauspielerin und ihren Mann. Ihnen wird zur Last gelegt, für die Ausstrahlung einer Sendung mit gotteslästerlichem Inhalt verantwortlich zu sein.

Die vier Zeugen Jehovahs wurden zu ihrer eigenen Sicherheit zunächst von der Polizei in Gewahrsam genommen. Daraufhin bildete sich rund um die Polizeistation ein Mob von mehreren hundert aufgebrachten Anhängern der islamistischen “Ahle Sunnat wa-al Jamaat”, die in Pakistan als eine der gewalttätigsten Organisationen gilt.

Das sunnitische “Ittehad Council”, Repräsentationsorgan von 160 Millionen Muslimen, hat vor dem pakistanischen Bundesgericht eine Petition gegen die angeklagten Medienschaffenden initiiert.

Fürsprecher in Lebensgefahr 

Die drastischen Reaktionen unbeteiligter Muslime in den genannten Fällen sind eine erschreckende Erinnerung daran, welche Emotionen in der pakistanischen Öffentlichkeit mit dem Thema Blasphemie verknüpft sind. Eine offen geführte Diskussion dazu ist fast unmöglich.

Jüngstes prominentes Opfer seines Einsatzes auf diesem Gebiet ist der Menschenrechtsanwalt Rashid Rehman. Er vertrat einen der Blasphemie angeklagten Lehrer und wurde deshalb am 7. Mai ermordet.

Angesichts dieser Entwicklung ist es kaum verwunderlich, dass die Anhörung der Christin Asia Bibi seit dem Februar dieses Jahres vier Mal verschoben wurde und jüngst sogar ohne jede Erklärung komplett von der Liste der geplanten Anhörungen verschwand.

Der weltweit bekannte Fall der fünffachen, bereits 2009 zum Tod verurteilten Mutter gibt beispielhaft Einblick in die Situation der Verurteilten. Die jahrelange Zerrissenheit zwischen kleinen Lichtblicken und massiven Rückschlägen droht Asia und ihre Familie zu zermürben. Sie kämpfen gegen Resignation, Bitterkeit und Verzweiflung und benötigen dringend Ermutigung und Unterstützung durch andere Christen, insbesondere durch Gebet.

Das Blasphemiegesetz

Die pakistanischen Blasphemiegesetze in ihrer aktuellen Form sehen die Todesstrafe bzw. lebenslange Haftstrafe für jede Lästerung (Beleidigung) des Islams, des Korans oder des Propheten Mohammed vor. Sie finden unverhältnismäßig häufig Anwendung gegen Nichtmuslime. Auch wenn bislang noch keine offizielle Hinrichtung vollzogen wurde, so mussten dennoch mehrere Beklagte durch Lynchjustiz ihr Leben lassen – mitunter trotz Freispruchs. Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert Pakistan auf Platz 8 der Länder, in denen Christen am härtesten verfolgt werden.

Quelle: Hilfswerk Open Doors / Foto: HMK


PAKISTAN: siebenjähriges christliches Mädchen am Ostersonntag vergewaltigt

Am Ostersonntag wurde das siebenjährige christliche Mädchen Saira von einem muslimischen Mann, Mohammad Alam Fakhar, in einem Dorf im Verwaltungsbezirk Sialkot in der pakistanischen Provinz Punjab vergewaltigt. Scannen0001 (22)

Das  Kind, bei dem nach der Vergewaltigung starke Blutungen auftraten, wurde erst drei Tage später im Krankenhaus in Sialkot behandelt, als es sich bereits in einem kritischen Zustand befand.

Unterdessen übten Muslime Druck auf die Familie von Saira aus: sie sollten auf eine Anzeige gegen den Vergewaltiger verzichten. Doch die Eltern erstatteten am 22. April Anzeige gegen den Täter und zwei andere Personen. Bei einer von der Polizei angeordneten ärztlichen Untersuchung wurde die Vergewaltigung bestätigt.

Der Rechtsanwalt Sardar Mushtaq Gill von der pakistanischen Nichtregierungsorganisation “LEAD” vertritt die Familie und wird die notwendigen rechtlichen Schritte veranlassen: “Solche Fälle sind nicht selten: die Misshandlung von Frauen und Mädchen zeit, dass Minderheiten in Pakistan ständiger Angst und Verfolgung ausgesetzt sind. Viele Missbrauchsfälle werden nicht angezeigt”, so Gill.

Wie aus einem jüngst veröffentlichten Bericht hervorgeht, werden in Pakistan jedes Jahr rund 1000 junge Frauen aus christlichen und hinduistischen Gemeinden verschleppt, vergewaltigt und zur Ehe gezwungen. Der Bericht wurde von der “Bewegung für Solidarität und Frieden” erstellt, der zahlreiche Nichtregierungsorganisationen angehören, darunter die Justitia-et-Pax-Kommission der pakistanischen katholischen Bischöfe.

Quelle: Fidesdienst

Bild: Evita Gründler


Pakistan: Junger Christ erschossen, weil er kein Moslem werden wollte

Der 22-jährige Christ Haroon, auch Sunny genannt, wurde ermordet, weil er sich nicht zum Islam bekennen wollte. Haroon, der aus einfachen Verhältnissen stammt, hatte vor kurzem begonnen, als Putzhilfe in einer gut situierten muslimischen Familie in Lahore zu arbeiten.

Dort arbeitete er mit dem Muslim Umer Farooq zusammen, der bei der Familie als Wächter beschäftigt war. Dieser kritisierte Haroon schon bald wegen seines christlichen Glaubens, und forderte ihn auf, zum Islam zu wechseln. Doch Haaron lehnte ab, er wollte seinen christlichen Glauben behalten.  weisselberg_memoriam

Am vergangenen 16. April begann Farooq erneut, über das Thema Religion zu sprechen und Druck auf Haroon auszuüben. Er bestand darauf, zu erfahren, weshalb der junge Christ sich nicht überzeugen ließ. Haroon erklärte, er sei “ein wahrer Jünger Jesu Christi”.

Daraufhin schoß Farooq auf Haroon, um danach zu behaupten, Haroon hätte Selbstmord begangen.

Die von der Familie gerufene Polizei nahm den Wächter zwar mit, registrierte die Anzeige (First Information Report) jedoch nicht, da man die Version des Selbstmordes für plausibel hielt.

Die einheimischen Christen versammelten sich daraufhin zum Protest vor der Polizeistation. Umer Farooq befindet sich noch in Untersuchungshaft und in dem Fall wird weiter ermittelt.

Nasir Saeed, Vorsitzender der NGO (Nichtregierungsorganisation) “CLAAS” (Centre for Legal Aid Assistance & Settlement), verurteilt unterdessen den Mord: “Wir haben aus einem jüngst erschienenen Bericht erfahren, dass jedes Jahr 1000 christliche und hinduistische Mädchen zum Islam gezwungen werden. Wenn sie sich weigern, werden sie ermordet oder in falsche Blasphemiefälle verwickelt. Grundlage solcher Fälle ist eine weit verbreitete religiöse Intoleranz und Hass gegenüber Minderheiten”.

Quelle: Fidesdienst


Pakistan: Tausende nicht-muslimische Mädchen verschleppt und zwangsverheiratet

Christliche und hinduistische Familien können sich nicht wehren

Jedes Jahr werden im islamisch geprägten Pakistan rund eintausend Mädchen aus christlichen und hinduistischen Familien verschleppt und zur Heirat mit Muslimen gezwungen.

Wie aus einem Bericht hervorgeht, der von der “Bewegung für Solidarität und Frieden“ herausgegebenen wird, in der sich verschiedene Nichtregierungsorganisationen, Vereine und Einrichtungen, darunter auch die “Justitia et Pax”-Kommission der pakistanischen Bischofskonferenz zusammenschließen, werden ein weiteres Mal die bereits in den vergangenen Jahren vom Fidesdienst veröffentlichten Daten bestätigt: Fussmatte__

Nach Schätzungen handelt es sich dabei um 700 Mädchen aus christlichen Gemeinden und 300 Mädchen aus hinduistischen Gemeinden. Dabei handelt es sich um Fälle, die offiziell gemeldet wurden: „Das tatsächliche Ausmaß des Problems ist wahrscheinlich viel größer, denn viele Fälle werden gar nicht bekannt”, heißt es in dem Bericht mit dem Titel: “Forced marriages and forced conversions in the Christian community of Pakistan”.

Die Veröffentlichung dokumentiert Fälle von christlichen jungen Frauen insbesondere in der Provinzen Punjab und von Frauen aus hinduistischen Gemeinden in der Provinz Sindh. Es handelt sich um Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren aus armen Familien und den unteren Gesellschaftsschichten.

Wenn die Familien Anzeige erstatten, werden sie dabei oft von den Sicherheitsbehörden abgewiesen oder von der Familie des künftigen Ehemanns bedroht. Kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, erklären die eingeschüchterten Mädchen häufig, dass sie sich aus eigenem Willen bekehrt und geheiratet haben.

“Wenn sie sich in den Händen der Entführer befinden, dann werden die Mädchen oft sexuell missbraucht und geschlagen oder sie werden Opfer von Menschenhandel”, heißt es in dem Bericht, der auch den historischen und sozialen Kontext des Phänomens beschreibt  und der “die mangelnden rechtlichen und politischen Garantien zum Schutz der Menschenrechte für religiöse Minderheiten“beklagt.

Dominikanerpater James Channan, der das “Peace Center” in Lahore leitet, erklärt gegenüber dem Fidesdienst:

“Das Phänomen existiert. Es ist wirklich alarmierend und besorgniserregend für Christen und Hindus, die sich unsicher und angreifbar fühlen.

Wir haben uns mit verschiedenen Fällen der Zwangsverheiratung befasst: die jungen Frauen kommen aus weniger wohlhabenden Schichten und oft sind es reiche Muslime die dies ausnutzen und sie missbrauchen. Ich habe den Eindruck, dass Christen und Hindus in Pakistan immer noch Opfer sozialer, religiöser und politischer Diskriminierung werden und dass dieses Phänomen zunimmt“. 

Quelle: vatikanischer Fidesdienst / Foto: IGFM


Pakistan: Christliches Ehepaar wegen “Blasphemie” (Islamkritik) zum Tode verurteilt

In Pakistan gab es ein weiteres Todesurteil gegen Christen: das Ehepaar Shafqat Emmanuel und Shagufta Kausar wurde am 4. April von einem Gericht in Toba Tek Singh wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt, sie sollen per SMS blasphemische Inhalte versandt haben.

Die beiden waren im Juli 2013 in Gojra festegnommen worden. Erst vor wenigen Tagen war der Christ Sawan Masih ebenfalls wegen Blasphemie zum Tode verurteilt worden.  BILD0167

Pater Aloysius Roy, der Obere der pakistanischen Provinz der Oblaten von der Makellosen Jungfrau Maria (OMI), kommentiert gegenüber dem Fidesdienst das jüngste Urteil:

“Wir sind ernsthaft besorgt. Fälle wie diesen gibt es oft und sie bringen großes Leid mit sich. Obschon bisher noch keine Lösung in Aussicht ist, beten wir weiterhin dafür, dass es eine solche geben wird. Wir bringen unsere Verbundenheit mit den Angeklagten zum Ausdruck, doch die Christen versuchen dabei, nicht allzu viel Aufsehen zu erregen, da der Alltag bereits schwierig ist und wir vor allem darauf achten müssen, dass wir überleben. Christen haben Angst und sind sehr vorsichtig”.

Die Oblaten betreuen in ganz Pakistan insgesamt 10 Pfarreien in vier Diözesen, die sich “vor allem mit dem Problem der Ungerechtigkeit konfrontiert sehen, die den christlichen Gläubigen jeden Tag widerfährt”:

“Von der Regierung erwarten wir die Achtung der Legalität und der rechtsstaatlichen Prinzipien sowie der Kultfreiheit, wie sie von der Verfassung vorgesehen ist”, so der Provinzobere weiter.

Wie Farrukh Saif von “World Vision in Progress” (WVIP) mitteilt, liegen keine Beweise für das jüngste Todessurteil gegen das christliche Ehepaar vor, weshalb die Anwälte einen Berufungsantrag beim Hohen Gericht einreichen werden.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst / Gemälde: Evita Gründler


Pakistan: heute Gebetsaktion für die zum Tode verurteilten Christen

Am heutigen 28. März kamen Christen in Lahore zu einer Aktion des Gebets und Fastens für die auf der Grundlage falscher Anschuldigungen wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilten Asia Bibi und Sawan Masih zusammen. 0018

Asia Bibi wartet auf das Berufungsverfahren, während Sawan Masih am gestrigen März zum Tode verurteilt wurde. Er soll in einem Gespräch mit einem Muslim im März 2003 den “Propheten” Mohammend beleidigt haben.

Diese Anschuldigung führte damals zur Reaktion von rund 3000 aufgebrachten Muslimen, die am 9. März 2013 die “Joseph Colony” in Lahore verwüsteten. Seine Anwälte wollen Berufunge einlegen.

Wie Beobachter berichten, fand das Gebet für die beiden Todgeweihten im Kleinen Seminar St. Mary in Lahore statt. Es nahmen Priester, Ordensleute, Seminaristen und Laien teil. Dabei standen Gebete, Gesänge und Lesungen aus der Bibel sowie Erfahrungsberichte von Augenzeugen auf dem Programm.  

Wie der teilnehmende Katechist Pervez Paulus betonte, gibt es für die Einwohner des christlichen Stadtviertels bis heute weder Gerechtigkeit noch Schadenersatz. Die Opfer seien „traurig und fühlen sich ohnmächtig”. Sie hoffen betr. der Todesurteile nun auf das Hohe Gericht in Lahore.

Quelle: Fidesdienst


Pakistan: Katholische Bischöfe verurteilen muslimische Übergriffe gegen Hindus

Toleranz gegenüber Kultstätten aller Religionen  fordert die bischöfliche “Justitia-et-Pax”-Kommission in einer Verlautbarung, in der die Kommission der pakistanischen Bischöfe von der Regierung des Landes auch Schutz für diese Kultstätten fordert.

Ausdrücklich verurteilt die Kommission den Übergriff auf den hinduistischen “Dharam Shala”- Tempel in Larkana (in der südpakistanischen Provinz Sindh) während der Feierlichkeiten des “Holi”-Festes. Islamische Extremisten bezichtigten die hinduistische Glaubensgemeinschaft der Blasphemie. Nach Ansicht der bischöflichen Kommission ist dieses Vorgehen jedoch “Frucht des Hasses und der absichtlichen Anstiftung dazu”.

Quelle: Fidesdienst


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 259 Followern an