Papst Franziskus ruft zum Gebet für die verfolgte Kirche in Rot-China auf

Mit Demut und Freude den Auferstandenen verkünden und der Kirche und dem Nachfolger Petri treu sein: Das wünschte Papst Franziskus zum Abschluß der Generalaudienz am gestrigen Mittwoch den Katholiken Chinas. Anlaß ist der Gedenktag der Madonna von Sheshan in Shanghai, den Papst Benedikt XVI. 2007 zum Gebetstag für China erklärt hatte. 

Foto: Radio Vatikan„Ich bitte alle Katholiken in der Welt, sich im Gebet für die Schwestern und Brüder in China zu vereinen“, so der Papst. Er betete in den Worten des Gebetes, das sein Vorgänger zu diesem Anlaß geschrieben hatte, um Hilfe für alle, die „in China unter den Mühen des Alltags beten, hoffen und lieben, dass sie nie Angst haben, zur Welt von Jesus zu sprechen und zu Jesus von der Welt“.

Seit Jahrzehnten gibt es starke Spannungen zwischen Rom und Peking, vor allem was die Ernennung von Bischöfen angeht. Das kommunistische Diktatur will die volle Kontrolle über die Katholiken im Land und verbittet sich „ausländische Einmischung“; diplomatische Beziehungen zum Vatikan gibt es nicht.
 
Chinas Katholiken gehören zu einem Teil einer Untergrundkirche an, die dem Vatikan gegenüber als treu gilt, jedoch vom chinesischen Staat nicht anerkannt ist. Der andere Teil gehört der staatstreuen Kirche an, die in den sog.  „Patriotischen Vereinigungen“ organisiert ist.

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2013/05/22/papstappell_zu_china:_%E2%80%9Etreu_zu_christus_und_dem_nachfolger_petri%E2%80%9C/ted-694328

Pfingst-Predigt des Augsburger Bischofs: “Wir kommen Christus näher oder wir fallen von ihm ab. Dazwischen ist nichts.”

Aus der Predigt von Bischof Dr. Konrad Zdarsa am Pfingstsonntag im Wallfahrtsort “Maria Vesperbild”:

“Natürlich wurde ich kürzlich bei einem Schulbesuch von Schülern der 9. und 10. Klasse auch über Papst Franziskus befragt und ob von ihm möglicherweise Entscheidungen zu Fragen zu erwarten wären, die zur Zeit vorwiegend im deutschen Sprachraum nahezu permanent thematisiert werden. bischof

In diesem Zusammenhang erklärte ich den Schülern zunächst einmal, dass viele solcher Fragen, die bei uns als so bedeutsam und dringlich hingestellt werden, in anderen Ländern oder gar in Übersee, nur ungläubiges Kopfschütteln und Unverständnis hervorrufen würden.

Ich erklärte ihnen aber auch, dass der neue Papst, der sich uns zuerst als Bischof von Rom vorgestellt hat, dennoch der Nachfolger des Apostels Petrus ist und weit mehr als nur ein Primus inter pares (Erster unter Gleichen).

Dass der Bischof von Rom seit Anfang der Kirche bei allen möglichen Differenzen zwischen den Ortskirchen das letztentscheidende Wort zu sagen hat. Dass er vor allem auf das achten und entscheiden muss, was Vorrang für die Einheit einer Weltkirche hat und nicht nur für eine Teilkirche, die sich möglicherweise immer noch für den Nabel der Welt hält.

Denn wenn  es im vergangenen März nur um die Ernennung eines neuen Jurisdiktionsträgers für die römische Diözese gegangen wäre und nicht um den Papst der Katholischen Kirche, hätten die Kardinäle nicht bis ans Ende der Welt gehen müssen, wie Papst Franziskus selbst sagte, um ihn im Hl. Geist für das höchste Amt der Kirche zu wählen.

Pfingsten ist die Vollendung von Ostern, die Entfaltung der Gabe des Hl. Geistes, die der auferstandene HERR den Seinen nach dem Zeugnis des Johannes noch am Tag der Auferstehung selbst verliehen hat.

Was die Versammlung der Apostel empfangen hat, wird kraft ihrer Vollmacht zur Sündenvergebung zur Gemeinschaft aller, die den Geist empfangen haben und zum prophetisch-priesterlich-königlichen Volk Gottes geworden sind.

„Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt“, heißt es in der Lesung aus der Apostelgeschichte und wird im ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther wiederholt und entfaltet:

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

„Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie, und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.” (…)

Zunächst nämlich kommt es darauf an, dass sich die Gläubigen wie die Jüngerschar alle am gleichen Ort befinden. Dass sie damit die Bereitschaft signalisieren, sich vom Heiligen Geist erfüllen zu lassen, um ihre Stimme überhaupt so erheben zu können, wie es ihnen der Geist eingibt.

Diese Forderung ist keineswegs nur an die gerichtet, die gerade noch zur Pfarrgemeinde zählen, sondern an jeden von uns. Auch die zum innersten Kreis der Jüngerschaft gehören, sind nicht davor gefeit, sich gegen diese grundlegende Voraussetzung für die Begabung mit dem Heiligen Geist zu verfehlen, wie uns am Beispiel des Apostels Thomas gezeigt wird.

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Firmbewerber,

wahrhaft Geistbegabte bezeugen ihren Glauben, ihre Bereitschaft, sich mit den Gaben des Geistes ausrüsten zu lassen, durch ihr Kommen, durch ihr Dasein und ihre Anwesenheit. Die messianische Gemeinde ist nicht nur eine geistliche, sondern eine leibhafte Realität, in der die Anwesenheit eines jeden unbedingt zählt.

Jeder, der nicht zur Versammlung der Gemeinde kommt, liefert sich dem Widersacher aus, schreibt der Hl. Ignatius von Antiochia am Ende der neutestamentlichen Zeit.

An jedem Sonn- und Feiertag werden wir aufs Neue vor die Entscheidung gestellt, ob wir uns als Geisterfüllte immer tiefer mit dem Menschensohn verbinden lassen oder wieder ein Stück mehr von ihm abfallen wollen.

Für den, der vom Geist begabt und von ihm erfüllt ist, kann es dabei keinen Stillstand, keinen Status quo geben. Wir kommen Christus näher oder wir fallen von ihm ab. Dazwischen ist nichts.

Und erst dann, wenn wir überhaupt dazu bereit sind, werden wir einem jedem Rede und Antwort stehen können, der nach der Hoffnung fragt, die uns erfüllt (vgl. 1 Petr 3,15).

Den meist noch jungen Firmbewerbern sage ich immer wieder: Was Gott in der Taufe an Euch begonnen hat, soll im Firmsakrament vollendet, gefestigt und besiegelt werden. Gott will Euch stärken mit den Gaben des Heiligen Geistes.(…) media-374638-2

„Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach”  –  dies wird uns von der Gottesmutter wiederholt am Anfang des Lukas-Evangeliums verkündet. Wortlos stand sie zuletzt unter dem Kreuz und ließ sich von ihrem sterbenden Sohn der Obhut des Jüngers anvertrauen.

Weltweit ehrt das gläubige Gottesvolk die Gottesmutter an unzähligen Wallfahrts- und Gnadenstätten als Leidensmutter mit dem toten Sohn auf dem Schoß. Sie hat ausgehalten und Situationen durchgestanden, die den Verheißungen, die einst an sie ergangen waren, ganz und gar entgegenstanden.(…)

Kann sich denn ein höherer Anspruch für uns ergeben als der aus ihrem Vorbild? Kann denn aber zugleich ein tieferer Trost für uns erwachsen? Manch einer mag sich vielleicht bessere Zeiten vorstellen können als jene, die unsere Kirche gegenwärtig durchleben muss.(…)

Denn nach wie vor sind wir Kinder Gottes, sind reich von Gott Beschenkte und im Heiligen Geist Hochbegabte. Gerüstet und befähigt zu jeder guten Tat und für jede Prüfung und Bewährung unseres Glaubens. Wir sollten keine Gelegenheit versäumen, uns vor aller Welt als solche zu erweisen.”


Papst Franziskus und seine Teilnahme am Lebensrechtsmarsch: „Ein Segen für das Leben!“

Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) erwartet von deutschen Bischöfen dasselbe

Martin Lohmann, der Sprecher des BVL, erklärte heute in einer Pressemeldung:

„Viele Freunde des Lebens sind sehr dankbar und froh, dass der christliche Einsatz für die Unantastbarkeit und Kostbarkeit des Lebens so sichtbar vom Papst selber unterstützt wird. Die Anteilnahme und Unterstützung des römischen „Marsches für das Leben“ durch Papst Franziskus ist für uns ein zusätzlich ermunterndes Symbol und daher ein besonderer Segen. 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Es ist für die internationale Pro-Life-Bewegung, zu der auch der BVL gehört, schon wunderbar gewesen, dass auch der römische Kardinal Burke erst vor wenigen Wochen die Bischöfe dazu aufgerufen hat, an den jeweiligen Märschen für das Leben selbst teilzunehmen.

Sie sollten damit noch deutlicher zu machen, dass dieser Einsatz keine Exklusivaufgabe nur für Laien sei, sondern vielmehr ein Auftrag zum gemeinsamen Zeugnis.

Die klare Unterstützung des Papstes ist ein starkes Signal für das Leben und unser Engagement für eine Kultur des Lebens.

Sehr gerne und mit großer Freude laden wir die Bischöfe sowie die Verantwortlichen aller christlichen Konfessionen schon jetzt herzlich ein, ebenfalls ein unübersehbares Zeichen durch ihre persönliche Teilnahme am deutschen Marsch für das Leben am 21. September 2013 in Berlin zu setzen.

Schließlich geht es um ein wahrhaft christlich-ökumenisches und alle Menschen guten Willens verbindendes Anliegen: eine gemeinsame friedvolle Demonstration für das Leben!

Wir versammeln uns auch in diesem Jahr wieder unter dem Motto: „Für ein Europa ohne Abtreibung und ohne Euthanasie.“   -  Ich bin dem Papst auch ganz persönlich dankbar für diese wunderbare Stärkung unserer wichtigen und notwendigen Lebensarbeit!“


Papst Franziskus beteiligte sich persönlich am “Marsch für das Leben” in Rom

Für eine Überraschung sorgte der Papst am vorigen Sonntag: Franziskus nahm selbst am italienischen „Marsch für das Leben“ teil, zu dem sich 40.000 Menschen in Rom versammelten. Von seinem Papamobil aus suchte der Pontifex den Kontakt zu den Teilnehmern.  

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Ignacio Barreiro, Chef der Lebensrechtsvereinigung “Human Life” in Italien, würdigte diesen Schritt des Papstes als überaus ungewöhnlich. Seit seiner Wahl war Franziskus durch viele spontane Aktionen aufgefallen, mit denen er auch sein Sicherheitspersonal überraschte. 

Die Teilnahme des Papstes war geplant. Die Verantwortlichen hatten Wege für das Papamobil abgespert. Das Kirchenoberhaupt grüßte die Lebensrechtler und nahm eine kurze Strecke an der Parade teil.

Er befürwortete in einem Grußwort eine europaweite Petition gegen Embryonenforschung. Für die Bürgeraktion „One of us“ (einer von uns) sammeln die Initiatoren derzeit eifrig Unterschriften. Erreichen sie das Gesamtziel von einer Million Unterschriften, ist das europäische Parlament verpflichtet, sich mit dem Thema zu befassen.

Zudem lud der Pontifex die Teilnehmer ein, den vom Vatikan ausgerichteten Tag “Evangelium Vitae” (Frohbotschaft des Lebens) zu besuchen, der am 15. und 16. Juni stattfindet.

In Italien gewinnt der “Marsch für das Leben” zunehmend an Bedeutung. Vor zwei Jahren nahmen 1000 Menschen an der Aktion teil, im vergangenen Jahr waren es 15.000 Lebensrechtler und diesmal sogar 40.000 Teilnehmer, einer davon der Papst persönlich…

Quelle: Evangelikales Web-Portal PRO: http://www.medienmagazin-pro.de

ERGÄNZENDER HINWEIS:

Kürzlich hat Kurienkardinal Raymond Burke alle europäischen Bischöfe aufgefordert, sich persönlich an Lebensrechts-Demonstrationen zu beteiligen: http://charismatismus.wordpress.com/2013/05/11/kardinal-raymond-burke-fordert-bischofe-auf-selber-an-lebensrechts-demos-teilzunehmen/


Der Kölner Kardinal vergreift sich im Ton: Burschikose Äußerungen zu Papst Benedikt und Vatikan

Meisner zu Papst em. Benedikt: “so eine halbe Portion”, “ganz der Alte”

Nachdem der Kölner Erzbischof das kirchentreue katholische Spektrum sowie die Lebensrechtsbewegung weltweit durch seine deplazierten Äußerungen über die “Pille danach” maßlos enttäuschte (hier unsere Artikelfolge), geht er jetzt anscheinend nach der Devise vor: “Ist der Ruf erst ruiniert, spricht es sich ganz ungeniert.”

Am gestrigen Mittwoch, den 8. Mai, zitierte die Tageszeitung “Die Welt”-online  Kardinal Meisners jüngste Äußerungen unter dem Titel: “Benedikt XVI. ist nur noch “so eine halbe Portion”“ 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Was eine seriöse Zeitung sich kaum erdreisten würde, nämlich Benedikt XVI. selber herablassend als “so eine halbe Portion” zu bezeichnen, erlaubt sich das Oberhaupt des Erzbistums Köln.

Wie “Die Welt” weiter berichtet, zeige sich Erzbischof  Joachim Meisner “erschrocken über den Gesundheitszustand von Benedikt XVI.”   -  Er habe ihn am 18. März besucht und dabei gesehen, wie schmal er geworden sei,so eine halbe Portion“.

Sodann erwähnt der Kardinal erneut, was er sogleich nach Benedikts Amtsverzicht bereits in den Medien breitgetreten hatte, nämlich daß er “mit seinem Rücktritt erst gar nicht einverstanden war”.  

“Na und?”, möchte man wohl zurückrufen. Hätte Papst Benedikt den Kölner Erzbischof vorher fragen sollen?

Meisner plaudert weiter aus dem Nähkästchen: “Aber als ich ihn so sah, sind meine Vorbehalte weggeschmolzen.”  -  Geistig sei Benedikt allerdings “ganz fit, ganz der Alte“.

Welch unpassenden Ton gestattet sich der 79-jährige Kardinal gegenüber einem emeritierten Pontifex von 86 Jahren!

Damit nicht genug, bezeichnet Erzbischof Meisner den Vatikan flapsig als “den Laden da”.

Wir zitieren wörtlich die “Welt”:

“Meisner wies darauf hin, dass Franziskus immer noch im vatikanischen Gästehaus Santa Marta wohne. “Das bringt den Laden da ganz durcheinander, weil es mit vielen Sicherheitsauflagen verbunden ist.” 

Bereits am 11. Februar 2013 hatte der Kardinal sich in einem Interview mit der linksgerichteten “Frankfurter Rundschau” unangemessen und herablassend über den damals amtierenden Papst Benedikt geäußert, als ob dieser seine Belehrungen bitter nötig habe. (Siehe hier unser Bericht darüber. )

In einem KNA-Interview am vergangenen Mittwoch wurde Meisner auch zum Kölner Diözesanrat befragt, der sich für die Abschaffung der priesterlichen Zölibats-Verpflichtung und zugleich für die Einführung des Frauenpriestertums stark machte. Hierzu der Kardinal: „Das ist nicht Sache dieses Gremiums, sondern das ist Sache der Bischöfe.“ 

Einspruch, Euer Ehren  -  dies ist keineswegs “Sache der Bischöfe”, sondern des Papstes und des katholischen Lehramts als Ganzes, wobei ein sakramentales Weiheamt für Frauen schon aus biblischen und dogmatischen Gründen nicht möglich ist, also insofern erst recht nicht “Sache der Bischöfe” ist, streng genommen nicht einmal “Sache des Papstes”, da dieser nicht der HERR, sondern DIENER der kirchlichen Glaubenslehre ist.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Ergänzender Artikel:

http://charismatismus.wordpress.com/2013/02/13/2-teil-des-verwirrspiels-kardinal-meisners-pillen-erklarung-war-keineswegs-mit-dem-papst-abgesprochen/

 

  


Papst Franziskus: Mit der Demut Christi besiegen wir den Haß der Welt und den Haß des Widersachers

Bleiben wir stets sanft und demütig, um die Schmeicheleien und den Haß der Welt zu besiegen. Das ist die zentrale Botschaft der Morgenmesse des Papstes an diesem heutigen Samstag in der Casa Santa Marta, an der auch heute wieder Angehörige der Schweizer Garde teilnahmen, denen der Papst seine Dankbarkeit für ihren Dienst ausdrückte. 1_0_689068

In seiner Predigt ging Papst Franziskus auf den Kampf zwischen der Liebe Christi und dem Haß des ‚Fürsten dieser Welt’ ein. Der Weg der Christen sei der Weg Jesu  –  deshalb müsse man darauf gefaßt sein, so wie ER selbst auch von der Welt gehaßt zu werden, dürfe sich aber nicht vor Verfolgungen fürchten:

„Der Weg der Christen ist der Weg Jesu. Wenn wir Jünger Christi sein wollen, gibt es keinen anderen Weg: jenen, den ER vorgegeben hat. Und eine der Konsequenzen daraus ist der Haß der Welt, aber auch der Haß des “Fürsten dieser Welt”.

Die Welt würde das lieben, was weltlich ist. ,Ich habe euch aus der Welt erwählt´: es war ER, der uns von der Welt erlöst hat, der uns erwählt hat: reine Gnade!

Mit seinem Tod, mit seiner Auferstehung, hat ER uns von der Macht der Welt befreit, von der Gewalt des Teufels, von der Macht des Fürsten dieser Welt. Und der Ursprung des Hasses ist genau das: Wir sind gerettet.  -  Und dieser Fürst der Welt, der nicht will, dass wir gerettet sind, er hasst uns.“

Daraus resultiere letztlich die Verfolgung der Christen bis in die heutige Zeit. Es gebe viele christliche Gemeinschaften, die auf der Welt verfolgt werden, heute vielleicht mehr als in der Anfangszeit, so Papst Franziskus. Denn der ‚Geist der Welt’ hasse. Doch wir dürften uns nicht vom rechten Weg abbringen lassen, mahnt der Papst:

“Die einzige Verteidigung gegen diese Angriffe sei das Wort Gottes, um es stets präsent zu haben und den Schmeicheleien, den fortwährenden Angriffen, echte innere Stärke entgegenzusetzen.”

Papst Franziskus schloss seine Predigt mit einer Bitte an die Gottesmutter, auf dass „sie uns helfe, demütig und sanft auf dem Weg Christi zu werden“.

Text und Foto aus dem Internetauftritt von Radio Vatikan:  http://de.radiovaticana.va/news/2013/05/04/papst_franziskus:_habt_keine_angst_vor_dem_hass_der_welt/ted-689068


Zwischen Jubelstimmung und Verriß: Fairneß für Papst Franziskus!

In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift “Theologischen” (Nr. 3-4/2013) erschien der folgende Beitrag von Felizitas Küble:

Das neue Oberhaupt der katholischen Weltkirche   -  sie umfaßt ca. 1,2 Milliarden Mitglieder  -  wurde erst kürzlich gewählt, doch vielfach scheint das Urteil innerhalb des konservativen bis traditionsorientierten Spektrums über ihn schon „fertig“, geschlossen und endgültig zu sein:

Auf der einen Seite finden wir begeisterte Jubler  (etwa vertreten durch die österreichische Webseite „kath.net“), auf der anderen Seite wurde der neue Papst schon kurz nach seiner Wahl als „Feind der Tradition“ bezeichnet (z.B. in einer Nachrichtensendung von „Gloria-TV“).

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Allein der Ausdruck „Feind der Tradition“ zeugt bereits von einer Engführung des Denkens, denn die Begründung für diesen Vorwurf bezog sich allein auf den liturgischen Bereich. Ist aber die kirchliche Überlieferung nicht viel breiter gefächert; umfaßt sie nicht z.B. auch die Dogmatik, Moraltheologie, Pastoral und Volksfrömmigkeit?

Bislang hat sich der Papst   -  auch während seines Wirkens als Erzbischof von Buenos Aires  -  jedenfalls in wesentlichen moraltheologischen Fragen als konservativ erwiesen  -  einschliesslich solcher Reizthemen wie Abtreibung, Homosexualität, künstliche Verhütung und Zölibat. Zudem ist er kein Anhänger einer „Theologie der Befreiung“, geschweige einer solchen „der Revolution“.

Beispiele für einen „Verriss“

Bereits kurz nach Amtsantritt des neuen Pontifex wurde in diversen traditionalistischen Blogs ein Anti-Franziskus-Verriss veröffentlicht, der schon mit den Worten „Schrecken!“ beginnt und durchgehend entsprechend „getönt“ ist.  Seriöse Sachkritik sieht anders aus, sie besteht nicht aus einer Aneinanderreihung von Vorwürfen und Gerüchten.

Jeder Mensch hat ein Recht auf Fairneß  -  gewiß auch der Papst!

Ein Beispiel: in jenem „Verriss“ wurde behauptet, Franziskus habe sich als Erzbischof von Buenos Aires nur „schwach“ gegen die Einführung der Homo-Ehe eingesetzt. In Wirklichkeit hat er dieses staatliche Vorhaben als „Schachzug des Teufels“ verurteilt und sich deutlich dagegen gestellt. Nicht ohne Grund gab es schon am ersten Abend der Papstwahl aus Kreisen der Homolobby scharfe Kritik an Franziskus im Internet.

Überdies wurden innerhalb der „Tradi-Szene“ vielfache Beschwerden laut, angeblich habe Franziskus in den Jahren zuvor nirgendwo die „alte Messe“ erlaubt. Auch dies müsste erst belegt werden, zumal auch anderslautende Meldungen zu lesen waren, wonach es in der argentinischen Hauptstadt bereits kurz nach dem „Motu proprio“ von Papst Benedikt zur überlieferten Liturgie eine regelmäßige Feier der „alten Messe“ gab.

Außerdem war er als Erzbischof von Buenos Aires zugleich zuständig für die Gläubigen des orientalischen Ritus, die wohl kaum  zu modernistischen Exzessen in der Liturgie neigen.

Gerüchte über Zank mit Prälat Marini

Zudem sind viele Internetseiten innerhalb der „Tradi-Szene“ voll mit jenen unbewiesenen Geschichten, wonach der Papst sich vor seinem Erscheinen auf der Loggia kurz nach der Papstwahl und/oder vor seiner ersten hl. Messe im Kardinalskreis angeblich „lautstark“ mit Prälat Marini gezankt habe, weil der Zeremonienmeister ihm die päpstliche Mozetta und Stola bzw. feierliche Messgewänder habe anlegen wollen.

Es wird in diesen Blogs mitunter darauf verwiesen, dass diese Erzählung sich aus „mehreren“ Quellen speise   -  als ob das die Glaubwürdigkeit eines Gerüchtes erhöhen würde. Solange eine Behauptung nicht bewiesen ist, bleibt sie ein Gerücht und sollte auch als solches dargestellt werden: es kann stimmen, es kann auch falsch sein, aber wie eine Tatsache darf dies eben nicht präsentiert werden. Das gilt auch dann, wenn der Papst seinen Zeremoniar bald entlassen würde, wie vielfach gemunkelt wird: auch dies kann  – falls es wirklich einträfe  –   verschiedene Gründe haben und bestätigt nicht automatisch jene Storys.

Diese Beschwerden mancher Tradi-Webseiten wirken freilich eher noch harmlos im Vergleich zu jenen Attacken, die aus dem Fanclub der irrgeistigen Botschaften namens „Die Warnung“ kommen:  Von jener erscheinungsfixierten und oftmals fanatischen Schar wird der neue Papst ohne Umschweife als „falscher Prophet“ tituliert und kein gutes Haar an ihm gelassen; ihm wird unterstellt, er wolle dem Antichristen sozusagen den Weg bereiten und dergleichen Verschwörungstheorien mehr.

Hintergrund dafür sind jene seit langem verbreitete „Offenbarungen“ einer anonymen (!) Seherin, die sich selbst pseudonym als „Maria von der göttlichen Barmherzigkeit“ bezeichnet. Diese „verborgene“ Visionärin kündigte vor circa einem Jahr in einer ihrer zahlreichen „Botschaften“ an, Papst Benedikt werde aus dem Vatikan „vertrieben“ und „vernichtet“  – und danach trete eben ein „falscher Prophet“ dieses Amt an, dem man nicht gehorchen dürfe. 

Als Benedikt seinen Rücktritt bekanntgab, fühlten sich jene Erscheinungsgläubigen sogleich bestätigt, ohne zu berücksichtigen, dass der Papst mehrfach die Freiwilligkeit seiner Entscheidung betonte und auch keinesfalls „vertrieben“ oder gar „vernichtet“ wurde.

Positive Aspekte

Zwischen solchem Unfug einerseits und einer naiv-euphorischen Bejubelung andererseits sollten glaubenstreue Katholiken sich um Gerechtigkeit und Ausgewogenheit bemühen, was skeptische Nachfragen oder sachliche Kritik keineswegs ausschließt. Doch zur Fairneß gehört, dass man „Pro und Contra“ sorgfältig abwägt und die positiven Seiten ebenfalls berücksichtigt.

So ist es zum Beispiel tatsächlich erfreulich, daß Franziskus in seiner Zeit als argentinischer Erzbischof einen bescheidenen, bewusst einfachen Lebenswandel praktizierte, wovon sich mancher „Kirchenfürst“ in Deutschland eine Scheibe abschneiden könnte. Wenn Franziskus das programmatische Stichwort Benedikts von der „Entweltlichung“ weiter aufgreift und aus diesem verheißungsvollen Motto vielleicht auch klare Entscheidungen folgen (etwa hinsichtlich des vielfachen modernistischen Mißbrauchs der Kirchensteuer in Deutschland), dann wäre dies jedenfalls zu begrüßen.

Positiv zu erwähnen ist auch die Wertschätzung der Volksfrömmigkeit und die schlichte Marienverehrung  des neuen Pontifex. Bereits am Vormittag nach seiner Papstwahl begab sich Franziskus in eine römische Marienkirche und bedankte sich bei der Gottesmutter. Zudem besuchte er bei dieser Gelegenheit das Grab des hl. Pius V., der uns als glaubensstarker Reformpapst des Konzils von Trient in bester Erinnerung ist.

Mutige Erwähnung des Teufels

In seiner ersten Ansprache vor den Kardinälen erwähnte der neue Papst zudem mehrfach den Teufel, wobei er den französischen Schriftsteller Leon Bloy zitierte: „Wer den HERRN nicht anbetet, der betet den Teufel an“.  -  Normalerweise kommen Stichworte wie Teufel, Hölle, Finsternismächte etc in heutigen Predigten äußerst selten vor; derlei heiße Themen werden vielmehr sorgsam gemieden, um keinen Anstoß auf der liberalen Seite zu erwecken.

Eben dieser Klartext hat Franziskus jedenfalls sogleich herbe Kritik von Atheisten und Skeptikern eingetragen. Natürlich beten die Ungläubigen in der Regel nicht etwa bewusst den Satan an, das sollte mit jener Äußerung aber auch gar nicht persönlich unterstellt werden. Es geht vielmehr darum, dass es aus christlicher Sicht letztlich keine „neutrale“ Zone gibt: Wer sich nicht für GOTT entscheidet, begibt sich  – rein objektiv  -  auf die Seite seines Widersachers, ob ihm dies subjektiv klar ist oder nicht.

Kreuzestheologie auf katholisch

Außerdem ist es erfreulich, dass der Papst in dieser Ansprache das Kreuz unseres HERRN in den Mittelpunkt rückte und ausdrücklich das Bekenntnis zu Christus „dem Gekreuzigten“ betonte. Dies wirkt durchaus engagiert und couragiert in einer Zeit, die den Opfertod Jesu oft eher an den Rand drängt, in welcher der Sühnegedanke mitunter auch innerhalb der Kirche ein Schattendasein fristet. Eine satte Wohlstandsgesellschaft mag mit Begriffen wie „Sühne“ und „Opfer“ nun einmal ungern konfrontiert werden.

Es ist mithin durchaus sinnvoll, ja notwendig, in unserer Ära eines oftmals flachen „christlichen Humanismus“ wieder glasklar an den Wesenskern unseres Glaubens zu erinnern und gleichsam eine Art „Kreuzestheologie auf katholisch“ zu verkünden. Nicht der Mensch steht nämlich im Mittelpunkt der christlichen Botschaft, wenngleich er ihr Adressat ist, sondern die Ehre Gottes, sein Anspruch an den Menschen, aber auch sein Zuspruch für den Menschen  -  ein Zuspruch allerdings auf dem Fundament des erlösenden Opfers Christi, gebunden an das Kreuz des Herrn.

Kritische Punkte

Neben der Erwähnung dieser positiven Aspekte ist es selbstverständlich durchaus erlaubt, auch kritische Punkte anzumelden, sofern diese nicht auf Gerüchten basieren und zudem sachlich vorgetragen werden. So fragen sich beispielsweise viele Gläubige, ob es wirklich angebracht ist, wenn der Pontifex seine schlichte Lebensweise, die er als Erzbischof vorbildlich praktiziert hat, nun quasi in Form von Symbolhandlungen auch als Papst fortzusetzen versucht.

Kann dies sinnvoll sein, nachdem diese Gesten nun „vor den Augen der Weltöffentlichkeit“ geschehen und damit allzu leicht „inszeniert“ wirken, selbst wenn sie von Franziskus ganz aufrichtig  – ohne Schielen auf Beifall  -  gemeint sind?  Eine Bescheidenheit, die zur Schau gestellt wird, kann allzu leicht als Eitelkeit empfunden und ausgelegt werden.

Dazu kommt, daß Franziskus mit ostentativen „Demuts-Gesten“  – ob er will oder nicht  -   seinen späteren Nachfolger quasi „festlegt“ -  und indirekt auch seinen Vorgänger Benedikt.

Natürlich kann der Papst gerne auf sein Frühstücksei verzichten, persönliche Fastenübungen vornehmen oder unter feierlichen Gewändern ggf. ein härenes Bußgewand tragen. Anders sieht es aber mit seiner Amtsführung aus, zumal im Bereich der Liturgie, denn an Gott selbst darf nicht gespart werden; die Ehre Gottes bedarf auch nach außen hin einer glaubensfrohen Würdigung und Verherrlichung.

Auch das Amt eines Nachfolgers Petri und Statthalters Christi auf Erden ist keine private Spielwiese des jeweiligen Pontifex; dieser höchste kirchliche Dienst ist ihm keineswegs ohne weiteres zur „freien Gestaltung“ überlassen, auch nur begrenzt in der Außendarstellung.  Ein „Sparprogramm“ am öffentlichen Kult bzw. der päpstlichen Liturgie sowie an der angemessenen Repräsentation des obersten Lehr- und Hirtenamtes wäre ein verhängnisvolles Signal in einer Welt, die gerade das Sakrale und „Hierarchische“ ohnehin zu verdrängen versucht.

Sicherlich sollte diese Repräsentation nicht in einem übertriebenen Prunk oder gar in einem sentimentalen Personenkult ausarten. Aus meiner Sicht hat Papst em. Benedikt hier sehr gute und edle Maßstäbe gesetzt, die der Nachfolger natürlich nicht haargenau übernehmen muss, die gleichwohl eine ernste Berücksichtigung verdienen.

Segensverweigerung beim Pressetreffen

Unter vielen Journalisten gab es überdies Irritationen, als der Papst beim römischen Presse-Treffen am 16. März abschließend nicht den hierbei üblichen feierlichen Segen erteilte bzw. lediglich ein Segensgebet im Stillen ankündigte. Franziskus begründete seine „Segensverweigerung“ zum Abschluss seiner Audienz für die Vatikankorrespondenten wie folgt:

„Ich habe gesagt, dass ich Ihnen von Herzen meinen Segen erteilen würde. Da aber viele von Ihnen nicht der katholischen Kirche angehören, andere nicht gläubig sind, erteile ich von Herzen diesen Segen in Stille jedem von Ihnen mit Respekt vor dem Gewissen jedes einzelnen, aber im Wissen, dass jeder von Ihnen ein Kind Gottes ist. Gott segne Sie“.

Der Hinweis auf den Respekt vor dem „Gewissen“ erscheint in diesem Kontext fehl am Platze, zumindest überzogen, zumal jene Medienvertreter ohnehin mit dem päpstlichen Segen gerechnet haben.  Theologisch unrichtig ist  -  genau genommen  -  auch die Ansage, „dass jeder von Ihnen ein Kind Gottes ist“.  

Sicher ist jeder Mensch ein Geschöpf Gottes und ein „Ebenbild“ des Höchsten (das freilich durch den Sündenfall sehr geschwächt ist); doch die KINDSCHAFT vor Gott empfangen wir durch die Taufe; sie ist nicht etwa unsere Leistung (auch nicht unsere „Glaubensleistung“), sondern ein Gnadengeschenk des Ewigen selbst.

Dass wir durch das Sakrament der Taufe zu „Kindern Gottes“ werden, lehrt auch der Katholische Katechismus (KKK 1270), das Kirchenrecht (can. 849 CIC)  - und auch das  2.Vatikanum stellt diesen Punkt klar (Lumen Gentium 11).

Daß sich auch ungläubige Journalisten in der Regel durch einen päpstlichen Segen keineswegs „gestört“ fühlen, liegt auf der Hand, denn sie empfinden dieses Sakramentale einfach als freundliche Geste eines religiösen Oberhauptes. Typisch für diese Haltung erscheint mir folgender Leserkommentar in der österreichischen Zeitung „Der Standard“ vom 19. März:

„Insofern habe ich als Ungläubiger es durchaus als befremdlich empfunden, dass der neue Papst, wie berichtet wird, ‚aus Respekt vor den anwesenden Agnostikern unter den Journalisten den Segen nur im Stillen gespendet habe‘. Ist doch völlig lächerlich! Wenn mich als Ungläubigen irgend ein Religiöser segnet, dann soll er ruhig – ich glaube nicht an die spirituelle  Seite des Segens, aber ich habe kein Problem mit dem Segen an sich – ist halt … seine Art und Weise, mir alles Gute zu wünschen“.

Allerdings sollte man diese Franziskusworte nicht als „hochamtlichen Vorgang“ betrachten, sondern eher als spontane Äußerung am Rande einer Presseaudienz   – und daher nicht überbewerten.

Das Hüten des Glaubens ist entscheidend!

Auch die Amtseinführungsfeier in Rom am 19. März sorgte in konservativen bis traditionellen Kreisen für zahlreiche Debatten  – von den Messgewändern bis zur „fehlenden Kniebeuge“ des Papstes bei der Elevation der hl. Hostie und des Kelches. Doch unser Pontifex ist nicht mehr der Jüngste; er könnte durchaus Beschwerden am Knie haben.

Jedenfalls hat der neue Pontifex erfreulicherweise das 1. Hochgebet bzw. den sog. „römischen Kanon“ verwendet, was zu Zeiten von Johannes Paul II. durchaus nicht selbstverständlich war, sondern erst durch Benedikt XVI. bei Papstmessen geläufig wurde. 

Die Predigt von Papst Franziskus enthielt eine gediegene biblische und katechetische Würdigung des hl. Josef (der 19. März ist der Festtag dieses Heiligen und Patrons der Kirche). Das Leitwort und die Betonung des „Hütens“ in seinen vielfachen Dimensionen ist ebenfalls gut durchdacht. Sicher hätte man sich wünschen können, dass bei der sorgfältigen Betrachtung dessen, was wir „hüten“ sollen, zwei wichtige Aspekte mitberücksichtigt werden, vor allem das Hüten und Behüten des Glaubensgutes (depositum fidei); eine ganz wesentliche Aufgabe von Papst und Kirche.

Naheliegend wäre es zudem gewesen, bei der mehrfachen Erwähnung der Schwachen, Armen, Kinder etc. auch an die bedrohten Babys im Mutterleib zu erinnern. Gewiss muss die erste öffentliche Predigt kein „Donnerwetter“ gegen Abtreibung enthalten, doch ein Hinweis auf die ungeborenen Kinder wäre ein guter Dienst am Lebensrecht gewesen. Sicher gibt es in Zukunft noch passende Gelegenheiten, um die Unantastbarkeit und Heiligkeit des menschlichen Lebens unzweideutig zu verkünden.

 


Wurde Jesuiten-Provinzial Bergoglio – der heutige Papst – von seinem Orden einst abserviert, weil er sich klar gegen die “Befreiungstheologie” äußerte?

In der italienischen Internetseite “Ignatio Ingrao” wird jetzt erläutert, daß Jorge Mario Bergoglio, als er noch Jesuiten-Provinzial in Argentinien war, von seiner eigenen übergeordneten Ordensleitung ins 700 km entfernte Cordoba “verbannt” wurde, wo er sechs Jahre lang relativ unscheinbar als Spiritual und Beichtvater in der dortigen Jesuitenkirche wirkte.

Foto: Vatican.va

Foto: Vatican.va

Dieser Lebensabschnitt in Cordoba ist wohl allgemein bekannt, nicht jedoch die Gründe, weshalb Pater Bergoglio praktisch kaltgestellt wurde, befand er sich doch zuvor bereits in führender Stellung: Als Provinzial leitete er die Geschicke des Jesuitenordens in Argentinien; zudem war er als Rektor der Philosophisch-Theologischen Fakultät von San Miguel tätig.

Sehr wohl bekannt ist freilich der seit Jahrzehnten anhaltende, modernistische Kurs dieser einstmals so kirchentreuen “Societas Jesu” (SJ) bzw. “Gesellschaft Jesu”, deren Patres meist schlicht als “Jesuiten” bezeichnet werden.

Die Ursache für das damalige Ausgrenzen von Prof. Bergoglio lag offenbar in seiner unmißverständlichen Haltung gegen die sog. “Theologie der Befreiung”, deren Vertreter mehrheitlich dem Marxismus huldigten und einer ultralinken Gesellschaftsanalyse bzw. kommunistischen Klassenkampf-Ideologie zugetan waren.

Der frühere Jesuit Miguel Debussy war einst ein enger Vertrauter von Pater Bergoglio; Debussy verließ den Orden wegen eigener linker Ansichten in politischer und theologischer Hinsicht. Er wirft dem heutigen Papst in einem Interview mit “Linkiesta” vor,  einst einen „konservativen Rückfall“ im Orden durchgeführt zu haben; insbesondere hatte Provinzial Bergoglio mit der damals so vielgepriesenen “Befreiungstheologie” nichts am Hut:

“Er war ganz dagegen. Als Theologiestudenten haben wir zum Beispiel nie ein einziges Buch von Gustavo Gutierréz, einem der Gründer der Befreiungstheologie gelesen oder gar studiert, oder von Boff oder von Paulo Freire…” 

Kardinal Joseph Ratzinger hat sich daher als Präfekt der römischen Glaubenskongregation mehrfach glasklar gegen die “Befreiungstheologie” geäußert, vor allem in seiner ausführlichen “Instruktion” von 1984.

(Näheres hier: http://charismatismus.wordpress.com/2011/08/01/papst-benedikt-und-die-%E2%80%9Etheologie-der-befreiung%E2%80%9C/)

Angeblich soll es aus damaliger Zeit sogar einen Brief des niederländischen SJ-Generaloberen Peter Hans Kolvenbach geben, der anderen Jesuiten-Niederlassungen einen näheren Kontakt mit dem kaltgestellten Ex-Provinzial Bergoglio untersagte. Aber bereits unter seinem ebenfalls “progressiven” Vorgänger, dem Jesuitengeneral Pedro Arrupe, soll Bergoglio in Ungnade gefallen sein.

Für den Ausgegrenzten, der mit 37 Jahren schon sehr jung zum Provinzial ernannt worden war,  wird dieser “Absturz” bzw. die ungerechte Behandlung durch den eigenen Orden damals eine  schmerzliche Erfahrung gewesen sein. Doch an Enttäuschungen kann man bei entsprechender Charakterfestigkeit und göttlicher Hilfe auch wachsen und somit innerlich gestärkt aus einer Krise hervorgehen.

Danach wurde der kaltgestellte Jesuitenpater vom Vatikan quasi aus der Versenkung geholt und mit 55 Jahren zum Weihbischof von Buenos Aires ernannt, später zum Erzbischof und Kardinal   -  und  schließlich am 13.3.2013 zum Oberhaupt der katholischen Weltkirche mit ihren 1,2 Milliarden Angehörigen gewählt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Info-Quelle: http://www.ignazioingrao.it/quando-i-gesuiti-emarginarono-bergoglio_content_30_5.htm#sthash.44XSsbf8.0tfKGPMD.dpuf


Aktueller Newsticker: die Glosse zum Sonntag

Irgendwo im Netz: Papst Franziskus hat nun offiziell fünf Millionen Follower auf Twitter. Die Gemeinschaft Das-Internet-den-Atheisten hat deswegen zu einer Gegenkampagne aufgerufen. Die Initiative erklärte auf ihrer Internetseite: Wir dürfen das Internet nicht jenen überlassen, die es zu einem Hort der Hasspropaganda machen wollen. Das Internet ist ein Ort des freien Gedankenaustauschs und der antifaschistischen, demokratischen und toleranten Menschen. Deswegen forderte die Gemeinschaft die sofortige Sperrung des päpstlichen Twitter-Accounts, die Kontrolle von Twitter durch ein Sicherheitsbüro und einen Aufmarsch der Pink-Roten Brigaden vor dem Vatikan zum Zwecke der Verdeutlichung des Anliegens. 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Rom: Der Journalist Carlos la Pocha veröffentlichte diese Woche sein neues Buch “Franziskus. Total privat”. In diesem Werk lässt er Weggefährten des Papstes zu Wort kommen, die ihn jahrelang schonmal von weitem gesehen haben. Dazu gehört der Neffe des Lehrers von Bergolios Cousin 3. Grades, der sich sehr genau vorstellen kann, was für ein Terror-Zwerg der junge Bergolio in der Schule war. Eine Ex-Nonne, die mit einem Ex-Jesuiten (verstorben) verheiratet war (geschieden), der Provinzial Bergolio auf einem Jesuiten-Treffen gehört hat und genau wusste, wie dieser damals mit der argentinischen Diktatur kooperierte. Auch ein Diözesaner kommt zu Wort, der vom Erzbischof tief enttäuscht ist, weil dieser seinen 34 Seiten langen Brief über den gewünschten Einsatz von Carrara-Marmor für die Verzierung der Stühle in seiner Heimatpfarrei nur mit einem einseitigen Verweis auf die Kosten beantwortet hatte.

Bielefeld: Die Bewegung “Weltökumene” (29 Mitglieder) hat den Kopten-Patriarchen Tawadros aufgefordert, nicht den Papst in Rom zu besuchen, sondern den Vorsitzenden der Bewegung in Bielefeld-Buschkamp. Der römische Papst sei mit seiner starren Haltung in moralischen und dogmatischen Fragen kein guter Ansprechpartner für eine wirkliche Ökumene zwischen allen Religionen. Der Vorsitzende Heinrich Schildlaus bot dem Patriarchen eine umfassende ökumenische Kooperation ohne Vorbedingungen an. Der Patriarch müsse lediglich anerkennen, dass  keine Aussagen über Gott gemacht werden dürften, christologische Vorstellungen irrelevant seien und jede Hierarchie des Teufels wäre, wobei es den Teufel eigentlich nicht gebe.

Quelle: Samstäglicher Newsticker

Mögliche Einheit von katholischer Kirche und Orthodoxie rückt näher

Nach der Amtseinführung von Papst Franziskus ist es zu einer Annäherung zwischen der katholischen Kirche und der orthodoxen Christenheit gekommen.

Koptisch-orthodoxes MARIENBILD

Orthodoxes MARIENBILD

Das Ehrenoberhaupt von weltweit rund 300 Millionen Mitgliedern orthodoxer Kirchen, Bartholomäus I. (Istanbul), hält sogar eine Wiedervereinigung der seit 1054 getrennten Konfessionen für möglich. Allerdings werde er dieses Ereignis kaum erleben, sagte der 73-jährige Ökumenische Patriarch von Konstantinopel vor Journalisten.

Bartholomäus hatte als erstes Oberhaupt der Ostkirchen seit der Kirchenspaltung im Jahr 1054 an der Amtseinführung eines römischen Papstes teilgenommen. Nach der Begegnung mit Papst Franziskus äußerte er sich optimistisch über dessen neue Haltung. Er sei überrascht gewesen, dass Franziskus ihn zu einem Essen mit den Kardinälen eingeladen habe.

Bartholomäus präsentierte mehrere Vorschläge für gemeinsame Aktionen. So könnte im Jahr 2014 eine gemeinsame Pilgerreise nach Jerusalem stattfinden. Dies würde an das erste Treffen eines Papstes mit einem orthodoxen Patriarchen in der Heiligen Stadt vor 50 Jahren erinnern.

Im darauffolgenden Jahr könnten Patriarch und Papst gemeinsam eine Ausstellung zur Bewahrung der Schöpfung auf dem Berg Athos eröffnen. In Rom hatten Bartholomäus und Franziskus für eine Verstärkung des gegenseitigen theologischen Dialogs plädiert.

Quelle: http://www.idea.de

 


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